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Explorez tous les épisodes du podcast Ist das eine Blase?
Plongez dans la liste complète des épisodes de Ist das eine Blase?. Chaque épisode est catalogué accompagné de descriptions détaillées, ce qui facilite la recherche et l'exploration de sujets spécifiques. Suivez tous les épisodes de votre podcast préféré et ne manquez aucun contenu pertinent.
| Titre | Date | Durée | |
|---|---|---|---|
| Kann man reich werden mit KI-Investments? | 13 Nov 2023 | 00:57:34 | |
Milliardensummen fließen in KI-Startups, aber manche haben nicht mal ein
Produkt. Der Investor Adrian Locher warnt: Da ist ganz viel Unsinn
draußen unterwegs.
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| Eine Ankündigung | 10 Jan 2026 | 00:03:30 | |
In einigen Tagen werden wir das Archiv von "Ist das eine Blase?" und
vielen weiteren Podcasts der ZEIT exklusiv für unsere Abonnenten
zugänglich machen.
Die drei aktuellsten Folgen bleiben kostenlos und frei verfügbar. Alle
älteren Folgen können Sie künftig mit einem Digital- oder Podcastabo der
ZEIT hören, unter www.zeit.de/wirtschaftspodcast, auf Apple Podcasts
oder Spotify.
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ein kostenloses Probeabo bestellen. Nach der Probephase kostet es 4,99
Euro im Monat. Sie erhalten damit nicht nur Zugriff auf das komplette
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Sein langer Weg zur Macht" hören.
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| Wann wird Wohnen endlich wieder bezahlbar? | 13 Apr 2026 | 00:52:32 | |
Wer heute eine Wohnung sucht, braucht vor allem eines: Glück. Oder viel
Geld. Seit Jahren steigen die Mieten rasant – und eine echte Entspannung
ist nicht in Sicht. In vielen Städten zahlen Mieterinnen und Mieter
inzwischen deutlich mehr als noch vor einem Jahrzehnt, besonders bei
Neuvermietungen. Gleichzeitig dreht sich die politische Debatte
scheinbar im Kreis: mehr Regulierung, mehr Neubau, mehr Förderprogramme
– doch der Durchbruch bleibt aus.
Warum ist Wohnen so teuer geworden – und was müsste passieren, damit es
wieder bezahlbar wird? Darüber sprechen wir in der neuen Folge von Ist
das eine Blase?, dem ZEIT-Wirtschaftspodcast über Geld, Macht und
Gerechtigkeit. Eingeladen dazu haben wir den ZEIT- Wirtschaftsredakteur
Marcus Rohwetter, der sich seit vielen Jahren mit allen Fragen rund ums
Wohnen befasst. Er erklärt, wie sich die Mieten tatsächlich in den
vergangenen 15 Jahren entwickelt haben und warum vor allem junge
Menschen heute besonders unter den hohen Preisen leiden. Ein Problem sei
nicht nur der Mangel an Wohnraum, sondern auch dessen Verteilung: Viele
Menschen bleiben lange in großen Wohnungen, während andere kaum etwas
finden.
Im Gespräch geht es außerdem darum, was staatliche Eingriffe wie
Mietpreisbremse und Kappungsgrenzen tatsächlich bewirken – und warum sie
oft hinter den Erwartungen zurückbleiben. Kann mehr Neubau die Preise
wirklich dämpfen? Oder stößt das Mantra „bauen, bauen, bauen“ längst an
seine Grenzen?
Ist das eine Blase? ist der Wirtschaftspodcast der ZEIT. Alle zwei
Wochen montags diskutieren die Hosts Carla Neuhaus, Jens Tönnesmann und
Zacharias Zacharakis über das, was die Welt im Innersten zusammenhält:
Geld, Macht und Gerechtigkeit.
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| Kommen jetzt endlich die großen Reformen? | 27 Apr 2026 | 00:47:33 | |
Die Botschaft von Friedrich Merz war klar: »Wir werden alles
daransetzen, Deutschlands Wirtschaft wieder auf Wachstumskurs zu
bringen«, verkündete er als frisch gewählter Bundeskanzler in seiner
ersten Regierungserklärung im Mai 2025. Deswegen werde seine Regierung
»investieren und reformieren«. So könne Deutschland »aus eigener Kraft
heraus wieder zu einer Wachstumslokomotive werden, auf die die Welt mit
Bewunderung schaut«.
Ziemlich genau ein Jahr später ist von Wachstum wenig zu spüren – und
die Bewunderung im Rest der Welt hält sich in Grenzen. Vergangene Woche
erst hat die Bundesregierung ihre Wachstumsprognose für 2026 von 1,0 auf
magere 0,5 Prozent gesenkt, woran nicht nur die Folgen des Irankriegs,
sondern auch strukturelle Schwächen der Wirtschaft schuld sind. Und vor
einigen Wochen haben Ökonomen bereits festgestellt, dass die neuen
Staatsschulden verplempert und nicht investiert werden.
Nun will die schwarz-rote Koalition aber das Reformtempo erhöhen und hat
eine Reihe von Vorschlägen gemacht, wie sie das Gesundheitssystem, die
Rente und das Steuersystem umbauen will. Unter anderem mit dem Ziel, die
Steuern- und Abgabenlast für die Unternehmen und ihre Mitarbeiter zu
senken. Kommen jetzt also endlich die großen Reformen – und können sie
die Wirtschaft wieder auf Wachstumskurs bringen?
Darum geht es in der neuen Folge von Ist das eine Blase, dem Podcast der
ZEIT über Geld, Macht und Gerechtigkeit. Zum ersten Jahrestag der
Koalition aus CDU, CSU und SPD diskutieren die Hosts Carla Neuhaus, Jens
Tönnesmann und Zacharias Zacharakis gemeinsam über die aktuell
angedachten Reformen. Dabei geht es nicht nur darum, was die
Bundesregierung konkret vorhat und welche Vorschläge gerade kursieren,
sondern auch darum, welche Folgen sie für die Beschäftigten und die
Unternehmen haben könnten.
Ist das eine Blase? ist der Wirtschaftspodcast der ZEIT. Alle zwei
Wochen montags diskutieren die Hosts Carla Neuhaus, Jens Tönnesmann und
Zacharias Zacharakis über das, was die Welt im Innersten zusammenhält:
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| Wie bekommen wir die verdammte Bürokratie in den Griff? | 11 May 2026 | 00:58:59 | |
Weniger Bürokratie und weniger Gesetze, mehr Schnelligkeit und mehr
Effizienz in der Verwaltung: Das hat Karsten Wildberger (CDU) gleich in
seinen ersten Reden versprochen, als er vor etwa einem Jahr das Amt als
erster Bundesminister für Digitales und Staatsmodernisierung angetreten
hat. Das klang gut.
Nur: Die Menschen merken davon offenbar wenig: Laut einer
repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov haben 66
Prozent der Bürgerinnen und Bürger den Eindruck, der bürokratische
Aufwand sei seit dem Amtsantritt der schwarz-roten Regierung ungefähr
gleich geblieben. 22 Prozent der Teilnehmer der Umfrage verspüren sogar
eine Zunahme. Und auch die Unternehmerinnen im Land klagen über langsame
und überforderte Behörden, meldet das arbeitgebernahe Institut der
deutschen Wirtschaft.
Wie also bekommen wir die verdammte Bürokratie endlich in den Griff? Und
liegt die Lösung vielleicht woanders als gedacht: Brauchen wir nicht
weniger Gesetze, sondern einen anderen Umgang damit? Und nicht mehr
Mitarbeiter in den Behörden, sondern intelligente Software, die ihnen
das lästige Aktenstudium abnimmt?
Darum geht es in der neuen Folge von »Ist das eine Blase?«, dem Podcast
der ZEIT über Geld, Macht und Gerechtigkeit mit den beiden Hosts Carla
Neuhaus und Jens Tönnesmann. Zu Gast ist die Unternehmerin Ina Remmers,
die das Nachbarschaftsportal nebenan.de aufgebaut und viele Jahre
geleitet hat. Nun hat die 43-Jährige eine neue Mission: Mit dem
Unternehmen Rulemapping Group wollen sie und ihre Mitgründer Gesetze
maschinenlesbar machen und Behörden so helfen, Anträge schneller
abzuarbeiten.
Aber wie kann das genau gehen? Wie offen sind die Beamtinnen und Beamten
der Republik für die Idee? Wie groß ist der Notstand in den Verwaltungen
wirklich und wo fängt man am besten an, ihn zu beheben? Macht das alles
überhaupt Spaß, bringt es Geld und gibt es eigentlich auch gute
Bürokratie?
Um diese Fragen geht es in der neuen Folge des Wirtschaftspodcasts, in
der wir auch erklären, was Legistinnen und Legisten eigentlich tun und
was in ihrem 300 Seiten starken Handbuch steht. Außerdem ordnet der
ZEIT-Redakteur Miguel Helm das Ausmaß der Bürokratie ein und berichtet
von seiner Recherche für den Artikel »Eilt sehr!«, für den er die
deutsche Bürokratie zu verstehen versucht hat.
»Ist das eine Blase?« ist der Wirtschaftspodcast der ZEIT. Alle zwei
Wochen montags diskutieren die Hosts Carla Neuhaus, Jens Tönnesmann und
Zacharias Zacharakis über das, was die Welt im Innersten zusammenhält:
Geld, Macht und Gerechtigkeit.
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| Der Vernichter (1/5): Eine Hochzeit zwischen Gut und Böse | 22 May 2026 | 00:58:46 | |
In Folge eins von »Der Vernichter – wie Bayer sich an Glyphosat
verschluckte« sprechen Jens Tönnesmann und Andreas Sentker darüber, wie
ein Kaufmann und ein Färber den Grundstein zu einem Weltkonzern legen,
welche Rolle Heroin, die Weltkriege und der Fußball dabei spielen und
warum die Erfindung von Aspirin gleich in mehrfacher Hinsicht ein
Durchbruch ist.
Alle Folgen dieses Podcasts hören Sie exklusiv mit einem Podcast- oder
Digitalabo der ZEIT. Beide Abos können Sie für einen Monat kostenlos
testen. Das Podcastabo unter www.zeit.de/podcastabo, das digitale
Vollabo unter www.zeit.de/mehr-hoeren.
Moderation und Recherche: Jens Tönnesmann und Andreas Sentker
Produktion: Pool Artists
Sounddesign: Joscha Grunewald
Projektleitung DIE ZEIT: Constanze Kainz und Ole Pflüger
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| Der Vernichter (2/5): Ein verhängnisvoller Einkauf | 22 May 2026 | 01:06:32 | |
Bayer-Chef Werner Baumann leitet vor zehn Jahren die bis dahin größte
Übernahme in der deutschen Wirtschaftsgeschichte ein. 55 Milliarden Euro
zahlt er für den Kauf von Mosanto. Für ihn ist es ein Triumph, für
andere eine riskante Heirat zwischen Gut und Böse.
In Folge zwei von »Der Vernichter – wie Bayer sich an Glyphosat
verschluckte« sprechen Jens Tönnesmann und Andreas Sentker über den
»bösesten Konzern der Welt«.
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| Wie kann unser Strom billiger werden? | 25 May 2026 | 01:01:36 | |
Deutschland hat ein Stromproblem. Immer mehr Energie wird aus Wind und
Sonne erzeugt, doch das System dahinter gerät unter Druck: Netze sind
überlastet, Strom wird zu falschen Zeiten produziert oder verbraucht,
und die Kosten für den Ausbau landen am Ende bei den Verbraucherinnen
und Verbrauchern. Was müsste passieren, damit die Energiewende
tatsächlich günstig wird für alle?
Darüber diskutieren wir in der neuen Folge von Ist das eine Blase?, dem
ZEIT-Wirtschaftspodcast über Geld, Macht und Gerechtigkeit. Die Hosts
Zacharias Zacharakis und Jens Tönnesmann gehen gemeinsam mit
ZEIT-Redakteur Marc Widmann der Frage nach, warum Deutschlands
Stromsystem als chaotisch gilt. Weshalb digitale Stromzähler plötzlich
zum politischen Streitthema werden. Und warum viele Experten glauben,
dass nicht ein mangelndes Angebot an Strom das Problem ist, sondern das
System dahinter.
Zu Gast ist Philipp Schröder, Gründer und CEO des Energieanbieters
1komma5°. Der 42-Jährige ist einer der lautstärksten Befürworter eines
digitalisierten Energiesystems. Schröder rechnet mit der deutschen
Strompolitik ab – ungewöhnlich scharf für einen deutschen Manager. Die
heutigen Verteilnetze nennt er ein „130 Jahre altes teilstaatliches
Oligopol“, bei dem die Kosten am Ende bei allen Stromkunden landeten.
Sein Vorwurf: Deutschland halte an einem ineffizienten System fest,
obwohl die technischen Lösungen längst existierten.
Und er wird noch grundsätzlicher: „Der echte Strompreis liegt bei sieben
Cent“, sagt Schröder. Teuer werde Strom erst durch Abgaben, Umlagen und
Netzentgelte. Seine zentrale These: Die Energiewende könnte viel
günstiger sein, wenn Deutschland Verbrauch und Erzeugung besser
synchronisieren würde – etwa durch intelligente Stromzähler, die Smart
Meter. Dass Deutschland beim Ausbau so weit hinterherhinkt, sei »teuer
und dumm«. Andere Länder hätten ihre Stromnetze längst digitalisiert,
während hierzulande noch immer »jemand einmal im Jahr den Zähler
abliest«. Nur wenn Stromverbrauch und Stromerzeugung endlich intelligent
miteinander verbunden würden, könnten die Kosten sinken.
Warum aber ist Schröder dafür, die Einspeisevergütung abzuschaffen,
obwohl seine Kunden davon profitieren, wenn sie bei ihm neue
Solaranlagen kaufen? Hat er vielleicht einen Hintergedanken, wenn er die
digitale Plattform seines Unternehmens anderen Versorgern kostenlos und
lizenzfrei zur Verfügung stellt? Und warum engagiert er sich nicht
selbst in Politik, wenn er so viel an ihr auszusetzen hat? Auch darum
geht es in der neuen Folge.
Ist das eine Blase? ist der Wirtschaftspodcast der ZEIT. Alle zwei
Wochen montags diskutieren die Hosts Carla Neuhaus, Jens Tönnesmann und
Zacharias Zacharakis über das, was die Welt im Innersten zusammenhält:
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| Müssen wir immer weiter wachsen? | 08 Jun 2026 | 00:49:27 | |
Deutschland steckt seit Jahren in einer wirtschaftlichen Schwächephase.
Die Wirtschaft wächst kaum, Unternehmen investieren zurückhaltend, viele
Menschen sorgen sich um ihren Wohlstand. Angesichts dieser Lage kann man
sich fragen: Braucht unsere Gesellschaft tatsächlich immer mehr Wachstum
– oder wäre ein Leben ohne Wachstum möglich?
