Diese Folge ist eine Premiere: Zum ersten Mal gibt es „Menschen aus #46DREI“ live vor Publikum. Gemeinsam mit Jens Habers und Phillip Küper ging es für Jens Grotstabel in der Alten Molkerei in Bocholt vor rund 150 Zuschauer*innen auf die Bühne. Ein Abend voller Geschichten, spontaner Einblicke und natürlich jeder Menge Humor.
Im Mittelpunkt stehen Jens und Phillip als Künstler, Kulturschaffende und Menschen, die Bocholt auf ganz unterschiedliche Weise mitgestalten. Sie erzählen von ihren Programmen und Projekten, von „Peters Bierstübchen“ über „Die einzig wahre Weihnachtsgeschichte“ bis hin zu „Impropheten & Freunde“. Dabei geht es nicht nur um das, was auf der Bühne passiert, sondern auch um die Menschen dahinter. Wie ticken die beiden eigentlich privat? Was treibt sie an und wie viel von ihrer Bühnenpersönlichkeit steckt auch im echten Leben?
Auch das Improtheater kommt zur Sprache. Mit ihrem Mitmach Workshop für Einsteiger*innen im Rahmen der Kompetenzschmiede NRW zeigen sie, dass Improvisation nicht nur auf der Bühne funktioniert, sondern auch Menschen zusammenbringen und aus der eigenen Komfortzone locken kann.
Doch Jens und Phillip haben noch einiges mehr zu erzählen. Es geht um die Prüttsitzung in Bocholt, den Bocholter Nachtwächter und die Kulturlandschaft der Stadt. Dabei wird schnell klar, wie eng ihr eigenes Wirken mit Bocholt verbunden ist. Jens Habers bringt es auf den Punkt: „Wir fangen in der Regel immer mit einer längeren lokalen Nummer an, denn die Stadt Bocholt war in den letzten Jahren und Jahrzehnten so nett und hat uns da sehr viele Möglichkeiten gegeben.“
Ein weiteres großes Thema ist die Zukunft der Alten Molkerei und der geplante Umzug in die denkmalgeschützte St. Norbert Kirche. Was bedeutet ein solcher Ortswechsel für einen Kulturstandort und die Menschen, die ihn über Jahre geprägt haben? Auch darüber sprechen die beiden und geben Einblicke in ihre Sicht auf die kulturelle Zukunft der Stadt.
Neben all den Projekten und Bühnenmomenten geht es aber auch um das, was hinter dem Vorhang passiert. Denn wer regelmäßig auf der Bühne steht, braucht Menschen, die einem den Rücken freihalten. Die beiden sprechen darüber, wie wichtig familiärer Zusammenhalt ist und welchen Stellenwert das private Umfeld hat, wenn das Leben immer wieder von Proben, Auftritten und neuen Ideen geprägt wird.
Besonders lebendig wird es bei den Fragen aus dem Publikum. Wie haben sich Jens und Phillip eigentlich kennengelernt? Was passiert, wenn ein Auftritt so richtig schiefläuft? Und wann wird aus einer Szene so viel Lachen, dass einfach nichts mehr geht? Phillip erinnert sich an einen solchen Moment: „Wir mussten auch aufhören zu spielen, zehn Minuten lang. Der hat sich so Schrott gelacht. Da auf der Insel gibt es wohl nicht viel zu lachen, anscheinend.“
Eine Folge, die zeigt, wie viel Persönlichkeit, Leidenschaft und manchmal auch herrlich unkontrollierbares Chaos in der Bocholter Kulturszene steckt. Es geht um zwei Menschen, die andere zum Lachen bringen, Kultur möglich machen und dabei selbst jede Menge zu erzählen haben. Und das diesmal nicht nur für die Zuhörer*innen am Kopfhörer, sondern direkt vor einem Live Publikum.