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Explorez tous les épisodes du podcast Wahlkreis Ost - Der Politik-Podcast aus Leipzig
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| Wie würden Sie mit einem AfD-Ministerpräsidenten umgehen, Herr Voigt? | 25 Sep 2026 | 00:41:29 | |
Sachsen-Anhalt könnte nach der nächsten Landtagswahl erstmals einen Ministerpräsidenten der AfD bekommen. Wie sollte die Politik mit einem solchen Szenario umgehen? Thüringens Ministerpräsident Mario Voigt beantwortet diese Frage überraschend deutlich: Einen demokratisch gewählten Ministerpräsidenten würde er respektieren, sagt er. Einen Ausschluss aus der Ministerpräsidentkonferenz lehnt Voigt ab. "Die AfD weiter in so eine Opferrolle suhlen lassen, halte ich nicht für klug." Zugleich sei es aber auch logisch, dass sich die Zusammenarbeit zum Beispiel im mitteldeutschen Raum anders gestalte. Im Gespräch mit Malte Pieper geht es außerdem um die historischen Wahlschlappen für die CDU und die miserable Umfragewerte von Bundeskanzler Friedrich Merz. Thüringens Ministerpräsident fordert eine politische Kursänderung und warnt vor einem "Weiter so". Das Reden über Reformen dürfe sich nicht anfühlen „wie der nächste Zahnarztbesuch“, sagt Voigt. Statt Kürzungsdebatten brauche es eine überzeugende Zukunftserzählung. Seine Botschaft an die CDU: Die Union müsse jetzt „den Kampfanzug anziehen“. Podcast-Tipp: Sieben Tage wach Wenn Sie Fragen und Anregungen haben: Schreiben Sie an wahlkreis-ost@mdr.de. | |||
| Die Wahlen im Osten: Hauptsache, es wird was anders | 21 Sep 2026 | 00:52:37 | |
Die Wahlen in Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern und Berlin sind vorbei. Ergebnis: Während die politischen Ränder vielerorts zulegen, verlieren die Parteien der Mitte im Osten weiter an Zustimmung. Vor allem geht es darum, dass bei allen drei Wahlen die AfD immense Erfolge erzielt hat. Moderator Malte Pieper spricht mit der Journalistin und Autorin Valerie Schönian sowie dem Schauspieler und Comedian Thomas Nicolai über die Ursachen dieser Entwicklung. Was macht die AfD überall so stark und warum gewinnt die Linke in Berlin? Welche Rolle spielen Frust über die etablierte Politik, soziale Medien, wirtschaftliche Sorgen und das ostdeutsche Selbstverständnis? Dabei geht es auch um die unterschiedlichen Erklärungen für das Wahlverhalten im Osten: Liegt die Ursache vor allem in politischen Versäumnissen, fehlender Repräsentation und Zukunftsängsten? Oder spielen Erfahrungen aus DDR-Zeit und Wiedervereinigung weiterhin eine wichtige Rolle? Außerdem diskutieren die Gäste über den Aufstieg politischer Internetstars, den Erfolg der Linkspartei bei jüngeren Wählerinnen und Wählern, die Debatte um die Brandmauer zur AfD und die Frage, wie das Vertrauen in Demokratie und Parteien zurückgewonnen werden kann. Podcast-Tipp: MV im Fokus Wenn Sie Fragen und Anregungen haben: Schreiben Sie an wahlkreis-ost@mdr.de. | |||
| AfD-Wahlsieg: Ist die Brandmauer ein Fehler? | 11 Sep 2026 | 00:50:17 | |
Kompliziert, unübersichtlich, noch nie dagewesen – so könnte man die aktuelle politische Lage in Sachsen-Anhalt beschreiben. Die AfD hat haushoch gewonnen, braucht aber einen Partner. Es gibt Gespräche mit dem BSW und noch nichts Konkretes. Die CDU, der krachende Verlierer der Wahl, sortiert sich neu und versucht, nicht im Chaos zu versinken. Wie also geht es weiter in Sachsen-Anhalt? Darüber spricht Host Malte Pieper in dieser Folge von "Wahlkreis Ost" mit dem Politikwissenschaftler Christian Stecker. Er ist gespannt, wie eine AfD-Regierung in Sachsen-Anhalt, wenn es sie geben wird, aussieht. Stecker vermutet, dass die Bundesführung um Alice Weidel deutlichen Einfluss nehmen wird, um bundespolitische Ambitionen der Partei nicht zu gefährden. Vor allem aber geht es Stecker um die Brandmauer zur AfD. Die habe am Wahlsonntag auch zur Wahl gestanden und sei abgewählt worden. Stecker glaubt, dass die "Brandmauer-Ultras" für den Aufstieg der AfD mitverantwortlich sind. Die anderen Parteien müssten einen neuen Umgang mit der AfD finden, bei allen Gefahren, die das möglicherweise mit sich bringt. Podcast-Tipp: 11KM: der tagesschau-Podcast - CDU nach Sachsen-Anhalt: Was nun, Herr Merz? Wenn Sie Fragen und Anregungen haben: Schreiben Sie an wahlkreis-ost@mdr.de. | |||
| Das AfD-Beben von Sachsen-Anhalt: Wer regiert jetzt? | 07 Sep 2026 | 00:48:04 | |
Die Wahl in Sachsen-Anhalt hat ein politisches Beben erzeugt, das Deutschland nachhaltig verändern könnte. Aber wer wird nun regieren? Das ist am Tag nach der Wahl völlig unklar. "Es wird verdammt kompliziert", sagt die MDR-Korrespondentin für Sachsen-Anhalt, Doreen Jonas. Dem Land stehe ein harter Ritt bevor. Denn noch ist völlig unklar, wie bei einer Ministerpräsidentenwahl im Landtag eine Mehrheit zustande kommen soll. Ulrich Siegmund will regieren und hat mit diesem fulminanten Ergebnis den ersten Zugriff. Er will es aber nur versuchen, wenn er eine klare Mehrheit hinter sich hat. Wie die zustande kommen soll, bleibt offen. Siegmund scheint auf Abweichler bei der CDU zu hoffen. Und auch beim BSW können sich einige eine Zusammenarbeit offenbar vorstellen. Fest steht bereits jetzt: Sachsen-Anhalt hat Geschichte geschrieben. Das Land ist politisch gespalten. Viele Menschen gibt der AfD-Sieg Hoffnung. Andere trifft das blanke Entsetzen. Und: Der tragische Held dieser Geschichte heißt Sven Schulze. Wird er zurücktreten? Im zweiten Teil des Podcasts spricht Host Malte Pieper mit dem Satiriker Ingmar Stadelmann und dem Politikwissenschaftler Christoph Meißelbach über die Wahl und die Folgen. Stadelmann sagt mit ironischem Unterton: "Die gute Nachricht ist: Die Menschen glauben an die Demokratie. 80 Prozent gehen wählen." Die Wahl sei vielleicht eine Art Brexit- oder MAGA-Moment für Deutschland. Der Ball liege nun bei Herrn Siegmund. Dessen Partei sei präsent und modern, wie keine andere. Meißelbach kann nicht nachvollziehen, wie ratlos die anderen Parteien nach der Wahl wirken. Die Situation, die nun eingetreten sei, habe sich seit Jahren abgezeichnet. Und trotzdem habe niemand ein Mittel. Das müsse sich ändern. Jeder von uns müsse seine Haltung hinterfragen. Dabei geht es in dieser Folge auch um die Frage, ob Deutschland eine Paartherapie braucht. Podcast-Tipp: 0630 - der News-Podcast *Hinweis der Redaktion: Wir hatten im zweiten Teil der Aufzeichnung technische Probleme mit der Leitung zu Ingmar Stadelmann. Wir bitten das zu entschuldigen. Wie es nach der Wahl in Sachsen-Anhalt weitergeht, das verfolgen wir weiter. Die nächste Folge von Wahlkreis Ost wird es deswegen schon am Freitag, dem 11. September, geben. Wenn Sie Fragen und Anregungen haben: Schreiben Sie an wahlkreis-ost@mdr.de. | |||
| Sachsen-Anhalt: Das war der Wahlabend | 06 Sep 2026 | 00:56:45 | |
Sachsen-Anhalt hat gewählt. Die AfD hat einen Rekordsieg eingefahren. Die Regierungsbildung dürfte schwierig werden. Wir bieten Zahlen, Einordnungen und Reaktionen. | |||
| Showdown in Sachsen-Anhalt | 04 Sep 2026 | 00:51:26 | |
Viel wurde in den vergangenen Wochen und Monaten berichtet, nun ist es so weit: Sachsen-Anhalt wählt. Am Sonntag sind 1,7 Millionen Menschen aufgerufen, abzustimmen. Das Wahlergebnis wird bundesweit verfolgt und dürfte Auswirkungen über die Landesgrenzen hinaus haben. Grund genug, die Ausgangslage noch einmal abzubilden. Host Malte Pieper macht Euch in dieser Folge von "Wahlkreis Ost" fit für den Wahltag. Mit dabei ist Doreen Jonas, die MDR-Landeskorrespondentin für Sachsen-Anhalt. Sie kennt das Land, die Menschen und vor allem die wichtigsten Akteure bei dieser Wahl sehr gut und berichtet aus einem Bundesland, in dem es derzeit so politisch und emotional zugeht, wie sonst kaum. Diese Wahl bringt buchstäblich die Massen auf die Straße, vor allem bei der AfD, aber beispielsweise auch bei den Linken. Über allem steht die Frage, wie stark die AfD am Ende sein wird. Die hat laut Jonas einen Wahlkampf nach US-Vorbild hingelegt. Der CDU droht ein historisch schlechtes Ergebnis. Dabei spielt auch der Kanzler Friedrich Merz eine Rolle. Und entscheidend ist auch die Frage, wer es über die 5-Prozent-Hürde schafft – und wer nicht. Podcast-Tipp: 15 Minuten. Der tagesschau-Podcast am Morgen Wenn Sie Fragen und Anregungen haben: Schreiben Sie an wahlkreis-ost@mdr.de. | |||
