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Explorez tous les épisodes du podcast The End

Plongez dans la liste complète des épisodes de The End. Chaque épisode est catalogué accompagné de descriptions détaillées, ce qui facilite la recherche et l'exploration de sujets spécifiques. Suivez tous les épisodes de votre podcast préféré et ne manquez aucun contenu pertinent.

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#45 Karim Hamza - Bei den Muslimen geht die Seele auf Reise29 Aug 202400:32:16
Mit dem Sozialarbeiter, Gefängnisseelsorger und Imam Karim Hamza gehen wir auf die Reise in die Welt der muslimischen Bestattungen. Er nimmt uns mit in diesen Bereich der muslimischen Kultur, denn Karim Hamza vermittelt auf Trauerfeiern immer wieder zwischen den Kulturen und bringt sie vor allem zusammen. Ein Gespräch über Zwischenwelten, die Würde der Toten und über gegenseitigen Respekt.
#44 Adriana Altaras - eine jüdische Berlinerin27 Jun 202400:39:19
Adriana Altaras wurde in Zagreb geboren und wuchs in Italien und Deutschland auf. Als Jüdin fühlte sie sich erst als Studentin in Berlin in der jüdischen Gemeinschaft. Sie ist Autorin, Schauspielerin und Regisseurin. Über die Beziehung zu ihrer italienischen Tante, die im Alter von 101 Jahren gestorben ist, hat sie das Buch geschrieben "Besser allein als in schlechter Gesellschaft". Mit Eric spricht Adriana Altaras über jüdische Trauerkultur und Rituale, über Regeln, die den Sterbenden und Begleitenden helfen. Und über die Toleranz, diese aber auch immer individuell zu verändern. Sie gewährt uns außerdem einen Einblick, was passiert, wenn in der jüdischen Gemeinschaft ein Mensch stirbt.
The End - der radioeins-Podcast auf Leben und Tod02 Feb 202000:00:29
Der Podcast auf Leben und Tod mit Gastgeber Eric Wrede widmet sich mit seinen Gästen genau diesen Themen, mal ernst, mal lustig, mal traurig, mal nachdenklich, aber zum Glück nie professionell.
#43 Jörg Hoppe – Yes we cancer02 May 202400:44:40
Als selbst von Krebs betroffener hat Jörg Hoppe zunächst die App yerwecan!cer mitentwickelt und später dann Deutschlands größte Krebsconvention Yes!Con mit ins Leben gerufen. Am 4. und 5. Mai findet die fünfte Ausgabe in Berlin statt und aus diesem Anlass hat Eric den Initiator zu dieser Podcastfolge eingeladen. Vom Musikmanager und TV Produzent wurde Hoppe zum Gründer des größten Forums für Betroffene, Angehörige, Wissenschaftler:innen und Expert:innen zum Thema Krebs. Ein Gespräch über unser Gesundheitssystem und dessen Schwächen, aber auch über großartige Forschungserfolge und ein wahres Wundermedikament: Community, Familie, Gemeinschaft und Selbsthilfe. YES!CON - YES!CON (yescon.org)
#46 Uwe Ochsenknecht - Die Ironie des Lebens19 Sep 202400:26:38
"Ich habe so ein geiles Leben bis jetzt gehabt, ich könnte sofort abtreten, wenn’s sein muss…" sagt der Schauspieler Uwe Ochsenknecht in dieser Folge von The End. Als Stand Up Comedian Edgar muss er sich im Film "Die Ironie des Lebens" mit dem Sterben auseinandersetzen und im Podcast befragt Eric ihn, wie er persönlich in seinem Leben zum Tod und zu Abschieden steht. Ein Gespräch über Nahtoderfahrungen, Leichtigkeit im Umgang mit dem Sterben und die Magie des Kinos.
