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Explorez tous les épisodes du podcast Holy Embodied: ein RefLab-Podcast

Plongez dans la liste complète des épisodes de Holy Embodied: ein RefLab-Podcast. Chaque épisode est catalogué accompagné de descriptions détaillées, ce qui facilite la recherche et l'exploration de sujets spécifiques. Suivez tous les épisodes de votre podcast préféré et ne manquez aucun contenu pertinent.

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TitreDateDurée
Allison Kaylor: “It all started with me acknowledging I’m a witch”06 Sep 202400:37:13
Wherever I go, her colour healing sprays are in my bag: I often use them to prepare a room, whether it’s to record with a guest or to work with clients or facilitating a workshop. There’s something truly uplifting and calming about them – and they smell incredible. Allison Kaylor creates these essences and sprays from scratch in her workshop in the backyard of her house in Portland. During our summer break I got to visit her – and ask her everything about every single thing in her workshop. Like why she places the water she uses to mix the sprays first on a loudspeaker, or how smells correspond to certain colours – and how she got to discover that she’s a witch.
Gibt es das Böse?23 Aug 202400:37:16
Es ist nicht einfach, sich dieser Frage ehrlich und echt auszusetzen. Wüki nöd. Die Versuchung, entweder in Ohnmachtsgefühle zu versinken oder aber mit einem spirituell-pinken Pinsel alles als «momoll, scho guet so» anzustreichen, ist gross. Entweder oder, das mag der Kopf, das macht das Existieren einfacher. Vermeintlich. In der echten Auseinandersetzung jedoch verbirgt sich die Entdeckung vom «sowohl als auch»: Dinge können sowohl schrecklich sein als auch aufgehoben in (oder als) Gott. Das eine schliesst das andere nicht aus – auch wenn das so viel angenehmer wäre für unsere Gehirne und Köpfe und separaten liebenswerten Ichs! Die Antwort oder Lösung lässt sich wie so oft über den Körper erahnen, ebe, dieses «sowohl als auch». Patrick und ich nehmen euch mit in diese Auseinandersetzung, die ohne Plattitüden oder Verkürzungen auskommt. Angeregt wurde unser Gespräch von einem Kommentar auf meinen Beitrag «Getriggert – so what?!» – eure Überlegungen und Fragen sind superwertvoll und lassen uns gemeinsam dieses Gesprächsnetz um die ganz existenziellen Fragen weiterspinnen.
Sitzen mit Leela – eine Expedition ins Sein05 Apr 202400:59:39
Das Erleben von Gott ist nicht abgekoppelt vom Körper, sondern findet unmittelbar im und über den Körper statt. «Warum Gott mehr mit deinen Zehen zu tun hat, als du denkst»: Diesen Claim wollen wir gemeinsam als konkrete Erfahrung im Körper entdecken. Fun Fact: Dies ist die 100. Folge von Leela, die sie fürs RefLab produziert hat. Alles Gute zum Jubiläum!
Wie Handeln in der Welt?25 Apr 202000:54:01
Ein sanftes Lächeln für alle, stets ein gutes Wort, mit anderen teilen: So oder ähnlich sieht das Klischee einer spirituellen Person aus. Doch lässt sich tatsächlich von solchen «Attributen» auf die Qualität der Handlung schliessen? Steckt hinter dem sanften Lächeln, dem Teilen tatsächlich Klarheit oder vielleicht doch eher eine subtile Egotaktik? Die Frage, wie sich spirituelle Einsichten auf das Handeln einer Person auswirken, ist eine alte. Ein Handbuch wäre nett oder wenigstens ein paar Regeln. Klar gibt es solche Ge- und Verbote – doch ist man automatisch «gut» oder «spirituell» oder «erleuchtet», wenn man diesen Regeln folgt? Patrick und Deborah glauben nicht. Sie sind überzeugt: Wirklich gutes Handeln in der Welt muss frei sein von jeglichen Egofäden. Was dann auch wieder nicht so einfach ist, wie es klingt.
Drehend zu Gott04 Apr 202001:04:25
Peter H. Cunz ist Scheich im Sufiorden der Mevlevi, ein Orden, der auf den persischen Mystiker Mevlana Celaleddin Rumi (1207-1273) zurückgeht. Peter Cunz hat als Scheich eine ähnliche Stellung wie ein Abt in einem römisch-katholischen Kloster – und leitet oder berät Ordensgruppen in der Schweiz, den Niederlanden sowie Kolumbien und Mexiko. Der Sufismus ist eine Sammelbezeichnung für islamische Mystik, die wie die meisten mystischen Strömungen egal welcher Religion eine Einheit allen Seins erkennen. Das im Gespräch erwähnte Experiment mit einem Blatt und dessen Lichtabgabe heisst Kirlianfotografie und kann etwa auf Wikipedia nachgelesen werden. Der erwähnte Angelius Silesius (eigentlich Johann Scheffler) war ein deutscher Lyriker, Theologe und Arzt aus dem 17. Jahrhundert, der durch seine mystischen Gedichte bekannt geworden ist – und vom Protestantismus zum Katholizismus konvertierte, aus Ärger über die Zensur, die ihm in seiner protestantischen Heimat widerfuhr.
