Ist Robert Lewandowski wirklich der beste Spieler der Welt? Was macht die Pässe von Toni Kroos so unvergleichlich präzise? Warum sind Thomas Müllers Qualitäten erst auf den dritten Blick erkennbar? Wir reden weniger über Taktik als über das, worauf es im Fußball wirklich ankommt: die Individualität der Spielerinnen und Spieler. Die ZEIT-Sportredakteure Oliver Fritsch und Christian Spiller besprechen in jeder Folge einen Fußballer in all seinen Facetten und lassen dabei auch Scouts, Trainerinnen und Berater zu Wort kommen.
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Wie man einen Podcast beendet, steht in keinem Lehrbuch. Also muss ein
Weg gefunden werden. Ein letztes Mal versammeln sich die Hosts des
Fußballpodcasts "Kicken kann er", Oliver Fritsch, Christian Spiller und
Fabian Scheler, um Abschied von ihrem Format zu nehmen. Nach fast vier
Jahren und 89 Folgen ist Schluss.
Gefeiert wird das Ende mit Mister X. Der professionelle Scout, der in
den vergangenen Jahren Fußballer bewertet und analysiert hat, ist für
diese Folge zugeschaltet. Die Hosts legen ihm die ewige Tabelle aller
besprochenen Spieler vor und lassen ihre eigenen Bewertungen
korrigieren.
Überhaupt werden in der letzten Folge noch letzte Dinge diskutiert:
Welcher Spieler hätte noch besprochen werden sollen? Welcher Trainer
fehlt? Wo lagen die Hosts mit ihren Einschätzungen falsch? Und natürlich
küren sie ihre fünf Lieblingsfolgen aus vier Jahren "Kicken kann er".
Angetreten sind die Hosts, um die Aufmerksamkeit der Hörerinnen auf das
zu lenken, was im Fußball wirklich zählt: die Individualität der
Spielerinnen und Spieler. Was machte den Pass von Toni Kroos so
besonders? War Nick Woltemade nur ein Hype? Und wo hat Harry Kane trotz
seiner vielen Tore seine Schwächen?
Nun, am Ende aller Tage, prüfen sie, wie weit sie mit diesem Ansatz
gekommen sind, und diskutieren mit Mister X die Unterschiede, wie über
Fußball in Europa debattiert wird. Das war es dann.
"Kicken kann er" war der Fußballpodcast der ZEIT. Er erschien alle zwei
Wochen und widmete sich den besten Fußballern und Fußballerinnen unserer
Zeit. Wir redeten weniger über Taktik als über das, worauf es im Fußball
wirklich ankommt: die Individualität der Spieler. Schreiben Sie uns!
Kritik zur Sendung und Abschiedsgrüße nehmen wir unter fussball@zeit.de
entgegen.
Links zur Sendung:
Die ewige Powercard-Tabelle
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Zinédine Zidane – das Zauberwort heißt Aura
Épisode 87
mercredi 10 décembre 2025 • Durée 01:12:44
Seit Jahren wünschen sich unsere Hörerinnen und Hörer immer wieder
Zinédine Zidane. Dem wird der Fußball-Podcast der ZEIT, Kicken kann er,
endlich gerecht. „Er ist mein Favorit“, sagt Fabian Scheler, einer der
beiden Hosts. „Er ist der GOAT.“ Der Größte aller Zeiten. Zidane verfüge
über etwas, das nur den wenigsten gegeben sei, fügt Oliver Fritsch, der
zweite Host, hinzu. „Und das ist Aura.“
Was machte seine Klasse auf dem Platz aus, was genau konnte er am Ball?
Zidane war der erste beidfüßige Dribbler. Dadurch gelang es ihm, den
Ball zu behaupten und durch Gegenspieler hindurch zu dribbeln. In den
Neunzigern wurde er Profi, zu einer Zeit, als die Räume auf dem Platz
durch eine taktische Revolution aus Italien immer dichter wurden.
„Zidane hat dieses Netz durchrissen“, sagt Fritsch. „Er hat dem Fußball
die Freiheit zurückgegeben.“
Bei Zidane kam etwas zum Ausnahmetalent hinzu: Er war da, wenn es galt,
und schoss in bedeutenden Endspielen Tore. Er war allerdings auch ein
Hitzkopf, so sah er gleich in zwei WM-Turnieren die Rote Karte. Bei
manchen seiner Fans steigerte das sogar die Bewunderung.
