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Explorez tous les épisodes du podcast Justitias Töchter. Der Podcast zu feministischer Rechtspolitik
Plongez dans la liste complète des épisodes de Justitias Töchter. Der Podcast zu feministischer Rechtspolitik. Chaque épisode est catalogué accompagné de descriptions détaillées, ce qui facilite la recherche et l'exploration de sujets spécifiques. Suivez tous les épisodes de votre podcast préféré et ne manquez aucun contenu pertinent.
| Titre | Date | Durée | |
|---|---|---|---|
| Legalisierung der Eizellabgabe (Eizellspende) | 29 Aug 2024 | 00:58:31 | |
In Folge 44 von „Justitias Töchter“ geht es um eine mögliche kommende Legalisierung der Eizellabgabe. | |||
| Jura not alone: Rechtskämpfe – gemeinsam und feministisch | 06 Jun 2024 | 00:54:56 | |
In Folge 43 von Justitias Töchter geht es um das Buch "Jura not alone" von Prof. Dr. Nora Markard und Ronen Steinke. | |||
| Selbstbestimmte Geburt / Gewalt in der Geburtshilfe | 28 Feb 2023 | 00:52:01 | |
| #218abschaffen – Neuregelung des Schwangerschaftsabbruchs | 31 Jan 2023 | 00:45:45 | |
| Mit Renate Künast die Männerquote in der Politik abschaffen | 22 Dec 2022 | 00:54:58 | |
| Feministische Zeitpolitik – mit Teresa Bücker | 30 Nov 2022 | 00:56:05 | |
| Antidiskriminierungsrecht: Warum wir eine Verbandsklage brauchen | 31 Oct 2022 | 00:56:21 | |
| Paritätische Kinderbetreuung dank Wechselmodell? | 29 Sep 2022 | 00:42:32 | |
In der 28. Folge von „Justitias Töchter“ sprechen die Moderatorinnen und Juristinnen Selma Gather und Dr. Dana Valentiner mit der Expertin für Familienrecht Dr. Anna Lena Göttsche über das Wechselmodell. Warum ist das Familienrecht ein feministisches Thema? Und inwiefern ist die Förderung des Wechselmodells, bei dem das Kind zu gleichen Teilen bei beiden Elternteilen lebt, aus feministischer Sicht kritisch zu beurteilen? Diese Folge wirft einen Blick auf die gelebte Realität der familiären Kinderbetreuung in Deutschland und auf die Stereotype, die dazu beitragen. Die Juristinnen diskutieren, ob und wie das Familienrecht dazu beitragen kann, verfestigte Rollenbilder aufzubrechen und wirklich zu paritätischer Kinderbetreuung beizutragen. | |||
| Diskriminierung in den Staatsprüfungen | 19 Aug 2022 | 00:36:08 | |
| Sexualisierte und reproduktive Kriegsgewalt - mit Dr. Tanja Altunjan | 30 Jun 2022 | 00:44:13 | |
| Feministische Räume - der Feministische Juristinnentag | 30 May 2022 | 00:39:49 | |
Was macht einen Raum zu einem feministischen Raum? Warum ist es genauso schön wie schade, dass es diese Räume immer noch braucht? Und wer darf da überhaupt rein? Was bedeutet es, feministisch zu streiten und wo verlaufen da die Konfliktlinien? Darüber sprechen die Podcasthosts Dr. Dana Valentiner und Selma Gather in dieser besonderen Folge mit Teilnehmerinnen des Feministischen Juristinnentags, dem Ort der feministischen und politischen Sozialisation vieler feministischer Juristinnen. | |||
| Feministisch Streiken | 28 Apr 2022 | 00:46:05 | |
„Feministisch Streiken“ ist das Thema der 24. Folge „Justitias Töchter – der Podcast zu feministischer Rechtspolitik“. Gemeinsam mit der Expertin Theresa Tschenker, Referentin Arbeitszeitrecht und Tarifrecht beim DGB-Bundesvorstand, gehen die Podcast-Hosts und Juristinnen Dr. Dana-Sophia Valentiner und Selma Gather den rechtlichen Hintergründen (und Hindernissen) sowie den feministischen Potenzialen des Arbeitskampfs auf den Grund. Dabei wird deutlich: Arbeitskämpfe in frauendominierten und von extrem schlechten Arbeitsbedingungen geprägten Berufen wie der Pflegebranche sind ein Thema für alle Feminist*innen!
Wie immer schließt die Folge mit drei spannenden feministischen Fundstücken. | |||
| Heiraten – No-Go oder feministische Pflicht? | 24 May 2024 | 00:58:39 | |
In Folge 42 von „Justitias Töchter“ geht es um die Ehe: Ist es unfeministisch, zu heiraten? | |||
| Sich kümmern um den Rechtsstaat – mit Vizepräsidentin des Bundesverfassungsgerichts Prof. Dr. Doris König | 31 Mar 2022 | 00:52:17 | |
Gleichstellung, Demokratie und Rechtsstaat – um über den Zusammenhang dieser drei großen Begriffe zu sprechen, haben sich die beiden Podcasthosts und Juristinnen Selma Gather und Dr. Dana-Sophia Valentiner auf eine besondere Reise zu einer besonderen Gesprächspartnerin gemacht: In der 23. Folge „Justitias Töchter – der Podcast zu feministischer Rechtspolitik“ sprechen Sie in den Räumlichkeiten des Bundesverfassungsgerichts mit dessen Vizepräsidentin Professorin Dr. Doris König. Außerdem geht es in dem Gespräch um den Lebensweg der beeindruckenden Juristin, darum, was es bedeutete, fast überall eine der ersten Frauen gewesen zu sein, um Vorbilder und um frauenrechtspolitisches Engagement über die eigene Karriere hinaus. Eine Folge, die aufzeigt, wie Strukturen geschlechtergerechter werden können, für Jurist*innen wie Nichtjurst*innen gleichermaßen spannend.
In den feministischen Fundstücken geht es um einen Equal-Pay-Erfolg der amerikanischen Fußballnationalspielerinnen, einen Film und zwei Bücher.
Die 23. Folge wurde produziert im Rahmen der BMFSFJ-geförderten Kampagne „Gleichstellung & Demokratie“. Teil der Kampagne war auch der 44. djb-Bundeskongress, der vom 16. – 18. September 2021 stattfand. Das komplette Programm und Aufnahmen des digitalen Programms, finden sich auf unserer Webseite: https://www.djb.de/buko44/aufzeichnungen | |||
| „100 Jahre Frauen in juristischen Berufen“ – die ersten Juristinnen und ihr Weg in die juristischen Berufe | 23 Mar 2022 | 00:34:53 | |
In der zweiten Folge der Sonderreihe „100 Jahre Frauen in juristischen Berufen“ blicken wir auf die ersten Juristinnen in Deutschland, die mit ihrem Einsatz den Weg zum „Gesetz über die Zulassung der Frauen zu den Ämtern und Berufen in der Rechtspflege vom 11. Juli 1922 (Reichsgesetzblatt 1922 I, S. 573)“ und damit schließlich den Weg von Frauen in die juristischen Berufe möglich gemacht haben. Dazu spricht Kampagnenleiterin Helen Hahne mit Rechtshistorikerin und djb-Mitglied Professorin Dr. Marion Röwekamp. Gemeinsam blicken sie auf die ersten Juristinnen, die Widerstände, die sie überwinden mussten, den gemeinsam gewonnen Kampf für die Berufszulassung und wie das ganze in Original-Quellen formuliert wurde. Außerdem beantwortet Marion Röwekamp die Frage danach, was wir von den ersten Juristinnen für heutige frauenrechtspolitische Arbeit lernen können.
