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Explorez tous les épisodes du podcast Ungehalten - Der Wochenkinder-Podcast

Plongez dans la liste complète des épisodes de Ungehalten - Der Wochenkinder-Podcast. Chaque épisode est catalogué accompagné de descriptions détaillées, ce qui facilite la recherche et l'exploration de sujets spécifiques. Suivez tous les épisodes de votre podcast préféré et ne manquez aucun contenu pertinent.

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TitreDateDurée
00 - Trailer: Ungehalten - Der Wochenkinder-Podcast30 May 202600:01:14

Willkommen bei "Ungehalten" – dem autobiografischen Podcast der Wochenkinder. Wir sind Nelia und Alexander. Wir wollen herausfinden, wie die Kindheit mit dem Erwachsenenleben zusammenhängt und ob es tatsächlich nie zu spät ist, eine glückliche Kindheit gehabt zu haben.

Wir wollen erklären was Wochenkrippen sind, was das mit den Kindern, den Eltern und Erziehern gemacht hat und wie es den Wochenkindern heute geht. Wir werden unsere Geschichten erzählen und Erziehungswissenschaftler, Psychotherapeuten sowie Kulturschaffende zur Kinderbetreuung befragen. Denn die Frage wann gebe ich mein Kind erstmals dauerhaft in fremde Hände ist auch heute umstritten und ein hoch emotionales Thema.

Ungehalten ist ein Podcast von Wochenkindern für Wochenkinder und alle, die herausfinden wollen, warum wir so ticken, wie wir ticken und was das mit unserer Kindheit zu tun hat. 

Neue Folgen ab 1. Juni montags alle zwei Wochen.

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02 - Still, fixiert und angepasst - Alltag in der Wochenkrippe14 Jun 202600:53:25

Wie sah der Alltag in der Wochenkrippe konkret aus? In dieser Folge sprechen wir über Betreuungsschlüssel, die nur auf dem Papier standen, über Kinder, die zum Spielen in Boxen lagen, über Nächte, in denen Säuglinge an ihren Gitterbetten fixiert wurden. Wir sprechen über 19 Minuten individuelle Zuwendung pro Kind und Tag, über Isolierzimmer für kranke Kinder und über den möglichen Einsatz von Beruhigungsmitteln.

Wir erzählen, wie wir als ehemalige Wochenkinder heute mit dem Thema umgehen – mit Fotos aus der Zeit, mit dem Gedanken, die alte Einrichtung zu besuchen, mit dem Versuch, sich zu erinnern. Entwicklungsbögen hielten fest, was Eltern nie selbst erlebten: den ersten Zahn, das erste Wort, die ersten Schritte. Und wir sprechen darüber, was der Satz „Hat dir doch nicht geschadet" bei Betroffenen auslöst – und warum Kinder irgendwann aufgehört haben zu weinen.

Außerdem: Wie kann man herausfinden, ob man selbst in der Wochenkrippe war? Ein Hinweis findet sich oft an einer unerwarteten Stelle.

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01 - Satt, sauber und allein - abgegeben in der Wochenkrippe05 Jun 202600:52:17

Nelia und Alexander sind Wochenkinder – aufgewachsen in DDR-Krippen, wo Kinder ab der sechsten Lebenswoche von Montag bis Freitag untergebracht waren, ohne persönliche Kleidung, ohne eigenes Spielzeug, ohne elterliche Nähe.

In ihrem Podcast „Ungehalten" gehen sie der Frage nach, was diese frühe Erfahrung mit einem macht – und was sie bis heute prägt. Welche Spuren hinterlassen fehlende Bindung und emotionale Vernachlässigung im Erwachsenenleben? Was bedeutet das für Beziehungen, Familie, Job? Und warum ist dieses Thema auch heute noch relevant – für das Verständnis zwischen Ost und West und für aktuelle Debatten um Kinderbetreuung?

