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Explorez tous les épisodes du podcast FiBL Focus

Plongez dans la liste complète des épisodes de FiBL Focus. Chaque épisode est catalogué accompagné de descriptions détaillées, ce qui facilite la recherche et l'exploration de sujets spécifiques. Suivez tous les épisodes de votre podcast préféré et ne manquez aucun contenu pertinent.

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TitreDateDurée
Klimaanpassung: Herausforderungen für Praxis, Politik und Forschung14 Nov 202500:50:31

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Der Klimawandel ist Tatsache. Die Land- und Ernährungswirtschaft muss sich an die neuen Gegebenheiten anpassen. In unserer neuen Podcastfolge unterhalten sich ein Biolandwirt, die Co-Politverantwortliche von Bio Suisse und ein FiBL Forscher über das richtige Vorgehen. 

Hinter uns liegt ein weiterer überdurchschnittlich warmer Sommer mit dem heissesten Juni aller Zeiten. Der Klimawandel ist Realität und dessen Verhinderung ziemlich illusorisch. Man ist sich deshalb weitherum einig, dass die Reduktion der Emissionen fortgesetzt werden soll, dass die Klimaanpassung aber ebenso wichtig ist. 

Was kann die Politik und was kann die Landwirtschaft sowie die gesamte Wertschöpfungskette unternehmen, um die Anpassung an die neuen Realitäten voranzutreiben? Darüber unterhält sich Adrian Krebs mit Laura Spring von Bio Suisse, mit dem Obst- und Beerenproduzenten Heinz Schmid sowie mit Michael Friedli vom FiBL. Ein Fokus liegt im Gespräch bei den Spezialkulturen, die vom Klimawandel besonders betroffen sind. Hierbei ist auch der sogenannte bauliche Pflanzenschutz ein wichtiges Thema.

Gäste: Laura Spring, Bio Suisse; Heinz Schmid, Biolandwirt; Michael Friedli, FiBL

Moderation: Adrian Krebs, FiBL

An- und Abmoderation: Anke Beermann, FiBL

Weiterführende Informationen:

Im Gespräch erwähnt Laura Spring einen Vorstoss im Nationalrat von Christine Badertscher (Grüne, Bern). Diese Interpellation ist unterdessen eingereicht und vom Bundesrat bereits beantwortet worden: 25.4280 | Wetterextreme. Was unternimmt der Bund, um die Klimaanpassung in der Landwirtschaft sicherzustellen? | Geschäft | Das Schweizer Parlament

Website des Betriebs von Heinz Schmid: https://www.bioschmid.ch/index.html 


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Tofu Talks – Ein Gespräch über Schweizer Biosoja31 Oct 202500:24:47

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In dieser Folge von FiBL Focus sprechen wir mit FiBL Forscher Matthias Klaiss über den biologischen Anbau von Soja in der Schweiz. Als Autor des neuen Merkblatts «Biologischer Anbau von Soja» gibt er praxisnahe Einblicke in eine Kulturpflanze, die in den letzten Jahren zunehmend an Bedeutung gewonnen hat, sowohl für die Fütterung als auch für die menschliche Ernährung.

Im Gespräch mit Anke Beermann erklärt er, welche Standorte sich besonders eignen, was es bei der Fruchtfolge zu beachten gilt und warum die Beikrautregulierung im Biosojaanbau als matchentscheidend gilt. Im Zentrum stehen außerdem Fragen zur Sortenwahl, etwa die Unterschiede zwischen Futter- und Speisesoja, sowie die Herausforderungen bei Ernte, Lagerung und Vermarktung. Auch die Auswirkungen des Klimawandels auf die Sojakultur und die Rolle von Tofu in der Wertschöpfungskette werden thematisiert.

Ein Gespräch für alle, die sich für Biosoja interessieren – ob als Einsteiger*innen oder erfahrene Produzent*innen.

Gast: Matthias Klaiss, FiBL

Moderation Gespräch: Anke Beermann, FiBL

Weitere Informationen: FiBL - Merkblatt zum Anbau von Biosoja aktualisiert


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Mehrfach ernten: Solaranlagen in der Landwirtschaft27 Jun 202500:40:34

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Sie sind umstritten, aber vielversprechend: Solaranlagen über landwirtschaftlichen Flächen. Über Vor- und Nachteile sprechen in diesem Podcast ein Landwirt, der vor drei Jahren europaweit die erste Solaranlage Europas auf seiner Obstanlage installierte, ein Wissenschaftler, der das neue FiBL Projekt "Agrisolar" leitet, und der Projektverantwortliche vom Amt für Landwirtschaft des Kantons Aargau. 

Auf Hausdächern sind Solarpanels inzwischen ein gängiges Bild. Dass sie jedoch frei in der Landschaft stehen, ist derzeit noch ein seltenes Bild – und auch nicht unumstritten. Bei dem System Agri-Photovoltaik (auch genannt "Agri-PV") werden Solaranlagen über Agrarflächen installiert. Dabei sollen die Lebensmittel, die unter den Solarpanels angebaut werden, vom Schutz durch die Solaranlagen profitieren. Ob dies wirklich funktionieren kann, untersucht das grosse Forschungsprojekt AgriSolar, das letztes Jahr gestartet hat und 25 Jahre lang Daten und wissenschaftliche Erkenntnisse liefern soll. 

Im Gespräch sind der Projektleiter Stefan Baumann, der Projektverantwortliche des Kantons Aargau Matthias Müller und der Landwirt Mark Kugel, der auch Gründer des Startups «Sonntag Energy» ist, und Solaranlagen für Landwirte plant und baut.

Gäste: Stefan Baumann, Matthias Müller und Mark Kugel

Redaktion und Moderation: Franziska Hämmerli

An- und Abmoderation: Anke Beermann


Informationen zum Projekt AgriSolar findet ihr auf der Website www.agrisolarforschung.ch. Bei Fragen könnt ihr euch an den Projektleiter wenden: stefan.baumann@fibl.org.

 Für Fragen an Mark Kugel oder seine Firma Sonntag Energy schreibt an  kontakt@sonntagenergy.com. Eine kostenlose Machbarkeitsanalyse könnt ihr auf der Webseite www.sonntag.energy erstellen lassen.

Möchtet ihr uns gerne ein Feedback zur Sendung geben, schreibt uns gerne auf podcast@fibl.org oder kommentiert auf Instagram.


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Is(s)t Bio die Lösung? 24 Dec 202100:30:24

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Wenn wir uns alle nur noch von Bio-Lebensmitteln ernähren würden und es nur noch biologischen Landbau gäbe, dann wäre unsere Welt eine bessere. Richtig? Oder Falsch? 

Dieser Frage gehen wir in dieser Podcast Folge gemeinsam mit Dr. Adrian Müller vom FiBL auf den Grund. Adrian spricht über seine Studie «Strategies for feeding the world more sustainably with organic agriculture»  und gibt einen Einblick in die Vor- und Nachteile der konventionellen und biologischen Landwirtschaft. Wir besprechen, was der konventionelle vom biologischen Landbau lernen kann und unter welchen Voraussetzungen sich die gesamte Weltbevölkerung nachhaltig ernähren liesse. Auch erfahren wir, was jede(r) von uns tun kann, um unsere Welt nachhaltiger zu machen.

Folge 05/FiBL Focus Talk/Hochdeutsch

Bei Fragen, Anregungen oder Kritik meldet euch bei uns. Schreibt uns eine E-Mail oder schreibt uns Kommentare auf Youtube oder Facebook. Bis zum nächsten Mal, wir freuen uns auf euch, euer FiBL-Focus-Team.

Gast: Adrian Müller, FiBL

Moderation: Anke Beermann, FiBL

Weiterführende Informationen:

Strategies for feeding the world more sustainably with organic agriculture (nature.com) Nature communications, Adrian Müller, Christian Schader, Nadia El-Hage Scialabba, Judith Brüggemann, Anne Isensee,  Karl-Heinz Erb , Pete Smith, Peter Klocke, Florian Leiber , Matthias Stolze & Urs Niggli 

Kann Bio die Welt ernähren? Skript zur Doppellektion vom 12.3.2020, WES FS2020, ZHAW, Adrian Müller 

Klimawandel und Ernährungssysteme Artikel Natur&Land, Adrian Müller

All you can`t eat. Wie der Klimawandel das Nahrungsmittelangebot der Schweiz verändern könnte, Adrian Müller et al. 

Was tun, wenn der Boden verschwindet? – Agrarpolitik (agrarpolitik-blog.com) Adrian Müller und Moritz Müller, Bauernzeitung

Video auf Youtube-Kanal Strategies for feeding the world more sustainably with organic agriculture (Nature communications) - YouTube 


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Die Weide: ein guter Ort zum Sterben 10 Dec 202100:06:03

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In der letzten FiBL Focus Folge haben Landwirt*innen erzählt, wie sie ihren Rindern den Stress des Schlachthofs ersparen wollen, indem sie die Tiere auf dem Hof töten. Doch wie sehr reduziert sich damit der Stress für die Tiere wirklich? Dieser Frage ist ein FiBL-Forschungsteam um Anet Spengler-Neff nachgegangen. Das Team hat den Stress von Rindern beim Töten im Schlachthof mit dem Stress beim Töten auf der Weide verglichen. Die Ergebnisse aus dieser Studie liefern eine klare Antwort. Hinweis: in dieser Folge beschreiben wir zwei Arten der Schlachtung von Rindern.

Folge 04/FiBL Focus Short/Hochdeutsch

Bei Fragen, Anregungen oder Kritik meldet euch bei uns. Schreibt uns eine E-Mail oder schreibt uns Kommentare auf Youtubeoder Facebook. Bis zum nächsten Mal, wir freuen uns auf euch, euer FiBL-Focus-Team.

Forschungsteam: Eric Meili, Johanna Probst, Anet Spengler-Neff (alle FiBL)

Gelesen von: Sophie Thanner, FiBL

An- und Abmoderation: Anke Beermann, FiBL

 

Weiterführende Informationen:

FiBL-Focus Podcast «Sterben ohne Stress – die Hof- und Weidetötung von Rindern»; Folge 03/Aus der Praxis, für die Praxis/Hochdeutsch/35 Min

Probst, Johanna K.; Meili, Eric und Spengler Neff, Anet (2017) Auswirkungen von Stressoren vor der Schlachtung auf Rinder bei zwei verschiedenen Schlachtmethoden (Bolzenschuss im kleinen Schlachthof und Kugelschuss auf der Weide). Vortrag at: 14. Wissenschaftstagung Ökologischer Landbau, Campus Weihenstephan, Freising-Weihenstephan, 07.-10. März 2017. 

Gesammelte Informationen zur Hof- und Weidetötung auf bioaktuell.ch, der Plattform der Schweizer Biobäuerinnen und Biobauern.

Kostenloses FiBL-Merkblatt zur Hof- und Weidetötung inkl. Praxisbeispiele von Nils Müller und Cäsar Bürgi.

Video auf Youtube-Kanal FiBLFilms „Weideschlachtung“ auf dem Hof von Nils Müller.


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Sterben ohne Stress – Die Hof- und Weidetötung von Rindern | Schweizer- und Hochdeutsch26 Nov 202100:34:39

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Eine FiBL Focus Folge auf Schweizerdeutsch und Hochdeutsch.  

Eine Landwirtin und zwei Landwirte sprechen darüber, wie und warum sie ihre Rinder auf dem Hof töten und nicht in ein Schlachthaus fahren. Eine kleine Vorwarnung für sensible Gemüter: In dieser Sendung „Aus der Praxis – für die Praxis“ werden unter anderem Details von Tötungsmethoden besprochen.

Bei Fragen, Anregungen oder Kritik meldet euch bei uns. Schreibt uns eine E-Mail oder hinterlasst uns Kommentare auf Youtube oder Facebook
Bis zum nächsten Mal, wir freuen uns auf euch, euer FiBL-Focus-Team.

Gäste:

Mechthild Knösel, Hofgut Rengoldshausen, Deutschland;  Fleisch aus Hoftötung kann im online-Shop oder über den Hofladen gekauft werden.

Nils Müller, Hof Zur Chalte Hose, Schweiz; Fleisch von Hoftieren aus Weidetötung oder von Wildtieren aus der Ansitzjagd – Kauf über Webseite oder Hofladen.  Neuerscheinung Buch «Zum Sterben schön» von Claudia Wanger und Nils Müller – Bezug über Webseite.

Cäsar Bürgi, Hof Silberdistel, Schweiz; Fleisch aus Hoftötung von Hoftieren ist auf Vorbestellung erhältlich.

Moderation Gespräch: Franziska Hämmerli, FiBL

An- und Abmoderation: Anke Beermann, FiBL


Gesammelte Informationen zur Hof- und Weidetötung auf bioaktuell.ch, der Plattform der Schweizer Biobäuerinnen und Biobauern.

Kostenloses FiBL-Merkblatt zur Hof- und Weidetötung inkl. Praxisbeispiele von Nils Müller und Cäsar Bürgi.

Video auf Youtube-Kanal FiBLFilms „Weideschlachtung“ auf dem Hof von Nils Müller.

 

Diese Sendung wurde von der Stiftung Vontobel unterstützt. 


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Kein Kalb ohne Kontakt zur Kuh12 Nov 202100:08:28

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In diesem FiBL Short geht es um die kuhgebundene Kälberaufzucht in der Milchviehhaltung. Normalerweise werden Milchkühe und Kälber wenige Stunden nach der Geburt  voneinander getrennt. Wie es auch anders gehen kann und wie sich das auf die Gesundheit der Kälber auswirkt, hat Rennie Eppenstein aus dem Nutztierdepartment am FiBL in ihrer Masterarbeit «Die Gesundheit von Kälbern in der Milchviehhaltung, die am Euter getränkt werden - Ein systematischer Literaturreview und eine epidemiologische Studie» untersucht.

