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Arnold Zweig: "De Vriendt kehrt heim"02 Sep 202400:07:45
Arnold Zweig, nicht zu verwechseln mit Stefan Zweig, seinem ungleich berühmteren Schriftstellerkollegen und Zeitgenossen, veröffentlichte im Jahr 1932 einen Roman, der sich um einen Mord im Palästina der 1920er Jahre dreht. Nun wurde das Buch in der Anderen Bibliothek wieder aufgelegt, Katharina Döbler hat es als Leseempfehlung mitgebracht.
Friedrich Torbergs "Tante Jolesch" und der Jüdische Witz - die Schriftstellerin Ditha Brickwell im Gespräch02 Sep 202400:12:12
Ab heute senden wir in unserer Lesung Friedrich Torbergs "Die Tante Jolesch oder Der Untergang des Abendlandes in Anekdoten", vorgetragen vom Autor persönlich. In diesen Anekdoten erinnert sich der tschechische Österreicher und Jude Friedrich Torberg ans Wien in der Zeit zwischen den Weltkriegen, an die Kaffeehauskultur, an Begegnungen mit Schriftstellern wie Egon Erwin Kisch oder Alfred Polgar, aber auch an Alltägliches aus seinem jüdischen Umfeld. Diese Anekdoten sind humorvoll, melancholisch und vor allem voll mit jüdischem Witz. Was diesen jüdischen Witz ausmacht, darüber sprechen wir mit der Schriftstellerin Ditha Brickwell.
Ilko-Sascha Kowalczuk: "Freiheitsschock"26 Aug 202400:07:53
Man kämpft ewig für etwas und plötzlich ist es da. Das kann einen dann überraschen, überfordern oder sogar schockieren. So erklärt zumindest der renommierte Historiker Ilko-Sascha Kowalczuk das, was sich nach 1989/90 ereignete. Sein neues Buch trägt deshalb den Titel "Freiheitsschock". Darin beschreibt er den Kampf der Ostdeutschen um die Freiheit und fragt, wie die AfD gerade in Ostdeutschland so erfolgreich werden konnte, wo sich doch eigentlich gerade dort so lange nach Freiheit gesehnt wurde. Am kommenden Sonntag, dem Tag der Landtagswahlen in Sachsen und Thüringen, ist Ilko-Sascha Kowalczuk beim House of Podcast zu Gast, im Rahmen des radio3-Debattenpodcasts "Der Zweite Gedanke" mit Natascha Freundel.
"Es ist 5 vor 1933" - Der Autor Philipp Ruch im Gespräch26 Aug 202400:07:03
An Warnungen vor der AfD besteht kurz vor den Landtagswahlen in Sachsen und Thüringen kein Mangel. Philipp Ruch hat vor einem Monat ein Buch herausgebracht, das gleich auf der Spiegel-Bestsellerliste landete: "Es ist 5 vor 1933. Was die AfD vorhat und wie wir sie stoppen". Er gehört zu den Gründern der Künstlergruppe Zentrum für politische Schönheit, die seit 15 Jahren mit provokanten Aktionen auf sich aufmerksam macht - etwa mit der Errichtung eines Holocaust-Mahnmals direkt neben dem Privathaus des Thüringischen AfD-Vorsitzenden Björn Höcke oder mit der Website "AfD verbieten", auf der die Bevölkerung mit Hilfe eines gefakten Videos des Bundeskanzlers dazu aufgerufen wurde, Beweise für die Verfassungsfeindlichkeit der AfD einzureichen. Wir sprechen mit Philipp Ruch über die Parallelen zu 1933 und heute.
"Als wir Schwäne waren" von Behzad Karim Khani23 Aug 202400:07:04
Arezoo Badri heißt die Frau, von der es in den letzten Tagen immer öfter hieß, sie sei die zweite Mahsa Amini. Die Iranerin ist 31 Jahre alt und für immer querschnittsgelähmt. Denn die iranische Sittenpolizei schoss auf sie, weil sie beim Autofahren keinen Hijab trug. Diese Willkür seitens des Mullah-Regimes führt dazu, dass immer mehr Iranerinnen und Iraner flüchten - nicht nur in diesen Zeiten, sondern auch schon in den 90ern. Von solch einer Flucht und vor allem der Ankunft und dem Einleben hier in Deutschland erzählt der neue Roman von Behzad Karim Khani "Als wir Schwäne waren". Er ist zu Beginn dieser Woche erschienen und Nadine Kreuzahler hat ihn schon gelesen.
