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Explorez tous les épisodes du podcast Kicken kann er
Plongez dans la liste complète des épisodes de Kicken kann er. Chaque épisode est catalogué accompagné de descriptions détaillées, ce qui facilite la recherche et l'exploration de sujets spécifiques. Suivez tous les épisodes de votre podcast préféré et ne manquez aucun contenu pertinent.
| Titre | Date | Durée | |
|---|---|---|---|
| Granit Xhaka oder warum Leverkusen wieder Meister wird | 21 Aug 2024 | 01:04:05 | |
Am Freitag beginnt die Bundesliga und schon wieder hat sich Leverkusen
im Supercup in letzter Minute gerettet und den nächsten Titel gesammelt.
Auch wenn dieser Pokal für manche die gleiche Bedeutung hat wie AGB
lesen: Xabi Alonso macht damit weiter, wo er aufgehört hat.
Kicken Kann Er beendet seine Sommerpause deshalb mit einem der
wichtigsten Spieler der vergangenen Saison, dem die beiden Hosts auch in
der neuen Spielzeit Großes zutrauen: Granit Xhaka ist Thema im
Fußballpodcast von ZEIT ONLINE. Der Schweizer hatte erheblichen Anteil
an Leverkusens Meisterschaft und Pokal: "Haben sie mit ihm im Sommer
2023 den Titel eingekauft?", fragt Fabian Scheler. Diese Frage
deklinieren er und Oliver Fritsch anhand von Xhakas Stärken und
Schwächen durch.
Xhaka kam 2012 nach Mönchengladbach und ging vier Jahre später in die
Premier League zu Arsenal. Seit einem Jahr ist er zurück in Deutschland:
"Perfekt für unseren Podcast", sagt Scheler, "man möchte doch jetzt
wissen, wie groß der Anteil von Xhaka am Leverkusener Erfolg ist."
Fritsch fasst seine These zum Spieler dieses Mal in ein einziges Wort:
"Xhaka ist sauclever." Er habe sich und den Fußball verstanden, ihn
genutzt zum sozialen Aufstieg und wird ihm auch noch als Trainer wohl
lange erhalten bleiben.
Das macht ihn einzigartig, sagt Scheler, weil Xhaka der einzige
Spielertrainer der Bundesliga ist. Xhaka macht parallel zu seiner
Bundesligakarriere den Trainerschein bei Union Nettetal. Deswegen ist es
kein Zufall, wie er und Alonso auf und neben dem Platz miteinander
kommunizieren. "Seine größte Stärke: Er hat eine Aufgabe für sich
gefunden", sagt Fritsch, und dass er auch erkennt, welchen Anteil der
Trainer hat. "Ich könnte ihm ewig zuhören", sagt Fritsch.
Xhaka ist Schweizer Rekordnationalspieler und die Top 5 küren in dieser
Folge die besten Schweizer, denn bei Xhaka gibt es Federer-Vergleiche.
Die Hosts möchten den Stolz der Schweizer auf die Secondos, wie die in
der Schweiz geborenen Kinder von Immigranten genannt werden, auch nicht
bremsen. Doch es gibt fachliche Gründe, wegen der man vorsichtig bei
Federer-Analogien sein muss. "Bei Arsenal wurde Xhaka aussortiert", sagt
Fritsch, "weil dort seine Grenzen erkannt wurden."
Die erste Folge vor der neuen Saison nehmen die Hosts auch zum Anlass,
eine kleine Bundesligaprognose zu wagen. Und Fritsch legt sich fest:
Leverkusen wird seinen Titel verteidigen. Doch beide erinnern sich auch
an das verlorene Finale in der Europa League gegen Bergamo: "Das könnte
ein Omen gewesen sein", sagt Fritsch, "das war nicht nur ein schlechter
Tag."
Und wie in jeder Folge bespricht der anonyme Scout "Mister X" zwei
Spieler: Einen vielversprechenden Dortmunder Neuzugang. Und einen der
Weltmeister von 2014.
"Kicken kann er" ist der Fußballpodcast von ZEIT ONLINE. Er erscheint
alle zwei Wochen und widmet sich den besten Fußballern und
Fußballerinnen unserer Zeit. Wir reden weniger über Taktik als über das,
worauf es im Fußball wirklich ankommt: die Individualität der Spieler.
Alle Folgen des Podcasts finden Sie hier, alle Powercard-Wertungen hier.
Schreiben Sie uns! Kritik zur Sendung und Vorschläge für Mister X nehmen
wir unter fussball@zeit.de entgegen.
Szenen und Texte, über die wir im Podcast gesprochen haben:
- DFB-Pokalfinale
- Europa League Finale
- Trainerschein: "Granit Xhaka | PFA UEFA A Licence | Coaching"
- FAZ-Interview mit Granit Xhaka: "Xabi Alonso läuft manchmal mehr als
wir"
- Guardian: Arteta salutes Granit Xhaka’s ‘crucial’ influence on
Arsenal before final bow
- The Athletic: The ingredients behind Granit Xhaka’s Arsenal
redemption arc
- The Athletic: Dear Granit Xhaka: It has been passionate, complicated
and very, very memorable
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| EM-Spezial: "England muss man erst mal vom Platz schieben" | 13 Jul 2024 | 00:40:27 | |
Kaum zu glauben, aber diese Europameisterschaft endet schon wieder. Von
Woche zu Woche haben die Hosts des Fußballpodcasts alles besprochen, was
sie gesehen und erlebt haben, um sich dann doch jedes Mal mit dem
englischen Gekicke beschäftigen zu müssen.
England oder Spanien wird der neue Europameister. Ausführlich besprechen
vier Hosts, warum England trotz "argem Standfußball" (Oliver Fritsch)
und "einem fehlenden Spielgestalter" (Tammo Blomberg) die Chance dazu
bekommt. Es wirke ein bisschen, als hätten die Engländer sich endlich
die Warnungen vor ihrem eigenen Spiel zu Herzen genommen, sagt Nico
Horn, der zum ersten Mal bei "Kicken kann er" zu Gast ist.
Englands Trainer Gareth Southgate wird sagen, im Rückblick habe alles
Sinn gemacht, glaubt der vierte Host, Fabian Scheler. Vor allem er muss
sich seit Wochen heftige Kritik anhören. Bei dem Bashing will Fritsch
nicht mitmachen, denn England sei schwer zu schlagen, auch wenn es sich
mit initiativem Spiel schwertut: "Declan Rices Spiel ist so modern wie
die Überziehdecke im Hotel in Bristol", sagt er. Doch er und seine
"teammates" bringen andere Eigenschaften mit, etwa die Physis. Die muss
man erst mal vom Platz schieben, sind sich die Hosts einig.
Ganz anders der Finalgegner Spanien. Angeführt vom Mittelfeldduo Rodri
und Fabián Ruiz ist es die Mannschaft mit der höchsten Spielkultur.
Prinzip Ordnung hat sich durchgesetzt, sagt Fritsch. Horn ist
überrascht, wie dominant die Spanier sind. Und trotzdem finden die Hosts
in der Analyse auch die eine oder andere Schwäche, die sich in den
bisher sechs Turniersiegen gezeigt hat. Und: "Spanien muss sich seine
stilprägende Niederlage erst noch abholen", orakelt Tammo Blomberg.
Dann würdigen die Hosts noch die spielerischen Trends, die sie bei
diesem Turnier entdeckt haben, küren die Spieler des Turniers und tippen
natürlich auf den Ausgang des Finales.
Sie sind anderer Meinung? Sehr gut! Schreiben Sie uns! Vorschläge für
Spieler des Turniers und wen es nach der Sommerpause zu besprechen gilt,
Kritik zur Sendung und auch Lob nehmen wir unter fussball@zeit.de
entgegen. "Kicken kann er" ist der Fußballpodcast von ZEIT ONLINE. Er
erscheint zur EM außer der Reihe jede Woche. Nach dieser Folge
verabschieden wir uns in eine vierwöchige Sommerpause.
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| Warum erst jetzt, Jonathan Tah? | 03 Apr 2024 | 01:10:05 | |
Wie viele Jahre kann man als hochtalentierter Fußballer im
Spitzenfußball auf seinen Durchbruch warten? Dieser Frage gehen die
Hosts des Fußballpodcasts in der neuen Episode "Kicken kann er" nach.
Jonathan Tah ist das Thema, der Hüne aus der Leverkusener
Innenverteidigung. Dort spielt er seit neun Jahren, doch erst seit
dieser Saison redet man über ihn. Tah ist einer der Anführer des mit
ziemlicher Sicherheit neuen deutschen Meisters aus Leverkusen. Und er
hat sich endlich seinen Platz in der Nationalelf erkämpft.
Aber, sagt Host Oliver Fritsch: "Es ist eigentlich auch eine Geschichte
über verschenkte Zeit." Tah wurde bereits vor mehr als einem Jahrzehnt
eine große Karriere vorausgesagt, und er bringt alle Voraussetzungen
dafür mit: "Er hat das Format zu einem der besten acht Verteidiger der
Welt, dümpelte aber zehn Jahre so rum", sagt Fritsch. Das stelle Fragen
an ihn und an seine Trainer, etwa diese: "Was lief da schief, warum erst
jetzt?" Gewohnt ausführlich versuchen die Hosts auch gleich eine Antwort
mitzuliefern, die länger ist als nur: Xabi Alonso. Denn erst seit der
Spanier sein Leverkusener Trainer ist, spielt Tah konstant herausragend.
"Ich weiß gar nicht, ob Jérôme Boateng zu seiner Hochzeit im Sprint eine
Chance gegen ihn gehabt hätte", sagt Fabian Scheler über Tah, den er mit
seinen diversen Privattrainern als Super-Optimierer einschätzt. "Er
macht keinen Scheiß", sagt Fritsch. Sein Kopfballspiel sei herausragend.
Auch die Passquote spricht für ihn, er ist der sicherste Passspieler der
Bundesliga und einer der drei besten in Europa. "Und doch habe ich
Restzweifel", sagt Scheler, schließlich kämpfte Tah in seiner Karriere
auch mit einigen Rückschlägen und Aussetzern. Weltklasse sei das noch
nicht, fügt Fritsch hinzu.
Im "Kicken Kann er"-Team finden sich zudem gleich zwei
Leverkusen-Anhänger, die ihre Sicht auf Tah schildern, und die Hosts
reden über die Länderspiele und die wiederauferstandene
Nationalmannschaft. Bundestrainer Julian Nagelsmann hat auf Fritsch wie
ausgewechselt gewirkt: "Hat er etwa unseren Podcast gehört?"
Tah ist ein Hamburger Junge und deshalb suchen die Hosts in den Top 5
dieser Episode Spieler mit dem Prädikat: war mal beim HSV. Entstanden
ist eine Liste, die nicht nur HSV-Fans rautenförmige Nostalgietränen in
die Augen treibt. Mister X widmet sich ebenfalls einer früheren
HSV-Ikone und einem der spektakulärsten Torhüter der Gegenwart. Wie
immer beschließt die Powercard-Wertung die Sendung.
Schreiben Sie uns! Kritik zur Sendung und Vorschläge für Mister X nehmen
wir unter fussball@zeit.de entgegen.
Szenen und Texte, über die wir im Podcast gesprochen haben:
- Nations League 2020: Spanien vs. Deutschland 6:0
- EM-Qualifikation: Deutschland – Niederlande 2:4
- Bayer Leverkusen – FC Bayern München 3:0
- Deutschland – Niederlande: Neue Deutsche Welle im pinken Trikot
- Nationalmannschaft: Fünf Gründe, warum Deutschland vielleicht
wirklich wieder gut ist
- Deutschland – Frankreich: Was ein einzelner Spieler doch ausmachen
kann
- Fußballnationalmannschaft: Toni und die Assistenten
- Bayer Leverkusen – Bayern München: Xabi Alonsos Meisterstück
- Bücher lesen mit Jonathan Tah
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| Wer passt zu Toni Kroos – und zu wem passt er? | 20 Mar 2024 | 01:06:50 | |
Toni Kroos macht alles anders. Schon im November haben wir uns in einer
Spezialfolge von Kicken kann er den Kopf zerbrochen, wie die deutsche
Nationalelf spielen sollte. Nun hat Julian Nagelsmann seinen Kader für
die Testspiele gegen Frankreich und die Niederlande nominiert. Grund
genug für die Hosts unseres Fußballpodcasts, noch einmal ausführlich
über die Qualität der deutschen Spieler zu sprechen.
Sowohl Oliver Fritsch als auch Christian Spiller freuen sich, dass Toni
Kroos wieder dabei ist. Kroos hat sich verändert, sagt Fritsch, "er
krempelt den Ärmel auch mal einen halben Zentimeter höher". Allerdings
bestehe auch immer die Gefahr, dass er zu sehr am Mittelmaß seiner
Kollegen leide. Verwöhnter Madrilene!
Die beiden reden sowohl über Kroos' idealen Nebenmann, als auch über
Joshua Kimmich, den Spiller plötzlich "am Katzentisch" der Nationalelf
sieht. Sie sind skeptisch, was Aleksandar Pavlovic und sich komplett
uneins, was Deniz Undav angeht. Beide Hosts halten nicht viel von
Nagelsmann "Momentum"-These und hecken eine Aufstellung aus, bei der
José Mourinho die Haare zu Berge stehen würden.
Außerdem im Pod: Wie lange will Nagelsmann noch auf den besten Torjäger
des Landes verzichten? Und wie würde Mr. X aufstellen?
"Kicken kann er" ist der Fußballpodcast von ZEIT ONLINE. Er erscheint
alle zwei Wochen und widmet sich den besten Fußballern und
Fußballerinnen unserer Zeit. Wir reden weniger über Taktik als über das,
worauf es im Fußball wirklich ankommt: die Individualität der Spieler.
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| Andreas Brehme, der beidfüßigste Fußballer ever | 06 Mar 2024 | 01:02:13 | |
Andreas Brehme ist als erster Spieler der Weltmeisterelf von 1990
verstorben. Jeder, der alt genug ist, erinnert sich an den Elfer im
WM-Finale gegen Argentinien. Doch Andy (oder Andi?) Brehme gelang mehr
als nur dieses Siegestor. Er war einer der herausragenden Spieler der
deutschen Fußballgeschichte.
Grund genug, ihm eine Classic-Folge von "Kicken kann er", dem
Fußballpodcast von ZEIT ONLINE zu widmen. "Er war ein Naturtalent", sagt
Oliver Fritsch, einer der Hosts, der Brehme für den technisch besten
Fußballer der 1990er-Elf hält. Besonders Brehmes Beidfüßigkeit
faszinierte. Fritsch und seinem Co-Host Christian Spiller fallen
jedenfalls kein Spieler ein, der so viel Gefühl in beiden Füßen hatte
oder hat. So viel, dass es unmöglich war, zu sagen, welcher nun Brehmes
stärkerer Fuß war und welcher der schwächere. Wer schafft es schon,
Standardtore mit beiden Füßen zu schießen, fragen sie.
Nebenher gerät Fritsch über Brehmes Fußballergeneration ins Schwärmen,
die noch Berufe gelernt haben wie Kfz-Mechaniker (Brehme) oder
Raumausstatter (Lothar Matthäus), warnt dann davor, zu nostalgisch zu
werden, nur um dann jeden Spieler der Weltmeisterelf von 1990 ausgiebig
zu würdigen.
Außerdem im Podcast: die fünf besten beidfüßigen Kicker der Welt (nach
Andy Brehme natürlich), Mister X über Klaus Augenthaler und Pierre
Littbarski und die Antwort auf die Frage, wo Fritsch und Spiller das
WM-Finale 1990 geschaut haben.
Szenen und Texte, die wir in dieser Folge besprochen haben:
- Elfmeter im WM-Finale 1990
- Das WM-Finale in voller Länge
- Achtelfinale gegen die Niederlande in voller Länge
- Alle Tore für Inter Mailand
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| Mo Salah und die Kraft des Fußballs | 21 Feb 2024 | 00:57:07 | |
Mohamed Salah führt die Scorerliste der Premier League an, mal wieder.
Der Mann vom FC Liverpool gehört seit Jahren zu den besten Stürmern der
Welt. Grund genug, ihn endlich auch im Fußballpodcast von ZEIT ONLINE zu
besprechen. In "Kicken kann er" sezieren die Hosts sein Spiel – und
seine Wirkung neben dem Platz.
Mit seinen Nähmaschinenschritten und seinen Schlenzern ins lange Eck ist
Salah zum Schrecken der europäischen Defensiven geworden. Doch so
talentiert wie etwa Kylian Mbappé ist er nicht. "Salah musste Umwege
gehen, hat sich das erarbeitet", sagt Oliver Fritsch. Und Salah fand in
Liverpool und Jürgen Klopp das perfekte Ziel. "Die Schnelligkeit, die
Intensität, die 'work ethic', das passt zusammen", sagt Christian
Spiller. Deshalb rät Fritsch: Bloß nicht den Verein wechseln.
Die beiden Hosts reden auch über englische Fangesänge und den
Salah-Effekt, also wissenschaftlich nachgewiesenermaßen weniger
Hassverbrechen gegen Muslime in Liverpool seit Salah dort spielt. "Da
zeigt sich der Wert des Sports", sagt Fritsch.