Mit dieser Frage beschäftigen wir uns in der neuen Folge von »Ist das
eine Blase?«, dem ZEIT-Wirtschaftspodcast über Geld, Macht und
Gerechtigkeit. Zu Gast ist der Ökonom Tom Krebs, Professor für
Makroökonomik und Wirtschaftspolitik an der Universität Mannheim.
Krebs hält die Vorstellung, Deutschland könne sich dauerhaft mit
wirtschaftlicher Stagnation arrangieren, für gefährlich. Wachstum sei
nicht bloß eine abstrakte Kennzahl für Politiker und Volkswirte, sondern
eng mit gesellschaftlicher Stabilität verbunden. Die vergangenen Jahre
hätten gezeigt, wie wirtschaftliche Unsicherheit das Vertrauen in
Politik und Institutionen erschüttern könne. »Wirtschaftskrisen dieser
Art führen auch zu politischen Krisen«, sagt Krebs.
Doch was genau bedeutet Wachstum? Geht es nur darum, mehr Autos zu
produzieren, mehr zu konsumieren und immer größere Umsätze zu erzielen?
Krebs widerspricht dieser Sicht. Für ihn steht hinter der Wachstumsfrage
vor allem die Frage nach dem gesellschaftlichen Fortschritt. Menschen
wollten die Aussicht auf ein besseres Leben haben, argumentiert er. »Ich
denke schon, dass die Menschen sich immer eine bessere Zukunft
vorstellen möchten.«
Dabei spart der Ökonom nicht mit Kritik an der aktuellen
Wirtschaftspolitik. Deutschland führe aus seiner Sicht die falschen
Debatten über Sozialstaat, Arbeitszeit und Bürokratie, während die
eigentlichen Probleme ungelöst blieben. Außerdem analysieren wir mit dem
ZEIT-Weltwirtschaftskorrespondenten Uwe Jean Heuser, wie
Wirtschaftswachstum gemessen wird und was da überhaupt wächst.
»Ist das eine Blase?« ist der Wirtschaftspodcast der ZEIT. Alle zwei
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| Wird die SPD jetzt wirtschaftsfreundlich? | 06 Jul 2026 | 01:02:14 | |
»Deutschland ist ein starkes Land«, das betonte Bundesarbeitsministerin
Bärbel Bas (SPD) nach dem Koalitionsausschuss vergangene Woche. Bei dem
Treffen hatten sich die Regierungsparteien auf umfangreiche Reformen
geeinigt – zu Steuern, Arbeit und Gesundheit. Damit Deutschland so stark
bleibe, meinte Bas, müssten sich jetzt »eben auch alle
bewegen«. Allerdings gilt das besonders für die Mitglieder ihrer Partei,
die von vielen Unternehmerinnen und Unternehmern zuletzt oft scharf
kritisiert wurde.
Bewegen musste sich die SPD zum Beispiel bei den Regelungen zur
Krankschreibung. Wer krank ist, soll künftig schon ab dem ersten Tag ein
Attest vom Arzt brauchen. Das akzeptierte die SPD auf Druck der Union.
Es gilt ebenso für die Lockerung beim Kündigungsschutz für Hochverdiener
sowie für die Ausweitung der Möglichkeit, Arbeitsverhältnisse zu
befristen. Ein Ende der Minijobs, wie es sich die SPD gewünscht hatte,
verhinderte wiederum die CSU. Sie wollte damit Unternehmen in Schutz
nehmen, die auf diese Weise günstig und flexibel Kräfte einstellen
können. All das legt die Frage nahe: Wird die SPD jetzt
wirtschaftsfreundlich?
Darüber sprechen wir in dieser neuen Folge von »Ist das eine Blase?«,
dem ZEIT-Wirtschaftspodcast über Geld, Macht, Gerechtigkeit. Die beiden
Hosts Carla Neuhaus und Jens Tönnesmann sprechen darin mit Roman
Pletter, dem Leiter des Wirtschaftsressorts der ZEIT. Er sagt, es sei
schon ein Wert an sich, dass sich die Regierung überhaupt auf etwas
geeinigt habe. Gelungen sei das eben auch, weil die SPD über ihren
Schatten gesprungen sei. Außerdem ordnet er ein, was die Einigung der
Koalition für die Wirtschaft bedeutet und wie sehr die Maßnahmen zu
einem Wirtschaftsaufschwung beitragen könnten.
Zu Gast ist außerdem die Unternehmerin und KI-Expertin Nora Heer, die
Vizepräsidentin des Wirtschaftsforums der SPD ist, eines von der Partei
unabhängigen, aber ihr nahestehenden unternehmerischen Berufsverbands.
Heer sagt, sie habe sich bewusst in der Partei engagieren wollen, weil
das Land in einer Polykrise stecke und sie nicht mehr nur am Rand stehen
und meckern wolle. Sie sagt, man habe in der Partei verstanden, wie groß
der Handlungsdruck sei, und sieht in der SPD den Willen zur stärkeren
Kooperation mit der Wirtschaft. Wie groß aber sind die Widerstände?
Welche Kompromisse sind nötig? Und was müsste passieren, damit die SPD
etwa bei Start-up-Gründern wieder punkten kann? Auch um diese Fragen
geht es in der neuen Folge.
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| Brauchen wir den Rasenmäher für die Subventionen? | 22 Jun 2026 | 01:01:30 | |
15 Prozent auf alles: Nach diesem Motto würden manche Politiker gerne
staatliche Subventionen kürzen, um zum Beispiel eine Reform der
Einkommensteuer zu finanzieren. Aber was bringt die sogenannte
Rasenmähermethode wirklich und kann sie funktionieren? Ist es gerecht,
alle Steuervergünstigungen und Finanzhilfen pauschal zu kürzen – und ist
es überhaupt möglich?
Auch ganz pauschal wird infrage gestellt, wozu Subventionen überhaupt
gut sind, zumal auf Anhieb den wenigsten Menschen klar ist, wohin in
Deutschland das meiste Staatsgeld fließt – und um wie viele Milliarden
es dabei überhaupt geht. Ist es nicht riskant, an dieser Stelle zu
sparen, während Staaten wie China ihre Unternehmen massiv bezuschussen?
Darum geht es in der neuen Folge des ZEIT-Wirtschaftspodcasts »Ist das
eine Blase?« Die ZEIT-Redakteurin Anne-Sophie Lang erläutert in der
Folge, auf wie viele Milliarden sich staatliche Subventionen in
Deutschland inzwischen belaufen, wie sehr sie gestiegen sind und warum
etwa die Absetzbarkeit von Handwerkerleistungen aktuell zur Debatte
steht.
»Man kann Strukturwandel nicht aufhalten«
Die Hosts Zacharias Zacharakis und Jens Tönnesmann diskutieren außerdem
mit dem Ökonomen Lars Feld. Feld leitet das Walter Eucken Institut an
der Universität Freiburg und war lange Mitglied des Sachverständigenrats
zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, von 2022 bis
zum Bruch der Ampelkoalition 2024 beriet er außerdem den damaligen
Bundesfinanzminister Christian Lindner (FDP).
Im Gespräch beschreibt Feld, warum es so schwierig ist, die Menschen vom
Subventionsabbau zu überzeugen, um etwa die Einkommensteuern zu senken:
»Die, die getroffen sind, schreien laut – und die, die begünstigt sind,
freuen sich leise«, sagt Feld. Dennoch sei es gefährlich, an
Subventionen für Industriejobs festzuhalten, die in Deutschland wenig
Zukunft haben. »Man kann einen Strukturwandel, der so fundamental ist,
nicht aufhalten.« Besser sei es, wenn der Staat die Grundlagenforschung
fördere, die Ansiedlung neuer Industrien ermögliche und Arbeitnehmer für
neue Jobs qualifiziere.
Außerdem erklärt Feld, warum das Walter Eucken Institut in einer Studie
für die Stiftung Familienunternehmen die Subventionen des Bundes etwa
dreimal so hoch ansetzt wie das Bundesfinanzministerium. Er äußert sich
zum Steuerkonzept des DGB, das unter anderem vorsieht,
Steuervergünstigungen bei der Erbschaftsteuer abzuschaffen. Überdies
verrät der Ökonom, welche Subventionen aus seiner Sicht am besten gleich
ganz gestrichen werden sollten.
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| Wie werden wir wieder innovativ? | 20 Jul 2026 | 01:09:38 | |
Stellenabbau, Insolvenzen, Angst: Deutschlands Wirtschaft steckt in der
Krise. Und obwohl neue Technologien für neues Wachstum sorgen könnten,
stockt der Fortschritt. Industriefirmen verlagern ihre
Forschungsabteilungen ins Ausland, die Zahl der sehr innovativen Firmen
schrumpft und die Innovationsaktivität im Mittelstand ist in den
vergangenen 20 Jahren deutlich zurückgegangen.
Deutschland, das Land der Erfinder? Vielleicht noch hier und dort.
Aber wie können wir wieder innovativer werden? Welche Rolle kann der
Staat dabei spielen? Wie sehr hilft dabei künstliche Intelligenz – und
haben wir im Wettlauf um KI überhaupt noch eine Chance?
Darum geht es in der neuen Folge von „Ist das eine Blase?“, dem
Wirtschaftspodcast der ZEIT. Die Hosts Carla Neuhaus und Jens Tönnesmann
haben einen ungewöhnlichen Behördenchef zu Gast: Den Unternehmer Rafael
Laguna de la Vera, der seit 2020 die Bundesagentur für
Sprunginnovationen SPRIND leitet. Ihr Ziel: bahnbrechende Technologien
finanzieren und anschieben, „die das Potenzial haben, unser Leben von
Grund auf zu verbessern.“
Der 62-Jährige sagt, es werde zwar noch immer viel erfunden in
Deutschland. Aber viel zu selten würde daraus eine Geschäftsidee, ein
Unternehmen. Im Gespräch erzählt er, wie seine Agentur arbeite, wie sie
Innovationen beschleunigen will und warum sie gerade deutschlandweit
rund 30.000 Verbesserungsvorschläge gesammelt hat. Außerdem verrät
Laguna, was ihn antreibt: Es gehe darum, sich eine Zukunft vorzustellen,
„in die Sie reinleben wollen, die Sie Ihrer Familie und allen gönnen,
die da nachkommen, aber auch uns selber“, sagt er. „Und wenn man sie
sich vorstellen kann, dann kann man sie auch machen.“
Außerdem ist Johanna Jürgens zu Gast. Die Redakteurin aus der
Wirtschaftsredaktion der ZEIT erklärt, wie abgehängt Deutschland in
puncto KI wirklich ist und wo es noch eine Chance zum Aufholen gibt.
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| Wie lässt sich Cybercrime in den Griff kriegen? | 30 Mar 2026 | 01:14:31 | |
Sieben Jahre und zehn Monate: So lang muss der Mann ins Gefängnis, der
als ZombieVampire das Crimenetwork betrieben hat – einen der größten
deutschsprachigen illegalen Marktplätze im Internet. Auf dem Marktplatz
wurden nicht nur Drogen gehandelt, sondern auch Kontodaten, gefälschte
Pässe oder Anleitungen für Straftaten im Netz. Die sind heute so
verbreitet, dass Ermittler nur etwa jeden dritten erfassten Fall
aufklären können – außerdem gibt es ein großes Dunkelfeld.
Aber wie funktionieren die Geschäftsmodelle von Cyberkriminellen – und
warum nehmen Marktplätze wie Crimenetwork dabei so eine zentrale Rolle
ein? Weshalb übt das Darknet so eine Anziehungskraft auf junge Menschen
aus, die dann zu Tätern werden? Und wie reagiert die Szene darauf, wenn
Darknet-Marktplätze abgeschaltet und Täter festgenommen werden?
Darum geht es in der neuen Folge von "Ist das eine Blase?", dem
Wirtschaftspodcast der ZEIT. Die Hosts Carla Neuhaus und Jens Tönnesmann
sprechen in dieser Folge zunächst mit Kai Biermann und Martín Steinhagen
aus dem Investigativ-Team der ZEIT. Die beiden erklären, wie
professionell und arbeitsteilig Cyberkriminalität heute funktioniert.
"Cybercrime ist eine zunehmende Bedrohung für die Volkswirtschaft, für
die Sicherheit und den Betrieb von kritischen Infrastrukturen und für
ganz normale Menschen", sagt Biermann. Dazu kommt, dass viele der Täter
aus dem Ausland operieren oder die technische Infrastruktur außerhalb
Deutschlands betreiben und deswegen besonders schwer zu fassen sind.
Außerdem ist Jan Löber zu Gast. Der Staatsanwalt von der Zentralstelle
zur Bekämpfung der Internet- und Computerkriminalität in Frankfurt am
Main vertrat die Anklage im Verfahren gegen Jannis H., der unter dem
Namen ZombieVampire den Marktplatz Crimenetwork betrieben hat. Löber
berichtet, wie die Ermittler Jannis H. auf die Schliche gekommen sind,
warum solche Ermittlungen so langwierig sind und warum die Ermittler
nicht sofort zugegriffen haben, als sie die Identität des Täters
kannten. Löber erklärt auch, warum sich so viele Cybercrimedelikte nicht
aufklären lassen und was die Kriminalität im Netz von analoger
Kriminalität unterscheidet – und weshalb Abschreckung und Prävention zu
wenig wirken. "Die Verlockungen des Darknet sind da schon teilweise sehr
hoch", sagt Löber. Er warnt die Täter aber auch, sich nicht in einer
falschen Sicherheit zu wiegen: "Wir, die Strafverfolgungsbehörden, haben
einen unheimlich langen Atem."
Hier finden Sie die im Podcast angesprochenen Beiträge:
Diese Kriminellen wachsen sofort wieder nach
Jannis H. wurde Millionär, teure Autos, Wohnung in Dubai. Das Angebot
seiner Plattform: Drogen und Kontodaten. Sein Prozess zeigt, wie
Darknet-Bosse Nachfolger schulen.
Dieser Emoji half, ihn zu überführen: 🤗
Jannis H. hat mit dem Drogenhandel auf seiner Plattform Crimenetwork ein
Vermögen gemacht. Nun wurde er verurteilt. Eine Botschaft war dem
Richter besonders wichtig.
Ein Doppelleben als Familienvater und Darknet-Baron
Martin "The One" Frost betrieb einen der größten Marktplätze im Darknet
– bis er aufflog. 2021 wurde er zu einer langen Haftstrafe verurteilt.
Wo ist die Millionenbeute?
Wie rutschte Louis ins Darknet ab?
In der Schule wird er gemobbt, im Darknet erfährt er Anerkennung – und
taucht immer tiefer in eine kriminelle Szene ab. Folge eins unserer
Miniserie über Louis
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| Müssen wir Reiche höher besteuern? | 24 Nov 2025 | 01:07:59 | |
Es ist das Paradox des Jahres: Einerseits befürworten die meisten
Menschen im Land offenbar die Idee, höhere Vermögen stärker zu
besteuern. Angesichts der Wirtschaftskrise und der angespannten
Haushaltslage gibt es gute Argumente dafür. Dazu kommt, dass die
Vermögensverhältnisse in Deutschland ziemlich ungleich sind, wie der
Sachverständigenrat Wirtschaft gerade festgestellt hat.
