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Explorez tous les épisodes du podcast LIVVING Podcast - Wie wollen wir in Zukunft leben?

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Michael Schlenke: Lebenslaufbeständiges Wohnen als Zukunftsmodell?21 Feb 202500:33:39

Wie durch kluge Planung Wohnräume für alle Lebensphasen entstehen.

Das eigene Zuhause sollte sich dem Leben anpassen – nicht umgekehrt. Doch wie schaffen wir es, dass Wohnräume funktional bleiben, ohne an Wohnlichkeit zu verlieren? Unser Gespräch mit Michael Schlenke zeigt, warum lebenslaufbeständiges Wohnen kein Luxus, sondern eine Notwendigkeit ist – nicht nur im Alter.

Warum wir Michael Schlenke eingeladen haben?

Michael Schlenke ist ein ausgewiesener Experte, wenn es um die Zukunft des Wohnens im Alter geht. Als Fachredakteur des Brancheninformationsdienstes CARE INVEST kennt er die Entwicklungen der Pflegewirtschaft und des Senior Living wie kaum ein anderer. Zudem hat er sich schon früh mit den Auswirkungen des demografischen Wandels auf Gesellschaft, Industrie und Kreativwirtschaft auseinandergesetzt. Als Mitglied des Beirats des Universal Design Forum e.V. treibt er die Gestaltung von lebenslaufbeständigen Wohn- und Lebensformen über alle Generationen hinweg aktiv voran. Sein Hintergrund als Möbeltischler und studierter Betriebswirt, kombiniert mit seiner Erfahrung in der Möbel- und Interieur-Design-Branche, machen ihn zu einem einzigartigen Gesprächspartner für diesen Podcast.

Die wichtigsten 5 Fakten aus dem Interview:

•    Pflegewirtschaft und Wohnen im Alter: Welche Entwicklungen und Trends bestimmen die Zukunft?

•    Demografischer Wandel: Wie beeinflusst er Gesellschaft, Industrie und Kreativwirtschaft?

•    Universal Design und lebenslaufbeständiges Wohnen: Warum wir alle davon profitieren.

•    Bestandsimmobilien als Chance: Warum der kluge Umbau bestehender Gebäude essenziell ist.

•    Internationale Vorbilder: Was wir von den Niederlanden und Skandinavien lernen können.

Lebenslaufbeständigkeit – mehr als nur Barrierefreiheit

Einer der zentralen Begriffe, die Michael Schlenke in unserem Gespräch einführt, ist „lebenslaufbeständig“. Ein Wort, das er aus den Niederlanden mitgebracht hat und das mehr umfasst als das oft verwendete „barrierefrei“:

„Es beschreibt nicht nur, ob man eine Stufe überwinden kann, sondern denkt das ganze Leben mit. Es geht darum, Wohnräume so zu gestalten, dass sie den Menschen in allen Phasen seines Lebens begleiten können – ohne dass er sich eingeschränkt oder stigmatisiert fühlt.“

Dieser Gedanke prägt seine Arbeit im Universal Design Forum, wo es um die Entwicklung von Produkten, Dienstleistungen und Räumen geht, die für eine möglichst breite Nutzergruppe zugänglich sind – intuitiv, nutzbar und zukunftsorientiert.

Noch mehr Infos gibt es hier:

Linked Profil Michael Schlenke https://www.linkedin.com/in/michaelschlenke/

Universal Design Forum e.V. https://www.universal-design.org/

Michael Conrad: Eine Werbelegende spricht über legendäre Slogans, Altersbilder und Neuanfänge17 Feb 202500:46:13

Was Werbekampagnen von heute oft fehlt und warum die Einwortstrategie zeitlos ist.

Ein Mann, der die Werbung revolutionierte, ein kreativer Kopf, der immer noch voller Ideen steckt, und ein Musiker mit Herz und Humor: Michael Conrad erzählt in unserem LIVVING Podcast von seinem außergewöhnlichen Lebensweg. Warum ihn die Werbung nie ganz loslassen kann, welche Rolle ältere Generationen in der Kreativbranche spielen und warum er in Memphis einen Song schrieb – all das erfahren Sie in dieser besonderen Episode.

Warum wir Michael Conrad eingeladen haben?

Weil er das ist, was viele wohl als „Werbelegende“ bezeichnen würden.

Michael Conrad, Jahrgang 1944, hat als international agierender Werbemann die Markenwahrnehmung der Boomer-Generation nachhaltig geprägt. Von ihm stammen ikonische Werbeslogans wie „An meine Haut lasse ich nur Wasser und CD“ aus dem Jahr 1971. Durch seine kreativen Ideen wurde der Fiat Panda zur „tollen Kiste“, und er hat über zwei Jahrzehnte dazu beigetragen, dass der Marlboro-Mann fest im Sattel blieb.

Anfang 2003 verabschiedete er sich offiziell in den Ruhestand – aber ein Visionär wie er bleibt nicht lange untätig. 2004 gründete er mit dem ADC Deutschland die „Berlin School of Creative Leadership“, eine Institution, die sich der Ausbildung kreativer Führungskräfte widmet. Heute lebt Michael Conrad in Zürich, berät weiterhin Unternehmen und bleibt eine kreative Inspirationsquelle für die Branche und darüber hinaus.

Darstellung älterer Menschen in der Werbung?

Die Werbung hat oft ein Problem mit dem Alter – das ist zumindest ein weit verbreiteter Vorwurf. Doch Michael sieht das differenzierter:

„Ich bemerke keine Altersdiskriminierung, aber ich bemerke sehr viel unstrategische, klischeehafte Werbung.“

Für ihn geht es weniger um das Alter an sich, sondern darum, psychografische Zielgruppen zu erkennen – also Menschen mit gemeinsamen Verhaltensweisen und Bedürfnissen, unabhängig vom Geburtsjahr. Besonders hebt er Marken hervor, die dies bereits umsetzen, wie die Dove-Kampagnen, die sich auf authentische Schönheit konzentrieren.

Doch in vielen Fällen wird laut Michael Conrad zu schnell und zu oberflächlich gearbeitet. Gute Werbung brauche einen starken strategischen Ansatz – und das sieht er in vielen modernen Kampagnen nicht mehr.

 

Warum sind ältere Generationen in der Kreativbranche so wertvoll?

Viele Werbeschaffende über 50 haben das Gefühl, dass sie in der Branche keine Rolle mehr spielen. Ein Fehler, sagt Michael. Gerade in der Kombination aus Erfahrung und frischen Ideen liegt großes Potenzial.

„McDonald's hat 'I'm loving it' nicht von jungen Kreativen bekommen, sondern von zwei erfahrenen Werbern über 60. Und der Slogan läuft seit über 20 Jahren erfolgreich.“

Sein Vorschlag: Unternehmen sollten gezielt ältere Mitarbeiter einbinden – als Berater, als Mentoren oder als kreative Köpfe. Denn in der Werbung geht es nicht darum, jung zu sein, sondern darum, Menschen zu verstehen.

Wie ein Wochenende ohne Gitarre zu einem Song wurde – Michael Conrads Bonustrack

Ein ganz besonderes Highlight erwartet die Hörer am Ende dieser Podcast-Episode: Michael Conrad ist leidenschaftlicher Songwriter, Sänger und Gitarrist. Aus kleinen Alltagsgeschichten werden so großartige Songs. 
Und das Beste: Michael klingt dabei wie Johnny Cash! Seine tiefe, warme Stimme und der typische Country-Vibe machen den Song zu einem echten Highlight.

Also, unbedingt bis zum Ende dranbleiben – es lohnt sich!

Angelika Kindt: Working Silver Lady im Unruhestand kämpft für digitale Teilhabe11 Nov 202400:28:46

Warum sich ältere Menschen digitalisieren müssen!

Angelika Kindt, bei LinkedIn auch bekannt als die „Working Silver Lady“, ist mit ihren 75 Jahren alles andere als im Ruhestand. In diesem inspirierenden LIVVING Podcast teilt sie ihre Leidenschaft für lebenslanges Lernen, digitale Teilhabe und das Überwinden von Altersbarrieren.

Ein Leben im Unruhestand

Angelika nennt sich selbst eine „Working Silver Lady“ und lebt begeistert im Unruhestand. Für sie ist der typische Ruhestand keine Option: „Ich bin Wissensarbeiterin und möchte am Ball bleiben.“ Sie will anderen Menschen ab 55 die Angst vor Technologie nehmen und zeigt auf, wie wichtig digitale Teilhabe ist, um Einsamkeit zu verhindern und im Austausch zu bleiben.

Brückenbauerin zwischen den Generationen

Angelika sieht sich als Brückenbauerin zwischen Jung und Alt sowie zwischen der analogen und der digitalen Welt. Sie betont, dass gerade ältere Menschen nicht in der „digitalen Steinzeit“ leben, sondern als Pioniere einen wesentlichen Beitrag zur Entwicklung der heutigen Technologien geleistet haben. Für sie ist es wichtig, dass ältere Menschen stolz auf ihre Lebensleistung sind: „Wir haben Kinder großgezogen, im Beruf und in der Familie viel geleistet. Warum sollen wir nicht stolz darauf sein?“

Mutig und neugierig bleiben

Angelika betont, wie wichtig es für sie ist, mit Menschen zusammenzuarbeiten, die ihr gut tun, und auch im hohen Alter neugierig und offen zu bleiben. Ihr Motto lautet: „Angst fressen Seele auf“ – sie plädiert dafür, Herausforderungen mutig anzunehmen und stets weiterzulernen.

Sie selbst ist das beste Beispiel dafür und hält regelmäßig Vorträge auf Kongressen oder wird von Unternehmen für Workshops gebucht. Ihre Themen sind dabei u.a. „Älter werden mit Vergnügen“ oder „Chefsache Digitalisierung für Mitarbeitende 50 plus!“

Unser Lieblings-Zitat von Angelika Kindt

„Das Alter fängt im Dachstübchen an. Ich finde meine Falten total okay, das ist mein Leben. Und jede Falte hat eine Geschichte.“ Warum Sie dieses Podcast-Interview hören sollten Dieses Interview ist voller Inspiration und Lebensfreude. Angelika Kindt zeigt, wie man auch im hohen Alter aktiv, neugierig und mutig bleibt. Ihre Geschichten und Ansichten bieten wertvolle Impulse für alle, die sich mit dem Älterwerden und der digitalen Teilhabe auseinandersetzen wollen. Lassen Sie sich von Angelikas Energie anstecken und entdecken Sie, wie erfüllend ein Leben im „Unruhestand“ sein kann.

Noch mehr Infos gibt es hier:

Webseite von Angelika Kindt
LinkedIn-Profil von Angelia Kindt

Jonas Deußer: Wie Generationen-Wohngemeinschaften in Berlin neue Verbindungen schaffen zwischen Alt und Jung10 Oct 202400:27:30

Zwei Generationen, ein Zuhause: die „Generationen-WG Berlin“ bringt junge Menschen ab 18 Jahren als Untermieter mit Personen ab 60 zusammen. So sollen gleichzeitig Wohnungsmangel und soziale Isolation bekämpft werden.

Hintergrund: In Berlin leben über 1 Million Menschen über 60 Jahren, 300.000 davon alleine. Dennoch verfügen Personen über 60 in Berlin im Schnitt über 70 Quadratmeter Wohnfläche. Raum, der oft ungenutzt bleibt und für Senior:innen mit kleiner Rente eventuell schwer zu finanzieren ist.

Eine besonders drängende Problematik ist gleichzeitig die Wohnungsnot, die sowohl jüngere als auch ältere Menschen betrifft. Doch mit Kreativität und sozialem Engagement entstehen oft unverhoffte Lösungen, die das Potenzial haben, Leben zu verändern. Eines dieser bemerkenswerten Projekte ist die "Generation WG Berlin", gestartet am 1. Oktober 2024 und initiiert von Jonas Deußer. Im LIVVING Podcast gewährte uns Jonas tiefere Einblicke in seine Vision und in die Umsetzung seiner außergewöhnlichen Idee.

Und das sind unsere Themen:

Das Konzept der Generation WG Berlin: Die Idee basiert auf einem ausgewogenen Miteinander, bei dem beide Seiten profitieren. „Es ist uns wichtig, dass die Unterstützung in beide Richtungen geht – junge Menschen helfen den älteren, aber auch umgekehrt“, erklärt Jonas. Anders als bei anderen Modellen wie „Wohnen für Hilfe“ soll keine Verpflichtung zu pflegerischen Aufgaben bestehen, sondern ein echtes Gemeinschaftsleben entstehen.

Matching-Prozess und Wohnbegleitung: Ein besonderes Highlight des Projekts ist das durchdachte Matching. Senior*innen und junge Menschen füllen jeweils Fragebögen aus, um ihre Vorlieben und Erwartungen zu klären. „Wie wichtig ist dir Ordnung? Wie viel Privatsphäre benötigst du?“ – diese und ähnliche Fragen helfen dabei, passende Wohnpartnerschaften zu finden. Jonas betont: „Wir begleiten die Menschen auch nach dem Einzug weiterhin, um das Zusammenleben so angenehm wie möglich zu gestalten.“

Herausforderungen und Chancen: Jonas ist sich der Herausforderungen bewusst, die das Zusammenleben unterschiedlicher Generationen mit sich bringen kann, betont jedoch auch die Chancen: „Für ältere Menschen, die lange allein gelebt haben, ist es eine große Umstellung, jemanden in den privatesten Bereich ihrer Wohnung zu lassen. Aber es kann auch unglaublich bereichernd sein.“ Dabei geht es nicht nur um die Schaffung von Wohnraum, sondern auch um den Abbau von sozialer Isolation. Besonders wichtig: Junge Menschen zahlen eine faire Miete, die sich an den tatsächlichen Mietkosten orientiert.

Ausblick und Expansion: Das Modellprojekt ist aktuell auf Berlin beschränkt, doch Jonas plant eine Ausweitung. Er spricht von einer Vision, das Konzept auch in ländlichere Regionen zu bringen. „Wir wollen mit einem mobilen digitalen Bus in Dörfer fahren und die digitale Bildung von Senioren fördern“.

Warum Sie dieses Podcast-Interview hören sollten?Jonas Deusser zeigt mit der Generation WG Berlin, wie innovative Wohnformen generationsübergreifenden Austausch und sozialen Zusammenhalt fördern können. Es geht nicht nur darum, den Wohnraummangel zu lindern, sondern auch um ein lebendiges Miteinander, bei dem beide Seiten voneinander profitieren.

Noch mehr Infos gibt es hier:

LinkedIn Profil Jonas Deußer: https://www.linkedin.com/in/jonas-d-57462829b/

Webseite Generationen-WG Berlin: www.generationen-wg-berlin.de

Webseite Sonay soziales Leben gemeinnützige e.V: www.sonaysozialesleben.de

Birgit Danschke: Wie funktioniert gemeinsames Wohnen im Alter?17 Sep 202400:31:33

Von Senioren-WG bis Genossenschaft: Tipps für das altersgerechte Wohnen.

Rechtsexpertin Birgit Danschke enthüllt spannende Möglichkeiten und Fallstricke des gemeinschaftlichen Wohnens für Senioren.

Wie wollen wir im Alter leben? Diese Frage beschäftigt viele von uns. In diesem LIVVING Podcast gibt Birgit Danschke, Fachanwältin für Miet- und Wohneigentumsrecht und Vorstandsmitglied der WGBG, der Wirtschaftsgenossenschaft Berliner Grundbesitzer, faszinierende Einblicke in innovative Wohnkonzepte für Senioren. Von WGs bis zu Genossenschaften – Birgit Danschke zeigt auf, wie wir unser Leben im Alter aktiv und gemeinschaftlich gestalten können.

Und das sind unsere Themen:

Barrierefrei wohnen – aber wie?

Viele Senioren möchten so lange wie möglich in den eigenen vier Wänden bleiben. Doch oft sind Anpassungen nötig. "Grundsätzlich besteht ein Anspruch darauf, dass eine Wohnung so weit als möglich barrierefrei gestaltet wird", erklärt Birgit Danschke. Ob Treppenlift oder bodengleiche Dusche – Mieter haben das Recht, solche Umbauten zu beantragen. Allerdings warnt die Expertin: "Wenn man das einfach so macht, könnte das fatale Folgen für das Mietverhältnis haben." Der Vermieter muss also immer einbezogen werden.

Von der Alters-WG bis zum Mehrgenerationenhaus

Birgit Danschke berichtet von inspirierenden Projekten. Eine Hausbesitzerin in Zehlendorf beispielsweise vermietet gezielt an Freundinnen: "Ich möchte alle meine Freundinnen um mich scharen im Alter", zitiert Birgit die Dame. Ein anderes faszinierendes Beispiel findet sich am Maybachufer. Dort haben sich Menschen um die 50 zusammengetan und einen Dachboden zu Gemeinschaftswohnungen umgebaut. "Das finde ich ein ganz, ganz tolles Projekt", schwärmt Birgit Danschke. "Die machen auch ganz viel Veranstaltungen und leben das tatsächlich zusammen."

Gemeinsam wohnen: Rechtliches Minenfeld oder machbare Herausforderung?

Wer eine Alters-WG gründen möchte, hat gute Karten. "Vom Prinzip her ist das ganz einfach", sagt Danschke. Mieter haben einen Anspruch auf Untervermietung. Interessant wird es bei größeren Projekten. Hier rät die Expertin zum genossenschaftlichen Modell: "Im Gegensatz zum Wohnungseigentum biete es weniger Streitpotenzial und mehr Gemeinschaftsgefühl.“

Genossenschaften – das Zukunftsmodell?

Birgit Danschke ist überzeugt: Genossenschaften sind ideal für gemeinschaftliches Wohnen im Alter. "Du hast ein ganz sicheres, stabiles Mietverhältnis", erklärt sie. Als Paradebeispiel nennt sie das Modellprojekt Möckernkiez in Berlin – ein ganzes Neubauviertel mit 14 Wohngebäuden als Genossenschaft. "Durch dieses genossenschaftliche Prinzip ist man halt miteinander verbunden“.

Herausforderungen meistern: Praktische Tipps für die Umsetzung

Natürlich gibt es auch Herausforderungen, wenn man ein ein gemeinschaftliches Wohnprojekt angehen möchte. Birgit Danschke geht im Gespräch auf die juristischen und praktischen Aspekte ein, die bei der Umsetzung solcher Wohnprojekte beachtet werden müssen. Sie gibt wertvolle Ratschläge, wie man den ersten Schritt macht – sei es durch die Gründung einer Genossenschaft oder die Umgestaltung einer bestehenden Immobilie. „Man darf den Aufwand nicht unterschätzen“, warnt sie, „aber wer sich frühzeitig mit der Idee einer Genossenschaft auseinandersetzt, schafft sich die besten Voraussetzungen für ein sorgenfreies Leben im Alter.“

LinkedIn Profil Birgit Danschke: https://www.linkedin.com/in/birgit-danschke-705b68242/

WGBG Wirtschaftsgenossenschaft Berliner Grundbesitzer: https://www.wgbg-hausverwaltung-berlin.de/

GIMA Immobilien sozial verträglich verkaufen: https://gima.berlin/

Frank Leyhausen: Demografischer Wandel als Innovationsmotor28 Aug 202400:29:51

Wie wir die Potenziale einer alternden Gesellschaft besser nutzen.

Frank Leyhausen ist kein gewöhnlicher Experte für demografischen Wandel sondern ein "Thought leader in longevity“. Mit diesem Selbstverständnis bringt er frischen Wind in die Diskussion über das Altern in unserer Gesellschaft. Im LIVVING Podcast teilt er seine visionären Ideen

Seine Botschaft ist klar: Das Alter birgt enormes Potenzial, das wir bisher kaum nutzen.

