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Explorez tous les épisodes du podcast Fernverbindung - Der Auslands-Podcast der taz

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Warum kämpfen Thailand und Kambodscha?31 Jul 202500:21:58
Thailand und Kambodscha kennen wir in Deutschland vor allem für ihre Strände und Kulturdenkmäler. Doch gerade dort eskaliert am 24. Juli 2025 ein seit Jahrzehnten schwelender Grenzkonflikt. Das Militär der beiden südostasiatischen Staaten beschießt sich gegenseitig mit schweren Waffen, mehr als 40 Menschen sterben, 300.000 werden zeitweise vertrieben. Seit Montag herrscht nun Waffenruhe. Doch warum das Ganze? Historische Rivalitäten zwischen dem ehemaligen Khmer-Reich und dem Königreich Siam mischen sich mit Streitigkeiten um mutmaßliche Glückspielinteressen und lukrativen Betrugszentren. Dazu kommt die zerbrochene Freundschaft zweier einflussreicher Politiker. Darüber, wer diese Männer sind, wie man sich als deutscher Journalist im thailändischen Alphabet zurechtfindet und warum die taz keine Kavallerie hat, unterhält sich taz-Auslandsredakteur Fabian Schroer mit taz-Südostasien-Korrespondent Robert Lenz. Diese Folge wurde aufgezeichnet am 30. Juli um 12 Uhr mitteleuropäischer Zeit.
Warum droht Trump Indien mit Strafzöllen?06 Aug 202500:17:59
Seit vergangener Woche ist klar, dass US-Präsident Trump auch seinen Partner Indien mit Strafzöllen in Höhe von 25 Prozent belegen will. Das Problem: Die USA sind nicht nur irgendein Handelspartner, sondern der größte Abnehmer von Waren aus Indien. 2024 exportierten indische Unternehmen Produkte im Wert von 87 Milliarden Dollar in die USA. Die Beziehungen zwischen Washington und Neu Delhi kriseln, Trump möchte den indischen Import von russischem Öl beschränken. Welche Rolle spielt russisches Öl für die indische Wirtschaft? Droht das Ende einer Männerfreundschaft zwischen Trump und Modi? Und welche konkreten Auswirkungen hat der Streit der Regierungschefs für die indische Bevölkerung? Darüber spricht taz-Auslandsredakteurin Anastasia Zejneli mit taz-Indien-Korrespondentin Natalie Mayroth. Diese Folge wurde aufgezeichnet am 06. August um 8 Uhr mitteleuropäischer Zeit.
Wie Griechenland mit Extremhitze und Waldbränden umgeht14 Aug 202500:24:37
Die Menschen in Südeuropa leiden unter Rekordhitzewerten von teilweise über 40 Grad – und das schon seit Wochen. Nahezu täglich gibt es Nachrichten zu neuen Waldbränden, die kaum oder nur sehr schwer unter Kontrolle zu bekommen sind. Auch in der Nähe von historischen Stätten brennt es, Wohnhäuser werden evakuiert, Campingplätze müssen geräumt werden. Griechenland ist neben anderen Ländern mit am stärksten betroffen. Welche Schutzmaßnahmen hat die griechische Regierung ausgegeben? Welche Ursachen gibt es für die Brände und wie werden die Feuer bekämpft? Und hat sich das Bewusstsein für die Klimakrise in Griechenland gewandelt? Schließlich steigen die Temperaturen seit Jahren an. Darüber spricht Tanja Tricarico, Leitung des Politik-Teams der wochentaz, mit taz-Griechenland-Korrespondent Ferry Batzoglou. Diese Folge wurde aufgezeichnet am 12. August um 12 Uhr mitteleuropäischer Zeit. Produktion: Daniel Fromm, redaktionelle Begleitung: Canset Icpinar
Was kommt nach der Linken in Bolivien?21 Aug 202500:23:52