Andererseits findet die Idee in der Politik seit Jahren keine Mehrheit,
im Gegenteil: Nicht nur Steuererhöhungen an sich, sondern schon die
Diskussion darüber führe "am Ende des Tages dazu, dass der Standort ein
kleines bisschen weniger attraktiv wird", meint die
Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) und warnt vor einer
„Neiddebatte“.
Wie lässt sich dieser Widerspruch erklären? Liegt es daran, dass höhere
Steuern den Unternehmen schaden könnten, Investitionen hemmen und
Arbeitsplätze kosten würden, mit viel Bürokratie und Kapitalflucht
verbunden wären? Oder liegt es vielleicht am Einfluss der Vermögenden
auf die Politik? Warum überhaupt wird in Deutschland seit 1997 keine
Vermögensteuer mehr erhoben und wie sehen die aktuellen Regeln bei der
Erbschaftsteuer aus? Wie ließen sie sich reformieren, ohne der
Wirtschaft zu schaden?
Darum geht es in der neuen Folge des ZEIT-Wirtschaftspodcasts "Ist das
eine Blase?“. Die Hosts Zacharias Zacharakis und Jens Tönnesmann
diskutieren mit Achim Truger. Der Ökonomieprofessor von der Uni
Duisburg-Essen ist Mitglied des Sachverständigenrats Wirtschaft, der die
Bundesregierung berät und Mitte November sein neues Jahresgutachten
veröffentlicht hat. Die fünf Mitglieder des Gremiums werden auch
Wirtschaftsweisen genannt.
Im Gespräch berichtet Truger, wie ausgeprägt die Vermögensungleichheit
im Land ist, was für eine höhere Besteuerung von Vermögen spricht und
wie sich Erbschaften gerechter besteuern ließen. Wenn kein
"Wachstumswunder“ geschehe, sei es "schlicht und ergreifend
Realitätsverweigerung“ zu glauben, ohne höhere Steuern durch die Krise
zu kommen, sagt Truger.
Zu Gast ist außerdem Kolja Rudzio. Der stellvertretende Leiter des
Wirtschaftsressorts der ZEIT hat recherchiert, wie sich eine
Vermögensteuer auswirken könnte, was für sie spricht – und was gegen
sie. Im Podcast erklärt er, welche Steuerregeln aktuell gelten und warum
die Erbschaftsteuer gerade auch ein Thema für das
Bundesverfassungsgericht ist.
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| Russische Energie: "Wir haben uns vollgesaugt wie Drogenabhängige mit billigem Stoff" | 15 Jun 2022 | 00:53:13 | |
Seit Russland die Ukraine angegriffen hat, streitet Deutschland über die
Folgen des Kriegs für seine Energieversorgung. Jahrelang hat man sich
auf die russische Energie verlassen. Nun ist diese Abhängigkeit auf
einmal eine Bedrohung für die Wirtschaft. Die Preise für Heizöl, Benzin
und Gas steigen immens – schon überlegt die Politik, Ölkonzerne mit
einer Extrasteuer auf ihre Gewinne zu belegen. Derweil schwelt die
Frage: Könnte man sich nicht ganz unabhängig machen von russischem Öl
und Gas? Was würde das kosten? Und könnte es Russland wirtschaftlich in
die Knie zwingen?
In einer Livefolge des Wirtschaftspodcasts "Ist das eine Blase?",
aufgenommen auf dem Podcastfestival von ZEIT ONLINE, haben die
Moderatorinnen Lisa Nienhaus und Lisa Hegemann den Ökonomen Moritz
Schularick zu Gast. Er gehört zu einer Gruppe von Ökonomen, die eine der
ersten Studien dazu präsentiert haben, was ein Energieembargo gegen
Russland für die deutsche Wirtschaft bedeuten würde. Ihr Ergebnis machte
Schlagzeilen, denn es besagte in Schularicks Worten: "Es ist keine
Größenordnung, bei der man sagen muss, Putin hat uns völlig in der
Tasche und wir können gar nicht mehr agieren und liegen wie ein Maikäfer
auf dem Fußboden und können nur noch mit den Füßen strampeln."
Im Podcast plädiert Schularick für ein rasches Gasembargo und mahnt:
"Nichtstun hat auch Kosten. Das ist Politikern immer so sehr schwer
beizubringen." Er kritisiert, dass die Politik der Industrie zu viel
Gewicht beimesse: "Ein Fünftel der deutschen Arbeitsplätze sind in der
Industrie, ein Fünftel der deutschen Wirtschaftsleistung kommt aus der
Industrie. Aber wenn sie zusammen mit den Gewerkschaften unisono mit
einer Stimme sprechen, tut die Industrie so, als würde sie für 80
Prozent des Landes sprechen."
Die Chemieindustrie verglich er mit den Banken in Zeiten der
Finanzkrise. "Die Deutsche Bank von heute ist die BASF. Die BASF ist mit
ihrer Gasabhängigkeit von Russland Risiken eingegangen, für die wir
jetzt als Steuerzahler die Zeche zahlen, auch übrigens außenpolitisch
die Zeche zahlen."
Im Wirtschaftspodcast "Ist das eine Blase?" sprechen Lisa Nienhaus, Jens
Tönnesmann und Lisa Hegemann immer montags über das, was die Welt im
Innersten zusammenhält: Geld, Macht, Gerechtigkeit. Immer mit einem Gast
– und einem Tier.
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| Cyberkrieg: Alarmstufe Rot | 30 May 2022 | 00:53:19 | |
Anonymous hackt die deutsche Tochter des russischen Ölkonzerns Rosneft,
belarussische Aktivisten greifen das Bahnsystem ihres Landes an, um
Nachschub für Russlands Armee zu verhindern: Längst findet der Krieg in
der Ukraine auch im Cyberspace statt. Wie gefährlich ist das? Wie stark
kann es Deutschland treffen? Und wie kann man sich schützen?
Im Wirtschaftspodcast "Ist das eine Blase?" sprechen die Moderatorinnen
Lisa Nienhaus und Lisa Hegemann mit Digitalredakteur Jakob von Lindern,
was einen Cyberkrieg ausmacht. Und sie diskutieren mit dem Präsidenten
des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI), Arne
Schönbohm, über die Bedrohungslage für Deutschland.
Schönbohm warnt im Podcast, dass teils schon Alarmstufe Rot herrsche in
Deutschland, was Cyberangriffe angehe. Hunderttausende neuer
Schadprogramme seien täglich unterwegs, erzählt er. Die Firmen rügt er
im Umgang mit den Angriffen als viel zu langsam. "Diese Trägheit ist
das, was wir überwinden müssen", sagt er.
Im Wirtschaftspodcast "Ist das eine Blase?" sprechen Lisa Nienhaus, Jens
Tönnesmann und Lisa Hegemann immer montags über das, was die Welt im
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| "Für die Erhaltung des Menschen in dieser verdreckten Welt" | 16 May 2022 | 01:14:45 | |
Alfred Platow ist ein Fundamentalist, wenn es um grüne Geldanlage geht:
Er bezichtigt seine Wettbewerber der Lüge, bezeichnet Hauptversammlungen
von börsennotierten Konzernen als Karnevalsveranstaltungen, wirft
Politikern in Brüssel fehlende Fachkenntnisse vor, fordert mehr
Finanzbildung in Schulen und behauptet: "Wer ETF kauft, ist dumm. Dümmer
geht es nicht."
In der neuen Folge unseres Wirtschaftspodcasts Ist das eine Blase?
spricht der 75-jährige Pionier der nachhaltigen Geldanlage mit den Hosts
Lisa Nienhaus und Jens Tönnesmann und erklärt, wie er zu seinen
radikalen Ansichten kommt. Heute tritt seine Firma Ökoworld laut Platow
"für die Erhaltung des Menschen in dieser verdummten, verteufelten,
verdreckten, versauten Welt" ein und verwaltet über vier Milliarden Euro
von Anlegern – das ist doppelt so viel Geld wie noch vor zwei Jahren.
Dabei hilft Platow, dass in Deutschland immer mehr Menschen ihr Vermögen
so anlegen wollen, dass sie die Umwelt schützen, den Klimawandel
aufhalten und die Artenvielfalt fördern: Grüne Geldanlagen boomen. Was
aber ist nachhaltige Geldanlage überhaupt – und wo fängt Greenwashing
an? Wächst der Markt für grüne Geldanlagen zu schnell? Und lohnt es sich
überhaupt finanziell, in nachhaltige Firmen oder grüne Finanzprodukte zu
investieren?
Um diese Fragen geht es in der 15. Folge der Wirtschaftspodcasts, in dem
auch die ZEIT-ONLINE-Kolumnistin Christiane von Hardenberg zu Gast ist.
Im Wirtschaftspodcast Ist das eine Blase? sprechen Lisa Nienhaus, Jens
Tönnesmann und Lisa Hegemann immer montags über das, was die Welt im
Innersten zusammenhält: Geld, Macht, Gerechtigkeit. Immer mit einem
Experten aus der Redaktion, einem Gast – und einem Tier.
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| Lieferengpässe: Bitte gedulden Sie sich noch! | 02 May 2022 | 00:47:25 | |
Warten Sie auch gerade auf ein neues Sofa, einen neuen Kühlschrank oder
eine neue Spülmaschine? Oder arbeiten Sie in einem Unternehmen, in dem
Kurzarbeit droht, weil Teile fehlen? Seit fast zwei Jahren belasten
Lieferengpässe die Wirtschaft, sorgen die Pandemie und seit Ende Februar
auch der Krieg Russlands gegen die Ukraine für Störungen in den globalen
Versorgungsketten. Vor vielen Häfen stauen sich gerade wieder die
Containerschiffe – nicht nur in Shanghai, wo die chinesische Regierung
mit einem harten Lockdown das Coronavirus bremsen will, sondern auch in
Hamburg und Bremerhaven.
Welche Folgen haben die Lieferengpässe? Warum ist unser modernes
Wirtschaftssystem so anfällig dafür? Weshalb verdienen die großen
Reedereien trotz der Probleme ausgezeichnet? Und vor allem: Wird das so
bleiben – oder sind die Lieferengpässe genau wie die teuren Frachtpreise
nur eine große Blase?
In der 14. Folge unseres Wirtschaftspodcasts sprechen die Gastgeber Lisa
Hegemann und Jens Tönnesmann mit dem ZEIT-Redakteur Claas Tatje darüber,
wie sehr die Lieferengpässe die Industrie treffen und was Halbleiter
früher mit Kartoffeln hatten und heute mit Steaks gemeinsam haben.
Zu Gast ist außerdem Rolf Habben Jansen. Der 55-Jährige leitet
Hapag-Lloyd, das Hamburger Traditionsunternehmen ist mit 253 Schiffen
eine der größten Reedereien der Welt. Im Podcast erklärt er, warum die
aktuelle Situation "unglaublich schwierig" einzuschätzen sei und er
trotzdem darauf setze, dass sich die Lage bis Ende des Jahres "deutlich
verbessern" wird. Er erläutert auch, warum seine Reederei trotz des
Lieferkettenchaos 2021 Rekordgewinne eingefahren und wieso sie
gleichzeitig nur sehr wenig Steuern gezahlt hat. Und er nimmt Stellung
zu der Androhung von US-Präsident Joe Biden, scharf gegen Reedereien
vorzugehen, die von amerikanischen Verbrauchern und Unternehmen zu viel
Geld verlangen. "Wenn es wieder ein besseres Gleichgewicht zwischen
Angebot und Nachfrage gibt, werden sich auch die Preise wieder
normalisieren", sagt Habben Jansen. "Die Lage wird sich entspannen."
Im Wirtschaftspodcast "Ist das eine Blase?" sprechen Lisa Nienhaus, Jens
Tönnesmann und Lisa Hegemann immer montags über das, was die Welt im
Innersten zusammenhält: Geld, Macht, Gerechtigkeit. Immer mit einem
Experten aus der Redaktion, einem Gast – und einem Tier.
In eigener Sache: Unser Podcast ist für den Deutschen Podcast-Preis
nominiert. Wir würden uns sehr freuen, wenn Sie hier für uns abstimmen
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| Kunst: "Mit Kunst zu handeln, ist besser als mit Drogen zu handeln" | 18 Apr 2022 | 01:07:53 | |
Das Interesse an Kunst steigt schon lange. Zumindest, wenn man die
Umsätze mit Kunstwerken als Gradmesser nimmt. Nach einem coronabedingten
Einbruch 2020 stiegen sie im vergangenen Jahr auf 65 Milliarden Dollar –
das ist ein neuer Rekord.
Sollte man jetzt also sein Geld in Kunst stecken? Oder handelt es sich
um einen Hype und die Preise werden schon bald deutlich sinken?
In einer neuen Folge unseres Wirtschaftspodcasts stellen die
Moderatorinnen Lisa Nienhaus und Lisa Hegemann die Frage: Kunst – ist
das eine Blase? Zu Gast sind ZEIT-Autor Tobias Timm und einer der
bekanntesten deutschen Galeristen: Gerd Harry Lybke.
Mit Lybke sprechen die Moderatorinnen über seine Anfänge in der DDR und
seinen Aufbruch in den Kapitalismus nach dem Fall der Mauer. Lybke
erklärt, warum jedes Kunstwerk heute erst einmal 500 Euro kostet, wie
viel davon beim Galeristen und wie viel bei der Künstlerin hängen bleibt
– und warum bei ihm zu Hause keine Kunst an den Wänden hängt. Wenn einer
zu ihm komme, weil er lieber Kunst erwerben wolle als Aktien, dann sage
er: "Mit Kunst zu handeln ist besser, als mit Drogen zu handeln, da hat
er recht", sagt Lybke. Er gibt zudem Tipps für Anfänger auch mit wenig
Geld.
Die Moderatorinnen diskutieren mit ihren Gästen, ob die Kryptokunst NFT
eine Blase ist, bestimmte Künstler oder gar der Kunstmarkt im Ganzen.
Im Wirtschaftspodcast Ist das eine Blase? sprechen Lisa Nienhaus, Jens
Tönnesmann und Lisa Hegemann immer montags über das, was die Welt im
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| Hohe Preise: Tut doch endlich etwas | 04 Apr 2022 | 00:55:26 | |
Im März sind die Preise in Deutschland um 7,3 Prozent gestiegen – so
stark wie seit 40 Jahren nicht mehr. Überall in Deutschland flattern den
Menschen höhere Gas- und Stromrechnungen ins Haus, auch Lebensmittel
sollen bald viel teurer werden. Im Wirtschaftspodcast "Ist das eine
Blase?" sprechen die Moderatoren Lisa Nienhaus und Jens Tönnesmann mit
einem Verbraucherschützer und einer Ökonomin über die Frage: Wie kann
man sich gegen die Inflation zur Wehr setzen?