Beten – geht das auch mit dem Körper?28 Mar 202001:06:18
Deborah und Patrick überlegen laut, was es für sie heisst, zu beten. Für beide hat es mehr mit Hören zu tun als mit Sprechen, mehr mit dem Körper als mit dem Kopf. Patrick weiss gar nicht mehr so genau, wo ein Gebet beginnt und wo es endet – ist sich aber sicher, dass es etwas Vorbereitung braucht. In der Sendung erwähnt Deborah diese beiden Worte, die im Yoga mit dem Atem verwendet werden (weiss die Worte aber dummerweise grad nicht mehr 😉): Es ist «SO» mit dem Einatmen und «HAM» mit dem Ausatmen; das heisst so viel wie «er ist ich» oder «ich bin er» und meint damit die Einheit vom Individuum mit dem Ganzen. Am Ende dieser Folge findet ihr eine Anleitung für das so genannte Herzensgebet.
Grounding Meditation21 Mar 202000:41:24
This meditation is guiding you towards softening the body and allowing your system to ground. Which is very helpful in everyday life but especially when we are facing challenging situations. It might help to gain a tad bit more spaciousness, to stay connected to truth. Even this tad can make a big difference as in not getting hooked by the collective fear and your own primal survival system – which makes us strange stuff in order to keep ourselves supposedly safe. Like buying shitloads of toilet paper, excuse my language. (Note: This is a technique, a way of practicing I’ve learned from and with Kiran Trace. I have not invented anything of what I offer, it is an assemblage of things I learned from my teachers – but there’s certainly my flavor in it ;))
Die vernachlässigte Kraft der Wut14 Mar 202000:47:06
Wütend sein ist schlecht, Wut ist eine negative Emotion – so und ähnlich lautet der Grundtenor unserer Gesellschaft. Man muss sie managen, wegatmen oder – meditieren. Doch das nimmt das Gefühl nicht ernst, ein wertvolles Gefühl, in dem viel Kraft liegt. Es gibt einen guten, einen konstruktiven Umgang mit Wut, sagt Deborah. Sie zelebriert ihre Wut, ohne dabei sich selber oder andere zu verletzen.
Drei Lieblingshilfsmittel fürs spirituelle Üben07 Mar 202001:00:52
Patrick und Deborah stellen ihre drei liebsten Spielzeuge oder Werkzeuge vor, wenn es um ihr ganz persönliches Üben geht. Warum dazu auch Katzen oder der Saunabesuch gehört – hört rein! Die meisten spirituellen Übungsformen nutzen Hilfsmittel: Sei das die Yogamatte, das reformierte Gesangsbuch oder der Weihrauch in der Messe. Wir haben unsere drei liebsten Dinge ausgewählt – die uns alle dabei unterstützen, immer wieder zurückzukommen zum Eigentlichen.
Den Traum ausdehnen23 Feb 202000:10:57
Patrick leitet eine Übung an, die den Traumzustand in den wachen Alltag zieht. Die Übung (Dream Tending) wurde vom amerikanischen Psychologen Steve Aizenstat entwickelt und öffnet den Zugang zum träumenden Selbst. Papier und Stift sind für die Übung hilfreich.
Der Schlaf, das Heilige und der Körper22 Feb 202000:49:19
Wusstet ihr, dass das Hirn im Schlaf gewaschen wird? Dass zu wenig Schlaf Alzheimer fördern kann? Ein Gespräch darüber, wie fantastisch Schlafen ist, wie genial unsere Körper und wie wir in Träumen kreative und neue Antworten auf Fragen finden können. Als Grundlage dient uns dabei das Buch «Das grosse Buch vom Schlaf» von Matthew Walker. Weitere erwähnte Literatur oder Personen: - «Dream Tending» von Steve Aizenstat - Kiran Trace (www.kirantrace.com) - Wilfred Bion
«Esoterik darf man nicht als Gugus abtun»15 Feb 202000:40:45
Die 77-jährige Elisabeth Studer ist keine Celebrity oder Person, die grosses Aufsehen um sich veranstalten würde. Doch die ehemalige Pfarrerin ist für mich ein Beispiel dafür, was «Holy Embodied» eben auch heissen kann, abseits von Yoga oder Zen-Übungen. Ein Spaziergang mit ihr ist ein wahres Feuerwerk an Inspiration, Freude und echter Auseinandersetzung mit der eigenen Wahrnehmung der Welt.
Unser Körperverständnis – ein Gegenentwurf08 Feb 202000:49:28
Unsere Körper sind für viele ein Vehikel fürs Gehirn – ein Mittel zum Zweck, um von A nach B zu kommen. Wenn sie schmerzen, nehmen wir sie wahr und finden es etwas lästig. Wenn wir uns unwohl fühlen, reichen die Strategien von betäuben bis hin zu überreizen, vom Bier bis zum Marathon. Embodiment setzt einen Gegenpunkt und sagt: Der Körper hat seine ganz eigene Intelligenz und weiss letztlich am besten, was er braucht. Doch wie kommen wir hin zu einem Hören auf den Körper, wenn alles in der Gesellschaft aufs Denken und Pushen angelegt ist? In dieser Folge erwähnte Bücher und Personen: - Katy Bowman, «Movement matters» und «Move your DNA» - Matthew Walker, «Why we sleep» - Antonio R. Damasio, «Descartes’ Irrtum» - Maurice Merleau-Ponty: https://de.wikipedia.org/wiki/Maurice_Merleau-Ponty - Bernhard Waldenfels: https://de.wikipedia.org/wiki/Bernhard_Waldenfels - Chögyam Trungpa: https://en.wikipedia.org/wiki/Ch%C3%B6gyam_Trungpa
Zwischen Stille und Staubsauger22 Mar 202400:40:24
Das Da-Sein als Mensch ist etwas, was mich zutiefst fasziniert – und immer mal wieder auch zutiefst verwirrt. Wir sind zugleich super irdisch und super himmlisch, da ist diese ewige Stille, die uns lebt UND wir tun Dinge wie Staubsaugen. Ein Paradox, das für mich in der Jesus-Geschichte so glasklar zum Ausdruck kommt: Ganz Fleisch und ganz Gott.
