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Explorez tous les épisodes du podcast Leben ist mehr

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Fenster ins Markusevangelium (1)01 Sep 202400:03:59

In der Leichtathletik ist die Gewohnheit verbreitet, bei Wettläufen jenseits der Großereignisse wie Olympiade und Weltmeisterschaft sogenannte Tempomacher einzusetzen, die unabhängig vom eigenen Erfolg in dem Rennen für eine hohe Geschwindigkeit sorgen, damit der eigentliche Favorit mitgezogen und möglichst zu einem neuem Weltrekord angetrieben wird. So ein Tempomacher läuft zunächst voraus, um dann später Platz zu machen oder sogar aus dem Rennen auszusteigen, weil er seine Aufgabe erfüllt hat.

Bei Jesus Christus und seiner Sendung als Retter in diese Welt gab es auch so einen Vorläufer, Johannes der Täufer, der ihm den Weg bahnen und sein Auftreten auf der Weltbühne vorbereiten sollte. Das tat er, indem er in seinen Predigten und Mahnrufen die Menschen auf ihn, den Sohn Gottes, hinwies als die eigentliche Person, die in den Vordergrund treten sollte. Dabei ging es um etwas viel Wichtigeres als um einen sportlichen Wettkampf. Von dem Lebenslauf dieses Retters sollte unendlich mehr abhängen als nur ein Weltrekord, der bald wieder von einem noch besseren Läufer überboten wird. Es ging darum, für uns Menschen einen Sieg zu erringen, den wir selbst niemals schaffen konnten: aus einem verlorenen und dem Tod geweihten Dasein als Sünder, fern von Gott und ohne jede Hoffnung, wieder zurück zu Gott gebracht zu werden und das Ziel der ewigen Herrlichkeit bei ihm zu erreichen. Das brachte dem Sohn Gottes keinen Platz auf dem »Treppchen« ein, sondern man nagelte ihn an ein Kreuz. Er erntete auch keinen Jubel, denn man konnte nicht ertragen, dass dieser eine so viel besser als wir selbst sein sollte. Genau das war aber der Fall, weil er selbst ohne Sünde war und nur deshalb sterben musste, um unsere Sünden auf sich zu nehmen.

Joachim Pletsch

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Mit einem Schlag – alles weg!31 Aug 202400:05:34

Das Leben meines Großvaters überblickte fast das gesamte 20. Jahrhundert: Geboren im Jahr 1900 und verstorben 1992 hatte er als Jugendlicher noch das Kaiserreich erlebt. Lebhaft konnte er von der Mobilmachung zum 1. Weltkrieg berichten: Von jetzt auf gleich war der Frieden weg. Nach vier harten Kriegsjahren gab es dieses Reich plötzlich nicht mehr. Der Kaiser war weg. Dann kam die Inflation: Was er sich bis dahin mühsam angespart hatte, war binnen weniger Tage durch die Finger zerronnen. Er wusste zu erzählen, wie täglich morgens der Lohn ausgezahlt wurde, damit man noch einkaufen konnte. Denn abends war das Geld nichts mehr wert.

Dann, eines Tages, gab es auch die Weimarer Republik nicht mehr. Ein neuer Krieg zog herauf. Mit Familie und Kindern hatte er sich eine kleine Existenz aufgebaut. Doch dann, in einer Bombennacht, war wieder alles weg – bis auf einen gläsernen Nachttopf, über den sich in dem eingestürzten Haus zwei Balken gekreuzt hatten. Ausgebombt wurde er ausquartiert und lebte jahrelang unter fremden Dächern, bis auch dieses »Reich« mit dem Krieg sein Ende nahm. Und wieder wurden die Uhren seiner Existenz auf Null gestellt. Auf diese Weise hat er – wie viele seiner Zeitgenossen – gleich mehrfach erlebt, wie auf einen Schlag alles, was als sicher galt, weg war.

In unserer Zeit, nach Jahrzehnten vermeintlicher Sicherheit, müssen wir neu begreifen, dass alles, was unser Leben materiell ausmacht, nur ein Hauch der Geschichte ist. Echte Sicherheit gibt es nur bei Gott, weil er außerhalb unserer Vergänglichkeit steht. Für jeden, auch den vermeintlich reichsten, ist es daher wichtig zu entscheiden, auf was er sich verlässt, damit man in der Not nicht wirklich verlassen ist.

Markus Majonica

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Gott infrage stellen?22 Aug 202400:05:12

Man kann ehrliche »Warum-Fragen« stellen, auf die man Antworten bekommt. Eine solche wäre: Warum hat man keine Geduld für einen aufdringlichen Obdachlosen aufgebracht? Oder: Warum ist man in ein altes, längst für überwunden gehaltenes Verhaltensmuster zurückgefallen? Oder: Warum hatte man wieder einmal nur sich selbst im Blick und nicht ebenfalls seinen Nächsten? Die Antworten darauf sind oft unangenehm. Aber man stellt sich ihnen. Christen können daraufhin positiv reagieren und dadurch in der Erkenntnis ihrer selbst und in der Erkenntnis Gottes wachsen.

Andere »Warum-Fragen« sind nichts anderes als in Frageform gehüllte Anklagen gegen Gott und gehen mit dem allmächtigen Schöpfer ins Gericht, indem man z. B. fragt: »Warum geht es manchen bösen Menschen besser als mir und anderen guten?« – »Warum finde ich nicht die Anerkennung, die ich für gerechtfertigt halte?« – »Warum hast du mich nicht ausreichend vor meinem Ehepartner gewarnt?« – »Warum muss ich mit der regionalen oder weltweiten Wirtschaftskrise oder mit dem bösartigen Tumor in meinem Magen fertig werden?« Oder man wird zu einem an allem zweifelnden Theologen, indem man fragt: »Warum hast du überhaupt das Böse zugelassen oder sogar gewollt?«

In allen diesen Fällen bilden wir Menschen uns ein, über sämtliche Daten zu verfügen, die für solche Be- und Verurteilungen nötig wären. Doch eigentlich sollte unser Tagesvers uns zu der Einsicht bringen, die bereits der alte Heide Plato dem Sokrates in den Mund legte: »Ich weiß, dass ich nichts weiß.« Wir können Gottes Wege oft nicht verstehen, sollten aber glauben, dass ein Gott, der seinen Sohn für uns sterben ließ, nur gute Absichten mit denen hat, die ihn lieben (vgl. Römer 8,28).

Hermann Grabe

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Niemals vergessen24 May 202400:03:26

Heute vor 41 Jahren, am 25. Mai 1983, gewann der Hamburger Sport-Verein (HSV) in Athen durch ein Tor des heute noch bekannten Fußballers und späteren Trainers Felix Magath gegen Juventus Turin den Europapokal der Landesmeister (vergleichbar mit der heutigen Champions League). Das ist erst 41 Jahre her, aber nur manche hartgesottenen Fans dürften sich daran erinnern. Wir anderen haben das längst vergessen und werden höchstens durch die heutige mediale Informationstechnik daran erinnert, die jedes nur erdenkliche Filmmaterial wieder zum Vorschein bringen und zu den Menschen tragen kann.

Es ist interessant, dass Christen sich an ein Ereignis erinnern, das schon viel länger zurückliegt als der Triumph dieser Fußballer. Die Ereignisse um Jesus Christus, den Sohn Gottes, der als Mensch diese Erde betrat, sind schon etwa 2000 Jahre her. Seine Lehren, sein Wesen und vor allem seine Liebe zu den Menschen sind uns in der Bibel für alle Zeiten übermittelt. Dieses Buch der Bücher ist uns durch die Jahrhunderte hindurch erhalten geblieben. Es ist auch heute noch ein Bestseller, ja, das meistverkaufte Buch aller Zeiten. Das Guinness-Buch der Rekorde spricht von fünf Milliarden verbreiteten Exemplaren der Bibel. Das, was uns Gott in seinem Wort hinterlassen hat, ist größer und eindrucksvoller als jedes scheinbar noch so wichtige Ereignis.

Umso erstaunlicher ist, dass sich die Menschen damit so wenig beschäftigen. Zum Beispiel mit der wichtigen Mitteilung, dass in der Schöpfung durch die Sünde alles vergänglich wurde und dem Tod geweiht ist. Aber sie teilt uns auch mit, dass dieser nicht das traurige Ende unseres Daseins bedeuten muss, denn Gott hat durch seinen Sohn, Jesus Christus, die Möglichkeit geschaffen, ewiges Leben zu gewinnen.

Axel Schneider

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»Ja, ich will!«23 May 202400:03:49

Stellen Sie sich ein Brautpaar am Traualtar vor. Die Braut wird gefragt, ob sie den erschienenen Bräutigam zum Ehemann nehmen will. Sie antwortet freudig mit »Ja«! Dann ist die Reihe am Bräutigam: Willst du die erschienene Braut zur Ehefrau nehmen? Er antwortet: »Nun, im Prinzip ja, aber bitte, ich habe da noch ein paar Bedingungen ...« Die Braut würde wahrscheinlich sofort die Reißleine ziehen und mit wehender Schleppe die Kirche verlassen – zu Recht. Am Altar geht es um eine klare Entscheidung, nicht um ein Aushandeln von Konditionen für das weitere Zusammenleben. Hier gibt es nur ein klares Ja oder Nein. Alles darüber hinaus offenbart Unreife für die Ehe.

Durchaus vergleichbar ist die Szene des Tagesverses: Im Zusammenhang geht es darum, dass Jesus drei verschiedenen Menschen begegnet, und jedes Mal geht es um die Nachfolge. Auch der hier erwähnte »andere« spielt mit dem Gedanken, Jesus nachzufolgen. Er macht Jesus das aus seiner Sicht großzügige Angebot, sich auf die Nachfolge einzulassen, aber er stellt gleichzeitig Bedingungen: »Zuvor aber erlaube mir«!

Die Reaktion des Sohnes Gottes auf diese »Initiativbewerbung« für die Nachfolge ist indes eindeutig: »Niemand, der die Hand an den Pflug gelegt hat und zurückblickt, ist tauglich für das Reich Gottes« (Lukas 9,62). Der Wunsch des Mannes, vor Beginn der Nachfolge Abschied von den Menschen zu nehmen, die ihn bisher begleitet haben, mag verständlich sein. Aber Jesu Antwort zeigt, dass sein Ruf in die Nachfolge bedingungsfeindlich ist. Sie erfordert eine klare, unbedingte Antwort. Denn die Bindung an diesen Jesus in der Nachfolge darf nicht weniger vorbehaltlos erfolgen als die Antwort des Brautpaares vor dem Traualtar.

Markus Majonica

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Ein unumstößliches Grundgesetz22 May 202400:08:26

Heute vor 75 Jahren, am 23. Mai 1949, wurde das Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland vom Parlamentarischen Rat genehmigt und angenommen. Sein Inkrafttreten gilt als Geburtsstunde der Bundesrepublik, die unmittelbar nach Ende des 2. Weltkrieges aus den drei Westzonen hervorgegangen ist.

Das Grundgesetz ist die Verfassung unseres Landes und steht über allen anderen Rechtsnormen; es stellt eine Balance zwischen Demokratie und Rechtsstaat her. Die Unantastbarkeit der Menschenwürde ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt (Artikel 1). Das Grundgesetz ist für die Menschen da – zu ihrem Nutzen, um für Rechtssicherheit zu sorgen und vor staatlicher Willkür zu schützen. So ist z. B. die Unverletzlichkeit der eigenen Wohnung (Artikel 13) ein hohes und schützenswertes Rechtsgut, das gerade in der NS-Zeit durch staatliche Stellen massiv untergraben wurde. Doch selbst nach Inkrafttreten des Grundgesetzes gab es in Deutschland Fälle, in denen gegen dieses Grundrecht verstoßen wurde – denn dort, wo der Mensch das Sagen hat, werden auch Gesetze gebrochen und Grundlagen der Demokratie infrage gestellt.

Lange vor der Entstehung des Grundgesetzes ist Jesus, Gottes Sohn, als Mensch auf die Erde gekommen und hat den Menschen seine »Verfassung« in der vielzitierten Bergpredigt (siehe Matthäus 5–7) mitgeteilt – ein unumstößliches göttliches Grundgesetz. Und im Gegensatz zu menschlichen Gesetzgebern hält sich der Urheber der Bergpredigt selbst ohne Wenn und Aber an seine eigene Verfassung. Wir tun gut daran, seinen Maßstab ernst zu nehmen! Denn gegen Ende seiner Rede sagt Jesus: »Nicht jeder, der zu mir sagt: Herr, Herr!, wird in das Reich der Himmel hineinkommen, sondern wer den Willen meines Vaters tut, der in den Himmeln ist« (Matthäus 7,21).

Axel Schneider

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Von Ameisen lernen21 May 202400:03:13

Kann man von Ameisen lernen? Das ist eine interessante Frage. In der Bibel werden uns diese kleinen, flinken Tiere tatsächlich als Vorbild hingestellt. Wenn man eine Weile dem Treiben rund um einen Ameisenhaufen zuschaut, kann man nur staunen, nach welchen faszinierenden Gesetzmäßigkeiten das Leben hier abläuft und wie gut die Tiere miteinander harmonieren: Einige schleppen in Teamarbeit Nahrung in den Bau, andere bauen Straßen, wieder andere kümmern sich um die Fortpflanzung. Unermüdlich fleißig und organisiert meistern Ameisen ihren Tagesablauf. Dazu sind sie äußerst teamfähig; sie konkurrieren nicht untereinander, sondern helfen sich gegenseitig. Jede einzelne Ameise kommt ihrer Aufgabe zuverlässig und loyal nach.

