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Explorez tous les épisodes du podcast Hanser Rauschen
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| Titre | Date | Durée | |
|---|---|---|---|
| Literaturbetrieb, wie komme ich hier raus? | 29 Aug 2024 | 00:31:45 | |
Endlich ein Buchvertrag, endlich die ersehnte Stelle im Verlag, endlich ein Fuß in der Tür des Literaturbetriebs. Aber halt! In welche Richtung schwingt diese Tür eigentlich? Florian und Emily gehen der Beobachtung nach, dass sich die Fälle derer zu häufen scheinen, die nach vielen Jahren beschließen, die Branche zu verlassen. Was hat sich verändert? Liegt es an einem Generationenwandel und damit einhergehenden veränderten Ansprüchen an Arbeit, am Bedeutungsverlust des Buches – oder handelt es sich womöglich gar nicht um ein neues Phänomen?
&Töchter: https://www.boersenblatt.net/news/toechter-verkuendet-verlagsende-337533
Edition Nautilus: https://www.boersenblatt.net/news/verlage-news/edition-nautilus-ruft-zur-unterstuetzung-auf-339263
Teresa Bücker: Alle_Zeit. Eine Frage von Macht und Freiheit. Ullstein 2022.
Carolin Amlinger: Schreiben. Eine Soziologie literarischer Arbeit. Suhrkamp 2021.
Note: Florian erwähnt Wolfgang Stauch, der 1992 »Eine schlechte Geschichte« veröffentlichte. Wolfgang Stauch ist seither nicht Redakteur, sondern vor allem erfolgreicher Drehbuchautor etwa vieler TATORT-Folgen. | |||
| Wofür kämpfen Übersetzer:innen? Zu Gast: Lisa Mensing | 02 Aug 2024 | 00:34:39 | |
Unter dem Hashtag „namethetranslator“ kämpfen Übersetzer:innen um Sichtbarkeit und Anerkennung als Urheber:innen des deutschen Textes – auf dem Cover des von ihnen übersetzen Buches, in Rezensionen, in Blogbeiträgen, kurz: im gesamten Paratext. Zu Gast ist Lisa Mensing, die aufschlüsselt, wofür Übersetzer:innen außerdem kämpfen. Denn zur mangelnden Sichtbarkeit gesellt sich die Tatsache, dass vom Übersetzen kaum jemand hauptberuflich leben kann – und wenn, dann meist nur in prekären Umständen. Es geht um Förderungen und Preise, um Seitenhonorare, um Gutachten, KI, Lektoratsarbeit und Fahnenkorrekturen und letztlich um die basale Erkenntnis, die man nicht oft genug in Erinnerung rufen kann: ohne Übersetzer:innen keine Weltliteratur.
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Bei Fragen, Meinungen oder Anmerkungen schreibt uns gerne an rauschen@hanser.de. | |||
| Social Media: Kann das weg?! | 23 Nov 2023 | 00:35:12 | |
Kann man eigentlich heute noch erfolgreich Bücher veröffentlichen, wenn man nicht im Netz stattfindet? In der elften Folge des Verlagspodcasts Hanser Rauschen suchen die Lektor:innen Emily Modick und Florian Kessler nach Antworten auf die Instagrammisierung der Literaturwelt. Was genau machen eigentlich Autor:innen, Verlage, Bookstagrammer:innen, Booktoker:innen und Blogger:innen auf Social Media? Und was genau bedeutet es konkret für die Verlage, wenn viele Leute hochmotiviert im Netz über Bücher sprechen? Wie wirkt sich das auf das jetzige Schreiben und seine ästhetischen Ideen aus? Fragen über Fragen! Klickt hier für die Antwort – und lasst dem Podcast gern auch mal eine gute Bewertung da, das ist nun einmal Teil des Spiels, ist so.
Bei Fragen, Meinungen oder Anmerkungen schreibt uns gerne an rauschen@hanser.de. | |||
| Warum schreiben alle über Klasse? Zu Gast: Daniela Dröscher | 09 Nov 2023 | 00:34:02 | |
Egal wohin man schaut – auf die Bestsellerlisten, auf die neusten Verlagsvorschauen, in Belletristik- oder Sachbuchregale oder zum Nobelpreis für Annie Ernaux im vergangenen Jahr –, ein Thema scheint einem seit geraumer Zeit überall zu begegnen: Die Auseinandersetzung mit Klasse. Sei es eine Beschäftigung mit der eigenen Herkunft in literarischer Form oder ein Sachbuch, das sich mit struktureller Ungleichheit befasst – Fragen zu Klasse und Klassismus are here to stay. Daniela Dröscher hat mit "Lügen über meine Mutter" einen sehr erfolgreichen autofiktionalen Roman zu diesem Thema geschrieben und spricht bei Hanser Rauschen mit den Lektor:innen Florian Kessler und Emily Modick über die sogenannte „doppelte Scham“, die mit ihrem Aufstieg ins Bildungsbürgertum einherging, über verschlossene Räume der Literaturbranche und wie und ob überhaupt man sie mit Literatur öffnen kann, und welche Form ein Text eigentlich haben sollte, um adäquat über Klasse berichten zu können. Und zuletzt stellt sich die große Frage: Wohin entwickelt sich die sogenannte „Klassenliteratur“? Oder handelt es sich nur um ein vorübergehendes Phänomen, von dem der Betrieb mal wieder doch nicht so viel gelernt hat, wie er gerne denkt, um sich bald schon wieder zynisch dem nächsten „Issue“ zuzuwenden?
Shownotes:
Daniela Dröscher, Lügen über meine Mutter, Kiepenheuer&Witsch 2022 und Zeige deine Klasse: Die Geschichte meiner sozialen Herkunft, Hoffmann und Campe 2018.
Didier Eribo, Rückkehr nach Reims, aus dem Französischen von Tobias Haberkorn, Suhrkamp 2016.
Annie Ernaux, diverse, Suhrkamp.
Jonathan Swift, A Modest Proposal: For Preventing the Children of Poor People from Being a Burthen to Their Parents or Country, and for Making Them Beneficial to the Publick, 1729.
Florian Kessler, „Lassen Sie mich durch, ich bin Arztsohn!“, 2014. https://www.zeit.de/2014/04/deutsche-gegenwartsliteratur-brav-konformistisch | |||
| Deutscher Buchpreis: Das Unboxing! | 16 Oct 2023 | 00:27:58 | |
Bücher sind wichtig, aber für manche ist der Deutsche Buchpreis noch wichtiger. Soeben wurde er zum neunzehnten Mal vergeben – die Lektor*innen Emily Modick und Florian Kessler reagieren direkt auf die Preisverleihung und diskutieren über Sinn und Unsinn eines derart großen Literaturpreises. Was für ein Buch wurde dieses Jahr ausgezeichnet und was sagt das aus über Tendenzen der Gegenwartsliteratur? Warum haben Verlage und Buchhandel eine derart heftige Obsession mit dem Deutschen Buchpreis – führt er zu guter Öffentlichkeit für Literatur oder verengt er den Blick fatalerweise auf nur ein einziges von tausenden großartigen Büchern? Und wozu dient eigentlich das harte Geschimpfe auf die Jurys des Deutschen Buchpreises, das der Literaturbetrieb Jahr für Jahr lustvoll zelebriert? Sollte man den Buchpreis am Ende einfach schnellstmöglich abschaffen? Das alles klärt diese Folge Hanser Rauschen aus Verlagssicht.
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| Warum in einem weißen bildungsbürgerlichen Verlag veröffentlichen? Zu Gast: Sinthujan Varatharajah und Moshtari Hilal | 05 Oct 2023 | 00:43:47 | |
Ob Literaturkritik oder Lektorat, ob Agenturen oder Autor:innennetzwerke, ob Veranstaltungsorte oder Buchhandel: Der deutschsprachige Literaturbetrieb ist weiß, weiß, weiß. Er ist so weiß, bildungsbürgerlich und homogen, dass jeder davon abweichende soziale Hintergrund nach wie vor zu etwas Besonderem gemacht wird. Sinthujan Varatharajah und Moshtari Hilal haben beide in letzter Zeit wichtige Bücher veröffentlicht: Sinthujan Varatharajah »an alle orte, die hinter uns liegen«, Moshtari Hilal »Hässlichkeit«. Im Literaturpodcast der Hanser-Verlage sprechen sie mit Emily Modick und Florian Kessler darüber, wie sich für sie das Büchermachen in den 2020er Jahren anfühlt – und wozu überhaupt man in einem weißen bildungsbürgerlichen Verlag veröffentlichen sollte.