Altersmarketing 2.0: Schluss mit Schubladendenken!

"Vergesst alles, was ihr über 50+ Marketing zu wissen glaubt," könnte Leyhausens Motto lauten. Er kritisiert scharf die gängige Praxis, alle Menschen über 50 in einen Topf zu werfen. Stattdessen plädiert er für einen radikal neuen Ansatz: Konzentriert euch auf Lebenssituationen und individuelle Bedürfnisse!

Frank Leyhausen malt uns ein Bild von der Zukunft: "Eine nuanciertere Produktentwicklung könnte die Nutzungsdauer erheblich verlängern. Wenn Smartphone-Hersteller ihre Geräte konsequent barrierefrei gestalten, bleiben diese auch für ältere Nutzer länger attraktiv und nutzbar. Stellt euch vor, Samsung und Apple entwickeln ihre Handys so weiter, dass selbst Menschen mit Sehschwäche und eingeschränkter Motorik sie mühelos bedienen können!“

SENovation Award: Wenn Senioren Startups bewerten

Mit dem von ihm initiierten SENovation Award schafft Leyhausen eine Plattform für Startups, die innovative Lösungen für ältere Menschen entwickeln. Ein Kernmerkmal dieses Wettbewerbs ist die "Höhle der Senioren“, in der ältere Menschen selbst innovative Produkte bewerten – und dabei oft kein Blatt vor den Mund nehmen. "Wir haben eine hybride Veranstaltung in Berlin, wo über 30 Hardcore-Berliner Senioren sitzen, die auch mit Berliner Schnauze die Präsentationen begleiten."

Dieser praxisnahe Ansatz stellt sicher, dass die ausgezeichneten Innovationen tatsächlich den Bedürfnissen älterer Menschen entsprechen und Marktrelevanz besitzen.

Eine prämierte Innovation ist zum Beispiel ein System, das über Strom- und Wasserverbrauch ungewöhnliche Aktivitätsmuster erkennt und so die Sicherheit älterer Menschen zu Hause erhöht.

Den Ruhestand neu erfinden

Ein besonderer Fokus des Gesprächs liegt auf der Gestaltung eines erfüllten Ruhestands. Leyhausen betont die tiefgreifenden Veränderungen, die der Eintritt in den Ruhestand mit sich bringt:

"Der Ruhestand verändert dein Leben nachhaltigst wie sonst kaum ein Event. Es verändert sich das Einkommen, die Mobilität, der Status, die Partnerschaft, das Selbstwertgefühl."


Frank Leyhausens Erkenntnisse im LIVVING Podcast bieten wertvolle Einblicke in die Gestaltung einer Gesellschaft, die den demografischen Wandel als Chance begreift. Seine Ansätze zur Neuausrichtung von Marketing, Innovation und Arbeitswelt im Kontext des Alterns sind nicht nur für Unternehmen und Organisationen relevant, sondern für jeden, der sich mit den Herausforderungen und Möglichkeiten des Älterwerdens auseinandersetzt.

Noch mehr Infos gibt es hier:

LinkedIn Profil Frank Leyhausen: linkedin.com/in/frank-leyhausen-7691b52

Stage not Age: https://stage-not-age.de/de/

SENovation-Award: https://www.senovation-award.de/

Ruhestands-Navi: https://www.ageforce1.com/

Ingmar Janson: Age Tech gestaltet die Zukunft des Alterns19 Aug 202400:30:58

Was ein hochdekorierter Kreativer über neue Techniken und alte Stereotype denkt.

Ingmar Janson ist ein Mann mit einer beeindruckenden Karriere und zahlreichen Auszeichnungen: Ehemaliger Geschäftsführer bei der Werbeagentur Scholz & Friends, Kreativer in Schweden und Südafrika, Marketing-Direktor für ein Cloud-Service-Unternehmen und Stratege für NGOs. Doch heute widmet er sich einem Thema, das uns alle betrifft: dem Altern in einer technologisierten Welt.

Im LIVVING Podcast spricht Ingmar mit uns über Age Tech und Pro Age – Konzepte, die unser Verständnis vom Älterwerden grundlegend verändern könnten. Aber warum beschäftigt sich ein erfahrener Marketingprofi mit diesem Thema?

"Ich gehe auf die 60 zu", erklärt Ingmar. Diese persönliche Erfahrung treibt ihn an, das Potenzial von Technologie für ein erfülltes Leben im Alter zu erforschen. Sein Credo: "Ich war immer am besten, wenn ich mich mit Dingen aus meinem direkten Lebensumfeld beschäftigt habe."

Neue Perspektiven auf das Alter

Ingmar Janson kritisiert veraltete Stereotype in der Werbung für ältere Menschen. Statt fahrradfahrender Großeltern oder schriller Paradiesvögel plädiert er für authentische Darstellungen. "Menschen ändern sich nicht grundlegend, nur weil sie älter werden", betont er.

Age Tech: Schlüssel zu einem selbstbestimmten Alter

Der Podcast gibt faszinierende Einblicke in die Welt der Age Tech:

• Smartwatches zur Gesundheitsvorsorge

• KI-gestützte Ganganalysen zur Sturzprävention

• Innovative Schutzkleidung mit Airbag-Technologie

• Virtuelle Physiotherapie-Assistenten


Ingmar sieht in diesen Technologien enorme Chancen, warnt aber auch: "Deutschland hat im Bereich Age Tech noch Aufholbedarf." Er ruft Start-ups und Investoren dazu auf, dieses Potenzial zu nutzen.

Eine Philosophie des aktiven Alterns

"Man ist dann alt, wenn man mehr Erinnerungen als Pläne hat", zitiert Janson seinen Großvater. Seine Vision vom Altern? Gesundheit, soziale Kontakte und ständige neue Herausforderungen.

Der LIVVING Podcast mit Ingmar Janson ist eine Inspiration, das Älterwerden aktiv und positiv zu gestalten. Er zeigt, dass das Alter keine Phase des Rückzugs sein muss, sondern eine Zeit neuer Möglichkeiten und Erfahrungen sein kann – unterstützt durch kluge Technologien und ein zeitgemäßes Altersbild.

Ein Must-hear für alle, die neugierig auf die Zukunft des Alterns sind und die Chancen der Age Tech-Revolution nicht verpassen wollen.

Mehr Infos:

LinkedIn Profil Ingmar Janson: https://www.linkedin.com/in/ingmar-janson-3b715a13/

Peter Lennartz: So gelingt Babyboomern der ziemlich beste Ruhestand30 Jul 202400:25:12

Was kommt jetzt? Ein Ruhestandscoach gibt Antworten und zeigt, welchen Sinn man im neuen Lebensabschnitt finden kann

Für viele Babyboomer steht er unmittelbar bevor oder ist schon eingetreten: Der Ruhestand. Viele freuen sich auf die Freiheit nach dem Arbeitsleben. Doch es gibt oft auch Zweifel, wie die Zeit sinnvoll gestaltet werden kann. Wie der Übergang in eine erfüllte und zufriedene neue Lebensphase gelingen kann erzählt uns in diesem Interview der Ruhestandscoach Peter Lennartz.

Er hat drei Jahrzehnte als Wirtschaftsprüfer für große Konzerne gearbeitet, ist Angel Investor und berät jetzt als zertifizierter Coach und Ruhestandexperte sowohl Privatpersonen als auch Unternehmen bei allen Fragen rund um das Thema Ruhestand.


In unserem Gespräch geht es u.a. darum, welche Ängste und Befürchtungen viele seiner Klienten haben und wie man den Ruhestand optimal planen kann.

Warum eine Bestandsaufnahme vom Leben wichtig ist

Lennartz' Coaching-Ansatz betont die regelmäßige Reflexion des bisherigen Lebens. Er nutzt das „Lebensrad“, das zwölf Kategorien wie Partnerschaft, Familie, Hobbys, Gesundheit und Finanzen umfasst. Klienten bewerten diese Bereiche von eins bis zehn, um ihre aktuelle Lebenssituation besser zu verstehen. Diese Reflexion bildet die Basis für weiteres Coaching und eine erfüllte Ruhestandsplanung.

Was kommt nach der Karriere?

Viele Klienten von Peter Lennartz, die eine erfolgreiche Karriere hatten, sind es gewohnt, dass ihre Arbeit ihr Leben strukturiert und erfüllt. Der plötzliche Verlust dieser Struktur kann Ängste und Unsicherheiten auslösen. Er beschreibt die Frage „Was kommt danach?“ als zentrale Herausforderung für Ruheständler.

Beispiele aus der Praxis

Peter Lennartz nennt inspirierende Beispiele aus seiner Praxis: Eine pensionierte Lehrerin fand Erfüllung als Telefon-Seelsorgerin, und ein Arzt entdeckte seine Leidenschaft für das Trucking. Diese Geschichten zeigen, dass der Ruhestand eine Chance für neue berufliche oder ehrenamtliche Wege bieten kann.

Wie Unternehmen von älteren Mitarbeitende profitieren können

Neben der Beratung von Privatpersonen arbeitet Peter Lennartz auch mit Unternehmen zusammen. Hier geht es oft darum, den Übergang in den Ruhestand für ältere Mitarbeitende angenehmer zu gestalten und sie weiterhin wertzuschätzen. Viel zu oft werden ältere Mitarbeitende bei wichtigen Projekten übergangen und bekommen keine Weiterbildungschancen mehr. Peter Lennartz sieht jedoch die Notwendigkeit, dass Unternehmen ihre älteren Mitarbeitenden auch weiterhin unterstützen und ihnen sinnvolle und altersgerechte Arbeitsbedingungen bieten sollten. 


So gelingt der „ziemlich beste Ruhestand“

Peter Lennartz zeigt, dass der Ruhestand keine Angst machen muss, sondern eine erfüllende Lebensphase sein kann, wenn er gut geplant ist. Durch individuelles Coaching hilft er, Stärken und Wünsche zu erkennen und den Ruhestand aktiv zu gestalten. Für ihn ist der Ruhestand keine Auszeit, sondern ein neues Kapitel, das er bis 70 weiter aktiv gestalten will.

Noch mehr Infos gibt es hier:

LinkedIn Profil Peter Lennartz: https://www.linkedin.com/in/peter-lennartz-3a2ba957/

Webseite: https://ziemlich-bester-ruhestand.de/

Sabine Stengel: Neue Wohnformen und der Umgang mit dem Tod17 Jul 202400:29:33

Was Sterbebegleitung, Radieschenlisten und neue Wohnformen miteinander zu tun haben.

In diesem Interview reden wir mit Sabine Stengel darüber, wie sie als Ingenieurin, Innovationstrainerin und Unternehmerin dazu kam, eine Gebrauchsanleitung zum Sterben zu schreiben. Sie erklärt uns außerdem, warum jeder eine Radieschenliste nutzen sollte. Und sie beschreibt, warum die Beschäftigung mit der Endlichkeit des Dasein bei ihr zu dem Entschluss führte, in das das neue generationsübergreifende Wohnprojekt Lichtenrader Revier zu ziehen.

Der Tod als Lehrmeister
Sabine Stengel erzählt von ihrer Erfahrung, ihren sterbenden Vater zu begleiten – ein tiefprägendes Erlebnis, das sie dazu inspiriert hat, das Buch "Sterben - Die Gebrauchsanleitung" zu schreiben. In diesem Zusammenhang betont sie die Wichtigkeit, sich aktiv mit dem Sterben auseinanderzusetzen, um Ängste abzubauen. Der Tod sei kein Tabuthema, sondern ein natürlicher Teil des Lebens, den viele jedoch meiden. Durch Workshops wie "Sterben für Anfänger" vermittelt sie praktische Kenntnisse zur Sterbebegleitung und zur Linderung von Symptomen, und bietet damit eine wertvolle Unterstützung sowohl für Betroffene als auch für Angehörige.

Workshops und digitaler Nachlass: Tipps für das Leben danach

Besonders spannend ist Sabines Projekt "Radieschenliste", das Workshops zur Vorsorgeplanung digital und bundesweit anbietet. Hier geht es um Patientenverfügungen, Testamente und Nachlassregelungen. Ein weiteres Thema, das Sabine anspricht, ist die Herausforderung des digitalen Nachlasses. In einem digitalen Zeitalter ist es entscheidend, Regelungen für Social-Media-Profile und andere digitale Vermächtnisse zu treffen. Sabine gibt hierzu praktische Tipps und rät zur Bestimmung eines digitalen Nachlassverwalters, um potenzielle Gefahren wie Identitätsdiebstahl zu vermeiden. Diese Workshops werden von Teilnehmern jeden Alters besucht, vom 21-jährigen jungen Erwachsenen bis zur 85-jährigen Seniorin.

Gemeinschaft und Inklusion im "Lichtenrader Revier"

In Krisenzeiten wie der Corona-Pandemie hat Sabine erkannt, wie wichtig gemeinschaftliches Leben ist. Diese Erkenntnis hat sie dazu gebracht, sich stärker in das Co-Housing-Projekt "Lichtenrader Revier" in Berlin einzubringen. Hierbei handelt es sich um ein innovatives Wohnprojekt, das von einem Investor gemeinsam mit den zukünftigen Bewohnern entwickelt wurde. Mit einer Mischung aus sozial geförderten und normalen Mietwohnungen legt dieses Projekt Wert auf Offenheit, Freundlichkeit, gegenseitige Unterstützung und die Möglichkeit, sich auch mal zurückziehen zu können.

Sabine Stengel ist aktive Teilnehmerin des Bewohnervereins und arbeitet im Arbeitskreis für Kommunikation und Technik. Sie organisiert regelmäßige Aktivitäten wie gemeinsame Frühstücke und ist am Auswahlprozess neuer Bewohner beteiligt. Das Projekt umfasst gemeinschaftliche Flächen und Einrichtungen wie einen Gemeinschaftsraum, Sauna, Schwimmbad und einen öffentlichen Marktplatz.

Noch mehr Infos zu Sabine Stengel gibt es hier: https://www.linkedin.com/in/sabine-stengel-a3379b6/

Innovationscoaching:
https://die-ideenretterin.de/

Gebrauchsanleitung zum Sterben: https://sterbenlernen.net/

Radieschenliste: https://radieschenliste.de/

Wohnprojekt Lichtenrader Revier:

https://lichtenrader-revier.berlin/

Elke Schilling: Mit dem Silbernetz gegen die Einsamkeit im Alter26 Apr 202400:29:35

Einfach mal reden: Warum Gespräche sogar Leben retten können.

In dieser Podcast-Episode geht es um ein Thema, das viele Menschen gerne verdrängen: Einsamkeit im Alter. Dabei hat dieses gesellschaftliche Problem gravierende soziale, gesundheitliche und auch wirtschaftliche Folgen. Denn derzeit sind in Deutschland rund acht Millionen Menschen ab 60 Jahren von Einsamkeit oder Isolation betroffen.

Wir sprechen darüber mit Elke Schilling, die sich mit diesem wachsenden gesellschaftlichen Phänomen besonders gut auskennt. Sie ist Jahrgang 1944 und Gründerin von Silbernetz, einem telefonischem Gesprächsangebot für einsame ältere Menschen ab 60 Jahren, die niemanden haben, mit dem sie reden können.

Der gemeinnützige Verein Silbernetz e.V. wurde 2016 in Berlin gegründet. Seit März 2020 ist die kostenlose Hotline bundesweit geschaltet und täglich von 8 bis 22 Uhr erreichbar. Dass in fünf Jahren bereits über 600.000 Anrufe eingegangen sind, zeigt, wie wichtig dieses Angebot für die Allgemeinheit ist.

Was uns an Elke so beeindruckt, ist ihr Mut und ihre Kraft, unermüdlich für das Projekt Silbernetz zu kämpfen. Denn obwohl sie für ihre Initiative bereits mehrfach ausgezeichnet wurde - unter anderem mit dem Verdienstorden des Landes Berlin - befindet sich das Silbernetz derzeit in einer schwierigen finanziellen Situation, da Spenden und Fördergelder ausbleiben. Das Silbernetz ist daher dringend auf ehrenamtliche Hilfe und auf Spenden angewiesen!

In unserem Interview geht es aber auch Elkes neues Buch mit dem Titel „Die meisten wollen einfach mal reden.“ Für uns eine der besten Publikationen zum Thema Einsamkeit im Alter. Denn Elke erzählt darin nicht nur von ihren Erfahrungen aus den Gesprächen bei Silbernetz, sondern sie zeigt auch konkrete Wege auf, wie wir als Gesellschaft diese Einsamkeit bekämpfen können.

Was macht das Silbernetz?

Silbernetz bietet ein dreistufiges Angebot für Menschen ab 60 Jahren mit Einsamkeitsgefühlen. Anonym, vertraulich und kostenfrei.

•   Silbertelefon: Täglich von 8-22 Uhr finden Senior*innen unter 0800 4 70 80 90 ein offenes Ohr zum „einfach mal Reden“.

•   Silbernetz-Freund*innen: Für regelmäßige persönliche Telefongespräche werden interessierte Senior*innen mit Ehrenamtlichen vernetzt, die dann einmal pro Woche für ein persönliches Gespräch anrufen.  

•   Silberinfo: Silbernetz gibt deutschlandweit Informationen zu Basisangeboten der Altenhilfe in Ländern und Kommunen an die Anrufenden am Silbertelefon.  

Weitere Infos:

Zur Webseite vom Silbernetz e.V.: https://silbernetz.org/

Spendenkonto Silbernetz e.V. : IBAN DE20 4306 0967 1218 6586 00. 

Silbernetz bei facebook: https://www.facebook.com/Silbernetz

Silbernetz bei LinkedIn: https://www.linkedin.com/company/silbernetz/

Michaela Hansen: Abenteuer Granny Aupair – als Leihoma die Welt entdecken11 Apr 202400:27:14

Die Kinder sind aus dem Haus? Der Ruhestand ist zu langweilig? Es fehlt an Abwechslung und neuen Kontakten? Eine Weltreise kommt aus finanziellen Gründen nicht infrage? Die Lösung könnte ein Granny-Aupair-Aufenthalt im Ausland sein!

Michaela Hansen, Gründerin von Granny Aupair, stellt uns in dieser Podcast-Folge ihr Konzept vor, das es Frauen 50+ ermöglicht, als Leihgroßmütter die Welt zu bereisen. Ob als Aupair in einer Familie, als Gesellschafterin oder als Freiwillige in einem sozialen Projekt – die Möglichkeiten sind vielfältig.

Michaela Hansen spricht über die Entstehung ihrer Idee, die Vorteile dieses Austauschs und was es braucht, um als Granny loszulegen. Freuen Sie sich auf eine Episode, die inspiriert und zeigt, wie Frauen mit Lebenserfahrung neue Welten für sich entdecken können

Einige wichtige Erkenntnisse aus unserem Interview mit Michaela Hansen über Granny Aupair:

• Finanzielles und Verpflegung Obwohl die Grannys kein Gehalt für ihren Einsatz erhalten, gewährleisten die Familien freie Kost und Logis, und in manchen Fällen wird ein Taschengeld oder die Beteiligung an den Reisekosten ausgehandelt. Die Form der Entlohnung richtet sich ganz nach den Vereinbarungen zwischen der Granny und der aufnehmenden Gastfamilie.

• Aufgaben und Erwartungen Grannys beteiligen sich nicht nur an der Kinderbetreuung, sondern sind auch Teil des Familienalltags. Je nach Abstimmung mit der Familie können das Kochen, Begleiten zu Freizeitaktivitäten oder leichte Haushaltstätigkeiten dazugehören. Vielseitigkeit und eine offene Kommunikation über Möglichkeiten und Grenzen sind hierbei der Schlüssel zum Erfolg.