#47 Dennis Kastrup - Abschied aus der Ferne24 Oct 202400:55:38
Der Journalist Dennis Kastrup wandert 2014 der Liebe wegen nach Kanada aus. Einige Jahre später erfährt er, dass einer seiner besten Freunde unheilbar an Krebs erkrankt ist. Da sie sich trotz der Distanz in all den Jahren immer über ihr Leben ausgetauscht haben, beginnt Dennis in der Ferne Sprachnachrichten mit seinem Freund Frank auszutauschen und aufzunehmen. Bis kurz vor seinem Tod. Daraus ist ein Feature entstanden, in dem die Verzweiflung, die Hoffnung und auch die Todesangst seines Freundes und seine eigenen Emotionen festgehalten wurden. Ein Tondokument auch für den kleinen Sohn seines Freundes - für Enno, der erst kurz vor der schweren Krankheit seines Vaters geboren wurde. Ein Gespräch über Freundschaft, Vater-Sohn Beziehungen, das Festhalten von Geschichten und dass wir daraus immer etwas mitnehmen können. Das Feature finden Sie bei NDR Kultur: https://www.ndr.de/kultur/Feature-Lieber-Enno,lieberenno102.html
#30 Sybille Wetzel – Das Herz bekommt keine Demenz13 Oct 202200:40:18
Als Bestatter hat Eric immer wieder mit Hinterbliebenen Kontakt, die demente Angehörige haben oder mit Menschen, die an Demenz erkrankt sind und die gerade ihren Partner/ ihre Partnerin verloren haben. Der Umgang mit demenzerkrankten Menschen nach einem Sterbefall ist dabei eine besondere Herausforderung. Die Bestatterin Sybille Wetzel hat sich schon lange mit dem Thema beschäftigt und schult mittlerweile auch in Deutschland Bestatter oder Trauerredner in der Kommunikation mit dementen Hinterbliebenen. In Deutschland sind ca. 1,8 Mio. Menschen an Demenz erkrankt, das Thema wird immer mehr an Bedeutung gewinnen. Ein Gespräch besonders für Menschen mit dementen Angehörigen.
#29 Josephine Janke - "Schädeldecke, Brusthöhle, Lunge, Herz"08 Sep 202201:04:59
Die Rechtsmediziner in Berlin sind nicht nur für die Leichenöffnungen (Obduktionen) bei Verdacht auf ein Kapitaldelikt im Auftrage der Berliner Staatsanwaltschaft tätig. Oft werden auch Opfer von Gewaltverbrechen in Krankenhäusern oder ambulant untersucht. Täteruntersuchungen und -begutachtungen stehen ebenfalls auf der Tagesordnung - auch bei Rechtsmedizinerin Josephine Janke. In dieser Folge von The End erzählt sie detailliert, wie sie bei ihren Untersuchungen Körper auseinandernimmt (oder nehmen lässt) und wie sie zu welchen Erkenntnissen kommt. Welche Fallstricke es vor Gericht geben kann und wie sie es schafft, einerseits die Geschichten, von denen die Körper erzählen, nicht zu nah an sich heranzulassen, aber anderseits auch mitfühlend zu bleiben.
#20 Achim Rieger "Lebend kommen wir hier nicht raus"14 Oct 202100:57:23
Der Palliativmediziner Achim Rieger ist Erics erster Gast in einer Reihe von Gesprächen, die radioeins in der Urania vor Publikum aufzeichnet. Kluge Gedanken über den Alltag in der Palliativ- oder Home Care Medizin und die Zufriedenheit, die ihm sein Beruf seit über 20 Jahren gibt. "Was gibt es Schöneres im Leben als beruflich das Gefühl zu haben: ich muss nicht suchen, ich habe gefunden." So viele Menschen beim Sterben zu begleiten, verschafft ihm einen anderen Blick auf die Begrenztheit des Lebens und die Unvorhersehbarkeit des Sterbens. Weitere Termine für die Gespräche mit Eric unter: www.urania.de
#19 Sven Regener – Musik an sich ist eine melancholische Kunst09 Sep 202100:47:13
Der Musiker und Autor bezeichnet den Menschen als melancholisches Tier, weil wir uns als einziges Lebewesen immer bewusst sind, dass wir sterben werden. Kurz bevor sein neues Buch "Glitterschnitter" erscheint, besucht Sven Regener Eric und sagt: Kunst kann eine Distanz zu diesem Wissen schaffen, einen Blick von außen, der uns hilft. Ein Gespräch darüber, wie wichtig Trauerfeiern und wie unwichtig Grabmale für ihn sind und über die Kraft, die wir daraus schöpfen zu wissen, dass unsere Zeit endlich ist.
