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Explorez tous les épisodes du podcast Prototyp – Der ingenieur.de Karriere-Podcast
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| Titre | Date | Durée | |
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| Folge 90 - Wie ich meinen Fokus auf das Wesentliche lege | 12 Sep 2024 | 00:28:33 | |
Effektiv arbeiten heißt, sich auf komplexe Aufgaben fokussieren und anderes zur Seite schieben zu können. Coach Julia Düttmann schildert, wie das funktionieren kann. Sie stellt klar, dass Führungskräfte für eine entsprechende Kultur sorgen sollten. | |||
| Folge 89 - Keine Angst vor KI! | 15 Aug 2024 | 00:33:39 | |
„Es hat sich bei technischen Neuerungen immer wieder gezeigt, dass es nicht zu Massenarbeitslosigkeit kommt, sondern vermehrt Arbeitskräfte gesucht werden.“ Davon ist Verena Nitsch überzeugt. Die Direktorin des Instituts für Arbeitswissenschaft (IAW) an der RWTH Aachen macht aber deutlich, dass auch Hochqualifizierte im mittleren Management nicht von schmerzlichen Einschnitten verschont bleiben. Ihr Fazit: Unternehmen müssen viele ihrer wertvollen Arbeitskräfte anders einsetzen und betreuen, um ihre Potenziale zu nutzen. | |||
| Folge 80 - Ziele erreichen im Beruf: Kleine Schritte machen und Negatives abschütteln | 18 Jan 2024 | 00:28:52 | |
Viele haben gute Vorsätze gefasst, privat und beruflich. Vor uns liegt ein Mehr an Tagen, die sinnvoll und mit Freude gefüllt werden können. In der ersten Folge des Podcast Prototyp in diesem Jahr spricht Redakteurin Claudia Burger mit dem Arbeits- und Organisationspsychologen Hannes Zacher vom Institut für Psychologie an der Universität Leipzig darüber, wie es gelingen kann, die eigenen beruflichen Ziele zu verwirklichen. Wie schaffe ich es, realistische Ziele zu setzen und zu verfolgen und nicht in fantastischen Welten zu irren? Wie finde ich Ziele, die wirklich zu mir passen und nicht von außen auf mich gestülpt werden? All diese Themen werden im Karrierepodcast von ingenieur.de und VDI nachrichten thematisiert.
Die so genannten Smart Goals können laut Zacher hilfreich sein, ein Konzept, das aus der Forschung kommt. Ziele sollen möglichst spezifisch formuliert werden, auch quantitativ. Ein Beispiel: Bis nächsten Freitag mache ich einen Artikel mit 1000 Wörtern fertig. Es handelt sich um Ziele, die man gut zu Papier bringen kann und die später gut überprüfbar sind. Aber Vorsicht! Die Ziele sollten laut Zacher auch wieder nicht zu klein gesteckt sein. Zudem ändern sich Ziele laut Zacher in unterschiedlichen Lebensphasen, was einem Berufseinsteiger noch wichtig ist, kann für einen älteren Arbeitnehmer zweitrangig sein.
Und was ist, wenn mich Konflikte aus dem vergangenen Jahr noch belasten? Auch hierzu weiß Zacher Rat: Dazu sei ein Jahreswechsel sehr geeignet. Der Neuanfang sei oft symbolisch, doch man solle das durchaus auch so verstehen, Veränderungen anzustoßen, das Negative abzuschütteln, positive Gedanken zuzulassen. „Meine Empfehlung wäre tatsächlich, sich zu überlegen, wie kann ich meine Interpretation der Arbeit oder auch meines Privatlebens so lenken, dass es mir guttut, dass ich auch gerne zur Arbeit gehe, und das heißt dann nicht, über Vergangenes nachzugrübeln“, sagt Zacher. Ob er selbst immer stringent ist und seine Ziele stets erreicht, verrät er auch im Podcast. | |||
| Folge 79 - Karrieren im digitalen Wandel | 21 Dec 2023 | 00:36:41 | |
Die Karrieren von Ingenieurinnen und Ingenieuren werden sich radikal wandeln, meint Frank Leminski. Die Digitalisierung werde sich diffiziler auf die Arbeit auswirken als auf Produktionsprozesse, ist der Kölner Berater und Coach überzeugt. „Neue Zusammenarbeitsformen bringen ein neues Verständnis von Arbeit, in denen sich Hierarchiestufen auflösen und die Verantwortung direkt an den einzelnen Mitarbeitenden übertragen wird.“ Um vor diesem Hintergrund effiziente Zusammenarbeit zu gewährleisten, dürfe nie immer nur in eine Fachrichtung gedacht und geplant werden. Kundenzentriertes Denken sollte der Maßstab sein. Leminski nennt das Beispiel Tesla für die Notwendigkeit fachübergreifender Planung und stellt die Frage: „Ist Tesla ein Auto mit Computerfunktion oder ein Computer mit Autofunktion?“
Jetzt geht der „Prototyp“ erst einmal in die Winterpause und wir wünschen allen Hörerinnen und Hörern frohe Feiertage und einen guten Rutsch ins neue Jahr. Ab dem 18. Januar gibt es dann wieder neue Folgen mit Tipps und Tricks zur Karriere. | |||
| Folge 78 - So klappt es mit dem Vorstellungsgespräch | 07 Dec 2023 | 00:23:16 | |
Ein Vorstellungsgespräch - schon der Gedanke daran kann Stress auslösen. Umso wichtiger ist es, sich gut auf dieses Gespräch vorzubereiten. Das sagt Image- und Karrierecoach Gerlind Hartwig in der neuen Folge des Karriere-Podcast Prototyp von ingenieur.de und VDI nachrichten. Die Beraterin ist VDI nachrichten-Leserinnen und -Lesern ein Begriff. Seit vielen Jahren berät sie auf den VDI nachrichten Recruiting Tagen Bewerberinnen und Bewerber zu Themen rund um den gelungenen Auftritt.
Und dazu gehört eine Menge: Das fängt bei der Kleiderfrage an. Was ziehe ich an? Wie benehme ich mich? Was mache ich, wenn ich mich verspäte? Wie besiege ich die Nervosität? Wie schaffe ich es, souverän zu wirken? Welche Rolle spielt der Small Talk? Soll ich übers Wetter reden? Fragen über Fragen, die die Expertin im Gespräch mit Redakteurin Claudia Burger beantwortet.
Einen Tipp aus dem Podcast verraten wir hier: Viele würden sich zu wenig Gedanken über sich selbst machen, über die eigenen Ziele und was man selbst mitbringt in diese besondere Situation. Gerlind Hartwig rät dazu, sich die Zeit zu nehmen und eine Stärken- und Schwächenanalyse der eigenen Person zu machen sowie über die eigenen Soft Skills klarer zu werden und auch die eigenen Erfolge präsenter zu haben.
Wer das Gespräch online führt, steht noch vor besonderen Herausforderungen. Denn so nah wie vor dem Bildschirm ist man sich im realen Leben eigentlich nicht. Das hat auch Auswirkungen auf Gestik und Mimik. Worauf zu achten ist und wo der Blick hingehen sollte, das erklärt Gerlind Hartwig in der neuen Folge. | |||
| Folge 77 - Rente versus Fachkräftemangel: Wie ältere Beschäftigte länger im Arbeitsleben bleiben | 23 Nov 2023 | 00:37:38 | |
Alle reden über Fachkräftemangel und Arbeitskräftemangel. Dabei schlummert in den Unternehmen ein großes Potenzial. Gemeint sind Menschen, die im Arbeitsleben viel Know-how angesammelt haben, aber die Betriebe eher verlassen, als es deren Führungskräften und Personalabteilungen lieb sein kann. Das trifft auf die Babyboomer zu, aber auch auf andere Beschäftigte in den besten Jahren, die aus dem Erwerbsleben eher ausscheiden und nicht die Regelaltersgrenze abwarten wollen.