Außerdem im Podcast: Salahs typischer Torjubel, ein O-Ton aus Kairo, Mr.
X im De-Jong-Fieber und eine Top 5 mit Said al-Uwairan.
Szenen und Texte, die wir in dieser Folge besprechen:
- Salahs Torjubel
- alle Tore für Liverpool
- Fangesang "Egyptian King"
- Fangesang "If he scores another few"
- Tor von Al-Uwairan
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| Florian Wirtz und das Ende von Vizekusen | 07 Feb 2024 | 01:02:24 | |
Der Fußballer Florian Wirtz ist noch so jung, dass er sich die
Fußballvokabel Vizekusen erst erklären lassen musste. Dabei ist sein
Arbeitgeber, Bayer Leverkusen, gemeint. Der ewige Zweite
(Vize-Meisterschaft 2000, Vize-Meisterschaft, Zweiter im DFB-Pokal und
Champions League-Finalist 2002) schickt sich nun jedoch an, den von
Bayer geschützten Begriff endlich in der Vergangenheit anzusiedeln.
Die Gegenwart heißt: Tabellenführung und das ohne Niederlage. Das liegt
auch an Florian Wirtz, dem diese Episode des Fußballpodcasts Kicken kann
er gewidmet ist. "Wir reden über den besten Spieler der gegenwärtig
besten deutschen Mannschaft", sagt Host Fabian Scheler. Leverkusen
spielt an diesem Wochenende gegen den FC Bayern, Wirtz sei "die große
Hoffnung auf das Ende der Bayernserie", wie ein Hörer seinen Wunsch nach
einer Besprechung von Wirtz formulierte. Bereits jetzt liegt seit
Marktwert bei mehr als 100 Millionen Euro. "Er ist das nächste deutsche
Großtalent. Mal sehen, was aus ihm wird", sagt Oliver Fritsch.
Fritsch fokussiert seine Analyse auf Wirtz' geschicktes Dribbling,
seinem fast immer richtigen Timing und dem festen Schuss mit beiden
Füßen. Scheler hat beobachtet, wie Wirtz sich durch kluge Positionierung
vor und bei der Ballannahme einen Vorteil verschafft. Außerdem sei Wirtz
ein intuitiver Fußballer, sagt Scheler: "Er lässt Dinge passieren", auch
weil seine Trainer, wie etwa der U17-Weltmeistertrainer Christian Wück,
ihm diese Freiheit stets gegeben haben. Darüber muss Fritsch nachdenken:
"Strategisch spielen ist kein Nachteil, das braucht jedoch Anleitung."
Da könne er noch besser werden, zudem muss er seine exakte Rolle noch
finden. Wirtz sei außerdem noch ein bisschen Klappergestell, findet
Fritsch.
Doch man sieht anhand von Wirtz, wie entscheidend die Trainerwahl für
einen Bundesligisten sein kann. Bayer-Trainer Xabi Alonso "führt der
Bundesliga die Mängel vor, weil er mit dieser Mannschaft oben steht",
sagt Fritsch. Die beiden Hosts analysieren, wie es Alonso, einem der
größten Strategen der Fußballgeschichte, gelungen ist, seine auf
Ballbesitz und Spielkontrolle basierende Spielidee zu etablieren. Das
führt sogar dazu, dass Fritsch anerkennend auf ein Wort aus dem
Kicken-Kann-Er-Index zurückgreift: der Spielphilosophie.
In der Nationalmannschaft spielt Wirtz hingegen bisher keine Rolle. Mit
Jamal Musiala hat er dazu einen Konkurrenten, der nur drei Monate älter
ist und dessen Profil seinem ähnelt. Vor der EM fragt sich das
fußballinteressierte Land: Kann man diese beiden talentierten Fußballer
auch gemeinsam auflaufen lassen? Fritsch hat die Antwort.
Die Top 5 ist eine Hommage an den Fußballstandort Leverkusen, der
Retorte unter den Traditionsclubs. Mister X widmet sich zwei Spielern
der Nullerjahre und wie immer beschließt die Powercard-Wertung die
Sendung.
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wir unter fussball@zeit.de entgegen.
Szenen, Artikel und Videos, über die wir gesprochen haben
- Florian Wirtz über sein Tor gegen Freiburg
- Wer ist besser: Jamal Musiala oder Florian Wirtz?
- 1988: Bayer 04 Leverkusen – Espanol Barcelona 3:0 nach Verlängerung
- Nigel de Jong über sein Foul an Xabi Alonso
- Fabian Scheler über Xabi Alonso: der Überschätzte
- Philipp Lahm über Xabi Alonso: Was die Bundesliga bei der
Trainerwahl seit Jahren falsch macht
- Reiner Zietsch, Co-Trainer der deutschen U17-Weltmeister, über die
deutsche Talentförderung
- Alle Powercard-Wertungen aller Episoden
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| Franz Beckenbauer – der Fußballer, der aus der Zukunft kam | 24 Jan 2024 | 01:17:34 | |
Eigentlich hätte man nur für Franz Beckenbauer, der am 7. Januar
verstarb, den Fußballpodcast von ZEIT ONLINE erfinden müssen. So
einzigartig und schwebend spielte Beckenbauer in den Sechziger-,
Siebziger- und Achtzigerjahren, dass man Stunden über ihn reden könnte.
"Er schaffte, was nur die Großen schaffen: das Schwierige mühelos
aussehen zu lassen", sagt Christian Spiller, einer der beiden Hosts.
Oliver Fritsch sagt, Beckenbauer sei seiner Zeit um Jahrzehnte voraus
gewesen. "Als hätte man ihn mit einer KI reingerechnet."
In der neuesten Folge von Kicken kann er aber schwärmen die Hosts nicht
nur, sondern schauen auch kritisch auf die Figur Beckenbauer. Als
Trainer etwa war Beckenbauer zwar erfolgreich, agierte aber nicht
besonders innovativ. Und als Funktionär sammelte er auch Verfehlungen.
"An dem aktuellen Glaubwürdigkeitsverlust des Fußballs hat Beckenbauer
mitgeschrieben", sagt Fritsch.
Außerdem im Podcast: Warum eine Mauer in einem Leben so eine wichtige
Rolle spielte, verschiedene Fakultäten, ein ehrlicher Moment von
Waldemar Hartmann und unsere Top Five der deutschen Marken.
Szenen und Texte, die wir in dieser Folge besprochen haben:
- "Gute Freunde"
- Best of WM 1966
- Tor des Monats März 1974
- Die andere Fakultät
- Video Waldemar Hartmann
- Des Kaisers Jähzorn
- Adidas und die Sportkorruption
- Der Sommermärchen-Prozess
- Nachruf auf ZEIT ONLINE
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| Marc-André ter Stegen, der untypische deutsche Torhüter | 20 Dec 2023 | 00:53:28 | |
In der letzten Folge von "Kicken kann er" dieses Jahres widmen sich die
beiden Hosts dem Torhüter Marc-André ter Stegen. 2024 nämlich könnte das
Jahr werden, in dem er sein erstes Turnier als Stammtorhüter der
Nationalelf bestreitet. Könnte. Denn Manuel Neuer ist zurück und will
auch beim DFB wieder ins Tor. Wer die neueste Ausgabe des ewigen
deutschen Duells um die Nummer 1 gewinnen wird, darauf möchten sich
Oliver Fritsch und Christian Spiller – ungewöhnlich meinungsschwach –
nicht festlegen.
Worin sie sich im Fußballpodcast von ZEIT ONLINE aber sicher sind: Ter
Stegen ist ein erstklassiger Torhüter. "Mit dem Ball am Fuß besser als
Neuer", sagt Fritsch. Zudem hat er überragende Reflexe. "Da fliegen die
Gliedmaßen nur so durch die Gegend", sagt Spiller.
Einen Disput haben die Hosts in der Frage, ob der Torhüter davon
profitiert, außerhalb Deutschlands zu spielen, oder ob es ihm schadet.
Oliver Fritsch ist sich zumindest sicher, dass ter Stegen in Barcelona
am richtigen Platz ist, weil seine Spielweise der von Barca
entgegenkommt.
Allerdings vermissen die beiden Hosts bei ter Stegen ein Hauptmerkmal
deutscher Torhüter: Verrücktheit. "Er ist deshalb ein undeutscher
Torhüter", sagt Fritsch. Auch, weil er eher von seiner Geschmeidigkeit
als seiner Physis lebt.
Außerdem in der Folge: Mr. X ist zurück. Und welche Torhüter der
ehemaligen DDR schaffen es in die Top Five?
Szenen, die wir in der Folge besprochen haben:
- Fehler gegen die USA
- Beste Paraden
- Ter Stegen und die Füße
- Ter Stegen spricht Spanisch
- Rene Müller gegen Girondins Bordeaux
- Interview mit der "SZ"
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| Mit dieser Elf muss Deutschland spielen | 29 Nov 2023 | 01:08:08 | |
Mit der Entscheidung, Kai Havertz in die Abwehr zu stellen, hat Julian
Nagelsmann seine Experimentierfreude bewiesen. Seitdem diskutiert die
Nation, ob das eine gute Idee war, wo Havertz besser aufgehoben ist und
welcher Außenverteidiger wirklich besser ist? Überhaupt gibt es durch
die vielen Wechsel in den vergangenen Jahren viele offene Stellen.
Selten war es so unklar, wie die deutsche Elf im nächsten Turnier
aussehen wird.
In einer Sonderfolge "Kicken können sie" gibt die Sportredaktion von
ZEIT ONLINE Gratistipps. Üblicherweise bespricht unser Fußballpodcast
jedes Mal ausführlich einen Spieler oder eine Spielerin. Diesmal stellen
die beiden Hosts Christian Spiller und Oliver Fritsch ihre deutsche Elf
auf – und begründen ihre Auswahl.
Deutschland mögen die herausragenden Individualisten von 2014 fehlen,
als vier Spieler zur Weltklasse zählten. Aber Deutschland hat genug gute
Spieler, um gegen Österreich oder die Türkei zu bestehen. Spiller setzt
auf eine neue Abwehrformation, in der „der unterschätzteste deutsche
Fußballer“ steht. Und Fritsch wünscht sich grundsätzlich „auch mal Karo
einfach“, schlägt aber auch einen Spieler vor, den öffentlich niemand
auf der Rechnung hat.
Der Bundestrainer muss nur zuhören (und sich für eine der zwei Varianten
entscheiden), dann kann es noch etwas werden mit der Heim-EM im nächsten
Jahr. Gern geschehen.
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sich den besten Fußballern und Fußballerinnen unserer Zeit. Wir reden
weniger über Taktik als über das, worauf es im Fußball wirklich ankommt:
die Individualität der Spieler. Alle Folgen des Podcasts finden Sie
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Szenen und Texte, über die wir in der Folge gesprochen haben:
- Deutschland braucht Hilfe aus dem Ausland
- „Ich bin das Spiel“ – über Konzepttrainer
- Der Großkarierte
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| Sergio Ramos – der Messi des Verteidigens | 22 Nov 2023 | 01:14:38 | |
Endlich ein Abwehrspieler! Der Wunsch vieler Hörerinnen wird erhört.
Dabei ist der Protagonist von Kicken kann er, dem Fußball-Podcast von
ZEIT ONLINE, so beliebt wie umstritten. Sergio Ramos ist der Inbegriff
eines Verteidigers und war länger als ein Jahrzehnt der Anführer von
Real Madrid. Mit Verein und Land gewann er alle wichtigen Titel. Nach
dem überflüssigen Kapitel PSG haut der 37-jährige inzwischen bei seinem
Heimatverein FC Sevilla dazwischen.
„Er ist nicht auszuspielen, der Meister des Zerstörens“, sagt Oliver
Fritsch. Der Spanier sei der beste Verteidiger der Zehner Jahre. „Er
kommt sogar als bester Fußballer aller Zeiten in die engere Auswahl, als
Messi des Verteidigens.“ Fabian Scheler, der andere Host, ist ebenfalls
begeistert. „Köpfen, kämpfen, ringen – all das beherrscht Ramos.“ Er
erinnere ihn „an Stierkampf, durch seine torrerohafte Eleganz“. Fritsch
nennt vier Verteidiger der jüngeren Gegenwart, die seiner Meinung nach
fast so stark waren wie Ramos
Ramos ist aber auch umstritten, gar verhasst. „Man hätte ihn noch besser
in Erinnerung behalten“, sagt Scheler „wenn er seinen Kopf nicht
manchmal ausgeschaltet hätte“. Ramos hat in seiner Karriere 28 Rote
Karten erhalten, er war heißblütig und brutal. „Er war ein
Fußballarschloch“, schreibt User Philipp.
Weil Scheler und Fritsch selbst oft in der Abwehr kickten, heben sie in
der Folge an zu einem Lobgesang auf die Ethik und die Kunst des
Verteidigens. „Ein echter Verteidiger sagt: ‚Ich mach den größten Dreck
weg.‘“, sagt Fritsch. „Verteidigen macht Spaß.“ Es sei auf keinen Fall
weniger wert als Angreifen. Blocken, Grätschen und Doppeln, Abdrängen,
Stechen und Zocken – Verteidigen sei facettenreich. „Es wurde Zeit, dass
wir das einmal hervorheben“, sagt Scheler.
Szenen und Texte, über die wir in der Folge gesprochen haben:
- Ramos’ Tor im CL-Finale gegen Atlético I
- Ramos’ Tor im CL-Finale gegen Atlético II
- When Sergio Ramos loses control
- Vinnie Jones und die schnellste Gelbe Karte der
Premier-League-Geschichte
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| Wie gut war David Beckham denn nun? | 08 Nov 2023 | 01:04:58 | |
Heute schon zu Islands in the Stream getanzt? Viele Menschen bewegen
sich derzeit jedenfalls im Takt von David und Victoria Beckham durch
Küchen und Wohnzimmer. Inspiriert von der erfolgreichen Netflixdoku, die
die beiden, das Leben und den Fußball feiert. Und sich ganz nebenbei
einer sportlichen Frage annähert, die sich wohl manches Pärchen beim
Schauen auf dem Sofa stellt: Wie gut war David Beckham als Fußballer
wirklich?
Auch die Hosts von Kicken kann er, dem Fußballpodcast von ZEIT ONLINE,
beschäftigt diese Frage. Deshalb gibt es nun erstmals eine
Classic-Folge, in der kein aktueller Fußballer besprochen wird, sondern
einer, der schon eine Weile nicht mehr aktiv ist. So sehr wie Beckham
hat das kaum jemand verdient. Denn: "Beckham hat den Sport
vorangebracht. Er war ein Fußballrevolutionär", sagt Oliver Fritsch. "Er
hat eine neue Präzision und Technik in das Spiel gebracht."
Beckham stand und steht vielleicht immer noch im Ruf, eher das Produkt
guter Vermarkter als ein wirklicher Ausnahmefußballer gewesen zu sein.
Dem widersprechen beide Hosts streng. "Sein Prominentenstatus lenkt ab
von dem, was er fußballerisch draufhatte", sagt Christian Spiller.
Oliver Fritsch stimmt zu. "Wer was anderes sagt, ist der
Kapitalismuskritik aufgesessen."
Die beiden erklären, warum Beckhams rechter Fuß womöglich der beste des
Weltfußballs war. Sie meinen zu wissen, wie man Ecken, Flanken und
Freistöße wie er treten könnte, und erläutern, warum es falsch ist, ihn
allein auf diese Qualitäten zu reduzieren.
Auch im Podcast: ein größtmöglicher Zwist bei den Top 5 der besten
Freistoßschützen. Warum jeder einen Gary Neville braucht. Und Oli
Fritschs Lieblingssongs der Spice Girls.
Schreiben Sie uns! Kritik zur Sendung und Vorschläge für Mister X nehmen
wir unter fussball@zeit.de entgegen. "Kicken kann er" ist der
Fußballpodcast von ZEIT ONLINE. Er erscheint alle zwei Wochen und widmet
sich den besten Fußballern und Fußballerinnen unserer Zeit. Wir reden
weniger über Taktik als über das, worauf es im Fußball wirklich ankommt:
die Individualität der Spieler. Alle Folgen des Podcasts finden Sie
hier, alle Powercard-Wertungen hier.
Szenen und Texte, über die wir in der Folge gesprochen haben:
- Beckhams Ecken im Champions-League-Finale 1999 gegen den FC Bayern
- Best of Beckham
- Trailer Netflixdoku
- Spiel gegen Griechenland
- New-York-Times-Text über Katar
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| "Ja, es ist das vorweggenommene Finale" | 04 Jul 2024 | 00:40:57 | |
Das EM-Viertelfinale Spanien gegen Deutschland wird den Sport vor ein
Dilemma stellen. Beide Mannschaften stehen dafür, unbedingt den Ball
haben zu wollen. Doch wie Christian Spiller feststellt, einer der Hosts
von Kicken kann er, dem Fußballpodcast von ZEIT ONLINE: "Es gibt nur
einen Ball." Was nun?