Bedeutung von Sprachkenntnissen Zwar ist Englisch die am meisten gefragte Sprache, dennoch sind gute Sprachkenntnisse keine absolute Notwendigkeit. Viele der suchenden Familien sprechen Deutsch oder haben einen deutschsprachigen Hintergrund, was den Umgang erleichtert.

• Der Schlüssel liegt in der Lebenserfahrung Statt junge, oft überforderte Aupairs können reife, weltgewandte Frauen Familien im Ausland unterstützen – und das mit der Weisheit und Gelassenheit des Alters.

• Tausendfach bewährt weltweit Tausende Grannies in über 50 Ländern haben bereits den Schritt mit Granny Aupair ins Ausland gewagt – von Tasmanien bis hin zu den Seychellen.

In unserem Interview geht es u. a. um Fragen wie:

1. An wen richtet sich Granny Aupair?

2. Welche Kriterien müssen Grannies und Gastfamilien erfüllen?

3. Wie sieht der Vermittlungsprozess aus?

4. Wie unterstützt Granny Aupair die Frauen dabei, sich auf ihre Zeit im Ausland vorzubereiten, vor allem, wenn sie zum ersten Mal längere Zeit von Zuhause weg sind?

5. In welchen Ländern ist Granny Aupair besonders beliebt, und gibt es Unterschiede in der Nachfrage nach Grannies weltweit?

6. Wie wichtig Rolle sind Sprachkenntnisse bei der Vermittlung, und wie gehen Sie mit Sprachbarrieren um?

7. Wie sieht die ideale „Granny Aupair" aus? Gibt es bestimmte Fähigkeiten oder Erfahrungen, die besonders wertvoll sind?

8. Was würden Sie Frauen über 50 raten, die überlegen, ob Granny Aupair das Richtige für sie ist?

Weitere Infos: Granny Aupair ist ein preisgekröntes, internationales, viersprachiges Onlineportal. www.granny-aupair.com

Hier geht es zum Buch „Als Granny Aupair in die Welt“ * von Michaela Hansen: https://amzn.to/3wUCHAF

Karin Brünnemann: Analog-Astronautin landet Ende 50 auf Sizilien25 Mar 202400:31:15

Warum Sizilien der ideale Ort zum älter werden und für Remote Work ist

In dieser Folge reden wir mit Karin Brünnemann. Sie ist 59 Jahre alt, international erfolgreiche Trainerin für interkulturelle Kompetenz und Leadership Skills. Und sie reist als Analog-Astronautin rund um die ganze Welt. Warum sie seit 3 Jahren auf Sizilien lebt, erzählt sie uns in diesem spannenden Interview. Außerdem reden wir über Altersdiskriminierung im Job und wie die 4-Tage-Woche das Rentensystem finanzieren könnte.

Zentrale Erkenntnisse aus Karins Erfahrungen:

Strategische Planung vor dem Umzug ist wichtig

Die Entscheidung, nach Sizilien zu ziehen, traf Karin strategisch. Sie erstellte eine Liste mit Kriterien. Ausschlaggebend für ihre Wahl waren die italienische Kultur, die Offenheit der Menschen und das weniger touristische Umfeld in der Stadt Marsala an der Westküste von Sizilien. Vor ihrem Umzug organisierte sie bereits eine Wohnungssuche und schloss einen Mietvertrag ab, was ihre Übergangsphase erleichterte. Wichtig zu wissen: In Italien werden eher Immobilien gekauft, Mietobjekte abseits touristischer Gebiete sind jedoch auffindbar.

Integration in die Gemeinschaft funktioniert nur über Sprache

Karin fand schnell Anschluss in ihrer neuen Heimat, trotz der Tatsache, dass sie die einzige Ausländerin in ihrer unmittelbaren Nachbarschaft ist. Mit ihrer freundlichen und offenen Art hat sie gute Beziehungen zu ihren sizilianischen Nachbarn aufgebaut. Ihr Tipp: Italienisch lernen und sich trauen zu kommunizieren, auch wenn man die Sprache noch nicht perfekt beherrscht.

Die sizilianische Kultur: “Dolce Vita" und positive Einstellung zum Alter

Karin Brünnemann lebt seit drei Jahren auf Sizilien und ist fasziniert von der Einstellung der Sizilianer zum Älterwerden und zum Essen. Sie erklärt, wie ältere Menschen in der Gemeinschaft liebevoll integriert und wertgeschätzt werden, was in scharfem Kontrast zur Altersdiskriminierung steht, die in vielen anderen Gesellschaften vorherrscht. Das "Dolce Vita" sowie die Abwesenheit von Massentourismus auf Sizilien machen die Insel für sie besonders attraktiv.

Hier einige Zitate aus dem LIVVING Podcast mit Karin Brünnemann:

Freizügigkeit in der EU: „In der Europäischen Union hat man ja nun zum Glück die Freiheit, sich überall niederzulassen, überall arbeiten zu dürfen, wo man möchte."

Arbeitsmodelle der Zukunft: "Warum um alles in der Welt können wir das jetzt nicht mal so langsam auf vier Tage reduzieren?"

Altersdiskriminierung im Berufsleben: "Ich werde hier überhaupt nicht mit Altersdiskriminierung konfrontiert, weil ich mich in meinem Berufsleben sehr stark weiterentwickelt habe.“

Leben im Ausland: "Italien ist das neunte Land, in dem ich lebe und das 27. Land, in dem ich arbeite."

Integration älterer Menschen in Sizilien: "Ältere Menschen werden überhaupt nicht ausgegrenzt, sondern man nimmt sie einfach mit und man verabredet sich auch mit denen."

 

Noch mehr Infos zu Karin Brünnemann gibt es hier:

LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/karinbrunnemann/

Ihr Unternehmen:

www.SiliconSicily.com

Christine Erlach: Wie negative Glaubenssätze unser Leben im Alter prägen13 Feb 202500:33:17

Warum „Ich bin zu alt dafür“ nur eine Erzählung ist und wie wir unser Denken aktiv ändern.

In dieser Folge des LIVVING Podcasts sprechen wir mit Christine Erlach. Sie ist Expertin für narrative Organisationsentwicklung und hat zusammen mit Michael Müller das Buch geschrieben „In Aktanz gehen: Wie man hinderliche Geschichten loswird“. Ihr Thema ist, wie wir uns von festgefahrenen Überzeugungen lösen und neue Handlungsmöglichkeiten entdecken können.

Das Wichtigste auf einen Blick:

Alte Denkmuster durchbrechen: „Ich bin zu alt dafür“ – oft stecken wir in hinderlichen Narrativen fest, die uns blockieren.

Warum Erzählungen so mächtig sind: Unsere eigenen Geschichten prägen unser Selbstbild und beeinflussen unsere Entscheidungen.

Wie sich Perspektiven verändern lassen: Reflexion und Story Listening helfen, neue Sichtweisen zu entdecken.

Wissen weitergeben, bevor es verloren geht: Ältere Mitarbeitende sind wertvolle Wissensträger – doch oft wird ihr Erfahrungsschatz unterschätzt.

KI und Storytelling für den Wissenstransfer: Neue Technologien könnten helfen, Erfahrungswissen für die Zukunft zu sichern.

Warum prägen uns unsere eigenen Erzählungen?

„Man merkt oft gar nicht, was für Glaubenssätze man hat“, erklärt Christine Erlach im Podcast. Sie beschreibt, wie tief verwurzelte Überzeugungen unser Leben beeinflussen – oft ohne, dass wir es merken. Besonders im Alter spielen diese eine große Rolle: „Viele glauben, dass sie zu alt sind, um noch neue Dinge zu lernen. Aber solche Geschichten sind selbstgemacht – und sie halten uns davon ab, unser volles Potenzial zu entfalten.“

Ein typischer Satz, den sie oft hört: „Ich kann das mit der Technik nicht.“ Doch diese Überzeugung ist nicht in Stein gemeißelt. „Wenn wir uns erlauben, den Schieberegler nur ein kleines Stück zu bewegen, öffnet sich unser Handlungsspielraum“, sagt sie. Statt „Ich kann das nicht“ könnte man sich fragen: „Was, wenn ich mir einfach Zeit nehme, es zu lernen?“

Welche hinderlichen Glaubenssätze haben ältere Menschen oft?

Christine Erlach erklärt, dass ältere Menschen oft mit Glaubenssätzen zu kämpfen haben, die sie selbst oder die Gesellschaft ihnen einprägt. „Ich bin zu alt“ oder „Mein Wissen zählt nicht mehr“ sind typische Überzeugungen, die Menschen in der zweiten Lebenshälfte blockieren. Sie beschreibt, wie wir in Erzählungen gefangen sind, die wir uns selbst oder die uns andere über unser Alter erzählen:

„Manche Glaubenssätze werden dysfunktional, weil sie beginnen, mich einzuschränken. Gerade in der Übergangsphase in den Ruhestand gibt es viele Narrative, die sich schwer anfühlen, die uns unbeweglich machen.“

Doch Veränderung ist möglich. „Wenn wir anfangen, unsere eigenen Geschichten zu hinterfragen, gewinnen wir Leichtigkeit zurück“, so Erlach.

Noch mehr Infos gibt es hier:

LinkedIn Profil Christine Erlach: https://www.linkedin.com/in/christine-erlach/

Webseite NARRATA Consult: https://www.narrata.de/

Webseite Narratives Management: https://www.narratives-management.de/

Buch „In Aktanz gehen: Wie man hinderliche Geschichten loswird“ 
https://amzn.to/4jSpOv0 *

Andrea von Steht: Campervan, Comer See, Chancen – Neustart mit 50+07 Mar 202400:28:54

In dieser Folge geht es das Thema Neustart mit über 50 im Ausland. Und dafür ist Andrea von Steht genau die richtige Gesprächspartnerin. Denn mit 50 hat sie mitten in der Corona-Zeit ihre erfolgreiche Eventagentur in Hamburg verkauft, ihre Wohnung aufgelöst und ist alleine mit Campingbus und Hund in den Süden gezogen, ein neues Leben zu beginnen. Nach zahlreichen Zwischenstopps lebt und arbeitet sie heute glücklich in Italien am Comer See und vermittelt Ferienwohnungen.

Zentrale Erkenntnisse aus Andreas Erfahrungen:

🚀 Mut zur Veränderung

- Der Schritt, alles hinter sich zu lassen und neu anzufangen, ist riesig. Andreas Mut, sowohl ihr Geschäft in Deutschland aufzugeben als auch die Herausforderungen des alleine Reisens zu meistern, ist eine Quelle der Inspiration für jeden, der über eine Veränderung im Leben nachdenkt.

🏡 Zuhause ist, wo das Herz ist

- Ein Wohnortwechsel ins Ausland kann mit Unsicherheiten und Einsamkeit verbunden sein, doch Andrea lehrt uns, wie wichtig es ist, ein Zuhause zu schaffen, wo man sich wirklich angekommen fühlt.

🌱 Auf das Bauchgefühl hören

- Trotz Rückschlägen und Herausforderungen, die Andrea auf ihrem Weg erlebt hat, zeigt ihre Geschichte, wie entscheidend es sein kann, auf das eigene Bauchgefühl zu vertrauen und mutige Entscheidungen zu treffen.

 

Hier einige Zitate aus dem LIVVING Podcast mit Andrea von Steht:

Lebensverändernde Entscheidungen: „Nur mein Hund und ich. Und dann hat sich das halt so ergeben, dass ich gesagt habe, okay, jetzt oder nie."

Lebensreise während der Pandemie: "Ich habe gesagt, ich fahre einfach los und da, wo es mir gefällt, da bleibe ich und wenn mich mein Herz irgendwohin verschlägt und sagt, hier will ich länger bleiben, bleibe ich halt da."

Einsamkeit auf Reisen: "Ich fühlte mich einsam in gewissen Situationen und zwar am schlimmsten war es, wenn ich auf dem Campingplatz war."

Planänderung nach Sturz vom Pferd: „Ich bin im Piemont vom Pferd gefallen und habe mir die Schulter gebrochen und konnte nicht mehr fahren. Das war also das Ende meiner Reise. Heute bin ich diesem Pferd sehr, sehr dankbar.“

Immobilienkauf in Italien: 
„Bei den ganzen Behördengängen hier bin ich erst mal alleine losgestiefelt in meiner jugendlichen Euphorie, mit meinen Paar Brocken italienisch und habe versucht, mit Händen und Füßen denen zu erklären, was ich will.“

Sehnsucht nach der Familie: 
„Ich bekomme bei vielen mit, dass sie ihre Familien vermissen, die Kinder, die Enkelkinder, wenn die hier sind und dass das wirklich bei vielen ein Thema ist und was viele auch tatsächlich am Ende wieder zurückgehen lässt."

 

In unserem Interview geht es u.a. um Fragen wie:

•   Was hat dich dazu bewogen, Deutschland zu verlassen und in Italien neu zu beginnen?

•   Welche Herausforderungen hast du erlebt, als du als Frau alleine mit dem Camper durch Europa gereist bist?

•   Was war der entscheidende Moment, der dich dazu brachte, am Comer See sesshaft zu werden?

•   Wie hast du dich in der neuen Gemeinschaft eingelebt und Freunde gefunden?

•   Wie sind die Lebenshaltungskosten am Comer See im Vergleich zu Deutschland?

•   Welche Tipps hast du für Menschen, die einen ähnlichen Schritt in Erwägung ziehen?

•   Wie hast du die bürokratischen Hürden in Italien gemeistert, besonders im Hinblick auf die Gesundheitsversorgung und die Anmeldung deines Gewerbes?

•   Was sind deine Zukunftspläne am Comer See?

 

Noch mehr Infos zu Andrea von Steht:

Instagram: comer.see.aktiv

facebook: comer.see.aktiv

Christian Kuppig: Kann Immobilien-Teilverkauf unsere Rentenlücke schließen?22 Feb 202400:32:19

In dieser Podcast-Episode wird es persönlich, denn es geht um unsere eigene finanzielle Zukunft und die Frage, ob wir unser Haus verkaufen müssen, um im Alter genug Geld zur Verfügung zu haben. Als Selbstständige haben wir kaum eine Rente zu erwarten und fast unser gesamtes Vermögen steckt in unserem Haus. Ideal wäre eine Lösung, die es uns ermöglicht, in der Immobilie zu bleiben oder sie zu vermieten und gleichzeitig zusätzliches Kapital für unseren Lebensunterhalt und Reisen zu generieren.

Auf der Suche nach einer Möglichkeit, all dies zu kombinieren, sind wir auf den Teilverkauf von Immobilien gestoßen.

Als wir Freunden und Bekannten von dieser Möglichkeit erzählten, stießen wir auf großes Interesse und viele Fragen. Aber auch Skepsis, ob das wirklich seriös sei. Grund genug, daraus eine Folge für den LIVVING Podcast zu machen.

Als Experten zum Thema Teilverkauf von Immobilien haben wir Christian Kuppig, Geschäftsführer von Engel & Völkers Liquidhome, eingeladen.

In unserem Interview geht es u.a. um Fragen wie:

•  Was bedeutet Teilverkauf von einer Immobilie?

•  Was ist der Unterschied zu einer Leibrente?

•  Funktioniert der Teilverkauf nur für Häuser? Oder auch für Eigentumswohnungen?

•  Gilt das nur für Immobilien in Deutschland oder auch im Ausland?

•  Gibt es ein Mindest- oder Höchstalter der Verkäufer für den Abschluss?

•  Wie ist der Ablauf, wenn ich mich für einen Teilverkauf interessiere?

•  Wer steht nach dem Teilverkauf im Grundbuch?

•  Muss die Immobilie vor dem Teilverkauf komplett abbezahlt sein?

•  Was ist, wenn noch eine Grundschuld der Bank vorhanden ist?

•  Für den verkauften Anteil muss ein monatliche Nutzungsentgelt gezahlt werden, wie hoch ist das?

•  Was passiert, wenn wir dieses Nutzungsentgelt nicht mehr bezahlen können?

•  Wer trägt nach dem Teilverkauf die laufenden Kosten der Immobilie?

•  Wenn wir Instandhaltungen oder Sanierungen planen, wer übernimmt die Kosten?

•  Können wir die Immobilie auch nach dem Teilverkauf vermieten?

•  Gibt es eine Wertsteigerungsgarantie für uns als Verkäufer?

•  Ist ein Verkauf der Immobilie nach Teilverkauf jederzeit möglich? Wenn ja, wer wickelt das ab und wer bekommt den Verkaufserlös?

•  Wäre auch der Rückkauf des Immobilienanteils möglich, falls wir uns nach einigen Jahren gegen den Teilverkauf entscheiden?

•  Was passiert mit unserem Haus, wenn Engel & Völkers Liquidhome insolvent wird?

•  Welche Alternativen gibt es zum Teilverkauf?

Was ist ein Immobilien-Teilverkauf?

Ein Immobilien-Teilverkauf ermöglicht es Ihnen, einen Teil Ihres Eigenheims zu veräußern und dabei weiterhin uneingeschränkt darin zu wohnen. Bei diesem Modell verkaufen Sie bis zu 50% Ihrer Immobilie und erhalten im Gegenzug eine von einem zertifizierten Gutachter festgelegte Summe. Dieses Konzept bietet den Vorteil, dass Ihr Vermögen nicht mehr ausschließlich in Ihrer Immobilie gebunden ist, sondern für die Verbesserung Ihres Lebensstandards oder zur Erfüllung persönlicher Wünsche eingesetzt werden kann, ohne dass Sie Ihr Zuhause aufgeben müssen.

 

Noch mehr Infos zum Immobilien Teilverkauf Engel & Völkers Liquidhome gewünscht?

Hier können Sie sich – so wie wir – ein unverbindliches Angebot erstellen lassen oder ein Infopaket anfordern (Werbung):

https://bit.ly/liiving-evliquidhome

Astrid Franz: Von Premium-Wohnanlage bis WG – wie wollen die neuen Alten wohnen?18 Dec 202300:24:44

Wo können Senioren so lange wie möglich selbstbestimmt und mit hoher Lebensqualität leben?

In dieser Podcast-Episode berichtet Astrid Franz, Expertin für Wohnen im Alter, über ihre Erfahrungen mit verschiedenen Wohnprojekten für Senioren. Sie hat in den letzten 20 Jahren als Sozialmanagerin gearbeitet und zahlreiche Projekte in Berlin und Brandenburg geleitet, darunter hotelähnliche Wohnanlagen mit All-Inclusive-Angeboten wie Schwimmbad und Fitnessraum, aber auch kleinere Anlagen und vollstationäre Pflegeeinrichtungen.

Wie Senioren ihr neues Zuhause wählen

Astrid Franz erläutert, wie die Entscheidung für ein Wohnprojekt von verschiedenen Faktoren beeinflusst wird, darunter Alter, Gesundheitszustand und persönliche Motivation. Sie betont, dass einige Bewohner den Wechsel als Chance für einen Neuanfang sehen, während andere mit dem Loslassen und dem Umzug in eine neue Umgebung zu kämpfen haben.

Im Gespräch geht es auch um die Herausforderungen und Chancen im Bereich Seniorenwohnen. Und wir sprechen darüber, warum Eigeninitiative und mehr politische Unterstützung bei der Schaffung von bezahlbarem, barrierefreiem Wohnraum unbedingt notwendig sind. 

Astrid Franz betont, dass sich die Bedürfnisse und Erwartungen der älteren Generation, insbesondere der Babyboomer, von denen früherer Generationen unterscheiden. Wir sprechen über die Notwendigkeit, neue und vielfältigere Wohnformen zu entwickeln, die den individuellen Bedürfnissen dieser Generation gerecht werden.