Philipp Wendt, Vorstand der Verbraucherzentrale Hessen, berichtet davon,
dass viele Versorger die Preise rechtswidrig erhöht hätten. Manche
hätten ihren Kunden sogar ganz gekündigt, sodass sie plötzlich in sehr
viel teurere Tarife anderer Anbieter wechseln mussten. Wendt erklärt,
wer sich nun wie wehren kann – und wer die höheren Preise akzeptieren
muss. Außerdem berichtet er davon, wie die Verbraucherzentrale Hessen
gegen den Anbieter Stromio vorgehen will, der Ende 2021 eine Vielzahl
von Kunden vor die Tür gesetzt habe: "Wir werden Stromio verklagen."
Die Ökonomin Isabella Weber warnt im Podcast davor, dass sich die
Inflation "weiter enorm verschärfen wird" und dass das Entlastungspaket
der Bundesregierung daran auch nichts ändern werde. Weber hat schon vor
einiger Zeit eine radikale Idee in die Debatte zurückgebracht hat:
staatliche Preiskontrollen, etwa für den Gaspreis. Preiskontrollen hat
es zum Beispiel nach dem Zweiten Weltkrieg in den USA, aber auch in
Deutschland gegeben sowie in China beim Übergang vom Sozialismus in die
Marktwirtschaft. Auf ihren Vorschlag hin hat Weber viel Widerspruch
bekommen.
Im Podcast diskutiert sie mit den Moderatoren darüber, warum gedeckelte
Preise solch ein Tabu in der Ökonomie sind, warum sie oft mehr Chaos
anrichten, als Hilfe zu bieten – und in welchen Fällen sie vielleicht
doch etwas bringen könnten. Mittlerweile spreche sogar
EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen davon, "dass wir vielleicht
Preiskontrollen für den Gasmarkt brauchen", sagt Weber.
Im Wirtschaftspodcast "Ist das eine Blase?" sprechen Lisa Nienhaus, Jens
Tönnesmann und Lisa Hegemann immer montags über das, was die Welt im
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Ab Minute 9:30 Gespräch mit dem Verbraucherschützer Philipp Wendt Minute
17:45 Informationen zum Entlastungspaket der Bundesregierung Minute
20.05 Gespräch mit der Ökonomin Isabella Weber Minute 51:20 Der
Blasen-Check Minute 54:00 Tierorakel
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| Rüstungsausgaben: 100 Milliarden Euro – und es braucht noch mehr | 21 Mar 2022 | 00:58:43 | |
"Wir müssen deutlich mehr investieren in die Sicherheit unseres Landes":
Bundeskanzler Olaf Scholz kündigte am 27. Februar, kurz nach Russlands
Einmarsch in die Ukraine, ein Sondervermögen von 100 Milliarden Euro für
die Bundeswehr an – eine Zeitenwende. Handelt es sich dabei um eine
einmalige Ausgabe? Oder braucht es dauerhaft mehr Geld für die deutschen
Streitkräfte? An welche Konzerne fließt das ganze Geld überhaupt – und
wie groß ist die Gefahr, dass es verschwendet wird oder in der
Bürokratie der Bundeswehr versickert?
Um diese Fragen geht es in einer neuen Folge unseres Wirtschaftspodcasts
Ist das eine Blase?. Jens Tönnesmann und Lisa Hegemann lassen sich von
ZEIT-Autor Hauke Friederichs erklären, warum für die Rüstungsindustrie
goldene Zeiten anbrechen könnten. Und mit der Vorsitzenden des
Verteidigungsausschusses des Bundestags, Marie-Agnes Strack-Zimmermann
(FDP), diskutieren die Moderatoren über die Mängel der Bundeswehr,
Goldrandlösungen und was eine gut ausgestattete Bundeswehr mit den
sicheren Fenstern der eigenen Wohnung zu tun hat.
Die Bundeswehr sei nach dem Mauerfall radikal heruntergespart worden,
kritisiert die Verteidigungsexpertin im Podcast. Jetzt müsse so viel
nachgeholt werden, dass der normale Wehretat nicht reiche. Dass das Geld
verschwenderisch ausgegeben werden könnte, glaubt sie nicht: "Jeder
Bedenkenträger soll sich jetzt wirklich vom Acker machen. Das ist der
völlig falsche Augenblick, um jetzt sich am Kopf zu kratzen und zu
sagen: Hm, schwierig. Sondern jetzt muss gehandelt werden."
In dem Podcast nennt Strack-Zimmermann die Forderungen der CDU nach
einem Iron Dome für Berlin, also einem Raketenabwehrsystem nach
israelischem Vorbild, "Irrsinn" und "Folklore".
Im Wirtschaftspodcast Ist das eine Blase? sprechen Lisa Nienhaus, Jens
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| Männer in Führungspositionen: "Ach, schade, wir haben schon eine Frau" | 14 Mar 2022 | 00:57:01 | |
In den Chefetagen der Wirtschaft ist es wie auf den Bühnen der großen
Musikfestivals und in den Quizshows im Fernsehen: Frauen sind
unterrepräsentiert. Aber wie groß ist das Missverhältnis, welche Gründe
gibt es dafür? Und wieso ist es oft nur eine Frau allein, die es in
bestimmte Machtpositionen der Gesellschaft schafft?
In einer neuen Folge des Wirtschaftspodcasts von ZEIT und ZEIT ONLINE
stellen Lisa Nienhaus und Jens Tönnesmann die Frage: Männer in
Chefetagen – ist das eine Blase? Die beiden Moderatorinnen sprechen mit
der ZEIT-Journalistin Kerstin Bund und der Komikerin Carolin Kebekus
über Aufstieg und Scheitern von Frauen und über falsche Vorbilder.
Kebekus sieht Frauen stetig, aber viel zu langsam in die Chefetagen
vorrücken. Ein Grund für diese Langsamkeit sind ihrer Meinung nach auch
die Bilder, die uns in Serien, Filmen und Märchen vermittelt werden: Ob
in der Kinderserie "Paw Patrol" oder im Märchen, in dem natürlich nur
eine den Prinzen heiraten kann oder die böse Stiefmutter Schneewittchen
ausschalten will, weil sie ihr Konkurrenz macht. Taugliche Vorbilder für
sich selbst hat Kebekus dort nicht gefunden. "Die eigentliche
Prinzessin, die Hauptfigur, ist immer wahnsinnig passiv", sagt sie. "Da
bin ich schon als Kind ausgerastet. Dass Aschenputtel nicht einfach aus
der fucking Kammer kommt und sagt: Ich bin’s, mein Schuh, heirate mich!"
Die Moderatoren diskutieren mit ihren Gästen über Ideen, was Männer und
Frauen tun können, damit sich das ändert. Und Carolin Kebekus erklärt,
warum sie selbst das Musikfestival DCKS ins Leben gerufen hat, bei dem
Anfang Juni in Köln vorwiegend Frauen auftreten.
Im Wirtschaftspodcast "Ist das eine Blase?" sprechen Lisa Nienhaus, Jens
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| Globalisierung: Da senkt sich ein neuer Eiserner Vorhang | 07 Mar 2022 | 01:01:58 | |
Auf den Einmarsch Russlands in die Ukraine hat der Westen mit einem
Finanz- und Wirtschaftskrieg geantwortet, den es in dieser Dimension
selten gab. Russlands Wirtschaft wird in rasender Schnelligkeit isoliert
und deglobalisiert.
Im Wirtschaftspodcast "Ist das eine Blase?" sprechen die Moderatorinnen
Lisa Hegemann und Lisa Nienhaus mit dem ZEIT-Redakteur Thomas
Fischermann und dem Handelsökonomen Gabriel Felbermayr über die Folgen
des Kriegs für die Energiemärkte, den Welthandel und unseren Wohlstand.
Sie fragen: Ist Globalisierung eine Blase?
Felbermayr plädiert dafür, dass der Westen nun noch härter auf den
Ukrainekrieg reagieren solle als bislang – und auch den Kauf von
russischem Öl und Gas verbietet. Frieren müsse deshalb in Deutschland
niemand. "Die Wohnungen werden warm bleiben. Für die, die es sich
leisten können", sagt er. Felbermayr erwartet für Deutschland allerdings
in der Folge eine Rezession. "Das wäre vermutlich kurzfristig ein so
großer Einbruch in der Wirtschaftsleistung, dass es mit den
Corona-Schäden vergleichbar wäre, vielleicht sogar noch größer." Der
Präsident des Österreichischen Instituts für Wirtschaftsforschung glaubt
aber, dass man die Schäden auch ähnlich abfedern könnte wie in der
Pandemie.
Das Verhalten Russlands habe sein Weltbild erschüttert, bekennt er.
"Dass ein großes Land, ein WTO-Mitglied, in der Lage ist, ein souveränes
Land in Europa zu überfallen, konnte ich mir bislang nicht vorstellen."
Das habe enorme Konsequenzen dafür, wie man über Freihandel nachdenke.
Eine alte Wahrheit setze sich durch: Sicherheit ist viel wichtiger als
Wohlstand.
Im Wirtschaftspodcast "Ist das eine Blase?" sprechen Lisa Nienhaus, Jens
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| Rückkehr zur Normalität: Mehr Dänemark wagen? | 21 Feb 2022 | 01:00:21 | |
Am 20. März sollen in Deutschland die meisten Corona-Regeln wegfallen.
Zum Einkaufen braucht es nur noch die Maske, auch Diskotheken dürfen
zunächst unter Auflagen wieder öffnen und Großveranstaltungen
stattfinden. Kehrt jetzt die Normalität zurück ins Leben und in die
Wirtschaft? Und hätte Deutschland vielleicht sogar noch schneller öffnen
sollen?
Darüber reden Lisa Nienhaus und Jens Tönnesmann in einer neuen Folge des
ZEIT-Wirtschaftspodcasts Ist das eine Blase?. Zunächst sprechen sie mit
Michael Bang Petersen, Politikwissenschaftler an der Universität Aarhus,
darüber, warum sich Dänemark schon Anfang Februar dafür entschieden hat,
fast alle Corona-Maßnahmen zu beenden.
Danach erzählt der Kaufhausbetreiber Mark Rauschen aus Osnabrück von
seinen Erfahrungen in zwei Jahren Pandemie. Unter zwölf verschiedenen
Bedingungen musste er in den vergangenen zwei Jahren Kunden im
Osnabrücker Kaufhauses Lengermann & Trieschmann bedienen: Erst war ganz
geschlossen, dann durfte er einen Teil des Kaufhauses öffnen, mal
mussten die Kunden online bestellen, was sie später abholen wollten,
später mussten sie Impfnachweise vorzeigen. Viele seiner 550 Mitarbeiter
hat er in Kurzarbeit geschickt. Nun ist er optimistisch: "Wir sind fast
über den Berg. Selbst Herr Lauterbach, der ja eher vom Team Vorsicht
ist, hat das in den letzten Tagen gesagt."
Per Mail erreichen Sie das Team des Podcasts unter blase@zeit.de
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| Warum zieht uns der Betrug so magisch an? | 17 Nov 2025 | 00:26:39 | |
Noch ist unklar, wie genau das System René Benko funktioniert hat. Der
frühere Immobilienmanager aus Österreich, den man dort den Wunderwuzzi
nannte, sitzt zwar bereits in Haft. Aber verurteilt ist er bisher nur,
weil er vergleichsweise kleine Geldbeträge vor seiner Riesenpleite in
Sicherheit gebracht haben soll. Dennoch zeigt sich in den Ermittlungen,
wie die Maschinerie des Geldbeschaffens im System Benko funktioniert
haben könnte.
Im Podcast-Club der ZEIT sprechen die Journalisten Anne Kunze und
Zacharias Zacharakis über den Fall René Benko und über die Psychologie
des Betrugs. Die Hosts der Podcasts „ZEIT Verbrechen“ und „Ist das eine
Blase?“ fragen: Warum lassen sich selbst kluge Menschen täuschen? Und
was fasziniert uns an großen Scams?
Ein Privatjet etwa muss schon her, wenn man die reichsten Investoren in
Deutschland davon überzeugen will, dass sie einem ihr Geld anvertrauen.
Glanz und Gier gehören eng zusammen, wenn es um Wirtschaft und
Verbrechen geht. Das zeigt auch der Fall eines Betrügers, der seinen
Geldgebern durch großen Auftritt in teuren Hotels und viel
Schauspielerei weiß machen konnte, dass sie von hohen Fördergeldern der
EU profitieren würden, wenn sie ihm nur ihr Vermögen anvertrauten.
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| Start-ups: Einhorn werden leicht gemacht | 07 Feb 2022 | 01:07:31 | |
Der Lieferdienst Gorillas, die Aktien-App Trade Republic, der
E-Roller-Vermieter Tier: In Deutschland gibt es immer mehr Start-ups,
die eine Bewertung von einer Milliarde Dollar oder mehr erreichen. Laut
einem Report des Wagnisfinanzierers Atomico ist die Anzahl dieser
sogenannten Einhörner im Jahr 2021 um 19 auf 51 gewachsen. Die Start-ups
im Land sammelten im vergangenen Jahr mehr als zehn Milliarden Euro ein,
mehr als doppelt so viel wie im Jahr 2020. Ist das gesund und hilft das
der deutschen Gründerszene nachhaltig – oder handelt es sich um eine
Blase, die bald platzt?
Darüber diskutieren Lisa Hegemann und Jens Tönnesmann in einer neuen
Folge des Wirtschaftspodcasts "Ist das eine Blase?" von ZEIT und ZEIT
ONLINE. Sie haben sich unter Gründern und Geldgeberinnen umgehört, etwa
bei Thomas Bachem. Der Gründer und Kanzler der CODE University of
Applied Sciences berichtet, dass auch sehr junge Unternehmen aktuell
viel Startkapital erhalten – und das in einer Zeit, in der die Zahl der
Existenzgründer laut dem KfW-Gründungsmonitor zuletzt auf einen
Tiefstand gesunken ist. Womöglich ist also jetzt eine gute Zeit, ein
Unternehmen zu gründen.
Das findet zum Beispiel Miriam Wohlfarth, die in dieser Folge des
Podcasts zu Gast ist und zu den bekanntesten Gründerinnen im Land zählt.
Wohlfarth sagt: "Wir leben in einer Welt im Wandel, wir müssen die
Technologie umarmen und wir brauchen mehr Gründer mit einem besseren
Technologieverständnis." Gerade baut Wohlfahrth ihr zweites Unternehmen
auf und hat dafür 14 Millionen Euro Startkapital erhalten – "eine Menge
Geld", wie sie selbst sagt. Die Unternehmerin kennt auch die Zeiten, in
denen Geld sehr knapp war: Ihr erstes Start-up hat sie während der
Finanzkrise gegründet und weil es mit weniger Kapital an den Start ging,
wurde es von einem Konkurrenten aus Schweden überrundet. Wohlfahrth ist
deswegen überzeugt, dass das viele Geld für junge Unternehmen dazu
beiträgt, dass die hiesige Wirtschaft international nicht den Anschluss
verliert. Beim Lieferdienst Gorilla habe sie sich allerdings schon
gefragt, ob es gerechtfertigt sei, "da so viel Geld reinzupumpen".