Die Frage in diesem Spiel wird also sein, welche Mannschaft besser ihr
Spiel durchziehen kann, um diesen einen Ball zu bekommen. Und welche
besser damit zurechtkommt, ihn mal nicht zu haben. Allerdings: "Spanien
spielt nicht ganz so eindimensional wie früher", sagt Tammo Blomberg. Im
Spiel gegen Kroatien etwa hat sich das Team ein Stück weit zurückgezogen
– und dennoch dominiert.
Oliver Fritsch glaubt, in der spanischen Defensive eine Schwäche erkannt
zu haben. "In der Abwehr sind sie möglicherweise verwundbar, aber man
weiß das noch nicht genau, weil sie noch nicht auf einen guten Gegner
getroffen sind", sagt er. Sorgen auf deutscher Seite wiederum macht
Joshua Kimmich, der in das Duell gegen den recht schnellen Nico Williams
geschickt wird.
Alle drei Hosts sehen aber ein völlig offenes Spiel. "Spanien ist
stabiler und homogener. Das deutsche Spiel ist anfälliger, aber auch
unberechenbarer", sagt Fritsch.
Alle drei reden auch kurz über die restlichen Viertelfinals. Über die
defensiven Franzosen, die überschätzten Engländer, über das
Ronaldo-Dilemma und türkische Feierei. Schreiben Sie uns! Kritik zur
Sendung nehmen wir unter fussball@zeit.de entgegen. Lob auch. Kicken
kann er ist der Fußballpodcast von ZEIT ONLINE. Er erscheint zur EM
außer der Reihe jede Woche.
Texte, über die wir in dieser Folge gesprochen haben:
ZEIT ONLINE: "Koeman, der Barber"
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| Ist Serhou Guirassy wirklich so gut? | 25 Oct 2023 | 00:59:15 | |
Die Expertinnen stauen, die Fans wundern sich, das Fußballland sucht
nach Erklärungen. Harry Kane? Serhou Guirassy! Der Stuttgarter hat in
den ersten acht Spielen schon 14 Tore geschossen. Das hat noch nie
jemand zuvor in der Bundesliga hinbekommen, kein Robert Lewandowski,
kein Gerd Müller, kein Niclas Füllkrug. Ist das ein Wunder und wie ist
es möglich? Ist Guirassy wirklich so gut? Warum trifft er, der in Köln
auch schon bespöttelt wurde, erst im Alter von 27? Hat man das bisher
übersehen?
Genau die richtigen Fragen für unseren Fußballpodcast Kicken kann er.
Die beiden Hosts Fabian Scheler und Oliver Fritsch sezieren zunächst die
Stärken des guineisch-französischen Stürmers. "Er ist schnell,
schussstark, hat ein wunderbares Timing beim Abschluss und kann köpfen",
sagt Fritsch. Noch dazu verfüge er über großes Selbstvertrauen und
genieße "einen Lauf", sagt Scheler. "Zurzeit könnte er wohl aus 50
Metern abziehen, und der Ball ginge rein."
Doch Guirassy hat auch Schwächen. Technik und Dribbling seien eher nicht
gut ausgeprägt, mit ihm lasse sich nicht gut kombinieren. "Er muss
bedient werden", sagt Fritsch. Allein erschaffe er sich wenig Chancen.
"Gut, steht auf meinem Zettel", liest Scheler seine Gesamtzensur für
diesen Spieler vor. Daher glauben beide Hosts, dass Guirassy zwar weiter
treffen wird, aber keine weiteren Rekorde brechen wird.
Der entscheidende Grund, warum es so gut läuft, liegt bei seinem Verein.
"Der VfB hat begonnen, sein riesiges Potenzial endlich wieder
auszuschöpfen", sagt Fritsch. Stuttgart sei einer der fünf großen
Standorte in Deutschland. Seit einiger Zeit setze der VfB wieder auf die
richtigen Leute – auf dem Platz und daneben. Eine wichtige
Personalentscheidung war die Trennung von Sven Mislintat, dem
Sportdirektor, der den VfB mehr oder weniger allein geführt hat. "Nun
ist in Stuttgart ein Team am Werk", sagt Fritsch, was dem VfB guttue.
Und Guirassy profitiere von der neuen Stärke der Mannschaft. Im Fußball
(und in diesem Podcast) komme es auf individuelle Qualität an, "aber
allein ist man in diesem Teamsport nichts".
_Schreiben Sie uns! Kritik zur Sendung und Vorschläge für Mister X
nehmen wir unter fussball@zeit.de entgegen. "Kicken kann er" ist der
Fußballpodcast von ZEIT ONLINE. Er erscheint alle zwei Wochen und widmet
sich den besten Fußballern und Fußballerinnen unserer Zeit. Wir reden
weniger über Taktik als über das, worauf es im Fußball wirklich ankommt:
die Individualität der Spieler.
Die aktuelle Aufnahme datiert vom 20. Oktober. Einen Tag später schoss
Serhou Guirassy seine Mannschaft in Berlin in Führung, kurz darauf wurde
er verletzt ausgewechselt und fällt nur einige Wochen aus._
Szenen, die wir in dieser Folge besprochen haben:
- Guirassys Tore in der aktuellen Saison
- Tor Endo: Klassenerhalt in letzter Minute
- Jürgen Klinsmann, Niederlande 1990
- Alle Powercard-Wertungen
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| Leroy Sané, das abhängige Genie | 11 Oct 2023 | 00:55:29 | |
Wie lange ist man eigentlich ein Talent? Leroy Sané ist mittlerweile 27
Jahre alt. Und obwohl niemand seine überragenden Qualitäten abstreitet,
würde kaum jemand sagen, dass Sané der überragende deutsche Spieler der
Gegenwart ist. Warum, das versuchen die beiden Hosts von Kicken kann er,
dem Fußballpodcast von ZEIT ONLINE, zu ergründen.
"Sané ist ein abhängiges Genie", sagt Oliver Fritsch. Ein Spieler, der
mehr als andere einen Rahmen und ein Setting braucht. Mit seinen
Dribblings, seiner Höchstgeschwindigkeit, seiner Ballkontrolle und
seinem manchmal fast zu genauem Schuss ist Sané ein disruptives Element
im modernen Fußball. Er kann den Unterschied machen. Aber er hängt davon
ab, was sein Trainer ihm vermittelt. Fachlich und emotional. "Sané ist
ein Spieler, der Vertrauen braucht", sagt Fritsch. "Er ist ein
Anti-Führungsspieler."
Unter Thomas Tuchel jedenfalls scheint Sané besser zu funktionieren als
unter dessen Vorgängern Nagelsmann und Flick. Dafür zumindest sprechen
seine sechs Tore und eine Vorlage in der laufenden Saison. Der beste
Sané aller Zeiten? Vielleicht. Blöd nur, dass er bald unter Julian
Nagelsmann zur EM muss.
Die Hosts schwärmen aber auch von seiner Ästhetik. "Sané streichelt den
Rasen, wenn er über ihn läuft", sagt Christian Spiller. Er spielt
elegant und leichtfüßig, dank der Gene eines ehemaligen Profifußballers
und einer 32-fachen Deutschen Meisterin der Rhythmischen Sportgymnastik.
Außerdem wird in der Folge über Eigentattos und Eisbärenjacken geredet
und die damit zusammenhängende Frage, ob Sané mit anderen Maßstäben
bewertet wird als seine Kollegen. Es geht darum, was Pep Guardiola an
Sané störte und die Hosts sind sich erschreckend einig über den ersten
Platz in der Kategorie Top 5, die sich dieses Mal um Fußballersöhne
dreht.
Schreiben Sie uns! Kritik zur Sendung und Vorschläge für Mister X nehmen
wir unter fussball@zeit.de entgegen. "Kicken kann er" ist der
Fußballpodcast von ZEIT ONLINE. Er erscheint alle zwei Wochen und widmet
sich den besten Fußballern und Fußballerinnen unserer Zeit. Wir reden
weniger über Taktik als über das, worauf es im Fußball wirklich ankommt:
die Individualität der Spieler. Alle Folgen des Podcasts finden Sie
hier.
Szenen und Texte, über die wir gesprochen haben:
- [Tor gegen
Liverpool](https://www.youtube.com/watch?v=WetnNjQQtL4&t=83s)
- [Tor gegen
Leipzig](https://www.youtube.com/watch?v=aGluE2V_lR0&t=237s)
- [Spiegel-Interview über sein Tattoo und sein
Image](https://www.spiegel.de/sport/fussball/leroy-sane-vom-fc-bayern-muenchen-die-leute-stecken-mich-in-diese-bling-bling-schublade-a-6f4d63ec-2b16-4539-9e8f-1385b8811d5e)
- [Alle Tore für Manchester
City](https://www.youtube.com/watch?v=s-1ZGQ0Qb6I)
- [ZwWdF-Video über Souleyman Sanés Besuch bei Wattenscheid
09](https://www.youtube.com/watch?v=nEJyY5P7Kjc)
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| Neymar ist der Inbegriff der Fußballdekadenz | 27 Sep 2023 | 00:53:06 | |
Diesmal gibt es 53 Minuten gepflegten Hass, denn die aktuelle Folge von
Kicken kann er, dem Fußball-Podcast von ZEIT ONLINE, befasst sich mit
Neymar. Er ist so begabt, er hätte regelmäßig mit Lionel Messi und
Christiano Ronaldo um den Ballon d’Or wetteifern können. Er hätte Pelé
den Status des besten Fußballers der Geschichte Brasiliens streitig
machen können. Er zog etwas anderes vor: Party, Luxus, Kohle.
Neymar sei ein abschreckendes Beispiel, sagt Fabian Scheler, einer der
beiden Hosts. "Er ist das verschwendetste Talent der Welt und die Figur
des Hyperkommerz im Fußball." Neymar sei der Inbegriff der Dekadenz,
sagt Oliver Fritsch, der andere Host. "An seinem Spiel, an seinen
sinnlosen Dribblings kann man ablesen, wie zu viel Geld dem Fußball
sogar auf dem Platz schadet."
2015 wurde Neymar als einer der überragenden Spieler
Champions-League-Sieger mit dem FC Barcelona, ein Jahr später führte er
sein Land zu Olympia-Gold in Rio. Doch bald wechselte er für die noch
heute gültige Rekordsumme von 222 Millionen Euro zu PSG, "diesem
identitätslosen Gebilde" (Fritsch). Dort schoss er zwar viele Tore, doch
entwickelte er sich auch zum "Ich-Ich-Ich-Kicker", der das Gegenteil
verkörpere, "weswegen dieses Spiel erfunden wurde", sagt Fritsch. Am
Ende protestierten wütende Fans vor seiner Villa. "PSG beweist", sagt
Scheler "man kann Erfolg nicht einfach kaufen."
In diesem Sommer wechselte der erst 31-jährige Neymar für extrem viel
Geld nach Saudi-Arabien, praktisch in den Vorruhestand. Möglicherweise,
fragen sich die Hosts, sei Neymar ein Opfer des kapitalistischen
Fußballsystems. Fritsch legt sich fest: "Neymar ist eine Witzfigur."
**Szenen und Texte, über die wir gesprochen haben: **
- [Neymar verliert die
Nerven](https://www.sport1.de/news/fussball/2023/09/neymar-ausraster-bei-cl-debut)
- Neymar-Ausraster
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| Niclas Füllkrug und die Sehnsucht der Deutschen nach dem Mittelstürmer | 13 Sep 2023 | 00:58:50 | |
Stimmung wie im Ferienlager bei der neuen Folge von Kicken kann er, dem
Fußballpodcast von ZEIT ONLINE. Oliver Fritsch, der in bisher keiner
Folge des Podcasts gefehlt hat, ist nicht da. Die Chance für Fabian
Scheler und Christian Spiller, sich endlich an die Themen zu wagen, die
Fritsch nie durchgehen lassen würde.
Niclas Füllkrug zum Beispiel. Mit 29 Jahren hatte er im vergangenen Jahr
sein erstes Länderspiel gemacht, mit 30 wechselte er in diesem Sommer
zum BVB, seinem ersten richtig großen Verein. "Er steht für Erdung und
Nahbarkeit", sagt Spiller und leitet das aus Füllkrugs bisherigen
Stationen ab, bei denen er mehr Spiele in der Zweiten als in der Ersten
Liga gemacht hat. "Er war überall gut bis sehr gut, doch wo war er
bisher?", fragt Scheler.
Füllkrug hat es in den Podcast geschafft, weil der nun ehemalige
Bundestrainer Hansi Flick mit ihm als zentralen Stürmer für die
Nationalmannschaft plante. Die Folge wurde vor Flicks Entlassung
aufgenommen, aber es gilt weiterhin: "Er verkörpert den verlorenen Sohn
der deutschen Fußballfans", wie Scheler sagt. Ausführlich suchen die
Hosts nach Gründen für die Sehnsucht der Deutschen nach einem
Mittelstürmer. Hat es vielleicht etwas damit zu tun, dass sein Job darin
besteht, das komplexe Spiel auf das radikale Minimum zu vereinfachen:
das Toreschießen? Füllkrug sei sowohl Opfer der Moderne als auch ein
Profiteur des Backlash, behauptet Spiller. Denn in der Ära der falschen
Neun wurde er fast ein ganzes Jahrzehnt lang nicht beachtet, nun brachte
ihn der Rückgriff auf den Mittelstürmer bis zur Weltmeisterschaft.
Körperkontakt nimmt er nicht als Behinderung, sondern als Bestätigung
seiner Arbeit. "Brachialeffizienzfußball", sagt Spiller dazu, und: "Er
ist der Anti-Musiala." In Bremen spielte er jahrelang in einem System
mit zwei Stürmern, ist das nach Dortmund transferierbar? Wird er
überhaupt in Dortmund spielen? Und hat er sich mit dem Wechsel wirklich
einen Gefallen getan? Diesen Fragen um den Dortmunder Istzustand gehen
die Hosts ausführlich nach.
In den Top 5 werden die besten deutschen Mittelstürmer gesucht. Mister X
widmet sich einem ganz besonderen Spieler, Spielertrainer und Trainer.
Und zum Abschluss verrät die Powercard, wie gut Niclas Füllkrug wirklich
ist.
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Fußballpodcast von ZEIT ONLINE. Er erscheint alle zwei Wochen und widmet
sich den besten Fußballern und Fußballerinnen unserer Zeit. Wir reden
weniger über Taktik als über das, worauf es im Fußball wirklich ankommt:
die Individualität der Spieler. Alle Folgen des Podcasts finden Sie
hier.
**Szenen und Texte, über die wir gesprochen haben: **
- WM in Katar: Deutschland gegen Spanien
- Kopfballszenen: Goal Machine in Real Life!
- Niclas Füllkrug: "Die einen holen Kane, die anderen Füllkrug"
- Fußball-WM: "Der Jedermannfußballer"
- DFB-Stürmer: "Mehr Niclas Füllkrug wagen"
- Kicker meets Dazn: Niclas Füllkrug
- Alle bisherigen Powercard-Werte
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| Harry Kane oder: So viel Geld ist kein Fußballer wert | 23 Aug 2023 | 00:55:37 | |
Über Harry Kane wird, so scheint es, minütlich berichtet. Doch was kann
er eigentlich, welcher Typ Fußballer ist er? Damit befasst sich die
aktuelle Ausgabe von Kicken kann er, dem Fußballpodcast von ZEIT ONLINE.
"Harry Kane ist nicht aus der Riege der absoluten Weltklasse, aber ein
sehr guter Stürmer, der viele Tore für Bayern schießen wird", sagt
Oliver Fritsch. Co-Host Fabian Scheler meint: "Es gilt als einer der am
härtesten arbeitenden Fußballer in Europa."
Die beiden Hosts einigen sich auf folgendes Profil: Kane schließt mit
beiden Füßen und mit dem Kopf ab. Er ist auch technisch gut, kann
Mitspieler gut einsetzen. Es fehlt etwas an Geschwindigkeit, aber im
Vergleich zu seinem Vorgänger Robert Lewandowski hat er eine bessere
Chancenverwertung. Scheler hat beobachtet: "Die Zeit zwischen Annahme
und Schuss ist extrem kurz bei Kane."
Kane sei eindeutig ein Mittelstürmer, eine klare 9. "Dieser Transfer",
sagt Fritsch, "ergibt viel mehr Sinn als der von Sadio Mané." Im
Gegensatz zu Mané, mit dem der FC Bayern nichts anzufangen gewusst habe,
dürfte der Kapitän der englischen Nationalelf in der Mannschaft gesetzt
sein und die Hierarchie in der Offensive neu ordnen. "Es würde mich
nicht wundern, wenn er bald als Kapitän gehandelt wird", sagt Fritsch.
Er schließe eine Lücke in München, sagt Scheler. (Disclaimer an dieser
Stelle: Diese Folge wurde nach dem Supercup und vor dem 1.
Bundesligaspieltag in Bremen aufgenommen.)
Diskutiert wird natürlich über den Preis von Kane. Er soll zwischen 100
oder 120 Millionen Euro, inklusive Boni, gekostet haben. "Ist er nicht
zu teuer? Er ist immerhin schon 30 Jahre alt." Ist er wirklich wert?
Nein, sagt Fritsch und schnauft durch: "So viel kann kein einziger
Fußballer wert sein. Diese Exzesse kann niemand wollen." Fritsch
zweifelt zudem daran, dass ein solcher Transfer für den
Champions-League-Titel reicht.