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Show Notes:
Moshtari Hilal: Hässlichkeit. Hanser Verlag, 2023.
Sinthujan Varatharajah: an alle orte, die hinter uns liegen. hanserblau, 2022.
Moshtari Hilal, Sinthujan Varatharajah: Englisch in Berlin. Ausgrenzungen in einer kosmopolitischen Gesellschaft. Wirklichkeit Books 2022.
Junot Díaz: MFA vs. POC. https://www.newyorker.com/books/page-turner/mfa-vs-poc | |||
| Warum macht Gossip so viel Bock? | 21 Sep 2023 | 00:34:31 | |
Psssst. Du! Ja, Du! Hat hier irgendjemand noch ein Gerücht? Emily Modick und Florian Kessler gucken sich den aktuellen Gossip der Literaturbranche an. Und das selbstverständlich aus rein analytischen Absichten. Wozu dient das viele Tratschen und Lästern eigentlich, das genauso zur Kulturwelt gehört wie Theatersitze, Buchcover und Selbstausbeutung? Wer klatscht worüber und warum? Im Verlagspodcast des Hanser Verlages läuft die aktuelle Gerüchteküche heiß, wenn zwischen verschiedenen Formen von Gossip unterschieden und die neuesten US-Accounts mit Branchen-Leaks analysiert werden. Geht es beim Tratschen wirklich immer um Kritik an den Mächtigen oder sind die Reize viel primitiver? Klar ist nach dieser Folge: Geheim bleibt im Literaturbetrieb rein gar nichts.
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Shownotes:
Sandra Kegel: Die Akte Gneuß. Wird der Osten zur westdeutschen Erfindung? Im Literaturbetrieb gibt es Aufregung um die DDR-Erzählung einer jungen Autorin. „Gittersee“ befeuert den Streit um die Deutungsmacht über die deutsche Geschichte. FAZ, 15.09.2023. https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/debuetroman-gittersee-von-charlotte-gneuss-regt-auf-19174497.html
Instagram-Buchbranchen-Accounts: @xoxopublishinggg
Silvia Federici: Hexenjagd. Die Angst vor der Macht der Frauen. Übersetzt von Margarita Ruppel. Unrast, 2019. | |||
| Warum sind Sexstellen in Romanen immer so schrecklich? Zu Gast: Jovana Reisinger | 07 Sep 2023 | 00:27:05 | |
Über eines sind sich doch eigentlich immer alle einig: Richtig gelungene Sexstellen gibt es in der Literatur so gut wie keine, der alljährlich verliehene »Bad Sex in Fiction Award« macht es sich sogar zur Aufgabe, die besonders misslungenen zu küren. Aber stimmt das eigentlich? Gibt es wirklich keine guten Sexstellen? Und Moment, was heißt denn eigentlich: »gut«? Zusammen mit Jovana Reisinger versuchen die Hanser-Lektor*innen Emily Modick und Florian Kessler diese Frage zu ergründen, es geht um Tabus, das Patriarchat (kleiner geht’s nun mal nicht), den »male gaze« und die »Tussi« als performativen Akt.
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Show Notes:
Jovana Reisinger, Enjoy Schatz. Korbinian Verlag 2022
McKenzie Wark, Reverse Cowgirl. Aus dem Englischen von Johanna Davids. August Verlag 2023
Katherine Angel, Morgen wird Sex wieder gut: Frauen und Begehren. Aus dem Englischen von Zoë Beck und Annika Domainko. Hanser 2022 | |||
| Wie finden Autor:innen ihre verdammten Themen? Zu Gast: Lion Christ | 24 Aug 2023 | 00:30:00 | |
Eine berühmte Regel des Creative Writing lautet bekanntlich: »Write what you know«. Ist an ihr etwas dran, und das im Boom von autobiographischen Memoirs und Autofiktion sogar noch stärker als früher? Oder sollten Autor:innen gerade umgekehrt Themen suchen, die ihnen nicht vertraut sind und für die sie literarische Neugier und Recherche benötigen? Über all das sprechen Emily Modick und Florian Kessler mit Lion Christ, dessen Debütroman »Sauhund« soeben erschienen ist: Ein historischer Roman aus der BRD der achtziger Jahren, als Christ noch nicht einmal geboren war. »Sauhund« zeigt die Welt eines jungen Mannes aus der bayrischen Provinz, der in die Freuden und die Ängste des leuchtenden schwulen Münchens gerät. Wie findet man als Autor ein solches Thema? Was muss man wissen, um darüber zu schreiben – und warum ist Nichtwissen beim Schreiben manchmal auch sehr wertvoll?
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Show Notes:
Lion Christ: Sauhund. Hanser 2023 https://www.hanser-literaturverlage.de/buch/sauhund/978-3-446-27747-2/.
Mario Wirz: https://de.wikipedia.org/wiki/Mario_Wirz .
Gustl Angstmann: https://de.wikipedia.org/wiki/Gustl_Angstmann .
Horst Bienek: https://www.hanser-literaturverlage.de/buch/es-gibt-nur-die-kunst-die-liebe-und-den-tod-dazwischen-gibt-es-nichts/978-3-446-27744-1/. Das Erscheinen der Bienek-Tagebücher ist allerdings leider inzwischen auf Frühjahr 2024 verschoben. | |||
| Warum gibt es so wenige gute Buchcover? Zu Gast: Peter Hassiepen | 10 Aug 2023 | 00:35:42 | |
Man soll Bücher nicht nach ihrem Cover beurteilen – aber warum denn nicht, verdammt nochmal? Diese Frage stellen Emily Modick und Florian Kessler dem ebenso geheimen wie bescheidenen Papst der Buchgestaltung, der soeben nach 37 Jahren bei Hanser in Rente gegangen ist: Peter Hassiepen hat als Art Director des Verlages zigtausende Bücher gestaltet, große Bestseller wie herrlich minoritäre Lyrikbände, und damit über die Jahrzehnte hinweg entscheidend die Ästhetik des Verlages geprägt. Er erzählt, welche Gesichtspunkte beim Nachdenken über Umschläge wichtig sind, worauf Cover-Gestaltung achten muss, und nicht zuletzt, was die Zukunft des Buchcovers in Zeiten des Neuerscheinungs-Wahns ist. Danke vielmals für alles, Peter!
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Show Notes
Entwicklung der Reclam-Gestaltung: https://dewiki.de/Lexikon/Reclams_Universal-Bibliothek.
Celestino Piattis Cover für dtv: https://www.dtv.de/100jahrepiatti.
Das Cover von Peter Hassiepen mit einer Illustration von Quint Buchholz für T.C. Boyles "Wenn der Fluß voll Whiskey wär", 1991: https://www.buchfreund.de/de/d/e/9783446158412/wenn-der-fluss-voll-whisky-waer-neubuch?bookId=101967802.
Die von Peter Hassiepen gestaltete Borges-Gesamtausgabe bei Hanser: https://www.hanser-literaturverlage.de/buecher?authorname=Jorge+Luis+Borges.
Leanne Shapton, Bahnen ziehen. Aus dem Englischen von Sophie Zeitz, Suhrkamp 2012: https://www.suhrkamp.de/buch/leanne-shapton-bahnen-ziehen-t-9783518464021.
Anteil physische Bücher am Publikumsbuchmarkt 2022: https://www.boersenblatt.net/news/boersenverein/die-offiziellen-zahlen-fuer-den-buchmarkt-2022-sind-da-291937 | |||
| Wer hat Angst vor Unterhaltungsliteratur? | 27 Jul 2023 | 00:31:10 | |
Jeder Blick auf die Bestsellerliste macht klar: Um die Literatur, die edle Buchpreise erhält und im Feuilleton besprochen wird, geht es den meisten Leser*innen nicht. Man muss gar nicht fragen, ob das gut oder schlecht ist – aber kann ruhig mal darüber nachdenken, was für Literatur die Gegenwart eigentlich insgesamt hervorbringt. Emily Modick und Florian Kessler diskutieren über die vielen Tendenzen der Verlage und des Buchhandels, das große und aufregende Feld zwischen Genre und „Hochliteratur“ zu weiten, es lockerer zu machen, vielleicht auch, es zu trivialisieren. Lesen die Leute derzeit immer dümmeres Zeug? Sicher nicht, aber auf die Details kommt es an.