In der Rubrik auf „Auf ihren Schultern“ lernen wir gleich zwei internationale juristische Vorbilder von Marion Röwekamp kennen.
Die Sonderfolge ist eine djb-Produktion im Rahmen der 2022 durchgeführten Kampagne „100 Jahre Frauen in juristischen Berufen“, die finanziell gefördert wird durch das Bundesministerium der Justiz.
Erst vor 100 Jahren, im Juli 1922, wurde mit dem „Gesetz über die Zulassung der Frauen zu den Ämtern und Berufen in der Rechtspflege vom 11. Juli 1922 (Reichsgesetzblatt 1922 I, S. 573)“ Frauen der Zugang zu den juristischen Berufen ermöglicht. Das Gesetz beseitigte endlich die formalen Hindernisse, gewährte Frauen Zugang zum Staatsexamen und schließlich zu den juristischen Berufen. Seitdem ist viel passiert – Zeit Bilanz zu ziehen, den Vorkämpferinnen der letzten 100 Jahre eine Bühne zu bieten und den Status quo kritisch unter die Lupe zu nehmen. Die Kampagne "100 Jahre Frauen in juristischen Berufen umfasst u.a. 12 Sonderfolgen des Podcasts "Justitias Töchter", eine Festveranstaltung am 11. Juli 2022 im BMJ, Veranstaltungen an historisch-relevanten Universitäten, eine Wanderausstellung und eine digitale Auftaktveranstaltung am 25. Januar 2022, 19 Uhr.
Mehr Infos zur Kampagne auf unserer Webseite: https://www.djb.de/100-jahre-frauen-in-juristischen-berufen | |||
| Entgelt(un)gleichheit – Ist gleicher Lohn Verhandlungssache? | 28 Feb 2022 | 00:47:11 | |
Am 7. März 2022 ist in Deutschland Equal Pay Day: Der Tag, bis zu dem Frauen bei einem angenommenen gleichen Stundenlohn umsonst arbeiten, während Männer schon ab dem 1. Januar bezahlt werden. Er markiert symbolisch die geschlechtsspezifische Lohnlücke, die zurzeit in Deutschland bei 18 Prozent liegt.
Aus diesem Anlass nehmen sich die Podcasthosts und Juristinnen Selma Gather und Dr. Dana-Sophia Valentiner in der 22. Folge „Justitias Töchter – der Podcast zu feministischer Rechtspolitik“ das Thema der geschlechtsspezifischen Entgeltungleichheit vor. Sie erklären, warum es sich dabei eben nicht einfach um ein privates, sondern um ein strukturelles und feministisches Problem handelt und stellen die rechtliche Ausgangslage dar. Als Expertin haben sie Prof. Dr. Nora Markard, MA eingeladen, Professorin an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster und Vorstandsmitglied der Gesellschaft für Freiheitsrechte e.V. Gemeinsam wird der Frage nachgegangen, warum von den bestehenden rechtlichen Instrumenten kaum Gebrauch gemacht wird und was sich ändern müsste, um Entgeltgleichheit zu erreichen. Schließlich geht es um die Möglichkeiten strategischer Prozessführung und Forderungen an die Legislative. Wie immer werden die Themen für Jurist*innen wie Nichtjurst*innen gleichermaßen kompetent und verständlich besprochen.
In den feministischen Fundstücken werden ein aktuelles Urteil, eine Podcastfolge und ein Buch vorgestellt. | |||
| Recht und Prostitution | 31 Jan 2022 | 00:44:31 | |
Prostitution oder Sexarbeit – schon in der Benennung des Themas wird der feministische Konflikt deutlich. Die 21. Folge „Justitias Töchter – der Podcast zu feministischer Rechtspolitik“ nimmt sich nicht vor, die Kontroverse zu klären, sondern stellt sich aus feministischer rechtlicher Sicht den Fragen: Wie sollte das Recht mit den vielfältigen Realitäten der Prostitution bzw. Sexarbeit umgehen? Welche Möglichkeiten der Regulierungen gibt es? Und welchen Weg geht die aktuelle Gesetzeslage?
Die Podcasthosts und Juristinnen Selma Gather und Dr. Dana-Sophia Valentiner sprechen zu diesen Fragen mit der Expertin Dr. Stefanie Killinger. Stefanie Killinger ist Präsidentin des Verwaltungsgerichts Göttingen, Mitglied der djb-Kommission Verfassungsrecht, Öffentliches Recht, Gleichstellung und war 15 Jahre im Vorstand eines Vereins, der Beratung für Sexarbeiter*innen und Opfer von Menschenhandel anbietet. Gemeinsam beleuchten die drei Juristinnen den Status quo der rechtlichen Regulierung in Deutschland und Missstände im Rechtsvollzug. Vor dem Hintergrund der anstehenden Evaluierung des Prostituiertenschutzgesetzes geht es auch um die Fragen, wo genau hingesehen werden muss und welche Maßnahmen den Schutz von Betroffenen verbessern könnten.
Wie immer schließt die Folge mit drei spannenden feministischen Fundstücken. | |||
| „100 Jahre Frauen in juristischen Berufen“ – Auftakt der Sonderreihe | 21 Jan 2022 | 00:34:51 | |
Erst vor 100 Jahren, im Juli 1922, wurde mit dem „Gesetz über die Zulassung der Frauen zu den Ämtern und Berufen in der Rechtspflege vom 11. Juli 1922 (Reichsgesetzblatt 1922 I, S. 573)“ Frauen der Zugang zu den juristischen Berufen ermöglicht. Das Gesetz beseitigte endlich die formalen Hindernisse, gewährte Frauen Zugang zum Staatsexamen und schließlich zu den juristischen Berufen. Seitdem ist viel passiert – Zeit Bilanz zu ziehen, den Vorkämpferinnen der letzten 100 Jahre eine Bühne zu bieten und den Status quo kritisch unter die Lupe zu nehmen. In der ersten Folge der Sonderreihe „100 Jahre Frauen in juristischen Berufen“ wagen die Juristinnen und Justitias Töchter-Hosts Dr. Dana-Sophia Valentiner und Selma Gather einen Rückblick mit Ausblick. Dazu sprechen sie im ersten Teil der Folge mit Rechtshistorikerin und djb-Mitglied Prof. Dr. Marion Röwekamp über die Vorkämpferinnen, auf deren Schultern Juristinnen bis heute stehen, die Kämpfe, die das Gesetz von 1922 möglich machten und die Berufsrealität der ersten Frauen in juristischen Berufen bis zum ersten großen Einschnitt, der Machtergreifung der Nationalsozialisten 1933. Im zweiten Teil ist Prof. Dr. Maria Wersig, Präsidentin des djb, zu Gast. Gemeinsam blicken Selma Gather, Dana-Sophia Valentiner und Maria Wersig auf die letzten 100 Jahre, den Status quo und die nächsten 100 Jahre Frauen in juristischen Berufen.
