WAGNIS WISSEN – Détails, épisodes et analyse

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Podcast WAGNIS WISSEN

WAGNIS WISSEN

De Gruyter Brill

Sciences

Fréquence : 1 épisode/27j. Total Éps: 29

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Wie gerecht ist unsere Sprache? Welche Ethik braucht künstliche Intelligenz? Wie gestalten wir lebenswerte Städte? Wir wollen es wissen – also fragen wir bei denen nach, die sich am besten damit auskennen. Bei WAGNIS WISSEN spricht Journalistin Nadine Kreuzahler mit Expertinnen und Experten aus der Wissenschaft über drängende Fragen der Gegenwart. ► Website: https://www.degruyter.com/publishing/wagnis-wissen
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    17/02/2026
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Wie kommen die Geisteswissenschaften aus der Vertrauenskrise?

vendredi 6 février 2026Durée 35:31

Im Zeitalter der Polykrisen stehen die Geisteswissenschaften zunehmend unter Rechtfertigungsdruck. Brauchen wir sie überhaupt noch? Und wenn ja, warum fällt es vielen Geisteswissenschaftler*innen so schwer, selbstbewusst mit ihrer Forschung an die Öffentlichkeit zu gehen?

In „Wagnis Wissen“ sprechen wir mit dem Literaturwissenschaftler Johannes Franzen über die Vertrauenskrise der Geisteswissenschaften und wie diese überwunden werden kann.

Johannes Franzen ist Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Seminar für Deutsche Philologie der Universität Mannheim und Autor verschiedener Bücher. Im Newsletter „Kultur und Kontroverse“ schreibt er über kulturelle Konflikte der Gegenwart. In seinem Essay „Die Geisteswissenschaften und die Öffentlichkeit – Szenen einer Legitimationskrise“, veröffentlicht in dem Open-Access-Band „Überzeugungskräfte: Über das Vertrauen in Wissenschaft (und Pseudowissenschaft)“ (Brill, 2025), setzt er sich mit dem Thema der aktuellen Folge auseinander.

Foto: Marion Koell

Demokratisierung der Deutschen: eine Erfolgsgeschichte?

vendredi 9 janvier 2026Durée 34:28

Die deutsche Erinnerungskultur und die Aufarbeitung des Nationalsozialismus gelten weltweit als vorbildlich. Aber war die Demokratisierung der Deutschen nach 1945 wirklich eine lupenreine Erfolgsgeschichte? Die Historikerin und Antisemitismusforscherin Stefanie Schüler-Springorum erzählt in ihrem neuen Buch "Unerwünscht" (S. Fischer) die Nachkriegsgeschichte aus der bisher unterbelichteten Perspektive der Opfer und Verfolgten der Nazis und rüttelt so am Selbstbild Deutschlands als Weltmeister der Vergangenheitsbewältigung. Wir sprechen mit ihr bei WAGNIS WISSEN über Kontinuitäten von Rassismus, Antisemitismus und Nationalismus seit 1945 und gehen der Frage nach, wie neu gegenwärtige Formen von Ausgrenzung und Diskriminierung wirklich sind.


Stefanie Schüler-Springorum ist Historikerin und seit 2011 Leiterin des Zentrums für Antisemitismusforschung an der TU Berlin, seit 2012 Ko-Direktorin des Selma-Stern-Zentrums Jüdische Studien Berlin-Brandenburg und seit 2020 Leiterin des Berliner Standorts des Forschungsinstituts Gesellschaftlicher Zusammenhalt. Ihre Arbeitsschwerpunkte sind deutsche und jüdische Geschichte im 19. und 20. Jahrhundert, Geschlechtergeschichte und spanische Geschichte. Bei De Gruyter Brill sind von und mit ihr unter anderem diese Titel zum Thema erschienen: Antisemitismus und Rassismus (V&R), Handbuch Jüdische Studien (Böhlau).


Bei S. Fischer Verlage: Unerwünscht. Die westdeutsche Demokratie und die Verfolgten des NS-Regimes


Foto: G. Faller-Walzer

Wie kann digitale Inklusion gelingen?

