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Explorez tous les épisodes du podcast Merci, Chérie - Der Eurovision Podcast

Plongez dans la liste complète des épisodes de Merci, Chérie - Der Eurovision Podcast. Chaque épisode est catalogué accompagné de descriptions détaillées, ce qui facilite la recherche et l'exploration de sujets spécifiques. Suivez tous les épisodes de votre podcast préféré et ne manquez aucun contenu pertinent.

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06.33 Eurovision im Haus der Geschichte Österreich, Teil 2 - Mit Florian Wagner29 Oct 202401:10:53

UPDATE 2025: Aus Lizenzgründen ist diese Episode jetzt ohne Musik!

Wir sind wieder im Haus der Geschichte Österreich (hdgö) in der Wiener Hofburg und reisen durch die Eurovision Song Contest-Geschichte. Wir reden über Diversität, k.u.k.-Nostalgie, Queerness und den Prager Frühling. Florian Wagner kuratiert diesen spannenden Rundgang "Song Contest und Zeitgeschichte". Davor und danach melden sich Sonja und Marco aus dem Großen Sendesaal des Hessischen Rundfunks in Frankfurt. Hier fand 1957 der zweite Eurovision Song Contest statt, der erste, der noch komplett erhalten ist.

Nachrichten gibt es natürlich auch: Martin Green wurde von der EBU Martin Österdahl als ESC Director zur Seite gestellt. Die Niederlande haben ihre Teilnahme bestätigt und Joost Klein seine Absage. Und es wurde bekanntgegeben, dass es Rückzugsorte für die Künstler:innen gibt, wo auch nicht gefilmt wird.

Es gibt jetzt eine komplette Playlist für alle 17 Songs des Junior Eurovision Song Contests.

Im zweiten Teil der Schwerpunkt-Führung zum Song Contest des Hauses der Geschichte Österreichs spricht Florian Wagner über die Diversität beim Song Contest, nicht erst seit Conchita gab es Diskussionen um die interne Auswahl des ORFs. Bereits gegen Jimmy Makulis, einem in Deutschland und Österreich extrem erfolgreichen Sänger, gab es 1961 massive Anfeindungen, da der Sänger gebürtiger Grieche ist, aber in Österreich lebte. Aber es werden auch die 70er beleuchtet, die Nachwirkungen der 68er-Bewegung fanden ihren Weg auf die Song-Contest-Bühne. Die frühen 90er waren von der Überwindung der Grenzen geprägt, auch in zahllosen Texten. Und nicht erst seit den 2000er Jahren ist der Eurovision Song Contest für Florian Wagner ein queeres Event. Aber auch die heurige Ausgabe des ESCs wird besprochen.

Natürlich muss Florian Wagner auch die Fragen am Schluss beantworten. Der tschechische Beitrag von Aiko ("Pedestal") ist noch auf der Playlist. Und der Lieblings-Song-Contest_Song aller Zeiten? Ganz klar: Toto Cutugno mit "Insieme: 1992".

In der Kleinen Song Contest Geschichte am Schluss erzählt Sonja von einem Monster.

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06.32 Eurovision im Haus der Geschichte Österreich, Teil 1 - Mit Florian Wagner15 Oct 202401:03:24

UPDATE 2025: Aus Lizenzgründen ist diese Episode jetzt ohne Musik!

Leider erreichte uns die traurige Nachricht, dass Martin Lee, einer der vier von Brotherhood Of Man verstorben ist. Die Merci, Chérie-Episode #02.07 mit Brotherhood Of Men könnt ihr hier noch einmal nachhören.

Zum Eurovision Song Contest 2024 veranstaltete das Haus der Geschichte Österreich (hdgö) eigene Führungen zum Thema Eurovision Song Contest. Kurator Florian Wagner ging mit uns alle Stationen noch einmal ab. In zwei Episoden tauchen wir tief in die Eurovision-Historie ab. In der ersten Episode erzählt uns Florian Wagner von ABBA, von portugiesische Nelken und Allmachtsfantasien von Herrschern. Aber auch um das Selbstbild von Österreich und Deutschland vor und nach dem Zweiten Weltkrieg wird anhand von Objekten erklärt und warum dieses Bild auch Auswirkungen auf den Eurovision Song Contest hatte. Zu dieser Führung gibt es auch eine Playlist bei Youtube.

In der Kleinen Song Contest Geschichte am Schluss erzählt Alkis vom kommerziellen Erfolg eines ungewöhnlichen Liedes auf einem ungewöhnlichen Markt.

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06.24 À la mémoire de Françoise Hardy (1944-2024)25 Jun 202400:56:18

UPDATE 2025: Aus Lizenzgründen ist diese Episode jetzt ohne Musik!

Céline Dion, die legendäre Sängerin und Gewinnerin des Eurovision Song Contests 1988, meldete sich in einem Interview mit NBC wieder zurück, nachdem ihre Krankheit sie außer Gefecht gesetzt hat. Ein weiteres Come Back wird aus dem Büro von Ralph Siegel gemeldet: Dschingis Khan sind wieder da, allerdings in Neubesetzung, aber mit neuem Material.

Am 11. Juni 2024 starb Françoise Hardy. 1962 gelang ihr überraschend der Durchbruch mit "Tous les Garçons et les Filles", 1963 vertrat sie Monaco beim Eurovision Song Contest mit "L'amour s'en vas". Sie startete eine Weltkarriere, war Mode-Ikone. schrieb Bücher, sang mit Udo Jürgens (mit dem sie auch im TV-Film "Françoise et Udo" im Bett liegt) und Blur und spätestens seit "Comment te dire adieu" ist sie eine Ikone der französischen Musik. Alkis und Marco erinnern sich mit Irving "Dr. Eurovision" Wolther an Françoise Hardy (1944-2024).

In der bemerkenswerten Arte-Doku "Françoise Hardy - Die Diskrete" kommen viele von ihr inspirierten Persönlichkeiten zu Wort. Alkis und Marco beleuchten die ungewöhnliche Biografie der jungen Françoise Hardy, die bereits als Kind bei den Tiroler Verwandten Deutsch lernt. Marco fand ein paar ungewöhnliche Querverbindungen zu Südtirol, die vermutlich gerne übersehen werden. 

Schritt für Schritt erzählen Marco und Alkis von der Biografie der  Sängerin, Song-Schreiberin und Autorin. Sie erzählen von ihren ungewöhnlichen Beziehungen zu Männern, von ihrer außergewöhnlichen Herkunft und Familiensituation und immer auch ihrer Musik. Sie folgen den Spuren dieser streitbaren und auch nicht immer unumstrittenen Künstlerin.

In der Kleinen Song Contest Geschichte am Schluss drängelte sich Alkis vor und erzählt von einem Helden der 80er und seiner Verbindung zu Françoise Hardy.

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#0329 Ihr Sünderlein kommet - Mit Thomas Spitzer (EAV)23 Nov 202101:03:09

UPDATE 2022: Aus lizenzrechtlichen Gründen ist die Musik entfernt.

Nicht vergessen: Ihr dürft noch die besten - und schlechtesten - Nullpunkter wählen. Auf OGAE-austria.at und Mercicherie.at dürft ihr jenen Nullpunktern eine zweite Chance geben, von denen ihr glaubt, dass sie zu Unrecht letzte wurden. Und jenen, die wirklich, wirklich nicht gut waren, dürft ihr wieder eure Negativpunkte geben.

Und wir haben gewonnen: "Merci, Chérie - Der Eurovision Song Contest Podcast aus Wien" ist der k.at Podcast des Jahres in der Kategorie Popkultur. Wir danken allen Unterstützerinnen und Unterstützern.

Die ersten Kandidaten tauchen auf: Circus Mircus aus Georgien werden das Land 2022 in Turin vertreten. Hinter der aberwitzigen, aber anonymen Truppe steht - so vermuten wir - Georgian Nika Kotscharow und die Young Georgian Lolitaz, die Georgien 2016 in Stockholm vertreten haben, dahinter. Schaut euch die Videos an.

Keine Folge ohne News über Måneskin: Sie sind bei den MTVs Europe Music Awards als bester Rock ausgezeichnet worden.

Und wir bitten euch: Lasst euch impfen, damit wir alle auch aus dem Lockdown kommen.

Zu Gast bei Merci, Chérie ist Thomas Spitzer von der Ersten Allgemeinen Verunsicherung, den Marco getroffen hat, als Alkis gerade in Rumänien unterwegs war.

Die Erste Allgemeine Verunsicherung (EAV) rund um Hirn, Herz und Seele der Band, Thomas Spitzer, gehört zu den erfolgreichsten österreichischen Bands im deutschsprachigen Raum. 1993 schrieb der Texter, Sänger und Cartoonist Spitzer "Maria Magdalena" für Tony Wegas und dem ESC. Er erinnert sich mit Marco und stellt das neue Weihnachtsalbum aus dem Jenseits "Ihr Sünderlein kommet" vor. Auf dem lang geplanten und jahrzehntelang aufgeschobenen Weihnachtsalbum versammelt er und die EAV Größen des österreichischen Liedgutes, zu Gast sind unter anderem Ostbahn Kurti, HORST und Paul Pizzera. Die Songs stammen aus der Anarcho-Phase der späte Siebziger Jahre und lagen lange Jahre im Archiv.

Zu den ehemaligen Mitgliedern der EAV gehören auch Wilfried, der mit "Lisa, Mona Lisa" beim Song Contest grandios gescheitert ist und der spätere Sänger von STS Gert Steinbäcker. Spitzer erzählt davon, wie schockiert er war, dass die Schmetterlinge (damals mit Willi Resetarits) mit dem wohl intelligentesten österreichischen Beitrag "Boom Boom Boomerang" 1977 nur den vorletzten Platz belegten. Es gab Bemühungen der Plattenfirmen, die EAV auf Grund ihres Erfolges in den 80ern zum Song Contest zu schicken, aber Spitzers persönlicher Freund Udo Jürgens warnte ihn damals vor einer Teilnahme.

Er erzählt auch, wie es zur Zusammenarbeit mit Tony Wegas kam. Es fehlte ein Text und Spitzer hat sich hingesetzt und einen "ernsten" Text geschrieben. Aus sieben Songs von Tony Wegas wurde 1993 von den Zuhörern von Ö3 dann dieser Song ausgewählt, die Musik schrieb damals Christian Kolonovits, der auch in Millstreet, dem irischen Austragungsort, dirigierte. Spitzer hat die Zeit in Millstreet noch gut in Erinnerung: Die Iren feiern gerne mit viel Whiskey und Wegas feierte mit. Gewonnen hat damals - trotz der inständigen Bitten des irischen Rundfunks, weil sie sich eine nochmalige Austragung nicht leisten konnten - Irland.  

Bei den berühmten drei Fragen am Schluss muss Thomas schon einmal passen: Den heurigen Song Contest hat er nicht verfolgt.

Seine Lieblingserinnerung als Kind an den Song Contest... ach, Dominique.

Und sein Lieblings-Song-Contest-Beitrag? Timna Brauer sang 1986 "Die Zeit ist einsam", es landete auf dem vorletzten Platz. Und im Herzen von Thomas Spitzer.

In der Kleinen Geschichte am Schluss erinnert Alkis an die erste Teilnahme von Tony Wegas, der 1992 mit einem Dieter-Bohlen-Song in Malmö antrat und Zehnter wurde. Bohlen mochte seinen Song aber und hat ihn dann doch noch auf die Nummer 1 gehoben.

 

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#0328 Motha Bucka Beat - Mit Netta09 Nov 202100:39:28

UPDATE 2022: Aus lizenzrechtlichen Gründen ist die Musik entfernt.

Als Gast begrüßen Alkis und Marco die Gewinnerin von 2018 aus Israel, Netta. Sie erzählt  von ihren neuen Songs, die sie im Lockdown schrieb, erzählt und warum sie Little Big Fan. Davor berichtet Eberhard Forcher über den aktuellen Stand der Dinge für den österreichischen Beitrag für Turin 2022.

Wer bekam in der ESC-Geschichte null Punkte zu unrecht? Und wer bekam die Nul Points zurecht? Das wollen wir von euch wissen! Macht mit beim großen Merci Cherie und OGAE Austria Voting. Playlist und Link zum Voting-Formular auf mercicherie.at und ogae-austria.at

Doch zuallererst die News: Falls es wer noch nicht gemerkt hat, ABBA haben ein neues Album rausgebracht und es ist ein echtes ABBA-Album. Nicht modern, sondern zeitlos und wie immer sehr persönlich. Treue Hörer haben unsere drei ABBA-Episoden sicher noch gut im Ohr. Falls nicht: Hier kann man die Merci, Chérie-Episoden #0320, #0321 und #0322 mit Carl Magnus Palm nachhören.

Viele, viele Neuerscheinungen gibt es vor Weihnachten ja regelmäßig - auch und gerade von Eurovision-Artists. Zwei sehr persönliche Empfehlungen: Die Urmutter des türkischen Pops, Ajda Pekkan, ist mittlerweile auch im Alter der Mitglieder von ABBA, auf ihrer neuen EP „Ajda“ lässt sie allerdings Cher alt aussehen - im wahrsten Sinne des Wortes. Und auch musikalisch gibt es da einiges zu entdecken. Unvergessen ist ihr Auftritt beim Song Contest 1980, bei der sie das Erdöl „Petr’Oil“ besungen hat. Es reichte damals nur zum 15. Platz, aber die Nummer wurde ein Klassiker.

Und der ach so unterbewertete Jeangu Macrooy (NL 2021) hat auch eine neue Single draußen. Bei „A Little Greener“ lohnt das Reinhören.

In Deutschland wird es einen Vorentscheid geben. Diverse Pop-Radios der ARD werden in die Entscheidungsfindung eingebunden, im März gibt es dann einen Vorentscheid. Auf eurovision.de kann man noch bis zum 30. November 2021 seinen Song einreichen.

Und in Österreich? Wir haben Eberhard Forcher, den Radio-DJ und Scout des ORFs, mal gefragt. Er hat uns ja bei der ersten Merci, Chérie Episode überhaupt damals erklärt, wie man den perfekten Eurovision-Song findet. Nachhören kann man die damalige Episode #0101 hier. Jetzt gibt es ein Update über den aktuellen Stand der Österreichischen Suche.

Es gibt auch News über Måneskin (nona). Sie waren bei Jimmy Fallon in der Tonight Show und werden demnächst mit den Rolling Stones in San Francisco spielen. Die Stones waren nie bei Eurovision.

Wir haben Netta per Zoom getroffen, leider war die Verbindung nicht die beste. Wir haben in dem kurzen Interview mit ihr über ihre Anfänge und über ihre Songs gesprochen. Und wie Corona und der Lockdown ihr Leben verändert hat.

Gerade hat sie zwei neue Songs herausgebracht. „CEO“ und „Dum“ handeln von Kontrolle und dem Aufgeben der selbigen. Früher im Jahr erschien ihre Zusammenarbeit mit den russischen Fast-Teilnehmern aus dem Jahr 2020, Little Big. Im Gespräch waren sie schon länger, doch bevor es zu den eigentlichen Aufnahmen kam, kam der Lockdown und alles lief nurmehr über Telegram. Die Tracks wurden hin und her geschickt und erst zum Video-Dreh von „Moustache“ trafen sie sich endlich persönlich.

Wir haben sie auch gefragt, wie es um die Zusammenarbeit mit anderen Musikern steht. Als Alkis im Anfang März 2018 mit dem Kibbutz Klub in Tel Aviv gespielt hat, wurde ihm von vielen Leuten gesagt, dass Netta sehr viel mit anderen Musikern gejamt und improvisiert hat. Entsprechend haben wir sie gefragt, ob sie lieber alleine an Songs bastelt oder mit Anderen arbeitet.

Sie bevorzugt es, im Studio mit Menschen zusammen zu arbeiten. Sie sagt, sie braucht die Reaktion, jemanden, der ihr Feedback gibt. Ihr musikalischer Wegbegleiter Avshalom Ariel ist ihr dabei auch nah.

Ihre Videos der Castingshow Rising Star/Next Star to Eurovision waren bereits vielversprechend, da die Frau mit dem Looper herausstach.

Nach ihrem Sieg beim Eurovision Song Contest 2018 mit „Toy“ veröffentlichte sie diverse Singles, darunter „Bassa Sababa“ und „Cuckoo“. Im September 2020 veröffentlichte sie auf ihrer „Goody Bag“-EP einen Remix von „Toy“ - den (#NotYourToy Remix).

In der Kleinen Song Contest Geschichte am Schluss erinnert sich Marco an die Eröffnung des Song Contest 2018 mit den Sängerinnen Mariza und Anna Moura. Mariza tourt derzeit durch Europa: https://www.songkick.com/artists/3253-mariza, sie ist am 19. November in St. Pölten.

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#0327 Alles über Turin - Mit Alina Maria Campia, Sophia Leu, Cristina Giuntini & Matteo Petruzzo26 Oct 202101:19:55

UPDATE 2022: Aus lizenzrechtlichen Gründen ist die Musik entfernt.

Wir wollen alles über Turin wissen. Über Kaffee, Schokolade, Haselnuss, Kultur, Museen und das Piemont. Auskunft geben die in Wien lebenden Halbturinerinnen Alina Maria Campia und Sophia Leu, OGAE Italy Präsidentin Cristina Giuntini und Turiner Matteo Petruzzo.

Turin! Turin! Wir fahren nach Turin. Doch bevor es nach Turin geht, geht es einmal nach unten in die Abgründe der Song Contest-Hölle: Wir, Merci, Chérie und die OGAE Austria, wollen von euch wissen: Welcher Song war wirklich der schlechteste Song aller Zeiten und welcher bekam zu unrecht keinen einzigen Punkt. Für unsere Weihnachtsepisode haben wir uns nämlich genau diese Frage gestellt. Voriges Jahr waren es die besten zweiten Plätze. Dieses Jahr die besten und schlechtesten Nullpunkter. Ab 26. Oktober sind die Kanäle offen und ihr könnt in zwei Runden voten: Welche Songs liebt ihr trotzdem noch immer, welche Songs waren wirklich, wirklich schlimm. Das Voting endet am 5. Dezember 2021 um 12 Uhr und das Ergebnis präsentieren wir euch in der Weihnachtsepisode. Alle Infos und den Link zum Formular auf https://www.ogae-austria.at/nulpoints

News gibts von der BBC: Sie arbeitet mit dem Musikverlag TaP Music, der unter anderem Koryphäen wie Dua Lipa, Lana del Rey oder auch Ellie Goulding unter Vertrag hat. Es bleibt spannend. 

Bereits im Dezember werden wir den ersten Song und Interpreten wissen: Die Tschechische Republik drängelt sich vor den traditionell ersten Beitrag aus Albanien. Eingereicht soll angeblich auch Mikolas Josef haben. Genau wie Ilias Kozas in Griechenland, der 2013 in Malmö mit seiner Truppe Koza Mostra abgeräumt hat.

Auf nach Turin: Das Datum steht fest und auch die Stadt: Der Eurovision Song Contest 2022 wird im Zeitraum vom 10. bis zum 14. Mai 2022 im PalaOlimpico in Turin statt finden.

Zeit, die Stadt im norwestitalienischen Piemont einmal näher zu beleuchten. Wir haben dafür vier Gäste vors Mikrofon geholt:

Alina Maria Campia ist in Turin geboren und aufgewachsen, jetzt lebt sie in Wien. Aber die Familie und die Freunde in Turin besucht sie noch regelmäßig - wenn die Pandemie es gerade zulässt.

Sophia Leu ist auch in Turin aufgewachsen und lebt ebenfalls in Wien. Auf ihrer Webseite https://soundslikesophia.com zeigt sie viele Aspekte ihres Lebens, ihre künstlerischen Projekte aber auch ihre Liebe zu Italien.

Der Eurovsion-Fan Matteo Petruzzo lebt in Schottland, stammt aber aus Turin. 

Cristina Giuntini ist die Präsidentin des Fanclubs OGAE Italy. Sie lebt in Florenz und arbeitet als Buchhalterin. Daneben ist sie Sängerin, Schauspielerin und Autorin von spannenden Kurzgeschichten. Und sie studiert außerdem noch.

Turin liegt beim westlichen Alpenbogens am nordwestlichen Ende der Po-Ebene, was das perfekte Frühlingswetter für den Mai verspricht. Der barocke Stadtkern basiert auf römischen Grundrissen, einen schönen Überblick über die Architektur liefert die Dokumentation "Italien von Oben - Die Städte des 20. Jahrhunderts" auf arte. Vor allem die Industriestadt Turin wuchs im letzten Jahrhundert, rund 2 Millionen Menschen leben im Großraum.

Was sollte man unbedingt besucht haben?

Das Nationale Filmmuseum im Mole Antonelliana. Turin ist Geburtsstadt des italienischen Kinos und das Museum ist eine große Empfehlung. 

Das Museo Egizie, das ägyptische Museum, beherbergt die zweitgrößte ägyptische Sammlung der Welt.

Auch die Basilica di Superga, hoch über der Stadt, ist ein weit sichtbares Wahrzeichen der Stadt.

Prägend für die Größe der Stadt sind die Automobilwerke, von denen FIAT Turin auch im Namen trägt. Tausende Arbeiter aus allen Teilen Italiens kamen zum Arbeiten hin. Neue Architektur entstand neben alten Vierteln.

Essen und trinken interessiert uns natürlich auch: Die lokalen Weine sind eine Spezialität. Der Piemont ist auch für seine Fleischspezialitäten bekannt: die Salsiccia di Bra, eine Rohwurst zum Beispiel. Aber auch deftige Nudelgerichte, Gemüse und Schokolade stehen auf der Speisekarte. Vor allem Gianduiotto, eine Nougat-Praline, sollte bei keinem Besuch fehlen. Erfunden wurde im Piemont auch das berühmte Vitello Tonnato. In Turin selbst die Zabaione. Und dann gibt es in unmittelbarer Nähe Turins die Stadt Alba, berühmt für Trüffel einerseits und eine berühmte Nuss-Nougat-Creme aus dem Hause Ferrero. Die Nüsse des Piemont sind berühmt, die Kirschen dagegen eher nicht.

Wir haben mit Christina und Matteo auch über Turin und den Song Contest gesprochen. Was führte zur Entscheidung für Turin? Wie ist das Verhältnis der Italiener zum Song Contest? Und wir hören zwei Song-Contest-Künstler, die aus Turin stammen: Renato Rascel sang 1960 "Romantica" in London, erreichte aber nur den 8. Platz. Den Siegersong "Tom Pillipi" von Jaqueline Boyer hat man fast vergessen, "Romantica" dagegen ist ein Klassiker geblieben.

Der zweite Künstler ist Umberto Tozzi, der 1987 zusammen mit RAF mit dem Song "Gente di Mare" den dritten Platz belegte. Johnny Logan gewann damals mit "Hold Me Now".

Die berühmten Fragen am Schluss werden natürlich beantwortet: Für Cristina und Sophia ist Måneskin mit "Zitti e buoni" aus dem Song Contest 2021 auf der Playlist, Matteo hat eine lange Liste, aber er hört in letzter Zeit immer mehr den spanischen Beitrag "Voy A Quedarme" von Blas Cantó.

Der beste Beitrag aller Zeiten? Für Sophia ist es tatsächlich Måneskin mit "Zitti e buoni", für Cristina ist es der Beitrag Norwegens (und Gewinner) aus dem Jahr 1995: "Nocturne" von Secret Garden. Auch aus Norwegen stammt einer der beiden Favoriten von Matteo: KEiiNO mit "Spirit In The Sky" (2019) und Cláudia Pascoal aus Portugal mit "O Jardim", den sie ihn Lissabon 2018 vortrug.

In der Kleinen Song Contest Geschichte am Schluss erzählt Alkis vom erfolgreichsten und erfolglosesten italienischen Teilnehmer, der auch was mit Turin zu tun hat.

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#0326 Beautiful Success - Mit Kristian Kostov12 Oct 202100:44:50

UPDATE 2022: Aus lizenzrechtlichen Gründen ist die Musik entfernt.

Kristian Kostov erreichte mit "Beautiful Mess" für Bulgarien in Kiew den zweiten Platz beim Eurovision Song Contest. Im Gespräch mit Alkis und Marco erzählt er von seinen Songs, seinem neuen Anime-Look, seine Erinnerungen an Kiew, warum er wieder antreten würde und warum man Casting Shows skeptisch sehen sollte.

Wir sind nominiert! Eine Jury der österreichischen Tageszeitung Kurier hat uns nominiert. Und zwar als bester Podcast aus dem Bereich „Popkultur“ Ihr könnt bis 26. Oktober jeden Tag 5 mal abstimmen und wir bitten euch darum. Dafür bitte in jeder Kategorie einen Podcast auswählen. Zum Beispiel aus dem Missing Link-Netzwerk „Große Töchter“ Erzähl mir von Wien“, „Sagenhaft“, „Drama Carbonara“ und eben „Merci Chérie“.