| Demokratie unter Druck: Was die Politik aus dem AfD-Boom lernen muss | 31 Aug 2026 | 00:55:23 | |
Im Osten spielt die AfD in einer eigenen Liga. Kurz vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt steht sogar eine absolute Mehrheit für sie im Raum. Wie konnte es so weit kommen? Darüber spricht Host Malte Pieper in dieser Folge des Podcasts "Wahlkreis Ost" mit Raj Kollmorgen. Er ist Soziologe an der Hochschule Zittau/Görlitz und einer der profundesten Kenner der ostdeutschen Seele. Kollmorgen warnt davor, die Partei als rein ostdeutsches Phänomen zu betrachten. Auch im Westen gebe es breite Strömungen, die mit unserer Demokratie in ihrer jetzigen Form nicht mehr zufrieden sind. "Viele Menschen sind es so satt, dass es ihnen bis zu einem gewissen Grade wirklich egal ist, was die AfD verspricht. Sie wollen den Bruch, sie wollen die tatsächliche radikale Alternative", so Kollmorgen. Mit den aktuellen Wahlergebnissen komme die Demokratie an ihre Grenzen. Kollmorgen plädiert deswegen für einen radikalen Neustart. Es gehe darum, systematisch mit dem Volk ins Gespräch zu kommen, auch mit den AfD-Sympathisanten. Es müssten neue Wege der politischen Zusammenarbeit gefunden werden, selbst mit der AfD. Wie er sich das genau vorstellt, erklärt Kollmorgen im Podcast. Podcast-Tipp: Der verbotene Vater Wenn Sie Fragen und Anregungen haben: Schreiben Sie an wahlkreis-ost@mdr.de. | |||
| AfD will Staatsverträge kündigen: Was wird aus MDR und ARD? | 28 Aug 2026 | 00:31:47 | |
Vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt ist der Mitteldeutsche Rundfunk selbst zum Thema geworden. Der AfD-Spitzenkandidat Ulrich Siegmund hat angekündigt, im Falle einer Regierungsübernahme die Rundfunkstaatsverträge sofort zu kündigen. In dieser Folge des Podcasts "Wahlkreis Ost" spricht Host Malte Pieper darüber mit Boris Lochthofen, dem Programmdirektor des MDR. Lochthofen erklärt, welche Folgen eine Kündigung des Staatsvertrags konkret hätte und welche Einschnitte dem MDR und Sachsen-Anhalt dann drohen. "Netflix wird nicht morgen aus Stendal berichten", sagt er beispielsweise. Außerdem geht es um Versäumnisse des öffentlich-rechtlichen Rundfunks, um Skandale und Vertrauensverlust, um das kontroverse Gebührenthema, um Reichweiten, Regionalität, Sparsamkeit, die Zukunft der Medien und letztlich um die Demokratie. Podcast-Tipp: Ungebremst – Der Anschlag auf den Magdeburger Weihnachtsmarkt – Bonusfolge "Nach dem Urteil" Wenn Sie Fragen und Anregungen haben: Schreiben Sie an wahlkreis-ost@mdr.de. | |||
| Die Wirtschaftspläne der AfD: "Ein Luftschloss" | Mit Reint Gropp | 23 Aug 2026 | 00:38:56 | |
Die wirtschaftliche Lage in Deutschland ist nicht gut. Das spielt auch im Wahlkampf in Sachsen-Anhalt eine Rolle. Doch welche Partei hat die richtigen Ideen, um die Wirtschaft zu stärken? Darüber spricht Host Malte Pieper in dieser Folge des Podcast "Wahlkreis Ost" mit jemandem, der es wissen muss: Zu Gast ist Reint Gropp, Präsident des Leibniz-Instituts für Wirtschaftsforschung Halle. Gropp sagt, Sachsen-Anhalt könne wirtschaftlich durchaus punkten. Es habe gute Universitäten und locke Unternehmensansiedlungen mit einem hohen Anteil an erneuerbaren Energien. Die Stimmung sei dennoch miserabel und das habe viel mit Bundeskanzler Merz und der Lage in Berlin zu tun. Und mit einem mangelnden Selbstbewusstsein. Vom sachsen-anhaltischen Ministerpräsidenten Sven Schulze (CDU) würde er sich eine Vision für die Zukunft wünschen. Der trete aber im Wahlkampf viel zu defensiv auf. Die AfD biete dagegen zumindest eine Zukunftsperspektive, auch wenn die wirtschaftlich wenig Sinn mache. "Ein Luftschloss", so Gropp zu den zahlreichen Maßnahmen, die die AfD plant. Die kosteten viel, brächten aber wenig. Zudem sei unter der AfD mit einem noch massiveren Fachkräftemangel zu rechnen, weil Menschen mit Migrationshintergrund wegziehen würden. Die Leidtragenden seien paradoxerweise vor allem jene Menschen, die die AfD wählten. Podcast-Tipp: "Marinics Freiheit" Wenn Sie Fragen und Anregungen haben: Schreiben Sie an wahlkreis-ost@mdr.de. | |||
| Siegmund, Schulze und das BSW | Mit Cornelius Pollmer | 14 Aug 2026 | 00:48:59 | |
In Sachsen-Anhalt führt die AfD drei Wochen vor der Landtagswahl in den Umfragen deutlich. Doch was erklärt diesen Erfolg? Und warum tut sich die CDU so schwer, dagegenzuhalten? Malte Pieper spricht mit Cornelius Pollmer, Leiter von ZEIT im Osten, über die politischen Kräfteverhältnisse im Land. Es geht um den AfD-Spitzenkandidaten Ulrich Siegmund, den Pollmer als „Selfie-König“ beschreibt. Um Ministerpräsident Sven Schulze im schwierigen Wahlkampf, mit dem Pollmer mitgeradelt ist. Und um die Frage, ob und wie das BSW nach der Wahl zum entscheidenden Faktor werden könnte. Außerdem diskutieren sie die Zukunft der Brandmauer, mögliche Regierungsbündnisse und die Frage, warum sich viele Menschen von der Politik nicht mehr vertreten fühlen. Noch mehr Informationen bekommen Sie in unserem Newsletter zur Wahl in Sachsen-Anhalt. Newsletter Unser Podcast-Tipp: Vor 33 Wenn Sie Fragen und Anregungen haben: Schreiben Sie an wahlkreis-ost@mdr.de. | |||
| Schulze: Das Hauptthema sind Jobs und Arbeitsplätze | 11 Aug 2026 | 00:30:14 | |
Am 6. September wählt Sachsen-Anhalt einen neuen Landtag. Im Deep Talk zu Gast ist CDU-Spitzenkandidat Sven Schulze. Was ist seine Vision für das Land, was treibt ihn an, was will er verändern? | |||
| Siegmund: Wir müssen es aus eigener Kraft schaffen | 10 Aug 2026 | 00:30:42 | |
Am 6. September wählt Sachsen-Anhalt einen neuen Landtag. Im Deep Talk zu Gast ist AfD-Spitzenkandidat Ulrich Siegmund. Was ist seine Vision für das Land, was treibt ihn an, was will er verändern? | |||
| Das Phänomen Schwesig - Warum MV anders wählt | 07 Aug 2026 | 00:37:30 | |
In Mecklenburg-Vorpommern scheint die politische Lage völlig anders zu sein als in Sachsen-Anhalt. Während die AfD vielerorts den Ton angibt, kann die SPD von Ministerpräsidentin Manuela Schwesig laut aktuellen Umfragen weiterhin auf starke Unterstützung bauen. Warum gelingt Schwesig, was vielen Sozialdemokraten in Ostdeutschland nicht gelingt? Welche Rolle spielen Amtsbonus, kostenlose Kita und die lange SPD-Regierungstradition im Nordosten? Und warum könnte für die AfD trotz hoher Zustimmungswerte eine Regierungsbeteiligung außer Reichweite bleiben? Malte Pieper spricht in "Wahlkreis Ost" mit Stefan Ludmann vom NDR Podcast "MV im Fokus" über die politische Ausgangslage vor der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern, über die besondere Stärke der SPD, die Strategie der AfD und mögliche Koalitionen nach dem Wahltag. Außerdem geht es um die Frage, warum die CDU zwischen SPD und AfD zunehmend aufgerieben wird und welche Folgen die Wahl auch für den Osten insgesamt haben könnte. Noch mehr Informationen bekommen Sie in unserem Newsletter zur Wahl in Sachsen-Anhalt. Newsletter Unser Podcast-Tipp: Oma, lass reden Wenn Sie Fragen und Anregungen haben: Schreiben Sie an wahlkreis-ost@mdr.de. | |||
| Von Angern: Ich will ein Land ohne Armut | 06 Aug 2026 | 00:30:02 | |
Am 6. September wählt Sachsen-Anhalt einen neuen Landtag. Im Deep Talk zu Gast ist die Spitzenkandidatin der Linken, Eva von Angern. Was ist ihre Vision für das Land, was treibt sie an, was will sie verändern? | |||
| Willingmann: Forschung schafft Zukunft für Sachsen-Anhalt | 05 Aug 2026 | 00:29:39 | |