Im Wirtschaftspodcast "Ist das eine Blase?" sprechen Lisa Nienhaus, Jens
Tönnesmann und Lisa Hegemann immer montags über das, was die Welt im
Innersten zusammenhält: Geld, Macht, Gerechtigkeit. Alle 14 Tage
untersuchen je zwei der Moderatoren ein wirtschaftliches Phänomen und
fragen sich, ob es sich um einen kurzfristigen Hype handelt oder ob es
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| Inflation: Fordern Sie jetzt mehr Geld! | 24 Jan 2022 | 01:03:38 | |
Benzin, Butter, Malerarbeiten: Die Preise für viele Güter und
Dienstleistungen des Alltags steigen seit ein paar Monaten immer
schneller – in Europa und in Amerika. Die Inflation lag in Deutschland
zuletzt so hoch wie seit 30 Jahren nicht mehr. Geht das bald vorüber?
Oder verlieren Löhne und Ersparnisse weiter an Wert? Und was können die
Notenbanken tun, um die Preise unter Kontrolle zu bringen?
Über diese Fragen sprechen Lisa Nienhaus und Jens Tönnesmann in einer
neuen Folge des Wirtschaftspodcasts Ist das eine Blase? von ZEIT und
ZEIT ONLINE. Zu Gast haben sie den britischen Ökonomen Charles Goodhart,
nach dem nicht nur ein ökonomisches Gesetz benannt ist: Er hat auch als
einer der wenigen die aktuelle Inflation präzise vorhergesehen. Mit ihm
sprechen sie über seine Erfahrung mit der Inflation in früheren Zeiten –
und über seinen Rat fürs Hier und Jetzt. Er erklärt, wieso er jetzt eine
Gehaltserhöhung fordern würde und man bloß nicht in Bitcoin investieren
sollte ("Finger weg!").
Goodhart fürchtet, dass die Preise weiter steigen werden – anders als es
einige Experten wie die Chefin der Europäischen Zentralbank, Christine
Lagarde, vorhersagen. Unter anderem sorgt er sich, dass die
Omikron-Variante des Coronavirus China hart treffen könnte. Wenn die
billigen chinesischen Produkte fehlten am Weltmarkt, würde das "massiv
inflationär" wirken. Goodhart kritisiert die Europäische Zentralbank, zu
zögerlich zu reagieren. "Die Zinssätze sind fast lächerlich niedrig",
sagt Goodhart. Er findet: "Das erste, was jetzt zu tun ist, ist, die
Zinsen von einem außergewöhnlich niedrigen Niveau wieder auf ein Niveau
anzuheben, das der Norm näherkommt."
Im Wirtschaftspodcast Ist das eine Blase? sprechen Lisa Nienhaus, Jens
Tönnesmann und Lisa Hegemann immer montags über das, was die Welt im
Innersten zusammenhält: Geld, Macht, Gerechtigkeit. Alle 14 Tage
untersuchen je zwei der Moderatoren ein wirtschaftliches Phänomen und
fragen sich, ob es sich um einen kurzfristigen Hype handelt oder ob es
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| Immobilien: Kaufen Sie besser kein Haus! | 10 Jan 2022 | 01:06:01 | |
Wer heute ein Haus oder eine Wohnung kaufen möchte, muss dafür viel Geld
zahlen: Seit Jahren steigen die Immobilienpreise in Deutschland, zuletzt
rasant. Ist das eine Blase, die bald platzt? Oder geht es so weiter? Und
was kann die Politik dafür tun, damit Wohnen bezahlbar bleibt?
Diesen Fragen gehen die Moderatorinnen Lisa Nienhaus und Lisa Hegemann
in einer neuen Folge des Wirtschaftspodcasts Ist das eine Blase? von
ZEIT und ZEIT ONLINE nach. Mit ihrem Gast, dem Bauunternehmer Christoph
Gröner, sprechen sie über seine 30 Jahre in der Branche: vom Bauboom der
Neunzigerjahre bis zum Berliner Mietpreisdeckel. Gröner rät im Podcast
ab vom Hauskauf für sich selbst und erklärt, warum er große Hoffnung in
die Baupolitik der neuen Regierung unter Olaf Scholz setzt.
Der Bauunternehmer identifiziert einen Schuldigen für die stark
steigenden Grundstückspreise: "Die Spekulation ist unser aller Feind."
Und er verlangt strengere Regeln, um das reine Spekulieren mit Bauland
zu verhindern. Die wichtigste Erklärung für die steigenden Hauspreise
sei aber: "Es wird zu wenig gebaut." Skeptisch blickt er auf die
bisherigen politischen Versuche, die steigenden Miet- und Häuserpreise
einzugrenzen, besonders in der Hauptstadt. Den Berliner Volksentscheid
zum Thema Enteignung sieht er kritisch, das sei "dummes Zeug".
Wie am Ende jeder Folge stellt die Prognose, wie es mit dem Thema der
Sendung weitergeht, ein Tier. In diesem Fall sagt die Hundedame Trüff
voraus, wie sich die Immobilienpreise 2022 entwickeln werden.
Im Wirtschaftspodcast "Ist das eine Blase?" sprechen Lisa Nienhaus, Jens
Tönnesmann und Lisa Hegemann immer montags über das, was die Welt im
Innersten zusammenhält: Geld, Macht, Gerechtigkeit. Alle 14 Tage
untersuchen je zwei der Moderatoren ein wirtschaftliches Phänomen und
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| Unternehmenszweck: Habe Firma, suche Sinn | 27 Dec 2021 | 01:07:26 | |
Viele Unternehmen formulieren einen Purpose, eine Art Daseinszweck. Was
soll das bringen? Im Wirtschaftspodcast Ist das eine Blase? diskutieren
wir den Sinn dahinter.
Eine Firma mit 13.000 Beschäftigten, die sich alle duzen und die der
Chef seine "Familie" nennt. Und die ihm am Werkstor erklären, warum sie
überhaupt zur Arbeit kommen und in seinen Werkshallen Geräte
zusammenschrauben. Klingt verrückt? Ist aber normal beim
Familienunternehmen Viessmann aus dem nordhessischen Allendorf, das von
Max Viessmann in vierter Generation geleitet wird. Zum Jahreswechsel
wird der 32-Jährige alleiniger Chef des Heizungsbauers, der zuletzt fast
2,8 Milliarden Euro Jahresumsatz erzielt hat. Und der auf Initiative des
Chefs einen sogenannten Purpose formuliert hat, eine Art Daseinszweck.
Ob Viessmann, Nestlé oder Henkel: Viele Unternehmen sind auf Sinnsuche
und geben sich einen solchen Purpose. Sie wollen damit signalisieren,
dass es ihnen angeblich um mehr als Profit geht. In der vierten Folge
des Wirtschaftspodcasts Ist das eine Blase? von ZEIT und ZEIT ONLINE
fragen die Moderatoren Lisa Hegemann und Jens Tönnesmann, wie nachhaltig
und glaubwürdig dieser Trend wirklich ist. Sie sprechen mit Manuel J.
Hartung, dem früheren ZEIT-Journalisten und neuen Vorstandsvorsitzenden
der ZEIT-Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius, über die Frage, was unter
einem Purpose eigentlich zu verstehen ist. Und sie befragen Max
Viessmann, der erklärt, wie er auf die Idee kam, einen Purpose zu
formulieren, und was das für das mehr als 100 Jahre alte Unternehmen
konkret bedeutet.
Max Viessmann übt dabei auch Kritik an jenen Firmen, die nur deshalb ein
Purpose-Statement formulierten, weil alle es gerade so machten: "Das ist
meistens ein guter Startpunkt, um etwas sehr Unauthentisches zu tun",
sagt Viessmann. Manche Unternehmen würden ihren Purpose auch
missbrauchen, um damit den Verkauf von Unternehmensteilen zu
rechtfertigen. "Da sind wir ein bisschen anders gestrickt", sagt der
Unternehmer. Seine Firma würde solche Geschäftsbereiche lieber umbauen
und beispielsweise "keine neue Investition in Bereiche tätigen, wo wir
denken, das schadet unserem Purpose".
Im Wirtschaftspodcast Ist das eine Blase? sprechen Lisa Nienhaus, Jens
Tönnesmann und Lisa Hegemann immer montags über das, was die Welt im
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| Klimaneutralität: Der SUV wird teuer und das Solardach Pflicht | 13 Dec 2021 | 01:05:16 | |
Deutschland will bis 2045 klimaneutral werden. Und viele Unternehmen im
Deutschen Aktienindex (Dax) haben auch schon Pläne vorgelegt: Siemens
will bis 2030 klimaneutral werden, Volkswagen bis 2050. Wird das
klappen? Oder ist das Thema Klimaneutralität womöglich nur ein Hype, der
bald vorübergeht?
Im Wirtschaftspodcast Ist das eine Blase? sprechen die Gastgeber Lisa
Nienhaus und Jens Tönnesmann darüber mit dem Tübinger Oberbürgermeister
Boris Palmer. Palmer ist bekannt dafür, kein Blatt vor den Mund zu
nehmen – und sich damit viel Ärger einzuhandeln. Seine eigene Partei,
die Grünen, prüft, ihn aus der Partei auszuschließen. Doch Palmers
Politik für die Stadt Tübingen ist auch: ambitioniert grün. Schon früh
hat er das Ziel ausgegeben, die Stadt bis 2030 klimaneutral zu machen.
Und hat radikale Schritte eingeleitet, um das zu erreichen.
Im Podcast spricht er über die Beschlüsse auf dem Weg: über den Bau von
Windrädern, eine Solardachpflicht, über hohe Parkgebühren für SUV und
ein Verbot alter Ölheizungen. "Man muss in der Politik den Mut haben,
den Leuten zu sagen: Wir verbieten euch jetzt, dass ihr weiter Öl
verbrennt in eurem Keller", sagt Palmer. Wenn sie erneuerbare Fernwärme
vor der Tür hätten, müssten sie die nehmen. So habe es die Stadt
beschlossen. "Ich halte das aber nicht für so schlimm, denn preislich
ist da kein Unterschied", sagt Palmer.
Für Aufsehen gesorgt hat die jährliche Anwohnerparkgebühr für SUV, die
von 30 auf 180 Euro im Jahr erhöht wurde. Damit will Palmer Geld
einsammeln, den er für den grünen Umbau der Stadt braucht. Natürlich
gebe es Leute, die sich sehr aufregten, sagt Palmer. "Ich gehöre aber
nicht zu denen, die es schlimm finden, wenn sich Leute über einen
Sachverhalt aufregen. Solange sie akzeptieren, dass es gilt, wenn die
Mehrheit etwas anderes entscheidet." Dann solle man sich ruhig aufregen.
"Das ist vielleicht sogar gut für die Gesundheit."
Im neuen Wirtschaftspodcast Ist das eine Blase? von ZEIT und ZEIT ONLINE
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Nienhaus, Jens Tönnesmann und Lisa Hegemann ein wirtschaftliches
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| Aktien: Der Börsenboom und das Suchtpotential von Trading-Apps | 29 Nov 2021 | 01:02:06 | |
Kaum eine Feier oder ein Abendessen unter Freunden vergeht, ohne dass
über Aktien gesprochen wird. In Deutschland gibt es immer mehr
Aktionärinnen und Aktionäre: 2,7 Millionen Deutsche investierten im
vergangenen Jahr erstmals an der Börse. Ist das ein stabiler Trend –
oder eine Blase, die bald platzen könnte?
Das diskutieren Lisa Nienhaus und Jens Tönnesmann in der zweiten Folge
des Wirtschaftspodcasts "Ist das eine Blase?" von ZEIT und ZEIT ONLINE.
Vorab erklärt ZEIT-Wirtschaftsredakteur Marcus Rohwetter aber ein paar
Grundlagen: Was ist eigentlich eine Aktie und was ist ein ETF? Und warum
sind Affen manchmal bessere Anleger als Menschen?
Gesprächsgast in dieser Folge ist Christian Hecker, der mit seiner App
Trade Republic den Aktienboom verstärkt hat. Das junge Berliner
Unternehmen wird mit fünf Milliarden Euro bewertet und hat schon eine
Millionen Kundinnen und Kunden. Jeder zweite ist über die App zum ersten
Mal mit Wertpapieren in Berührung bekommen. Weil er Menschen zu Anlegern
macht, sieht Hecker sich als Vorkämpfer gegen Altersarmut.
Allerdings gibt es am Geschäftsmodell von Trade Republic auch starke
Kritik, unter anderem, weil die App zum Zocken verleite. Hecker
verteidigt sein Unternehmen: "Bei uns haben wir keine Casino-Mentalität
und keine Armee von unerfahrenen Kleinanlegern, die Geld verzockt." Er
erzählt, warum die Pandemie das Wachstum seiner Firma beschleunigt hat.
Und er spricht über die Frage, ob der Boom an der Börse dauerhaft
anhält.
Im neuen Wirtschaftspodcast "Ist das eine Blase?" von ZEIT und ZEIT
ONLINE sprechen wir immer montags über das, was die Welt im Innersten
zusammenhält: Geld, Macht, Gerechtigkeit. Alle 14 Tage untersuchen Lisa
Nienhaus, Jens Tönnesmann und Lisa Hegemann ein wirtschaftliches
Phänomen und fragen sich, ob es sich um einen kurzfristigen Hype handelt
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| Cannabis: Wächst wie Unkraut, kaum zu verbieten | 29 Nov 2021 | 00:51:15 | |
"Entschuldigung, verkaufen Sie hier auch Cannabis?" Geht es nach der
designierten Bundesregierung, dann soll Gras bald für den privaten
Konsum in "lizenzierten Geschäften" erworben werden können. Dabei warnen
Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler seit Jahren vor den
Nebenwirkungen des Kiffens.
In der ersten Folge unseres Wirtschaftspodcasts gehen die Moderatorinnen
Lisa Nienhaus und Lisa Hegemann das Thema ganz nüchtern an: Sie sprechen
mit ZEIT-Redakteur und Cannabis-Experte Fritz Habekuß über die
Cannabis-Pflanze und diskutieren mit ihrem Gast Justus Haucap, Ökonom
und Befürworter einer Legalisierung, über die Frage, wie viele Steuern
legales Gras einbringen würde – und warum es gerade wegen der
gesundheitlichen Nebenwirkungen sinnvoll sein könnte, Cannabis
kontrolliert in bestimmten Geschäften feilzubieten.
Die finale Prognose stellt am Ende, wie in jeder Folge, ein Tier – in
dieser ist es der Esel Ole. Er orakelt, ob Cannabis 2022 legalisiert
wird.
Im neuen Wirtschaftspodcast "Ist das eine Blase?" von ZEIT und ZEIT
ONLINE sprechen wir immer montags über das, was die Welt im Innersten
zusammenhält: Geld, Macht, Gerechtigkeit. Alle 14 Tage untersuchen Lisa
Nienhaus, Jens Tönnesmann und Lisa Hegemann ein wirtschaftliches
Phänomen und fragen sich, ob es sich um einen kurzfristigen Hype handelt
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| Platzt bald die KI-Blase? | 10 Nov 2025 | 00:56:29 | |
Nvidia, Microsoft, Google: Die Aktien von Konzernen, die auf Künstliche
Intelligenz (KI) setzen, sind in den letzten Monaten rasant gestiegen.