Was wir mit dem Podcast beabsichtigen25 Jan 202000:46:45
Warum Patrick meint, reformierte Pfarrpersonen seien etwas «spassbefreit» und Deborah sich gerne mal auf den Boden legt – hört ihr in dieser dritten Episode. Sie stellen sich die Frage, was sie hier tun – und warum. Dabei spannen sie das Feld weit auf: vom Hören der Predigt bis zum Hören auf die Körper-Signale.
Guided Meditation11 Jan 202000:45:22
Erste geführte Meditationssitzung mit Deborah auf Englisch. Zum Innehalten und Entspannen.
Meet Patrick30 Dec 201900:36:22
Deborah Sutter interviewt Patrick Schwarzenbach. Was versteht er unter "Ur-Vertrauen"? Wieso glaubt er nicht ausschliesslich an das geschriebene Gotteswort? Welche Grenzen hat die Sprache, wenn es um das Gottesverständnis geht? Und wieso schätzt er christliche Formen der Meditation?
Meet Leela23 Dec 201900:30:20
Patrick Schwarzenbach befragt in dieser Episode Leela Sutter. Was ist ihr heilig? Wie können Meditation und Yoga die Verbindung zum Göttlichen oder Heiligen ermöglichen? Und wann wurde in ihrem Leben die Spiritualität so zentral und wichtig?
Janna Horstmann: «Gottesbegegnungen haben immer mit fühlen zu tun»08 Mar 202400:34:24
Ist euch das auch aufgefallen? Viele Social Media Konten, die etwas mit Spiritualität zu tun haben, sind seit Kurzem sehr monochrom in allen möglichen Beige-Tönen unterwegs. Janna und ich sehen das als Ausdruck einer angestrebten «nichts berührt mich»-Haltung – ein Leben, das gleichförmig verläuft, ohne grosse Ausschläge. Mir scheint, das passt auch zu unserer Mentalität und Konditionierung hier in der Schweiz, gerade im reformierten Kontext: Emotionen sind zu laut, zu viel, störend. Auch in anderen spirituellen Traditionen werden Gefühle am besten wegmeditiert. Janna Horstmann hält diesem Ansatz sowohl mit ihrem Wesen als auch mit ihrem Podcast «I feel you» entgegen. Unser Gespräch ist ein Plädoyer fürs Leben in allen Farben, für Gefühle – und den angebrachten Umgang mit ihnen.
Wie war das nochmals mit der Wiedergeburt?23 Feb 202400:38:29
Intuitiv scheint mir klar zu sein: Wir sind nicht bloss einmal auf dieser Erde unterwegs, sondern dürfen / müssen diverse Runden drehen. Patrick hingegen meint: Nei voll nöd, das ist eine einmalige Angelegenheit, das macht die Zeit hier umso wertvoller. Je länger Patrick und ich uns aber über diese ursprünglich hinduistisch-buddhistische Sichtweise vom ewigen Kreislauf befassen, desto näher rücken wir uns wieder. Denn was auf den ersten Blick so fremd scheint, ist es am Ende vielleicht gar nicht: Man denke bloss an die Ostererzählung – da war einer tot und lebt dann doch wieder.
Hanna Wick: «Die Physik hilft nicht gegen Angst – mein Glaube schon»09 Feb 202400:43:20
Hanna Wick war 15 Jahre Wissenschaftsjournalistin, preisgekrönt erst noch – und wechselte 2019 über zu Gymnasiallehrerin. Also zunächst studierte sie nochmals fürs Lehramt und unterrichtet heute Physik und Mathematik. Genauso engagiert und begeistert, wie sie auch als Journalistin unterwegs war. Wir kennen uns aus unseren Tagen beim Schweizer Radio – und obwohl wir in so unterschiedlichen Redaktionen und Kontexten unterwegs waren, verstanden wir uns auf Anhieb. Von ihrer Aussage, sie sei gläubige Katholikin war ich damals sehr überrascht. Inzwischen ist Hanna aus der römisch-katholischen Kirche ausgetreten, was an ihrem Glauben aber gar nicht so viel ändert. Ein Gespräch über Angst, verschiedene Zugänge zur Welt - und den Unterschied zwischen Schwarzwälder Torte und Knäckebrot.
«Cure the Church» – Was macht eine gesunde Gemeinschaft aus?26 Jan 202400:39:34
Beispiele gibt es en masse: Selbst die stabilsten Gemeinschaften sind nicht gefeit davor, dass sie einer Illusion verfallen. Gerade wenn Religion und Spiritualität im Fokus stehen, sind Einzelpersonen und Gruppen leider sehr anfällig dafür. Wann sind Gemeinschaften bloss aussergewöhnlich – und wann kippt es?