Am 6. September wählt Sachsen-Anhalt einen neuen Landtag. Im Deep Talk zu Gast ist SPD-Spitzenkandidat Armin Willingmann. Was ist seine Vision für das Land, was treibt ihn an, was will er verändern? | |||
| Sziborra-Seidlitz: Wir können von Erneuerbaren leben | 04 Aug 2026 | 00:30:46 | |
Am 6. September wählt Sachsen-Anhalt einen neuen Landtag. Im Deep Talk zu Gast ist die Spitzenkandidatin der Grünen, Susan Sziborra-Seidlitz. Was ist ihre Vision für das Land, was treibt sie an, was will sie verändern? | |||
| Die Minderheitsregierung: Rettung für die Demokratie oder Dauerkrise? | 31 Jul 2026 | 00:53:10 | |
Auch die neuen Umfragen zur Landtagswahl in Sachsen-Anhalt zeigen: Klare Mehrheiten sind derzeit nicht in Sicht. Damit rückt ein Modell in den Fokus, das lange als Ausnahme galt: die Minderheitsregierung. Doch wie regiert man eigentlich, wenn die eigene Mehrheit fehlt? Zu Gast bei Julia Kastein sind Politikwissenschaftler Oliver Lemke und Uta Deckow, Host von "Sachsen-Politik-Podcast". Sie sprechen über Erfahrungen aus Sachsen und Thüringen, das historische Magdeburger Modell in Sachsen-Anhalt und die Frage, warum Minderheitsregierungen heute häufiger sind als früher. Geht es dabei um pragmatische Lösungen für eine zersplitterte Parteienlandschaft oder um ein Symptom einer tiefergehenden politischen Krise? Und stärkt das Regieren ohne feste Mehrheiten am Ende die politische Mitte oder die Ränder? Unser Podcast-Tipp: Warum gibt es in Deutschland eine Schulpflicht und was würde ihre Abschaffung bedeuten? Im Podcast: Die großen Fragen in 10 Minuten Noch mehr Informationen bekommen Sie in unserem Newsletter zur Wahl in Sachsen-Anhalt. Newsletter Wenn Sie Fragen und Anregungen haben: Schreiben Sie an wahlkreis-ost@mdr.de. | |||
| Vom Osten lernen? Nora Seitz über Merz und die Regierungsbilanz | 17 Jul 2026 | 00:48:47 | |
In dieser Folge geht es um die Wurst und um Politik. Das politische Berlin hat sich in die Sommerpause verabschiedet und vorher noch einige Reformen auf den Weg gebracht. Die Beliebtheitswerte der Bundesregierung sind derweil ausbaufähig. Ein guter Zeitpunkt für eine spezielle Sommerbilanz. Die ziehen wir mit Nora Seitz, Fleischermeisterin aus Chemnitz und CDU-Bundestagsabgeordnete. Host Julia Kastein spricht mit ihr darüber, wie sie erst Fleischermeisterin und dann Politikerin wurde. Seitz erzählt auch, wie man dem Handwerk eine Stimme gibt in der Politik und in welchem kritischen Moment ihr Kanzler Friedrich Merz zugehört hat. Seitz sagt, welche Probleme sie mit der Renten- und mit der Gesundheitsreform hat, die sie im Bundestag mitgetragen hat. Die Gesundheitsreform sei ehrlicherweise keine echte Reform, sondern ein Sparplan. Und sie erklärt, warum sie von folgendem Satz überzeugt ist: "Vom Osten lernen, heißt siegen lernen." Zu Beginn des Podcasts spricht Host Julia Kastein mit Jens Hänisch über die Wahl in Sachsen-Anhalt. Er koordiniert für den MDR die Berichterstattung zur Wahl und bringt dazu einen sehr lesenswerten Newsletter heraus. Abo-Empfehlung! Hier geht es zum Newsletter! Wenn Sie Fragen und Anregungen haben: Schreiben Sie an wahlkreis-ost@mdr.de. | |||
| Claus Weselskys Generalabrechnung mit der Politik | 03 Jul 2026 | 00:50:25 | |
Die deutsche Politik steckt in einer Vertrauenskrise. Viele Menschen wenden sich von den Parteien der Mitte ab und wählen die AfD. Was also läuft falsch in unserem Land? Claus Weselsky hat dazu eine klare Meinung. Der Ehrenvorsitzende der Gewerkschaft der Lokführer ist CDU-Mitglied und bekannt für schonungslose Analysen, klare Kante und ein hartes Urteil. Mit ihm sprechen Malte Pieper und Focus-Chefreporterin Anja Maier in dieser Folge des Podcasts Wahlkreis Ost. Weselsky arbeitet sich an vielen Bereichen der Politik ab. Er findet, der Lobbyismus habe zu viel Einfluss. Die Politikschaffenden würden vor Wahlen Dinge versprechen, die sie danach nicht einlösten. Es gebe viele Berufspolitiker ohne Rückgrat und keine gute Diskussionskultur. Skandale würden einfach nur ausgesessen, anstatt dass es mal einen Rücktritt gebe. Aus all diesen Gründen, so Weselsky, ziehe es die Menschen zur AfD. Seine Partei, die CDU, mache im Umgang mit der AfD den gleichen Fehler wie schon nach der Wiedervereinigung mit den Linken. Und Kanzler Merz: "Er hat mich maximal enttäuscht." Was tun? Kopf in den Sand stecken? Auch keine gute Lösung, sagt Weselsky. Ins Machen kommen wäre besser. Podcast-Tipp: MDR Investigativ zu den Vulkangruppen Wenn Sie Fragen und Anregungen haben: Schreiben Sie an wahlkreis-ost@mdr.de. | |||
| Pleite, Protest, Politik-Frust: Kommunen schlagen Alarm | 19 Jun 2026 | 00:44:57 | |
Die Kommunen in Deutschland darben seit Jahren. Stephan Meyer, Landrat von Görlitz, kann davon ein (Klage)Lied singen. Der CDU-Politiker sagt, sein Landkreis müsse Jahr für Jahr neue Schulden aufnehmen, um überhaupt seine Pflichtaufgaben zu leisten. Selbst, wenn er alle freiwilligen Ausgaben – beispielsweise für Musikschulen, Sportförderung und Kultur – streichen würde, stände noch ein dickes Minus. Da laufe etwas gewaltig falsch. Und das habe Folgen: Die schlechte finanzielle Ausstattung der Kommunen gefährde die Demokratie und treibe die Menschen in die Arme der AfD. Es brauche mehr Gelder von Bund und Ländern. Außerdem müssten Leistungen gekürzt werden, auch wenn das unpopulär sei. "Dieses gesamtgesellschaftliche Verständnis, das wir jetzt über die Verhältnisse leben und damit dann aber auch unsere Gemeinschaft sehr gefährden, das macht mir Sorge", so Meyer. Es brauche "fundamentale Reformen". Zum Beginn des Podcasts "Wahlkreis Ost" sprechen Host Malte Pieper und Focus-Chefreporterin Anja Maier aber zunächst über ein umstrittenes Foto. Es zeigt den sachsen-anhaltischen CDU-Fraktionschef Guido Heuer scheinbar kumpelhaft mit AfD-Spitzenkandidat Ulrich Siegmund. Das sorgt für Diskussionen. Podcast-Tipp: Plusminus Wenn Sie Fragen und Anregungen haben: Schreiben Sie an wahlkreis-ost@mdr.de. | |||
| Jakob Springfeld: Jeder darf aus AfD-Hochburgen flüchten | 05 Jun 2026 | 00:47:07 | |
Der vielfach ausgezeichnete Autor Jakob Springfeld kann Leute verstehen, die aus AfD-Hochburgen wegziehen. Er selbst hat seiner Heimat Zwickau den Rücken gekehrt und studiert jetzt in Halle. In dieser Podcast-Folge erklärt er den beiden Hosts Malte Pieper und Maja Fiedler, wie er aus der Ferne seine Heimat unterstützt. Außerdem gesteht er, dass er vor den Ergebnissen der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt im September Angst hat. Aus seiner Sicht hätte eine AfD-Regierung keine heilsame Wirkung. Hoffnung schöpft er aus vielen Demokratie-Projekten. Dabei hat ihn ein Jugendzentrum in Halberstadt besonders beeindruckt. Podcast-Tipp "Kaffee, extra schwarz. Der Podcast mit Mansour und Mayer-Rüth": https://1.ard.de/Kaffee_extra_schwarz Wenn Sie Fragen und Anregungen haben: Schreiben Sie an wahlkreis-ost@mdr.de | |||
| Rente, Respekt, Repräsentanz: Was im Osten wirklich fehlt | 22 May 2026 | 00:49:18 | |
Die AfD legt in Umfragen weiter zu. Das wird bei den anstehenden Wahlen in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern zur Herausforderung für die anderen Parteien. Die Menschen sind offensichtlich unzufrieden mit ihrer politischen Arbeit. Was sollte sich ändern, gerade mit Blick auf den Osten? Darüber sprechen Host Malte Pieper und Focus-Chefreporterin Anja Maier in dieser Folge von „Wahlkreis Ost“ mit Elisabeth Kaiser. Die SPD-Politikerin aus Gera ist Ostbeauftragte der Bundesregierung. Kaiser sagt, dass es auch mehr als 35 Jahre nach der Wiedervereinigung weiter strukturelle Unterschiede zwischen Ost und West gibt. Die Menschen im Osten fühlten sich nicht gesehen und wünschten sich gerade jetzt in Krisenzeiten politische Führung. Was der Osten brauche, sei Repräsentanz, Investitionen in Zukunftstechnologien – und ja, auch eine oder einen Ostbeauftragten. Ein wichtiges Thema sei außerdem die Rente. Kaiser ist der Meinung, dass das Rentenniveau bei der anstehenden Rentenreform nicht abgesenkt werden dürfe. Gerade im Osten seien viele Menschen auf die gesetzliche Rente angewiesen. Grund seien die wirtschaftlichen Schwierigkeiten nach der Wende, die Brüche in den Erwerbsbiografien und die Zeiten der Arbeitslosigkeit. Für Kaiser ist mit Blick auf den Osten außerdem wichtig: Trotz all der Probleme und Unzufriedenheit, es brauche engagierte Menschen vor Ort, die für die Demokratie kämpften. Podcast-Tipp: Politikum – Der Meinungspodcast - https://1.ard.de/politikum-der-meinungspodcast Wenn Sie Fragen und Anregungen haben: Schreiben Sie an wahlkreis-ost@mdr.de. | |||