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Show Notes
Presserklärung hanserblau: https://www.boersenblatt.net/news/personalia/emily-modick-folgt-auf-ulrike-von-stenglin-291021
Bonnie Garmus: Eine Frage der Chemie. Roman. Piper 2022, aus dem Englischen von Ulrike Wasel und Klaus Timmermann.
Delia Owens: Der Gesang der Flußkrebse. Roman. hanserblau 2019, aus dem Englischen von Ulrike Wasel und Klaus Timmermann.
Caroline Wahl: 22 Bahnen. Roman. DuMont 2023.
Dörte Hansen: Altes Land. Roman. Knaus 2015.
Moritz Baßler: Populärer Realismus. Vom International Style gegenwärtigen Erzählens. C.H. Beck, 2022.
Umberto Eco: Der Name der Rose. Roman. Jubiläumsausgabe, mit einem Nachwort von Philipp Blom. Hanser 2022, aus dem Italienischen von Burkhardt Kroeber. | |||
| Wie kommt endlich das Klima in die Literatur? Zu Gast: T.C. Boyle | 13 Jul 2023 | 00:31:41 | |
T. C. Boyle, der „godfather of climate fiction“, ist zu Gast bei Hanser Rauschen und spricht mit Emily Modick und Florian Kessler darüber, ob und wie man über die Klimakatastrophe schreiben sollte. Denn eines steht fest: Seit Jahrzehnten zerstören wir Menschen die Erde systematisch und sind momentan dabei, den ganzen Bumms vollends gegen die Wand zu fahren. Was tun? Gibt es ein Buch, das alle, wirklich alle, zum Umdenken bringen könnte? Sollte jede:r Autor:in jetzt sofort versuchen, dieses Buch zu schreiben? Und vor allem: Warum werden den Verlagen nicht mehr Bücher zu diesem Thema angeboten?
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Show Notes
T.C. Boyle: „Blue Skies“, „Wenn das Schlachten vorbei ist“, „Ein Freund der Erde“. Rachel Carson: „Der stumme Frühling“. David Quammen: „Der Gesang des Dodo: Eine Reise durch die Evolution der Inselwelten“.“ Wo bleibt die (gute) Literatur für die Gegenwart? – Eva Menasses imaginärer Klimaroman“. Solvejg Nitzke (https://www.54books.de/wo-bleibt-die-gute-literatur-fuer-die-gegenwart-eva-menasses-imaginaerer-klimaroman/#more-13426) | |||
| Wozu Bachmann-Preis? Zu Gast:Tijan Sila | 02 Jul 2024 | 00:38:54 | |
Hurra, Champagner, Tijan Sila hat gewonnen! Mit dem Bachmann-Preisträger 2024, der im Frühjahr bei Hanser Berlin seinen Roman »Radio Sarajevo« veröffentlichte, hat Lektor Florian Kessler in Klagenfurt gesprochen, als Tijan lediglich Favorit war und die öffentliche Jury-Entscheidung erst noch erfolgen würde. Wozu setzen sich Autor:innen einer Arena wie der in Klagenfurt aus? Was macht massive öffentliche Kritik mit ihnen? Und wozu braucht die Literatur Rituale wie den Bachmann-Wettbewerb? Oder anders gefragt: Braucht sie sie wirklich?
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| Wer ist die mächtigste Person im Literaturbetrieb? | 29 Jun 2023 | 00:27:55 | |
Hanser Rauschen ist zurück! Der Literaturpodcast der Hanser-Verlage war in kreativer Frühjahrspause und stürzt sich ab jetzt als Doppelspitze auf die Welt der Verlage und der Literatur. Zum Auftakt stellen Lektorin Emily Modick und Lektor Florian Kessler eine scheinbar einfache Frage: Wer ist eigentlich die mächtigste Person im Literaturbetrieb? Unter „mächtig“ verstehen sie die Fähigkeit, Bücher derart heftig durchzusetzen, wie das früher etwa „Literaturpäpste“ a.k.a. bestimmte Großkritiker konnten – und heute vielleicht nur noch Konzernverlage? Die Zeiten haben sich geändert, und zwar fundamental. Emily Modick und Florian Kessler besichtigen die Institutionen und Personen der Literaturwelt, die heutzutage mit größtmöglicher Wucht die Tops und Flops der Gegenwartsliteratur produzieren.
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Show Notes:
Die Auflage des ersten Verkaufsjahres von Martin Walsers Debüt stammt aus einem Aufsatz von Siegfried Unseld im Band „Maulhelden und Königskinder. Zur Debatte über die deutschsprachige Gegenwartsliteratur“, herausgegeben von Rainer Moritz und Andrea Köhler, Reclam Leipzig 1998. Alle anderen Verkaufszahlen Media Control, Juni 2023. | |||
| Mit den Verlagskolleg:innen auf der Suche nach Weihnachtsgeschenken | 06 Dec 2022 | 00:19:00 | |
Es wird weihnachtlich in der 66. Folge von Hanser Rauschen. Denn der Sommerurlaub scheint noch gar nicht so lange her, der Herbst ist auf ein paar sonnige Tage und bunte Blätter zusammengeschnurrt und wie alle Jahre ist der Dezember recht plötzlich gekommen. Weihnachten steht also vor der Tür und damit auch die Frage: Was schenken? Den Geschwistern, den Eltern, der Partner:in, Freund:innen, entfernten Verwandten. Und auch vielleicht die Frage: Mit welchem Smalltalk glänzen auf der Weihnachtsfeier? Oder auch: Was machen in der stillen Zeit zwischen den Jahren?
Die Antwort auf all das, wie könnte sie in diesem Podcast auch anders lauten: Bücher – und Lesen. Aber: Welches Buch ist für welche Person das geeignetste? Unsere Kolleg:innen wissen Rat und empfehlen die schönsten Bücher zum Verschenken. Es geht um Liebesgeschichten, Klassiker, Bücher abseits des Mainstreams, Sachbücher, Kinderbücher, Bücher für Weltreisende, um Blockflöten, Triangeln und Ukulelen, um Haie und vieles vieles mehr.
Alle Bücher aus der Folge:
»Intimitäten« von Katie Kitamura, übersetzt von Kathrin Razum
https://www.hanser-literaturverlage.de/buch/intimitaeten/978-3-446-27404-4/
»Imperium der Schmerzen« von Patrick Radden Keefe, übersetzt von Gregor Runge, Kattrin Stier, Benjamin Dittmann-Bieber
https://www.hanser-literaturverlage.de/buch/imperium-der-schmerzen/978-3-446-27392-4/
»Traumpfade« von Bruce Chatwin, übersetzt von Anna Kamp
https://www.hanser-literaturverlage.de/buch/traumpfade/978-3-446-15526-8/
»Die Qualen des Narzissmus« von Isolde Charim
https://www.hanser-literaturverlage.de/buch/die-qualen-des-narzissmus/978-3-552-07309-8/
»Hört sich gut an!« von Ole Könnecke und Hans Könnecke
https://www.hanser-literaturverlage.de/buch/hoert-sich-gut-an/978-3-446-27435-8/
»Alle haben einen Po« von Anna Fiske, übersetzt von Ina Kronenberger
https://www.hanser-literaturverlage.de/buch/alle-haben-einen-po/978-3-446-26430-4/
»Karlchen freut sich auf Weihnachten« von Rotraut Susanne Berner
https://www.hanser-literaturverlage.de/buch/karlchen-freut-sich-auf-weihnachten/978-3-446-24623-2/
»Peanut Jones und die Stadt der Bilder« von Rob Biddulph, übersetzt Katja Maatsch (erschienen bei Dragenfly)
https://www.harpercollins.de/products/peanut-jones-und-die-stadt-der-bilder-9783748801733
»Unser gigantischer Fußabdruck« von Rob Sears und Tom Sears, übersetzt von Saskia Heintz
https://www.hanser-literaturverlage.de/buch/unser-gigantischer-fussabdruck/978-3-446-27436-5/
»Freundin bleibst du immer« von Tomi Obaro, übersetzt von Stefanie Ochel
https://www.hanser-literaturverlage.de/buch/freundin-bleibst-du-immer/978-3-446-27390-0/
»Vincent« von Joey Goebel, übersetzt von Hans M. Herzog und Matthias Jendis (erschienen bei Diogenes)
https://www.diogenes.ch/leser/titel/joey-goebel/vincent-9783257236477.html
»Wenn Haie leuchten« von Julia Schnetzer
https://www.hanser-literaturverlage.de/buch/wenn-haie-leuchten/978-3-446-27476-1/
»Glanz und Elend der Kurtisanen« von Honoré de Balzac, übersetzt von Rudolf von Bitter
https://www.hanser-literaturverlage.de/buch/glanz-und-elend-der-kurtisanen/978-3-446-27414-3/
»Jahre mit Martha« von Martin Kordic (erschienen bei S. FISCHER)
https://www.fischerverlage.de/buch/martin-kordic-jahre-mit-martha-9783103971637 | |||
| Mit Autor*in Sinthujan Varatharajah über Kolonialismus, Kartografie und Kameras | 10 Nov 2022 | 00:58:03 | |
In der 65. Folge von Hanser Rauschen präsentieren wir euch einen Live-Mitschnitt der Buchpremiere von Sinthujan Varatharajahs „an alle orte, die hinter uns liegen“, die Anfang Oktober im Kino International in Berlin stattgefunden hat. Die Veranstaltung moderiert hat Josephine Apraku, die szenische Lesung ist von Tanasgol Sabbagh.