Kiran Trace: Shattering the Soulmate Myth12 Jan 202400:44:15
Her viewpoint is the complete opposite of all of society’s narrative on romance: Kiran Trace, internationally renowned spiritual teacher and human development expert, shares how the common conception of soulmates is not something great, but the absence of freedom. Choosing another instead of God doesn’t allow for your being to evolve and pursue its true purpose – which would be to be free and autonomous. Instead, it keeps us imprisoned and addicted. Kiran and I both have seen directly, how destructive soulmates on the very extreme end of the spectrum (so called twinflames) are. Why soulmates are like cocaine and horrible – listen to this week’s episode with my mentor and very close friend.
Soll ich gehen oder noch bleiben?15 Dec 202300:38:15
Soll ich noch bleiben oder doch lieber gehen? Immer wieder stehen wir vor solchen Entscheidungen, mögen sie klein oder gross sein. Schon nur alleine das banale Beispiel, Emails zu beantworten, beinhaltet diese Frage – in der Form einer Einladung, präsent zu bleiben mit dem, was ist. Eine Einladung, zu hören, wann es Zeit ist, weiterzugehen. Wir sammeln Anhaltspunkte dafür, wie wir Kairos hören oder spüren können – und wissen gleichzeitig: einfacher macht es das nicht unbedingt. Denn in diesem Unwissen oder Unbekannten auszuharren ist nicht auf Anhieb ein Ort, an dem wir uns wohl fühlen. Doch die Entscheidungen, die von dort aus geboren werden, aus dem Sein heraus aufsteigen, das sind richtig richtig gute Entscheidungen.
Sarah Staub: “Ich darf wütend sein auf meinen Körper”01 Dec 202300:40:47
Der Körper ist für uns beide zentral – doch auf ganz unterschiedliche Art. Ist er für mich ein Ort der Freude, wo ich Gott unmittelbar und direkt erlebe, ist er für Sarah Staub ein Ort von Schmerz und Leiden. Sarah lebt mit einer multisystemischen Körperbehinderung – dem so genannten Ehlers-Danlos-Syndrom, kurz EDS – und findet das richtig scheisse. Zumindest jetzt grad. Auf Gott ist sie wütend – und findet auch das nicht einfach, grundsätzlich und gerade als Pfarrerin in der evangelisch-methodistischen Kirche Schweiz. Warum sie dennoch und trotzdem nicht nur verzweifelt – hat mit der Entdeckung der Theologie der Behinderung zu tun. Das Buch von Nancy L. Eiesland heisst «Der behinderte Gott». Die US-Amerikanerin war Religionssoziologin und ist 2009 im Alter von 44 Jahren verstorben. Sarahs hat für RefLab unter anderem “Ich war zu jung für den Schmerz” geschrieben oder “Der behinderte Gott”.
Die Suche nach Gott – mit und ohne Substanzen17 Nov 202300:40:22
Der Einsatz von Hilfsmitteln ist so alt wie die Menschheit selbst: Schaman:innen oder Priester:innen wussten stets um das Potential von Fasten, bewusstseinserweiternden Wirkstoffen oder bestimmten Atemtechniken. Gleichzeitig kennen wir ebenfalls seit jeher die Wege, die über die Stille oder das Gebet zur Gotteserfahrung führen. Wir fragen uns: Macht es einen Unterschied, ob Alleinheit mit oder ohne Substanz erfahren wird? Dabei greifen wir auf eigene Erlebnisse zurück, vergleichen – und betonen: Im Zweifelsfall Finger weg von jeglichen Hilfsmitteln! Falls du dich nicht ehrlich und wirklich ausgeglichen fühlst, können extreme Atemtechniken, ja auch Fasten oder natürlich der Einsatz von psychedelischen Substanzen unschöne Folgen haben. Es ist auch in der Stille ein Weg, der dich unmittelbar konfrontiert mit all deinen Ängsten und Widerständen. Doch für die meisten ist es in der Stille einfacher, sich nicht überrollen zu lassen – wenn das System nicht bereit ist dafür. So spannend, diese unterschiedlichen Erfahrungen und Wege – erzähle uns von deiner Sehnsucht, deiner Erfahrung, deinen Blockaden, denen du vielleicht auf deinem Weg begegnest – wie immer sind wir per erreichbar via Email, als Kommentar zur Folge auf der Website oder über die sozialen Medien.
Yvonne Eisenring: «Ich weiss, was mich umhaut – Misserfolg ist es nicht»09 Aug 202400:38:40
Wenn man weiss, wie viel Schmerz möglich sei, sei man wagemutiger – sagt die Autorin Yvonne Eisenring. Ihr neuster Bestseller «Life Rebel» erzählt genau davon. Ein Gespräch über die Experimentierfreude nach Verlusten, warum Erfolg oder Misserfolg letztlich unwichtig ist und das Wohlwollen ihres Körpers. Das Leben der Autorin Yvonne Eisenring ist - an Schweizer Massstäben gemessen - ein Unkonventionelles: Sie lebt die Hälfte des Jahres im Ausland, nimmt Arbeit nur dann an, wenn es sich richtig anfühlt und findet Neuanfänge grossartig. Ihr neustes Buch «Life Rebel» hat sie zu sowas wie einem Schweizer Popstar angehoben – sie wird um Selfies gebeten, Menschen erzählen ihr davon, wie sie ihr Leben geändert haben, nachdem sie ihr Buch gelesen hatten. «Verrückt», findet das Yvonne. Und berührend. «Life Rebel» handelt von ihrem Leben in sechs verschiedenen Städten und «der Suche nach dem, was wirklich zählt». Was wirklich zählt, das ist für Yvonne spätestens seit dem Tod ihres Vaters glasklar: Die Zeit, die sie hier hat und die Art und Weise, wie sie mit dieser begrenzten Ressource umgeht.
