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Explorez tous les épisodes du podcast Ist das eine Blase?

Plongez dans la liste complète des épisodes de Ist das eine Blase?. Chaque épisode est catalogué accompagné de descriptions détaillées, ce qui facilite la recherche et l'exploration de sujets spécifiques. Suivez tous les épisodes de votre podcast préféré et ne manquez aucun contenu pertinent.

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Wann endet diese verdammte Ölkrise?28 Sep 202600:41:45
Der Bundestag hat erneut einen Tankrabatt beschlossen, auch ein Spritpreisdeckel könnte bald folgen. Beide Maßnahmen sind umstritten – und sie ändern wenig daran, dass die Blockade der Straße von Hormus das Öl verknappt und teurer macht. Wann also ist mit einer Entspannung der Preise zu rechnen? Oder bleiben Sprit und Heizöl dauerhaft teuer? Darum geht es in der neuen Folge von »Ist das eine Blase?«, dem Wirtschaftspodcast der ZEIT. Zu Gast ist in dieser Folge der ZEIT-Korrespondent Thomas Fischermann, der zurzeit am Persischen Golf recherchiert. Er berichtet über die Lage in der Straße von Hormus seit Monaten und beschäftigt sich seit vielen Jahren mit der Globalisierung. Im Podcast berichtet er davon, wo in der Welt sich die Folgen der Ölkrise besonders deutlich zeigen, wer die Gewinner und wer die Verlierer der Entwicklungen auf dem Ölmarkt sind und wie die ölfördernden Staaten im Nahen Osten reagieren, um neue Handelsrouten zu erschließen. Und er verrät, wessen Öl trotz der Blockade die Straße von Hormus passiert – und wie viel es tatsächlich weiterhin ist.  Außerdem diskutieren die Hosts Jens Tönnesmann und Zacharias Zacharakis mit Fischermann darüber, wann die weltweite Ölnachfrage ihren Höhepunkt erreichen und wieder sinken könnte, wie der Ölmarkt eigentlich funktioniert und ob die Ölkrise ein weiteres Indiz für das Ende der Globalisierung ist – oder ob sich der freie Handel am Ende doch als stärker erweist als etwa politische Exportbeschränkungen.   »Ist das eine Blase?« ist der Wirtschaftspodcast der ZEIT. Alle zwei Wochen montags diskutieren die Hosts Carla Neuhaus, Jens Tönnesmann und Zacharias Zacharakis über das, was die Welt im Innersten zusammenhält: Geld, Macht und Gerechtigkeit.  [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. [ANZEIGE] Mehr hören? Dann testen Sie unser Podcast-Abo mit Zugriff auf alle Dokupodcasts, Bonusfolgen und unser Podcast-Archiv. Jetzt 4 Wochen kostenlos testen. Und falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot.
Wie gefährlich wird der Erfolg der AfD für die Wirtschaft?14 Sep 202600:50:52
Bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt hat die AfD 43,8 Prozent der Stimmen geholt, obwohl der dortige Verfassungsschutz als „gesichert rechtsextremistisch“ einstuft. Und auch in Mecklenburg-Vorpommern, wo am Wochenende gewählt wird, rechnet sich die Partei gute Chancen aus. Für die Wirtschaft sind das keine guten Nachrichten – etwa, weil künftig noch mehr Fachkräfte fehlen, wenn Zugewanderte das Land verlassen sollen, wie es die Partei fordert. „Wenn die AfD das so umsetzen würde, würde das dem Land wirtschaftlich und auch in anderen Bereichen schaden“, sagt der Ökonom Joachim Ragnitz. Der stellvertretende Leiter der Dresdner Niederlassung des ifo-Instituts ist zu Gast in der neuen Folge von „Ist das eine Blase?“, dem Wirtschaftspodcast der ZEIT über Geld, Macht und Gerechtigkeit. Joachim Ragnitz forscht nicht nur seit Jahren zur Wirtschaft in Ostdeutschland, er lebt auch selbst schon lange in Sachsen-Anhalt. Dass die AfD dort ebenso wie in Mecklenburg-Vorpommern so viel Zuspruch erfährt, erklärt er sich so: „Die Leute sind unzufrieden mit der allgemeinen politischen, wirtschaftlichen Situation.“ Ihre Wahlentscheidung sei da vor allem Protest gegen die etablierten Parteien. Das AfD-Programm hätten wahrscheinlich die wenigsten gelesen, meint Ragnitz. In beiden Bundesländern schwächelt die Wirtschaft. In Sachsen-Anhalt ist zwar über die letzten Jahrzehnte viel passiert, sagt Ragnitz. Doch mit der Chemie steckt die wichtigste Branche des Landes in der Krise. Der einzige Sektor, der boomt, sei die Gesundheitswirtschaft – getrieben durch den demografischen Wandel. Ein nennenswertes Wachstum generiert die Branche allerdings nicht. Hinzu kommen Fehler der Vergangenheit, sagt Ragnitz. In den Neunzigern habe das Bundesland stark über seine Verhältnisse gelebt und hohe Schulden gemacht – mit der Folge, dass bis heute das Geld für wichtige Investitionen fehlt, etwa in eine bessere Infrastruktur. In Mecklenburg-Vorpommern wiederum hängt vieles an den Werften und dem Tourismus, was sich beides aber an der Küste konzentriert. Auch da ist die Unzufriedenheit der Menschen in vielen Landesteilen groß. Zu tun habe der Erfolg der AfD aber auch mit der Bundespolitik, meint Joachim Ragnitz. Was aber heißt das für die Diskussion über das laufende Reformpaket? Und was muss passieren, damit die Wirtschaft wieder stärker wächst? Auch darum geht es in dieser Folge. Zu Gast bei den beiden Hosts Carla Neuhaus und Jens Tönnesmann ist neben dem ifo-Forscher Ragnitz der ZEIT-Kollege Marc Widmann, der über seine Recherchen in Sachsen-Anhalt berichtet. Sein Stück, in dem er erklärt, wie Unternehmer dort auf die AfD blicken, können Sie hier nachlesen. Ist das eine Blase? ist der Wirtschaftspodcast der ZEIT. Alle zwei Wochen montags diskutieren die Hosts Carla Neuhaus, Jens Tönnesmann und Zacharias Zacharakis über das, was die Welt im Innersten zusammenhält: Geld, Macht und Gerechtigkeit. [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. [ANZEIGE] Mehr hören? Dann testen Sie unser Podcast-Abo mit Zugriff auf alle Dokupodcasts, Bonusfolgen und unser Podcast-Archiv. Jetzt 4 Wochen kostenlos testen. Und falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot.
Müssen wir bald weniger Steuern zahlen?31 Aug 202600:46:54
Die Steuern sollen sinken, die Menschen sollen mehr Netto vom Brutto haben. Deshalb wollen SPD und Union die Einkommensteuer reformieren. Vor allem kleine und mittlere Einkommen will die Bundesregierung entlasten. Eine entsprechende Reform könnte die Regierung noch diese Woche auf den Weg bringen. Das klingt gut, aber wie viel kommt am Ende wirklich bei den Menschen an? Das klären wir in der neuen Folge von „Ist das eine Blase?“, dem ZEIT-Wirtschaftspodcast über Geld, Macht und Gerechtigkeit. Die Einkommensteuer ist die wichtigste Steuer in Deutschland. Die meisten Bürgerinnen und Bürger müssen sie zahlen, sie macht etwa ein Drittel des Steueraufkommens aus. Allerdings sind auch die Ausgaben des Staates hoch. Die öffentlichen Haushalte von Bund, Ländern und Gemeinden weisen ein hohes Defizit auf, gleichzeitig steigen die Ausgaben etwa für Verteidigung und Soziales. „Die Regierung hat momentan kein Geld für Steuerentlastungen“, sagt der Ökonom Stefan Bach vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung, DIW Berlin. Trotzdem hat Finanzminister Lars Klingbeil (SPD) Entlastungen versprochen und will sie mit einer Steuerreform möglich machen. Wie das zusammenpasst, erklärt Bach, der in dieser Folge unser Gast ist. Er ist einer der profiliertesten Steuerexperten des Landes und sagt, Steuern hätten ihn schon im Studium fasziniert. Beim DIW beschäftigt er sich damit bereits seit über drei Jahrzehnten. Bach hat die Pläne für die Einkommensteuerreform der Bundesregierung genau analysiert und sagt: „Die Entlastung der arbeitenden Mitte fällt aus. Im Gegenteil haben wir sogar eine leichte Belastung in der Mitte.“ Nur wie kommt das? Und was bringt die geplante Reform dann überhaupt einer Familie mit zwei Kindern? Was heißt sie für einen Single? Das klären wir in dieser Folge mit Stefan Bach. Ist das eine Blase? ist der Wirtschaftspodcast der ZEIT. Alle zwei Wochen montags diskutieren die Hosts Carla Neuhaus, Jens Tönnesmann und Zacharias Zacharakis über das, was die Welt im Innersten zusammenhält: Geld, Macht und Gerechtigkeit. [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. [ANZEIGE] Mehr hören? Dann testen Sie unser Podcast-Abo mit Zugriff auf alle Dokupodcasts, Bonusfolgen und unser Podcast-Archiv. Jetzt 4 Wochen kostenlos testen. Und falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot.
Was bringt es, wenn wir den Zivildienst wiederbeleben?17 Aug 202600:51:37
Ob in Kitas oder Jugendeinrichtungen, Pflegeheimen oder Krankenhäusern: Es fehlt an Personal – und mit dem demografischen Wandel dürfte die Lücke weiterwachsen. Könnte es also helfen, wenn der Zivildienst im Falle einer Wehrpflicht reaktiviert würde? Welche ökonomischen Folgen hätte das? Was hätten diejenigen davon, die den Dienst leisten müssten – und wie denken sie überhaupt darüber? Darum geht es in der neuen Folge des Wirtschaftspodcasts »Ist das eine Blase?«, des Podcasts der ZEIT über Geld, Macht und Gerechtigkeit. Anlass der Debatte ist, dass das Bundesfamilienministerium sich auf eine mögliche Wiedereinführung des Zivildienstes vorbereitet, sollte die Wehrpflicht reaktiviert werden. Dafür befragte das Ministerium 23 Verbände und Organisationen zu ihren Kapazitäten. Wen das Ministerium offenbar nicht befragt hat, sind diejenigen, die der Zivildienst betreffen würde. Das berichtet im Podcast jedenfalls Amy Kirchhoff. »Wir wünschen uns, dass die Jugendlichen gehört werden, die wissen am besten, was sie brauchen und was sie wollen«, sagt die Generalsekretärin der Bundesschüler*innenkonferenz. Sie persönlich bewerte einen zivilgesellschaftlichen Dienst positiv, sagt die 19-Jährige, allerdings sei es viel wichtiger, zunächst Angebote zu verbessern, die auf Freiwilligkeit setzten. Zu Gast ist außerdem Joachim Rock, der Hauptgeschäftsführer des Paritätischen Gesamtverbandes, unter dessen Dach bundesweit mehr als 10.000 Mitgliedsorganisationen vereint sind. Im Podcast spricht Rock darüber, wie groß deren Bedarf an Arbeitskräften ist. Er erklärt, warum er sich nicht so sehr auf die mögliche Wiedereinführung des Zivildienstes freut, sondern eher Bedenken hat und vor allem auf freiwillige Dienste setzt, die aus seiner Sicht gestärkt werden sollten. Rock sagt aber auch: »Wenn das kommt, dann bieten wir selbstverständlich die Möglichkeit an, einen solchen Zivildienst abzuleisten.« In der Folge sprechen die beiden Hosts auch mit Clara Suchy aus dem Wirtschaftsressort der ZEIT, die recherchiert hat, warum ein verpflichtender Ersatzdienst zu einer schrumpfenden Wirtschaftsleistung führen, sich aber dennoch lohnen könnte. »Ist das eine Blase?« ist der Wirtschaftspodcast der ZEIT. Alle zwei Wochen montags diskutieren die Hosts Carla Neuhaus, Jens Tönnesmann und Zacharias Zacharakis über das, was die Welt im Innersten zusammenhält: Geld, Macht und Gerechtigkeit. [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. [ANZEIGE] Mehr hören? Dann testen Sie unser Podcast-Abo mit Zugriff auf alle Dokupodcasts, Bonusfolgen und unser Podcast-Archiv. Jetzt 4 Wochen kostenlos testen. Und falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot.
Neuer Podcast: "Mission Kanye – ein Stadion für eine Nacht"08 Aug 202600:01:41
Hören Sie den neuen Doku-Podcast der ZEIT unter www.zeit.de/mission und überall, wo es Podcasts gibt. Klodian Makashi soll ein Konzert des umstrittenen Rappers Kanye West in Albanien organisieren. Das Problem: Es gibt kein Stadion im Land, das groß genug ist. Seine Lösung: Dann bauen wir halt eins. Für eine einzige Nacht – und in zwei Monaten.  Zwischen Größenwahn, moralischen Fragen und Massenprotesten beginnt ein riskantes Mega-Projekt. "Mission Kanye" finden sie hier auf Apple Podcasts und hier auf Spotify. [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. [ANZEIGE] Mehr hören? Dann testen Sie unser Podcast-Abo mit Zugriff auf alle Dokupodcasts, Bonusfolgen und unser Podcast-Archiv. Jetzt 4 Wochen kostenlos testen. Und falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot.
Ist die deutsche Autoindustrie am Ende?03 Aug 202600:49:58
Die schlechten Nachrichten aus dem Autoland Deutschland nehmen kein Ende. Die Gewinne der Unternehmen schrumpfen. Volkswagen und BMW streichen mehr Stellen denn je. Mercedes fordert von seinen Beschäftigten, länger zu arbeiten – bei gleichem Lohn. Der Abwärtstrend in der wichtigsten deutschen Industriebranche hält an, nun schon seit mehreren Jahren. Und die Konkurrenz aus China, die den hiesigen Herstellern am stärksten zusetzt, wird stärker und stärker.  Allmählich kann man zu der Überzeugung gelangen, dass die Autounternehmen aus dieser Krisenspirale kaum mehr herauskommen. Zu vielschichtig sind die Probleme, zu groß die Herausforderungen durch Transformation und neue Wettbewerber. Ist die deutsche Autoindustrie also am Ende? Darum geht es in der neuen Folge von »Ist das eine Blase?«, dem Wirtschaftspodcast der ZEIT über Geld, Macht und Gerechtigkeit.  »Das ist keine normale Konjunkturdelle, sondern eine grundlegende strukturelle Verschiebung«, sagt der ZEIT-Wirtschaftsredakteur Max Hägler, der seit vielen Jahren über die Autoindustrie berichtet und in dieser Folge erzählt, was er bei seinen Recherchen in China über den wichtigsten Konkurrenten der deutschen Industrie erlebt und gelernt hat. »China ist kein kurzfristiger Effekt, sondern ein langfristiger Faktor mit Plan, Strategie und hoher Beständigkeit.« Im Gespräch erklärt er, wie die Autobauer in diese vertrackte Lage geraten sind und was ihre Probleme für die deutsche Volkswirtschaft bedeuten. Außerdem sprechen wir darüber, wie die Konzerne die Herausforderungen doch noch meistern könnten.  »Ist das eine Blase?« ist der Wirtschaftspodcast der ZEIT. Alle zwei Wochen montags diskutieren die Hosts Carla Neuhaus, Jens Tönnesmann und Zacharias Zacharakis über das, was die Welt im Innersten zusammenhält: Geld, Macht und Gerechtigkeit. [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. [ANZEIGE] Mehr hören? Dann testen Sie unser Podcast-Abo mit Zugriff auf alle Dokupodcasts, Bonusfolgen und unser Podcast-Archiv. Jetzt 4 Wochen kostenlos testen. Und falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot.