Pierre-Olivier Gourinchas, der Chefvolkswirt des Internationalen
Währungsfonds, sieht deshalb "starke Parallelen zur Dotcom-Blase". Auch
andere Experten warnen, die hohen Aktienbewertungen könnten übertrieben
sein. Die Bundesbank etwa sieht "das Risiko abrupter
Marktpreiskorrekturen" deutlich erhöht, wie sie gerade in ihrem
Finanzstabilitätsbericht mitgeteilt hat.
Platzt also bald die KI-Blase? Um diese Frage geht es in der neuen Folge
von Ist das eine Blase?, dem Wirtschaftspodcast der ZEIT über Geld,
Macht und Gerechtigkeit.
Zu Gast ist die Verhaltensökonomin Christine Laudenbach vom
Leibniz-Institut für Finanzmarktforschung. Sie sagt, KI sei ein
Schlagwort, mit dem sich Firmen gerade gerne schmücken. Und sie glaubt:
"Es wird eine Konsolidierung geben." Die Kurse werden also fallen – die
Frage sei aber, wie stark. Trotzdem versucht sie, Anlegern die Angst zu
nehmen. Jetzt auf Aktien zu verzichten, sei der falsche Weg. Laudenbach
vergleicht das mit der Flugangst: „Viele Menschen haben Flugangst,
obwohl die Wahrscheinlichkeit auf dem Weg zum Flughafen vom Auto
überfahren zu werden höher ist, als mit dem Flugzeug abzustürzen.“ Aber
das Auto kenne man, während man nur selten fliege.
Laudenbach meint, je breiter Anleger aufgestellt seien und je
langfristiger sie ihr Geld anlegen wollten, desto weniger Gedanken
müssten sie sich machen – auch über einen KI-Crash. Was die
Finanzexpertin konkret rät, wie man seine Aktienanlage nun aufstellen
sollte und was man dabei vom norwegischen Staatsfonds für die Geldanlage
lernen kann, erklärt sie in dieser Folge. Zu Gast ist außerdem Thomas
Fischermann aus der ZEIT-Redaktion, der die Entwicklungen einordnet.
Auch eine Künstliche Intelligenz kommt zu Wort.
Im Wirtschaftspodcast Ist das eine Blase? sprechen Carla Neuhaus, Jens
Tönnesmann und Zacharias Zacharakis alle zwei Wochen montags über das,
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| Ist der Veggie-Hype vorbei? | 27 Oct 2025 | 00:43:16 | |
Für Bundeskanzler Friedrich Merz ist die Sache klar: "Eine Wurst ist
eine Wurst", sagte er kürzlich, "und eine Wurst ist nicht vegan." Doch
ganz so einfach ist es dann wohl doch nicht. Längst stehen die
Alternativen zum Fleisch im Zentrum eines Kulturkampfs, der von links
ebenso vehement geführt wird wie von rechts.
In den Supermärkten gibt es eine breite Auswahl an Burger-Patties aus
Erbsenprotein, Bratwurst aus Tofu und Schnitzel aus Seitan. Nur sollen
die künftig anders heißen, nicht mehr Veggie-Wurst. Die Begründung:
Verwechslungsgefahr. Damit würden die Konservativen die Verbraucher für
dumm verkaufen, kritisierte die Grünen-Abgeordnete Zoe Mayer die Pläne
im Bundestag. "Das Sellerieschnitzel soll bald zur Sellerieplatte
werden, die Tofuwurst wird dann vielleicht der Tofustängel. Damit
wirklich niemand eine Ahnung hat, was man da eigentlich kauft."
Wie sich der Markt für Veggie-Produkte entwickelt und was hinter dem
Namensverbot steht, darum geht es in dieser Folge von Ist das eine
Blase, dem Wirtschaftspodcast der ZEIT. Zu Gast ist Godo Röben, der 26
Jahre lang bei der Rügenwalder Mühle gearbeitet hat und dort als
Geschäftsführer maßgeblich mit dafür verantwortlich war, dass der
Wursthersteller zu einem führenden Anbieter von veganen und
vegetarischen Produkten geworden ist.
Mit der Wurst sei das wie mit dem Verbrenner in der Autoindustrie, sagt
Röben. Wenn neue Alternativen auf den Markt kommen, wollten die
Hersteller erstmal ihre alten Produkte verteidigen. Dabei wäre es
sinnvoll, voranzugehen. Nur wer früh glaubhaft umschwenke, könne den
Markt für sich entscheiden. Warum Wurstalternativen eigentlich Wurst
ähneln, wie sich die Preise entwickeln und manche Veggie-Start-ups es
nicht schaffen, hört ihr in dieser Folge.
Im Wirtschaftspodcast Ist das eine Blase? sprechen Carla Neuhaus, Jens
Tönnesmann und Zacharias Zacharakis alle zwei Wochen montags über das,
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| Muss das Verbrenner-Aus weg? | 13 Oct 2025 | 01:06:23 | |
Der deutschen Autoindustrie geht es nicht gut momentan. Sie verkauft
weniger Autos als bislang. Vor allem in China läuft es schlecht,
Hersteller aus der Volksrepublik fluten mit günstigen Modellen den
Markt. Auch der Absatz in den USA leidet unter dem Zollstreit mit Donald
Trump. In Europa zögern die Kunden, sich mit den neuen Elektromodellen
anzufreunden. Viele Menschen sind verunsichert, das macht der
Autobranche zu schaffen.
Wie könnte ein Ausweg aus der Krise aussehen? Die Autoindustrie fordert:
Das Verbrenner-Aus im Jahr 2035 muss weg. Und Bundeskanzler Friedrich
Merz hat sich dieser Forderung angeschlossen. Doch was bedeutet das
eigentlich genau? Muss man beim Klimaschutz Abstriche machen, um der
Branche und ihren Beschäftigten zu helfen?
Darum geht es in der neuen Folge des ZEIT-Wirtschaftspodcasts "Ist das
eine Blase?" Die Hosts Zacharias Zacharakis und Jens Tönnesmann schauen
sich die Probleme der Autobranche darin genauer an: Wie schlecht geht es
den Unternehmen wirklich? Wie abhängig sind sie noch vom Verbrenner? Wer
kauft noch Autos aus Deutschland?
Zu Gast ist Christiane Benner, die Vorsitzende der IG Metall und
Fürsprecherin von Hunderttausenden Beschäftigten der Autobranche. Benner
war vergangene Woche beim Autogipfel im Kanzleramt zugegen und
berichtet, wie sie die Ergebnisse bewertet und wie sie die Lage bei den
Autoherstellern und den Zulieferern erlebt. Benner nimmt Stellung zur
Kritik der Umweltschutzorganisation Greenpeace, die der Gewerkschaft
vorwirft, sich "von der Verbrennerlobby vor deren Karren spannen zu
lassen“, und ihr einen "kurzsichtigen Kurswechsel“ auf Kosten des Klimas
und der Arbeitsplätze bescheinigt. Benner äußert sich außerdem dazu, wie
wichtig sie die Klimaziele weiterhin findet und welchen Ausweg sie aus
der Krise sieht.
Im Wirtschaftspodcast "Ist das eine Blase?" sprechen Carla Neuhaus, Jens
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| Vergisst die Politik die junge Generation? | 29 Sep 2025 | 01:05:48 | |
Es waren große Worte, mit denen sich Bundeskanzler Friedrich Merz nach
seinem Amtsantritt gezielt an die "junge Generation" wandte: Seine neue
Bundesregierung werde "mit aller Kraft daran arbeiten, dass wir einen
neuen Generationenvertrag verwirklichen", versprach Merz. Dann machte er
im Duz-Modus weiter: "Wir wissen, dass es eure Chancen sind, für die wir
heute arbeiten."
Aber hält sich die Bundesregierung daran? Wie spiegelt sich das in der
Wirtschafts- und Sozialpolitik, etwa wenn es um die Rente geht? Und was
ist mit den geplanten Milliardenschulden: Werden sie Deutschlands
Wirtschaft stärker machen – oder vergrößern sie die Lasten für all jene,
die noch am Anfang ihres Berufslebens stehen? Verbessert die Politik
ihre Lage gerade – oder vergisst sie die jungen Menschen?
Darum geht es in der neuen Folge von "Ist das eine Blase?", dem
Wirtschaftspodcast der ZEIT. Die Hosts Carla Neuhaus und Jens Tönnesmann
sprechen mit Emilie Höslinger. Die 26-Jährige arbeitet als
Juniorökonomin beim Münchner ifo Institut und schreibt dort an einer
Dissertation über Staatsverschuldung – also einem Thema, bei dem
Generationengerechtigkeit eine große Rolle spielt. Auch die
Haushaltspläne der Bundesregierung hat sie sich genau angesehen.
Außerdem lässt sie sich bei der Bundeswehr gerade zur Reserveoffizierin
ausbilden.
Höslinger sagt, sie erlebe in ihrer Generation oft ein Ohnmachtsgefühl.
Um dem vorzubeugen, engagiere sie sich und ermutige dazu auch andere.
Die junge Generation müsse "jetzt ganz genau darauf achten, ob es
wirklich Reformen gibt und sich auch sehr stark dafür einsetzen". Wie
die aus ihrer Sicht aussehen sollten, erklärt Höslinger im Podcast.
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| Kommt jetzt die Generation arbeitslos? | 15 Sep 2025 | 00:59:42 | |
Auf dem Papier haben sie alles richtig gemacht: Sie haben studiert, gute
Noten bekommen, diverse Praktika hinter sich gebracht – und doch finden
sie keinen Job. Vor diesem Problem stehen derzeit viele
Hochschulabsolventen. Bereits 2024 waren fast 40.000 der unter
30-Jährigen trotz Uniabschluss erwerbslos. Das sind 25 Prozent mehr als
im Vorjahr, wie Daten der Bundesagentur für Arbeit zeigen.
Berufseinsteiger spüren damit besonders stark die Flaute am
Arbeitsmarkt. Auf dem Jobportal Stepstone zum Beispiel sind aktuell nur
noch halb so viele Stellen ausgeschrieben wie noch vor drei Jahren. Da
kämen gerade zwei Trends zusammen, sagt der CEO der Plattform, Sebastian
Dettmers: der konjunkturelle Abschwung und die stärkere Verbreitung von
Künstlicher Intelligenz (KI).
Zwar würde er nicht sagen, dass KI den Deutschen per se die Jobs
wegnimmt. Aber: “Die einfachen kognitiven Tätigkeiten, bei denen ich
immer wieder das Gleiche mache, werden jetzt zunehmend automatisiert.”
Und das trifft eben vor allem Einsteigerjobs, besonders die für
Akademiker. Im Handwerk oder in der Pflege habe der Nachwuchs dagegen
weiterhin kein Problem, eine erste Stelle nach der Ausbildung zu finden
oder übernommen zu werden.
Was aber heißt das für den Nachwuchs? Wo gibt es abseits von Pflege und
Handwerk noch Jobs? Wie können sich junge Menschen auf die neuen
Rahmenbedingungen einstellen? Darum geht es in der neuen Folge von Ist
das eine Blase?, dem Wirtschaftspodcast der ZEIT über Geld, Macht und
Gerechtigkeit. Neben Stepstone-Chef Dettmers ist auch Henrik Rampe zu
Gast, Redakteur im Arbeitsressort der ZEIT. Er hat kürzlich junge
Menschen begleitet, die nach dem Uniabschluss auf Jobsuche sind, und
berichtet von der Recherche.
Im ZEIT-Wirtschaftspodcast Ist das eine Blase? diskutieren Carla
Neuhaus, Jens Tönnesmann und Zacharias Zacharakis über Geld, Macht und
Gerechtigkeit – alle zwei Wochen montags und immer mit einem Gast.
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| Scheitert Trump an der Inflation? | 01 Sep 2025 | 00:55:20 | |
Die US-Amerikaner hatten sich eigentlich darauf eingestellt, dass ihr
Leben einigermaßen bezahlbar bleibt. Dass die starke Teuerung nach der
Coronapandemie allmählich vorbei ist. Dass die Gehälter etwas anziehen
und ihre Kaufkraft wieder zunimmt. Doch jetzt scheint sie wieder da zu
sein: die hohe Inflation. Im Sommer hat die Teuerungsrate zugelegt, die
Preise steigen erneut. Woran liegt das?
Darüber sprechen wir in "Ist das eine Blase?", dem Wirtschaftspodcast
der ZEIT über Geld, Macht und Gerechtigkeit. Unsere US-Korrespondentin
Heike Buchter berichtet in der neuen Folge über ihren Alltag in New
York: "Es sind nicht nur die Preise im Supermarkt, die gestiegen sind,
sondern eben eigentlich so gut wie alles vom Deostick bis zum Ford 150
Pickup Truck", sagt sie. Alles habe ein Niveau erreicht, das man "vor
fünf Jahren noch für unvorstellbar" gehalten habe.
Über die Gründe für den erneuten Anstieg der Inflation wird in der
Wissenschaft hitzig diskutiert. Sind es die Zölle, die US-Präsident
Donald Trump auf die Einfuhr so gut wie aller ausländischer Waren
erlassen hat? Reichen die Unternehmen in den USA diese Kosten allmählich
an die Verbraucher weiter?
Darüber sprechen wir mit dem Ökonomen Robin Brooks von der Brookings
Institution in Washington, D. C. Er sagt: "Die amerikanische Wirtschaft
ist definitiv nicht mehr so stark, wie sie es vor dem Amtsantritt von
Trump war. Und das ist ganz bestimmt darauf zurückzuführen, dass die
Strafzölle schon zu Preissteigerungen geführt haben, dass dadurch die
Nachfrage hier in Amerika beeinflusst wird, und zwar negativ beeinflusst
wird."
Wie sehr diese Entwicklung nun auch dem Präsidenten schaden könnte, wie
Trump versucht, dagegen anzukämpfen, indem er die US-Notenbank Fed
politisch unter Druck setzt, darüber diskutieren die beiden Hosts Jens
Tönnesmann und Zacharias Zacharakis in dieser Folge mit ihren Gästen.
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| Wie gerecht ist Deutschland? | 18 Aug 2025 | 01:15:21 | |
Geld, Macht und Gerechtigkeit: Darum geht es in der Wirtschaft immer
wieder – ebenso im ZEIT-Podcast "Ist das eine Blase?". In der 100. (!)
Folge beantworten die Hosts Carla Neuhaus, Zacharias Zacharakis und Jens
Tönnesmann deshalb einmal die ganz großen Fragen: Wie ist das Geld
hierzulande verteilt? Wie die Macht? Und letztlich: Wie gerecht ist
Deutschland?
Um sich dem anzunähern, erklären sie, wie viel Vermögen und wie viel
Einkommen die Menschen in Deutschland eigentlich haben. Wie sich die
Gruppe der Millionäre zusammensetzt. Wie viele Menschen wiederum
Bürgergeld erhalten und warum. Auch erläutern sie, welche Macht von
Unternehmen ausgeht und welche von Gewerkschaften. Oder was für einen
beruflichen Hintergrund die meisten Politiker im Bundestag haben.