#18 Hajo Schumacher - Restlaufzeit12 Aug 202100:59:21
Mit Hajo Schumacher unterhält sich Eric nicht übers Sterben, sondern übers Altwerden. Der Journalist hat für sein Buch "Restlaufzeit" Wege für ein gutes und lustiges Leben im Alter gesucht, unter dem Motto "Ich will gesund sein, nicht vereinsamen und nicht verblöden." Ein Gespräch über Alterssozialismus, Einsamkeit und Zusammenleben im Alter und über die Sinn-Frage nach einem gelungenen Leben.
#17 Kim Fisher: Die größte Angst vor dem Tod habe ich, wenn ich sehr glücklich bin15 Jul 202100:41:24
Das Interview mit Kim Fisher wird zu einer besonderen Folge, denn die Sängerin, Schauspielerin und Moderatorin bereitet sich quasi gemeinsam mit Eric darauf vor, über den Verlust ihrer Eltern oder anderen Verwandten zu reden und nachzudenken, obwohl diese hoffentlich noch lange leben. Bislang hat die Riverboat-Moderatorin nämlich das Glück gehabt, keine ihr Nahestehenden zu verlieren. Ein Gespräch über Tabus, Kommunikation, gute Krankenhäuser, Patientenverfügungen, aber auch über die Angst vor dem Sterben.
#9 Jeanette Biedermann – was bleibt sind die Geschichten15 Oct 202000:34:16
Nachdem ihr Vater gestorben ist hat Jeanette Biedermann einen Song über diesen Verlust geschrieben: Deine Geschichten. GZSZ? Ja, daran erinnern sich alle, aber diese Frau ist schlauer und hat mehr zu erzählen. Die Schauspielerin und Sängerin redet mit Eric darüber wie schön ist es, wenn man nach der Trauer die Geschichten über die Verstorbenen wieder mit einem Lächeln erzählen kann. Nicht vergessen, nicht den Schmerz verdrängen, sondern immer wieder Geschichten erzählen, Bilder betrachten. Das hat ihr geholfen. Das kann jedem helfen.
#28 - Michael de Ridder "Wer sterben will, muss sterben dürfen"11 Aug 202201:04:13
Der Tod seines Vaters hat ihn als Mensch und als Mediziner schon früh auf den Weg gebracht, sich nicht nur mit der Lebenserhaltung, sondern auch mit dem Sterben zu beschäftigen. Dr. Michael de Ridder kämpft seit Jahrzehnten darum, Menschen beim Sterben zu helfen, wenn alle anderen Optionen erschöpft sind. Ein Gespräch über die Würde des Menschen, Selbstbestimmung, ein Lob auf die deutsche Verfassungsgebung und persönliche Erfahrungen in der Sterbehilfe.
#8 Anke Engelke – Der Tod hat nicht das letzte Wort10 Sep 202000:35:03
Trauer ist mehr als traurig sein! Eric ist begeistert, denn Anke Engelke spielt die Trauerrednerin Karla Fazius in der Netflix-Serie „Das letzte Wort“ so authentisch und nah an der Wirklichkeit wie er es noch nie gesehen hat. Ein Gespräch über Schockmomente, Sprachlosigkeit, Zuhören können, Angst und Hoffnung. Wann kann die Serie bewirken? "Es wäre toll, wenn die Menschen keine Angst mehr hätten vor dem Thema Tod." (Anke Engelke)
#7 Antilopen Gang - Wenn ein Bandmitglied stirbt13 Aug 202000:41:13
Schon als sich die Düsseldorfer Band 2009 gründete war Jakob schwer depressiv. 2013 nahm der Rapper sich das Leben. Wie ist die Band damit umgegangen? Eric spricht mit Koljah und Tobi über Depressionen, Trauer, Kunst und Freundschaft.