Rund 9 Mio. Babyboomer arbeiten zurzeit noch, werden aber in den nächsten Jahren sukzessive aussteigen. Hans Martin Hasselhorn, Leiter des Lehrstuhls für Arbeitswissenschaft an der Bergischen Universität in Wuppertal, sieht die Situation so: „Die Babyboomer in Deutschland ¬– mit beiden Beinen fest in der Arbeit, mit dem Herzen in Rente.“ Hasselhorn ist Gast bei der neuen Folge von Prototyp, dem Karriere-Podcast von ingenieur.de und VDI nachrichten. Im Gespräch mit Claudia Burger berichtet er von den Ergebnissen der Lida-Studie, erklärt, warum die Leute früher aussteigen wollen und was Unternehmen tun können, um ältere Beschäftigte zu halten. So manches Studienergebnis war übrigens auch für den Professor überraschend. | |||
| Folge 76 - Entschleunigt arbeitet es sich besser | 09 Nov 2023 | 00:32:50 | |
Die Digitalisierung, der sich verschärfende Wettbewerbsdruck und die nicht enden wollenden Krisen drücken aufs Tempo und zehren an den Kräften der Menschen. Das verunsichert sie, die Zahl der psychischen Erkrankungen steigt zusehends. Die Geschwindigkeit zu drosseln, ist nicht nur eine Frage des persönlichen Wohlergehens, sie trägt auch zur Wirtschaftlichkeit von Unternehmen bei, meint Ulrike Reiche im Karriere-Podcast „Prototyp“. Die Beraterin und Buchautorin erlebt immer mehr Menschen in Unternehmen, die sich über den Stellenwert von Gesundheit und Entschleunigung bewusst sind. Nicht nur ökologische Nachhaltigkeit sei angesagt, in Zeiten des Fachkräftemangels und steigender Fehlzeiten gerate der Mensch zusehends in den Mittelpunkt. Letztlich sollten alle an sich selbst denken: „Entschleunigung ist für mich ein tolles Mittel, nicht geradewegs in die Überlastung zu rennen.“ Wie das gelingen kann, erläutert Ulrike Reiche im Gespräch mit Wolfgang Schmitz. | |||
| Folge 75 - Als Erster oder Erste in der Familie ein Studium aufnehmen - Ingenieur gibt wertvolle Tipps | 26 Oct 2023 | 00:30:41 | |
Die soziale Herkunft entscheidet in Deutschland laut OECD immer noch über den Bildungserfolg von Menschen. Laut dem Bildungsmonitor des Stifterverbandes schlagen von 100 Personen aus einem nicht akademischen Elternhaus 24 den Hochschulweg ein, aus akademischen Elternhäusern sind es aber 74. Der Ingenieur und Bundesbeamte Marvin Hecht hat als Erster in seiner Familie studiert. Heute engagiert er sich ehrenamtlich bei der Initiative Arbeiterkind.de. In der neuen Folge des Karriere-Podcasts Prototyp von VDI nachrichten und ingenieur.de erklärt der promovierte Ingenieur und Bundesbeamte Marvin Hecht im Gespräch mit Claudia Burger, was er als ehrenamtlicher Mentor von Arbeiterkind.de macht und warum. Die Initiative hat sich zum Ziel gesetzt, den Anteil von Studierenden aus nicht akademischen Elternhäusern zu erhöhen und sie auf ihrem Weg durch den Uni- und Hochschulkosmos und auch beim Berufseinstieg zu begleiten. Hecht ist einer von 6000 Ehrenamtlichen, die sich bundesweit in 80 lokalen Arbeiterkind.de-Gruppen engagieren. Die Initiative wurde 2008 gegründet und hat zahlreiche Auszeichnungen erhalten. Neben finanziellen Problemen, die bei Studierenden aus nicht akademischen Elternhäusern häufiger auftauchen, ist es oft der fehlende familiäre Rückhalt oder auch einfach das Nichtwissen über die Abläufe an der Uni, die abschreckend auf potenzielle Fachkräfte wirken. „Viele haben erst einmal gar keinen Bezug zum Studium und zur akademischen Welt“, sagt Hecht. Da sei es von großer Hilfe, wenn jemand sagt „Versuch‘ es doch“, motiviert und von seinen Erfahrungen berichtet.
Auch Hecht musste für sein Studium selbst aufkommen, hat ein Umzugsunternehmen gegründet, das auch heute noch in Familienhand weiterläuft. Im Rückblick sagt er, dass ihn das geprägt hat, dass er früh gelernt habe, für sich und sein Leben Verantwortung zu übernehmen. In seinen Beratungen habe er auf Seiten der Ratsuchenden Unsicherheit erlebt, die Prägung in Kindheit und Jugend könne dazu führen, dass sich geeignete Hochschulkandidatinnen und -kandidaten infrage stellen, sich nicht zugehörig fühlen zur akademischen Schicht und denken, dass sie scheitern. Auch er habe solche Ängste gehabt und nicht geglaubt, dass er das alles schaffen kann. Aber er sage jetzt: „Das ist alles kein Hexenwerk“, wer sich traut, einbringt und fleißig sei, komme weiter – unabhängig von der familiären Geschichte. | |||
| Folge 74 - Ehrgeiz: wo er uns guttut und wann er uns im Weg steht | 12 Oct 2023 | 00:28:22 | |
Ohne Ehrgeiz keine Karriere. Denn ohne das Streben eines Menschen nach Anerkennung, Einfluss, Wissen und Macht kein Schaffensdrang, keine Innovationen, kein Fortschritt, kein persönliches Fortkommen und kein gesellschaftlicher Aufstieg. Das aber ist nur eine Facette von Ehrgeiz. Andrea Stift-Laube meint im Karriere-Podcast „Prototyp“, das Phänomen habe zwei Seiten, eine konstruktive und eine destruktive. In ihrem brandneuen Buch „Ehrgeiz“ vertritt die Schriftstellerin, Publizistin und Politikerin die Meinung, dass uns Ehrgeiz in seiner aktuellen Form nicht in die Wiege gelegt ist und dass er uns davon abhalten kann, ein erfülltes Leben zu führen. Ehrgeiz sei generell eine positive Sache – die von der Führungskraft zu fördern sei. Stift-Laube hat auch nichts gegen Digitalisierung und soziale Medien. Sie trügen aber auch dazu bei, einen Ehrgeiz zu entwickeln, der meist überflüssig oder sogar kontraproduktiv sei. | |||
| Folge 73 - Freundschaft im Arbeitsleben: geht das? | 28 Sep 2023 | 00:29:00 | |
Wie Freundschaften idealerweise gestrickt sein sollten, verrät der Psychotherapeut und Buchautor Wolfgang Krüger im Podcast „Prototyp“ von ingenieur.de und VDI nachrichten. Und welche Auswirkungen sie auf unser Arbeitsleben haben. Krüger meint: „Kollegenbeziehungen können eine großartige Sache sein. Vor allem dann, wenn der Beruf eine Herzensangelegenheit ist und die oder der andere meine Welt versteht. Deshalb sind Journalisten gerne mit Journalisten befreundet oder Ingenieurinnen mit Ingenieurinnen.“ Etwas anders sieht es bei Jobs aus, die in der Öffentlichkeit stehen. „Da vergleicht sich der eine mit der anderen. Ich kenne einen Musiker, der ungern mit anderen Musikern zusammen ist, weil sich dann immer die Frage nach der größeren Aufmerksamkeit stelle.“ Ähnlich sehe es in einem Unternehmen aus, in dem der Kollege befördert werde und man selbst nicht. Oder wenn die Kollegin vom Chef mehr Aufmerksamkeit und Lob erhält als man selbst. Der Vergleich werde dann schnell zur Rivalität. | |||
| Folge 72 - Überstundenklausel und Fragen im Vorstellungsgespräch: Wie der Berufseinstieg arbeitsrechtlich gelingt | 14 Sep 2023 | 00:27:10 | |
In der neuen Folge des Karriere-Podcasts Prototyp geht es um die arbeitsrechtlichen Aspekte rund um den Berufseinstieg. Fachanwältin und VDI nachrichten-Kolumnistin Claudia Knuth hat Tipps für Arbeitnehmer und Arbeitgeber zu Themen wie Vorstellungsgespräch und Arbeitsvertrag. Und vor den Berufseinstieg hat der Arbeitsmarkt die Stellenanzeige gesetzt. Schon da kann einiges schief gehen. Worauf Arbeitgeber bei der Formulierung achten müssen, beantwortet Claudia Knuth, Partnerin in der Kanzlei LUTZ | ABEL in unserer neuen Folge des Karriere-Podcasts Prototyp von VDI nachrichten und ingenieur.de. Was darf der Arbeitgeber den Bewerber oder die Bewerberin eigentlich im Vorstellungsgespräch fragen? Ist die Frage nach Krankheiten erlaubt? Und was ist, wenn der Arbeitgeber die Bewerberin fragt, ob sie schwanger ist? Auch dazu gibt Claudia Knuth im Gespräch mit Redakteurin Claudia Burger Auskunft und klärt auch, ob es eine Frist gibt, bis wann der Arbeitgeber oder der Bewerber oder die Bewerberin zusagen oder absagen muss. Zudem berichtet die Fachanwältin aus ihrem Arbeitsalltag und klärt darüber auf, warum manche Klauseln zu Überstundenregelungen in Arbeitsverträgen ungültig sind. | |||
| Folge 71 - Den Fachkräftemangel mithilfe von hochsensiblen Mitarbeitern mildern | 31 Aug 2023 | 00:31:36 | |
Mit Hochsensiblen punkten? Für Coach und Ingenieur Reinhold Poensgen stellt sich die Frage gar nicht. Er fordert Personalabteilungen und Führungskräfte dazu auf, diese Gruppe von Menschen als gewinnbringendes Potenzial zu betrachten. Für ihn sind sie die „Hidden Champions“ in den Unternehmen: Dabei handelt es sich nicht um eine Gruppe von Menschen mit einer Krankheit. Hochsensibilität ist laut Poensgen eine Veranlagung und Charaktereigenschaft, die rund ein Viertel der Menschheit mitbringt, was laut Poensgen wissenschaftlich bewiesen sei. Der studierte Elektroingenieur war vor seiner Beratertätigkeit viele Jahre bei Audi Manager für Strategie und Änderungsprozesse und erklärt in der neuen Folge des Karrierepodcast „Prototyp“ von VDI nachrichten und ingenieur.de, was er damit meint, dass Firmen das Potenzial dieser Leute nutzen sollen. Und der Ingenieur verrät im Gespräch mit Claudia Burger natürlich auch, ob er selbst betroffen ist. | |||
| Folge 88 - Selbstständiger Ingenieur und Reserveoffizier – wie geht das zusammen? | 18 Jul 2024 | 00:47:37 | |
Joachim Fallert ist nicht nur als Inhaber eines Ingenieurbüros ein erfolgreicher Unternehmer, sondern hat bei der Bundeswehr eine bemerkenswerte Karriere als Reserveoffizier gemacht. Wie sich diese anspruchsvollen Tätigkeiten verbinden lassen, ist Thema im aktuellen Podcast. Der Ingenieur schildert unter anderem, wie er bei der Bundeswehr an seine Grenzen gekommen ist und was er als Soldat für den Beruf gelernt hat. | |||
| Folge 70 - Ein Blick zurück auf 70 Folgen „Prototyp“ | 06 Jul 2023 | 00:39:26 | |
Karriere ist ein extrem buntes Thema, das immer wieder für Überraschungen sorgt. Wer das bezweifelt, sollte sich den Podcast „Prototyp“ von ingenieur.de und VDI nachrichten anhören.