Ameisen erfüllen die Aufgaben, die sie innerhalb ihres Ameisenvolkes haben, ohne darüber nachzudenken. Es gehört einfach zu ihrer Natur. Anders ist das bei uns Menschen: Wir haben eine Wahl. Wir können uns an die Ordnungen des Schöpfers halten oder uns dagegen auflehnen. Wir können fleißig sein oder faul. Wir können uns für wichtige Dinge einsetzen oder unser Leben egoistisch verschwenden. Doch am Ende wird Gott uns einmal fragen, ob wir an unserer Bestimmung vorbeigelebt, oder ob wir ihm die Ehre gegeben und unser Leben in die richtigen Dinge investiert haben. Viele werden dann mit Erschrecken feststellen, dass sie das Wichtigste verpasst haben.

Wer durch Jesus Christus eine Beziehung zum lebendigen Gott bekommen hat, der hat ein Ziel und einen Sinn in seinem Leben. Gott wird ihm die Aufgaben zeigen, die er für ihn vorbereitet hat. Das werden Aufgaben sein, die dem Wohl anderer Menschen dienen, und die man jeden Tag fröhlich und fleißig anpacken sollte.

Elisabeth Weise

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Ein heilsames Erschrecken20 May 202400:06:26

Josia war der König eines kleinen Landes. Er suchte schon früh den Gott seines Vaters David. Und doch fuhr ihm eines Tages ein gewaltiger Schrecken in die Glieder. Der Tempel des HERRN wurde in seinen Tagen renoviert. Und dabei fiel dem Priester Hilkija das Buch des Gesetzes in die Hände. Darin waren die Worte geschrieben, die der HERR einst zu Mose gesprochen hatte. Das war inzwischen schon rund 1000 Jahre her. Die Rolle des Buches war sicher etwas vergilbt und verstaubt. Der Priester brachte diese Rolle dem König und las ihm die darin geschriebenen Worte vor.

Und dann kommt der Augenblick, als der König zusammenzuckt und seine Kleider zerreißt (eine damalige Bekundung der Reue und Buße). Ihm wird nämlich ganz plötzlich bewusst, dass der Zorn Gottes groß sein muss angesichts der Missachtung dessen, was er schon viele Jahre zuvor und seitdem immer wieder hatte verkünden und aufschreiben lassen. Denn schon lange hatte sich kein Mensch in Israel mehr um Gottes klare Worte geschert.

Ich kenne auch diesen Moment, in dem einem durch die Lektüre der Bibel schlagartig und siedend heiß klar wird, dass man schon lange auf einem völlig falschen Weg ist, weil man Gottes Willen für sein Leben ignoriert hat. Manchmal ist ein persönliches Scheitern Auslöser für diese plötzliche Erkenntnis. Gibt es dann noch eine Chance, das Ruder herumzureißen und die Fehler der Vergangenheit wiedergutzumachen? Oder ist der Zug abgefahren und Gottes Zorn unausweichlich?

Wenn Gott jemanden – wie hier den Josia – durch seine Worte wachrüttelt, dann hat er stets die Absicht, den Betroffenen zur Umkehr zu bewegen. Das gilt für Einzelne wie für ganze Völker. Voraussetzung ist nur, dass man diese Gelegenheit zur Umkehr dann auch ergreift.

Rudolf Koch

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Geschaffen für einen bestimmten Zweck19 May 202400:03:38

»Nur Arbeit war ihr Leben.« Dieser Satz könnte über dem Leben vieler Bienen stehen, denn diese kleinen Tiere arbeiten tatsächlich unermüdlich. Ihre Hauptaufgabe ist das Sammeln von Nektar. Dafür nutzt die Biene ihre Fühler, die sensorische Meisterwerke sind. An jedem Fühler befinden sich 2000 Riechhaare und 65 000 Riechzellen. Letztere sind spezialisiert auf bestimmte Duftmoleküle und können schon geringste Mengen davon wahrnehmen. Wenn diese Fühler allerdings verkleben, was beim Sammeln von Nektar häufig vorkommt, sind sie völlig nutzlos. Deshalb hat die Biene eine spezielle Putzvorrichtung, nämlich eine kleine Aussparung an ihrem Vorderbein, die sogenannte Putzscharte. Diese hat exakt den Durchmesser des Fühlers. Wenn die Biene ihren Fühler in diese Scharte hineinlegt, klappt sie ein kleines Scharnier, den Putzsporn, davor und zieht den Fühler zur Reinigung einige Male vor und zurück. So wird der Fühler von Schmutz befreit und bleibt voll funktionsfähig.

Immer wieder können wir sehen, wie genial vieles in der Natur angelegt ist. Der Schöpfer hat passgenau gearbeitet! Die Biene hat alles, was sie braucht, um ihre Aufgaben perfekt zu erfüllen. Es wäre absurd, sich eine Biene vorzustellen, die plötzlich grasen und Milch produzieren möchte! Dafür wurde sie einfach nicht geschaffen.

Ich glaube, dass viele Menschen vergessen haben, wozu sie ursprünglich gemacht wurden. Was ist der Sinn unseres Daseins? Wir wurden geschaffen, um Gott, unseren Schöpfer, zu ehren. Wir haben Emotionen, um ihn zu lieben. Wir haben einen Verstand, um mehr über ihn zu erfahren. Wir haben Lippen, um ihm Danke zu sagen. Wir sind perfekt für unsere Bestimmung geschaffen. Die Frage ist nun, ob wir diese Bestimmung auch erfüllen.

Jannik Sandhöfer

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Anbeten18 May 202400:06:05

Anbeten ist mehr als Danken und Loben und ganz gewiss weit mehr als Bitten. Bei der Anbetung Gottes geht es nämlich nicht darum, von ihm etwas zu erbitten oder ihm für etwas zu danken oder ihn wegen einer seiner Eigenschaften zu loben. Nein, es geht beim Anbeten darum, vor der Majestät des allmächtigen, allwissenden und allgegenwärtigen Gottes still zu werden und sich darüber zu freuen, dass man die unverdiente Gunst erhalten hat, in seine Gegenwart treten zu dürfen – um nichts mehr zu wünschen, nichts mehr zu betrauern, nichts sonst mehr zu wollen, als diese Nähe zu genießen.

Ich habe da das Bild eines satten Hundes vor Augen, der sich nichts weiter wünscht, als zu den Füßen seines Herrchens zu liegen. Hunden geht es sogar so sehr darum, an diesem Platz ganz in der Nähe ihres Herrchens sein zu dürfen, dass heiße Kämpfe darum entbrennen können, wenn sie keine Einzeltiere sind. Selbstverständlich handelt es sich hier um ein natürliches, in den Instinkten verankertes Verhalten, das keiner Überlegung bedarf. Es gehört keine Überwindung widerstrebender Empfindungen dazu, und darum ist es moralisch auch völlig neutral.

Ganz verborgen im Text der Ursprache des Neuen Testaments ist sogar dieser Anhänglichkeit der Hunde ein ewiges Denkmal gesetzt, das uns zugleich mit der höchsten Berufung des Menschen in Verbindung bringt. Das Wort für »anbeten« heißt: proskynein. Es setzt sich aus der Vorsilbe pros = hinzu und dem Verb kynein = sich niederwerfen zusammen – wobei das Verb mit dem Substantiv kuon = Hund verwandt ist, also davon spricht, sich wie ein Hund zu benehmen. Dieses Bild zeigt uns aber auch, für wie unnatürlich Gott es hält, wenn wir Menschen von uns aus gar keine Sehnsucht nach dieser Nähe verspüren.

Hermann Grabe

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Perpetuum Mobile17 May 202400:04:10

Es war schon seit langer Zeit immer wieder der Traum von Erfindern, eine Maschine zu bauen, die ohne weiteren Antrieb von außen von allein läuft. Solch eine Maschine nennt man Perpetuum Mobile, vom lateinischen »sich ständig Bewegendes«. Die ersten Berichte gehen auf die Zeit um das Jahr 1000 zurück, wo indische Gelehrte über dieses Problem nachgedacht haben. Bekannter sind die Überlegungen und Zeichnungen von Leonardo da Vinci (1452–1519). Allerdings hat sich gezeigt, dass solch eine Maschine unmöglich ist. Es ist immer eine Energiezufuhr notwendig, damit ein Prozess am Laufen bleibt.

Der Bibelvers könnte den Eindruck erwecken, dass unsere Erde ein Perpetuum Mobile ist und immer weiter läuft. Allerdings ist auch hier eine ständige Energiezufuhr notwendig. Die Energie kommt von der Sonne. Die Sonnenenergie sorgt dafür, dass es Jahreszeiten, Wind und Regen gibt, dass wir Wärme und Nahrung haben und dass wir uns fortbewegen können.

Gott selbst verspricht uns, dass das nicht aufhören wird. Allerdings hat er dem Ganzen auch einen festen Zeitrahmen gegeben. Er spricht von »alle Tage der Erde«, und die sind gezählt. Einmal wird hier alles ein Ende haben und zwar nicht erst in Millionen von Jahren, wenn die Sonne ausgebrannt ist. Gott selbst setzt diesen Zeitpunkt fest. Dann wird er die Erde richten. Sie wird aufgelöst werden, und Gott schafft einen neuen Himmel und eine neue Erde. Dort werden nur Menschen leben, die in ihrem jetzigen Leben Vergebung ihrer Schuld erfahren haben und eine Beziehung zu Gott – das neue Leben – bekommen haben. Jetzt ist noch die Gelegenheit, das Angebot, das Gott uns in Jesus Christus macht, anzunehmen und damit eine »Lebensversicherung« zu haben, die über die Existenz dieser Erde hier hinaus gilt.

Bernhard Volkmann

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Ein Gott der Kommunikation16 May 202400:04:16

»Wie kann ich meine Botschaft möglichst zielgruppengerecht formulieren?« – Diese Frage musste ich mir als Referentin für Unternehmenskommunikation immer wieder stellen. In meinem Studium hatte ich dazu verschiedene theoretische Modelle auswendig gelernt, zum Beispiel das Kommunikationsquadrat von Schulz von Thun. Dieses sagt, dass jede Äußerung vier Ebenen enthält. Ein kurzes Beispiel: Eine Frau fährt ihren Mann im Auto zu seiner Arbeit. Sie bleiben vor einer roten Ampel stehen. Kurz nachdem die Ampel grün wird, sagt der Mann zu seiner Frau: »Die Ampel ist grün.« Neben der Sachinformation, dass die Ampel grün ist, stecken in seiner Aussage noch drei weitere mögliche Botschaften: »Ich habe es eilig« (Selbstoffenbarung), »Ich fahre besser als du« (Beziehung) und »Fahr jetzt los« (Appell).

Als ich zum ersten Mal bewusst in der Bibel las, begann ich mit dem Johannes-Evangelium. Dort steht: »Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und das Wort war Gott« (Johannes 1,1). Beim ersten Lesen verstand ich noch nicht viel. Doch irgendwann später wurde mir klar: Gott ist das Wort. Er ist der Inbegriff aller Wörter. Er möchte sich mitteilen und redet durch die Bibel zu uns Menschen. Man könnte auch sagen: Er ist ein Gott der Kommunikation.

Gottes Worte, die Bibel, sind mehr als eine reine Ansammlung von Sachinhalten. Auch in ihr lassen sich alle vier Seiten des Kommunikationsquadrates wiederfinden: Sie ist ein Buch von Gott an den Menschen, sozusagen eine Anleitung für unser Leben auf der Erde. In ihr offenbart sich Gott als unser Schöpfer und Retter. In ihr macht er deutlich, wie sehr er auf eine persönliche Beziehung zu uns hingearbeitet hat. Und in ihr fordert er uns dazu auf, an ihn zu glauben und ihm nachzufolgen.

Sina Marie Driesner

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Hochmut15 May 202400:02:47

Ich bin froh, Eltern zu haben, die mich schon früh mit der Bibel und dem Glauben an Gott vertraut gemacht haben. Dadurch habe ich viel Gutes gelernt. Nach der Schule machte ich eine Ausbildung zur Erzieherin. In meiner Arbeit begegnete ich oft Eltern, die allem Anschein nach mit ihren Kindern völlig überfordert waren. Oft stellte ich mich innerlich über diese Eltern. Unsere eigenen Kinder entwickelten sich gut, und in meinem Herzen war ich deshalb oft stolz. Ich klopfte mir innerlich auf die Schulter, wie gut ich alles gemacht hatte und was für eine tolle Mutter ich doch war. Erst als wir selbst Probleme mit einem unserer Kinder bekamen, fing ich an, meine eigene Erziehung zu hinterfragen. Ich realisierte, dass auch ich nicht alles richtig gemacht und deshalb gar nicht das Recht hatte, andere zu verurteilen. Was gut gelaufen war in meinem Leben, das hatte ich nicht meinem Können, sondern letztlich Gottes Güte zu verdanken.