Wie werden wir wieder innovativ?20 Jul 202601:09:38
Stellenabbau, Insolvenzen, Angst: Deutschlands Wirtschaft steckt in der Krise. Und obwohl neue Technologien für neues Wachstum sorgen könnten, stockt der Fortschritt. Industriefirmen verlagern ihre Forschungsabteilungen ins Ausland, die Zahl der sehr innovativen Firmen schrumpft und die Innovationsaktivität im Mittelstand ist in den vergangenen 20 Jahren deutlich zurückgegangen.  Deutschland, das Land der Erfinder? Vielleicht noch hier und dort. Aber wie können wir wieder innovativer werden? Welche Rolle kann der Staat dabei spielen? Wie sehr hilft dabei künstliche Intelligenz – und haben wir im Wettlauf um KI überhaupt noch eine Chance? Darum geht es in der neuen Folge von „Ist das eine Blase?“, dem Wirtschaftspodcast der ZEIT. Die Hosts Carla Neuhaus und Jens Tönnesmann haben einen ungewöhnlichen Behördenchef zu Gast: Den Unternehmer Rafael Laguna de la Vera, der seit 2020 die Bundesagentur für Sprunginnovationen SPRIND leitet. Ihr Ziel: bahnbrechende Technologien finanzieren und anschieben, „die das Potenzial haben, unser Leben von Grund auf zu verbessern.“ Der 62-Jährige sagt, es werde zwar noch immer viel erfunden in Deutschland. Aber viel zu selten würde daraus eine Geschäftsidee, ein Unternehmen. Im Gespräch erzählt er, wie seine Agentur arbeite, wie sie Innovationen beschleunigen will und warum sie gerade deutschlandweit rund 30.000 Verbesserungsvorschläge gesammelt hat. Außerdem verrät Laguna, was ihn antreibt: Es gehe darum, sich eine Zukunft vorzustellen, „in die Sie reinleben wollen, die Sie Ihrer Familie und allen gönnen, die da nachkommen, aber auch uns selber“, sagt er. „Und wenn man sie sich vorstellen kann, dann kann man sie auch machen.“ Außerdem ist Johanna Jürgens zu Gast. Die Redakteurin aus der Wirtschaftsredaktion der ZEIT erklärt, wie abgehängt Deutschland in puncto KI wirklich ist und wo es noch eine Chance zum Aufholen gibt. Ist das eine Blase? ist der Wirtschaftspodcast der ZEIT. Alle zwei Wochen montags diskutieren die Hosts Carla Neuhaus, Jens Tönnesmann und Zacharias Zacharakis über das, was die Welt im Innersten zusammenhält: Geld, Macht und Gerechtigkeit. [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. [ANZEIGE] Mehr hören? Dann testen Sie unser Podcast-Abo mit Zugriff auf alle Dokupodcasts, Bonusfolgen und unser Podcast-Archiv. Jetzt 4 Wochen kostenlos testen. Und falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot.
Wird die SPD jetzt wirtschaftsfreundlich?06 Jul 202601:02:14
»Deutschland ist ein starkes Land«, das betonte Bundesarbeitsministerin Bärbel Bas (SPD) nach dem Koalitionsausschuss vergangene Woche. Bei dem Treffen hatten sich die Regierungsparteien auf umfangreiche Reformen geeinigt – zu Steuern, Arbeit und Gesundheit. Damit Deutschland so stark bleibe, meinte Bas, müssten sich jetzt »eben auch alle bewegen«. Allerdings gilt das besonders für die Mitglieder ihrer Partei, die von vielen Unternehmerinnen und Unternehmern zuletzt oft scharf kritisiert wurde. Bewegen musste sich die SPD zum Beispiel bei den Regelungen zur Krankschreibung. Wer krank ist, soll künftig schon ab dem ersten Tag ein Attest vom Arzt brauchen. Das akzeptierte die SPD auf Druck der Union. Es gilt ebenso für die Lockerung beim Kündigungsschutz für Hochverdiener sowie für die Ausweitung der Möglichkeit, Arbeitsverhältnisse zu befristen. Ein Ende der Minijobs, wie es sich die SPD gewünscht hatte, verhinderte wiederum die CSU. Sie wollte damit Unternehmen in Schutz nehmen, die auf diese Weise günstig und flexibel Kräfte einstellen können. All das legt die Frage nahe: Wird die SPD jetzt wirtschaftsfreundlich?  Darüber sprechen wir in dieser neuen Folge von »Ist das eine Blase?«, dem ZEIT-Wirtschaftspodcast über Geld, Macht, Gerechtigkeit. Die beiden Hosts Carla Neuhaus und Jens Tönnesmann sprechen darin mit Roman Pletter, dem Leiter des Wirtschaftsressorts der ZEIT. Er sagt, es sei schon ein Wert an sich, dass sich die Regierung überhaupt auf etwas geeinigt habe. Gelungen sei das eben auch, weil die SPD über ihren Schatten gesprungen sei. Außerdem ordnet er ein, was die Einigung der Koalition für die Wirtschaft bedeutet und wie sehr die Maßnahmen zu einem Wirtschaftsaufschwung beitragen könnten. Zu Gast ist außerdem die Unternehmerin und KI-Expertin Nora Heer, die Vizepräsidentin des Wirtschaftsforums der SPD ist, eines von der Partei unabhängigen, aber ihr nahestehenden unternehmerischen Berufsverbands. Heer sagt, sie habe sich bewusst in der Partei engagieren wollen, weil das Land in einer Polykrise stecke und sie nicht mehr nur am Rand stehen und meckern wolle. Sie sagt, man habe in der Partei verstanden, wie groß der Handlungsdruck sei, und sieht in der SPD den Willen zur stärkeren Kooperation mit der Wirtschaft. Wie groß aber sind die Widerstände? Welche Kompromisse sind nötig? Und was müsste passieren, damit die SPD etwa bei Start-up-Gründern wieder punkten kann? Auch um diese Fragen geht es in der neuen Folge. »Ist das eine Blase?« ist der Wirtschaftspodcast der ZEIT. Alle zwei Wochen montags diskutieren die Hosts Carla Neuhaus, Jens Tönnesmann und Zacharias Zacharakis über das, was die Welt im Innersten zusammenhält: Geld, Macht und Gerechtigkeit. [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. [ANZEIGE] Mehr hören? Dann testen Sie unser Podcast-Abo mit Zugriff auf alle Dokupodcasts, Bonusfolgen und unser Podcast-Archiv. Jetzt 4 Wochen kostenlos testen. Und falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot.
Brauchen wir den Rasenmäher für die Subventionen?22 Jun 202601:01:30
15 Prozent auf alles: Nach diesem Motto würden manche Politiker gerne staatliche Subventionen kürzen, um zum Beispiel eine Reform der Einkommensteuer zu finanzieren. Aber was bringt die sogenannte Rasenmähermethode wirklich und kann sie funktionieren? Ist es gerecht, alle Steuervergünstigungen und Finanzhilfen pauschal zu kürzen – und ist es überhaupt möglich? Auch ganz pauschal wird infrage gestellt, wozu Subventionen überhaupt gut sind, zumal auf Anhieb den wenigsten Menschen klar ist, wohin in Deutschland das meiste Staatsgeld fließt – und um wie viele Milliarden es dabei überhaupt geht. Ist es nicht riskant, an dieser Stelle zu sparen, während Staaten wie China ihre Unternehmen massiv bezuschussen? Darum geht es in der neuen Folge des ZEIT-Wirtschaftspodcasts »Ist das eine Blase?« Die ZEIT-Redakteurin Anne-Sophie Lang erläutert in der Folge, auf wie viele Milliarden sich staatliche Subventionen in Deutschland inzwischen belaufen, wie sehr sie gestiegen sind und warum etwa die Absetzbarkeit von Handwerkerleistungen aktuell zur Debatte steht. »Man kann Strukturwandel nicht aufhalten« Die Hosts Zacharias Zacharakis und Jens Tönnesmann diskutieren außerdem mit dem Ökonomen Lars Feld. Feld leitet das Walter Eucken Institut an der Universität Freiburg und war lange Mitglied des Sachverständigenrats zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, von 2022 bis zum Bruch der Ampelkoalition 2024 beriet er außerdem den damaligen Bundesfinanzminister Christian Lindner (FDP). Im Gespräch beschreibt Feld, warum es so schwierig ist, die Menschen vom Subventionsabbau zu überzeugen, um etwa die Einkommensteuern zu senken: »Die, die getroffen sind, schreien laut – und die, die begünstigt sind, freuen sich leise«, sagt Feld. Dennoch sei es gefährlich, an Subventionen für Industriejobs festzuhalten, die in Deutschland wenig Zukunft haben. »Man kann einen Strukturwandel, der so fundamental ist, nicht aufhalten.« Besser sei es, wenn der Staat die Grundlagenforschung fördere, die Ansiedlung neuer Industrien ermögliche und Arbeitnehmer für neue Jobs qualifiziere. Außerdem erklärt Feld, warum das Walter Eucken Institut in einer Studie für die Stiftung Familienunternehmen die Subventionen des Bundes etwa dreimal so hoch ansetzt wie das Bundesfinanzministerium. Er äußert sich zum Steuerkonzept des DGB, das unter anderem vorsieht, Steuervergünstigungen bei der Erbschaftsteuer abzuschaffen. Überdies verrät der Ökonom, welche Subventionen aus seiner Sicht am besten gleich ganz gestrichen werden sollten. »Ist das eine Blase?« ist der Wirtschaftspodcast der ZEIT. Alle zwei Wochen montags diskutieren die Hosts Carla Neuhaus, Jens Tönnesmann und Zacharias Zacharakis über das, was die Welt im Innersten zusammenhält: Geld, Macht und Gerechtigkeit. [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. [ANZEIGE] Mehr hören? Dann testen Sie unser Podcast-Abo mit Zugriff auf alle Dokupodcasts, Bonusfolgen und unser Podcast-Archiv. Jetzt 4 Wochen kostenlos testen. Und falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot.
Müssen wir immer weiter wachsen?08 Jun 202600:49:27
Deutschland steckt seit Jahren in einer wirtschaftlichen Schwächephase. Die Wirtschaft wächst kaum, Unternehmen investieren zurückhaltend, viele Menschen sorgen sich um ihren Wohlstand. Angesichts dieser Lage kann man sich fragen: Braucht unsere Gesellschaft tatsächlich immer mehr Wachstum – oder wäre ein Leben ohne Wachstum möglich? Mit dieser Frage beschäftigen wir uns in der neuen Folge von »Ist das eine Blase?«, dem ZEIT-Wirtschaftspodcast über Geld, Macht und Gerechtigkeit. Zu Gast ist der Ökonom Tom Krebs, Professor für Makroökonomik und Wirtschaftspolitik an der Universität Mannheim. Krebs hält die Vorstellung, Deutschland könne sich dauerhaft mit wirtschaftlicher Stagnation arrangieren, für gefährlich. Wachstum sei nicht bloß eine abstrakte Kennzahl für Politiker und Volkswirte, sondern eng mit gesellschaftlicher Stabilität verbunden. Die vergangenen Jahre hätten gezeigt, wie wirtschaftliche Unsicherheit das Vertrauen in Politik und Institutionen erschüttern könne. »Wirtschaftskrisen dieser Art führen auch zu politischen Krisen«, sagt Krebs. Doch was genau bedeutet Wachstum? Geht es nur darum, mehr Autos zu produzieren, mehr zu konsumieren und immer größere Umsätze zu erzielen? Krebs widerspricht dieser Sicht. Für ihn steht hinter der Wachstumsfrage vor allem die Frage nach dem gesellschaftlichen Fortschritt. Menschen wollten die Aussicht auf ein besseres Leben haben, argumentiert er. »Ich denke schon, dass die Menschen sich immer eine bessere Zukunft vorstellen möchten.« Dabei spart der Ökonom nicht mit Kritik an der aktuellen Wirtschaftspolitik. Deutschland führe aus seiner Sicht die falschen Debatten über Sozialstaat, Arbeitszeit und Bürokratie, während die eigentlichen Probleme ungelöst blieben. Außerdem analysieren wir mit dem ZEIT-Weltwirtschaftskorrespondenten Uwe Jean Heuser, wie Wirtschaftswachstum gemessen wird und was da überhaupt wächst. »Ist das eine Blase?« ist der Wirtschaftspodcast der ZEIT. Alle zwei Wochen montags diskutieren die Hosts Carla Neuhaus, Jens Tönnesmann und Zacharias Zacharakis über das, was die Welt im Innersten zusammenhält: Geld, Macht und Gerechtigkeit. [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. [ANZEIGE] Mehr hören? Dann testen Sie unser Podcast-Abo mit Zugriff auf alle Dokupodcasts, Bonusfolgen und unser Podcast-Archiv. Jetzt 4 Wochen kostenlos testen. Und falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot.
Wie kann unser Strom billiger werden?25 May 202601:01:36
Deutschland hat ein Stromproblem. Immer mehr Energie wird aus Wind und Sonne erzeugt, doch das System dahinter gerät unter Druck: Netze sind überlastet, Strom wird zu falschen Zeiten produziert oder verbraucht, und die Kosten für den Ausbau landen am Ende bei den Verbraucherinnen und Verbrauchern. Was müsste passieren, damit die Energiewende tatsächlich günstig wird für alle? Darüber diskutieren wir in der neuen Folge von Ist das eine Blase?, dem ZEIT-Wirtschaftspodcast über Geld, Macht und Gerechtigkeit. Die Hosts Zacharias Zacharakis und Jens Tönnesmann gehen gemeinsam mit ZEIT-Redakteur Marc Widmann der Frage nach, warum Deutschlands Stromsystem als chaotisch gilt. Weshalb digitale Stromzähler plötzlich zum politischen Streitthema werden. Und warum viele Experten glauben, dass nicht ein mangelndes Angebot an Strom das Problem ist, sondern das System dahinter. Zu Gast ist Philipp Schröder, Gründer und CEO des Energieanbieters 1komma5°. Der 42-Jährige ist einer der lautstärksten Befürworter eines digitalisierten Energiesystems. Schröder rechnet mit der deutschen Strompolitik ab – ungewöhnlich scharf für einen deutschen Manager. Die heutigen Verteilnetze nennt er ein „130 Jahre altes teilstaatliches Oligopol“, bei dem die Kosten am Ende bei allen Stromkunden landeten. Sein Vorwurf: Deutschland halte an einem ineffizienten System fest, obwohl die technischen Lösungen längst existierten. Und er wird noch grundsätzlicher: „Der echte Strompreis liegt bei sieben Cent“, sagt Schröder. Teuer werde Strom erst durch Abgaben, Umlagen und Netzentgelte. Seine zentrale These: Die Energiewende könnte viel günstiger sein, wenn Deutschland Verbrauch und Erzeugung besser synchronisieren würde – etwa durch intelligente Stromzähler, die Smart Meter. Dass Deutschland beim Ausbau so weit hinterherhinkt, sei »teuer und dumm«. Andere Länder hätten ihre Stromnetze längst digitalisiert, während hierzulande noch immer »jemand einmal im Jahr den Zähler abliest«. Nur wenn Stromverbrauch und Stromerzeugung endlich intelligent miteinander verbunden würden, könnten die Kosten sinken. Warum aber ist Schröder dafür, die Einspeisevergütung abzuschaffen, obwohl seine Kunden davon profitieren, wenn sie bei ihm neue Solaranlagen kaufen? Hat er vielleicht einen Hintergedanken, wenn er die digitale Plattform seines Unternehmens anderen Versorgern kostenlos und lizenzfrei zur Verfügung stellt? Und warum engagiert er sich nicht selbst in Politik, wenn er so viel an ihr auszusetzen hat? Auch darum geht es in der neuen Folge.  Ist das eine Blase? ist der Wirtschaftspodcast der ZEIT. Alle zwei Wochen montags diskutieren die Hosts Carla Neuhaus, Jens Tönnesmann und Zacharias Zacharakis über das, was die Welt im Innersten zusammenhält: Geld, Macht und Gerechtigkeit. [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. [ANZEIGE] Mehr hören? Dann testen Sie unser Podcast-Abo mit Zugriff auf alle Dokupodcasts, Bonusfolgen und unser Podcast-Archiv. Jetzt 4 Wochen kostenlos testen. Und falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot.
Der Vernichter (1/5): Eine Hochzeit zwischen Gut und Böse22 May 202600:58:46
In Folge eins von »Der Vernichter – wie Bayer sich an Glyphosat verschluckte« sprechen Jens Tönnesmann und Andreas Sentker darüber, wie ein Kaufmann und ein Färber den Grundstein zu einem Weltkonzern legen, welche Rolle Heroin, die Weltkriege und der Fußball dabei spielen und warum die Erfindung von Aspirin gleich in mehrfacher Hinsicht ein Durchbruch ist. Alle Folgen dieses Podcasts hören Sie exklusiv mit einem Podcast- oder Digitalabo der ZEIT. Beide Abos können Sie für einen Monat kostenlos testen. Das Podcastabo unter www.zeit.de/podcastabo, das digitale Vollabo unter www.zeit.de/mehr-hoeren. Moderation und Recherche: Jens Tönnesmann und Andreas Sentker Produktion: Pool Artists Sounddesign: Joscha Grunewald Projektleitung DIE ZEIT: Constanze Kainz und Ole Pflüger [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. [ANZEIGE] Mehr hören? Dann testen Sie unser Podcast-Abo mit Zugriff auf alle Dokupodcasts, Bonusfolgen und unser Podcast-Archiv. Jetzt 4 Wochen kostenlos testen. Und falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot.