Wie sehen Sie es: Zidane oder Pelé? Zidane oder Beckenbauer? Zidane oder
Maradona? In der Power Card, mit der die Hosts die Spieler bewerten,
kommen sie zu einer neuen Bestmarke.
"Kicken kann er" ist der Fußballpodcast der ZEIT. Er erscheint alle zwei
Wochen und widmet sich den besten Fußballern und Fußballerinnen unserer
Zeit. Wir reden weniger über Taktik als über das, worauf es im Fußball
wirklich ankommt: die Individualität der Spieler. Alle Folgen finden Sie
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Szenen und Texte, über die wir gesprochen haben:
- Zidane und Cannes
- der Cuauhtémoc
- der Zidane-Walzer
- black, blanc, beur
- WM-Finale 2006 in ganzer Länge
- Zidane gegen Deutschland 2001
- Terror im französischen Fußball
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So viel Raum braucht die Nationalelf
Épisode 86
mercredi 26 novembre 2025 • Durée 01:02:41
Julian Nagelsmann bezeichnete David Raum jüngst als "Kaugummi". Das war
wohl nett gemeint, im Sinne von: Er hält die Mannschaft zusammen. Und
tatsächlich finden die Hosts von "Kicken kann er", dem Fußballpodcast
der ZEIT, Gefallen an diesem Wort. Denn: "David Raum wird man nicht
los", sagt Oliver Fritsch. "Seine Stärke ist sein Glaube. Der Glaube an
die Chance, die kommen wird."
David Raum ist auf dem besten Weg, eines der Gesichter der Nationalelf
zu werden. Nicht so sehr wegen seiner feinen Füße oder strategischen
Fähigkeiten. Aber wegen etwas, das eben auch zum Fußball gehört: Wille,
Einsatz, Leidenschaft. "Er liefert intensiven physischen Fußball", sagt
Fritsch. "Solche Spieler hat man lieber in der eigenen Mannschaft, als
gegen sie zu spielen", sagt Christian Spiller.
Raum ist der Beweis dafür, dass Mentalität im Fußball Qualität schlagen
kann. Dabei enthält sein Spiel auch immer das Scheitern. Aber das ist
okay. Raum ist niemand, der zu groß darüber nachdenkt. Er ist kein
Zauderer, keiner, der sich klein machen lässt. Und er erkennt seine
eigenen Grenzen. Nur wenige Fußballer reden öffentlich mit so viel
Selbstironie über die eigenen Fähigkeiten wie Raum. Fritsch findet aber
auch, ein Team darf nicht zu David-Raum-haft werden. Das ist nicht gut
für die Balance, dann fehlen die Feinheiten. "Eine Mannschaft, deren
Stil von David Raum geprägt ist, wird nicht Weltmeister", sagt Fritsch.
Die Hosts bilanzieren auch das deutsche Länderspieljahr und wagen eine
Prognose für die WM 2026. Spiller glaubt, an einem guten Tag kann die
DFB-Elf jedes Team schlagen. Falls man aber mal nur einen mittelmäßigen
Tag erwischt, was bei einem Turnier zwangsläufig passieren wird,
bräuchte es eine Spielidee als Sicherheitsnetz. Und rundum sind zu viele
Fragen offen.
Außerdem im Podcast: Ganz viele Tattoos und die besten Flankengötter.
"Kicken kann er" ist der Fußballpodcast der ZEIT. Er erscheint alle zwei
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Szenen und Texte, über die wir gesprochen haben:
- Typisch David Raum, ab 0:58
- David Raum über seine Stärken
- David Raum über Mentalität
- Bend it like Beckham
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So real ist der Hype um Lennart Karl
Épisode 85
mercredi 12 novembre 2025 • Durée 54:39
Oliver Fritsch, Host von "Kicken kann er", dem Fußballpodcast der ZEIT,
schickt dieser Folge einen Disclaimer voran: "Wir schöpfen in der
Analyse nicht aus dem Vollen." Das liegt aber nicht an unserer
Bequemlichkeit. Lennart Karl hat noch keine vier Stunden Bundesliga
gespielt. Dennoch aber glauben wir, ähnlich wie der Bayerntrainer
Vincent Kompany, schon so viel Talent zu erkennen, dass wir ihm eine
ganze Folge widmen können.