Neulich war meine Enkelin bei uns. Sie ist ein sehr begabtes Mädchen und merkt mittlerweile, dass sie vieles besser kann als andere Kinder. Ich sagte ihr, dass ihre Begabung ein Geschenk Gottes an sie sei und dass es keinen Grund gebe, deswegen hochmütig zu sein. Sie antwortete mir ehrlich: »Laut sagen würde ich es nicht, dass ich stolz bin, aber in meinem Herzen habe ich es schon manchmal gemerkt.«

Geht es uns nicht oft auch so? Wir sagen es zwar nicht laut, aber sind innerlich doch stolz auf unsere eigene Leistung. Wir erheben uns über andere, obwohl viele von den Dingen, auf die wir uns etwas einbilden, doch nur von Gott kommen. Wir sollten ihn um Vergebung für den Hochmut in unserem Herzen bitten und dankbar werden für all das Gute, das er uns unverdienterweise schenkt.

Anna Schulz

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Verbotene Früchte schmecken besser ...21 Aug 202400:04:35

Als ich noch ein Junge war, gab es in unserem Dorf beim Gasthaus einen Birnbaum mit herrlichen Früchten. Die waren so anziehend, dass mein Freund und ich uns eines Abends, als es bereits dunkel war, hinschlichen und einige pflückten. Aber gerade in dem Moment kam der Wirt aus der Tür heraus! Wir nahmen die Beine in die Hand und liefen davon. Peinlich nur, dass mein Fahrrad dort liegen blieb … Mein Vater fragte tags darauf: »Wo ist dein Fahrrad?« Es lag natürlich nicht mehr unter dem Baum; der Wirt hatte es weggesperrt. Da musste ich mit der Wahrheit herausrücken. Mein Vater ließ mich von meinem Taschengeld 1 kg Birnen kaufen und zum Wirt gehen, um mich zu entschuldigen und um mein Fahrrad zu bitten. Der nahm mit einem Schmunzeln die Birnen und gab mir meinen Drahtesel zurück.

Verbotene Früchte schmecken besser, oder doch nicht? Mein Gewissen hatte mich bereits geplagt, als wir diesen Plan auszuhecken begannen; erst recht dann während der Tat. Als uns der Wirt erwischte, war sofort Angst da. Welche Strafe hatte ich dafür zu erwarten … von den Eltern … von Gott? Kannte ich doch die Gebote »du sollst nicht stehlen« und »du sollst nicht begehren deines Nächsten Gut« aus dem Religionsunterricht. Trotzdem (oder: gerade deshalb!) reizte es mich, die Birnen zu stehlen.

Kennen Sie das auch? Gerade das Verbotene reizt. Und wer könnte von sich behaupten, er habe noch nie »ein Gut« seines Nächsten begehrt? Wir sind doch alle manchmal neidisch! Doch Gottes Maßstab bleibt unerbittlich bestehen.

Später durfte ich einsehen, dass ich den Zehn Geboten nie gerecht werden kann. Aber genau für dieses Versagen meinerseits ist Jesus gestorben! Durch den Glauben an ihn ist mir für alle Zeiten vergeben.

Sebastian Weißbacher

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Atombunker zu verkaufen14 May 202400:04:04

Als »höchst sicheren Zufluchtsort für den Schutz der Familie unter extremsten Bedingungen« bot ein Makler 2022 einen atombombensicheren Bunker in Xanten an. Lange Zeit war die Anlage aus den 1960er-Jahren nur noch als Abstellraum genutzt worden. Doch nach Beginn des Angriffskriegs Russlands gegen die Ukraine rechnete der Verkäufer mit einem deutlich gestiegenen Sicherheitsbedürfnis. Dementsprechend hoch setzte er den Preis fest: Stolze 1,6 Millionen Euro sollte der Atombunker kosten.

Diese Preisvorstellung übersteigt meine Möglichkeiten bei Weitem. Doch auch ich sehne mich nach einem sicheren Ort, an den ich in gefährlichen Situationen fliehen kann. Gibt es einen Zufluchtsort, der mir auch dann offensteht, wenn ich kein Geld dafür bezahlen kann?

In Psalm 18 bezeichnet David Gott als seinen Ort der Sicherheit. Aus eigener Erfahrung beschreibt er Gott als Burg, in der er Schutz erlebt. Damit meint David nicht, dass uns im Leben alle Gefahren oder Anfeindungen erspart bleiben, wenn wir an Gott glauben. Im Gegenteil: Der Psalm spricht ausdrücklich von Feinden, die David nachgestellt haben. Häufig wurde Davids Leben bedroht. Mehrfach musste er fliehen und sich versteckt halten. Doch trotz aller Gefahren gibt ihm die Beziehung zu Gott einen persönlichen Halt im Leben. Oft hat er erlebt, wie Gott seine Gebete um Hilfe und Schutz erhört hat. Doch auch, wenn Gott es zulassen sollte, dass Feinde ihn bezwingen, weiß er: Sein Leben ist auch nach seinem Tod sicher in Gottes Hand. Denn Gott hat denen, die ihm vertrauen, ewiges Leben in seiner Gegenwart versprochen. Gott gibt ihm eine Sicherheit, die weit über dieses kurze Leben hinausreicht. Dieser Zufluchtsort steht auch für mich offen!

Andreas Droese

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»Lord of the Lost«13 May 202400:05:18

Mai 2023 – der 67. Eurovision Song Contest wird mit dem üblichen Pomp und Glamour in der englischen Hafenstadt Liverpool ausgetragen. Wie üblich traten im Finale die verschiedenen Sänger und Gruppen für ihre Heimatländer in diesem internationalen Wettbewerb gegeneinander an. Können Sie sich noch an den deutschen Beitrag erinnern? Mit dem Titel »Blood & Glitter« ging die deutsche Band »Lord of the Lost« an den Start – und erreichte den letzten Platz.

Mich hat weniger der (erneute) Misserfolg eines deutschen Teilnehmers an diesem Wettbewerb erstaunt, sondern vor allem der Name der deutschen Gruppe: »Lord of the Lost« (»Herr der Verlorenen«) – ist das ein guter Name für einen potentiellen Gewinner? Wer möchte denn schon gerne ein »Verlorener« sein? Und wenn man »Herr« von irgendwem sein könnte, dann doch wohl lieber von coolen, erfolgreichen Leuten, als von Verlorenen, von Loosern. Ob die Mitglieder der Formation gut über ihren Namen nachgedacht haben?

Ein Mann in der Geschichte der Menschheit hatte aber tatsächlich ein Herz für die Verlorenen, und er wollte ihr Herr werden: Jesus Christus. Der Sohn Gottes hat das Elend einer Menschheit gesehen, die durch eigenes Verschulden ihrem tödlichen Schicksal entgegenrennt. Er hat sein Leben hingegeben, um Menschen zu retten, die ohne sein Eingreifen rettungslos verloren sind.

Was ist aber erforderlich, dass ich in den Genuss dieser Rettungsaktion komme? Zunächst muss ich mir eingestehen, dass ich tatsächlich ohne Gottes liebevolles Eingreifen ein Verlorener bin, einer, über dem das göttliche Todesurteil zu Recht schwebt. Zum anderen muss ich wollen, dass dieser Jesus wirklich mein »Lord«, mein Herr wird, der Bestimmer meines Lebens.

Markus Majonica

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Wer sieht mich?12 May 202400:03:26

Jedes fünfte Kind in Deutschland gilt als verhaltensauffällig (herder.de). Das stellt Eltern, Erzieher und Lehrkräfte an Schulen vor große Herausforderungen. »Verhaltenskreative« Kinder zeigen verschiedene Störungen des Sozialverhaltens, wie z. B. ein hohes Maß an Unaufmerksamkeit, Hyperaktivität, wiederkehrende Wutausbrüche oder Lügen. So ein Verhalten kann verschiedene Ursachen haben. Häufig wollen solche Kinder Aufmerksamkeit erregen, und ihr Benehmen ist im Grunde ein Hilferuf. Die Reaktionen der Umwelt bestärken oft ihr Gefühl, unverstanden und ungeliebt zu sein. Doch Anerkennung und Liebe sind wichtige Faktoren in der menschlichen Entwicklung. Das Wissen, angenommen und geliebt zu sein, gibt einem Kind Sicherheit und Vertrauen.

Auch Erwachsene brauchen Anerkennung und Wertschätzung. Nicht wenige Menschen haben das Gefühl, ihre Arbeit werde für selbstverständlich gehalten, weil sie nie ein Lob dafür bekommen. Dabei sind wir doch von Gott bedingungslos geliebte Wesen. Sind wir uns dessen bewusst?

Viele Menschen fühlen sich wie »unsichtbar«, weil sie nicht beachtet werden. Andere erfahren sogar Ablehnung und Hass. In der Geschichte von Hagar (siehe 1. Mose 16) lesen wir aber, dass sich Gott gerade um die Geringgeachteten, Vertriebenen und Einsamen kümmert. Er sieht, wie es jedem von uns geht, wie wir uns fühlen, was wir denken. Er kennt und achtet den Wert und die Würde jedes Einzelnen. Durch sein Sterben am Kreuz hat Jesus bewiesen, wie wichtig wir ihm sind. Was für eine gute Botschaft: Es gibt einen Gott, der uns sieht – ganz besonders die Schwächsten! Und wenn wir diese offenbarte Liebe Gottes persönlich in Anspruch nehmen, wird eine ewig bleibende Beziehung daraus.

Daniela Bernhard

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Abhängig versus unabhängig11 May 202400:04:34

Welches dieser zwei Wörter spricht Sie beim oberflächlichen Hinschauen mehr an: »Abhängigkeit« oder »Unabhängigkeit«? Wahrscheinlich zunächst letzteres. Doch es lohnt sich, darüber näher nachzudenken.

Versetzen wir uns in die Lage eines Sklaven, sagen wir zu Recht: Unabhängigkeit ist gut! Denn der Sklavenhalter meint es in der Regel nicht gut mit seinen Sklaven, beutet sie aus und unterdrückt sie. Diese Abhängigkeit ist schlecht und zerstörerisch. Aber: Ist Abhängigkeit tatsächlich in jedem Fall schlecht? Ein Neugeborenes z. B. ist grundlegend abhängig von seinen Eltern, besonders von der Mutter. Sie sichert sein Überleben, und diese Abhängigkeit ist – jedenfalls im Regelfall – eingebettet in eine liebevolle Beziehung. Kann es etwas Besseres für einen neuen Erdenbürger geben als diese Abhängigkeit? Was wäre die Alternative?

Gleich zu Beginn der Bibel wird der Versuch des Menschen geschildert, sich aus der Abhängigkeit von seinem Schöpfer zu lösen und unabhängig zu werden. Anlass hierzu war allerdings eine Lüge: Der Teufel stellte die Abhängigkeit von Gott als Sklaverei dar, als etwas Schlechtes und Zerstörerisches, aus dem man sich befreien müsse. Tatsächlich kann man das Verhältnis Mensch-Schöpfer aber viel besser vergleichen mit dem des Neugeborenen zu seiner Mutter: Es ist eine existentiell notwendige Beziehung, geprägt von Liebe und Fürsorge. Wie kurzsichtig erscheint der Versuch des Menschen, von seinem Gott unabhängig zu sein! Und führt das wirklich in die Freiheit – und nicht vielmehr in die Unfreiheit der Sünde?

Der Sohn Gottes öffnet uns den Weg zurück: Durch den Glauben an ihn können wir Kinder Gottes werden und in die gute Abhängigkeit zu unserem liebevollen Schöpfer zurückkehren.

Sebastian Weißbacher

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Rettung aus dem Sudan10 May 202400:05:10

Am 25. April 2023 titelte unsere Zeitung: »Die Welt rüstet mächtig auf« und »Rettung aus dem Sudan«. Der Ukraine-Krieg und Spannungen in Fernost führen zum rasanten Anstieg der Verteidigungskosten. Im Sudan bekämpfen sich neuerdings zwei Volksgruppen. Dort bangen zwischen die Fronten geratene Ausländer um ihr Leben. Eine dreitägige Waffenruhe hielt zum Glück. In diesem Zeitfenster konnten Regierungen ihre Staatsbürger nach Jordanien ausfliegen. Mehr als 1000 Menschen war dies gelungen, 300 davon durch die Luftwaffe, die am 26. April ihre Evakuierungsflüge einstellte.

Unser Tagesvers zeigt uns eine Situation mit Parallelen zum Sudan. Vor 3700 Jahren waren die Menschen von Sodom und Gomorra so moralisch böse, dass Gott beschloss, die Städte durch Feuer vom Himmel zu vernichten. Abrahams Bruder Lot wohnte samt Familie in Sodom, war aber ein Gläubiger. Gott wollte ihn deshalb retten. Er beschloss, ihn samt Frau und zwei Töchtern durch zwei Engel aus der Stadt bringen und ihnen einen sicheren Fluchtort zeigen zu lassen. Lots Schwiegersöhne blieben zurück und Lots Frau verhielt sich falsch und musste sterben. Lot blieb allein mit seinen Töchtern übrig.