#6 Enno Bunger - Was berührt, das bleibt16 Jul 202000:43:51
Das Album "Was berührt, das bleibt" ist seine Art mit Krankheit, Tod und Trauer, aber auch mit Freundschaft und dem Weiterleben umzugehen. Innerhalb kurzer Zeit erlebt der Musiker Enno Bunger den Tod einer engen Freundin – der Frau seines Schlagzeugers – und die Krebserkrankung seiner Freundin. Ein Gespräch über Stärke, ostfriesische Trauerfeiern, die Orgel als Orchester, schwarzen Humor und einen Knigge fürs Verhalten am Sterbebett "Ihr dürft weinen oder lachen, aber nicht jammern." https://ennobunger.de
#4 Prof. Dr. Jens Dreier - Nahtoderfahrungen18 Jun 202000:40:14
Mythos "Sterben". Was passiert in unserem Gehirn, wenn unser Körper seine Funktionen einstellt. Gibt es ein Programm, dass uns das Sterben leicht macht? Was können wir aus Nahtoderlebnissen lernen. Prof. Dr. Jens Dreier, seines Zeichens experimenteller Neurologe, versucht gemeinsam mit Eric Antworten zu finden...
#22 Mattea Weihe (Seawatch): "Die Menschen würden lieber sterben als nach Libyen zurückzukehren."09 Dec 202100:51:03
Mattea Weihe ist nicht nur Sprecherin der zivilen Seenotrettungsorganisation Seawatch, sie war auch als Dolmetscherin schon mehrfach im Mittelmeer bei Rettungseinsätzen an Bord und berichtet von der Vorbereitung auf Situationen, in denen die Auseinandersetzung mit dem Sterben immer präsent ist. Die Helfer*innen im Mittelmeer ertragen Seekrankheit und wochenlange Enge auf dem Boot, um den Menschen das Leben zu retten, die bereits alles verloren haben, Folter ausgesetzt waren und ohne diese Hilfe im Mittelmeer ertrinken würden. Ein Gespräch über Grenzerfahrungen und unsäglichen Schmerz, über Menschlichkeit und die Hoffnung auf Veränderung der Politik im Umgang mit Geflüchteten. Die Folge wurde in der Urania/Berlin vor Publikum aufgezeichnet.
#21 Thomas Höhne – So schön kann Friedhof sein11 Nov 202100:33:23
„Mein Ehrgeiz ist es daran mitzuarbeiten, dass Friedhöfe eine sinnliche Qualität haben.“ sagt Thomas Höhne, seit 17 Jahren Friedhofsverwalter in Berlin – Charlottenburg. Auf seinen Friedhöfen entstehen Wald- oder Heidelandschaften. Kreative und kunstvolle Orte, an denen er dem Bedürfnis der Menschen nach Ruhe und Frieden entgegenkommen möchte.Ein Gespräch über die vielen Möglichkeiten in der Berliner Friedhofslandschaft und den Mut, ganz neue Wege zu gehen. Luisenkirchhöfe Berlin - luisenkirchhoefe.com
#48 Philipp Freund "Ich bin die Hebamme am Ende"28 Nov 202400:45:39
Seit 30 Jahren begleitet Philipp Freund sterbende Menschen und gibt uns in dieser Folge wunderbare Einblicke in den Alltag und die Aufgaben in einem Hospiz. Schon als Jugendlicher in der Sozialstation seiner Mutter spürte er, dass er ein Herz und auch die richtige Haltung hatte, um sich dem Thema sein ganzes Berufsleben über zu widmen. Mittlerweile ist er Geschäftsführer mehrere Hospize in Berlin, die er selbst als Orte des Lebens beschreibt, denn so Philipp Freund: "Zunächst ist man ja noch nicht tot, das Ende ist nur sichtbar". Ein Gespräch über die Endlichkeit des Lebens, Unterstützung von Angehörigen und sehr unterschiedlichen menschlichen Bedürfnissen im Angesicht des Sterbens. Ricam Hospiz Berlin! https://www.ricam-hospiz.de Podcast Tipp: Wo bist du? Verschollen auf der Flucht. Wo bist Du? Verschollen auf der Flucht · Neue Folgen - Jetzt Podcast anhören! https://www.ardaudiothek.de/sendung/wo-bist-du-verschollen-auf-der-flucht/13861159/