In dem erhellenden und anregenden Gespräch legt Sinthujan Varatharjah auf eindrückliche Weise dar, wie der Kolonialismus unsere Gegenwart nach wie vor prägt und kritisiert anhand faszinierender Beispiele den Eurozentrismus. Sie*er erklärt, warum die Kamera und Fotografie als koloniales Instrument zur Dokumentation, Unterdrückung und Abgrenzung diente und weshalb sich europäische Macht in einem Ordnungs- und Kontrollzwang ausdrückt, vor dem nicht einmal die Natur gefeit ist. Außerdem geht es um Kartografie. Was bedeutet es, dass wir unsere Welt in Karten erfassen, wer fertigt sie an, wer ist darauf abgebildet und vor allem: Was muss man tun, um darauf abgebildet zu werden. | |||
| Mit den Azubis Lena Wilhelm und Vanessa Philipp über die Ausbildung im Verlag | 07 Oct 2022 | 00:30:27 | |
Herzlich willkommen zur 64. Folge von Hanser Rauschen. In dieser Folge spricht Emily Modick mit den zwei Kolleginnen Lena Wilhelm und Vanessa Philipp, die hier bei Hanser eine Ausbildung zur Medienkauffrau Digital und Print machen. Emily Modick will von ihnen wissen: Was macht man eigentlich so als Auszubildende in einem Verlag? Wie nah dran ist man wirklich an den Büchern? Mit wem sitzt man alles in der Berufsschule zusammen? Und was kann sich an eine solche Ausbildung anschließen? Sie sprechen über die Ausbildung in Zeiten von Corona, über Begegnungen mit Buchpreis-nominierten Autor:innen, und darüber, was die beiden gerade so lesen und ob man sich eher bei Bookstagram oder Booktok herumtreiben sollte. Wer nach dem Gespräch denkt, dass sie oder er auch Lust darauf hätte, bei Hanser zu arbeiten, dem empfehlen wir einen Blick auf unser Jobportal, in dem spannende Stellen ausgeschrieben sind, und zwar unter: jobs.hanser.de .
Die Buchtipps von Lena und Vanessa:
»Die stummen Wächter von Lockwood Manor« von Jane Healey: https://www.hanser-literaturverlage.de/buch/die-stummen-waechter-von-lockwood-manor/978-3-446-27289-7/
Percy Jackson von Rick Riordan (erschienen bei Carlsen): https://www.carlsen.de/reihe/percy-jackson
»Dschinns« von Fatma Aydemir: https://www.hanser-literaturverlage.de/buch/dschinns/978-3-446-26914-9/
»Night of Crowns« von Stella Tack (erschienen bei Ravensburger): https://www.ravensburger.de/produkte/jugendbuecher/fantasy-und-science-fiction/night-of-crowns-band-1-spiel-um-dein-schicksal-58567/index.html | |||
| Mit der Journalistin Marlen Hobrack über die Arbeiterklasse und Klassenfragen | 29 Aug 2022 | 00:56:27 | |
»Man kann die Frau aus der Arbeiterschicht nehmen, aber man kann die Arbeiterschicht nicht aus der Frau nehmen.«
In der 63. Folge von Hanser Rauschen spricht Leonard Schroeder mit Marlen Hobrack, deren Buch »Klassenbeste« soeben bei Hanser Berlin erschienen ist. Die Journalistin erzählt davon, welche Leerstelle sie in den großen Werken der sogenannten »Klassenliteratur« (von zum Beispiel Annie Ernaux, Édouard Louis und Christian Baron) ausgemacht hat. Sie spricht über ihre Mutter, die schon mit zwölf Jahren angefangen hat zu arbeiten, von den Wendejahren als Phase, in der zwischen den Gesellschaftsklassen eine größere Durchlässigkeit möglich war und darüber, warum die Figur des männlichen Arbeiters aus feministischer Perspektive interessant ist. Mehr davon, wie Herkunft unsere Gesellschaft spaltet gibt es in dieser Podcast-Folge und im Buch »Klassenbeste« von Marlen Hobrack.
Mehr zum Buch: https://www.hanser-literaturverlage.de/buch/klassenbeste/978-3-446-27477-8/ | |||
| Mit den Lektor:innen und Podcaster:innen Florian Kessler und Emily Modick in den Sommer | 30 Jun 2022 | 00:24:09 | |
Willkommen zur 62. Folge von Hanser Rauschen, die gleichzeitig einen Abschied und einen Neubeginn markiert. Florian Kessler geht in die Elternzeit und stellt deswegen seine Kollegin Emily Modick vor, die ab sofort das Team von Hanser Rauschen ergänzen wird. Gemeinsam sprechen die beiden darüber, welche Bücher sie als Urlaubslektüre empfehlen können, auf welche Neuerscheinungen wir uns im Herbst freuen dürfen und wie es mit dem Podcast nach der kleinen Sommerpause weitergehen wird. Wir wünschen einen wunderbaren Sommer mit vielen guten Büchern und hören uns im August wieder! | |||
| Mit den Autor*innen Julia Shaw und Benno Gammerl über Bisexualität und vielfältige Liebe | 30 May 2022 | 00:53:36 | |
Es gibt Bücher, die verändern grundlegend, wie man die Welt sieht. Heute spreche ich im Podcast mit gleich zwei Autor*innen, denen das in meinem Fall gelungen ist. Julia Shaws „Bi. Vielfältige Liebe entdecken“ erscheint jetzt gerade und ist ein wirklich bahnbrechendes Buch – mir ist kein derart zugängliches, klares, offenes Buch begegnet, das von den vielen Menschen berichtet und für sie eintritt, die nicht einfach im Gegensatzpaar heterosexuell oder homosexuell aufgehen wollen. Benno Gammerls 2021 erschienenes „anders fühlen“ erzählt ebenfalls eine Geschichte, die so noch nie erzählt wurde: Die Geschichte des schwulen und lesbischen Lebens in der Bundesrepublik, über die Jahrzehnte hinweg. Die 1987 geborene Julia Shaw hat schon mehrere große vieldiskutierte Bücher veröffentlicht, sie ist promovierte Rechtspsychologin am Londoner University College. Der 1976 geborene Benno Gammerl ist seit letztem Jahr Professor für Gender- und Sexualitätengeschichte am Europäischen Hochschulinstitut in Florenz. Davor unterrichtete er Queer History am Goldsmiths College in London. Viel Spaß mit Julia Shaw und Benno Gammerl über Bisexualität und vielfältige Liebe! | |||
| Mit den Sachbuch-Lektor:innen Annika Domainko und Tobias Heyl über das Büchermachen in Krisenzeiten | 25 Mar 2022 | 00:42:20 | |
Willkommen zur sechzigsten Folge von Hanser Rauschen, wenige Wochen nach dem Angriff Russlands auf die Ukraine. In dieser Folge spreche ich nicht direkt über diesen Konflikt. Sondern darüber, wie ein Verlag sich derartigen politischen Ereignissen und Konstellationen eigentlich annähern sollte. Ich spreche mit Tobias Heyl, langjähriger Lektor für Sachbuch bei Hanser, und seiner Kollegin Annika Domainko, die seit einigen Jahren ebenfalls unser Sachbuchprogramm mitgestaltet. Die Frage ist einfach und zugleich schwierig: Wie macht man das, politische Sachbücher – und wie besser nicht? Alles Gute mit Hanser Rauschen. | |||
| Mit den legendären Verlagsleuten Felicitas Feilhauer und Michael Krüger über kluge Bestseller | 11 Feb 2022 | 00:46:21 | |
Willkommen zu einer neuen Folge von Hanser Rauschen, willkommen zu einer Folge, die an einen der größten und interessantesten Bestseller-Erfolge anspruchsvoller Verlage erinnert. In diesem Frühjahr nämlich hat die deutschsprachige Ausgabe von Umberto Ecos „Der Name der Rose“ vierzigsten Geburtstag. Der Hanser Verlag feiert dieses Jubiläum zum einen mit einer prachtvollen Neuausgabe des Buches, zum anderen mit einer überraschenden Weiterschreibung des Stoffes in dem packenden Roman „Die schwarze Rose“ von Dirk Schümer - das Buch erscheint genau jetzt bei Zsolnay.