Innovatives Wohnprojekt in Leipzig

Als aktuelles Beispiel stellt uns Astrid Franz ihr neues Projekt in Leipzig vor. Mit der SLP Senior Living setzt sie eine innovativ Kombination aus Service-Wohnen und einer Art Wohngemeinschaft um, wobei die Bewohner aktiv in die Gestaltung und das Gemeinschaftsleben einbezogen werden. Ziel ist es, ein Umfeld zu schaffen, in dem Senioren so lange wie möglich selbstbestimmt und mit hoher Lebensqualität leben können. 

Freuen Sie sich also auf einen Blick in die Zukunft des Wohnens im Alter.

In unserem Interview mit Astrid Franz geht es u.a. um folgende Fragen:



1. Nach welchen Kriterien entscheiden sich ältere Menschen für ein Wohnprojekt?

2. Welche Herausforderungen und Chancen gibt es beim Wechsel in ein neues Wohnprojekt?

3. Was zeichnet das aktuelle Wohnprojekt von SLP Senior Living in Leipzig aus?

4. Wie könnten zukünftige Wohnformen für die ältere Generation aussehen?

Noch mehr Infos gibt es hier:


LinkeIn Profil Astrid Franz: https://www.linkedin.com/in/astrid-franz-707630135/

neues Service­wohnen für Senioren in Leipzig: seniorliving+

https://www.senior-living-plus.de/

Noch mehr Antworten auf die Frage "Wie wollen wir in Zukunft leben?" gibt es hier im Online-Magazin von LIVVING.de: https://livving.de/

Susanne Ackstaller: Auf das Leben! Gibt es Glück und Lebensfreude auch über 50?07 Dec 202300:26:01

Warum ein ehrlicher Blick auf das Älterwerden nötig ist und wie Zufriedenheit mit Herausforderungen wächst

Mit Susanne Ackstaller reden wir darüber, warum das Älterwerden speziell für Frauen sowohl eine Herausforderung aber auch Chance ist. Sie ist Jahrgang 66 und eine bekannte Redakteurin, Kolumnistin und Bloggerin. Seit 2009 begeistert sie ihre Leserschaft mit ihrem Blog Texterella, einem der ersten und bekanntesten Mode- und Lifestyle-Blogs für Frauen in Deutschland. In ihrem neuen Buch "Auf das Leben! hat sie sich gemeinsam mit spannenden Gesprächspartnerinnen auf die Suche nach Antworten auf die Frage gemacht: Wie kann eine Frau ab 50 ihr Leben so gestalten, dass es voller Glück, Zufriedenheit und Lebensfreude ist?

17 inspirierende Frauen kommen zu Wort, die es - zum Teil trotz Hindernissen, Schicksalsschlägen oder Krankheit - geschafft haben, ein glückliches und zufriedenes Leben zu führen. Unter ihnen sind bekannte Namen wie das Best-Age-Model Anna van Rüden, die Politikerin Claudia Roth und die Künstlerin Gloria Gray, aber auch Frauen aus der Mitte der Gesellschaft, die ihre Erfahrungen teilen und verraten, wie sie die Lebensphase 50plus bewusst gestalten.

Susannes humorvoller Blick auf das Leben und ihre Fähigkeit, tiefgründige Lebensweisheiten mit erfrischender Leichtigkeit zu vermitteln, machen sie zur perfekten Gesprächspartnerin für unseren LIVVING Podcast.

In unserem Interview mit Susanne Ackstaller geht es u.a. um folgende Fragen:

Was hat dich dazu inspiriert, das Buch „Auf das Leben!“ zu schreiben?

Welchen Herausforderungen müssen sich Frauen ab 50 stellen?

Warum hattest du mit 40 mehr Angst vor dem Älterwerden als heute? Wie wichtig sind Mut und die Lust, Neues auszuprobieren?

Welche Rolle spielt soziales Engagement für ein zufriedenes Leben im Alter?

Warum sind Modebloggen und ökologisches Engagement ein Balanceakt?

Wie willst du in Zukunft leben, arbeiten und wohnen?

 

Weitere Infos gibt es hier:

Texterella Mode- und Lifestyle-Blog: For Women. Not Girls. https://www.texterella.de/

Instagram: https://www.instagram.com/textelle

LinkedIn Profil Susanne Ackstaller: https://www.linkedin.com/in/susanne-ackstaller-730a49/

Noch mehr Antworten auf die Frage "Wie wollen wir in Zukunft leben?" geben wir hier im Online-Magazin von LIVVING.de: https://livving.de/

Yani Neugebauer: Älter. Klüger. Gründer. Wie das Gründerzentrum 50+ dabei hilft.17 Aug 202300:35:26

So kann die Generation 50+ den Fachkräftemangel in Deutschland lösen und dabei auch noch Spaß haben

Mit Yani Neugebauer reden wir darüber, warum der akute Fachkräftemangel in Deutschland ein wachsendes Problem ist und wie die Generation 50plus ein Teil der Lösung sein könnte.

Dazu kurz einige Zahlen: Laut Fachkräftereport 2022 der Deutschen Industrie- und Handelskammer können 66 Prozent der kleinen und mittleren Unternehmen offene Stellen längerfristig nicht besetzen, weil sie keine passenden Arbeitskräfte finden.

Und die Situation wird sich weiter verschlimmern. Bis 2030 werden fünf Millionen Menschen mehr in Rente gehen als in den Arbeitsmarkt neu eintreten, errechnete der Arbeitgeberverband BDA.

Aber nicht für alle Babyboomer bedeutet Ruhestand, dass sie gar nicht mehr arbeiten werden. Ein knappes Viertel der 50- bis 64-Jährigen kann sich sogar vorstellen, ein Unternehmen zu gründen (Forsa-Studie 2018).

Aber wie kommen Unternehmen und diese berufserfahrenen Fachkräfte zusammen?

Eine Antwort darauf hat Yani Neugebauer. Sie ist Initiatorin vom GRÜNDUNGSZENTRUM 50PLUS, einem Online-Forum für Gründer in der Lebensmitte. Sie vermittelt die berufserfahrenen Experten als Projekt- und Interimsmananger:innen an den Mittelstand.

Mit ihrer Plattform hilft sie Fachkräften über 50 außerdem dabei, sich selbstständig zu machen und die eigene Expertise optimal zu nutzen. In unserem LIVVING-Podcast erklärt sie, wie wichtig es dafür ist, ein persönliches Netzwerk aufzubauen und den eigenen Wert zu erkennen. 

Außerdem spricht sie darüber, wie Unternehmen von den erfahreneren Generationen profitieren können und wie das Gründerzentrum Fachleute 50plus vermittelt. Erfahren Sie in dieser inspirierenden Episode, warum der Ruhestand nicht die einzige Option ist und wie man auch im Alter aktiv und beruflich erfolgreich bleibt.

In unserem Interview geht es u.a. um Fragen wie:


Welchen Nutzen haben Unternehmen von der Erfahrung und dem Fachwissen älterer Fachkräfte?

Warum gibt es ein Gründerzentrum speziell für die Generation über 50? 

Was sind die Herausforderungen, denen ältere Menschen gegenüberstehen, wenn sie nach dem Ruhestand beruflich aktiv bleiben möchten? 

Wie können Experten 50plus den Wert der eigenen Fähigkeiten erkennen und sich selbst besser vermarkten? 

Welche Rolle spielen persönliche Netzwerke bei der beruflichen Aktivität im Alter? 

Wie offen sind Arbeitgeber für die Einstellung älterer Fachkräfte? Welche Maßnahmen könnten ergriffen werden, um die Beschäftigungsmöglichkeiten für diese Altersgruppe zu verbessern?

Welchen positiven Einfluss hat eine berufliche Aktivität auf das Alter und die Lebensqualität?

Noch mehr Infos gibt es hier:

GRÜNDUNGSZENTRUM 50Plus Deutschlands Online-Forum für Gründer in der Lebensmitte:

 https://www.gz50plus.de/

LinkedIn Profil Yani Neugebauer mit Informationen u.a. zur GRÜNDUNGSZENTRUM 50Plus-Konferenz: https://www.linkedin.com/in/yanineugebauer50plus/

Noch mehr Antworten auf die Frage "Wie wollen wir in Zukunft leben?" geben wir hier im Online-Magazin von LIVVING.de: https://livving.de/

Stefanie Lippelt-Mayenfels: Freyenstein statt Altenheim – Prignitz wird Pionier14 Aug 202300:29:35

Wie mit Eigeninitiative und neuen Ideen die Prignitz attraktiver Lebensraum für alte & junge Menschen wird

Stefanie Lippelt-Mayenfels erzählt uns über ihre innovativen Konzepte, um in der strukturschwachen Region Prignitz in Brandenburg seniorengerechten Wohnraum auf dem Land zu schaffen.

Hören Sie, wie sie mit dem Projekt "Freyenstein statt Altenheim" neue Möglichkeiten für das Altern entwickelt und Fachkräfte aus dem Bereich Pflege und Gesundheit zum Zuzug motiviert. In unserem Gespräch geht es zudem um die Zukunft der Pflege und Betreuung. Außerdem diskutieren wir die Herausforderungen beim Kampf gegen Altersarmut. Sie erfahren, wie neue Konzepte die Art und Weise, wie wir altern, verändern können. Und warum Eigeninitiative notwendig ist, um gemeinsam gut alt zu werden.

Warum Stefanie Lippelt-Mayenfels dafür die richtige Gesprächspartnerin ist?

Weil sie einen fundierten Einblick in die Pflegesituation hat. Denn sie ist u.a. Geschäftsführerin der meco Akademie, einer großen Fachschule in Berlin für Sozialpädagogik und Pflegeberufe, wo Erzieher:innen und Pflegefachkräfte ausgebildet werden.

Und sie ist Geschäftsführerin der Firma „die Weichensteller“, einer Personal- und Organisationsberatung für die Pädagogik- und Pflegebranche. Eine Initiative der Weichensteller ist die Zuzugsinitiative „Tschüssi Berlin, hallo Prignitz“, mit der Fachkräfte aus dem Bereich Pflege und Gesundheit für einen Umzug von Berlin in die Prignitz und vor allem in den Ort Freyenstein begeistert werden sollen. Denn hier gibt es nicht nur eine wunderschöne Natur, sondern vor allem bezahlbaren Wohnraum und jede Menge Entwicklungspotenzial.

In unserem Interview geht es u.a. um Fragen wie:


• Welche Ideen gibt es, um älteren Menschen in Freyenstein eine alternative Wohnmöglichkeit zum Altenheim zu bieten?

• Wie lockt die Rauszug-Initiative „Tschüssi Berlin, hallo Prignitz!" Menschen in die Prignitz?

• Warum wurde aus einer alten Tankstelle ein neuer Begegnungsort mit Stadtküche?

• Wie kann der hohe Leerstand an Häusern in der Prignitz genutzt werden, um neuen bezahlbaren Wohnraum zu schaffen?

• Welche sozialen Projekte werden in Freyenstein entwickelt, um Armut und Einsamkeit unter älteren Menschen zu bekämpfen?

• Was ist im neuen Stadtgarten Freyenstein geplant?
• Wie unterstützen Vertreter der Stadt bei der Umsetzung dieser Initiativen?

Noch mehr Infos gibt es hier:

Initiative „Tschüssi Berlin, hallo Prignitz“:  https://www.dieweichensteller.org/zuzugsinitiative/

Tanke Freyenstein mit Stadtküche, Stadtgarten, Gemeinschafttreff: https://www.tanke-freyenstein.de/

LinkedIn-Profil Stefanie Lippelt-Mayenfels: https://www.linkedin.com/in/stefanie-lippelt-mayenfels-ab718696/

Noch mehr Antworten auf die Frage "Wie wollen wir in Zukunft leben?" geben wir hier im Online-Magazin von LIVVING.de: https://livving.de/

Anne Kamratowski: Warum die Unternehmerin mit 65 Jahren auf Sizilien ihren Zweitwohnsitz hat24 Jun 202300:26:56

Wieso die Hafenstadt Cefalù als 2. Heimat im Alter? Tipps zum Umzug & Immobilienkauf in Italien, …

… das sind nur einige unserer Themen in diesem Interview.

Warum Anne Kamratowski genau dafür die perfekte Gesprächspartnerin ist, zeigt ihre interessante und außergewöhnliche Vita.

Sie ist Jahrgang 1958 und nicht nur Geschäftsführerin einer Wirtschaftsberatung in Berlin, sondern außerdem ausgebildete Personenschützerin und Sicherheitsfachkraft mit IHK-Abschluß.


In einem Zeitungsartikel wurden Anne Kamratowski sogar als „Miss Bodyguard“ bezeichnet, denn sie ist waffenkundig, kann Lkw fahren, ein Motor-Boot steuern, besitzt einen Panzerlimousinen-Führerschein und trägt den schwarzen Karate-Gürtel. Ihr Berufsleben dreht sich aber nicht nur um Sicherheit, Beratung und Fitness.

Sie ist außerdem seit 1979 Inhaberin der Berliner Messinglampen GmbH in Berlin Charlottenburg wo Leuchten nach historischen Vorbildern in Handarbeit hergestellt und in die ganze Welt verkauft werden.

Und Sie hat einen  2.Wohnsitz in Italien, genauer in Cefalù auf Sizilien und ist dort erfolgreich als Fotografin tätig. Ihr Fotobuch über diesen bezaubernden Ort am Meer wurde auf der Internationalen Tourismusbörse im März in der Italien-Halle vorgestellt.

In unserem Interview geht es u.a. um Fragen wie:



• Nach welchen Kriterien sollte ein Wohnort im Ausland ausgewählt werden?

• Wie findet man die richtige Immobilie?

• Warum ist es wichtig ist, die Landessprache zu lernen?

• Wie verändert sich das Arbeiten als Unternehmerin im Alter?

• Wie funktioniert der Wechsel zwischen den beiden Wohnorten?

• Welche Pläne gibt es noch?

Das geheime Cefalù auf Sizilien, erzählt von einer Insiderin – Artikel von Anne Kamratowski: https://www.ambiente-mediterran.de/cefalu-sizilien-geheimnisse/

Cefalù Moments auf Instagram: https://www.instagram.com/cefalu_moments/

Wirtschaftsberatung Anne Kamratowski: http://www.spree-etagen-berlin.de/

Berliner Messinglampen: https://www.berlinermessinglampen.de/

Noch mehr Antworten auf die Frage "Wie wollen wir in Zukunft leben?" geben wir hier im Online-Magazin von LIVVING.de: https://livving.de/

Mr. Metaverse Tom Inden-Lohmar: Wie leben Babyboomer im Web 3.0?23 Jun 202300:27:40

Mit Tom Inden-Lohmar reden wir über das Arbeiten 60+ und klären, ob das Metaverse der richtige Ort für den Ruhestand ist.

Warum Tom dafür der richtige Gesprächspartner ist? Weil er letztes Jahr mit über 60 nochmals ein Unternehmen gegründet hat. Und das, nachdem er bereits auf fast 40 Jahre Karriere u.a. als erfolgreicher Agenturinhaber, Buchautor, Coach und Dozent zurück blicken kann.

Seit letztem Sommer ist Tom als „Mister Metaverse“ unterwegs und klärt in seinem Podcast „Pracht & Elend“ zusammen mit Dominik Griese über Sinn und Unsinn der Metaversen auf. Darüber hinaus berät er Unternehmen die ins Web 3.0  wollen und hält Vorträge dazu auf internationalen Kongressen. 

In unserem Interview geht es u.a. um Fragen wie:

• Sind nur junge Menschen im Metaverse unterwegs? Oder tummeln sich dort auch Babyboomer?

•   Wie weit ist überhaupt die Technik und welche Angebote gibt es bereits im Web 3.0 für ältere Menschen?

•   Wie kann die Digitalisierung das Leben im Alter erleichtern?

•   Und wo will Tom künftig wohnen? Weiterhin Im Dachgeschoss mitten in Berlin oder auf einem Bauernhof auf der Schwäbischen Alb? 

Webseite Tom: https://thesoulmanagers.com/

Webseite Pracht & Elend: https://the-metaspace.com/pracht-elend

Podcast Pracht & Elend: https://open.spotify.com/show/4D3xEuIIw7UGV9CRKtaLBC?autoplay=true

LinkedIn Profile Tom Inden-Lohmar: https://www.linkedin.com/in/tom-inden-lohmar/

Interview mit Tom auf LIVVING.de: https://livving.de/interview-tom-inden-lohmar-neustart-mit-60/

Noch mehr Antworten auf die Frage "Wie wollen wir in Zukunft leben?" geben wir hier im Online-Magazin von LIVVING.de: https://livving.de/

Claudia und Siegbert Mattheis: Wie wollen wir Babyboomer künftig leben?21 Jun 202300:24:41

#1: Warum machen wir das eigentlich? Und wie wollen wir selber künftig leben? Zum Auftakt interviewen wir uns als Gastgeber des LIVVING Podcast gegenseitig. Wir, das sind Claudia Jahrgang 1966 und Siegbert Jahrgang 1959. Verheiratet seit 25 Jahren und seitdem Chefs einer gemeinsamen Werbeagentur in Berlin. 

Wo wollen wir in Zukunft leben? Ist der Wohnsitz im Ausland eine mögliche Option? Könnten wir als ausgeprägte Individualisten in Gemeinschaft mit anderen wohnen? Warum gibt es so wenig gutes Design für ältere Menschen? Wie lange wollen wir überhaupt noch arbeiten? Und wieso ist ein Rentner-Dasein keine Option für uns?

All diese Fragen stellen wir uns und künftig auch unseren Interviewgästen.

Begleiten Sie uns also auf unserer Suche nach neuen Wohn-Formen für die zweite Lebenshälfte, spannenden Lebenskonzepten, innovativen Ideen und praktischen Lösungen.

LIVVING.de – das Online-Magazin zum Podcast  https://livving.de/
Mattheis Werbeagentur in Berlin: https://www.mattheis-berlin.de/
Ambiente-Mediterran.de – das mediterrane Magazin von Claudia & Siegbert Mattheis:  https://www.ambiente-mediterran.de/

LinkedIn Profile:
Claudia Mattheis: linkedin.com/in/claudia-mattheis-4931b824
Siegbert Mattheis: https://www.linkedin.com/in/siegbert-mattheis-91411113/

Noch mehr Antworten auf die Frage "Wie wollen wir in Zukunft leben?" geben wir hier im Online-Magazin von LIVVING.de: https://livving.de/

Dr. Bettina Horster: Wie digitale Helfer das Leben im Alter erleichtern09 Feb 202500:30:16

Wie intelligente Systeme Senior:innen unterstützen und Angehörige entlasten – vom digitalen Notruf bis zur sozialen Teilhabe.

In diesem LIVVING Podcast reden wir mit Dr. Bettina Horster. Warum wir sie eingeladen haben? Weil sie zusammen mit ihren Co-Autorinnen das Buch "Das Altersheim kann warten" geschrieben hat, ein Ratgeber der zeigt, wie ältere Menschen moderne Technologien nutzen sollten, um länger in den eigenen vier Wänden leben zu können.


Und sie ist eine Pionierin im Bereich der Digitalisierung sowie der künstlichen Intelligenz und entwickelt selbst Lösungen, die den häuslichen Alltag für Senioren und deren Angehörige deutlich erleichtern.

Welche Technologien helfen Senior:innen im Alltag wirklich?

„Es gibt schon jetzt so viele tolle digitale Lösungen – aber die Menschen wissen oft gar nicht, dass es sie gibt“, sagt Bettina Horster. Der Schlüssel liegt in Assistenzsystemen, die Sicherheit bieten und dabei helfen, den Alltag selbstbestimmt zu gestalten.