Abschließend wetten die beiden Hosts, wie viele Tore Kane in seiner
ersten Bundesligasaison schießen wird. Bei den Top 5 wird diesmal
improvisiert, und Mr. X befasst sich mit einem Spieler, der den FC
Bayern kürzlich verließ. Schreiben Sie uns! Kritik zur Sendung und
Vorschläge für Mister X nehmen wir unter fussball@zeit.de entgegen.
Kicken kann er ist der Fußballpodcast von ZEIT ONLINE. Er erscheint alle
zwei Wochen und widmet sich den besten Fußballern und Fußballerinnen
unserer Zeit. Wir reden weniger über Taktik als über das, worauf es im
Fußball wirklich ankommt: die Individualität der Spieler.
Szenen und Texte, die wir in der Folge besprochen haben:
- England – Deutschland 2:0 (EM 2021)
- Kanes beste Tore in der Premier League
- Harry Kane beim 3:2-Sieg gegen Manchester City 2021
- Alte Notizen aus Harry Kanes Jugend
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| Cruyff, Pep, Xavi, Bonmatí | 16 Aug 2023 | 01:00:01 | |
Bei der Fußball-WM der Frauen in Australien und Neuseeland ist die
Finalwoche angebrochen – und die Hosts des Fußballpodcasts Kicken kann
sie nehmen sich eine Finalistin vor. Aitana Bonmati hat ihre
Spanierinnen ins Finale geführt. “Sie ist das Zentrum des spanischen
Spiels”, sagt Host Oliver Fritsch, der Bonmati und das spanische Team in
Australien beobachtet hat.
Spanien ist erst zum dritten Mal überhaupt bei einer Weltmeisterschaft
dabei, und steht nun vor dem ganz großen Triumph. Amtierende
Weltmeisterinnen sind sie bereits mit den Frauenmannschaften der U17 und
der U20 – nun könnten sie den historischen Dreifachtriumph perfekt
machen. “Das ist kein Zufall”, sagt Fritsch, “es ist auf den ersten
Blick erkennbar: Sie ist eine Cruyffistin, eine Schülerin der Pass- und
Positionsspiellehre Barcelonas.” Co-Host Fabian Scheler sagt: “Bonmati
ist die Verkörperung dieses einzigartigen Spielstils. Sie wirkt im
Dribbling nicht gestresst, es wirkt als habe sie Spaß am Risiko. Und es
klappt auch fast immer.” Zudem strahle sie Torgefahr aus. Scheler führt
deshalb “1 Bonmati” als neuen Exzellenzstandard im Fußball der Frauen
ein.
Bonmati hat mit Barcelona bereits zweimal die Champions League gewonnen
und durchlief alle Stationen in Barcelonas berühmter Fußballschule “La
Masia”, die bereits Lionel Messi zu dem Spieler machte, der er heute
ist. Sie ist damit ein Ergebnis der Entscheidung Barças, in den Fußball
der Frauen zu investieren. Deshalb analysieren die Hosts ausführlich die
Besonderheiten dieses katalanischen Stils: “Der Kern dieses Spiels ist
nicht Physis. Es geht um Geist, Werte, um Geschick und Technik”, sagt
Fritsch und sieht die Ähnlichkeiten zu ihren Vorgängern im Mittelfeld –
und zählt auf: “Cruyff, Guardiola, Xavi, Iniesta, Bonmati.”
Natürlich hat der spanische Stil auch Nachteile, über die die beiden
Hosts reden. Zudem brachte ein in Teilen bis heute anhaltender
Spielerinnenstreik die Vorbereitung auf diese WM durcheinander. Kurz
blicken die Hosts auch auf die Trends dieser WM und analysieren das
historisch schlechte deutsche Abschneiden.
In den Top 5 küren die Hosts die besten Spielerinnen des Turniers. Und
Mister X widmet sich zwei Shootingstars dieser WM.
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und Spielerinnen. Sie erreichen uns unter fussball@zeit.de.
Szenen und Texte, über die wir gesprochen haben
- Spanien gegen Schweiz im Achtelfinale
- Best-Of Bonmatí
- Sprint zurück im Champions League Finale 2019
- Bonmatís Kopfballtor bei der EM 2022
- Players Tribune Beitrag von Bonmatí
- Guardian Porträt vor der WM
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| Lena Oberdorf, die Herrin des Zweikampfs | 02 Aug 2023 | 00:48:02 | |
Zwar verlor die deutsche Elf ihr zweites Vorrundenspiel der Fußball-WM
gegen Kolumbien 1:2, doch es gab eine gute Nachricht: Lena Oberdorf ist
wieder da, ihre Verletzung ist überwunden. Sofort war sie die beste
deutsche Spielerin. Entschlossen setzte sie sich zur Wehr, dann schritt
sie zur Tat. Genau der richtige Moment, ihr eine Folge in Kicken kann
sie, dem Fußballpodcast von ZEIT ONLINE, zu widmen.
"Sie etabliert eine neue Dimension Physis im Frauenfußball", sagt Oliver
Fritsch. Sie sei eine Autorität auf dem Platz und "die Herrin des
Zweikampfs." Christian Spiller bewundert ihre Grätschen. "Sie hat Lust
auf Verteidigen." Oberdorf war es auch, die den hart agierenden
Kolumbianerinnen am meisten entgegensetzte.
Es überraschte nicht, dass sie den Ausgleich einleitete. Kurz vor dem
Ende stieß sie in den Strafraum vor, obwohl das nicht die primäre
Aufgabe einer defensiven Mittelfeldspielerin ist. Dort umkurvte sie die
kolumbianische Torfrau, der nur das Foul übrig blieb. Der englische
Guardianzählt sie bereits zu den fünf besten Fußballerinnen der Welt.
Gut möglich, dass Lena Oberdorf noch ein paar Plätze steigen wird.
Darin sind sich auch beide Hosts einig, allerdings hat das gegenwärtige
Spiel der erst 21-Jährigen noch Luft nach oben. "Sie findet nicht immer
den richtigen Zeitpunkt für ihr Tackling", bemängelt Spiller. Sie könnte
noch mehr spielerische Akzente setzen, sagt Fritsch. "Ihre Zeit in Essen
hat gezeigt, dass sie das kann." Erstaunlicherweise weichen die Experten
in ihren Bewertungen auf der Power Card deutlich voneinander ab.
Auch Mister X ist wieder am Start, er widmet sich zwei Spielerinnen mit
Goat-Potential. Und in den Top 5 küren die Hosts die besten Grätscher,
weib- und männlich.
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des Podcasts finden Sie hier.
Szenen, die wir in der Folge besprochen haben:
- Deutschland gegen Kolumbien
- Best Skills Lena Oberdorf
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| Alexandra Popp ist, was den Männern gerade fehlt | 19 Jul 2023 | 01:03:03 | |
"Kicken kann sie" ist zurück, denn an diesem Donnerstag beginnt in
Neuseeland und Australien die WM der Frauen (20. Juli bis 20. August).
Und sie kennt spätestens seit dem vergangenen Sommer jeder, der den
Fußball halbwegs verfolgt: Alexandra Popp ist Kapitänin der deutschen
Fußballnationalmannschaft, die beste Spielerin und das Gesicht ihres
Teams. Schon alleine deshalb beschäftigen sich die Hosts von "Kicken
kann sie" in der neuen Folge des Fußballpodcasts ausführlich mit der
Wolfsburger Stürmerin.
"Sie ist eine Neunerin vom ganz alten Schlage", sagt Oliver Fritsch,
zudem weiß sie genau um die Verantwortung, die auf sie zukommt. Weil
Vergleiche mit den Männern nicht mehr so verboten sind wie noch vor
einigen Jahren, sagt Fritsch: "Beides sind Dinge, die den Männern gerade
fehlen." Popp überzeuge durch Willen, Körpereinsatz und überraschende
Momente. "Ihr Kopfballspiel ist mit keiner anderen Spielerin zu
vergleichen", sagt Fabian Scheler, es sei ihre größte Stärke.
In der ersten Folge dieser Reihe geht es um Popp und das deutsche Team,
das im vergangenen Sommer Vizeeuropameister wurde. Ausführlich
besprechen die beiden Hosts die Stärken von Popp und wie sie vor allem
im Sommer 2022 überzeugte. Das Turnier wurde auch deshalb so ein Erfolg
für sie, weil ihre Rolle klar definiert war: "Sie muss in den
Strafraum", sagt Fritsch, sie sei keine, die noch drei andere ausspielt.
Im Laufe ihrer Karriere spielte sie bereits auf fast allen Positionen,
von der Linksverteidigerin bis zur Mittelstürmerin, was ihr zwar
Flexibilität gegeben, aber nicht nur geholfen hat. Auch darüber geht es
in dieser Folge. Fritsch hat außerdem etwas entdeckt, worauf
TV-Kommentatoren bei ihr gerne reinfallen.
Im zweiten Teil der Sendung blicken die Hosts auf die Stärken und
Schwächen des deutschen Teams, das wegen der durchwachsenen Testspiele
mit gemischten Gefühlen zur WM flog. "Momentan überwiegen die Zweifel in
der öffentlichen Debatte", sagt Fritsch. Was auch daran liegt, dass nach
der Gruppenphase wohl bereits Frankreich oder Brasilien als Gegnerinnen
warten. Scheler beeindruckt hingegen schon jetzt, wie offensiv das Team
gesellschaftspolitische Themen des Frauenfußballs anspricht und
vertritt.
Auch Mister X ist bei "Kicken kann sie" dabei. Er widmet sich zwei
Hörerwünschen: Dzsenifer Maroszán und der Schweizerin Lia Wälti. Und in
den Top 5 suchen die Hosts nichts Geringeres als die besten deutschen
Fußballerinnen aller Zeiten.
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worauf es im Fußball wirklich ankommt: die Individualität der Spieler.
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Szenen und Texte, die wir in der Folge besprochen haben:
- Alle Tore von Alexandra Popp bei der EM 2022
- Ihr Tor gegen Paris St. Germain in der Champions League
- Tor des Monats von Bärbel Wohlleben im September 1974
- FAZ-Interview mit Martina Voss-Tecklenburg vor der WM 2023
- ARD-Doku über Alexandra Popp
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| In der Eistonne | 21 Jun 2023 | 00:03:06 | |
Die Saison ist vorüber, die Titel sind verteilt – und deshalb ziehen die
Hosts von Kicken Kann Er vom Mikrofon ins Ermüdungsbecken, vielleicht
sogar auch kurz in die Eistonne. Eine kleine Sommerpause steht an.
Weiter geht es am 19. Juli mit neuen Folgen Kicken kann sie, denn kurz
darauf beginnt die WM der Frauen in Australien und Neuseeland. Schicken
Sie uns ihre Vorschläge für die Frauen-WM, zu besprechende Spieler für
Mister X und natürlich auch Kritik und Lob an fussball@zeit.de. Wir
hören uns!
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| Kevin de Bruyne oder der Pass als Kunstwerk | 07 Jun 2023 | 01:10:26 | |
Kevin De Bruyne ist bei Manchester City, der besten Mannschaft der
Gegenwart, der beste Spieler. Und damit das ideale Thema für den
Fußballpodcast Kicken Kann Er. Ausführlich widmen sich die Hosts Oliver
Fritsch und Fabian Scheler dem 31-jährigen Belgier, einem der
meistgewünschten Spieler der Hörerinnen und Hörer. Vor dem
Champions-League-Finale, in dem De Bruyne eine bedeutende Rolle zukommt,
analysieren sie seine vielen Stärken und wenigen Schwächen. „Wie
zwingend er agiert. Wenn er gebraucht wird, wirft er alles rein“, sagt
Fritsch.
De Bruyne steht außerdem sinnbildlich für die Entwicklung von Manchester
City. Durch die Detailbesessenheit von Pep Guardiola reifte De Bruyne in
seinen Jahren bei City zum Kandidaten für den Weltfußballer des Jahres.
Er ist Weltklasse mit Anlauf. „So jemanden gönnt man den Erfolg, auch
wenn man mit Manchester City nichts zu tun haben will“, sagt Fritsch.
Darf man sich mit Manchester City und seinen autokratischen Besitzern
aus Abu Dhabi, die den Fußball mit Milliarden geflutet haben,
bedenkenkenlos freuen? „Nein“, sagt Scheler, was Fritsch versteht, aber
trotzdem die Innovationskraft von Guardiola hervorhebt. „City zahlt
außerdem immer einen Aufschlag, sie haben einen Standortnachteil.“ Julia
Roberts geht auch lieber zu United.
Dann sortieren die Hosts De Bruyne in die Goat-Debatte ein. In der
Rubrik der Top Five geht es diesmal um möglichst wenig Eitelkeit, Mister
X hat sich je einen Spieler der beiden Champions-League-Finalisten
herausgesucht und die beiden Hosts prüfen auf den Wunsch eines Hörers
hin noch mal ihre eigene Powercard-Wertung des Bayernspielers Sadio Mané
von vor einem Jahr.
Schreiben Sie uns! Kritik zur Sendung und Vorschläge für Mister X nehmen
wir unter fussball@zeit.de entgegen.
Szenen, die wir in der Folge besprochen haben:
- Kevin De Bruyne und Erling Haaland gegen Arsenal
- sein Tor im Champions League Hinspiel gegen Real Madrid
- im DFB-Pokalfinale 2015 Wolfsburg gegen Dortmund
- The match that made Manchester City buy De Bruyne
- jedes Tor, das in dieser Saison aus einer Kombination von Kevin De
Bruyne und Erling Haaland entstanden ist
- Kevin De Bruyne INSANE Long Shot Goals
- Alle Powercard Wertungen in einer Tabelle
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| EM-Spezial: "Dänemark ist die schlechtere Schweiz" | 28 Jun 2024 | 00:47:04 | |
Vor dem Achtelfinale Deutschland gegen Dänemark hat das Land eine
Stürmerdebatte erfasst: weiter mit Kai Havertz oder doch Niclas
Füllkrug? "Man müsste sehr viel ändern, wenn man Füllkrug aufstellt",
sagt Fabian Scheler. Der Stürmer aus Dortmund kam in zwei von drei
Vorrundenspielen als Joker und traf zweimal, gegen die Schweiz rettete
er in letzter Minute den Gruppensieg. "Füllkrug löst das Knäuel an
Beinen auf und denkt nicht so viel nach. Sein ganzer Körper drängt
Richtung Tor", sagt Tammo Blomberg, der dennoch vor einem
Eins-zu-eins-Tausch warnt. Die Kombinationsstärke würde darunter leiden.
Und Christian Spiller weist darauf hin, dass "es zwei deutsche
Mannschaften" gebe: "Plan A und Plan B, viele wissen gar nicht
wertzuschätzen, dass das Luxus ist. Weil es für Stress beim Gegner
sorgt."
Ausführlich widmen sich die drei Hosts den deutschen Vorrundenspielen
und überlegen, ob dieser Mannschaft noch immer eine Blackout-Gefahr
innewohnt. Wahrscheinlich aber nicht im Achtelfinale: "Mir fehlt die
Fantasie, mir vorzustellen, wie Deutschland nicht weiterkommen sollte",
sagt Spiller.
Zwei Wochen EM-Vorrunde und 36 Spiele sind vorüber, höchste Zeit also
für einen ausführlichen Blick auf das Erlebte. Scheler und Blomberg, die
als Reporter in den Stadien unterwegs sind, bestätigen den Eindruck der
ersten Tage, dass in jedem Spielort Fußballfeste stattfinden. "Man merkt
bei dieser EM vielleicht ein bisschen mehr als im Clubfußball, wofür die
Spieler spielen", sagt Spiller über den Wert dieser Europameisterschaft.
Scheler kürt dann Spanien als seinen Favoriten, bekommt dafür aber von
einem Host Widerstand, weil den Spaniern noch immer "der letzte Punch"
fehle. Außerdem gebe es eine spanische Problemzone, die bisher niemand
beachtet. Und sie müssten jetzt gegen das Team der Stunde ran. "Gegen
die Georgier möchte gerade keiner spielen", sagt Spiller: weil sie den
leidenschaftlichsten Fußball dieser EM zeigen und den besten Torhüter
des Turniers haben. Dann glänzt Spiller noch mit Angeberwissen über
Georgien.
Die Hosts beugen sich auch noch über die bisherigen Leistungen von
England und Frankreich und versteigen sich aufgrund des kuriosen
Turnierbaums zur These: "England kommt ins Finale und ist trotzdem die
Enttäuschung der Europameisterschaft." Das aufregendste Achtelfinale
sieht Scheler ohnehin woanders.
Schreiben Sie uns! Kritik zur Sendung nehmen wir unter fussball@zeit.de
entgegen. Lob auch. "Kicken kann er" ist der Fußballpodcast von ZEIT
ONLINE. Er erscheint zur EM außer der Reihe jede Woche.
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| Das Phänomen Mats Hummels | 24 May 2023 | 01:04:45 | |
Zum ersten Mal in der nunmehr 27 Folgen währenden Geschichte von Kicken
kann er, dem Fußballpodcast von ZEIT ONLINE, sprechen wir über einen
Abwehrspieler. Nachdem die Hosts Oliver Fritsch und Christian Spiller
darüber nachgedacht haben, warum es so lange dauerte, erklären sie am
Beispiel Mats Hummels, was ein moderner Verteidiger können sollte, und
was eher nicht.