Der Vernichter (2/5): Ein verhängnisvoller Einkauf22 May 202601:06:32
Bayer-Chef Werner Baumann leitet vor zehn Jahren die bis dahin größte Übernahme in der deutschen Wirtschaftsgeschichte ein. 55 Milliarden Euro zahlt er für den Kauf von Mosanto. Für ihn ist es ein Triumph, für andere eine riskante Heirat zwischen Gut und Böse. In Folge zwei von »Der Vernichter – wie Bayer sich an Glyphosat verschluckte« sprechen Jens Tönnesmann und Andreas Sentker über den »bösesten Konzern der Welt«. Alle Folgen dieses Podcasts hören Sie exklusiv mit einem Podcast- oder Digitalabo der ZEIT. Beide Abos können Sie für einen Monat kostenlos testen. Das Podcastabo unter www.zeit.de/podcastabo, das digitale Vollabo unter www.zeit.de/mehr-hoeren. Moderation und Recherche: Jens Tönnesmann und Andreas Sentker Produktion: Pool Artists Sounddesign: Joscha Grunewald Projektleitung DIE ZEIT: Constanze Kainz und Ole Pflüger [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. [ANZEIGE] Mehr hören? Dann testen Sie unser Podcast-Abo mit Zugriff auf alle Dokupodcasts, Bonusfolgen und unser Podcast-Archiv. Jetzt 4 Wochen kostenlos testen. Und falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot.
Wie bekommen wir die verdammte Bürokratie in den Griff?11 May 202600:58:59
Weniger Bürokratie und weniger Gesetze, mehr Schnelligkeit und mehr Effizienz in der Verwaltung: Das hat Karsten Wildberger (CDU) gleich in seinen ersten Reden versprochen, als er vor etwa einem Jahr das Amt als erster Bundesminister für Digitales und Staatsmodernisierung angetreten hat. Das klang gut. Nur: Die Menschen merken davon offenbar wenig: Laut einer repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov haben 66 Prozent der Bürgerinnen und Bürger den Eindruck, der bürokratische Aufwand sei seit dem Amtsantritt der schwarz-roten Regierung ungefähr gleich geblieben. 22 Prozent der Teilnehmer der Umfrage verspüren sogar eine Zunahme. Und auch die Unternehmerinnen im Land klagen über langsame und überforderte Behörden, meldet das arbeitgebernahe Institut der deutschen Wirtschaft.  Wie also bekommen wir die verdammte Bürokratie endlich in den Griff? Und liegt die Lösung vielleicht woanders als gedacht: Brauchen wir nicht weniger Gesetze, sondern einen anderen Umgang damit? Und nicht mehr Mitarbeiter in den Behörden, sondern intelligente Software, die ihnen das lästige Aktenstudium abnimmt? Darum geht es in der neuen Folge von »Ist das eine Blase?«, dem Podcast der ZEIT über Geld, Macht und Gerechtigkeit mit den beiden Hosts Carla Neuhaus und Jens Tönnesmann. Zu Gast ist die Unternehmerin Ina Remmers, die das Nachbarschaftsportal nebenan.de aufgebaut und viele Jahre geleitet hat. Nun hat die 43-Jährige eine neue Mission: Mit dem Unternehmen Rulemapping Group wollen sie und ihre Mitgründer Gesetze maschinenlesbar machen und Behörden so helfen, Anträge schneller abzuarbeiten. Aber wie kann das genau gehen? Wie offen sind die Beamtinnen und Beamten der Republik für die Idee? Wie groß ist der Notstand in den Verwaltungen wirklich und wo fängt man am besten an, ihn zu beheben? Macht das alles überhaupt Spaß, bringt es Geld und gibt es eigentlich auch gute Bürokratie? Um diese Fragen geht es in der neuen Folge des Wirtschaftspodcasts, in der wir auch erklären, was Legistinnen und Legisten eigentlich tun und was in ihrem 300 Seiten starken Handbuch steht. Außerdem ordnet der ZEIT-Redakteur Miguel Helm das Ausmaß der Bürokratie ein und berichtet von seiner Recherche für den Artikel »Eilt sehr!«, für den er die deutsche Bürokratie zu verstehen versucht hat.  »Ist das eine Blase?« ist der Wirtschaftspodcast der ZEIT. Alle zwei Wochen montags diskutieren die Hosts Carla Neuhaus, Jens Tönnesmann und Zacharias Zacharakis über das, was die Welt im Innersten zusammenhält: Geld, Macht und Gerechtigkeit. [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. [ANZEIGE] Mehr hören? Dann testen Sie unser Podcast-Abo mit Zugriff auf alle Dokupodcasts, Bonusfolgen und unser Podcast-Archiv. Jetzt 4 Wochen kostenlos testen. Und falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot.
Kommen jetzt endlich die großen Reformen?27 Apr 202600:47:33
Die Botschaft von Friedrich Merz war klar: »Wir werden alles daransetzen, Deutschlands Wirtschaft wieder auf Wachstumskurs zu bringen«, verkündete er als frisch gewählter Bundeskanzler in seiner ersten Regierungserklärung im Mai 2025. Deswegen werde seine Regierung »investieren und reformieren«. So könne Deutschland »aus eigener Kraft heraus wieder zu einer Wachstumslokomotive werden, auf die die Welt mit Bewunderung schaut«. Ziemlich genau ein Jahr später ist von Wachstum wenig zu spüren – und die Bewunderung im Rest der Welt hält sich in Grenzen. Vergangene Woche erst hat die Bundesregierung ihre Wachstumsprognose für 2026 von 1,0 auf magere 0,5 Prozent gesenkt, woran nicht nur die Folgen des Irankriegs, sondern auch strukturelle Schwächen der Wirtschaft schuld sind. Und vor einigen Wochen haben Ökonomen bereits festgestellt, dass die neuen Staatsschulden verplempert und nicht investiert werden. Nun will die schwarz-rote Koalition aber das Reformtempo erhöhen und hat eine Reihe von Vorschlägen gemacht, wie sie das Gesundheitssystem, die Rente und das Steuersystem umbauen will. Unter anderem mit dem Ziel, die Steuern- und Abgabenlast für die Unternehmen und ihre Mitarbeiter zu senken. Kommen jetzt also endlich die großen Reformen – und können sie die Wirtschaft wieder auf Wachstumskurs bringen? Darum geht es in der neuen Folge von Ist das eine Blase, dem Podcast der ZEIT über Geld, Macht und Gerechtigkeit. Zum ersten Jahrestag der Koalition aus CDU, CSU und SPD diskutieren die Hosts Carla Neuhaus, Jens Tönnesmann und Zacharias Zacharakis gemeinsam über die aktuell angedachten Reformen. Dabei geht es nicht nur darum, was die Bundesregierung konkret vorhat und welche Vorschläge gerade kursieren, sondern auch darum, welche Folgen sie für die Beschäftigten und die Unternehmen haben könnten. Ist das eine Blase? ist der Wirtschaftspodcast der ZEIT. Alle zwei Wochen montags diskutieren die Hosts Carla Neuhaus, Jens Tönnesmann und Zacharias Zacharakis über das, was die Welt im Innersten zusammenhält: Geld, Macht und Gerechtigkeit. [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. [ANZEIGE] Mehr hören? Dann testen Sie unser Podcast-Abo mit Zugriff auf alle Dokupodcasts, Bonusfolgen und unser Podcast-Archiv. Jetzt 4 Wochen kostenlos testen. Und falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot.
Wann wird Wohnen endlich wieder bezahlbar?13 Apr 202600:52:32
Wer heute eine Wohnung sucht, braucht vor allem eines: Glück. Oder viel Geld. Seit Jahren steigen die Mieten rasant – und eine echte Entspannung ist nicht in Sicht. In vielen Städten zahlen Mieterinnen und Mieter inzwischen deutlich mehr als noch vor einem Jahrzehnt, besonders bei Neuvermietungen. Gleichzeitig dreht sich die politische Debatte scheinbar im Kreis: mehr Regulierung, mehr Neubau, mehr Förderprogramme – doch der Durchbruch bleibt aus. Warum ist Wohnen so teuer geworden – und was müsste passieren, damit es wieder bezahlbar wird? Darüber sprechen wir in der neuen Folge von Ist das eine Blase?, dem ZEIT-Wirtschaftspodcast über Geld, Macht und Gerechtigkeit. Eingeladen dazu haben wir den ZEIT- Wirtschaftsredakteur Marcus Rohwetter, der sich seit vielen Jahren mit allen Fragen rund ums Wohnen befasst. Er erklärt, wie sich die Mieten tatsächlich in den vergangenen 15 Jahren entwickelt haben und warum vor allem junge Menschen heute besonders unter den hohen Preisen leiden. Ein Problem sei nicht nur der Mangel an Wohnraum, sondern auch dessen Verteilung: Viele Menschen bleiben lange in großen Wohnungen, während andere kaum etwas finden. Im Gespräch geht es außerdem darum, was staatliche Eingriffe wie Mietpreisbremse und Kappungsgrenzen tatsächlich bewirken – und warum sie oft hinter den Erwartungen zurückbleiben. Kann mehr Neubau die Preise wirklich dämpfen? Oder stößt das Mantra „bauen, bauen, bauen“ längst an seine Grenzen? Ist das eine Blase? ist der Wirtschaftspodcast der ZEIT. Alle zwei Wochen montags diskutieren die Hosts Carla Neuhaus, Jens Tönnesmann und Zacharias Zacharakis über das, was die Welt im Innersten zusammenhält: Geld, Macht und Gerechtigkeit. [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. [ANZEIGE] Mehr hören? Dann testen Sie unser Podcast-Abo mit Zugriff auf alle Dokupodcasts, Bonusfolgen und unser Podcast-Archiv. Jetzt 4 Wochen kostenlos testen. Und falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot.
Wie lässt sich Cybercrime in den Griff kriegen?30 Mar 202601:14:31
Sieben Jahre und zehn Monate: So lang muss der Mann ins Gefängnis, der als ZombieVampire das Crimenetwork betrieben hat – einen der größten deutschsprachigen illegalen Marktplätze im Internet. Auf dem Marktplatz wurden nicht nur Drogen gehandelt, sondern auch Kontodaten, gefälschte Pässe oder Anleitungen für Straftaten im Netz. Die sind heute so verbreitet, dass Ermittler nur etwa jeden dritten erfassten Fall aufklären können – außerdem gibt es ein großes Dunkelfeld. Aber wie funktionieren die Geschäftsmodelle von Cyberkriminellen – und warum nehmen Marktplätze wie Crimenetwork dabei so eine zentrale Rolle ein? Weshalb übt das Darknet so eine Anziehungskraft auf junge Menschen aus, die dann zu Tätern werden? Und wie reagiert die Szene darauf, wenn Darknet-Marktplätze abgeschaltet und Täter festgenommen werden?  Darum geht es in der neuen Folge von "Ist das eine Blase?", dem Wirtschaftspodcast der ZEIT. Die Hosts Carla Neuhaus und Jens Tönnesmann sprechen in dieser Folge zunächst mit Kai Biermann und Martín Steinhagen aus dem Investigativ-Team der ZEIT. Die beiden erklären, wie professionell und arbeitsteilig Cyberkriminalität heute funktioniert.  "Cybercrime ist eine zunehmende Bedrohung für die Volkswirtschaft, für die Sicherheit und den Betrieb von kritischen Infrastrukturen und für ganz normale Menschen", sagt Biermann. Dazu kommt, dass viele der Täter aus dem Ausland operieren oder die technische Infrastruktur außerhalb Deutschlands betreiben und deswegen besonders schwer zu fassen sind.  Außerdem ist Jan Löber zu Gast. Der Staatsanwalt von der Zentralstelle zur Bekämpfung der Internet- und Computerkriminalität in Frankfurt am Main vertrat die Anklage im Verfahren gegen Jannis H., der unter dem Namen ZombieVampire den Marktplatz Crimenetwork betrieben hat. Löber berichtet, wie die Ermittler Jannis H. auf die Schliche gekommen sind, warum solche Ermittlungen so langwierig sind und warum die Ermittler nicht sofort zugegriffen haben, als sie die Identität des Täters kannten. Löber erklärt auch, warum sich so viele Cybercrimedelikte nicht aufklären lassen und was die Kriminalität im Netz von analoger Kriminalität unterscheidet – und weshalb Abschreckung und Prävention zu wenig wirken. "Die Verlockungen des Darknet sind da schon teilweise sehr hoch", sagt Löber. Er warnt die Täter aber auch, sich nicht in einer falschen Sicherheit zu wiegen: "Wir, die Strafverfolgungsbehörden, haben einen unheimlich langen Atem." Hier finden Sie die im Podcast angesprochenen Beiträge: Diese Kriminellen wachsen sofort wieder nach Jannis H. wurde Millionär, teure Autos, Wohnung in Dubai. Das Angebot seiner Plattform: Drogen und Kontodaten. Sein Prozess zeigt, wie Darknet-Bosse Nachfolger schulen. Dieser Emoji half, ihn zu überführen: 🤗 Jannis H. hat mit dem Drogenhandel auf seiner Plattform Crimenetwork ein Vermögen gemacht. Nun wurde er verurteilt. Eine Botschaft war dem Richter besonders wichtig. Ein Doppelleben als Familienvater und Darknet-Baron Martin "The One" Frost betrieb einen der größten Marktplätze im Darknet – bis er aufflog. 2021 wurde er zu einer langen Haftstrafe verurteilt. Wo ist die Millionenbeute? Wie rutschte Louis ins Darknet ab? In der Schule wird er gemobbt, im Darknet erfährt er Anerkennung – und taucht immer tiefer in eine kriminelle Szene ab. Folge eins unserer Miniserie über Louis [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. [ANZEIGE] Mehr hören? Dann testen Sie unser Podcast-Abo mit Zugriff auf alle Dokupodcasts, Bonusfolgen und unser Podcast-Archiv. Jetzt 4 Wochen kostenlos testen. Und falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot.
Stürzt der Irankrieg unsere Wirtschaft noch tiefer in die Krise?16 Mar 202600:52:54
Für Donald Trump ist die Sache klar: Der Anstieg der Ölpreise ist nur von kurzer Dauer, schadet kaum und dient dem Weltfrieden – nur Narren würden das nicht verstehen, teilte er kürzlich auf seiner Plattform Truth Social mit. Viele Menschen haben hingegen einen anderen Eindruck, wenn sie tanken: Sie zahlen dort auch für einen Krieg, der im Nahen Osten Tod und Leid bringt, dessen Ziele nicht klar sind und dessen Ende bisher nicht absehbar ist. Eigentlich war die Hoffnung groß, dass Deutschland in diesem Jahr endlich aus dem wirtschaftlichen Abschwung herauskommt, der im Jahr 2022 mit dem Angriff Russlands auf die Ukraine begonnen hatte. Auch damals stiegen die Energiepreise stark an, auch Lebensmittel und andere alltägliche Produkte und Dienstleistungen wurden sprunghaft teurer. Die hohe Inflation hielt sich über Monate. Wie einschneidend sind die Konsequenzen dieses Mal? Welche Folgen hat der Ölschock für Deutschland? Wie treiben die Energiepreise die Inflation insgesamt, wie sehr stürzen sie die Wirtschaft noch tiefer in die Krise? Was bleibt vom vorausgesagten Wachstum von einem Prozent gegenüber 2025 in diesem Jahr noch übrig? Welche Folgen hat der Schock für die Weltwirtschaft und wo sind seine Spuren schon jetzt besonders spürbar? Darum geht es in dieser neuen Folge von Ist das eine Blase?, dem ZEIT-Wirtschaftspodcast über Geld, Macht und Gerechtigkeit. Zu Gast ist Gabriel Felbermayr, der kürzlich in den Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung berufen wurde und im Podcast auch dazu Stellung nimmt, wie er seine Rolle dort ausüben will. Die Außenwahrnehmung der sogenannten Wirtschaftsweisen sei in den vergangenen Jahren "nicht ideal“ gewesen, sagt Felbermayr, er wolle dazu beitragen, das zu ändern. Felbermayr sagt, der Krieg im Nahen Osten mache ihn "sehr nervös“, und zwar in erster Linie die Zerstörung und der Tod. Aber auch die ökonomischen Folgen seien nicht zu unterschätzen: Die steigenden Energiepreise hätten auch das Potenzial, "die Weltwirtschaft zu beschädigen“, sagt Felbermayr. Mit Blick auf Deutschland könne "bis zu einem halben Prozentpunkt Wachstum wieder weg sein“, erklärt der Ökonom. "Damit ist von dem prognostizierten Aufschwung zwar noch etwas übrig. Es ist nicht so, dass dann die Rezession käme, aber das wäre nur eine sehr kleine Wachstumsrate nach oben.“ Felbermayr weist außerdem darauf hin, dass die Folgen sozial sehr ungleich verteilt seien: "Die Supermarktkassiererin, die weit einpendeln muss, ist ganz anders betroffen als ein Journalist, der mit dem Fahrrad aus dem netten Vorort in die Stadt fährt und keine teuren Energie-Kosten hat.“ In dem Podcast erläutert Felbermayr auch, welche Politik nun vonnöten ist und was beispielsweise davon zu halten ist, dass Tankstellen ihre Preise nur noch einmal täglich anheben dürfen. Zu Gast ist außerdem Kolja Rudzio, der stellvertretende Leiter des Wirtschaftsressorts der ZEIT, der sich zuletzt intensiv mit den Folgen des Ölschocks beschäftigt hat.  [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. [ANZEIGE] Mehr hören? Dann testen Sie unser Podcast-Abo mit Zugriff auf alle Dokupodcasts, Bonusfolgen und unser Podcast-Archiv. Jetzt 4 Wochen kostenlos testen. Und falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot.