Am vergangenen Sonntag haben die Menschen in Bolivien für einen neuen Präsidenten gestimmt. Dabei lag der Konservative Rodrigo Paz überraschend vorne. Paz wird im Oktober in einer Stichwahl gegen den Rechten Jorge Quiroga antreten. Quiroga hatte in der Vergangenheit Sympathien für Donald Trump bekundet. Profitieren konnte Rodrigo Paz von der Wirtschaftskrise in Bolivien. Die Linken, die lange an der Macht waren, wurden an der Urne abgestraft. Und ihre frühere Leuchtfigur, Ex-Präsident Evo Morales, hat sich mit ein paar Getreuen im Dschungel verschanzt. Was bedeutet die Wahl für das Land? Und wie will Paz Bolivien aus der Krise führen? Darüber spricht taz-Auslandsredakteur Leon Holly mit taz-Korrespondentin Katharina Wojczenko, die aus Bolivien berichtet. Diese Folge wurde aufgezeichnet am 19. August um 16 Uhr mitteleuropäischer Zeit. Produktion: Daniel Fromm, redaktionelle Begleitung: Canset Icpinar
Wieso setzt Trump die Nationalgarde ein?27 Aug 202500:19:06
Seit Sonntagabend ist die Nationalgarde in Washington DC nun auch noch bewaffnet. Die militärische Reserveeinheit war bereits seit zwei Wochen in der US-Hauptstadt unterwegs und soll, geht es nach Präsident Donald Trump in Kürze auch in anderen US-Großstädten wie Chicago oder Baltimore zum Einsatz kommen. Aber was bezweckt Trump mit der Stationierung? Offiziell begründet die US-Regierung ihre Schritte mit ausufernder Kriminalität und der gefährdeten öffentlichen Ordnung. Kritische Stimmen vermuten Einschüchterungsversuche demokratisch regierter Städte oder Schützenhilfe für die Abschiebebehörde ICE. Darüber, ob Trump das eigentlich darf, wie die Menschen in Washington mit den Soldat:innen auskommen, und was die Regierung eigentlich gegen Kriminalität in republikanischen Städten tut, spricht taz-Auslandsredakteur Fabian Schroer mit taz-US-Korrespondent Hansjürgen Mai. Diese Folge wurde aufgezeichnet am 26. August um 14 Uhr mitteleuropäischer Zeit.
Die Suche nach der Wahrheit im Gaza-Krieg03 Sep 202500:15:06
Am Montag setzten über 150 Medien weltweit ein Zeichen: mit geschwärzten Titelseiten erinnerten sie an den Internationalen Tag der Pressefreiheit – und an die prekäre Lage von Journalist*innen im Gazastreifen. Seit Beginn des Krieges im Oktober 2023 sind dort laut Reporter ohne Grenzen mehr als 200 Medienschaffende getötet worden. Doch der Krieg betrifft nicht nur die Pressefreiheit in Gaza. Auch Journalist*innen in Israel stehen vor großen Herausforderungen: Wie berichtet man über einen Ort, in den man selbst nicht reisen darf? Welche Einschränkungen gibt es für die Pressefreiheit in Israel – und wie verändert der Krieg die israelische Medienlandschaft? Darüber spricht Auslandsredakteurin Judith Poppe mit unserem Korrespondenten in Tel Aviv, Felix Wellisch. Diese Folge wurde aufgezeichnet am 02. September um 18 Uhr mitteleuropäischer Zeit.
Abschied aus Russland10 Sep 202500:28:37
Wie berichten Korrespondent*innen aus Ländern, die die Pressefreiheit enorm einschränken? Inna Hartwich lebte in Moskau als Journalistin und arbeitete unter anderem für die taz. Seit der Vollinvasion der Ukraine im Februar 2022 hat sich die Lage für Journalist*innen verschärft. Die Bevölkerung informiert sich vor allem aus dem staatlich kontrollieren Fernsehen, während der Kreml russische und auch ausländische Journalist*innen zu „ausländischen Agenten erklärt“ und sie damit in das Exil zwingt. Auch Inna Hartwich hat Moskau gemeinsam mit ihrer Familie verlassen. Wie sich der journalistische Alltag seit der Vollinvasion der Ukraine für sie verändert hat, welche Risiken sie für ihre Arbeit eingegangen ist und wie sich die russische Gesellschaft seit dieser Zäsur verändert hat, erzählt sie im Gespräch mit Auslandsredakteurin Anastasia Zejneli. Diese Folge wurde aufgezeichnet am 02. August um 14 Uhr mitteleuropäischer Zeit.