Auch Christen steht bald eine »Evakuierung« bevor. Die Welt rüstet auf. Kriege werden Bestandteil von Gottes Gericht sein. Gott wird diese Erde einem schlimmen Gericht unterziehen. Nur ein Teil der Menschen wird nach Jesu Wiederkunft ins Reich Gottes auf dieser Erde gelangen. Für alle, die bis dahin gestorben sind, kommt am Ende entweder die Auferstehung zum Leben oder zum Gericht. Es liegt an uns, jetzt Gottes Rettung anzunehmen, um dabei zu sein, wenn Jesus Christus die an ihn Glaubenden, für die er am Kreuz gestorben ist, zu sich in den Himmel holt.

Hartmut Ulrich

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Edelweißkränzchen oder Bibelstunde?09 May 202400:04:08

Ich war gerade im Ausschank beschäftigt, als eine Gruppe Studenten ihre Bestellung aufgab. Sie diskutierten dabei lebhaft, wie sie wohl an eine Karte für das begehrte »Edelweißkränzchen« (traditionelles Tanzfest des Edelweißclubs Salzburg) kämen. Ihnen schien das unmöglich. Ich bekam das Begehren mit und fragte spontan: »Soll ich euch eine Karte besorgen?« – »Ja, gern«, antworteten sie verwundert. »Gut, dann kommt in einer Woche wieder zur gleichen Zeit und ich werde eine Karte haben.«

Da hatte ich mir etwas eingebrockt! Aber versprochen ist versprochen. So bemühte ich mich, alle Möglichkeiten auszuschöpfen, um so eine Karte zu bekommen. Es vergingen Montag, Dienstag, Mittwoch, nichts passierte. Doch am Donnerstag erhielt ich einen Anruf einer früheren Arbeitskollegin, deren Mann von meinem Begehren gehört hatte. Und er hätte gleich zwei Karten für mich! Das Suchen wurde belohnt. Man kann sich denken, wie sehr ich mich auf den nächsten Sonntag freute. Tatsächlich kamen die Studenten zur vereinbarten Zeit. Als ich sagte, ich hätte gleich zwei Karten, umarmten sie mich begeistert. Welch riesige Freude das auslöste!

Inzwischen habe ich Gott kennengelernt. Freunde luden mich zu Vorträgen ein und beteten für mich. Ich las das erste Mal in der Bibel – das Neue Testament. Was ich las, war interessant, es hatte eine eigene »Dynamik«; es ging mir ins Herz. Dass Jesus für meinen Unglauben an ihn starb, hat mich so getroffen, dass ich ihm meine Sünden bekannt habe und ihn einlud, mein Herr zu sein. Da kam tiefer Frieden in mein Herz, und es begann ein neuer Lebensabschnitt. Mein Leben wurde ganz neu ausgerichtet. Nun freue ich mich auf ein himmlisches Fest, zu dem ich durch Jesus freien Zutritt habe.

einzelner Autor

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Es gibt einen Weg zurück08 May 202400:05:38

Es war einmal ein reicher Mann, der hatte zwei Söhne. Der Jüngere wollte etwas erleben, nicht immer nur zu Hause sein. Doch dafür brauchte er Geld. Deshalb bat er: »Vater, gib mir jetzt schon mein Erbe!« Der Vater zahlte seinen Sohn aus und dieser zog glücklich los. Endlich konnte er Partys feiern, sein Leben genießen! Aber dann wendete sich das Blatt: In der Gegend, in die er gereist war, kam es zu einer Krise mit Lebensmittelknappheit. Dem Sohn ging das Geld aus und keiner seiner neuen »Freunde« war bereit, ihm zu helfen. Nach langer Suche ergab sich immerhin eine Jobmöglichkeit auf einem Bauernhof. Das war zwar eine Drecksarbeit, aber der junge Mann hatte keine andere Wahl.

Als er jedoch mit den Schweinen auf dem Feld war und ihm sogar verboten wurde, seinen Hunger an dem Schweinefutter zu stillen, fing er an nachzudenken. Wie gut war es ihm doch bei seinem Vater gegangen! Selbst die einfachen Angestellten wurden dort gut versorgt. Wie dumm war er gewesen, die Liebe seines Vaters so zurückzuweisen! Und da entschied der junge Mann: »Ich will zu meinem Vater umkehren und ihm sagen, was ich falsch gemacht habe. Sicher kann ich nicht mehr als Sohn bei ihm leben, aber vielleicht stellt er mich wenigstens bei sich an.« Und so ging der Sohn zurück nach Hause. Und was passierte? Der Vater sah ihn schon von Weitem und lief ihm entgegen. Er umarmte und küsste ihn, besorgte neue Kleider und organisierte eine Willkommensfeier.

Diese Geschichte erzählt Jesus im Lukasevangelium Kapitel 15. Der Vater ist ein Bild für Gott. Wir alle sind von ihm weggelaufen, um unser eigenes Leben zu leben. Doch wir können umkehren, so wie der jüngere Sohn in dieser Geschichte. Gott wartet nur darauf, dass wir diesen Schritt tun. Was hält Sie davon ab?

Verena John

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Achillesferse07 May 202400:04:12

Achilles ist eine Sagengestalt in Homers epischem Werk »Ilias«. Seine Mutter Thetis tauchte ihn als Kind in den Unterweltfluss Styx; von da an war er unverwundbar! Nur seine Ferse wurde nicht vom Wasser benetzt (weil Thetis ihn an dieser Stelle festhielt) und blieb als einzige Schwachstelle. Später traf ihn der trojanische Königssohn Paris genau dort mit einem giftigen Pfeil. So verloren die Griechen ihren stärksten Helden und Achilles sein Leben.

Wir alle haben solche Schwachstellen, die uns zum Verhängnis werden können – schon bei den Personen in der Bibel war das so. Man liest da von so manchen Leuten, die zwar genau wussten, was richtig war, aber es trotzdem nicht taten und dadurch zu schwerem Schaden kamen. Ein paar Beispiele:

Der Herrscher Herodes Antipas wusste, dass Johannes der Täufer ein gerechter und heiliger Mann war. Er war jedoch in sexuelle Unmoral verstrickt, indem er seinem Bruder die Ehefrau ausgespannt hatte. Unter ihrem Einfluss ließ er Johannes umbringen. Judas hatte den Erlöser aus nächster Nähe kennengelernt, doch sein wunder Punkt war die Geldgier. So hatte er zwar bald die Taschen voller Silbermünzen, aber beging kurz darauf verzweifelt Selbstmord. Pilatus bestätigte mehrfach Jesu Unschuld, doch seine Achillesferse war die Angst um seinen Job. Immerhin drohte der jüdische Hohe Rat, ihn beim Kaiser anzuschwärzen! Der römische Statthalter Felix war schwer beeindruckt und aufgewühlt, als Paulus vom kommenden Gottesgericht sprach. Aber weder brachte er sein Leben mit Gott in Ordnung noch ließ er den gefangenen Apostel frei, weil er bei den Juden Punkte sammeln wollte.

Welche Schwachstellen halten uns davon ab, unser Leben mit Gott in Ordnung zu bringen?

Gerrit Alberts

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Aus Freude am Leben06 May 202400:04:51

»Mama, der Silberfisch ist eben von der einen Wand über die Decke zur anderen Wand gekrabbelt!« Mit leuchtenden Augen steht mein Sohn morgens um 5:30 Uhr an meinem Bett und berichtet begeistert von seiner Entdeckung. Unnötig zu erwähnen, dass mein Schlaf damit abrupt endet, denn Silberfische gehören nicht gerade zu meinen Lieblingstieren.

Während der Filius staunend den weiteren Weg des silbernen Winzlings beobachtet, denke ich über die Sinnhaftigkeit und Daseinsberechtigung dieses Insekts nach: Weshalb hat Gott es wohl geschaffen? Meine Gedanken wandern weiter zu dem obigen Vers und mir wird klar, dass Gott dieses Insekt gewollt hat. Also, nicht einfach so ein gleichgültiges Wollen aus einem zufälligen Laborunfall heraus – nein, er hat sich bewusst Gedanken darüber gemacht: über seinen Körperbau und seine Farbe, seinen Lebensraum und seine Aufgabe. Zudem erhält Gott es auch am Leben, indem er sich vorher die Nahrungs- und Fortpflanzungsart überlegt hat. Wenn jemand so viel schöpferische Kraft und so viel Liebe fürs Detail in die Kreation eines solchen scheinbar nutzlosen Insektes steckt, wie viel mehr Freude muss er dann an der bloßen Existenz dieses Winzlings haben! Wie viel Lust am sprühenden Leben, an Farben, Mustern und Proportionen, wenn er alles am Leben erhält!

Wenn nun dieser Winzling sein Leben Gott zu verdanken hat, wie viel mehr wir Menschen, die wir die Krönung seiner Schöpfung sind. Jeder Mensch ist von Gott gewollt und mit großer Detailliebe gebildet, auch Sie! Diese Tatsache darf uns über den kreativen Gott staunen lassen. Gleichzeitig ist uns damit eine ungeheure Verantwortung übertragen worden: Was mache ich aus und mit dem Leben, das Gott mir geschenkt hat?

Dina Wiens

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Not my king05 May 202400:05:20

Heute vor einem Jahr war es endlich so weit: Der »ewige« Prince of Wales, Charles, wurde in Westminster Abbey als Charles III. zum König von England gekrönt. In dem feierlichen Gottesdienst schwor das Volk seinem neuen Monarchen die Treue. Er erhielt die Insignien seiner Königsherrschaft, z. B. das »Zepter der Gerechtigkeit und Gnade«. Schließlich setzte der Erzbischof von Canterbury dem neuen König die kostbare Krone auf sein Haupt. Es gab aber auch kritische Stimmen, die die Monarchie für überholt und die ganze Veranstaltung überhaupt für viel zu teuer hielten. Manche skandierten sogar laut: »Not my king« – »nicht mein König«. Doch als der neue Monarch sich seinen Untertanen in London zeigte, jubelte ihm die Mehrheit begeistert zu: »God save the King«!

Dieses Ereignis hat mich an eine ganz andere »Krönung« erinnert, die vor rund 2000 Jahren in Jerusalem stattfand. Dort wurde ein Mann, Jesus von Nazareth, zum »König der Juden« gemacht. Allerdings war seine Krone nicht aus Gold, sondern aus spitzen Dornen. Sein Zepter war nur eine Art Rohr. Die Krönungszeremonie erfolgte nicht durch einen hohen Geistlichen, sondern durch Soldaten, die diesen König verspotteten und quälten. Sein Titel wurde nicht mit Würde proklamiert, sondern über seinem Kopf am Kreuz aufgehängt, an das man ihn schlug. Diese Hinrichtung erfolgte, nachdem die allermeisten Menschen ihn verworfen und seine Ermordung gefordert hatten: Not our king!

An diesem Jesus scheiden sich auch heute noch die Geister: Für die einen ist er der Sohn Gottes, der wahre König über die ganze Welt, der jeder Anbetung und Ehre wert ist. Für die anderen ist er schlicht »not my king«. Doch anders als bei König Charles hängt an meiner Haltung zu diesem Jesus mein ewiges Schicksal.

Markus Majonica

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Todayʼs good mood ...20 Aug 202400:03:31

... is sponsored by my dog. »Meine gute Stimmung heute verdanke ich meinem Hund« – so in etwa kann man den vorstehenden Spruch ganz gut übersetzen. Ich las ihn im Vorbeifahren an einem Geschäft, das allerlei mehr oder weniger notwendiges Zubehör für Hunde verkaufen will. Vielleicht war ich für diese Werbung besonders sensibilisiert, weil wir tatsächlich einen Hund, genauer, eine Hundedame, in unserem Haus haben. Seit nunmehr rund zwölf Jahren begrüßt sie mich jeden Morgen, wenn ich die Treppe herunterkomme. Sie hört meine Schritte, erhebt sich von ihrem Lager und kommt in den Flur. Sobald ich in Reichweite bin, sucht sie meine Nähe, wedelt mit dem Schwanz und erhält ihre morgendliche Streicheleinheit. Man hat den Eindruck, der Hund freut sich über meine Anwesenheit, und das empfinde ich durchaus als positiv.

Trotz aller Nähe und Freude, die ein Hund vermitteln kann, verdanke ich ihm aber nichts, was mein Leben wirklich ausmacht. Es liegt z. B. nicht an meinem Hund, dass ich an diesem Morgen überhaupt aufgewacht bin, dass ich aus meinem Bett aufstehen kann, dass ich tatsächlich auf eigenen Füßen die Treppe hinuntergehen kann, dass ich überhaupt in einem Haus lebe, dass ich eine Arbeit habe, über die ich mein Leben finanzieren kann. Meinem Hund verdanke ich nicht das Glück einer Familie, von Freunden und Verwandten. Vor allem verdanke ich meinem Hund nicht, dass ich Frieden mit Gott habe, dass mein Leben einen Sinn und ein Ziel hat, dass es ewig Bestand hat. Um den Urheber und Geber all dieser guten Gaben zu identifizieren, bedarf es in dem zitierten Werbespruch lediglich der Umstellung von zwei Buchstaben: Aus »dog« wird »GOD«. Denn tatsächlich ist er es, dem ich all das Genannte verdanke.