| Vertrauenskrise im Osten: Warum die AfD so stark ist | 08 May 2026 | 00:46:58 | |
Das Misstrauen wächst - vor allem im Osten. Das könnte der Kernsatz dieser Podcast-Folge sein, in der zwei Themen besprochen werden: Ein Jahr Friedrich Merz als Bundeskanzler und eine neue Umfrage von Infratest Dimap vier Monate vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt. Malte Pieper und Anja Maier haben sich Prof. Marcel Lewandowsky, Politikwissenschaftler in Halle, eingeladen. Wie bewertet er, dass die AfD in der Wählergunst weiter gewinnt? Lewandowsky erklärt, warum es sich nicht um kurzfristigen Protest handelt und welche Rolle Wahrnehmung, Medien und Migration spielen. In Sachsen‑Anhalt wird deutlich, wie sehr Unsicherheit, Krisenwahrnehmung und politische Zerstrittenheit die AfD stärken. Dabei spielt die Bundespolitik in Berlin eine Rolle, die Schwäche der Regierungskoalition. Die Bilanz nach einem Jahr Schwarz-Rot fällt im "Wahlkreis Ost" ernüchternd aus. Im Gespräch geht es um ein sinkendes Vertrauen in Staat und Regierung, um die enttäuschten Erwartungen an Kanzler Friedrich Merz und die Folgen für die politische Stimmung – besonders im Osten. Podcast-Tipp: Berlin Code - mit Linda Zervakis https://kurz.ard.de/berlincode Wenn Sie Fragen und Anregungen haben: Schreiben Sie an wahlkreis-ost@mdr.de. | |||
| Wie wollen Sie die AfD schlagen, Herr Schulze? | 24 Apr 2026 | 00:53:30 | |
Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Sven Schulze (CDU) hat eine schwere Aufgabe: Die AfD steht in seiner Heimat laut Umfragen kurz vor der Machtübernahme. Und er soll das bei der Landtagswahl im September verhindern. Manche sagen gar, Schulze müsse die Demokratie retten. Es gibt leichtere Aufgaben. Schulze hat auch damit zu kämpfen, dass er erst seit Kurzem Ministerpräsident ist. Damit ist er nicht annähernd so bekannt und profiliert, wie es sein Vorgänger Reiner Haseloff war. Wie also will er im Wahlkampf bestehen und das Ruder herumreißen? Das fragen ihn Malte Pieper und Anja Maier in dieser Folge. Es geht um die Bundespolitik, die Schulze gerade wenig Rückenwind verleiht, um Sinn und Unsinn von Hilfsmaßnahmen in der Energiekrise, um Ehrlichkeit, die AfD und Trump. Und es geht darum, was Schulze laut Schulze dazu qualifiziert, auch nach der Landtagswahl das Amt des Ministerpräsidenten auszufüllen. Podcast-Tipp: Im Osten geht die Sonne auf - https://1.ard.de/Im_Osten_Fussballpodcast Wenn Sie Fragen und Anregungen haben: Schreiben Sie an wahlkreis-ost@mdr.de. | |||
| Ist die SPD noch zu retten, Herr Willingmann? | 10 Apr 2026 | 00:56:16 | |
Wenn in Deutschland Wahlen stattfinden, dann zählt die SPD regelmäßig zu den Verlierern. Das war bei der Bundestagswahl so, das war in diesem Jahr in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz der Fall. Die Genossen und Genossinnen sind im Sinkflug, wenn nicht gar im freien Fall. Gut möglich, dass sie in Sachsen-Anhalt im September gar an der Fünf-Prozent-Hürde scheitern. Das wäre eine historische Niederlage. In dieser Folge sprechen Malte Pieper und Julia Kastein mit dem Mann, der das verhindern will. Zu Gast ist Armin Willingmann, SPD-Spitzenkandidat bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt, außerdem stellvertretender Ministerpräsident sowie Umwelt- und Wissenschaftsminister. Willingmann sagt, die Sozialdemokratie habe sich ihrer Kernthemen in den vergangenen Jahren nicht genug angenommen. „Wir haben möglichweise den Blick für die Themen mancher Menschen tatsächlich verloren“, so Willingmann. Selbstkritik sei durchaus angebracht. Trotzdem brauche es die SPD auch künftig, als soziales Element, als Partei des Ausgleichs und der Kompromissfähigkeit. Außerdem geht es um diese Fragen: Wie kommt die SPD zurück in die Spur? Wie positioniert sie sich zur AfD? Und wie könnte eine Regierung nach der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt aussehen? Podcast-Tipp: Die Entscheidung - https://1.ard.de/die_entscheidung_kohl Wenn Sie Fragen und Anregungen haben: Schreiben Sie an wahlkreis-ost@mdr.de. | |||
| Spritpreise: Soll es der Markt richten, Frau Ministerin? | 27 Mar 2026 | 00:48:35 | |
Auch in der Politik gibt es ungewöhnliche Karrieren. Colette Boos-John stammt aus Hessen und hat sich als Bauunternehmerin in Thüringen einen Namen gemacht. Dann wechselte sie in die Politik und wurde Thüringer Wirtschaftsministerin. Nun sind hohe Spritpreise, der Fachkräftemangel und die Zukunft unserer Demokratie die Themen der CDU-Politikerin. All das verhandelt sie in einer Brombeer-Koalition, die keine eigene Mehrheit im Landtag hat. In dieser Folge sprechen Julia Kastein und Ralf Geißler mit Boos-John über ihr Leben als Unternehmerin, die Niederungen der Landespolitik und Wege aus der Energiekrise. Podcast-Tipp: Tschüss Kohle, Hallo Zukunft - https://1.ard.de/tschuess-kohle Wenn Sie Fragen und Anregungen an Anja Maier und Malte Pieper haben: Schreiben Sie an wahlkreis-ost@mdr.de. | |||
| Neun Lehren aus der Wahl in Baden-Württemberg | 09 Mar 2026 | 00:53:12 | |
Baden-Württemberg hat gewählt. Die Grünen haben gewonnen, die CDU liegt knapp dahinter. Die AfD jubelt und die SPD schrammt nur knapp an der kompletten Bedeutungslosigkeit vorbei. Aus dieser Wahl kann man einiges ableiten für die Wahlen in Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern und Berlin, die im September anstehen: Im Westen wählt man anders. Die Kandidatenfrage ist zentral. Umfragen sind nur Umfragen. Die kleinen Parteien fallen im Zweifel hinten runter. Die SPD zeigt Auflösungserscheinungen. Auch das BSW ist fast tot. Die Abgrenzung von Berlin kommt gut an. Die AfD punktet auch im wirtschaftlich besser gestellten westdeutschen Ländle. Und Vetternwirtschaft-Vorwürfe schaden dabei nicht. Darüber sprechen Malte Pieper und Focus-Chefreporterin Anja Maier mit ihren Gästen: der SWR-Redakteurin Marie Gediehn und Doreen Jonas, MDR-Korrespondentin für Sachsen-Anhalt. Podcast-Tipp: Ab in den Urlaub – Der Crash des Internet-Imperiums Unister - https://1.ard.de/unistercrash Wenn Sie Fragen und Anregungen an Anja Maier und Malte Pieper haben: Schreiben Sie an wahlkreis-ost@mdr.de. | |||
| AfD: Ist die Brandmauer gescheitert? | 20 Feb 2026 | 00:56:01 | |
Wie umgehen mit der AfD, deren Wahlergebnisse immer höher ausfallen? Darüber zerbrechen sich die anderen Parteien seit Jahren die Köpfe. Und: Sie finden keine Lösungen. Am deutlichsten wird das bei der Union, die aufgrund der Brandmauer zu AfD und Linken gerade im Osten in eine Zwickmühle geraten ist. Der Politikwissenschaftler Christian Stecker schlägt einen komplett anderen Ansatz vor. Er sagt, Deutschland müsse sein politisches System verändern: "Die Mehrheitskoalition ist totgeritten." Er spricht sich für flexible Mehrheiten aus. Das würde Minderheitsregierungen und auch das Ende der Brandmauer zur AfD bedeuten. Es ist eine Idee mit Zündstoff, die Stecker in dieser Folge mit Malte Pieper und Focus-Chefreporterin Anja Maier diskutiert. Im Podcast erklärt der Politikwissenschaftler, warum ihm bei dem Gedanken an Mehrheiten mit der AfD auch nicht wohl ist – und warum er trotzdem keine Alternativen mehr sieht. Außerdem geht es um die Vetternwirtschaft-Vorwürfe bei der AfD, speziell in Sachsen-Anhalt. "Für die AfD ist es insofern besonders problematisch, weil sie sich ja immer als der große Saubermann geriert", sagt Christian Stecker dazu. Inwiefern das die Wahlergebnisse der Partei schmälern könnte, sei aber noch nicht ausgemacht. Podcast-Tipp: Was tun, Herr General? - https://1.ard.de/general Wenn Sie Fragen und Anregungen an Anja Maier und Malte Pieper haben: Schreiben Sie an wahlkreis-ost@mdr.de. | |||