Außerdem stellen die Hosts eine neue Rubrik vor: In „Auf ihren Schultern“ lernen wir Maria Wersigs juristisches Vorbild kennen.
Die Sonderfolge ist eine djb-Produktion im Rahmen der 2022 durchgeführten Kampagne „100 Jahre Frauen in juristischen Berufen“, die finanziell gefördert wird durch das Bundesministerium der Justiz.
Die Kampagne "100 Jahre Frauen in juristischen Berufen umfasst u.a. 12 Sonderfolgen des Podcasts "Justitias Töchter", eine Festveranstaltung am 11. Juli 2022 im BMJ, Veranstaltungen an historisch-relevanten Universitäten, eine Wanderausstellung und eine digitale Auftaktveranstaltung am 25. Januar 2022, 19 Uhr (https://www.djb.de/termine/details/v220125).
Mehr Infos zur Kampagne auf unserer Webseite: https://www.djb.de/100-jahre-frauen-in-juristischen-berufen | |||
| Der Koalitionsvertrag der Ampelregierung | 23 Dec 2021 | 00:58:23 | |
Die Ampelkoalition hat die Arbeit aufgenommen und einige gleichstellungspolitische Ziele auf der Agenda. Anlass genug, einen genaueren Blick auf die Ziele im Koalitionsvertrag zu werfen.
Die 20. Folge „Justitias Töchter – der Podcast zu feministischer Rechtspolitik“ ist eine feministische Lesung des Koalitionsvertrags. Die Juristinnen und Podcasthosts Selma Gather und Dr. Dana-Sophia Valentiner sprechen über die gleichstellungspolitischen Fortschritte, aber auch über Leerstellen der politischen Agenda für die aktuelle Legislatur. Zu Wort kommen gleich mehrere Expertinnen aus dem djb zu den Themenfeldern Arbeit und Vereinbarkeit, soziale Sicherung und Steuerrecht, Familie und Abstammungsrecht, Personenstandsrecht, Diskriminierungsschutz, Gewalt, sexuelle und reproduktive Selbstbestimmung und Gesundheit, öffentliches Leben und Politik, juristische Ausbildung sowie Europa- und Außenpolitik. Es wird deutlich: Der Koalitionsvertrag bietet Potential, um Gleichstellung als Querschnittsaufgabe voranzutreiben. Es gilt aber auch, bei der Umsetzung genau hinzusehen und noch nachzubessern. | |||
| Geschlechtergerechte Unternehmenskultur durch Recht? | 25 Nov 2021 | 00:40:11 | |
Frauen gehen weniger häufig einer Erwerbsarbeit nach als Männer, arbeiten häufiger in Teilzeit, in prekären und atypischen Beschäftigungsverhältnissen. Und sie sind unterrepräsentiert in Führungspositionen. Trotz besserer Bildungsabschlüsse von Mädchen und Frauen ist der Arbeitsmarkt hierzulande stark geschlechtshierarchisch segregiert. Immer noch gibt es einen Gender Pay Gap, einen Gender Care Gap und Gender Pension Gap. Im europäischen Ländervergleich schneidet Deutschland bei diesen Indikatoren besonders schlecht ab. Schuld sind nicht zuletzt Strukturen in den Unternehmen, die echte Gleichstellung behindern.
In der 19. Folge von „Justitias Töchter – der Podcast zu feministischer Rechtspolitik“ geht es darum, wie und ob Recht dazu beitragen kann, diese Strukturen zu ändern. Der Deutsche Juristinnenbund e.V. hat unlängst eine innovative Konzeption für ein Gleichstellungsgesetz für die Privatwirtschaft vorgelegt. Über Ideen dieser Konzeption sprechen die Moderatorinnen, die Juristinnen Selma Gather und Dr. Dana-Sophia Valentiner, mit der Arbeitsrechtlerin Dr. Isabell Hensel. Es geht um die Verpflichtung zur Selbstverpflichtung und die Frage, wie und ob mit Recht auch der Mentalitätswandel bewirkt werden kann, der für eine geschlechtergerechte Unternehmenskultur notwendig ist.
In den feministischen Fundstücken werden dieses Mal zwei Persönlichkeiten, ein Buch und ein Dokumentarfilm empfohlen. | |||
| Geschlecht und Recht – 4 Jahre Dritte Option | 31 Oct 2021 | 00:48:21 | |
Mit dem Beschluss zur sogenannten „Dritten Option“ traf das Bundesverfassungsgericht vor vier Jahren, am 10.10.2017, eine bahnbrechende Entscheidung. Erstmals anerkannte es Geschlechtsidentitäten jenseits der binären Zweigeschlechtigkeit und betonte deren grundrechtlichen Schutz. Anlässlich des Jubiläums des Beschlusses geht es in der 18. Folge „Justitias Töchter – der Podcast zu feministischer Rechtspolitik“ um ein urfeministisches Thema: Geschlecht im Recht. Es geht darum, dass sich seit der Entscheidung einiges verbessert hat, aber eine gravierende rechtliche Ungleichbehandlung von trans Personen und intergeschlechtlichen Personen fortbesteht. Die Juristinnen und Podcasthosts Dr. Dana-Sophia Valentiner und Selma Gather sprechen mit der Rechtsanwältin Friederike Boll, Expertin für Geschlechtsidentitäten im Recht, über die Frage, wofür das rechtliche Geschlecht heute noch relevant ist, wie das Recht nicht-binäre und transgeschlechtliche Identitäten anerkennt und vor entsprechenden Diskriminierungen schützt und wo weiterhin dringender Reformbedarf besteht. Ein feministisches Plädoyer für Solidarität der Geschlechterkämpfe.