Ihr wisst es natürlich schon: Es geht 2022 nach Turin, aber davon an anderer Stelle mehr. Dazu passt, dass Måneskin eine neue Single veröffentlicht haben: "Mammamia". Das ist nicht ABBA.

Einen runden Geburtstag feiert Freddy Quinn, erster gebürtiger Österreicher beim Song Contest, der 1956 mit "So geht das jede Nacht" für Deutschland antrat. Er gibt seit Jahren leider keine Interviews mehr. Wer mehr über den einstigen Superstar Quinn wissen möchte, es gibt ein sehr gutes Buch über das Phänomen: Elmar Kraushaars "Freddy Quinn - ein unwahrscheinliches Leben".

Ralph Siegels Musical (wir berichteten in Episode #0205) "Zeppelin" feiert mit einem Jahr Corona-bedingter Verspätung Premiere bei Neuschwanstein.

Wir müssen uns leider von Hayko aus Armenien verabschieden. Der 48-jährige Sänger, der mit "Anytime You Need" in Helsinki 2007 den 8. Platz belegte, starb an den Folgen einer Covid-19-Erkrankung.

Bei Merci, Cherie ist Kristian Kostov zu Gast. Er hat vor kurzem die Single "Build Different" veröffentlicht und mehr Musik ist am Weg. Er war 2017 beim Eurovision Song Contest gerade einmal 17 Jahre alt, als er mit "Beautiful Mess" überraschend den zweiten Platz belegte. Der in Moskau geborene und lebende Sohn einer Kasachin und eines Bulgaren begann seine ersten Schritte  im Showgeschäft bei der ersten russischen Ausgabe von "The Voice Kids", bei der er im Team von Dima Bilan landete und sich ins Finale sang. Nach einer erfolgreichen Teilnahme bei "X Factor Bulgaria" zwei Jahre später wurde er als Repräsentant Bulgariens für den Song Contest 2017 in Kiev vorgestellt. Das Produzenten-Team Symphonix rund um Boris Milanov schneiderte ihm "Beautiful Mess" auf den Leib, geschrieben hat den Song unter anderem der Däne Alex Vargas. Und auch Kristians Bruder Daniel hat mit-produziert. Überhaupt, so der junge Sänger, sei Kristian Kostov eigentlich ein Duo. Sein Bruder Daniel Kostov ist sein Produzent und Co-Songschreiber im Hintergrund.

An die Castings-Shows hat Kristian nicht unbedingt nur positive Erinnerungen, an den Song Contest schon. Auch wenn er sich sagt, dass er tatsächlich während der Zeit der Vorbereitung auf den Spaß vergessen hat. Die Zeit auf der Bühne hat er nicht so genossen, wie er es jetzt gerne würde. Solte er die Chance haben, noch einmal auf die Song-Contest-Bühne zurück zu kommen, würde er es mehr genießen. Aber zurück auf diese Bühne würde er sofort wieder, egal ob mit einem eigenen oder einem für ihn geschriebenen Song. Nach dem Song Contest veröffentlichte er die EP "Shower Thoughts", sein Lieblingstrack aus der EP ist "Rift", das er zusammen mit seinem Bruder Daniel und Maria Erke und Sasha Xuman geschrieben hat.

Es folgten Auftritte bei "Singer" in China, einer der weltweit größten Musikwettbewerbe, längere Aufenthalte dort, aber auch in Wien. Corona-bedingt sitzt der Anime-Fan derzeit in seiner Wohnung in Moskau fest. Auf Instagram kann man den jungen Künstler unter kristian_kostov_official folgen und dort auch die musikalische und optische Verwandlung beobachten.

Die Standard-Fragen am Schluss beantwortet er wie folgt: Immer noch auf seiner Playlist sind noch viele Künstler:innen von 2021: Er hört Manisha, Gjon's Tears, aber am meisten liebt er Måneskin.

Und der beste Eurovision-Song aller Zeiten ist für ihn "Euphoria", da stimmt für ihn einfach alles. Und er hatte Angst, da Loreen beim Melodifestivalen 2017 mit "Statements" so eine starke Performance ablieferte, dass er fürchtete, mit "Beautiful Mess" unterzugehen.

In der Kleinen Song Contest Geschichte am Schluss erzählt Marco von einer Liebesgeschichte, die sich 2017 etwas abseits der Öffentlichkeit zutrug.

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#0325 Du künscht di ganze Welt umarma - Mit George Nussbaumer28 Sep 202101:21:35

UPDATE 2022: Aus lizenzrechtlichen Gründen ist die Musik entfernt.

George Nussbaumer vertrat Österreich beim Eurovision Song Contest 1996 mit "Weil's dr guat got" und erreichte mit den Vorarlbergerisch gesungenen Song in Oslo den 10. Platz. Er erinnert sich an seinen Auftritt, wie der Song wortspielerisch entstand und was er danach machte - auch über sein aktuelles Album "Did Anybody Say It Would Be Easy".

Doch zuerst die News.

Die Vorbereitungen für 2022 laufen an: San Marino möchte eine große Show geplant: "Una voce per San Marino" soll den Beitrag für den Song Contest in jener italienischen Stadt bringen, deren Namen wir zum Zeitpunkt der Aufnahme der Episode noch nicht wissen. Auch Irland sucht, und zwar im Rahmen der "Late Late Show". Zypern wird im Zusammenarbeit mit Panik-Records erst für 2023 suchen - somit haben wir das erste bestätigte Teilnehmer-Land für 2023. 

Für Belgien wird Jérémie Makiese antreten, soviel ist bereits bekannt. Und er versucht, seine beiden Leidenschaften unter einen Hut zu bringen, hat er doch gerade erst ein Profi-Fußballer-Karriere beim belgischen Zweitligisten "Excelsior Virton" gestartet.

Der kommende ORF-Generaldirektor Roland Weißmann hat seine neuen Fernsehdirektoren präsentiert. Die neue Programmdirektorin ist Stefanie Groiß-Horowitz und sie war Head of Delegation beim Eurovision in Wien 2015, bevor sie zu Puls 4 wechselte und dort Puls24 aufbaute. 
 

Bei Eurovision Again ist für ein paar wenige Wochen der Song Contest 1968 zu sehen. Hat es Cliff Richard diesmal geschafft? Schnell anschauen, bevor es wieder verschwindet. Auf Netflix läuft die Serie "Louis Miguel" über den gleichnamigen mexikanischen Superstar in der dritten Staffel an. Gleich in der ersten Folge dieser Staffel ist Jade Ewen zu sehen, die Mariah Carey verkörpert. Wir erinnern uns: Jade hat mit der Andrew Lloyd-Webber-Ballade "It's My Time" im Jahr 2009 beim Eurovision Song Contest in Moskau einen sensationellen fünften Platz ersungen.

Conchita Wurst hat einen neuen Song am Start: "Bodymorphia" ist einer der beiden Songs, der speziell für die Show "Arise" im Berliner Friedrichstadtpalast aufgenommen worden ist.

Aber auch sonst gibt es im Herbst Neuerscheinungen: Sarit Hadad, Melovin, Lordi und Il Volo - sie alle haben neues am Start.

Ein paar Alben hat unser Gast aus Vorarlberg schon veröffentlicht, das letzte erst im Frühjahr.

Angefangen hat die Liebe zur Musik für den 1963 in Dornbirn geborenen George Nussbaumer mit der Liebe zum Radio. Bereits als kleines Kind hat er ein Transistor-Radio geschenkt bekommen und es, wie auch viele andere Radios später auch, zu viel geliebt, so dass es nicht lang überlebte. Im Internat hat er, anfangs nicht ganz mit dem erhofften Erfolg, Klavier gelernt. Aber er hat weiter gemacht und mit 16 hat er das erste Engagement in einer professionellen Blues-Band zu spielen. Auch das brachte nicht ganz den erhofften Erfolg, da er damals nach eigenem Bekunden keine Ahnung von Blues hatte.

Mit ersten eigenen Blues-Band gings dann weiter. Eine Talentshow im ORF führte über Umwege zur ersten eigenen Single. Über weitere Umwege traf George Nussbaumer den Wiener Star-Produzenten Mischa Krausz, mit dem eine fruchtbare Zusammenarbeit (auch über amüsante Umwege) schlussendlich zum österreichischen Beitrag für den Song Contest 1996 geführt hat. In diesem Rahmen hat der ORF auch eine kleine Doku über Nussbaumer gesendet.

"Weil’s dr guat got" erreichte einen sehr guten 10. Platz beim Song Contest in Oslo, ein großer Markt allerdings brach weg, denn Deutschland durfte nicht teilnehmen, die ARD strahlte den Song Contest deswegen auch erst spät in ihren Dritten Programmen aus. George erzählt auch, wie er die Stadt erlebt hat und wie er Morten Harket getroffen hat. Der Sänger der Kult-Truppe A-ha war einer der Moderatoren des Song Contests in seiner norwegischen Heimat.
Und er erzählt von seinem Gospel-Chor, der unter anderem aus Stella Jones, Bettina Soriat und Cedrik Lee Bradley. Und dem Hoppala während der Show.

George erzählt auch von der Position nach Eurovision, eine durchaus schwierige Zeit, wie er heute sagt. Aber auch, dass diese Zeit ein Befreiungsschlag war. Er ist seit dem sehr viel live zu sehen gewesen, hat verschiedene Musik-Projekte (George Nussbaumer & Band, George Nussbaumer & Richard Wester, Trio Nussbaumer Weber Kreil, das Randy Newman Project mit Manfred Maurenbrecher und Richard Wester) am Laufen. Und er hat im Frühjahr eine neue CD mit Eigenkompositionen veröffentlicht, deren Titelsong "Did Anybody Say It Would Be Easy" er den Zuhörerinnen und -hörern besonders ans Herz legt.

Ein weiterer Song daraus ist eine Zusammenarbeit mit der legendären Ina Wolf, die in den 70ern als Christina Simon in der jungen österreichischen Musikszene eine kleine, feine Karriere gemacht hat, wenn auch "Heute in Jerusalem", der von André Heller getextete Song Contest Beitrag aus dem Jahr 1979, kein Erfolg war. Sie machte später als Song-Schreiberin eine Weltkarriere, lebt mittlerweile aber wieder in ihrer Vorarlberger Heimat. Mit Ina nahm George das Duett "No One Can Say We Didn’t Try" auf, und das legen wir von Merci, Cherie euch ans Herz.

George Nussbaumer ist auch die Station Voice für Antenne Vorarlberg, seine Stimme ist die der Jingles und Ansagen des Senders. Außerdem sorgte er dafür, dass die Website der Vorarlberger Nachrichten jetzt auch für Blinde barrierefrei zu hören ist.

Natürlich müssen wir auch drei Standard-Fragen an George stellen:

Sein Song, der ihm beim Song Contest 2021 besonders gefallen hat, war vielleicht... hmmmm

Was er in der Minute vor seinem Auftritt getan hat? Zehn Minuten vor dem Auftritt hat er noch Shrimps gegessen. Und im Moment vor dem Auftritt hat er sich gefragt, mit welcher Taste er anfangen muss.

Und sein Lieblingslied vom Song Contest aller Zeiten? Ein österreichisches Lied aus den 70ern: Die Schmetterlinge sangen 1977 in Wembley "Boom Boom Boomerang", die wohl erste satirische Nummer des Song Contests. 
 

In der kleinen Geschichte am Schluss erzählt Alkis von einer Einzigartigkeit beim Song Contest 1996. Und was die langjährige Österreichische Unterrichtsministerin Elisabeth Gehrer damit zu tun hatte.

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#0324 Blind Date III - mit Matt & Monty (Second Cherry Podcast)14 Sep 202101:07:44

UPDATE 2022: Aus lizenzrechtlichen Gründen ist die Musik entfernt.

In unserem Merci, Chérie-Format "Blind Date"nimmt jeder Gast ein Lied mit, das irgendwie mit dem Eurovision Song Contest zu tun hat. Matt Baker und Monty Moncrieff sind Hosts des britischen Podcasts "Second Cherry - Almost A Eurovision Podcast" in der die Vorausscheidungen der Saison noch einmal gefeiert werden. Aus jedem nationalen Vorentscheid wird von der Second-Cherry-Jury ein "Cherry" ausgewählt, das beste Lied, dass es nicht auf die Eurovision-Bühne geschafft hat. Am Ende entscheiden die Hörer*innen wer der beste Almost-Eurovision-Act ist. Begonnen hat der Second Cherry Podcast als Live-Event. Matt & Monty erzählen darüber beim Blind Date und haben uns Songs mitgebracht.

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Doch zuerst eine traurige Nachricht: Baccara-Sängerin und Mitgründerin Maria Mendiola hat den Kampf gegen den Krebs leider verloren. Alkis und Marco hatten die Freude sie 2020 kurz vor dem Lockdown noch beim Treffen der OGAE Germany in München getroffen zu haben. Hier könnt ihr die Episode #0218 mit dem Interview mit der ehemaligen Eurovision Teilnehmerin noch einmal nachhören.

Dass ABBA wieder da sind, ist mittlerweile hinlänglich bekannt. Aber im Dezember gibt es noch ein Groß-Event: der Junior Eurovision Song Contest findet in Paris statt, denn Valentina gewann letztes Jahr mit dem von Barbara Pravi komponierten "J'imagine". Deutschland schickt deswegen dieses Jahr Pauline nach Paris mit dem Titel "Imagine Us".

Doch zum Thema: Zu Gast sind Matt und Monty vom "Second Cherry Podcast". Ursprünglich war das 2006 eine Live Veranstaltung unter Freunden und wurde schlussendlich immer größer. Mittlerweile gibt es 13. Ausgaben, denn es gab einige Jahre ohne Second Cherry Contest - was natürlich kein Dauerzustand sein konnte. Und so kam der Contest als Podcast zu neuen Ehren. Das Finale aber wird wieder live gefeiert. Dabei fließen die Resultate des Online Votings und die des Live Publikums in der Royal Vauxhal Tavern in London zusammen. 

Matt wurde Fan, als sich Eurovision Anfang der 2010er Jahre sich grundsätzlich dem Pop zugewandt hat. Sein erster Besuch bei Eurovision war dann 2013 und als hauptberuflicher Texter heuerte er in seiner Freizeit recht bald bei der Nachrichtenseite ESCXtra an, bei denen er mehrere Jahre blieb.

Monty wurde bereits in den frühen 80er Jahren Fan und durfte bei einer Probe beim Song Contest 1998 in Birmingham dabei sein. Seinen ersten "richtigen" Eurovision-Besuch hatte er 2007 in Athen. Beruflich ist er Chief Executive bei London Friend, einer seit 1972 existierenden Organisation, die sich um die Gesundheit von LGBTs kümmert. Schwerpunkt dabei ist die geistige Gesundheit. Aspekte wie Coming Out, Familie, Sucht und andere werden von professionellen Mitarbeitern aufgearbeitet.

Die Fragen am Schluss sind natürlich auch wieder dabei:
Die Songs von Eurovision 2021, die in der in der Playlist bleiben sind für Monty Senhit mit "Adrenalina" und Elena Tsangrino mit "El Diablo". Für Matt ist es ebenfalls der zypriotische Beitrag.

Der Lieblingssong aller Zeiten ist für Monty der Beitrag Norwegens aus dem Jahr 1969: "Intet er nytt under solen" gesungen von Åse Kleveland. Überhaupt hält er den Song Contest aus diesem Jahr für einen der Besten. Nachdem Udo Jürgens gewonnen hat, können wir nur zustimmen. Für Matt ist es der Gewinner 1976: Brotherhood Of Man mit "Save Your Kisses For Me". Und wir erinnern uns, in der Episode #0207 sprachen wir mit Brotherhood of Man.

In der Kleinen Song Contest Geschichte am Schluss erzählt Marco eine Geschichte aus Brighton. Und Moskau. Rutger Gunnarsson, der Bassist, der bei ABBA in Brighton auf der Bühne stand, war auch der Dirigent der russischen Diva Alla Pugatcheva, als sie 1997 für Russland mit "Primadonna" antrat.

Spoiler:
Und hier sind die Links zu den Songs des Blind Dates. Nur die Links, ohne Beschreibung.

Der Song von Alkis. Man kann ihn in der Nesterval-Produktion "Goodbye Kreisky" auch dazu tanzen sehen. Das ist der Song von Marco. Und hier ist der wunderschöne Song von Matt. Und hier ist der Song von Monty.

 

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#0323 Wie funktioniert Musikbusiness heute? Mit Hannes Tschürtz (Ink Music)31 Aug 202101:04:26

UPDATE 2022: Aus lizenzrechtlichen Gründen ist die Musik entfernt.

Wie verdienen Musikerinnen und Musiker heute Geld? Warum hat der eine Eurovision Artist Alben, ein anderer nur einige Singles? Was steckt dahinter? Wie sehr hat Streaming das Businessmodell geändert? Diese Fragen beantwortet der kulturpolitisch engagierte Labelchef und ehemaliger ESC und Melodifestivalen-Juror Hannes Tschürtz, der mit Ink Music dieses Jahr seinen 20. Geburtstag feiert.

Doch zunächst die News. Wir sind froh, dass ABBA ihr Comeback so getimed haben, dass es zu unseren vergangenen ABBA-Specials passt. Auf https://abbavoyage.com kann man sich registrieren. Am 2. September kommt dann was. Wir bleiben gespannt.

Die EBU hat die Mitgliedschaft des staatlichen Senders BRTC aus Belarus bis 2024 suspendiert. Das bedeutet natürlich auch, dass Belarus auf weiteres erst einmal nicht am Song Contest teilnehmen darf.

Amadeus, der künstlerische Direktor des Festival di Sanremo hat einmal zugesagt, dass die Übertragungen von Sanremo nicht mehr bis in die frühen Morgenstunden dauern werden.

Eva Mora ist die neue Head of Delegation, also Sendeverantwortliche, in Spanien. Sie moderierte einige Eurovision-Events wie den Junior Eurovision Song Contest oder "Europe Shine A Light" und sie liebt den Song Contest. Zudem gibt es eine Arbeitsgruppe des Senders RTVE mit Experten, die sich um den Beitrag mit kümmern wollen. Spanien nimmt Eurovision offensichtlich wieder ernst.

In der Episode #0219 "Black Entries Matter" haben wir uns den PoCs (Persons of Color) beim Song Contest angenommen. Unsere Kollegen von ESC kompakt und ESC Update haben sich des Votings angenommen und einmal analysiert, ob das Voting rassistische Tendenzen zeigt. Thomas Mohr und Marcel Stober hatten in ihrer Podcast-Folge sowohl César Sampson und Lars Peters von ESC kompakt zu Gast. Die Analysen sind sehr interessant.

Neues zum Anschauen: 

Eurovision Again ist wieder da: 1992 gewann in Malmö bekanntlich Irlands Linda Martin mit "Why Me", bei der Wiederaufführung der restaurierten Sendung gewann allerdings Italiens Mia Martini, der wir bekanntlich in der Folge #0212 Tribut zollten. Zum Nachhören unserer Episode bitte auf diesen Link klicken.

Passend zum ABBA-Fieber hat der offizielle Youtube-Kanal von ABBA das Promo-Video zu "Waterloo" (damals noch auf 16mm-Filmmaterial gedreht) auf 4k aufblasen lassen. Auch den Auftritt 1974 in Brighton gibt es seit Juni auf 4k von einem Kanal, der sich auf das Restaurieren von alten Musik-Clips spezialisiert hat.

Neuerscheinungen gibt es auch: Parbara Pravis Album ist endlich raus. "On n'enferme pas les oiseaux" ist ab sofort erhältlich.

Vincent Bueno hat eine neue Single draussen “Super Awesome Things” ist Anfang August erschienen. Und klingt awsome.

Star-DJ Steve Aoki hat sich Senhit's "Adrenalina" angenommen und macht es noch Dancefloor-tauglicher.

Russlands Little Big haben sich mit Song Contest-Siegerin Netta auf ein Packl gehaun und sie haben zusammen "Moustache" aufgenommen. 

Zu Gast bei Marco und Alkis ist Hannes Tschürtz vom Musikprojekt Ink Music, das dieses Jahr seinen 20. Geburtstag feiert. Tschürtz ist nicht nur Label-Chef, sondern auch Manager und auch eine Stimme in der Kulturpolitik. Seinem Twitteraccount twitter.com/hannestschuertz kann und sollte man durchaus folgen. Und er war bereits Teil der österreichischen Jury beim Songcontest 2018 in Lissabon. Das führte zu einer Einladung, als Juror beim Melodifestivalen 2019 teilzunehmen.

Für unsere  Interview hat er drei Songs mitgebracht, die ihm am Herzen liegen.
Den Anfang macht Lou Asril, ein junger Sänger aus Linz: "Divine Goldmine"

Tschürtz erzählt, wie sehr sich der Song Contest aus der Perspektive der Künstler verändert hat. Und er geht der Frage nach den (fehlenden) Alben nach. Warum bringen manche Acts nur Singles raus und andere haben ein komplettes Album im Repertoire.

Und auch die Frage nach dem Gewicht des Radios wird gestellt, wie schwer hat es das Radio gegen Streaming heutzutage.

Der zweite Song, den Hannes mitgebracht hat, ist von CHRISTL (feat. Mile) "Purple".

Vor einem oder zwei Jahrzehnten waren Casting-Shows ein Türöffner zu den Charts, heute ist es nicht zwangsmäßig der Fall.

Aber wie kommt dann Geld ins Haus? Große Plattenfirmen haben den Back-Catalogue, Musik, die vor Jahrzehnten aufgenommen wurde und noch immer gehört wird. Jüngere Labels, die den Aufbau von Künstlerinnen und Künstlern übernehmen, brauchen länger.

Der dritte Song ist von Mira Lou Kovacs. "Stay A Little Longer".

Die berühmten drei Fragen am Schluss haben wir Hannes Tschürtz natürlich auch gefragt.

Der Song von Eurovision 2021, der auf Hannes Tschürtz' Playlist wohl überdauern wird ist der Siegertitel von Måneskin "Zitti E Buoni"

Die Lieblingserinnerung ist die von Toto Cotugno, dessen Schweiß die Haarfarbe auf dem hellen Pulli verteilte.

Und sein Lieblingsbeitrag aller Zeiten? Italien wieder: Umberto Tozzi und Raf mit "Gente di mare" aus dem Jahr 1987.


In der Kleinen Song Contest Geschichte am Schluß erzählt Alkis von einer Song Contest-Teilnehmerin, die durch die TV-Produzentin Yvonne Littlewood zu einer der erfolgreichsten Sängerinnen der Welt wurde. Wer das wohl ist...

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#0322 ABBA's History Book on the Shelf III - Mit Carl Magnus Palm17 Aug 202101:18:19

Update 2022: Aus lizenzrechtlichen Gründen ist die Musik aus dieser Episode entfernt!

Carl Magnus Palm, ABBA-Historiker und Kurator, spricht im dritten Teil der ABBA-Trilogie über die reiche und oftmals unbekannte Geschichte ABBAs beim Melodifestivalen bzw. dem Eurovision Song Contest. Dies ist dritte Teil, der die Zeit nach 1975 beleuchtet. Darunter auch eine Nullpunkte-Erfahrung.

Doch zuerst zu den News:
Amadeus, der bereits die letzten beiden Ausgaben von Sanremo moderiert hat, hat weiterhin auch 2022 die künstlerische Leitung und die Moderation inne - etwas, was beim Festival di Sanremo nicht oft vorkommt. Da wechseln die Positionen für gewöhnlich recht häufig.

Måneskin haben "I Want To Be Your Slave" mit dem Godfather of Punk, Iggy Pop, aufgenommen. Das Ergebnis kann sich hören lassen, und adelt die Band, denn Iggy würde kaum nur für Geld einen Song einspielen, dazu ist er zu integer. Es ist übrigens nicht seine einzige Kolaboration mit einem Song Contest-Teilnehmer. 

Barbara Pravi aus Frankreich kündigt nach zwei längeren EPs ihr erstes richtiges Album an: Ab 27.8.2021 wird “On N’enferme Pas Les Oiseaux” im Handel sein.

Carl Magnus Palm, der offizielle Abba Historiker und Release-Kurator ist zum dritten und letzten Mal da in unserer Sommerserie über Abba. Wir beleuchten heute die erfolgreiche Zeit nach dem Sieg in Brighton 1974 und welche überraschende weitere Eurovision Connections es auch nach Waterloo noch gab. Wir empfehlen das chronologische Hören mit den Episoden 0320 und 0321.