Dr. Ali Reda: «Es ist die Empathie, die heilt»03 Nov 202300:34:35
Nein, es sei nicht immer einfach in seinem Umfeld empathisch unterwegs zu sein, meint der Arzt Ali Reda. Jedoch von höchster Wichtigkeit: Sei es genau die Empathie, die den Unterschied mache, ja, die letztlich Heilung begünstige. Solche Aussagen machen mich natürlich neugierig – wie sieht das konkret aus, in einem dicht getakteten Ärztealltag so zu wirken? Was versteht ein Schulmediziner unter Empathie? Wie fühlt sie sich an in seinem Erleben? Wir entdecken: Es gibt sogar Parallelen zu meiner Arbeit, die auf den ersten Blick so ganz anders zu sein scheint.
Wer ist es, der da meditiert?20 Oct 202300:33:47
Meditation ist eine grossartige Sache – und könnte natürlicher nicht sein . Wir beginnen meist irgendwo und irgendwie, finden vielleicht eine formale Praxis oder zumindest eine gewisse Regelmässigkeit. Vielleicht erlebt die eine oder andere auch, dass es irgendwann die Stille ist, die dich hinsetzt, ja, dich fast überkommt. Und dann, nach Jahren in der Stille, stellt sich plötzlich die Frage: Ja Momänt, wer meditiert hier eigentlich? Habe ich als Ego oder Mansgöggeli wie Patrick und ich das in dieser Folge hier nennen, etwas damit zu tun? Oder ist Meditation genauso gegeben, wie unser Sein? Im Sinne von: Dass wir sind, hat rein grad gar nüüt mit uns als Mansgöggelis zu tun. Unser Sein brauchen wir nicht zu tracken oder zählen, wie das manche vielleicht mit ihren Schritten tun. Doch wie ist das mit dem Meditieren? Music (Envato): My Guitar Item ID: 6B8CV2D Author Username: Lowtone Licensee: RefLab Registered Project Name: Holy Embodied Patrick Okt23 Item License Code: EBYS6F5NXT
Barbara Loop: “Ich scheitere relativ gelassen an Schönheitsidealen”06 Oct 202300:39:42
Schönheit – für mich ein Attribut, das losgelöst ist von Idealen oder gar vom Menschsein. Alles Leben ist schön, egal wie es aussieht – zugegeben, an manchen Orten oder in manchen Situationen ist es definitiv weniger offensichtlich als in andern. Manchmal sogar beinah unsichtbar. Schönheit, so wie ich sie erlebe und sehe ist sowas wie ein direktes Fenster zu Gott; immer und überall da, manchmal in your face offensichtlich, manchmal überhaupt nicht. Dennoch, immer und überall. Einen etwas anderen Zugang hat da die Welt der Mode, ja, auch die Welt einer Frauenzeitschrift – wie wir von Barbara Loop hören, der Chefredaktorin von Annabelle. Vielleicht eine etwas ungewöhnliche Gästin für “Holy Embodied” – doch ich mag das Spielen mit Diversität und unterschiedlichen Sichtweisen sehr, dieses Entdecken, wo sich Gemeinsamkeiten auftun können und wo es einfach ganz anders bleibt. Voll OK. Etwas, was sich auch Annabelle als Leitfaden geben will – oder wie Barbara Loop es ausdrückt: “Wir machen im Heft so oft den Spagat, wie man das sonst wohl nur im Zirkus tut – zwischen High Fashion Models und Menschen wie du und ich, zwischen Luxusgütern und Reportagen aus Kriegsgebieten.” Und in diesem Spagat erlebt sie durchaus auch spirituelle Momente. Music: Upbeat Uplifting Corporate Motivational Author: matsteiner Licensee: RefLab Registered Project Name: Holy Embodied mit Annabelle License Date: October 4th, 2023 Item License Code: RB6XTKNCE4
Sommer, Schwedens Männer und Spielen wie ein Kind22 Sep 202300:43:04
Wann habt ihr euch das letzte Mal gefühlt wie damals als Kind, als wir im Sommer fünf Wochen lang einfach spielen konnten? Jeden Tag in die Badi, mit Freunden gespielt? Als so genannt Erwachsene erlauben wir uns das kaum mehr – wir haben Dinge zu erledigen, arbeiten, sind eingebunden in soziale Verpflichtungen, ja selbst eine «spirituelle Praxis» kann wunderbar einen kleinen feinen Hauch von Kontrolle verstecken. Phu. Ganz schön atemlos. Und ganz schön überholt, nicht? Diese alte, schon lange tötelige maskuline Energie die dahintersteckt, damit ist letztlich niemand wohl. Patrick hat sich von Schwedens Männer inspirieren lassen, während ich mich übers Spielen mit einer bisher ungesehenen Schicht Kontrolle auseinandersetzen durfte. Und ja, natürlich, wir landen am Schluss unseres Gesprächs unumgänglich bei Barbie und Ken. Was hat dein Sommer in dir ausgelöst? Was hast du erlebt? Wir sind gwundrig und möchten unsere Community hören😊 Du erreichst uns unter contact@reflab.ch oder auch zum Beispiel auf Instagram unter @reflab.ch – wir freuen uns <3
Meghan Roekle: “More than just a human – you might be a hobbit”08 Sep 202300:52:58
“A true story of fairies, elves, hobbits, gnomes, dwarfs and humans” – that’s the subtitle to Meghan Roekle and Kiran Trace’s new podcast, Humans Decoded. Meghan isn’t just my bestie, but also a non-dual spiritual coach and doctor in psychology, and one of the pioneers when it comes to helping people liberate themselves. What does her work have to do with being a hobbit, or any other of the magical creatures as human blueprints – join us for this deep dive into a new landscape of Life, and why it is just more God to know your human blueprint.