"Ich sehe kein herausragendes, Messi-ähnliches Talent, das sich unter
allen Umständen auf jeden Fall durchsetzen wird. Aber ich sehe sehr,
sehr viel", sagt Fritsch. Für seinen Co-Host Christian Spiller ist
allein schon der Fakt, dass er in diesem Alter für den FC Bayern
aufläuft und maximal eingebunden wird, ein Zeichen für den Respekt
seiner Mitspieler und damit auch sein großes Talent.
Fritsch schwärmt besonders von Karls Beschleunigung aus dem Stillstand
heraus. "Dieser Speed ist für einen Dribbler schon die halbe Miete",
sagt er. "Das ist sein größter Vorteil, der ihm zu einer großen Karriere
verhelfen kann." Spiller ist vom Mut des Teenagers begeistert. "In
diesem Alter in so einer Mannschaft nicht einfach nur mitspielen zu
wollen, sondern sich etwas überlegen, etwas kreieren, das Spiel seiner
Mannschaft nach vorne bringen wollen, das ist außergewöhnlich."
Die Hosts klären auch die Frage, ob es besonders schwer ist, in so einer
starken Mannschaft wie dem FC Bayern Spielzeit zu bekommen, oder ob die
geölte Maschine es einem Talent nicht sogar leichter macht. Und beide
stellen fest, dass das Problem des Fußballlandes nicht die Talente sind,
sondern eher die, deren Aufgabe es ist, aus den Talenten auch
Weltmeister zu machen.
Außerdem im Podcast: Zwei Bayernspieler für Mister X, eine kleine Top 5
und die Beatles sind natürlich auch wieder dabei.
Szenen und Texte, wie wir in dieser Folge besprochen haben:
- Karls Tor gegen Brügge
- Sein Tor als 10-Jähriger
- Dingsda mit Icke und Litti
- Buch über das EM-Halbfinale 1982
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Alejandro Grimaldo, der Freistoß-Philosoph
Épisode 84
mercredi 29 octobre 2025 • Durée 01:11:32
Wer gegen Bayer Leverkusen spielen muss, vermeidet am besten eine heikle
Situation: bloß kein Foul in der Nähe des Strafraums. Denn dann tritt
ein Künstler auf, bei dem eine gute Chance besteht, dass er fünf
Freistöße zu sechs Toren verwandelt. Der Spanier Alejandro Grimaldo hat
sich auf diese Disziplin spezialisiert. Das Tor ist nicht zu verhindern,
wenn er ihn perfekt trifft. Er ist der beste Freistoßschütze Europas,
auch wegen seiner Tore wurde Bayer Leverkusen im vorigen Jahr Meister.
Und so nerdig, wie er über seine Technik redet, hat er diesen Teil des
Spiels auch vollständig durchdrungen. Er ist der Freistoß-Philosoph.
Doch die Frage ist: Was kann er noch, außer Freistöße?
Das ist das Thema in der neuen Episode des ZEIT-Fußballpodcasts. Schon
mit 12 Jahren ging Grimaldo in die berühmte Jugendakademie des FC
Barcelona: "Man sieht die Barcelona-Schule: genaues Passspiel,
Raffinesse und ein bisschen Kunst", sagt Oliver Fritsch, einer der
beiden Hosts. Und Fabian Scheler, der zweite Host, ergänzt Grimaldos
Ausdauer. Gemeinsam ergründen sie seine perfekte Schusstechnik, die dazu
geführt hat, dass er in der Hierarchie bei Bayer Leverkusen aufgestiegen
ist.
Doch Grimaldo will noch weiter. Auch wenn Barcelona für ihn einst keine
Verwendung hatte und er über Lissabon nach Deutschland kam, macht er
keinen Hehl daraus, dass er auf die große Bühne möchte. Offen spricht er
davon, künftig in seinem Heimatland bei Real Madrid oder dem FC
Barcelona spielen zu wollen. Doch reicht es dafür? Die Hosts blicken auf
seine fehlende Zweikampf-Exzellenz und sind skeptisch. Auch in Spaniens
Nationalmannschaft hat er bisher keinen Platz.