Es müssen ja nicht gleich alle 70 Folgen sein, die wir in den vergangenen Jahren aufgenommen haben. Im heutigen Podcast präsentieren wir unsere Favoriten: Wie wäre es etwa mit dem ersten Karrieregespräch, in dem Gunther Olesch, ehemaliger Personalvorstand beim Elektronikspezialisten Phoenix Contact, aus dem Nähkästchen erzählte. Bei einem Vorstellungsgespräch fragte er einen Bewerber: „Was ist Ihre Vision?“ Antwort: „Auf Ihrem Stuhl zu sitzen!“
Wer so „cool“ klingen möchte wie James Bond, dem sei Folge sieben ans Herz gelegt, in der die Sprechtrainerin Katharina Padleschat Tipps gab, wie Inhalte bei Adressaten Gehör finden.
Wie man seine Leidenschaft zu einem lukrativen Geschäft macht, erzählte Orhan Tangcil, Ingenieur, Mediengestalter und TV-Koch: Man nehme eine Prise Neugierde („Wie funktioniert eigentlich Podcasten?“) und vermenge sie mit seinem Hobby, in diesem Fall das Kochen.
Keynote-Speaker Anne M. Schüller antwortete auf die Frage, wie Unternehmen den kulturellen Wandel erfolgreich umsetzen können – bzw. was den Vorhaben im Wege steht: „Klassische Changeprozesse sind mühsam, weil sie falsch laufen. Eine Entscheidung wird oben getroffen und dann wird sie über die Mitarbeiter ausgerollt – was für ein Wort: ausgerollt! Da sind die Leute platt. Was will ich von solchen Menschen erwarten?“ Ihr Fazit: Mitarbeitende müssen an solchen Prozessen teilhaben, sonst geht der Schuss nach hinten los.
Jetzt geht der „Prototyp“ erst einmal in die Sommerpause. Ab dem 31. August gibt es neue Folgen mit Tipps und Tricks zur Karriere. | |||
| Folge 69 - Top-Management: Ein El Dorado für technische Fachkräfte | 22 Jun 2023 | 00:39:04 | |
An den Unternehmensspitzen tut sich etwas. Technische Fachkräfte haben zurzeit nach Meinung von Gudrun Happich beste Karten, um auf die oberste Führungsebene zu kommen. Die Zeiten, in denen das BWLer und Juristen vorbehalten war, seien „endgültig vorbei“, sagt die Beraterin von Top-Führungskräften im Karrierepodcast Prototyp von VDI nachrichten und ingenieur.de. „Es ist so Unsicherheit da draußen im Markt, dass die Wirtschaft wieder mehr Wert darauf legt, an der Spitze Leute zu haben, die auch Ahnung haben, also fachlich und inhaltlich mitreden können“, so Happich. Die Diplom-Biologin hat selbst als Führungskraft gearbeitet und coacht seit Jahrzehnten Menschen aus dem Top-Management, dem C-Level, wie sie es nennt. Im Gespräch mit Claudia Burger erklärt sie, wie man es am besten anstellt, in die höheren Etagen zu kommen, gibt Tipps, wie der Einstieg in die Top-Etage gelingt, verrät Tools, die den Arbeitsalltag absichern und erklärt auch, warum man sich unter großen Tieren manchmal mit wirklich kleinen Exemplaren wie einem Chamäleon oder Pfau auseinandersetzen muss. | |||
| Folge 68 - Die neue Art, Karriere zu machen | 08 Jun 2023 | 00:29:50 | |
Mit neuen Job- und Arbeitsmodellen verändert sich auch die Vorstellung von „Karriere“. Es geht nicht mehr nur allein um den beruflichen Aufstieg. Aber um was noch? Die Organisationsentwicklerin Eva Holden weiß Antworten auf diese Frage. „,Höher, schneller, weiter‘ ist nicht mehr das Konzept der Zukunft“, sagt Holden. „Kaminkarrieren“, also der kontinuierliche Aufstieg innerhalb eines Unternehmens, sei nur noch eine von vielen Karrierevarianten. „Das ist am Ende des Tages eine positive Entwicklung für alle Beteiligten, weil es ganz verschiedene Lebenskonzepte gibt, an die sich der Job anpassen muss. Das ist auch der Kern von ,New Work‘.“ Man habe früher gelebt, um zu arbeiten. Das habe sich jetzt ins Gegenteil gewandt. Wie das genau aussieht, beschreibt sie im Gespräch mit Redakteur Wolfgang Schmitz. | |||
| Folge 67 - Strategien, damit der „Hirnstuss“ nicht überhandnimmt | 25 May 2023 | 00:27:31 | |
Wer kennt sie nicht: Gedanken, die uns permanent beschäftigen und nachts oft übermächtig werden. Dabei sind sie meist nicht von existenzieller Bedeutung, häufig sogar belanglos. „Wir tragen eine ganze Menge Hirnstuss in uns“, weiß Tom Küchler. In seinem Buch „Hirngeküsst“ und im aktuellen Podcast „Prototyp“ von ingenieur.de und VDI nachrichten erläutert der systemische Coach und „Potenzialentfalter“, wie wir mit der nervigen Gedankenbelastung umgehen können und welche Gegenmittel es gibt.