Was bedeuteten anspruchsvolle Bestseller eigentlich für die Verlage der Bundesrepublik, wie veränderten sie das Publizieren und die Welt der Bücher? Wer war Umberto Eco, und wie erklärte sich der ungeheure Erfolg seines Romans damals, 1982, der auch den Hanser Verlag nachhaltig veränderte? Darüber habe ich mit zweien gesprochen, die damals dabei waren, und die Ecos Roman in der Übersetzung Burkhart Kroebers überhaupt erst mit ganz neuen Maßnahmen für ein riesiges Publikum eröffneten. Viel Spaß mit diesem Gespräch mit zwei Legenden des Hanser Verlages: Mit der langjährigen Marketingleiterin Felicitas Feilhauer und dem ebenso langjährigen Verleger Michael Krüger | |||
| Mit dem Schriftsteller Daniel Schulz über das Schreiben über Gewalt | 02 Feb 2022 | 00:40:45 | |
Hallo zu "Hanser Rauschen". Gerade ist der erste Roman von Daniel Schulz erschienen, mit einem Titel, den sehr viele Menschen von einem der meistdiskutierten Essays der letzten Jahre kennen: „Wir waren wie Brüder“ erschien 2018 nach den Ausschreitungen von Chemnitz und war ein heftiger, krasser Blick auf ostdeutsche Identitäten, Gründe für Wut und Abgekoppeltheitsgefühle und das Aufwachsen in rechtem Gedankengut. Daniel ist 1979 geboren und in einem brandenburgischen Dorf aufgewachsen, heute leitet er das Ressort Reportage der taz. Aus seinem Essay heraus ist ein großer, kunstvoller, unglaublich viel über uns alle erzählender Roman entstanden, der unglaublich nah rangeht an die Nachwendezeit und das Entstehen von falschverstandener Männlichkeit und rechter Gewalt. Viel Spaß mit "Hanser Rauschen!" | |||
| Literatur, Baby! Warum ist »Die geheimste Erinnerung der Menschen« ein genialer Roman? | 24 May 2024 | 00:41:55 | |
2021 veröffentlichte der damals erst einunddreißigjährige und höchstens in Insider-Kreisen bekannte Autor Mohamed Mbougar Sarr in einem kleinen französischen Indie-Verlag einen mit 5000 Exemplaren Startauflage gedruckten Roman – und dieser gewann in Folge bis heute diverse große Preise, zuallererst den französischen Prix Goncourt. Im Weltruhm des »ersten mit Goncourt-Lorbeeren geehrten Autors aus dem subsaharischen Afrika« wurde sehr viel über Identität gesprochen, und sehr viel auch über die des Autors. Aber was für ein Buch ist »Die geheimste Erinnerung der Menschen«, und warum ist es einfach genial? Bei Hanser Rauschen spricht darüber mit Florian Kessler seine Entdeckerin für den Hanser Verlag Emily Modick, die den von Holger Fock und Sabine Müller übersetzen Roman als Lektorin begleitete.
»Das Afrika« oder »die afrikanische Literatur« gibt es nicht, so wenig wie »die Literatur des Westens«. Oder doch, dann nämlich, wenn über die Projektionen auf Weltregionen und Literaturströmungen gesprochen wird, die etwa den Literaturmarkt ständig beschäftigen, wovon diese Folge Hanser Rauschen erzählt? Come in and find out!
Wenn euch diese Folge gefallen hat, bewertet sie doch gerne auf der Podcast-Plattform eurer Wahl!
Bei Fragen, Meinungen oder Anmerkungen schreibt uns gerne an rauschen@hanser.de.
Anmerkung: An einer Stelle macht Florian Kessler eine falsche Angabe: Das Werk Haruki Murakamis wird schon seit Jahrzehnten von Ursula Gräfe hochgelobt direkt aus dem Japanischen übersetzt. | |||
| Mit Autor Daniel Schreiber über Weihnachten allein | 12 Dec 2021 | 00:37:21 | |
Herzlich willkommen zur 57. Folge von Hanser Rauschen, herzlich willkommen zu einem Gespräch mit Daniel Schreiber. Daniel Schreiber hat seit einer großen Susan-Sontag-Biografie drei Essaybücher veröffentlicht, die jedes für sich sehr vielen Menschen sehr viel bedeuten: 2014 „Nüchtern. Über das Trinken und über das Glück“, 2017 „Zuhause. Die Suche nach einem Ort, an dem wir leben wollen“ und diesen Herbst – ein Buch ohne Untertitel – „Allein“, in dem es um nicht weniger geht als um die Frage, wie wir zusammen und autonom leben wollen in dieser Gesellschaft. Lektor Florian Kessler hat mit Daniel Schreiber über das Buch und sein Schreiben gesprochen und ebenso über die in diesem Jahr besonders dunklen Tage um Weihnachten und das neue Jahr. Denn Alleinsein und Einsamkeit hat sicher auch mit den Ritualen zu tun, denen wir uns als Gesellschaft verschreiben. | |||
| Mit der Soziologin Carolin Amlinger im Prekariat der Kreativindustrie | 12 Nov 2021 | 00:57:04 | |
Alles wird immer schlechter, wenn es um Kultur geht — das hört man häufig. Carolin Amlinger ist promovierte Soziologin und beschäftigt sich schon seit Jahren mit den Bedingungen, unter denen Kultur geschaffen wird. Ihr Buch "Schreiben", das sich mit den Ökonomien des Büchermachens und den Arbeits- und Lebenswelten von zeitgenössischen Autorinnen und Autoren befasst, ist gerade bei Suhrkamp erschienen.
