Dein Ego darf mitfahren – aber nicht ans Steuer
Ich stelle mir mein Ego gerne wie einen Beifahrer vor.
Es darf mitfahren. Es darf seine Meinung haben. Es darf mir sagen: „Pass auf, das könnte wehtun.“ Oder: „Was, wenn du scheiterst?“ „Was denken die anderen über dich?“ „Du musst dich jetzt verteidigen!“
Danke, Ego. Ich hab dich gehört.
Aber ans Steuer lasse ich dich nicht.
Denn mein Ego entscheidet meistens aus Angst. Es möchte mich beschützen, kontrollieren, Recht behalten und verhindern, dass ich verletzt werde.
Aber wenn mein Ego mein Leben fährt, wähle ich vielleicht nicht das, was ich wirklich möchte – sondern das, was sich am sichersten anfühlt.
Und genau da dürfen wir lernen zu unterscheiden:
Handle ich gerade aus Liebe oder aus Angst?
Treffe ich diese Entscheidung, weil sie sich für mich richtig anfühlt – oder weil ich jemandem etwas beweisen möchte?
Bleibe ich irgendwo, weil mein Herz es möchte – oder weil mein Ego Angst vor dem Loslassen hat?
Das Ego müssen wir nicht loswerden. Wir brauchen es sogar.
Aber wir dürfen ihm seinen Platz zeigen.
Du darfst mitfahren. Du darfst mich warnen. Du darfst auch mal laut sein. Aber ich entscheide, wohin wir fahren.
Denn am Steuer meines Lebens sitze immer noch ich.