Oliver Fritsch lobt Hummels' Kopfballspiel, seine Ausstrahlung, sein
Selbstbewusstsein, seine Pässe. Und er hat enormes Ballgefühl und ist
torgefährlich. Aber er kritisiert auch. "Es gibt eine Diskrepanz
zwischen öffentlicher Bewertung und Leistung", sagt Fritsch. Hummels sei
nicht nur langsam, sondern mache auch grobe Fehler und gehe oft ein zu
großes Risiko ein. Dadurch ist Hummels oft nicht dort, wo er gebraucht
wird. Oder wie Fritsch es formuliert: "Die Feuerwehr ist nicht da, wo es
brennt."
Christian Spiller hält dagegen. Durch sein durchaus risikoreiches Spiel
verhindert Hummels viele Chancen des Gegners, bevor sie überhaupt
entstehen. "Er wird präventiv tätig", sagt er. Unseren Hosts stellen
sich Fragen: Sollte ein Innenverteidiger wirklich schon an der
Mittellinie all-in gehen? Wie viele defensive Schwächen kann man
angesichts der offensiven Qualität eines Abwehrspielers verschmerzen?
Ist es fair, dass Defensivspieler an ihren Fehlern gemessen werden,
Offensive aber an Gelungenem? Und hilft gutes Aussehen und Eloquenz bei
der Bewertung?
Schreiben Sie uns! Kritik zur Sendung und Vorschläge für Mister X nehmen
wir unter fussball@zeit.de entgegen.
"Kicken kann er" ist der Fußballpodcast von ZEIT ONLINE. Er erscheint
alle zwei Wochen und widmet sich den besten Fußballern und
Fußballerinnen unserer Zeit. Wir reden weniger über Taktik als über das,
worauf es im Fußball wirklich ankommt: die Individualität der Spieler.
Szenen, die wir in der Folge besprochen haben:
- Kopfballtor gegen Portugal während der WM 2014
- Fehler im WM-Finale 2014
- Außenristpass im Spiel gegen Lettland
- Fehler gegen Liverpool
- Fehler gegen Mexiko während der WM 2018
- Mustertackling
- Alle Powercard Wertungen in einer Tabelle
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| Spezial: Die beste Elf aller Zeiten | 17 May 2023 | 00:55:42 | |
Einst wurde Andrea Pirlo gebeten, sein bestes Team aller Zeiten
auszuwählen. Lässig wie er war, setzte er sich selbst auf die Bank und
wählte elf andere aus. In diesem edlen Geist handelnd, brachten auch die
drei Hosts des Fußballpodcasts Kicken kann er, Oliver Fritsch, Christian
Spiller und Fabian Scheler, elf bessere Fußballer als sich selbst mit
zum ZEIT ONLINE Podcastfestival.
Lieber Zinedine Zidane, Franz Beckenbauer, Maradona oder doch eben
Andrea Pirlo? Unlösbare Aufgaben wie diese würden sich die Hosts nämlich
niemals trauen, alleine zu entschlüsseln. Deshalb – und um sich gegen
jede aufkommende Debatte zu immunisieren – haben sie das Publikum
befragt. Das durfte ebenfalls für jede Position einen Spieler
nominieren.
Zum zweiten Mal in der Geschichte von Kicken kann er wurde eine Folge
vor Publikum aufgenommen und zum ersten Mal waren alle drei Hosts
gleichzeitig auf der Bühne. Journalistische Objektivität wurde dieses
Mal vernachlässigt, das Publikum wiederum glänzte unter anderem mit
Ausführungen zum Ursprung der Schrankigkeit.
Am Ende wurde über jeden Vorschlag abgestimmt. Herausgekommen ist die
beste Elf aller Zeiten, die wegen einiger fehlender Namen ganz sicher
diskussions- und an der ein oder anderen Stelle auch fragwürdig ist.
Aber so ist das, wenn man alle fragt. Echte Demokratie eben!
Schreiben Sie uns! Kritik zur Sendung und Vorschläge für Mister X nehmen
wir unter fussball@zeit.de entgegen.
Szenen über die wir in der Folge gesprochen haben:
- Frankreich und Desailly vor dem WM Finale gegen Ronaldo
- Paolo Maldini
- Dennis Bergkamps Tor 1998
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| Er hat etwas von Zauberei, Luka Modrić ist Entfesselungskünstler | 09 May 2023 | 01:13:13 | |
Spricht man über die besten Fußballer unserer Zeit, fallen meist drei
Namen. Der von Lionel Messi, Cristiano Ronaldo und Kylian Mbappé. Bei
der WM in Katar hieß es, sie das Duell zwischen Messi und Mbappé
gewesen. Doch ein Name wird fast routinemäßig übergangen: der von Luka
Modrić. „Er gehört zu den besten drei Fußballern unserer Zeit“, urteilt
nun Fabian Scheler in der neuen Folge des Fußballpodcasts “Kicken kann
er”, die sich ausführlich dem kroatischen Mittelfeldgenie widmet, der an
diesem Dienstag mit Real Madrid im Halbfinale der Champions League auf
Man City trifft.
„Er kann im Gegner spielen“, sagt Co-Host Oliver Fritsch, „manchmal
gegen einen, manchmal gegen vier.“ Das habe etwas von Zauberei, Modrić
sei ein Entfesselungskünstler. Es geht um die vielen Stärken des
Weltfußballers von 2018, um Körpergröße und Ballfertigkeit, und seine
vielleicht größte Leistung, auch mit 37 Jahren noch in der Weltspitze
das Spiel zu prägen und seine Leistung in jedem der vergangenen Jahre
sogar zu steigern. „Er ist der Benjamin Button des Weltfußballs“, sagt
Scheler.
Spieler wie Modric werden eher unterbewertet, weshalb Fritsch versucht,
mit verschiedenen Szenen aus Spielen wie dem Champions League Finale
2022 oder dem Viertelfinale gegen Paris Modrićs Klasse zu belegen. Auch
die Komposition und Arbeitsteilung des perfekten Mittelfelds von Madrid
(Casemiro, Modrić, Toni Kroos) ist ein ausführliches Thema. „Er kann es
mit Pässen und mit Dribblings, was ihn von anderen Spielern
unterscheidet“, sagt Fritsch, etwa von Kroos, Joshua Kimmich oder Ilkay
Gündogan. Außerdem gibt Scheler einen Exkurs über Außenristpässe, die
Modrić wie kein Zweiter schlagen kann. Auch ob Modrić überhaupt
Schwächen hat, erfahren Sie in dieser Folge.
Mit den Top-Fünf-Bravehearts der Fußballgeschichten leiten die Hosts
über auf Modrićs Nationalmannschaftskarriere. Die Kroaten führte er
einmal ins Endspiel, einmal ins Halbfinale und Fritsch erinnert sich an
den Modric, der bei der EM 2008 gegen Torsten Frings und Michael Ballack
angetreten ist. Es ist ein Wunder, wie Modrić seit Jahren ein, gemessen
an den Einwohnerzahlen, so kleines Land zu so Großem bringt.
Mister X widmet sich einer Kölner und einer Londoner Legende, Fritsch
erinnert an ein Interview, dass er mit seinem Vater über dessen
Ersatzvater Fritz Walter geführt hat und die Hosts nehmen eine Lesermail
zum Anlass, auf die häufig angetragene Forderung nach historischen
Spielern einzugehen. Schreiben Sie uns! Kritik zur Sendung und
Vorschläge für Mister X nehmen wir unter fussball@zeit.de entgegen.
Szenen, Texte und Podcasts über die wir in der Folge gesprochen haben:
- Modrić Außrenristpass gegen Chelsea 2022
- Luka Modrić im Champions League Viertelfinal-Rückspiel gegen Paris
2022
- Luka Modrić beim 5:2 gegen Liverpool 2023
- Modrić Tackle gegen Lionel Messi
- 100+ players HUMILIATED by Luka Modrić
- Luka Modrić: Der Gott der kleinen Dinge
- WM 2018: Eine Hymne auf Luka Modrić
- Luka Modrić: Der Puppenspieler
- The Modric supremacy: why Croatia’s talisman should win the Ballon
d’Or
- Die Power Card Tabelle von Hörer Richard Kiekebusch
- Interview von Oliver Fritsch mit seinem Vater: "Manchmal habe ich
mir Fritz Walter als Vater erträumt"
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| İlkay Gündoğan und seine unsichtbare Fähigkeit | 26 Apr 2023 | 01:00:07 | |
Er ist der Lieblingsschüler von Pep Guardiola. Allein das sagt schon
viel aus über İlkay Gündoğan, dem die neueste Folge von Kicken kann er
gewidmet ist. Im Fußballpodcast von ZEIT ONLINE versuchen die Hosts
Oliver Fritsch und Christian Spiller zu ergründen, was den Kapitän von
Manchester City so stark macht.
"Er ist einer der schlauesten Fußballer, den es gibt", sagt Fritsch. Für
ihn ist Gündoğan ein Beleg dafür, was man mit Spielintelligenz erreichen
kann. Denn mit den Füßen ist Gündoğan zwar auch ein starker Kicker, aber
keine Extraklasse. Ihm fehlt das Supergen, etwas Einzigartiges in seiner
Technik. "Seine Klasse entsteht vor allem im Kopf", sagt Fritsch.
Dabei steht der gebürtige Gelsenkirchener vor einem Problem: Intelligenz
ist nicht immer sofort zu erkennen. "Sein Genie ist für den
Gelegenheitszuschauer nur schwer sichtbar", sagt Spiller.
Eine Frage, die bei Gündoğan immer auch mit gestellt werden muss: Warum
spielt der Kapitän der mutmaßlich besten Vereinsmannschaft der Welt in
der Nationalelf nur eine Nebenrolle? Fritsch und Spiller erklären, dass
das sowohl an Gündoğan selbst als auch an der DFB-Elf liegt.
Außerdem in der Folge: zwei Dortmunder für Mr. X, die fünf besten
Nürnberger, Charles Darwin und Albrecht Dürer.
Schreiben Sie uns! Kritik zur Sendung und Vorschläge für Mister X nehmen
wir unter fussball@zeit.de entgegen. Kicken kann er ist der
Fußballpodcast von ZEIT ONLINE. Er erscheint alle zwei Wochen und widmet
sich den besten Fußballern und Fußballerinnen unserer Zeit. Wir reden
weniger über Taktik als über das, worauf es im Fußball wirklich ankommt:
die Individualität der Spieler.
Szenen und Texte, über die wir in der Folge gesprochen haben:
- Tore im Meisterschaftsfinale 2022
- Champions-League-Finale 2013
- Interview nach dem Japan-Spiel 2022
- Porträt im ZEITmagazin
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| Deutschlands größter Fußballkünstler aller Zeiten | 12 Apr 2023 | 01:09:46 | |
Eigentlich eignen sich die Folgen dieses Podcasts perfekt, um das Urteil
der Hosts mit der eigenen Wahrnehmung abzugleichen. Denn alle Spieler,
über die gesprochen wird, spielen noch. Doch dieses Mal ist alles
anders. Zum ersten Mal in der Geschichte von Kicken kann er nehmen die
Hosts Abschied von einem Fußballer. "Es war immer klar, sobald Mesut
Özil zurücktritt, machen wir eine Folge über ihn", sagt Oliver Fritsch,
und damit beginnt eine einstündige kritische Würdigung des Lebenswerks
von Mesut Özil.
Er war ein großer Fußballer, dann fiel er wegen eines Fotos in Ungnade.
Nun ist er zurückgetreten, fast unbemerkt in Deutschland. Unser
Fußballpodcast würdigt Mesut Özil.
Özil sei einer der herausragenden deutschen Fußballer der Geschichte,
sagt Fritsch, gar Deutschlands größter Fußballkünstler aller Zeiten. An
ihm könne man außerdem eine ganze Dekade Deutschland festmachen,
sportlich wie politisch. Fabian Scheler fragt sich angesichts des
sportlichen Schaffens von Özil: Gehen wir zum Fußball, um Erfolge zu
feiern und Zahlen zu lesen oder der Schönheit und Brillanz wegen? Mesut
Özil anzugucken, war für ihn häufig wie Urlaub.
Die Hosts suchen und finden von Özil eingeführte oder perfektionierte
Spielelemente wie den bounce oder den maskierten Pass, Hymnensingen
hingegen lassen sie als Besprechungsthema aus. Und bevor es zu
nostalgisch-verklärend wird, widmen sich die Hosts auch der Frage, warum
Özils Kunst gerade in Deutschland nicht als das gesehen wurde, was sie
war. "Es ist geradezu der Witz, dass der Stress beim Gegner herrschte
und nicht bei Özil", sagt Fritsch über die Debatte über hängende
Schultern und fehlende Körperspannung. Außerdem geht es um den größten
Fehler seiner Karriere, der auf einem Foto in London festgehalten wurde
– auf dem Recep Tayyip Erdoğan aber nicht zu sehen war.
Doch auch das Foto mit İlkay Gündoğan und dem türkischen
Staatspräsidenten ist natürlich Thema und beide Hosts befassen sich mit
einer der größten Krisen des DFB, die obendrein auch so schlecht
gemanagt wurde wie nur wenige andere zuvor. Özil wandelte sich in der
Debatte von einer integrativen Figur zu einem Fußballer, der hierzulande
am Ende seiner Karriere sogar in Vergessenheit geriet. Dabei gilt für
Fritsch: "Ohne Özil gäbe es keinen WM-Titel 2014, der Islam ist also
Teil Deutschlands. Anschaulicher als an diesem Spieler kann man diesen
Satz nicht belegen."
Der unter Hörerinnen und Hörern äußert beliebte Mister X widmet sich,
ohne seine schwarz-rot-goldene Kapitänsbinde anzulegen, Rudi Völler und
Emil Forsberg und in den Top Five assistieren sich die beiden Hosts
gegenseitig bei der Suche nach den besten Vorlagengebern der Geschichte.
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zwei Wochen und widmet sich den besten Fußballern und Fußballerinnen
unserer Zeit. Wir reden weniger über Taktik als über das, worauf es im
Fußball wirklich ankommt: die Individualität der Spieler.
Szenen und Texte, über die wir gesprochen haben:
- Mesut Özil gegen England bei der WM 2010
- Tor gegen Ludogorez Rasgrad
- Leicester 2018
- Hackenvorlage auf Giroud
- Mesut Özil bei Real Madrid
- Der Özil-Bounce
- Özil im WM-Finale 2014
- Ein sehr guter Deutscher
- Mesut Özil: Das wahre Debakel
- Die Powercard-Tabelle (Danke!)
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| Was passiert mit dem FC Bayern, wenn Thomas Müller einmal aufhört? | 29 Mar 2023 | 00:54:00 | |
Etwa 50.000 Thomas Müllers soll es in Deutschland geben. Der Thomas
Müller, den wir in der neuen Folge von Kicken kann er besprechen, ist
aber in jedem Fall ein Unikat. Er ist ein Spieler, der sich seit vielen
Jahren der Analyse ein Stück weit entzieht, weil er so ungewöhnlich
Fußball spielt. Doch für die Hosts des Fußballpodcasts von ZEIT ONLINE,
ist das genau die richtige Herausforderung. "Wenn es einen Fußballer
gibt, wegen den wir diesen Podcast machen, dann wäre es Thomas Müller",
sagt Oliver Fritsch. Über Cristiano Ronaldo reden kann ja jeder.
"Müller wirkt auf den ersten Blick nicht wie ein Weltklassefußballer,
nicht mal wie ein Sportler", sagt Fritsch über die Erscheinung Müller.
Über die Beinchen, den nach vorne gebeugten Laufstil, die schlenkernden
Arme. Fritsch sieht bei Müller deshalb eine Historie der Unterschätzung.
"Thomas Müller kann nichts besonders gut", sagt Christian Spiller. Nicht
besonders gut schießen, schnell laufen, Zweikämpfe gewinnen oder andere
Dinge, die man von einem Offensivspieler erwartet. Aber Müller hat den
meisten anderen etwas voraus: Er sieht Dinge, die andere nicht sehen. Er
findet Räume, die anderen verschlossen bleiben, ahnt, wo Ball, Gegner
und Mitspieler nicht jetzt, sondern demnächst, sein werden. "Müller
empfängt terrestrisch, bei ihm fällt das Tor zwei Sekunden eher als beim
Nachbarn", sagt Fritsch.
Das macht Thomas Müller nach Titeln zum erfolgreichsten deutschen
Fußballer aller Zeiten. Aber: Er wird dieses Jahr 34, seine Karriere
geht langsam zu Ende. Oliver Fritsch würde ihn ungern noch einmal in der
Nationalelf sehen. "Ich glaube, dass Müller Entwicklung verhindert",
sagt er.
Unsere Vermutung, was mit dem FC Bayern passiert, wenn Müller mal nicht
mehr spielen sollte, warum Müllers Torjubel der echteste weit und breit
ist, warum er nicht zu Real Madrid gepasst hätte, was es mit Radio
Müller auf sich hat und die Top 5 der wichtigsten Weltmeister 2014 – all
das zu hören in der neuen Folge von Kicken kann er.