Die feministischen Fundstücke bilden dieses Mal einen literarischen Dreiklang aus intersektionalen, internationalen und interdisziplinären Perspektiven auf feministische Kämpfe und das Thema der Folge. | |||
| Gleichstellung und Demokratie | 24 Aug 2021 | 00:23:50 | |
Die Gleichstellung ist einer der zentralen Pfeiler unserer Demokratie. Und trotzdem ist Macht immer noch ungleich verteilt. Warum haben Frauen im Jahr 2021 nicht gleichberechtigt teil an wichtigen Entscheidungspositionen? Mit welchen Herausforderungen und Gefahren sieht sich die Gleichstellung und damit unsere Demokratie konfrontiert? Und wie kann man den Demokratiegefährdungen rechtspolitisch entgegenwirken? In der 17. Folge „Justitias Töchter – der Podcast zu feministischer Rechtspolitik“ sprechen die Juristinnen und Podcasthosts Dr. Dana-Sophia Valentiner und Selma Gather mit der Vorsitzenden der djb-Kommission für Verfassungsrecht, Öffentliches Recht, Gleichstellung PD Dr. Sina Fontana über das Programm des digitalen 44. djb-Bundeskongresses, der sich in seinem spannenden und hochkarätig besetzten Programm mit diesen drängenden Fragen unserer Zeit beschäftigt. Ein besonderer Fokus liegt auf den Themen digitale Gewalt und Hate Speech, denn das Internet ist immer öfter Einfalltor für Antifeminismus und Versuche, Frauen daran zu hindern, ihre Stimme zu erheben. Darüber hinaus geht es um Repräsentanz in Führungspositionen der Politik, Justiz und an anderen Schaltstellen der Gesellschaft, die Rolle der Zivilgesellschaft und rechtspolitische Forderungen für eine wirklich gleichberechtigte Gesellschaft.
Die 17. Folge wurde produziert im Rahmen der BMFSFJ-geförderten Kampagne „Gleichstellung & Demokratie“: https://www.djb.de/kampagne-gleichstellung-und-demokratie
Bereits am 9. September lädt der djb-Arbeitsstab Digitales unter dem Titel „Das Netz als antifeministische Radikalisierungsmaschine“ im Rahmen der djb-Kampagne „Gleichstellung & Demokratie“ zu einer virtuellen Veranstaltung (Lesung mit anschließender ExpertInnen-Diskussion) ein: https://www.djb.de/termine/details/v210909?actbackPid=289&cHash=05d07737f6d6e6891e4d607a74dd8070
Das komplette digitale Programm des 44. djb-Bundeskongresses, der vom 16. bis 18. September 2021 stattfindet, findet sich hier: https://www.djb.de/termine/details/v210916?actbackPid=289&cHash=05d07737f6d6e6891e4d607a74dd8070
Einen Einblick in das Programm und die herausragenden Speakerinnen des Kongresses findet sich auch auf unserem neuen Instagram-Kanal: https://www.instagram.com/juristinnenbund/ | |||
| Wahljahr! Welche Rolle spielt Gleichstellungspolitik? | 21 Jul 2021 | 00:42:57 | |
In der 16. Folge „Justitias Töchter – der Podcast zu feministischer Rechtspolitik“ werfen wir einen Blick auf den Bundestagswahlkampf im Superwahljahr 2021. Die Juristinnen und Podcasthosts Dr. Dana-Sophia Valentiner und Selma Gather haben reingeschaut in die Wahlprogramme der Parteien auf der Suche nach frauen*politischen Themen. Was setzen die Parteien auf die Agenda? Im Gespräch tauschen sich die Moderatorinnen aus mit der Präsidentin des Deutschen Juristinnenbundes (djb), Prof. Dr. Maria Wersig, über Inhalte und Dynamik des aktuellen Wahlkampfes, die frauenpolitischen Versprechen der Parteien und den Zusammenhang von Gleichstellung und Demokratie. Weshalb wird mit der einzigen Kanzlerkandidatin anders umgegangen als mit ihren männlichen Konkurrenten? Warum gehören gleichstellungspolitische Themen auf die Agenda im Wahlkampf? Die Juristinnen sprechen u.a. über die Wahlforderungen des djb, die diesen Monat veröffentlicht wurden. Diese richten sich nicht nur an die Parteien und die künftige Bundesregierung, sondern können zudem feministisch Interessierten eine gute Möglichkeit bieten zu prüfen, wie die Parteien sich gleichstellungspolitisch in ihren Wahlprogrammen aufstellen.
Die feministischen Fundstücke regen an, sich weiterführend mit dem Thema zu beschäftigen – empfohlen wird Lesens-, Hörens- und Sehenswertes! | |||
| Wie kann die Kindergrundsicherung Kinderarmut vermeiden? - mit Dr. Franziska Vollmer | 09 Feb 2024 | 00:45:13 | |
| Rassismus und Recht | 30 Jun 2021 | 00:54:38 | |
Wie ist Recht mit Rassismus verknüpft? Sollte der „Rasse“-Begriff aus dem Grundgesetz gestrichen werden? Kann Recht wirkungsvoll gegen Rassismus eingesetzt werden? Welche Gemeinsamkeiten teilen feministische und antirassistische Perspektiven auf das Recht? Diese und weitere Fragen werden in dieser 15. Folge von „Justitias Töchter – der Podcast zu feministischer Rechtspolitik“ besprochen.
Die Podcasthosts und Juristinnen Dr. Dana-Sophia Valentiner und Selma Gather sprechen mit Dr. Doris Liebscher, der Leiterin der Berliner Ombudsstelle der Landesstelle für Gleichbehandlung – gegen Diskriminierung (LADS) und Autorin der unlängst erschienenen Dissertation „Rassismus und Recht – Recht gegen Rassismus: Genealogie einer ambivalenten Kategorie“. Es geht um rassistisches Recht und die Möglichkeit, mit Recht gegen Rassismus vorzugehen. Warum es einen Unterschied macht, ob in Art. 3 Abs. 3 Grundgesetz „Rasse“ oder „rassistische Diskriminierung“ steht, wird ebenso thematisiert, wie Funktion, Definition und historische Entwicklung des Rassismus. Neben der Leseempfehlung für Liebschers Buch hält auch diese Folge in den feministischen Fundstücken weitere Literaturtipps rund um das Thema Diversität und Rechtswissenschaft und Recht und Rassismus bereit und weist auf eine hochaktuelle Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts zur Vergütung von sogenannten Live-In-Pflegekräften hin. | |||
| „Werbung“ für Schwangerschaftsabbrüche? – oder: Weg mit § 219a StGB! | 31 May 2021 | 00:59:00 | |
Die 14. Folge „Justitias Töchter – der Podcast zu feministischer Rechtspolitik“ widmet sich dem sogenannten „Werbeverbot“ für Schwangerschaftsabbrüche nach § 219a StGB: eine Regelung, die insbesondere in den letzten Jahren verstärkt von fundamentalistischen Abtreibungsgegner*innen genutzt wurde, um gegen Ärzt*innen vorzugehen, die Schwangerschaftsabbrüche durchführen und darüber öffentlich informieren.