Markus Majonica

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Ein Platz in der Schöpfung04 May 202400:04:14

Munter brummen die Hummeln im Frühjahr bereits bei Temperaturen ab sechs Grad Celsius durch Vorgärten, Felder und Wälder, während es den Bienen noch zu kalt ist. Damit gehören sie zu den wichtigsten Bestäubern von Pflanzen, die schon früh im Jahr blühen und deren Blüten durch spontane Nachtfröste schnell erfrieren können.

Bis zu 3000 Blüten steuert eine Hummel pro Tag an und gilt dabei als besonders effizienter Bestäuber. Effizient, weil Hummeln bei der Bestäubung strukturiert von Blüte zu Blüte eines Feldes mit Pflanzen fliegen. Dadurch hat die Hummel häufiger die richtigen Pollen für die Befruchtung einer Blüte dabei als beispielsweise eine Biene, die bei der Auswahl der Blüten wählerischer ist.

Doch Effizienz und Kälteunempfindlichkeit sind nicht die einzigen Vorzüge der Hummel. Sie bestäubt auch zahlreiche Pflanzen, die andere Bestäuber unattraktiv finden, die für Menschen jedoch von großer Bedeutung sind. Umso besorgniserregender ist die Entwicklung, dass die Hummelbestände in Deutschland und Europa seit Jahren zurückgehen. Hummeln bestäuben besonders viele Kulturpflanzen und tragen daher einen wichtigen Teil zur Sicherung menschlicher Nahrungsgrundlagen bei. Ein Aspekt, der vor dem Hintergrund einer stetig wachsenden Bevölkerung in Zukunft immer wichtiger wird.

Gott, der Schöpfer, hat jedem Lebewesen seinen Platz zugewiesen – auch uns Menschen. Leider hat der Mensch mit seinem Eingriff in die Abläufe der Natur vieles aus dem Gleichgewicht gebracht. Doch nicht nur die Hummeln erinnern daran, dass diese Natur weiterhin seiner geschaffenen Ordnung folgt. Auch für uns Menschen wäre das gut. Und durch Jesus ist es möglich geworden, dass man auch in seinem Verhältnis zu Gott wieder »ins Gleichgewicht« kommt.

Günter Seibert

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»Point of no return«03 May 202400:04:20

Das ist der Punkt, von dem aus man nicht mehr zurückkehren kann, von dem aus es nur noch ins Verderben geht. Schilder mit einer solchen Aufschrift stehen an Strömen und Flüssen, deren Wasser in einiger Entfernung in einem Wasserfall hinabstürzen. Wer sie missachtet, wird schließlich mit solcher Kraft vorwärts gerissen, dass keine Ruderkraft, kein Motor stark genug ist, dem zu widerstehen. Bei den Niagarafällen in Nordamerika geht es dann 57 Meter senkrecht in die Tiefe. Bei den Victoriafällen in Afrika sind es 110 Meter und bei den Angel Falls in Südamerika sogar 979 Meter.

Der Point of no return ist also ein deutliches Bild für die Warnung vor einem todsicheren Untergang. Dabei fängt alles langsam an. Doch mit der Zeit wird die Strömung immer schneller, bis ihr nicht mehr zu widerstehen ist. So ist es besonders mit den Versuchungen aller Art, denen wir überall ausgesetzt sind. Da mag es um Pornographie gehen, um Alkohol oder Drogenkonsum usw. Allem wäre anfangs leicht zu widerstehen, wenn man es denn wollte; doch zunächst fühlt man sich noch stark genug und wird dadurch verleitet, nicht auf das besagte Warnschild zu achten. Wagemut und Stolz tun ihr Übriges, um den Versuchten ins Verderben zu ziehen.

Doch was macht man, wenn man schlagartig für sich erkennt, dass man diesen »Punkt ohne Wiederkehr« in seinem Leben bereits überschritten hat? Dass das eigene Leben unrettbar auf den tödlichen Abgrund zurast. Muss man dann alle Hoffnung fahren lassen?

Wenn scheinbar nichts und niemand mehr helfen kann – dann gibt es doch einen, dessen starke Hand aus jeder Not retten kann, solange man lebt: Gott. Nicht als Ausrede für ein »weiter so«, sondern als (letzte?) Chance für alle Hoffnungslosen!

Hermann Grabe

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Photovoltaik02 May 202400:03:47

Das Licht der Sonne ist unglaublich: Ich staune nach wie vor, dass man mit Solarzellen aus dem Sonnenlicht, das uns zur Verfügung steht, tatsächlich elektrische Energie erzeugen kann. Natürlich ist die Investition in diese Technik nicht billig, aber die Energiequelle selbst ist für uns Menschen kostenfrei zugänglich. Ich habe bei Wikipedia gelesen, dass die auf die Erdatmosphäre jährlich auftreffende Sonnenenergie knapp dem 12 000-fachen (!) des Primärenergieverbrauchs der Menschheit (Stand 2005) entspricht. Etwa die Hälfte davon erreicht die Erdoberfläche und könnte entsprechend genutzt werden. Was für eine Chance!

Oder man denke an die Photosynthese. Durch dieses System wandeln Pflanzen durch Sonnenlicht Wasser und Kohlendioxid in Kohlenhydrate (für das eigene Wachstum) und Sauerstoff um. Durch das auf diese Weise entstehende Pflanzenmaterial haben Menschen und Tiere eine Nahrungsgrundlage. Und der produzierte Sauerstoff gibt uns die Luft zum Atmen. Mit dem Sonnenlicht hat Gott uns also die wesentlichen Grundlagen unseres Lebens geschenkt, ganz zu schweigen von der Schönheit eines Sonnenaufgangs und der Wärme eines Sommertages.

Doch über dieses Licht hinaus hat Gott uns ein viel wesentlicheres lebensnotwendiges Licht geschenkt: Jesus Christus, seinen Sohn. Er bezeichnet sich nicht umsonst als das Licht der Welt. Wer ihm nachfolgt, erhält die notwendige Kraft, ein gelungenes Leben nach Gottes Maßstäben zu führen. Dieses Licht gibt uns Orientierung. Durch ihn kann auch die kälteste Seele warm werden. Es scheint auch dann, wenn die Wolken des Todes unser Leben verdunkeln wollen. Diese Lebensquelle ist ebenfalls frei verfügbar, für jeden Menschen. Doch nutzbar machen muss sie jeder für sich persönlich.

Markus Majonica

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Einfach so – zehn Euro!01 May 202400:03:04

Als Ausländer hat man es nicht immer leicht mit der deutschen Bürokratie. Auch nach zwölf Jahren im schönen Deutschland darf ich noch immer verschiedenste Ämter aufsuchen, sei es, um meinen ausländischen Führerschein umzuschreiben oder um meine Aufenthaltsgenehmigung zu erneuern. So saß ich wieder einmal im Ausländeramt und sollte für ein Dokument, das mir gerade ausgestellt wurde, zehn Euro bezahlen. Doch in diesem Moment realisierte ich, dass ich meinen Geldbeutel zu Hause vergessen hatte. Wie ärgerlich und peinlich! Obendrein war ich noch mit dem Fahrrad da und hatte keine Zeit, nochmals nach Hause zu fahren, um den Geldbeutel zu holen, denn ich musste die Kinder vom Kindergarten abholen. Frustriert nahm ich eine Sprachnachricht für meine Frau auf, um ihr die Lage kurz zu schildern. Als ich mich danach auf mein Fahrrad setzen wollte, sprach mich eine ältere Dame an, die mir anscheinend zugehört hatte. »Hier sind zehn Euro, damit Sie Ihr Dokument abholen können – schenke ich Ihnen«, sagte sie. Ich war so verblüfft, dass ich zuerst gar nicht wusste, wie ich darauf reagieren sollte. Schlussendlich nahm ich es dankbar an.

An diesem Tag hörten alle, die mir über den Weg liefen, von der Großzügigkeit dieser Frau. Auch die Beamtin war erstaunt, als ich nur fünf Minuten später mit den zehn Euro wieder vor ihr stand. Als sie die Geschichte hörte, war ihr Kommentar: »Ja! Wo gibtʼs denn so was!«

Die Beamtin hatte völlig recht, »so was« gibt es eigentlich nicht! Doch selbst die unglaublichste menschliche Großzügigkeit wird von Gott weit übertroffen: Als Gott sich entschied, seinen Sohn der Welt zu schenken, hat ihn das alles gekostet. Solche Großzügigkeit gab es nie mehr! Doch auch das großzügigste Geschenk will angenommen sein.

Tony Keller

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Tag der Arbeit30 Apr 202400:05:15

Der 1. Mai ist seit langer Zeit eng mit der Arbeit verbunden. Als »Tag der Arbeiterbewegung« zeugt er von dem Streit um bessere Arbeitsbedingungen. Doch welches Bild von der Arbeit hat die Bibel? Bereits zu Beginn der Menschheit lässt Gott den Menschen nicht »arbeitslos«, sondern betraut ihn damit, den Garten Eden zu bebauen. Unter paradiesischen Arbeitsbedingungen stand die kreative Aufgabe im Vordergrund – und nicht Mühe und Last. Dies änderte sich schlagartig, als Adam und Eva die Verbindung zu ihrem himmlischen Arbeitgeber zerstörten, indem sie sein Vertrauen missbrauchten und sich an ihm schuldig machten.

Seitdem sind die irdischen Arbeitsverhältnisse mit Mühsal und Last verbunden (vgl. 1. Mose 3,17-19). Mühe und Arbeit kennzeichnen unser Leben (vgl. Psalm 90,10). Um diesen vom Menschen verursachten Zustand für den Einzelnen abzumildern und den Arbeiter zu schützen, hat Gott viele Anordnungen getroffen: Arbeitsruhe am siebten Tag der Woche für alle (vgl. 2. Mose 23,12), gerechte Bezahlung (ein Arbeiter ist seinen Lohn wert, vgl. 1. Timotheus 5,18), Schutz vor Ausbeutung (vgl. Jakobus 5,4) usw.

Doch das eigentliche Problem, warum wir Menschen trotz aller Arbeit nicht zur Ruhe kommen, ist nicht gelöst: Unser zerstörtes Verhältnis zu Gott, unserem Schöpfer. Hierzu muss allerdings das Trennende, unsere Schuld, beseitigt werden. Wer wäre für diese Aufgabe geeignet? Im Tagesvers macht Gott dies zur Chefsache. Und diese Arbeit war tatsächlich mit schrecklichster Mühe und Last, mit Blut, Schweiß und Tränen verbunden. Umgesetzt hat sie Gottes Sohn, indem er durch seinen Tod am Kreuz das Trennende zwischen Gott und Menschen ausräumte. Wer sich diesem Jesus anvertraut, hat die Perspektive ewiger Ruhe von jeder Arbeit.

Markus Majonica

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Wie ein Kind!29 Apr 202400:05:04

Menschen bringen hier Kinder zu Jesus. Seinen Begleitern, den Jüngern, missfällt dies. Sie sind unfreundlich zu den Kindern. Offenkundig waren diese in der damaligen Gesellschaft nicht hoch angesehen. Wertschätzung für und Freude über Kinder ist nach meiner Beobachtung auch heute nicht selbstverständlich. Wie leicht fühlen wir uns von Kindern gestört und sind deshalb ebenfalls unfreundlich zu ihnen.

Wie reagiert Jesus? Im Markusevangelium wird diese Szene ebenfalls beschrieben (Markus 10,13ff.). Danach wird er unwillig über die unwilligen Jünger. Er nimmt die Kinder in den Arm, legt ihnen die Hände auf und segnet sie. Und er fügt hinzu: »Wahrlich, ich sage euch: Wer nicht das Reich Gottes annimmt wie ein Kind, der wird nicht hineinkommen« (Lukas 18,17). Was können wir daraus lernen? In den Augen Gottes sind Kinder wichtig. Sie sind unbedingt schützenswert. Wer Kinder gering achtet, handelt nicht im Sinne Jesu. Allerdings dürfen wir aus dieser Schilderung nicht entnehmen, Kinder seien die besseren Menschen. Auch Kinder können böse Dinge tun. Auch sie müssen den Herrn Jesus annehmen, um zum Reich Gottes zu gehören. Doch gleichwohl hält Jesus uns gerade in diesem Punkt die Kinder als Vorbilder vor: Jeder Mensch muss das Reich Gottes wie ein Kind annehmen. Denn Kinder haben eine wichtige Eigenschaft: Sie können ein Geschenk annehmen. Einfach so. Ein Kind denkt, anders als die Erwachsenen, nicht sofort an eine Gegenleistung, sondern freut sich an dem Geschenkten.

Kein Mensch kann sich das Reich Gottes verdienen. Es muss angenommen werden als das, was es ist: ein Geschenk an Sünder, die Jesus vertrauen, von jeder eigenen Leistung absehen und sich daran freuen, dass Jesus alles getan hat.

Markus Majonica

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Wertvolle Reparatur28 Apr 202400:04:19

Wenn uns zu Hause eine Schüssel herunterfällt und dabei zu Bruch geht, landet sie in den meisten Fällen im Müll – denn ihre Aufgabe, Flüssigkeiten zu halten, kann sie nicht mehr erfüllen und wird dadurch nutzlos. Selbst wenn man versucht, diese Schale mit einem Kleber wieder zusammenzufügen, bleiben die Bruchstellen sichtbar.