| Wie man Wahlen gegen die AfD gewinnt | 06 Feb 2026 | 00:57:34 | |
Die AfD liegt in Umfragen im Osten überall auf Platz 1, zwischen 34 und 40 Prozent. Auch im Westen steht sie gut da, in Baden-Württemberg in Umfragen beispielsweise aktuell bei 20 Prozent. Die anderen Parteien verzweifeln an der Frage, wie man der AfD und ihrem Erfolg begegnen kann. Frank Stauss hätte Ideen. Er ist einer der erfahrensten Wahlkampfstrategen in Deutschland, half unter anderem Klaus Wowereit ins Rote Rathaus in Berlin und Gerhard Schröder ins Kanzleramt. Er ist in diesem Podcast unser Gast. Stauss sagt, es gebe kein schnelles Mittel, um die AfD zurückdrängen. Nahezu alle demokratischen Parteien im Osten hätten seit vielen Jahren die gleichen Fehler gemacht im Umgang mit der Partei: Sie hätten die AfD einerseits zu Recht verteufelt, andererseits aber ihre Themen und Positionen teilweise übernommen. Sie hätten die ostdeutsche Opferrolle genährt, anstatt positive Geschichten zu erzählen, die es zuhauf gebe. "Der Opfermythos ist die Basis von Populismus, (…) auch von Faschismus", sagt Stauss dazu. Wer die AfD bekämpfen wolle, müsse eine positive Zukunftserzählung bieten. Die Lage vor den fünf Landtagswahlen in diesem Jahr sei noch offen, so Stauss: "Alle Umfragen, die wir jetzt sehen, für eine Landtagswahl im September, (…) können sie im Prinzip alle in die Tonne kloppen." Außerdem sprechen wir im Podcast über Sachsen-Anhalt und die "politische Sturzgeburt" des Wechsels von Reiner Haseloff zu Sven Schulze als Ministerpräsident, über die Rolle der SPD im Bund und über die Schwächen von Bundeskanzler Merz (CDU). Podcast-Tipp: MV IM FOKUS – Darüber spricht Mecklenburg-Vorpommern! - https://1.ard.de/mvimfokus Wenn Sie Fragen und Anregungen an Anja Maier und Malte Pieper haben: Schreiben Sie an wahlkreis-ost@mdr.de. | |||
| Was würde ein AfD-Ministerpräsident ändern, Herr Siegmund? | 22 Jan 2026 | 00:43:37 | |
Im September steht Sachsen-Anhalt vor einer Richtungswahl. Ulrich Siegmund ist Spitzenkandidat der AfD bei der Landtagswahl und möchte Ministerpräsident werden. In dieser Folge ist er zu Gast im Podcast. Malte Pieper spricht mit ihm zunächst über den geplanten Wechsel in der Landesregierung. Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) will sein Amt an den Wirtschaftsminister Sven Schulze abgeben, der CDU-Spitzenkandidat bei der Landtagswahl ist. Siegmund wirft Haseloff vor, damit ein Versprechen zu brechen. Außerdem geht es um die berufliche und politische Laufbahn von Ulrich Siegmund, sein Wirken als Unternehmer, um Düfte und die politische Ausrichtung der AfD, die vom Verfassungsschutz in Sachsen-Anhalt als gesichert rechtsextremistisch eingestuft wird. Siegmund kritisiert das und wirft dem Verfassungsschutz vor, eine politisch gesteuerte Behörde zu sein. Hinweis: Vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt wollen wir mit den beiden aussichtsreichsten Kandidaten für das Amt des Ministerpräsidenten sprechen. In dieser Ausgabe ist Ulrich Siegmund von der AfD zu Gast. Außerdem haben wir Sven Schulze von der CDU angefragt. Podcast-Tipp: MDR Investigativ – Hinter der Recherche https://1.ard.de/mdrinvestigativ_hinterderrecherche Wenn Sie Fragen und Anregungen an Anja Maier und Malte Pieper haben: Schreiben Sie an wahlkreis-ost@mdr.de. | |||
| Der "dunkle Parabelritter" über Haseloff, die AfD und dunkle Zeiten | 09 Jan 2026 | 00:53:58 | |
Es ist ein riskantes Manöver und ein politisches Beben: Reiner Haseloff will sich nun doch noch schon vor der Landtagswahl als Ministerpräsident von Sachsen-Anhalt zurückziehen. Sven Schulze - CDU-Landeschef, Wirtschaftsminister und Spitzenkandidat für die Wahl - soll ihm nachfolgen und so eine bessere Ausgangsposition bekommen. Kann das aufgehen? Darüber spricht Malte Pieper in dieser Folge mit Focus-Chefreporterin Anja Maier und mit Alexander Prinz. Er erklärt als "dunkler Parabelritter" jede Woche bei Youtube jungen Menschen Politik und Gesellschaft. Und das sehr erfolgreich mit jeweils Hunderttausenden Zugriffen. Der 31-Jährige sieht Haseloffs Vorgehen kritisch, vor allem den späten Wechsel von Haseloff zu Schulz. Das sei "ein wahnsinniger Fehler, den ich nicht nachvollziehen kann." Schulze habe einige Schwierigkeiten, zum Beispiel: "Niemand kennt diesen Mann", so Prinz. Damit sei er unter den Spitzenkandidaten in Sachsen-Anhalt aber auch nicht alleine. Im Weiteren geht es um die Stärke der AfD, die Schwäche der anderen Parteien, dunkle Zeiten und etwas Zuversicht. Podcast-Tipp: 15 Minuten - der tagesschau-Podcast https://1.ard.de/15Minuten Wenn Sie Fragen und Anregungen an Anja Maier und Malte Pieper haben: Schreiben Sie an wahlkreis-ost@mdr.de. | |||
| Kanzler Merz: Zwischen Fettnäpfchen und Krisendiplomatie | 19 Dec 2025 | 00:55:41 | |
Wer hat in diesem Jahr politisch geliefert und wer nicht? Wer darf sich als Gewinner fühlen und wer steht schlechter da? Darüber diskutieren Malte Pieper und Focus-Chefreporterin Anja Maier mit dem Politikwissenschaftler Oliver Lembke. Es geht um Kanzler Merz, den Fettnäpfchenfinder des Jahres, und um das Hoch der AfD. Außerdem sprechen wir kurz über Parteien und Politiker, die quasi erledigt sind. Andere sind noch in Amt und Würden und man fragt sich: Warum eigentlich? Eines ist klar: Die Welt ist im Wandel, die Aussichten düster. Nur in der deutschen Politik scheint das noch nicht so richtig angekommen zu sein. Da wird weiter gewerkelt wie bisher. Zum Schluss des Podcasts gehen wir der Frage nach, was 2026 besser werden wird. Podcast-Tipp: Ungebremst – Der Anschlag auf den Magdeburger Weihnachtsmarkt - https://1.ard.de/ungebremst Wenn Sie Fragen und Anregungen an Anja Maier und Malte Pieper haben: Schreiben Sie an wahlkreis-ost@mdr.de. | |||
| Podcast-Tipp: Ungebremst – Der Anschlag auf den Magdeburger Weihnachtsmarkt | 18 Dec 2025 | 00:03:05 | |
Am 20. Dezember 2024 rast Taleb A. mit einem Auto über den Magdeburger Weihnachtsmarkt. Er tötet sechs Menschen: fünf Frauen und einen 9-jährigen Jungen. Fast 350 Menschen werden verletzt, zum Teil extrem schwer. Dazu kommen unfassbar viele seelisch Verletzte. Traumatisierte. Eine einzelne Gewalttat mit so vielen Betroffenen hat es in Deutschland noch nicht gegeben: Es sind mehr als 1.600 Menschen. Sie sind Augenzeugen, Ersthelfer, Verletzte und Hinterbliebene. Die Zahl der Opfer ist so groß, dass ein neuer Gerichtssaal gebaut werden muss. Der Anschlag auf den Magdeburger Weihnachtsmarkt hat ganz Deutschland erschüttert. Wie konnte es dazu kommen, dass der Täter so ungebremst über den Markt fahren konnte? Hätte der Anschlag verhindert werden können? Und warum übernimmt niemand Verantwortung? Und vor allem: Wie geht es den Opfern heute? Diesen Fragen gehen wir im fünfteiligen MDR-Podcast “Ungebremst – Der Anschlag auf den Magdeburger Weihnachtsmarkt” nach. Im Podcast erzählt unter anderem ein Elternpaar davon, wie sie mit ihrem Kind von dem Auto erfasst und schwer verletzt wurden. Wir haben den Polizisten interviewt, der Taleb A. alleine gestoppt hat. Außerdem kommt eine Notärztin zu Wort, die zu den Ersthelfern gehörte und an der Triage vor Ort beteiligt war. Und viele Menschen mehr, für die seit dem 20. Dezember 2024 nichts mehr ist wie zuvor.