Die Podcasthosts und Juristinnen Selma Gather und Dr. Dana-Sophia Valentiner beleuchten den systematischen und historischen Zusammenhang von § 219a StGB und diskutieren seinen Zweck, seine Auswirkungen und seine kleine Reformierung von 2019. Welche rechtlichen und praktischen Probleme mit der Regelung immer noch verbunden sind, besprechen sie mit ihren Gästinnen: Die Ärztin Kristina Hänel wurde mehrmals auf Grundlage von § 219a StGB angezeigt und schließlich auch verurteilt. Sie berichtet, welche verheerende Folgen das Verbot in der Praxis für sowohl für die Ärzt*innen als auch für ungewollt Schwangere hat und warum sie sich entschieden hat, auch auf rechtlichem Wege dagegen zu kämpfen. Die Juristin Inga Schuchmann, Mitglied der Kommission Strafrecht des Deutschen Juristinnenbundes e.V. (djb), erläutert im Interview, welche straf- und verfassungsrechtlichen Defizite die Norm aufweist. Das Verbot wird eingeordnet in den breiteren Zusammenhang reproduktiver Rechte und die diesbezüglich bestehenden Zugangshürden, die immer schlechtere Versorgungslage und die Stigmatisierung von Schwangerschaftsabbrüchen – und wie das Recht dabei mitwirkt. In diesem Zusammenhang wird auch das zunehmende Problem von Gehsteigbelästigungen vor Beratungseinrichtungen angesprochen.
In den feministischen Fundstücken wird auf den Open-Space & DIY Feministischen Juristinnen*tag im September aufmerksam gemacht und zum Mitmachen aufgerufen. Außerdem gibt es zwei spannende Serientipps. | |||
| Muss Catcalling strafbar werden? | 27 Apr 2021 | 00:43:36 | |
++ Triggerwarnung: Diese Folge thematisiert verbale sexuelle Belästigungen und andere nicht-körperliche Formen von aufgedrängter Sexualität. ++
Hinterherpfeifen, Kussgeräusche und sexistisch-anzügliche Bemerkungen – das sogenannte „Catcalling“ im öffentlichen Raum ist ein weit verbreitetes Phänomen, das vor allem Mädchen, Frauen und LGBTIQ*-Personen betrifft. Die 13. Folge „Justitias Töchter – der Podcast zu feministischer Rechtspolitik“ beleuchtet das Thema aus einer rechtlichen Perspektive: Schützt das geltende Strafrecht vor Catcalling? Wo bestehen Schutzlücken und wie können sie geschlossen werden?
Die Juristinnen und Podcast-Hosts Selma Gather und Dr. Dana-Sophia Valentiner sprechen über die vielfältigen Erscheinungsformen von Catcalling und diskutieren die feministischen und rechtlichen Facetten des Phänomens mit ihren Gästinnen: Zu Wort kommt Antonia Quell, die Initiatorin der Petition „Es ist 2020. Catcalling sollte strafbar sein“. Im Interview erläutert Rechtswissenschaftlerin Dr. Anja Schmidt, Mitglied der Kommission Strafrecht des Deutschen Juristinnenbundes e.V. (djb), wie das Recht bisher auf Catcalling reagiert und wo es noch Nachbesserungsbedarf gibt. Dr. Anja Schmidt schlägt vor, Ausdrucksformen aufgedrängter Sexualität strafrechtlich anzugehen – sie sind nicht vereinbar mit der sexuellen Selbstbestimmung von Frauen.
In den feministischen Fundstücken wird als Reaktion auf einen antifeministischen Beitrag in einer rechtswissenschaftlichen Fachzeitschrift auf die „All Time Classics“ des Blogs „Juristenausbildung: Üble Nachlese“ vom djb-Arbeitsstab Ausbildung und Beruf hingewiesen. Außerdem werden ein Vortrag von Bundesverfassungsrichterin Susanne Baer und ein Beitrag der Journalistin Samira El Ouassil zu dem Attentat in Atlanta auf asiatisch-amerikanische Frauen empfohlen. | |||
| Update zu Folge 3 (Diskriminierendes Abstammungsrecht) – Etappensieg für Regenbogenfamilien! | 31 Mar 2021 | 00:35:34 | |
Bekommen lesbische und queere Ehepaare ein Kind, hat dieses rechtlich nur einen Elternteil: die Geburtsmutter. Der zweite Elternteil muss im Wege der Stiefkindadoption das Kind adoptieren. Hiergegen klagen mehrere Paare unter der Kampagne #nodoption. In der vergangenen Woche konnten sie einen historischen Etappensieg feiern: Gleich zwei Oberlandesgerichte (OLG Celle und KG Berlin) setzten anhängige Verfahren von lesbischen Elternpaaren aus und riefen das Bundesverfassungsgericht an. Die Gerichte sind überzeugt, dass das geltende Abstammungsrecht die Grundrechte der Mit-Mütter bzw. Kinder verletzt.
Aus diesem Anlass sprechen Selma Gather und Dr. Dana-Sophia Valentiner in einer Spezial-Folge des Podcasts „Justitias Töchter – Der Podcast zu feministischer Rechtspolitik“ mit der Rechtsanwältin der klagenden Paare Lucy Chebout. Bereits in Folge 3 hatten die Moderatorinnen im Gespräch mit der Anwältin die diskriminierenden Dimensionen des Abstammungsrechts herausgearbeitet und kritisch hinterfragt. In der neuen Folge gibt es nun das Update: Was bedeuten die Vorlagebeschlüsse für die Rechte queerer Eltern? Wie argumentieren die Gerichte? Was bedeutet das für die Politik, was für den Fortgang des strategisch angelegten Verfahrens? Von den Beschlüssen geht ein Empowerment-Signal für queere Familien aus, und sie markieren einen wichtigen Schritt auf dem Weg zur Anerkennung queerer Familien im Abstammungsrecht. | |||
| Femizide | 25 Mar 2021 | 00:49:23 | |
++ Triggerwarnung: diese Folge thematisiert geschlechtsbezogene Gewalt ++
In der 11. Folge „Justitias Töchter – Der Podcast zu feministischer Rechtspolitik“ geht es um die drastischste Artikulation von Gewalt gegen Frauen: Femizide. Tötungen von Frauen, weil sie Frauen sind, wird noch nicht ausreichend begegnet. Besonders häufiger Fall von Femiziden sind sog. Trennungstötungen. Diese werden in Medien und im juristischen Diskurs häufig noch verharmlost. Dabei treten hier patriarchale Strukturen in tödlicher Gestalt zutage.
Die Juristinnen und Podcast-Hosts Selma Gather und Dr. Dana-Sophia Valentiner sprechen mit Dr. Leonie Steinl, LL.M., Vorsitzende der Kommission Strafrecht des Deutschen Juristinnenbundes e.V. (djb) über Defizite bei der Rechtsanwendung und die dringend nötige Stärkung der Prävention zur Verhinderung von z.B. Trennungstötungen. Neben bagatellisierender Berichterstattung durch die Medien geht es auch um die Rolle der Rechtsprechung insbesondere bei der Auslegung des Mordmerkmals „niedrige Beweggründe“. Aber auch Lösungsmöglichkeiten auf Gesetzgebungsseite werden thematisiert: Braucht es einen eigenen Straftatbestand „Femizid“? Ist die Istanbul-Konvention gegen Gewalt gegen Frauen und häusliche Gewalt hinreichend umgesetzt? Wie kann gesamtgesellschaftlich für patriarchale Gewalt sensibilisiert werden? Zu letztgenanntem mag diese Folge einen Beitrag leisten: Wie immer werden die komplexen rechtlichen Aspekte auch für Nichtjurist*innen verständlich aufbereitet.