Intro: 00.00-00.44

Teil 1: Hintergrundwissen zum Rindvieh 00.44-04:35

Teil 2: Rennie Eppensteins Studie 04:35-07:40

Outro: 07:40-08:27


Rennie Eppensteins Masterthesis Zusammenfassung
FiBL Merkblatt Mutter- und Ammengebundene Kälberaufzucht

Richtlininien:
Tierschutzverordnung Schweiz
EU Bio Verordnung
Anforderungen im Schweizer Biolandbau 


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Tierhaltung: Ausbeutung oder fairer Deal?26 Oct 202100:45:58

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Tierethik ist das Thema der ersten Sendung von «FiBL Focus». 
Florian Leiber, Leiter des Departements für Nutztierwissenschaften am FiBL erklärt, warum es artgerechte Haltung gar nicht gibt. Er spricht auch darüber, warum getötet zu werden nicht das grösste Problem der Nutztiere ist. Und warum es in Industrieländern notwendig ist, weniger tierische Lebensmittel zu konsumieren, um Ernährungssicherheit und Tierwohl unter einen Hut zu bekommen.

Moderation: Anke Beermann 
Gesprächspartner: Dr. Florian Leiber
O-Töne: Luise Foisner Iglesias, Daniel Montoya, Meike Jakobs, Minh Hùng HO, Karin Keppler, Dennis Ott


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Die richtige Kuh für jeden Standort13 Jun 202500:37:13

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In dieser Folge von FiBL Focus geht es um standortangepasste Milchviehzucht - ein zentrales Thema für gesunde Kühe und zukunftsfähige Biobetriebe. Doch was bedeutet das konkret? Und wie lässt sich dieses Prinzip in der Praxis umsetzen?

Die Anforderungen an Biomilchviehbetriebe nehmen zu – politisch, ökologisch und wirtschaftlich. Seit 2022 dürfen Wiederkäuer nur noch mit Knospe-Futter aus der Schweiz gefüttert werden, der Kraftfutteranteil ist auf 5 Prozent begrenzt. Diese Vorgabe stärkt eine kreislauforientierte und standortgerechte Tierhaltung und markiert einen klaren Schritt weg von industriellen Strukturen. Gerade für Betriebe in futterbaulich anspruchsvollen Lagen bringt das neue Anforderungen mit sich. Umso wichtiger wird die Wahl von Tieren, die genau zu diesen Bedingungen passen. In dieser Folge von FiBL Focus besprechen die FiBL Expertinnen Anet Spengler Neff und Verena Bühl, wie Tier, Standort und Betrieb besser aufeinander abgestimmt werden können und was das für die Zukunft der Biomilchproduktion bedeutet.

Weshalb es die eine ideale Biokuh nicht gibt

Ob eine Milchkuh zum Betrieb passt, hängt unter anderem vom Standort ab. In Talregionen mit hohem Futterbaupotenzial kommen grossrahmige, leistungsstarke Tiere oft gut zurecht. Hier müssen im Programm «Graslandbasierte Milch und Fleischproduktion» (GMF) Wiederkäuer mit einem Raufutteranteil von mindestens 75 Prozent gefüttert werden. In Berglagen mit kurzen Vegetationsperioden oder knapper Infrastruktur braucht es hingegen robuste, genügsame Kühe – nicht zuletzt, weil der geforderte Raufutteranteil hier für GMF-Betriebe bei 85 Prozent liegt. Das bedeutet weniger Kraftfutter, dafür mehr Futter aus Weide, Wiese und betriebseigenem Kreislauf. Doch nicht nur die Futterbasis ist entscheidend. Auch der Mensch spielt eine zentrale Rolle für den Charakter des Standorts: Arbeitskraft, Haltung zur Tierzucht, betriebliche Ziele und persönliche Werte fliessen in die Entscheidungen mit ein. Deshalb lässt sich keine einheitliche Ideal-Kuh definieren – jedes Zuchtziel muss zur Umgebung, zum Betrieb und zu den Menschen, die ihn führen, passen.

Einschätzungsbogen für standortgerechte Milchviehzucht

Hier setzt der überarbeitete Einschätzungsbogen für standortangepasste Zucht an. Er unterstützt Landwirt*innen dabei, Herde, Betrieb und Standort realistisch einzuschätzen. Der Bogen macht sichtbar, wo Zielkonflikte bestehen, etwa zwischen gewünschter Leistung und Futtergrundlage, und hilft, konkrete Ziele zu entwickeln.

Gästinnen:

Dr., Dipl.-Ing. agr. ETH Anet Spengler Neff, Co-Leitung Departement für Nutztierwissenschaften, Co-Leitung Gruppe Tierhaltung & Tierzucht am FiBL Schweiz

M.S., B.Sc. ZHF in Umwetingenieurwesen Verena Bühl, Departement für Nutztierwissenschaften, Gruppe Tierhaltung & Tierzucht am FiBL Schweiz

Weiterführende Informationen: 

FiBL Einschätzungsbogen, IG Neue Schweizer Kuh, Podcast Rinderzucht


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Der Kompost-Papst im Interview30 May 202500:30:03

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Ob für den Hausgarten, für den Landwirtschaftsbetrieb oder für ganze Gemeinden – Kompost und andere Recyclingdünger sind für eine gute Kreislaufwirtschaft unverzichtbar. Wie Abfälle zu wertvollen Nährstoffen werden, und was es dabei zu beachten gibt, erklärt Kompost-Experte Jacques Fuchs vom FiBL in diesem Podcast.

Wusstet Ihr, dass Kompost dermassen gut für die Bodenfruchtbarkeit ist, dass er in Afrika für bis zu 200 Dollar pro Tonne gehandelt wird? In diesem Interview gibt Jacques Fuchs Tipps und Hintergrundinformationen zum schwarzen Gold im Privatgarten und zur professionellen Kompostierung. 

Der gebürtige Westschweizer ist Inspektor für Kompostieranlagen in der Schweiz, seit 25 Jahren weltweit in der Forschung und Beratung zu Kompost für das FiBL tätig und führt seit über 30 Jahren seine Kompost-Beratungsfirma Biophyt. Ganz nebenbei war er auch ausserordentlicher Professor an der agronomischen Universität von Peking. Dass Jacques Fuchs manchen auch als «Kompost-Papst» gilt, ist also nicht verwunderlich.

  • Gast: Dr. Jacques Fuchs, FiBL
  • Moderation und Redaktion: Franziska Hämmerli, FiBL Focus

Die Firma Biophyt AG berät alle, die Komposte anwenden, Kompostieranlagen betreiben, Produkte auf Kompostbasis herstellen oder behördlich mit Kompost zu tun haben:  www.biophyt.ch 

Unter dem Reiter «Publikationen» finden sich hilfreiche Dokumente für die private oder professionelle Kompostierung. Zum Beispiel:


Bei Fragen zum Thema Kompost können Sie Jacques Fuchs unter der E-Mail jacques.fuchs@fibl.org oder unter der Telefonnummer +41 79 216 11 35 erreichen.


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Bienen – Vielfältig und unverzichtbar16 May 202500:20:54

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Zum anstehenden Weltbienentag am 20. Mai widmet sich diese Podcastfolge ganz den Bienen, jenen faszinierenden Bestäubern, ohne die unsere Ökosysteme nicht funktionieren würden. 

Lorin Ineichen, vom Department Agrar- und Ernährungssysteme am FiBL Schweiz trifft Moderatorin Anke Beermann, um mit ihr über die beeindruckende Vielfalt der Bienen zu sprechen. Gemeinsam tauchen sie ein in die Welt der über 600 Bienenarten der Schweiz und sprechen darüber, wie unterschiedlich diese Bienen leben, aussehen und sich ernähren.

Lorin erklärt, wie sich Bienen hinsichtlich ihrer Nahrungsvorlieben, ihrer Lebensweise und ihrer Nistorte unterscheiden. Es geht um die feinen Unterschiede zwischen Wild- und Managed Bienen, und warum diese Unterschiede für die Bestäubung und den Erhalt der biologischen Vielfalt entscheidend sind. Ein weiteres Augenmerk liegt auf dem FiBL Projekt „Beenergia“, das die Wechselwirkungen zwischen non-managed (wildlebenden) und gezüchteten (managed) Bienen untersucht.

Die Folge zeigt eindrucksvoll, warum der Erhalt der Artenvielfalt unter Bestäubern ein Schlüssel zur Stabilität unserer Ökosysteme ist und warum wir alle gefragt sind, einen Beitrag zu leisten. Dabei wird klar: Nicht alle Bienen machen Honig, und das ist bei Weitem nicht das Wichtigste, was diese kleinen Tiere leisten.

Bei Fragen, Anregungen oder Kritik meldet euch bei uns. Schreibt uns eine E-Mail oder schreibt uns Kommentare auf Youtube oder Instagram Bis zum nächsten Mal, wir freuen uns auf euch, euer FiBL-Focus-Team.

Länge in Min. und Sek. 

 

Gast: Lorin Ineichen (FiBL)

Moderation Gespräch: Anke Beermann, FiBL

Weiterführende Informationen: FiBL – Projekt-Beenergia


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Können Felder in Streifen besser reifen?02 May 202500:53:32

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«Können Felder in Streifen besser reifen?»

Der Streifenanbau in der Landwirtschaft verspricht grosses Potenzial. Gerade im Hinblick auf den Klimawandel, könnte er eine Strategie darstellen, die negativen Einflüsse von Wetterextremen ein wenig abzupuffern. In der aktuellen Podcastfolge sprechen wir über die ersten Versuchsergebnisse aus einem Forschungsprojekt zum Streifenanbau in der Schweiz.

In den Podcast eingeladen haben wir dazu aus dem Kanton Zürich die beiden Praktiker Andreas Pfister vom Birkenhof in Uster und Georg Feichtinger von der Rathgeb BioLog AG in Unterstammheim sowie die Wissenschaftlerin Maike Krauss vom FiBL. Alle drei sind beteiligt an einem gemeinsamen Forschungsprojekt, in dem sie den Streifenanbau unter Schweizer Bedingungen untersuchen. Im Gespräch mit Vanessa Gabel berichten sie von den ersten Eindrücken aus ihren Feldern, von den Herausforderungen und Schwierigkeiten aber auch von den Vorteilen, die der Streifenanbau bieten kann. Denn eins ist klar, man verspricht sich mehr von dieser Anbautechnik, als ein schöneres Landschaftsbild.

 

Bei Fragen, Anregungen oder Kritik meldet euch bei uns. Schreibt uns eine E-Mail oder schreibt uns Kommentare auf Youtube oder Instagram Bis zum nächsten Mal, wir freuen uns auf euch, euer FiBL-Focus-Team.

Folge 92/ /Deutsch/53:32min 

 

Gäste/FiBL-Forschungsteam: Maike Krauss, FiBL Andreas Pfister Birkenhof Uster und Georg Feichtinger, Rathgeb BioLog AG

 

Moderation Gespräch/Gelesen von: Vanessa Gabel, FiBL

An- und Abmoderation: Anke Beermann, FiBL

Der Podcast wurde im Rahmen des Projekts "Streifenanbau - Neue Wege zur Schädlings- und Krankheitsregulierung im Biolandbau" produziert. Den Geldgebenden (BLW und Fondation sur la Croix) sei an dieser Stelle herzlich gedankt. 


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Der Ausstieg aus dem Kükentöten – kein Sonntagsspaziergang | Schweizerdeutsch18 Apr 202500:43:25

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Die Schweizer Biogeflügelbranche muss bis Ende des Jahres den Ausstieg aus dem Kükentöten geschafft haben. Das ist ein Stresstest für alle Beteiligten im auf Effizienz getrimmten Sektor. Dieser ist aber notwendig, um den ethischen Wünschen der Konsumierenden entgegenzukommen. Gleichzeitig öffnet man mit dem Ausstieg neue Diskussionsfelder, wie etwa die Ressourceneffizienz in der Bruderhahnmast.  

Projektleiter Adrian Schlageter von Bio Suisse, Eier- und Geflügelfleischproduzent Markus Schütz sowie FiBL Forscherin Veronika Maurer erläutern im Gespräch mit Adrian Krebs die Herausforderungen. Es ist eine eigentliche Markttransformation, welche die Landwirt*innen zu bewältigen haben. Das sorgt für Aufbruchstimmung, aber auch für Verunsicherung. Verständlicherweise, wie alle Gesprächspartner*innen finden. 

Dauer: 43 Minuten und 26 Sekunden

Gäste: Adrian Schlageter (Bio Suisse), Dr. Veronika Maurer (FiBL), Markus Schütz (Geflügelproduzent)

Moderation Gespräch: Adrian Krebs, FiBL

Weiterführende Informationen: 
Das Kükentöten hat ein Ende (Bio Suisse) 
Fragen und Antworten zum Ausstieg aus dem Kükentöten (bioaktuell.ch)


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Was bringt Bio wirklich? Ein Blick in über 500 Studien04 Apr 202500:26:36

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In dieser Folge von FiBL Focus ist Dr. Jürn Sanders zu Gast. Er ist Agrarökonom, Politik- und Wirtschaftswissenschaftler sowie Vorsitzender der Geschäftsleitung am FiBL Schweiz. Gemeinsam mit einem interdisziplinären Forschungsteam hat er eine der bislang umfassendsten Metastudien zum biologischen Landbau in gemäßigten Klimazonen veröffentlicht.

Die Studie basiert auf der Auswertung von über 500 wissenschaftlichen Arbeiten aus den letzten 30 Jahren. Im Zentrum steht die Frage, welchen Beitrag der Biolandbau für Umwelt, Tierwohl und Nachhaltigkeit leisten kann. Die Ergebnisse zeigen: In Bereichen wie Wasserqualität, Bodenfruchtbarkeit, Biodiversität, Klimaschutz und Ressourceneffizienz bringt der biologische Landbau Vorteile gegenüber der konventionellen Landwirtschaft.

Im Gespräch erklärt Jürn Sanders, wie diese Mehrleistungen zustande kommen, welche Rolle das Systemdenken im Bio-Landbau spielt und weshalb die Praxis oft über das Label hinaus entscheidet.