Wie frei sind die ersten Wahlen nach Assads Sturz in Syrien?17 Sep 202500:23:50
Rund neun Monate ist es her, dass Baschar al-Assad von der syrischen Opposition nach jahrelangem Bürgerkrieg gestürzt werden konnte. Ein Meilenstein sind die ersten Wahlen seit dem Fall des Diktators. Seit Montag werden regionale Wahlgremien gewählt, die ihrerseits einen Teil der Abgeordneten des neuen syrischen Parlaments bestimmen. Von einem historischen Ereignis ist an vielen Stellen die Rede. Doch wirklich freie und demokratische Wahlen, wie wir sie uns vorstellen, sind es nicht. Ein Grund dafür ist, dass nicht in allen Regionen und Provinzen gewählt werden darf. Julia Neumann, die im Libanon ansässig ist und in den vergangenen Wochen und Monaten viel zu und aus Syrien berichtet hat, gibt uns eine Einschätzung zu den aktuellen Wahlen. Einen besonderen Einblick vermitteln ihre Eindrücke aus Suweida im Südwesten Syriens, einer von der Minderheit der Drusen bewohnten Provinz, die nicht zu den Wahlen zugelassen ist. Wie ist es, als Reporterin immer wieder Menschen zu begegnen, die viel Leid erlebt haben, die versuchen, Menschenrechtsverletzungen zu dokumentieren und aufzuarbeiten? Was bedeuten Nähe und Distanz im Zusammenspiel mit journalistischer Professionalität? Auch darum geht es im Gespräch zwischen Westasien-Korrespondentin Julia Neumann und Tanja Tricarico aus dem Politik-Team der wochentaz. Diese Folge wurde aufgezeichnet am 16. September um 16 Uhr mitteleuropäischer Zeit.
Wie rechts sind die Niederlande?25 Sep 202500:18:22
Es begann am Wochenende in Den Haag als Demonstration gegen Migration. Doch dann wurden daraus heftige Ausschreitungen. Rechtsextreme Randalierer setzten ein Polizeifahrzeug in Brand und griffen ein Büro der sozialliberalen Partei D66 an. Mindestens zwei Polizisten wurden verletzt, 30 Personen wurden festgenommen. Sollten uns diese Ausschreitungen beunruhigen? Sind sie ein Warnsignal für eine weitere Radikalisierung in den Niederlanden? Und was bedeutet das für die Parlamentswahlen, die in rund einem Monat stattfinden werden? Darüber sprechen taz-Auslandsredakteurin Judith Poppe und der taz-Korrespondent in den Niederlanden, Tobias Müller in der aktuellen Folge der Fernverbindung. Diese Folge der Fernverbindung wurde aufgezeichnet am 23. September um 16 Uhr mitteleuropäischer Zeit.
Wie rettet man Menschen auf dem Mittelmeer?02 Oct 202500:26:09
2015 und 2016 waren die tödlichsten Jahre für Migranten und Migrantinnen auf dem Mittelmeer. Auch heute sterben jährlich tausende Menschen bei dem Versuch, über den Seeweg nach Europa zu kommen. Die Europäische Union will die Migration unbedingt unterbinden – dafür arbeitet sie auch mit der libyschen Küstenwache zusammen, die immer wieder Migranten misshandelt oder auf die Rettungsschiffe von Hilfsorganisationen schießt. Die NGOs bleiben - und retten Geflüchtete im Mittelmeer. taz-Auslandsredakteur Fabian Schroer konnte die Organisation Sea Watch rund zwei Wochen lang bei einem Einsatz begleiten. Dort hat er erlebt, wie die Crew Hilfsbedürftige aus dem Meer rettet, und wie bedrohlich der Kontakt mit der libyschen Küstenwache sein kann. Darüber spricht er in dieser Folge der Fernverbindung mit seinem taz-Kollegen im Auslandsressort, Leon Holly. Diese Folge wurde aufgezeichnet am 1. Oktober um 8 Uhr mitteleuropäischer Zeit.