Den Podcast gibt es in der ARD Audiothek und überall, wo es Podcasts gibt. Hier gelangt Ihr direkt dorthin: https://1.ard.de/ungebremst | |||
| Die zwei Gesichter des BSW | 05 Dec 2025 | 00:54:20 | |
Vor einem Jahr sind drei neue Landesregierungen in Ostdeutschland an den Start gegangen: in Sachsen, Thüringen und Brandenburg. Zweimal ging das BSW in Regierungsverantwortung. Die Bilanz nach einem Jahr könnte aber unterschiedlicher kaum sein. Darüber sprechen Malte Pieper und Focus-Chefreporterin Anja Maier in dieser Folge mit zwei Menschen, die es wissen müssen. Der MDR-Reporter Ulli Sondermann-Becker berichtet aus Thüringen, Thomas Bittner für den rbb aus Brandenburg. Gerade in Brandenburg ist die Lage derzeit angespannt, denn die SPD hat es laut Bittner nicht mit einem, sondern mit drei BSWs zu tun. Und Ministerpräsident Dietmar Woidke schaue nur zu. Es könne gut sein, dass es bald eine andere Landesregierung in Brandenburg gebe. Was er damit meint, erklärt Bittner im Podcast. In Thüringen regiert das BSW laut Sondermann-Becker geradezu pragmatisch und mit Freude am Mitregieren. Die Verhältnisse seien gefühlt stabiler als in Brandenburg und das obwohl die Landesregierung in Thüringen keine eigene Mehrheit habe. Das liege auch daran, dass der Ministerpräsident Mario Voigt von der CDU hier ganz anders vorgehe als Woidke in Brandenburg. Podcast-Tipp: Sachsen-Politik-Podcast - https://www.ardaudiothek.de/sendung/sachsen-politik-podcast/urn:ard:show:82e44354dca7f04e/ Wenn Sie Fragen und Anregungen an Anja Maier und Malte Pieper haben: Schreiben Sie an wahlkreis-ost@mdr.de. | |||
| Wie Merz als Kanzler an sich selbst scheitert | 21 Nov 2025 | 00:50:45 | |
Die Bundesregierung wandelt in diesen Tagen auf den Spuren der Ampel. Die Parteien scheinen sich wenig bis nichts zu gönnen. Der Kanzler macht keine gute Figur, poltert immer wieder und stößt viele vor den Kopf. Zuletzt ein ganzes Land, Brasilien. Und die Probleme hierzulande werden scheinbar nicht angegangen. Wenn Focus-Chefreporterin Anja Maier auf den Zustand der Bundesregierung schaut, bekommt sie Bauchschmerzen. "Ich wünsche mir mehr Ernsthaftigkeit", sagt sie. Wie es um die Koalition steht, darüber sprechen Malte Pieper und Anja Maier mit zwei Menschen, die in der Koalition zu Hause sind. Zu Gast sind Unionsfraktionsvize Sepp Müller (CDU) und die Bundestagsabgeordnete Kathrin Michel (SPD), die in Sachsen Landesvorsitzende ihrer Partei ist. Michel sieht das Agieren von Merz kritisch. Und sie sieht negative Parallelen zu seinem Vorgänger Scholz. In der aktuellen Koalition zwischen CDU, CSU und SPD gehe es vielen zuerst um sich und nicht um das Verbindende. Und so sei die Kritik vieler Menschen an der Politik insgesamt durchaus gerechtfertigt: "Wir haben viele Sachen auf den Weg gebracht, aber sie kommen bei den Menschen nicht an […], weil wir halt uns auf allerhöchster Ebene ein Psychodrama liefern." Michel sagt auch, bei dem aktuellen Rentenstreit stehe enorm viel auf dem Spiel. Auch der Unionspolitiker Sepp Müller kann die Kritik an der Bundesregierung verstehen. Es gehe zu langsam mit Reformen und die Wirtschaft sei in Schwierigkeiten. Trotzdem sieht er die Arbeit der Bundesregierung etwas positiver als Michel. Wenn Sie Fragen und Anregungen an Anja Maier und Malte Pieper haben: Schreiben Sie an wahlkreis-ost@mdr.de. | |||
| BSW und Wagenknecht am Ende? | 30 Oct 2025 | 00:53:00 | |
Das BSW durchlebt schwierige Zeiten. In bundesweiten Umfragen liegt es verlässlich unter fünf Prozent und die Strahlkraft der Parteigründerin Sahra Wagenknecht hat nachgelassen. Braucht es das BSW noch? Und wenn ja, warum? Darüber sprechen Malte Pieper und Focus-Chefreporterin Anja Maier mit Katja Wolf. Sie ist Co-Vorsitzende des BSW in Thüringen, Finanzministerin und stellvertretende Ministerpräsidentin. "Das BSW ist im Moment in einer schwierigen Situation", gibt Wolf zu. Für die Zukunft sei sie dennoch optimistisch, denn die Partei habe ein gutes Programm und fülle eine Lücke. Ausführlich geht es auch um konkrete BSW-Politik in Thüringen, wo das Bündnis mitregiert. Wir sprechen mit Wolf über Investitionen in Krisenzeiten. Die BSW-Politikerin erklärt, warum aus ihrer Sicht selbst bei einem Landeshaushalt von 14 Milliarden Euro wenig Spielraum zum Sparen und Investieren bleibt. Und warum sie neue Schulden durchaus für gerechtfertigt hält, auch mit Blick auf jüngere Generationen, die sie irgendwann zurückzahlen müssen. Außerdem geht es um das Verhältnis des BSW zur AfD. Wenn Sie Fragen und Anregungen an Anja Maier und Malte Pieper haben: Schreiben Sie an wahlkreis-ost@mdr.de. | |||
| Merz, das Stadtbild und die AfD | 24 Oct 2025 | 01:13:02 | |
Man kann den Eindruck gewinnen, dass Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) kein Fettnäpfchen scheut. Mit seiner migrationskritischen "Stadtbild"-Aussage hat er viele Menschen gegen sich aufgebracht. Die Kritik daran konterte er mit einer weiteren umstrittenen Aussage darüber, wie die Töchter in diesem Land denken. Darüber sprechen Malte Pieper und Focus-Chefreporterin Anja Maier in dieser Folge mit Götz Ulrich (CDU). Ulrich ist Landrat des Burgenlandkreises und Vizepräsident des Deutschen Landkreistages. Ihn stört an der aktuellen Debatte, dass im ganzen Land Tage und Wochen über einige wenige Sätze debattiert werde. Hinter alldem steht aber eine wichtige Frage: Wie verhält sich die Union zur AfD? Abgrenzung, partielle Zusammenarbeit, irgendwann gar eine gemeinsame Regierungsbildung? Das alles kann man zusammenfassen unter dem Schlagwort Brandmauer-Debatte. Außerdem geht es um das Vertrauen in die Politik, die Kompliziertheit demokratischer Prozesse und die vermeintlich einfachen Antworten der AfD. Podcast-Tipp: Hateland - https://www.ardaudiothek.de/sendung/hateland/urn:ard:show:7ae4f72cbe4a75e2/ Wenn Sie Fragen und Anregungen an Anja Maier und Malte Pieper haben: Schreiben Sie an wahlkreis-ost@mdr.de. | |||
| Warum Hendrik Bolz die Einheit auf gutem Wege sieht | 03 Oct 2025 | 00:54:10 | |
35 Jahre ist Deutschland wiedervereinigt, der Weg zur echten Einheit gleicht einer langen und anstrengenden Paartherapie, findet Hendrik Bolz. Und es gebe Fortschritte. Mit dem Musiker, Autor und Podcaster sprechen wir darüber, wo wir stehen. Es geht zunächst um die 90er und die Nullerjahre und den grassierenden Extremismus damals. Wie es erst cool war, ein Neonazi zu sein und dann irgendwann nicht mehr. Und wie vergleichbar das mit der heutigen Zeit ist, in der Rechtspopulisten und -extremisten auf dem Vormarsch sind. Bolz will die Demokratie nicht abschreiben. Und auch seine Bilanz zur Einheit fällt nicht so schlecht aus. Bei der „Paartherapie“ von Ost und West habe es zunächst viel Streit und Ablehnung gegeben. Inzwischen gebe es ruhigere Töne und mehr gegenseitiges Interesse. „Wir sind ein Land und gerade in den letzten Jahren sehr viel weitergekommen, habe ich das Gefühl.“, so Bolz. Der Blick auf die jeweils andere Seite sei liebenswerter geworden. Anja Maier sieht es etwas anders. Und Malte Pieper kommt aus westsozialisierter Perspektive nicht um einen kritischen Blick herum. Und am Ende geht es darum, was Friedrich Merz mal über den Osten sagen sollte. Podcast-Tipps: - Springerstiefel mit Hendrik Bolz - https://www.ardaudiothek.de/sendung/springerstiefel-die-90er-sind-zurueck/urn:ard:show:378e808e3974be65/ - DNA des Ostens mit Anna Thalbach - https://1.ard.de/dna-des-ostens Wenn Sie Fragen und Anregungen an Anja Maier und Malte Pieper haben: Schreiben Sie an wahlkreis-ost@mdr.de. | |||
| Wo der Westen ziemlich ostig ist | 28 Sep 2025 | 00:35:35 | |