Auch Herausforderungen werden angesprochen: Die Ertragslücke zwischen biologischem und konventionellem Anbau ist real (im DOK Versuch sind es 15%), aber nicht isoliert zu betrachten. Jürn plädiert für einen ganzheitlichen Blick auf das Ernährungssystem, bei dem auch Konsumverhalten, Lebensmittelverluste und globale Ressourcenverfügbarkeit einbezogen werden.

Bei Fragen, Anregungen oder Kritik meldet euch bei uns. Schreibt uns eine E-Mail oder schreibt uns Kommentare auf Youtube oder Instagram Bis zum nächsten Mal, wir freuen uns auf euch, euer FiBL-Focus-Team.

Länge 26Min. und 36Sek. 

 

Gast: Dr. Jürn Sanders (FiBL)

Moderation Gespräch: Anke Beermann, FiBL

Weiterführende Informationen: Benefits of organic agriculture for environment and animal welfare in temperate climates

 


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Herausforderungen im Biokartoffelanbau | Schweizerdeutsch21 Mar 202500:31:53

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Kartoffeln sind anspruchsvoll – sie brauchen das richtige Mass an Feuchtigkeit, Wärme und Schutz. Doch extreme Wetterbedingungen machen den Biokartoffelanbau zunehmend schwieriger. In dieser neuen Folge von «FiBL Focus» spricht Tobias Gelencsér über innovative Lösungen für den Biokartoffelanbau.

2024 war für Biokartoffelbetriebe in der Schweiz ein extrem herausforderndes Jahr. Dauerregen, hohe Luftfeuchtigkeit und starker Pilzdruck führten zu Ernteausfällen von bis zu 50%. Besonders die Kraut- und Knollenfäule konnte sich durch den ständigen Regen stark ausbreiten. Selbst eine Sonderzulassung für mehr Kupfereinsatz konnte die Verluste nicht verhindern.

Robuste Sorten als Hoffnungsträger

Eine zentrale Rolle im Kampf gegen Pilzkrankheiten spielen robuste Kartoffelsorten. Einige wie Vitabella oder Otolia haben sich bereits bewährt. Sie bieten einen guten Schutz gegen die Kraut- und Knollenfäule. Doch nicht jede robuste Sorte erfüllt alle Anforderungen. Manche reagieren empfindlich auf Trockenheit, andere entsprechen nicht den optischen Erwartungen des Handels. Trotzdem setzen Forschende und Landwirt*innen auf neue Züchtungen. Das Ziel: Kartoffeln, die widerstandsfähig, ertragreich und vermarktungsfähig sind.

Innovative Anbaumethoden im Fokus

Neben der Sortenwahl testen Fachleute neue Anbausysteme. Mulchabdeckungen und grössere Dämme könnten helfen, die Feuchtigkeit im Boden zu regulieren. Auch ein Anbau mit Buchweizen oder Ackerbohnen zeigen vielversprechende Ergebnisse. Diese Kulturen locken Nützlinge an und fördern so das ökologische Gleichgewicht.

In dieser Folge von «FiBL-Focus» spricht Tobias Gelencsér über die Lehren aus 2024 und die Zukunft des Biokartoffelanbaus. Welche robusten Sorten sind bereits im Anbau? Welche Innovationen könnten helfen, die Erträge zu stabilisieren? Jetzt reinhören!

Gäste:

Tobias Gelencsér, Co-Leiter der Gruppe Anbautechnik Ackerbau am FiBL Schweiz


Weiterführende Informationen: 

Rubrik Biokartoffeln auf bioaktuell.ch

Sortenliste Kartoffeln auf bioaktuell.ch

Einstein-Sendung "Warum der Klimawandel unsere Kartoffel bedroht"

Podcast: Farmer Science – Forschung auf dem Bauernhof


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Wie nachhaltig sind die deutschen Supermärkte? Es gibt noch Luft nach oben07 Mar 202500:32:20

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"Im Großen und Ganzen unternimmt der Lebensmitteleinzelhandel (LEH) nach wie vor nicht genug, um seiner Rolle als Gatekeeper für eine notwendige Transformation des Ernährungssystems gerecht zu werden“, lautet die Bilanz einer jüngst präsentierten Studie des FiBL. Darüber haben wir in der neusten Folge von FiBL Focus mit den Autor*innen gesprochen. Thema waren auch die Unterschiede zum Schweizer Markt. 

Bereits zum zweiten Mal hat das FiBL im Auftrag des deutschen Umweltbundesamts (UBA) die Nachhaltigkeitsperformance des deutschen Detailhandels beurteilt. Unterstützt wurden die Mitarbeitenden des Instituts dabei von Kolleg*innen der Uni Giessen und der Hochschule Nürnberg. 

Die Studie zeigt markante Unterschiede zwischen den acht Marktleadern, deren Leistungen bewertet worden sind. "Zusammenfassend stellen wir fest, dass die Unternehmen des LEH viele Aktivitäten in den einzelnen Handlungsfeldern vorweisen können, wobei in den verschiedenen Handlungsfeldern teilweise große Unterschiede zwischen den Unternehmen festzustellen sind“, heisst es im Schlussbericht. 

Im Umweltbereich hätten sich die Datengrundlage und die Bewertungen im Vergleich zu 2020 insgesamt verbessert. "Allerdings weisen die Nachhaltigkeitsstrategien der Unternehmen und deren Umsetzung noch große Lücken auf“, heisst es weiter. Dies sowohl für den Bereich "Umwelt“, als auch, noch stärker für die ebenfalls analysierten Bereiche „soziale Verantwortung“ und das „Tierwohl“. 

Im Gespräch mit Adrian Krebs erläutern die Co-Autor*innen Marlene Sander und Christian Schader vom Departement für Agrar- und Ernährungssysteme am FiBL die Gründe, welche zum mittelmässigen Ergebnis des Sektors in der Studie führen. Dazu zählt neben der Leistung der Unternehmen unter anderem auch die Zaghaftigkeit der Politik. Sie äussern sich zudem zu den Unterschieden zum Schweizer Markt und zu den Gründen, warum die Rolle der Konsumierenden nicht überschätzt werden sollte. 

Gäste:
Dr. Christian Schader und Marlene Sander, Departement für Agrar- und Ernährungssysteme, FiBL

Moderation:
Adrian Krebs, FiBL

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Anke Beermann, FiBL

Weitere Information:
Die besprochene Studie: Wie nachhaltig sind die deutschen Supermärkte?


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Blauzungenkrankheit – Gefahr für Rindvieh und Schafe | Schweizerdeutsch21 Feb 202500:27:02

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Die Tierseuche «Blauzungenkrankheit» breitet sich in der Schweiz aus und stellt Landwirt*innen vor grosse wirtschaftliche Herausforderungen. Seit Ende August 2024 sind bereits über 2200 Betriebe betroffen. Doch was bedeutet das konkret für Tierhalter*innen?

In der aktuellen Podcastfolge gibt die FiBL Tierärztin Ariane Maeschli wertvolle Einblicke: Wie wird der Virus übertragen? Welche Schutzmassnahmen sind möglich? Und welche Massnahmen sind bei einem Ausbruch zu ergreifen?

Erhöhtes Ansteckungsrisiko ab Frühling

Die Blauzungenkrankheit, eine durch Stechmücken übertragene Viruserkrankung, befällt vor allem Wiederkäuer wie Schafe und Rinder. Während der Wintermonate gibt es eine vektorfreie Periode, in der das Virus ruht – doch mit steigenden Temperaturen nimmt die Gefahr wieder zu. «Eine Prophylaxe ist wirtschaftlich sicher sinnvoll, aber auch fürs Tier, denn die Tiere leiden dann halt wirklich, wenn sie schwer krank sind», betont Maeschli.

Vorbeugen und Behandeln

Im Gespräch erläutert die Expertin die verschiedenen Virus-Serotypen und deren Verbreitung in der Schweiz. Sie gibt praktische Tipps zu Impfungen, komplementären Vorbeuge- und Behandlungsmethoden sowie weiteren Schutzmassnahmen. Zudem erklärt sie, woran erkrankte Tiere erkannt werden können und was bei Ausbruch der Tierseuche zu tun ist. 

Gästin: Ariane Maeschli

Weitere Informationen Schweiz:

BLV: Informationen zur Blauzungenkrankheit

Projekt der IG Homöopathie Nutztiere zur Blauzungenkrankheit: Betriebe können sich ab Mitte Februar 2025 per Email an info@handbuchzurstallapotheke.ch anmelden.

24h Hotline - komplementärmedizinische, telefonische Beratung Kometian

Kosten einer Impfung gegen das Blauzungenvirus: die Tierärzteschaft ist bei der Preisgestaltung frei, üblicherweise wird pro Impfdosis 5 CHF plus MWST verrechnet (Medikamentenpreis Bultavo-3 von Böhringer), falls die Landwirt*innen nicht selbst impfen, wird diese Dienstleistung zusätzlich verrechnet.

teleBaselpunkt6 vom 20.02.2025: Tierseuche zwingt Bauern zu Nottötungen

Weitere Informationen international:

AGES: Krankheitserreger Blauzungenkrankheit

EFSA: Blauzungenkrankheit

Barua, S.; Rana, E.A.; Prodhan, M.A.; Akter, S.H.; Gogoi-Tiwari, J.; Sarker, S.; Annandale, H.; Eagles, D.; Abraham, S.; Uddin, J.M. The Global Burden of Emerging and Re-Emerging Orbiviruses in Livestock: An Emphasis on Bluetongue Virus and Epizootic Hemorrhagic Disease Virus. Viruses 2025, 17, 20. https://doi.org/10.3390/v17010020


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Sarah Wiener über Politik, Pestizide und Perspektiven17 Oct 202500:55:24

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Was haben Fernsehkochen, Bildungsarbeit und Pestizidregulierung gemeinsam: Sarah Wiener. Sie spricht in der dritten Promi-Spezial-Folge von FiBL Focus über ihren Weg von der Küche auf die politische Bühne. Und darüber, warum sie sich heute wieder dem ganz Praktischen widmet - dem Kochen mit Kindern.

Viele kennen sie aus Fernsehformaten wie «Die kulinarischen Abenteuer der Sarah Wiener», andere als Gründerin der Sarah Wiener Stiftung, die sich für gesunde und nachhaltige Kinderernährung einsetzt, oder als Autorin mehrerer Bücher. Fünf Jahre lang war Sarah Wiener Abgeordnete im EU-Parlament. Unter anderem als Berichterstatterin für die SUR-Verordnung zur Pestizidreduktion. Im Podcast erklärt sie, warum sie am Ende selbst gegen ihren eigenen Gesetzestext stimmte – und auch ihrer Fraktion dazu riet. Wiener wusste: Nach all den Änderungsanträgen, die auf Druck der Lobbys eingebracht wurden, war der Text die Überschrift nicht mehr wert.

Sarah Wiener erzählt, was sie über Machtverhältnisse in der Agrarpolitik gelernt hat und warum unabhängige Forschung und fundierte Aufklärung heute wichtiger sind denn je. Aber auch Themen wie Bildung, Selbstwirksamkeit und Wertschätzung für Lebensmittel kommen zur Sprache. Für Wiener ist klar: Wer nicht kochen kann, ist abhängig von einer Industrie, die nicht das Wohl der Menschen, sondern in erster Linie den Profit im Blick hat. Gerade Kinder und Jugendliche bräuchten frühzeitig Zugang zu praktischer Ernährungskompetenz, betont sie.

«Wir können nicht eine Vielfalt auf den Feldern anbauen, wenn die Leute nicht mehr wissen, wie man kocht.»

Sie spricht über Kinder, die keine frische Karotte kennen, über verlorenes Geschmacksgedächtnis und darüber, wie Kochen nicht nur satt macht, sondern auch Kultur, Identität und Resilienz stiften kann: «Selber kochen heute ist sozusagen ein revolutionärer Akt gegen eine Nahrungsmittelindustrie und am Ende auch gegen eine Agroindustrie, weil es die Individualität fördert.»

Für Sarah Wiener ist klar: Die Agrarwende beginnt nicht nur auf dem Acker – sondern auch am Esstisch.

Gästin: Sarah Wiener 

Foto: Sarah Wiener Stiftung


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Feldarbeit ohne Grenzen: Arbeitsmigration in der Landwirtschaft07 Feb 202500:52:00

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In der aktuellen Podcastfolge beleuchten wir zusammen unseren Gäst*innen das Thema Arbeitsmigration in der Landwirtschaft näher. Dazu haben wir Lina Tennhardt und Liene Hennig vom FiBL sowie Phillipe Sauvin von der Plattform für eine sozial nachhaltige Landwirtschaft eingeladen. Gemeinsam mit Vanessa Gabel sprechen sie über die aktuelle Situation von Arbeitsmigrant*innen in der Schweiz und werfen dabei auch einen Blick in die Zukunft. 

Die meisten von uns erinnern sich wahrscheinlich noch an die Coronazeit, als die Einreise von Saisonarbeitskräften zur Ernte erschwert wurde und plötzlich alle um ihren «Spargel» bangen mussten. Dadurch kam aber auch endlich etwas in den Fokus, dem wir normalerweise eher nicht so viel Aufmerksamkeit schenken. Die Tatsache, dass einige unserer landwirtschaftlichen Produktionszweige auf Arbeitskräfte aus dem Ausland angewiesen sind. Während reine Ackerbaubetriebe im Vergleich mit relativ wenigen Arbeitskräften auskommen, gibt es Betriebe, vor allem in den arbeitsintensiven Bereichen wie Gemüse-, Obst- oder auch Weinbau, die durchaus auf migrantische Arbeitskräfte angewiesen sind. Da die Arbeit in der Landwirtschaft oft körperlich anstrengend ist, die Arbeitszeiten häufig lang und die Löhne im Vergleich eher niedrig sind, kann es schwierig sein genügend «Hände» zu finden, um die anfallenden Arbeiten zu verrichten. In diesem Podcast wollen wir uns ein besseres Bild über die Verhältnisse rund um Arbeitsmigration in der Schweizer Landwirtschaft machen und einen Ausblick in die Zukunft geben. 