In der ersten Folge geben Nelia und Alexander einen Überblick: Was waren Wochenkinder? Wie viele Menschen sind betroffen? Und was weiß man heute über die Folgen? Ein ehrliches, persönliches Gespräch über Systemversagen, Bindung – und die Frage: Ist es wirklich nie zu spät für eine glückliche Kindheit?

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03 - Selbstständig, verschlossen und einsam - Leben nach der Wochenkrippe28 Jun 202600:54:00

In Folge 3 beschäftigen wir uns mit den Langzeitfolgen der Unterbringung in der Wochenkrippe im Erwachsenenleben.

Eine Studie der Uni Rostock zeigt: 92% der befragten ehemaligen Wochenkinder haben mindestens eine psychische Diagnose, darunter soziale Phobie, depressive Störungen und posttraumatische Belastungsstörungen. Zum Vergleich: In der Allgemeinbevölkerung sind es 43%. Auch unsicheres Bindungsverhalten und erhöhter Alkoholkonsum sind deutlich häufiger vertreten.

Wir besprechen, wie sich die Wochenkrippenerfahrung in unserem Leben zeigt – von Schwierigkeiten, Nähe zuzulassen, über ausgeprägte Selbstständigkeit bis hin zum Gefühl, nie wirklich dazuzugehören. Außerdem thematisieren wir, warum die wissenschaftliche und mediale Aufarbeitung des Themas so lange auf sich warten ließ und welche Rolle die westdeutsch geprägte Medienlandschaft sowie gesellschaftliche Verdrängung dabei spielen. Abschließend geben wir einen Überblick über mögliche Wege der Unterstützung, von Selbsthilfegruppen bis hin zu verschiedenen Therapieformen. 

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04 - Sandy - Adoptiert nach dem Wochenheim12 Jul 202601:10:34

Was bedeutet es, wenn frühe Trennungserfahrungen gleich mehrfach zusammenkommen?

In dieser Folge ist Sandy Graf zu Gast. Sie verbrachte ihre ersten Lebensjahre als Wochenkind in der DDR und wurde später adoptiert. Als Erwachsene begann sie, nach ihrer Herkunft zu suchen – und stieß dabei auf Antworten, mit denen sie nie gerechnet hätte.

Wir sprechen über Identität, Scham, Loyalität, die Suche nach den eigenen Wurzeln und darüber, warum manche Fragen ein Leben lang bleiben. Ein persönliches und bewegendes Gespräch über zwei Erfahrungen, die sich gegenseitig verstärken können: Wochenkrippe und Adoption.

Buch: Sandy Graf – „Adoptierte Indianer kennen keinen Schmerz, oder doch?“
Kontakt: Treff für erwachsene Adoptierte unter erwachseneAdoptierteLeipzig@t-online.de

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05 - Allein gelassen: Alexanders Kindheit in der Wochenkrippe26 Jul 202601:01:27

In dieser sehr persönlichen Folge von „Ungehalten" öffnet sich Podcast-Host Alexander und erzählt erstmals ausführlich von seiner eigenen Kindheit als Wochenkind in der DDR der 1970er Jahre. Schon mit neun Monaten wurde er unter der Woche in eine Wochenkrippe in Leipzig gegeben, weil seine alleinerziehende Mutter keine andere Betreuung fand und schon nach sechs Wochen wieder arbeiten musste.

Zwischen alten Fotos, Entwicklungsbögen und den liebevoll zusammengestellten Erinnerungsbüchern seiner Mutter sucht Alexander nach Spuren einer Zeit, an die er sich selbst kaum erinnern kann – und stößt dabei auf schmerzhafte Details, etwa die Vermutung, seine Geburtstage ganz allein in der Krippe verbracht zu haben.

Offen und mit spürbarer Zurückhaltung spricht er über das Gefühl des Verlassenseins, über nächtliche Einsamkeit als Schlüsselkind und darüber, wie schwer es ihm bis heute fällt, große Nähe und Liebe wirklich anzunehmen.