vendredi 4 avril 2025Durée 33:12

Wenn jeder Mensch überall dabei sein kann, am Arbeitsplatz, beim Wohnen oder in der Freizeit: das ist Inklusion. So definiert es die „Aktion Mensch” – und das Grundgesetz der BRD garatiert in Artikel 3: „Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden”. In der Praxis sieht das aber an vielen Stellen noch ganz anders aus. Viele Menschen stoßen zum Beispiel in der digitalen Welt auf Barrieren. In Apps, auf Webseiten, in Onlineshops, bei eReadern oder auch in Medien von Bibliotheken. Wer schlecht oder gar nicht sieht oder hört, wer kognitiv oder körperlich eingeschränkt ist, stößt auf viele Barrieren. Eine EU-Richtlinie soll Abhilfe schaffen. Ab Ende Juni tritt in Deutschland das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz in Kraft. Damit wird digitale Barrierefreiheit Pflicht. Das Gesetz ist sicherlich ein Meilenstein für gleichberechtigte Teilhabe, aber reicht das aus, um echte Inklusion zu schaffen? Was muss getan werden, damit digitale Inklusion gelingen kann? Darüber sprechen wir in dieser Folge mit Christiane Felsmann.

Christiane Felsmann arbeitet seit nunmehr zwanzig Jahren als Kulturwissenschaftlerin an den Themen inklusiver Kultur- und Lesezugang. Sie begann 2004 an der damaligen „Zentralbücherei für Blinde zu Leipzig” und begleitete aktiv die Entwicklung der Institution zum „Deutschen Zentrum für barrierefreies Lesen”. Seit 2010 leitet sie dort die Abteilung Bibliothek – Beratung – Verkauf. Außerdem ist sie ehrenamtlich aktiv, zum Beispiel in der Kommission „Kundenorientierte und inklusive Bibliotheksservices“ des „Deutschen Bibliotheksverbands” und in der Sektion „Libraries Serving Persons with Print Disabilities” der „International Federation of Library Associations and Institutions”. Bei De Gruyter erscheint Anfang Mai das “Praxishandbuch Inklusion in Bibliotheken. Barrierefreier Zugang zu Information, Bildung und Kultur”, das sie gemeinsam mit Belinda Jopp und Anne Sieberns herausgibt.

Gab es eigentlich Frauen in der Philosophie?

lundi 3 mars 2025Durée 42:41

Philosophinnen bereichern seit der Antike die Philosophie - aber Denkerinnen und ihre Ideen hatten es nicht nur zu Lebzeiten schwerer als Männer, Gehör zu finden. Ihre Gedanken wurden auch immer wieder systematischaus der Geschichte des Wissens ausgeschlossen, sodass ihre Erkenntnisse uns heute kaum bekannt sind. Was ist der vergessene weibliche Beitrag zur Philosophiegeschichte? Welche philosophischen Positionen von Denkerinnen lohntes sich, heute wiederzuentdecken? Inwiefern wäre unsere Welt heute eine andere oder bessere, wenn das Erbe der Denkerinnen stärker Teil unserer Wissenskultur wäre? Mit diesen Fragen beschäftigt sich unser heutiger Gast, die Philosophin Ruth Hagengruber.

Ruth Edith Hagengruber ist Professorin für Philosophie ander Universität Paderborn. Hagengrubers Forschung widmet sich vor allem der Wiederentdeckung der alternativen Beiträge von Frauen zur Geschichte der Philosophie. Bevor sie das "Center for the History of Women Philosophersand Scientists" gründete, hat sie sich vor allem mit Wirtschaftsgeschichte und Wirtschaftsethik beschäftigt. Hagengruber ist ebenso Gründerin des Forschungsbereichs "EcoTechGender". Für das "Center" hat sie die erste und digitale "Encyclopedia of Consice Concepts by Women Philosophers" konzipiert. Bei De Gruyter Brill ist Hagengruber Mitherausgeberin der Reihe "Women Philosophers Heritage Collection" und des "Journal of the History of Women Philosophers and Scientists".



Über Juli Zeh – wenn Literatur politisch wird

lundi 27 janvier 2025Durée 42:51

Literatur hat eine politische Rolle - davon ist dieSchriftstellerin Juli Zeh überzeugt. Sie gehört zu denen, die sich immer wieder politisch einmischen und sich konkret zu gesellschaftlichen Themen äußern. Und da ist sie nicht die einzige, gerade in jüngster Zeit ist dies wieder verstärktzu beobachten, zum Beispiel anhand der Apelle von Literaten zum Ukraine-Krieg. Andere Schriftsteller*innen vermeiden eine politische Einmischung bewusst oderüberlassen dies ihrer Literatur. Wie ist das Verhältnis von Literatur und Politik? Und was bedeutet dies bei der Betrachtung der Bestsellerautorin Juli Zeh, die mit ihren Positionen zu politischen und gesellschaftlichen Fragenpolarisiert und für ein Anschließen an rechte Diskurse kritisiert wird? Darüber sprechen wir in dieser Folge von WAGNIS WISSEN mit der Literaturwissenschaftlerin Sonja Klocke. Sie hat gemeinsam mit Necia Chronister und Lars Richter bei De Gruyter Brill den Sammelband "Juli Zeh: A critical companion" herausgegeben.