In den feministischen Fundstücken werden zwei Texte der ersten (und bisher einzigen) Bundesverfassungsgerichtspräsidentin Prof. Dr. Jutta Limbach vorgestellt, in denen sie fragte: „Wie männlich ist die Rechtswissenschaft?“. Daneben wird eine echte Klassikerin empfohlen: „Die Erklärung der Rechte der Frau und Bürgerin“ von Olympe de Gouges, welche übersetzt und eingebettet in eine historische Darstellung 2018 von Gisela Bock herausgegeben wurde. Ein Porträt der Autor*in Hengameh Yaghoobifarah von Mareike Nieberding im SZ Magazin 4/21 lädt außerdem dazu ein, kritisch über die aktuelle Diskussion um Identitätspolitik zu sprechen. | |||
| Mit Frauenquoten zur Gleichberechtigung? | 25 Feb 2021 | 00:47:40 | |
Heute, am 25. Februar 2021, berät der Bundestag über den Gesetzentwurf der Bundesregierung „zur Ergänzung und Änderung der Regelungen für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen an Führungspositionen in der Privatwirtschaft und im öffentlichen Dienst" (FüPOG II). Das Gesetz soll eine Frauenquote von mindestens einer Frau für Unternehmensvorstände mit mindestens drei Mitgliedern einführen. In der 10. Folge „Justitias Töchter – der Podcast zu feministischer Rechtspolitik“ geht es um diesen Gesetzesentwurf, das ursprüngliche Gesetz von 2015 (FüPoG), dessen Evaluation und allgemein um das Instrument der "Frauenquote".
Gemeinsam mit der Vorsitzenden der djb-Kommission „Arbeits-,
Gleichstellungs- und Wirtschaftsrecht“ Prof. Dr. Heide Pfarr diskutieren die Moderatorinnen und Juristinnen Selma Gather und Dana-Sophia Valentiner, was Quoten für die Gleichberechtigung der Geschlechter beitragen können. Besprochen wird, warum wir derzeit eine faktische „Männerquote“ haben, wie Argumente gegen die Frauenquote schlagfertig und sachlich entkräftet werden können und warum auch Aspekte wie Arbeitszeit, Entgelt und Beschäftigungsbedingungen in den Fokus gerückt werden müssen, damit gleichberechtigte Teilhabe in der Arbeitswelt für alle Frauen möglich wird.
In den feministischen Fundstücken werden dieses Mal der „Streitraum“ der Schaubühne mit Carolin Emcke, Teresa Bücker und Christina Clemm, ein Videportal zu Recht und Gender der Fernuniversität Hagen, die gleichstellungspolitischen Herausforderungen von Künstlicher Intelligenz und Algorithmen und der Dritte Gleichstellungsbericht der Bundesregierung, der am 26. Januar 2021 erschienen ist, empfohlen. | |||
| Hate Speech | 31 Jan 2021 | 00:52:58 | |
In der ersten Folge im Jahr 2021 geht es um Hate Speech – Hassrede im Internet. Diese Form der digitalen Gewalt richtet sich besonders gegen Frauen, PoC und marginalisierte Personen und das mit dramatischen Folgen. Beleidigungen, Bedrohungen, Schmähungen und Herabwürdigungen verdrängen diese Akteur*innen aus dem Netz und aus der öffentlichen Diskussion. Hate Speech ist nicht nur Machtdemonstration und gezielte Unterdrückung gegenüber einzelnen Personen, sondern bedroht den pluralen demokratischen Diskurs.
Die Juristinnen Selma Gather und Dana-Sophia Valentiner sprechen in dieser Folge mit der Rechtsanwältin Verena Haisch anhand von Fällen aus der anwaltlichen Praxis über die Spannungslage von Meinungsfreiheit und Persönlichkeitsschutz, die rechtlichen Instrumente gegen Hate Speech und den Stand aktueller gesetzgeberischer Vorhaben zur Bekämpfung der Hasskriminalität sowie der Verbesserung des Netzwerkdurchsetzungsgesetzes. Wie immer werden diese rechtlich komplexen Themen auch für Nichtjurist*innen anschaulich besprochen.
In den feministischen Fundstücken werden ein Juristinnenreport aus den 1980ern, eine aktuelle BAG-Entscheidung zu Entgeltgleichheit und ein wichtiges Buch der feministischen Sprachwissenschaftlerin Luise F. Pusch vorgestellt. Zusätzlich gibt es auch noch eine Serien-Empfehlung. | |||
| Feministische Haltung im Recht – mit Bundesverfassungsrichterin Prof. Dr. Susanne Baer, LL.M. (Michigan) | 22 Dec 2020 | 01:01:29 | |
Die 8. Folge „Justitias Töchter – der Podcast zu feministischer Rechtspolitik“ ist eine Weihnachtsspezialfolge, bei der dieses Mal eine ganz besondere Frau im Recht zu Gast ist: Bundesverfassungsrichterin Prof. Dr. Susanne Baer, LL.M. (Michigan). Die Juristinnen und Moderatorinnen Selma Gather und Dana-Sophia Valentiner sprechen mit dieser beeindruckenden Juristin über ihre beispiellose Karriere, ihre Sozialisierung als Feministin und als kritische Juristin, die Rolle der Richter*innen in der Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts und über feministisches Engagement im Recht. Susanne Baer erklärt, was der „Verschattungseffekt“ ist, warum Frauen niemals ihren Doktortitel verschweigen sollten, warum Humor – und zwar sehr viel davon – eine der wichtigsten Kernkompetenzen für eine feministische Juristin ist, weshalb Feminismus aus ihrer Sicht eine Perspektive und keine Position darstellt und wo sie aktuell den dringendsten Handlungsbedarf für feministisch-rechtspolitisches Engagement sieht. Außerdem geht es um Begegnungen mit Dr. Jutta Limbach, Dr. Lore Maria Peschel-Gutzeit und anderen prägenden Frauen aus dem djb.
Ein Gespräch mit einer der erfolgreichsten Juristinnen unserer Zeit – inspirierend und spannend für Jurist*innen und Nicht-Jurist*innen gleichermaßen.
In den feministischen Fundstücken diese Woche geht es um einen Preis für besonders absurdes Gendermarketing, ein wichtiges Urteil des Landgerichts Frankfurt am Main und den Global Gender Response Tracker.