Viele Menschen wollten es anderen immer recht machen – was per se nicht immer falsch sei. Man sei angesehen, mache einen guten Job. „Man kann das aber auf die Spitze treiben. Wer es immer allen recht machen will, vergisst darüber sich selbst.“ In dieser komplexen und dynamischen Welt zu versuchen, allen Vorgaben gerecht zu werden, das verursache Stress und sorge für ,Selbstbewusstseinsarmut‘. Lösungsansätze seien individuell maßgeschneiderte Entspannung und die bewusste Auseinandersetzung mit Gedankenkonstruktionen. | |||
| Folge 66 - Führungskräfte sollen Freiraum geben | 11 May 2023 | 00:28:22 | |
Hybrides Arbeiten ist mittlerweile Alltag in vielen Unternehmen. Der Chef oder die Chefin und die Mitarbeitenden arbeiten remote, also online. Sie sitzen im Homeoffice oder auch im Ferienbungalow. Man sieht sich auf dem Bildschirm und deutlich seltener persönlich als vor Corona. Dieses hybride Arbeiten stellt Menschen mit Führungsverantwortung vor Herausforderungen. Und das in Zeiten, wo die Krisen sich aneinanderreihen. In der neuen Folge des Karrierepodcast „Prototyp“ von VDI nachrichten und ingenieur.de erklärt Ingenieurin Antoinette Beckert, wie hybrides Führen erfolgreich sein kann, gibt Tipps für den Umgang mit den Mitarbeitenden, und erklärt, welches Maß an Agilität erforderlich ist. Zudem begründet sie , warum der Trend zum hybriden Arbeiten nicht umkehrbar ist. Beckert ist im Vorstand des VDI-Bezirksvereins Berlin-Brandenburg und berät seit zwei fast zwei Jahrzehnten Führungskräfte aus technologieorientierten Unternehmen. Warum sie von der Praxis in die Beratung ging, auch das erzählt sie im Podcast. | |||
| Folge 65 - Hockey-Legende Janne Müller-Wieland schöpft Karriere-Wissen aus dem Teamsport | 27 Apr 2023 | 00:29:25 | |
Im neuen Podcast „Prototyp“ geht es sportlich zu. Janne Müller-Wieland, ehemalige Spielführerin der deutschen Hockey-Nationalmannschaft, berät heute in ihrem Londoner Beratungsunternehmen „Unthink“ Unternehmen bei der Führungskräfteentwicklung und bei der Bildung von High Performing Teams. Nach 30 Jahren Leistungssport kommt sie zu dem Schluss: Aus Niederlagen lernt man mehr als aus Siegen. „Allein schon weil man viel tiefer in die Analyse geht. Das ist wie bei einem Kind, das auf die Herdplatte fasst. Das macht man einmal und nicht wieder.“ Hockey als Blaupause für die Wirtschaftswelt? In Führungsfragen kann der Mannschaftssport durchaus Vorbildfunktion für Unternehmen haben, ist Müller-Wieland überzeugt. Der Trend im Hockey ginge dahin, intensiv auf einzelne Spielerinnen einzugehen. „Sie bestimmen wesentlich mit, wie das Spiel gestaltet werden soll. Dann stehen sie auch voll hinter der Taktik, dann ziehen sie das auch durch.“
Die Beraterin warnt aber vor einem „Organisationssetting für alle“. Der eine brauche mehr Führung als die andere. Zentrale Fragen seien: „Mit welcher Person haben wir es zu tun? Wie schaffen wir es, das Beste, das in ihr steckt, herauszuholen?“ Dazu seien Feedbackgespräche sinnvoll – für Leistungssportler seien sie das täglich Brot. | |||
| Folge 64 - Sicherheitsingenieure: Gefahrenbanner in allen Branchen | 13 Apr 2023 | 00:28:24 | |
In dieser Folge des Podcasts Prototyp gehen wir auf Nummer sicher. Mit Hilfe von Michael Kloth erkunden wir die Welt der Arbeitssicherheit. Der Diplom-Physiker ist seit Jahrzehnten freiberuflich als Sicherheitsingenieur tätig und Vorstand im Ressort Qualifizierung beim Verband für Sicherheit, Gesundheit und Umweltschutz bei der Arbeit e.V. , kurz VDSI. Mit ihm haben wir darüber gesprochen, was ein Sicherheitsingenieur macht. und welche Qualifikation vorliegen muss. Und auch darüber, warum nicht in jedem Sicherheitsingenieur oder Sicherheitsingenieurin eine technische Fachkraft steckt. Kloth liebt die Vielseitigkeit des Berufes. Er war in Kernkraftwerken unterwegs, kümmert sich um den Schutz der Beschäftigten in der Pharmaherstellung, schaut aber auch in Bau, Logistik, Metall- und Elektroindustrie nach der Einhaltung von Vorschriften. Zudem ist er Dozent bei der Verwaltungsberufsgenossenschaft. Warum man als Sicherheitsingenieur manchemal auch dickes Fell haben muss, verrät er im Gespräch mit Moderatorin Claudia Burger. | |||
| Folge 63 - Der Zufall kann der Karriere auf die Sprünge helfen | 30 Mar 2023 | 00:32:33 | |
Wem ist der Zufall nicht schon einmal begegnet? Jeder und jedem! Aber kann man ihn auch strategisch nutzen? Christian Busch ist der felsenfesten Überzeugung, dass das möglich ist – und das nicht nur aus einem Bauchgefühl heraus. Der Ökonom beschäftigt sich wissenschaftlich mit dem Thema „Serendipität“, was im Gegensatz zum „puren Zufall“ die aktive Suche nach der positiven Seite des Zufalls ist. In seinem Buch „Erfolgsfaktor Zufall“ hat er seine Erkenntnisse einem breiten Publikum zugänglich gemacht. Eine Voraussetzung für den Erfolg ist, den Zufall nicht mehr als Störenfried auf dem Karriereweg zu sehen, sondern als Steigbügelhalter, etwa um ein Start-up zu gründen oder um einen neuen spannenden Ausweg aus dem tristen Joballtag zu finden. Ein Vorgehen, das der Wissenschaftler für einen ganz besonders praktikablen Weg hält, ist die „Haken-Strategie“: „Fragt mich jemand nach meinem Beruf, würde ich nicht nur meinen Beruf nennen, sondern einiges mehr, was für mich von Interesse ist. Etwa, dass mich Solarenergie begeistert oder Philosophie. Es geht darum, dass auch andere Menschen uns neue Wege öffnen können – wenn wir ihnen die Möglichkeit geben, zu sehen, wo wir hinwollen.“ | |||
| Folge 62 - Für gute Vernetzung brauchen Frauen keinen Zauberstab | 16 Mar 2023 | 00:29:04 | |
Camila Cruz Durlacher, Topmanagerin beim Technologiekonzern 3M, wollte immer schon in Deutschland arbeiten – auch weil sie glaubte, der Arbeitsmarkt sei hierzulande frauengerechter als in anderen Ländern. Das war ein Fehlschluss, wie die Brasilianerin im Podcast „Prototyp“ erläutert.
Es sei kein Zauberwerk nötig, damit sich mehr Mädchen und junge Frauen für Technik begeistern und entsprechende Laufbahnen einschlagen. Es gebe zwei wichtige Handlungsstränge, sagt Cruz Durlacher: Mädchen brauchten zum einen Role Models, die die Attraktivität technischer Berufsfelder veranschaulichen, zum anderen sei eine breite gesellschaftliche Debatte vonnöten, die Stereotype abbaue. „Es geht nicht darum, Wissenschaft ,sexy‘ zu machen. Das würde Stereotype nur verstärken, sondern darum, Frauen in Mint-Berufen zu Normalfällen zu machen.“
Die 3M-Managerin hat in einem anderen Gespräch einmal gesagt: „Ich trinke kein Bier und spiele kein Fußball, glaube aber, dass Männer das richtig machen.“ Wie meint sie das? Die Managerin lacht. „Ich habe damit sagen wollen, wie wichtig das Netzwerken für die Karriere ist.“ Dieses rein männliche Miteinander sei effektiv, versperre aber gleichzeitig den Zugang von Frauen in wichtige Kreise. „Wir Frauen müssten ebenfalls solche Netzwerke bauen. Wollen wir im Arbeitsleben mehr Diversität haben, müssen wir allen die gleichen Möglichkeiten dazu anbieten.“ | |||
| Folge 61 - Die eigene „Gebrauchsanweisung“ für den Arbeitgeber gleich mitliefern | 02 Mar 2023 | 00:34:43 | |
Wenn jemand den falschen Platz im Unternehmen besetzt, hat niemand etwas davon. Im schlimmsten Fall werden diese Mitarbeitenden dann sozusagen als „Mogelpackung“ verstanden und werden noch in der Probezeit vor die Tür gesetzt, weil sie die Erwartungen des Unternehmens nicht erfüllt haben. Oder die Beschäftigten sind unglücklich in ihrem Job und sehen nur einen Berufs- oder Jobwechsel als Möglichkeit. Da kommt Diplom-Psychologin Madeleine Leitner ins Spiel. Sie hilft, die eigenen Stärken und Talente zu erkennen. Wie sie das macht, erklärt sie in der neuen Folge des Karrierepodcasts Prototyp von VDI nachrichten und ingenieur.de. Sie wolle noch nicht von einem Trend sprechen, doch es gebe zunehmend Fälle, wo auch die Firmen eine Standortbestimmung des Mitarbeitenden fördern und bezahlen würden. „Je klarer ich weiß, was ich will, desto besser kann ich den Arbeitgeber auch instruieren, wie er am meisten von mir hat“, so Leitner. So könne man dem Arbeitgeber sozusagen eine „Gebrauchsanweisung für einen selber“ geben. Die Diplom-Psychologin blickt auf langjährige Erfahrung auch als Recruiterin für große Unternehmen zurück und hat auch Zeiten erlebt, als der Arbeitsmarkt nicht so rosig für Arbeitnehmende war. Auch darüber spricht sie im Karrierepodcast Prototyp mit Moderatorin Claudia Burger. | |||
| Folge 87 - Ohne Glücksgefühl kein langfristiger Erfolg | 20 Jun 2024 | 00:36:39 | |
Die Unternehmensberaterin und Bestsellerautorin Maike van den Boom weiß, dass persönlicher und unternehmerischer Erfolg auch eine Frage des Glücksgefühls und somit auch des Menschenbildes ist. Da aber hätten Arbeitgeber hierzulande noch reichlich Luft nach oben. | |||
| Folge 60 - Viele wollen gar nicht den großen „Traumjob“ | 16 Feb 2023 | 00:24:36 | |
„Der größte Teil der Bevölkerung in Deutschland führt kein Boss- oder Girl-Boss-Leben, sondern die meisten machen nicht mehr und nicht weniger als ihren Job.“ Und sind damit zufrieden. Dieser Überzeugung ist Nadia Shehadeh. Die Soziologin und Publizistin widerspricht im Karriere-Podcast „Prototyp“ der weit verbreiteten Ansicht, alle jungen Akademiker wollten hoch hinaus. Wenn jemand auf einer bestimmten Ebene angekommen sei und sich damit zufrieden gebe, dann sei das doch völlig in Ordnung. Mit ihrer Bewertung von Arbeit fühlt ich Shehadeh keineswegs allein. „Da erleben wir momentan einen Sinnes- und Kulturwandel.“ Die Meinung, wer etwas leiste, werde dafür auch entsprechend belohnt, hält sie für eine Mär. „Es gibt viele Menschen, die hart arbeiten, deren aber Arbeit nicht wertgeschätzt wird.“ Warum dann abstrampeln? Shehadeh betont aber, sie fordere keineswegs zum Arbeitsboykott auf, um „zu Hause auf der Couch vor sich hin zu vegetieren“. Aber durch Pandemie und Homeoffice sei vielen bewusst geworden, dass die Arbeitswelt veränderbar und Arbeit nicht alles im Leben sei. | |||
| Folge 59 - Wie man Karriere macht und Ängste überwindet | 02 Feb 2023 | 00:24:24 | |
Da ackert man jahrelang und wird doch übersehen bei der Beförderung. Wie kann das sein? Ganz klar: Leistung reicht nicht, sagen die Beraterinnen Dorothea Assig und Dorothee Echter in der neuen Folge des Karrierepodcasts Prototyp von VDI nachrichten und ingenieur.de. Leistung sei lediglich die Basis für eine Karriere. Doch es kommt auf weitergehende Kompetenzen an. Und auf das eigene Innenleben. Denn: Karrieremythen machen laut des Duos das Fortkommen schwer. Beispielsweise dieser: „Karrieristen gehen über Leichen, sie verbiegen sich, sie sie treten nach unten und buckeln nach oben“.