In dieser Folge sprechen wir über Wut. Die Wut vieler Menschen, wenn es um Politiker, Politik und gefühltes Regierungsversagen geht. Mit wem ginge das besser als mit Matthias Schmidt? Der Grimme-Preis-prämierte Filmautor hat die "Wut-Trilogie" gemacht, er hat Menschen in Ost und West zugehört, die mit der aktuellen Lage in Deutschland ziemlich unzufrieden sind. Gerade erscheint die dritte Dokumentation der Reihe. Sie blickt auf Orte im Westen, die von Strukturwandel und Landflucht gezeichnet sind. Die Menschen fühlen sich abgehängt. Sie sind damit vielen Landsleuten im Osten ziemlich ähnlich. Schmidt findet es bemerkenswert, dass die Reaktionen darauf oft ähnlich sind, in einem entscheidenden Punkt aber nicht. Und Schmidt sagt: "Ich glaube, dass wir uns in vielen Dingen viel näher sind, als man gemeinhin denkt." Links: - Reportage: Wut. Jetzt fahren wir in den Westen - https://www.ardmediathek.de/film/wut-jetzt-fahren-wir-in-den-westen/Y3JpZDovL21kci5kZS9zZW5kZXJlaWhlbi8wYWRhOGZmYy1mMjMyLTQxZTAtYmJhMy1jMDA0YjNmMzdhMTcvcHJvZ3JhbS01MzIwODgtNTExOTk2 - Beitrag über die Debatte um Schulassistenten: https://www.mdr.de/nachrichten/podcast/interview/audio-schulassistenten-sachsen-100.html Wenn Sie Fragen und Anregungen an Anja Maier und Malte Pieper haben: Schreiben Sie an wahlkreis-ost@mdr.de | |||
| AfD-Knall in Sachsen-Anhalt | 04 Sep 2025 | 00:39:39 | |
In einem Jahr wird in Sachsen-Anhalt gewählt – das Ergebnis könnte eine politische Zeitenwende für Deutschland insgesamt werden. Denn die AfD liegt laut dem aktuellen Sachsen-Anhalt Trend von Infratest Dimap für MDR, Mitteldeutsche Zeitung und Volksstimme klar vorn. Und zwar so eindeutig, dass selbst eine AfD-Alleinregierung nicht ausgeschlossen scheint. Laut der Umfrage käme die AfD aktuell auf 39 Prozent der Stimmen, vor der CDU mit 27 Prozent, der Linken mit 13 Prozent, der SPD mit sieben Prozent und dem BSW mit sechs Prozent. Die Grünen, die FDP und andere Parteien wären aktuell nicht im neuen Landtag vertreten, weil sie unter fünf Prozent liegen. Was ist von diesen Zahlen zu halten, welche Perspektiven ergeben sich daraus? Darüber spricht Malte Pieper in dieser Folge mit einem ausgewiesenen Kenner der Politik in Sachsen-Anhalt – mit Marc Rath, Chefredakteur von Mitteldeutscher Zeitung und Volksstimme. Rath erklärt, wie die AfD zu der Partei werden konnte, für die eine absolute Mehrheit in den Bereich des Möglichen rückt und welche Rolle Ulrich Siegmund dabei spielt, den die AfD als Spitzenkandidaten ins Rennen schickt. Es geht außerdem um die Chancen von Sven Schulze (CDU), der Reiner Haseloff als Ministerpräsident beerben will. Rath sagt, die Wahl könnte Sachsen-Anhalt grundlegend verändern, die Regierbarkeit in Frage stellen und völlig neue politische Wege nötig machen. Am Ende des Podcasts gehen wir noch einmal auf die vorherige Folge mit Burkhard Jung und den kommunalen Finanzen ein, zu der uns Kritik erreicht hat. Die nächste Folge gibt es am 3. Oktober, zum Tag der Deutschen Einheit. Wenn Sie Fragen und Anregungen an Anja Maier und Malte Pieper haben: Schreiben Sie an wahlkreis-ost@mdr.de. | |||
| Kommunen pleite, Vertrauen dahin | 29 Aug 2025 | 00:48:35 | |
In diesem Podcast geht es zunächst um das Hick-Hack in der schwarz-roten Koalition im Bund. Dort gibt es viele Misstöne bei Debatten um Wehrpflicht, Sozialkürzungen und Co. Die schwarz-rote Politik im Bund hat weitreichende Auswirkungen, bis in die einzelnen Kommunen. Die klagen seit Jahren über Finanzprobleme. Darüber sprechen Malte Pieper und Anja Maier mit Burkhard Jung, dem Oberbürgermeister von Leipzig und dem Präsidenten des Deutschen Städtetages. Jung spürt ein Momentum bei der neuen Bundesregierung, dass sie wirklich etwas anpacken und verändern wolle. Aber: "Die konkreten Ergebnisse innenpolitisch, auch wirtschaftspolitisch, sind nicht spürbar und auch nicht greifbar. Stattdessen sind wir in einer tiefen Wirtschafts- und Finanzkrise, die insbesondere auch bei uns in den Kommunen angekommen ist." Die Bundesregierung habe zwei Jahre Zeit, zu liefern. Jung sagt, er sei noch immer hoffnungsvoll, dass es Entlastungen für Kommunen geben werde. Man müsse dabei auch über die Höhe der Sozialausgaben sprechen. Außerdem geht es darum, wie der Rechtsruck in der Gesellschaft sich in der Kommunalpolitik niederschlägt. Jung sagt, die Kommunen müssten finanziell gestärkt werden. Und das Ehrenamt müsse attraktiver werden. Podcast-Tipp: Sachsen-Politik-Podcast - https://www.ardaudiothek.de/sendung/sachsen-politik-podcast/urn:ard:show:82e44354dca7f04e/ Wenn Sie Fragen und Anregungen an Anja Maier und Malte Pieper haben: Schreiben Sie an wahlkreis-ost@mdr.de. | |||
| Der Osten – verloren für die Grünen? | 10 Aug 2025 | 00:50:01 | |
Der Osten ist ein schwieriges Pflaster für die Grünen. Vielerorts erfahren sie pure Ablehnung bei Wählerinnen und Wählern. Einige Kommunalpolitiker berichten von Bedrohungen und einem Klima der Angst. In dieser Folge sprechen Malte Pieper und Focus-Chefreporterin Anja Maier mit Grünen-Chef Felix Banaszak darüber, wie es dazu kommen konnte. Er war jüngst viel in Ostdeutschland unterwegs. Banaszak sagt, in der Zeit, als Fridays for Future in Deutschland groß gewesen sei, hätten die Grünen ein Hoch erlebt. In den nachfolgenden Jahren sei seine Partei wieder zunehmend als alltagsfern, ideologisch und von oben herab wahrgenommen worden. Seit Jahren hätten sie jede Wahl verloren. Nun gehe es darum, sich damit auseinanderzusetzen, warum den Grünen so viele Vorbehalte entgegengebracht würden. Und daraus die Schlüsse zu ziehen. Banaszak erklärt auch, warum der Aufbau Ost nach der Wende für ihn vielerorts nur Kosmetik gewesen sei. Wenn Sie Fragen und Anregungen an Anja Maier und Malte Pieper haben: Schreiben Sie an wahlkreis-ost@mdr.de. | |||
| Kommt die AfD 2026 in Sachsen-Anhalt an die Macht? | 27 Jun 2025 | 00:43:05 | |
Seit Mai ist Friedrich Merz (CDU) Kanzler. Wie hat sich die neue Bundesregierung bisher geschlagen? Bei der Einordnung hilft uns ein prägender Kopf der Politikwissenschaft in Sachsen. Einer der gerne kontrovers diskutiert und auch um steile Thesen nicht verlegen ist: Werner Patzelt. Er sagt, Merz sei nicht aus einer Position der Stärke in die neue Regierung gekommen und habe zahlreiche große Probleme zu lösen. Davon, ob das gelinge, werde die künftige Stärke der AfD abhängen. Und ob sie beispielsweise im Landtag von Sachsen-Anhalt 2026 die absolute Mehrheit holt und regieren kann. Patzelt sagt, die Union habe sich mit Blick auf die AfD in eine ausweglose Lage manövriert. Deswegen sind seiner Meinung nach absolute Mehrheiten für die AfD durchaus möglich. Insgesamt sei die politische Lage düster und übel – und das sei absehbar gewesen. Der Union werde es nur helfen, die zentralen Probleme zu lösen. Eines der wichtigsten laut Patzelt: die Migration. Wenn Sie Fragen und Anregungen an Anja Maier und Malte Pieper haben: Schreiben Sie an wahlkreis-ost@mdr.de. | |||
| Queer. Sichtbar. Angefeindet? | 13 Jun 2025 | 00:41:47 | |
Sophie Koch (SPD) ist Queer-Beauftragte der Bundesregierung. In dieser Folge sprechen wir mit der 31-Jährigen über Genderfragen, queere Rechte und Queerfeindlichkeit. Das Thema polarisiert derzeit. Aber warum eigentlich? Die LGBTQ+-Community sei eine Minderheit, so Koch, aber keine kleine. Die Menschen, die sich dieser Community zugehörig fühlten, hätten bisher nicht in allen Bereichen die gleichen Rechte. Das wolle sie ändern. Als Beispiel nennt sie das Adoptionsrecht von lesbischen Paaren. Und sie setzt sich dafür ein, dass queere Rechte ins Grundgesetz aufgenommen werden. Ausführlich sprechen wir auch über die Anfeindungen, die queere Menschen erleben. Das liegt laut Koch auch daran, dass Rechtsextreme Kampagnen gegen die Community fahren. Die Queerfeindlichkeit komme aber nicht nur von Rechts. Welchen Umgang braucht es also mit dem Thema? Wenn Sie Fragen und Anregungen an Anja Maier und Malte Pieper haben: Schreiben Sie an wahlkreis-ost@mdr.de. | |||
| Steinmeiers (letzte) Hoffnung heißt Merz | 25 May 2025 | 00:37:05 | |
Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat seinen Dienstsitz für drei Tage ins sächsiche Delitzsch verlegt. Er hat dort regiert, zugehört und das Gespräch gesucht. Und er hat mit Malte Pieper von Wahlkreis Ost gesprochen. In dieser Folge geht es um die wachsende Politikverdrossenheit auf dem Land, die Angst vor dem Erstarken der AfD und über die Fehler der Ampelkoaltion. Steinmeier forderte gleichzeitig die neue Bundesregierung auf, besser zu regieren als die Ampel. Es dürfe nicht jeder Streit öffentlich inszeniert werden. Der Fokus müsse auf der Lösung von Problemen und dem Finden möglicher Kompromisse liegen. Die Leute erwarteten Antworten, beispielweise beim Thema Energiepreise. Es brauche Anstöße, die zur Verbesserung von Lebens- und Wirtschaftsbedingungen führten. Mit Blick auf die Wahlergebnisse ist Steinmeier dagegen, die AfD und Ostdeutschland gleichzusetzen. "Es ist ja kein spezifisch ostdeutsches Phänomen, dass sich Menschen, auch aus Protest, anderen Parteien anschließen." Allerdings seien die Gründe möglicherweise unterschiedlich. Podcast-Tipp: Der Schacht - Fussball. Kultur. Erzgebirge. - https://www.ardaudiothek.de/sendung/der-schacht-fussball-kultur-erzgebirge/14544157/ Wenn Sie Fragen und Anregungen an Anja Maier und Malte Pieper haben: Schreiben Sie an wahlkreis-ost@mdr.de. | |||
| Merz und die FDP auf der Suche nach sich selbst | 16 May 2025 | 00:47:40 | |
In dieser Folge sprechen wir zunächst über den Holperstart des neuen Kanzlers Friedrich Merz. Nach dem Debakel bei seiner Wahl ist er sofort auf Reisen gegangen, knüpft Bande nach Paris, nach Kiew und in viele andere Hauptstädte des Kontinents. Noch ist die große Frage, was für ein Kanzler Merz sein möchte und sein wird. Außerdem geht es um Lars Klingbeil. Der SPD-Chef ist mitverantwortlich ist für das schwächste SPD-Wahlergebnis seit 1887. Und als wäre nichts gewesen, reißt er gefühlt alle Macht in der Partei an sich. Focus-Chefreporterin Anja Maier findet das nachvollziehbar, weil der SPD schlicht die Alternativen fehlen. Als unfair empfindet sie den Umgang mit der scheidenden Parteichefin Saskia Esken. Im Fokus steht in dieser Folge eine Partei, die über Jahrzehnte diese Republik mitgeprägt hat – die FDP. Im neuen Bundestag ist sie nicht mehr vertreten, der langjährige Parteichef Christian Lindner tritt ab. Nun müssen die Liberalen eine Antwort auf die Frage finden, wer sie sind und wo sie hinwollen. Gar nicht so einfach. Darüber sprechen wir mit einem, der gerade in Sachsen-Anhalt eine kleine Revolte in der FDP angezettelt hat: Moritz Eichelmann, Vorsitzender der Jungliberalen in Sachsen-Anhalt. Podcast-Tipp: 7 Tage wach https://www.ardaudiothek.de/sendung/7-tage-wach/79674976/ Wenn Sie Fragen und Anregungen an Anja Maier und Malte Pieper haben: Schreiben Sie an wahlkreis-ost@mdr.de. | |||
| Warum ich aus dem Osten abhaue | 02 May 2025 | 00:46:20 | |
Er ist Ossi, aber er hält es hier nicht mehr aus. Der Künstler und Fotograf Sebastian Weise erzählt uns, warum er dem Osten den Rücken kehrt. Rassismus, Antisemitismus, Verschwörungstheorien – all das werde salonfähig. Für ihn sei es an der Zeit, zu gehen. Leicht falle ihm das nicht, denn er liebe seine Heimat und die Menschen hier, "seine Leute", wie er sagt. Weise ist auch auf dem Land aufgewachsen und wohnt derzeit noch in Halle. Er hat den Wandel im Osten als Fotograf begleitet, analysiert und künstlerisch verarbeitet. Nun sagt er, sei er ernüchtert und enttäuscht von den Menschen. Viele seien "geistig vergiftet". Die AfD werde immer stärker, ihre Anhänger immer mehr. Wer bunter denke, gehe weg oder ziehe sich ins Private zurück. Der Rest "hält die Fresse". Das alles diskutieren Weise, Malte Pieper und Focus-Chefreporterin Anja Maier auch anhand eines aktuellen Vorfalles im sächsischen Sebnitz. Dort hatte eine rassistische Anzeige eines Dachdeckermeisters für Aufsehen gesorgt. Wohin Weise auswandern will, auch das erzählt er uns im Podcast. Außerdem: Warum der Osten nach rechts rückt – wie sich unsere Hörer das erklären. Podcast-Tipp: Was tun, Herr General? - https://1.ard.de/general Wenn Sie Fragen und Anregungen an Anja Maier und Malte Pieper haben: Schreiben Sie an wahlkreis-ost@mdr.de. | |||
| Migration und Wirtschaft: Schafft Merz die Wende? | 17 Apr 2025 | 00:47:38 | |
Bei der SPD läuft die Mitgliederbefragung über den Koalitionsvertrag. Und in der CDU fragen sich viele, ob sie der SPD bei den Inhalten und den Posten nicht zu sehr entgegengekommen sind. Darüber sprechen wir mit dem CDU-Politiker Claus Junghanns. Er ist 1. Beigeordneter und Bürgermeister der Stadt Frankfurt (Oder). Er kennt die Bundespolitik und ist inzwischen in der Kommunalpolitik zu Hause, wo es vielerorts rumort in der CDU. Mit ihm sprechen wir darüber, was bei den schwarz-roten Plänen für die Kommunen rumkommt. Was er sich beim Thema Migration und Grenzkontrollen verspricht. Und ob sich die Union von der SPD über den Tisch hat ziehen lassen. Wenn Sie Fragen und Anregungen an Anja Maier und Malte Pieper haben: Schreiben Sie an wahlkreis-ost@mdr.de. Und ein wichtiger Hinweis: In unserer Ausgabe am 2. Mai wollen wir mit Hörerinnen und Hörern ins Gespräch kommen. Alle Infos dazu gibt es am Beginn dieses Podcasts. | |||
| Koalitionsvertrag: Viele Versprechen, wenig Osten | 10 Apr 2025 | 00:28:07 | |
Union und SPD sind sich handelseinig geworden. Der mutmaßlich künftige Kanzler Friedrich Merz (CDU) verspricht nichts weniger als einen Neuanfang. Stärkung der Wirtschaft, Entlastungen für Firmen und Bürger, eine härtere Migrationspolitik, Änderungen beim Bürgergeld. Soweit einige der Pläne. Wir schauen ins Detail. Focus-Chefreporterin Anja Maier hält den Koalitionsvertrag für überschaubar ambitioniert. Es gebe viel "wir wollen" und wenig "wir werden". Und trotzdem müsse man nach dreieinhalb Jahren Ampel sagen: "Es kann echt nur besser werden." Auffällig sei, dass die SPD sehr viel herausgeholt habe. Das habe sich die CDU selbst zuzuschreiben. Friedrich Merz gehe mit großen Hypotheken in dieses Bündnis und ins Kanzleramt. Weil er viele Fehler gemacht habe. Wie geht es nun weiter? Kann klappen, was zum Wohle unserer Demokratie klappen muss? Und wo findet sich der Osten im Koalitionsvertrag wieder? Wer aus dem Osten könnte ins Kabinett einziehen? All das besprechen wir in dieser Folge. Podcast-Tipp: Fragen an den Autor - https://www.ardaudiothek.de/sendung/fragen-an-den-autor/1122/ Wenn Sie Fragen und Anregungen an Anja Maier und Malte Pieper haben: Schreiben Sie an wahlkreis-ost@mdr.de. | |||
| Buchenwald-Gedenken in Zeiten des Rechtsrucks | 04 Apr 2025 | 00:48:13 | |
80 Jahre Befreiung des KZ Buchenwald – das ist ein Anlass zum Gedenken, aber auch für eine Bilanz. Welchen Platz hat das Gedenken an die Nazi-Verbrechen in einer Zeit, in der die Gesellschaft auseinander driftet? Diese Folge von "Wahlkreis Ost" kommt aus Weimar. Jan Bräuer spricht mit Jens-Christian Wagner. Er ist Direktor der Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora. Wagner erklärt zunächst, wie Buchenwald 1945 von den Amerikanern befreit wurde. Wie Häftlinge des Lagers daran mitgewirkt haben. Und wie noch Hunderte Häftlinge nach der Befreiung starben, an den Folgen der Haft. Im Lager waren Menschen aus vielen Ländern eingesperrt. Ihr Schicksal nach dem Krieg war laut Wagner sehr unterschiedlich. Das deutsche Gedenken an die deutschen Verbrechen setzte laut dem Historiker spät ein. Wagner erklärt, wie das Erinnern heute wachgehalten werden kann. Wie junge Menschen, die in die Gedenkstätte kommen, sich für die Geschichte des Ortes gewinnen lassen. Und vor welchen Herausforderungen wir als Gesellschaft stehen in Zeiten des Erstarkens von Rechtspopulisten und Rechtsextremen. "Ich glaube tatsächlich, dass die Social Media die Pest des 21. Jahrhunderts sind und ganz maßgeblich weltweit dafür verantwortlich sind, dass die Gesellschaft wegrutscht. Wegrutscht von der liberalen Demokratie, die wirklich weltweit unter Druck steht", sagt Wagner. Es brauche Strategien, um in den sozialen Medien seriöse Informationen nach vorne zu bringen. Und die Gesellschaft brauche das soziale Engagement vieler. Podcast-Tipp: Kemferts Klima-Podcast - https://1.ard.de/kemferts_klima_podcast Wenn Sie Fragen und Anregungen an Anja Maier und Malte Pieper haben: Schreiben Sie an wahlkreis-ost@mdr.de. | |||
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