 

Sonja E. Klocke ist Professorin für Neuere deutscheLiteratur, Film und Kultur an der University of Wisconsin – Madison. Dort lehrt sie auch in den Genderwissenschaften und den Europawissenschaften. Zudem ist sie Direktorin des vom DAAD geförderten Center for German and European Studies. Ihre Forschung und Lehre fokussieren auf die Kultur des 20. und 21. Jahrhunderts, insbesondere auf Literatur und Film nach dem 2. Weltkrieg und sind beeinflusst von kulturwissenschaftlichen Theorien zu Körper- und Krankheitsdiskursen, Gender Theorien und politischer Theorie.

Die „Wortrepublik“ Jiddisch: der ganzen Welt benachbart

Épisode 15

vendredi 20 décembre 2024Durée 42:33

Jiddisch – wir haben schon einmal davon gehört, aber wir wollen auch keinen "Stuss" erzählen. Die deutsche Sprache ist, wie in diesem kleinen Beispiel, voller jiddischer Wörter. Aber was ist Jiddisch? Ein Dialekt, Altdeutsch oder so ähnlich? Nur noch wenige Menschen sprechen Jiddisch, gleichzeitig wird die Sprache aber gerade wiederentdeckt, auch von Jüngeren. Jiddisch ist eine Sprache ohne Land. Sie ist überall und nirgends zu Hause und hat Teile der durch Verfolgung und Vertreibung zerstreuten jüdischen Diaspora stets zusammengehalten. Eine Sprache, die über Grenzen hinweg gesprochen und gelebt wird und die sich dabei immer wieder an die neue Umgebung angepasst hat. Unser heutiger Gast spricht sogar von der jiddischen Literatur als eine Art "Wortrepublik". In der neuesten Folge von WAGNIS WISSEN geht es um die Geschichte und Bedeutung der jiddischen Sprache und Literatur, und wir erfahren, was wir in Bezug auf Migration in der heutigen globalisierten Welt vom Jiddischen lernen können. 

Unser Gast ist die in Israel geborene und in Deutschland lebende Autorin, Übersetzerin und Jiddistin, Efrat Gal-Ed. Sie studierte Judaistik, Germanistik und Komparatistik in Köln und Bonn. 2013 habilitierte sie sich in Jiddistik an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, wo sie als Professorin lehrte. Bei De Gruyter Brill gibt sie zusammen mit Roland Gruschka und Simon Neuberg die Reihe Jiddistik: Edition und Forschung heraus. 

Christina Morina über die Deutschen und ihre Demokratie - Rücken wir tiefer in die Krise?

Saison 5 · Épisode 14

jeudi 28 novembre 2024Durée 41:15

Die Deutschen und ihre Demokratie – das scheint im Moment kompliziert. Muss man sogar schon von einer Krise der Demokratie sprechen? Die Landtagswahlen haben in diesem Jahr den Osten wieder in den Fokus der Debatte gerückt. In Sachsen, Brandenburg und Thüringen hat eine Partei große Erfolge gefeiert, die die Demokratie infrage stellt, und mit unverhohlenem Rassismus Stimmung macht. Aber auch im Westen sind immer weniger Menschen zufrieden mit der Demokratie in Deutschland. Woher kommt die Demokratieskepsis und wo liegen die historischen Wurzeln - im Osten - aber auch im Westen Deutschlands? Zu Gast in der heutigen Folge ist die Historikerin Christina Morina. Für ihr Buch Tausend Aufbrüche (Siedler) hat sie 2024 den Deutschen Sachbuchpreis erhalten. Darin untersucht sie die politische Kultur Ost- und Westdeutschlands seit den 80er Jahren und sucht nach Gründen für den Erfolg der Populisten. 

 

Christina Morina ist derzeit 2024-25 Visiting Heuss Professor an der New School for Social Research in New York und seit 2019 Professorin für Allgemeine Geschichte unter besonderer Berücksichtigung der Zeitgeschichte an der Universität Bielefeld. Ihre Forschungsschwerpunkte liegen in der Gesellschafts- und Erinnerungsgeschichte des Nationalsozialismus, in der politischen Kulturgeschichte des geteilten und vereinigten Deutschlands sowie in dem Verhältnis von Geschichte und Gedächtnis. Christina Morina studierte Geschichte, Politikwissenschaft und Journalistik an den Universitäten Leipzig, Ohio und Maryland (USA) und wurde 2007 mit einer Arbeit über den Krieg gegen die Sowjetunion in der deutsch-deutschen Erinnerungskultur promoviert. Bei De Gruyter Brill gibt sie die Reihe Vergangene Gegenwart. Debatten zur Zeitgeschichte (Vandenhoeck & Ruprecht) heraus.