1975 klopfte das Melodifestivalen natürlich an, und fragte nach einem Stück von Polar Music, dem Plattenlabel, für das Björn und Benny arbeiteten. Man entschied sich für "Bang-A-Boomerang", dass es für das dritte ABBA-Album in seiner ursprünglichen Form nicht geschafft hatte. Es wurde mit Svenne & Lotta, einem durchaus erfolgreichen Duo von Polar Music, neu aufgenommen und produziert. Beim Melodifestivalen aber fiel der Song durch. Björn und Benny allerdings fanden Gefallen an der neuen Produktion und ersetzten die Stimmen mit denen von Frida und Agnetha und so fand "Bang-A-Boomerang" auch den Weg auf das Album zurück.

Nach dem Sieg Schwedens begann eine seit den 60er Jahren in Schweden existierende Gegenbewegung zu kommerzieller Musik an Fahrt zu gewinnen. Musik sei kein Wettbewerb und keine Ware, waren die Grundaussagen, die sich gegen die "Industrialisierung" des Musikbusiness wandte und im Zuge dieser allgemeinen Diskussion setzte Schweden 1976 auch beim Song Contest in Den Haag aus.

Zeitgleich begann die internationale Karriere von ABBA abzuheben. Zahllose Hits später beginnen die 80er Jahre. 

Benny produziert 1981 den norwegischen Künstler Finn Kalvik. Dessen selbstgeschriebener Song "Aldri I Livet" klingt live auf der Song Contest-Bühne recht unspektakulär und erreichte dafür in Dublin die berühmten Null Punkte. Auf der Single allerdings singen Agnetha und Frida die Backing Vocals, sowohl in der norwegischen als auch in der englischen Version.

1981 war auch das Jahr, in dem Agnetha zu ihren Wurzeln zurück fand und einen eigenen Song beim Melodifestivalen einreichte, den sie auch selbst produziert hat. Interpretiert hat "Men Natten Är Vår Melo" allerdings die neu bei Polar Music angeheuerte Kicki Moberg. Beim Melo wurde der Song allerdings letzter, was wohl auch an der uninspirierten Live-Performance lag.

Und 1981 war auch das Erscheinungsjahr des (bislang) letzten ABBA-Albums: "The Visitors", die letzte Aufnahme war der Song "The Day Before You Came", wohl ihr letztes Meisterstück. 

Die beiden Paare waren bereits geschieden, das Interesse an Live-Auftritten war mäßig, die Männer wollten ein Musical schreiben, all das führte zum Ende der musikalischen Partnerschaft.

Bereits 1986 und 1987 versuchte Benny Anderssons Sohn Peter aus dessen Beziehung mit Christina Grönvall zusammen mit seiner Band "Sound of Music" sein Glück beim Melodifestivalen. Doch sowohl "Eldorado" als auch "Alexandra" gewannen nicht. Gemeinsam mit seiner Frau Nanne gründete er die Band "One More Time". Mit der Band "One More Time" konnten sie in den europäischen Charts punkten, ihr Titel "Highland" erreichte Gold in diversen Ländern. 1995 nahmen "One More Time" beim Melodifestivalen als Songwriter teil: Ihr Titel "Det Vackraste", gesungen von Cecilia Vennersten landete auf dem Platz Zwei, in den Charts allerdings auf Eins. 1996 gewannen dann Peter Grönvall und seine Frau Nanne das Ticket nach Oslo zum Song Contest, wo sie mit "Den Vilda" den dritten Platz belegten.

2007 gab es noch ein "Fast-Einreichung" von einem ABBA-Mitglied zum Melodifestivalen. Der zweimalige Song-Contest-Veteran Tommy Körberg (1969 und 1988) war Der Russe im Musical "Chess" und auch Sänger des Benny Anderssons Orkester. Der von Björn und Benny geschriebene Song "Fait Accompli" soll angeblich aus Gründen des Drucks nicht eingereicht worden sein. Wie würden sie dastehen, wenn sie Melo nicht gewinnen würden.

2004, 30 Jahre nach ihrem Sieg in Brighton, kamen ABBA erneut als Interval Act auf die Eurovision-Bühne in Istanbul - wenn auch nicht als echte Menschen. Das Video "ABBA - The Last Video" bringt die vier Mitglieder noch einmal auf humoristische Weise zusammen, wenngleich nur als Puppen. Alle Mitglieder tauchen als Cameos auf, allerdings nie zusammen. Selbst Agnetha und Frida wurden getrennt aufgenommen und zueinander montiert. Und zwischendrin klatscht Cher. 

Beim Eurovisin Song Contest 2013 in Malmö gestalteten Björn und Benny gemeinsam mit der Producer-Legende Avicii den Opening Act "We Write The Story".

Und das war es derzeit mit den Veröffentlichungen gemeinsam. Seit 2017 ist eine Avatar-Tour angekündigt, für diese auch neue Songs aufgenommen worden sind. Doch nach technischen Problemen und der weltweiten Corona-Krise wurde die Veröffentlichung nach hinten verschoben. Wer weiß, vielleicht kommen die Songs nächste Woche.

Aber wie war das mit dem ABBA-Revival. Und was hat Edelweiß damit zu tun? Oder die Gay Community?

Die drei Standardfragen kommen natürlich:

In Abwandlung wollen wir Carl Magnus Palms Lieblings-ABBA-Song wissen. Unter den vielen Songs ist es wohl "The Winner Takes It All".

Die prägenste Erinnerung ist wohl der Sieg ABBAs beim Eurovision Song Contest 1974. 

Und der Lieblingstitel aller Zeiten ist ebenfalls aus dem Jahr 1974, wenn auch nicht der Erst- oder Zweitplatzierte. Es ist der Titel, der als Favorit ins Rennen ging und dann auf dem dritten Platz landete: "I See A Star" von Mouth and MacNeal aus den Niederlanden. Mouth and MacNeal  hatten mit "How Do You Do" weltweit Top-Ten-Chartplatzierungen

In der Kleinen Song Contest Geschichte am Schluss erzählt Marco, dass die wunderbare Sonia Jones, unsterblich geworden durch den Titelsong zu "Das Leben des Brian", beim britischen Vorentscheid 1980 durchgefallen ist. Ihr Song "Here I'll Stay" allerdings wurde einer, für den sich Phil Collins so schämte, dass Frida ihn zwei Jahre später noch einmal alleine aufnahm.

 

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#0321 ABBA's History Book on the Shelf II - Mit Carl Magnus Palm03 Aug 202101:07:40

Update 2022: Aus lizenzrechtlichen Gründen ist die Musik aus dieser Episode entfernt!

Ralph Siegel hat jetzt gerichtlich bestätigt bekommen, Besitzer der Wort-Bild-Marke "Dschingis Khan" zu sein. Ein Rechtsstreit darüber entbrannte, weil der ehemalige Leadsänger der Eurovision-Teilnehmer 1979, Wolfgang Heichel, den Namen ebenfalls benutzt hatte. Wer mehr über Ralph hören will, in der Merci, Chérie Episode 0205 haben wir mit ihm gesprochen.
Crowdfunding gibt es für ein Eurovision-Museum in Húsavík.

Der spanische Sender RTVE will das traditionsreiche, aber eingeschlafene Festival de Benidorm wiederbeleben, um die jahrelange Schlappe Spaniens beim Song Contest zu beenden. 

Der Songcontest 2006 in Athen war der erste, der zwar zum größten Teil in HD aufgenommen, aber nie so ausgestrahlt worden ist.  Das will die EBU jetzt nachholen und hat die Aufnahmen online gestellt, in voller Auflösung kann man jetzt Lordi, Severina, Anna Vissi und alle anderen auf Youtube sehen.

Carl Magnus Palm ist DER ABBA-Historiker und Kurator schlechthin. Er spricht mit Marco und Alkis in drei Episoden über die reiche und oftmals unbekannte Geschichte ABBAs beim Melodifestivalen und dem Eurovision Song Contest. Dies ist der zweite Teil.
 

1972 schrieben Benny, Bjoern und Stig Anderson für die junge Sängerin Lena Andersson einen Song für Melodifestivalen. "Säg det med en sång" gewann den Vorentscheid zwar nicht, war aber ein veritabler Hit in Schweden. 

Trotz anfänglicher Verärgerung über den 3. Platz ging es 1973 weiter: Diesmal wollte das Team um Manager Stig Anderson nichts dem Zufall überlassen. Man engagierte sogar Musikerlegende Neil Sedaka, der für "Ring Ring" die englischen Texte schreiben sollte, damit nach dem Sieg beim Melodifestivalen sofort auch die internationale Vermarktung starten kann. Wieder gewann der Song nicht, sondern kam wieder nur auf den 3. Platz. Funfact: Die Gruppe trat noch nicht unter ABBA auf, sondern als Quartett mit ihren vollen Namen. Die Nummer war der erfolgreichste Song in Schweden im Jahr 1973, teilweise waren sowohl die englischsprachige als auch die schwedische Fassung auf Platz zwei und eins der Charts gleichzeitig. Daneben war auch das dazugehörige Album ganz oben.

Carl Magnus Palm erzählt, wie bei der Produktion von "Ring Ring" auch der typische ABBA-Sound entstand und welche Rolle der Aufnahmeleiter Michael B. Tretow dabei spielte. Die britische Single von "Ring Ring" ist übrigens die erste, die unter dem Namen ABBA veröffentlicht wurde.

1974 war die Frage, welchen Song man für Melodifesivalen einreichen soll? In den Jahren vorher gewannen immer fast immer weiblicher Solo-Künstlerinnen den Eurovision Song Contest, "Hasta Mañana" wäre eher eine Ballade als "Waterloo" und die Solostimme von Agnetha trägt das Stück. 
Man entschied sich dann aber für "Waterloo", diesmal gewannen ABBA mit fast 100 Punkten Vorsprung und wurden nach Brighton zum Song Contest 1974 geschickt.

Für "Waterloo" sprach vor allem der ungewöhnliche Auftritt und der moderne Klang. Stig Anderson überließ nichts dem Zufall: Im Vorfeld besuchte er  internationale Radio- und TV-Stationen , sorgte dafür, dass man weiß, dass da eine neue, aufregende Gruppe beim Song Contest sein würde, die so gar nichts von den üblichen Darbietungen dort haben würde. Wie immer die Platzierung sein würde - allzu siegessicher waren ABBA selbst nicht - am Montag nach dem Song Contest sollte die Single überall in Europa in den Läden erhältlich sein. Sie gewannen.

Palm berichtet aber auch von den Schwierigkeiten, mit denen fast alle Eurovision-Gewinner zu kämpfen haben. Sie werden meist als One-Hit-Wonder abgetan, nicht als ernsthafte Musiker. Das ging auch ABBA so. Das Interesse in Großbritannien erlahmte recht schnell, die Nachfolge-Singles waren Flops. Die von der Plattenfirma groß angelegte Europatournee im Herbst war ebensowenig erfolgreich. Die Show in Wels wurde abgesagt und in der Wiener Stadthalle spielten sie statt vor 5.000 Menschen gerade einmal vor 1.200. Sollte wer sich an das Konzert vom 24.11.1974 in Wien erinnern, dann schreibt uns einfach.

Selbst nach "Ring Ring" und dem Eurovision-Sieg war die Zukunft von ABBA noch nicht klar. Frida und Agnetha waren beide Solo-Künstlerinnen und arbeiteten an ihren Solo-Alben, Bjoern war auch nach Brighton weiterhin Sänger bei den Hootenanny Singers. Bjoern und Benny waren bei Stig Andersons Plattenfirma Polar Music als Produzenten angestellt. Zeit für ABBA blieb da kaum. Es dauerte etwa ein Jahr bis sich die vier über die Zukunft der Gruppe Gedanken machten. 

In der Kleinen Geschichte am Schluss erzählt Alkis von "Augustin", den 1960 Brita Borg in Cannes für ihr schwedisches Heimatland sang. Natürlich musste auch "Augustin" vorher zum Melodifestivalen und gewann dort. Gesungen wurde es dort aber von Siw Malmkvist und Gunnar Wiklund - beide keine Unbekannten. Siw sang "Augustin" erfolgreich auf Deutsch, durfte dann ein Jahr später nach London und vertrat Schweden mit "Alla andra får varann". 1969 startete Siw dann mit "Primaballerina" für Deutschland. Von Schweden bekam sie dafür keinen Punkt.

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#0320 ABBA's History Book on the Shelf I - Mit Carl Magnus Palm20 Jul 202101:01:49

Update 2022: Aus lizenzrechtlichen Gründen ist die Musik aus dieser Episode entfernt!

Alkis sitzt derzeit in Hamburg und spielt mit Nesterval Theater im "Uebel & Gefährlich", "Sex, Drugs & Budd’n’brooks" läuft im Rahmen des Kampnagel Sommerfestivals - es gibt Tickets.

Es gibt natürlich News: Leider müssen wir uns von Raffaella Carrà verabschieden, eine der großen Entertainment-Ikonen Italiens, von der sich viele erhofft haben, dass sie als Moderatorin für den kommenden Song Contest in Italien fungieren würde. 

Und wenn man bei Italien bleiben möchte: Måneskin (einige von euch erinnern sich) haben ein neues Video für "I Wanna Be A Slave" draussen.

Und wenn man nach Italien möchte: 17 Städte haben sich beworben, den Song Contest 2022 austragen zu wollen. Viele von denen werden wohl ausgesiebt werden, weil die EBU immer noch die klimaschädliche Regel hat, dass ein Internationaler Flughafen Grundbedingung für den Austragungsort sein muss. Gerade die Städte Norditaliens sind hervorragend an das Bahnnetz (und damit auch an Verbindungen zu einem Flughafen) angeschlossen. Von den 17 haben wohl laut Insidern nur drei eine realistische Chance: Turin, Mailand und Bologna.

Melovin, der Vertreter der Ukraine 2018 in Lissabon, ist in seinem Heimatland ein Star und er hat sich symbolträchtig während der Übertragung des "Atlas Weekend"-Musikfestivals als bisexuell geoutet. Und da der übertragende Musiksender da viel zu schnell weg schaltete, hat er er noch einmal in den sozialen Medien klar gemacht. 

 

Carl Magnus Palm hat zahlreiche Bücher über ABBA geschrieben und digitale Relases kuratiert. Er spricht in drei Episoden und einem ABBA-Special über die viel reiche und oftmals unbekannte Geschichte ABBAs beim Melodifesivalen und dem Eurovision Song Contest.

Bei Merci, Cherie erzählt er, wie er dazu kam, über das Phänomen ABBA zu schreiben und zum wahrscheinlich einzigen Full-Time-ABBA-Historiker zu werden.

ABBA starteten nicht als Gruppe, sondern sie waren individuelle Künstler. Björn und Benny waren in verschiedenen Bands, Agnetha hatte mit 17 ihren ersten Durchbruch mit einem selbst geschriebenen Lied und Frida war eine recht erfolgreiche Sängerin in Nachtclubs.

Beim schwedischen Melodifestivalen 1968 reichte die gerade 17-jährige Agnetha den Song den selbstkomponierten Song "Försonade" ein, den sie für den Sänger Gunnar Wiklund geschrieben hat (Fun Fact: Wiklund ist der Interpret der schwedischen Fassung von "Merci, Chérie"). Das Lied wurde abgelehnt und so nahm sie es selbst für ihr Debut-Album auf.

Beim Melodifestivalen 1969 gab es wieder einen eingereichten Song. Brita Borg, Schwedens Vertreterin beim Song Contest 1959, sang einen Titel von Benny, Björn und dem "fünften ABBA-Mitglied", dem Manager, Musikverlegers, Textdichter und Produzenten Stig Anderson. "Ljuva Sextital" wurde abgelehnt, hielt sich aber erfolgreich an der Spitze der schwedischen Charts.

Erfolgreich eingereicht wurde 1969 "Hej, Clown", das Benny Andersson gemeinsam mit dem Schauspieler und Texter Lasse Berghagen für Jan Malmsjö geschrieben hatte. Am Schluss war es ein Kopf an Kopf-Rennen, das das punktgleiche "Judy, min vän" von Tommy Körberg dank mehr Höchstpunktzahlen für sich gewinnen konnte und damit nach Madrid fuhr. "Hej, Clown" wurde ebenfalls ein großer Hit in Schweden.

Eine weitere Einreichung im gleichen Jahr: "Härlig är vår jord" der jungen ursprünglich norwegischen Sängerin Anni-Frid Lyngstad, die man gemeinhin später als Frida kennen sollte. Sie wurde immerhin Vierte in der Schlusswertung, ein weiterer Erfolg des Songs blieb aber aus.

Der Legende nach haben sich Benny und Frida in diesem Jahr beim Melodifestivalen tatsächlich auch getroffen, wenn auch nur kurz. Ein paar Tage später in Malmö soll es dann aber gefunkt haben, ein paar Wochen später war die Beziehung zwischen den beiden wohl auf Schiene.

Beim Melodifestivalen 1971 - 1970 nahm Schweden beim Eurovision wegen des "Skandals" der vier Gewinner nicht teil - reichten Benny, Björn und Stig wieder zwei Songs ein. "Det Kan Ingen Doktor Hjälpa" wurde abgelehnt. Agnetha und Frida sangen immerhin im Background. Angenommen wurde der Song für die legendäre Lill-Babs "Välkommen till världen" - auch hier ist ABBA bereits deutlich hörbar.

In der Kleinen Song Contest Geschichte am Schluss berichtet Marco über ein paar Anekdoten rund um den Song Contest 1975. Der Niederländer Willem Duyl von Mouth & McNeal spielt da auch eine Rolle. Ihr "I See A Star" war schließlich Favorit bei Eurovision 1975.

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06.23 The Eurovision Chainsaw Mascara - Mit Teya & Luke Black11 Jun 202400:46:33

UPDATE 2025: Aus Lizenzgründen ist diese Episode jetzt ohne Musik! Wir hatten ein Interview mit Luke Black vereinbart, den serbischen Vertreter beim Eurovision Song Contest 2023 in Liverpool. Grund: Er veröffentlichte sein neues Album "Chainsaws In Paradise" und ist derzeit auf Tour, die ihn auch nach Wien bringen wird. Beim Konzert dabei ist auch Teya, Österreichs Vertreterin 2023. Sie schrieb auch einen Song am neuen Album und wir überraschten Luke: Auch sie ist beim Interview dabei in einer Doppelconference.

News in eigener Sache: Solltet ihr uns auf Spotify hören wollen und zwei Episoden vermissen (Episode 05.31 "Sveriges Bästa" und Episode 06.17 "Mister Songcontest trifft Merci Chérie - Wie 'Waterloo' die schwedische Popmusik änderte"), dann hört sie einfach auf anderen Apps nach.

Neuigkeiten aus der Schweiz gibt es noch keine, mehrere Städte haben Interesse bekundet, den Song Contest 2025 auszurichten. Das Nachspiel um Joost Klein geht in die nächste Runde und der niederländische TV-Sender stellt die Teilnahme der Niederlande in Frage, sollten die Vorwürfe nicht aufgeklärt werden und Änderungen in der EBU passieren.

Luke Black gewann 2023 den serbischen Vorentscheid und vertrat sein Land mit dem futurischen „Samo mi se spava“. Jetzt tourt er Europa und tritt am 18. Juni 2024 in Wien auf (Tickets gibt es hier). Auch Teya wird bei diesem Termin mit von der Partie (und auf der Bühne) sein. Luke Black lebt seit 2019 in London, im Mai 2024 erschien sein neues Album "Chainsaws in Paradise" mit dem er auch tourt. Im Interview erzählen die beiden, was beim Live Auftritt zu erwarten ist, wie die gemeinsam geschriebenen Tracks entstanden sind und was ihre Freundschaft ausmacht. Auch Teya hat neue Songs im Gepäck. "Not Afraid Of Growing Old" ist wohl das, was in der Eurovision-Welt gemeinhin als 'Banger' bezeichnet wird.

Die traditionellen Fragen am Schluss gibt es endlich auch wieder:
Von Eurovision 2024 sind bei beiden natürlich Nemos Gewinnersong auf der Playlist.
Der Eurovision-Lieblingssong von Teya hat sich geändert: "The Code" ist es jetzt. Luke Black stimmt ihr zu.

In der Kleinen Song Contest Geschichte am Schluss erzählt Alkis von einem sehr erfolgreichen Debut einer Nation.

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#0319 Für Wiki schreiben - Mit Martin Pfefferle & Raphael Mair06 Jul 202101:09:24

Die meistgelesensten Texte im Netz sind Artikel auf Wikipedia. Dies gilt auch für die Beiträge über den Eurovision Song Contest oder das Festival di Sanremo. Wiki-Autoren Martin Pfefferle und Raphael Mair geben Einblick.

Die erste Nachricht erreicht uns aus Belarus: Der Sender BTRC (Belaruskaja Tele-Radio Campanija) ist endgültig aus der EBU ausgeschlossen worden, nachdem er eine Frist, Stellung zu beziehen, verstreichen hat lassen. Die Vorwürfe lauten auf Unterdrückung der Meinungsfreiheit und dass er nicht mehr unabhängig sei. Es geht da vor allem um die Ausstrahlung von regierungsfreundlichen Interviews mit offensichtlich gefolterten Regimegegnern, die vermutlich unter Zwang stattfanden. Das bedeutet aber auch, dass es keine Teilnahme von Belarus beim Song Contest in absehbarer Zeit gibt.

Bosnien-Herzegowina möchte wieder teilnehmen am Song Contest, hat aber noch einen Schuldenberg bei der EBU und überlegt, wie er den abbaut.

Es gibt Neuerscheinungen von Mahmood, Barbara Pravi und Vincent Bueno.

Måneskin sind mit "Beggin'" einer  Nummer aus dem Jahr 2017, in Österreich und Deutschland auf Platz 1. Und Damiano und Thomas haben in Polen auf der Bühne geküsst, um die LGBTIQ-Community in Polen zu unterstützen.

Wikipedia ist eines der spannensten Projekte im Netz. Das gesammelte Wissen der Schwarmintelligenz als ein großes Lexikon für die Welt ist eine große Aufgabe. Martin und Raphael haben es sich zur Aufgabe gemacht, ihr Wissen um den Eurovision Song Contest und das Festival della Canzone Italiana - kurz "Sanremo" - mit anderen zu teilen. Sie gehören zu den Autoren, die sich den strengen Regeln von Wikipedia stellen: Neutralität und Behauptungen müssen mit Quellenangaben belegt werden. Raphael Mair lebt derzeit zum Studium in Rotterdam, stammt aber aus Südtirol. Martin Pfefferle ist aus Hamburg, jetzt aber der Liebe wegen nach Wien gezogen.

Sie erzählen von den Schwierigkeiten bei der Recherche, aber auch von dem Spaß, den sie beim Finden von Quellen haben. Raphael hat auch einen deutschsprachigen Blog für die Liebhaber des Sanremo Festivals. Auf sanremo-festival.de darf er auch mal die Neutralität vergessen und seine persönliche Meinung zu den Beiträgen des renomierten Bewerbs schreiben.

Die Standard-Fragen am Schluss müssen unsere Gäste natürlich auch beantworten:
Vom Song Contest 2021 auf der Playlist wird Martin wohl The Roop 'Discoteque" behalten. Raphael dagegen eher Tusse aus Schweden mit "Voices".

Beim Eurovisions-Lieblingssong aller Zeiten tun sich beide schwer und wir haben die Frage ein wenig abgewandelt, beide dürfen uns auch ihren Lieblings-Sanremo-Song nennen. Für Martin ist es wohl Katja Ebsteins "Wunder gibt es immer wieder" aus dem Jahr 1970 und Mahmoods "Soldi" aus dem Jahr 2018
Bei Raphael ist es auch schwierig: Von den italienischen Beiträgen ist es eindeutig Mia Martini mit Rapsodia der damals aber nicht bei Sanremo startete. Das war 1992 und über Mia Martini haben wir ja eine schöne Erinnerungsepisode Merci, Chérie #0212 gemacht.  Der liebste nicht-italienische Beitrag ist für ihn Aysel and Arash aus Aserbaidschan mit "Always" aus dem Jahr 2009. Und sein Liebling von Sanremo ist Riccardo Fogli mit "Storie Di Tutti I Giorni" aus dem Jahr 1982.

In der Kleinen Song Contest Geschichte am Schluss schaut Alkis noch mal auf das Interview von Anne Marie David bei Merci, Chérie #0317. Dort erzählt sie, wie sie am Premierenabend der französischen Erstaufführung von Jesus Christ Superstar für den Song Contest engagiert worden ist, den sie 1973 gewann. 1974 waren zwei weitere Ensemblemitglieder dieser Rockoper in Brighton auf der Bühne: Eine Darstellerin der Maria Magdalena und einer, der in seinem Heimatland Jesus gesungen hat. Wer waren die beiden wohl?