Das Leistung nicht reicht, sei für manche Menschen eine schwierige Erkenntnis, die große Widerstände auslösen könne, sagen die Managementberaterinnen Dorothea Assig und Dorothee Echter. Bei solchen Personen sitze dieser Mythos im Kopf: „Bei einem solchen System will ich nicht mitmachen“. Und schon schnappe die Falle zu. Personen, die so denken, stünden sich selbst im Weg. Und es gibt noch eine Reihe weiterer Mythen dieser Art. „Karrieremythen wie oben beschrieben gelten als allgemeingültig, Man hat sie schon oft gehört und gelesen, Und dann muss das doch auch stimmen. Solche Mythen, die nichts anderes sind als Karriereblockierer, sind leicht nachvollziehbar, verführerisch logisch und sie werden immer wieder und wieder beschworen. Jedes Einzelbeispiel gilt als Beweis der Richtigkeit“, mahnt Assig. . Ein Beispiel: Tag für Tag sei in den Medien zu lesen, dass Chefinnen und Chefs Narzissten oder Narzisstinnen sind und Unternehmen sowieso mies. „Wer sich diese Sicht aneignet, braucht keine Strategie, weil Karriere machen so willkürlich erscheint. Mythen haben dann eine entlastende Funktion, sie verhindern, dass Menschen ihre Ambitionen ernst nehmen und sich für sie einsetzen“, sagt Dorthea Assig.
Welche Tipps und Kniffe die beiden Beraterinnen in petto haben, was Lob und Dankbarkeit damit zu tun hat, wie man soziale Ängste überwindet und warum man nicht unbedingt auf Mentoring setzen sollte, das erklären die beiden in der Folge 59 von Prototyp. | |||
| Folge 58 - Weiterbildung: Mit dem MBA nimmt die Karriere Fahrt auf | 19 Jan 2023 | 00:27:24 | |
Lebenslanges Lernen ist in aller Munde. Weiterbilden ja, aber welche Form des Lernens und welche Kompetenzen brauche ich? Und: Wo bin ich gut aufgehoben, wenn ich eine Führungsposition anstrebe?
Als Karrieremotor für Ingenieurinnen und Ingenieure gilt neben der Promotion der MBA, der Master of Business Administration. Welchen Nutzen der Titel bringt, erklärt Harald Lisson, Leiter der Ingacademy und seit vielen Jahren Kenner des Weiterbildungsmarktes im Gespräch mit Moderator Wolfgang Schmitz. | |||
| Folge 57 - Star Trek: „Captain“ und Ingenieur Hubert Zitt über den Beruf und das Beamen | 08 Dec 2022 | 00:27:31 | |
Heute startet Star Trek „Strange New World“ im Streaming in Deutschland und im nächsten Jahr wird „Captain Picard“ wieder das Ruder auf den Bildschirmen übernehmen. Einer wird sich sicher früher oder später alle Abenteuer ansehen: Hubert Zitt. Der promovierte Elektrotechnik-Ingenieur und Dozent im Studiengang Informatik an der Fachhochschule Kaiserslautern am Standort Zweibrücken.ist berühmt für seine Leidenschaft für die Serie Star Trek. „Captain Zitt“ , wie ihn längst nicht nur Fans der Sci-Fi-Serie anerkennend nennen, kann nicht nur Föderationsbrezel backen und „exoterrestrische“Cocktails mixen, sondern beschäftigt sich seit Jahrzehnten mit der Technik in Star-Trek und hält dazu unterhaltsame und hochwissenschaftliche Vorlesungen, die international viel Beachtung finden. 2008 unterrichtete er „Phyics of Star Trek“ als reguläre Lehrveranstaltung an der „University of the Incarnate Word“ in San Antonio in Texas. Mitte Dezember geht es wieder los mit Präsenz-Vorlesungen in Deutschland. Der Buchautor und Preisträger des Lehrpreises des Landes Rheinland-Pfalz für herausragende Leistungen in der Lehre fand seinen Beruf und seine Berufung in einem Jugendheim. „Da wusste ich noch nicht, was ich werden will. Da fiel das Wort Elektroingenieur. und ich wusste dann schnell, das es das ist. Da war ich noch auf der Realschule und dann war der nächste Schritt klar“, erzählt er im Podcast Prototyp, dem Karrierepodcast von VDI nachrichten und ingenieur.de. Was er jungen Ingenieurinnen und Ingenieuren rät, welche Technik es vom Raumschiff Enterprise in die Realität geschafft haben und ob wir uns jemals beamen werden können, all das verrät er in der neuen Folge von Prototyp im Gespräch mit Claudia Burger. | |||
| Folge 56 - Mobiles Arbeiten: Chancen nutzen, Risiken minimieren | 24 Nov 2022 | 00:26:04 | |
Das mobile Arbeiten, in der Pandemie als Notwendigkeit eingeführt, ist gekommen um zu bleiben. Davon ist Prof. Axel Minten überzeugt. Der Experte für New Work und Personalwesen, Partner bei der cowork AG sowie Professor an der FOM Hochschule für Ökonomie und Management, gibt im Podcast Tips, wie sich Arbeitnehmer*innen im mobilen Office richtig organisieren und welche Fehler zu vermeiden sind. Im Gespräch mit Moderator Jens D. Billerbeck geht er auch drauf ein, wie die neue Arbeitswelt auch Berufe verändert, die nicht für mobiles Arbeiten geeignet sind. | |||
| Folge 55 – Wie Boxen Führungskräfte über die Runden bringt | 10 Nov 2022 | 00:21:07 | |
Der gelernte Maschinenbauingenieur Christoph Teege entdeckte die Begeisterung für den Boxsport in einer Fernseh-Quiz-Show. Jetzt zeigt der Coach Führungskräften, wie sie durch Boxtraining fit für berufliche Herausforderungen werden. Und das gewaltfrei. Christoph Teege im Gespräch mit Moderator Wolfgang Schmitz. | |||
| Folge 54 - Nach oben buckeln, nach unten treten? | 13 Oct 2022 | 00:24:09 | |
Das Phänomen kennen viele: Vorgesetzte, die sich „oben“ lieb Kind machen und nach „unten“ treten. Fabiola H. Gerpott, Professorin für Personalführung, ist dieser unschönen Karrierestrategie nachgegangen. Was motiviert Menschen zur „Kiss-Up-Kick-Down"-Verhaltensweise? Wie begegnet man ihr als Betroffener oder Betroffene? Darüber spricht sie in dieser Ausgabe mit den Moderatoren Peter Sieben und Wolfgang Schmitz. | |||
| Folge 53 - Einkommen ohne Arbeit: Wie geht das? | 29 Sep 2022 | 00:19:12 | |
Die Versprechen sind groß: Zehntausende Euro pro Jahr und mehr kann jeder nebenher verdienen - mit den richtigen Tricks. "Passives Einkommen" heißt das Zauberwort, das das Wunder möglich machen soll. Und tatsächlich gibt es Möglichkeiten, langfristig immer wieder Einnahmen aus einmal getätigten Investitionen oder einmal erschaffenen Produkten zu generieren. Nur: Ist das wirklich so einfach? Und bringt das tatsächlich ein zweites Jahresgehalt oder mehr, wie manche Ratgeber behaupten? Spoiler: Nein, leider nicht. "Manchmal stecken hinter den großen Versprechungen sogar betrügerische Absichten", sagt André Weikard, Wirtschaftsredakteur bei den VDI nachrichten. Im Gespräch mit Moderator Peter Sieben erklärt er, wo Fallstricke lauern und worauf man achten muss, wenn man tatsächlich ein passives Einkommen aufbauen möchte. | |||
| Folge 52 - Wertschätzung im Job: Wichtiger als Geld? | 15 Sep 2022 | 00:27:09 | |
Auf Dauer zufrieden im Job können die allermeisten von uns nur dann sein, wenn sie fühlen, dass sie und ihre Arbeit wirklich gewürdigt werden. Für viele ist Wertschätzung mindestens so wichtig wie eine angemessene Bezahlung. Und Wertschätzung ist mehr als ein schnelles Lob zwischen Tür und Angel, sagt Dr. Thomas Löbel: "Ein Lob hat schnell etwas Gönnerhaftes." Löbel ist Ingenieur, hat viele Jahre u.a. beim Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt und später beim Technologiekonzern Voith gearbeitet und berät jetzt mit seinem Unternehmen Ingenieurshelden andere Ingenieurinnen und Ingenieure bei der Karriereplanung. Wertschätzung auf Augenhöhe fängt schon bei der Formulierung an, sagt er: "Wenn etwas gut gelaufen ist, sollten Vorgesetzte möglichst genau sagen, was ihnen gefallen hat und warum." Aber was, wenn nie ein Feedback kommt? Welche Alarmzeichen zeigen mir, dass ich meinen Vorgesetzten egal bin? Darüber spricht Thomas Löbel mit "Prototyp"-Moderator Peter Sieben in dieser Ausgabe.