Wie entlasten wir die Mittelschicht?02 Mar 202600:47:48
CDU und SPD wollen die Mittelschicht bei der Steuer entlasten. So hatten sie es sich auch in den Koalitionsvertrag geschrieben. Doch wie das genau gehen soll, darüber streiten die Regierungsparteien. Die CDU will erreichen, dass der Spitzensteuersatz in Höhe von 42 Prozent erst ab 80.000 Euro greift. Bislang ist das ab 69.879 Euro der Fall. Die SPD will dabei aber nur dann mitgehen, wenn der Spitzensteuersatz gleichzeitig steigt, nämlich auf 47 Prozent. Das wiederum lehnt die CDU ab.  Doch sind die Ideen der beiden Parteien überhaupt sinnvoll? Oder gäbe es nicht bessere Wege, um Geringverdiener und Mittelschicht zu entlasten? Darum geht es in dieser neuen Folge von "Ist das eine Blase?", dem Wirtschaftspodcast der ZEIT über Geld, Macht und Gerechtigkeit. Eingeladen haben die beiden Hosts Carla Neuhaus und Zacharias Zacharakis dafür Nadja Dwenger. Sie ist Professorin für Finanzwissenschaft an der Universität Hohenheim und sagt: Wir haben durchaus ein Gerechtigkeitsproblem, das betrifft aber gar nicht so sehr die Steuer – sondern vor allem die Sozialabgaben. Denn die belasten Geringverdiener überproportional stark.  Ebenda müsste man ihrer Auffassung nach auch ansetzen. "Man muss sich an der Stelle ehrlich machen", sagt Dwenger, "und aufhören, Dinge aus den Sozialkassen zu finanzieren, die nicht finanzierbar sind." Was sie damit konkret meint und wie sich die Sozialabgaben senken ließen, wo für Pflege, Gesundheit und Rente doch in den nächsten Jahren noch sehr viel mehr Geld gebraucht wird, erläutert sie in dieser Folge. Auch ordnet sie die Pläne von SPD und Union ein. Und sie erklärt, wen Ökonomen in Deutschland überhaupt zur Mittelschicht zählen – und warum Kanzler Friedrich Merz definitiv nicht dazu zählt. Mit dabei ist in dieser Folge außerdem Roman Pletter, Ressortleiter Wirtschaft bei der ZEIT. Er ordnet ein, warum die Politik die Einkommensteuer überhaupt reformieren will.  "Ist das eine Blase?" ist der Wirtschaftspodcast der ZEIT. Alle zwei Wochen montags diskutieren die Hosts Carla Neuhaus, Jens Tönnesmann und Zacharias Zacharakis über das, was die Welt im Innersten zusammenhält: Geld, Macht und Gerechtigkeit. [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. [ANZEIGE] Mehr hören? Dann testen Sie unser Podcast-Abo mit Zugriff auf alle Dokupodcasts, Bonusfolgen und unser Podcast-Archiv. Jetzt 4 Wochen kostenlos testen. Und falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot.
Ist der Arbeitsmarkt kaputt?16 Feb 202601:07:01
Ein Gefühl galt in Deutschland lange Zeit als vergessen: der ängstliche Blick auf den Arbeitsmarkt. Seit gut einem Jahrzehnt mussten meist nicht die Beschäftigten um ihren Arbeitsplatz fürchten, viel mehr hatten die Unternehmen große Mühe, überhaupt geeignetes Personal zu finden. Fachkräftemangel, gar allgemeiner Arbeitskräftemangel war das Problem. Jetzt aber scheint sich der Arbeitsmarkt zu drehen. Drei Millionen Arbeitslose, Stellenabbau in vielen Unternehmen und eine anhaltende Wirtschaftskrise – das sind die Nachrichten, die viele Menschen umtreiben. Gleichzeitig durchläuft der Arbeitsmarkt eine Neuausrichtung. Berufsanfängern fällt der Einstieg schwerer, selbst Hochqualifizierte müssen momentan länger neue Stellen suchen. Die Unternehmen klagen über viel zu hohe Kosten und Sozialabgaben. Auch der Faktor KI spielt eine immer wichtigere Rolle. Ist der deutsche Arbeitsmarkt kaputt? Darüber diskutieren wir in dieser neuen Folge von Ist das eine Blase?, dem ZEIT-Wirtschaftspodcast über Geld, Macht und Gerechtigkeit. Eingeladen haben wir dazu die Arbeitswissenschaftlerin Katharina Hölzle, Leiterin des Fraunhofer-Instituts für Arbeitswirtschaft und Organisation IAO in Stuttgart. Klare Worte findet die Forscherin für die Forderung des bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder (CSU) nach einer Stunde Mehrarbeit, um die Konjunktur anzukurbeln. "Was für ein Quatsch“, sagt Hölzle, "nur weil wir alle eine Stunde mehr vor dem Computer sitzen, heißt das nicht, dass es der deutschen Wirtschaft besser geht.“  Mit Blick auf die Debatte darum, ob die Deutschen zu wenig arbeiten, sagt sie: "Wenn man es wirklich runterrechnet und schaut, wie es auch mit den Überstunden aussieht, kann man nicht pauschal sagen, die Deutschen sind faul.“ Gibt es also überhaupt zu viel Teilzeit, zu viele Krankmeldungen, zu viel Faulheit in Deutschland? Brauchen wir eher andere Rahmenbedingungen für die Arbeit als einfach mehr davon? Wird KI uns wirklich Jobs wegnehmen – oder macht sie uns vielleicht so viel produktiver, dass die hohen Lohnnebenkosten am Ende gar kein Problem mehr sind?  Zu Gast ist außerdem die ZEIT-Wirtschaftsredakteurin Tina Groll, die sich die Details und Zahlen des Arbeitsmarktes für uns genauer angesehen hat und erklärt, wie schlimm die Lage wirklich ist und wo die Sorgen um den Jobverlust am größten sind.  Ist das eine Blase? ist der Wirtschaftspodcast der ZEIT. Alle zwei Wochen montags diskutieren die Hosts Carla Neuhaus, Jens Tönnesmann und Zacharias Zacharakis über das, was die Welt im Innersten zusammenhält: Geld, Macht und Gerechtigkeit. [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. [ANZEIGE] Mehr hören? Dann testen Sie unser Podcast-Abo mit Zugriff auf alle Dokupodcasts, Bonusfolgen und unser Podcast-Archiv. Jetzt 4 Wochen kostenlos testen. Und falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot.
Müssen wir jetzt alle zu Preppern werden?02 Feb 202600:50:03
Tausende Haushalte ohne Strom, für mehrere Tage, im tiefsten Winter: Der Brandanschlag auf die Stromversorgung in Berlin Anfang Januar hat gezeigt, wie schnell es zu Ausnahmesituationen kommen kann. Wie sind die Menschen in Deutschland auf solche Notfälle vorbereitet? Wie sieht vernünftige Vorsorge aus? Sollten wir alle zu Preppern werden – und was steckt eigentlich hinter dem Begriff? Oder ist das alles gerade etwas überbewertet? Darum geht es in der neuen Folge von "Ist das eine Blase?", dem Wirtschaftspodcast der ZEIT über Geld, Macht, Gerechtigkeit. Darin sprechen die Hosts Carla Neuhaus und Jens Tönnesmann über eine aktuelle Studie der TU Kaiserslautern-Landau (PDF), die zeigt, wie schlecht die Deutschen auf eine Katastrophe vorbereitet sind. Sei es, weil sie sich damit nicht beschäftigen wollen oder ihnen der Platz für Vorräte fehlt. Was Menschen dazu bringt, sich vorzubereiten, und welche Rolle dabei zum Beispiel das fehlende Vertrauen in den Staat spielt, auch das thematisiert diese Folge. Zu Gast ist  der Kulturwissenschaftler Julian Genner, der sich in den vergangenen Jahren für sein Buch "Im Prepperkeller" intensiv mit der Prepperszene beschäftigt hat. Im Podcast berichtet er von seinen Besuchen bei Preppern und erklärt, warum Preppen kein Randphänomen mehr, sondern in der Mitte der Gesellschaft angekommen ist. Genner erklärt auch, was Preppen von vernünftiger Vorsorge unterscheidet: Den Preppern gehe es eher egoistisch darum, "den Zusammenbruch der Gesellschaft" zu überleben, während in sinnvoller Vorsorge ein Solidaritätsgedanke stecke: Man bereitet sich vor, um im Krisenfall das System und die Einsatzkräfte zu entlasten. Kritisch sieht Genner allerdings, dass auch in der normalen Krisenvorsorge übersehen werde, wie wichtig soziale Kontakte und Beziehungen im Notfall seien. "Ich kann noch so viele Konservendosen und Survivalausrüstungen zu Hause haben", sagt Genner, mit einer Krise werde man kaum alleine fertig. "Man ist auf andere angewiesen." "Ist das eine Blase?" ist der Wirtschaftspodcast der ZEIT. Alle zwei Wochen montags diskutieren die Hosts Carla Neuhaus, Jens Tönnesmann und Zacharias Zacharakis über das, was die Welt im Innersten zusammenhält: Geld, Macht und Gerechtigkeit. [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. [ANZEIGE] Mehr hören? Dann testen Sie unser Podcast-Abo mit Zugriff auf alle Dokupodcasts, Bonusfolgen und unser Podcast-Archiv. Jetzt 4 Wochen kostenlos testen. Und falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot.
Wann kommt die Bahn endlich wieder pünktlich?19 Jan 202600:57:53
Ihr Zug fährt ein auf Gleis acht statt zwölf. Heute leider ohne Bordbistro, dafür mit umgekehrter Wagenfolge und 120 Minuten Verspätung. Wer häufig mit der Deutschen Bahn unterwegs ist, kennt das. "Die Bahn ist zum Synonym eines dysfunktionalen Landes geworden", sagt selbst Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder. Jetzt aber soll es aufwärtsgehen. Wieder einmal, muss man sagen. Schließlich sind daran schon viele Minister und Bahnchefs gescheitert. Seit Herbst hat der Staatskonzern eine neue Chefin. Evelyn Palla hat versprochen, die Deutsche Bahn von Grund auf zu sanieren. Schon vor dem Wechsel an der Spitze aber hat das Unternehmen ein ambitioniertes Projekt gestartet. Es läuft die größte Erneuerung der Infrastruktur, von Schienen, Weichen, Stellwerken, in der Geschichte der Deutschen Bahn. Nur, wann bringt das auch eine Verbesserung für die Fahrgäste? Wann kommt die Bahn endlich wieder pünktlich? Darüber sprechen wir in der neuen Folge von "Ist das eine Blase?", dem ZEIT-Wirtschaftspodcast über Geld, Macht und Gerechtigkeit. Eingeladen haben die beiden Hosts Carla Neuhaus und Zacharias Zacharakis dieses Mal Jonas Schulze Pals, einen Kollegen aus dem ZEIT-Wirtschaftsressort, der sich so gut wie niemand anderes in der Redaktion mit der Deutschen Bahn auskennt. Er hat die neue Bahnchefin kürzlich zum Interview getroffen und sagt: "Mein Eindruck ist, dass die große Veränderung, die Evelyn Palla vorantreibt, zumindest hoffnungsvoll macht." Außerdem sei nun endlich das Geld vom Bund für die notwendigen Sanierungen vorhanden. Auch die Umbauten im Konzern, die Palla angestoßen habe, könnten bald Wirkung zeigen. "Ist das eine Blase?" ist der Wirtschaftspodcast der ZEIT. Alle zwei Wochen montags diskutieren die Hosts Carla Neuhaus, Jens Tönnesmann und Zacharias Zacharakis über das, was die Welt im Innersten zusammenhält: Geld, Macht und Gerechtigkeit.        [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. [ANZEIGE] Mehr hören? Dann testen Sie unser Podcast-Abo mit Zugriff auf alle Dokupodcasts, Bonusfolgen und unser Podcast-Archiv. Jetzt 4 Wochen kostenlos testen. Und falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot.
Eine Ankündigung10 Jan 202600:03:30
In einigen Tagen werden wir das Archiv von "Ist das eine Blase?" und vielen weiteren Podcasts der ZEIT exklusiv für unsere Abonnenten zugänglich machen. Die drei aktuellsten Folgen bleiben kostenlos und frei verfügbar. Alle älteren Folgen können Sie künftig mit einem Digital- oder Podcastabo der ZEIT hören, unter www.zeit.de/wirtschaftspodcast, auf Apple Podcasts oder Spotify. Wenn Sie noch kein Abo haben, können Sie unter www.zeit.de/podcastabo ein kostenloses Probeabo bestellen. Nach der Probephase kostet es 4,99 Euro im Monat. Sie erhalten damit nicht nur Zugriff auf das komplette Podcastarchiv der Zeit, sondern auch auf regelmäßige Bonusfolgen von "OK, America?", "Das Politikteil", "Verbrechen" und weiteren Podcasts. Außerdem können Sie mit dem Abo unsere teils preisgekrönten Podcastserien wie "Irma. Das Kind aus Srebrenica" oder "Friedrich Merz: Sein langer Weg zur Macht" hören. Wenn Sie die ZEIT nicht nur hören, sondern auch lesen wollen, können Sie außerdem unter www.zeit.de/mehr-hoeren unser Digitalabo ebenfalls kostenlos für einen Monat testen. Wenn Sie bereits ein Abo haben, können Sie es direkt in Ihrer App mit Apple Podcasts oder Spotify verbinden und wie gewohnt weiterhören. Bei Fragen und Problemen schreiben Sie uns gerne an kontakt@zeit.de. [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. [ANZEIGE] Mehr hören? Dann testen Sie unser Podcast-Abo mit Zugriff auf alle Dokupodcasts, Bonusfolgen und unser Podcast-Archiv. Jetzt 4 Wochen kostenlos testen. Und falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot.
Boom oder Doom – wie wird 2026?05 Jan 202600:58:33
Seit gut drei Jahren stagniert die deutsche Wirtschaft. Die Arbeitslosigkeit ist gestiegen, die Zahl der Firmenpleiten auch. Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) wollte eigentlich für einen Aufschwung sorgen und hat deshalb unter anderem ein milliardenschweres Investitionspaket aufgelegt. 2025 aber hat sich das noch nicht bemerkbar gemacht. Nicht nur in der Politik ist der Wunsch groß, dass 2026 wirtschaftlich besser wird. Ist diese Hoffnung berechtigt? Oder haben eher die Wirtschaftsverbände recht, die in der Mehrheit kaum eine Besserung erwarten? Boom oder Doom – wie wird 2026? Darum geht es in der neuen Folge von Ist das eine Blase?, dem Wirtschaftspodcast der ZEIT über Geld, Macht und Gerechtigkeit. Zum Jahresauftakt mit allen drei Hosts: Carla Neuhaus, Jens Tönnesmann und Zacharias Zacharakis. Gemeinsam schauen wir unter anderem auf die wichtigste deutsche Branche: die Industrie. Und geben eine Einschätzung, ob Auto- und Maschinenbauer im kommenden Jahr die Krise hinter sich lassen können. China spielt dabei eine große Rolle, dessen Konzerne den deutschen Firmen zunehmend Konkurrenz machen. Es gibt aber einen kleinen Hoffnungsschimmer. Wie es dem Land geht, hängt auch von der Entwicklung im Bausektor ab. Nicht nur, weil er Arbeitsplätze schafft, sondern weil Wohlstand etwas mit bezahlbarem Wohnraum zu tun hat. Deshalb analysieren wir, wie sich dieser Sektor entwickelt und was die versprochenen Investitionen des Staats in die Infrastruktur bewirken können. Außerdem schauen wir, wie es am Arbeitsmarkt weitergeht und welche Sozialreformen das Land braucht. Zu jedem Thema geben wir eine Prognose ab – Hörerinnen und Hörer dürfen gerne mitraten. Am Ende des Jahres werden wir prüfen, wer recht hatte. [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. [ANZEIGE] Mehr hören? Dann testen Sie unser Podcast-Abo mit Zugriff auf alle Dokupodcasts, Bonusfolgen und unser Podcast-Archiv. Jetzt 4 Wochen kostenlos testen. Und falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot.