Zu all dem gibt es Zahlen, die dabei helfen, sich der großen Frage zu
nähern: Wie gerecht ist Deutschland? Dazu haben auch unsere Hörerinnen
und Hörer eine klare Meinung, die sich übrigens überraschend mit dem
Bundestrend überschneidet.
Ausnahmsweise gibt es diesmal keinen externen Gast. Dafür kommen in der
100. Folge alle früheren Hosts des Podcasts zu Wort – und auch
mindestens ein Tier.
"Ist das eine Blase?" ist der Wirtschaftspodcast der ZEIT über Geld,
Macht und Gerechtigkeit. Wenn ihr Feedback zur Folge habt oder
Themenwünsche, schickt uns gerne eine Mail an blase@zeit.de oder lasst
einen Kommentar da.
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| Müssen wir bald alle coden können? | 04 Aug 2025 | 01:12:19 | |
Ohne Entwicklerinnen und Entwickler geht in der Wirtschaft nichts: Sie
bauen Software für Manager und Maschinen, und sie entwickeln Programme
und Plattformen, um die Start-ups und Konzerne entstehen. Allerdings
brauchen die Unternehmen aktuell mehr von ihnen, als es gibt. Kann
künstliche Intelligenz den Mangel beheben? Wie viele Entwickler braucht
es überhaupt in Zukunft? Weniger, weil einfache Code-Zeilen längst die
KI schreibt? Oder mehr, weil jemand die KI weiterentwickeln muss? Und
kann – oder sollte – jetzt jeder coden lernen?
Darum geht es in der 99. Folge von "Ist das eine Blase?", dem
Wirtschaftspodcast der ZEIT über Geld, Macht und Gerechtigkeit. Zu Gast
ist Thomas Bachem, der sich bereits mit 14 Jahren das Programmieren
beigebracht, später mehrere Start-ups gegründet und 2017 die Code
University in Berlin aufgezogen hat – "eine Hochschule, wie sie mir
früher gefehlt hat", sagt er. Studierenden soll dort nicht nur das
Programmieren beigebracht werden, sondern auch das Arbeiten in Projekten
und interdisziplinären Teams.
Bachem sagt, es sei derzeit "eine unglaublich spannende Zeit zum
Programmieren". Ihm mache es "mehr Spaß denn je", und zwar gerade, weil
er sich dabei von künstlicher Intelligenz helfen lasse. Er erzählt in
der Folge von seinem eigenen Weg, wie er etwa eine Lebenslauf-App an
Xing verkaufte. Er berichtet davon, wie er die Pleite seiner Hochschule
gerade noch abwenden konnte und ihn das an seine Grenzen brachte. Und er
gibt eine Prognose ab, wie KI den Beruf des Entwicklers verändern
könnte.
Zu Gast ist in der Folge außerdem Eva Wolfangel, Redakteurin im
Digital-Ressort der ZEIT, die für ihre Recherchen regelmäßig mit
Entwicklern spricht und weiß, wo eigentlich wie viele gerade gesucht
werden.
Im Wirtschaftspodcast "Ist das eine Blase?" diskutieren Carla Neuhaus,
Jens Tönnesmann und Zacharias Zacharakis über Geld, Macht und
Gerechtigkeit – alle zwei Wochen montags und immer mit einem Gast.
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| Stürzt der Irankrieg unsere Wirtschaft noch tiefer in die Krise? | 16 Mar 2026 | 00:52:54 | |
Für Donald Trump ist die Sache klar: Der Anstieg der Ölpreise ist nur
von kurzer Dauer, schadet kaum und dient dem Weltfrieden – nur Narren
würden das nicht verstehen, teilte er kürzlich auf seiner Plattform
Truth Social mit. Viele Menschen haben hingegen einen anderen Eindruck,
wenn sie tanken: Sie zahlen dort auch für einen Krieg, der im Nahen
Osten Tod und Leid bringt, dessen Ziele nicht klar sind und dessen Ende
bisher nicht absehbar ist.
Eigentlich war die Hoffnung groß, dass Deutschland in diesem Jahr
endlich aus dem wirtschaftlichen Abschwung herauskommt, der im Jahr 2022
mit dem Angriff Russlands auf die Ukraine begonnen hatte. Auch damals
stiegen die Energiepreise stark an, auch Lebensmittel und andere
alltägliche Produkte und Dienstleistungen wurden sprunghaft teurer. Die
hohe Inflation hielt sich über Monate.
Wie einschneidend sind die Konsequenzen dieses Mal? Welche Folgen hat
der Ölschock für Deutschland? Wie treiben die Energiepreise die
Inflation insgesamt, wie sehr stürzen sie die Wirtschaft noch tiefer in
die Krise? Was bleibt vom vorausgesagten Wachstum von einem Prozent
gegenüber 2025 in diesem Jahr noch übrig? Welche Folgen hat der Schock
für die Weltwirtschaft und wo sind seine Spuren schon jetzt besonders
spürbar?
Darum geht es in dieser neuen Folge von Ist das eine Blase?, dem
ZEIT-Wirtschaftspodcast über Geld, Macht und Gerechtigkeit. Zu Gast ist
Gabriel Felbermayr, der kürzlich in den Sachverständigenrat zur
Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung berufen wurde und im
Podcast auch dazu Stellung nimmt, wie er seine Rolle dort ausüben will.
Die Außenwahrnehmung der sogenannten Wirtschaftsweisen sei in den
vergangenen Jahren "nicht ideal“ gewesen, sagt Felbermayr, er wolle dazu
beitragen, das zu ändern.
Felbermayr sagt, der Krieg im Nahen Osten mache ihn "sehr nervös“, und
zwar in erster Linie die Zerstörung und der Tod. Aber auch die
ökonomischen Folgen seien nicht zu unterschätzen: Die steigenden
Energiepreise hätten auch das Potenzial, "die Weltwirtschaft zu
beschädigen“, sagt Felbermayr. Mit Blick auf Deutschland könne "bis zu
einem halben Prozentpunkt Wachstum wieder weg sein“, erklärt der Ökonom.
"Damit ist von dem prognostizierten Aufschwung zwar noch etwas übrig. Es
ist nicht so, dass dann die Rezession käme, aber das wäre nur eine sehr
kleine Wachstumsrate nach oben.“
Felbermayr weist außerdem darauf hin, dass die Folgen sozial sehr
ungleich verteilt seien: "Die Supermarktkassiererin, die weit einpendeln
muss, ist ganz anders betroffen als ein Journalist, der mit dem Fahrrad
aus dem netten Vorort in die Stadt fährt und keine teuren Energie-Kosten
hat.“
In dem Podcast erläutert Felbermayr auch, welche Politik nun vonnöten
ist und was beispielsweise davon zu halten ist, dass Tankstellen ihre
Preise nur noch einmal täglich anheben dürfen. Zu Gast ist außerdem
Kolja Rudzio, der stellvertretende Leiter des Wirtschaftsressorts der
ZEIT, der sich zuletzt intensiv mit den Folgen des Ölschocks beschäftigt
hat.
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| Bremst die Regierung die Energiewende aus? | 21 Jul 2025 | 00:50:45 | |
Mit einigen ihrer Aussagen hat sie für ziemlich viel Aufsehen gesorgt.
Etwa als die neue Wirtschaftsministerin Katherina Reiche angekündigt
hat, dass Deutschland rund 40 neue Gaskraftwerke brauche und sie den Bau
veranlassen wolle. Auch lässt die CDU-Politikerin gerade überprüfen, ob
der Ausbau von Solar- und Windstrom zu schnell geschehe, ob es
Deutschland mit der Energiewende vielleicht sogar übertrieben habe.
Selbst die Klimaziele stellt sie infrage.
Mit diesen Äußerungen hat die neue Ministerin nicht nur Klimaschützer
irritiert, sie scheint tatsächlich einen grundlegenden Kurswechsel
einzuleiten. Doch wohin führt die Energiepolitik der neuen Regierung?
Darüber sprechen wir in der neuen Folge von "Ist das eine Blase?", dem
ZEIT-Wirtschaftspodcast über Geld, Macht und Gerechtigkeit.
Zu Gast ist die Energieökonomin Claudia Kemfert vom Deutschen Institut
für Wirtschaftsforschung. Sie sagt: "Offensichtlich ist die Ministerin
davon getrieben, dass sie den Klimaschutz nicht hoch hängen will."
Kemfert bezweifelt auch, dass der Fokus auf derart viele neue
Gaskraftwerke klimapolitisch sinnvoll sei. Mit den beiden
ZEIT-Wirtschaftsredakteuren Carla Neuhaus und Zacharias Zacharakis
diskutiert sie, wie der Strom für Unternehmen und Verbraucher günstiger
werden kann – und was passieren müsste, damit der Ausbau von Wind und
Solar weiter vorangeht.
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| Führen diese Schulden wirklich in die Zukunft? | 07 Jul 2025 | 01:07:07 | |
115 Milliarden Euro will die Bundesregierung in diesem Jahr in neue
Straßen und Schienen, Brücken und Schulen investieren – ein Rekord, wie
sie betont. Gleichzeitig will sie 82 Milliarden Euro neue Schulden
machen – fast doppelt so viel wie 2024. Ist das der Befreiungsschlag für
das Land, in dem Brücken bröseln und Schulen schimmeln?
Darum geht es in der neuen Folge von "Ist das eine Blase?", dem
Wirtschaftspodcast der ZEIT. Die Hosts Jens Tönnesmann und Zacharias
Zacharakis erklären, wie die Haushaltspläne der Bundesregierung aussehen
und wie es damit nun weitergeht. Zu Gast ist Michael Hüther, der
Direktor des arbeitgebernahen Instituts der deutschen Wirtschaft. Im
Podcast verrät Hüther, wie er mit drei anderen Ökonomen im Februar in
nur 50 Minuten ein Papier formuliert hat, das CDU und SPD die wichtigen
Argumente lieferte, um die Schuldenbremse im Grundgesetz zu lockern und
ein Sondervermögen Infrastruktur zu schaffen – obwohl die CDU das im
Wahlkampf noch abgelehnt hatte.
Aber wie sinnvoll sind die Pläne der Bundesregierung tatsächlich? Wie
groß ist die Gefahr, dass Investitionen ins Sondervermögen verschoben
werden, um im Kernhaushalt mehr Geld für soziale Ausgaben zu haben?
Können die Pläne zum klimafreundlichen Umbau Deutschlands beitragen? Und
können sie so viel Wachstum erzeugen, dass damit die Zinsen für die
neuen Schulden gedeckt sind? Wann ist mit Effekten zu rechnen, und wie
groß ist die Gefahr, dass die Wirtschaft überhitzt oder das Geld im
Eifer des Gefechts für Brücken ausgegeben wird, die man gar nicht
braucht?
Hüther ist optimistisch, aber auch kritisch: Es sei "natürlich absurd",
wenn die Bundesregierung die Gasumlage aus dem Klima- und
Transformationsfonds finanzieren wolle. Außerdem sei es ein Fehler, dass
die für die Bundesländer bestimmten Gelder nicht zwingend zusätzliche
Investitionen finanzieren müssten. Das sei eine "Unverantwortlichkeit",
sagt Hüther: "Die Länderministerpräsidenten sind ja alle lieb und nett,
aber in der Summe werden sie zur Beutegemeinschaft."
Im Wirtschaftspodcast "Ist das Blase?" diskutieren Carla Neuhaus, Jens
Tönnesmann und Zacharias Zacharakis über Geld, Macht und Gerechtigkeit –
alle zwei Wochen montags und immer mit einem Gast.
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| Kann China uns erpressen? | 23 Jun 2025 | 00:50:51 | |
Sie stecken in unseren Smartphones und Bildschirmen, in Windrädern und
Elektromotoren: Seltene Erden. Die deutsche Industrie ist auf die
Rohstoffe der Zukunft dringend angewiesen. 90 Prozent dieser Metalle
aber werden in China abgebaut, das seinen Export zuletzt stark
eingeschränkt hat. Manch ein deutscher Maschinenbauer bekomme da derzeit
zu hören: "Sorry, such dir einen anderen Lieferanten!" So berichtet es
Bertram Kawlath, der Präsident des Verbands Deutscher Maschinen- und
Anlagenbauer (VDMA), in der neuen Folge von Ist das eine Blase?, dem
Wirtschaftspodcast über Geld, Macht und Gerechtigkeit von ZEIT und ZEIT
ONLINE.
Schuld daran ist der Handelsstreit zwischen China und den USA: Die
Volksrepublik will verhindern, dass die Metalle in die Vereinigten
Staaten gehen. Das trifft auch deutsche Betriebe: "Soweit mir bekannt
ist, liegen etwa eine halbe Million Exportanträge für Seltene Erden oder
Magnete in China in der Pipeline und werden nicht bearbeitet", sagt
Kawlath, der den Ventilhersteller Schubert & Salzer aus Ingolstadt
leitet.
Kawlath alarmiert aber noch mehr: Seine Branche leide zunehmend unter
den ungleichen Wettbewerbsbedingungen mit China. Er berichtet zum
Beispiel von Anlagen, die ein chinesischer Anbieter hier mit falschen
CE-Kennzeichen vertrieben habe. Auf Nachfrage habe der Exporteur gesagt,
das heiße "China Exported". Der VDMA spricht sich nun deutlich wie nie
für eine stärkere Kontrolle der EU-Importe aus und kritisiert offen das
"Foulspiel Chinas".
Das ist ein Paradigmenwechsel im Umgang mit China. Wie Kawlath den
erklärt, was er von der Bundesregierung fordert und welche Folgen sein
Konfrontationskurs haben könnte – darum geht es in dieser Folge. Zu Gast
ist zudem der ZEIT-Wirtschaftsredakteur Marc Widmann, der zu Seltenen
Erden recherchiert hat. Die Hosts dieser Folge sind Carla Neuhaus und
Jens Tönnesmann.
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| Kommt jetzt die Wirtschaftswende? | 09 Jun 2025 | 00:44:36 | |
Seit bereits drei Jahren stagniert die deutsche Wirtschaft. Die
Konjunktur kommt nicht vom Fleck, Wachstum bleibt aus. Um das zu ändern,
hat die neue Bundesregierung kürzlich im Kabinett ein Sofortprogramm
beschlossen. Im Kern geht es dabei um Steuerentlastungen für Unternehmen
und einen Abbau der enormen Bürokratie. Auch soll es Firmen über neue
Abschreibungsmöglichkeiten erleichtert werden, in neue Maschinen oder
Fabriken zu investieren. Doch reicht das, um die viel beschworene
Wirtschaftswende zu schaffen? Hat Schwarz-Rot das richtige Rezept?