Dazu gehören:

•    Erinnerungssysteme: „Gerade Menschen mit kognitiven Einschränkungen profitieren enorm von digitalen Erinnerungen – sei es für Medikamente, Trinken oder Arztbesuche.“

•    Sturzerkennung: „Fallen ist nicht das Problem – das Problem ist, nicht mehr aufstehen zu können. Unsere Technologie erkennt, wenn jemand stürzt und nicht wieder hochkommt, und setzt dann eine Notfallkette in Gang.“

•    Vitalwert-Monitoring: „Blutdruck, Zuckerspiegel, Puls – plötzliche Veränderungen können gefährlich sein. Unsere Systeme erkennen das und alarmieren im Ernstfall automatisch.“

•    Soziale Teilhabe: „Viele ältere Menschen vereinsamen, weil sie nicht mehr mobil sind oder Schwierigkeiten haben, digitale Geräte zu bedienen. Wir setzen daher auf barrierefreie Video-Calls und intelligente Sprachassistenten, die echte Unterstützung bieten.“

Welche Rolle spielen Angehörige?

Bettina Horster weiß: Die Digitalisierung in der Pflege hilft nicht nur Senior:innen, sondern auch deren Familien. „Über ein Drittel der Angehörigen lebt über 100 Kilometer entfernt – und die Hälfte nicht mal mehr um die Ecke.“

Hier setzen smarte Lösungen an: „Angehörige können über unsere Systeme sanft eingebunden werden, ohne sich aufdrängen zu müssen. Sie bekommen beispielsweise Mitteilungen, wenn alles in Ordnung ist – oder werden alarmiert, wenn es einen Vorfall gibt.“

Viele Angehörige rufen regelmäßig bei ihren Eltern oder Großeltern an, nur um sicherzugehen, dass alles in Ordnung ist. „Aber was, wenn niemand ans Telefon geht? Dann fängt das Kopfkino an!“ Ein intelligentes System, das automatisch meldet, ob der Alltag normal verlaufen ist, kann hier enorme Entlastung bieten.

 

Warum Sie dieses Podcast-Interview hören sollten?

Dieses Gespräch mit Bettina Horster zeigt: Die Digitalisierung in der Pflege ist längst keine Zukunftsmusik mehr – sie ist schon da.

Es geht um echte Lösungen, drängende Herausforderungen und die Chance, das Leben älterer Menschen nachhaltig zu verbessern.

Erfahren Sie, wie Technologie den Alltag erleichtert – praxisnah, verständlich und inspirierend.

Noch mehr Infos gibt es hier:


LinkedIn Profil von Dr. Bettina Horster: https://www.linkedin.com/in/dr-bettina-horster-676a1810/

Webseite VIVAIcare: https://vivai.care/

Christina Kainz: Hybrides Wohnmodell als Co-Living im Alter20 Jan 202500:26:39

Wie das Beste aus Hotel, Wohnen, Aktivität, Pflege und Service kombiniert werden kann.

In diesem LIVVING Podcast reden wir mit Christina Kainz. Warum wir sie eingeladen haben? Weil sie mit Anfang Dreißig das Leben im Alter revolutionieren will! Zusammen mit ihrem Geschäftspartner Constantin Rehberg hat sie dazu 2021 das Unternehmen LIVELY gegründet, was Service und Komfort eines modernen Hotels mit der Privatsphäre einer eigenen Wohnung verbinden soll. Ihr Ziel ist es, Senioren so ein selbstbestimmtes Leben in einer inklusiven Gemeinschaft zu ermöglichen.

Die wichtigsten 3 Fakten aus dem Interview:

1. Innovatives Konzept: LIVELY verbindet den Service eines modernen Hotels mit der Privatsphäre einer eigenen Wohnung, um Senioren ein selbstbestimmtes Leben zu ermöglichen.

2. Gemeinschaft und Design: Das Projekt „Weiße Dame“ in Gronau bietet über 120 stilvolle Apartments und zahlreiche Gemeinschaftsflächen, die das Zusammenleben und die soziale Interaktion fördern.

3. Soziale Integration: LIVELY setzt auf die Einbindung in die Nachbarschaft durch Kooperationen mit lokalen Partnern wie Kindergärten und Volkshochschulen, um eine generationenübergreifende Gemeinschaft zu schaffen.

Wohnen neu gedacht: Co-Living für Senioren

Mehr Freiheit, weniger Vorgaben

LIVELY versteht sich als Co-Living für Senioren, inspiriert von Konzepten im studentischen Wohnbereich. Der Fokus liegt auf der Kombination von Wohnstandards aus der Hotellerie und dem individuellen Leben in einer privaten Wohnung. Die traditionellen Modelle wie Pflegeheime oder Seniorenresidenzen waren den Gründern zu starr und unflexibel, weshalb sie eine Alternative schufen, die frei von den engen gesetzlichen Vorgaben der Pflegekasse ist. Statt auf Pflegeleistungen fokussiert sich LIVELY auf den Service und die Gemeinschaftsflächen, ähnlich wie in einem Hotel. Es will so ein neues Zuhause und aktives Lebensumfeld für Senioren mit und ohne Pflegegrad schaffen.

Moderner Wohnkomfort trifft Gemeinschaft

Das erste Projekt von Christina und ihrem Team ist die „Weisse Dame“ im westfälischen Gronau, ein Industriedenkmal und ehemals Europas größter Spinnerei. Über 120 barrierefreie Apartments sind dort entstanden, alle bezugsfertig und sehr stylish mit Loggia und riesigen Fensterflächen im Industrial Design. Dazu gibt es eine Vielzahl an Gemeinschaftsflächen wie Dachterrasse, Gemeinschaftsküche, Fitnessräume, Atelier sowie einen Concierge-Services. Leihautos und Leihräder gibt es direkt am Standort, ebenso wie e-Ladestationen. Außerdem werden sechs voll möblierte Apartments als Hotelzimmer vermietet, z.B. an die Angehörigen der Bewohner oder auch für Businessreisende und Kurzzeitaufenthalte.

Nachbarschaft erleben und Stadtleben genießen

Die Lage der Weißen Dame, nur zehn Fußminuten von der Innenstadt Gronaus entfernt, ist ideal für die Integration in das städtische Leben. Eine barrierefreie Brücke verbindet das Areal mit der Stadtmitte, wodurch die Bewohner leicht am öffentlichen Leben teilhaben können. Zudem sollen externe Nutzer, wie der benachbarte Kindergarten und lokale Vereine, die Gemeinschaftsflächen mitnutzen, was ebenfalls zur Durchmischung der Generationen und Einbindung in die Nachbarschaft beiträgt. Weitere Beispiele sind die Einbindung der Volkshochschule für Kurse oder das Reparaturcafé, das von Externen organisiert wird. Diese soziale Durchmischung trägt wesentlich zum Erfolg und zur Einbindung in das städtische Leben bei.

Mehr Infos: https://www.lively.de/

Sebastian Brüning: Der Architekt, der Barrieren überwindet16 Jan 202500:27:42

Von Seniorenwohnungen bis Mehrgenerationenhäuser – wie Architektur verbindet.

Sebastian Brüning ist Mitglied der Geschäftsleitung bei URBANSKY Architekten in Berlin und bringt als Architekt und Sachverständiger für Barrierefreiheit eine besondere Perspektive in unseren LIVVING-Podcast. 

Mit seinem reichen Erfahrungsschatz weiß er, wie Gebäude, Außenräume und städtische Umgebungen gestaltet werden müssen, damit sie wirklich allen Menschen offenstehen. Seine große Leidenschaft gilt der Sozialarchitektur – von Pflegeheimen in Deutschland und der Schweiz bis hin zu Kitas, Schulen und Werkstätten für Menschen mit Behinderungen.

Die wichtigsten 3 Fakten aus dem Interview:

1. Barrierefreiheit umfasst weit mehr als nur Rampen und breite Türen. 
Sebastian betont, dass Barrierefreiheit auch Akustik, visuelle Leitlinien und die Bedürfnisse von Menschen mit motorischen, kognitiven oder sensorischen Einschränkungen berücksichtigen muss. „Es geht darum, eine Umgebung zu schaffen, die klar wahrnehmbar und leicht zu fassen ist“, erklärt er.

2. Die Planung von Senior Living Projekten erfordert eine gute Infrastruktur. 
Bei der Wahl des Standorts ist es entscheidend, dass Theatern, Museen und Apotheken in der Nähe sind, damit Senioren weiterhin am gesellschaftlichen Leben teilnehmen können. „Es ist wichtig, dass diese Projekte in gut vernetzte Stadtteile integriert werden, wo die Bewohner noch selbstständig aktiv bleiben können“, sagt Sebastian.

3. Barrierefreiheit muss von Anfang an bedacht werden. 
Im privaten Wohnungsbau, aber auch in großen Projekten wie Mehrgenerationenhäusern, ist es wichtig, schon in der Planungsphase an spätere Anpassungen zu denken, um aufwändige Umbauten zu vermeiden. „Wenn man von Anfang an auf Barrierefreiheit achtet, schafft man flexible Räume, die später nicht umgebaut werden müssen“, so Sebastian Empfehlung.

Planung von Senior Living Projekten

Ein Herzensthema für Sebastian sind Senior Living Projekte. Hier ist es entscheidend, dass nicht nur der physische Raum barrierefrei ist, sondern dass auch die Umgebung stimmt. Sebastian betont: „Für Senioren muss der Standort gut gewählt sein – nahe an kulturellen Angeboten und mit einer guten Anbindung an die Stadt, damit sie weiterhin aktiv am Leben teilnehmen können.“ Die Planung solcher Projekte muss also sowohl funktional als auch sozial ausgerichtet sein.

Architektonische Herausforderungen und ästhetische Lösungen

Die Kunst liegt in der Balance: Wie verbindet man Funktionalität mit ansprechendem Design? Besonders bei hochwertigen Senior Living Projekten geht es darum, Räume zu schaffen, die beide Aspekte vereinen. "Es geht darum, Räume zu gestalten, die sowohl privat als auch gemeinschaftlich genutzt werden können. Begegnungsstätten wie Gemeinschaftsräume und Gärten sind genauso wichtig wie private Rückzugsorte".

Mehrgenerationenwohnen und Koordinationsaufgaben

Sebastian spricht auch über seine Erfahrungen mit Mehrgenerationenwohnprojekten, die er als besonders komplex empfindet. Hier kommen seine Fähigkeiten zur Moderation und Koordination zum Tragen, da die verschiedenen Bedürfnisse der Bewohner berücksichtigt und integriert werden müssen. „Es ist eine wahnsinnig herausfordernde Aufgabe, bei Mehrgenerationenprojekten alle Ideen und Wünsche unter einen Hut zu bringen. Aber am Ende entstehen dadurch besonders lebendige, inklusive Wohnräume“, sagt er.

Mehr Infos:

URBANSKY Architekten: https://www.urbansky-architekten.de/
LinkedIn-Profil Sebastian Brüning: https://www.linkedin.com/in/sebastian-br%C3%BCning-b5b215128/

Jan Garde: Neues Wohnen im Alter als globales Premium-Club-Modell08 Jan 202500:28:02

So werden Boomer zu Botschaftern: THE EMBASSIES OF GOOD LIVING.

Jan Garde redet mit uns über sein neues Wohnprojekt für die Generation 50+. Nach über 20 Jahren im Marketing hat er mit einigen namhaften Partnern ein Modell für das Zusammenleben entwickelt, das nicht nur den Lebensstandard erhöhen, sondern auch soziale Isolation im Alter bekämpfen soll: THE EMBASSIES OF GOOD LIVING,

Mit einer einzigartigen Mischung aus Design, globaler Flexibilität und einer starken Gemeinschaft will er das klassische Senior-Living neu denken. Der erste Standort von THE EMBASSIES in Hamburg umfasst 45 Wohnungen, ein Café, Veranstaltungsflächen, einen Clubbereich mit Co-Working Space, Besprechungsräume, ein Yoga-Studio und eine Sauna.

Besonders spannend: Die Bewohner sollen zwischen internationalen Standorten wechseln können, etwa die Sommermonate in Hamburg und den Winter in Lissabon verbringen. Jan spricht darüber, wie ihn persönliche Erfahrungen mit seinen Großeltern dazu inspirierten, ein Konzept zu entwickeln, das Lebensfreude, Individualität und Gemeinschaft vereint. 

Das Interview gibt spannende Einblicke in ein zukunftsweisendes Wohnkonzept, das die wachsenden Bedürfnisse einer aktiven, weltoffenen Generation 50+ neu interpretiert.

Zur Webseite: https://embassies.com/de/hamburg

LinkedIn-Profil von Jan Garde: https://www.linkedin.com/in/jangarde/

Cordula Weimann: Gründerin von Omas for Future mobilisiert Babyboomer17 Dec 202400:29:51

Warum die Generation 50+ die Verantwortung für den Klimawandel übernehmen muss

In diesem LIVVING Podcast spricht Claudia Mattheis mit Cordula Weimann, der Gründerin von "Omas for Future“, einer Bewegung, die mittlerweile sogar von der UNESCO ausgezeichnet wurde. Mit einer klaren Mission im Klimaschutz zeigt Cordula, wie die Generation 50+ die Welt positiv verändern kann. Unter dem Motto „Handeln aus Liebe zum Leben“ hat sie bereits über 80 Regionalgruppen etabliert sowie ein Buch veröffentlicht, das Menschen zum Umdenken motiviert.

Vom persönlichen Wandel zur gesellschaftlichen Verantwortung

Cordula Weimann’s Lebensabend verlief nicht wie geplant. Statt Überstunden abzufeiern, mobilisierte sie heute die Generation der Babyboomer für den Klimaschutz. „Nein, so hatte ich mir meinen Lebensabend nicht vorgestellt. Mit 60 noch mal richtig durchzustarten, einen Verein und eine Bewegung zu gründen und aufzubauen. Nein, ich wollte Überstunden abfeiern," sagt sie. Doch ein Gespräch mit einem Klimawissenschaftler änderte alles. Sie erkannte: „Es braucht uns, damit diese Wende diesmal funktionieren kann.“

Besonders ein Blick in die Augen ihres Enkels prägte sie: „Wie will ich eigentlich dem in zehn, fünfzehn Jahren in die Augen schauen, wenn er mich fragt: ‚Sag mal, Oma, damals, was hast du da getan?‘"

Mit interaktiven Formaten wie Quizspielen und Informationsmaterial erreichen die „Omas“ Menschen in Vereinen, Kirchen und Schulen und gestalten dabei eine Gemeinschaft, die durch Individualität und gegenseitige Unterstützung geprägt ist.

Warum Sie dieses Podcast-Interview hören sollten

Cordula Weimann inspiriert dazu, Verantwortung zu übernehmen und gleichzeitig Freude am Wandel zu finden. Ihre Geschichte zeigt, wie auch kleine Schritte Großes bewirken können.

Noch mehr Infos gibt es hier:


Webseite Omas for Future: https://omasforfuture.de/
Facebook: https://www.facebook.com/omasforfuture
Instagram: https://www.instagram.com/omas_forfuture/?hl=de

Dr. Ursula Wagner: Longevity und das gute Leben11 Dec 202400:33:16

Wie Sinn, Beziehungen und Bewegung zu einem erfüllten Leben beitragen.

Dr. Ursula Wagner (Jahrgang 1964) spricht darüber, wie Menschen nicht nur lange, sondern auch erfüllt leben können. Sie ist eine Pionierin der Lifespan Psychologie und seit zwei Jahrzehnten Mitinhaberin des Coaching Center Berlin, einer der führenden Adressen für Coaching-Ausbildung und Healthy Longevity Coaching im deutschsprachigen Raum. In dieser Zeit hat sie mit ihrem Team über 1.000 Coaches ausgebildet. Sie bringt Medizin mit der Psychologie zusammen und propagiert einen ganzheitlichen Ansatz, der das gute Leben im Blick hat – nicht nur ein langes Leben. Im Podcast teilt sie mit uns ihre Erfahrungen aus der Longevity-Szene.

Und das sind unsere Themen:

Ganzheitlicher Ansatz für Langlebigkeit
Dr. Ursula Wagner erklärt, dass Langlebigkeit in der Medizin oft auf physische Gesundheit reduziert wird. Ihr Ansatz geht jedoch darüber hinaus: „Gesunde Lebensjahre sind wichtig, aber was wirklich zählt, ist die Erfüllung dieser Jahre.“ Sie kombiniert medizinische Erkenntnisse mit psychologischen Ansätzen und betont, dass Sinn, gute Beziehungen und positive Emotionen wesentliche Bestandteile eines erfüllten Lebens sind.

Die Rolle von Beziehungen und Netzwerken
Beziehungen spielen eine zentrale Rolle in Dr. Wagners Konzept. Sie verweist auf die Harvard-Studie zur Erwachsenenentwicklung, die zeigt, dass soziale Bindungen essenziell für das Wohlbefinden und die Gesundheit sind. Sie sagt: „Ein gutes Leben erfordert nicht nur eine Partnerschaft, sondern ein Netzwerk von liebevollen und sinnstiftenden Beziehungen“.

Ziele setzen und loslassen
Ein weiteres Kernthema des Podcasts ist der Umgang mit Zielen. Dr. Wagner erklärt, wie wichtig es ist, Ziele zu verfolgen, aber auch, sie loslassen zu können, wenn sie nicht mehr zur Lebenssituation passen.

Longevity-Coaching-Ausbildung für Ärzte
Dr. Wagner beschreibt, warum die Beschäftigung mit Longevity besonders für Ärzte von Bedeutung ist. Denn viele Mediziner fühlen sich unzureichend auf die zwischenmenschliche Kommunikation und die Begleitung von Patienten vorbereitet. Ihre spezielle Coaching-Ausbildung schließt diese Lücke, indem sie medizinische Expertise mit Coaching-Kompetenzen kombiniert. „Die Ärzte sagen oft, das ist der Teil, der in ihrer Ausbildung fehlt“, erklärt sie. Gerade im Bereich der Prävention und Gesundheitsförderung ermöglicht das Coaching, Patienten effektiver zu motivieren, nachhaltige Ziele zu setzen und eine ganzheitliche Sichtweise zu entwickeln.

Gesundheitsförderung: Bewegung, Omega-3 und Vitamin D3
Praktische Tipps gibt Dr. Wagner ebenfalls: Die Kombination aus regelmäßigem Krafttraining, Omega-3-Fettsäuren und Vitamin D3 sei wissenschaftlich belegt und fördere Gesundheit und Mobilität bis ins hohe Alter. „Es ist die Synergie dieser Elemente, die wirklich zählt.“

Positive Lebenseinstellung
Dr. Wagner hebt hervor, dass Neugier und Humor essenziell für ein gesundes Altern sind.

Noch mehr Infos gibt es hier:

Dr. Ursula Wagner: https://ursulawagner.com/
Coaching Center Berlin: https://coachingcenterberlin.de/
Holistic Health & Longevity Coach:
https://www.integralhealthacademy.de/
LinkedIn Profil Dr. Ursula Wagner: https://www.linkedin.com/in/%F0%9F%9F%A3ursula-wagner-phd-92022959/

Albena Radszuhn: Wohnen und Leben neu denken.02 Dec 202400:25:44

Wie Räume unser Wohlbefinden unterstützen und warum jeder Neuanfang lohnt.

Die Gründerin von "Own Your Room“ beweist mit 59 Jahren, dass Veränderung immer möglich ist. Ein Gespräch über mutige Neustarts und wie wichtig ein schönes Wohnumfeld ist.