"Es ist eigentlich paradox", sagt Scheler, "denn Grimaldo will von der
Position aus Einfluss aufs Spiel nehmen, von der es am schwierigsten
ist." Außenverteidiger? Spielmacher? Außenstürmer? Man wisse gar nicht
so recht, was er eigentlich genau ist, sagt Fritsch. Die Hosts nehmen
das auch zum Anlass, um über die Evolution der Position im Laufe der
Fußballjahrzehnte zu reden.
Außerdem gibt es hot takes zur Leverkusener Zukunft, Mister X gibt der
immer schwelenden deutschen Torwartdebatte neuem Zunder und Scheler muss
nach zahlreichen Hörerinnen-Hinweisen einige Dinge aus der vorigen Folge
richtigstellen. Wie immer beschließt die Power Card die Sendung.
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nehmen wir unter fussball@zeit.de entgegen. Unseren Bluesky-Account
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Szenen und Texte, über die wir gesprochen haben:
- Alle Freistoßtore von Alejandro Grimaldo
- Die Szene: Xabi Alonso und Alejandro Grimaldo im Training
- Grimaldo-Interview mit der "Süddeutschen Zeitung"
- Bayer Leverkusen: Von Neverkusen zu Neverlosen
- Hakan Çalhanoğlus Freistoß gegen den BVB
- Tor des Monats von Günter Netzer
- "Spiegel"-Podcast: "Die Akte Kasia Leonhardt"
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Nico Schlotterbeck ist der aufregendste deutsche Verteidiger – auch der beste?
Épisode 83
mercredi 15 octobre 2025 • Durée 01:11:29
Er ist nach vielen Monaten Verletzungspause zurück: Nico Schlotterbeck
spielt wieder und versucht mit seinem BVB gleich, den Lauf der Bayern zu
stoppen. Auch der Bundestrainer Julian Nagelsmann setzte sofort wieder
auf den Linksfuß. Aber wie gut ist Schlotterbeck wirklich? Ist er der
derzeit beste deutsche Verteidiger des Landes?
An dieser Frage arbeiten sich Christian Spiller und Fabian Scheler, die
beiden Hosts des Fußballpodcasts Kicken kann er, in der neuen Folge ab.
"Er ist jedenfalls der aufregendste deutsche Abwehrspieler", sagt
Spiller und hebt Schlotterbecks Stärken hervor: seine Zweikampfstärke
natürlich. Was Schlotterbeck aber vor allem auszeichnet, ist sein
Offensivdrang. Nur wenige Verteidiger denken und passen so offensiv wie
er. Schelers' Einwand: "Ist das ein großes Lob für einen Verteidiger?"
Mit dieser Frage beginnt die Diskussion um Risikoaversion und
Fehleranfälligkeit. Darum, was eigentlich die Aufgabe eines
Abwehrspielers ist: Solide verteidigen und bloß keinen Fehler machen.
Oder auch mal was wagen. Spiller traut Schlotterbeck zu, der beste
deutsche Verteidiger zu werden, Scheler sieht Anzeichen einer
Überbewertung. Noch gut in Erinnerung sind die beiden Niederlagen gegen
Japan. Die eine leitete das deutsche WM-Aus 2022 ein, die andere war das
letzte Spiel für Hansi Flick als Bundestrainer. Bei beiden wurde nach
dem Spiel über Schlotterbeck diskutiert.
Welche Rolle wird Schlotterbeck künftig in der Nationalmannschaft
spielen? Und welche Innenverteidiger sollen für Deutschland auflaufen?
Die Hosts suchen und finden ihre Lieblingsformation und nicht in jeder
ist Nico Schlotterbeck dabei.
Mister X widmet sich dem jüngsten Auslöser für Kölner Europapokal-Träume
und in den Top 5 suchen die Hosts die besten Brüderpaare des
Weltfußballs. Und jetzt sind Sie gefragt: Die Kommentare zur Folge sind
auf Spotify freigeschaltet, dort findet sich auch eine Umfrage. Außerdem
gibt es jetzt einen Kicken-kann-er-Bluesky-Account. Falls Sie folgen und
diskutieren mögen.