Tommy Orange: "Verlorene Sterne"22 Aug 202400:06:24
Verletzt ins Krankenhaus rein, geheilt und schmerzmittel-abhängig wieder heraus: Es wirkt wie ein Klischee, mit was der Protagonist Orvil Red Feather von Tommy Oranges Roman "Verlorene Sterne" zu kämpfen hat. Doch das Thema Sucht begleitet seine Familie schon lange. Auch seinen Vorfahren Jude Star, der zweite Protagonist des Romans, mit dem sein Schicksal verknüpft ist. Der erlebt 150 Jahre vorher, wie seine indigene Sprache und Kultur brutal bekämpft wird und sucht irgendwann Trost im Alkohol - mit fatalen Folgen. Der Roman ist schon nominiert für den Booker Prize, Gerrit Bartels hat ihn für uns gelesen.
Staatsbibliothek: "Droste Digital. Handschriften – Räume – Installationen"22 Aug 202400:07:17
Lange Zeit hatten wir Annette von Droste-Hülshoff wohl täglich vor Augen und in der Hand, denn sie zierte den 20 D-Mark-Schein. Ihre Erzählung "Die Judenbuche" gehörte für einige Generationen zum Schulstoff - doch erst der Roman von Karen Duve, "Fräulein Nettes kurzes Sommer" von 2018, weckte wieder ein neues Interesse an der Dichterin und Autorin Annette von Droste-Hülshoff. Außerdem ist im gleichen Jahr in ihrem Geburtsort - der Burg Hülshoff bei Münster - das neue Literaturinstitut "Center for Literature" eröffnet worden. Von diesem Institut wurde nun die Ausstellung gestaltet, die ab morgen in der Staatsbibliothek unter den Linden zu sehen sein wird: "Droste Digital. Handschriften – Räume – Installationen" heißt sie. Unser radio3-Reporter Tomas Fitzel weiß mehr darüber.
"Memory Lane" von Patrick Modiano erstmals auf Deutsch22 Aug 202400:06:01
In den Romanen des französischen Literaturnobelpreisträgers Patrick Modiano kreist alles um Erinnerung und Identität. Auch in seinem schmalen Band von 1979, der nun erstmals auf Deutsch erscheint. Darin erzählt er eine melancholische Geschichte über Freundschaften, die den Beginn des Lebens prägen. Illustriert von Pierre Le-Tan, bietet das Buch einen idealen Einstieg in Modianos fesselnde Welt. Unsere Literaturkritikerin Manuela Reichart stellt es vor.
Daniela Krien: "Mein drittes Leben"21 Aug 202400:06:56
Erst Anfang August starb in Berlin-Mitte eine Radfahrerin, die nahe des Alexanderplatzes beim Abbiegen von einem Betonmischer erfasst wurde: eine 26-jährige junge Frau. Sie ist eine von über 25 Verkehrstoten, die dieses Jahr schon im Berliner Straßenverkehr ums Leben kamen. Und wenn man über solche Schicksale in den Zeitungen liest, fragt man sich, wie es wohl den Angehörigen jetzt geht. Die Schriftstellerin Daniela Krien nimmt sich in ihrem heute neu erscheinenden Werk dieser Frage an - eine Frage, die auch die Jury des Deutschen Buchpreises beschäftigt. Denn mit "Mein drittes Leben" - der Geschichte einer Mutter und eines Vaters, die ihre Tochter durch einen Verkehrsunfall verlieren - hat sie es auf die diesjährige Longlist geschafft. Frank Dietschreit hat es gelesen.