Fertig mit Halbbatzigem!25 Aug 202300:30:58
Der Anspruch, immer und überall voll und ganz präsent zu sein, kann nur scheitern. Und riecht stark nach einem Plan, den ein separates Ich gefasst hat. Dennoch: Das präsente Erleben von stinknormalen oder gar herausfordernden Situationen kann uns zeigen, wie wunderschön das ist. Dem Moment, dem Leben nicht auszuweichen. Sich nicht zu verstecken. Fadegrad dabei zu bleiben. Klar, wir sehen unseren Ängsten dabei in die Augen. Doch vor der Angst brauchen wir keine Angst zu haben – sondern können vertrauensvoll in den Mut zurücklehnen, der da ist. Der uns trägt, wenn wir uns nicht mit Halbbatzigem zufriedengeben wollen.
Verliert man als Pfarrer:in die eigene Spiritualität?11 Aug 202300:57:31
Pfarrer*innen sind besonders verbunden mit dem Göttlichen – könnte man denken. Ironischerweise aber ist es gerade für Pfarrer*innen schwierig, ihr individuelles Üben mit dem Berufsalltag unter einen Hut zu bringen. Ein Gespräch mit Christoph Walser und Patrick Schwarzenbach über Aikido und Whatsapp, seelenfeindliche Büroarbeit und Präsenz.
Konsequenzen einer verkörperten Spiritualität23 Jun 202300:29:35
Die Poster-Version jener Konsequenzen, die sich aus spirituellen Erfahrungen (aka Schleier-Heben) ergeben, decken sich nicht mit der Realität. War ich lange Jahre Vegetarierin, dann zaghafte Bitzli-Fleischesserin, ist tierisches Protein heute wichtiger Bestandteil meiner Mahlzeiten. Klar fänd ich es toll, wenn mein Körper da anders funktionieren täte. Doch schon mein Ayurveda-Heilpraktiker vor über zehn Jahren meinte: «Du brauchst viel mehr Erdung in dieser Welt, iss Fleisch!». Was für meinen Körper stimmen mag, Entscheidungen, die für mein persönliches «in der Welt sein» stimmen, sind dabei nicht auf andere Wesen übertragbar. Das ist das Wunderbare (und manchmal au bitz Mühsame, simmer ehrlich): Wir alle dürfen ganz individuell entdecken, welche Konsequenzen sich aus unseren Einsichten ergeben. Das eine ist nicht besser als das andere. Das Leben ist divers, eine Tatsache, die ich gerne feiere, statt sie zum Problem zu machen. Wie erwähnt, setzen wir uns nicht das erste Mal mit dem Thema «in der Welt sein» auseinander. Vielleicht magst du über den Link in den Episodeninfos nachhören, was wir bereits dazu veröffentlicht haben. Spannend auch wahrzunehmen, was sich seither vielleicht verändert hat, was gleichgeblieben ist!
Gregor Hasler: «Ich hatte christliche Gefühle auf MDMA»09 Jun 202300:37:36
Weltweit einzigartig ist die – streng regulierte - Psychedelika-Psychotherapie, wie sie in der Schweiz gut 40 Psychiater*innen anbieten dürfen. Einer jener Therapeuten ist Gregor Hasler: Er ist ordentlicher Professor für Psychiatrie und Psychotherapie der Universität Freiburg in der Schweiz, sowie Chefarzt und Leiter der psychiatrischen Forschungsabteilung des Freiburger Netzwerks für psychische Gesundheit. Er selbst hat im Rahmen seiner Ausbildung zum Psychotherapeuten eine Erfahrung mit MDMA gemacht – die ihm “christliche Gefühle” zugänglich gemacht hatte. Sein neustes Buch «Higher Self. Psychedelika in der Psychotherapie» ist im vergangenen November erschienen. Ich habe ihn in Fribourg auf seiner Station besucht – und mir seine LSD-Zimmer angeschaut, vor allem aber alles über den Zusammenhang von mystischen Erfahrungen und Psychedelika hören wollen.