Neustart mit 59 Jahren – "Ich wollte nochmal mitmischen“:
Albena Radszuhn erzählt, warum sie sich nach vielen beruflichen Stationen mit Ende 50 noch einmal entschlossen hat, ein neues Unternehmen zu gründen. Nach dem unerwarteten Tod ihres Mannes 2014 stellte sie ihr Leben auf den Prüfstand: „Ich musste mir die Frage stellen, wie schnell das Leben vorbei sein kann und ob ich wirklich so weitermachen wollte.“ Ein Jahr später war klar, dass sie einen neuen Weg einschlagen wollte. Heute hilft sie mit ihrem Unternehmen "Own Your Room" Menschen dabei, ihre Räume neu zu gestalten und an veränderte Lebenssituationen anzupassen.

"Ohne Ordnung keine Schönheit" – Wohnen als Spiegel der Lebensphasen:
Albena betont im Gespräch, dass Wohnräume mehr sind als nur Orte, an denen wir leben. Sie spiegeln unsere Lebensphasen wider und sollten uns unterstützen. „Für mich gibt es ohne Ordnung keine Schönheit“, erklärt sie. Die Ordnung in einem Raum ist für sie der Schlüssel zu innerem Wohlbefinden. Deshalb bietet sie ihren Kunden nicht nur Umgestaltungen, sondern auch Ordnungscoaching an. Viele Menschen haben große Schwierigkeiten, sich von Besitztümern zu trennen – oft steckt hinter dem Festhalten eine Art von Verlustangst oder das Bedürfnis nach Sicherheit. "Ich helfe meinen Kunden nicht nur beim Aufräumen, sondern vermittle ihnen auch Glück und Zufriedenheit mit dem Ergebnis."

Maßschneiderin, Musik-Promoterin, Catering-Expertin, Innenraumgestalterin – ein Lebensweg voller Wandel:
Der Lebenslauf von Albena ist geprägt von Wandel und Neuanfängen: Von der Damenmaßschneiderin und Musik-Expertin über eine erfolgreiche Karriere im Catering – sie kochte für Privathaushalte ebenso wie für Empfänge des Potsdamer Oberbürgermeisters – bis hin zur Gründerin von "Own Your Room". Albenas Fähigkeit, immer wieder Neues zu lernen und mit Leidenschaft anzupacken, zieht sich durch ihr Leben wie ein roter Faden. Auch die Ausbildung in Feng Shui, die sie während der Pandemie absolvierte, half ihr, ihre intuitive Herangehensweise an die Raumgestaltung zu vertiefen: „Ich habe begriffen, dass ich das, was ich vorher schon immer gemacht habe, jetzt auch theoretisch untermauern kann.“

Musik und Modeln:
Neben der Raumgestaltung lebt Albena ihre Kreativität in vielen weiteren Facetten aus. Sie legt einmal im Monat als DJ im Café "La Lemon" in Potsdam auf. "Musik ist meine zweite große Liebe", sagt sie und erzählt, wie sie mit ihrer Musikauswahl eine Atmosphäre schafft und die Menschen zum Tanzen bringt. Auch als Model ist sie aktiv und sieht darin eine neue Art, sich auszudrücken: "Das macht mir Spaß und ich zeige damit, dass auch das Alter kein Hindernis für neue Herausforderungen ist." Dieser unbändige Drang nach kreativem Ausdruck ist ein weiterer roter Faden in ihrem Leben.

Noch mehr Infos gibt es hier:
LinkedIn-Profil von Albena Radszuhn: https://www.linkedin.com/in/albena-radszuhn-4008371b1/
Webseite Own Your Room: https://ownyourroom.de/

Prof. Dr. Lioba Werth: Über gekonntes Älterwerden und Pflege von Angehörigen14 Apr 202500:33:14

Warum sind Humor und Selbstbestimmung so wichtig, wenn es um das Alter und die Pflege von Angehörigen geht?

In dieser Folge sprechen wir mit Lioba Werth, sie ist 52 Jahre alt, Diplom-Psychologin und Professorin für Wirtschafts-, Organisations- und Sozialpsychologie. Seit über 25 Jahren arbeitet sie als Coach und hat zahlreiche Lehr- und Sachbücher veröffentlicht. Als Initiatorin der Benefizreihe „Die hohe Kunst des Älterwerdens“ beschäftigt sie sich intensiv mit Themen wie Lebensübergängen, bewusster Lebensgestaltung und Herausforderungen des Alterns.

Ihr aktuelles Buch „Der kleine Angehörigenbegleiter“ bietet psychologisches Know-how für pflegende Angehörige und gibt wertvolle Tipps für den Umgang mit herausfordernden Lebenssituationen.

Die wichtigsten 3 Fakten aus unserem Interview:

1. Frühzeitig planen: Wer seinen Ruhestand aktiv gestalten will, sollte spätestens fünf Jahre vorher mit der Vorbereitung beginnen – und nicht erst nach der Verabschiedung im Büro.

2. Humor hilft: Wer auch in schwierigen Lebensphasen lachen kann, lebt gesünder, ist sozial eingebunden und bleibt psychisch flexibler.

3. Pflege bedeutet Wahlfreiheit: Angehörige müssen nicht alles selbst machen – sie sollten sich bewusst fragen: Welche Rolle kann und will ich übernehmen?

 

Lebensübergänge als Chance: Warum fällt Veränderung oft so schwer?

Warum sind Lebensübergänge für viele Menschen eine Herausforderung? Lioba Werth erklärt: „Wenn man sich lange mit Führungssituationen beschäftigt, dann stellt man fest, dass diese Herausforderungen im Alltag sehr häufig an Lebensherausforderungen scheitern.“

Das gilt besonders für den Ruhestand. „Gerade die super erfolgreichen Alphatierchen, die in hohen Führungspositionen gewesen sind, fallen nach Eintritt des Ruhestands häufig in ein großes Loch“, sagt Werth. „Dann haben sie den ersten Urlaub gemacht, vielleicht den Keller aufgeräumt und den Garten umgegraben – und plötzlich kommt die Leere.“

Ihr Rat: „Ich brauche eine spannende Vision, wo es mit mir hingehen kann. Denn wenn ich mich nicht mehr auf etwas zu bewege, dann rutsche ich in eine Passivität, Resignation, Unzufriedenheit bis hin zur Depression.“

Warum sollten Angehörige ihre Rolle in der Pflege bewusst wählen?

Viele Menschen haben das Gefühl, in der Pflege ihrer Eltern keine Wahl zu haben. Stimmt das? „Nein, man hat immer die Wahl“, betont Lioba Werth. „Es gibt auch niemanden, der das Recht hat, darüber zu urteilen, wie man sich da entscheidet.“

Wichtig sei, die eigene Situation ehrlich zu reflektieren: „Welche Vorgeschichte habt ihr miteinander? Wie ist die Beziehung? Gibt es Vorbelastungen?“

Man müsse nicht alles selbst machen: „Man kann eher organisatorisch tätig sein, emotional unterstützen oder die Pflege in professionelle Hände geben.“

 

Selbstbestimmung im Alter: Wie bleibt man handlungsfähig?

Viele ältere Menschen haben Angst, ihre Selbstständigkeit zu verlieren. Was rät Werth? „Entscheidungen nicht so lange rauszuzögern, bis andere für einen entscheiden müssen.“

Sie nennt ein Beispiel: „Nichts ist schlimmer, als wenn der Führerschein einem weggenommen wird. Besser ist es, ihn selbst abzugeben – und sich dann das Recht zu nehmen, Taxi zu fahren oder Fahrdienste zu nutzen.“

Noch mehr Infos gibt es hier:


LinkedIn Profil Lioba Werth: https://www.linkedin.com/in/prof-dr-lioba-werth-keynote-speaker-coach-autorin-karriereende-aelterwerden-erfuelltes-leben/

Webseite: https://www.liobawerth.de/

Katharina Starlay: Alles anders mit Mitte 50 – neues Leben auf Mallorca20 May 202500:33:20

Warum eine erfolgreiche Stil-Expertin ausgewandert und beruflich neu gestartet ist – und jetzt 2 Esel als Haustiere hat.

Was passiert, wenn man mit Mitte 50 alles hinter sich lässt – freiwillig?

Katharina Starlay hat genau das getan. Die renommierte Stilberaterin, Buchautorin und Knigge-Expertin war viele Jahre erfolgreich, in den Medien präsent, Mitglied im Deutschen Knigge-Rat – und entschied sich trotzdem für einen radikalen Neustart.

Heute lebt sie auf dem Land auf Mallorca, mit zwei Eseln, einer neuen beruflichen Aufgabe und einem tiefen Gefühl des Ankommens. „Ich bin das erste Mal in meinem Leben angekommen.“
Doch diesem Ankommen ging eine lange innere Reise voraus. Immer öfter merkte sie: „Wenn ich auf Mallorca war, habe ich über Deutschland nicht nachgedacht. Aber in Deutschland habe ich ständig Mallorca vermisst.“ Ein klares Zeichen, das sie irgendwann nicht mehr ignorieren konnte.

Der Moment, in dem sie wusste, dass es Zeit war zu gehen, kam nicht plötzlich, sondern wuchs in ihr – getragen von dem Wunsch nach mehr Sinn, Entwicklung und Eigenverantwortung. „Wir werden heute so alt, dass wir mit Mitte 50 auf eine lange Karriere zurückblicken können – und trotzdem noch Raum für Neues haben.“

Warum wir Katharina Starlay im LIVVING Podcast eingeladen haben?
Weil sie zeigt, wie viel Kraft darin liegt, einen bewussten Schnitt zu machen – und die Verantwortung für das eigene Leben neu zu übernehmen. Statt sich auf früheren Erfolgen auszuruhen, suchte sie bewusst nach einer neuen Aufgabe. Heute arbeitet sie als Immobilienmaklerin – und begleitet mit ihrer „Babyboomer-Beratung“ Menschen, die sich fragen, wie sie den dritten Lebensabschnitt aktiv und erfüllend gestalten können.

Drei zentrale Erkenntnisse aus dem Gespräch:

1.  Neuanfang braucht Ehrlichkeit: Wer spürt, dass es Zeit für Veränderung ist, sollte hinhören – und handeln.

2.  Wirksamkeit statt Betriebsamkeit: Es geht nicht darum, beschäftigt zu sein, sondern das Gefühl zu haben, etwas zu bewegen.

3.  Stil hat mit Haltung zu tun: „Es macht älter, wenn man denkt, man wisse schon alles. Wer neugierig bleibt, bleibt lebendig.“

Jetzt reinhören in ein ehrliches, inspirierendes Gespräch über Mut, Sinn – und das Ankommen bei sich selbst.

Noch mehr Infos gibt es hier:


Webseite: https://starlay.de/

LinkedIn-Profil: https://www.linkedin.com/in/katharina-starlay/

Ellen Uloth & Dr. Kerstin Schulenburg: Zuhause für Generationen als Gemeinschaftsprojekt12 May 202500:42:35

Leben im Fläming: Wohnprojekt mit 90 Menschen ist Vorbild für Bauen als Genossenschaft.

Dieses Gespräch bietet seltene und ehrliche Einblicke in die Herausforderungen und Chancen eines echten Gemeinschaftsprojekts. Es zeigt, wie klare Strukturen, offene Kommunikation und gemeinschaftlicher Wille ein visionäres Wohnprojekt möglich machen – inklusive konkreter Tipps für alle, die selbst über alternative Wohnformen nachdenken. Und vor allem: Es ist ein inspirierendes Beispiel dafür, wie Zukunft gemeinsam gestaltet werden kann.

Die wichtigsten Themen auf einen Blick:

•    Wie wird ein generationenübergreifendes Wohnprojekt mit rund 90 Menschen Wirklichkeit?

•    Was braucht es, um solch ein Gemeinschaftsprojekt erfolgreich umzusetzen?

•    Warum sind Planung, Auswahlprozesse und Soziokratie der Schlüssel?

•    Wie verbindet man Nachhaltigkeit, Vielfalt und Eigenverantwortung miteinander?

•    Und wie fühlt es sich an, wirklich angekommen zu sein?

Leitbild als gemeinsamer Kompass

Ein zentrales Element des Projekts ist das gemeinsam entwickelte Leitbild. "Starte mit dem Leitbild – die Ausrichtung ist das, was zieht", sagt Dr. Kerstin Schulenburg. Bereits in der Anfangsphase der Pioniergruppe wurde bewusst auf eine gemeinsame Ausrichtung gesetzt, die Orientierung für alle weiteren Entscheidungen bot. "Diese gemeinsame Ausrichtung wurde von allen mitentwickelt – das war nicht meine Vision, sondern die Vision der Gruppe."

Auch bei der späteren Aufnahme neuer Mitglieder war das Leitbild ein wichtiges Kriterium: "Deswegen sage ich noch mal: Leitbild. Da kommen dann eigentlich keine Leute, die etwas komplett anderes wollen." Entscheidungen wurden im Konsent getroffen – stets mit Blick auf die Frage: "Fördert es das Leitbild oder schädigt es das?"

Vom Konzept bis zum Einzug: Ein Prozess über viele Jahre

Die Umsetzung des Projekts dauerte mehrere Jahre und folgte einem strategisch klar definierten Plan. "Weihnachten 2020 habe ich die Website freigeschaltet – mit dem Ziel, Menschen mit ähnlichen Sehnsüchten anzusprechen", so Kerstin. "Schon im Frühjahr 2021 startete dann die Arbeit mit der Pioniergruppe." Diese Gruppe – etwa 12 Erwachsene plus Familien – arbeitete intensiv an allen entscheidenden Fragen: Bauplanung, Architektur, Gemeinschaftsbildung und Aufnahmeverfahren. "Einige von uns haben über 20 Stunden pro Woche dafür investiert – über Monate hinweg."

Parallel liefen Verhandlungen mit Architekturbüros, die Gründung der Genossenschaft, die Entwicklung des Bebauungsplans und die Finanzplanung. "Wir haben die Genossenschaft bewusst so konzipiert, dass niemand Anteile weiterverkaufen kann – das Projekt bleibt der Gemeinschaft erhalten", erklärt Kerstin. Der Bau begann schließlich im Jahr 2022. Der Einzug der ersten Bewohner*innen erfolgte Ende 2024, im Februar 2025 waren fast alle Wohnungen bezogen.

Noch mehr Infos gibt es hier:
Ellen Ulothhttps://www.sinnmachtgewinn.de/https://www.linkedin.com/in/ellen-uloth/

Dr. Kerstin Schulenburg

www.leben-im-flaeming.de

www.cohousing.de

www.dialog-im-mittelpunkt.de

Felix von Braun: Das gönn ich mir! Luxuswohnen im Alter27 May 202500:31:43

Wie Kunst, Kulinarik und Lage echte Lebensqualität bringen und warum sich das Altersbild ändern muss.

Mal ehrlich: Wer von uns hat schon Lust darauf, später in einer trostlosen Betonburg am Stadtrand zu landen, nur weil auf dem Klingelschild „Seniorenresidenz“ steht? 
Felix von Braun jedenfalls nicht. Und deshalb macht er seit über 15 Jahren etwas dagegen. Mit Tertianum – der exklusiven Betreibermarke seiner DPF Group – entwickelt er Wohnkonzepte, die beweisen: Altern muss nicht bedeuten, auf Stil, Service und Lebensfreude zu verzichten. Natürlich hat diese Art des Premium-Wohnens ihren Preis. Aber immer mehr Menschen ist es das wert. Denn die Zahl der vermögenden Menschen über 60 wächst kontinuierlich.

Was macht Tertianum anders als klassische Seniorenresidenzen?

Warum ist eine gute Lage auch im Alter so entscheidend?

Und was können wir eigentlich von der Luxushotellerie lernen, wenn es ums Wohnen in späteren Lebensphasen geht?

Diese und viele weitere Fragen beantwortet Felix von Braun im LIVVING Podcast.

Die 3 wichtigsten Erkenntnisse aus dem Gespräch:

1. Service ist keine Kür sondern das Herzstück des Konzepts 
„Wir wollen Häuser schaffen, in denen wir selber gerne leben würden und die wir mit Leben füllen wollen“, erklärt von Braun seine Philosophie. Der Unterschied liegt im Detail und in der Haltung: „Wir haben das Thema Service und Qualität absolut inhaliert. Ich würde sagen, das ist unsere DNA.“ Es geht nicht darum, irgendeinen Service anzubieten – sondern den richtigen, zur richtigen Zeit, mit der richtigen Herzlichkeit.

2. Kulinarik ist Kultur und eine Brücke zur Nachbarschaft 
„Essen ist der Sex des Alters. Das hat mein Vater vor vielen Jahren gesagt. Damals habe ich es nicht verstanden, aber mittlerweile tue ich das.“ Diese ehrliche Erkenntnis bringt auf den Punkt, warum gutes Essen im Alter so wichtig wird. Die Brasserie Colette in der Berliner Residenz ist dabei bewusst als öffentlicher Ort konzipiert: „Wir wollen eben nicht nur Häuser schaffen, in denen alte Menschen leben. Die Brasserie Colette war der erste Schritt, uns nach außen zu öffnen, in die Nachbarschaft.“ Essen verbindet Generationen und durchbricht die Isolation.

3. Altersgerechtes Wohnen gehört in die Mitte der Gesellschaft – auch räumlich 
Felix von Braun wird deutlich, wenn er über schlechte Stadtplanung spricht: „Das Quartier an sich war ganz attraktiv, aber wo der Entwickler dann vorgesehen hat, ein Seniorenwohnprodukt zu integrieren, war an der Bahnlinie auf dem unattraktivsten Grundstück.“ Seine klare Haltung: „Und da frage ich mich, wie man auf diesen Ansatz kommt, denn unsere Bewohner in dem Alter sind ja überwiegend in ihren Wohnungen, in ihrem Haus. Das heißt, die sollten definitiv in den schönsten Bereich eines Quartiers positioniert werden.“

Warum Sie dieses Podcast-Interview unbedingt hören sollten

Felix von Braun spricht mit Klarheit und Leidenschaft über das Premium-Wohnen im Alter. Wer erfahren will, wie sich Service, Architektur, Kunst und Kulinarik zu einem echten Zuhause verbinden, sollte unbedingt reinhören.

Jo Failer: Frühdemenz mit 52 - Ich bin nicht mehr der, der ich war, aber immer noch ich.05 Jun 202500:34:26

Wie trotz unheilbarer Krankheit Leben und Arbeiten möglich sind. Und warum Aufgeben keine Option ist.

Jo Failer ist gelernter TV-Journalist, war Reporter und Filmemacher bei Sat.1, hat eine Doku mit Robbie Williams in LA gedreht und Content für Heidi Klum produziert. Heute arbeitet er als Künstlervermittler aus Leidenschaft. Und er engagiert sich aktiv in der Alzheimer Gesellschaft – aus ganz persönlichen Motiven. Mit nur 52 Jahren hat er letztes Jahr selbst die Diagnose Frühdemenz erhalten. Statt sich zurückzuziehen, spricht er heute offen über seine Erfahrungen, klärt auf und motiviert andere mit mehr Verständnis und Mut an dieses Thema heranzugehen.

Und das ist auch der Grund, warum wir ihn zum Gespräch eingeladen haben. Denn es gibt wohl keinen anderen, der so profund über Demenzerkrankungen sprechen kann wie er. Ein kurzer Blick auf die Zahlen: Aktuell leben in Deutschland rund 1,8 Millionen Menschen mit einer Demenz, Tendenz steigend. 

Sein Wunsch ist „nicht zu verstummen, sondern laut zu sein“. Dieses Gespräch berührt und ermutigt zugleich.