Mehr Infos zu Thomas Löbel:
https://ingenieurshelden.de/
www.linkedin.com/in/dr-thomas-loebel | |||
| Folge 51 - Stressige Fragen im Bewerbungsgespräch: So bereiten Sie sich vor | 01 Sep 2022 | 00:33:33 | |
Sogenannte Stressfragen sollen Bewerberinnen und Bewerber aus der Reserve locken. Im Zweifel sollten Sie spontan und authentisch antworten - doch es gibt Methoden, sich auf kritische Fragen vorzubereiten. Und wie geht man smart mit Nachfragen um, die die Personalerin oder der Personaler eigentlich gar nicht hätte stellen dürfen? Darüber spricht Prototyp-Moderator Peter Sieben in dieser Ausgabe mit Karriere- und Bewerbungscoach Katrin Plangger.
Mehr Infos zum Thema und zum Interviewgast:
www.careerbuilding.de
https://careerbuilding.de/schwaechen-im-bewerbungsgespraech-so-antworten-sie/ | |||
| Folge 86 - Talente brauchen Spielwiesen | 23 May 2024 | 00:26:53 | |
„Top-Managern fehlt der Mut zur wahren Innovation“, meint Anne Schüller. „Unsere Hochkultur erstarrt vor Angst vor dem Neuen.“ Die Bestseller-Autorin und Managementberaterin kritisiert Mutlosigkeit und Langsamkeit bei der Umsetzung von Innovationen. Dabei brennen junge Menschen doch darauf, in den Unternehmen etwas zu verändern. Die Arbeitgeber sollten ihnen „die Spielwiesen zur Verfügung stellen, sonst sind die Talente schnell wieder weg“. Dann kämen auch Unternehmen gut in die Spur Richtung Zukunft. | |||
| Folge 50 - Übergänge - oder der Wechsel ins Neue | 18 Aug 2022 | 00:28:00 | |
Das Dazwischen ist eine spezielle Zeit. Gemeint ist die Zeit zwischen zwei Jobs oder zwischen den Optionen: Kündigen oder doch lieber Bleiben. Wie geht man mit solchen Übergängen um? Wie bleibt man motiviert? Darüber sprechen Peter Sieben und Wolfgang Schmitz mit Cornelia von Velasco, die dem Thema Übergänge ein ganzes Buch gewidmet hat. | |||
| Folge 49 - Wie man neue Ideen gegen Widerstände verteidigt | 04 Aug 2022 | 00:28:00 | |
Irgendwann ist sie da, die Zukunft. Und schon jetzt gibt es Menschen, die sich sehr gut darauf vorbereiten. „Übermorgengestalter“ nennt Anne M. Schüller diese Leute. Die Keynotespeakerin hat ein Buch über das Thema geschrieben und sie sagt: Unternehmen brauchen gerade jetzt dringend Menschen mit Ideen und Visionen, nur dann ist Innovation und Fortschritt möglich. „Um ein Beispiel zu nennen: Wir können uns heute noch gar nicht vorstellen, dass wir eines Tages keine Handys mehr haben. Google und Apple arbeiten aber längst an einer handylosen Zeit. Die sind dabei, ihre derzeitigen Erfolgsmodelle schon jetzt in Frage zu stellen, um dann auf das Übermorgen vorbereitet zu sein.“ Wie man es schafft, auch gegen Widerstände neue Ideen zu präsentieren, wie wichtig lebenslanges Lernen beim Thema Innovation ist und wie es Unternehmen schaffen, mögliche Ängste ihrer Mitarbeitenden vor Veränderung zu nehmen, darüber sprechen Claudia Burger und Peter Sieben mit Anne M. Schüller in dieser Ausgabe. | |||
| Folge 48 - Sinn von Arbeit, Teil 2: Reicht Gewinnmaximierung? | 21 Jul 2022 | 00:42:19 | |
Das Thema ist so groß, dass wir zwei Folgen daraus gemacht haben: Diesmal spricht Philosoph Christian Uhle mit Podcast-Host Peter Sieben unter anderem darüber, ob Gewinnmaximierung und (potentielle) Wohlstandsvermehrung allein einen Job sinnvoll machen oder nicht. Und welche Fragen sollte man sich erst einmal stellen, wenn man aktuell am Sinn seiner Arbeit zweifelt und übers Kündigen nachdenkt?
Christian Uhle hat Philosophie, Physik und Volkswirtschaftslehre an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster und an der Humboldt-Universität zu Berlin studiert. Die Frage nach dem Sinn treibt ihn schon lange um. Uhle war unter anderem philosophischer Berater der arte-Serie "Streetphilosophy" und ist Host mehrerer Veranstaltungsreihen.
Lesetipp: Christian Uhle: Wozu das alles? Eine philosophische Reise zum Sinn des Lebens, S. Fischer, 496 Seiten, ISBN: 978-3-10-397141-5 | |||
| Folge 47 - Sinn von Arbeit: Wozu soll das alles gut sein? | 07 Jul 2022 | 00:27:36 | |
In den USA ist das Phänomen bereits riesig und auch hier zeichnet sich ab: Immer mehr Menschen wechseln ihren Job. Nicht zuletzt die Erfahrungen aus der Corona-Pandemie lässt viele am Sinn hinter ihrer Arbeit zweifeln. "Ich habe den Eindruck, dass Leute
das Gefühl haben, nur einen halbherzigen Kompromiss zu fahren. Dass sie nur ein paar wenige tatsächlich spannende und sinnvolle Aufgaben erfüllen und ansonsten gelangweilt sind, aber der Sicherheit wegen nicht kündigen", sagt Philosoph, Physiker und Autor Christian Uhle. Dazu komme: "Mehr als die Hälfte aller Menschen in Deutschland arbeiten vor allen Dingen am Computer. Das ist zumindest ein Einflussfaktor, der dazu führt, dass in manchen Bereichen die Beziehung zum eigentlichen Produkt abstrakter wird. Der Sinn der Arbeit wird dann manchmal weniger klar erfassbar." Doch was ist Sinn eigentlich? Und wie kann ich herausfinden, ob mein Job wirklich sinnhaft ist - oder vielleicht doch sinnlos? Darüber spricht Podcast-Host Peter Sieben mit Christian Uhle, der zum Thema Sinn ein ganzes Buch geschrieben hat. | |||
| Folge 46 - Soft Skills: Warum gute Fachkenntnisse allein nicht ausreichen | 23 Jun 2022 | 00:32:31 | |
Hard Skills allein reichen längst nicht mehr aus, um Karriere zu machen, sagt Katharina Hain vom Recruiting-Spezialisten Hays. „In unserer Arbeitswelt gibt es viele Schnittstellen, kaum jemand arbeitet im stillen Kämmerlein. Soziale Skills sind deshalb sehr wichtig. Und wir haben in der Pandemie gelernt, dass es sehr hilfreich ist, wenn wir uns an neue Gegebenheiten sehr schnell anpassen können.“ Die Halbwertszeit von Wissen sei viel kürzer geworden. "Deshalb sind Soft Skills wie die Bereitschaft für lebenslanges Lernen ganz wichtige Faktoren für den Erfolg.“ Je nach Job seien aus Personaler-Sicht die Soft Skills mindestens genauso wichtig wie die fachlichen Kenntnisse. Beweisen können wir erst in der Praxis, dass wird über die nötigen Soft Skills verfügt, teamfähig sind und Eigenmotivation zeigen. Aber wie stelle ich meine Soft Skills im Bewerbungsprozess am besten heraus? Wie überzeuge ich den zukünftigen Arbeitgeber von meiner Persönlichkeit? Darüber sprechen Katharina Hain und Podcast-Host Peter Sieben in dieser Ausgabe von Prototyp. | |||
| Folge 45 - Exklusivausgabe: Erfolgreich netzwerken bei Xing, Linkedin - und im echten Leben | 09 Jun 2022 | 00:28:57 | |
Karriere ohne Netzwerken geht kaum: Und das hat nicht einmal unbedingt etwas mit dem einst eher verpönten "Vitamin B" zu tun, sagt Katharina Hain vom Recruiting-Spezialisten Hays: "Ohne Netzwerk würde ich vielleicht von interessanten Jobs gar nicht erst erfahren oder würde eine große Chance nicht bekommen, weil mich niemand auf dem Schirm hat." Doch das Netzwerken liegt nicht jedem und es gibt bestimmte Regeln, die jeder beachten sollte - und in sozialen Karrierenetzwerken wie Linkedin oder Xing sieht es nochmal ganz anders aus. Wie man Netzwerke aufbaut und sie richtig nutzt, darüber spricht Katharina Hain mit Prototyp-Host Peter Sieben in dieser Folge. | |||
| Folge 44 - Wut im Job? Wie wir Ärger aktiv nutzen können | 26 May 2022 | 00:25:16 | |
Streit mit Kolleginnen und Kollegen, cholerische Vorgesetzte, Lästerattacken: Es gibt immer wieder zahlreiche Gründe, sich im Job zu ärgern. Und das macht die Arbeitstage dann so richtig kaputt. Oder? Philipp Karch ist Kommunikationstrainer und Anti-Ärger-Coach. Er sagt: "Ärger ist eine Ressource. Und die kann ich nutzen." Es gebe günstigen und ungünstigen Ärger. Was heißt das? "Ungünstiger Ärger ist, wenn ich zum Beispiel bei einem Vortrag von einem Kollegen unterbrochen werde, nichts dazu sage, und mich danach still ärgere. Das ist Energieverschwendung", sagt Karch und erklärt das mit einem Bild: "Entweder bin ich ein scheues Reh und reagiere nie, bin in einer Opferrolle. Oder ich bin ein Gorilla und raste komplett aus." Beides gelte es zu vermeiden. Wie das gelingt, besprechen Philipp Karch und Prototyp-Host Peter Sieben in dieser Ausgabe von Prototyp. | |||