#49 Christine Nickel – Telefonseelsorge vor Weihnachten19 Dec 202400:29:36
Seit mehr als 10 Jahren arbeitet Christine Nickel ehrenamtlich bei der Telefonseelsorge in Berlin und ist kurz vor Weihnachten zu Gast bei Eric. Eine Zeit mit viel Nachfrage nach Unterstützung. „Wir sind Menschen für Menschen am Telefon und keine Therapeuten“, sagt Christine und dass es am wichtigsten sei einfach zuzuhören. Die Mitarbeiterinnen geben keine Ratschläge, werten nicht und bleiben auch anonym. Sie sind ein erstes Ohr für jeden Menschen, egal mit welchen Sorgen oder Ängsten. Ein Gespräch über die Stärke des wertfreien Zuhörens, Humor als Kraftquelle und das Geschenk, anderen helfen zu können. Start • Telefonseelsorge Berlin Beratung für suizidbetroffene An- und Zugehörige • Telefonseelsorge Berlin
#50 Berni Mayer - Anleitung zum Traurigsein20 Mar 202500:41:40
2019 starb seine vierjährige Tochter nach jahrelanger, unheilbarer Krankheit. Ein Verlust, der alles verändert. Wie hält man so einen Schmerz aus? Wie lebt man weiter, wenn das Unvorstellbare passiert? Berni Mayer spricht darüber – in seinem Buch und in unserem Gespräch. Unglaublich offen, unglaublich ehrlich und mit einer Nähe, die berührt. Er erzählt nicht nur von der tiefsten Trauer, sondern auch von der Liebe, die bleibt. Von Momenten der Hoffnung, der Erinnerung und dem, was wirklich zählt. Ein Gespräch über den Umgang mit Verlust, darüber, was Trauer mit uns macht – und wie sie uns, trotz allem, weiterträgt.
#51 Franka Mantei – Tatortreinigerin24 Apr 202500:30:43
Unser heutiger Gast ist die ausgebildete Krankenschwester Franka Mantei. Warum diese Ausbildung sie perfekt für den Beruf der Tatortreinigerin vorbereitet hat erzählt sie Eric in dieser Folge. Für ihre Arbeit benötigt sie medizinische, mikrobiologische, aber auch besondere psychologische Fähigkeiten. Ein Gespräch über Todesumstände, Tabus, Schicksale und die Wertschätzung für ihren Beruf, ihre Unterstützung bei schwierigen Todesfällen.
#52 Philipp Möller – konfessionsfrei28 May 202500:48:32
Der Buchtitel „Gottlos glücklich: Warum wir ohne Religion besser dran wären“ fasst bestens zusammen, wofür sich der Autor Philipp Möller einsetzt. Er ist im Vorstand des Zentralrats der Konfessionsfreien und möchte den Einfluss der Kirchen auf Gesellschaft und Politik begrenzen, denn mittlerweile ist nur noch ein sehr geringer Teil der Bevölkerung Kirchenmitglied oder religiös. Dabei geht es Philipp Möller nie um die persönliche Religiosität, denn jede/r soll den Glauben ausleben dürfen, sondern um die Politik, die an althergebrachten Kirchenprivilegien festhält. Ein Gespräch über das Bedürfnis nach Glauben, die gottlose Buskampagne, kirchliche Beerdigungsvorschriften, die Angst vor dem Sterben und die Unantastbarkeit der Würde des Menschen.