In Japan wurde deshalb vor ein paar Jahrhunderten eine spezielle Reparaturtechnik namens Kintsugi entwickelt. Kintsugi ist eine traditionelle Methode, zerbrochene Keramik- oder Porzellangegenstände wie Schüsseln oder Teller dekorativ zu gestalten. Hierbei werden einem speziellen Leim goldene oder silberne Pigmente hinzugefügt, um die Bruchstellen dann sorgfältig und mit viel Mühe kunstvoll hervorzuheben, statt sie zu verbergen.

Dieses Vorgehen ist ein passender Anschauungsunterricht für unser Leben. Denn Gott hat den Menschen mit der Aufgabe geschaffen, zu seiner Ehre zu leben. Wenn der Mensch nun einen anderen Weg geht und Gottes Maßstäbe bricht – und das tut letztlich jeder –, dann geht quasi der Sinn des Lebens zu Bruch. Das Leben hat sein Ziel verfehlt. An dem Punkt, wo wir die Schüssel in den Müll werfen würden, denkt Gott aber anders über uns. Denn er wirft den »kaputten« Menschen nicht weg, sondern will dessen Bruchstellen versorgen. Der himmlische Vater verbindet sie so, dass seine große Liebe zum Vorschein kommt – analog zu der Kintsugi-Methode, denn hier sticht das Gold- oder Silberfarbene hervor, was auf eine wundervolle, kostbare und liebevolle Reparatur hinweist. Wer versteht, was Jesus am Kreuz getan hat und was unsere Aufgabe im Leben ist, dem heilt Gott behutsam und sorgfältig die Bruchstellen, und der Sinn des Lebens wird wiederhergestellt.

Gabriel Herbert

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Karoshi27 Apr 202400:07:07

Seit 1969 in Japan ein gesunder 29-Jähriger einen tödlichen Schlaganfall aufgrund Überbelastung im Beruf erlitt, gibt es im Japanischen den Begriff »Karoshi«. Er beschreibt den Zustand, wenn sich jemand ganz und gar für seine Arbeit aufopfert und dadurch zu Tode kommt. Menschen mit Karoshi sterben beispielsweise an Herzversagen, einem Schlaganfall oder sie begehen Selbstmord, weil sie mit ihrem Leben, das hauptsächlich aus Arbeiten, Überstunden und Schlafmangel besteht, nicht mehr klarkommen. Die japanische Mentalität und Arbeitskultur, die langes, hartes Arbeiten als Beitrag zur Wirtschaftsstabilität einfordert, ist eine der Ursachen. Experten schätzen, dass über 20 000 Menschen jährlich an Karoshi sterben. Rund 40 Kliniken in Japan haben sich bereits auf Karoshi-gefährdete Patienten spezialisiert (Quelle: ABC).

Man muss nicht in Japan leben, um in der Gefahr zu stehen, sich zu Tode zu arbeiten. Menschen, die an ihrem Arbeitsplatz überfordert sind, gibt es überall. Dazu sind auch die Workaholics zu nennen, die sich so sehr in ihren Beruf einbringen, dass ihnen keine Zeit für Familie, Entspannung, Sport oder Gott mehr bleibt. Selbst wenn die berufliche Tätigkeit sinnvoll, spannend oder sogar ein Dienst an Menschen ist – der Beruf allein erfüllt die Seele nicht. Der Sinn des Lebens wird verfehlt, wenn Gott darin keine Rolle spielt. Am Ende des Lebens hat niemand etwas von einem dicken Bankkonto, einem Verdienstorden oder hohem Ansehen bei den Mitmenschen. Es zählt allein, ob man mit Gott im Reinen ist, ob man sein Erlösungsangebot angenommen hat und von seiner Schuld freigesprochen ist, weil Jesus Christus sie am Kreuz bezahlt hat. Der größte Reichtum und die eigentliche Erfüllung bestehen darin, Jesus als seinen Herrn zu haben.

Daniela Bernhard

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Der multidimensionale Gott26 Apr 202400:04:04

Sie wissen sicher, was mit der ersten, zweiten und dritten Dimension gemeint ist: die Linie, die Fläche und der Raum. Stellen Sie sich einmal zweidimensionale Wesen vor, die nur die Fläche kennen. Wenn deren Umfeld zunehmend feuchter wird, können sie nur an ein Wunder glauben, weil ja die Ursache, der Regen, aus der dritten Dimension kommt, die ihnen fremd ist. Wir »Dreidimensionalen« würden uns sicher amüsieren über ihre zahlreichen phantastischen Erklärungen für das Feuchtwerden ihrer »Welt«.

Ist es aber einwandfrei erwiesen, dass es nur diese uns vertrauten drei Dimensionen zuzüglich der Zeit als vierte gibt? Müssen wir nicht nur allzu oft den »Zufall« bemühen, wenn wir etwas erklären wollen, was unserem Wissen über Naturgesetzlichkeiten hartnäckig widerspricht? Behelfen sich die klugen Leute nicht zum Beispiel mit der Vorstellung von so vielen Universen, dass irgendwann auch ein so menschenfreundliches dabei herauskommen muss, dass es unser Leben ermöglicht? Und weil der Zufall höchstwahrscheinlich viel Zeit braucht, rechnet man Augenblicksmessungen auf Milliarden von Jahren hoch, ohne die geringsten Beweise dafür zu haben, dass alles immer so abgelaufen ist, wie wir es heute beobachten. Wir machen es also weithin in unserer Welt so wie die »Zweidimensionalen« in der ihren.

Gott, der seine multidimensionale Welt erschaffen hat, war persönlich bei uns, um uns davon zu berichten und er hat als Beweis dafür, dass er aus einer viel höheren Dimension zu uns herabgekommen ist, vor unseren Augen Dinge getan, die wir niemals erklären können. Seitdem können wir uns nicht mehr mit Unwissenheit herausreden, sondern müssen unseren hochmütigen Unglauben eingestehen, wenn wir nicht den Allmächtigen zum Feind behalten wollen.

Hermann Grabe

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Jenseits des Möglichen25 Apr 202400:03:33

»Unmöglich!« – »Nicht zu schaffen!« Das Urteil der Szene der Profibergsteiger war klar, als der junge Nepalese Nimsdai Purja ankündigte, er werde alle vierzehn Achttausender innerhalb einer einzigen Saison besteigen. Das Projekt war schlicht unvorstellbar – und doch gelang es! Zwischen dem 23. April und dem 14. August 2019 erklomm Purja tatsächlich alle höchsten Berge der Erde, mit Hilfe eines starken Teams, Flugtransfers von Basislager zu Basislager und dem Einsatz von Sauerstoffflaschen. Eine unglaubliche Leistung, die Bergsteiger-Geschichte schrieb. »Jenseits des Möglichen« lautet der Titel des Buches, das der Superstar der Achttausender über sein Leben schrieb. »Du kannst alles erreichen, was du willst. Es gibt keine Grenze«, ist sein Credo. Erstaunlich, was menschliche Leistung und Ehrgeiz vollringen können! Viel mehr als man glaubt, ist möglich. Doch ist tatsächlich alles möglich?

In unserem Vers geht es um die Frage, wer Gottes heiligen Berg besteigen und dort wohnen darf. Damit ist gemeint, welcher Mensch in Gottes Gegenwart kommen und die Gemeinschaft mit ihm genießen kann. Der Psalm fährt fort zu beschreiben, wie ein solcher Mensch sein müsste. Er müsste tadellos und vollkommen sein, genauso heilig wie Gott selbst. Und hier merken wir, dass wir alle diesen Maßstab nicht erreichen. So sehr wir uns auch anstrengen, diesen Berg erklimmen wir nie! Wir wollen wohl auf den Berg, aber wir können nicht.

Die gute Botschaft der Bibel ist, dass Gott selbst die unüberbrückbare Distanz überwunden hat, indem er zu uns herabkam. Sein Sohn wurde Mensch und trug am Kreuz die Strafe für unsere Schuld. Damit ist das Unmögliche möglich geworden: Unvollkommene, fehlerhafte Menschen können in die Gemeinschaft mit einem heiligen Gott kommen.

Elisabeth Weise

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Weggewischt19 Aug 202400:04:51

Als der britische Ingenieur Edward Nairne 1770 den Radiergummi erfand, griff er eigentlich nach einem Stück Brot, denn Brotrinden wurden in dieser Zeit verwendet, um Flecke vom Papier zu entfernen. Indem Nairne aus Versehen ein Stück Kautschuk ergriff, entdeckte er, dass dieser seine Fehler entfernt hatte und die gummierten Krümel mit der Hand einfach weggewischt werden konnten.

Wenn es um Vergehen und Sünden geht, denkt der Prophet Jesaja an eine Wolke oder an Nebel, die Gott wie die Nässe bei einer beschlagenen Fensterscheibe wegwischen kann – bei denen, die zu ihm umkehren und ihm ihre Sünden bekennen. Christen erinnern sich immer wieder gerne daran, dass der Herr Jesus ihre Sünden auf dem Kreuz ausgelöscht und weggewischt hat. Da ist nichts zurückgeblieben. Es ist, als wenn nie etwas dagewesen wäre. Deshalb ließ Gott den Jesaja auch schreiben: »Ich, ich bin es, der deine Verbrechen auslöscht um meinetwillen, und deiner Sünden will ich nicht gedenken« (Jesaja 43,25). Mit Blick auf den Herrn Jesus vergibt Gott denen die Sünden, die seinen Sohn als Retter angenommen haben. Aber nicht nur das. Er vergisst die Sünden auch.

In der Bibel werden verschiedene Bilder gebraucht, um das klar zu machen. Da wird etwas Rotes ganz weiß. Da kommen Himmelsrichtungen ins Spiel, etwa, dass unsere Sünden entfernt worden sind, so weit wie der Osten vom Westen weg ist. Oder eine Anklageschrift wird zerrissen. Und der Prophet Micha schreibt sogar von Gott: »Und du wirst alle ihre Sünden in die Tiefen des Meeres werfen.« Damit meinte er die Sünden des Volkes Israel. Aber ich bin sicher, dass auch meine und vielleicht auch Ihre Sünden mit dabei sind – wenn auch Sie das im Glauben für sich in Anspruch nehmen können.

Herbert Laupichler

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Wie ist eine Begegnung mit Jesus?24 Apr 202400:10:23

Er fixierte mich schon aus großer Entfernung und steuerte mit seiner Vertretermappe auf mich zu. Ich hatte bereits einen sehr langen Tag hinter mir und kannte die zu erwartende Diskussion, daher war mir dieser Mann keineswegs willkommen. Mit Eile ging ich an ihm vorbei, wollte heim zu meiner Familie. Dort stand mir eine andere Art von Begegnung bevor: Meine Frau und mein Sohn warteten schon auf mich, und auf die freute ich mich sehr!

Als ich meine Frau das erste Mal zu einem Date ausführen durfte, war die Freude groß! Ich konnte es kaum fassen, dass sie sich mit mir treffen wollte und an mir interessiert war. Zuerst fand ich gar keine Worte, obwohl ich mir auf der über 700 km langen Fahrt genug Gedanken hätte machen können. Während die oben zuerst beschriebene Begegnung eine unerwünschte war und ich sie umgehen wollte, war die zweite eine gesuchte, zutiefst ersehnte. So verschieden können Begegnungen sein. So unterschiedliche Bedeutung haben die jeweiligen Personen für uns.

Wenn man in den Evangelien die Berichte über das Leben Jesu liest und dabei beobachtet, wie es zu Begegnungen zwischen ihm und seinen Mitmenschen kam und wie sie verliefen, kann man interessante Entdeckungen machen. Manche suchten Jesus und sehnten sich ehrlich nach ihm, viele von ihnen erfuhren eine lebensverändernde Begegnung. In der zitierten Stelle aus dem Lukasevangelium ließ sich Jesus zum Essen einladen. Eigentlich ein schöner Anlass; allerdings wird in der Geschichte klar, dass man dabei versuchte, ihm eine hinterlistige Falle zu stellen.

Wie würde eine Begegnung zwischen Ihnen und Jesus aussehen? Würden Sie mit Eile vorbeigehen, oder würde Ihre Freude darüber Ihnen die Worte rauben? Worüber würden Sie mit ihm sprechen?

Andreas Wanzenried

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Unerträgliche Stille?23 Apr 202400:03:57

In Redmond, etwa eine halbe Stunde von Seattle entfernt, befindet sich die Zentrale von Microsoft. Der Campus hat so einiges zu bieten: Neben einer Shopping-Mall gibt es Sportplätze, ein Besucherzentrum und auch die »Anechoic Chamber«, den leisesten Raum der Welt. Kein Mensch hat es bisher länger als 45 Minuten in diesem Raum ausgehalten.

Oft empfinden wir Menschen Stille als beängstigend, weil sie uns unser Inneres bewusst macht. Plötzlich werden Geräusche hörbar, die wir sonst nur selten wahrnehmen: unser Herzschlag, das Glucksen unseres Magens oder Atemgeräusche. Doch Stille aushalten zu können ist wichtig. Wir brauchen sie, um überhaupt in Ruhe nachdenken und unsere Gedanken ordnen zu können.