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Szenen und Artikel, über die wir gesprochen haben:
- Die Szene
- Deutschland – Japan 1:2
- Deutschland – Japan 1:4
- Deutschland – Italien 3:3
- Borussia Dortmund – Atlético Madrid 4:2
- Dortmund – Leipzig 1:1
- DFB-Pokal Endspiel 2022
- EM 2024: Deutschland muss auf einen neuen Schlotterbeck hoffen
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Ousmane Dembélé, der beste beidfüßige Fußballer der Welt
Épisode 82
mercredi 1 octobre 2025 • Durée 01:07:28
Es ist ein Satz, für den man vor nicht allzu langer Zeit einige Lacher
kassiert hätte: Ousmane Dembélé hat die wichtigste individuelle
Auszeichnung im Fußball gewonnen, den Ballon d’Or. Er ist der beste
beidfüßige Fußballer der Gegenwart. "Interessanterweise zeigt sein Fall
aber auch: Individualität muss im Fußball gelenkt werden, erst dann
entfaltet sie ihre wahre Kraft", sagt Fabian Scheler, einer der Hosts
des Fußballpodcasts "Kicken kann er". Und deshalb steht die neue Folge
über den 28-jährigen Franzosen ganz im Zeichen der Frage: Warum klappt
jetzt das, was in den Jahren zuvor nicht funktioniert hat?
Denn Dembélé galt bereits seit seinem Wechsel von Dortmund nach
Barcelona als potenzieller Kandidat für den Award. Das war 2017. Danach
blieb er vielen allerdings nur wegen seines Sitzfleischs als streikender
Profi in Erinnerung, oder als Dauergast im Rehazentrum von Barcelona.
Beinahe wäre seine Karriere tragisch ausgetrudelt. Doch lag es an der
Pariser Luft, oder was brachte die Wende? Diese Frage ergründen die
Hosts. Schnell landen sie dabei bei den wichtigsten Trainern von
Dembélé: Luis Enrique, der Paris Saint-Germain zum Champions-League-Sieg
geführt hat. Und Didier Deschamps, Frankreichs Nationaltrainer. "Sie
haben ihn erzogen", sagt Oliver Fritsch, der zweite Host des
Fußballpodcasts. Deschamps wechselte Dembélé im WM-Finale 2022 noch vor
der Halbzeit aus, was von Dembélé erstaunlicherweise akzeptiert wurde
und der Mannschaft half. "Man könnte alleine über dieses Manöver und
seine Bedeutung ein Buch schreiben", sagt Fritsch.
Enrique wiederum hat Dembélé eine neue Rolle gegeben. Er zog Dembélé von
der Außenbahn in die Mitte. Dembélé ist nun der Erste, der den Gegner
attackiert, er hat mehr Verantwortung fürs Kollektiv. "Luis Enrique hat
aus einem unsteten Genie einen entscheidenden Teamplayer gemacht", sagt
Fritsch, und für diese Teamleistung wurde Dembélé nun mit der höchsten
individuellen Auszeichnung im Fußball belohnt. Er steht damit auch
sinnbildlich für das neue Paris.
Seine enorme Geschwindigkeit ist das eine, aber auch sein Antritt und
wie er beschleunigt und seine Läufe timt, verdienen Beachtung. Die Hosts
rätseln über seine 100-Meter-Zeit, "wahrscheinlich könnte er aber auch
200 Meter rennen", sagt Fritsch, und: "Dembélé ist ein Naturereignis im
Stadion – sein Flow und seine Ballmitnahme ins Tempo sind
hypnotisierend."
Außerdem sind die Hosts angesichts der Vergabe des Ballon d’Or féminin
an Aitana Bonmatí etwas ratlos. In den Top 5 wird dieses Mal der
Streikführer unter den Fußballprofis gesucht. Und Mister X fragt: Na,
Werder, wieder gepennt?
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Szenen und Artikel, über die wir gesprochen haben:
- Champions-League-Halbfinal-Hinspiel Arsenal gegen PSG
- "Ousmane Dembélé and the art of pressing"
- "Can Barcelona sell Dembéelée? He is shit"
- Ousmane Dembélé: Vom Messie zum Messi
- Ousmane Dembélé: Wie viel ist dieser Mann wert?