Darüber sprechen wir diesmal in "Ist das eine Blase?", dem
ZEIT-Wirtschaftspodcast über Geld, Macht und Gerechtigkeit. Das
Besondere: Aufgezeichnet haben wir Folge 95 als Livegespräch auf dem
Kongress zum 200. Geburtstag des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels
in Berlin. Unser Gast dort war Marcel Fratzscher, Präsident des
Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW). Er sagt zur
aktuellen Lage: "Die Stimmung ist deutlich schlechter als die
wirtschaftliche Realität." Damit es aufwärtsgehe, brauche es vor allem
mehr Zuversicht: "Wenn die Unternehmerinnen und Unternehmer kein
Vertrauen haben, werden sie nicht investieren."
Im Sofortprogramm der Bundesregierung sieht der Ökonom wirksame Ansätze:
"Sicherlich helfen Steuersenkungen den Unternehmen etwas, aber das wird
nicht der große Wurf sein", sagt Fratzscher. Schließlich seien die
Unternehmenssteuern auch die vergangenen 50 Jahre in Deutschland nicht
wesentlich niedriger gewesen, was im Laufe dieser Zeit auch kein
Hindernis für Wachstum gewesen sei. Für Fratzscher zählt viel mehr, dass
Deutschland eine grundsätzliche Bereitschaft für Veränderungen
aufbringen müsse, auch mit schmerzlichen Reformen und der Umgestaltung
manch alter Industriebereiche.
Moderiert wird diese Folge ausnahmsweise von nur einem unserer Hosts:
Zacharias Zacharakis, Wirtschaftsredakteur von ZEIT ONLINE, hat Marcel
Fratzscher auf der Bühne interviewt. Trotzdem melden sich auch Carla
Neuhaus und Jens Tönnesmann zu Wort – aus der Ferne.
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| Ist die Rente noch gerecht, Herr Rürup? | 26 May 2025 | 00:48:49 | |
Auch Beamte sollten in die gesetzliche Rentenkasse einzahlen, forderte
kürzlich die neue Arbeitsministerin Bärbel Bas (SPD). Es geht um
Gerechtigkeit und um fehlende Einnahmen: Durch den demografischen Wandel
wird es immer schwieriger, das bisherige System zu finanzieren. Schon
jetzt muss der Bund jedes Jahr Steuermittel in Milliardenhöhe
zuschießen.
Nur würde es helfen, Beamte miteinzubeziehen? Geht das überhaupt? Und
was wären Alternativen? Darum geht es in der neuen Folge des
ZEIT-Wirtschaftspodcasts “Ist das eine Blase?” über Geld, Macht und
Gerechtigkeit, diesmal mit den beiden Hosts Carla Neuhaus und Zacharias
Zacharakis.
Zu Gast ist der Ökonom Bert Rürup. Der 81-Jährige hat über 50 Jahre lang
Regierungen zur Rente beraten und hat der Rürup-Rente (einer geförderten
Zusatzrente) seinen Namen geliehen. Heute ist er in Pension und
Chefökonom des Handelsblatts. Er sagt: Alle Beamten zu einem bestimmten
Stichtag in das System zu integrieren, wäre kaum möglich. “Sie hätten
eine unglaublich lange Übergangsphase.” Schließlich haben heutige Beamte
einen Anspruch auf eine Pension im Alter, den könne man nicht einfach
streichen. Ansetzen könnte man daher nur beim Nachwuchs.
Ohnehin würde die Integration der Beamten ins System das grundlegende
Problem nicht lösen: den demografischen Wandel. Schließlich würden
Beamte dann nicht nur mit ins System einzahlen, sie würden im Alter auch
daraus bezahlt.
Helfen könnte vielmehr ein höheres Renteneintrittsalter. Dann zahlen die
Menschen länger Beiträge und kassieren kürzer Rente. Das sei aber nur
schwer durchsetzbar, meint Rürup. Dafür seien unter den Wählern zu viele
ältere Beschäftigte. Viel abgewinnen kann Rürup auch der Idee, dass der
Staat für seine Bürger Geld am Kapitalmarkt anlegt. Die sogenannte
Aktienrente, die noch die FDP geplant hat, liegt derzeit allerdings auf
Eis.
Was Rürup der aktuellen Bundesregierung und dem Nachwuchs rät, hört ihr
in der neuen Folge von “Ist das eine Blase?”: dem Podcast, in dem wir
uns alle zwei Wochen montags mit einem aktuellen Phänomen der Wirtschaft
beschäftigen. Neben Bert Rürup ist in dieser Folge Tina Groll zu Gast,
Redakteurin und Rentenexpertin von ZEIT ONLINE.
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| Was sucht Deutschland im Weltall? | 12 May 2025 | 01:03:07 | |
Es fühlt sich ein bisschen an, als hätte uns eine Zeitkapsel zurück in
die Sechzigerjahre des vergangenen Jahrhunderts versetzt. Der Wettlauf
ins All ist wieder in vollem Gange, diverse Nationen konkurrieren wie
damals darum, möglichst weit vorzudringen mit Innovationen, Raketen und
Raumgefährten. Die erste Mondlandung ist bald 56 Jahre her, aber auch
jetzt ist von Mondmissionen die Rede. Selbst Deutschland, das bisher
unter den Raumfahrtnationen eine eher nachrangige Rolle spielte, will
stärker mitmischen.
Die neue Regierungskoalition hat angekündigt, dass sie sich in dieser
Frage viel intensiver einbringen will und sogar anstrebt, dass ein
deutscher Astronaut zum Mond fliegt. Die CSU-Politikerin Dorothee Bär
ist jetzt Deutschlands neue Ministerin für Forschung, Technologie und
eben Raumfahrt. Der Etat für staatliche Investitionen in diesem Bereich
soll erhöht werden, auch weil Europa insgesamt mehr Kapazitäten und
Knowhow aufbauen möchte, um weniger abhängig zu sein von Elon Musks
Raumfahrtkonzern Space X.
Ist das alles nur ein Hype oder steckt mehr dahinter? Um wie viel Geld
geht es eigentlich? Welche Interessen spielen eine Rolle? Und warum
schwärmt der bayerische Ministerpräsident Markus Söder sogar von einem
Flug zum „dicken Brummer“ Jupiter?
Darüber sprechen wir in der neuen Folge von Ist das eine Blase?, dem
ZEIT-Wirtschaftspodcast über Geld, Macht und Gerechtigkeit. Zu Gast ist
der Luft- und Raumfahrtingenieur Christian Ziach, der für den
halbstaatlichen Hightech-Gründerfonds in Unternehmen und Start-Ups
investiert, die hoch hinaus wollen. Er sagt: „Wir können es uns als
Hochtechnologieland und drittgrößte Wirtschaftsmacht in der Welt nicht
leisten, in diesem Schlüsselbereich den Anschluss zu verlieren.“
Aber haben deutsche Unternehmen überhaupt noch eine Chance, ernsthaft in
diesem Wettlauf aufzuschließen? Der ZEIT-Redakteur und Weltraumreporter
Robert Gast erklärt, wo Deutschland aktuell steht. Moderiert wird die
Folge von den beiden ZEIT-Wirtschaftsredakteuren Jens Tönnesmann und
Zacharias Zacharakis.
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| "Sie unterstützen etwas, das zum Tod von Menschen führt" | 28 Apr 2025 | 01:07:20 | |
Aus finanzieller Sicht klingt es traumhaft: Wer kurz nach dem Angriff
Russlands auf die Ukraine im Februar 2022 in Aktien des Rüstungskonzerns
Rheinmetall investiert hat, konnte seinen Einsatz bis heute mehr als
verzehnfachen. Und davon profitieren, dass Länder wie Deutschland
derzeit massiv in Rüstung investieren, um sich im Notfall verteidigen zu
können. Was für eine Rendite!
Aber sind solche Waffen-Investments vertretbar, vielleicht sogar
wünschenswert? Oder sollte ich aus moralischen Gründen besser die Finger
von Rüstungsaktien lassen, auch wenn sie Gewinne versprechen? Verdient
jemand wie der Rapper Bushido einen Shitstorm, wenn er seine
Rüstungsinvestments öffentlich macht – und ist es vorbildlich, wenn er
sich dann entschuldigt, die Wertpapiere verkauft und die Erlöse spendet?
Um diese Fragen geht es in der neuen Folge von "Ist das eine Blase?",
dem Podcast über Geld, Macht und Gerechtigkeit von ZEIT und ZEIT ONLINE.
Die Hosts Carla Neuhaus und Jens Tönnesmann diskutieren mit dem
Philosophen Bernd Villhauer, der am Weltethos-Institut zu Finanzethik
forscht, einem An-Institut der Universität Tübingen.
Villhauer erklärt, welche Fragen man sich bei der Geldanlage
grundsätzlich immer stellen sollte, was ethisches Investieren eigentlich
bedeutet und weshalb sich Nachhaltigkeit und Rendite nicht ausschließen.
Außerdem geht es um die Frage, ob es eine rote Linie gibt, anhand derer
sich ethische und unethische Waffenhersteller unterscheiden lassen –
etwa anhand der Waffen, die sie herstellen. Villhauer erklärt, was heute
für Rüstungsinvestments spricht, warum man sich aber im Klaren darüber
sein sollte, "dass Sie damit auch etwas unterstützen, was zum Tod von
Menschen führt". An die Anleger appelliert er: "Seid da sehr kritisch,
schaut euch genau an, was da passiert."
Außerdem ist Hauke Friederichs zu Gast. Der sicherheitspolitische
Korrespondent der ZEIT erklärt, warum die Aktienkurse der
Rüstungskonzerne zuletzt so gestiegen und ob sie an den Börsen
möglicherweise schon überbewertet sind.
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| "Sonst haben wir nur noch Fast-Food-Ketten" | 14 Apr 2025 | 00:44:59 | |
Union und SPD wollen einer Branche besonders helfen: der Gastronomie. Ab
2026 soll für Speisen im Restaurant der reduzierte Umsatzsteuersatz von
sieben Prozent gelten. So haben es die Parteien in ihrem
Koalitionsvertrag vereinbart. Bislang werden noch 19 Prozent fällig.
Michael Käfer, Chef der Restaurant- und Feinkostkette Käfer, hält das
für den richtigen Schritt. "Am wichtigsten ist, dass das
Gastronomie-Sterben aufhört", sagt er. "Sonst haben wir am Ende nur noch
Fast-Food-Ketten."
In der neuen Folge des ZEIT-Wirtschaftspodcasts "Ist das eine Blase?"
erklärt der Unternehmer, warum es der Branche derzeit so schlecht geht:
Zu vieles sei teurer geworden. Gleichzeitig seien die Menschen
zurückhaltender bei Restaurantbesuchen geworden. Käfer sagt: "Die
Stimmung der Gäste ist eher verhalten."
Käfer betreibt 22 Restaurants und Bistros und ist damit gegenüber
kleineren Betrieben im Vorteil. Er kann etwa den Einkauf zentral
organisieren. Dennoch habe auch sein Unternehmen im letzten Jahr weniger
Gewinn gemacht als in den Jahren zuvor. Von der niedrigeren Umsatzsteuer
verspricht er sich daher "einen guten Impuls". Günstiger aber dürften
die Speisen für Gäste nicht werden. Man sei schon froh, wenn man eine
Zeit lang die Preise stabil halten könne.
Zumal sich Schwarz-Rot auch für eine Anhebung des Mindestlohns auf 15
Euro ausspricht, das könne manch einen Gastronomen hart treffen, sagt
Käfer. In München, wo die Löhne im Bundesvergleich ohnehin etwas höher
sind, sei das kein allzu großes Problem. Für Kollegen in anderen Teilen
Deutschland sei das deutlich härter.
Warum Käfer glaubt, dass die Steuersenkung den Staat am Ende gar nichts
kosten könnte, und was er sich mit Blick auf die Arbeitszeiten wünscht,
erklärt er in dieser neuen Folge von "Ist das eine Blase?", dem
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| Ruiniert Elon Musk gerade die Marke Tesla? | 31 Mar 2025 | 00:54:50 | |
„Elon Musk has got to go – hey hey, ho ho”, „Don‘t buy Swasticars“,
„Sell your car, sell your car“: Mit Slogans wie diesen haben in den
vergangenen Wochen Menschen vor Tesla-Zentralen gegen Elon Musk
demonstriert. Auch in Deutschland gibt es viel Kritik an dem Chef des
Elektroautobauers, der vielen mal als Vorbild galt. Seit er Donald Trump
unterstützt und mit einer Geste aufgefallen ist, die stark an einen
Hitlergruß erinnert, wollen manche Tesla-Fahrer ihre Autos loswerden.
Andere Tesla-Fahrer kleben aus lauter Teslascham
Entschuldigungs-Aufkleber aufs Heck, um sich von dem Tech-Milliardär zu
distanzieren. Und angesichts schlechter Absatzzahlen steht die Frage im
Raum: Ist Elon Musk gerade dabei, die Marke Tesla zu ruinieren?
Darum geht es in der neusten Folge von Ist das eine Blase, dem
ZEIT-Wirtschaftspodcast über Geld, Macht und Gerechtigkeit. Zu Gast ist
der Marken-Experte Franz-Rudolf Esch, der lange als Marketing-Professor
gelehrt hat und seit mehr als 20 Jahren Unternehmen bei ihrer
Markenstrategie berät. Esch sagt, es komme immer wieder mal vor, dass
Firmenchefs eine beliebte Marke durch Entscheidungen oder Äußerungen
beschädigen. In dieser Form habe er es allerdings noch nicht erlebt:
"Der Vorzeigeunternehmer hat sich zum Bad Boy entwickelt und das strahlt
negativ ab."
Wie aber wurde die Marke Tesla überhaupt so populär, obwohl der Konzern
so wenig auf klassische Werbung setzt? Wie hängt der Aufstieg von Tesla
mit Elon Musk zusammen, der noch vor einigen Jahren frenetisch als Gast
im Bundeswirtschaftsministerium bejubelt wurde? Wie ist es Tesla
gelungen, ein Narrativ zu schaffen, dass gerade für die Innovatoren
"verführerisch" war, wie Esch es formuliert? Und warum blieb die Marke
auch dann noch beliebt, als die Kritik am Konzern vor einigen Jahren
zunahm?
Auch um diese Fragen geht es in der neuen Folge des Wirtschaftspodcasts
von ZEIT und ZEIT ONLINE. Im Gespräch mit den Hosts Zacharias Zacharakis
und Jens Tönnesmann erklärt Esch, wie es überhaupt zu einem
Image-Transfer von einer Persönlichkeit auf eine Marke kommen kann und
was sich aus dem Fall von Elon Musk ableiten lässt – etwa in Hinblick
auf die Frage, ob Unternehmerinnen und Unternehmer sich überhaupt
politisch engagieren sollten. Esch vertritt dabei eine klare Position:
"Wenn ein Elon Musk in Deutschland den Menschen empfiehlt, die AfD zu
wählen, ist das für mich eine Grenzüberschreitung sondergleichen.
Deswegen kann ich einen Tesla auf keinen Fall empfehlen."
Zu Gast ist außerdem Fabian Franke aus dem Wirtschaftsressort von ZEIT
ONLINE, der von seinem Besuch bei einer Betriebsversammlung von Tesla in
Grünheide berichtet und die aktuellen Absatzzahlen einordnet.
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