In der Bibel erlebte der Prophet Elia, dass Gott nicht mit lauter Stimme im Donner zu ihm sprach, sondern mit einem leisen, säuselnden Wehen. Nicht in den lauten Momenten nahm er Gott wahr, sondern in der Stille. Wenn wir ehrlich sind, dann ist unser Leben oft ganz schön laut. Es sind nicht nur die vielen akustischen Geräusche wie Musik und Kinderlärm, sondern die ständige Geschäftigkeit, die uns nicht zur Ruhe kommen lässt und uns davon abhält, wirklich still zu werden.

Ich bin mir sicher: Gott möchte zu jedem von uns persönlich sprechen. Doch oft merke ich, dass es in meinem Leben so viel Lärm und Unruhe gibt, dass ich Gottes Stimme gar nicht hören kann. Ständig bin ich beschäftigt und abgelenkt. Wirkliche Ruhe gibt es in meinem Leben nur, wenn ich sie mir bewusst nehme. Um Gott näher kennenlernen zu können, müssen wir immer wieder bereit sein, Störquellen auszuschalten, unsere Bibel zu öffnen und ihm in der Stille zu begegnen.

Ann-Christin Bernack

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Können uns kluge Gedanken mit Gott versöhnen?22 Apr 202400:03:46

Gestern vor 300 Jahren wurde in Königsberg, dem heutigen Kaliningrad, der deutsche Philosoph Immanuel Kant geboren. Er hat mit seinem Hauptwerk »Kritik der reinen Vernunft« eine »kopernikanische Wende« ausgelöst, indem er die zeitgenössische Philosophie vom Kopf auf die Füße zu stellen versuchte. Das Denken seiner Zeit war geprägt von der sog. Scholastik, einer Mischung aus Theologie und der Philosophie des Aristoteles. So wie Kopernikus erkannt hat, dass nicht die Sonne um die Erde kreist, sondern umgekehrt, hat Kant ganz grundsätzlich die Erkenntnisfähigkeit des Menschen infrage gestellt. Wie wir die Welt um uns sehen, hänge von unserer Wahrnehmung und von unserem Verstand ab. Er kommt zu dem Schluss, dass es Dinge gibt, die für den Menschen nicht erkennbar sind. Hierzu gehörte für ihn die Existenz Gottes, der Seele und der Anfang der Welt.

Dieser Schluss ist allerdings ein Beleg dafür, dass menschliche Weisheit – so brillant und bestechend sie sein mag – uns eben dann im Stich lässt, wenn es gerade um die Erkenntnis Gottes, der Seele und des Anfangs (und Endes) dieser Welt geht. Damit bleiben aber die existentiellen, ewigen Fragen unbeantwortet. Doch weil eben menschliches intellektuelles Bemühen nicht ausreicht, um Gott zu erkennen, hat Gott einen Weg gewählt, der jedem Menschen, und sei er auch nicht so klug wie die großen Philosophen, offensteht: Gott offenbart sich selbst, vor allem dadurch, dass er Mensch wird. In Jesus Christus kommt sein Wesen klar zum Ausdruck. Wer Jesus sieht, kann Gott verstehen. Wer betrachtet, wie Jesus gehandelt und geredet hat, sieht, wie Gott ist. Das mag töricht und lächerlich einfach klingen: Doch wer in Jesus Gott erkennt, ist in Gottes Augen der Klügste!

Bernhard Czech

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Nur zwei Alternativen21 Apr 202400:04:19

Die Erde besitzt genau zwei Pole: den Südpol und den Nordpol. Beide liegen einander entgegengesetzt. Sie werden sich nicht berühren. An einem Globus kann man das sehr gut sehen. Dieser Dualismus ist uns also aus der Natur ohne Weiteres bekannt und verständlich. In der geistlichen Welt ist es, wie der Tagesvers beleuchtet, tatsächlich ebenso, und für uns Menschen eigentlich nicht schwer zu verstehen: Es gibt einen Herrschaftsbereich des Teufels oder Satans. Dieser wird identifiziert mit der Finsternis. Das ist also kein guter Machtbereich, sondern ein schrecklicher. Die Auswirkungen des teuflischen Einflusses auf die Menschheit beobachten wir in den Nachrichten überall auf der Welt: Gewalt, Hass, Unterdrückung, Lüge, Mord usw. Denn der Teufel ist ein Lügner und Mörder vom Beginn der Geschichte an.

Dem gegenüber steht das Reich Gottes, das mit Licht identifiziert wird. Licht bedeutet Leben, Wärme und Kraft. Und Gottes Herrschaftsbereich ist tatsächlich durch Leben, durch Gottes Güte, Menschenfreundlichkeit und Liebe geprägt. Zwischen beiden Machtbereichen gibt es keine Grauzone, keinen neutralen Bereich. Beide Machtbereiche schließen einander aus: Ich kann nicht gleichzeitig unter der Herrschaft des Teufels sein und unter der Herrschaft Gottes, genauso wenig, wie ich gleichzeitig am Südpol und am Nordpol sein kann.

Die Bibel öffnet uns Menschen nun die Augen über die Wahrheit, dass jeder grundsätzlich zum Machtbereich des Teufels gehört. Das ist eine bittere, aber klare Erkenntnis. Doch das muss nicht so bleiben: Wir haben – Gott sei Dank – die Möglichkeit, dieser Erkenntnis entsprechend zu handeln, unser Leben zu Gott hin umzukehren, und uns auf diese Weise von da an in dem Machtbereich Gottes zu bewegen.

Markus Majonica

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Kinder wertschätzen20 Apr 202400:03:18

»Die Ethik pädagogischer Beziehungen« lautete das Thema des Vortrags bei einem Arbeitskreis von Kindertagesstätten und deren Leitungen. Dabei ging es darum, dass Kinder durch pädagogische Fachkräfte wie Erzieher und Lehrer oft herabgewürdigt und als Personen verletzt werden. Es wurde thematisiert, dass das Anerkennen und Würdigen des Erreichten seitens des Erwachsenen oftmals fehlt. Der Erwachsene sieht alles mit dem Blick eigener, schon entwickelter Fähigkeiten. Das kindliche Unfertige ist in seinen Augen nicht ausreichend. So wird das, was bereits erreicht ist, nicht gewürdigt. Statt Lob folgt Kritik und Geringschätzung. Das ist nicht allein bedeutsam für pädagogische Fachkräfte, sondern natürlich auch für Eltern und alle, die mit Kindern zu tun haben.

»Lasst die Kinder zu mir kommen und wehrt ihnen nicht«, spricht Jesus, als Kinder zu ihm gebracht werden und die Jünger das verhindern wollen. Sie fanden es störend, dass Kinder und Mütter zu Jesus kamen. Ihre Geschäfte waren in diesem Moment für sie viel wichtiger, da war keine Zeit für Kinder.

»Lasst die Kinder kommen!« Jesus wollte, dass sie kommen und einfach bei ihm sind. Ohne etwas zu leisten, ohne etwas Besonderes zu sein. Kinder machen ihren Wert nicht daran fest, was sie leisten oder erreicht haben. Das kommt aus der Welt der Erwachsenen. Jesus konnte jedem Menschen Aufmerksamkeit und Wert geben. Sogar den Kleinsten und, in den Augen der Jünger, den Geringsten. Bei Jesus haben sich nicht nur die Kinder wahr- und angenommen gefühlt, sondern auch die Erwachsenen und zwar unabhängig von dem, was sie waren. Das können wir selbst auch bei Jesus finden. Und wir können Aufmerksamkeit und Wertschätzung an andere weitergeben. An Kinder und Erwachsene.

Manfred Herbst

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Ehrenamt für Gott und Menschen19 Apr 202400:05:45

An dem Tag der Anerkennung von Freiwilligen geht es darum, Freiwillige und Ehrenamtliche, die ohne Vergütung für die Gemeinschaft arbeiten, zu ehren und ihnen zu danken. An welche Menschen denken Sie dabei? Wahrscheinlich als erstes an Mitarbeiter der Freiwilligen Feuerwehr. Sie sind jederzeit in Bereitschaft, lassen alles stehen und liegen und fahren sofort los, wenn ein Notruf kommt. Oft riskieren sie ihr Leben, um Menschen vor Feuer oder anderen Lebensgefahren zu retten. Viele tun diese Arbeit unbezahlt in ihrer Freizeit.

Aber es gibt auch noch viele weitere ehrenamtliche Arbeiter: Sozialarbeiter, Streetworker, Hausaufgabenbetreuer, Flüchtlingshelfer usw. Für sie alle können wir dankbar sein, denn sie opfern ihre Zeit und ihre Fähigkeiten für das Wohl ihrer Mitmenschen.

Dieses Wohl beschränkt sich allerdings auf das irdische Leben, das nur wenige Jahre dauert. Deshalb brauchen wir einen Ehrenamtlichen, der über dieses Leben hinaus für uns sorgt. Und ja, diesen Ehrenamtlichen gibt es. Er hat sein Leben nicht nur riskiert, sondern freiwillig aufgeopfert. Für Sie und für mich. Für jeden Menschen. Damit wir, wenn wir an ihn glauben, nicht in die Verdammnis kommen, sondern das ewige Leben in Gottes Gegenwart genießen können.

Sicher wissen Sie schon, wer dieser Ehrenamtliche ist: Es ist der Herr Jesus Christus. Er hat freiwillig die Sicherheit und Schönheit des Himmels verlassen, um auf dieser Erde den Menschen zu dienen und schlussendlich am Kreuz sein Leben für sie zu geben. Für ihn sind alle Menschen wichtig, und er möchte alle vor dem ewigen Tod retten. Dabei drängt er sich nicht auf, sondern lässt uns die freie Wahl, ob wir seine Hilfe und Errettung annehmen wollen oder nicht.

Beatrix Weißbacher

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Wissen macht Ah!18 Apr 202400:03:24

Die gleichnamige Sendung läuft bereits seit über 20 Jahren im deutschen Fernsehen. Sie erläutert seit ihrer Erstausstrahlung am 21. April 2001 jeweils anhand von fünf bis sechs Fragen in rund 30 min Sendezeit allerlei Wissenswertes. Die behandelten Fragen stammen oft aus dem Alltag: z. B., wie das Niesen funktioniert, wer den Radiergummi erfunden hat, woher Begriffe wie »Lampenfieber« kommen, wie Mundgeruch entsteht usw. Als Wissenschaftssendung für Kinder ab acht Jahren baut dieses Format nicht nur im Titel auf den »Aha«-Effekt. Dieser stellt sich – nach der von dem deutschen Psychologen Karl Bühler geprägten Begriffsverwendung – ein, wenn man schlagartig etwas versteht, was einem vorher unklar war. Von jetzt auf gleich erkennt man Zusammenhänge, und es macht: »Aha!« Dafür ist natürlich ein kompetenter Wissensvermittler äußerst hilfreich. Und ist einmal »der Groschen gefallen«, ist man in dem konkreten Punkt nicht mehr unwissend, sondern wissend.

Im Zusammenhang mit der Bibel wird allerdings zumeist in Abrede gestellt, dass man hier irgendetwas sicher wissen könne. Es gehe doch allein »um Glauben«, und Glauben heiße doch schließlich nicht Wissen.

Der Apostel Johannes, der Jesus Christus höchstpersönlich jahrelang erlebt hat und der auch Zeuge seiner Auferstehung wurde, macht jedoch deutlich, dass es in der Bibel sehr wohl um sicheres Wissen geht: »Wir wissen aber.« Er stellt – wie auch die Apostel Paulus und Petrus an anderer Stelle – klar, dass es in der Bibel um Fakten und Wahrheiten geht, die verstanden und gewusst werden können (und müssen). Und damit hier der »Aha«-Effekt eintritt, stellt Gott uns auch den allerbesten Lehrer zur Verfügung, der uns das Verständnis in den wirklich existentiellen Fragen geben will.

Markus Majonica

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Sekundenschlaf17 Apr 202400:03:35

Entsetzt reiße ich das Lenkrad intuitiv nach links, weg von den auf mich zurasenden Warnbaken. Glücklicherweise gibt es gerade keinen Gegenverkehr, als ich bei meinem Manöver auf die Gegenfahrbahn gelange. Mit klopfendem Herzen bringe ich das Auto wieder auf die richtige Bahn und fahre weiter. Ich bin eingeschlafen, realisiere ich. Sekundenschlaf. Und das am frühen Sommerabend. Kein Wunder: Die letzten Monate fordern nun ihren Tribut. Die Menge an Arbeit, Lernstoff und einander jagende Prüfungen waren eine große Belastung und haben mich vollkommen erschöpft. Während das Adrenalin noch durch meine Adern pumpt, danke ich Gott innig für seine Bewahrung vor einem Unfall. Es hätte auch anders enden können. Während ich unbemerkt am Steuer eingeschlafen bin, hat er gewacht und aufgepasst.

Wir Menschen können uns bis zum Zusammenbruch überlasten. Dann sind unsere Sinne nicht mehr geschärft, wir nehmen unsere Umwelt vielleicht nur noch wie durch einen Nebel wahr und taumeln von einem Tag in den anderen. Würde ich in so einem Zustand die Verantwortung für einen anderen Menschen übernehmen, wäre das unverantwortlich und riskant und könnte böse enden.