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Szenen, über die wir in dieser Folge gesprochen haben:
Balleroberung gegen Paris Saint-Germain Chance gegen England Radio
Müller Müller-Compilation
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| Timo Werner und die extreme Inselbegabung | 14 Mar 2023 | 01:19:15 | |
Wir sind zurück! Angetreten sind die Hosts des Fußballpodcast Kicken
kann er einst mit dem Versprechen, die Fußballdebatte zu begutachten und
die Individualität der Spielerinnern und Spieler über alles zu stellen.
Doch in der neuen Folge müssen sie umdenken: Was tun, wenn der Spieler,
über den sie sprechen, auf recht simple Art zum Erfolg kommt?
Timo Werner ist das Thema der neuen Folge. Ein Spieler der, einmal
entwischt, kaum noch einzuholen ist. "Seine Art zu spielen ist sehr
eindimensional, aber dennoch Erfolg bringend", sagt Oliver Fritsch. Ein
Spieler mit diesem Tempo und diesen Fähigkeiten, das sei nicht
einzigartig, aber in Deutschland gibt es davon nicht so viele.
Werner besitze ein Merkmal, dass ihn besonders auszeichne: seine
Beschleunigung und sein Tempo, gepaart mit seinem festen Schuss.
"Druff", sagt Fritsch im feinsten Hessisch zu dieser Art von
Inselbegabung, die ihn an Lukas Podolski erinnert. Dessen linker Fuß ist
ein Kölner Kulturgut, ähnlich wie Werners 100-Meter-Zeit in Leipzig, der
Stadt des Leichtathletikfußballs. Doch Podolski hat es im Clubfußball
nie auf die ganz große Bühne geschafft. Nur in der Nationalmannschaft
hat er funktioniert.
Fabian Scheler, der mit dieser Folge die Rückkehr aus seinem Sabbatical
feiert, fügt hinzu, dass Werners Läufe häufig Platz für Mitspieler
schaffen, etwa beim entscheidenden Tor im Champions League Finale 2021.
Außerdem fällt Werner mit Torvorlagen auf. Fritsch will das Argument
nicht gelten lassen und so beginnt die Analyse, warum Werner in der
Debatte heute eher belächelt als bewundert wird. "Häufig wird in
Deutschland schöngefärbt, bei Timo Werner wird aber übersehen, welchen
Wert seine spezielle Begabung für das Spiel hat", sagt Fritsch.
Werner galt in Stuttgarter Zeiten als Supertalent, das den Sturm der
deutschen Nationalelf auf Jahre prägen wird. Von dort wechselte er zu
Leipzig und schien perfekt in das dortige Gegenpressing-System zu
passen, über das in der Folge nicht nur gut gesprochen wird. "Warum kam
Chelsea überhaupt auf die Idee, ihn zu kaufen?", fragt sich Fritsch, als
es um die Frage geht, warum die beiden Jahre in London Werner nicht zu
seinem großen Durchbruch verhalfen. Scheler will zudem von Fritsch
wissen, wie es sein kann, dass ein Stürmer, der schon mal 28 Tore in
einer Bundesligasaison geschossen hat, in England so oft daneben zielte.
Die Hosts überlegen, welchen Einfluss es hatte, dass er in zehn Jahren
Profifußball schon so viele Trainer hatte, analysieren, welche Schwächen
er hat und wie er im Vergleich mit den anderen Stürmern der
Nationalmannschaft abschneidet.
Außerdem überlegen die Hosts, ob sie bei der Power-Card Timo Werner
Haltungsnoten für seine Schwalbe geben sollen, küren die Top Fünf der
Stürmer, die im Abseits geboren wurden und Mister X widmet sich dem Zé
Roberto des Breisgaus.
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Szenen, über die wir in der Folge gesprochen haben:
Chance EM Achtelfinale gegen England Timo Werners Lieblingstor gegen den
HSV Kopfballtor gegen Celtic Glasgow Gemeine Fail-Compilation
Texte, über die wir gesprochen haben:
Ralf Rangnick: Vielleicht hat er doch recht
Barney Ronay im Guardian: Chelsea's Timo Werner hones his quality and
homes in on scoring
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| Kylian Mbappé ist zu gut für Taktik | 08 Feb 2023 | 00:46:56 | |
In der aktuellen Ausgabe gehen Christian Spiller und Oliver Fritsch auf
einen vielfachen Wunsch ihrer Hörerinnen und Hörer ein. In der neuesten
Folge von Kicken kann er, dem Fußball-Podcast von ZEIT ONLINE,
besprechen die beiden Gastgeber Kylian Mbappé, den französischen
Stürmerstar von Paris Saint-Germain. „Er ist eine Naturgewalt”, sagt
Fritsch, und Spiller rechnet sofort Mbappés Geschwindigkeitsrekord auf
dem Rasen vor.
Das Geheimnis von Mbappé ist, dass er Höchsttempo mit Technik und
Dribbelkunst kombiniert. „Auf den Skisport übertragen, fährt er die
Streif im Slalom runter”, sagt Fritsch. Mbappé erkenne Lücken, wo
niemand sonst sie sehe, „erst recht nicht die Abwehrspieler”, fügt
Spiller hinzu. „Und er beschleunigt nicht nur sich enorm”, ergänzt
Fritsch, „sondern auch den Ball beim Schuss”. Auf engstem Raum gelingen
Mbappé immer wieder starke Torabschlüsse.
Wohin führt der Weg des 24-Jährigen, der bereits mit 19 Weltmeister
wurde? „Er könnte noch mehr rausholen, wenn er zum Trainerspieler werden
würde”, sagt Fritsch. Mbappé sei nämlich ein Einzelsportler, der sich
nicht an der Aufgabe des Kollektivs beteilige. „Er ist zu gut für
Taktik.” Im WM-Finale 2022 stand er lange rum, doch dann, spät im Spiel,
schoss er seine Tore.
„Was macht das mit unseren Kindern, wenn sie ihm nacheifern?“, fragt
Spiller, den Mbappés Spiel eher kalt lässt. Orientieren sie sich an
seinem Egozentrismus? Das sei nicht einfach zu beantworten, man dürfe
nicht übersehen, antwortet Fritsch, dass Mbappé vorlebe, seine
Individualität frei zu entfalten, ohne Zwänge des Kollektivs. Der
Fußball eigne sich dazu wie kaum ein anderer Sport.
Szenen, die wir in der Folge besprochen haben
- Tor Mbappé gegen Real
- [Mbappé im WM-Finale
2022)(https://www.youtube.com/watch?v=LSYVQ58_iNY)
- WM-Halbfinale 2022 Frankreich gegen Marokko
- Mbappés vier WM-Tore 2018
- Umarmung Mancini/Vialli
- Der Libero ist zurück (Hasebe)
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| Jamal Musiala – er schlängelt sich wie wirbellos um alle Gegenspieler | 25 Jan 2023 | 00:53:08 | |
Er ist nicht vom Ball zu trennen, er schlängelt sich um Gegenspieler
„wie wirbellos“, sagt Oliver Fritsch. „Er erinnert mich an eine
Comic-Figur, so beweglich ist er“, sagt Christian Spiller. In der
neuesten Folge von Kicken kann er, dem Fußball-Podcast von ZEIT ONLINE,
geht es um den Wunderdribbler vom FC Bayern: Jamal Musiala. Viele
Zuhörerinnen und Zuhörer wünschen sich schon lange eine Folge über ihn.
„Ich lege mich fest: Er wird irgendwann Weltfußballer“, sagt Spiller.
„Ich verstehe, dass die Fans ihn lieben“, entgegnet Fritsch, der andere
Host. “Doch dazu müsse Musiala lernen, besser mit seinen Mitspielern
zusammenzuspielen.” Das sei sogar manchmal an deren Gesichtern
abzulesen. Sein riesiges Talent sehe jeder, aber zum Spitzenfußballer
fehle noch etwas, sagt Fritsch. „Sogar mehr als Deutschland denkt.“
Musiala war Teil des Teams, das in der WM-Vorrunde in Katar ausschied,
galt aber als einziger Gewinner Deutschlands. Mit seinen Dribblings
beeindruckte er die Fußballwelt. Nun müsse er reifen und von einem
Trainer geformt werden, sagt Fritsch, so dass er verlässlich zum Erfolg
seiner Mannschaften beitrage. Spiller hingegen findet, dass Fritsch den
19-Jährigen zu streng bewerte.
Die Hosts gehen auch auf die Kritik ein, sie hätten Lionel Messi in
einer früheren Folge zu schlecht eingestuft. Außerdem würdigen sie den
verstorbenen Pelé und benennen eine Top 5 der Spieler, die ihrer Zeit
weit voraus waren.
__Schreiben Sie uns! Kritik zur Sendung nehmen wir unter
fussball@zeit.de entgegen.
Kicken kann er ist der Fußballpodcast von ZEIT ONLINE. Er erscheint alle
zwei Wochen und widmet sich den besten Fußballern und Fußballerinnen
unserer Zeit. Wir reden weniger über Taktik als über das, worauf es im
Fußball wirklich ankommt: die Individualität der Spieler.
Szenen, die wir in der Folge besprochen haben
- Assist Musiala zum 1:1 gegen Spanien (Füllkrug)
- Tor Musiala aus der Distanz
- Pelé: He dit it 50 years ago
- Christian Spiller: Das Trump-Shirt des Südens
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| Warum Lionel Messi und Antoine Griezmann die beiden besten Spieler der WM sind | 16 Dec 2022 | 00:30:44 | |
Im letzten WM-Spezial von Kicken kann er, dem Fußballpodcast von ZEIT
ONLINE, stehen zwei Spieler im Mittelpunkt, die bei diesem Turnier
prägend waren: Lionel Messi und Antoine Griezmann. Beide haben großen
Anteil daran, dass ihre Mannschaften es ins Finale geschafft haben.
“Messi ist in Katar zum Mannschaftsspieler geworden”, sagt Oliver
Fritsch. Der Argentinier ist reifer geworden, hat erkannt, dass er den
Titel nicht alleine gewinnen kann. Und seine Mitspieler helfen ihm dabei
nicht nur. “Sie wollen ihm den Titel zu Füßen legen”, sagt Fritsch.
Für Frankreich ist Antoine Griezmann der wichtigste Spieler. Kylian
Mbappé ist der Mann für die besonderen Momente, aber: “Griezmann hält
das Spiel zusammen”, sagt Christian Spiller. Er ist einfach überall zu
finden, klärt wie gegen Marokko im eigenen Strafraum, verteilt die Bälle
an die Stürmer und bleibt dabei noch völlig uneitel.
Auf einen Final-Tipp wollen sich die Hosts nicht festlegen. Sie sehen in
Argentinien die bessere, stabilere Einheit und in Frankreich das größere
individuelle Talent. Wer wird am Ende gewinnen? Fast eine
fußballphilosophische Frage.
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entgegen. Lob auch. “Kicken kann er” ist der Fußballpodcast von ZEIT
ONLINE. Er erscheint zur WM außer der Reihe jede Woche. Nach der
Winterpause gibt es ab Februar wieder reguläre Folgen.
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| EM-Spezial: Die neue deutsche Nüchternheit | 19 Jun 2024 | 00:41:10 | |
Sie wollen endlich in EM-Stimmung kommen? Wir haben etwas für Sie: die
erste Spezialfolge unseres Fußballpodcasts Kicken kann er. In der zählen
Fabian Scheler und Oliver Fritsch die Erkenntnisse des deutschen
Auftaktspiels auf. Auch wenn beide im Stadion nebeneinandergesessen
haben, blicken sie aus anderen Richtungen auf das Spiel.
"Julian Nagelsmann ist ein pragmatischer Trainer geworden", sagt
Fritsch, "er tut das Naheliegende." Der Bundestrainer vertraut auf die
Aufstellung, auf die er seit März setzt. Sowohl das Zusammenspiel von
Florian Wirtz, Jamal Musiala und Kai Havertz als auch die
Rollenverteilung von İlkay Gündoğan und Toni Kroos wirkte harmonisch und
ausbalanciert. Auch wenn Gündoğans perfekter Platz woanders wäre und
seine Position ein kleiner Kompromiss sei, sagt Fritsch: "So stark habe
ich Deutschland lange nicht mehr gesehen." Der deutsche Fußball sei
nicht perfekt, aber könnte ideal für dieses Turnier sein.
Doch lässt sich das wirklich nach diesem einen Spiel sagen? Scheler hat
daran Zweifel: "Ich tue mich noch ein bisschen schwer mit der
Einordnung, wie gut Deutschland wirklich ist", sagt er, denn das
rumpelige Spiel der Schotten tauge noch nicht als Gradmesser.
Einverstanden sind die beiden aber mit der schottischen Leistung abseits
des Feldes: "Die 90 Minuten gehörten Deutschland – den Rest hat
Schottland gewonnen", sagt Fritsch.
Anschließend erzählen die beiden noch von ihren Ausflügen auf die
Volksfeste, die derzeit in deutschen Innenstädten stattfinden. Scheler
war in Dortmund beim Spiel der Italiener gegen Albanien, hat
transadriatische Verbrüderung und eine kühle italienische Mannschaft
gesehen, die im Werden ist. Außerdem will Fritsch von ihm wissen: Wo
kamen am Montag denn all diese frenetischen Rumänen her?
Fritsch selbst war in Frankfurt und fiel auf eine optische Täuschung
rein. In der Stadt hatte er viel belgisches Rot gesehen, doch im Stadion
übernahmen die Slowaken die Kontrolle. Am Ende machen die beiden Hosts
noch einen kleinen Favoritencheck, bei dem englische Fans besser
weghören.
Weitere Links zur Folge:
Jamal Musiala und Florian Wirtz: "Ey Jamal, haste mein krasses Tor
gesehn?"
Italien – Albanien: Diese albanischen 23 Sekunden
Ukraine bei der EM: Sie entschuldigen sich. Aber wofür?
Fußball-EM: Das Problem mit den Extremen
Slowblog zur Fußball-EM: Das bisschen Regen
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| WM-Spezial: "Der deutsche Fußball steckt in einer ernsten Krise" | 08 Dec 2022 | 00:28:48 | |
Im zweiten WM-Spezial von Kicken kann er, dem Fußballpodcast von ZEIT
ONLINE, analysieren die Hosts Oliver Fritsch und Christian Spiller das
deutsche WM-Aus und die Folgen, die es für den DFB und den Sport in
diesem Land hat. "Der deutsche Fußball steckt in einer ernsten Krise",
sagt Spiller.
Dabei geht es nicht nur um das erneute Vorrundenaus, sondern um das
Gesamtbild. Auch die Bundesliga hat bereits an Qualität verloren und
wird das wohl noch weiter tun, die Liga der Weltmeister ist
Vergangenheit.
In dem Podcast, der kurz vor der Entscheidung aufgenommen wurde, dass
Hansi Flick Bundestrainer bleibt, hätten sich beide Hosts einen
Erneuerer wie Jürgen Klopp oder Thomas Tuchel gewünscht. Vor allem aber
kritisieren sie die Vorgehensweise des DFB. Es könne nicht sein, dass
DFB-Präsident Bernd Neuendorf und Hans-Joachim Watzke par ordre du mufti
entschieden, wie es weitergehe, meint Fritsch.
"So ein Verfahren muss integer, gerecht und partizipativ sein", sagt er.
Warum durfte allem Anschein nach Célia Šašić nicht mitreden, fragt
Fritsch? "Die Einzige aus dem DFB-Präsidium, die auch mal ein Tor
geschossen hat." Es brauche doch jetzt eine große Koalition für den
Fußball.
Ihre Weltmeistertipps gaben die Hosts übrigens auch ab. Dabei wurde es
fußballromantisch.
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| WM-Spezial: "Hier findet auch ein Fußballfest statt" | 30 Nov 2022 | 00:32:55 | |
Eine ungewöhnliche Folge von Kicken kann er, dem Fußballpodcast von ZEIT
ONLINE. Denn gerade findet ein alles andere als gewöhnliches
Fußballturnier statt, die WM in Katar. Christian Spiller, einer beiden
Hosts, ist in Berlin geblieben, aber Oliver Fritsch erzählt von seinen
ersten Eindrücken aus Doha.
Er sieht die WM immer noch kritisch, aber zugleich auch, dass in Katar
ein Fußballfest stattfindet. Ein Widerspruch? Vielleicht, aber er sagt:
“Ich habe den Eindruck, dass es uns Europäern schwer fällt, auf die
Widersprüche, die das Leben und die Politik hergibt, einzulassen.”
Die beiden Hosts reden über Falsifizierbarkeit, TV-Quoten und Guckscham
und darüber, warum die WM vor allem in Deutschland boykottiert zu werden
scheint. Dem Land des Moralweltmeisters? Aber vielleicht ja auch besser
Moralweltmeister als gar kein Titel, so Spiller.
Es geht aber auch um Sport. Zum Beispiel über die bisher überzeugendsten
Mannschaften dieses Turniers. Für Fritsch ist das Frankreich, für
Spiller Brasilien. Und sie diskutieren natürlich über das deutsche Team,
das gegen Japan nicht so schlecht war, wie es im Nachhinein gemacht
wurde. Und natürlich über das Tor von Niclas Füllkrug gegen Spanien.