B. Travens "Totenschiff" - Klassenkampf als Abenteuerroman21 Aug 202400:07:53
In unserer aktuellen Lesung, dem "Das Totenschiff" von B. Traven, geht es um einen staatenlosen Seemann, der auf einem Totenschiff anheuert. Dieses Schiff soll bei nächster Gelegenheit sinken, damit die Versicherung den Eigentümern noch Geld bezahlt. B. Travens Roman ist eine unterhaltsame, aber auch sehr politische Abenteuergeschichte. Immer wieder werden bürokratische Willkür oder die schlechten Arbeitsbedingungen auf See kritisiert. Ein Gespräch über politische Unterhaltungsliteratur mit dem Verleger Jörg Sundermeier vom Berliner Verbrecher Verlag.
Die Qual der Wahl? - Die Auswahl für den Deutschen Literaturpreis20 Aug 202400:05:52
Für die Literaturwelt in Deutschland ist heute ein wichtiger Tag: Die Jury des Deutschen Buchpreises stellt die Longlist mit insgesamt 20 Titeln vor. radio3-Journalistin Natascha Freundel ist dieses Jahr Mitglied und Sprecherin der Jury und berichtet über die Arbeit dort und welches Bild der deutschen Literaturlandschaft sich aktuell bietet.
Die Longlist für den Deutschen Buchpreis - Gespräch mit Anne-Dore Krohn20 Aug 202400:07:20
Für die Literaturwelt in Deutschland ist heute ein wichtiger Tag: Die Jury des "Deutschen Buchpreises" stellt die Longlist mit insgesamt 20 Titeln vor. Mitte September werden daraus dann sechs Bücher für die Shortlist. Der Sieger oder die Siegerin wird am 14. Oktober verkündet - dem Tag vor Eröffnung der Frankfurter Buchmesse. Der Preis ist mit insgesamt 37.500 Euro dotiert. Unsere radio3-Literaturexpertin Anne-Dore Krohn mit einer Einschätzung zu den Büchern auf der Longlist.
Katja Müller-Lange: "Unser Ole"02 Sep 202400:07:15
Katja Lange-Müller gehört zu den Autorinnen, die auf Initiative des PEN-Berlin in den letzten Wochen durch Ostdeutschland gereist sind und unter der Überschrift "Das wird man ja wohl noch sagen dürfen" mit den Menschen über Meinungsfreiheit diskutiert hat. Ihre Romane und Erzählungen handeln meist von gesellschaftlichen Außenseitern, Aussteigern, Ausgestoßenen. Auch ihre eigenen Lebensstationen spielten darin immer wieder eine Rolle, ihre Lehrzeit Ende der 1960er Jahre als Schriftsetzerin in einer Ostberliner Druckerei zum Beispiel. Auch den Beruf der Krankenpflegerin, der in ihrem letzten Roman "Drehtür" eine Rolle spielte, kennt sie aus eigener Erfahrung. Jetzt gibt es einen neuen Roman von Katja Lange-Müller: "Unser Ole". Jörg Magenau stellt es vor.
Arno Geiger: “Reise nach Laredo”20 Aug 202400:07:26
"Der alte König in seinem Exil". So hieß das Buch, das der österreichische Schriftsteller Arno Geiger 2011 über seinen demenzkranken Vater schrieb. "Der alte König in seinem Exil" wäre auch ein guter Titel für seinen neuen Roman, der heute erscheint, denn da geht es tatsächlich um einen alten König in einer Art Exil, nämlich um Kaiser Karl V. in seinen letzten Lebenswochen im September 1558. "Reise nach Laredo" heißt dieser neue Roman. Unser Literaturkritiker Jörg Magenau hat ihn gelesen.
Ein Leben wie ein Abenteuerroman – Zur Biographie von B. Traven19 Aug 202400:09:57
Im Roman „Das Totenschiff“ erzählt B. Traven von einem Seemann, der erst als Staatenloser durch Europa irrt und dann auf einem Totenschiff anheuert, also einem Schiff, dass bei nächster Gelegenheit sinken soll, damit die Versicherung den Eigentümern Geld bezahlt. Fast noch abenteuerlicher als der Roman ist aber die Lebensgeschichte von B. Traven. Er war nicht nur Schriftsteller, sondern auch Schauspieler, Seemann, Revolutionär, saß im Gefängnis, und es gab sogar Gerüchte, er sei der Sohn des letzten deutschen Kaisers. Wer B. Traven ist und wie er wirklich heißt, das hat der Literaturwissenschaftler Jan-Christoph Hauschild ausführlich recherchiert.