| Folge 43 - Angst! Wie wir lernen, damit umzugehen | 12 May 2022 | 00:23:55 | |
Menschen haben immer Ängste: Vor Krankheiten, vor dem Tod, vor dem Verlust der finanziellen Existenz, vor Prüfungen oder davor, sich vor Menschen zu präsentieren. „Was sich aber verändert hat, ist das Ausmaß. Durch die Pandemie und den Krieg in der Ukraine hat sich alles potenziert“, sagt Birgit Böttcher, Psychotherapeutin aus Düsseldorf in dieser Ausgabe von "Prototyp". In psychotherapeutischen Praxen sei ein großer Nachfrageanstieg zu registrieren. Wie geht man mit diesen Ängsten um? Das Nächstliegende: Mit Freundinnen und Freunden sprechen. „Beeinträchtigen die Ängste einen Menschen aber so sehr, dass er oder sie den Alltag nur noch schwer bewältigen kann, dann sollte man sich professionelle Hilfe suchen.“ Und dann gibt es noch eine paradox scheinende Angst: Furcht vor Erfolg. Etwa wenn man sich fragt, ob man der Beförderung gewachsen ist. „Man kann frühzeitig vorbeugen, indem man seine Fähigkeiten erweitert und etwa Führungskräftetrainings in Anspruch nimmt. Kann man sich nicht vorstellen, die entsprechenden Kompetenzen zu erlernen, wachsen die Ängste und damit die Notwendigkeit, die Ängste und deren Ursachen zu hinterfragen.“
Ängste sollten sowohl vom Arbeitnehmer wie vom Arbeitgeber als Signal verstanden werden, zu handeln und die erforderlichen Hilfsangebote zu initiieren. Das Positive: Junge Menschen empfänden Sorgen und Ängste nicht mehr als Einzelphänomene, sondern zunehmend als „normale“ Erscheinungen, die mit den entsprechenden Maßnahmen zu lösen sind.
Birgit Böttcher betont, dass es nicht die eine Methode gebe, die alle Ängste aus dem Wege räumt. Jede Angst gestalte sich anders und müsse individuell angegangen werden. Dennoch lohne es sich, „die Angst zu Ende zu denken“. Ängste entstünden häufig, weil man sich nicht vor Augen führe, dass auch der vermeintliche Super-GAU, etwa der Jobverlust, nicht zwangsläufig im Desaster enden muss. Böttcher: „Die Angst hat immer den Gegenspieler der Risikobereitschaft. Im besten Fall ist die Angst dann das Korrektiv, um auf die Gefahren aufmerksam zu machen, im schlechtesten Fall führt sie zu negativen Prophezeiungen und zu Schwarzmalerei. Dann kann ich mich in der Angst verlieren.“ Wer so denke, verliere den Blick für alternative Wege.
Mehr Informationen zu unserem Gast Birgit Böttcher finden Sie [hier](https://boettcher-coaching.de/). | |||
| Folge 42 - Datenkompetenz und Soft Skills: Worauf es in der Karriere künftig ankommt | 05 May 2022 | 00:25:04 | |
Der Berg an Daten wächst. "Wir ertrinken in Informationen, aber wir hungern nach Wissen", sagt Silvia Kaertner. Sie ist Head of Digital Engineering beim Werkstoffhersteller Covestro. Datenkompetenz werde im Zuge der digitalen Transformation als Skill immer wichtiger, so Kaertner. Das heißt: Menschen, die neben ihrem Fachwissen die Fähigkeit haben, Informationen zu analysieren, zu visualisieren und Nutzen daraus zu ziehen, sind in der Industrie, aber auch in vielen anderen Branchen, heiß begehrt. Doch in der Ausbildung komme die Vermittlung dieses Wissens in Deutschland oft zu kurz, sagt Silvia Kaertner: "Disziplinübergreifendes Verständnis sollte schon an den Schulen und an den Universitäten im Fokus stehen. Wir brauchen einen Dreh weg vom sequentiellen Arbeiten hin zum parallelen Arbeiten." Wie sollten moderne Unternehmen mit dem tiefgreifenden Wandel, der gerade in der Arbeitswelt passiert, umgehen? "Beim Change Management muss man sich klar machen: Der Schlüssel ist der Mensch", so Kaertner im Gespräch mit Prototyp-Host Peter Sieben. | |||
| Folge 41 - Ok Boomer: Wenn es zwischen den Generationen kracht | 28 Apr 2022 | 00:29:22 | |
„Dienst ist Dienst! Und Schnaps ist Schnaps!" Der Spruch ist alt, aber die Einstellung dahinter herrscht immer noch in sehr vielen Unternehmen vor: Arbeit geht immer vor, Privatleben und Job haben nichts miteinander zu tun. Was für viele sogenannte Babyboomer ganz selbstverständlich klingt, sorgt bei der Generation Z für verständnisloses Augenrollen - und die Generationen dazwischen haben nochmal eine ganz andere Auffassung von Arbeit und Karriere.
Zwischen den Generationen, die in vielen Unternehmen zusammenarbeiten, kommt es bisweilen zum Culture Clash in der Arbeitswelt. Unternehmen sollten diese Tatsache anerkennen – und lernen dann im Idealfall, dass sie sehr viel Potenzial aus dem Generationenwissen ziehen können, sagt Eva Holden, Leiterin Personalentwicklung und Change bei der VDI GmbH, im Gespräch mit Prototyp-Host Peter Sieben.
Die Strukturen in vielen Unternehmen seien aber nach wie vor an der Babyboomer-Generation ausgerichtet – doch die kommt allmählich ins Rentenalter. Und damit dürfte in den nächsten Jahren ein sehr arbeitnehmerfreundlicher Arbeitsmarkt entstehen. „Wenn sie die jungen Talente für sich gewinnen wollen, müssen Unternehmen jetzt etwas ändern“, so Holden. Wie das gelingt, und wie Teams vom Generationenwissen aller Mitarbeitenden profitieren können, das verrät Eva Holden mit uns in dieser Ausgabe von Prototyp. | |||
| Folge 85 - Der Quereinstieg bietet Wechselwilligen reizvolle Alternativen | 25 Apr 2024 | 00:33:05 | |
Das klassische Karrieremodell beruht hierzulande auf vertikalen Aufstiegen. Der Quereinstieg ist kaum Thema. Das sollte sich ändern, meint Firmengründerin Dalia Das. Mit ihrem Unternehmen „Neue Fische“ vermittelt sie Wechselwilligen die notwendigen Skills. | |||
| Folge 40 - Depressionen im Hamsterrad - warum immer mehr Leistung krank machen kann | 14 Apr 2022 | 00:31:22 | |
Am Ende sind es immer die Lauten, die den besten Job und die Beförderung bekommen – und die zurückhaltenden Kolleginnen und Kollegen gucken in die Röhre, obwohl sie mindestens genauso fähig sind. Stimmt das wirklich? Führungskräftecoach und Keynotespeakerin Doro Korz sagt: Ja, da ist was dran. Sie blickt selbst auf eine sehr erfolgreiche Karriere zurück, hat in leitenden Positionen bei verschiedenen Dax-Unternehmen gearbeitet. „Aber da gehört viel Arbeit und Disziplin dazu, Karriere passiert nicht einfach so“, sagt sie. Heute ist es ihre Mission, nicht nur die Lauten, sondern vor allem die Fähigen in Führungspositionen zu bringen. "Das Problem ist: Präsenz schlägt Kompetenz. Als Leistungsträgerin oder Leistungsträger denkt man oftmals: Wenn ich noch mehr Leistung bringe, dann wird das gesehen und gefördert. Aber das ist ein Fehler und man brennt irgendwann aus. Nach fest kommt ab, sagt man ja", so Korz. Das habe sie selbst auf harte Weise lernen müssen, hatte zeitweise mit Depressionen zu kämpfen. Wie man lernt, Durchsetzungsvermögen zu entwickeln und seine Leistungen sichtbar zu machen, ohne auszubrennen, darüber spricht Doro Korz mit Prototyp-Host Peter Sieben in dieser Folge. | |||
| Folge 39 - Hightech-Vordenker Rahman Jamal: „Ingenieure müssen Humanisten sein“ | 31 Mar 2022 | 00:28:20 | |
Wenn man von Frank Walter Steinmeier nach seiner Visitenkarte gefragt wird, hat man in seiner Karriere wahrscheinlich einiges richtig gemacht. Eine Formulierung, die bei Rahman Jamal arg untertrieben ist: Er ist einer der führenden Köpfe der deutschen Hightech-Industrie und blickt auf eine überaus erfolgreiche Biographie als Ingenieur zurück. Steinmeier, der damals noch Außenminister war, habe er auf einer Veranstaltung zum Thema Entwicklungshilfe getroffen. „Er sprach mich an und sein erster Satz war: How are you doing? Und ich habe ihm dann auf Deutsch geantwortet: Ja, mir geht es ganz gut. Dann sagte er: Eins zu Null für Sie und wollte später meine Visitenkarte haben“, erzählt Jamal und schmunzelt.