Leben Autor:innen immer prekärer? Werden Verlage immer weiter durchökonomisiert? Wird einfach alles immer noch kapitalistischer? Darüber hat Florian Kessler mit ihr gesprochen – viel Spaß mit Hanser Rauschen! | |||
| Mit dem Verleger Jo Lendle beim Bücher-Kalkulieren | 21 Oct 2021 | 00:55:28 | |
Wir sprechen in diesem Podcast immer so viel über Stoffe und Themen und Ideen, diesmal gehen wir anders vor: Mit dem Verleger der Hanser Verlage Jo Lendle habe ich mir einfach mal nur die nackte Kalkulation von Büchern vorgenommen: Warum kostet welches Buch eigentlich so viel, wie es kostet? Werden Bücher wirklich immer teurer? Und wer kriegt von dem Ladenpreis wie viel Anteil, von Autor und Autorin über den Verlag bis zur Buchhandlung? Es geht also um hartes Geld, aber damit natürlich auch wieder um die Bedingungen, unter denen hoffentlich wunderbare Literatur veröffentlicht werden kann. Viel Spaß mit Hanser Rauschen! | |||
| Mit der Autorin Ann-Kristin Tlusty über süße Frauen im Kapitalismus | 24 Sep 2021 | 00:46:44 | |
Hallo zu Hanser Rauschen. Alle kennen diese Situation: In der Konferenz werden immer wieder die gleichen zwei, drei Personen unterbrochen, sie sprechen leiser und lächeln viel. Oder diese: Einer Person werden sexuelle Avancen gemacht, die Person hat echt keine Lust, aber so richtig äußern tut sie das wie einem geheimen Skript folgend auch nicht. In beiden Beispielen geht es um Phänomene, die vor allem Menschen geschehen, die als Frauen behandelt und eingeordnet werden. SÜSS, das jetzt gerade erscheinende, große erste Buch der 1994 geborenen Ann-Kristin Tlusty, ist eine äußerst kluge und lesenswerte Tauchfahrt hinein in die Dinge, die in Frauen hineinprojiziert werden und die sie selbst performen – und zugleich ein wichtiges Buch über die Möglichkeiten des aktuellen Feminismus. Viel Spaß bei meinem Gespräch darüber mit Ann-Kristin Tlusty! | |||
| Mit Hannah Lühmann über den Weg zum Debütroman-Schreiben | 26 Aug 2021 | 00:45:57 | |
Heute haben hier andere übernommen: Maria Christina Piwowarski von der Berliner Buchhandlung Ocelot empfiehlt bespricht auf Instagram, auf ihrem Kanal und auf blauschwarzberlin auf sehr schöne Weise Romane und Sachbücher. In einem Gespräch hatte sie dort vor Kurzem Hannah Lühmann zu Gast, die ebenfalls sehr schöne Rezensionen und Kulturkritiken als stellvertretenden Feuilletonchefin der WELT schreibt. Anlass des Gesprächs war ein sehr guter, nämlich das Erscheinen von Hannah Lühmanns Debütroman - "Auszeit", veröffentlicht bei hanserblau am Tag der Aufzeichnung. Viel Spaß mit "Auszeit", viel Spaß mit Hannah Lühmann. | |||
| Mit dem Autor Franzobel über historische Romane | 19 Jul 2021 | 00:32:54 | |
Willkommen zur 52. Folge von Hanser Rauschen! Diesmal mit Franzobel, dem vielfach preisgekrönten und vielfach gelesenen österreichischen Autor etwa von "Das Floß der Medusa" und vielen anderen Romanen. Mit seinem Lektor und Zsolnay Verlagsleiter Herbert Ohrlinger hat er vor allem über seinen faszinierenden aktuellen Roman "Die Eroberung Amerikas" gesprochen. Wie schreibt man eigentlich einen historischen Roman? Funktionieren Romane, die eine andere Epoche als die unsrige behandeln, anders als jedes andere Schreiben? Worauf sollte man achten, beziehungsweise worauf achtet Franzobel? Viel Spaß mit Hanser Rauschen! | |||
| Mit dem Autorinnen/Künstlerkollektiv Budemunkwieland in einem möglichen anderen Leben | 01 Jun 2021 | 00:27:38 | |
Willkommen zu einer neuen Folge von Hanser Rauschen, willkommen zu einem Gespräch über den Roman einer Generation. Aber welcher Generation eigentlich? Der vieldiskutierte Roman „Aufprall“ von Heinz Bude, Bettina Munk und Karin Wieland erzählt vom Westberlin der achtziger Jahre, von einer Welt der Hausbesetzer, Künstler, Lebensimprovisateure, die von heute aus kaum mehr vorstellbar ist und die bis zu „Aufprall“ auch noch nie wirklich nacherzählt wurde. Der Roman erzählt aber zugleich eindeutig auch von unserer Gegenwart, in der vom Künstlerprekariat bis zum Sprechen über Mietenwahnsinn, Ausbeutung und dagegengesetzte mögliche solidarischere Formen des Zusammenlebens so viele Menschen mit den Themen konfrontiert sind, die „Aufprall“ beschäftigen. Die Schriftstellerin Karin Wieland, die Künstlerin Bettina Munk und der Soziologe Heinz Bude bilden zusammen das Autorinnen/Künstlerkollektiv Budemunkwieland, sie veröffentlichen aber auch nach wie vor als einzelne Personen unter ihrem jeweiligen Namen. Mit ihrem Roman haben sie ein Debüt vorgelegt, das nicht nur ihre Generation angeht. Viel Spaß mit dem Gespräch mit ihnen, das ihr gemeinsamer Lektor Tobias Heyl geführt hat. | |||
| Mit der Autorin Julia Korbik hinter der Fassade einer Schriftstellerin | 07 May 2021 | 00:50:59 | |
Wir feiern Jubiläum! Das hier ist die 50. Folge von Hanser Rauschen und wir gehen diesmal absolut passend zurück bis in die 50er Jahre. Die Autorin und Journalistin Julia Korbik erzählt in ihrem neuen Buch auf wunderbar einfühlsame und kluge Weise über das Leben und Schreiben von Françoise Sagan. Die berühmte französische Schriftstellerin war und ist wie viele weibliche Autorinnen in ganz besonderem Ausmaß damit geschlagen, immer nur für bestimmte Stereotype herzuhalten und kaum für ihre Werke und Meinungen wahrgenommen zu werden. Julia Korbik blickt auf einzigartige Weise hinter diese Fassaden. "Bonjour Liberté. Francoise Sagan und der Aufbruch in die Freiheit" ist bei Hanser Berlin erschienen, das Gespräch hat Karoline Winter geführt. Viel Spaß mit Hanser Rauschen Folge 50! | |||
| Mit den Buchhändlern Michael Lemling und Rasmus Schöll beim Öffnen der Buchläden | 19 Mar 2021 | 00:55:34 | |
Willkommen zur 49. Folge von Hanser Rauschen, willkommen zu einer Folge zwischen Hoffen und Bangen. Hanser-Lektor Florian Kessler hat mit zwei Buchhändlern gesprochen, die in den letzten Monaten zu zwei verschiedenen Anlässen an die Öffentlichkeit getreten sind, aber beide Male für die Sache der Buchhandlungen. Rasmus Schöll von der Aegis Buchhandlung in Ulm hat im Dezember einen Eilantrag gegen das Verbot gestellt, dass Buchhandlungen in seinem Bundesland keine Bücher aus dem Laden heraus an Abholende verkaufen durften.
Michael Lemling von der Buchhandlung Lehmkuhl in München wiederum hat Mitte Januar einen großen offenen Brief von Buchhandlungen und Verlagen mitinitiiert, der generell für die Öffnung des Buchhandels plädierte.
Über das Für und Wider solcher Buchhandelsöffnungen und über den großen Wert von Buchhandlungen im Allgemeinen und ganz besonders in Pandemiezeiten wurde mit durchaus unterschiedlichen Meinungen debattiert – aber bei allen dreien mit großem Glauben an die Zukunft der unabhängigen Buchhandlungen nach Corona.