"Das Romanische Café im Berlin der 1920er Jahre"19 Aug 202400:09:07
Das romanische Café in Berlin war legendär. Hier trafen sich Künstler, Journalisten und Intellektuelle, "die Nationalversammlung der deutschen Intelligenz", wie es Curt Moreck 1931 formulierte. Die Ausstellung "Das romanische Café im Berlin der 1920er Jahre" im Europa-Center wurde wegen des großen Interesses gerade um ein halbes Jahr bis Ende Januar verlängert. Jetzt ist auch das gleichnamige Buch dazu erschienen. Darüber spricht Susanne Papawassiliu im radio3 Studio mit dem Autor und Ausstellungsmacher Michael Bienert.
Ulla Lenze: "Das Wohlbefinden"19 Aug 202400:06:48
Zwei ungleiche Frauen treffen in Ulla Lenzes neuem Roman, der am 17. August erschienen ist, aufeinander. In "Das Wohlbefinden" erzählt sie von der Beziehung zweier besonderer Frauen. In den Beelitzer Heilstätten begegnen sich im Jahr 1907 die hellsichtige Fabrikarbeiterin Anna Brenner und die Schriftstellerin Johanna Schellmann, die durch Anna ihre verschüttete Spiritualität wiederfindet. Ulla Lenze porträtiert die Leben von Anna, Johanna und von Johannas Urenkelin. Denn erst sie bringt schließlich Licht ins Dunkel der Geschichte, warum Anna und Johanna einst zu Rivalinnen geworden waren. Corinne Orlowski hat den Roman gelesen.
"Frühstück am Rande der Apokalypse": Lesung von Wladimir Kaminer17 Aug 202400:05:43
Der Deutsche meckert gern - aber er isst auch gern. Zwei Eigenheiten, die Wladimir Kaminer sehr gut beobachtet und zum Gegenstand seiner Bücher gemacht hat. In "Frühstück am Rande der Apokalypse" widmet er sich dem Zusammenhang zwischen Familienalltag und Weltuntergang - und wer den verstehen will, der kann heute auf dem Schlossgut Altlandsberg eine Erklärung bekommen. Dort liest Wladimir Kaminer aus seinem Buch und stellt gleichzeitig sein neues Werk vor, das am 28. August erscheint: "Mahlzeit! Geschichten von Europas Tischen". Denn wenn alle Menschen eines gemeinsam haben, dann ist es das Essen. Ulrike Jährling spricht darüber mit Wladimir Kaminer persönlich.
Reinhard Kaiser-Mühlecker: "Brennende Felder"16 Aug 202400:04:19
Der österreichische Schriftsteller Reinhard Kaiser-Mühlecker wuchs selbst im Ländlichen auf, in einer Ortschaft mit gerade einmal 100 Einwohnern. Diese Erfahrung hat ihm vermutlich Inspiration gegeben, denn auch sein in dieser Woche erschienener Roman "Brennende Felder" ist geprägt von ländlicher Idylle - und einer Frau, die sich in ihren Stiefvater verliebt. Ein brisanter Stoff, verwandelt in stille und zugleich großartige Literatur, wie die NZZ urteilte. Manuela Reichart hat ihn gelesen.
Joan Didion: "Demokratie"30 Aug 202400:07:31
Joan Didion gilt als eine der maßgeblichen Stimmen der US-amerikanischen Literatur. Mit fünf Romanen und zahlreichen Essaybänden hat sie das intellektuelle Leben der USA im 20. Jahrhundert entscheidend geprägt. Bevor die Autorin zur Ikone der zeitgenössischen Literatur avancierte, arbeitete sie lange Zeit als Journalistin für verschiedene Zeitungen, war Mitherausgeberin der "Vogue", verfasste Drehbücher und Theaterstücke. 2021 verstarb sie im Alter von 87 Jahren in New York. Ihr vielleicht bedeutendster Roman, "Demokratie", kam 1984 heraus und erschien 1986 in deutscher Übersetzung. Die in Potsdam lebende Schriftstellerin Antje Rávik Strubel hat das Buch jetzt noch einmal neu ins Deutsche übertragen. Frank Dietschreit hat es gelesen.
