Ein fremder Mann fährt aus dem Köln-Raum in ein bayerisches Dorf, um an einer Tankstelle ein Video hochzuladen. Das Video wird nie fertig. Am nächsten Morgen ist er wieder weg, Monate später ist sein kompletter YouTube-Kanal gelöscht. Der einzige messbare Effekt seiner Reise: der Typ hinter der Kasse.
Dieser Typ war Chris Schuller.
Chris ist Evangelist, Gründer von Follow His Call und einer der bekanntesten christlichen Stimmen im deutschsprachigen YouTube. In dieser Folge erzählt er zum ersten Mal so ausführlich, wie alles angefangen hat: von den geheilten Ohren mit neun Jahren über die Nacht im November 2016, in der er es beschreibt, als hätte er den Finger in die Steckdose gehalten, bis zu der Entscheidung, die Encounter Tour zu beenden, obwohl er sie liebt.
Wir reden über Gehorsam, der nicht wartet, bis alles geklärt ist. Über Finanzen, die erst kommen, wenn du schon losgelaufen bist. Über den Preis, den seine Frau zu Hause zahlt und den niemand auf YouTube sieht. Und über das, was gerade in deutschen Schulen passiert und laut Chris alles in den Schatten stellt, was er bisher gesehen hat. 150 Bibeln waren nach einem Einsatz weg. Nicht verteilt: die Schüler sind hingerannt.
Im letzten Drittel wird es unbequem. Warum sind wir Christen die schlechteste Marketingagentur der Welt, obwohl wir das beste Produkt haben? Warum hat Coca Cola in hundert Jahren geschafft, wofür die Kirche zweitausend Jahre Zeit hatte? Und warum bekommt man in christlichen Kommentarspalten mehr Applaus für Rechthaben als für einen einzigen Menschen, der zu Jesus findet?
Eine Folge für alle, die etwas starten wollen und auf den perfekten Moment warten. Der kommt nicht. 🔥
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