“Ein Moment, den man nicht vergisst”, sagt Fritsch.
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Texte und Szenen, die wir in dieser Folge besprochen haben:
- Olis Kolumne
- Olis Japan-Text
- Szene Füllkrug-Tor
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| Manuel Neuer: “Ich glaube nicht, dass er auch draußen mitspielen könnte” | 22 Nov 2022 | 00:51:37 | |
Zum ersten Mal in der (noch kurzen) Geschichte von Kicken kann er, dem
Fußball-Podcast von ZEIT ONLINE, sprechen die Hosts über einen Torwart.
Nicht über irgendeinen, sondern über Manuel Neuer, den besten deutschen
Torwart, möglicherweise den besten der Welt und vielleicht ja sogar den
besten aller Zeiten. Eine Folge der Superlative also.
“Manuel Neuer hat das Torwartspiel neu erfunden, er hat einen Standard
gesetzt, an dem sich jetzt alle messen lassen”, sagt [Oliver
Fritsch(https://www.zeit.de/autoren/F/Oliver_Fritsch/index.xml). Mit
seinem offensiven Spiel, mit dem er spätestens zum WM-Achtelfinale 2014
gegen Algerien weltbekannt wurde, wurden Neuer der Sweeper Keeper, wurde
Manu, der Libero. Seine womöglich wichtigste Szene aber hatte er ein
Spiel später.
In dem Podcast, den wir bereits vor der Debatte um Manuel Neuers
One-Love-Binde aufgenommen haben, sind sich die Hosts einig: Manuel
Neuer macht das Tor klein. Die Stürmer wissen, dass es bei Neuer nicht
reicht, entweder nur fest oder platziert zu schießen, es muss schon
beides dabei sein. Das aber ist kompliziert, das lässt sie zaudern. “Die
Kunst eines großen Torwarts ist es, Bälle zu halten, ohne Bälle halten
zu müssen”, sagt der Interims-Co-Host Christian Spiller.
Die beiden philosophieren auch über Neuers Reklamierarm, über das
Geheimnis des Torwartlands Deutschland, entdecken Ähnlichkeiten zu
Tomislav Piplica. Mit einem Stereotyp aber räumen sie auf: “Ich glaube
nicht, dass Neuer auch draußen mitspielen könnte”, sagt Oliver Fritsch.
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worauf es im Fußball wirklich ankommt: die Individualität der Spieler.
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Szenen und Inhalte, die wir in der Sendung besprochen haben:
- Neuer gegen Frankreich
- Neuer gegen Algerien
- Neuer gegen Mbappé
- Manuel-Neuer-Werbung
- Best of Piplica
- Best of Chilavert
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| Lionel Messi – der Beste, aber nicht der Größte | 09 Nov 2022 | 01:12:11 | |
Sein Wirken ist, wie das jedes Künstlers, schwer in Worte zu fassen. Die
Hosts von Kicken kann er, dem Fußballpodcast von ZEIT ONLINE, versuchen
es dennoch. Oliver Fritsch und Christian Spiller reden über Lionel
Messi, den siebenfachen Weltfußballer, über eine Legende, über die
eigentlich schon alles gesagt scheint. Aber noch nicht von den Hosts.
Beide dürfen erst mal von seinen Qualitäten schwärmen. "Lionel Messi ist
der talentierteste Offensivspieler aller Zeiten, vielleicht wird es nie
wieder so einen geben", sagt Oliver Fritsch. Sie analysieren, warum sein
niedriger Körperschwerpunkt Messi einen entscheidenden Vorteil
verschafft, und fragen sich, ob eine Pattex-hafte Ballbeherrschung
angeboren ist oder trainiert werden kann.
Spiller und Fritsch analysieren Messis Sololauf gegen Getafe im Jahr
2007. Ein Tor, das ebenso Erinnerungen an Maradona weckt wie Messis
Handtor ein paar Jahre später. Jérôme Boateng hingegen wird sicher keine
guten Erinnerungen an den Argentinier haben.
Messi sei der beste Individualist, aber um der Größte zu werden, sagt
Fritsch, braucht er noch den WM-Titel. Das Turnier in Katar ist seine
letzte Chance. Doch: Es hat Gründe, warum es im argentinischen
Nationaltrikot nicht so gut klappt wie in dem vom Barça. "Ein Goat hätte
schon das WM-Finale für 2014 entschieden", sagt Oliver Fritsch. Und
überhaupt: "Ein Goat verliert nicht 2:8 gegen Bayern."
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worauf es im Fußball wirklich ankommt: die Individualität der Spieler.
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Szenen und Inhalte, die wir in der Sendung besprochen haben:
- Tor gegen Getafe
- Vergleich Handtor Maradona und Messi
- Barças 5:0 gegen Real Madrid
- Messi als Kind
- Messi gegen Boateng
- erstes Länderspiel
- Copa-America-Finale 2021
- Messi-Doku
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| Jude Bellingham - Hey Jude | 26 Oct 2022 | 01:04:55 | |
Mit 16 spielte er schon in der Zweiten Liga in England, mit 17 wurde er
zentrale Figur von Borussia Dortmund, über ihn spricht man. In Kicken
kann er, dem Fußballpodcast von ZEIT ONLINE, befassen sich die Hosts
Christian Spiller und [Oliver
Fritsch](https://www.zeit.de/autoren/F/Oliver_Fritsch/index.xml diesmal
mit Jude Bellingham. „Die Wahrscheinlichkeit ist sehr groß“, sagt
Fritsch, „dass wir es mit einem Spieler zu tun haben, der die nächsten
zehn bis fünfzehn Jahre eine wichtige Rolle im Weltfußball spielen
wird“.
Bellingham habe vielleicht keine herausragende Fähigkeit, aber "das
Gesamtpaket ist großartig". Vor allem passe er mit seiner mitreißenden,
furchtlosen und stürmischen Art gut nach Dortmund, sagt Spiller. „Er
kickt sich in die Herzen der Leute.“ Er habe Charakter, sei furchtlos in
Zweikämpfen und in den Momenten, in denen es gilt, drehe er noch mal
auf. „Er ist ein Tatmensch“, sagt Fritsch, „er will das Spiel alleine
gewinnen“. Spiller sagt: „Er ist wie Jürgen Klopp, bloß dass er Fußball
spielen kann.“
Die Folge dreht sich auch um die Frage, wohin der Weg des 19-Jährigen
noch führen wird. Fans und Expertinnen rechnen damit, dass Bellingham
bald zu einem größeren Club wechseln wird. „Dafür kommen nur die Besten
wie Real, City, Liverpool oder Chelsea in Frage“, sagt Fritsch. Dort
könne er den letzten Schritt zur Weltklasse reifen. Spiller hingegen
hofft, dass er bleibt und in Dortmund eine Mannschaft um ihn gebaut
werde.
In den Top 5 geht es diesmal um die besten englischen Fußballer aller
Zeiten. Die Folge wurde am 21. Oktober aufgenommen. Seitdem hat
Bellingham weitere Tore für Dortmund geschossen.
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worauf es im Fußball wirklich ankommt: die Individualität der Spieler.
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Szenen, die wir in der Folge besprochen haben:
- M.I.K.I.: Jude Bellingham
- FC Sevilla – BVB
- [City – BVB 2021](https://www.youtube.com/watch?v=O-0svroCg-g
- Bellingham über Felix Zwayer
- Anna Kemper: Das Phänomen des Schwiegervereins
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| Joshua Kimmich – der Meister der Sekundärtugenden | 12 Oct 2022 | 01:00:06 | |
Joshua Kimmich ist einer der prägendsten Fußballer Deutschlands. Er
kontrolliert das Mittelfeld des FC Bayern und neuerdings auch das der
deutschen Nationalelf. In Kicken kann er, dem Fußballpodcast von ZEIT
ONLINE, sezieren die Hosts Oliver Fritsch und Christian Spiller deshalb
Kimmichs Spiel. Sie reden über viele Stärken und etliche Schwächen.
"Sein herausragendes Attribut ist die Mentalität", sagt Fritsch. Was er
aus sich herausholt, hält Fritsch für beispielgebend. Kimmich sei
beseelt von Ehrgeiz, würde für die Mannschaft leiden und opferbereit
sein. "Er würde auch ins Tor gehen."
Eines seiner Markenzeichen sind die Chipbälle. "Er hat den Chip quasi
neu erfunden, Kimmich hat eine Kunstform daraus gemacht", sagt Spiller.
Die beiden Hosts erklären, warum die Chips für das Spiel des FC Bayern
so wichtig sind. Und warum dieses Stilmittel und ein wenig auch Kimmich
selbst so wohl nur beim FC Bayern funktionieren.
Beide reden auch über Kimmichs Defensivschwächen. "Es gibt in jedem
Spiel Szenen von ihm in der Defensive, bei denen ein Scout sagt: ‘Das
reicht aber nicht!’", so Fritsch. Weitere Themen: Kimmichs Abhängigkeit
von den Teamkollegen, Rottweiler, sein Alphatiergehabe und die Frage, ob
es wirklich eine gute Idee ist, Kimmich in der Nationalelf im Mittelfeld
spielen zu lassen.
Nebenbei rantet Spiller über eine Unsitte im Profifußball, die der
Bayernspieler perfektioniert hat. Die Hosts küren die Top 5 der
motzenden Profikicker und sie gehen, mal wieder, auf Kritik an der Folge
über Robert Lewandowski ein.
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Szenen und Inhalte, die wir in der Sendung besprochen haben:
- Chipflanke zum entscheidenden Tor im Finale der Champions League
2020
- Video aus der Jugend
- Lupfer gegen Dortmund
- Assist gegen Schalke
- Faller gegen Stuttgart
- Schrei-Fotostrecke auf ZEIT ONLINE
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| Mit Erling Haaland erschließt der Fußball eine neue Dimension | 28 Sep 2022 | 00:59:28 | |
Erling Haaland ist ein Phänomen. Der Norweger ist erst 22 Jahre alt und
bereits einer der auffälligsten Spieler der Gegenwart. Sein
akrobatisches Tor gegen Borussia Dortmund erinnerte seinen Trainer Pep
Guardiola sogar an den großen Johan Cruyff. Über den Treffer (und die
exzellente Vorarbeit) reden Christian Spiller und Oliver Fritsch, die
beiden Hosts von Kicken kann er, dem Fußballpodcast von ZEIT ONLINE,
natürlich ausführlich. "Wir haben es mit einem Riesen zu tun, der aber
auch koordinative Fähigkeiten hat, diese Kombination ist nicht unbedingt
üblich", sagt Oliver Fritsch.
An Haaland prallen die Gegenspieler reihenweise ab. "Er ist als Kind in
den Zaubertrank gefallen und sammelt jetzt die Helme der Römer ein",
sagt Fritsch. Für ihn ist Haaland der moderne Typ des Brachialstürmers.
Mit seiner Wucht, seinem Körper erschließt er eine neue Dimension. "Er
ist der echte Neuner", sagt Fritsch in Anspielung auf die falsche Neun,
die noch vor einigen Jahren als Mode galt. "Ist die Fußballwelt einem
Trugschluss aufgesessen als es um die falsche Neun ging?", fragt
Spiller. Kommt es am Ende nicht doch darauf an, den Ball im Tor
unterzubringen?
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Szenen, die wir in der Folge besprochen haben:
- das Tor gegen Manchester City
- Haaland gegen Kimmich
- Haaland gegen Upamecano
- Alf-Inge Haaland gegen Roy Keane
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| Cristiano Ronaldo und die Frage nach dem Goat | 14 Sep 2022 | 01:08:59 | |
Gerade läuft es nicht. Bei Manchester United spielt Cristiano Ronaldo
nur noch eine Nebenrolle, wenn er denn überhaupt spielt. Selbst ihm
merkt man die 37 Jahre an. Grund genug also, bei Kicken kann er, dem
Fußballpodcast von ZEIT ONLINE, auf das Lebenswerk des Portugiesen zu
schauen.
Bei Ronaldo kommen zwei Sachen zusammen, sagt Oliver Fritsch, einer der
beiden Podcast-Hosts: "Er ist nicht nur ein herausragender Fußballer,
sondern auch ein Athlet, wie es ihn im Fußball wahrscheinlich kein
zweites Mal gegeben hat und so schnell nicht mehr geben wird." Fritsch
sieht in Ronaldo eine "Ikone der Leistungsmaximierung". Christian
Spiller, Interims-Co-Host sagt: "Es gibt wohl keinen Spieler, der sich
so um seinen Körper kümmert. Und der ihn auch so liebt."
Gemeinsam zählen sie Rekorde, schwärmen ein wenig und versuchen das
Fallrückzieher-, Kopfball- und vor allem Freistoßwunder zu erklären. Sie
fragen sich, ob es einen bekannteren lebendigen Menschen auf der Erde
gibt als ihn. Und kommen natürlich nicht darum herum, sich in der
Goat-Debatte zu positionieren. Wer ist denn nun der beste Fußballer
aller Zeiten? Ronaldo oder Messi? Oder jemand ganz anderes? Einig sind
sich beide übrigens nicht.
Die beiden versuchen auch zu erklären, warum Ronaldo stets so
polarisiert hat. Es sei weniger seine unverstellte Arroganz, eher seine
Ironiefreiheit, sein Zuernstnehmen des Spiels. Er führt ultimativ vor,
wie der Sport den Kontakt der Basis verliert, "wenn nur noch die Tore
schießen, die ihr Essen abwiegen", sagt Spiller. Fritsch dagegen führt
aus, warum er sich als einen "Anti-Ronaldo" sieht, den Portugiesen aber
dennoch bewundert: "Er hat eine Antwort auf den Hate und wandelt das um
in Energie, das ist große Unterhaltung."
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Szenen, die wir in der Folge besprochen haben:
- Fallrückzieher gegen Juventus Turin
- Ronaldo wird vermessen
- Kopfball gegen Sampdoria Genua
- der Ronaldo-Chop zum Lernen
- Ronaldos Freistöße
- Schweden gegen Portugal 2014
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| Mario Götze steht in einer Reihe mit Pelé | 31 Aug 2022 | 01:13:58 | |
Mario Götze ist der Held von Rio. Er schoss Deutschland zum WM-Titel
2014, „es war ein Kunstwerk von Tor“, sagt Oliver Fritsch, einer der
beiden Hosts von Kicken kann er, dem Fußballpodcast von ZEIT ONLINE.
"Warum aber ist aus Götze nicht der Superstar geworden?", fragt Fabian
Scheler, der andere Host. „War das Riesentalent Götze nur eine
Täuschung?“
Als der Stern des 18-jährigen Götze im Jahr 2010 in Dortmund aufging,
dachten viele: Das wird der deutsche Messi. Tatsächlich führte ihn sein
Weg zum FC Bayern, er wurde insgesamt fünfmal Deutscher Meister. Doch
die ganz große Karriere blieb ihm versagt. Nach einem zweijährigen
Rückschritt in die holländische Liga ist Götze mit 30 Jahren bei
Eintracht Frankfurt gelandet.
Es wäre allerdings viel mehr möglich gewesen. „Ich zähle keine zehn
deutschen Fußballer der Gegenwart, die mehr Talent mitgebracht haben als
Götze“, sagt Fritsch. „Seine Ballmitnahme und -beherrschung sowie sein
Distanzgefühl sind herausragend.“ Kaum ein anderer Fußballer führe den
Ball so eng wie Götze, sagt Scheler und meint, sein Tor von Rio habe ihm
geschadet. „Man hat ihn immer daran gemessen.“
Fritsch sieht es anders. Götze habe nie eine klare Aufgabe auf dem Platz
gefunden, ihm sei auch keine von einem Trainer zugeteilt worden. „Er ist
kein erwachsener Spieler.“ Vielmehr sei er ein typisches Beispiel der
aktuellen Generation, die als Kind schon auf dem Weg zum Berufsfußballer
waren. „Er hat viel mehr Talent als Uwe Seeler, aber Götze weiß nicht
mehr, warum und für wen er Fußball spielt.“
Daher bleibe er ein Fußballer für Momente, sagt Fritsch. „Für große
Momente" wie in Rio. Ist jemals ein schöneres Tor in einem WM-Finale
erzielt worden? Mit Götze könne allenfalls der Kopfball von Pelé 1970
mithalten, sagt Scheler. In dessen Reihe steht er nun.
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WM-Finale 2014: Die Besten im Spiel der Welt
Borussia Dortmund: Der Schürrle- und Götze-Irrtum
Mario Götze Player’s Tribune
Volker Struth: Der Spielmacher der Bundesliga
Szenen, die wir in der Folge besprochen haben:
- Mario Götzes Tor in Rio
- alle WM-Finaltore
- Mario Götzes Tor gegen Hannover
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| Marco Reus – und warum der BVB immer Zweiter wird | 17 Aug 2022 | 01:08:20 | |
Er kann Gegner nass machen wie nur wenige andere. Diese Technik: Kann
ein anderer deutscher Fußballer besser schießen als er? Auch aus dem
Lauf. Er kann Mitspieler zentimetergenau einsetzen. Und er hat einen
Antritt, dem nur die wenigsten Verteidiger der Bundesliga folgen können.