 

Bei Fragen, Anregungen oder Kritik meldet euch bei uns. Schreibt uns eine E-Mail oder schreibt uns Kommentare auf Youtube oder Instagram Bis zum nächsten Mal, wir freuen uns auf euch, euer FiBL-Focus-Team.

Folge 86 Sprache/52min. 00 Sek. 

 

Gäste/FiBL-Forschungsteam: Lina Tennhardt, Liene Hennig (beide FiBL Schweiz), Phillipe Sauvin (Plattform für eine sozial nachhaltige Landwirtschaft)

Moderation Gespräch/Gelesen von: Vanessa Gabel, FiBL

An- und Abmoderation: Anke Beermann, FiBL

Finanzierung: Forschungsprojekt Planet 4B

Weiterführende Informationen:

Plattform für eine sozial nachhaltige Landwirtschaft

http://www.agrisodu.ch/

Forschungsprojekt Planet 4B

https://planet4b.eu/


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Pestizide im Wein, muss das sein?24 Jan 202500:31:10

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Pestizidrückstände in einem schönen Glas Wein, das man gerade trinkt – das möchte man gerne vermeiden. In dieser Podcast-Folge von FiBL Focus klären wir, unter welchen Umständen es zu Pestizidrückständen in der Flasche kommen kann. Und wie man es verhindern kann.

Pestizidrückstände in Lebensmitteln sind ein Thema, das viele beunruhigt. Gerade Weintrauben können besonders anfällig auf Krankheiten sein, und kommen meistens nicht ohne Spritzmittel aus. Wie es aber trotzdem möglich ist, Wein ohne Rückstände zu produzieren, und welche Schwierigkeiten sich dabei ergeben, hören wir in dieser Podcast-Folge von FiBL Focus.

Im Gespräch mit der FiBL Focus Redaktorin Franziska Hämmerli sind in dieser Podcast-Folge Thomas Löliger und Bernhard Speiser zu hören. Thomas ist seit über zehn Jahren selbständiger Biowinzer und neu stellvertretender Leiter vom Weingut FiBL. Bernhard ist seit über 15 Jahren als Spezialist für Rückstände aller Art am FiBL tätig, derzeit auch als Leiter der Gruppe Betriebsmittel.

Länge: 31 Minuten, 10 Sekunden

Weitere Informationen

 Gäste

  • Thomas Löliger, FiBL, Stellvertretung der Leitung Gruppe Landwirtschaftliche Versuchsbetriebe 
  • Bernhard Speiser, FiBL, Leitung Gruppe Betriebsmittel 

Moderation und Redaktion: Franziska Hämmerli, FiBL

An- und Abmoderation: Anke Beermann, FiBL


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Die Zukunft des Seafood: Klimawandel, Lösungsansätze und neue Perspektiven10 Jan 202500:30:59

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Diese Episode mit Dr. Timo Stadtlander bietet einen umfassenden Einblick in den Zustand unserer Meere und wie der Klimawandel diese entscheidenden Ökosysteme beeinflusst.

Wir ziehen Bilanz – eineinhalb Jahre nach unserer letzten Diskussion über den Klimawandel und die Meere. Dabei sprechen wir über die Herausforderungen, die langsamen Fortschritte und die realen Auswirkungen auf globaler Ebene. Ein besonderes Augenmerk legen wir auf die Rolle der Meere als Kohlenstoffspeicher, die Risiken durch steigende Temperaturen, die Versauerung der Ozeane und den Rückgang des Sauerstoffgehalts.

Gemeinsam analysieren wir auch die Folgen für marine Ökosysteme, wie die Bedrohung des Phytoplanktons und Fischbestände – und werfen einen Blick auf mögliche Lösungen, von besserem Fischereimanagement bis hin zu innovativen Ansätzen wie pflanzenbasierten Alternativen.

Freut euch auf eine Episode voller Fakten und Zusammenhänge, die uns vor Augen führt, warum es so wichtig ist, endlich entschlossen gegen die Klimakrise vorzugehen – für unsere Meere und für uns alle.

Dr. Timo Stadtlander ist Meeresbiologe, Agronom und Co-Leiter der Gruppe Tierernährung am FiBL Schweiz. Er forscht über Aquakulturen und beschäftigt sich unter anderem mit dem Klimawandel und dessen Auswirkungen auf die Meere.

 

Bei Fragen, Anregungen oder Kritik meldet euch bei uns. Schreibt uns eine E-Mail oder schreibt uns Kommentare auf Youtube oder Instagram Bis zum nächsten Mal, wir freuen uns auf euch, euer FiBL-Focus-Team.

Länge 30Min. und 59Sek. 

 

Gast Dr. Timo Stadtlander (FiBL)

Moderation Gespräch: Anke Beermann (FiBL)

Weiterführende Informationen:

FiBL - Podcast: Der Klimawandel und die Meere

FiBL - Podcast: Unterwasserwelten – Aquakulturen und Fischerei


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Gott bewahre – was Spiritualität mit Biodiversität zu tun hat13 Dec 202400:25:51

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Die Adventszeit lädt dazu ein, über persönliche Werte nachzudenken. Sie beeinflussen unser Handeln und damit unsere Umwelt. So prägen auch religiöse und spirituelle Überzeugungen von Landwirtinnen und Landwirten die Biodiversität auf Betrieben. Darüber, und über ihre persönlichen Erfahrungen mit dem Thema, spricht die FiBL Wissenschaftlerin Ghezal Sabir in dieser Folge.

Unsere persönlichen inneren Werte haben einen grossen Einfluss auf die Entscheidungen, die wir im Alltag treffen. Die Wissenschaftlerin Ghezal Sabir hat zahlreiche Landwirt*innen in der Schweiz befragt, um herauszufinden, wie die Biodiversität auf ihren Betrieben durch ihre religiösen oder spirituellen Überzeugungen beeinflusst wird. Davon, und von ihren ganz persönlichn Erfahrungen erzählt die Ghezal Sabir im Gespräch mit der FiBL Focus Moderatorin Franziska Hämmerli.

Links

https://www.bioaktuell.ch/aktuell/meldung/gott-bewahre-die-artenvielfalt


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Die Macht des Einkaufskorbs29 Nov 202400:44:25

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Wie wirken sich unsere täglichen Kaufentscheidungen auf die Lebensmittelproduktion und Preisbildung aus? Der Foodtalk beleuchtet diese Fragen in der aktuellen Podcast-Folge – ein Muss für alle, die fair und nachhaltig produzierte Lebensmittel konsumieren möchten.

Am Dienstag, den 19. November 2024, lud der FoodTalk im Unternehmen Mitte in Basel zu einem Diskussionsabend über „Die Macht des Einkaufskorbs“ ein. Der Abend beleuchtete die oft undurchsichtigen Prozesse der Lebensmittelpreisbildung und beantwortete zentrale Fragen: Wer profitiert entlang der Wertschöpfungskette, wer trägt die Hauptlast, und welche Kosten bleiben den Konsumierenden oft verborgen? Zu den Gästen zählten Prof. Philipp Aerni vom Center for Corporate Responsibility and Sustainability (CCRS), Tex Tschurtschenthaler von der Solidarischen Landwirtschaft sowie Benjamin Krähenmann von Crowd Container. Sie erklärten, welche Akteure die Preise massgeblich beeinflussen und wie Konsumierende durch ihre Kaufentscheidungen aktiv in das System eingreifen können.

Für alle, die nicht vor Ort dabei sein konnten, steht dieser spannende Austausch nun als Podcast zur Verfügung – eine Gelegenheit, um tiefere Einblicke zu gewinnen und das eigene Konsumverhalten kritisch zu reflektieren.

Gäste:

Philipp Aerni, Center for Corporate Responsibility and Sustainability (CCRS)

Tex Tschurtschenthaler, Kooperationsstelle für solidarische Landwirtschaft

Benjamin Krähenmann, Crowd Container

Moderation:

Dubravka Vrdoljak, Mitglied Ernährungsforum Basel, Kommunikation Foodsave-Bankett Basel

Der FoodTalk Basel wurde ermöglicht durch: 

Ernährungsforum Basel, Innovation Office, Impact Hub Basel, Crowd Container, Unternehmen Mitte, Slow Food Basel, Genossenschaft Lebensmittel Netzwerk Basel - Feld zu Tisch, Genuss aus Stadt und Land, Markthalle Basel, Zentrum Ebenrain, Medizinischen Fakultät Basel, FiBL

Weitere Informationen: 

Nachhaltige Lebensmittel sind im Trend und immer mehr Initiativen und Unternehmen setzen auf frische und lokale Produkte direkt von den Produzent*innen. Labels und Bewertungssysteme bieten zwar Orientierung, doch die Komplexität des heutigen Ernährungssystems wird damit oft nur unzureichend abgebildet. Ausserdem ist Vorsicht geboten: Nicht alles, was grün daherkommt, wird tatsächlich nachhaltig hergestellt. Hier setzen die FoodTalks in Zürich, Basel und Bern an: Gemeinsam mit ausgewählten Expert*innen aus den Bereichen Nachhaltigkeit und Lebensmittel werden zentrale Themen um das Ernährungssystem beleuchtet und live mit dem Publikum diskutiert.


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Anders Essen dank Kunst und Wissenschaft15 Nov 202400:30:43

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Wissenschaftliche Arbeit soll neutral und schnörkellos sein - könnte man auf jeden Fall meinen. Doch künstlerische Elemente können wissenschaftliche Prozesse bereichern. Wie das funktionieren kann, hören wir in dieser Podcast-Folge von «FiBL Focus».

Unser Ernährungssystem muss verbessert werden, darüber sind sich die Bürger*innen vom «Rat für Ernährung» einig. Wie genau das geschehen soll, haben sie im Projekt «aufgedeckt» über mehrere Monate hinweg erarbeitet. In einer Serie von Treffen, die durch künstlerische und wissenschaftliche Mittel begleitet wurden, wurde ein Massnahmen festgehalten, deren Umsetzung mit Entscheidungsträger*innen angegangen wird. Welche künstlerischen und wissenschaftlichen Mittel im Projekt eingesetzt wurden, und was sie bewirkt haben, hören sie in dieser Podcast-Folge mit der FiBL Wissenschaftlerin Mirjam Schleiffer und der Künstlerin Christin Glauser vom Kunstkollektiv UVO. 


Gäste
Mirjam Schleiffer, Wissenschaftlerin FiBL
Christin Glauser, Künstlerin

Redaktion und Moderation
Franziska Hämmerli, FiBL

An- und Abmoderation
Anke Beermann, FiBL

Postproduktion
Benjamin Christ

 Links

 Förderung

  • Das Projekt «aufgedeckt – Rat für Ernährung» wurde durch das Agora Programm des Schweizer Nationalfonds (SNF) unter der Nr. LAAGP0_215796 gefördert.

 Weitere Podcastfolgen mit Mirjam Schleiffer 


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Volksinitiativen - nützen sie noch oder schaden sie vor allem?01 Nov 202400:50:04

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Innert vier Jahren sind vier Volksinitiativen zur Land- und Ernährungswirtschaft klar gescheitert. Das sorgt für Diskussionen, auch bei FiBL Focus.

Ende September ist in der Schweiz über die Volksinitiative «Für die Zukunft unserer Natur und Landschaft» abgestimmt worden. 63 Prozent, also fast zwei Drittel der Stimmberechtigten sagten Nein zur sogenannten Biodiversitätsinitiative.

Mit dem Instrument Volksinitiative können in der Schweiz politische Gruppierungen aller Art aber auch Privatpersonen Änderungen in der Bundesverfassung anpeilen.

Es braucht 100'000 gültige Unterschriften von Stimmberechtigten, um eine Volksabstimmung zu erreichen. Der Agrar- und Ernährungssektor ist ein beliebtes Tummelfeld für Initiantinnen und Initianten. In den letzten vier Jahren hat die Bevölkerung über nicht weniger als vier solche Volksbegehren abgestimmt: Trinkwasser-, Pestizid-, Massentierhaltungs- und zuletzt die Biodiversitäts-Initiative.

Alle vier wurden vom Stimmvolk mit Mehrheiten von jeweils knapp zwei Drittel Nein klar bachab geschickt. Ungeachtet dessen liegen sind mit der Ernährungs- und der Lebensmittelschutz-Initiative schon die nächsten heissen Eisen im direktdemokratischen Feuer.

Vorher aber diskutieren wir in dieser Episode, ob und wann Volksinitiativen überhaupt noch Sinn machen und wie man sie lancieren muss, ohne dass sie zuviel Kollateralschaden anrichten.

Gäst*innen:

Sabine Reinecke, Politikanalytikerin am FiBL

Martin Bossard, Politikverantwortlicher der Bio Suisse bis Ende September 2024

Christof Dietler, Campaigner und Mitinhaber des Beratungsbüros pluswert


Weiterführende Informationen:

Wie weiter nach der Biodiversitätsinitiative? (FiBL Anlass nach der Abstimmung)
Lebensmittelschutzinitiative
Ernährungsinitiative


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Queer, sichtbar und zukunftsweisend 18 Oct 202400:54:30

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Geschichten von queeren Menschen in der Landwirtschaft und das Aufbrechen traditioneller Normen

Die neueste Podcastepisode widmet sich einem Thema, das bisher viel zu wenig Beachtung findet: Queerness in der Landwirtschaft. Wie gehen queere Menschen mit den fest verankerten traditionellen Geschlechternormen um? Welchen Herausforderungen müssen sie sich stellen – und welche Chancen eröffnen sich durch neue, inklusive Perspektiven?

Drei beeindruckende Gäst*innen teilen in dieser Episode bewegende persönliche Geschichten und geben einen Einblick, wie geschlechtsspezifische Arbeitsverteilungen und Machtverhältnisse durch queere Perspektiven hinterfragt und aufgebrochen werden können. Mit berührenden Beispielen zeigen sie, wie wichtig es ist, traditionelle Strukturen zu überdenken, um das bäuerliche Leben für alle zu verbessern. Es geht um Mut, Hoffnung und den Wunsch nach einer Landwirtschaft, in der alle Menschen unabhängig von ihrer Identität willkommen sind.