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#0318 Blind Date II - Mit Sonja Riegel & Sascha Gottschalk22 Jun 202101:31:28

Update 2022: Aus lizenzrechtlichen Gründen ist die Musik aus dieser Episode entfernt!

In unserem Merci, Chérie-Format "Blind Date"nimmt jeder Gast ein Lied mit, das irgendwie mit dem Eurovision Song Contest zu tun hat. Dieses Mal sind Sonja Riegel und Sascha Gottschalk vom Podcast ESC Greenroom zu Gast.

Doch zuallererst eine Bitte: Habt ihr uns schon abonniert? Wir freuen uns über gute Rezensionen im iTunes Store. Oder aber ihr sucht uns auf Spotify und gebt uns ein Herz. 

Zu den News: Måneskin touren die Festivals im Sommer und in den internationalen Charts sind bereits mehrere ihrer Nummern vertreten - nicht immer nur aktuelle.

Auch auf Tour geht Barbara Pravi, allerdings nur in Belgien, Frankreich und in den Niederlanden. Dafür ist die Liste mit 36 Konzerten recht üppig.

Wegen der Anti-LGBTIQ-Gesetze in Ungarn boykottiert Duncan Laurence das Land. Wir empfehlen statt eines Boykotts bei der Pride Parade in Budapest im kommenden Jahr  aufzutreten. 

Bei der Pride in Sofia sind Vasile und Victoria aufgetreten. Gut gemacht.

Aber zu unserem Blind Date und den Gästen:

Sonja Riegel wohnt in Wiesbaden, ist Fußball-Fan und da ganz speziell von Eintracht Frankfurt. Sie hat ein Buch über Groundhopping geschrieben, über das Sammeln von möglichst vielen verschiedenen Stadion-Besuchen. Das kann man auf ihrer Bandcamp-Seite sonjariegel.bandcamp.com als Hörbuch und als PDF downloaden. Die zweite Leidenschaft der Journalistin ist die Musik: Ihr Blog bleistiftrocker.de hat sich als wahre Fundgrube vor allem junger Acts herausgestellt, aber auch erfahrene Hasen geben ihr gerne mal Interviews. Oh, und sie ist natürlich auch Song Contest Fan: Seit 2019 ist sie Teil des ESC Greenroom-Dream Teams.
Die andere Hälfte ist Sascha Gottschalk aus Pinneberg. Er ist seit 1979 Fan und auch seit 2010 bei fast allen Eurovision Song Contests vor Ort. 2016 hat er dann angefangen, mit dem Kollegen Dennis Kranz den Podcast ESC Greenroom zu produzieren. Als Dennis ausstieg, um sich anderen Projekten zuzuwenden, suchte und fand Sascha Sonja. Zusammen kümmern sie sich allmonatlich um Aktuelles rund um den ESC.

Beim Blind Date hat jeder der vier einen Song vorbereitet und erzählt, warum er ihn ausgesucht hat und welche Verbindung er zum Song Contest hat. Welche das sind? Hört rein in den Podcast. Die Links zu den Youtube-Videos findet ihr unkommentiert am Schluss der Show Notes.

Die drei Fragen am Schluss müssen Sonja und Sascha natürlich auch beantworten:
Für Sascha wird wohl The Roop mit "Discoteque" in der normalen Playlist bleiben, Barbara Pravi bleibt für besondere Momente vorbehalten. Für Sonja ist das neue Album von Hooverphonic in der Dauerrotation (und damit auch "The Wrong Place"). Und von den anderen Songs haben sich Senhits "Adrenalina" und Rafals "The Ride" einen Platz auf der Playlist erkämpft.
Die Lieblingserinnerungen zum Eurovision Song Contest haben etwas San Marino zu tun und mit Dänemark zu tun.
Sonjas Lieblingssong aller Zeiten ist Brainstorm mit "My Star", der erste Beitrag Lettlands überhaupt aus dem Jahr 2000. Für Sascha ist es es wohl Verka Serduchka mit "Dancing Lasha Tumbai" aus dem Jahr 2007. Der ukrainische Beitrag ist für ihn Eurovision pur.

In der Kleinen Song Contest Geschichte am Schluss erzählt Marco eine Geschichte aus Wiesbaden. Dort fand 1960 der deutsche Vorentscheid für den Eurovision Song Contest in London statt. Am Start war die große Favoritin Heidi Brühl, mit einem Song, den man heute noch kennt. Gewonnen hat aber Winfried Lüssenhop, der mit dem Sieg in Wiesbaden als Wyn Hoop eine (wenn auch überschaubare) Karriere gemacht hat. In London erreichte er aber einen respektablen 4. Platz mit dem Lied "Bonne Nuit, Ma Cherie". Vielleicht hätte Deutschland bereits 1960 gewinnen können und nicht erst 1982.
 

Spoiler:
Und hier sind die Links zu den Songs des Blind Dates. Nur die Links, ohne Beschreibung.


Sonjas Song, Marcos Song, Saschas Song und Alkis' Song

 

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#0317 L'aventure de la vie - Mit Anne Marie David08 Jun 202101:38:22

Update 2022: Aus lizenzrechtlichen Gründen ist die Musik aus dieser Episode entfernt!

Anne Marie gewann den Eurovision Song Contest 1973 für Luxemburg und wurde 1979 für Frankreich Dritte. Mit Alkis und Marco erinnert sie sich an ihre frühen Erfolge, an den Eurovision-Spirit über all die Jahre und wie ihr Kleid mit Kaffee überschüttet wurde. 

Geboren wurde Anne Marie David 1952 in Casablanca, wo ihr Vater als Polizeibeamter arbeitete. Dort und in Straßbourg wuchs sie auf, bis die Familie schließlich nach Arles zog, als sie die Mittelschule besuchte. Da die Provence einige große Sängerinnen (Mireille Mathieu zum Beispiel) hervor gebracht hatte, änderten die findigen Presseleute der Plattenfirma einfach ihren Geburtsort. In den 70ern ging das.

Ihr Vater hatte Theaterdienst und nahm sie als Kind mit zu einem Theaterfestival, damit stand für die 11-Jährige fest, dass sie ans Theater will. Mit einigen Tricks erschlich sie sich Zutritt zum Theater und probierte sich aus. Mit 16 wurde sie von einem Opernsänger-Paar aus Paris entdeckt, die sie später fördern und ausbilden sollten. Erste Engagements führten zur großen Hauptrolle: Sie sang vor - und es hörten ihr damals der Produzent und Plattenmogul Robert Stigwood, ein junger, aufstrebender Komponist namens Andrew Lloyd Webber und sein Texterkollege Tim Rice zu. Sie bekam die Rolle der Maria Magdalena in der ersten französischen Produktion von „Jesus Christ Superstar“, sie sang auf dem französischen Originalalbum und auch in der Synchronisierung des Films. Nach der Premiere kamen zwei Vertreter von RTL zu ihr in die Garderobe und boten ihr an, die Vertreterin für Luxemburg für den Song Contest 1973 zu werden, Vicky Leandros hatte gerade für das kleine Großherzogtum die Trophäe geholt. Ein Jahr lang wurden Kompositionen gesucht und bewertet, ein Album zusammengestellt und aus diesen zehn Songs schließlich „Tu te reconnaitras“ ausgewählt.

Nach dem Sieg war sie konstant auf der Bühne. Sie nahm ihren Hit in den verschiedensten Sprachen auf, unter anderem auch auf Deutsch. Ein Superstar wurde sie in der Türkei, wo aus einem kurzen Engagement ein Aufenthalt für längere Zeit wurde. Sie nahm sogar Originalmaterial auf Türkisch auf, nicht nur die üblichen Coverversionen ihrer eigenen Songs.

Um die Trophäe zu übergeben durfte sie allerdings nicht nach Brighton im Jahr 1974. Warum?

1979 trat sie wieder an bei Eurovision an. Ob Anne Marie gewinnen wollte? Natürlich! Wieder war es knapp, doch diesmal wurde sie nur Dritte, ihr Song „Je suis l’enfant-soleil“ allerdings gehört zu den Klassikern des Eurovision Song Contests.

Anne Marie David hat sich Mitte der 80er Jahre aus dem Musik-Business zurück gezogen und ist erst 2003 wieder zurück auf die Bühne gekehrt. Vor kurzem hat sie mit „Veux Tu“ eine französische Fassung eines Songs von Hedva Amrani veröffentlicht, zu der sie auch den Text beigesteuert hat. Sie lebt jetzt im Burgund, in der kleinen Gemeinde Saint-Amand-en-Puisaye. Und wenn Corona vorbei ist, möchte sie dort den kulturellen Austausch europäischer Nationen fördern.

Die drei Standardfragen am Schluss musste Anne Marie David natürlich auch beantworten:

Aus dem aktuellen Jahrgang ist sie in Barbara Pravis „Voilà“ schockverliebt, ihr All-Time-Favorite ist Conchitas „Rise Like a Phoenix“ - und das sagt sie nicht nur, weil wir aus Österreich stammen, wie sie betont. Was sie 1973 kurz vor ihrem Auftritt in Luxemburg getan hat? Hört selbst.

 

In der Kleinen Song Contest Geschichte am Schluss verweist Alkis auf auf einen Tweet des Eurovision Song Contests. Dort finden sich die Regenbogenfarben des Pride Months zusammen mit der Transgender Pride Flag. Und die Textzeilen

Let's do away with prejudice
Don't discriminate, tolerance is bliss  
We got to get together on this  
Cross this problem off our list

Diese stammt aus dem isländischen Beitrag „No Prejudice“ der isländischen Gruppe Pollapönk aus dem sehr queeren Jahr 2014 (ihr erinnert euch, da war was mit Conchita). Und der Texter der englischen Fassung ist John Grant, einer der interessantesten Musiker derzeit. Über den könnte man eine eigene Sendung machen, auch wenn er sonst kaum Überschneidungen mit dem Song Contest hat. Aber da sind dann andere Podcasts gefragt.

Und das hier ist für Marco. Weil er es sich gewünscht hat.

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#0316 Rotterdam im Regen - Mit Thomas Forstner23 May 202101:12:56

Update 2022: Aus lizenzrechtlichen Gründen ist die Musik aus dieser Episode entfernt!

Alkis ist wieder da. Er und Marco blicken am Sonntag morgen zurück auf den Abend in der Ahoy-Arena in Rotterdam. Måneskin gewannen für Italien den Bewerb. Deutschland scheiterte im Finale quasi ebenso wie Österreich im zweiten Semi. Nur die Schweiz konnte überzeugen.

Ein Fazit samt Analyse hat Marco hier für derstandard.at geschrieben.

Zu Gast ist Thomas Forstner! Auch er schaute das Grand Final 2021 und blickt mit zurück.

Er hat nämlich nach Jahrzehnte Musikpause wieder einen Song veröffentlicht. Summer Dream ist soeben erschienen.

Thomas Forstner kam mit einem von Dieter Bohlen komponierten Song 1989 nach Lausanne zum ESC und wurde Fünfter.

Weniger erfolgreich war er zwei Jahre später in Rom. "Venedig im Regen" wurde Letzter mit null Punkten.

Thomas Forstner erzählt, wie er mit dieser Niederlage umging, wie es ihn knickte, was er danach machte, aber auch  wie er jetzt wieder Musik machen will.

In der kleinen Song Contest-Geschichte am Schluss erzählt Irving Dr. Eurovision Benoît Wolther wie es begann, dass man das schlechte Abschneiden politisch erklärt. Dies begann nämlich 1961 und betraf den belgischen Beitrag.

 

 

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#0315 Your Rhythm is Rebellion - Mit Jeangu Macrooy21 May 202100:44:08

Update 2022: Aus lizenzrechtlichen Gründen ist die Musik aus dieser Episode entfernt!

Die Halbfinalshows in Rotterdam sind Geschichte. Das Finale steht an. Dr. Eurovision Irving Benoît Wolther und Marco Schreuder blicken kurz zurück, trösten Vincent Bueno, und schauen sich dieses Mal die Big Five mal genauer an. Und natürlich auch das Gastgeberland Niederlande.

Der Teilnehmer der Niederlande, Jeangu Macrooy, ist  Gast in unserer Episode. Sorry für die beschieden Audio-Qualität, aber die Internetverbindung fluktuierte stark. Er erzählt wie es zum Satz "Your Rhythm is Rebellion" kam und welchen Song er von uns gespielt haben möchte.

In der Song Contest-Geschichte am Schluss erzählt Dr. Eurovision über einen so falsch gesungenen Beitrag in der niederländischen Vorausscheidung, dass die schiefen Töne dann sogar Kult wurden.

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#0314 Omaga! Zweites Semi - Mit Vincent Bueno19 May 202101:00:36

Wir feierten in der vorigen Episode das Jubiläum der 66. Folge, und wir vergaßen dieses zu feiern. Und da auch der ESC Greenroom seine 66. Eisode feierte, haben wir uns da was ausgedacht. Immerhin haben wir uns ja nach einem Udo Jürgens-Song benannt.

Irving Benoît Wolther, den ihr alle als Dr. Eurovision kennt, ist mit Marco Schreuder in Rotterdam. Alkis musste ja leider in Wien (und Salzburg) bleiben um Theater zu spielen.

Die beiden blicken kurz zurück auf den Abend zuvor, als in Rotterdam an besagtem 18.5. das erste Semifinale des Eurovision Song Contest 2021 über die Bühne  ging. Sie blicken aber vor allem auch nach vorne. Was passiert alles im zweiten Semifinale? Wer könnte weiterkommen, wer wackelt, wer wird scheitern?

In der Geschichte am Schluss erzählt Irving, warum der türkische Beitrag vom Eurovision Song Contest 1984 in Luxemburg, "Halay" von Beş Yıl Önce, On Yıl Sonra in der türkischen Vorentscheidung noch so ganz anders klang, und was das mit einem fehlendem Visum zu tun hat. Die überraschende Version aus der Vorausscheidung gibt es auf YouTube hier.

Dr. Eurovision könnt ihr übrigens hier folgen:

YouTube: www.youtube.com/dr_eurovision

Instagram: www.instagram.com/dr_eurovision

Twitter: www.twitter.com/dr_eurovision

Facebook: www.facebook.com/dr.eurovision

Twitch: www.twitch.tv/dreurovision

URL: www.phonos.de

 

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#0313 Dance Alone in Rotterdam - Mit The Roop16 May 202100:55:54

Update 2022: Aus lizenzrechtlichen Gründen ist die Musik aus dieser Episode entfernt!

Alkis ist bei Nesterval Theater spielen. Also gibt es in Rotterdam einen Gast-Co-Host. Dr. Eurovision aka Irving Benoît Wolther übernimmt diese Aufgabe ganz wunderbar.

Zu Beginn der Episode erzählen wir über die Pandemie, und wie sie den ESC und die Stadt prägen – oder besser prägen sollte. Auch in der Eurovisionbubble gab es schon Verdachtsfälle und tatsächliche Infektionen. Polen und die Ukraine waren betroffen.

Dann gehen wir das Line Up der ersten Semifinals durch und schätzen die Chancen fürs Finale ein.

Zudem haben Irving und Marco The Roop getroffen. Endlich Gelegenheit sie zum Sieg in der Merci Jury 2021 zu gratulieren! Sie erzählen über ihre Proben, welchen Musikstil sie machen, wie man Fingeryoga praktiziert und wie sie damit umgehen aus einem kleinen Markt wie Litauen rauszubrechen.

In der kleinen Song Contest Geschichte am Schluss erzählt Irving, wie es kam dass Tania Tsanaklidou mit "Charlie Chaplin" 1978 Griechenland beim ESC in Paris vertrat. Denn ursprünglich war ein anderer Beitrag vorgesehen. Griechenland wollte aber kein Zorres mit Schweden. Also hat man den Beitrag ersetzt. 

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#0312 Gjon's Smile - Mit Gjon's Tears11 May 202101:06:25

Update 2022: Aus lizenzrechtlichen Gründen ist die Musik aus dieser Episode entfernt!

Wenn die Episode veröffentlicht ist, ist Marco schon auf dem Weg nach Rotterdam und Alkis ist in den Proben für Nesterval.

Max Bauer von Ö3 stellt die Initiative der EBU vor, den besten Eurovision Song aller Zeiten zu finden. Bis zum 14. Mai kann man in Kooperation mit vielen Radiosendern Europas bis zu 15 Favoriten einreichen aus denen dann dieser eine Song gekürt wird. Mitmachen!

Zu Gast ist der Vertreter der Schweiz, Gjon's Tears, der mit seinem Song "Tous l'Univers" heuer zu den Favoriten gehört. Gjon Muharremaj wurde 1998  in der Schweiz als Sohn albanisch-kosovarischer Eltern geboren und lebt dort in Fribourg. Neben einer eher typischen Karriere bei Castingformaten hat Gjon eine solide klassische Gesangsausbildung erhalten und hat recht früh auch außereuropäische Gesangstechniken studiert.

Wenige Stunden vor Ablauf der Frist reichte er im Jahr 2020 den Song "Répondez-moi" ein und wurde ausgewählt, nach der Absage wurde er erneut nominiert.

Im Song-Writer-Camp im vergangenen Sommer traf er auf das Team, das ihn bei "Tous l'Univers" unterstützte und nahm den Song ursprünglich in Englisch auf. 

Die Fragen am Schluss muss Gjon natürlich auch auch beantworten: Auf seiner Playlist von 2020 ist Islands Daði & Gagnamagnið mit "Think About Things".

Er erinnert sich an seinen ersten bewussten Song vom Song Contest: Aurela Gaçe vertrat 2011 in Düsseldorf ihr Heimatland Albanien mit "Feel The Passion".

Und sein Lieblingslied aller Zeiten ist eine der vier Gewinnerinnen von 1969: Frida Boccara aus Frankreich mit "Un Jour, Un Enfant"

In der Kleinen Song Contest Geschichte am Schluss erzählt Marco von Paola, von einer Eurovision-Gewinnerin und einem Film: Die Dokumentation "Non ho l’età" ist nach dem Gewinnerlied von Gigliola Cinquetti benannt und auch die Halbitalienerin (und zweimalige Song Contest-Teilnehmerin für die Schweiz) Paola sang es bei einem Gesangswettbewerb in Basel. Die Dokumentation beschreibt das Schicksal der italienischen Gastarbeiter in der Schweiz und die Ressentiments und Anfeindungen, die sie erlebt haben. Der Sieg Italiens beim Song Contest 1964 in Kopenhagen gab der migrantischen Community der Schweiz etwas Selbstvertrauen und Gigliola Cinquetti bekam viel Dankespost - vermutlich nicht nur aus der Schweiz. Den Trailer für den sehenswerten Film gibt es hier zu sehen.

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#0311 We Feel Jendrik - Mit Jendrik Sigwart04 May 202100:45:22

Update 2022: Aus lizenzrechtlichen Gründen ist die Musik aus dieser Episode entfernt!

Zuerst gibt es aber eine Message unseres Sponsors Audible. Alkis und Marco freuen sich auf Hörbücher, Audible Originals und Audible Original Podcasts. Im Mai und Juni zB den spannend-komischen Roadtrip „Der erste letzte Tag“ von Sebastian Fitzek oder den Audible Original Podcast „Mehr Glitzer“ der Drag Queens Candy Crash und Bambi Mercury. Gibt‘s exklusiv auf Audible.

Die gute Nachricht: Ein Fieldlab-Event macht es möglich: Ein eingeschränktes Publikum ist in Rotterdam vor Ort dabei, mit wissenschaftlich begleiteten Tests in den Tagen vor und nach Eurovision.

Daði Freyr gab ein Konzert  auf Youtube und mutierte damit wiederholt zum JúróDaði, der Eurovision-Cover zum Besten gab. Das hat er schon letztes Jahr aus seiner Wohnung in Berlin gemacht, jetzt kam das Konzert aus Island. Und noch etwas neues für Daði und seine Frau Árný Fjóla: Sie erwarten ein weiteres Kind.

Vasil, der Vertreter Nordmazedoniens, hat gerade einen nationalistischen Shitstorm hinter sich, der begleitet wurde von sehr unschönen homophoben Anwürfen. Jetzt tritt er die Flucht nach vorn an: in einem sehr ehrlichen Interview im britischen Schwulenmagazin Attitude erzählt er von sich und seinem Schwulsein, seiner Familie und seinem Wunsch, Vorbild für die queere Szene am Balkan zu sein. Wir finden das mutig und großartig.

Es gab keinen Oscar für Husavik. Bei den Academy Awards ging Eurovision Firesaga leider leer aus. Aber der Live-Clip sah sehr schön aus. Es wird Zeit, dass Molly Sandén wieder mal bei Melodifestivalen durchstartet.

Zu Gast bei "Merci, Chérie" ist Jendrik Sigwart, der mit "I don't feel hate" Deutschland beim Eurovision Song Contest in Rotterdam vertritt. 

Der 1994 in Hamburg geborene Jendrik erzählt Marco, wie er sich für Eurovision vorbereitet hat und wie er den Bewerbungsprozess gestaltet hat. Und auch seine Liebe zu Tik-Tok kommt zur Sprache.

Über die Ziele befragt, erzählt er von einer Reihe von Songs, die er gerne aufnehmen würde, was allerdings immer auch eine finanzielle Frage ist. Vor allem die Visualisierung kostet Geld und sein Erspartes ging für den Dreh des Musikvideos für "I don't feel hate" drauf.

Dass er ein Bündel voller Energie ist, hat er bei der spanischen PreParty in Spanien bewiesen. Seine One-Shot-Version von "I don't feel hate" und seine Version des spanischen Gewinnerliedes aus dem Jahr 1969 "Vivo Cantando" sind sehr bunt. Sehr, sehr bunt.

Die Standardfragen am Schluss kommen natürlich auch, da sind wir unerbittllich:

Er hat "Think About Things" von Daði og Gagnamagnið immer noch auf der Playlist - kein Wunder, singt er doch auch im Chor von "Ten Years" mit. Und es ist auch irgendwie sein Lieblingslied aller Zeit, zumindest jetzt gerade. 

Seine Lieblingserinnerung war der Auftritt von Alexander Rybak beim Song Contest in Moskau 2009 mit "Fairytale".

In der Kleinen Song Contest-Geschichte am Schluss erzählt Alkis von einer Teilnehmerin, die es beinahe nicht zum Song Contest geschafft hätte, weil die interne Jury sie recht weit hinten gereiht hatte. Und hier singt Jennifer Kemp "Wie ein Phoenix aus der Asche"

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#0310 Podcast About Things - Mit Daði Freyr27 Apr 202100:36:08

Update 2022: Aus lizenzrechtlichen Gründen ist die Musik aus dieser Episode entfernt!

Daði Freyr ist mit seiner Eurovision Band Gagnamagnið ein Fan-Liebling. 2020 war er Top-Favorit, aber auch 2021 sorgt er für mit 10 Years für Good Vibes und einer Liebeserklärung an seine Frau. Ein Sieg in Rotterdam ist aber nicht das Wichtigste, wie er erzählt.

In den News berichten wir über die Preparty in Spanien, die komplett auf Youtube lief. Da sind einige schöne Performances aus den (Heim-) Studios der Teilnehmer_innen.

Marco und Alkis waren bei der OGAE Austria Preview Party, die ebenfalls online statt fand. Die kann man nicht nachschauen, aber es wurde gewählt: Frankreich hat gewonnen. Die Ergebnisse findet ihr hier.

Zu Gast bei unserer Episode ist Daði Freyr Pétursson, er ist 1992 in Reykjavik geboren und wuchs in Dänemark und Island auf, wohnt jetzt aber mit seiner Familie in Berlin und studiert dort Musikproduktion.

Familiär vorbelastet ist Daði Freyr bereits, denn sein Vater spielte beim isländischen Vorentscheid 1993 die Bongos bei Katla Maria Hausmanns "Samba".

2020 setzten sich Daði & Gagnamagnið, seiner Band aus Freunden, beim isländischen Vorentscheid mit "Think About Things" durch und wurden zu einem schnell geteilten kleinen Hit, selbst Hollywood-Stars teilten das witzige Video. Das Lied selbst ist eine Frage an seine Tochter Aurora, die damals gerade einmal ein Jahr alt ist. Der neue Song "Ten Years" ist eine Liebeserklärung an seine Frau Árný Fjóla, die ebenso wie seine Schwester Sigrún die Band mit gegründet hat.

Im ofiziellen Video von "Ten Years" kämpfen Daði & Gagnamagnið gegen ein kuscheliges Alien. Dazu gibt es auch eine App namens "Neon Planets", die man in den App-Stores herunterladen kann. Auf seiner Website gibt es den Link dazu.

Ob er schon mal in Wien war? Ja, ein mal um mit Filous an einem neuen Song zu arbeiten, der wohl demnächst erscheint.