#53 Moritz Riesewieck - "Vom Ende der Endlichkeit"03 Jul 202500:47:45
Der Dokumentarfilm "Eternal You - Vom Ende der Endlichkeit" von Hans Block und Moritz Riesewieck zeigt sehr beeindruckend, wie mit dem Einsatz von künstlicher Intelligenz (KI) versucht wird eine "Verbindung mit Toten" herzustellen. StartUps schaffen digitale Avatare, um Trauernden auf unterschiedlichen Wegen die Möglichkeit zu geben mit Verstorbenen zu kommunizieren, ohne die Folgen dieser Art der Trauerbewältigung im Blick zu haben. Eric spricht mit Moritz Riesewieck darüber, was passiert, wenn der Traum von der Unsterblichkeit in ein Produkt verwandelt wird, das möglichst lange weiter "leben" soll und wie schnell Menschen bereit sind, an die Menschlichkeit von KI zu glauben. "Eternal You - Vom Ende der Endlichkeit" ist noch in der arte Mediathek abrufbar und unter diesem Link findet ihr noch weitere Beiträge von Hans und Moritz, die nicht im Film vorkommen. https://www.srf.ch/kultur/gesellschaft-religion/geschaeft-mit-der-verzweiflung-eine-mutter-chattet-mit-einer-ki-simulation-ihrer-toten-tochter
#54 Balbina – Der Tag, an dem mein Vater starb04 Sep 202500:40:25
Wie verarbeitet eine Tochter den Tod des Vaters, der nie anwesend war? Wie betrauert man einen Menschen, zu dem es keine Beziehung gegeben hat? Und hätte man nicht vielleicht doch gern diese Verbindung gehabt? Mit diesen Fragen sah sich die Sängerin Balbina im vergangenen Jahr plötzlich konfrontiert als ihr Vater starb, zu dem sie nie Kontakt hatte. Sie nutzte ihre Kunst – die Musik – um der Trauer Raum und Worte zu geben und schrieb das Lied „Vatertag“. Balbina ist dankbar für diese Möglichkeit der Trauerarbeit, die ja nicht alle Menschen haben, die ohne Elternteil aufgewachsen sind und sich durch die Todesnachricht mit der Abwesenheit des Vaters oder der Mutter noch einmal auseinander setzen müssen. Mit Eric redet sie über die Ohnmacht, die sie zunächst gespürt hat und die vielen Fragen, die sie an ihren Vater noch gehabt hätte. Ihr Album „Infinity Tunes“ war ihr Ventil, um den Verlust und die Trauer zu verarbeiten und letztendlich auch loslassen zu können. Ein Gespräch über Vaterlosigkeit, Scham, verpasste Chancen, aber auch über Leichtigkeit, Befreiung und eine ganz besondere Art der „Bestattung“.