Viel Spaß mit Hanser Rauschen! | |||
| Mit dem Schriftsteller und Übersetzer Stefan Weidner zwanzig Jahre nach dem 11. September | 07 Mar 2021 | 00:24:09 | |
Willkommen zu einer neuen Folge von Hanser Rauschen, willkommen zu einem Gespräch mit dem Islamwissenschaftler, Schriftsteller und Übersetzer Stefan Weidner, dessen ungeheuer kenntnisreiche Vermittlungsarbeit zum arabischen Raum wohl jede und jeder kennt, der sich damit beschäftigt. Auch in seinem neuen, zweiten Buch im Hanser Verlag Ground Zero: 9/11 und die Geburt der Gegenwart vermehrt Weidner das Wissen über den Nahen und Mittleren Osten ganz entschieden, wenn er die Zäsur des 11. September und die Veränderung der Weltordnung aus ganz anderen als den gewohnten westlichen Perspektiven betrachtet. Mit seinem Lektor Tobias Heyl hat er darüber und über Blicke auf die Ordnung der Welt gesprochen, über sein eigenes Leben als freier Publizist, und über die unser aller Leben bestimmenden Zäsuren, vom Mauerfall über den 11. September bis zu Corona. Viel Spaß mit dieser tollen Folge von Hanser Rauschen. | |||
| Black Box Lektorat | 11 Apr 2024 | 00:42:40 | |
Lektor:in, das unbekannte Wesen hinter den Autor:innen und ihren Büchern? Lektorat, die mysteriöseste Abteilung im Verlag? Ja, was genau passiert denn da eigentlich, wenn Lektor:innen sagen: »Ich lektoriere gerade einen Roman«? Ist das nicht einfach glorifiziertes Korrekturlesen? In Folge 17 von Hanser Rauschen versuchen die beiden Lektor:innen Emily Modick und Florian Kessler zu erklären, was sie da eigentlich den ganzen Tag machen. So viel vorweg: Wenig lektorieren, sehr viel Anderes. Hat sich das Berufsbild über die Jahre stark verändert? Was macht eine:n gute:n Lektor:in aus? Am Ende der Folge ist die Box hoffentlich etwas weniger Black! | |||
| Mit der Schriftstellerin Asal Dardan unter Barbarinnen | 21 Feb 2021 | 00:46:31 | |
Willkommen zur 47. Folge von Hanser Rauschen, willkommen zu einem Gespräch mit der Schriftstellerin Asal Dardan. Asal wurde 1978 in Teheran geboren, aber über dieses Teheran kann sie nur in Ableitungen erzählen: Als sie noch sehr klein war, flohen ihre Eltern mit ihr nach Deutschland. Von dieser Erfahrung oder auch Nicht-Erfahrung der Flucht als kleines Kind erzählt Asal Dardan im ersten der zehn Essays, die unter dem Titel „Betrachtungen einer Barbarin“ in diesen Wochen bei Hoffmann und Campe erschienen sind und gerade viel gelesen und diskutiert werden. Ich habe mit ihr darüber gesprochen, was es mit diesem Titel auf sich hat – was es für eine Biographie bedeuten kann, wenn signalisiert wird, man sei anders, gehöre nicht zu einer bestimmten Kultur oder Zivilisation, und davon ausgehend über viele andere Dinge rund um Identität und die Weise, wie wir alle miteinander umgehen. Viel Spaß mit dieser schönen Folge von Hanser Rauschen. | |||
| Mit dem berühmten arabischen Schriftsteller Alaa al-Aswani auf der Seite der Aufständischen | 05 Feb 2021 | 00:47:31 | |
Erst vor wenigen Tagen jährte sich zum zehnten Mal ein Moment, der 2011 für Aufbruch, Bewegung, Optimismus stand: Der arabische Frühling schwappte damals durch die arabische Welt, ab dem 25. Januar wurde in ägyptischen Städten und bald vor allem auf dem berühmten Tahrir-Platz in Kairo demonstriert. Ein Jahrzehnt später erscheint nun bei Hanser ein Roman, der diese Zeit und ihre Stimmung nachzeichnet – von einem Schriftsteller, der in der arabischen Welt berühmt ist und der in Folge des Rückschlags gegen den arabischen Frühling aus Ägypten fliehen musste. Alaa al-Aswanis „Die Republik der Träumer“ kann in Ägypten nicht erscheinen, er selbst würde dort im Land sehr sicher ins Gefängnis kommen. Unser Lektor Piero Salabé hat bereits vor längerer Zeit und sogar vor Corona mit al-Aswani in New York über al-Aswanis Schreiben gesprochen, über Vorbilder und den Zustand des Exils – ein Zustand, der auch manchen der mutigen, genau beobachteten Figuren des großen Romans „Die Republik der Träumer“ blüht. Viel Spaß mit diesem wichtigen Buch und mit Hanser Rauschen. | |||
| Mit dem Illustrator Quint Buchholz in den schönsten Bildern der Welt | 22 Jan 2021 | 00:44:39 | |
Willkommen zu einer neuen Folge von Hanser Rauschen, willkommen bei einem Buchillustrator und Autor, der ungeheuer viel mit dem Hanser Verlag zu tun hat. Denn wem fiele nicht etwa der Umschlag von Jostein Gaarders Roman "Sofies Welt" ein, wenn er an Hanser denkt, oder "Nero Corleone"? Quint Buchholz, geboren 1957, ist Maler, Illustrator und Autor vor allem für Hanser, den Heye Verlag und dtv. Gesprochen hat er mit Saskia Heintz, der Leiterin des Kinder- und Jugendbuchverlages von Hanser. Viel Spaß bei diesem Gespräch. | |||
| Mit Autorin Anna Mayr bei Langzeitarbeitslosen | 07 Jan 2021 | 00:55:02 | |
Diese Podcastfolge von Hanser Rauschen ist angenehmerweise gar nicht besinnlich. Die Journalistin und Autorin Anna Mayr spricht von ihrem Buch "Die Elenden". Darin geht es um Langzeitarbeitslosigkeit, Hartz IV und Armut in unserer Gesellschaft. Gesprochen darüber hat die 1993 geborene Anna Mayr, die Redakteurin im Politik-Ressort der ZEIT ist, mit dem Presseleiter von Hanser Berlin, Thomas Rohde. Viel Spaß mit Hanser Rauschen. | |||
| Mit Autorin Elke Heidenreich unter lauter Kamelhaarmänteln | 18 Dec 2020 | 00:45:37 | |
Willkommen zu einer neuen Folge von Hanser Rauschen, willkommen bei Elke Heidenreich und ihrem neuen, in diesem Herbst bei Hanser erschienenen Buch "Männer in Kamelhaarmänteln". Dieses Buch mit seinen kurzen Geschichten über Kleider und Leute ist nur der Ausgangspunkt, um über Mode und das, was an Menschen, Gedanken, Lebensgeschichten, Meinungen in ihr steckt nachzudenken – und damit über die wirklich großen Dinge. Geführt hat das Gespräch die langjährige Hanser-Lektorin Tatjana Michaelis. Viel Spaß mit Hanser Rauschen! | |||
| Mit allen Abteilungen eines Verlags beim Büchermachen | 11 Dec 2020 | 00:34:27 | |
Diese Folge von Hanser Rauschen ist nicht nur besonders, weil es in ihr um ein besonderes Buch geht. Sondern auch, weil wir mit ihr versuchen, mal einen etwas anderen Einblick in das Arbeiten in einem Verlag zu bieten. Das wunderschöne „Buch der fehlenden Wörter“ von Stefano Massini, übersetzt aus dem Italienischen von Annette Kopetzki und prächtig illustriert von Magda Wel, ist nämlich bei Hanser auf besondere Weise entstanden: Wir haben mit wenigstens etwas mehr Zeit ausprobiert, wie alle Abteilungen gemeinsam an der Idee zu einem Buch mitarbeiten und -feilen können. Für die Folge habe ich mit dem Team gesprochen, das sich auf dieses kleine Experiment eingelassen hat – ich glaube, im Gespräch erfährt man viel über Massinis brillantes Buch, und ebenso viel über die Entscheidungsprozesse in Verlagen. Viel Spaß mit Hanser Rauschen. | |||
| Mit Autorin Susanne Kippenberger beim Geschenke vorbereiten | 04 Dec 2020 | 00:36:20 | |
Diese Folge von Hanser Rauschen erscheint Anfang Dezember, in einem Monat also, in dem sich durchaus einige Leute mit der Frage nach dem Schenken beschäftigen. Die Berliner Journalistin Susanne Kippenberger, die in den letzten Jahren herrlich unterschiedliche Bücher zuerst im Berlin Verlag und dann bei Hanser Berlin veröffentlicht hat, hat vor Kurzem genau darüber ein wunderbares Buch geschrieben: „Die Kunst der Großzügigkeit. Geschichten einer leidenschaftlichen Schenkerin“, erschienen bei Hanser Berlin. In lauter Geschichten, Anekdoten und Gedanken erinnert sie an jene Form von Großzügigkeit, die uns alle auf die eine oder andere Weise verbinden sollte. Und berichtet hier im Gespräch mit ihrer Lektorin Julia Graf, warum Schenken so viel mehr sein kann, als einfach nur dem Konsum zu frönen. Viel Spaß mit Hanser Rauschen! | |||