Shoppen wir uns rein in die Schulden?15 Dec 202500:52:28
Es ist alarmierend: Rund 5,7 Millionen Erwachsene in Deutschland gelten laut dem neuen Schuldneratlas der Auskunftei Creditreform als überschuldet – Tendenz steigend. Außerdem müssen auch immer mehr Menschen Zahlungen aufschieben oder überziehen ihr Konto, wie eine repräsentative Umfrage der Schufa kürzlich ergeben hat. Auch die Zahl der Privatinsolvenzen dürfte in diesem Jahr auf den höchsten Wert seit 2016 steigen. Was aber sind die Gründe für diesen Trend? Die steigenden Lebenshaltungskosten und Jobverluste? Oder auch neue Bezahlmöglichkeiten wie „Buy Now, Pay Later“, die vor allem jüngere Menschen nutzen? Welche Gefahren gehen davon aus, dass Kredite heute leichter verfügbar und ihre Folgekosten oft nur schwer einzuschätzen sind? Wie schnell gerät man in eine Schuldenfalle – und wie kommt man um sie herum oder auch wieder aus ihr heraus? Und was tut die Politik gegen die zunehmende Verschuldung gerade junger Menschen? Darum geht es in der neuen Folge des ZEIT-Wirtschaftspodcasts Ist das eine Blase?. Die Hosts Jens Tönnesmann und Zacharias Zacharakis haben Julia Braun zu Gast, die  für das Fachzentrum Schuldenberatung Bremen arbeitet, in jenem Bundesland also, in dem die Überschuldungsquote unter den Erwachsenen am höchsten ist. Die Juristin berichtet, dass die Schuldnerberatungsstellen derzeit stark überlastet sind, weil viele Menschen den Überblick über ihre Finanzen verloren haben und mit Mahnungen und Inkassoschreiben konfrontiert sind. Gerade bei jüngeren Menschen sei die sogenannte „Lifestyle“-Verschuldung ein ernstes Problem. Häufig würden sie beim Einkaufen im Netz nicht einmal merken, dass sie sich bereits verschulden; die Kreditaufnahme sei mit ein paar Klicks möglich und ohne ein Gespräch mit einer Bankberaterin. Braun erklärt im Podcast auch, wie sich eine Überschuldung vermeiden lässt und wo Betroffene Hilfe finden. Außerdem hat sie einen Kniff parat, für den man nur ein paar alte Marmeladengläser braucht, um seine Ausgaben besser in den Griff zu kriegen. [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. [ANZEIGE] Mehr hören? Dann testen Sie unser Podcast-Abo mit Zugriff auf alle Dokupodcasts, Bonusfolgen und unser Podcast-Archiv. Jetzt 4 Wochen kostenlos testen. Und falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot.
Fällt die Brandmauer in der Wirtschaft?01 Dec 202500:55:32
Die deutsche Wirtschaft ringt um ihre Haltung zur AfD. Der Verband der Familienunternehmer hat sein Kontaktverbot zur Partei aufgehoben und damit eine heftige Diskussion ausgelöst: Sollte man mit einer Partei sprechen, die in Teilen als rechtsextrem gilt? Oder gefährdet genau das die demokratische Kultur und das internationale Ansehen des Wirtschaftsstandorts? Unternehmen und Verbände sehen sich in diesen Tagen gezwungen, sich neu zu positionieren. Die Deutsche Bank beendete eine Kooperation mit den Familienunternehmern, nachdem der Verband einen AfD-Politiker zu einem parlamentarischen Abend in die Räume der Bank eingeladen hatte; Firmen wie Rossmann oder Vorwerk traten aus dem Verband aus. Aufgrund der heftigen Kritik hat der Verband inzwischen wieder seine Positionierung revidiert und will nun doch nicht mehr mit der AfD sprechen.   Gleichzeitig wächst der Druck, vor allem aus dem Mittelstand, sich nicht gänzlich von der AfD abzuschotten. Manche Unternehmer fordern, man müsse sich für Gespräche mit der Partei öffnen, weil sie im Bundestag sitzt und in mehreren Länderparlamenten stark vertreten ist. Nur welche Folgen hat das für die Unternehmen? Und wie sollten, wie können sie sich positionieren? Haben sie womöglich gar eine Pflicht, politisch Farbe zu bekennen? Das ist das Thema der neuen Folge von Ist das eine Blase?, dem Wirtschaftspodcast der ZEIT über Geld, Macht und Gerechtigkeit. Mit dabei ist der Wirtschaftsethiker Markus Scholz von der TU Dresden, der gerade ein Buch über die "Wirtschaft mit Werten" veröffentlicht hat. Er sagt, Unternehmen sollten sich durchaus inhaltlich mit den Forderungen der AfD auseinandersetzen. Sie könnten ihnen auch Briefe und Mails schreiben, um ihre Position klarzumachen. Deshalb müsse man sie aber nicht zu Veranstaltungen einladen. Denn dadurch würde man sie legitimieren. Im ZEIT-Wirtschaftspodcast Ist das eine Blase? diskutieren Carla Neuhaus, Jens Tönnesmann und Zacharias Zacharakis über Geld, Macht und Gerechtigkeit – alle zwei Wochen montags und immer mit einem Gast. [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. [ANZEIGE] Mehr hören? Dann testen Sie unser Podcast-Abo mit Zugriff auf alle Dokupodcasts, Bonusfolgen und unser Podcast-Archiv. Jetzt 4 Wochen kostenlos testen. Und falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot.
Müssen wir Reiche höher besteuern?24 Nov 202501:07:59
Es ist das Paradox des Jahres: Einerseits befürworten die meisten Menschen im Land offenbar die Idee, höhere Vermögen stärker zu besteuern. Angesichts der Wirtschaftskrise und der angespannten Haushaltslage gibt es gute Argumente dafür. Dazu kommt, dass die Vermögensverhältnisse in Deutschland ziemlich ungleich sind, wie der Sachverständigenrat Wirtschaft gerade festgestellt hat. Andererseits findet die Idee in der Politik seit Jahren keine Mehrheit, im Gegenteil: Nicht nur Steuererhöhungen an sich, sondern schon die Diskussion darüber führe "am Ende des Tages dazu, dass der Standort ein kleines bisschen weniger attraktiv wird", meint die Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) und warnt vor einer „Neiddebatte“. Wie lässt sich dieser Widerspruch erklären? Liegt es daran, dass höhere Steuern den Unternehmen schaden könnten, Investitionen hemmen und Arbeitsplätze kosten würden, mit viel Bürokratie und Kapitalflucht verbunden wären? Oder liegt es vielleicht am Einfluss der Vermögenden auf die Politik? Warum überhaupt wird in Deutschland seit 1997 keine Vermögensteuer mehr erhoben und wie sehen die aktuellen Regeln bei der Erbschaftsteuer aus? Wie ließen sie sich reformieren, ohne der Wirtschaft zu schaden? Darum geht es in der neuen Folge des ZEIT-Wirtschaftspodcasts "Ist das eine Blase?“. Die Hosts Zacharias Zacharakis und Jens Tönnesmann diskutieren mit Achim Truger. Der Ökonomieprofessor von der Uni Duisburg-Essen ist Mitglied des Sachverständigenrats Wirtschaft, der die Bundesregierung berät und Mitte November sein neues Jahresgutachten veröffentlicht hat. Die fünf Mitglieder des Gremiums werden auch Wirtschaftsweisen genannt. Im Gespräch berichtet Truger, wie ausgeprägt die Vermögensungleichheit im Land ist, was für eine höhere Besteuerung von Vermögen spricht und wie sich Erbschaften gerechter besteuern ließen. Wenn kein "Wachstumswunder“ geschehe, sei es "schlicht und ergreifend Realitätsverweigerung“ zu glauben, ohne höhere Steuern durch die Krise zu kommen, sagt Truger. Zu Gast ist außerdem Kolja Rudzio. Der stellvertretende Leiter des Wirtschaftsressorts der ZEIT hat recherchiert, wie sich eine Vermögensteuer auswirken könnte, was für sie spricht – und was gegen sie. Im Podcast erklärt er, welche Steuerregeln aktuell gelten und warum die Erbschaftsteuer gerade auch ein Thema für das Bundesverfassungsgericht ist. [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. [ANZEIGE] Mehr hören? Dann testen Sie unser Podcast-Abo mit Zugriff auf alle Dokupodcasts, Bonusfolgen und unser Podcast-Archiv. Jetzt 4 Wochen kostenlos testen. Und falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot.
Warum zieht uns der Betrug so magisch an?17 Nov 202500:26:39
Noch ist unklar, wie genau das System René Benko funktioniert hat. Der frühere Immobilienmanager aus Österreich, den man dort den Wunderwuzzi nannte, sitzt zwar bereits in Haft. Aber verurteilt ist er bisher nur, weil er vergleichsweise kleine Geldbeträge vor seiner Riesenpleite in Sicherheit gebracht haben soll. Dennoch zeigt sich in den Ermittlungen, wie die Maschinerie des Geldbeschaffens im System Benko funktioniert haben könnte. Im Podcast-Club der ZEIT sprechen die Journalisten Anne Kunze und Zacharias Zacharakis über den Fall René Benko und über die Psychologie des Betrugs. Die Hosts der Podcasts „ZEIT Verbrechen“ und „Ist das eine Blase?“ fragen: Warum lassen sich selbst kluge Menschen täuschen? Und was fasziniert uns an großen Scams? Ein Privatjet etwa muss schon her, wenn man die reichsten Investoren in Deutschland davon überzeugen will, dass sie einem ihr Geld anvertrauen. Glanz und Gier gehören eng zusammen, wenn es um Wirtschaft und Verbrechen geht. Das zeigt auch der Fall eines Betrügers, der seinen Geldgebern durch großen Auftritt in teuren Hotels und viel Schauspielerei weiß machen konnte, dass sie von hohen Fördergeldern der EU profitieren würden, wenn sie ihm nur ihr Vermögen anvertrauten. [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. [ANZEIGE] Mehr hören? Dann testen Sie unser Podcast-Abo mit Zugriff auf alle Dokupodcasts, Bonusfolgen und unser Podcast-Archiv. Jetzt 4 Wochen kostenlos testen. Und falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot.
Platzt bald die KI-Blase?10 Nov 202500:56:29
Nvidia, Microsoft, Google: Die Aktien von Konzernen, die auf Künstliche Intelligenz (KI) setzen, sind in den letzten Monaten rasant gestiegen. Pierre-Olivier Gourinchas, der Chefvolkswirt des Internationalen Währungsfonds, sieht deshalb "starke Parallelen zur Dotcom-Blase". Auch andere Experten warnen, die hohen Aktienbewertungen könnten übertrieben sein. Die Bundesbank etwa sieht "das Risiko abrupter Marktpreiskorrekturen" deutlich erhöht, wie sie gerade in ihrem Finanzstabilitätsbericht mitgeteilt hat.  Platzt also bald die KI-Blase? Um diese Frage geht es in der neuen Folge von Ist das eine Blase?, dem Wirtschaftspodcast der ZEIT über Geld, Macht und Gerechtigkeit.  Zu Gast ist die Verhaltensökonomin Christine Laudenbach vom Leibniz-Institut für Finanzmarktforschung. Sie sagt, KI sei ein Schlagwort, mit dem sich Firmen gerade gerne schmücken. Und sie glaubt: "Es wird eine Konsolidierung geben." Die Kurse werden also fallen – die Frage sei aber, wie stark. Trotzdem versucht sie, Anlegern die Angst zu nehmen. Jetzt auf Aktien zu verzichten, sei der falsche Weg. Laudenbach vergleicht das mit der Flugangst: „Viele Menschen haben Flugangst, obwohl die Wahrscheinlichkeit auf dem Weg zum Flughafen vom Auto überfahren zu werden höher ist, als mit dem Flugzeug abzustürzen.“ Aber das Auto kenne man, während man nur selten fliege. Laudenbach meint, je breiter Anleger aufgestellt seien und je langfristiger sie ihr Geld anlegen wollten, desto weniger Gedanken müssten sie sich machen – auch über einen KI-Crash. Was die Finanzexpertin konkret rät, wie man seine Aktienanlage nun aufstellen sollte und was man dabei vom norwegischen Staatsfonds für die Geldanlage lernen kann, erklärt sie in dieser Folge. Zu Gast ist außerdem Thomas Fischermann aus der ZEIT-Redaktion, der die Entwicklungen einordnet. Auch eine Künstliche Intelligenz kommt zu Wort.  Im Wirtschaftspodcast  Ist das eine Blase? sprechen Carla Neuhaus, Jens Tönnesmann und Zacharias Zacharakis alle zwei Wochen montags über das, was die Welt im Innersten zusammenhält: Geld, Macht, Gerechtigkeit. [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. [ANZEIGE] Mehr hören? Dann testen Sie unser Podcast-Abo mit Zugriff auf alle Dokupodcasts, Bonusfolgen und unser Podcast-Archiv. Jetzt 4 Wochen kostenlos testen. Und falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot.
Ist der Veggie-Hype vorbei?27 Oct 202500:43:16
Für Bundeskanzler Friedrich Merz ist die Sache klar: "Eine Wurst ist eine Wurst", sagte er kürzlich, "und eine Wurst ist nicht vegan." Doch ganz so einfach ist es dann wohl doch nicht. Längst stehen die Alternativen zum Fleisch im Zentrum eines Kulturkampfs, der von links ebenso vehement geführt wird wie von rechts. In den Supermärkten gibt es eine breite Auswahl an Burger-Patties aus Erbsenprotein, Bratwurst aus Tofu und Schnitzel aus Seitan. Nur sollen die künftig anders heißen, nicht mehr Veggie-Wurst. Die Begründung: Verwechslungsgefahr. Damit würden die Konservativen die Verbraucher für dumm verkaufen, kritisierte die Grünen-Abgeordnete Zoe Mayer die Pläne im Bundestag. "Das Sellerieschnitzel soll bald zur Sellerieplatte werden, die Tofuwurst wird dann vielleicht der Tofustängel. Damit wirklich niemand eine Ahnung hat, was man da eigentlich kauft." Wie sich der Markt für Veggie-Produkte entwickelt und was hinter dem Namensverbot steht, darum geht es in dieser Folge von Ist das eine Blase, dem Wirtschaftspodcast der ZEIT. Zu Gast ist Godo Röben, der 26 Jahre lang bei der Rügenwalder Mühle gearbeitet hat und dort als Geschäftsführer maßgeblich mit dafür verantwortlich war, dass der Wursthersteller zu einem führenden Anbieter von veganen und vegetarischen Produkten geworden ist. Mit der Wurst sei das wie mit dem Verbrenner in der Autoindustrie, sagt Röben. Wenn neue Alternativen auf den Markt kommen, wollten die Hersteller erstmal ihre alten Produkte verteidigen. Dabei wäre es sinnvoll, voranzugehen. Nur wer früh glaubhaft umschwenke, könne den Markt für sich entscheiden. Warum Wurstalternativen eigentlich Wurst ähneln, wie sich die Preise entwickeln und manche Veggie-Start-ups es nicht schaffen, hört ihr in dieser Folge. Im Wirtschaftspodcast Ist das eine Blase? sprechen Carla Neuhaus, Jens Tönnesmann und Zacharias Zacharakis alle zwei Wochen montags über das, was die Welt im Innersten zusammenhält: Geld, Macht, Gerechtigkeit. [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. [ANZEIGE] Mehr hören? Dann testen Sie unser Podcast-Abo mit Zugriff auf alle Dokupodcasts, Bonusfolgen und unser Podcast-Archiv. Jetzt 4 Wochen kostenlos testen. Und falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot.
Muss das Verbrenner-Aus weg?13 Oct 202501:06:23
Der deutschen Autoindustrie geht es nicht gut momentan. Sie verkauft weniger Autos als bislang. Vor allem in China läuft es schlecht, Hersteller aus der Volksrepublik fluten mit günstigen Modellen den Markt. Auch der Absatz in den USA leidet unter dem Zollstreit mit Donald Trump. In Europa zögern die Kunden, sich mit den neuen Elektromodellen anzufreunden. Viele Menschen sind verunsichert, das macht der Autobranche zu schaffen. Wie könnte ein Ausweg aus der Krise aussehen? Die Autoindustrie fordert: Das Verbrenner-Aus im Jahr 2035 muss weg. Und Bundeskanzler Friedrich Merz hat sich dieser Forderung angeschlossen. Doch was bedeutet das eigentlich genau? Muss man beim Klimaschutz Abstriche machen, um der Branche und ihren Beschäftigten zu helfen? Darum geht es in der neuen Folge des ZEIT-Wirtschaftspodcasts "Ist das eine Blase?" Die Hosts Zacharias Zacharakis und Jens Tönnesmann schauen sich die Probleme der Autobranche darin genauer an: Wie schlecht geht es den Unternehmen wirklich? Wie abhängig sind sie noch vom Verbrenner? Wer kauft noch Autos aus Deutschland?  Zu Gast ist Christiane Benner, die Vorsitzende der IG Metall und Fürsprecherin von Hunderttausenden Beschäftigten der Autobranche. Benner war vergangene Woche beim Autogipfel im Kanzleramt zugegen und berichtet, wie sie die Ergebnisse bewertet und wie sie die Lage bei den Autoherstellern und den Zulieferern erlebt. Benner nimmt Stellung zur Kritik der Umweltschutzorganisation Greenpeace, die der Gewerkschaft vorwirft, sich "von der Verbrennerlobby vor deren Karren spannen zu lassen“, und ihr einen "kurzsichtigen Kurswechsel“ auf Kosten des Klimas und der Arbeitsplätze bescheinigt. Benner äußert sich außerdem dazu, wie wichtig sie die Klimaziele weiterhin findet und welchen Ausweg sie aus der Krise sieht. Im Wirtschaftspodcast "Ist das eine Blase?" sprechen Carla Neuhaus, Jens Tönnesmann und Zacharias Zacharakis immer montags über das, was die Welt im Innersten zusammenhält: Geld, Macht, Gerechtigkeit. [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. [ANZEIGE] Mehr hören? Dann testen Sie unser Podcast-Abo mit Zugriff auf alle Dokupodcasts, Bonusfolgen und unser Podcast-Archiv. Jetzt 4 Wochen kostenlos testen. Und falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot.