Bei einem Ausblick in die Zukunft, diskutieren die Gäst*innen welche strukturellen und gesellschaftlichen Veränderungen notwendig sind, um Gleichstellung und Vielfalt im Agrarsektor zu fördern. Die Gäst*innen erzählen von den Herausforderungen in einer oft konservativen Branche, aber auch von Momenten des Umdenkens, die Hoffnung machen. Sie geben jungen, queeren Menschen Tipps und ermutigen sie dazu, authentisch zu leben und sich nicht von traditionellen Rollenbildern einschränken zu lassen.

Ob du dich für Landwirtschaft, Vielfalt oder Geschlechtergerechtigkeit interessierst – diese Episode inspiriert dazu, die Dinge anders zu sehen und zu hinterfragen. Finde heraus, warum es sich lohnt, den Wandel hin zu mehr Offenheit und Vielfalt in der Landwirtschaft aktiv mitzugestalten, um gemeinsam eine inklusivere Zukunft zu schaffen!

Gäst*innen:

Jo Bucher, Biohof Tempikon

Prisca Pfammatter, Geographisches Institut, Universität Bern, prisca.pfammatter@unibe.ch

Stefanie Stalder

Weiterführende Informationen: 

Frauen in der Landwirtschaft
Queering Agriculture
Another World is plantable!
Du bist du
LGBTIQ-Helpline
Wissenschaftlicher Artikel: Pfammatter, P., Jongerden, J. Beyond farming women: queering gender, work and family farms. Agric Hum Values 40, 1639–1651 (2023). https://doi.org/10.1007/s10460-023-10449-z

 

 


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Bio? Nein Danke!04 Oct 202400:34:37

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Der grösste Teil der Landwirtschaft wird nach wie vor konventionell bewirtschaftet. In dieser Folge gehen wir den vielschichtigen Gründen nach, warum Landwirte nicht auf Bio umstellen.

Bio ist eher die Ausnahme als die Regel. Nach wie vor dominiert die konventionelle Landwirtschaft das Feld. In Deutschland tut sie das mit derzeit 88 Prozent der Fläche. Auch in der Schweiz wird ähnlich viel Agrarland konventionell bewirtschaftet. Und auch Österreich, die Bio-Spitzenreiterin in der EU, fährt immer noch knapp drei Viertel der Fläche unter konventioneller Flagge. 

Wie kommt das? Warum sagen viele Landwirtinnen und Landwirte nach wie vor: «Bio? Nein Danke!» Dieser Frage ging der Ackerbautechniker Tim Schmid vom FiBL in seiner Masterarbeit nach. Auch Hansueli Dierauer, über dreissig Jahre lang Ackerbauberater am FiBL, hat Studien dazu gemacht – auf dem Papier und im Feld. In diesem Podcast sind sie im Gespräch mit FiBL Focus Moderatorin Franziska Hämmerli.

Länge: 34 Minuten 37 Sekunden


Gäste
Tim Schmid, FiBL Schweiz, Gruppe Anbautechnik Ackerbau
Hansueli Dierauer, FiBL Schweiz, Gruppe Anbautechnik Ackerbau

Moderation
Franziska Hämmerli, FiBL Schweiz

An- und Abmoderation
Anke Beermann, FiBL Schweiz

Postproduktion
Benjamin Christ

Beratungsangebote des FiBL zum Umstellen auf Bio



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Rinderzucht revolutioniert - Genetik, Ethik und andere Herausforderungen (Teil 2)20 Sep 202400:22:10

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In diesem zweiten Teil unseres Podcasts zur Rinderzucht vertiefen wir die Diskussion um zwei unterschiedliche Ansätze: die Hochleistungszucht, die auf kraftfutterintensive Fütterung setzt, und die nachhaltige, weidebasierte Zucht. 

Die FiBL Expertinnen M.Sc.agr. Anna Bieber und Dr. Anet Spengler Neff besprechen, wie sich diese beiden Zuchtansätze auf die Gesundheit der Tiere, die Methanemissionen und die Wirtschaftlichkeit der Betriebe auswirken.

Ein zentrales Thema ist das Dilemma der Methanemissionen: Während Kühe, die nur Weidegras fressen, mehr Methan ausstoßen, erfordert kraftfutterbasierte Fütterung Ackerflächen und fossile Brennstoffe, was ebenfalls Umweltbelastungen mit sich bringt. Unsere Expertinnen stellen Studien vor, die zeigen, dass graslandbasierte Fütterung trotz höherer Methanemissionen langfristig klimafreundlicher ist, da sie weniger fossile Ressourcen benötigt.

Außerdem besprechen wir, wie Zweinutzungsrassen eine nachhaltigere Zukunft der Rinderzucht gestalten könnten. Diese Rassen bringen sowohl gute Milchleistungen als auch wertvolles Fleisch, was unter anderem die Notwendigkeit für männliche "Herodeskälber" reduziert.

Bei Fragen, Anregungen oder Kritik meldet euch bei uns. Schreibt uns eine E-Mail oder schreibt uns Kommentare auf Youtube oder Instagram Bis zum nächsten Mal, wir freuen uns auf euch, euer FiBL-Focus-Team.

Länge in 22 Min. und 11Sek.

 

Gäste/FiBL-Forschungsteam: M.Sc.agr. Anna Bieber und Dr. Dipl.-Ing. agr. ETH Anet Spengler Neff (beide FiBL)

Moderation Gespräch: Anke Beermann (FiBL)

Weiterführende Informationen:

FiBL - Tierzüchtung

Reproduktionstechniken – was passt zum Biolandbau und was nicht? (fibl.org)

Impacts of feeding less food-competing feedstuffs to livestock on global food system sustainability - PubMed (nih.gov)

Gazzarin et al., 2011 (Agrarforschung 9/2011) (PDF) Systemvergleich Milchproduktion Hohenrain (researchgate.net)


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Kuh und Klima: Kritik, Fakten und Potenzial03 Oct 202500:52:10

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Wiederkäuer wie Kühe stehen in der Klimadebatte stark in der Kritik und gelten oft als Klimasünderinnen. Doch wie berechtigt ist das? Dieser Frage geht die neue Folge von FiBL Focus nach. 

«Ein effizientes Ernährungssystem braucht ineffiziente Tiere. Wird das Stickstoffproblem gelöst, kommt auch das Klima in Balance.» So formuliert es Caterine Pfeifer vom FiBL. Damit verweist sie auf die intensive Tierhaltung: Viele Tiere auf wenig Fläche, Futterproduktion mit mineralischen Düngern oder Futterimporte tragen zum Stickstoffüberschuss bei. In einigen Klimabilanzen schneiden Produkte aus solcher Haltung besser ab als aus extensiven Systemen. Allerdings nur, wenn Faktoren wie Überschüsse, Importe oder Flächenkonkurrenz ausgeblendet werden. Das verzerrt das Bild.

Grasland sinnvoll nutzen

In dieser Folge sprechen Florian Leiber vom Departement für Nutztierwissenschaften und Catherine Pfeifer vom Departement für Agrar- und Ernährungssysteme darüber, welche Rolle Methan in der Klimakrise spielt und warum graslandbasierte biologische Wiederkäuerhaltung einen nachhaltigen Weg aufzeigt. Florian Leiber bringt es auf den Punkt: «Ja, es gibt einen Zielkonflikt: Einerseits die Produktion von Lebensmitteln auf Flächen, die wir anders nicht nutzen können und andererseits die Emission von Methan. Doch die Menschheit ist auf die Nutzung von Grasland angewiesen, denn in vielen Gegenden der Erde lässt sie sich nicht ersetzen.» 

Längere Nutzungsdauer als Hebel

Ein wichtiger Ansatz für eine reduzierte Umweltbelastung ist die längere Nutzungsdauer von Milchkühen. Sie verbessert nicht nur die Klimabilanz, sondern trägt auch zur Fleischversorgung bei. Wenn vermehrt auf Gebrauchskreuzungen gesetzt wird können mehr Kälber aus der Milchviehhaltung für die Mast genutzt werden, ohne zusätzliche Mutterkühe halten zu müssen. So würde die Fleischproduktion der Schweiz stabil bleiben, während sich die Treibhausgasemissionen der gesamten Rinderpopulation um über 10 % senken liessen. 

Mehr als eine Klimafrage

Graslandbasierte Wiederkäuerhaltung steht nicht im Widerspruch zum Klimaschutz, sondern denkt darüber hinaus. Sie orientiert sich am Standort, setzt auf lokale Futterressourcen und reduziert so Importe und Umweltbelastungen. Indem Tierzahlen und Fütterung an die vorhandenen Flächen angepasst werden, entstehen hochwertige Proteine ohne Nahrungsmittel- und Flächenkonkurrenz aus einer Ressource, die Menschen nicht direkt für die Ernährung nutzen können. Wiederkäuerhaltung liefert in diesem System weit mehr als Fleisch und Milch: Sie erbringt vielfältige Ökosystemdienstleistungen, wie Biodiversität, Landschaftspflege und Kohlenstoffspeicher im Boden. Die biologische Rinderhaltung ist somit nicht Teil des Problems, sondern Teil der Lösung. Entscheidend ist, wie sie gestaltet wird.

Gäst*innen:

Florian Leiber, Departement für Nutztierwissenschaften am FiBL Schweiz

Catherine Pfeifer, Departement für Agrar- und Ernährungssysteme am FiBL Schweiz

Weiterführende Informationen: 

FiBL Faktenblatt «Kuh und Klima» 

Stimmen zum Klima 

Rubrik Klima auf bioaktuell.ch

ZEIT Nr. 38/2025: Wurs


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Rinderzucht revolutioniert - Genetik, Ethik und andere Herausforderungen06 Sep 202400:45:23

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Diese Episode bietet einen umfassenden Einblick in die Rinderzucht, von den Grundlagen über moderne Technologien bis hin zu den spezifischen Herausforderungen in der biologischen Landwirtschaft.

Unsere Gästinnen, die FiBL Expertinnen M.Sc.agr. Anna Bieber und Dr. Anet Spengler Neff führen uns durch die historischen Wurzeln der Rinderzucht, beginnend mit den Einflüssen der Industrialisierung, bei der Leder, Milch und Fleisch zentrale Produkte waren. Sie erklären, wie sich die Zucht im Laufe der Zeit veränderte und welche Bedeutung sie heute hat.

Ein wichtiger Punkt der Episode ist auch die Diskussion verschiedenster Züchtungsmethoden mit ihren Vor- und Nachteilen. Die beiden Expertinnen erläutern, wie die genomische Selektion es Züchter*innen ermöglicht, genetische Informationen präzise zu nutzen, um die Effizienz und Nachhaltigkeit der Zucht zu steigern. Ebenso stellen sie die künstliche Besamung und den Embryotransfer vor, und diskutiert die Vor- und Nachteile dieser Techniken, insbesondere im Kontext der biologischen Landwirtschaft, wo ethische und rechtliche Herausforderungen eine bedeutende Rolle spielen.

Bei Fragen, Anregungen oder Kritik meldet euch bei uns. Schreibt uns eine E-Mail oder schreibt uns Kommentare auf Youtube oder Instagram Bis zum nächsten Mal, wir freuen uns auf euch, euer FiBL-Focus-Team.

Länge 45 Min. 23 Sek. 

 

Gäste/FiBL-Forschungsteam: M.Sc.agr. Anna Bieber und Dr. Dipl.-Ing. agr. ETH Anet Spengler Neff (beide FiBL)

Moderation Gespräch: Anke Beermann (FiBL)

Weiterführende Informationen:

FiBL - Tierzüchtung

Reproduktionstechniken – was passt zum Biolandbau und was nicht? (fibl.org)

Mit dem Journalistenpreis ausgezeichnete FiBL Focus Folge: Länger produktiv - Die Relevanz der Nutzungsdauer (buzzsprout.com)


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Gefrässiger Japankäfer: Neue Wege der Bekämpfung23 Aug 202400:39:44

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Ursprünglich aus Japan stammend, hat sich der Japankäfer seit dem 20. Jahrhundert weltweit verbreitet und verursacht massive Schäden in der Landwirtschaft. In der aktuellen Podcastfolge präsentieren drei Wissenschaftlerinnen innovative Ansätze zur Bekämpfung des Schädlings.

Der Japankäfer, ein ursprünglich in Japan beheimateter Schädling, hat sich in den letzten Jahrzehnten weltweit verbreitet und richtet in zahlreichen Regionen erheblichen Schaden an. In Japan wird der Käfer durch natürliche Feinde und ungünstige Bodeneigenschaften in Schach gehalten. Doch Anfang des 20. Jahrhunderts trat er eine Reise an, die ihn nach Nordamerika und schließlich auch nach Europa führte.

Im Jahr 2014 wurde der Käfer erstmals in der Nähe von Mailand gesichtet und begann sich seither unaufhaltsam auszubreiten. Im Sommer 2017 erreichte er schließlich die Schweiz, wo er in einem Weinberg im Tessin entdeckt wurde. Heute ist der Japankäfer in Teilen des Tessins und des Wallis so weit verbreitet, dass eine vollständige Tilgung nicht mehr möglich ist. Besondere Maßnahmen sollen nun eine weitere Ausbreitung verhindern, doch kleine Populationen wurden bereits nördlich der Alpen gesichtet, darunter in Kloten bei Zürich und in Münchenstein im Kanton Basel-Landschaft.

Der Japankäfer ist besonders gefürchtet wegen seines vielfältigen Speiseplans, der über 400 verschiedene Nutz- und Zierpflanzenarten umfasst. Von Apfelbäumen und Weinreben bis zu Rosen und Sojabohnen – kaum eine Pflanze ist vor ihm sicher. Im Sommer machen sich die adulten Käfer über Blätter, Blüten und Früchte her, während die Larven unter der Erde Graswurzeln und Kulturpflanzen wie Mais und Erdbeeren zerstören.