Krieg der Narrative. Öffentliche Meinung in Zeiten von Krieg und Digitalisierung

Saison 5 · Épisode 13

vendredi 25 octobre 2024Durée 39:45

Kriege werden nicht nur mit Waffen geführt, sondern auch mit Propaganda. Verteidigung und Angriff finden nicht nur auf dem Schlachtfeld statt, sondern längst auch im virtuellen Raum. Gezielte Falschinformationen, Bots, Trollfabriken, Kampagnen in Sozialen Medien wie TikTok oder Telegram gehören zur Kriegsführung – ob aktuell in Russland und der Ukraine oder in Israel und Gaza. Es herrscht ein Krieg der Narrative. Wie öffentliche Meinung in Zeiten von Krieg und Digitalisierung entsteht, was diese Narrative transportieren und was hinter ihnen steckt, sind Themen der heutigen Folge von WAGNIS WISSEN. Zu Gast ist Christian F. Trippe, Mitherausgeber des Buches Krieg der Narrative. Russland, die Ukraine und der Westen, welches bei De Gruyter erschienen ist.

 

Christian F. Trippe ist Journalist und Autor. Er leitet die Hauptabteilung Osteuropa der Deutschen Welle, vorher hat er als Reporter in Berlin über deutsche Politik berichtet, war Auslandskorrespondent in Kiew, Brüssel und Moskau. Ihn treibt die Frage um, was aus den Menschen und den Ländern Osteuropas, die früher zum sowjetischen Machtbereich gehörten, wurde.

Erinnerungspolitik: Was erzählen uns Quellen über den Holocaust?

Saison 4 · Épisode 3

mercredi 26 juin 2024Durée 43:14

16 Bände, 5500 Dokumente, fast 14.000 Seiten und 18 Jahre – die Edition Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945 ist ein Mammutprojekt der Holocaustforschung. Die Dokumentensammlung liefert einen Gesamtblick auf das Ausmaß des Holocaust in Europa und lässt Zeugnisse von Tätern, Verfolgten und auch unbeteiligten Dritten sprechen. Was erzählen uns die Dokumente? Warum lohnt es sich mit diesen Quellen zu beschäftigen, obwohl schon so viel zum Thema gesagt wurde? Welche Bedeutung hat diese Edition für die Erinnerungspolitiken?

Unser heutiger Gast ist Susanne Heim, Projektleiterin und Herausgeberin der Edition, und sie hat zwei Bände bearbeitet. Sie ist Privatdozentin an der Freien Universität Berlin und hat vielfach zum Nationalsozialismus, zur jüdischen Geschichte und internationalen Bevölkerungspolitik geforscht und publiziert.

Deutsche Kolonialgeschichte in Namibia

Saison 4 · Épisode 2

mercredi 19 juin 2024Durée 39:56

Es ist jetzt 120 Jahre her, dass sich die OvaHerero, Nama und Oorlam in Namibia gegen die deutsche Kolonialherrschaft auflehnten. Die Deutschen antworteten mit beispielloser Brutalität und einem Vernichtungsfeldzug, der zehntausende Opfer forderte. Maßgeblich an diesem Völkermord beteiligt war Generallieutnant Lothar von Trotha - und er führte darüber Tagebuch. Bei De Gruyter ist der Band Lothar von Trotha in Deutsch-Südwestafrika, 1904–1905 erschienen, eine kritische Edition dieses Tagebuchs, herausgegeben von Matthias Häussler und Andreas Eckl. In WAGNIS WISSEN sprechen wir mit Matthias Häussler darüber, was sich für Gedanken in diesen Tagebüchern offenbaren und welche neuen Erkenntnisse sie für die deutsche Kolonialgeschichte liefern?


Matthias Häussler promovierte an der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main im Fach Philosophie. Obschon die längste Zeit in den Sozialwissenschaften beschäftigt, erlangte er an der Universität Luzern einen weiteren Doktorgrad im Fach Geschichte. Seine Forschungen führten ihn zu ausgedehnten Forschungsaufenthalten in Namibia, Botswana and Südafrika sowie an renommierte Forschungseinrichtungen wie die University of California Berkeley oder das Hamburger Institut für Sozialforschung. Er ist wissenschaftlicher Mitarbeiter des Instituts für Diaspora- und Genozidforschung an der Ruhr-Universität Bochum. 


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