Vom spirituellen Üben in Gemeinschaft26 May 202300:33:15
«Wer nicht allein sein kann, der hüte sich vor der Gemeinschaft. Wer nicht in der Gemeinschaft steht, der hüte sich vor dem Alleinsein.» Dieses Zitat von Dietrich Bonhoeffer trifft den Nagel auf den Kopf: Beides ist notwendig, auch in hier lässt sich keine bequeme «entweder oder»-Lösung herbeidenken. Je nach Persönlichkeitsstruktur ist uns das Alleinsein näher oder aber wir blühen auf in Gemeinschaft. Müssen diese Vorlieben ignoriert werden, wenn es ums spirituelle Üben geht? Sollte sich also die Eigenbrötlerin zwingen, in einer Gruppe aktiv zu werden – und sich umgekehrt ein extrovertierter Gruppenmensch in die Abgeschiedenheit zurückziehen? Nicht unbedingt, finden wir. Doch es gibt einen Punkt, an dem eine Öffnung hin zu beiden Optionen von allein stattfinden darf.
«Die Architektur des Lasalle-Hauses lädt dich ein, ganz bei dir zu bleiben»28 Jun 202400:40:24
Es ist ein durch und durch gestylter Ort, dieses Lasalle-Haus. Ein Ort, an dem ganz viel “sowohl als auch” geschieht – sei das in der Architektur, aber auch im dortigen spirituellen Leben. Anfang des 20. Jahrhunderts übernahmen Schweizer Jesuiten den ehemaligen Wasserkurort, Ende der 60er Jahre baute der Zürcher Architekt André Studer das Haus um und seit den 90er Jahren ist das Lasalle-Haus ein zentraler Ort des Zens in der Schweiz. Seit einem Jahr ist nun Toni Kurmann Leiter des Hauses – er sagt: “Ob ich dem Erleben jetzt Stille sage oder ob ich da drin mein jüdisch-christliches Gottesbild sehe, es ist beides Mal unverfügbar und wenn ich mich dieser Wirklichkeit aussetze, verändert sie mich.”  Holy Embodied war zu Besuch in Bad Schönbrunn und hat sich mit den vielen vermeintlichen Widersprüchen auseinandergesetzt.
Energetische Hygiene – so wichtig wie Zähneputzen12 May 202300:27:52
Meine Hauptarbeit ist energetisches Heilen. Etwas weniger dramatisch ausgedrückt, unterstütze ich Menschen dabei, in den allerinatürlichsten Zustand des Wohlbefindens zu kommen. In dieser Arbeit begegnet mir immer und immer und immer wieder: Eine sehr kümmerliche energetische Hygiene. Zu oft lassen wir unser Energiefeld voller Überbleibsel von Begegnungen, nicht selten tragen wir sogar andere Menschen darin herum. Klingt gruselig, ist es auf eine Art auch – und gleichzeitig auch total harmlos. Lediglich unangenehm. Warum es sich lohnt, energetische Hygiene wie Zähneputzen zu betreiben und wie das geht - hört ihr heute.
Und was, wenn es so richtig Sche*sse ist?28 Apr 202300:29:50
Es ist nicht die schöne Villa, die mir zeigt: He, du bist am richtigen Platz. Ein Schluss, der im so genannten Calvinismus gerne gezogen wurde und heute im Wohlstands-Evangelikalismus in den USA weiterlebt. Dass das Gugus ist, zeigt das Beispiel Viktor Frankl: Der österreichische Psychiater fand sogar im KZ ein “Ja zum Leben”. Gerne lesen wir über solch herausragende Menschen, sind vielleicht fünf Minuten lang inspiriert – und wenden uns dann wieder ganz den eigenen Verstrickungen zu. Doch die Option, sich auch auf diese Realität einzulassen, steht allen weit offen. Jede und jeder ist zu tausend Prozent fähig dazu. Warum dieser Weg viel mit Selbstsorge zu tun hat und wir heiter scheitern können, hört ihr in dieser heutigen Folge.
Bruno Caverna: “The way we function in gravity, obscures our wholeness”14 Apr 202300:48:55
With Bruno it’s all about not resisting the fall and recovering our true nature – he says, something is transformed in the way we live in gravity, we all learn how to fight the fall, which is useful to a certain extent. But it obscures the transcendental truth of our eternal fall, much like in Chögyam Trungpa’s saying: “The bad news is you’re falling through the air, nothing to hang on to, no parachute. The good news is there’s no ground.” How does knowing this truth translate into the body, into movement and everyday life? Bruno Caverna has been a mover since his early childhood, studying various disciplines such as Capoeira, Contemporary Dance, Russian Systema and Freediving. Bruno began teaching in 1995 as a capoeira project leader at a psychiatric hospital.
Dharma oder freier Wille oder gar beides?31 Mar 202300:36:49
Sowohl Patrick als auch ich fühlen uns am richtigen Platz in unseren je so verschiedenen Leben – er als Pfarrer in der Stadt mit Familie, ich als Mystikerin auf dem Land mit mir selbst. Klar könnten wir im Rückblick lineare Geschichten erzählen darüber, wie wir genau dort gelandet sind, wo wir gelandet sind. Doch vieles fühlt sich nach “es isch äfach passiert” an, sind wir ehrlich. Nicht zufällig, nein. Aber auch nicht rational-entschieden-geplant. Und so fragen wir uns in dieser Folge: Lande ich so oder so dort, wo ich landen soll? Oder braucht es meine aktive Entscheidung dafür, meinen Platz einzunehmen? Die Wahrheit liegt, wie so oft, irgendwie dazwischen.