Schafft es Frankreich aus der Regierungskrise?10 Oct 202500:17:47
Chaostage in Frankreich: Premier Sébastien Lecornu ist nach nur vier Wochen zurückgetreten. Damit ist Frankreich - eine der treibenden Kräfte in Europa - erneut in eine veritable Regierungskrise geschlittert. Was genau ist in Frankreich los? Gibt es eine Lösung in naher Zukunft? Welche Rolle spielt eigentlich der französische Präsident Emmanuel Macron? Und kann die Linke Hoffnungsträger in der aktuellen Regierungskrise sein? Rudolf Balmer, langjähriger taz-Frankreich-Korrespondent spricht in dieser Folge der Fernverbindung mit Tanja Tricarico aus dem Politik-Team der wochentaz darüber, wie es zu dieser Krise kommen konnte und warum die Menschen in Frankreich kein Vertrauen mehr in die politischen Akteure haben. Dabei gibt es gewaltige gesellschaftliche Probleme, die unmittelbare Folgen für die Bevölkerung haben. Ganz oben auf der Agenda steht die Rentenreform. Diese Folge wurde aufgezeichnet am 9. Oktober 2025 um 17 Uhr mitteleuropäischer Zeit.
Droht eine Eskalation zwischen Pakistan und Afghanistan?15 Oct 202500:19:24
Droht ein neuer Konflikt an der Grenze zwischen Pakistan und Afghanistan? Am vergangenen Wochenende kam es zu einem Luftangriff in Kabul, der schwere Gefechte an der Grenzregion zu Pakistan auslöste. Sowohl das pakistanische Militär als auch die Taliban sprechen von verschiedenen Opferzahlen. Die Taliban erklärten am Sonntag, 58 pakistanische Soldaten getötet zu haben. Die pakistanische Armee sprach von 23 getöteten Soldaten auf ihrer Seite, aber mehr als 200 getöteten Taliban. Nachdem Saudi-Arabien und Katar interveniert haben, stoppten die Kämpfe in der Nacht auf Sonntag vorerst. Doch die Lage bleibt volatil. Über die Konsequenzen für die Region und auch für Deutschland spricht taz-Redakteurin [Anastasia Zejneli](https://taz.de/Anastasia-Zejneli/!a139397/) mit Afghanistan-Experte [Thomas Ruttig](https://taz.de/Thomas-Ruttig/!a23570/) in der Fernverbindung, dem Auslandspodcast der Taz. Diese Folge wurde aufgezeichnet am 14. Oktober um 16 Uhr mitteleuropäischer Zeit.
Bringt die Wahl in Nordzypern die Wiedervereinigung?23 Oct 202500:18:40
Ein politischer Umbruch auf Zypern: Bei den Präsidentschaftswahlen im Norden der geteilten Mittelmeerinsel hat der proeuropäische Oppositionskandidat der sozialdemokratischen CTP überraschend klar gewonnen – mit 62,8 Prozent im ersten Wahlgang. Der vom türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdoğan unterstützte Amtsinhaber Ersin Tatar kam nur auf 35,8 Prozent. Heute ist der Norden der Insel diplomatisch isoliert. Die Türkei erkennt Nordzypern als einziges Land weltweit an, die wirtschaftliche Lage ist schlecht. Die Nordzyprioten sehnen sich nach poliischem Wechsel. Nun könnte mit Erhürman frischer Wind in die festgefahrene Zypernfrage kommen. Was bedeutet dieser Wahlsieg des proeuropäischen Reformers für die Zukunft der Insel? Welche Rolle spielen die wirtschaftlichen Sorgen der Nordzyprioten? Und wie reagiert die Türkei auf den Machtwechsel in ihrem Einflussgebiet? Darüber spricht Auslandsredakteur Fabian Schroer mit Türkeikorrespondent Jürgen Gottschlich in der neuen Folge Fernverbindung - dem Auslandspodcast der taz. Diese Folge wurde aufgezeichnet am 22. Oktober um 17:30 Uhr mitteleuropäischer Zeit.