Iida Turpeinen: "Das Wesen des Lebens"29 Aug 202400:05:51
Wie lassen sich trockene wissenschaftliche Themen literarisch erzählen? Damit beschäftigt sich die finnische Autorin Iida Turpeinen, die über diese Frage sogar gerade ihre Doktorarbeit schreibt. In Finnland war nach einigen preisgekrönten Erzählungen ihr Debütroman ein riesiger Erfolg, der genau diesen Spagat versucht: die Naturwissenschaft mit spannender Literatur zu vereinen. "Das Wesen des Lebens" ist gestern auf Deutsch erschienen, Irène Bluche stellt den ungewöhnlichen Debütroman vor.
Katja Oskamp: "Die vorletzte Frau"29 Aug 202400:07:40
Seit ihrem Bestseller "Marzahn, mon amour" ist Katja Oskamp sehr bekannt. Die Geschichten ihrer Marzahner Kundinnen und Kunden, die sie als Fußpflegerin hörte, sammelte und aufschrieb, begeistern bis heute. Die Autorin hat dafür den "Dublin Literary Award" erhalten, gerade wurde das Buch sogar verfilmt. Geboren wurde Katja Oskamp 1970 in Leipzig, sie wuchs in Berlin-Prenzlauer Berg auf und lebt heute in Hohenschönhausen. Jetzt ist ein neues Buch der Autorin erschienen: "Die vorletzte Frau". Anne-Dore Krohn hat Katja Oskamp für den radio3-Literaturpodcast "Orte und Worte" getroffen und mit ihr über ihr neues Buch gesprochen.
Clemens Meyer: "Die Projektoren"28 Aug 202400:08:24
Männer in Ostdeutschland und immer wieder Gewalt sind die Themen, die Clemens Meyer in seinen preisgekrönten Romanen beschäftigen. Schon sein Debüt "Als wir träumten" wurde 2006 als literarische Sensation gefeiert. Ein Wenderoman über eine Jugend in Leipzig voll von Drogen, Kriminalität, Schlägereien, Knast, Gewalt. "Im Stein" - so hieß sein zweiter großer Roman - nahm Zwangsprostitution ins Visier. Zwischendurch schrieb er den Erzählband "Die Nacht, die Lichter" und das essayistische Tagebuch "Gewalten". Gewaltig ist auch sein neuer Roman "Die Projektoren" - 1000 Seiten dick ist er und ab heute in den Läden. Unsere Literaturkritikerin Nadine Kreuzahler hat ihn gelesen.
"Alles Goethe!" - Goethe auf Insta28 Aug 202400:06:29
Johann Wolfgang von Goethe kennt man auf der ganzen Welt. Ob "Faust", "Iphigenie auf Tauris" oder " Die Leiden des jungen Werthers" - seine Werke sind Schul- und Studienstoff. Heute wäre der 275. Geburtstag des berühmten Dichters, Naturforschers, Politikers und Philosophen. Damian Mallepree brennt für Goethe seit Jahren. Der Düsseldorfer ist mit einer Goethe-Bibliothek aufgewachsen, hat im Goethe-Museum Düsseldorf gearbeitet und den Insta-Kanal "Alles Goethe!" aufgebaut. Was fasziniert ihn an Goethe? Sind seine Werke heute noch relevant und seine Gedanken universell und zeitlos? Darüber spricht Damian Mallepree auf radio3 mit Frank Schmid.
Ines Geipel: "Fabelland. Der Osten, der Westen, der Zorn und das Glück"27 Aug 202400:07:42
"Am Anfang war das Glück". So beginnt Ines Geipel ihr neues Buch "Fabelland. Der Osten, der Westen, der Zorn und das Glück". Sie meint damit die Öffnung der Mauer am 9. November 1989. Ines Geipel war da schon als ehemalige Spitzensportlerin aus der DDR geflohen. In ihrem neuen Buch vereint sie persönliche Erinnerung und historische, soziologische Fakten. Corinne Orlowski stellt das Buch vor.