Es tröstet mich ungemein, dass Gott sich nicht überlasten kann. Sogar ein ganzes Volk wird ihm nicht zu viel. Er nimmt sich großer und kleiner Weltenbelange verantwortungsvoll an. Wenn ein Unglück passiert, dann weiß ich sicher, dass Gott kein Fehler unterlaufen ist. Er war nicht unaufmerksam, hat nicht gedöst oder gar geschlafen. Die Kontrolle entgleitet ihm nie. Ihm zu vertrauen ist darum kein Risiko. Bei Gott bin ich wirklich geborgen, egal wie die Umstände um mich herum auch sind. Daher befehle ich mich jeden Tag seinem Schutz an.

Dina Wiens

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Was ist Wahrheit?16 Apr 202400:04:22

Haben Sie manchmal den Eindruck, dass das, was wir von Medien oder anderen Menschen hören, nicht immer in vollem Umfang der Wahrheit entspricht? Manche Nachrichten machen sprachlos, stimmen nachdenklich. Es scheint, dass es immer schwerer wird, Wahrheit von Lüge zu unterscheiden.

Ich war mehr als 42 Jahre Polizei- und Kriminalbeamter. Wenn ich über all die Lügen, die mir gegenüber geäußert wurden, ein Buch schreiben müsste ... würde es wohl sehr dick werden. In den letzten Jahren meiner Dienstzeit war ich unter anderem mit vielen polizeilichen Vernehmungen betraut. Wenn mich Bekannte fragten, was ich an meinem Arbeitsplatz so tue, antwortete ich meist: »Mein Job ist es, den ganzen Tag belogen zu werden.« Das mag sarkastisch klingen, aber es war mein Alltag. Dabei stellte ich oft fest: Wenn man die Lüge nicht nachweisen kann, wird die Tat dadurch in den Augen vieler Beschuldigter »moralisch« richtig. Ohne Beweise keine Bestrafung und somit ist »alles okay«!

Nun könnten Sie zu Recht über mich denken: Sagt der mir die Wahrheit oder ist das eine erfundene Geschichte? Ist das, was mir Axel Schneider über Gott, Jesus und die Bibel erzählt, richtig oder falsch? Natürlich ist es Ihr gutes Recht, so zu denken und zu fragen, ob es Wahrheit oder Lüge ist. Im Tagesvers macht Jesus die unerschütterliche Aussage, dass er von der Wahrheit Zeugnis gibt. Er steht zu diesem Zeitpunkt vor Pontius Pilatus und erwartet seine baldige Verurteilung. Und der antwortet Jesus: »Was ist Wahrheit?« (Johannes 18,38). Mein Glaube hat mir deutlich und klar gezeigt, dass Jesus die Wahrheit ist. Was die Bibel über ihn sagt, ist Wahrheit. Sie brauchen nicht mir zu glauben, aber vertrauen Sie Jesus und glauben Sie ihm!

Axel Schneider

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In Hörweite15 Apr 202400:03:41

Um gut zuzuhören, müssen wir nah genug an den Sprecher herankommen, damit wir verstehen können, was gesagt wird, auch die leisen Zwischentöne. Das ist notwendig für eine gute Kommunikation. Ist der Abstand allerdings zu groß, ist man außerhalb der Hörweite. Dann kann man das Gesagte gar nicht oder zumindest nicht richtig verstehen. In diesem Fall muss man sich dem Sprecher nähern. Wir machen das im Alltag ganz ohne nachzudenken. Aber wenn es auf menschlicher Ebene normal ist, die Hörweite zu suchen, wie können wir dies auf Gott übertragen? Wie können wir uns einem Gott nähern, den wir nicht sehen, und auf »die Worte des HERRN« hören? Was muss ich tun, um Gott richtig zu verstehen?

Annäherung an den Sprecher ist auch hier entscheidend. Allerdings ist das nicht physisch gemeint. Es ist eine Bewegung des Herzens erforderlich, die nicht nur auf das Wort Gottes, sondern auch auf den Gott des Wortes ausgerichtet ist, ein Herz, das sich bewusst macht, wer Gott ist, und instinktiv seine Gegenwart, also seine Nähe sucht. Gott spricht auch heute noch. Dass wir ihn manchmal nicht hören, liegt nur an uns, die wir oft von anderen Dingen abgelenkt sind und seinem Wort nicht die gebührende Aufmerksamkeit schenken. Wir sind nicht in Hörweite, manchmal auch, weil wir uns von ihm entfernt haben. Also müssen wir zu ihm umkehren, zu ihm herantreten, um ihn hören zu können.

Gott redet und er ist denen nah, die ihn von Herzen suchen. Der Ausdruck »eures Gottes!« am Ende des Tagesverses weist ja auf einen nahen Gott hin. Er lädt uns ein, zu ihm zu kommen. Entfernen wir uns also nicht von ihm, sondern nähern wir uns, damit wir in Hörweite sind und damit wir erfassen können, was Gott uns sagen will!

Thomas Kröckertskothen

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Nicht der Gott der Philosophen und Gelehrten18 Aug 202400:06:17

Heute jährt sich der Todestag des französische Mathematikers, Physikers und Literaten Blaise Pascal (1623–1662). Im Alter von 19 Jahren erfand er für seinen Vater, den zu diesem Zeitpunkt obersten Steuereinnehmer Frankreichs, eine der ersten mechanischen Rechenmaschinen, die später Pascaline genannt wurde. Die Bekanntheit seines Namens ist heute zum einen durch sein Berechnungsschema der Binomialkoeffizienten im »Pascalschen Dreieck« verknüpft, zum anderen in der Luftdruckeinheit hPa (Hektopascal), da er als erster die Gesetzmäßigkeiten der Hydrostatik abgehandelt hat.

Gemäß der Überlieferung hatte er 1654, nach einem Unfall mit seiner Kutsche, ein Erweckungserlebnis, das ihn sich fortan neben seinen naturwissenschaftlichen Forschungen existentiell mit den Fragen nach Gott und der Erlösung durch Jesus Christus beschäftigen ließ. Nach seinem Tod fand man ein Gedenkblatt in Form eines Pergamentstreifens in seinem Rock eingenäht, auf dem er in stammelnden Worten beschreibt, dass Gott nicht über das Denken zu finden sei (»Nicht der Gott der Philosophen und Gelehrten«), sondern in Anlehnung an den brennenden Dornbusch (2. Mose 3,6) eine Erfahrung sei »wie Feuer«. Weiter heißt es: »Gewissheit, Gewissheit, Empfinden: Freude, Friede. Der Gott Jesu Christi. Dein Gott ist mein Gott … Er ist allein auf den Wegen zu finden, die das Evangelium lehrt. Größe der menschlichen Seele, gerechter Vater, die Welt kennt dich nicht; ich aber kenne dich.«

So ist Gott zwar in der Schöpfung erkennbar, rettender Glaube entsteht jedoch (wie bei Pascal) in einer persönlichen Beziehung. Wir bekommen sie, wenn wir uns unter unsere Schuld vor Gott beugen und anerkennen, dass Jesus für unsere Schuld stellvertretend gestorben ist.

Bernhard Czech

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»Er musste sterben«14 Apr 202400:04:15

Diese Überschrift eines Online-Artikels ließ mich aufmerken. Was ich dann las, verblüffte mich: Auch 25 Jahre nach seinem legendären Kinoerfolg »Titanic« wird der Regisseur James Cameron mit der Frage konfrontiert, ob die Hauptfigur Jack Dawson, gespielt von Leonardo DiCaprio, nicht auch noch auf die Tür gepasst hätte, auf der seine Geliebte nach dem Untergang der Titanic im eisigen Pazifik trieb – und überlebte. War ihm als Regisseur ein Fehler unterlaufen? Wäre nicht ein einfaches Happy End möglich gewesen, bei dem beide gerettet worden wären?

Um diese Frage endgültig zu beantworten, hat sich Cameron wissenschaftliche Unterstützung geholt. Es wurde eigens ein Floß nachgebaut und Stuntleute spielten mit Sensoren ausgerüstet die Szene in verschiedenen Varianten nach, um die Überlebenswahrscheinlichkeiten zu ermitteln. Das Ergebnis fasst Cameron so zusammen: »Es gab keinen Weg, dass sie beide hätten überleben können. Nur einer konnte überleben. Er musste sterben. Es ist ein Film über Liebe und Opfer und Sterblichkeit. Die Liebe wird an dem Opfer gemessen, das sie bringt.«

Unwillkürlich musste ich an die Kreuzigungsszene aus der Bibel denken. Einer der Mitgekreuzigten rief Jesus spottend zu: Rette dich selbst und uns! Warum tat Jesus das nicht? Hätte Gott, der große Regisseur, dieses »Happy End« nicht einfach machen können?

Aber auch 2000 Jahre später steht unumstößlich fest: Jesus musste sterben. Es gab keinen anderen Weg, auf dem er sein Ziel, Menschen wie mich zu retten, hätte erreichen können. Er musste sterben, um am Kreuz die Strafe für meine Schuld zu bezahlen. Entweder er oder ich, er oder wir. Ich bin dankbar, dass seine Liebe bereit war, bis zum Äußersten zu gehen und dieses Opfer zu bringen.

William Kaal

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Erinnerungskultur13 Apr 202400:03:38

Laut Wikipedia bezeichnet Erinnerungskultur den Umgang des Einzelnen und der Gesellschaft mit ihrer Vergangenheit und ihrer Geschichte. Dazu gehört nicht nur, worauf alle stolz sein können, sondern auch das, dessen man sich schämen muss. Gerade in Deutschland ist das oft vorrangig, z. B. wenn es um das geht, was den Juden in unserem Land in der Zeit des Nationalsozialismus (1933–1945) angetan wurde. Ausdruck dieser Erinnerungskultur sind Gedenkstätten und bestimmte Tage oder Zeiten, an denen man der Opfer gedenkt – zunehmend aber auch derer, die das alles überlebt, an den Folgen aber ihr Leben lang gelitten haben.

Auch Jesus hat seinen Jüngern eine Erinnerungskultur gestiftet, verbunden mit einem einfachen Mahl und den Symbolen Brot und Wein. Auch das Kreuz gehört zur christlichen Erinnerungskultur. Beides erinnert ebenfalls an ein Geschehen, das den Hass von Menschen zum Vorschein brachte. Schon damals war dies gegen einen Juden gerichtet, aber auch gegen den Sohn Gottes, der unermessliches Leid erdulden musste und am Kreuz für die Schuld der Menschen starb.

Warum aber gab Jesus seinen Jüngern Brot und Wein zur Erinnerung an ihn? Das Brot weist hin auf seinen Leib, den er für uns gab. Der Wein weist hin auf sein Blut, das zur Vergebung der Sünden geflossen ist. Beides war Grundlage der Erlösung von Menschen und notwendig, damit wir mit Gott versöhnt werden können. Es drückt aus, wie eng Christen mit ihrem Retter und untereinander verbunden sind, denn sie feiern nicht allein, sondern gemeinsam dieses Gedächtnismahl. Sie müssen dabei nicht trauern oder sich schuldig fühlen. Sie können sich freuen, weil darin die Liebe Gottes immer wieder in Erinnerung gebracht wird, die denen Heil bringt, die an Jesus glauben.

Joachim Pletsch

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Einfach Gras darüber wachsen lassen?12 Apr 202400:05:07

Letztes Jahr machten wir in unserem Garten eine interessante Entdeckung: Als wir in einer Ecke etwas Ordnung schafften, lugte unter einem Verschlag Betonboden hervor. Wir dachten zunächst, lediglich eine kleine Fläche sei davon betroffen. Als wir aber mit dem Graben fortfuhren und die Grasnarbe Stück für Stück entfernten, wurde klar, dass es sich doch um eine größere Fläche handelte. Letztendlich kam heraus, dass dort vor langer Zeit eine sehr große Betonplatte eingelassen worden war, die das Gras mittlerweile komplett überdeckte.

Dieses Erlebnis erinnert an die Redewendung, dass man »Gras über etwas wachsen lässt«. Wenn man über ein Problem Gras wachsen lassen will, dann hofft man insgeheim, es werde von ganz allein in Ordnung kommen oder zumindest in Vergessenheit geraten. So wie die Betonplatte: Sie war immer noch da, blieb lange vergessen, tauchte dann aber plötzlich wieder auf.

Auch wenn so manche Schuld für einen Menschen in Vergessenheit geraten ist, heißt das nicht, dass sie verschwunden ist. Sie ist nur »unter dem Gras« verborgen. Und wie sieht Gott das? Verliert er unsere Schuld aus dem Blick? Nein! Alles, was seinem Maßstab nicht entspricht, ist und bleibt für ihn sichtbar, ob nun »nur« ein schlechter Gedanke oder gar der Mord an einem Menschen.

Das klingt hart, oder? Gibt es da überhaupt eine Möglichkeit, mit Gott ins Reine zu kommen? Nur, wenn die Schuld beseitigt wird. Und genau das tat Jesus Christus am Kreuz für uns! Wer das Gras aufdeckt und seine Sünde und Schuld vor ihm bekennt, dem vergibt Gott seine Sünden, nimmt sie weg und wirft sie in die unzugänglichen Tiefen des Meeres! Jesus will kein »Gras« über unsere Schuld wachsen lassen, sondern »die Betonplatte« restlos beseitigen!

Gabriel Herbert

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