Diagnose Frühdemenz: Warum eine klare Antwort manchmal entlastet

Die Diagnose Frühdemenz war für Jo kein Schock, sondern fast schon eine Erleichterung.
„Mein erstes Gefühl war: endlich! Endlich habe ich eine griffige Diagnose. Vorher war alles so schwammig. Depressionen, Klinikaufenthalte, Antidepressiva, aber niemand konnte wirklich sagen, was es ist.“

Er hatte lange gespürt, dass etwas nicht stimmt: „Ich bin langsamer geworden. Körperlich, geistig. Ich konnte mir Dinge nicht mehr merken, hatte starke Wortfindungsstörungen.“
Dass die Depression der Beginn seiner Demenz war, bestätigen ihm heute auch die Ärzte. „Das kommt oft vor. Depression und Demenz liegen näher beieinander, als viele denken.“

Der Unterschied zwischen Altersdemenz und einer frühen Alzheimer-Diagnose

Jo erklärt den Unterschied zwischen Alters- und Frühdemenz sehr eindrücklich:
„Altersdemenz beginnt meist ab 70. Wenn jemand wie ich mit 52 die Diagnose bekommt, dann ist das einfach: zu früh. Und dann ist es keine Frage der Zukunft, sondern der Gegenwart.“

Er will aufklären, denn oft wird Frühdemenz verharmlost. „Ein Kumpel sagte mal: ‚Warte mal 20 Jahre, dann erkennst du mich nicht mehr.‘ Da hab ich gesagt: In 20 Jahren bin ich nicht mehr da. Frühdemenz ist jetzt.“

Wie Jo durch Demenz eine neue Form der Gelassenheit fand

Trotz der Diagnose wirkt Jo erstaunlich gefasst. Warum?
„Weil ich nicht mehr so weit denke. Mein Kopf ist morgens leer. Kein Druck mehr, keine Liste im Kopf. Das war früher anders, in der Agentur, beim Fernsehen, immer höher, schneller, weiter. Heute bin ich ruhig. Und das fühlt sich gut an.“

Was nach Rückzug klingt, ist bei ihm eher ein bewusster Perspektivwechsel.
„Ich genieße den Moment, nicht weil ich’s mir vorgenommen habe, sondern weil es einfach so ist. Ich bin im Jetzt. Und das ist ein Geschenk.“

Noch mehr Infos gibt es hier:


Webseite Jo Failer https://www.jofailer.de/

LinkedIn Profil https://www.linkedin.com/in/jo-failer-a80702112/

Deutsche Alzheimer Gesellschaft e.V. https://www.deutsche-alzheimer.de/

Alzheimer Gesellschaft München e.V. https://www.agm-online.de/

André Scholz: Gepflegt unterwegs – wie Reisen trotz Pflegebedarf möglich ist17 Jun 202500:34:13

Was sind barrierefreie Reiseziele? Wie plant der Verein Reisemaulwurf für pflegebedürftige Menschen und deren Angehörige kostenlos den Urlaub? Und wie kann diese ehrenamtliche Arbeit unterstützt werden?

Urlaub ist für viele Menschen die schönste Zeit im Jahr. Doch was, wenn Pflegebedarf besteht? Wenn man nicht einfach in den Zug steigen oder ins Auto springen kann? André Scholz sorgt mit seinem Verein Reisemaulwurf e.V. dafür, dass auch pflegebedürftige Menschen und ihre Angehörigen Auszeiten erleben können. Er unterstützt sie mit kostenloser Planung, Herz und einem starken Netzwerk.

Warum wir André Scholz interviewt haben:
Weil er ein Pionier für barrierefreies Reisen ist

André Scholz verbindet die Themen Pflege, Reisen und gesellschaftliches Engagement auf beeindruckende Weise miteinander. Als Diplom-Pflegewirt, erfahrener Pflegeberater bei einer großen Krankenkasse und Gründer des gemeinnützigen Vereins Reisemaulwurf e.V. unterstützt er ehrenamtlich und mit großer Leidenschaft vor allem ältere pflegebedürftige Menschen sowie deren Angehörige dabei, Auszeiten und Urlaube zu planen.

Die wichtigsten 3 Erkenntnisse aus dem Interview

1. Reisen mit Pflegebedarf ist möglich

„Jeder Mensch kann reisen“ – davon ist André Scholz überzeugt. Auch mit körperlichen oder kognitiven Einschränkungen lassen sich erholsame Auszeiten organisieren, wenn individuelle Bedürfnisse beachtet und realistisch geplant werden.

2. Gute Vorbereitung ist alles

Urlaub mit Pflegebedarf braucht Zeit, Information und passgenaue Beratung: „Es gibt keine pauschale Lösung.“ Genau deshalb setzt der Verein auf persönliche Gespräche, um Wünsche und Möglichkeiten sorgfältig abzugleichen.

3. Engagement macht den Unterschied

Ob Multiplikatoren, Unterstützer:innen oder Angehörige, die Reisemöglichkeiten pflegebedürftiger Menschen hängen auch von gesellschaftlicher Aufmerksamkeit und ehrenamtlichem Einsatz ab. „Es braucht Strukturen, Netzwerke und die Bereitschaft, sich einzubringen.“


Warum Sie dieses Podcast-Interview hören sollten?

Es gibt gleich fünf gute Gründe:

1. Praktische Relevanz: Fast jeder wird früher oder später mit Pflegebedürftigkeit konfrontiert, sei es bei sich selbst oder Angehörigen.


2. Lösungsorientierung: Das Interview zeigt konkrete Wege auf, wie Lebensqualität trotz Einschränkungen erhalten werden kann.


3. Inspiration für Engagement: Andrés Geschichte motiviert dazu, selbst aktiv zu werden und gesellschaftliche Verantwortung zu übernehmen.


4. Netzwerkpotenzial: Für Unternehmen und Privatpersonen ergeben sich konkrete Möglichkeiten zur Unterstützung vom Reisemaulwurf.


5. Zukunftsperspektive: Angesichts des demografischen Wandels wird das barrierefreie Reisen als Thema für unsere Gesellschaft immer wichtiger.


Weitere Infos

Webseite: www.reisemaulwurf.de

LinkedIn Profil von André Scholz: https://www.linkedin.com/in/andre-scholz-0988217b/

Lydia Staltner: Wie LichtBlick Senioren in Not bundesweit unterstützt mit Geld und Gemeinschaft22 Jul 202500:29:35

Warum der Kampf gegen Altersarmut auch ein Kampf für mehr Würde im Alter ist.

Über 31.000 Seniorinnen und Senioren in Deutschland sind auf Soforthilfe, Patenschaften und Gemeinschaft angewiesen, weil die Rente nicht reicht. Wie Lydia Staltner Lichtblicke schafft, wo andere wegsehen, erzählt sie im LIVVING Podcast. Ein Gespräch, das berührt und aufrüttelt.

Altersarmut bleibt für viele eine stille Realität, mitten unter uns, aber oft unsichtbar. Mehr als die Hälfte der Rentenempfänger:innen erhält heute weniger als 1.250 Euro im Monat, und die von der Initiative LichtBlick Seniorenhilfe unterstützten Menschen kommen im Schnitt sogar nur auf 769 Euro. Während die Armutsgrenze in Deutschland 2025 bei 1.450 Euro netto für Alleinstehende liegt, reicht das Geld bei immer mehr älteren Menschen nicht einmal für das Allernötigste.

LichtBlick Seniorenhilfe e. V., gegründet von Lydia Staltner, stellt sich seit 22 Jahren gegen diese Entwicklung. Bundesweit begleitet der Verein inzwischen über 31.000 ältere Menschen – mit finanzieller Soforthilfe, Patenschaften, gemeinschaftlichen Aktionen und viel persönlicher Zuwendung. Für dieses Engagement wurde Lydia Staltner mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet. Doch die größte Auszeichnung ist, wenn aus existenzieller Not neue Hoffnung wächst: Würde, Gemeinschaft und der Mut, Hilfe anzunehmen.

Die wichtigsten 3 Erkenntnisse aus dem Interview

1. Altersarmut bleibt oft unsichtbar

„Die schaut ja gar nicht arm aus“: Warum Not so schwer zu erkennen ist

Wer an Altersarmut denkt, hat selten ein Gesicht vor Augen. Lydia Staltner weiß, warum: „Diese Leute, die arm sind, pflegen sich, die möchten nach außen nicht arm erscheinen. Die haben eine gepflegte Bluse an, Rock, schmücken sich auch mit dem künstlichen Schmuck, den sie vielleicht schon viele Jahre haben.“ Viele Betroffene schämen sich, Hilfe zu suchen. „Die wollen von der Nachbarin, darum gehen sie auch manchmal nicht zur Tafel, einfach nicht als arm abgestempelt werden. Weil das heißt, lapidar sagen manche, ja, die hat ja nie gearbeitet.“

2. Die Not wächst rasant und trifft immer mehr Menschen

„Wir werden regelrecht überrannt“: Die Zahlen sind dramatisch

In den letzten vier Jahren hat sich die Zahl der von LichtBlick unterstützten Rentner:innen fast verdoppelt. „Wir werden regelrecht überrannt“, berichtet Lydia Staltner. Täglich erreichen den Verein rund 50 neue Anträge. Das sind Menschen, die im Alter plötzlich nicht mehr wissen, wie sie Lebensmittel, Medikamente oder die nächste Nebenkostenrechnung bezahlen sollen.

3. Hilfe bedeutet mehr als Geld: Gemeinschaft gegen Einsamkeit

„Einsamkeit ist die neue Armut“: Wie LichtBlick Hoffnung spendet

LichtBlick leistet schnelle und unbürokratische Hilfe, aber das ist nur der Anfang. „Wir nehmen ihnen einfach die Angst. Viele gehen vor unserem Ladenbüro auf und ab, tun so, als würden sie auf jemanden warten, bis sie sich trauen reinzukommen. Und wenn sie dann eine Tasse Kaffee bekommen und merken, dass sie würdevoll behandelt werden, blühen sie auf.“

Spendenkonten: 
Unterstützen Sie LichtBlick mit einer Spende, Patenschaft oder ehrenamtlichem Engagement – jeder Beitrag macht einen Unterschied.

Stadtsparkasse München: IBAN: DE20 7015 0000 0000 3005 09, BIC: SSKMDEMM

Sparda-Bank München: IBAN: DE30 7009 0500 0004 9010 10 BIC: GENODEF1S04

Kontakt und weitere Informationen:

LinkedIn Profil Lydia Staltner: https://www.linkedin.com/in/lydia-staltner/

Webseite Lichtblick e.V.: seniorenhilfe-lichtblick.de

Petra Zugmann: Mehr als Wohnen – so wird ein Bauernhof zum neuen Zuhause für Senioren25 Jul 202500:37:27

Warum ein Pflegebauernhof das Wohnkonzept mit Zukunft ist und wie privates Engagement das Leben im Alter besser machen kann.

Wir reden mit Petra Zugmann über Ihr Projekt „Hilde’s Heim“, einer lebensfrohen Senioren-Wohngemeinschaft in familiärer Atmosphäre, umgeben von Garten, Tieren, Gemeinschaft und starker Inklusion. Entstanden ist diese Idee aufgrund ihrer Erfahrungen in der Pflege ihres Vaters und der Erkenntnis, dass diese anders organisiert werden muss. Im Interview erzählt sie, wie sie mit diesem Herzensprojekt Hürden überwand und einen Ort geschaffen hat, an dem Würde, Selbstbestimmung und Freude an erster Stelle stehen – ohne klassischen Pflegeheim-Charakter.

Die 3 wichtigsten Erkenntnisse aus dem Gespräch

•    Pflege kann anders gedacht werden – und zwar familiär, individuell und gemeinschaftlich.

•    Privatwirtschaftliche Initiativen im Pflegebereich stoßen trotz aller gesellschaftlichen Notwendigkeit oft auf Hürden – vor allem bei Finanzierung und Bürokratie.

•    Ein inspirierendes Beispiel, wie viel Mut und Engagement Einzelner bewegen können – und wie wichtig es ist, die richtigen Menschen um sich zu versammeln.

Einblicke in ein erfülltes Leben auf dem Land

•    Tierischer Alltag & Gartenfreude: Hochbeete, Kräuter, Hühner, Schafe – wer mag, kümmert sich liebevoll um Hof und Tiere, gewinnt Ausgleich und Verbindung zur Natur.

•    Gemeinschaft nach dem Bullerbü-Prinzip: Gemeinsames Frühstück, Musizieren, Spieleabende, Kutschfahrten, Sitz-Yoga – alle Aktionen sind freiwillig, aber herzlich.

•    Inklusion durch praktische Teilhabe: Menschen mit Beeinträchtigungen unterstützen als Praktikant:innen im Alltag – z. B. in der Hauswirtschaft – mit Perspektive auf Ausbildungsplätze.

•    Selbstbestimmtes Wohnen: Eigenständige, barrierefreie Wohnungen ab 1.500 € Pauschalmiete, individuelle Servicepakete, ambulante Pflege bei Bedarf – mit Herz und Respekt gestaltet.

•    Ein altengerechtes Dorfzentrum: Ein Dorf-Café öffnet nach außen, lädt Angehörige und die Nachbarschaft ein – lebendige Teilhabe und Begegnung für alle Generationen.

Warum Sie reinhören sollten

Erleben Sie Petra Zugmanns ansteckende Energie, ihren Mut und ihr Herzblut – aber auch ihre ganz konkrete Erfahrung mit Finanzierungsfragen, behördlichen Stolperfallen und der Suche nach echtem Teamgeist. Diese Folge ist ein ermutigendes Beispiel dafür, wie mit Tatkraft, Gemeinschaft und dem Glauben an eine bessere Zukunft neue Wohnmodelle gelingen können – nicht nur für Einzelne, sondern für viele.

Jetzt reinhören und inspirieren lassen: Eine Podcast-Folge, die Mut macht, neu zu denken und selbst aktiv zu werden!

Weitere Informationen gibt es hier:

Website von Hilde’s Heim: https://hildes-heim-biskirchen.de/

LinkedIn Petra Zugmann: https://www.linkedin.com/in/petra-zugmann-a48875108/

Sinja Meyer-Rötz: Wie gutes Leben im Alter in Berlin gelingt19 Aug 202500:39:04

Pflege, Politik, Perspektiven: Was die Pflegebeauftragte in Berlin verändern will.

Gerade in einer Stadt wie Berlin, in der das Leben im Alter ganz unterschiedliche Gesichter hat, braucht es jemanden, der zuhört, vernetzt und konkrete Verbesserungen anstößt. Und genau das tut Sinja Meyer-Rötz. Als Pflegebeauftragte des Landes Berlin ist sie eine Stimme für all jene, die sonst oft überhört werden: ältere Menschen, Pflegebedürftige und ihre Angehörigen.

Sie ist promovierte Gerontologin, Honorarprofessorin an der Alice-Salomon-Hochschule und bringt langjährige Erfahrung aus Wissenschaft, Verwaltung und Praxis mit, unter anderem als Krisenmanagerin in der Pandemie oder als Expertin für die Themen Krisenvorsorge, Klima und Pflege. Und: Sie hat ein feines Gespür dafür, was Menschen im Alter wirklich brauchen.

Im Gespräch mit Claudia Mattheis erzählt sie, wie sich das Altern in Berlin anfühlt und was sich ändern muss, damit ein gutes Leben auch mit Pflegebedarf möglich bleibt.

Warum wir Sinja Meyer-Rötz eingeladen haben

Weil sie als Pflegebeauftragte die Perspektiven vertritt, die sonst kaum jemand hört. Weil sie sich nicht scheut, Missstände zu benennen. Und weil sie in jeder Antwort spüren lässt, dass es ihr um die Menschen geht. Ihre Aufgabe versteht sie nicht als reine Verwaltungsrolle, sondern als Brücke zwischen Politik und Lebensrealität.

Pflege beginnt beim Zuhören

Wenn Betroffene verzweifelt sind, muss jemand da sein

"Hier rufen Menschen an, die mit ihrem Schicksal gerade völlig überfordert sind. Die sind hilflos, die sind verzweifelt." Sinja Meyer-Rötz erlebt täglich, wie schwer es vielen fällt, sich im Pflegesystem zurechtzufinden. Umso wichtiger ist ihr eine niedrigschwellige Erreichbarkeit: "Wir haben mehrmals in der Woche eine telefonische Sprechstunde. Es gibt ein Kontaktformular auf unserer Internetseite, das auch anonym ausgefüllt werden kann."

Dass ihr Amt gelebte Teilhabe ermöglicht, ist ihr ein zentrales Anliegen: "Wir sind Interessensvertretung für Pflegebedürftige und für Pflegende und Zugehörige. Das heißt, wir müssen sicherstellen, dass die uns überhaupt erreichen können."

Berlin kann Pflege, aber nicht überall

Gute Strukturen, doch große Lücken

"Unsere Strukturen sind sehr breit, sehr vielfältig, unglaublich kompetent." Besonders hebt Meyer-Rötz die 36 wohnortnahen Pflegestützpunkte hervor. Dennoch gibt es gravierende Probleme. "Wir haben deutlich zu wenig Plätze für die Kurzzeitpflege in Berlin. Das führt nicht selten dazu, dass Angehörige, die eine Auszeit brauchen, keine Versorgung finden."

Besonders drastisch sind die Hürden bei der Barrierefreiheit. "Die Wohnung ist in sich barrierefrei, aber wenn dann ein Fahrstuhl nicht funktioniert oder drei Treppenstufen vor der Tür sind, wird das selbstbestimmte Leben unmöglich." Auch Pflegedienste verweigern manchmal Einsätze in oberen Stockwerken, wenn der Aufzug dauerhaft ausfällt. "Das eigenständige Verlassen wird ja schwierig."

Caring Communities: Gemeinsam statt einsam

Wie wir Nachbarschaft neu denken können

"Sorgende Gemeinschaften sind etwas, worauf wir in den nächsten Jahren setzen sollten." Sinja Meyer-Rötz spricht sich klar für mehr lokale Netzwerke aus, in denen sich Menschen gegenseitig unterstützen. "Nicht jede pflegebedürftige Person ist so schwer betroffen, dass sie nichts zur Gemeinschaft beitragen kann. Alle profitieren voneinander."

Dass es in Berlin schon viele Strukturen gibt, müsse man besser nutzen. "Wir haben ganz viele tolle Strukturen: Familienzentren, Seniorenfreizeitstätten, Kiezclubs. Jetzt müssen wir sie besser verzahnen und inhaltlich umbauen." Entscheidend sei auch, dass Engagement nicht auf Einzelpersonen lastet: "Ich möchte nicht alleine zuständig sein für eine Person."

Barbara Jaeschke: Wie erfolgreiche Unternehmensnachfolge gelingt30 Aug 202500:30:09

Selbstbestimmung, Vertrauen und die Kunst des Loslassens: Eine Berliner Unternehmerin gibt Tipps für den perfekten Generationswechsel.

Wenn es um Unternehmensnachfolge geht, scheitern viele an einem entscheidenden Punkt: dem Loslassen. Barbara Jaeschke zeigt, wie es anders geht. Die 70-jährige Gründerin des GLS Sprachenzentrums führt seit 2016 ihr Unternehmen erfolgreich gemeinsam mit ihren beiden Töchtern und beweist dabei, dass eine gelungene Übergabe mehr ist als nur ein Generationenwechsel.

1983 als junge Mutter gegründet, ist aus dem GLS Sprachenzentrum heute ein florierendes Unternehmen mit 170 Mitarbeitenden geworden. Der Campus in Berlin-Prenzlauer Berg umfasst zwei Hotels, eine Sprachschule für Schüler und Erwachsene sowie ein weltweites Sprachreisenprogramm. Seit 2023 gehört auch die Villa Bleichröder, ein denkmalgeschütztes Boutique-Hotel auf Usedom, zur Unternehmensgruppe.

Im Gespräch mit Claudia Mattheis erklärt Barbara Jaeschke, warum Vertrauen der Schlüssel zum Erfolg ist, welche Fehler andere Unternehmer bei der Nachfolge machen und warum Sprachen lernen auch mit 70 noch bereichernd ist.

