Mit Gräfin und himmlischer Gelassenheit.
Eine Gräfin zu fotografieren, schon etwas Besonderes, oder? Also für mich auf jeden Fall.
Meine Aufregung war völlig umsonst. Das Shooting hat wunderbar geklappt. Wir hatten sehr viel Spaß. Outdoor-Fotos bei ganz traditionellem Tee mit Gebäck, im wundervollen Klostergarten, aberauch ganz privat, in ihrer eigenen Wohnung auf dem Klostergelände. Und der Nonnenchor, die wunderschöne Kapelle, durfte nicht fehlen. Das war laut Aussage der Äbtissin mit ein Grund, warum sie sich für dieses Kloster entschieden hat, nachdem sie mehrere Angebote bekommen hatte. Und was glaubst du, welchen Satz hat die Äbtissin fallen lassen? Na klar: „Esther, ich hasse es, fotografiert zu werden.“ Aber wer mich kennt, weiß, dass ich diesen Satz einfach ignoriere. Lass dich mitnehmen in eine völlig andere Welt. Vom Schloßtor in die Klosterwelten, mit Gräfin Eva von und zu Westerholt und Gysenberg.
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Wie mein Fotoprojekt „Starke Frauen an der Ostsee“ das Licht der Welt erblickte.
Es war ein ganz gewöhnlicher Zoom-Call – und doch wurde daraus der Anfang von etwas Großem.
Frank, ein Netzwerkkollege aus Flensburg, schwärmte von seiner Heimat an der Ostsee. Ich hörte ihm zu, und plötzlich war sie wieder da: meine Sehnsucht nach Binz, meinem Kraftort auf Rügen. Ich sah mich am Strand stehen, wie immer nach rechts gehend, mich auf meinen Lieblingsfelsen setzen – und einfach nur schauen. Ins Meer. In den Himmel. In mich hinein.
Und dann passierte es. Mitten im Gespräch stieg ein Gefühl in mir auf, das nicht warten konnte. Ich unterbrach Frank und sagte: „Entschuldigung, aber ich muss etwas sagen. Da kommt gerade etwas hoch.“
In diesem Moment wurde mein Fotoprojekt geboren: „Starke Frauen an der Ostsee“ – ohne Plan, ohne Konzept, aber mit einem Herzen voller Klarheit. Ich war überwältigt. Etwas in mir wusste: Das muss raus in die Welt.
Das Fotoprojekt war geboren.
In dem Moment ist das Fotoprojekt mit dem Arbeitstitel „Starke Frauen an der Ostsee“ geboren. Ohne viel Blabla. Ohne viel Hirnschmalz. Eine Art Sturzgeburt, wenn man es so will. Ich war total berührt. In mir hat sich etwas Krasses bewegt. Mir kamen die Tränen.Ich saß da im Zoom einem Mann gegenüber, dem ich im wahren Leben noch nie begegnet bin, immer nur im Online-Austausch. Und dann sowas. Etwas peinlich, etwas sprachlos, etwas aufgeregt … nicht wissend, was das jetzt werden soll. Frank fand es großartig. Hat mich in dem Moment total gefeiert. Hat mich voll darin bestärkt, das in Angriff zu nehmen.