Die Fragen am Schluss bringen ein interessantes Ergebnis: Vom  (abgesagten) Song Contest 2020 hat Daði noch immer Montaigne aus Australien mit "Don't Break Me" auf der Playlist.

Sein Lieblingssong vom Eurovision Song Contest aller Zeiten ist "Divine" von Sébastien Tellier, mit dem der Franzose 2008 in Belgrad einem sehr viel größerem Publikum bekannt wurde.

In der Kleinen Song Contest Geschichte am Schluss verneigt sich Marco vor einer italienischen Legende, die es nie auf die Song Contest Bühne geschafft hat. Mit Tango Italiano wäre Milva fast zum Song Contest gefahren.  Und man kann nie genug über Milva schreiben.

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06.22 Das war der Song Contest 2024 - Fazit Teil 228 May 202401:09:37

UPDATE 2025: Aus Lizenzgründen ist diese Episode jetzt ohne Musik! 

Mit Andi Knoll haben wir bereits eine erste Fazit-Episode direkt nach dem Finale aufgenommen. Aber uns war es ein Anliegen, jetzt nach 14 Tagen noch einmal Fazit zu ziehen, denn dieser Song Contest war doch sehr ereignisreich und ganz und gar nicht unumstritten. Also: Das war der Song Contest  2024 - Fazit Teil 2. Dieses mal nur mit Alkis und Marco und ohne Gäste.

Und eine Frage gleich zu Beginn: Haben wir euch mit unseren zahllosen Episoden während der Wochen vor dem Eurovsion Song Contest in Malmö überfordert? Hätten wir die Episoden mit Andi Knoll zu einem späteren Zeitpunkt veröffentlichen sollen? Alle? Oder nur die mit den zeitloseren Themen? Schreibt uns eure Meinung: Mail an alkis@mercicherie.at oder marco@mercicherie.at oder direkt als Kommentar oder Message bei unseren Social Media Kanälen. Und bewertet uns bei Gelegenheit, wo immer ihr uns hört.

In dieser Episode blicken Marco und Alkis zurück auf den Song Contest 2024. Nach 14 Tagen sind die Statistiken da, die Wertungen der vorderen Plätze schauen sich die beiden auch noch mal genauer an, aber auch die prägenden Themen und die  Probleme der diesjährigen Ausgabe der weltgrößten Musikshow der Welt.

In der Kleinen Song Contest Geschichte am Schluss geht Marco den Weg von Malmö in die Schweiz - in umgekehrter Richtung.

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#0309 Merci Jury V 2021 - Das Resultat20 Apr 202101:13:33

Update 2022: Aus lizenzrechtlichen Gründen ist die Musik aus dieser Episode entfernt!

Merci Jury! Zuerst bedanken sich Marco und Alkis aber bei den Juries der Folgen I-IV. Doch jetzt sind die Hörerinnen und Hörer am Zug. 141 Votes wurden gezählt und zu den Jurywertungen addiert. Hier ist das Resultat der Merci Jury 2021 mit den Top 10 in voller Länge.

Wie haben wir die Punkte ermittelt? Die Top-Ten-Wertung im Eurovision-Format (das müssen wir wohl nicht wirklich erklären) des Publikums wurden zusammen gezählt. Die Jury-Punkte wurden anschließend einfach dazu addiert. 

Und um es abzurunden, haben wir einige Statements eingeholt. Wir danken Tex Rubinowitz, Franz Palmsteiner, Thomas Mohr, Manuela Tiefnig, Sascha Frasz, Frank (@grawutzl), Hans Mekenkamp, Peter Chen, Alex Nitt, Eberhard Forcher, Dhana Irsara, Henrik Eder, Christopher Wurmdobler, Vytas Neviera, Maksymilian (@mxpttr), Johannes Marksteiner, Nicolasvegas.eu, Romana Pachner, Muhamed Mešić und natürlich Bettina & Charlotte.

Wer hat gewonnen? Wer ist in den Top Ten? Hört rein.

Und wer vom Voten noch nicht genug hat: Bei der OGAE Austria Preview-Bewertung 2021 kann man am 24.4.2021 auch noch mitvoten. Das Voting ist auch für die Freunde des Vereins online möglich.

Oder schickt eure Favoriten an Hans Mekenkamp vom niederländischen Sender AAFM (songfestival@aafm.nl), der es dann in seiner Sendung auswertet. Man kann AAFM auch online hören. 

Vielen Dank an alle!

 

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#0308 Merci Jury IV 2021 - Mit Liesbeth Bijl & Botschafter Aldrik Gierveld13 Apr 202101:33:43

Update 2022: Aus lizenzrechtlichen Gründen ist die Musik aus dieser Episode entfernt!

Ahoy Rotterdam: In der aktuellen Merci Jury-Folge bewerten die in Wien lebende Rotterdamerin Liesbeth Bijl und der niederländische Botschafter in Wien, Aldrik Gierveld die letzten Songs des Eurovision Song Contests 2021.

Schickt uns eure Top-Ten-Wertungen zu den 39 Eurovision Beiträgen, die wir den Jury-Votes hinzufügen werden, um unseren Sieger-Song zu ermitteln. Schickt uns eure Wertungen an marco@mercicherie.at oder als Nachricht auf unseren Social-Media-Kanälen.

Zu den News: Nach und nach werden die Details aus Rotterdam bekannt. Die Interval-Acts bestreiten heuer unter anderem Afrojack, Glennis Grace und Wulf mit  Orchester.

Der irische Songwriter und Journalist Shay Healy ist am 9. April 2021 verstorben. Er war der Komponist von Johnny Logans Welterfolg "What's Another Year", mit dem Logan 1980 den Song Contest in Den Haag gewann.

Israel hat bereits bekannt gegeben, dass der neue Act über eine nicht ganz unbekannte Show ermittelt wird. Der Sender Reshet 13 sucht für den staatlichen Sender KAN bei "The X-Factor Israel".

Ein Blick auf die Spotify-Listen und Betting Odds zeigt, es ist noch alles offen, klare Favoriten sehen anders aus. Umso wichtiger, dass die Merci Jury IV ein wichtiges Zeichen setzt.

Liesbeth und Aldrik erzählen uns von den schönsten Plätzen in Rotterdam, von den Must-Sees und den In-Vierteln dieser modernen Stadt. Zum Nachholen nach dem Song Contest. denn Tourismus ist dieses Jahr wohl noch schwer möglich.


Bewerten mussten unsere Gäste folgende Songs:


James Newman - Embers (UK)

Anxhela Peristeri - Karma (Albanien)

Viktoria - Growing Up Is Getting Old (Bulgarien)

Fyr og Flamme - Øve os på hinanden (Dänemark)

Blind Channel - Dark Side (Finnland)

Tornike Kipiani - You (Georgien)

Samanta Tina - The Moon Is Rising (Lettland)

Leider musste uns Aldrik ab hier verlassen, denn ein Online-Meeting mit der UNO stand auch noch auf dem Programm. Deswegen macht Liesbeth ab hier alleine weiter. Aldriks Bewertungen werden nachgereicht.

The Black Mamba - Love Is On My Side (Portugal)

Gjon’s Tears - Tout l’Univers (Schweiz)

Vincent Bueno - Amen (Österreich)

Die berühmten Fragen am Schluss - leicht abgewandelt für die Merci Jury-Folgen - beantwortet Liesbeth natürlich auch:
Ihr liebster niederländische Beitrag ist Anouks Song "Birds", den sie 2013 in Malmö gesungen hat.

Der Lieblinsgbeitrag aller Zeiten ist wohl "Save Your Kisses For Me" von Brotherhood of Man, weil der Gewinnersong aus dem Jahr 1976 ihr immer noch immer ein Lächeln aufs Gesicht zaubert.

 

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#0307 Merci Jury III 2021 - Mit Corinna Milborn & Jürgen Pettinger05 Apr 202101:28:28

Update 2022: Aus lizenzrechtlichen Gründen ist die Musik aus dieser Episode entfernt!

Corinna Milborn und Jürgen Pettinger kennen wir vor allem aus den Nachrichten. Die eine ist Informationschefin bei Puls 4, der andere Zeit im Bild-Redakteur und -Moderator im ORF. Was sie gemeinsam haben: Sie sind Merci Jury III.

Doch vor jeder Jury gibt es natürlich die News:
Ein paar positive zuerst: VAL, das belarusische Duo, das 2020 nicht antreten konnte und nun auf der Seite der Protestbewegung gegen das Regime von Lukaschenko protestiert, hat geheiratet.

Der Song Contest in Rotterdam wird (hoffentlich) nach letztem Stand mit einem beschränkten Publikum statt finden und wird wissenschaftlich begleitet.

Duncan Laurence kommt gerade in den USA größer raus. Er wird am Erscheinungstags dieser Episode, am Dienstag den 6. April bei Ellen DeGeneres live in der Show zu sehen sein.

Über die Stilikone und Song-Contest-Teilnehmerin (1963 für Monaco) Françoise Hardy gibt es eine Doku auf Arte zum Nachschauen.

Zur Merci-Jury-Episode erscheinen unsere Gäste sehr gut vorbereitet. Und sie durften folgende Acts beurteilen:
Blas Cantó - Voy A Quedarme (Spanien)

Uku Suviste - The Lucky One (Estland)

Stefania - Last Dance (Griechenland)

Daði og Gagnamagnið - 10 Years (Island)

Natalia Gordienko - SUGAR (Moldova)

RAFAŁ - The Ride (Polen)

Senhit - Adrenalina (San Marino)

Hurricane - LOCO LOCO (Serbien)

Benny Cristo - omaga (Tschechien)

Barbara Pravi - Voilà (Frankreich)

Es fielen sehr schöne Wertungen und auch Hundedame Lilly gab ihre qualifizierte Meinung dazu ab.

Zufrieden? Wie würdet ihr entscheiden? Schickt uns eure Top-Ten-Wertungen zu den 39 Eurovision Beiträgen, die wir den Jury-Votes hinzufügen werden, um unseren Sieger-Song zu ermitteln. Schickt uns eure Wertungen an marco@mercicherie.at oder als Nachricht auf unseren Social-Media-Kanälen.

Unsere Gäste mussten noch unsere Standard-Fragen beantworten. Jürgen hat Mahmood mit "Soldi" noch auf der Playlist und Corinna findet "Think About Things" noch immer gut.
Die Lieblingssongs sind Conchitas "Rise Like A Phoenix"  (von beiden) und auch zusätzlich noch Dana Internationals Siegerlied "Diva" aus dem Jahr 1998 für Jürgen, weil beide Songs wahnsinnig viel verändert haben.

 

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#0306 Merci Jury II 2021 - Mit Tom Glanzmann & Florian Tusi29 Mar 202101:17:46

Update 2022: Aus lizenzrechtlichen Gründen ist die Musik aus dieser Episode entfernt!

Die Merci Jury II hat dieses Mal Schweizer Gäste. Die OGAE Switzerland entsendet Präsident Tom Glanzmann und Vize Florian Tusi zu uns, um die die Songs 2021 zu analysieren, zu checken und zu bewerten. Umso spannender, gilt die Schweiz 2021 doch als eines der heißen Siegesanwärter.

Doch zuerst zu den News:

Auch der zweite Versuch von Belarus wurde von der EBU als zu propagandistisch abgelehnt und das Land deswegen vom Bewerb 2021 ausgeschlossen. Belarus ist hoffentlich 2022 mit coolen Acts wieder dabei: VAL (2020) und Naviband (2017) haben sich zusammen getan und einen Song aufgenommen, mit dem sie die Protestbewegung in Belarus unterstützen wollen. Wer mehr über die Hintergründe erfahren möchte: Wir haben im vergangenen Sommer in der Episode #0217 über die Hintergründe in Belarus berichtet.

Wie auch 2020 wird auch 2021 die spanische Pre-Party, bei der traditionell viele aktuelle Eurovision-Stars teilnehmen, nur virtuell stattfinden können. Auf dem Youtube-Kanal von eurovision-spain.com geht am 24.4. die diesjährige PrePartyES live on air. Dort kann man auch in die Aufzeichnungen der PreParties der letzten Jahre hinein schauen.

Beim Zappen sind wir über die Austrozone (die der Merci-Jury-I-Gast Peter Schreiber moderiert) gestolpert. Und dort war das neue Video von PAENDA zu sehen. Ihr neuer Song heißt "High And Dry" und das Video ist nicht nur sehr, sehr witzig, sondern dort gibt es auch einen bekannten Gast zu sehen: Lukas Plöchl aka WENDJA ist sowohl vor als auch hinter der Kamera dabei.

Zu Gast bei der Merci, Jury II sind Tom und Florian aus der Schweiz. Beide haben, gemeinsam mit anderen, den Schweizer OGAE Fanclub aus seinem Dornröschenschlaf erweckt.

Tom betreibt seit 2014 die Info-Website douzepoints.ch und ist im Leben außerhalb von Eurovision in der Kommunikation tätig. Florian ist in einer Privatklinik in der Gastronomie tätig.

Zusammen mit Marco und Alkis müssen sie folgende Songs bewerten:

Efendi - Mata Hari (Aserbaidschan)

Hooverphonic - The Wrong Place (Belgien)

Eden Alene - Set Me Free (Israel)

Albina - Tick-Tock (Kroatien)

Destiny - Je Me Casse (Malta)

TIX - Fallen Angel (Norwegen)

ROXEN - Amnesia (Rumänien)

Go_A - SHUM (Ukraine)

Elena Tsagrinou - El Diablo (Zypern)

Jendrik - I Don't Feel Hate (Deutschland)

Vincent Bueno - Amen (Österreich)

Die Wertung für Österreich übernehmen die beiden Schweizer alleine, diese Wertung wird in der letzten Merci, Jury-Folge durch zwei weitere Wertungen ergänzt.

Die berühmten Fragen zum Schluss bleiben auch Florian und Tom nicht erspart:

Auf die Frage, welcher Song von 2019 oder 2020 noch auf der Playlist ist, hat Tom eine einfache Antwort: "Scream" von Sergey Lazarev. Bei Florian ist es nicht ganz so eindeutig: Er mag noch immer alle Songs.

Bei den ESC-Lieblingssongs aller Zeiten begegnet uns eine Bekannte: Florian nennt "Euphoria" von Loreen. Tom denkt an den ungarischen Beitrag aus dem Jahr 2011 zurück: Kati Wolfs "What About My Dreams".  Kati war auch bei Merci, Cherie Episode #0125 zu Gast.

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#0305 Merci Jury I 2021 - Mit Theresa Ziegler und Peter Schreiber22 Mar 202101:47:19

Update 2022: Aus lizenzrechtlichen Gründen ist die Musik aus dieser Episode entfernt!

Die Merci Jury ist wieder da. Vier Episoden in vier Wochen mit allen Eurovision Songs dieses Jahrgangs. Wer floppt und wer bekommt Douze Points? Alkis und Marco haben dafür zwei TV-Musikjournalist*innen zu Gast: Theresa Ziegler (A1 Now) und Peter Schreiber (W24).

Der Moment, auf den alle gewartet haben, ist da: Wir werden in vier wöchentlichen Sondersendungen gemeinsam mit zwei Gästen unsere Wertungen zu den diesjährigen Songs abgeben. 

Theresa ist ehemalige Chefredakteurin von "The Gap" und macht seit einiger Zeit "AUX - Das Magazin für Musik und Culture" auf A1 Now TV, dass sowohl über A1-TV als auch im Web ansehbar ist. Sie liebt Eurovision und kennt sich aus.

Peter hat einige Jahre "Pop!" auf W24 gestaltet und ist weiter beim Sender als Moderator tätig. Und er hat von Song Contest-Scout und Radiolegende Eberhard Forcher die Austrozone übernommen, einem redaktionell gestalteten Überblick über musikalische Neuerscheinungen aus Österreich. Empfangbar ist die Austrozone sowohl auf Youtube als auch bei Okto TV. Auch er liebt Eurovision und ist meist Team Schweden, wie er uns verrät.

Und beide mussten gemeinsam mit Marco und Alkis folgende Länder  bewerten:

Niederlande
Jeangu Macrooy - Birth Of A New Age

Australien
Montaigne - Technicolour

Irland
Lesley Roy - Maps

Litauen
The Roop - Discoteque

Nordmazedonien
Vasil - Here I Stand

Russland
Manizha - Russian Woman

Schweden
Tusse - Voices

Slowenien
Ana Soklič - Amen

Aserbaidschan
Efendi - Mata Hari

Italien
Måneskin - Zitti E Buoni

Gewertet wird in Eurovision-Manier, also von 12-0 ohne die 9 und die 11. Aber natürlich darf die Jury auch mehrmals 12, 10 oder auch 0 Punkte vergeben.

Die Standardfragen am Schluss stellen wir auch noch:

Peter liebt die isländischen Beiträge von 2019 und 2020, Hatari mit "Hatrið mun sigra" und Daði & Gagnamagnið mit "Think About Things"
Theresa liebt Tamta mit "Replay" von 2019

Und für beide ist der Eurovision-Lieblingssong eindeutig "Euphoria" von Loreen. Aber Achtung: Der Link führt euch - wegen Peters Engagement bei der Austrozone - zur österreichischen Version.

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#0304 Amen - mit Vincent Bueno10 Mar 202100:47:49

Update 2022: Aus lizenzrechtlichen Gründen ist die Musik aus dieser Episode entfernt!

Amen! So lautet der Titel des österreichischen (und des slowenischen) Beitrags. Vincent Bueno erzählt uns über die Bedeutung des Songs, was er in einem Jahr so machte und wie wichtig die philippinische Community für ihn ist.

Das Teilnehmerfeld verdichtet sich, viele Songs und viele Interpret_innen sind bereits da, einige wenige werden in den nächsten Tagen noch veröffentlicht, es bleibt spannend.

Während der podcast erscheint, erlebt auch der österreichische Beitrag seine Veröffentlichung. Der Titel heißt "Amen" und gesungen wird er von Vincent Bueno, der das dritte Mal Gast bei "Merci, Chérie" ist. Und damit ist er der bislang häufigste Gast im Podcast.

Und er erläutert die Hintergründe dieses Songs, wie der Song ihn gefunden  und was der Inhalt mit ihm zu tun hat. "Amen" hat tatsächlich wenig mit Religion zu tun, auch wenn man es im ersten Moment gar nicht wahrhaben mag, denn Vincent ist ein gläubiger Mensch. Vielmehr geht es um die landläufige Bedeutung des Wortes "Amen": "So sei es.". In seiner Interpretation geht es um das Ende einer Beziehung, in der ein Partner hin nimmt, dass es keine gemeinsame Zukunft gibt. 

Das vergangene Jahr war für Vincent Bueno ein interessantes Jahr: Zum einen hat er natürlich, wie die meisten Künstlerinnen und Künstler, nur wenige Auftritte absolvieren können, aber andererseits hat er im November auch ein Album veröffentlicht. Auf "On The Run" vermuteten Fans schon den Eurovision-Song, doch zur Überraschung aller wurde vor wenigen Wochen bekannt, dass der Song "Amen" heißen würde und nicht auf dem Album zu finden sei. In diesem vergangenen Jahr hat Vincent laut eigener Aussage gelernt, dass es nicht das Jahr für Egos sei, sondern ein Jahr für das Miteinander. Und er war offen dafür, den Song für Eurovision nicht selbst zu komponieren. Was für sein früheres Ich wohl nicht selbstverständlich gewesen wäre. Als ihm dann "Amen" vorgeschlagen wurde, das im Demo von einem der Autoren, dem talentierten Tobias Carshey eingesungen wurde, war er dann aber doch skeptisch. Er machte den Song im Studio aber dann doch zu seinem eigenen Song. Die Songwriter und Producer dieses Songs sind recht bekannte Namen im Song Contest-Universum: Der Brite Ashley Hicklin hat 2010 "Me And My Guitar" von Tom Dice für Belgien geschrieben; Jonas Thander war für UK 2019, Michael Rice "Bigger Than Us", verantwortlich; Mikolaj Trybulec war einer der Songwriter hinter "Friend Of A Friend" der tschechischen  Band Lake Malawi aus dem Jahr 2019 und "Universo" von Blas Cantó (2020). Federführend bei der Produktion war der Schweizer Pele Loriano, der sowohl "Run With The Lions" von Jurijus (2019) als auch unter anderem "Sister" von "S!sters" (2019) seinen Stempel aufgedrückt hat. Und in dessen Songwriter Camp mit seiner Hilfe einige Fan-Favourites entstanden sind, Luca Hännis "She Got Me" zum Beispiel.
Mitte März wird er die Live-On-Tape-Fassung für den Fall aufnehmen, dass es für Rotterdam eine Reisewarnung gibt. Inszeniert wird der österreichische Beitrag wieder von Marvin Dietman, mit dem wir vor zwei Wochen bei der Episode #0303 gesprochen haben.

Im Lockdown hat Vincent Bueno natürlich, wie wir alle, viel gestreamt. Und natürlich war "Eurovision Song Contest: The Story Of Fire Saga" das Thema, auch bei Vincents Verwandtschaft weltweit. Ein "Eurovision Asia Song Contest", der derzeit gemeinsam mit der EBU in Australien entwickelt wird, nimmt konkrete Formen an. Die Frage liegt nahe, ob Vincent Bueno auch für die Philippinen, dem Land seiner Eltern, antreten würde. Er schwärmt für viele Künstler_innen dort, es gäbe wahnsinnig gute Acts auf den Philippinen, die in Europa weitestgehend unbekannt sind. Und erzählt von den asiatischen Communities hier in Europa, die oft übersehen werden. 

In der kleinen Geschichte am Schluss fragt Alkis Marco nach den Gewinnersongs mit religiösen Begriffen. Kennt ihr alle?

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#0303 Wie inszeniere ich den perfekten Eurovision Song? Mit Marvin Dietmann, Artistic Director22 Feb 202101:23:04

Solltet ihr immer noch auf der Webseite hören. Leichter geht es mit abonnieren: Spotify, Amazon Music, Google Podcasts, Deezer, und andere Podcast Apps, oder auch radio.de, radio.at, etc und weitere zahlreiche Internet-Radioprogramme und Internetradios. Und vergesst nicht, uns zu bewerten.

Marco berichtet von den zahllosen nationalen Vorentscheiden, Schweden, Estland, Portugal, Norwegen und Finnland, die er verfolgt hat. Und Spanien. Über Spanien sprechen wir auch mit Marvin Dietmann. Über alle Songs werden wir natürlich in unseren vier "Merci, Jury"-Episoden ausführlich sprechen.

Ein TV-Tipp: Die Doku "Sebastien Tellier - Many Lifes" ist auf Arte noch bis zum 28.2.21 abrufbar. Der Franzose hat sein Land mit "Divine" im Jahr 2008 vertreten und hat seit dem eine Kult-Fanbase.

Am Dienstag, den 23.2.2021 spricht Dr. Eurovision live auf seinem Youtube- und Facebook-Channel mit (drumroll) Marco Schreuder über Fan-Tum. 

Marvin Dietmann ist einer der international gefragtesten künstlerischen Leiter wenn es um die Inszenierung von Eurovision Song Contest-Acts geht. Alles begann für Bulgarien 2011 in Düsseldorf. Wir erreichten ihn als er gerade in Madrid für Destino Eurovisión unterwegs war.

Wir fragen ihn natürlich, was ein Artistic Director beim Song Contest (bzw. bei Shows grundsätzlich) so tut. Er erklärt uns, wie er mit Hilfe der Acts seine Visionen entwickelt, wie er mit dem gesamten kreativen Team hinter der Kamera diese Ideen umsetzt. Während der Show wird viel mit modernster Technologie gearbeitet, die Effekte und das Licht werden von Steuerpunkten auf dem Musik-Track ausgelöst, die Kamera-Einstellungen werden vorher bis ins Kleinste geplant und sind mindestens so exakt, wie die die Choreogradien, die die Acts auf der Bühne zu bewältigen haben. Die Fäden laufen beim Artistic Director zusammen.

Begonnen hat er seine Karriere als Tänzer und Choreograph, eine Ausbildung zum Fotografen folgte und lief anfangs noch parallel. Sein erster Auftrag beim Song Contest kam dann 2011. Während Österreich beim Song Contest in Düsseldorf sein langerwartetes Come Back feierte, hatte ein österreichisch-bulgarisches Team rund um Sebastian Arman,David Bronner und Boris Milanov die damals am Anfang ihrer Karriere stehende Poli Genova produziert. "Na Inat" scheiterte zwar im Halbfinale, erregte aber genug Aufsehen, dass auch der ORF auf Dietmann aufmerksam wurde. Zahlreiche TV-Formate folgten und mittlerweile zahllose Eurovision Acts, darunter natürlich alle Beiträge Österreichs ab 2012, also auch Conchitas Auftritt und den von Cesár Sampson.