Wir freuen uns über Anregungen, Kritik und Lob zu dieser und allen anderen Folgen von „Justitias Töchter – der Podcast zu feministischer Rechtspolitik“. Ihr und Sie erreicht / erreichen uns unter der E-Mail-Adresse: justitiastoechter@djb.de . Die Moderatorinnen sind außerdem auch auf Twitter zu finden (Selma Gather: https://twitter.com/elmaather, Dana Valentiner: https://twitter.com/DanaValentiner). | |||
| Jura: (K)ein Studium für Alle? | 23 Nov 2020 | 00:31:54 | |
Seit diesem Monat läuft das neue Semester: Ein guter Zeitpunkt, um über die juristische Ausbildung zu sprechen, denn auch die hat ein Diskriminierungsproblem. Während immer mehr Frauen Jura studieren – im Wintersemester 2019 /2020 waren es 56 Prozent, Tendenz steigend – ist die Ausbildungslandschaft weit überwiegend männlich und weiß. Nur 19 Prozent der Jura-Professor*innen sind Frauen. Studien belegen, dass juristische Übungsfälle von sexistischen und rassistischen Stereotypen durchzogen sind und Frauen und Prüfungskandidat*innen mit einem migrantisch klingenden Namen in Prüfungen signifikant schlechter bewertet werden als Männer mit vermeintlich deutschem Namen. Eine intersektionale Perspektive auf die juristische Ausbildung tut also Not.
Diese Folge wird gehostet von der Juristin Selma Gather und der Jura-Studentin Goderin Mvuama. Goderin Mvuama unterhält sich über diskriminierende Strukturen in der Ausbildung mit Armaghan Naghipour, Juristin und stellvertretende Vorsitzende des Vereins Deutsch Plus und mit Menina Morenina Ugwuoke, Jura-Studentin und Aktivistin, die an der Humboldt Universität zu Berlin die Gruppe "Black Law - Jurist*innen of Colour" gegründet hat.
Eine Folge für den kritischen, intersektionalen Blick auf die juristische Ausbildung! | |||
| Homeoffice – Durchbruch für Vereinbarkeit von Sorgearbeit und Beruf? | 27 Oct 2020 | 00:44:11 | |
Die Corona-Krise hat dazu geführt, dass viele Menschen im Homeoffice arbeiten. Neue Möglichkeiten des mobilen Arbeitens eröffnen sich. Das Bundesarbeitsministerium plant aktuell einen gesetzlichen Anspruch auf Homeoffice. Doch was bringt dieser aus gleichstellungspolitischer Sicht?
Studien belegen, dass Frauen weiterhin den größten Teil der unbezahlten Sorgearbeit übernehmen, auch wenn beide Partner*innen zuhause arbeiten.
Welche Steuerungsmöglichkeiten bietet das Recht, um das zu ändern? In der sechsten Folge "Justitias Töchter – der Podcast zu feministischer Rechtspolitik" sprechen die Juristinnen Dr. Dana-Sophia Valentiner und Selma Gather mit der Expertin Dr. Johanna Wenckebach über das Spannungsfeld von Erwerbstätigkeit und Sorgearbeit, die Chancen und Gefahren von Homeoffice und wie die Vereinbarkeit von Sorge- und Erwerbsarbeit rechtlich gefördert werden kann. Kompetent und verständlich für Jurist*innen und Nicht-Juristinnen!
In den feministischen Fundstücken geht es diese Woche um Männer, die Frauen ihre eigene Arbeit erklären wollen, das generische Femininum in Gesetzestexten und 300 Statements von Ruth Bader Ginsburg. | |||
| Wie wird man Richterin am Bundesgerichtshof, Dr. Christiane Schmaltz? | 22 Dec 2023 | 00:54:54 | |
| Steuerrecht geschlechtergerecht | 30 Sep 2020 | 00:37:15 | |
Wir müssen über das Steuerrecht sprechen. Egal ob Ehegattensplitting, Familienlastenausgleich oder Steuerformulare: Das Steuerrecht scheint in den 1950er Jahren stecken geblieben zu sein. Frauen werden an vielen Stellen mittelbar benachteiligt. Aber was bedeutet das genau? Welche Auswirkungen hat das Steuersystem auf Geschlechterverhältnisse? Welches feministische Potenzial steckt im Steuerrecht? Und warum fordert der djb die Streichung der Steuerklasse V und die Abschaffung des Ehegattensplittings? Über diese Fragen sprechen die Juristinnen Dana-Sophia Valentiner und Selma Gather mit der Steuerrechtsexpertin und Vorsitzenden der djb-Kommission Recht der sozialen Sicherung und Familienlastenausgleich Dr. Ulrike Spangenberg in der fünften Folge von „Justitias Töchter – der Podcast für feministische Rechtspolitik". Diese Folge ist ein Plädoyer für eine feministische Auseinandersetzung mit dem Steuersystem – wie immer verständlich erklärt für Nicht-Jurist*innen und Jurist*innen gleichermaßen!
Zu Beginn der Folge erinnern Dana Valentiner und Selma Gather außerdem an die am 18. September 2020 verstorbene Supreme-Court-Richterin und feministische Ikone Ruth Bader Ginsburg, die einige der wichtigsten gleichstellungsrechtlichen Errungenschaften der USA erstritten hat (unter anderem im Steuerrecht!).
Zum Ende der Folge werden drei Fundstücke vorgestellt: Das Studienbuch „Feministische Rechtswissenschaft", „The Alberta Disadvantage. Gender, Taxation, and Income Inequality" der kanadischen Wissenschaftlerin Kathleen Lahey und eine aktuelle Entscheidung aus Berlin, die es kopftuchtragenden Referendarinnen erlaubt, Sitzungsvertretungen durchzuführen. Das Thema wird im djb kontrovers diskutiert. In der Ausgabe 1/18 der Verbandszeitschrift des djb wurden jeweils drei Stimmen der Pro- und Contra-Argumentation abgedruckt. Diese Ausgabe ist hier
nachzulesen: https://www.nomos-elibrary.de/10.5771/1866-377X-2018-1-I/titelei-inhaltsverzeichnis-jahrgang-21-2018-heft-1?page=1 | |||
| Parität in den Parlamenten | 27 Aug 2020 | 00:31:09 | |
Frauen sind in den Parlamenten in Deutschland deutlich unterrepräsentiert. Das ist Ausdruck von Strukturen, die Frauen benachteiligen. Paritätsgesetze sollen Abhilfe schaffen. Parität ist aber nicht nur ein politisches Thema, bei der Umsetzung stellen sich auch verfassungsrechtliche Fragen. Der Thüringer Verfassungsgerichtshof hat nun im Juli das Thüringer Paritätsgesetz, das den Parteien starre paritätische Quoten für die Aufstellung der Landeslisten vorgibt, für nichtig erklärt, weil es gegen die Landesverfassung verstoße. Auch in Brandenburg verhandelt das Verfassungsgericht aktuell über Paritätsregelungen im Wahlrecht. In der 4. Folge „Justitias Töchter – Der Podcast zu feministischer Rechtspolitik“ sprechen die Moderatorinnen Selma Gather und Dana-Sophia Valentiner über die aktuellen Entwicklungen mit der Verfassungsrechtsexpertin Dr. Sina Fontana. Die Folge ordnet die Fragen rund um das Thema Parité für Jurist*innen und Nicht-Jurist*innen verfassungsrechtlich ein und zeigt, dass eine verfassungskonforme Ausgestaltung von Paritätsgesetzen möglich ist.