In der heutigen Podcastfolge stellen drei junge Wissenschaftlerinnen ihre innovativen Projekte zur Bekämpfung des Japankäfers vor. Eine der Methoden nutzt speziell trainierte Hunde, um die Larven des Käfers im Boden aufzuspüren, während eine andere auf den Einsatz eines einheimischen Pilzes setzt. Diese neuen Ansätze bieten Hoffnung im Kampf gegen den zerstörerischen Schädling und sollen helfen, die Landwirtschaft und Grünflächen in Europa zu schützen.


und Grünflächen in Europa zu schützen.


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Farmer Science: Forschung auf dem Bauernhof09 Aug 202400:30:46

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In der aktuellen Podcastfolge beschäftigen wir uns mit den «Farmer Science»-Projekten. Dabei geht es um Forschungsprojekte, die von Landwirten und Landwirtinnen initiiert und auf den eigenen Betrieben umgesetzt werden. 

Barbara Früh berichtet uns davon, wie solche Projekte entstehen und mit Hilfe vom FiBL umgesetzt werden können. Tobias Gelencsér hat dann auch gleich ein praktisches Beispiel mitgebracht. Er hat einen Kartoffelbauer bei der Planung und Durchführung eines Versuchs unterstützt, der zum Ziel hat, das im Kartoffelanbau durchaus umstrittene Kupfer zu ersetzten. Im geringen Umfang dient Kupfer als Nährstoff für Nutzpflanzen, ist aber vor allem ein hochwirksames, natürliches Pflanzenschutzmittel gegen diverse Pilzerkrankungen. Im Falle der Kartoffel wird Kupfer gegen die gefürchtete Kraut- und Knollenfäule (Phytophthora infestans) eingesetzt. Kupfer ist allerdings nicht unproblematisch. Es kann bereits in geringen Konzentrationen toxisch auf Mikroorganismen und Weichtiere wirken. Hinzu kommt, dass sich Kupfer vor allem in den oberen Bodenschichten anreichert. Damit kann die Biodiversität längerfristig geschädigt werden. 

In dem Farmerscience Versuch wurden zwei verschiedene Mittel ausprobiert mit dem Ziel, die eingesetzte Kupfermenge zu halbieren. Welche Ergebnisse es dabei gab und welche entscheidende Rolle auch das Wetter bei diesem Versuch spielt könnt ihr jetzt in dieser Folge hören. 

Gäst*innen

Barbara Früh

Tobias Gelencsér

Finanzierung: Die Farmerscience-Projekte werden durch die Leopold-Bachmann-Stiftung und das BLW unterstützt.

Moderation Gespräch: Vanessa Gabel, FiBL

An- und Abmoderation: Anke Beermann, FiBL

Weiterführende Informationen 

https://www.fibl.org/de/themen/projektdatenbank/projektitem/project/2577

https://www.fibl.org/de/infothek/meldung/farmer-science


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Wasserlinsen: Ein Superfood für Tiere?26 Jul 202400:40:02

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Wasserlinsen könnten die Landwirtschaft verändern. Diese winzigen Pflanzen bieten nicht nur eine beeindruckende Proteinquelle, sondern auch nachhaltige Lösungen für die Tierernährung und Umweltschutz.

 In dieser Episode von FiBL Focus tauchen wir ein in die faszinierende Welt der Wasserlinsen. Unser Gast, Dr. Timo Stadtlander, Forscher und Gruppenleiter am FiBL, nimmt uns mit auf eine Reise durch die vielseitigen Einsatzmöglichkeiten dieser kleinen, aber bemerkenswerten Pflanzen. Erfahrt, wie Wasserlinsen im Vergleich zu Soja nicht nur dreimal, sondern bis zu zehnmal mehr Protein pro Quadratmeter liefern können, und warum sie eine vielversprechende Alternative als Futtermittel darstellen.

Timo erklärt die Herausforderungen und Potenziale der Wasserlinsen, sowohl in der Aquakultur als auch für landwirtschaftliche Nutztiere wie Geflügel und Schweine. Wir sprechen gemeinsam über die Möglichkeit in Zukunft Wasserlinsen evtl auch als Lebensmittel einsetzen zu können, und wir lernen, wie Wasserlinsen zur Sanierung verschmutzter Gewässer genutzt werden können. Darüber hinaus wird die Rolle der Wasserlinsen in der Kreislaufwirtschaft beleuchtet, insbesondere ihre Fähigkeit, Nährstoffe aus Gülle zu recyceln. 

Diese Episode ist ein Muss für alle, die an nachhaltiger Landwirtschaft und innovativen Lösungen zur Futtermittelproduktion interessiert sind. Hört rein und lasst euch von den Möglichkeiten inspirieren, die Wasserlinsen bieten.

 

Bei Fragen, Anregungen oder Kritik meldet euch bei uns. Schreibt uns eine E-Mail oder schreibt uns Kommentare auf Youtube oder Instagram Bis zum nächsten Mal, wir freuen uns auf euch, euer FiBL-Focus-Team.

Folge 73 /Länge 40min und 02sec 

 

Gast: Timo Stadtlander (FiBL)

Moderation: Anke Beermann

 

Weiterführende Informationen:

FiBL - Wasserlinsen – unbekannt aber voller Möglichkeiten? Neues Faktenblatt für Interessierte

FiBL - Neue landwirtschaftliche Stoffkreisläufe mit Wasserlinsen

FiBL - Wasserlinsen Vietnam

FiBL - Wasserlinsen – Potentiale im Kontext der Kreislaufwirtschaft


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Was ist eigentlich Regenerative Landwirtschaft?11 Jul 202400:50:57

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In der aktuellen Folge sprechen die Agrarwissenschaftler*innen Dr. Andrea Beste vom Büro für Bodenschutz und ökologische Agrarkultur und Tim Schmid vom FiBL über die «Regenerative Landwirtschaft».  

Im Gespräch mit Redaktorin Vanessa Gabel klären sie darüber auf, was man unter regenerativer Landwirtschaft überhaupt verstehen kann und welche Vorteile und Chancen mit dieser Anbaumethode verbunden sind. Dabei sprechen sie auch über die Gemeinsamkeiten und die Unterschiede zur biologischen Landwirtschaft. Sie beleuchten, welche Schwierigkeiten rund um das Thema aktuell noch bestehen und was sich auch im politischen Kontext noch ändern muss, damit aus der ursprünglichen Idee ein Erfolgsrezept werden kann. 

Bei Fragen, Anregungen oder Kritik meldet euch bei uns. Schreibt uns eine E-Mail oder schreibt uns Kommentare auf Youtube oder Instagram Bis zum nächsten Mal, wir freuen uns auf euch, euer FiBL-Focus-Team.

Folge 72/Sprache/50 Min. 57Sek. 

 

Gäste/FiBL-Forschungsteam: Dr. Andrea Beste, Büro für Bodenschutz und ökologische Agrarkultur, Dr. Tim Schmid

Moderation Gespräch/Gelesen von: Vanessa Gabel, FiBL

An- und Abmoderation: Anke Beermann, FiBL


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Herausforderungen und Zukunftsaussichten für Bio Suisse und den Markt28 Jun 202400:40:54

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In der neusten Folge von FiBL Focus stehen Bio Suisse-Präsident Urs Brändli und seine Vorstandskollegin Dora Fuhrer Rede und Antwort. Sie diskutieren generationenübergreifend über härtere Richtlinien, das Selbstverständnis des Verbands und die Labelkonkurrenz. 

Die Bio Suisse ist ein vielgestaltiger Verband. Sie ist Lobbyorganisation der Biobäuerinnen und Bauern, gleichzeitig ist sie als Eigentümerin der Knospe stark engagiert im Markt, ohne allerdings selber zu handeln. Die hohen Einnahmen aus den Lizenzgebühren sind ein Segen, gleichzeitig wecken sie auch Begehrlichkeiten und Widerspruch im heterogenen Verband. Regelmässig werden in den lebhaften Delegiertenversammlungen (DV) Vorwürfe laut, dass die Angestellten in der Geschäftsstelle im Verhältnis zu den Mitgliedern zuviel verdienten.

«Wo gehobelt wird, fliegen Späne»
In der Folge 71 nehmen Präsident Urs Brändli und Vorstandsmitglied Dora Fuhrer Stellung zu dieser und weiteren Fragen. Sie verkörpern zwei Generationen im Vorstand. Beide sind sie in der Landwirtschaft tätig. Dora Fuhrer bewirtschaftet gemeinsam mit ihrem Bruder einen Betrieb in Burgistein im Kanton Bern. Urs Brändli ist auf dem Betrieb seines Sohns in Goldingen im Kanton St. Gallen angestellt. 
Brändli betont, dass das Team in Basel ausgezeichnete Leistungen erbringe. Fuhrer rühmt die Bio Suisse-Diskussionskultur, die nach dem Motto «Wo gehobelt wird, fliegen Späne» ab und auch härtere Bandagen beinhaltet.

Von Visionen und Konkurrenz
Weitere Themen im rund 40-minütigen Gespräch sind die nicht ganz einfach verständliche (Nicht-)Parolenfassung zur Biodiversitäts-Initiative, die Entwicklung des Marktes und die Annäherungen zwischen biologischer und konventioneller Landwirtschaft. Hier gibt es einige interessante Aussagen der beiden Gesprächsteilnehmenden, unter anderem zur Konkurrenzsituation zwischen den Labels wie dem IP-Käfer, zur leicht verblichenen Vision Bioland Schweiz und der Steuerung von Nachfrage und Angebot.

Gäste
Urs Brändli, Bio Suisse-Präsident und Landwirt
Dora Fuhrer, Bio Suisse-Vorstandsmitglied, Agronomin und Landwirtin

Moderation, Redaktion und Schnitt
Adrian Krebs, FiBL 

An- und Abmoderation
Anke Beermann, FiBL

Weitere Informationen über Bio Suisse
www.bio-suisse.ch 


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Die Macher hinter dem Bioackerbautag über die Highlights in Aubonne14 Jun 202400:27:47

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Am kommenden 26. und 27. Juni findet bereits zum neunten Mal der Schweizerische Bioackerbautag statt. Austragungsort ist diesmal der Kanton Waadt, genauer gesagt Aubonne, direkt an den Gestaden des Lac Léman. 

Der Bioackerbautag ist ein riesiges Schaufenster für den Bioackerbau mit guten Aussichten. Denn dieses Jahr findet der Anlass fast direkt am Ufer des Lac Léman statt. Hier hat das Podcast-Team den Gastgeber Christian Streit und den Leiter des Organisationskomitees sowie des Departements Westschweiz am FiBL Schweiz, Raphaël Charles, getroffen.

Die Nachfrage bleibt gross
Sie erzählen Adrian Krebs in der neusten Episode von "FiBL Focus", was die Besuchenden auf dem grossen Ackerbaubetrieb erwartet. Bereits klar ist, dass es 17 Posten zu Themen von Agroforst bis Zuckerrüben geben wird. Der Bioackerbautag wurde einst lanciert, um die Flächen zu vergrössern und die wachsende Nachfrage zu befriedigen. Diese nimmt weiter zu, deshalb findet er heute alle zwei Jahre an wechselnden Standorten statt.

Wein vom eigenen Betrieb
Wichtig ist auch der soziale Aspekt des zweitägigen Anlasses. Der Bioackerbautag ist ein grosser Treffpunkt für die Bioszene und niemand wird hungrig heimkehren müssen. Reizvoll übrigens: Der Wein, der Ende Juni zum Ausschank kommt, wurde ebenfalls auf dem Schlossbetrieb von Christian Streit produziert. Er und seine Frau Antje bewirtschaften neben 60 Hektaren Ackerland auch sechs Hektaren Reben.

Gäste
Christian Streit, Landwirt
Raphaël Charles, Departementsleiter FiBL Westschweiz

Moderation und Redaktion
Adrian Krebs, FiBL

An- und Abmoderation
Anke Beermann, FiBL

Schnitt
Florine Stäuble, FiBL

Alle Informationen zum Bioackerbautag
www.bioackerbautag.ch 
Der Anlass wird vom FiBL Schweiz, Sativa Rheinau, Bio Suisse, Bio Vaud sowie dem Knospe-Hof Château d'Es-Bons organisiert. Die Sponsoren sind Coop, die Mühle Rytz AG und swisssem. 


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CO2-Speicher Pflanzenkohle: Hilft sie auch der Landwirtschaft?31 May 202400:44:10

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Vor nicht allzu langer Zeit galt Pflanzenkohle lediglich als Nebenprodukt der Holzverarbeitung. Doch heute ist sie ein Schlüsselelement in der Diskussion um nachhaltige Landwirtschaft und Klimaschutz. 

In den letzten Jahren hat die Popularität von Pflanzenkohle zur Bodenverbesserung und als CO2-Speicher stark zugenommen. In unserer aktuellen Podcast-Episode beleuchten wir ihre vielfältigen Anwendungsmöglichkeiten und die bisher gewonnenen wissenschaftlichen Erkenntnisse. 

Unsere Redaktorin Anke Beermann spricht mit drei Fachleuten aus dem Department für Bodenwissenschaften am FiBL Schweiz: Dr. Markus Steffens, Dr. Hans-Martin Krause und M.Sc. Lucilla Agostini. Die drei Wissenschaftler*innen geben uns Einblicke in die Vorteile und Herausforderungen, die mit der Nutzung von Pflanzenkohle verbunden sind. Sie erklären, wie Pflanzenkohle die Bodenfruchtbarkeit verbessert, indem sie Wasser und Nährstoffe speichert und gleichzeitig sehr gute Lebensbedingungen für nützliche Mikroorganismen schafft. Zudem könnte sie als Werkzeug im Kampf gegen den Klimawandel fungieren, indem sie Kohlenstoff dauerhaft im Boden bindet und so zur Reduzierung von Treibhausgasen in der Atmosphäre beiträgt.