Zwischen Dankbarkeit für seine Mutter und leiser Wut über ein System, das Mütter zur schnellen Trennung von ihren Babys zwang, entsteht ein bewegendes Porträt kindlicher Prägung – und die Ankündigung, dass seine Mutter in der nächsten Folge selbst zu Wort kommen wird.

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07 - Wochenkrippe: Trauma inklusive? Eine Psychologin klärt auf.23 Aug 202601:14:37

In dieser Folge von „Ungehalten" ist die Diplom-Psychologin und Traumatherapeutin Katharina Kautzsch zu Gast, um die Wochenkrippenerfahrung aus fachlicher Perspektive einzuordnen. Sie erläutert Konzepte wie den Totstellreflex, die „traumatische Zange" und die Rolle von Oxytocin bei der Bindungsregulation. Anhand der Unterscheidung zwischen Löwenzahn- und Orchideenkindern erklärt sie, warum Kinder unterschiedlich auf Trennungserfahrungen reagieren. Themen sind zudem die Entwicklung von Objekt- und Personenpermanenz, verschiedene Bindungsmuster nach Mary Ainsworth (sicher, ambivalent, vermeidend, desorganisiert) sowie die Bedeutung von Feinfühligkeit und Framing beim Übergang in die Fremdbetreuung. Kautzsch ordnet die Wochenkrippenzeit als mögliches Entwicklungs- und Bindungstrauma ein und verweist auf epigenetische Forschung zu transgenerationaler Weitergabe von Stresserfahrungen. Diskutiert werden außerdem gesellschaftliche Rahmenbedingungen damals und heute, die Verantwortung von Eltern und Politik sowie aktuelle Debatten um 24-Stunden-Kitas. Die Folge schließt mit einem Ausblick auf die nächste Episode zum Umgang mit solchen Traumata.

Hier der Link zum Buch von Katharina Kautzsch "Geborgenheitserleben in Krisen, Leid und Trauer: Tröstend und heilsam begleiten":

https://www.buch7.de/produkt/geborgenheitserleben-in-krisen-leid-und-trauer-katharina-kautzsch/1048698925?ean=9783525408285

Hier der Link zu ihrer Website:
https://katharina-kautzsch.de/

Wenn Sie Kontakt mit uns aufnehmen wollen, schreiben Sie uns an: ungehalten@wochenkinder.de

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06 - Eine Mutter erinnert sich: Karlas Sicht auf die Wochenkrippe09 Aug 202600:39:19

In dieser besonderen Folge von „Ungehalten" lädt Alexander seine eigene Mutter Karla als Gast ein, um die Perspektive der Elterngeneration auf das Thema Wochenkrippe zu ergänzen.

Karla, Jahrgang 1944, in Westpommern geboren und als Kleinkind auf der Flucht nach Leipzig gekommen, wuchs selbst größtenteils bei ihrer Großmutter auf, da ihre Mutter arbeiten musste. Sie berichtet von ihrem Wunsch nach Berufstätigkeit und persönlicher Weiterentwicklung, der Schwangerschaft mit Alexander außerhalb einer festen Partnerschaft sowie der Trennung vom Kindesvater kurz vor der Geburt.

Karla schildert die organisatorischen Abläufe der Wochenkrippenzeit, bei denen meist ihre Mutter und der Kindesvater die Übergabe übernahmen, während sie selbst kaum physischen Kontakt zur Einrichtung hatte.

Sie spricht offen über verdrängtes schlechtes Gewissen, die finanzielle Notwendigkeit der Fremdbetreuung mangels Krippenplätzen sowie über Unterschiede zur Betreuung ihres zweiten Sohnes, der nicht in die Wochenkrippe musste. Rückblickend reflektiert sie die psychologischen Auswirkungen der frühen Trennung und äußert den Wunsch, die Entscheidung könnte rückgängig gemacht werden.

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