#55 Romy Alinsky – Pfützen springen02 Oct 202500:39:50
"Pfützen springen" so kann man das Trauerverhalten von Kindern umschreiben: Wie in Pfützen springen sie in die Trauer hinein und wieder heraus, sind gerade noch traurig und gleich wieder fröhlich. Romy Alinsky betreut dieses Projekt in Berlin, dessen Ziel es ist mit kleinen Kindern über Verluste, Tod und Trauer zu sprechen, damit sie einen realistischen Blick auf Trauer bekommen, fern ab vom Zugang durch Medien zum Thema Trauer. Das kann dann auch Erwachsenen helfen, mit ihren Kindern angstfreier und offener über Tabu Themen wie Sterben, Beerdigung oder Trauer zu reden. Ihr Plädoyer: "Traut euch, das Thema in euer Leben miteinzubeziehen." Ein Gespräch über wunderbare Kinderfragen, Trauerbegleitung, Endlichkeit und die Unmöglichkeit, sich auf die Trauer nach Verlust richtig vorzubereiten. https://www.johanniter.de/pfuetzen-springen-berlin Buchempfehlung: Christiane zu Salm - Dieser Mensch war ich
#56 Matthias Horx – Heilsame Abschiede06 Nov 202500:42:18
Als Zukunftsforscher blickt Matthias Horx seit vielen Jahrzehnten auf kulturgesellschaftliche Veränderungen und den Wandel. Trauerkultur ist ihm dabei ein wichtiges Anliegen. Sein Institut hat unter anderem mit dem „Campus Vivorum“ gemeinsam mit Institutionen und Verbänden einen experimentellen Friedhof der Zukunft entwickelt, einen heilsamen Ort für Trauer. Horx hält solche Orte, also den Raum für Trauer für äußerst wichtig, auch wenn sich der Umgang mit Tod und Trauer in unserer Gesellschaft bereits sehr verändert hat. Ein Gespräch über Individualität und Intimität von Tod und Trauer und darüber, dass wir unsere Humanität verlieren, wenn wir nicht mit Verlusten umgehen und sie integrieren können. „Trauer ist eine existentielle Gesundheitsoperation des Menschen. Wir werden krank, wenn wir nicht trauern können.“ Link: Family-Horx - Horx Future GmbH
#57 Dr. Irmhild Saake – Was ist eigentlich gutes Sterben?16 Dec 202500:37:02
Alles, was wir im Leben machen, können wir im Nachhinein noch mal reflektieren oder besprechen, nur das Sterben nicht. Trotzdem machen sich viele Menschen eine Illusion davon. Wie auch im Leben, so wollen sie auch im Sterben „alles richtig machen“. Die Soziologin Dr. Irmhild Saake von der Universität München forscht seit vielen Jahren zum Bild unserer Gesellschaft über das „gute Sterben“ und sie wünscht sich, dieses Ideal wieder etwas zu relativieren. Damit möchte sie den Sterbenden, den Familien und auch den Pflegekräften den Druck nehmen, selbst diesen letzten Schritt in unserem Leben noch optimieren zu wollen. Ein Gespräch darüber, dass sich niemand mit dem Sterben auseinandersetzen sollte, der das nicht will und dass es dann eben doch meist anders kommt als wir es uns gewünscht haben und wir sicher sein können, dass es am Ende immer „richtig“ ist.
#58 Thomas Macho – Das Leben nehmen18 Feb 202600:42:08
Der österreichische Kulturwissenschaftler und Philosoph Thomas Macho beschäftigt sich seit Jahrzehnten mit dem Ende des Lebens, dem Sterben und Suizid. Dabei versucht er immer eine beobachtende und nicht wertende Position einzunehmen und kann durch seine Studien sehr genau beschreiben, wie sich unser gesellschaftlicher und kultureller Blick aufs Sterben und den selbstgewählten Tod verändert hat. Ein Gespräch über die neue Sichtbarkeit des Todes, die Vielfalt des künstlerischen Umgangs damit und unser Verhältnis zum Suizid. Dazu gibt es jede Menge Literatur- und Film-Empfehlungen in dieser Folge: Milena Michiko Flasar: Oben Erde, Unten Himmel (Roman) Thomas Macho: Das Leben nehmen Susana Monsó: Das Schweigen der Schimpansen: Wie Tiere den Tod verstehen Clive S. Lewis: Über die Trauer Filme: Hamnet – Regisseurin Chloé Zhao Jenseits des Glaubens (Freud’s Last Session) – Regisseur Matthew Brown Shadowlands – Regisseur Richard Attenborough
#1 Casper - Lang lebe der Tod06 Feb 202000:52:06
„Lang lebe der Tod“, nennt Casper sein letztes Album. Ein Gespräch mit einem der erfolgreichsten Rapper Deutschlands über Abschied und Angst, Regeln vor der Himmelstür, Songs für Trauerfeiern und über die Frage was Tod und Fußball gemeinsam haben.