Meditation: Eine unendlich simple Sache17 Mar 202300:32:43
Zehn Jahre sind es inzwischen, in denen ich mich jeden Tag hinsetze. Was natürli als To-Do angefangen und wenig mit dem Eigentlichen zu tun hatte, hat in den letzten sieben Jahren extreme Tiefe gewonnen. Von 15 Minuten “echli umenand dänke” auf einem Kissen um fünf Uhr morgens hat es sich zu einer Selbstverständlichkeit, die irgendwann im Tag geschieht. Meist täglich, mit seltenen Ausnahmen. Meist eine Stunde, ab und an aber auch weniger oder mehr. In dieser Folge von “Holy Embodied” ist es mir ein grosses Anliegen, aufzuzeigen, wie wenig Meditation mit machen zu tun hat - defür alles mit sein. Wer seine Erfahrungen oder Fragen mit uns teilen möchte, schreibt gerne an contact@reflab.ch.
Elke Pahud de Mortanges: Sexualität und Christentum03 Mar 202300:48:04
Die Berichte der Passionsmystiker:innen zeigen, wie vielschichtig die Beziehung Christentum und Sexualität ist – sexuelle Gotteserfahrungen und masochistische Praktiken im Namen der Nachfolge stehen so gar nicht im Einklang mit dem gängigen Bild des lust- oder gar geschlechtsfeindlichen Christentums. Waren das alles Spinner? Ein Gespräch mit Elke Pahud de Mortanges.
Altern als ewiges Wesen – what the f*ck?!17 Feb 202300:39:25
Mensch sein ist eine paradoxe Sache – so oder so und noch vielmehr, wenn du in der Erfahrung des “Ungetrennt Seins” lebst. Dass Vergänglichkeit und Ewigkeit gleichzeitig sind, ist sowohl unerträglich als auch grossartig. Doch was heisst das ganz konkret im Alltag? Wenn wir weder das eine noch das andere ausklammern? Im Gespräch sehen wir, dass die Endlichkeit eine wunderschöne Einladung dazu ist, Prioritäten zu setzen. À la “was willst du wirklich, my dear?”. Unabhängig von Geschichten darüber, wie ein Leben mit 40 aussehen sollte. Oder mit 60 oder mit 70. Es ist eine Sache von Moment zu Moment. Wie wunderbar!
Peter Roth: «Ohne das Komponieren könnte ich mir das Leben in dieser Situation nicht vorstellen»03 Feb 202300:42:22
Er ist bald 80, wirkt aber lebendiger als mancher dreissigjährige: Der wunderbare Toggenburger Komponist und Musiker Peter Roth. Aus den Coronajahren ist seine Missa Gaia entstanden, eine Messe für Mutter Erde. Er sagt: die ökologischen, sozialen, politischen Zustände und Entwicklungen schreien laut nach einer Wende. Doch wie wir zu dieser Wende kommen, hat nichts mit den uns bekannten und gewohnten Strategien unserer Köpfe. Diese kennen lediglich ein “entweder oder”, wohingegen unser Herz genau ums “sowohl als auch” weiss. So auch die Texte und Musik der Missa Gaia: Peter Roth vermittelt darin die Erde als vernetztes System, als intelligenter Organismus, in welchem wir die Organe sind. Hätte er nicht die Möglichkeit, sich übers Komponieren aus der Perspektive des “sowohl als auch” mit diesen existenziellen Fragen auseinanderzusetzen, könnte er sich das Leben nicht vorstellen.
Gute Vorsätze – mehr als blosse Luftschlösser?20 Jan 202300:38:14
Wir starten ins neue Jahr voller Elan und guter Absichten, ready für einen Neubeginn – und fragen uns gleichzeitig: Bringen Vorsätze etwas? Und welche haben echtes Potenzial, Realität zu werden?
Vincent Martinez-Grieco: «Dancing is communication with God»06 Jan 202300:42:28
The founder of Soul Motion Vincent Martinez-Grieco reflects on almost half a century of dancing and teaching. He shares why it’s still his absolute joy, what has changed and how he has always been dancing to more than just the beat of the music.
Seelsorge aus der Stille: Ganz da sein, heisst ganz leer sein14 Jun 202400:32:35
Letzthin traf ich im Tessin zufällig auf eine Spitalpfarrerin, mit der sich ein wunderbares Gespräch über Seelsorge aus der Stille oder Leere entfaltete. Zusammen mit der Situation einer Freundin, die zum Zeitpunkt der Aufnahme ordentlich im Schlamassel steckte, ergab das die Frage: Ja, was ist denn wirklich unterstützend in einer Krise? Patrick und ich landen im weitesten Sinn bei Darshan, dem hinduistischen Konzept von “so gesehen werden, wie Gott dich sieht”. Darin liegt eine unendliche Kraft, die letztlich heilt und gleichzeitig unverfügbar bleibt, also nicht “gemacht” werden kann. Was hilft denn dir, wenn du in Schwierigkeiten oder in einer Krise steckst? Welche Art von Zuwendung oder Begegnung wünschst du dir dann? Wir freuen uns, von dir zu hören – via contact@reflab.ch oder über Instagram.
Elke Pahud de Mortanges: «Der Körper ist das Zentrum des Christentums»16 Dec 202200:49:30
Gott ist nicht Wort geworden, sondern Mensch und damit Körper: Die Theologin und Autorin Elke Pahud de Mortanges setzt den Körper ins Zentrum. Und schlägt so Brücken von mittelalterlichen Nonnen zu Klimaaktivistinnen heute. Ein Gespräch über Kleidung, Tätowierungen und Jesus.
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