Wir empfehlen, vor dieser Episode noch einmal in unsere Folge mit Markus Steffens vom 18.03.22 Die Landwirtschaft – Klimakiller oder Klimaretter? reinzuhören.

Bei Fragen, Anregungen oder Kritik meldet euch bei uns. Schreibt uns eine E-Mail oder schreibt uns Kommentare auf Youtube oder Instagram .

Folge 69 /Länge 44min und 10sec 

 

GästInnen: Markus Steffens, Hans-Martin Krause, Lucilla Agostini (FiBL)

Moderation: Anke Beermann (FiBL)

 

Weiterführende Informationen:

Düngerverordnung (Bodenanwendung)

Gesetzliche Grundlage zur Pflanzenkohle in der Schweizer Landwirtschaft

 Seit dem 1. Januar 2024 gilt die überarbeitete Düngerverordnung (DüV, SR 916.171). Generell wurden für die Schadstoffe (nicht nur PAKs, aber auch Schwermetalle, PCBs und Dioxine & Furane) die Grenzwerte des EBC für die Kategorie Bio-Agro übernommen. 

Düngerverordnung (SR 916.171 - Verordnung vom 1. November 2023 übe... | Fedlex (admin.ch))
Und der  «erläuternde Bericht» Aktennotiz (admin.ch)

Pflanzenkohle als Futtermittel / Futtermittel-Ausgangsprodukt

Soll Pflanzenkohle als Tierfutter zum Einsatz kommen, gelten die Anforderungen gemäss Futtermittel-Verordnung (FMV, 916.307) und Futtermittelbuch-Verordnung (FMBV, SR 916.307.1).  



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Biolandbau für Ernährungssicherheit im globalen Süden 17 May 202400:45:38

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Studien weisen darauf hin, dass Biolandbau im Globalen Süden ausgezeichnete Erträge liefern kann. Doch gibt es auch Stimmen wie die von Ex-Syngenta-Chef Erik Fyrwald, die im Biolandbau den Grund für Hungersnöte sehen. Hintergründe dazu liefert in diesem FiBL Focus Podcast Beate Huber, langjährige Leiterin des Departements für internationale Zusammenarbeit am FiBL Schweiz. 

Gästin: Beate Huber, FiBL
Moderation: Franziska Hämmerli, FiBL 

Informationen und Links
Das FiBL fasst die neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse  zu Biolandbau und Agrarökologie im Globalen Süden im Politikdossier "Cultivating change with agroecology and organic agriculture in the tropics" zusammen. 


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SchweinErleben: Vom Ferkel bis zum letzten Grunzen03 May 202400:39:46

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Trotz langjährigem Konsumrückgang ist Schweinefleisch bei Schweizer*innen nach wie vor das beliebteste Fleisch. Doch wie lebt ein Schwein bevor es zum Schweinebraten wird? Kann es nach Futter suchen, seine Umgebung erkunden oder sich bei Hitze abkühlen? Diese und weitere Fragen beantworten die beiden FiBL Forscherinnen Mirjam Holinger und Barbara Früh in dieser Podcastfolge.

Trotz intensiver Zucht verhalten sich unsere Hausschweine noch immer wie ihre Vorfahren. Wenn sie dazu die Möglichkeit haben, verbringen sie einen Grossteil ihrer Zeit damit, Futter zu suchen und die Umgebung zu erkunden. Doch der Grossteil aller Schweine können diese Verhaltensweisen nicht in ausreichendem Mass ausleben. Fressen können sie nur während kurzen Fütterungszeiten und ihre Umgebung ist zu monoton, um den Bedürfnissen der neugierigen Tiere nachzukommen. 


Das Projekt SchweinErleben

Anders leben die Hausschweine auf dem Panoramahof in Meggen, im Kanton Luzern. Sie sind Schlüsselfiguren des Projekts SchweinErleben und können auf rund zwei Hektaren durch den Wald streifen, gemeinsam die Wiese erkunden oder sich im feuchten Schlamm abkühlen. Dabei werden sie gefilmt, um ihr Verhalten im semi-natürlichem Habitat und in natürlichen Sozialverbänden zu erforschen. In der aktuellen Podcastfolge erzählen die beiden FiBL Expertinnen von überraschenden Verhaltensweisen der Tiere und geben Einblicke in die Komplexität einer tiergerechten Haltung. 


Erforsche selbst, wie Schweine leben

Wer sich selbst ein Bild vom natürlichen Verhalten dieser spannenden und intelligenten Tiere machen möchte, kann jetzt selber bei der Forschung mitmachen. Das Forscher*innenteam sucht Menschen, die ihnen helfen, kurze Videosequenzen von den Schweinen am Panoramahof zu beurteilen: Citizen Science Zurich – SchweinErleben

Dieses Wissen soll helfen, die Haltungsbedingungen und damit das Wohlergehen von Schweinen zu verbessern. Forschungsergebnisse haben in der Vergangenheit bereits dazu geführt, dass Schweizer Sauen nicht mehr in Kastenständen gehalten werden dürfen, sondern sich beim Abferkeln frei bewegen können müssen. Auch müssen Schweizer Schweine vor der Geburt Zugang zu Stroh haben, um ihr Nestbauverhalten ausleben zu können.

Das Projekt wird überwiegend durch die Albert Koechlin Stiftung (AKS) finanziert. Den Geldgebern sei an dieser Stelle herzlich gedankt. 

 

Gästinnen:
Barbara Früh, FiBL Schweiz
Mirjam Holinger, FiBL Schweiz

 

Weiterführende Informationen:
Mach jetzt bei der Forschung mit: SchweinErleben
Projektwebsite


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Bohne gut, alles gut – die Lupinenrevolution19 Sep 202500:57:09

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Wusstest du, dass Lupinen nicht nur als Blumen eine Augenweide im Garten und gut für Bienen und Hummeln sind? Lupinen sind nämlich auch wahre Proteinwunder, und könnten unsere Ernährung revolutionieren. 

In dieser Folge von FiBL Focus tauchen wir in die spannende Welt der Lupinen ein. Wir zeigen auf, was es alles braucht, bis diese ungewöhnliche Pflanze aus der Familie der Leguminosen, die auch Hülsenfrüchte genannt werden, auf unserem Teller landet. Von der Forschung und Sortenzüchtung über den Anbau bis hin zur Verarbeitung und zum Handel ziehen alle an einem Strick. Und schlussendlich müssen auch wir Konsumentinnen und Konsumenten mitziehen, damit die Lupine eine Chance hat, unser Ernährungssystem zu revolutionieren.  

In diesem Podcast erfahrt ihr fast alles über die faszinierende Welt der Lupinen von unseren Gästen, der FiBL Forscherin Christine Arncken, mit dem Landwirt Bruno Graf und dem New Roots Gründer Freddy Hunziker im Gespräch mit der FiBL Focus Redaktorin Franziska Hämmerli.


Veranstaltungshinweis

Am Mittwochnachmittag, den 22. Oktober 2025 findet der «BioleguminosenTag» statt. Dieses Jahr ist er im schweizerischen Oberdiessbach unter dem Motto "Züchtung trifft Verarbeitung". Auf dem Programm stehen Kurzvorträge zur Züchtung und Wertschöpfungskette von Soja, Platterbse und Lupine, eine Führung durch die Firma New Roots und einen Workshop.

Der Bioleguminosentag ist kostenlos und steht allen offen. Wichtig ist aber, dass ihr euch vorab anmeldet, da die Platzzahl beschränkt ist.  

Programm und Anmeldung Bioleguminosentag: https://www.bioaktuell.ch/aktuell/agenda/termin/leguminosentag-zuechtung-trifft-verarbeitung 


FiBL Forschung zu Lupinen 

 

Lupinenprodukte Schweiz

 

Lupinenprodukte Deutschland

 

Lupinenprodukte Österreich

 

 


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Zwei Jahre Krieg: Die Folgen für die ukrainische Landwirtschaft19 Apr 202400:25:03

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Vor dem Krieg war die Ukraine ein aufstrebender Markt für Bio- und konventionelle Landwirtschaft, doch der Krieg reduzierte die Anbauflächen erheblich.

Mehr als zwei Jahre sind vergangen, seit Russland in die Ukraine einmarschiert ist. Kurz nach Kriegsbeginn haben wir in unserem Podcast bereits zwei Folgen über die ukrainische Landwirtschaft und die globalen Auswirkungen des Krieges veröffentlicht. Seitdem hat sich einiges verändert. In der heutigen Folge sprechen wir mit Dr. Toralf Richter vom FiBL über die langanhaltenden Folgen dieses Konflikts für die ukrainischen Landwirt*innen, insbesondere für Frauen, die jetzt die Betriebe führen. Sie navigieren unter schwierigen Bedingungen, entwickeln neue Strategien und passen sich an, um weiterhin wirtschaftlich zu agieren. 

 

Bei Fragen, Anregungen oder Kritik meldet euch bei uns. Schreibt uns eine E-Mail oder schreibt uns Kommentare auf Youtube oder Instagram Bis zum nächsten Mal, wir freuen uns auf euch, euer FiBL-Focus-Team.

Folge 66 /Länge 25min und  03sec 

 

Gast: Toralf Richter (FiBL)

Moderation: Anke Beermann

Stimmen (VO):

Anastasiya Volkova (Franziska Hämmerli)

Olena Stretovych (Vanessa Gabel)

 

Weiterführende Informationen:

Bio-Handel in Zeiten des Krieges: Rolle der Frauen bei der ukrainisch-schweizerischen Zusammenarbeit

FiBL - Ukrainische Biolandwirtschaft lässt sich durch den Krieg nicht unterkriegen

FiBL - Internationale Unterstützung für den Auftritt der Ukraine auf der Weltleitmesse Biofach 2024

FiBL - Podcast: Krieg in der Ukraine – Die Auswirkungen auf die globale Lebens- und Futtermittelversorgung

FiBL - Podcast: "Auch im Krieg wollen unsere Kühe gefüttert werden." Ukrainische Bauern berichten


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Zwei Ex-Direktoren über die Zukunft der Landwirtschaft05 Apr 202400:16:01

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Zum offiziellen Abschluss des FiBL Jubiläums werfen wir in dieser Podcastfolge gemeinsam mit zwei ehemaligen Direktoren einen Blick in die Zukunft der Landwirtschaft und des FiBL. 

Was zwei Koriphäen des Biolandbaus zu den neuen gentechnischen Methoden sagen, was sie von regenerativer Landwirtschaft halten, und welche Ratschläge sie dem FiBL mit in die Zukunft geben, ist in diesem Podcast zu hören. Die beiden Gäste dieser Folge sind Hardy Vogtmann, der erste Direktor des FiBL und Urs Niggli, der in 30 Jahren als Direktor das FiBL zu einem weltweit führenden Forschungsinstitut in Sachen Biolandwirtschaft gemacht hat.

Das ist die dritte und letzte Podcastfolge zum 50-Jahr-Jubilläum des FiBL. Die beiden anderen Folgen handeln von der stürmischen Gründerzeit des FiBL: «Prinz Charles und das FiBL» ist eine Rückblende von Urs Niggli und Hardy Vogtmann, und in «47 Jahre am FiBL – Otto Schmid erzählt» ist der langjährigste FiBL Mitarbeiter und Biopionier am Mikrofon. 

Folge 65/Deutsch/16 min

Gäste 

An- und Abmoderation: Anke Beermann, FiBL
Redaktion und Moderation: Franziska Hämmerli, FiBL

Weitere Produktionen zum 50-Jahr-Jubiläum des FiBL


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Der DOK-Versuch22 Mar 202401:02:21

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Der DOK- Versuch: Anbausysteme im Vergleich

1978 wurde von Landwirten und Forschenden gemeinsam der berühmte DOK-Versuch in Therwil bei Basel eingerichtet. Dort werden seitdem die Anbausysteme «biologisch-dynamisch» (D), «biologisch-organisch» (O) und «konventionell» (K) miteinander verglichen. Der DOK- Versuch ist damit weltweit der am längsten andauernde Systemvergleichsversuch in der Landwirtschaft.

In der aktuellen Podcastfolge spricht Vanessa Gabel mit den beiden Gästen, Paul Mäder vom FiBL und Jochen Mayer von Agroscope, über ihre langjährigen Erfahrungen im DOK-Versuch, der von beiden Institutionen gemeinsam geleitet wird. Die beiden Forscher erklären den Versuchsaufbau und fassen die wichtigsten Erkenntnisse zusammen. Sie berichten darüber, was den Versuch so besonders macht und welche Highlights aber auch die Schwierigkeiten, sie erlebt haben. Sie erzählen, warum der Versuch auch heute noch neue und zum Teil auch unerwartete Ergebnisse hervorbringt und was sie in der Zukunft noch gerne im DOK untersuchen würden. 

Bei Fragen, Anregungen oder Kritik meldet euch bei uns. Schreibt uns eine E-Mail oder schreibt uns Kommentare auf Youtube oder Instagram Bis zum nächsten Mal, wir freuen uns auf euch, euer FiBL-Focus-Team.

Folge 64/Deutsch/1:02:21 

 

Gäste/FiBL-Forschungsteam: Paul Mäder, FiBL und Jochen Mayer Agroscope

Moderation Gespräch: Vanessa Gabel, FiBL

An- und Abmoderation: Anke Beermann, FiBL

Weiterführende Informationen: 

https://www.fibl.org/de/standorte/schweiz/departemente/bodenwissenschaften/bw-projekte/vergleich-biologischer-und-konventioneller-anbausysteme

https://www.fibl.org/de/themen/projektdatenbank/projektitem/project/404

https://www.bioaktuell.ch/pflanzenbau/ackerbau/film-dok-versuch

Finanzierung der DOK-Basis-Bewirtschaftung durch das Bundesamt für Landwirtschaft.