Marco Reus ist das Thema der neuen Folge von Kicken kann er, dem
Fußballpodcast von ZEIT ONLINE. "Bei Reus' Veranlagung ist nicht viel
Luft nach oben", sagt Oliver Fritsch, während Fabian Scheler Marco Reus'
Topspin ausführlich seziert. Bei der Frage, welche deutschen Spieler in
diesem Jahrtausend mehr Talent als Marco Reus hatten, finden die beiden
Hosts nicht viele. Anhand von fünf Punkten erläutert Fritsch die
Exzellenz dieses Fußballers. Und sie fahnden gemeinsam nach dem besten
Spiel von Marco Reus.
Bis sie zum großen Aber kommen.
Dass Dortmund seit nun zehn Jahren immer hinter dem FC Bayern landet,
hat auch mit Marco Reus zu tun. "In den entscheidenden Situationen kommt
zu wenig bis nichts", sagt Fritsch, und: "Von Reus habe ich so viele
Enttäuschungen gesehen." Es gibt einige Bundesliga-Fußballer, die nicht
alles aus sich herausholen. Doch bei Reus ist diese Differenz zwischen
Talent und Karriere wohl am größten.
Ausführlich versuchen die Hosts, eine Erklärung für das große Rätsel
Marco Reus zu finden, der nie zu einem erwachsenen Spieler geworden ist,
wie Fritsch sagt. Auch seine vielen Verletzungen sind dabei ein Thema.
Auf und ab, das ist aber nicht nur Reus', sondern der Dortmunder Weg
seit längerem. Nur das Geld als Erklärung für die Münchner Dominanz
reicht den Hosts dabei nicht. Über die größeren Probleme der Dortmunder,
auch in der sportlichen Führung, geht es am Ende der Folge. Ist es sogar
so, wie Fritsch sagt: "Wenn Dortmund werden will, was sie mal waren,
geht das erst nach Reus. Ist der Dortmunder Kapitän überhaupt eine
Führungskraft?"
Außerdem gibt es in dieser Folge gewohnt weitere steile Thesen zu hören
wie "Paris ist das Wolfsburg Europas", "RB Leipzig ist eher eine
Leichtathletiktruppe" oder "die Sehenswürdigkeit des Ruhrgebiets ist die
gelbe Wand". Wie immer vergeben die Hosts in der Powercard-Wertung in
vier Kategorien ihre Punkte für Marco Reus und der Scout "Mister X"
widmet sich in seiner Schnellanalyse dieses Mal den beiden von Hörern
gewünschten Spielern Arturo Vidal und Julian Draxler. _ Schreiben Sie
uns! Kritik zur Sendung nehmen wir unter fussball@zeit.de entgegen,
außerdem suchen wir weiterhin Ihre Top 5 der afrikanischen Fußballer. _
Marco Reus: So viel Talent, aber …
Bundesliga: Hier stimmt was nicht! #Abo
Szenen, die wir in der Folge besprochen haben:
- Marco Reus' Tor gegen Manchester City
- Marco Reus im Champions-League-Finale 2013
- Marco Reus' erstes Bundesligator
- Marco Reus' Tor für Gladbach in der Relegation gegen Bochum
- Marco Reus im WM-Vorrundenspiel 2018 gegen Schweden
- Marco Reus' Schusstechnik
- Marco Reus' zehn schönste Tore
- Marco Reus' beste Szenen aus dem vergangenen Topspiel gegen die
Bayern
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| Wenn wir Bundestrainer wären … | 12 Jun 2024 | 01:06:49 | |
Ein paar Tage vor der EM wird der Bundestrainer Julian Nagelsmann sicher
schwer über seine Startaufstellung für das Eröffnungsspiel grübeln. Wir
– ach was, ganz Hamburg – helfen ihm bei der schwierigen Entscheidung.
In dieser Sonderfolge von Kicken kann er stellen wir unsere Elf auf. Mit
Hilfe des Publikums, weil diese Folge während der Langen Nacht der ZEIT
vor Zuschauern aufgenommen wurde.
Zum ersten Mal erleben die Hosts Oliver Fritsch, Fabian Scheler und
Christian Spiller dabei echte Fußballexpertise in ihrem Pod. Sie haben
sich Turid Knaack eingeladen, eine ehemalige Nationalspielerin. Sollten
sich die vier Personen auf dem Panel uneinig sein, entscheidet das
Publikum per Handzeichen.
Am ausführlichsten diskutieren alle dann auch wenig überraschend über
Manuel Neuer. Zumindest in diesem Saal spricht sich eine Mehrheit für
einen Torhüterwechsel, also für Marc-André ter Stegen aus. Der
Publikumsentscheid dazu fällt etwas knapper aus und mit einem "Kümmert
euch um die Positionen, die wichtig sind”-Zwischenruf aus dem Publikum
endet diese Debatte.
Ebenfalls heiß debattiert: Für wen aus dem Quartett Leroy Sané, İlkay
Gündoğan, Florian Wirtz und Jamal Musiala ist kein Platz?
Welche Position eigentlich alle als "egal" einstuften. Was eine
"Doppelzehn" ist. Wieso sich Oliver Fritsch mit Manuel Neuer vergleicht
und was Energie Cottbus mit dieser Europameisterschaft zu tun hat. All
das in der Sonderfolge des Fußballpodcasts von ZEIT ONLINE.
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| Schnell, schneller, Mané | 03 Aug 2022 | 01:15:57 | |
Dieser Transfer ist spektakulär und er überrascht: Sadio Mané kommt zu
den Bayern. Denen darf man gratulieren, denn er ist ein Weltstar. Die
Bundesliga hat eine neue Attraktion. In der achten Folge von "Kicken
kann er" widmen sich die Hosts Fabian Scheler und Oliver Fritsch dem
senegalesischen Stürmer, auf den die Augen ab Freitag gerichtet sind.
"Eine Stärke seiner Stärken ist seine Schnelligkeit", sagt Fritsch. "Er
erreicht zudem schnell die Endgeschwindigkeit und schlägt irre Haken."
Mit verdutzten Abwehrspielern sei zu rechnen, außerdem sei er auf jeder
Position im Angriff einsetzbar, sagt Scheler.
Es sei aber etwas überraschend, dass Mané Liverpool verlasse. "Mit den
Bayern ist die Wahrscheinlichkeit, die Champions League zu gewinnen,
tatsächlich etwas geringer als mit Liverpool", sagt Fritsch. Zudem sei
Mané bereits 30 Jahre alt. "Es ist nicht klar, ob er eine stagnierende
oder eine fallende Aktie ist." Zweifelhaft sei auch, ob er Robert
Lewandowski "eins zu eins ersetzen" könne, denn Mané spiele eine andere
Position als der Pole, der zum FC Barcelona gewechselt ist.
Wie der FC Bayern und Julia Nagelsmann sich neu aufstellen werden und
wie sie ihren Angriff mit Mané orchestrieren werden, darüber sprechen
die beiden Hosts genauso wie über Manés Heimat, den Senegal, und welche
Bedeutung er dort hat. Zudem werkeln die Hosts in dieser Folge gemeinsam
mit Yoro Mangara, einem senegalsischen Sportjournalisten, an einer Top 5
der besten Fußballer Afrikas aller Zeiten.
Schreiben Sie uns ihre Top 5 an fussball@zeit.de. "Kicken kann er" ist
der Fußballpodcast von ZEIT ONLINE. Er erscheint alle zwei Wochen und
widmet sich den besten Fußballern und Fußballerinnen unserer Zeit. Wir
reden weniger über Taktik als über das, worauf es im Fußball wirklich
ankommt: die Individualität der Spieler.
_Über diese Szenen und Artikel haben wir gesprochen: _
Sadio Mané: In vielerlei Hinsicht ein besonderer Fußballer
Sadio Mané im Champions-League-Finale 2022 gegen Real Madrid
Sadio Mané gegen Neymar
Sadio Mané in der Champions League 2019 gegen den FC Bayern
Sadio Manés Hackentor gegen Watford
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| Beth Mead steht für den Aufschwung des Frauenfußballs | 20 Jul 2022 | 01:03:16 | |
Schon das erste Tor, das Beth Mead in diesem Turnier erzielte, war ein
kompliziertes, technisch anspruchsvolles Manöver. Das 1:0 im
Eröffnungsspiel England gegen Österreich war der erste große Augenblick
für Mead. England gewann 1:0. Mittlerweile haben die Gastgeberinnen auch
Norwegen sensationell mit 8:0 und Nordirland mit 5:0 besiegt und Mead
führt nach der Vorrunde mit fünf Treffern die Torschützenliste an. Sie
hat auch die meisten Tore vorbereitet und sie ist deshalb das Thema in
der neuen Folge des Fußballpodcasts "Kicken kann sie".
Auch, weil sich an ihr der Aufschwung des Frauenfußballs erzählen lässt:
Er ist athletischer geworden, technischer, ansprechender und
Spielerinnen wie Beth Mead sorgen dafür, dass die großen Arenen wie das
Wembley-Stadion ausverkauft sind, wenn die Frauen spielen.
Ausführlich besprechen die beiden Hosts Oliver Fritsch und Fabian
Scheler ihre fünf Tore und drei Vorlagen und wie sie England ins
Viertelfinale geschossen hat. "Sie ist die auffälligste Spielerin von
England, des Turnierfavoriten. Und sie hat auch den überraschendsten
Fortschritt hingelegt", sagt Oliver Fritsch. Und Fabian Scheler fügt
hinzu: "An ihr lässt sich der Aufschwung des Frauenfußballs in England
sehr gut nachverfolgen." Sie ist dribbelstark, beidfüßig und hat einen
harten, präzisen Schuss. Auch über ihre Karriere von Middlesbrough und
Sunderland zu Arsenal sprechen die beiden Hosts.
Im zweiten Teil blicken sie auf das bisherige Turnier der Engländerinnen
und sprechen über das Viertelfinalduell mit den Spanierinnen. Drei
Spiele, 14 Tore, kein Gegentor: Die Fußball-EM geht in die entscheidende
Phase und die Favoritenrolle der Engländerinnen ist nicht zu
überzusehen.
Außerdem berichtet Oliver Fritsch, wie der die Vorrunde in England
erlebt hat und wer seine Favoriten in der nun beginnenden K.O.-Phase
sind. Auch über die Chancen des deutschen Teams sprechen die beiden
Hosts. Wie immer gibt es auch eine Power-Card-Wertung für Beth Mead.
"Kicken kann sie" ist der Fußballpodcast von ZEIT ONLINE. Er erscheint
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worauf es im Fußball wirklich ankommt: die Individualität der Spieler.
Sie erreichen uns unter fussball@zeit.de.
Die Szenen, die in der Folge besprochen werden:
- Beth Meads Tor im EM-Auftaktspiel gegen Österreich
- EM 2022: England gegen Norwegen (8:0)
- England gegen Nordirland 2021 mit drei Toren von Beth Mead
- EM 2022: Tor von Beth Mead gegen Nordirland
- Beth Meads Tor bei der U20-WM 2014
- "England's Beth Mead shares her grassroots football story"
- Beth Meads Profil bei Soccerway
- Inside The Pride, Full Documentary Lionesses
- EM 2022: Deutschland – Spanien: Die einen haben den Ball, die
anderen schießen das Tor
- EM 2022: Das richtige Spiel für Mädchen
- Serie "Grünfläche": Endlich nur Fußball spielen
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| "Sara Däbritz ist fast immer beteiligt, auf sie wird es ankommen" | 06 Jul 2022 | 00:58:05 | |
Die Fußball-EM beginnt an diesem Mittwoch und die beiden Hosts unseres
Fußballpodcasts sprechen diesmal über eine Spielerin. In dieser Folge
von Kicken kann sie geht es um Sara Däbritz. Aufgewachsen in der
Oberpfalz führte ihr Weg nach Freiburg, zu den Bayern und in die
Stammformation von Paris Saint-Germain. Diesen Sommer wechselt sie zur
vielleicht besten Mannschaft Europas, zu Olympique Lyon.
Konkurrenz scheut sie also nicht. Aber ist sie eine defensive, eine
zentrale oder eine offensive Mittelfeldspielerin? Sie ist auf jeden Fall
die Spielerin, auf die es im deutschen Team ankommen wird. Warum das so
ist, das besprechen Oliver Fritsch und Fabian Scheler im ersten Teil der
Sendung.
Die deutsche Mannschaft zählt sich selbst nicht zu den Topfavoritinnen,
was damit zusammenhängt, dass keine Spielerin herausragt. Sara Däbritz
ist dafür ein gutes Beispiel. Sie hat viel Talent, ist stabil in ihren
Leistungen und gibt ihrer Mannschaft Sicherheit. Ihre Skills sind sowohl
im Angriff als auch in der Abwehr gefragt. Und doch, sagt Oliver
Fritsch, "das ganz Besondere, das, was zur Toptoptop-Klasse reichen
würde, das hat sie noch nicht".
Auch dieses Mal kommen Expertinnen zu Wort: Die Ex-Nationalspielerin
Babett Peter, die mit Däbritz lange zusammen gespielt hat, zählt sie zu
derzeit den besten zehn Mittelfeldspielerinnen. Cacau, früherer
Nationalspieler und heutiger Berater lobt ihre Zweikampfstärke, ihre
Ballbehandlung und ihre Passstärke. Ein Urteil, dass der Berater Dieter
Weber nicht teilt. Ihm fehlt das gewisse Etwas, das Spiel von Däbritz
gehe in der großen Masse unter.
Weber bemängelt außerdem die Abwesenheit von "etwas Markantem" im
deutschen Team. Darüber sprechen die beiden Hosts im zweiten Teil der
Sendung. Wie sind die Chancen der deutschen Mannschaft bei dieser EM?
Außerdem schildert Oliver Fritsch seine Eindrücke vom letzten Testspiel
der DFB-Elf vor der EM und verrät, wem er ein überraschendes Turnier
zutraut. Wie immer gibt es am Ende auch eine Power Card Wertung für Sara
Däbritz.
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Disclaimer: Nach der Aufnahme wurde bekannt, dass die spanische
Weltfußballerin Alexia Putellas wegen einer Verletzung nicht an der EM
teilnehmen wird. Das konnten unsere Expertin und unsere Experten bei
ihren Prognosen nicht wissen.
Weitere Links zur Folge:
Spielerberater Dieter Weber 2011: "Silvia Neid ließ Angstfußball
spielen"
Frauenfußball: In Deutschland gibt es längst Equal Pay
Guardian: Teamguide zu allen Spielerinnen der EM (Deutsche Beiträge von
ZEIT ONLINE Redakteur Nico Horn und ZEIT ONLINE Autor Frank Hellmann)
Guardian: Deutscher Teamguide (von ZEIT ONLINE Redakteur Nico Horn und
ZEIT ONLINE Autor Frank Hellmann)
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| "Leroy Sané kümmert sich vor allem um die Dinge nach der Karriere" | 15 Jun 2022 | 01:03:04 | |
Diesmal gibt es eine Sonderausgabe von Kicken kann er. Für die
Live-Aufzeichnung vom großen Podcast-Festival von ZEIT ONLINE und ZEIT
am 11. Juni in Berlin haben sich die zwei Hosts ein spezielles Format
ausgedacht: Wunschkonzert. Seit Erscheinen des Fußballpodcasts im April
erreichen viele Nachrichten von Zuhörerinnen und Zuhörern die Redaktion,
die um eine Einschätzung ihrer Lieblingsspieler wünschen.
Fabian Scheler und Oliver Fritsch gehen nun im Schnelldurchlauf auf
einige ein. Lothar Matthäus sei wegen seiner Dynamik Weltfußballer
geworden und "weil er sich immer mit den stärksten Gegnern anlegen
wollte", sagen sie. Sein Tor gegen Jugoslawien 1990 hinterließ sogar
Spuren im Jugendzimmer von Fritsch.
Michael Ballack "war ein deutscher Fußballer von echtem Schrote und
obendrein ein Pechvogel". Zinédine Zidane habe "auf einmalige Art
Technik mit Robustheit" verbunden, sagen die Hosts. "Er war ein
Fußballer von mönchhaftem Charisma."
Im zweiten Teil der Folge lassen sich Scheler und Fritsch vom anwesenden
Publikum Spielernamen zurufen und bewerten sie aus dem Stegreif.
Außerdem ist ein Scout aus der Bundesliga zugeschaltet, der per WhatsApp
seine Einschätzungen gibt. "Warum ist Mario Götze nicht zum zweiten
Messi geworden?", lautet eine Frage. Und könnte der talentierte Leroy
Sané mehr aus seinen Möglichkeiten machen? Allerdings! Wenn, ja wenn …
Sie erreichen uns unter fussball@zeit.de.
Links zur Folge:
Leory Sané: Er funktioniert nicht von allein
Mario Götze: Der Schürrle- und Götze-Irrtum
Szenen, die im Podcast angesprochen werden:
- WM 1990: Tor Lothar Matthäus gegen Jugoslawien
- EM 2008: Freistoßtor Michael Ballack gegen Österreich
- WM 2006: Kopfstoß Zinédine Zidane
- WM 2014: Tor Mario Götze im Finale
- Champions League 2006: Tim Wiese in rosa
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