2015 wurde er Stage Director für den gesamten Song Contest in Wien, eine Funktion, die er 2017 und 2018 in Kiev und Lissabon wiederholte. Mittlerweile ist er auch ein Fixpunkt in den kreativen Teams der Eurovision-Gesamtproduktion.

Anhand des Auftritts von Blas Cantó beim heurigen spanischen Vorentscheid, bei dem er die zwei finalen Songs zur Wahl stellte, beschreibt Dietmann die Schwierigkeiten, die im heurigen Corona-Jahr für die Sendeanstalten kommen. Da es ein Live-On-Tape, eine aufgezeichnete Live-Aufnahme als Back-Up, geben muss, die statt eines Auftrittes vor Ort ausgestrahlt werden kann, falls die Reisebeschränkungen nicht fallen, musste neben der eigentlichen Ausstrahlung am letzten Samstag auch eine Variante aufgezeichnet werden, die den Ansprüchen der EBU genügt. Die Inszenierung des sehr persönlichen Songs "Voy A Quedarme", den Spanien nach Rotterdam schickt, war eine Herausforderung für Dietmann, das Ergebnis lässt sich sehen.

Erwähnten wir eigentlich, dass Marvin Dietmann die Show von David Hasselhoff gestaltet hat?

Die Standard-Fragen am Schluss beantwortet uns Marvin dahingehend, dass er keine Songs der letzten Eurovisionjahre auf seiner Playlist hat. 

Eine Erinnerung an einen denkwürdigen Song Contest-Moment hat er mit der israelischen Delegation in Lissabon erlebt.

Sein Lieblings-Eurovisionsong ist Céline Dions "Ne Partez Pas Sans Moi" aus dem Jahr 1988.

In der Kleinen Song Contest-Geschichte am Schluss erzählt Marco von einer kleinen Inszenierung, die in die Geschichte des Song Contest eingegangen ist: Dänemark sandte 1957 das Duo Birthe Wilke und Gustav Winckler mit "Skibet Skal Sejle I Nat". 

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#0302 Blind Date I - Mit Barbara Kaufmann & Beatrice Frasl08 Feb 202101:08:27

Update 2022: Aus lizenzrechtlichen Gründen ist die Musik aus dieser Episode entfernt!

 

Eine Erinnerung: Wir ersetzten zukünftig die Episoden mit Musik nach einem Jahr, denn unsere Musik-Lizenz sichert uns nur zu, dass wir die Episoden längstens ein Jahr mit Musik online haben dürfen. Wollt ihr die Episoden komplett mit Musik? Ladet sie euch auf eure Festplatten. Die erste Episode ist übrigens die Episode #0205 mit Ralph Siegel.

Zu den News: viele Vorentscheide laufen: Norwegen geht langsam zu Ende, Schweden beginnt gerade mit der mehrwöchigen Entscheidung und Deutschland hat seinen Künstler für Rotterdam vorgestellt: der 26-jährige Jendrik Sigwart tritt an.

Vorgestellt hat auch die Ukraine ihren Act: Es bleibt Go_A, die bereits 2020 antreten hätten sollen. Und sie bleiben ihrem Stil treu. "Shum" ist allerdings wesentlich eingängiger, dazu gibt es ein witzig-dystopisches Video. Sehr passend in den ungewöhnlichen Zeiten.

Beim französischen Vorentscheid hat sich Barbara Pravi gegen eine starke Konkurrenz durchgesetzt. Ihr von den klassischen Chansons Edith Piafs inspiriertes Lied "Voilà" scheint der Vorbote eines starken Jahrganges zu sein. 

Ebenso haben The Roop in Litauen gewonnen. "Discoteque" ist die logische Fortsetzung von "On Fire" vom vergangenen Jahr. Es ist unserer Meinung nach ein briliantes Stück Pop und hat zu Recht vermutlich 80% der Zuschauer_innen von sich überzeugen können und sie werden sicher in Rotterdam um einen Platz weit oben rittern.

Eine traurige Nachricht erreichte die ESC-Gemeinschaft ebenfalls: Siklósi Örs, der Sänger der  Band AWS, die Ungarn 2018 in Lissabon vertreten haben, starb an Leukämie. Er wurde gerade einmal 29 Jahre alt. 

Unser neues Merci, Chérie-Format "Blind Date". In unterschiedlichen Abständen laden wir Gäste eins die uns ein Lied mitnehmen, das irgendwie mit dem Eurovision Song Contest zu tun haben. Wir beginnen mit den Podcasterinnen Barbara Kaufmann (Ganz offen gesagt) und Beatrice Frasl (Große Töchter).

Barbara Kaufmann ist Filmemacherin, Autorin und eben auch Podcasterin. Sie erzählt uns von ihrer Arbeit an ihrem neuen Film, vom Polit-Podcast "Ganz offen gesagt" und von der Erfahrung mit Twitter. Dort sind sie und auch Beatrice Frasl sehr aktiv.

Beatrice ist Kulturwissenschafterin, Feministin und betreibt den Podcast "Große Töchter". Der Podcast versucht, feministische Inhalte niederschwellig zu vermitteln und widmet sich sehr vielen Themenbereichen.

Wir alle haben uns Songs mitgebracht, die im weitesten Sinne mit dem Song Contest zu tun haben. Was? Das müsst ihr selbst erhören.

Wollt ihr selbst einmal bei einem  Merci, Chérie-Blind Date teilnehmen? Meldet euch bei marco@mercicherie.at oder alkis@mercicherie.at. Wir haben Kuchen. Und Spaß.

In der Kleinen Song-Contest-Geschichte am Schluss erzählt Alkis vom britischen Beitrag aus dem Jahr 1984, Belle & The Devotions, die mit ihrem 60s-Girl-Group-Sound von  "Love Games" den siebten Platz erreichten. In Luxemburg, wo der Song Contest statt fand, buhten Zuschauer_innen am Schluss des Beitrags. Schuld war das Randalieren britischer Fußball-Fans nach dem UEFA-Gruppenspiel gegen Luxemburg am 16. November 1983 im kleinen Großherzogtum. Denn obwohl England Luxemburg mit 4:0 besiegt hatte, wurde die englische Nationalmannschaft nur Gruppen-Dritte und konnte nicht an der Fußball-Europa-Meisterschaft 1984 teilnehmen.

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#0301 Die kleine Großmacht Luxemburg - Mit Monique Melsen, Marion Welter & Thierry Mersch25 Jan 202101:38:24

Update 2022: Aus lizenzrechtlichen Gründen ist die Musik aus dieser Episode entfernt!

Doch zuerst ein paar News:

Die Publikumslieblinge von 2019 und 2020 bringen sich für 2021 in Stellung: KEiiNO möchte wieder für Norwegen mit "Monument" starten und The Roop mit "Discoteque" für Littauen.

Albanien hat bereits entschieden: "Karma" von Anxhela Peristeri.

Zu Gast sind diesmal drei sehr unterschiedliche Menschen, die alle mit dem Song Contest in Luxemburg zu tun haben.

Marion Welter vertrat das kleine Großherzogtum 1992 mit dem zweiten von nur drei Beiträgen auf Letzeburgisch, der einheimischsten der drei Amtssprachen. Mit "Sou Fräi" erreichte sie damals den 21. Platz.

Monique Melsen erreichte 1971 immerhin den 13. Platz beim Song Contest in Dublin mit "Pommes, Pommes, Pommes".

Thierry Mersch ist Lehrer, Sänger (hier sein Titel "Broken Love") und Gründer des Luxemburger Eurovision Fanclubs.

Wir baten unsere Gäste, ihr Land einmal zu beschreiben. Ein Land, so groß wie Vorarlberg oder das Saarland, aber mit drei Amtssprachen: Französisch, Deutsch und Letzeburgisch. Und es war einmal die Pop-Großmacht beim Eurovision Song Contest. Bis in die frühen 90er hat Luxemburg fünf mal gewonnen, was auch an den Bemühungen von RTL (Radio Luxemburg) lag, eines der wichtigsten Pop-Radios Europas. Der Sender war - im Gegensatz zu allen anderen teilnehmenden Rundfunkstationen - privat finanziert und bekam lediglich einen Zuschuss der Regierung. Wie es dann zum Ausstieg kam, beschreibt Thierry.

Monique Melsen erzählt von ihren Erfahrungen in Dublin. Davon, wie sie Freundschaften geschlossen hat, unter anderem mit Marianne Mendt, und wie z.B. Katja Epstein von der deutschen Delegation eher abgeschottet worden sei.

Thierry erzählt, wie es das kleine Land geschafft hat, mit sehr vielen namhaften internationalen Künstlerinnen und Künstlern anzutreten.

Marion Welter beschreibt die Anfänge, von der Begeisterung im Kinderheim, in dem sie aufwuchs, wenn Eurovision lief; von den Anfängen in Bands und zum Sprung auf die Eurovisions-Bühne in Malmö. In Malmö war sie zu schüchtern, um den Kontakt zu suchen.

Sowohl Monique als auch Marion erzählen von ihren ungewöhnlichen Outfits, die beide Aufsehen erregten.

Monique Melsen hat nach ihrem Solo-Auftritt beim Song Contest recht bald beim Pop Chor "Family Tree" angeheuert, der - ähnlich wie die Les Humphries Singers - aus internationalen Sängerinnen und Sängern bestand. Bei den Live Auftritten wurde die Truppe auch von einer gewissen Donna Summer unterstützt, die ab dem zweiten Album der Gruppe fix dabei war. Bis dann Giorgio Moroder mit ihr ein Lied aufnahm.

Seit den 90ern spielt und singt Monique Melsen in der politischen Kabarett-Gruppe Cabarenert

Marion arbeitet beim Fonds für den sozialen Wohnungsbau, daneben hat sie mit der Gruppe "Trei Séien" Folklore gemacht, und sie spielt bei Musical-Galas und bei diversen Bandprojekten.

Bei den Fragen am Schluss haben wir eine Standardfrage etwas umformuliert, um den Luxemburg-Schwerpunkt mehr in den Mittelpunkt zu bringen.

Die erste Frage war: Welcher ist dein Lieblingsbeitrag Luxemburgs aller Zeiten?

Für Monique Melsen ist es "Apres Toi" von Vicky Leandros aus dem Jahr 1972. Für Marion Welter ist es Monique Melsens "Pommes, Pommes, Pommes". Und Thierry Merschs Lieblingssong ist "Donne-Moi Une Chance" von Modern Times aus dem Jahr 1993. Es war der letzte Beitrag Luxemburgs und auch der dritte (und letzte) der zumindest teilweise auf Letzeburgisch gesungen wurde. 

Eine Anekdote vom Song Contest haben alle drei:

Für Monique ist es die Begegnung mit Cliff Richard gewesen. Nachdem Vicky für Luxemburg gewann, fand der Eurovision Song Contest 1973 im Nouveau Théâtre in Luxemburg statt und sie war Teil der Jury vor Ort. Dort traf sie dann ihr großes Idol Cliff Richard, der mit "Power To All Our Friends" an den Start ging.

Die Geschichte von Marion Welter ist ein bisschen dramatischer. Am Abend ihres Auftritts 1992 in Malmö hatte sie plötzlich einen Migräne-Anfall, zumindest glaubte sie es. Übliche Schmerzmittel schlugen nicht an, aber sie sang trotzdem. Ein paar Monate später, sie war mittlerweile schwanger, wurde festgestellt, dass sie sich 1990 bei einem Kenia-Urlaub mit Malaria angesteckt hatte. Die einzelligen Parasiten hatten sich in ihrer Leber versteckt und nur einzelne Anfälle deuteten auf die Erkrankung hin. Während der Schwangerschaft brach die Krankheit merkbar aus, konnte aber unter Kontrolle gebracht werden. Sowohl das Kind als auch die Mutter haben keine Schäden davon getragen.

Für Thierry Mersch war es das Jahr 1983. Als der damals 12-jährige Thierry beim Schauen auf dem Sofa eingeschlafen ist, wurde er unsanft von seiner Mutter geweckt, als sie einen Siegesschrei ausstieß, als Corinne Hermes in München gewann.

Die Frage nach dem Lieblingssong aller Zeiten beim Song Contest, beantworten die drei wie folgt:
Für Monique Melsen ist es Conchitas "Rise Like A Phoenix". Für Marion Welter sind es zwei: Abba mit "Waterloo" (1974) und Celine Dion mit "Ne Partez Pas Sans Moi" (1988). Für Thierry ist es eindeutig "Apres Toi" von Vicky Leandros. Bei der Umfrage in unserer Facebook-Gruppe gewann Vicky ebenfalls.

In der Kleinen Geschichte am Schluss erzählt Marco von der faszinierenden und berührenden Geschichte des David Alexandre Winter, der 1970 Luxemburg mit "Je suis tombé du ciel" vertrat.

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#0224 Die besten Zweitplatzierten aller Zeiten!07 Dec 202000:55:02

Update 2021: Aus lizenzrechtlichen Gründen ist die Musik aus dieser Episode entfernt!

Doch zuerst die News: Das 'alte' Logo für Rotterdam 2020 hat - in der Eurovision-Welt nicht ungewöhnlich - ein Revamp für 2021 bekommen. Jetzt sind auch die Entfernungen der jeweiligen Hauptstädte zu Rotterdam Teil des Designs.

Valentina aus Frankreich hat den Junior Eurovision Song Contest gewonnen.

Wir wollten von euch wissen, wer die besten Zweitplatzierten sind. Vor Wochen haben wir in unserer Facebook-Gruppe die über 60 Beiträge in teils erbitterten Zweikämpfen auf 15 zusammen gedampft. Diese 15 haben sich gegen die anderen behaupten können (nach Jahren sortiert):
 

1963: SUI Esther Ofarim - T'en vas pas

1968: UK Cliff Richard - Congratulations

1973: ESP Mocedades - Eres tú

1974: ITA Gigliola Cinquetti - Sì

1980: GER Katja Ebstein - Theater

1983: ISR Ofra Haza -Chai

1991: FRA Amina - Le dernier qui a parlé...

1994: POL Edyta Górniak - To nie ja

1995: ESP Anabel Conde - Vuelve conmigo

2004: SCG Željko Joksimović & Ad Hoc Orchestra - Lane moje

2007: UKR Verka Serduchka - Dancing Lasha Tumbai

2009: ISL Yohanna - Is It True?

2014: NED The Common Linnets - Calm After the Storm

2018: CYP Eleni Foureira - Fuego

2019: ITA Mahmood - Soldi

Fast 100 Votes haben wir bekommen, wer wurde 15.? Wer wurde 1.?

Gesprochen haben wir tatsächlich nur einen einzigen Performer, nämlich Mahmood.


Neben den zahllosen Online-Votings haben uns unsere Kolleginnen und Kollegen von den anderen Eurovision Podcasts (im weitesten Sinne) ihre Wertung geschickt.

Thomas Mohr und Marcel Stober vom ESCUpdate des NDR,

William Lee Adams von Wiwibloggs,

Daniela und Christoph vom ESC Schnack,

Matt Baker und Monty Moncrieff von Second Cherry (Almost a Eurovision Podcast),

Dr. Irving Benoît Wolther, besser bekannt als Dr. Eurovision

und zu guter Letzt Sonja Riegel und Sascha Gottschalk vom ESC Greenroom.

Und in der letzten Kleinen Song-Contest-Geschichte zum Schluss gibt Alkis jene Geschichte zum Besten, die die Rubrik einst inspiriert hat. Und sie hat etwas mit einem der Beiträge der besten 15 Zweitplatzierten zu tun. 

Wir wünschen euch Frohe Festtage und bleibt gesund. Wir hören uns im neuen Jahr wieder.

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#0223 Bergkarabach und der Eurovision Song Contest - Mit Ralph Janik23 Nov 202001:11:31

Update 2021: Aus lizenzrechtlichen Gründen ist die Musik aus dieser Episode entfernt!

 

Doch zuerst gibt es eine Nachricht eines Sponsors: Wir stellen das Hörbuch "Kohlrabenschwarz" vor. Die erste Staffel voller geheimnisvoller Geschehnisse gibt es nur bei Audible

 

Zu den News: Es gibt ein paar Neuerscheinungen bisheriger und zukünftiger Teilnehmer_innen des ESC: Victoria aus Bulgarien veröffentlicht gerade sehr viel, ist ihr Titel "Ugly Cry" vielleicht der, mit dem sie in Rotterdam an den Start gehen wird?

Vincent Bueno kündigt sein Album „On the Run“ an. Es soll am 27. November 2020 erscheinen. Vermutlich wird auch auf dem bereits sein Lied für Rotterdam drauf sein.

Und auch das Festivali I Kenges hat alle Songs schon veröffentlicht. Der albanische Wettbewerb ist bekannt dafür, immer als erstes seine Vertreter für den ESC zu küren. Ende Dezember wissen wir mehr.

Neues aus Rotterdam: Die Startreihenfolge bleibt gleich und alle Rundfunkanstalten werden angehalten, ein Live-Tape aufzunehmen, für den Fall der Fälle, dass es im Mai noch Reisebeschränkungen gibt.

In Warschau geht am 29.11.2020 der Junior Eurovision Song Contest über die Bühne, erstmals mit deutscher Beteiligung. 

Aber 2020 nicht dabei: Armenien. Wegen des verhängten Kriegsrechts müsse man seine Teilnahme leider zurück ziehen, argumentierte der Sender AMPTV.

Was uns zu unserem Hauptthema bringt: Der Konflikt zwischen Armenien und Aserbaidschan rund um die Region Bergkarabach. Zu Gast ist Ralph Janik, Dozent und Völkerrechtler. Und er ist Podcaster: "Recht politisch" und "In bester Verfassung" sind die beiden hochinteressanten Podcasts, die sich mit Geschichte, Verfassungsrecht und Völkerrecht beschäftigen.

Janik skizziert für Marco und Alkis die Geschichte, wie kam es zur Grenzziehung und - Jahrzehnte später - zur Autonomie der beiden Länder. Die spannende Geschichte spiegelt sich natürlich auch beim Song Contest wieder: Armenien nahm erstmals 2006 beim Song Contest teil, Aserbaidschan debütierte ein Jahr später. 

2009 eskalierte der Konflikt symbolisch beim Song Contest in Moskau: Im Einspieler (beim Song Contest landläufig "Postkarte" genannt) für den armenischen Beitrag (Inga & Anush mit "Jan Jan") im Halbfinale ist eine monumentale Skulptur namens "Tatik Patik" zu sehen, die in Bergkarabach steht. Aserbaidschan protestierte dagegen. Und auch Sirusho, Teilnehmerin 2007 für Armenien, zeigte beim Verkünden der armenischen Wertungen die Skulptur nochmals sehr, sehr deutlich, sowohl im Hintergrund und auch auf ihrer Moderationskarte. Pikanterweise verkündet sie auch den letzten Punkt von Armenien an Aserbaidschan in der Song Contest-Geschichte. Andersum gab es von Aserbaidschan noch nie Punkte für Armenien. Im Gegenteil, der Guardian berichtete 2009 von Verhören durch die Sicherheitsbehörden an aserbaidschanischen Fans, die für Armenien per Telefon abgestimmt haben.

Nach dem Sieg von Ell & Nikki fand der Song Contest 2012 in Baku statt, Armenien lehnte eine Teilnahme ab. 

Und es gibt noch viele (kleine) Konflikte der beiden Länder rund um den Song Contest. Zum Nachhören: Marco hat  den aserbaidschanischen Sänger Chingiz Mustafayev getroffen und mit ihm gesprochen.

Mehr spannende Geschichten rund um die ehemaligen Sowjetrepubliken hatten wir auch in der Folge #0203 Postsowjetische Hoffnungen und Turbulenzen beim ESC mit Gerhard Mangott. Auch zum Nachhören.

Bei den drei Standard-Fragen am Schluss gibt es nur zwei Antworten, denn Ralph Janik hat die letzten Song Contests nicht verfolgt.

Seine liebste Erinnerung ist die an seine Studienzeit in den Niederlanden, wo er mit Studien-Kollegen aus aller Welt während des Eurovision Song Contest-Schauens über die jeweiligen Kulturen zum Reden gekommen ist.

Und sein Lieblingslied aller Zeiten ist "Hard Rock Hallelujah" von Lordi, die damit 2006 in Athen gewannen.

In der Kleinen Song Contest Geschichte am Schluss erzählt Marco von Avet Barseghyan, dem Komponisten und Moderator aus Armenien, der unter anderem das vorher erwähnte "Jan Jan", aber auch Artsviks "Fly With Me" aus dem jahr 2017.

 

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#0222 Katrina and the Second Wave - Mit Katrina von Katrina & the Waves09 Nov 202000:37:27

Update 2021: Aus lizenzrechtlichen Gründen ist die Musik aus dieser Episode entfernt!

Wir haben diese Folge auf Grund der aktuellen Geschehnisse um eine Woche verschoben.

Doch zuerst zu den News: Es ist (mehr oder weniger) fix, dass 41 Länder am Eurovision Song Contest 2021 teilnehmen werden, die gleichen, die auch 2020 starten wollten.

Neues von der Podcast-Front: Marco fand den zeitgeschichtlichen Podcast von Deutschlandfunk Nova – Eine Stunde History – Der “Grand Prix Eurovision de la Chanson” inakurat, Auch Sonja und Sascha vom ESC Greenroom haben die Stunde Geschichtsunterricht gründlich auf Fakten abgeklopft.

Wir sind ja schon drei deutschsprachige Podcasts, die sich intensiv um den Song Contest kümmern, denn neben dem ESC Greenroom gibt es ja auch den ESC Schnack mit Daniela und Christoph. Schön, dass jetzt auch der NDR, der für den Song Contest verantwortliche Sender der ARD, sich dem annimmt. Thomas Mohr und Marcel Stober moderieren ihr ESC Update für gewöhnlich auf dem Radiosender NDR Blue, jetzt gibt es die Folgen eben auch als Podcast. Und nein, liebe Kollegen, ihr seid nicht der erste deutschsprachige Eurovision-Podcast. Nur der erste offizielle. ;-)

Anlässlich des bestätigten Antretens von Daði Freyr für Island beschäftigen sich Marco und Alkis auch mit der isländischen Aussprache.

Und dann macht Marco ein Ratespiel mit Alkis. Nun ja...

Zu Gast ist Katrina Leskovich, die Sängerin von Katrina & the Waves, die 1997 den Eurovision Song Contest in Dublin für UK gewonnen haben.

Als Army-Tochter kommt die 12-jährige Katrina mit ihren Eltern nach Europa, nach wenigen Jahren in den Niederlanden kommt die Familie nach Großbritannien. Sie wird Sängerin der Waves und nach kleineren Radio-Hits folgt mit "Walking On Sunshine" der Durchbruch. Viele größere Hits hat die Gruppe bis 1997 zwar nicht mehr, aber sie sind gut mit Auftritten ausgelastet.

1997 werden sie von der BBC nach Dublin geschickt, das Land beim Song Contest zu vertreten und kommen als Sieger zurück.

Bald danach löst sich die Gruppe auf, Katrina macht allein weiter, 2004 versucht sie sich mit einem von Thomes G:Son geschriebenen Song ("As If Tomorrow Will Never Come") beim schwedischen Musikfestivalen.

2010  ist sie beim ORF zu Gast und trainiert für die Show "Helden von Morgen" Lukas Plöchl.


Katrina lebt in London und hat gerade ein neues Album am Start: "Hearts, Love & Baby" heißt es. Sowohl im Video für "Drive" als auch für die zweite Single "I Want To Love Again", das sie eigentlich Samantha Fox gewidmet hat, spielt ihre Pudeldame Peggy Lee einige prominente Rollen. Katrina hat auch unter dem Namen Metropoodle zwei Reiseführer für HundebesitzerInnen geschrieben. 

Sie ist auch die einzige US-Amerikanerin, die den Song Contest gewonnen hat. Den US-amerikanischen Song Contest hält sie aber für keine so gute Idee. Für die 

Zwei unserer Standardfragen hat sie recht schnell beantworten können: Ihr Eurovision-Lieblingssong von 2020 ist eindeutig: Daði Freyr mit "Think About Things".

Die zweite Frage, die nach der schönsten Erinnerung, wird gleich mit der dritten Frage, der nach dem Lieblingssong aller Zeiten beantwortet, denn die Lieder sind ihre liebste Erinnerung. Sie liebt den spanischen Beitrag aus dem Jahr 1973, Mocedades sangen damals "Eres Tu". Aber auch Dominico Modugno mit "Nel blu dipinto di blu (Volare)" aus dem Jahr 1958, Gina G mit "Ooh Aah.. Just A Little Bit" (UK 1996) und auch Conchita mit "Rise Like A Phoenix".