Finanzierung dieser Podcast-Folge: Coop Fonds für Nachhaltigkeit


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Zahlen bitte! Ein Rückblick auf 25 Jahre «World of Organic Agriculture»08 Mar 202400:22:29

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Der Markt für Bio ist weltweit weiter gewachsen. Wer Details sucht findet diese alljährlich in der Statistikübersicht des FiBL. Wir haben mit der Herausgeberin und einer Datenlieferantin gesprochen. 

Es ist bereits ein Klassiker: Schon seit einem Vierteljahrhundert publiziert das FiBL alljährlich die Zahlen zum Weltbiomarkt. Anlässlich des 25-Jahr-Jubiläums von «World of Organic Agriculture» haben wir uns mit Helga Willer und Diana Schaack unter anderem über die Anfänge des Statistikjahrbuchs und die Herausforderungen bei der Datensammlung unterhalten. 

Helga Willer ist die Herausgeberin seit der ersten Stunde, Diana Schaack, die bei der deutschen Agrarmarkt Informations-Gesellschaft mbH (AMI) tätig ist, versorgt sie seit langem mit den Zahlen vom deutschen Markt. Schaack ist eine von rund 200 Datenlieferant*innen weltweit, die dem Statistikwerk alljährlich ihre Informationen zuliefern. 

Die Datenerhebung des FiBL erfolgte im Rahmen der globalen Erhebung zum Biolandbau, die vom Schweizer Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO), dem Coop Fonds für Nachhaltigkeit, der NürnbergMesse und IFOAM – Organics International unterstützt wird.

Gäste: Helga Willer (FiBL), Diana Schaack (AMI)

Moderation: Adrian Krebs


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Abgefahren: Mikroplastik vom Autoreifen auf den Acker23 Feb 202400:27:07

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Circa 9.1 Billionen Tonnen Plastik wurden in den letzten 50 Jahren produziert. Mikroplastik lässt sich inzwischen fast überall finden, ob in unserem Trinkwasser, in den Urinproben von Kleinkindern oder auf dem Acker.


Die FiBL Forscherin Andrea Wiget erzählt uns in dieser Folge was Plastik bzw. Mikroplastik eigentlich ist, wie es entsteht und was die Problematik ist, wenn sich immer mehr davon in unserer Umwelt befindet. Im Rahmen eines vom Bundesamt für Landwirtschaft finanzierten Projektes hat Andrea Reifenabrieb in Böden entlang von Landstrassen untersucht. In der Schweiz stammen 60% (nach einer neuen Studie der EMPA sogar bis zu 90%) des Mikroplastik von Reifenabrieb. Pro Kopf und Jahr sind das über 1kg Reifenabrieb.

 

Eine ungekürzte Fassung mit ausführlichem Methodenteil könnt ihr unter diesem Link  oder unter unserem Podcast Kanal FiBL Collaboration finden. Dort könnt ihr ab Minute 13.05 wieder einsteigen.

In diesen zusätzlichen 5 Minuten erklärt Andrea, wie sie genau ihren Versuch durchgeführt hat und welche anderen Möglichkeiten es noch gibt, Reifenabrieb bzw. Mikroplastik im Boden zu identifizieren und zu messen.

 

Bei Fragen, Anregungen oder Kritik meldet euch bei uns. Schreibt uns eine E-Mail oder schreibt uns Kommentare auf Youtube oder Instagram Bis zum nächsten Mal, wir freuen uns auf euch, euer FiBL-Focus-Team.

Folge 62 / 27min und 07sec 

 

Gast: Andrea Wiget (FiBL)

Moderation: Anke Beermann

 

Weiterführende Informationen:

FiBL - Mikroplastik aus Strassenverkehr und Biogasgülle im Boden

Tyre wear particles in soils alongside different roads in the Canton of Solothurn - Poster (orgprints.org)

Production, use, and fate of all plastics ever made | Science Advances

EMPA Studie zum Reifenabrieb in der Schweiz


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Transformation der Landwirtschaft - Ein Interview mit Jürn Sanders08 Feb 202400:20:20

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In dem aktuellen Podcast könnt ihr den neuen Kopf des FiBLs, Jürn Sanders, kennenlernen. Er ist seit Oktober der Vorsitzende der Geschäftsleitung. Mit Vanessa Gabel spricht er über die Landwirtschaft der Zukunft.

Die Landwirtschaft muss sich verändern- «Transformieren».  Das hören wir immer und immer wieder, aber warum und was bedeutet das genau? Fleischsteuer, Internalisierung externer Effekte und damit wahre Kosten für landwirtschaftliche Produkte auf der einen Seite. Auf der anderen Seite mehr Transparenz und Verlässlichkeit von Seiten der Politik, Rückgewinnung von Vertrauen. Jürn teilt seine Gedanken dazu und erklärt welche Rolle das FiBL bei diesem Prozess einnehmen kann. 

Gast: Jürn Sanders

Redaktion: Vanessa Gabel

 

Weiterführende Informationen:

https://www.fibl.org/de/

https://www.fibl.org/de/ueber-uns/team/sanders-juern


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Hoftötung – Eine Landwirtin erzählt | Schweizerdeutsch26 Jan 202400:30:22

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Esther Achermann, stellvertretende Betriebsleiterin vom Betrieb Dietisberg erzählt im Gespräch mit FiBL Expertin Milena Burri weshalb sie ihre Tiere nicht mehr lebendig in den Schlachthof transportieren möchte. 

Ab 1. Februar wird die Frist zwischen Tötung auf dem Hof und Ausweiden im Schlachtbetrieb durch den Bund von 45 auf 90 Minuten erhöht. Dies ermöglicht auch abgelegenen Betrieben ihre Tiere auf dem Hof zu töten. Damit bleibt den Tieren der Stress beim Transport und am Schlachthof erspart. 

In dieser Folge besprechen Esther Achermann, stellvertretende Betriebsleiterin vom Dietisberg und die FiBL Expertin Milena Burri, wie auf dem Betrieb Dietisberg Hoftötungen durchgeführt werden. Sie geben einen Einblick in die Prozesse und Voraussetzungen, die für das Töten von Tieren auf dem Hof notwendig sind. 

Des Weiteren beleuchten sie die Vorteile, die sich aus Hoftötungen ergeben. Durch die Möglichkeit, Tiere direkt auf dem Hof zu schlachten, können Stress und Transport vermieden werden, was sich positiv auf das Tierwohl auswirkt. Dies wiederum kann die Qualität des Fleisches verbessern, da stressbedingte Hormonausschüttungen vermieden werden, welche die Fleischqualität beeinträchtigen können.

Die beiden Podcastgästinnen skizzieren auch Pläne für die Weiterentwicklung der Hoftötung auf dem Betrieb Dietisberg. Früher führte ein Dienstleister alle Arbeiten aus. Diese Methode der Hoftötung erweist sich als sehr praktisch für neu einsteigende Betriebe, hat aber den Nachteil, dass die Tiere vorab trainieren müssen, auf die Plattform der mobilen Schlachteinheit zu gehen. In Zukunft soll der betriebseigene Metzger alle Schritte der Tötung durchführen. Mit der Installation eines speziellen Fressgitters können die Tiere nun am gewohnten Fressplatz und in Sichtkontakt zu ihren Artgenossen betäubt werden. 

Diese Podcastfolge beantwortet wichtige Fragen zum Thema Hoftötung und bietet einen guten Einstieg in die Thematik. Betriebe, die sich zum Thema Hoftötung beraten lassen wollen, dürfen sich gerne direkt bei Milena Burri melden.

Gästinnen:
Ester Achermann, Dietisberg Wohnen & Werken, dietisberg.ch
Milena Burri, Departement für Nutztierwissenschaften, FiBL Schweiz

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Können Pflanzen um Hilfe rufen?12 Jan 202400:35:13

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Pflanzen können nicht vor Fressfeinden flüchten. Aber sie können mit Duftstoffen die Feinde ihrer Feinde anlocken. Für diese Erkenntnis hat Ted Turlings die höchste wissenschaftliche Auszeichnung der Schweiz erhalten. Gemeinsam mit der FiBL Forscherin Lara Reinbacher bespricht er, wie sich seine Erkenntnisse nutzen lassen, um Anbausysteme resilienter zu machen.

Der Universitätsprofessor Ted Turlings hat 2023 den renommierten Marcel-Benoist-Preis für seine langjährige Forschungsarbeit zur Pflanzen-Tier Kommunikation erhalten. Er erzählt von seiner Entdeckung als Doktorand, dass Maispflanzen Duftstoffe produzieren, wenn sie von Raupen angefressen werden. Diese Duftstoffe locken Schlupfwespen an, die ihre Eier in die Raupen legen und sie damit abtöten. 

Anwendungen in der Landwirtschaft

Gemeinsam mit Lara Reinbacher, Forscherin am FiBL, beschreibt er nachhaltige Ansätze zur Schädlingsbekämpfung in der Landwirtschaft. Dazu gehören die Nutzung von Duftstoffen zur Anlockung von Nützlingen, die Schaffung von Lebensräumen für natürliche Gegenspieler und die Verwendung von biologischen Produkten wie Fadenwürmern zur Bekämpfung von Schädlingen.

Herausforderungen und Zukunftsperspektiven

Gemeinsam mit seinem Forschungsteam entwickelt Ted Turlings Sensoren und Roboter, welche die Pflanzen kontinuierlich überwachen und bei Schädlingsbefall Warnungen an die Landwirte senden können. Diese Technologie könnte auch dazu verwendet werden, biologische Bekämpfungsmittel wie Fadenwürmer mit einem speziell dafür entwickelten Gel, gezielt einzusetzen. Herausforderung bei der Umsetzung der Forschungsergebnisse ist unter anderem das teure Zulassungsverfahren biologischer Produkte. Deshalb dürfen trotz technischer Innovationen die Diversifizierung der Landwirtschaft und die Anpassung der Methoden an verschiedene Regionen und Bedürfnisse nicht vernachlässigt werden. 

Welche Visionen Lara Reinbacher und Ted Turlings für die Zukunft der Schädlingsbekämpfung teilen, ist in dieser Podcastfolge zu hören. 

Gäst*innen:

M. Sc. Lara Reinbacher, Gruppe Pflanzenschutz – Entomologie & Agrarökologie am FiBL Schweiz 

Univ.-Prof. für chemische Ökologie Ted Turlings, Université de Neuchâtel

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Wiederkäuer füttern mit heimischem Futter: Wie umsetzen?22 Dec 202300:29:35

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Die 2022 eingeführten Fütterungsrichtlinien von Bio Suisse verursachen Unmut bei einigen Milchviehhaltenden. FiBL Tierarzt Christophe Notz kontert «Bio ist keine Pflicht». In dieser Folge erklärt er, weshalb die Richtlinien dem Bio- und Kreislaufgedanken entsprechen.

Seit 1. Januar 2022 dürfen Wiederkäuer auf Betrieben mit dem Schweizer Bio Suisse Label Knospe nur noch 5 % Kraftfutter in der Jahresration erhalten. Weiters muss das gesamte Futter aus Schweizer Knospe-Anbau stammen. Dies hat aber etliche Biomilchbetriebe auf dem falschen Fuss erwischt, denn es fehlte Knospe-Kraftfutter aus dem Inland. 

Um den Landwirt*innen entgegen zu kommen hat die Delegiertenversammlung im November beschlossen, den Tierhaltenden eine Übergangsfrist zu gewähren, in der sie gewisse Anteile des Kraftfutters noch importieren dürfen. Danach müssen sie ihre Milchviehherde und deren Fütterung angepasst haben, um weiterhin unter dem Knospe-Label produzieren zu dürfen.  

Weshalb der reduzierte Kraftfutteranteil nicht das Problem ist, sondern der Preis und die Verfügbarkeit der heimischen, zugekauften Proteinkomponenten, beschreibt der FiBL Experte Christophe Notz in dieser Podcastfolge.  

Gast

Christophe Notz, FiBL Schweiz: christophe.notz@fibl.org, +41 (0)62 865-7285 

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3.5% Biodiversitätsförderfläche auf dem Acker -Stimmen zur neuen Verordnung (Teil 2)08 Dec 202300:23:03

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Eine neue Verordnung für die Landwirtschaft hat in der Schweiz bereits für einige Kontroverse gesorgt. Ab dem nächsten Jahr sollen Betriebe auf einem kleinen Teil ihrer Ackerfläche Biodiversitätsförderflächen einrichten.

Die neue Verordnung sieht vor, dass ein Betrieb, der mehr als 3 ha offene Ackerfläche in der Tal- und Hügelzone bewirtschaftet, mindestens 3.5 % der Fläche als Biodiversitätsförderflächen ausweisen muss. Wegen dem Ukrainekrieg und der damit einhergehenden Angst vor Versorgungsengpässen wurde die Vernehmlassung nicht schon wie ursprünglich geplant in 2023 eingeführt, sondern gilt nun wahrscheinlich ab dem kommenden Jahr 2024. 

In der aktuellen Folge hat Vanessa Gabel die Biodiversitätsberaterin Veronique Chevillat und den Landwirt Daniel Böhler eingeladen, um über dieses brisante Thema zu sprechen. Sie erklären uns in diesem zweiten Teil, welchen Mehrwert Biodiversitätsförderflächen erbringen können und wie sich Landwirtschaft und Biodiversität in Zukunft besser vereinbaren lassen.

Bei Fragen, Anregungen oder Kritik meldet euch bei uns. Schreibt uns eine E-Mail oder schreibt uns Kommentare auf Youtube oder Instagram. Bis zum nächsten Mal, wir freuen uns auf euch, euer FiBL-Focus-Team.

Folge 57 (3.5% Biodiversitätsförderfläche auf dem Acker-Stimmen zur neuen Verordnung) /Deutsch/Länge in 23mim. und 03Sek. 

 

Gäste/FiBL-Forschungsteam: Véronique Chevillat, Daniel Böhler (beide FiBL)

Moderation Gespräch/Gelesen von: Vanessa Gabel, FiBL

An- und Abmoderation: Anke Beermann, FiBL

Weiterführende Informationen:

www.agrinatur.ch
 https://www.youtube.com/watch?v=QlfQB77yXBA


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