Vergisst die Politik die junge Generation?29 Sep 202501:05:48
Es waren große Worte, mit denen sich Bundeskanzler Friedrich Merz nach seinem Amtsantritt gezielt an die "junge Generation" wandte: Seine neue Bundesregierung werde "mit aller Kraft daran arbeiten, dass wir einen neuen Generationenvertrag verwirklichen", versprach Merz. Dann machte er im Duz-Modus weiter: "Wir wissen, dass es eure Chancen sind, für die wir heute arbeiten." Aber hält sich die Bundesregierung daran? Wie spiegelt sich das in der Wirtschafts- und Sozialpolitik, etwa wenn es um die Rente geht? Und was ist mit den geplanten Milliardenschulden: Werden sie Deutschlands Wirtschaft stärker machen – oder vergrößern sie die Lasten für all jene, die noch am Anfang ihres Berufslebens stehen? Verbessert die Politik ihre Lage gerade – oder vergisst sie die jungen Menschen?  Darum geht es in der neuen Folge von "Ist das eine Blase?", dem Wirtschaftspodcast der ZEIT. Die Hosts Carla Neuhaus und Jens Tönnesmann sprechen mit Emilie Höslinger. Die 26-Jährige arbeitet als Juniorökonomin beim Münchner ifo Institut und schreibt dort an einer Dissertation über Staatsverschuldung – also einem Thema, bei dem Generationengerechtigkeit eine große Rolle spielt. Auch die Haushaltspläne der Bundesregierung hat sie sich genau angesehen. Außerdem lässt sie sich bei der Bundeswehr gerade zur Reserveoffizierin ausbilden. Höslinger sagt, sie erlebe in ihrer Generation oft ein Ohnmachtsgefühl. Um dem vorzubeugen, engagiere sie sich und ermutige dazu auch andere. Die junge Generation müsse "jetzt ganz genau darauf achten, ob es wirklich Reformen gibt und sich auch sehr stark dafür einsetzen". Wie die aus ihrer Sicht aussehen sollten, erklärt Höslinger im Podcast. [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. [ANZEIGE] Mehr hören? Dann testen Sie unser Podcast-Abo mit Zugriff auf alle Dokupodcasts, Bonusfolgen und unser Podcast-Archiv. Jetzt 4 Wochen kostenlos testen. Und falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot.
Kommt jetzt die Generation arbeitslos?15 Sep 202500:59:42
Auf dem Papier haben sie alles richtig gemacht: Sie haben studiert, gute Noten bekommen, diverse Praktika hinter sich gebracht – und doch finden sie keinen Job. Vor diesem Problem stehen derzeit viele Hochschulabsolventen. Bereits 2024 waren fast 40.000 der unter 30-Jährigen trotz Uniabschluss erwerbslos. Das sind 25 Prozent mehr als im Vorjahr, wie Daten der Bundesagentur für Arbeit zeigen. Berufseinsteiger spüren damit besonders stark die Flaute am Arbeitsmarkt. Auf dem Jobportal Stepstone zum Beispiel sind aktuell nur noch halb so viele Stellen ausgeschrieben wie noch vor drei Jahren. Da kämen gerade zwei Trends zusammen, sagt der CEO der Plattform, Sebastian Dettmers: der konjunkturelle Abschwung und die stärkere Verbreitung von Künstlicher Intelligenz (KI). Zwar würde er nicht sagen, dass KI den Deutschen per se die Jobs wegnimmt. Aber: “Die einfachen kognitiven Tätigkeiten, bei denen ich immer wieder das Gleiche mache, werden jetzt zunehmend automatisiert.” Und das trifft eben vor allem Einsteigerjobs, besonders die für Akademiker. Im Handwerk oder in der Pflege habe der Nachwuchs dagegen weiterhin kein Problem, eine erste Stelle nach der Ausbildung zu finden oder übernommen zu werden. Was aber heißt das für den Nachwuchs? Wo gibt es abseits von Pflege und Handwerk noch Jobs? Wie können sich junge Menschen auf die neuen Rahmenbedingungen einstellen? Darum geht es in der neuen Folge von Ist das eine Blase?, dem Wirtschaftspodcast der ZEIT über Geld, Macht und Gerechtigkeit. Neben Stepstone-Chef Dettmers ist auch Henrik Rampe zu Gast, Redakteur im Arbeitsressort der ZEIT. Er hat kürzlich junge Menschen begleitet, die nach dem Uniabschluss auf Jobsuche sind, und berichtet von der Recherche. Im ZEIT-Wirtschaftspodcast Ist das eine Blase? diskutieren Carla Neuhaus, Jens Tönnesmann und Zacharias Zacharakis über Geld, Macht und Gerechtigkeit – alle zwei Wochen montags und immer mit einem Gast. [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. [ANZEIGE] Mehr hören? Dann testen Sie unser Podcast-Abo mit Zugriff auf alle Dokupodcasts, Bonusfolgen und unser Podcast-Archiv. Jetzt 4 Wochen kostenlos testen. Und falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot.
Scheitert Trump an der Inflation?01 Sep 202500:55:20
Die US-Amerikaner hatten sich eigentlich darauf eingestellt, dass ihr Leben einigermaßen bezahlbar bleibt. Dass die starke Teuerung nach der Coronapandemie allmählich vorbei ist. Dass die Gehälter etwas anziehen und ihre Kaufkraft wieder zunimmt. Doch jetzt scheint sie wieder da zu sein: die hohe Inflation. Im Sommer hat die Teuerungsrate zugelegt, die Preise steigen erneut. Woran liegt das? Darüber sprechen wir in "Ist das eine Blase?", dem Wirtschaftspodcast der ZEIT über Geld, Macht und Gerechtigkeit. Unsere US-Korrespondentin Heike Buchter berichtet in der neuen Folge über ihren Alltag in New York: "Es sind nicht nur die Preise im Supermarkt, die gestiegen sind, sondern eben eigentlich so gut wie alles vom Deostick bis zum Ford 150 Pickup Truck", sagt sie. Alles habe ein Niveau erreicht, das man "vor fünf Jahren noch für unvorstellbar" gehalten habe. Über die Gründe für den erneuten Anstieg der Inflation wird in der Wissenschaft hitzig diskutiert. Sind es die Zölle, die US-Präsident Donald Trump auf die Einfuhr so gut wie aller ausländischer Waren erlassen hat? Reichen die Unternehmen in den USA diese Kosten allmählich an die Verbraucher weiter? Darüber sprechen wir mit dem Ökonomen Robin Brooks von der Brookings Institution in Washington, D. C. Er sagt: "Die amerikanische Wirtschaft ist definitiv nicht mehr so stark, wie sie es vor dem Amtsantritt von Trump war. Und das ist ganz bestimmt darauf zurückzuführen, dass die Strafzölle schon zu Preissteigerungen geführt haben, dass dadurch die Nachfrage hier in Amerika beeinflusst wird, und zwar negativ beeinflusst wird." Wie sehr diese Entwicklung nun auch dem Präsidenten schaden könnte, wie Trump versucht, dagegen anzukämpfen, indem er die US-Notenbank Fed politisch unter Druck setzt, darüber diskutieren die beiden Hosts Jens Tönnesmann und Zacharias Zacharakis in dieser Folge mit ihren Gästen. [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. [ANZEIGE] Mehr hören? Dann testen Sie unser Podcast-Abo mit Zugriff auf alle Dokupodcasts, Bonusfolgen und unser Podcast-Archiv. Jetzt 4 Wochen kostenlos testen. Und falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot.
Wie gerecht ist Deutschland?18 Aug 202501:15:21
Geld, Macht und Gerechtigkeit: Darum geht es in der Wirtschaft immer wieder – ebenso im ZEIT-Podcast "Ist das eine Blase?". In der 100. (!) Folge beantworten die Hosts Carla Neuhaus, Zacharias Zacharakis und Jens Tönnesmann deshalb einmal die ganz großen Fragen: Wie ist das Geld hierzulande verteilt? Wie die Macht? Und letztlich: Wie gerecht ist Deutschland? Um sich dem anzunähern, erklären sie, wie viel Vermögen und wie viel Einkommen die Menschen in Deutschland eigentlich haben. Wie sich die Gruppe der Millionäre zusammensetzt. Wie viele Menschen wiederum Bürgergeld erhalten und warum. Auch erläutern sie, welche Macht von Unternehmen ausgeht und welche von Gewerkschaften. Oder was für einen beruflichen Hintergrund die meisten Politiker im Bundestag haben. Zu all dem gibt es Zahlen, die dabei helfen, sich der großen Frage zu nähern: Wie gerecht ist Deutschland? Dazu haben auch unsere Hörerinnen und Hörer eine klare Meinung, die sich übrigens überraschend mit dem Bundestrend überschneidet. Ausnahmsweise gibt es diesmal keinen externen Gast. Dafür kommen in der 100. Folge alle früheren Hosts des Podcasts zu Wort – und auch mindestens ein Tier. "Ist das eine Blase?" ist der Wirtschaftspodcast der ZEIT über Geld, Macht und Gerechtigkeit. Wenn ihr Feedback zur Folge habt oder Themenwünsche, schickt uns gerne eine Mail an blase@zeit.de oder lasst einen Kommentar da. [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. [ANZEIGE] Mehr hören? Dann testen Sie unser Podcast-Abo mit Zugriff auf alle Dokupodcasts, Bonusfolgen und unser Podcast-Archiv. Jetzt 4 Wochen kostenlos testen. Und falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot.
Müssen wir bald alle coden können?04 Aug 202501:12:19
Ohne Entwicklerinnen und Entwickler geht in der Wirtschaft nichts: Sie bauen Software für Manager und Maschinen, und sie entwickeln Programme und Plattformen, um die Start-ups und Konzerne entstehen. Allerdings brauchen die Unternehmen aktuell mehr von ihnen, als es gibt. Kann künstliche Intelligenz den Mangel beheben? Wie viele Entwickler braucht es überhaupt in Zukunft? Weniger, weil einfache Code-Zeilen längst die KI schreibt? Oder mehr, weil jemand die KI weiterentwickeln muss? Und kann – oder sollte – jetzt jeder coden lernen? Darum geht es in der 99. Folge von "Ist das eine Blase?", dem Wirtschaftspodcast der ZEIT über Geld, Macht und Gerechtigkeit. Zu Gast ist Thomas Bachem, der sich bereits mit 14 Jahren das Programmieren beigebracht, später mehrere Start-ups gegründet und 2017 die Code University in Berlin aufgezogen hat – "eine Hochschule, wie sie mir früher gefehlt hat", sagt er. Studierenden soll dort nicht nur das Programmieren beigebracht werden, sondern auch das Arbeiten in Projekten und interdisziplinären Teams.  Bachem sagt, es sei derzeit "eine unglaublich spannende Zeit zum Programmieren". Ihm mache es "mehr Spaß denn je", und zwar gerade, weil er sich dabei von künstlicher Intelligenz helfen lasse. Er erzählt in der Folge von seinem eigenen Weg, wie er etwa eine Lebenslauf-App an Xing verkaufte. Er berichtet davon, wie er die Pleite seiner Hochschule gerade noch abwenden konnte und ihn das an seine Grenzen brachte. Und er gibt eine Prognose ab, wie KI den Beruf des Entwicklers verändern könnte. Zu Gast ist in der Folge außerdem Eva Wolfangel, Redakteurin im Digital-Ressort der ZEIT, die für ihre Recherchen regelmäßig mit Entwicklern spricht und weiß, wo eigentlich wie viele gerade gesucht werden.  Im Wirtschaftspodcast "Ist das eine Blase?" diskutieren Carla Neuhaus, Jens Tönnesmann und Zacharias Zacharakis über Geld, Macht und Gerechtigkeit – alle zwei Wochen montags und immer mit einem Gast. [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. [ANZEIGE] Mehr hören? Dann testen Sie unser Podcast-Abo mit Zugriff auf alle Dokupodcasts, Bonusfolgen und unser Podcast-Archiv. Jetzt 4 Wochen kostenlos testen. Und falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot.
Bremst die Regierung die Energiewende aus?21 Jul 202500:50:45
Mit einigen ihrer Aussagen hat sie für ziemlich viel Aufsehen gesorgt. Etwa als die neue Wirtschaftsministerin Katherina Reiche angekündigt hat, dass Deutschland rund 40 neue Gaskraftwerke brauche und sie den Bau veranlassen wolle. Auch lässt die CDU-Politikerin gerade überprüfen, ob der Ausbau von Solar- und Windstrom zu schnell geschehe, ob es Deutschland mit der Energiewende vielleicht sogar übertrieben habe. Selbst die Klimaziele stellt sie infrage. Mit diesen Äußerungen hat die neue Ministerin nicht nur Klimaschützer irritiert, sie scheint tatsächlich einen grundlegenden Kurswechsel einzuleiten. Doch wohin führt die Energiepolitik der neuen Regierung? Darüber sprechen wir in der neuen Folge von "Ist das eine Blase?", dem ZEIT-Wirtschaftspodcast über Geld, Macht und Gerechtigkeit. Zu Gast ist die Energieökonomin Claudia Kemfert vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung. Sie sagt: "Offensichtlich ist die Ministerin davon getrieben, dass sie den Klimaschutz nicht hoch hängen will." Kemfert bezweifelt auch, dass der Fokus auf derart viele neue Gaskraftwerke klimapolitisch sinnvoll sei. Mit den beiden ZEIT-Wirtschaftsredakteuren Carla Neuhaus und Zacharias Zacharakis diskutiert sie, wie der Strom für Unternehmen und Verbraucher günstiger werden kann – und was passieren müsste, damit der Ausbau von Wind und Solar weiter vorangeht. [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. [ANZEIGE] Mehr hören? Dann testen Sie unser Podcast-Abo mit Zugriff auf alle Dokupodcasts, Bonusfolgen und unser Podcast-Archiv. Jetzt 4 Wochen kostenlos testen. Und falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot.
Führen diese Schulden wirklich in die Zukunft?07 Jul 202501:07:07
115 Milliarden Euro will die Bundesregierung in diesem Jahr in neue Straßen und Schienen, Brücken und Schulen investieren – ein Rekord, wie sie betont. Gleichzeitig will sie 82 Milliarden Euro neue Schulden machen – fast doppelt so viel wie 2024. Ist das der Befreiungsschlag für das Land, in dem Brücken bröseln und Schulen schimmeln? Darum geht es in der neuen Folge von "Ist das eine Blase?", dem Wirtschaftspodcast der ZEIT. Die Hosts Jens Tönnesmann und Zacharias Zacharakis erklären, wie die Haushaltspläne der Bundesregierung aussehen und wie es damit nun weitergeht. Zu Gast ist Michael Hüther, der Direktor des arbeitgebernahen Instituts der deutschen Wirtschaft. Im Podcast verrät Hüther, wie er mit drei anderen Ökonomen im Februar in nur 50 Minuten ein Papier formuliert hat, das CDU und SPD die wichtigen Argumente lieferte, um die Schuldenbremse im Grundgesetz zu lockern und ein Sondervermögen Infrastruktur zu schaffen – obwohl die CDU das im Wahlkampf noch abgelehnt hatte.   Aber wie sinnvoll sind die Pläne der Bundesregierung tatsächlich? Wie groß ist die Gefahr, dass Investitionen ins Sondervermögen verschoben werden, um im Kernhaushalt mehr Geld für soziale Ausgaben zu haben? Können die Pläne zum klimafreundlichen Umbau Deutschlands beitragen? Und können sie so viel Wachstum erzeugen, dass damit die Zinsen für die neuen Schulden gedeckt sind? Wann ist mit Effekten zu rechnen, und wie groß ist die Gefahr, dass die Wirtschaft überhitzt oder das Geld im Eifer des Gefechts für Brücken ausgegeben wird, die man gar nicht braucht? Hüther ist optimistisch, aber auch kritisch: Es sei "natürlich absurd", wenn die Bundesregierung die Gasumlage aus dem Klima- und Transformationsfonds finanzieren wolle. Außerdem sei es ein Fehler, dass die für die Bundesländer bestimmten Gelder nicht zwingend zusätzliche Investitionen finanzieren müssten. Das sei eine "Unverantwortlichkeit", sagt Hüther: "Die Länderministerpräsidenten sind ja alle lieb und nett, aber in der Summe werden sie zur Beutegemeinschaft." Im Wirtschaftspodcast "Ist das Blase?" diskutieren Carla Neuhaus, Jens Tönnesmann und Zacharias Zacharakis über Geld, Macht und Gerechtigkeit – alle zwei Wochen montags und immer mit einem Gast. [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. [ANZEIGE] Mehr hören? Dann testen Sie unser Podcast-Abo mit Zugriff auf alle Dokupodcasts, Bonusfolgen und unser Podcast-Archiv. Jetzt 4 Wochen kostenlos testen. Und falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot.