2020 ist "Love Shine A LIght" auch der Seelentröster der EBU. Am Tag des abgesagten Eurovision Song Contests zeigt sie eine gleichnamige Show, am Schluss singen alle diesjährigen Künstler_innen das Lied. Die letzten Zeilen singt Katerina. Mit Pudeldame Peggy Lee auf dem Arm.

In der kleinen Geschichte am Schluss erzählt Alkis die Geschichte des schönsten Preises der Eurovision-Welt: Dem Barbara-Dex-Award.

Barbara Dex war die belgische Teilnehmerin 1993, ihr Lied "lemand als jij" erreichte nur - unserer Meinung nach unverdient - den letzten Platz. Die nierderlandische Fansite "House of Eurovision" fand ihr selbst entworfenes Kleid so unschön, dass sie 1997 einen jährlichen Preis für das hässlichste Bühnen-Outfit ausrief. Erste Preisträgerin war Debbie Scerri aus Malta. Ihr Lied "Let Me Fly" war zwar kein Überflieger, ihr Kleid dagegen irgendwie schon. Im negativen Sinn. Unter den weiteren Preisträger_innen finden sich recht illustre Namen, manche zu recht (Guildo Horn und t.A.t.u.), andere zu unrecht (Verka Serduchka, Rona Nishliu). Mittlerweile findet die Abstimmung öffentlich nach dem Song Contest statt. Barbara Dex findet den Preis übrigens nicht übel. Sie hat eine Boutique in Flandern und verkauft coole Kleidung.

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#0221 All to the Rounder Girls - Mit Tini Kainrath & Kim Cooper20 Oct 202001:19:12

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Zuallererst aber die News:

In den aktuellen Regularien von San Remo 2021 steht drinnen, dass der Act, der das prestigeträchtige Festival gewinnt, das Vorrecht hat, beim Song Contest teilzunehmen, was ein automatisches Wiederantreten von Diodato verunmöglicht.

Spoiler Alert: Wir spoilern die TeilnehmerInnen mit Eurovision-Bezug beim "Masked Singer Austria". Mit der Moderatorin Arabella Kiesbauer, die auch den Song Contest 2015 moderiert hat, ist ja schon ein bekanntes Gesicht dabei. Wer nichts gespoilert haben möchte, spult bitte zur Minute 9:00 vor.

Zu Gast bei uns sind die beiden ehemaligen Rounder Girls Kim Cooper und Tini Kainrath. Mit dem plötzlichen Tod von Lynne Kieran 2013 hat die Gruppe leider aufgehört zu existieren. Die Interviews haben Marco und Alkis getrennt geführt.

Tini und Kim erzählen von ihren Anfängen, von ihren Soloprojekten und den ersten Auftritten.

Kim war zum Beispiel Anfang der 90er die Stimme für diverse Dance- und House-Projekte hier aus Österreich, etwa für Beat4Feet oder den leider schon verstorbenen House Guru Peter Rauhofer. Tini stand für Andy Baum, Hubert von Goisern und als Stimme der Österreich-Werbung ("What A Great Day") vor dem Mikro. Lynne hat zum Beispiel für Count Basic gesungen. Getroffen haben sie sich im legendären Music Club Roter Engel im Wiener Bermuda Dreieck und die Rounder Girls waren geboren.

1994 erschien die erste EP, 1996 das erste Live Album, sieben weitere sollten folgen, die meisten Kompositionen stammten aus den eigenen Federn oder waren Klassiker.

2000 gab es dann die Einladung des ORFs, sich an einem internen Casting für den Song Contest zu beteiligen. Dave Moskin, der Komponist von "All To You" (und von Bobbie Singers Lied "Reflection") , hielt sich die Option offen, eventuelle selbst zum Song Contest nach Stockholm zu fahren und so mussten die Rounder Girls gegen den Komponisten selbst antreten.

In Stockholm, am 13. Mai 2000, traten die Rounder Girls mit der letzten Startnummer an und landeten im Mittelfeld. Bei der Übertragung war die Tonmischung nicht optimal und so sprießen noch immer die Theorien, warum das so war.

Tini Kainrath singt ab November 2020 an der Oper Graz im Robin Hood-Musical. Daneben entdeckte sie vor einiger Zeit das Wiener Lied für sich (neu). Auf ihrem neuestem Album "Im Woid" singt sie zwar Wienerisch, die Rhythmen sind allerdings südamerikanisch. 

Kim Cooper hat ein Jahr lang auf Okto TV eine eigene Show: "Let's Talk", in der sie mit interessanten Menschen, vor allem Musikerinnen, spricht (und musiziert). Ihr derzeitiges Herzensprojekt ist "Viennese Ladies", fünf starke Frauenstimmen und fünf begleitende Instrumentalistinnen.

Die drei Standardfragen am Schluss:
Weder Kim noch Tini haben Songs aus diesem oder letztem Jahr vom Eurovision Song Contest auf ihren Playlists.

Die Anekdoten sind zu witzig, das müsst ihr selbst hören.

Und der Lieblingssong aller Zeiten ist für Tini: Conchita Wurst - "Rise Like A Phoenix" und für Kim ist es "All To You" von den Rounder Girls, sie liebt ihren Song Contest Beitrag noch immer. Wir auch.

In der Kleinen Song Contest Geschichte am Schluss erzählt Marco von einer legendären rumänischen Band namens Taxi, die im Jahr 2000 nicht an die hohen Erwartungen des rumänischen Publikums heran reichten. Ihr Song "Luna (The Moon)" landete nur im Mittelfeld, was sowohl das heimische Publikum als auch die Band erzürnte. Taxi haben dann kurz danach ein Lied veröffentlicht, in dem sie gnadenlos mit der EBU, der European Broadcasting Union abrechneten. Vielleicht hätten sie mit diesem Song antreten sollen.

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#0220 Un cadeau - Mit Corinne Hermès06 Oct 202000:58:42

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Zuallererst aber die News:

Wie in der letzten Episode angekündigt läuft in der Facebook-Gruppe SONGCONTEST 2020 1/2 – Group about Things der Wettkampf der besten Zweitplatzierten. Die ersten beiden Finalisten aus den 60ern sind bereits gewählt, aber es gibt ja noch die 70er, 80er... und so weiter.
Duncan Laurence, der Gewinner aus dem Jahr 2019, hat eine neue Single. "Last Night" ist frisch veröffentlicht, das Album "Small Town Boy" folgt im November.
Thomas Schreiber, bislang Unterhaltungschef des NDR und damit Sendungsverantwortlicher für den Song Contest bei der ARD, wechselt zur DEGETO. Weiterhin wünschen wir beruflich viel Erfolg
Absagen für Eurovision 2021 folgten für Eleni Foureira (Zypern, freiwillig) und VAL (Belarus, unfreiwillig)

Beim Merci Chérie-Erratum gibt es noch etwas nachzutragen: Bei unserer vorherigen Episode "Black Entries Matter" haben wir gleich zwei Künstler im Jahr 2014 übersehen: Zum einen Patrick Biyik, Teil der französischen Gruppe Twin Twin, die mit "Moustache" (wie wir finden zu Unrecht) den letzten Platz gemacht haben. Seine Familie hat ihre Wurzeln in Zaire. Der zweite, den wir übersehen haben, war Shane Schuller, besser bekannt als RiskyKidd. Sein Vater stammt aus Jamaica, seine Mutter aus Deutschland und er ist Rapper in Griechenland. Zusammen mit Freaky Fortune interpretierte er "Rise Up" - die Nummer mit dem Trampolin.

Studiogast ist in dieser Episode ist Corinne Hermès, die 1983 den Song Contest für Luxemburg gewann. Unser Co-Host ist Brian Huijts, dessen Französisch weit besser als unseres ist und der deswegen auch übersetzt.

Corinne war 22 und hatte schon erste Erfolge als Sängerin, als der Komponist Alain Garcia ihr das Lied "Si la vie est cadeu" anbot. Für die französische Teilnahme am Vorentscheid war es bereits zu spät und so wurde in Luxemburg eingereicht, wo es aus 300 anderen Einreichungen vom Sender RTL ausgewählt worden ist.

Sie erzählt von der anstrengenden Arbeit in München hinter den Kulissen, von der freundlichen Konkurrenz zur Zweitplatzierten Ofra Haza und der Drittplatzierten Carola Häggkvist. Und auch vom Stress, als letzte auftreten zu müssen.

Nach dem Sieg hat sie das Lied auch in anderen Sprachen aufgenommen, hatte Auftritte in mehreren Ländern, vor allem aber in ihrer französischen Heimat. Erst im Jahr 2006 nahm sie ein Album mit selbst komponierten Songs auf. Es hieß "Vraie".

Im November 2019 hat sie ein Album mit Coverversionen veröffentlicht. Auf "Intemporelle" versammelte sie ihre Lieblingslieder, singt auf Englisch und Französisch. Sie persönlich mag "Apartment" am liebsten, wir lieben "Paris, Paris".

Auf die Standardfragen gibt es folgende Antworten:
2020 hat sie die nicht statt gefundene Eurovision-Saison nicht verfolgt. Aber von 2019 gefällt ihr "Roi" von Bilal sehr gut.

Ihre Lieblingserinnerung an Eurovision sind die Minuten vor dem Auftritt. Sie war sehr gestresst und hatte deswegen Angst, nicht Singen zu können. Ihre Hair Stylistin hat sie dann mit Witzen zum Lachen gebracht und ihr damit die Angst und den Stress genommen.

Bei der Frage nach dem Lieblingslied muss Corinne erst einmal ausholen, dass dies eine schwierige Frage ist, weil es sehr viele wunderschöne Lieder gäbe. Aber wenn sie sich festlegen muss, dann ist es Conchita Wurst mit "Rise Like A Phoenix", weil das Gesamtpaket einfach stimmt. Haben wir schon erwähnt, dass die Hosts dieses Podcasts auch dort in Kopenhagen waren?

In der Kleinen Song Contest Geschichte am Schluss erzählt Alkis vom Versprecher der Moderatorin von 1983. Deutschland gewann bekanntlich mit "Ein bisschen Frieden" im Jahr 1982, deswegen durfte es das erste mal den Song Contest als Siegerland austragen. In München moderierte Marlène Charell, eine vielbeschäftigte Tänzerin, Moderatorin und Sängerin in drei Sprachen, weswegen der Song Contest an diesem Abend auch heillos seine Sendezeit überzog. Ein grober Patzer passierte ihr aber bei der Vorstellung des norwegischen Dirigenten Sigurd Jansen. Sie wusste den Namen nicht mehr und erfand spontan einen. Ihre Verunsicherung hat sie nach einer Schrecksekunde gut überspielt. So machen das Profis.

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#0219 Black Entries Matter - Mit Stella Jones, Kim Cooper und Cesár Sampson22 Sep 202001:06:32

Update 2021: Aus lizenzrechtlichen Gründen ist die Musik aus dieser Episode entfernt!

Zuallererst: Wir starten bald mit der Suche nach dem beliebtesten zweiten Platz. Die Vorrunden werden in unserer Song Contest-Gruppe SONGCONTEST 2020 1/2 – Group about Things gespielt. Mitmachen!
Zu den News: Die EBU hat die Konzepte verraten, wie der Song Contest 2021 in Rotterdam stattfinden soll, dabei wurden vier Szenarien vorgestellt. Auf Eurovision.de gibt es das auch grafisch aufbereitet.

Das Duet von Lou Asril und Conchita Wurst für die heurige Amadeus-Verleihung gibt es hier zu sehen.

Verka Serduchka, Kult-Zweite des Jahres 2008, hat eine neue EP draussen: "Sexy" heißt und klingt sie. Unsere Kolleg*innen vom ESCGreenroom widmen Verka aus diesem Grund eine sportliche Episode.

Black Lives Matter heißt eine Bürgerrechtsbewegung, die aktuell Schlagzeilen macht. Wie sieht es denn aber mit der kulturellen Repräsentanz schwarzer Musik beim Eurovision Song Contest aus? Wir erzählen diese Geschichte, die 1966 begann. Zudem trafen wir drei Vertreter*innen Österreichs: Stella Jones (1995), Kim Cooper (2000) und Cesár Sampson (2018).

Dazu haben wir eine Playlist erstellt mit allen Acts schwarzer Künstler*innen.

Wir stellen alle Künstlerinnen vor, erzählen über ihre Herkunft und ihre (auch musikalischen) Wurzeln. Angefangen von jenen, die in den 60ern und 70ern den Weg geebnet haben, wie die Niederländerin Milly Scott bis hin zur jungen Garde: im Jahr 2020 wären es sieben Acts gewesen, bei dem eine oder mehrere schwarze Perfomer*innen am Start gewesen wären.

Und wir sprechen mit den drei schwarzen Künstler*innen, die Österreich geschickt hat. Stella Jones und César Sampson standen als Solo Artists auf der Bühne und waren bei uns bereits zu Gast. Kim Cooper war, zusammen mit Tini Kainrath und der leider viel zu früh verstorbenen Lynne Kieran Teil der "Rounder Girls" die beim Eurovision Song Contest 2000 Österreich in Stockholm mit "All To You" vertraten.

Alle drei berichten von ihrer Erfahrung mit Rassismus und Alltagsrassismus, aber auch über Mechanismen, damit umzugehen.

In der Kleinen Song Contest Geschichte am Schluss erzählt Marco von den israelischen Vertretern Eddie und Gabriel Butler. 1999 traten sie als Eden mit "Happy Birthday" an, Eddie dann solo auch 2006. Aufgewachsen sind sie in der israelischen Kleinstadt Dimona aufgewachsen, die Eltern stammen aber aus Chicago und gehörten einer in den USA entstandenen jüdischen Glaubensrichtung namens "Black Hebrew Israelites" an, die sich als Nachfahren hebräischer Juden ansahen. Diese in sich sehr heterogene Glaubensrichtung war Heimat für sehr unterschiedliche ausgeprägte Sekten, alle aber entsprachen allerdings nicht den Glaubensstandards der jüdischen Gemeinden. Deswegen wurde die Gemeinde Butlers von Israel auch nicht als Juden anerkannt. Was wiederum dazu führte, dass Eddie Butler sehr lang auf seine Einbürgerung warten musste, obwohl er das Land zwei mal beim Song Contest vertrat.

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#0218 Parlez-vous français? Mit Baccara08 Sep 202000:28:24

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In den News: Die OGAE Austria feiert 25 Jahre Grand Prix d'Autriche, wir werden darüber berichten.

Das Eurovision-Jahr hat begonnen, ab 1. September können die Songs für den kommenden Song Contest auch veröffentlicht werden. Traditionell passiert das aber frühestens ab Ende Dezember.

Der Junior Eurovision Song Contest findet am 29.11.2020 in Warschau statt, erstmals ist auch Deutschland dabei. Die 13-jährige Susan vertritt Deutschland mit dem Lied "Stronger With You". Viel Erfolg.

Zu Gast vor unseren Mikrofonen sind Baccara, genauer Gründungsmitglied Maria Mendiola und ihre neue Partnerin Cristina Sevilla. Das Interview haben wir vor ihrem Auftritt beim Club-Treffen des OGAE Germany Ende Jänner 2020 aufgenommen.

Baccara traten 1978 für Luxembourg an, das kleine Land war bekannt für guten Pop, aber nicht unbedingt für eine große Musikszene. So sind in erster Linie Acts von außerhalb der Landesgrenzen engagiert worden, die dann in der Landessprache (zumeist Französisch) singen mussten. Es fand in jenem Jahr ausnahmensweise ein Vorentscheid statt, den Baccara mit einigem Vorsprung für sich entscheiden konnten. Eine der vier anderen Acts war die dänische Sängerin Gitte Hænning, damals besser bekannt unter "Gitte".

In Paris beim Song Contest 1978 erreichten Baccara mit "Parlez Vous Français" nur den 7. Platz, obwohl ihre Darbietung laut Kritikern makellos war. Maria führte das darauf zurück, dass Baccara, als spanisches Duo in Deutschland produziert wurde, auf französisch singen mussten und für Luxembourg antraten. 

Es war auch das erste mal, dass ein Millionseller auf der Höhe des Ruhms bei Eurovision antrat: María Mendiola und die andere Gründungspartnerin Mayte Mateos sind erst 1977 von einem deutschen Plattenmanager in einem Hotel-Nachtclub auf Fuerteventura entdeckt und nach Hamburg geflogen worden, ihre Debut-Single "Yes Sir, I Can Boogie" ist die meistverkaufteste Single einer reinen Frauen-Formation und war Nr. 1 in zahllosen europäischen Ländern. Auch die Nachfolge-Single "Sorry, I'm a Lady" war ein Riesenerfolg. "Parlez Vous Français" punktete nicht bei Eurovision, kommerziell verkaufte sich die Single aber gut. Einige weitere große Hits folgten, unter anderem "Darling", das Lieblingslied der beiden, und "The Devil Sent You to Laredo".

Nach der Trennung des Duos 1981 machten sowohl Maria als auch Mayte mit jeweils neuen Partnerinnen als Baccara weiter, Mayte eher in Spanien, Maria auch in Deutschland und in Osteuropa. Mayte's Baccara versuchten 2004 Schweden beim Song Contest zu vertreten. Ihr "Soy Tu Venus" schaffte es aber nicht ins Finale vom Melodifestivalen.

Unsere drei Fragen am Schluss beantworteten die beiden wie folgt:

Maria liebte 2019 den schwedischen Beitrag: John Lundvik mit "Too Late For Love". Cristina den aus Tschechien: die Band Lake Malawi mit "Friend Of A Friend".

Die beste Anekdote vom Song Contest 1978 war für Maria die Tatsache, dass die Plattenfirma dem Duo neue Kleider spendiert. Aber nicht irgendwelche, sondern Modelle von Christian Dior. Chefdesigner des Hauses Dior war Marc Bohan, einer der prägensten Designer der 70er. Er schaute sich das Duo an und gab grünes Licht, dass sich die beiden ein Modell aussuchen konnten, dass ihnen dann in schwarz und weiß zum Song Contest geliefert worden ist.

Die Lieblings-Eurovision-Songs aller Zeiten der Beiden sind:

Cristina liebt Conchitas "Rise Like A Phoenix" und Maria Loreens "Euphoria".

 

In der kleinen Geschichte am Schluss erzählt Alkis vom ersten Teilnehmer, der nach dem aktuellen Punktesstem 1978 mit 0 Punkten nach Hause fahren musste. Dem Norweger Jahn Teigen schadete das Ergebnis aber nicht. Im Gegenteil: Sein Song "Mil Etter Mil" kletterte in seiner Heimat darauf hin auf Platz 1 und er nahm noch zwei weitere Male am Song Contest teil. Teigen starb mit nur 70 Jahren im Februar 2020.

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#0217 Ein Blick auf Belarus - Mit Iryna Piarvoikina & Natallia Schreiner25 Aug 202001:25:41

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In den News unterhalten sich Marco und Alkis über die geplante U.S.-amerikanische Ausgabe des Eurovision Song Contests und über mögliche Austragungsmöglichkeiten des Song Contests  im Zeichen von Covid19. 

Zu Gast sind Iryna und Natallia, beide stammen aus Belarus und leben mittlerweile in Österreich.

Sie erzählen von der wechselvollen Geschichte dieses für viele unbekannten Landes, das in der Vergangenheit ein Spielball zwischen Litauen, Polen und Russlands.

Obwohl Belarus seit 2004 beim Eurovision Song Contest teilnimmt, hat es bis 2017 gedauert, bis die belarusische Sprache Eingang fand. Die Gruppe NaviBand trat mit "Historyja Majho Zyccia" auf, der Titel wurde für den Auftritt in "Story of My Life" umbenannt, die Sprache blieb. NaviBand sind Teil der aktuellen Protestbewegung.

Seit der Unabhängigkeit des Landes 1991  gab es ab 1994 nur einen Präsidenten, Aljaksandr Lukaschenka. Mit undemokratischen Mitteln weitete er im Laufe der Jahre seine Macht aus, entmachtete das Parlament und es verschwanden Oppositionelle, von denen vermutet wird, dass sie ermordet wurden.

Natallia und Iryna erzählen aber auch von der jüngeren Vergangenheit, der Corona-Krise und der Ignoranz des Präsidenten. Es wurde offensichtlich, dass die Menschen in der Krise sich selbst organisiert haben, was jetzt auch die Proteste widerspiegeln.

Im Vorschaubild ist die Protest-Fahne von Belarus zu sehen, die erste Flagge des unabhängigen Landes, die durch Lukaschenko 1995 ersetzt wurde.

Natürlich sprechen wir auch über den einzigen gebürtigen Belarusen, der den Eurovision Song Contest je gewonnen hat: Alexander Rybak hat mit "Fairytale" in Moskau 2009 groß abgeräumt. Er trat aber für Norwegen an, dem Land, in dem er seit seinem vierten Lebensjahr lebte.

Trotz aller Geschichte und Tagespolitik haben wir auch über die Eurovisions-Beiträge des jungen Landes gesprochen. Eine vollständige Playlist findet ihr auf Youtube.

Bei den drei Fragen am Schluss gibt es recht überraschende Antworten:
Natallias Lieblingsbeitrag aus dem Jahr 2020 ist der Song aus Estland: "What Love Is" von Uku Suviste. Iryna hat keinen Lieblingssong aus dem heurigen Jahr.

Irynas Lieblingsgeschichte zum Song Contest ist der Sieg von Rybak, Natallia erinnerte sich an den Sturz von Dana International, als sie 1999 in Jerusalem die Trophäe an Charlotte Nilsson überreichen sollte und vom Gewicht überrascht wurde.

Die absoluten Lieblingssongs von Iryna und Natallia sind "Fairytale" und "Story Of My Life".

In der Kleinen Song Contest Geschichte am Schluss erzählt von dem Moment, als die Niederlande im Jahr 2000 auf Grund einer nationalen Tragödie die Übertragung abbrach. Am Nachmittag vor der Übertragung des Song Contests expoldierte in der Stadt Enschede eine Feuerwerksfabrik, viele Tote waren zu beklagen. Marlayne, die Vorjahresteilnehmerin verkündigte deswegen keine Televoting-Ergebnisse, sondern die der Jury.

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#0216 - Die unglaubliche Geschichte des ersten bosnischen Teilnehmers - Mit Fazla11 Aug 202000:38:14

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Wir haben bereits in der Episode #0211 von Merci, Cherie den Fokus auf das kleine Land gesetzt. Die beiden gebürtigen Bosnier Muhamed Mešić und Nedad Memić haben uns ihre Erinnerungen an die Beiträge erzählt. Mit Fazla, eigentlich Muhamed Fazlagić, haben wir den ersten Interpreten Bonsiens vor das Zoom-Mikrofon bekommen.

Er erzählt, wie die bosnische Delegation es unter Lebensgefahr und unter abenteuerlichen Umständen es zuerst nach Zagreb geschafft haben, wo sie frische Kleidung und etwas Studiozeit bekommen haben, um den Song einzuspielen. Von dort aus ging es nach Slowenien, wo ein 'kleiner Vorentscheid' darüber entscheiden sollte, welches Land des ehemaligen Ostblocks es zu Eurovision im irischen Millstreet schaffen sollte.

Das Lied "Sva bol svijeta" wurde von Fahrudin Pecikoza-Peca, dem Texter von "Lejla" und dem mehrmaligen Eurovision-Teilnehmer Dino Merlin geschrieben und beschreibt die damals andauernde Kriegssituation in Bosnien und Sarajevo im speziellen.

Fazla erzählt von den positiven Erfahrungen, die die Delegation in Irland gemacht hat, von der Hilfsbereitschaft der meisten Delegationen aus den anderen Ländern, aber auch von den Animositäten mit der kroatischen Delegation, denn die Staatspolitik Kroatiens lehnte den bosnischen Staat damals ab.

Fußball war eigentlich die größere Leidenschaft von Fazla, neben der Gesangskarriere war er auch professional als Spieler bei einigen internationalen Vereinen. Eine wissenschaftliche Karriere führte ihn in die USA, jetzt ist er sowohl in den USA als auch in Bosnien beheimatet.

Die drei Standardfragen waren natürlich auch dabei:

Fazlas Liebslingssong aus dem aktuellen Jahr 2020 ist "You" von Vasil aus Nord Mazedonien.

Die Anekdote zu seinem Auftritt? An was er gedacht hat? Wer ihn sehen würde - angesichts der Stromausfälle im belagerten Bosnien kein abwegiger Gedanke.

Sein Lieblingssong aller Zeiten war ungleich schwerer zu beantworten, da er einige Favoriten hat. Fazla legte sich dann auf einen Act fest, der  gleichzeitig einer der unglücklicheren Auftritte war: Azucar Moreno aus Spanien mit "Bandido" aus dem Jahr 1999.

