Wie viel Einfluss haben wir eigentlich darauf, welche Frauen und Männer unsere Kinder einmal werden?
Und was passiert, wenn unsere Vorstellungen von feministischer, gleichberechtigter Erziehung auf TikTok, Bro Culture, Schönheitsideale, traditionelle Geschlechterrollen und ein ziemlich hartnäckiges Patriarchat treffen?
In dieser Folge von Stop to Worry spreche ich mit Alexandra Zykunov, SPIEGEL-Bestsellerautorin, Journalistin und Kolumnistin, über eine Angst, die wahrscheinlich viele Eltern kennen: Was wird eigentlich aus unseren Kindern?
Anlass ist Alexandras neues Buch „Aber patriarchale Kackscheiße darf man schon sagen, oder? – Bekenntnisse einer feministischen Mutter“.
Wir sprechen darüber, was heute eigentlich in Kinderzimmern und auf Schulhöfen passiert und welchen Einfluss Social Media, TikTok, Rollenbilder, Algorithmen und digitale Vorbilder auf Kinder und Jugendliche haben.
Es geht um die Frage, wie sehr wir unsere Kinder überhaupt noch beeinflussen können, wenn gleichzeitig von außen permanent Botschaften auf sie einprasseln.
Wir sprechen über Feminismus und Erziehung, darüber, wie wir selbst als Frauen mit feministischen Ideen aufgewachsen sind und warum Feminismus möglicherweise einen wichtigen Teil bisher zu wenig mitgedacht hat: Jungen und Männer.
Denn Gleichberechtigung funktioniert nicht nur darüber, Mädchen zu sagen, dass ihnen alle Türen offenstehen. Wir müssen auch mit Jungen darüber sprechen, was Männlichkeit bedeutet, wie sie mit Gefühlen umgehen dürfen, welche Vorstellungen von Stärke sie kennenlernen und welchen Bildern von Frauen und Beziehungen sie begegnen.
Alexandra und ich sprechen über Bro Culture, patriarchale Rollenbilder und die Frage, warum es gerade für Eltern von Söhnen so wichtig ist, über Gefühle, Verletzlichkeit, Beziehungen und Respekt zu sprechen.
Wir diskutieren aber auch, warum hinter vielen vermeintlich natürlichen Geschlechterunterschieden ziemlich handfeste wirtschaftliche Interessen stecken und welche Rolle spielen.