Zu Beginn der Folge gibt es außerdem ein kurzes Update zu den rechtspolitischen Entwicklungen zur abstammungsrechtlichen Zuordnung von Kindern miteinander verheirateter Mütter, die in Folge 3 Thema war. | |||
| Abstammungsrecht: (K)ein Kind lesbischer Eltern | 24 Jul 2020 | 00:38:47 | |
Wenn heterosexuelle verheiratete Paare ein Kind bekommen, hat dieses ganz automatisch zwei Eltern, Mutter und Vater. Wenn zwei verheiratete Frauen gemeinsam ein Kind bekommen, hat dieses Kind dagegen offiziell nur einen Elternteil, die austragende Mutter. Gegen diese Diskriminierung im Abstammungsrecht klagt ein lesbisches Ehepaar. In der neuen Folge von „Justitias Töchter – Der Podcast zu feministischer Rechtspolitik“ sprechen die Moderatorinnen Selma Gather und Dana-Sophia Valentiner mit Rechtsanwältin Lucy Chebout, die das Ehepaar vertritt, über die diskriminierende Dimension des Abstammungsrechts, die verheerenden Konsequenzen für Eltern und Kind, die aktuellen rechtlichen Möglichkeiten und die Pflicht der Gerichte, der Diskriminierung abzuhelfen und des Gesetzgebers, eine Reform des Abstammungsrechts (wie der djb fordert) in die Wege zu leiten – anschaulich anhand des konkreten Falles. Eine Folge, die überzeugende Argumente liefert für Diskussionen um eine Rechtsprechung und Gesetzgebung, die die Vielfältigkeit heutiger Familienmodelle mitdenkt – für Jurist*innen und Nicht-Juristinnen gleichermaßen.
Am Anfang der Folge gibt es außerdem eine Einordnung der aktuellen rechtspolitischen Entwicklungen zum „Upskirting“, das in Folge 2 Thema war. | |||
| Upskirting | 23 Jun 2020 | 00:36:51 | |
Upskirting, das Fotografieren unter den Rock, soll unter Strafe gestellt werden. Damit wird das Phänomen unbefugter Bildaufnahmen, wie sie beispielsweise auch im vergangenen Jahr bei den Festivals Fusion und Monis Rache angefertigt wurden, strafgesetzlich angegangen. In der zweiten Folge von „Justitias Töchter – Der Podcast zu feministischer Rechtspolitik“ sprechen die beiden Moderatorinnen Selma Gather und Dana-Sophia Valentiner mit Dr. Leonie Steinl, LL.M., über die aktuellen Gesetzesentwürfe. Im Gespräch loten die Juristinnen die Potenziale und Grenzen des juristischen und gesellschaftlichen Diskurses in Bezug auf sexuelle Belästigung im öffentlichen Raum, sexualisierte Gewalt gegen Frauen und weitere Angriffe auf die sexuelle Selbstbestimmung aus. Wie immer informativ und interessant sowohl für Jurist*innen als auch Nicht-Jurist*innen!
Triggerwarnung: In dieser Folge thematisieren wir explizit sexuelle Belästigung und sexualisierte Gewalt gegen Frauen und den gesellschaftlichen sowie strafrechtlichen Umgang damit. Wenn das für euch vielleicht nicht das Richtige ist, freuen wir uns, wenn wir uns in einer anderen Folge von „Justitias Töchter“ wiederhören.
+++Update+++: In Folge 3 von "Justitias Töchter" (Abstammungsrecht: (K)ein Kind lesbischer Eltern) gibt es ein Update zur aktuellen rechtspolitischen Entwicklung zum Thema "Upskiritng". | |||
| Rechtspolitisches Engagement in der Covid19-Krise | 28 May 2020 | 00:33:06 | |
In der ersten Folge von Justitias Töchter - der Podcast zu feministischer Rechtspolitik sprechen die beiden Moderatorinnen Selma Gather und Dana-Sophia Valentiner mit der Präsidentin des Deutschen Juristinnenbunds (djb) Prof. Dr. Maria Wersig über femintische Rechtspolitik in der aktuellen Corona-Pandemie. | |||
| Bildbasierte sexualisierte Gewalt | 21 Nov 2023 | 00:47:32 | |
| Prof. Elisabeth Holzleithner über Queerfeminismus und Recht (und Dolly Parton) | 28 Sep 2023 | 01:04:43 | |
| „Weil ich weiß, warum ich es mache“ – mit djb-Präsidentin Prof. Dr. Maria Wersig | 25 Aug 2023 | 00:56:46 | |
| Geschlechtliche Selbstbestimmung durch ein Selbstbestimmungsgesetz? | 07 Jun 2023 | 00:53:24 | |
| Selbstverständlich gleichberechtigt – mit Ehrenpräsidentin Dr. Lore Maria Peschel-Gutzeit | 26 Apr 2023 | 00:52:36 | |
| Legalisierung des Schwangerschaftsabbruchs - jetzt! | 19 Nov 2024 | 00:56:27 | |
In der 45. Folge von „Justitias Töchter“ fragen wir uns: Warum ist der Schwangerschaftsabbruch in Deutschland eigentlich immer noch illegal? | |||
| Revolutionäre Geduld mit Prof. Dr. Heide Pfarr | 20 Dec 2024 | 00:57:14 | |
In der 46. Folge von „Justitias Töchter" ist eine feministische Ikone zu Gast: Prof. Dr. Heide Pfarr. | |||
| Eine feministische Wahl treffen – Welche Wahlprogramme versprechen Gleichberechtigung? | 14 Feb 2025 | 01:00:47 | |
Dana und Selma sprechen in dieser Folge über die Wahlprüfsteine des djb: Was fordert der djb? Und was versprechen die Wahlprogramme der Parteien? | |||
| Die feministische Stadt der Zukunft | 20 Mar 2025 | 00:48:18 | |
In der 48. Folge sprechen Dana und Selma mit Prof. Dr. Kristin Pfeffer über die feministische Stadt der Zukunft. | |||
| Ist das Gewaltschutz oder Rassismus? | 09 May 2025 | 00:49:11 | |
In der 49. Folge von „Justitias Töchter“ sprechen Dana und Selma mit Dilken Çelebi, Vorsitzende der Strafrechtskommission im Deutschen Juristinnenbund, über geschlechtsspezifische und Partnerschaftsgewalt – und über eine rassistische Vereinnahmung des Themas im politischen Raum. | |||
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