"Fast wie ein Bruder" von Alain Claude Sulzer26 Aug 202400:07:52
Der Schweizer Schriftsteller und Übersetzer Alain Claude Sulzer wohnt abwechselnd in Basel, Berlin und im Elsass, war eine zeitlang Mitglied der Jury beim Ingeborg-Bachmann-Wettbewerb in Klagenfurt und hat den PEN-Berlin mit begründet. Zu seinen bekanntesten Romanen zählen "Ein perfekter Kellner", "Aus den Fugen" und "Unhaltbare Zustände". Jetzt legt Alain Claude Sulzer einen neuen Roman vor. Er trägt den Titel "Fast wie ein Bruder" und handelt von einer gemeinsamen Lebensgeschichte zweier grundverschiedener Männer. Frank Dietschreit stellt den Roman auf radio3 vor.
SWR-Bestenliste September03 Sep 202400:06:46
Kriege und Nazis sind zwei Themen, die Clemens Meyer in seinem neuen Roman "Die Projektoren" aufgreift. Angesichts der Ergebnisse der Landtagswahlen vom Wochenende und den jüngsten russischen Angriffen u.a. auf Kiew und Charkiw könnten diese nicht aktueller gewählt sein. Und doch ist dieser Roman ein historisches Epos - das es u.a. auf die neue SWR-Bestenliste im September geschafft hat. Anne-Dore Krohn stellt zwei der dortigen zehn Empfehlungen vor.
radio3-Lesung "Tante Jolesch": Schriftsteller Doron Rabinovici über Friedrich Torberg04 Sep 202400:12:05
Gerade senden wir in unserer Lesung Friedrich Torbergs "Die Tante Jolesch oder Der Untergang des Abendlandes in Anekdoten" - vorgetragen vom Autor persönlich. In diesen Anekdoten erinnert sich der tschechische Österreicher und Jude Friedrich Torberg ans Wien in der Zeit zwischen den Weltkriegen. Und in ihnen tauchen auch immer wieder bekannte Schriftsteller auf: der ungarische Dramatiker Ferenc Molnár zum Beispiel oder auch der Journalist und Schriftsteller Egon Erwin Kisch. Über die Bedeutung von Friedrich Torberg und seiner Tante Jolesch sprechen wir auf radio3 mit dem Schriftsteller Doron Rabinovici.
Ein Festival für James Baldwin - "What would James Baldwin do?"05 Sep 202400:08:36
Im August wäre der US-amerikanische Schriftsteller und Menschenrechtsaktivist James Baldwin 100 Jahre alt geworden. James Baldwin hat viel über die Lage von Afro-Amerikaner*innen in den USA geschrieben. Aber nicht nur. Und bis heute begeistert er viele mit seinem Schreiben, auch hier in Deutschland. Ein paar seiner Fans haben jetzt fürs kommende Wochenende ein James-Baldwin-Festvial in Berlin auf die Beine gestellt: "What would Jimmy do?" Wir sprechen mit einem dieser James-Baldwin-Fans, mit Schriftsteller*in und Dramatiker*in Sasha Marianna Salzmann.
Marta Barone: "Als mein Vater in den Straßen von Turin verschwand"05 Sep 202400:07:20
Italien ist dieses Jahr wie schon bereits 1988 Gastland der Frankfurter Buchmesse. Und dieses Jahr wird der Auftritt Italiens sicherlich auch von politischen Diskussionen oder auch Kontroversen begleitet werden, denn der italienische Pavillon wird von Maura Mazza gestaltet, der ausgerechnet den antisemitischen Dichter und Mussolini Verehrer Ezra Pound dort würdigen will. Heute erscheint bei Kiepenheuer & Witsch passenderweise ein sehr politischer Roman von Marta Barone: "Als mein Vater in den Straßen von Turin verschwand". Tomas Fitzel stellt ihn vor.
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