Kann China uns erpressen?23 Jun 202500:50:51
Sie stecken in unseren Smartphones und Bildschirmen, in Windrädern und Elektromotoren: Seltene Erden. Die deutsche Industrie ist auf die Rohstoffe der Zukunft dringend angewiesen. 90 Prozent dieser Metalle aber werden in China abgebaut, das seinen Export zuletzt stark eingeschränkt hat. Manch ein deutscher Maschinenbauer bekomme da derzeit zu hören: "Sorry, such dir einen anderen Lieferanten!" So berichtet es Bertram Kawlath, der Präsident des Verbands Deutscher Maschinen- und Anlagenbauer (VDMA), in der neuen Folge von Ist das eine Blase?, dem Wirtschaftspodcast über Geld, Macht und Gerechtigkeit von ZEIT und ZEIT ONLINE. Schuld daran ist der Handelsstreit zwischen China und den USA: Die Volksrepublik will verhindern, dass die Metalle in die Vereinigten Staaten gehen. Das trifft auch deutsche Betriebe: "Soweit mir bekannt ist, liegen etwa eine halbe Million Exportanträge für Seltene Erden oder Magnete in China in der Pipeline und werden nicht bearbeitet", sagt Kawlath, der den Ventilhersteller Schubert & Salzer aus Ingolstadt leitet. Kawlath alarmiert aber noch mehr: Seine Branche leide zunehmend unter den ungleichen Wettbewerbsbedingungen mit China. Er berichtet zum Beispiel von Anlagen, die ein chinesischer Anbieter hier mit falschen CE-Kennzeichen vertrieben habe. Auf Nachfrage habe der Exporteur gesagt, das heiße "China Exported". Der VDMA spricht sich nun deutlich wie nie für eine stärkere Kontrolle der EU-Importe aus und kritisiert offen das "Foulspiel Chinas".  Das ist ein Paradigmenwechsel im Umgang mit China. Wie Kawlath den erklärt, was er von der Bundesregierung fordert und welche Folgen sein Konfrontationskurs haben könnte – darum geht es in dieser Folge. Zu Gast ist zudem der ZEIT-Wirtschaftsredakteur Marc Widmann, der zu Seltenen Erden recherchiert hat. Die Hosts dieser Folge sind Carla Neuhaus und Jens Tönnesmann. [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. [ANZEIGE] Mehr hören? Dann testen Sie unser Podcast-Abo mit Zugriff auf alle Dokupodcasts, Bonusfolgen und unser Podcast-Archiv. Jetzt 4 Wochen kostenlos testen. Und falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot.
Kommt jetzt die Wirtschaftswende?09 Jun 202500:44:36
Seit bereits drei Jahren stagniert die deutsche Wirtschaft. Die Konjunktur kommt nicht vom Fleck, Wachstum bleibt aus. Um das zu ändern, hat die neue Bundesregierung kürzlich im Kabinett ein Sofortprogramm beschlossen. Im Kern geht es dabei um Steuerentlastungen für Unternehmen und einen Abbau der enormen Bürokratie. Auch soll es Firmen über neue Abschreibungsmöglichkeiten erleichtert werden, in neue Maschinen oder Fabriken zu investieren. Doch reicht das, um die viel beschworene Wirtschaftswende zu schaffen? Hat Schwarz-Rot das richtige Rezept? Darüber sprechen wir diesmal in "Ist das eine Blase?", dem ZEIT-Wirtschaftspodcast über Geld, Macht und Gerechtigkeit. Das Besondere: Aufgezeichnet haben wir Folge 95 als Livegespräch auf dem Kongress zum 200. Geburtstag des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels in Berlin. Unser Gast dort war Marcel Fratzscher, Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW). Er sagt zur aktuellen Lage: "Die Stimmung ist deutlich schlechter als die wirtschaftliche Realität." Damit es aufwärtsgehe, brauche es vor allem mehr Zuversicht: "Wenn die Unternehmerinnen und Unternehmer kein Vertrauen haben, werden sie nicht investieren." Im Sofortprogramm der Bundesregierung sieht der Ökonom wirksame Ansätze: "Sicherlich helfen Steuersenkungen den Unternehmen etwas, aber das wird nicht der große Wurf sein", sagt Fratzscher. Schließlich seien die Unternehmenssteuern auch die vergangenen 50 Jahre in Deutschland nicht wesentlich niedriger gewesen, was im Laufe dieser Zeit auch kein Hindernis für Wachstum gewesen sei. Für Fratzscher zählt viel mehr, dass Deutschland eine grundsätzliche Bereitschaft für Veränderungen aufbringen müsse, auch mit schmerzlichen Reformen und der Umgestaltung manch alter Industriebereiche. Moderiert wird diese Folge ausnahmsweise von nur einem unserer Hosts: Zacharias Zacharakis, Wirtschaftsredakteur von ZEIT ONLINE, hat Marcel Fratzscher auf der Bühne interviewt. Trotzdem melden sich auch Carla Neuhaus und Jens Tönnesmann zu Wort – aus der Ferne.  [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. [ANZEIGE] Mehr hören? Dann testen Sie unser Podcast-Abo mit Zugriff auf alle Dokupodcasts, Bonusfolgen und unser Podcast-Archiv. Jetzt 4 Wochen kostenlos testen. Und falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot.
Ist die Rente noch gerecht, Herr Rürup?26 May 202500:48:49
Auch Beamte sollten in die gesetzliche Rentenkasse einzahlen, forderte kürzlich die neue Arbeitsministerin Bärbel Bas (SPD). Es geht um Gerechtigkeit und um fehlende Einnahmen: Durch den demografischen Wandel wird es immer schwieriger, das bisherige System zu finanzieren. Schon jetzt muss der Bund jedes Jahr Steuermittel in Milliardenhöhe zuschießen.  Nur würde es helfen, Beamte miteinzubeziehen? Geht das überhaupt? Und was wären Alternativen? Darum geht es in der neuen Folge des ZEIT-Wirtschaftspodcasts “Ist das eine Blase?” über Geld, Macht und Gerechtigkeit, diesmal mit den beiden Hosts Carla Neuhaus und Zacharias Zacharakis. Zu Gast ist der Ökonom Bert Rürup. Der 81-Jährige hat über 50 Jahre lang Regierungen zur Rente beraten und hat der Rürup-Rente (einer geförderten Zusatzrente) seinen Namen geliehen. Heute ist er in Pension und Chefökonom des Handelsblatts.  Er sagt: Alle Beamten zu einem bestimmten Stichtag in das System zu integrieren, wäre kaum möglich. “Sie hätten eine unglaublich lange Übergangsphase.” Schließlich haben heutige Beamte einen Anspruch auf eine Pension im Alter, den könne man nicht einfach streichen. Ansetzen könnte man daher nur beim Nachwuchs.  Ohnehin würde die Integration der Beamten ins System das grundlegende Problem nicht lösen: den demografischen Wandel. Schließlich würden Beamte dann nicht nur mit ins System einzahlen, sie würden im Alter auch daraus bezahlt.  Helfen könnte vielmehr ein höheres Renteneintrittsalter. Dann zahlen die Menschen länger Beiträge und kassieren kürzer Rente. Das sei aber nur schwer durchsetzbar, meint Rürup. Dafür seien unter den Wählern zu viele ältere Beschäftigte. Viel abgewinnen kann Rürup auch der Idee, dass der Staat für seine Bürger Geld am Kapitalmarkt anlegt. Die sogenannte Aktienrente, die noch die FDP geplant hat, liegt derzeit allerdings auf Eis.  Was Rürup der aktuellen Bundesregierung und dem Nachwuchs rät, hört ihr in der neuen Folge von “Ist das eine Blase?”: dem Podcast, in dem wir uns alle zwei Wochen montags mit einem aktuellen Phänomen der Wirtschaft beschäftigen. Neben Bert Rürup ist in dieser Folge Tina Groll zu Gast, Redakteurin und Rentenexpertin von ZEIT ONLINE.   [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. [ANZEIGE] Mehr hören? Dann testen Sie unser Podcast-Abo mit Zugriff auf alle Dokupodcasts, Bonusfolgen und unser Podcast-Archiv. Jetzt 4 Wochen kostenlos testen. Und falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot.
Was sucht Deutschland im Weltall?12 May 202501:03:07
Es fühlt sich ein bisschen an, als hätte uns eine Zeitkapsel zurück in die Sechzigerjahre des vergangenen Jahrhunderts versetzt. Der Wettlauf ins All ist wieder in vollem Gange, diverse Nationen konkurrieren wie damals darum, möglichst weit vorzudringen mit Innovationen, Raketen und Raumgefährten. Die erste Mondlandung ist bald 56 Jahre her, aber auch jetzt ist von Mondmissionen die Rede. Selbst Deutschland, das bisher unter den Raumfahrtnationen eine eher nachrangige Rolle spielte, will stärker mitmischen.   Die neue Regierungskoalition hat angekündigt, dass sie sich in dieser Frage viel intensiver einbringen will und sogar anstrebt, dass ein deutscher Astronaut zum Mond fliegt. Die CSU-Politikerin Dorothee Bär ist jetzt Deutschlands neue Ministerin für Forschung, Technologie und eben Raumfahrt. Der Etat für staatliche Investitionen in diesem Bereich soll erhöht werden, auch weil Europa insgesamt mehr Kapazitäten und Knowhow aufbauen möchte, um weniger abhängig zu sein von Elon Musks Raumfahrtkonzern Space X. Ist das alles nur ein Hype oder steckt mehr dahinter? Um wie viel Geld geht es eigentlich? Welche Interessen spielen eine Rolle? Und warum schwärmt der bayerische Ministerpräsident Markus Söder sogar von einem Flug zum „dicken Brummer“ Jupiter? Darüber sprechen wir in der neuen Folge von Ist das eine Blase?, dem ZEIT-Wirtschaftspodcast über Geld, Macht und Gerechtigkeit. Zu Gast ist der Luft- und Raumfahrtingenieur Christian Ziach, der für den halbstaatlichen Hightech-Gründerfonds in Unternehmen und Start-Ups investiert, die hoch hinaus wollen. Er sagt: „Wir können es uns als Hochtechnologieland und drittgrößte Wirtschaftsmacht in der Welt nicht leisten, in diesem Schlüsselbereich den Anschluss zu verlieren.“ Aber haben deutsche Unternehmen überhaupt noch eine Chance, ernsthaft in diesem Wettlauf aufzuschließen? Der ZEIT-Redakteur und Weltraumreporter Robert Gast erklärt, wo Deutschland aktuell steht. Moderiert wird die Folge von den beiden ZEIT-Wirtschaftsredakteuren Jens Tönnesmann und Zacharias Zacharakis. [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. [ANZEIGE] Mehr hören? Dann testen Sie unser Podcast-Abo mit Zugriff auf alle Dokupodcasts, Bonusfolgen und unser Podcast-Archiv. Jetzt 4 Wochen kostenlos testen. Und falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot.
"Sie unterstützen etwas, das zum Tod von Menschen führt"28 Apr 202501:07:20
Aus finanzieller Sicht klingt es traumhaft: Wer kurz nach dem Angriff Russlands auf die Ukraine im Februar 2022 in Aktien des Rüstungskonzerns Rheinmetall investiert hat, konnte seinen Einsatz bis heute mehr als verzehnfachen. Und davon profitieren, dass Länder wie Deutschland derzeit massiv in Rüstung investieren, um sich im Notfall verteidigen zu können. Was für eine Rendite! Aber sind solche Waffen-Investments vertretbar, vielleicht sogar wünschenswert? Oder sollte ich aus moralischen Gründen besser die Finger von Rüstungsaktien lassen, auch wenn sie Gewinne versprechen? Verdient jemand wie der Rapper Bushido einen Shitstorm, wenn er seine Rüstungsinvestments öffentlich macht – und ist es vorbildlich, wenn er sich dann entschuldigt, die Wertpapiere verkauft und die Erlöse spendet? Um diese Fragen geht es in der neuen Folge von "Ist das eine Blase?", dem Podcast über Geld, Macht und Gerechtigkeit von ZEIT und ZEIT ONLINE. Die Hosts Carla Neuhaus und Jens Tönnesmann diskutieren mit dem Philosophen Bernd Villhauer, der am Weltethos-Institut zu Finanzethik forscht, einem An-Institut der Universität Tübingen.  Villhauer erklärt, welche Fragen man sich bei der Geldanlage grundsätzlich immer stellen sollte, was ethisches Investieren eigentlich bedeutet und weshalb sich Nachhaltigkeit und Rendite nicht ausschließen. Außerdem geht es um die Frage, ob es eine rote Linie gibt, anhand derer sich ethische und unethische Waffenhersteller unterscheiden lassen – etwa anhand der Waffen, die sie herstellen. Villhauer erklärt, was heute für Rüstungsinvestments spricht, warum man sich aber im Klaren darüber sein sollte, "dass Sie damit auch etwas unterstützen, was zum Tod von Menschen führt". An die Anleger appelliert er: "Seid da sehr kritisch, schaut euch genau an, was da passiert." Außerdem ist Hauke Friederichs zu Gast. Der sicherheitspolitische Korrespondent der ZEIT erklärt, warum die Aktienkurse der Rüstungskonzerne zuletzt so gestiegen und ob sie an den Börsen möglicherweise schon überbewertet sind.  [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. [ANZEIGE] Mehr hören? Dann testen Sie unser Podcast-Abo mit Zugriff auf alle Dokupodcasts, Bonusfolgen und unser Podcast-Archiv. Jetzt 4 Wochen kostenlos testen. Und falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot.
"Sonst haben wir nur noch Fast-Food-Ketten"14 Apr 202500:44:59
Union und SPD wollen einer Branche besonders helfen: der Gastronomie. Ab 2026 soll für Speisen im Restaurant der reduzierte Umsatzsteuersatz von sieben Prozent gelten. So haben es die Parteien in ihrem Koalitionsvertrag vereinbart. Bislang werden noch 19 Prozent fällig. Michael Käfer, Chef der Restaurant- und Feinkostkette Käfer, hält das für den richtigen Schritt. "Am wichtigsten ist, dass das Gastronomie-Sterben aufhört", sagt er. "Sonst haben wir am Ende nur noch Fast-Food-Ketten." In der neuen Folge des ZEIT-Wirtschaftspodcasts "Ist das eine Blase?" erklärt der Unternehmer, warum es der Branche derzeit so schlecht geht: Zu vieles sei teurer geworden. Gleichzeitig seien die Menschen zurückhaltender bei Restaurantbesuchen geworden. Käfer sagt: "Die Stimmung der Gäste ist eher verhalten." Käfer betreibt 22 Restaurants und Bistros und ist damit gegenüber kleineren Betrieben im Vorteil. Er kann etwa den Einkauf zentral organisieren. Dennoch habe auch sein Unternehmen im letzten Jahr weniger Gewinn gemacht als in den Jahren zuvor. Von der niedrigeren Umsatzsteuer verspricht er sich daher "einen guten Impuls". Günstiger aber dürften die Speisen für Gäste nicht werden. Man sei schon froh, wenn man eine Zeit lang die Preise stabil halten könne.  Zumal sich Schwarz-Rot auch für eine Anhebung des Mindestlohns auf 15 Euro ausspricht, das könne manch einen Gastronomen hart treffen, sagt Käfer. In München, wo die Löhne im Bundesvergleich ohnehin etwas höher sind, sei das kein allzu großes Problem. Für Kollegen in anderen Teilen Deutschland sei das deutlich härter. Warum Käfer glaubt, dass die Steuersenkung den Staat am Ende gar nichts kosten könnte, und was er sich mit Blick auf die Arbeitszeiten wünscht, erklärt er in dieser neuen Folge von "Ist das eine Blase?", dem ZEIT-Podcast über Geld, Macht und Gerechtigkeit. Moderiert wird sie von den beiden Hosts Carla Neuhaus und Zacharias Zacharakis.  [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. [ANZEIGE] Mehr hören? Dann testen Sie unser Podcast-Abo mit Zugriff auf alle Dokupodcasts, Bonusfolgen und unser Podcast-Archiv. Jetzt 4 Wochen kostenlos testen. Und falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot.