- Paris Saint-Germain: Das müsste den Romantikern doch gefallen
- PSG: Es war die Abkehr vom Prinzip Katar, die PSG den Erfolg brachte
- Ann-Katrin Berger: Die überriskante Torfrau
- Kicken kann sie: Aitana Bonmatí, Cruyffs Erbin
- Über Sportlereltern: "Gerhart Polt – Longline"
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Er hat Manuel Neuers Hände, aber nicht seine Füße
Épisode 81
mercredi 17 septembre 2025 • Durée 59:38
Caspita! Noch nie haben die Hosts von Kicken kann er, dem Fußballpodcast
der ZEIT, einen italienischen Fußballer analysiert. Dass sie sich nun
Gianluigi Donnarumma, einem Torwart, widmen, hat Gründe. Zum einen
produziert Italien nicht mehr so viele Spitzenfußballer wie einst. Und
zum anderen ist Donnarumma ein Guter.
"Donnarumma ist Italiens bester Fußballer und einer der besten Torhüter
der Welt“, sagt Oliver Fritsch. Der Keeper wirkt, als ob er schon ewig
dabei wäre, obwohl er erst 26 Jahre alt ist. Und dennoch wurde sein
Spiel von seinem Ex-Arbeitgeber Paris St. Germain für zu veraltet
befunden. Dabei war es der Italiener, der in der vergangenen Saison
einen sehr großen Anteil daran hatte, dass PSG zum ersten Mal die
Champions League gewinnen konnte.
"Er ist auf der Linie gleich stark wie Manuel Neuer", sagt Fritsch, was
einer Adlung gleichkommt. Donnarumma macht das Tor klein, ist für seine
Größe extrem schnell in den Ecken. "Wenn auf jemanden die Phrase 'Er
kratzt den Ball von der Linie‘ zutrifft, dann auf ihn“, sagt Christian
Spiller. Der Italiener ist quasi ein Torwart-Torwart, der macht, wofür
die Position erfunden wurde: Bälle abwehren.
Doch das Torwartspiel hat sich weiterentwickelt. Mit dem Ball am Fuß,
sei es im Spielaufbau oder wenn es darum geht, die eigenen Stürmer mit
langen Pässen einzusetzen, hat Donnarumma Probleme. Umso
verwunderlicher, dass ihn ausgerechnet Manchester City haben wollte,
dessen Trainer Pep Guardiola mitspielende Torhüter eigentlich wichtig
sind.
Die Hosts reden auch über ihre fünf italienischen Lieblingsfußballer,
schwärmen von einem Abwehrspieler nach dem anderen und fragen sich, ob
das Fußballland Italien gerade seine Identität verliert. Außerdem im
Podcast: Oli Fritschs eigene Erfahrungen als Torwart,
Woltemade-Vergleiche von Mister X und der beste Eisladen Berlins.
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- Das Kimmich-Musiala-Gegentor
- Paraden-Parade
- Abschiedsrunde von Francesco Totti
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Luis Díaz, ein Geschenk für jeden Trainer
Épisode 80
mercredi 3 septembre 2025 • Durée 01:02:21
Zuerst sind da all die Sachen, die man bei ihm nicht sehen wird:
Abwinken, stehenbleiben, Schultern hängen lassen. Denn der prominenteste
Zugang für die Bundesliga nach diesem Sommer, der Kolumbianer Luis Díaz,
ist ein Kämpfer und Energiebündel, sagt Oliver Fritsch, einer der Hosts
des Fußballpodcasts Kicken Kann Er: "Er fällt nie um", sagt Fritsch und
ist damit ein Glücksfall für jeden Trainer. Der Charakter stimmt,
außerdem zieht Díaz schnell und fest ab.
"Verteidiger können sich nicht wirklich auf ihn einstellen", sagt Fabian
Scheler, der zweite Host, denn Díaz liebt es, sie zu locken und zu
narren. Aber sein nimmermüder Stil zwingt ihn auch zu Pausen. Zudem wird
es interessant sein, wie er gegen die vielen tief stehenden Gegner in
der Bundesliga ins Spiel finden wird. Außerdem sei seine
Chancenverwertung noch ausbaufähig, sagt Scheler.