| Mit Verlegerin Nikola Richter beim Bücher anders denken | 20 Nov 2020 | 00:42:22 | |
Willkommen zur 40. Folge von Hanser Rauschen, für die der Hanser Verlag einfach mal bei einem ganz anders gearteten deutschsprachigen Verlag angeklopft hat. Gesprochen habe ich nämlich mit Nikola Richter, die 2013 als Ein-Personen-Unternehmen den Verlag mikrotext erfunden und gegründet hat. Diesen Verlag - wie einige andere tolle Institutionen dieser Art, vom Frohmann Verlag bis zu Sukkultur - kennt jede und jeder, die sich mit innovativem Verlegen, mit originellen und guten Texten und überhaupt mit ganz anderen Ideen darüber, wie man überhaupt Texte an die Leute bringen soll, beschäftigt. Mit Nikola habe ich über ihre vielen sehr guten Ideen und Veränderungen gesprochen, die bei mikrotext bis zum derzeit laufenden „Jahr des offenen Verlags“ geführt haben, über das man am Besten auf www.mikrotext.de nachliest, und ebenso über die Gründe und Entwicklungen, die Nikola überhaupt dazu gebracht haben, den Schritt zu wagen und einen Verlag zu gründen. Viel Spaß mit Hanser Rauschen! | |||
| Mit Literaturagentin Anna Richter in einer schönen Agentur | 06 Nov 2020 | 00:37:14 | |
Totgesagt wird Literatur gerne – in unserer neuen Folge von Hanser Rauschen beschäftigen wir uns mit dem exakten Gegenteil, nämlich einer waschechten, äußerst optimistischen Firmen-Neugründung auf dem Gebiet der Literatur. Anna Richter hat sich nämlich im Sommer 2017 im Alter von 30 Jahren in Leipzig selbständig gemacht – und zwar nicht mit einem Verlag oder als Autorin, sondern viel exakter eingepasst mittendrin im literarischen Geschehen. Ihre inzwischen bereits zu zweit gestemmte „schøne agentur“ ist eine sogenannte Subagentur, die deutschsprachige Literatur verschiedener Verlage zu skandinavischen Verlagen bringt – und das ganz schön erfolgreich: Annas Liste deutschsprachiger Verlage und Titel ist beeindruckend groß. Im Zoom-Gespräch mit der Hanser-Lektorin Tatjana Michaelis erzählt Anna Richter, wie sie überhaupt auf die Idee zu ihrer Arbeit kam, wie der Transfer zwischen Kulturen und Literaturen funktioniert – und wie sie sich die Zukunft einer solchen Gründung vorstellt. | |||
| Mit Literaturvermittlerin Chris Möller vor 200 brandneuen Romanen | 22 Oct 2020 | 01:00:33 | |
"Es war viel, es war anstrengend, es war Corona. Ich war so wütend wie noch nie über den Buchmarkt." Mit diesen Sätzen beginnt ein Posting von Chris Möller auf Instagram. Chris Möller, die seit Jahren als eigenständige Literaturvermittlerin aktiv im Literaturbetrieb ist, war in diesem Jahr Teil der Jury des Deutschen Buchpreises. Florian Kessler hat mit ihr gar nicht lang nach der Verleihung des Deutschen Buchpreises über viele Dinge geredet, die mit diesem Preis und mit Chris Möllers Jahr in der Jury zusammenhängen: Es geht um Ökonomie und Vielfalt, Gerechtigkeit und Mittelmäßigkeit, Desillusionierung und Euphorie für Bücher. Viel Spaß mit Hanser Rauschen! | |||
| Bookfluencen mit Maria-Christina Piwowarski | 14 Mar 2024 | 00:39:45 | |
Influencer:innen bewerben auf Social Media Hautcreme, Nahrungsergänzungsmittel, Kleidung und – Bücher! Die ehemalige Buchhändlerin Maria-Christina Piwowarski hat nach ihrem Abschied aus der Berliner Buchhandlung ocelot für sich selbst die Berufsbezeichnung »Bookfluencerin« gewählt und spricht als solche über Bücher in Livestreams, bei Lesungen und in Podcasts. Diese Gelegenheit nutzen Emily Modick und Florian Kessler direkt und diskutieren mit Maria-Christina Piwowarski unter anderem über den Kuschelfaktor von Instagram-Rezensionen und warum sich Begeisterung für Bücher nicht kaufen lässt.
Wenn euch diese Folge gefallen hat, bewertet sie doch gerne auf der Podcast-Plattform eurer Wahl!
Bei Fragen, Meinungen oder Anmerkungen schreibt uns gerne an rauschen@hanser.de. | |||
| Mit Übersetzerin Elisabeth Edl im Kopf Flauberts | 18 Sep 2020 | 00:34:38 | |
Wer wahrhaft gute Übersetzungen aus dem Französischen liest, der kennt den Namen Elisabeth Edl. Bereits in ihren Jahren an der Universität in Poitiers von 1983 bis 1995 begann sie mit Aplomb und viel Beifall von Anfang an, die große französische Literatur des 19. und 20. Jahrhunderts zu übersetzen, von Simone Weil über Julien Gracq, Julien Green, Patrick Modiano und Philippe Jaccottet bis zu Stendhal, dessen Romane „Rot und Schwarz“ und dann „Die Kartause von Parma“ 2004 und 2007 in der Reihe der Klassiker bei Hanser erschienen. Am gleichen Ort kam dann 2012 die Übersetzung der „Madame Bovary“ von Gustave Flaubert heraus, 2017 seine „Drei Geschichten“ – und in diesem Herbst also ein weiteres zentrales Buch Flauberts, das in Elisabeth Edls Übertragung den Titel „Lehrjahre der Männlichkeit“ trägt. Welches Werk sich dahinter verbirgt, darüber und überhaupt über die Entstehung ihrer Übersetzung und über Flaubert selbst hat sie sich mit dem Literaturwissenschaftler Wolfgang Matz unterhalten, mit dem gemeinsam sie bereits oft aus dem Französischen übersetzt hat und der als Lektor viele Jahre auch die Klassiker bei Hanser betreut hat. Viel Vergnügen mit diesem Zwiegespräch! | |||
| Mit Autor Linus Giese in der Mitte des Raumes | 04 Sep 2020 | 00:42:28 | |
Willkommen zur 36. Folge von Hanser Rauschen, in der wir uns mit einem ganz besonderen Buch und seinem Autor beschäftigen. "Ich bin Linus", heißt es, ist gerade erst erschienen und hat den sehr guten Untertitel "Wie ich der Mann wurde, der ich schon immer war". Sein Autor ist Linus Giese, den viele als Buchhändler, Blogger und einfach als jemanden kennen, der sich oft toll und pointiert zu Wort meldet. Ich habe mit ihm über sein Memoire gesprochen, über das Leben als trans Mann und den Blick auf Literatur, Kultur und die Öffentlichkeit, die daraus erwächst. Sein Buch und seine Worte sind gute Plädoyers dafür, von sich selbst und überhaupt öffentlich zu erzählen. Viel Spaß bei Hanser Rauschen. | |||
| Mit Autor David Grossman mitten in lauter anderen Leben | 21 Aug 2020 | 00:35:23 | |
Soeben ist David Grossmans neuer Roman "Was Nina wusste" erschienen. Der 1954 in Jerusalem geborene David Grossman schreibt Romane, Kinderbücher und politische Essays und erhielt viele internationale Preise, darunter auch den Friedenspreis des deutschen Buchhandels.Seit Jahrzehnten betreut Tatjana Michaelis ihn im Lektorat. Für Hanser Rauschen spricht sie mit ihm über seine Erfahrungen in Israel mit der Corona-Krise, über seine weiteren Pläne und vor allem über sein neues Buch: Wie ist Grossman auf die Geschichte von "Was Nina wusste" gekommen, was hat ihn an dieser tragischen Familiengeschichte so sehr fasziniert, dass er sie auf seine eigene Weise erzählen musste? Viel Spaß mit Hanser Rauschen! | |||
| Mit Art Director Peter-Andreas Hassiepen beim Entwerfen von Buchcovern | 06 Aug 2020 | 00:43:40 | |
Schlägt man ein nahezu beliebiges Buch von Hanser auf, findet man im Impressum immer wieder die gleiche Zeile - "Umschlag: Peter-Andreas Hassiepen". Peter Hassiepen gestaltet seit fast 30 Jahren die Hanser-Cover. Und beschäftigt sich in seinem vor wunderschönen Bildbänden, Fotografien und eigenen Zeichnungen überquellendem Zimmer mit der Buchgestaltung und dem gestalterischen Auftritt des Verlages. Einen solchen Art Director haben nicht viele Verlagshäuser - im Gespräch mit ihm geht es darum, wie Buchumschläge eigentlich funktionieren, warum sie so aussehen, wie sie aussehen, und auch darüber, wie er eigentlich hinein in diesen ziemlich einzigartigen Beruf gefunden hat. Viel Spaß mit Hanser Rauschen! | |||
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