Ruiniert Elon Musk gerade die Marke Tesla?31 Mar 202500:54:50
„Elon Musk has got to go – hey hey, ho ho”, „Don‘t buy Swasticars“, „Sell your car, sell your car“: Mit Slogans wie diesen haben in den vergangenen Wochen Menschen vor Tesla-Zentralen gegen Elon Musk demonstriert. Auch in Deutschland gibt es viel Kritik an dem Chef des Elektroautobauers, der vielen mal als Vorbild galt. Seit er Donald Trump unterstützt und mit einer Geste aufgefallen ist, die stark an einen Hitlergruß erinnert, wollen manche Tesla-Fahrer ihre Autos loswerden. Andere Tesla-Fahrer kleben aus lauter Teslascham Entschuldigungs-Aufkleber aufs Heck, um sich von dem Tech-Milliardär zu distanzieren. Und angesichts schlechter Absatzzahlen steht die Frage im Raum: Ist Elon Musk gerade dabei, die Marke Tesla zu ruinieren? Darum geht es in der neusten Folge von Ist das eine Blase, dem ZEIT-Wirtschaftspodcast über Geld, Macht und Gerechtigkeit. Zu Gast ist der Marken-Experte Franz-Rudolf Esch, der lange als Marketing-Professor gelehrt hat und seit mehr als 20 Jahren Unternehmen bei ihrer Markenstrategie berät. Esch sagt, es komme immer wieder mal vor, dass Firmenchefs eine beliebte Marke durch Entscheidungen oder Äußerungen beschädigen. In dieser Form habe er es allerdings noch nicht erlebt: "Der Vorzeigeunternehmer hat sich zum Bad Boy entwickelt und das strahlt negativ ab." Wie aber wurde die Marke Tesla überhaupt so populär, obwohl der Konzern so wenig auf klassische Werbung setzt? Wie hängt der Aufstieg von Tesla mit Elon Musk zusammen, der noch vor einigen Jahren frenetisch als Gast im Bundeswirtschaftsministerium bejubelt wurde? Wie ist es Tesla gelungen, ein Narrativ zu schaffen, dass gerade für die Innovatoren "verführerisch" war, wie Esch es formuliert? Und warum blieb die Marke auch dann noch beliebt, als die Kritik am Konzern vor einigen Jahren zunahm? Auch um diese Fragen geht es in der neuen Folge des Wirtschaftspodcasts von ZEIT und ZEIT ONLINE. Im Gespräch mit den Hosts Zacharias Zacharakis und Jens Tönnesmann erklärt Esch, wie es überhaupt zu einem Image-Transfer von einer Persönlichkeit auf eine Marke kommen kann und was sich aus dem Fall von Elon Musk ableiten lässt – etwa in Hinblick auf die Frage, ob Unternehmerinnen und Unternehmer sich überhaupt politisch engagieren sollten. Esch vertritt dabei eine klare Position: "Wenn ein Elon Musk in Deutschland den Menschen empfiehlt, die AfD zu wählen, ist das für mich eine Grenzüberschreitung sondergleichen. Deswegen kann ich einen Tesla auf keinen Fall empfehlen." Zu Gast ist außerdem Fabian Franke aus dem Wirtschaftsressort von ZEIT ONLINE, der von seinem Besuch bei einer Betriebsversammlung von Tesla in Grünheide berichtet und die aktuellen Absatzzahlen einordnet.  [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. [ANZEIGE] Mehr hören? Dann testen Sie unser Podcast-Abo mit Zugriff auf alle Dokupodcasts, Bonusfolgen und unser Podcast-Archiv. Jetzt 4 Wochen kostenlos testen. Und falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot.
Können wir uns so hohe Staatsschulden überhaupt leisten?17 Mar 202500:55:18
Die wohl künftige Regierung will mit einem neuen Sondervermögen die Schuldenbremse umgehen und daraus Investitionen in Infrastruktur finanzieren. Für die Verteidigung wollen Union und SPD sogar unbegrenzt Kredite aufnehmen können. Aber kann Deutschland sich das überhaupt leisten? Die Ökonomin und Wirtschaftsweise Veronika Grimm ist eine der ärgsten Kritikerinnen der Pläne. Im ZEIT-Wirtschaftspodcast "Ist das eine Blase?" warnt sie: "Wir manövrieren uns, wenn wir so weitermachen, in den Vorabend einer Eurokrise." Und: Wenn man da nahe genug dran ist, ist es sehr, sehr schwer, sie aufzuhalten." Das Problem sei dabei gar nicht mal so sehr, dass Deutschland seine Kreditvergabe massiv ausweitet – sondern dass andere Länder ihre Verschuldung auch drastisch erhöhen könnten. "Die drei großen europäischen Volkswirtschaften Spanien, Italien und Frankreich haben aktuell schon Schuldenstände über 100 Prozent", gibt Grimm im Podcast zu bedenken. Schon in der Coronakrise hätten manche Länder die höhere Schuldenaufnahme nicht aus eigener Kraft stemmen können, weil zu hohe Zinsen fällig geworden wären. "Wir mussten uns dafür gemeinsam in der Eurozone verschulden. Und der Stabilitätsanker war Deutschland", sagt Grimm. "Wenn wir jetzt unseren eigenen Schuldenstand erhöhen, dann verlieren wir möglicherweise unsere Rolle als Stabilitätsanker." Warum Grimm die Mehrausgaben für Verteidigung schon eher für gerechtfertigt hält und an welcher Stelle sie sparen würde, hört ihr in der neuen Folge. Im Wirtschaftspodcast "Ist das eine Blase?" sprechen Carla Neuhaus, Jens Tönnesmann und Zacharias Zacharakis immer montags über das, was die Welt im Innersten zusammenhält: Geld, Macht, Gerechtigkeit.  [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. [ANZEIGE] Mehr hören? Dann testen Sie unser Podcast-Abo mit Zugriff auf alle Dokupodcasts, Bonusfolgen und unser Podcast-Archiv. Jetzt 4 Wochen kostenlos testen. Und falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot.
Braucht es jetzt wirklich einen Mietendeckel?03 Mar 202500:52:28
Dass auf dem Wohnungsmarkt etwas schiefläuft, haben eigentlich alle politischen Parteien in Deutschland erkannt. Im Bundestagswahlkampf allerdings spielten die hohen Mieten und der knappe Wohnraum kaum eine Rolle. Nur eine Partei hat das Thema weit oben auf die Agenda gesetzt und offenbar davon profitiert: die Linke. Sie schnitt in der Wahl deutlich stärker ab als zunächst erwartet und holte viele Stimmen vor allem in den zentralen Lagen der Großstädte, in denen die Mietpreise am schnellsten steigen. "Meine zentrale These ist, dass die Spekulation mit Immobilien ein Preistreiber hinter dieser Mietenkrise ist", sagt Caren Lay, die für die Linke jetzt wieder in den Bundestag einzieht und wohnungspolitische Sprecherin der Partei ist; im Wahlkampf gingen ihre TikTok-Videos rund ums Mieten viral. Im ZEIT-Wirtschaftspodcast "Ist das eine Blase?" verteidigt sie ihre Sichtweise, warum sie das Problem der hohen Mieten nicht allein auf den Mangel an bezahlbarem Wohnraum zurückführt. "Es wird einfach auch versucht, mit der Vermietung und dem Handel von Mietwohnungen sehr, sehr viel Geld zu machen", sagt Lay. "Da geht es um die Renditeinteressen der großen Wohnungskonzerne, aber auch von Kapitalanlegern." Die Linke plädiert seit Jahren für eine harte Deckelung der Mieten, teilweise sogar für eine Reduzierung bestehender Mietverträge. Aber könnte das nicht dafür sorgen, dass noch weniger gebaut und vermietet wird? Bräuchte es nicht mehr Anreize fürs Bauen und weniger Vorschriften, die es erschweren? Und sind Eigentümer wirklich so oft Miethaie, wie man in den TikTok-Raps von Caren Lay denken könnte? Zu Gast ist außerdem Marcus Rohwetter aus dem Wirtschaftsressort der ZEIT, der die Lage auf dem Wohnungsmarkt einordnet und erklärt, wie es mit der Mietpreisbremse weitergehen könnte. [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. [ANZEIGE] Mehr hören? Dann testen Sie unser Podcast-Abo mit Zugriff auf alle Dokupodcasts, Bonusfolgen und unser Podcast-Archiv. Jetzt 4 Wochen kostenlos testen. Und falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot.
"Das AfD-Wahlprogramm ist von allen das unseriöseste"17 Feb 202500:57:37
Gleich hinter der Migration folgt als Topthema dieses Wahlkampfs die Wirtschaft, das zeigt der ARD-Deutschlandtrend. Nur welche Pläne haben die Parteien, um das Land aus der Krise zu holen? Was versprechen sie in puncto Steuern, Arbeit und Investitionen? Und sind ihre Vorschläge überhaupt umsetzbar? Darum geht es in der neuen Folge von Ist das eine Blase?, dem Wirtschaftspodcast von ZEIT und ZEIT ONLINE über Geld, Macht und Gerechtigkeit. Zu Gast ist der Ökonom Jens Südekum. Er hat selbst seit Abiturzeiten ein SPD-Parteibuch, gibt aber an, bis heute auf keiner Parteiveranstaltung gewesen zu sein. Im Wahlkampf vermisse er eine „ernsthafte Diskussion“ über die wirtschaftlichen Herausforderungen und ihre Lösungen. Die meisten Parteien würden zum Beispiel Steuersenkungen versprechen, ohne nachvollziehbar vorzurechnen, wie sie die gegenfinanzieren wollten. Er sagt: „Im Wahlkampf werden Luftschlösser aufgebaut.“  Die Union zum Beispiel will die Sanktionen gegen Totalverweigerer unter den Bürgergeld-Beziehern verschärfen. Das sei aber rechtlich kaum möglich, sagt Südekum. Deutlich mehr Bürgergeld-Empfänger in den Arbeitsmarkt zu integrieren, gelinge nur, wenn die Wirtschaft wieder wachse. An der SPD wiederum kritisiert er, dass sie mit ihrer Forderung nach einem Mindestlohn von 15 Euro erneut die Kommission übergeht, die ihn eigentlich festsetzen soll. Dann könne man die Experten auch gleich „durch eine Exceldatei ersetzen“, sagt er. Außerdem habe die Partei die Themen Demografie und Rente ausgeblendet. Kritisch sieht er auch das Parteiprogramm der AfD, das sich nicht nur schwer umsetzen lasse, sondern vor allem Besserverdienenden nutzen werde. Wie Südekum die Pläne der Parteien bewertet und warum der Klimaschutz im Wahlkampf kaum zur Sprache kommt, erklärt er in dieser neuen Folge. Außerdem ordnet Marlies Uken, stellvertretende Ressortleiterin für Politik, Wirtschaft und Gesellschaft bei ZEIT ONLINE, ein, welche Rolle die Wirtschaft allgemein im Wahlkampf spielt. Moderiert wird die Folge von Carla Neuhaus und Jens Tönnesmann. [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. [ANZEIGE] Mehr hören? Dann testen Sie unser Podcast-Abo mit Zugriff auf alle Dokupodcasts, Bonusfolgen und unser Podcast-Archiv. Jetzt 4 Wochen kostenlos testen. Und falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot.
"Es ist auf jeden Fall ein Rekordspendenwahlkampf"03 Feb 202500:56:21
Die Parteien haben diesmal nur wenig Zeit, um Geld bei Spendern einzusammeln. Nur wenige Wochen bleiben bis zur Wahl. Sie brauchen aber hohe Summen, um ihren Wahlkampf zu finanzieren. Wer nun aber denkt, deshalb werde weniger gespendet als sonst, der irrt.  Täglich laufen neue Summen in das Register des Deutschen Bundestags ein, dem die Parteien Großspenden von mehr als 35.000 Euro melden müssen. Die Beträge gehen teils in den Millionenbereich, und schon jetzt zeichnet sich ab: Es dürfte ein Spendenrekord erreicht werden. Die höchsten Summen haben bisher die Union mit rund sieben Millionen Euro und die FDP mit mehr als vier Millionen Euro erhalten. Doch Parteispenden sind umstritten, auch wenn sie auf legalem Weg geleistet werden. "Es wird manchmal so getan, als würden direkt politische Entscheidungen gekauft mit Parteispenden", sagt Aurel Eschmann, Experte für Parteienfinanzierung bei der Organisation Lobbycontrol. Doch so laufe das nicht ab. "Vielmehr ist es so, dass man sich mit einer Spende einen Türöffner besorgt", sagt Eschmann. Schon die Anbahnung einer Spende könnten Privatpersonen, Unternehmen oder Lobbyisten dazu nutzen, um ihre Interessen vorzubringen und sich Gehör bei den Parteien zu verschaffen. Wie genau die Spenderinnen und Spender versuchen, Einfluss auf die Politik zu nehmen, welche Formen von Spenden illegal sind und was eine Begrenzung bringen würde, darüber sprechen wir in dieser neuen Folge von Ist das eine Blase?, dem Wirtschaftspodcast von ZEIT und ZEIT ONLINE über Geld, Macht und Gerechtigkeit. Unser Gast Aurel Eschmann von Lobbycontrol erklärt, wie seine Organisation versucht, eine mögliche Einflussnahme von Geldgebern in der Politik offenzulegen und welche Muster bekannt sind. Moderiert wird die Folge von den ZEIT-Wirtschaftsredakteuren Carla Neuhaus und Zacharias Zacharakis. Nachtrag: Leider ist uns in dieser Folge ein Fehler unterlaufen. Wir nennen im Spiel "Fakt oder Fantasie" die Summen der Parteispenden von 2002 bis 2024. Das sind allerdings nicht wie angenommen alle überwiesenen Gelder, sondern nur die Großspenden ab 50.000 Euro. Wir bitten dies zu entschuldigen. [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. [ANZEIGE] Mehr hören? Dann testen Sie unser Podcast-Abo mit Zugriff auf alle Dokupodcasts, Bonusfolgen und unser Podcast-Archiv. Jetzt 4 Wochen kostenlos testen. Und falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot.
"Europa muss die Pistole auf den Tisch legen"20 Jan 202501:05:28
Was für eine Woche: Donald Trump nimmt seine Arbeit als US-Präsident auf, während sich in Davos die Wirtschaftslenker der Welt treffen – und viele Menschen schauen gebannt darauf, welche Entscheidungen Trump treffen wird. Die könnten sehr schnell kommen. Denn Trump hat vielfach angedroht, dass er vor allem die deutsche Autoindustrie mit Einfuhrzöllen überziehen will. Wie sehr können die Deutschland schaden, wie sollten die Bundesregierung und die EU darauf reagieren? Welche machtpolitischen Ziele verfolgt Trump mit den Zöllen – und kann Amerika wirklich so sehr profitieren, wie Trump es seinen Wählern versprochen hat?  Darüber sprechen wir in dieser Folge von Ist das eine Blase?, dem Wirtschaftspodcast von ZEIT und ZEIT ONLINE über Geld, Macht und Gerechtigkeit. Zu Gast ist der Ökonom Gabriel Felbermayr, der wenig Zweifel hat, dass Trump mit einer Politik des Protektionismus und des Zollregimes vor allem den USA selbst schaden werde. Das habe die Erfahrung aus der ersten Amtszeit von Trump deutlich gemacht. "Die Analysen zeigen, dass die Zölle zu einem großen Teil von den Amerikanern selber bezahlt werden mussten", sagt Felbermayr. Es sei nicht dazu gekommen, dass die Exportländer wie Deutschland oder vor allem China ihre Preise reduziert hätten. Um zu verhindern, dass Trump gegen die europäische Industrie neue Zölle einführt, sollten die EU-Länder geschlossen handeln, sagt Felbermayr, und ihrerseits das Drohpotenzial erhöhen. "Europa muss die Pistole auf den Tisch legen", sagt der Ökonom. Außerdem müsse man glaubhaft vermitteln, dass diese Pistole auch mit "einer scharfen Munition geladen" sei. Und das könnten Steuern oder Regulierungen der großen Techunternehmen aus den USA sein. "Da sind die Amerikaner verletzlich", sagt Felbermayr. Er plädiert dafür, dass die EU für die Verhandlung den ungarischen Premier Viktor Orbán oder Italiens Ministerpräsidentin Giorgia Meloni beauftragt, weil diese eine gute Beziehung zu Trump hätten. Im Podcast erklärt außerdem der Weltwirtschaftskorrespondent der ZEIT, Uwe Jean Heuser, warum beim Weltwirtschaftsforum in Davos trotzdem über Kooperation gesprochen wird und was das große Gipfeltreffen in den Alpen in diesen Zeiten bewirken kann. Moderiert wird die Folge von den beiden Hosts und ZEIT-Wirtschaftsredakteuren Jens Tönnesmann und Zacharias Zacharakis. [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. [ANZEIGE] Mehr hören? Dann testen Sie unser Podcast-Abo mit Zugriff auf alle Dokupodcasts, Bonusfolgen und unser Podcast-Archiv. Jetzt 4 Wochen kostenlos testen. Und falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot.
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