Die wichtigsten 5 Erkenntnisse aus dem Interview

Nachfolge braucht Zeit und Vertrauen: 
Erfolgreiche Übergabe funktioniert nur, wenn Nachfolger echte Entscheidungsfreiheit bekommen – nicht erst beim Tod des Gründers.

Patriarchalisches Denken schadet: 
Wer bis zum Tod alles kontrollieren will, vertreibt gute Nachfolger und gefährdet das Unternehmen.

Früh anfangen lohnt sich: 
Mit 50 sollten Unternehmer bereits an die Nachfolge denken, denn mit 80 ist es meist zu spät.

Struktur schlägt Bauchgefühl: 
Die nächste Generation bringt oft professionellere Prozesse mit, die das Unternehmen stärken.

Lebenslang lernen hält jung: 
Sprachen lernen und Reisen sind auch mit 50plus eine Bereicherung für Geist und Seele.

Warum wir Barbara Jaeschke eingeladen haben

Weil sie zeigt, dass erfolgreiches Unternehmertum kein Alter kennt. Weil sie beweist, dass Loslassen nicht Schwäche, sondern Stärke bedeutet. Und weil sie in jeder Antwort spüren lässt, dass Selbstbestimmung und Vertrauen die Basis für nachhaltigen Unternehmenserfolg sind.


Weitere Informationen finden Sie hier:

GLS Sprachenzentrum: www.gls-sprachenzentrum.de

Hotel Oderberger: https://www.hotel-oderberger.berlin/

 

Villa Bleichröder: https://www.villa-bleichroeder.de/

Jörn Pötting: Ist Co-Housing im Alter eine Lösung für die Pflegekrise?04 Sep 202500:35:03

Architektur als „Betriebssystem“ für soziales Miteinander: Wie ein Berliner Architekt das Wohnen im Alter revolutionieren will

Die Boomer-Generation steht vor einem Problem: Das aktuelle Pflegesystem wird ihre Bedürfnisse nicht erfüllen können. Während die Politik noch über längere Arbeitszeiten diskutiert, denkt Architekt Jörn Pötting bereits konkrete Alternativen aus. Seit 25 Jahren beschäftigt er sich mit dem Thema Bauen für Senioren und hat eine klare Vision: Co-Housing-Projekte, die individuelle Freiheit mit gemeinschaftlichen Räumen kombinieren.

Als Generalplaner deckt Pötting ein breites Spektrum ab: vom Bau für Senioren über nachhaltigen Geschosswohnungsbau bis hin zu Quartierskonzepten. Für ihn ist Architektur mehr als funktionale Räume – sie ist ein „Betriebssystem für soziales Miteinander“, das Gemeinschaft stärkt und Lebensqualität fördert. Seine These: Das Leben im Alter muss für die Boomer-Generation radikal neu gedacht werden.

Im Gespräch mit Claudia Mattheis erklärt der 1963 geborene Architekt, warum seine Generation Teil des Problems ist, wie Co-Housing konkret funktioniert und warum er von Kommunen, Kirchen und Investoren mehr Mut fordert.

Die Boomer-Generation: Individualisten ohne Plan

Warum das aktuelle System nicht funktioniert

Jörn Pötting gehört selbst zur Boomer-Generation und sieht die Herausforderung klar: „Wir kommen in eine Zeit, in der immer mehr Rentner von immer weniger Erwerbstätigen finanziert werden.“ Seine Analyse ist nüchtern: „So wie es jetzt organisiert ist, wird es auf keinen Fall weiter zu finanzieren sein. Das wissen im Prinzip alle. Aber keiner will es so richtig aussprechen.“

Der Unterschied zu heute

„Wir haben im Augenblick die Kriegskinder, die in den Altersheimen sind, die den Krieg als Kinder erlebt haben, die sehr leistungsorientiert sind und sich sehr gut bescheiden können. Und da ist unsere Generation wirklich weit entfernt. Wir sind eine Generation von Individualisten, die ganz andere Ansprüche hat.“

Co-Housing: Was Gemeinschaftswohnen konkret bedeutet

Eigene Wohnung plus Gemeinschaftsräume

„Co-Housing ist vielleicht auch nicht der richtige Begriff“, räumt Pötting ein. „Eigentlich ist es eher ein kollaborierendes Wohnen, ein Gemeinschaftswohnen mit individuellem Anspruch.“ Das Konzept ist klar strukturiert: „Jeder hat seine eigene Wohnung. Was interessant und wichtig ist, weil wir auch aus einer Generation kommen, die Wohngemeinschaftserfahrung hat oder hatte und wir auch nicht dahin zurückkommen möchten.“

Zusätzlich gibt es „Gemeinschaftsflächen, angefangen bei einer gemeinschaftlichen Küche, Werkräumen, Bibliotheksräumen, Handwerksräumen wie Nähmaschinenräumen, Töpferräumen – also alles, was man sich vorstellen kann, die von der Miete oder von den Mietern gemeinschaftlich finanziert werden, aber selbstverwaltet organisiert werden, etwa in einer AG-Struktur.“

Weitere Informationen zu Jörn Pöttings Projekten und Co-Housing-Konzepten finden Sie auf seiner Website.

LinkedIn Jörn Pötting: https://www.linkedin.com/in/jörn-pötting-945009132/

Webseite: https://www.poetting-architekten.de/

Dr. Anja Erben & Daniel Heide: Private Bauherrin schafft Wohnraum fürs Alter26 Sep 202500:39:48

Von der Arztpraxis zum eigenen Projekt für betreutes Wohnen in Berlin: Wie eine Internistin mit Mut und Durchhaltevermögen dem Behördenwahnsinn trotzt.

Zu fit fürs Heim, zu unsicher für ein Leben allein: viele ältere Menschen fallen in eine Versorgungslücke, die das deutsche Gesundheitssystem nur unzureichend schließt. Als Internistin in Berlin-Lichtenberg begegnete Dr. Anja Erben täglich solchen Fällen. Eine Diabetikerin, die ihre Insulinspritzen nicht mehr sicher alleine bewältigen konnte, wurde zum Auslöser für ein außergewöhnliches Wohnprojekt: 2006 kaufte Dr. Anja Erben einen verfallenen DDR-Kindergarten und schuf 16 kleine Apartments für betreutes Wohnen. 2023 folgte das "Haus Irene" mit 67 weiteren Wohneinheiten.

Daniel Heide begleitet beide Projekte von Anfang an mit seinem ambulanten Pflegedienst rund um die Uhr, eng verzahnt mit der Hausleitung. Seine Pflege zeigt, dass gute Betreuung auch in einem wohnlichen, selbstbestimmten Rahmen möglich ist. Im Gespräch im LIVVING Podcast mit Claudia Mattheis sprechen beide über mutige Entscheidungen, familiäre Zusammenarbeit und darüber, wie altersgerechtes Wohnen neu gedacht werden kann.

Warum wir Dr. Anja Erben und Daniel Heide eingeladen haben

Weil sie zeigen, wie aus persönlichem Engagement ein Ort entstehen kann, der wirklich etwas verändert für das Altern, für die Pflege, für das Miteinander. Weil Dr. Anja Erben beweist, dass innovative Wohnformen auch gegen alle bürokratischen Widerstände möglich sind. Und weil Daniel Heide demonstriert, dass ambulante Pflege in alternativen Wohnformen einen echten Unterschied macht.

Die wichtigsten 5 Erkenntnisse aus dem Interview:

Betreutes Wohnen schließt eine Versorgungslücke: Menschen, die zu fit fürs Heim, aber zu unsicher für ein Leben allein sind, finden hier eine passgenaue Wohnform.

Behördenwahnsinn ist Realität: Von explodierenden Wasserleitungen bis zu absurden Spielplatz-Vorschriften – der Weg zum eigenen Wohnprojekt ist steiniger als nötig.

Ambulante Pflege funktioniert rund um die Uhr: 24-Stunden-Betreuung ohne Heimcharakter ist möglich, wenn Pflegedienst und Vermieter eng zusammenarbeiten.

• Familienunternehmen schaffen Vertrauen: Die persönliche Betreuung durch Dr. Anja Erbens Sohn macht den Unterschied bei Behördengängen und sozialen Problemen.

• Finanzierung bleibt die größte Hürde: Steigende Baukosten und hohe Zinsen machen neue Projekte fast unmöglich trotz steigenden Bedarfs.

Warum Sie dieses Podcast-Interview hören sollten

Weil Dr. Anja Erben und Daniel Heide beweisen, dass betreutes Wohnen eine der idealsten Wohnformen im Alter sein kann: autark sein, aber nicht allein, Unterstützung haben ohne Zwang, Selbstständigkeit gefördert bekommen. Weil sie zeigen, dass es Menschen mit Mut und Durchhaltevermögen braucht, die trotz Behördenwahnsinn und finanzieller Risiken solche Projekte möglich machen.

Ihre Botschaft ist klar: "Mit viel Energie und dem nötigen Galgenhumor und der Berliner Schnauze wird ja alles gut." Am Ende ist alles gut geworden, auch wenn der Weg steiniger war als nötig.

Weitere Informationen gibt es hier:

Dr. Anja Erbens Buch "Bauen ist nichts für Feiglinge"
https://livving.de/buchtipp-bauen-betreutes-wohnen/

Webseite Haus Irene Betreutes Wohnen: https://betreutes-wohnen-lichtenberg.de/

Häusliche Krankenpflege HKP Chickowsky GmbH: https://www.chickowsky.de/

Anja Mikulla: Von der PR-Managerin zur Seniorenassistentin17 Sep 202500:31:38

Wie mit über 50 eine persönliche Erfahrung zum beruflichen Neuanfang führte.

Wenn die eigene Mutter plötzlich zum Pflegefall wird, verändert das alles. Anja Mikulla erlebte 2018, was es bedeutet, wenn eine Krebsdiagnose das Familienleben auf den Kopf stellt. Doch statt sich nur um die eigene Familie zu kümmern, entdeckte die ehemalige PR-Managerin dabei ihre Berufung: Sie wurde 2022 zertifizierte Seniorenassistentin und begleitet heute Menschen dabei, ihren Alltag aktiv, würdevoll und mit Freude zu gestalten.

Ihr Weg zur Seniorenassistenz begann mit einer „Granny Gang" – einer privaten Initiative, bei der sie alleinstehende ältere Damen zum gemeinsamen Essen zusammenbrachte. Diese Erfahrung zeigte ihr, welchen enormen Unterschied menschliche Nähe und soziale Teilhabe im Leben hochaltriger Menschen machen können.

Als Referentin bei der Initiative „Gesundheitsstadt Berlin" bringt die 56-Jährige heute ihre Expertise zum Thema alternde Gesellschaft ein. Im Gespräch mit Claudia Mattheis erklärt sie, was Seniorenassistenz konkret bedeutet, wie die Ausbildung abläuft und warum diese Arbeit weit mehr ist als „nur Kaffeetrinken und Plaudern".

Die wichtigsten 5 Erkenntnisse aus dem Interview

Seniorenassistenz schließt eine wichtige Lücke: 
Zwischen Haushaltshilfe und professioneller Pflege gibt es einen Bereich, den qualifizierte Alltagsbegleiter abdecken.

Einsamkeit ist ein unterschätztes Gesundheitsrisiko: 
Regelmäßige soziale Kontakte lassen hochaltrige Menschen wieder aufblühen und haben präventiven Charakter.

Angehörige werden massiv entlastet: 
Seniorenassistenten sind oft der „verlängerte Arm" der Familie und schaffen Vertrauen durch professionelle Begleitung.

Die Ausbildung ist praxisnah: 
Von Demenzpartner-Schulung bis Biografiearbeit werden konkrete Fähigkeiten für den Umgang mit hochaltrigen Menschen vermittelt.

Es ist eine sinnvolle Zweitkarriere: 
Menschen ab 50 können ihre Lebenserfahrung einbringen und gleichzeitig einen gesellschaftlich wichtigen Beitrag leisten.

Warum wir Anja Mikulla eingeladen haben

Weil sie zeigt, dass berufliche Neuorientierung auch mit über 50 noch möglich und bereichernd ist. Weil sie aus persönlicher Betroffenheit heraus eine gesellschaftlich wichtige Aufgabe übernommen hat. Und weil sie beweist, dass Seniorenassistenz weit mehr ist als ein „netter Service“, sondern ein professioneller Beitrag zur Gesundheitsvorsorge im Alter.

Andrea Didszun & Christian Lange: Pflegestützpunkte in Berlin, die unterschätzte Hilfe vor der Haustür20 Oct 202500:37:34

Kostenlose Beratung, Wohnungsanpassung und Unterstützung im Pflegedschungel: Was Berlins 36 Pflegestützpunkte leisten und warum viele noch nie von ihnen gehört haben.

Wenn die eigene Mutter plötzlich die Treppe nicht mehr hochkommt, der Nachbar nach einer Hüft-OP nicht weiß, wie es weitergehen soll, oder man selbst merkt, dass der Alltag zu Hause immer schwieriger wird: Wo findet man Hilfe? In Berlin gibt es eine Anlaufstelle, die viele nicht kennen, obwohl sie über 100.000 Menschen pro Jahr berät: die Pflegestützpunkte.

Andrea Didszun leitet den Pflegestützpunkt in Pankow. Als Sozialarbeiterin, Gerontologin und zertifizierte Wohnberaterin berät sie seit vielen Jahren Menschen in allen Fragen rund ums Älterwerden, Pflege und Wohnen. Besonders das Thema Wohnraumanpassung liegt ihr am Herzen: von technischen Hilfen bis hin zu barrierearmen Umgestaltungen.

Christian Lange ist Pressesprecher der Berliner Pflegestützpunkte. Der ehemalige Journalist setzt sich dafür ein, dass möglichst viele Menschen erfahren, was Pflegestützpunkte leisten und wie niedrig die Hürden sind, sich dort beraten zu lassen.

Im Gespräch mit LIVVING Chefredakteurin Claudia Mattheis erklären beide, was ein Pflegestützpunkt eigentlich ist, wer sich dort Hilfe holen kann und warum es so wichtig ist, dass auch Nachbarn, Vermieter oder Freunde wissen, dass es diese Anlaufstellen gibt.

Die wichtigsten 5 Erkenntnisse aus dem Interview

Pflegestützpunkte sind Beratungsstellen, keine Pflegeeinrichtungen: 
Hier gibt es keine körperliche Pflege, sondern kostenlose Beratung zu allen Fragen rund um Pflege, Alter und Wohnen – für jeden zugänglich.

Berlin ist ausgezeichnet aufgestellt: 
36 Pflegestützpunkte in ganz Berlin bieten wohnortnahe Beratung, eine Dichte, die bundesweit Seltenheitswert hat.

Wohnen ist ein Schlüsselthema: 
Bei fast 20 Prozent aller Beratungen spielt Wohnraumanpassung eine zentrale Rolle: von Stolperfallen bis zur barrierearmen Badumgestaltung.

Rechtzeitig handeln ist entscheidend: 
Wer erst handelt, wenn die Mobilität stark eingeschränkt ist, hat kaum noch Handlungsoptionen für einen Wohnungswechsel oder bauliche Anpassungen.

Verdrängen ist weit verbreitet: 
Selbst pflegende Angehörige kennen die Pflegestützpunkte oft nicht oder schieben die Beschäftigung mit dem Thema weit hinaus, bis eine Krise entsteht.

Kontakt zu den Berliner Pflegestützpunkten:

36 Standorte in ganz Berlin

Weitere Informationen und die Standortübersicht finden Sie auf der Website der Berliner Pflegestützpunkte.

Carina Krey: Bezahlbares Wohnen 55+ wie im Boutique-Hotel12 Nov 202500:32:55

Der ANUNDO_Park in Mannheim zeigt mit 54 Mietwohnungen, wie gutes Älterwerden gelingen kann.

Wie wollen wir eigentlich wohnen, wenn wir älter werden? Diese Frage stellten sich Carina Krey und ihr Mann vor etwa zehn Jahren bei einem Glas Wein. Ihre Kinder wurden selbstständiger, der Auszug stand bevor, und plötzlich ging es um die eigene Zukunft. Was aus diesem Abendgespräch entstand, ist beeindruckend: der ANUNDO_Park in Mannheim, ein Wohnprojekt für die zweite Lebenshälfte mit 54 Mietwohnungen, über 300 Quadratmetern Gemeinschaftsflächen, einem Restaurant im Haus und ganz viel Leben dazwischen.

Carina Krey ist Architektin, Baubiologin und Projektentwicklerin. Zusammen mit ihrem Mann, einem Diplomkaufmann, hat sie das Projekt von der ersten Idee bis zur Fertigstellung durchgezogen, ohne vorherige Erfahrung als Bauherrin, aber mit klarer Vision: Wohnen zur Miete für Menschen ab 50 sollte leicht sein, bunt und aktiv. Ein Kontrapunkt zum negativen Image des Älterwerdens in unserer Gesellschaft.

Im Gespräch mit LIVVING Chefredakteurin Claudia Mattheis erzählt Carina Krey, wie aus der Vision Realität wurde, warum Gemeinschaft mehr braucht als einen Raum im Dachgeschoss und wie sich das Projekt selbst auf ihr eigenes Leben ausgewirkt hat.

Die wichtigsten 5 Erkenntnisse aus dem Interview

Das Grundkonzept: Wohnen wie im Boutique-Hotel 
Das Leitbild war von Anfang an klar: leicht, bunt, positiv. Die Gestaltung und das gesamte Konzept sollten sich anfühlen wie ein kleines Boutique-Hotel, mit allen Annehmlichkeiten, aber als dauerhaftes Zuhause.

Gemeinschaft muss aktiv gestaltet werden 
Es reicht nicht, irgendwo einen Gemeinschaftsraum einzuplanen. Echte Gemeinschaft entsteht durch aktive Begleitung: mittlerweile 20 Workshops vom Baubeginn bis heute, professionelle Moderation und kontinuierliche Betreuung durch ein Team vor Ort.

Die Größe macht den Unterschied 
Soziologen sprechen vom Haus der 100: Wenn 100 Menschen zusammenkommen, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass jeder Menschen findet, mit denen die Chemie stimmt. Kleinere Wohngruppen haben ein höheres Risiko, dass Konflikte das Projekt gefährden.

Mieten statt Eigentum, bewusste Entscheidung 
Das Mietmodell war von Anfang an gesetzt. Es schafft Flexibilität und hält die Hürden niedrig. Keine Seniorenresidenz, keine exklusive Gated Community, sondern bezahlbares Wohnen für die zweite Lebenshälfte. 30 Prozent der Wohnungen liegen unter der Durchschnittsmiete von Mannheim.

Gelungene Zusammensetzung braucht Strategie 
Die Mieter wurden bewusst ausgewählt: Ein ausgewogenes Verhältnis von Paaren und Einzelpersonen, von Männern und Frauen, und vor allem eine breite Altersspanne zwischen 50 und 90 Jahren, damit das Haus nicht in 30 Jahren zum Altersheim wird.

Warum wir Carina Krey eingeladen haben

Weil sie zeigt, dass die Frage „Wie wollen wir im Alter wohnen?" nicht theoretisch bleiben muss. Weil sie gemeinsam mit ihrem Mann ein Projekt realisiert hat, das Architektur, Gemeinschaft und Lebensqualität zusammenbringt. Und weil sie beweist, dass man auch ohne Erfahrung als Bauherrin Großes schaffen kann, wenn die Vision stimmt und man bereit ist, neue Wege zu gehen.

Weitere Informationen finden Sie hier:

Webseite ANUNDO_Park Mannheim www.anundo.de

Webseite Carina Krey www.RADIUSplus.de

LinkedIn Carina Krey https://www.linkedin.com/in/carina-krey-0b5981112/

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