Die Hosts nehmen den Transfersommer auch zum Anlass, um über die Lage er
der Liga zu sprechen. "Der Transfer kann passen, auch wenn er sehr teuer
war", sagt Fritsch und meint damit die nächste und übernächste
Bayern-Meisterschaft. "Den Bayern wird es in Deutschland sehr leicht
gemacht", sagt Fritsch, bei Transfers wie dem von Díaz hätten sie keine
nationale Konkurrenz.
Doch dass die Bayern so viel Geld für einen 28-Jährigen ausgeben
wollten, zeigt auch, dass sie Fehler der Vergangenheit teuer bezahlen.
Andere Mannschaftsteile, etwa das defensive Mittelfeld und die Abwehr,
machen hingegen auch in der neuen Saison Sorgen. "Vielleicht soll Díaz
ja den Zweck erfüllen: Vorne einfach immer eins mehr als hinten", sagt
Scheler.
Die Hosts wagen eine Saisonprognose, auf die sie sich in den nächsten
Monaten gerne festnageln lassen. Außerdem ist Mister X wieder da und In
den Top 5 küren die Hosts die besten Südamerikaner, die nicht aus
Argentinien, Brasilien oder Uruguay kommen.
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- Länderspiel 2023: Tor von Diaz bei Deutschland – Kolumbien (0:2)
- Dribbling gegen Manchester City
- DFB-Pokal: FC Bayern gegen Wehen Wiesbaden
- Bundesliga-Auftakt: FC Bayern gegen RB Leipzig
- Deutschland – Kolumbien 1990
- Luis Diaz in Lederhosen und Akkordeon
- Best of Diomedez Diaz
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Chloe Kelly: Die Frau, die fester schießt als viele Männer
Épisode 79
mercredi 20 août 2025 • Durée 59:16
Wir müssen über Chloe Kelly reden. Die EM 2025 liegt schon ein paar Tage
zurück, doch die Heldin Englands verdient eine Würdigung durch "Kicken
kann sie", den Fußballpodcast der ZEIT. In allen drei K.-o.-Spielen des
Turniers rettete sie nach ihrer Einwechslung ihre Mannschaft vor der
Niederlage und führte sie zum Sieg und letztlich zur Titelverteidigung.
So viel Einfluss hat ein Joker noch nie auf ein Turnier gewonnen.
"Sie ist die erste Frau, die zwei EM-Endspiele entschied", sagt
Christian Spiller, einer der zwei Hosts, und erinnert an Kellys Siegtor
im Finale 2022 gegen Deutschland. Die Hosts analysieren auch ausführlich
den entscheidenden Elfer zum Titel in diesem Jahr. Denn ihre Elfmeter
sind ikonisch. Dabei absolviert sie beim Anlauf einen Pferdchensprung.
"Ich glaube, das ist keine rein artifizielle Bewegung", sagt der zweite
Host Oliver Fritsch, "sondern baut eine Vorspannung auf."
Angeblich belegen Daten, dass Kellys Elfmeter härter als jeder Schuss in
der Premier League gewesen sei. "Vielleicht ist da aber etwas
schöngerechnet", sagt Spiller. Dennoch: Möglicherweise ist Kellys
Technik ein Indiz dafür, dass Frauen Männern gegenüber beim Schuss einen
physischen Vorteil haben könnten. "Kelly zieht ihr Bein voll bis in die
Waagerechte durch", sagt Spiller.
"Sie ist aber viel mehr als Elfmeter", sagt Fritsch. Kelly sei eine
dribbelstarke Flügelspielerin, die Tore schießt und vorbereitet. Ihre
Flanken führten zu mehreren wichtigen Treffern, zuletzt im Finale gegen
Spanien. "In der Schweiz war sie MVP", sagt Fritsch, "den Ballon d'Or
darf sie meinetwegen auch gewinnen."
Die Hosts debattieren auch über Kellys exzentrischen Jubel, die Frage,
ob es im Sinne der Gleichstellung ist, wenn auch Fußballerinnen Allüren
entwickeln, und wussten Sie, dass die Beatles Heavy Metal erfunden
haben?
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- Chloe Kelly Crazy Skills & Goals
- ARD-Doku über deutsche Fußballpionierinnen
- Harry Maguire Penalty
- Tore von Matt Le Tissier
- Haben die Beatles Heavy Metal erfunden?
- Ja.
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