1975 kam Jamal nach Deutschland, da war er 10 Jahre alt – und hatte schon in drei Ländern gelebt. „Myanmar, Bangladesch, Pakistan, das waren ja Entwicklungsländer. Und als ich hierher kam, war die Diskrepanz zwischen diesen Ländern und einem hoch entwickelten Land wie Deutschland riesig“, erzählt er. „Ich konnte den Wasserhahn aufdrehen und das Wasser kam einfach. Das kannte ich vorher nicht. Ich wollte einfach was dazu beitragen, die Kluft zwischen Entwicklungsländern und hochentwickelten Ländern zu schmälern.“ Deshalb habe er sich für eine technische Laufbahn entschieden. Wenngleich auch das deutsche Bildungssystem einen Kulturschock bei ihm ausgelöst habe. „Bildung war in meiner alten Heimat ein Privileg, hier aber selbstverständlich. Das heißt, auch die Wertschätzung für Bildung ist in Deutschland nicht so hoch, wie ich das zuvor erlebt habe.“
Vielleicht sind es die vielen stark unterschiedlichen Erfahrungen schon in der Kindheit, die Rahman Jamal zu einem Menschen gemacht haben, der nicht nur über den Tellerrand schaut, sondern sich auch an die Kante des Esstischs wagt. Meditation, humanistisches Denken, Literatur und knallharte Elektrotechnik sind für ihn keine getrennten Silos oder gar Gegensätze – sondern eine Einheit. „Meditation und Achtsamkeit sind kein Modebegriffe. Es ist eine Haltung. Auch wenn keiner zuschaut. Das ist keine Übung für eine halbe Stunde am Tag. Das steckt in uns allen und muss wiederentdeckt werden“, glaubt er. Während seines Studiums habe er gemerkt, dass viele seiner Kommilitonen sich für wenig interessiert hätten, was „rechts und links von Schaltplänen“ zu entdecken war. Dabei müsse Technik dringend mit Ethik, Literatur und Mystik verknüpft werden, damit sie die Menschheit wirklich voranbringen könne. Das ist Jamals Mission und er hat sogar einen Namen dafür: Die Musilisierung des Ingenieurwesens. „Robert Musil war ja sowohl Ingenieur als auch Philosoph und Schriftsteller. Er hat diese Dinge komplementär gesehen.“ Viele Theorien etwa aus der Quantentheorie hätten ihren Ursprung ganz woanders als in der Physik. „Gerade bei brisanten Themen wie Künstliche Intelligenz müssen wir als Ingenieure Verantwortung übernehmen und die Frage stellen: Welchen Nutzen bringen diese Errungenschaften für die Gesellschaft? Wenn ich auf Augenhöhe mit Geisteswissenschaftlern darüber sprechen kann, mit Respekt und Wertschätzung, dann habe ich einen viel fruchtbareren Boden, als wenn nur Gleichgesinnte unter sich bleiben“, so Jamal. Das müsse schon in der Ausbildung und im Studium fester Bestandteil sein. „Ingenieurinnen und Ingenieure von Morgen müssen Humanisten sein.“
Als Ingenieur und Führungskraft die Gesellschaft voranbringen und den Menschen ins Zentrum stellen: Lässt sich diese Maxime immer mit dem Anspruch in Einklang bringen, ein Unternehmen profitabel zu machen und Geld zu verdienen? Gerade wenn man, wie Rahman Jamal, Personalverantwortung für sehr viele Menschen trägt? Darüber, und wie wichtig Diversität in Unternehmen ist, spricht er in Folge 39 von „Prototyp“, dem Karriere-Podcast von ingenieur.de in Kooperation mit VDI nachrichten. | |||
| Folge 38 - Konzern-Karriere? Nein, danke | 17 Mar 2022 | 00:32:12 | |
"Ich betreue die Studierenden an der RWTH seit 15 Jahren und sehe tatsächlich einen Wandel", sagt Anja Robert vom Career Center der RWTH Aachen. Vor allem bei den Männern sei das Mantra gewesen: "Ich will Chef werden." Heute sei das in vielen Fällen nicht mehr oberstes Ziel. "Auf die klassische Karriereleiter in großen Konzernen mit ihren klaren Strukturen haben immer weniger Absolventinnen und Absolventen Lust", so Robert.
Die langen Wege und die Trägheit würden viele Studierende abschrecken. "Die jetzige Generation will ernst genommen und gehört werden und ist bereit, sich dafür sehr zu engagieren. Das war noch vor zehn Jahren anders, da war eine Konzern-Karriere noch stark gefragt."
Auch die Themen Klimawandel und Nachhaltigkeit würden bei der Suche nach dem persönlichen Karriereweg eine immer größere Rolle spielen. MINT-Fachkräfte sind sehr gefragt: Was können Unternehmen denn tun, wenn sie diese Generation für sich gewinnen wollen? "Ich glaube, dass auch große Konzerne, die vielleicht auf den ersten Blick nicht so attraktiv auf die jungen Menschen wirken, signalisieren sollten: Wenn wir gemeinsam bei uns etwas ändern, dann können wir wirklich nachhaltig im gesamten System etwas bewirken", sagt die Expertin.
Glaubwürdigkeit der Unternehmen sei dabei allerdings enorm wichtig für die aktuelle Generation der Absolventinnen und Absolventen. "Reines Greenwashing hilft da nicht, die Studierenden sind da sehr empfindlich. Das merken wir auch bei Unternehmensveranstaltungen an der RWTH. Von Studierenden kommt dann sehr schnell die Ansage: Wir wollen kein Greenwashing."
Eine Frage, die vor allem auch angesichts der Pandemie die meisten Berufseinsteigerinnen und -einsteiger umtreibe: Was wird aus unserer Arbeitswelt?
"Die meisten sagen zum Beispiel: Ich will ein Auto nicht schneller, sondern effizienter machen und ich habe keine Lust auf Großkonzerne, sondern möchte sofort etwas bewegen. Und da wissen die Studierenden nicht, ob ihre Talente wirklich in dieser Richtung gebraucht werden, oder ob sie die Kröte schlucken und sich wie vorhergegangene Generationen den Konzernregeln unterordnen müssen. Davor haben tatsächlich viele eine große Angst."
Die Welt werde sich nicht von heute auf morgen verändern, so Robert. "Aber ich wünsche mir, dass Arbeitgeber die Vorstellungen der jetzigen Absolventengeneration ernst nehmen und sich auch für neue Ideen öffnen. Das sind sehr engagierte Menschen mit einer guten Ausbildung, die wirklich Lust haben, etwas zu bewegen."
Außerdem spricht Anja Robert mit Prototyp-Moderator Peter Sieben in dieser Folge darüber, wie Studierende ihren Traumarbeitgeber finden können, ob sich ein Master-Abschluss wirklich immer lohnt und wie riskant der Weg in die Selbstständigkeit ist. | |||
| Folge 37 - Workforce Transformation: Warum die Autoindustrie jetzt handeln muss | 03 Mar 2022 | 00:27:39 | |
Die deutsche Automobilindustrie steht vor dem größten Umbruch ihrer Geschichte. Die Nachfrage nach E-Autos steigt rasant, gleichzeitig können die Autobauer Neuwagen nur verzögert ausliefern und fahren Kurzarbeit. „Für die Automobilindustrie ist es jetzt an der Zeit zu handeln. Die Unternehmen müssen jetzt auf langfristige Personalentwicklung setzen und ihre Strukturen auf den bevorstehenden Umbruch vorbereiten“, sagt Sophia von Rundstedt, CEO der Unternehmensberatung von Rundstedt. Wie das funktionieren kann, erklärt sie in dieser Folge von Prototyp. | |||
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