#59 Franziska Hohmann – Gut, dass du nicht mehr da bist25 Mar 202600:37:26
„Die toxische Beziehung zu meiner Mutter – und wie ich lerne loszulassen“ – so lautet der Untertitel des Buches von Franziska Hohmann. Ein Titel, der zunächst hart und eindeutig wirkt. Und doch sagt sie heute: „Ich weiß jetzt, dass sie auch in ihren guten Zeiten eine schwerkranke Frau war.“ Im Gespräch mit Eric erzählt sie offen, schonungslos und zugleich mit großer Klarheit von ihrer Kindheit mit einer schwer depressiven Mutter. Eine Beziehung, die von Anfang an belastet ist – geprägt von Distanz, Brüchen und dem Aufwachsen bei Pflegeeltern und Großeltern. Die Krankheit der Mutter wirkt weit über die Kindheit hinaus und prägt auch Franziskas eigenes Leben bis ins Erwachsenenalter – bis hin zur eigenen Alkoholabhängigkeit. Und dennoch entwickelt sich aus dieser Geschichte etwas, das zunächst nicht erwartbar ist: ein vorsichtiges, ehrliches Loslassen. Heute arbeitet Franziska Hohmann als systemischer Coach und begleitet andere Menschen in Veränderungsprozessen, die oft genau dort beginnen: bei der eigenen Geschichte.
#60 Catherina Hinz - Auf ein Sterbenswort15 Apr 202600:37:59
Am Berlin-Institut für Bevölkerung und Entwicklung begleitete Catherina Hinz eine Studie darüber, wie unsere alternde Gesellschaft dem Tod begegnen will. Wie sind wir persönlich und unsere Gesellschaft darauf vorbereitet, dass in zehn Jahren die Generation der Boomer (Jg 1955 – 1964) in ein mehr pflegebedürftiges Alter komm? Und wie gehen wir damit um, dass diese zahlenmäßig große Generation andere Lösungen für das Altwerden, den Sterbeprozess und auch für die Bestattungen brauchen wird? Nicht nur quantitativ, sondern auch qualitativ stellte die Studie Fragen: Wollen die Boomer in Altersheimen leben? Wie stellen sie sich ein gutes Lebensende vor? Wie können sich Kommunen und Angehörige in Zukunft auf diese Herausforderungen vorbereiten? Buchtipp: "Roland Schulz – So sterben wir" Link zur Studie aus dem Institut: https://www.berlin-institut.org/studien-analysen/detail/auf-ein-sterbenswort
#61 Birgit Fuß – Sterben darfst du aber nicht20 May 202600:40:11
Birgit Fuß schreibt über Musik. Bands, Bücher, Artikel– das ist ihr Leben. Und dann lernt sie jemanden kennen, der wie sie auch beim Rolling Stone schreibt. Erst verliebt sie sich in seine Mailtexte. Dann in ihn. Es folgt ein Jahr. Sie sagt selbst: unfassbar glücklich. Dann stirbt er. Nach kurzer schwerer Krankheit in ihren Armen. In Ihrer Trauer wird noch klarer, wie groß diese Liebe war. Und wie wenig Zeit sie hatten. Zu wenig. Jahre später schreibt sie ein Buch darüber, klar, warm und unglaublich nahbar. Aber nicht verklärend. Sie schreibt nicht um abzuschließen, sondern weil Schreiben das ist, was sie kann. Was sie kennt. Was hilft. Heute arbeitet sie noch als Journalisten, aber sie begleitet auch andere Menschen durch genau das, was sie selbst durchgemacht hat. Nah dran, weil sie weiß, wie sich das anfühlt. Mit Eric redet sie über das glücklichste Jahr ihres Lebens. Über den schlimmsten Moment. Und darüber, was danach kommt.
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