In der kleinen Geschichte am Schluss erzählt Alkis von eben jenem Vorentscheid 1993 "Kvalifikacija za Millstreet", an dem nur Länder des ehemaligen Ostblocks teilnehmen durften. Von sieben teilnehmenden Songs durften nur die ersten drei mit nach Millstreet: Slowenien, Bosnien und Kroatien kamen weiter, Ungarn, Rumänien, die Slowakei und Estland durften nicht. Das Bühne des Fernsehstudios hatte ungefähr die Größe einer mittleren Briefmarke, das Orchester musste ebenfalls noch Platz haben und so gab es nur überschaubar wenige Zuschauer. Jeder Fernsehsender hatte einen Juror, der vor Ort im Saal saß und seine Punkte durchgab.

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#0215 Nobody But Him - Mit Cesár Sampson28 Jul 202000:57:42

Update 2021: Aus lizenzrechtlichen Gründen ist die Musik aus dieser Episode entfernt!

Aber zuallererst gibt es eine entgeltliche Einschaltung: Unser Partner für diese Episode ist NAO BRAIN STIMULATION. Entdecke den natürlichen Wachmacher! Jetzt auch bei BIPA erhältlich.

News haben wir auch diesmal keine, da diese Episode von Merci, Chérie vorab aufgenommen worden ist. Nutzt eure Eurovision-News-Webseiten und unterstützt sie, wo ihr nur könnt.

Marco sitzt in Rauris und macht Urlaub dort, Alkis dagegen in Griechenland und probt online für Nesterval: Der Willy Brandt-Test auf Kampnagel.

Zu Gast ist Cesàr Sampson, den Marco und Alkis zusammen das letzte mal für ein Der-Standard-Interview getroffen haben. Damals war von einem dritten Platz noch keine Rede, aber er war damals bereits zuversichtlich, es ins Finale zu schaffen.
Jetzt erzählt er uns von der Zeit zwischen den Proben und dem Finale.

Er war bereits zwei mal vorher beim Song Contest, einmal als Background-Sänger für die beiden bulgarischen Beiträge von 2016 und 2017, Poli Genova - If Love Was A Crime und Kristian Kostov - Beautiful Mess. Daneben war er 2016 auch Vocal Coach für Kaliopi aus Nord-Mazedonien und Sanja Vučić ZAA aus Serbien.

2020 war er einer der Komponisten für den maltesischen Beitrag "All Of My Love", gesungen von Destiny. Er erzählt, wie dieser Song und die Sängerin zusammengekommen sind.

Cesár ist Teil des Song-Writer-Teams "Symphonix", das vielen als Anti-These der schwedischen Song Contest Song-Fabriken gilt. Zusammen mit Boris Milanov, Joachim Bo Persson und Sebastian Arman hat Cesár einige Songs in den letzten Jahren am Start. Symphonix hatte zum Beispiel 2018 in Lissabon sowohl Cesár mit "Nobody But You" als auch den bulgarischen Beitrag "Bones" von EQUINOX am Start.

Cesár Sampson stammt aus einer musikalischen Familie. Seine Mutter Kathy hat das Intro-Lied getextet und interpretiert, seine Tante ist Helen „Pepsi“ DeMacque-Crockett, die Teil von George Michaels Gruppe Wham (Keine Angst, der Link führt nicht zu "Last Christmas") war und die später als Teil des Duos Pepsi & Shirlie eine Karriere hatte.

Seine neueste Single ist "Lazy Suit", mehr neues gibt es wohl im Herbst.

Wir sprechen auch über die andere Karrieren des Cesár Sampson, der eine recht schillernde berufliche Laufbahn hingelegt hat.

Die drei Fragen am Schluss beantwortet er wie folgt:
Sein Lieblingslied 2020 ist immer noch der bulgarische Beitrag: "Tears Getting Sober" von Victoria.

Seine interessanteste Erinnerung an den Song Contest ist die Vielfalt an Musik, die er bei seinem ersten Besuch vom Song Contest vor Ort, 2016 in Schweden, erleben durfte.

Sein Lieblings-Eurovision-Song aller Zeiten ist "Calm After The Storm" von The Common Linnets aus dem Jahr 2014
 

In der Kleinen Song Contest-Geschichte am Schluss erzählt Marco vom Komponisten von Nettas "Toy".

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#0214 Spoileralarm! Netflix und der Eurovision Song Contest (Fire Saga)14 Jul 202000:49:51

Update 2021: Aus lizenzrechtlichen Gründen ist die Musik aus dieser Episode entfernt!

Aber zuallererst gibt es eine entgeltliche Einschaltung: Unser Sponsor für diese Episode ist NAO BRAIN STIMULATION. Entdecke den natürlichen Wachmacher. Jetzt auch bei BIPA erhältlich.

News haben wir keine, da diese Episode von Merci, Chérie vorab aufgenommen worden ist. Nutzt eure Eurovision-News-Webseiten und unterstützt sie, wo ihr nur könnt.

Diese Episode widmet sich voll und ganz "Eurovision Song Contest: The Story of Fire Saga". Solltet ihr ihn noch nicht gesehen haben, dann merkt euch die Episode für später und lest auch die Shownotes nicht weiter. Denn eines ist sicher:

Spoileralarm!


 Wir reden über die Handlung, wir reden über Spoiler. Und nein, wir verraten nur im Podcast, was wir über den Film denken und welche Schmankerl im Film versteckt sind.

Und wir haben Freunde gefragt, was sie darüber denken. Danke an die Ö1-Journalistin Eva Haslinger, den Podcaster und Autor Christopher Wurmdobler, an die Foto-Künstlerin Julia Fuchs, an den Journalist und Song-Contest-Spezialist Ralf Strobl und den OGAE Austria Chef Markus Tritremmel.

Natürlich bleiben auch die ikonischen Musikszenen nicht unerwähnt: Das Songalong in der "Villa", der eigentliche Beitrag Islands "Double Trouble", der disqualifizierende Song "Husavik - My Home Town", natürlich "Lion of Love" (nicht gesungen von Dan Stevens), und Katianas (aka Demi Lovatos) Gewinnersong "In The Mirror"

Und ja, auch "Jaja Ding Dong" kommt vor.

Und wir gehen der Frage nach, warum eine Streamingplatform wie Netflix mit der EBU zusammen arbeitet.

In der Kleinen Song Contest Geschichte am Schluss erzählt Alkis von Peter Hortons Engagement gleich nach seinem Auftritt in der Hofburg: Er hat im Sommer 1967 in Berlin im Theater des Westens in der ersten Beatoper der Welt mitgewirkt. "Robinson 2000" wiederum wurde von den Gebrüder Möbius produziert, unter anderem vom erst 17-jährigen Ralph Möbius, better bekannt als Rio Reiser, der später mit "Ton Steine Scherben" und als Solokünstler berühmt wurde.

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06.20 Finale 2024 - Mit Joost, alyona alyona, Jerry Heil, Marcus, Martinus, Olly Alexander, Nebulossa & Angelina Mango10 May 202400:59:56

Das Große Finale eines ausgesprochen starken Eurovision-Jahrgangs steht bevor. Wer holt sich die Trophäe?  Wir haben Finalteilnehmer vorm Mikro: Joost aus den Niederlanden (endlich), alyona alyona & Jerry Heil aus der Ukraine, Marcus & Martinus aus Schweden (obwohl Norweger), Olly Alexander aus dem Vereinigten Königreich, Nebulossa aus Spanien und finalmente Angelina Mango aus Italien. Happy Eurovision Final 2024!

 

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#0213 Der Chansonnier aus der Hofburg - mit Peter Horton (ehem. Horten)30 Jun 202000:56:13

Update 2021: Aus lizenzrechtlichen Gründen ist die Musik aus dieser Episode entfernt!

Aber zuerst gibt es ein paar News: Der Netflix-Film ist endlich da! Alkis und Marco haben sich Eurovision Song Contest: The Story of Fire Saga angesehen und sich dabei gut amüsiert. Keine Spoiler! Aber Respekt an die EBU, die den Film mit produziert hat.

Die Daten für Eurovision 2021 in Rotterdam sind jetzt offiziell raus: Der 65. Eurovision Song Contest findet am 18., 20., und 22. Mai 2021 in der Ahoy-Arena statt.

Die Entscheidung des neuen EBU-Executive-Supervisors für den Eurovision Song Contest, Martin Österdahl, zukünftig auf den Backingtracks auch Stimmen zu erlauben, wird kontrovers diskutiert. Wird diese Entscheidung reversibel sein?

Nicht alle Acts aus dem Jahr 2020 werden mit neuen Songs im kommenden Jahr wieder mit in Rotterdam dabei sein. Von einigen wird man sich verabschieden. Neue Namen wurden jetzt bekannt.

Warum heißt der Peter jetzt Horton und nicht mehr Horten wie damals?

1967 wurde Peter Horton von einer internen Jury des ORFs ausgewählt, Österreich beim ersten Song Contest auf heimischen Boden mit "Warum es hunderttausend Sterne gibt".

In München erzählte der mittlerweile 78-Jährige von seinem musikalischen Werdegang: Von seinen Anfängen im Nachkriegs-Wien bei den Wiener Sängerknaben, von ersten Auftritten in Gerhard Bronners Marrietta-Bar (ursprünglich und heute "Cabaret Fledermaus") und mit der Jazz-Legende "Fatty" George. Es folgte eine klassische Gesangsausbildung und Auftritte mit Liedern von Franz Schubert und Richard Strauß.

Es folgten Programme als Entertainer und der Auftritt beim Song Contest in der Hofburg, bei der die junge Britin Sandy Shaw ihre internationale Karriere startete und die junge Griechin Vicky Leandros einen Welthit ablieferte. Österreich dagegen bekam gerade einmal 2 Punkte, der 14. Platz (von 17) war für Hortons Karriere keine Katastrophe. Engagements im In- und Ausland folgten und es tat sich eine neue Karriere auf: Er entdeckte die Gitarre für sich. Erst im zarten Alter von 28 begann er das Gitarren-Studium und das Entdecken neuer musikalischer Welten.

Dem Song Contest blieb er trotzdem irgendwie treu, denn noch zwei mal versuchte er es beim deutschen Vorentscheid: 1972 trat er gemeinsam mit den Rosy-Singers mit dem souligen "Wann kommt der Morgen" an (Nerds erinnern sich: 1972 gewann Vicky Leandros), Deutschland allerdings schickte eine starke Mary Roos nach Edinburgh, die den 3. Platz erringen sollte.

1975 dann der nächste Versuch: Mit "Am Fuß der Leiter" lieferte er einen Song ab, der stark am Country-Rock orientiert war. Deutschland schickte Joy Fleming, landete hinten (und hätte Marianne Rosenberg haben können), Teach-In gewannen damals für die Niederlande, wie es unsere Fans von der Folge #0124 Ding-A-Dong - Mit Getty Kaspers (Teach-In) bereits wissen.

Ab 1978 begann Peter Horton gleich drei neue Lebensabschnitte: Zusammen mit Sigi Schwab gründete er das Gitarrenduo Guitarissimo (mittlerweile eine Band und mit Namenserweiterung Guitarissimo XL) und er begann seine Fernsehkarriere. Zunächst bei der ARD mit "Café in Takt", später dann beim ZDF mit "Hortons Kleine Nachtmusik" und "Hortons Bistro", wo er Musik abseits des Mainstreams präsentierte: Viel Chanson, viel Jazz, viel Blues, viel Bossa Nova.
Und er begann die Schriftstellerei: Sein erstes Buch "Die andere Saite"  wurde zum Bestseller.

Mitte der 80er Jahre begann er, mit der Pianistin Slava Kancheff zu arbeiten, die Arbeitsbeziehung wurde auch privat, heute sind Slava und Peter (aka Symphonic Fingers) verheiratet.

Vor kurzem hat er ein neues Buch veröffentlicht: "Wenn der Seele Flügel wachsen" ist eine Sammlung von Aphorismen und Weisheitsgeschichten.

Heute lebt der 1941 geborene Horton zusammen mit seiner Frau Slava in München.

In der Kleinen Song Contest-Geschichte am Schluss erzählt Marco vom Sohn eines Superstars und einer steirischen Band...

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#0212 Rapsodia. Zum 25. Todestag von Mia Martini - Mit Loredana Bertè, Andreas Bonnermeier und Christos Acrivulis16 Jun 202001:14:52

Update 2021: Aus lizenzrechtlichen Gründen ist die Musik aus dieser Episode entfernt!

Aber zuerst einmal die News: Der Trailer der Netflix-Produktion "EUROVISION SONG CONTEST: The Story Of Fire Saga" ist raus. In der deutschen Fassung ist übrigens Peter Urban der Erzähler. Bildet euch selbst eine Meinung dazu.

César Sampson geht in die Lokalpolitik. Er kandidiert auf der Liste der Grünen im ersten Wiener Gemeindebezirk.

Victoria, Bulgariens Vertreterin von 2020 (und 2021), hat für Sofia Pride ihren Song online zum Besten gegeben. Abzurufen auf der Facebook-Seite von Sofia Pride und startet circa ab Minute 5:00.

KEiiNO haben Tänzerinnen und Tänzer gesucht, um ihr neues Video, eine Coverversion von Whitney Houstons "I Want To Dance With Somebody" zur World Pride am 27. Juni zu präsentieren. Der Backing Track klingt schon einmal vielversprechend. Das wird uns auch auf den kommenden Prides gut in die Beine gehen.

In unserem Feature sprechen wir über die zweifache Eurovision-Teilnehmerin Mia Martini. Sie ging 1977 und 1992 für Italien an den Start. Wir haben eine umfangreiche Playlist für euch zusammen gestellt, die ihr euch auf Spotify und Youtube anhören könnt.

Unsere Gäste sind uns von fern zugeschaltet gewesen, wir freuen uns, trotz der nicht optimalen Qualität, Andreas Bonnermeier aus Mainz und Christos Acrivulis aus Berlin dabei gehabt zu haben. Und auch Loredana Bertè, selbst in Italien ein Superstar - und Schwester der verstorbenen Mia Martini, hat uns ein paar Fragen beantwortet.
Mia Martini wurde als Domenica „Mimì“ Rita Adriana Bertè 1947 in Kalabrien geboren und starb im Mai 1995 in Cardano al Campo, einer kleinen Ort nordwestlich von Mailand. Sie begann bereits als 15-Jährige als Sängerin zu arbeiten (damals noch unter dem Namen Mimi Bertè) und erfand sich 1971 als Mia Martini neu. Ihr damaliger Manager Alberigo Crocetta hat sie umgetauft und ihr sehr früh bereits Album-Deals bei Plattenfirmen verschafft, was zu jener Zeit nur "ernsthaften" Künstlerinnen zugestanden wurde, während ihre Schwester Loredana in erster Linie noch Singles veröffentlichte. 1972 erfolgte der Durchbruch, sie trat in der Folge in Europa auf, nahm ihre Lieder in allen möglichen Sprachen auf - ja, auch auf Deutsch - und durfte auch anspruchsvolle Lieder singen.

Nach einer erfolgreichen Anfangsphase begann sie, gegen die engen Grenzen ihrer Plattenverträge aufzubegehren, sie galt als schwierig. Die RAI wählte sie 1977 aus, Italien beim Eurovision Song Contest in London zu vertreten. Ihre feministische Hymne "Libera" hat wenig Zuspruch von den Juries bekommen, was in Italien nicht einmal nicht zur Kenntnis genommen wurde. Der Bewerb wurde erst Wochen später im italienischen Fernsehen ausgestrahlt. Aber sie lernte auch den Musiker Ivano Fossati kennen, der sie eine Zeit lang privat und länger beruflich begleiten würde.

Anfang der 80er zog sie sich aus gesundheitlichen Gründen zurück und begann, eigene Songs zu schreiben. 1982 nahm sie (endlich) zum ersten mal bei der 32. Ausgabe des Festival della Canzone Italiana di Sanremo teil und gewann mit dem von Fossati geschriebenen "E non finisce mica il cielo", sie gewann damit den zum ersten mal vergebenen Kritikerpreis, der ab 1996 nach ihr benannt wurde.

Allerdings hielt der kurze Erfolg nicht lange an. Eine Medien-Kampagne, dass sie Unglück brächte, setzten ihr zu und sie zog sich für viele Jahre komplett zurück. 

Erst 1989 trat sie wieder auf und gewann mit "Almeno tu nell’universo" in Sanremo wieder den Kritikerpreis. Dies war auch der Neustart ihrer Karriere. 1992 wurde sie 2. in Sanremo und wurde mit "Rapsodia" ins schwedische Malmö geschickt, um Italien beim Eurovision Song Contest zu vertreten. Ihre Schwester Loredana Bertè war zur damaligen Zeit mit der schwedischen Tennislegende (und späterem Unterwäschekönig) Björn Borg verheiratet. Mia Martini errang den 4. Platz, bei retrospektivem Wiederansehen erscheint das ein bisschen als Ungerechtigkeit.

Weitere Auftritte in San Remo, Duette, Alben und Projekte sollten in den wenigen verbleibenden Jahren folgen. 

Im Mai 1995 mietete sich Martini in der Nähe des Wohnhauses ihres Vaters eine kleine Wohnung, ihre Beziehung hat sich in den Jahren zuvor wesentlich gebessert. Dort starb sie am 12. Mai 1995.

Natürlich haben wir Loredana, Christos und Andreas nach ihren Lieblingssongs von Mia Martini gefragt.
Für Loredana und Christos war es "Almento tu nell'universo" und für Andreas war es "Cu'mme", eine Kolaboration mit dem 79-jährigen Roberto Murolo.

Das Lieblingslied von 2020 war für Christos eindeutig Diodatos "Fa Rumore", Andreas bevorzugte "All Of My Love" von Destiny aus Malta.

Ihre Lieblingslieder aller Zeiten sind eher ungewöhnlich: Für Christos hat Schwedens "The Ark" 2007 mit "The Worrying Kind" neue Horizonte eröffnet. Andreas  dagegen mag sich nicht zwischen der französischen Gewinnerin von 1977, Marie Myriam mit "Loiseau et lenfant" und Corinne Hermes' Lied "Si la vie est cadeau", für das sie 1983 von Luxembourg nach München angereist ist.

Für die Übersetzungen aus dem Italienischen möchten wir uns bei Bernhard Mumin, Susanne Scholl, Karin Luise Stasny und Muhamed Mešić bedanken.

In der Kleinen Song Contest Geschichte am Schluß erzählt Alkis von den Anfängen des Sanremo-Festivals.

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#0211 Krieg, Kunst und Pleite: Bosnien & Herzegowina beim ESC - Mit Muhamed Mešić und Nedad Memić02 Jun 202000:59:01

Es gibt recht wenige News in der Eurovision-Welt. SuRie, mit der wir ja Ende Jänner beim OGAE Germany-Treff in München gesprochen haben (die Episode #0202 könnt ihr hier nachhören), hat eine neue EP rausgebracht und auf "Rye" ist auch Carl Espens "Silent Storm" in ihrer eigenen und wunderschönen Fassung zu hören. Hat auch mit uns etwas zu tun.

Die EBU macht weiter mit ihrem Blick zurück: Unter dem Hashtag #EurovisionAgain werden weiterhin alte Song Contests zu sehen sein. Aktuell ist der Chaos-SongContest aus dem Jahr 1991 aus Rom zu sehen. Sehr sehenswert: einige tolle Songs, eine packende Wertung und viele furchtbare Klamotten.

Wir haben Muhamed Mešić im Studio (aka Marcos Wohnzimmer) zu Gast, der im damaligen Jugoslawien 1989 seinen ersten Song Contest schauen durfte. Das Sprachtalent hat auch die Wikipedia-Seite "Languages at Eurovision" gestartet und freut sich immer, wenn eine neue Sprache beim Eurovision Song Contest zu hören ist.

Ein weiterer Gast, wenn auch nur zugespielt, ist Nedad Memić. Der Publizist und Kommunikationsberater beleuchtet auch die politischen Wirren, die nach Teilung und dem Krieg auf der Balkanhalbinsel generell und und in Bosnien speziell besonders sichtbar wurden.

Muhi spricht von der sich abzeichnenden Teilung, von den kleinen Symbolen, die bereits beim Song Contest 1990, der aus Zagreb kam, sichtbar wurden. Wir reden auch über bosnische Beiträge, die vor der Teilung Jugoslawiens zum Contest geschickt worden, denn Jugoslawien nahm seit 1961 beim Song Contest teil. Und über die frühen Jahre Jugoslawiens haben wir ja auch mit Dean Vuletic in der Episode #0126 von Merci, Chérie gesprochen.

Nenad und Muhi erzählen von ihren Eurovision-Erlebnissen während des Krieges zwischen 1993 und 1996, aber auch von dem Schimmer von Normalität- falls es Strom gab. 

Wir haben außerdem auf Facebook gefragt, welcher der liebste bosnische Beitrag gewesen ist. Und unter allen Beiträgen wurde Dino Merlin (übrigens Komponist des ersten bosnischen Beitrags überhaupt) mit "Love in Rewind".

Muhis Lieblingsbeitrag ist "Ostani kraj mene" aus dem Jahr 1994, gesungen Alma & Dejan. Die Übersetzung "Bleib neben mir" war symbolisch, war er doch Serbe und sie Bosnierin.
Der von Alkis ist der Beitrag von 2008 (immerhin in Belgrad): Laka mit "Pokušaj"
Und Marco liebt noch immer die ultimative Balkanballade, Hari Mata Hari sang "Lejla" 2006 in Athen.

Die Standardfragen an Muhi: Sein Lieblingslied aus dem Jahr 2020 kommt aus Island und ist, natürlich, von Daði og Gagnamagnið: "Think About Things". Sein Lieblingsmoment war 2015 in der Wiener Stadthalle, als er laut Aminatas Namen schrie und Luftküsse aus dem offenen Greenroom von der lettischen Delegation bekam. Und sein Lieblingslied aller Zeiten kommt aus Armenien: Artsvik sang 2017 "Fly With Me".

 

In der Kleinen Songcontest Geschichte am Schluss erzählt Marco eine Geschichte über den bosnischen Sänger Seid-Memić Vajta, der 1981 mit einem Lied namens "Lejla" angetreten ist.

Wollt ihr auch mit uns die Geschichte(n) eures Herkunftslandes beim Song Contest erzählen und ihr wohnt in Wien/Umgebung? Meldet euch bei Marco (marco@mercicherie.at) oder Alkis (alkis@mercicherie.at)

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#0210 Auf ein Neues - Mit Vincent Bueno19 May 202001:01:49

Update 2021: Aus lizenzrechtlichen Gründen ist die Musik aus dieser Episode entfernt!

Es war verdammt viel Eurovision ohne Song Contest. Unter anderem die Trost-Show "Europe Shine A Light" (hier in voller Länge zu genießen).

Die BBC kürte die größten Songs der ESC-Geschichte. Die Resultate findet ihr hier.

Und natürlich ist wieder Remix-Saison, etwa herrliche von Hooverphonics "Release me", oder den Hot Chip-Remix von Daði Freyrs "Think About Things", oder den Klaas Remix von Ulrikkes "Attention".

Radio Positiv, das Radio der Aids Hilfe Wien brachte eine zweiteilige Geschichte des ESCs, zu hören hier.

Marco und Alkis besuchen Vincent Bueno in seinem Studio, der mit "Alive" Österreich beim Eurovision Song Contest 2020 in Rotterdam vertreten hätte und 2021 wieder vertreten wird. Er erzählt wie er die Absage erlebt hat, wie er sich auf 2021 vorbereitet, und wie es um seine Spiritualität gestellt ist.

Natürlich haben wir Vincent Bueno auch unsere drei Fragen gefragt:

Sein Lieblingssong aus diesem Jahr ist der Beitrag Spaniens: Blas Cantó mit "Universo"

Seine Anekdote in Verbindung mit dem Song Contest ist... ach, hört selbst.

Und sein Lieblings-Eurovision-Song aller Zeiten ist Udo Jürgens' "Merci, Chérie". Aber, da alle unser wertes Podcast-Publikum dieses Lied schon kennt, hier mal eine andere Fassung: die von Ilona Gábor aus Ungarn.

In der Geschichte zum Schluss erzählt Alkis über den ersten norwegischen Beitrag beim Eurovision Song Contest: "Voi voi" von Nora Brockstedt aus dem Jahr 1960. Bei der Vorrunde des Nationalen Vorentscheids im Radio sang Inger Jacobsen das Lied. Komponiert wurde der Song vom Amateurkomponisten (und Sprachlehrer) Georg Elgaaen, seine einzige erfolgreiche Komposition entwickelte sich schnell zum Evergreen. Die Tantiemen kommen nach dem Tod des Komponisten dem Human-ethische Verband Norwegens zugute.

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