Der überraschende Wahlsieg des Javier Milei29 Oct 202500:28:44
Bei den Kongresswahlen in Argentinien ist die Partei des rechten Präsidenten Javier Milei überraschend deutlich als Sieger hervorgegangen. Die Opposition dagegen konnte nicht von den sozialen Verwerfungen im Land profitieren. Und die sind mannigfaltig, seit Milei seinen neoliberalen Kurs in die Tat umsetzt. So bringt seine Sparpolitik vor allem die ärmsten Schichten der Gesellschaft in Gefahr, während US-Präsident Donald Trump die Wirtschaft mit einem Währungstausch am Leben halten will. Gleichzeitig rechnen viele Argentinier es Milei an, dass es ihm gelungen ist, die vor zwei Jahren noch extrem hohe Inflation zu drücken. Doch gegen die Austeritätsmaßnahmen formiert sich immer wieder Protest. Wie verändert Mileis Wirtschaftspolitik das Leben der Menschen in Argentinien? Wo regt sich Widerstand? Und was haben die vier Hunde des Präsidenten damit zu tun? Über diese Fragen spricht der taz-Auslandsredakteur Leon Holly mit Argentinienkorrespondent Jürgen Vogt. Diese Folge wurde aufgezeichnet am 28. Oktober um 17 Uhr mitteleuropäischer Zeit.
Drohnen über Litauen und Polen - wie geht die Bevölkerung mit der Bedrohung um?05 Nov 202500:21:38
Nach wir vor tobt der russische Angriffskrieg auf die Ukraine, auch wenn das Thema derzeit in den Nachrichten wenig Beachtung findet. Militärisch scheint die Lage verfahren und von Verhandlungen über eine Waffenruhe oder einen wie auch immer gearteten Frieden sind wir derzeit weit entfernt. Zugleich ist die Bedrohungslage in den angrenzenden Ländern, besonders in Polen oder den baltischen Staaten enorm hoch. In den vergangenen Wochen berichteten wir in der taz mehrfach über die unterschiedlichsten Formen der hybriden Kriegsführung. Dazu zählen Drohnenüberflüge und andere Verletzungen des Luftraums. Was bedeutet das für die Menschen vor Ort? Was heißt dies für die Solidarität in den EU- und Nato-Staaten, sowie für die betroffenen Staaten, insbesondere Polen oder Litauen? Darüber sprechen taz-Redakteurin Anastasia Zejneli, die sich derzeit in Warschau aufhält, und Tanja Tricarico, Teamleitung der Politik in der wochentaz, in der aktuellen Folge der Fernverbindung. Diese Folge wurde aufgezeichnet am 4. November 2025 um 13 Uhr mitteleuropäischer Zeit.
Was bewegt die junge Linke in Chile?20 Nov 202500:14:56
In Chile hat am vergangenen Sonntag die linke Kandidatin Jeannette Jara die erste Runde der Präsidentschaftswahl mit 27 Prozent der Stimmen für sich entschieden – vor allem auch mit den Stimmen junger Menschen. Die folgende Stichwahl zu gewinnen, wird jedoch nicht leicht, denn das rechte Lager ist stark. Der zweitplatzierte José Antonio Kast, ein Rechtsextremer, der die Diktatur unter Augusto Pinochet verherrlicht, punktet in der Bevölkerung mit Stimmungmache gegen Migrant:innen, dem Thema Sicherheit und der Angst vor wirtschaftlichem Abstieg. Was ist aus dem Erbe des sozialistischen Präsidenten Salvador Allende geworden? Was bewegt heute junge Linke im Land? Wieso begeistern sich auf der anderen Seite noch immer Menschen für Ideen des ehemaligen Diktators Pinochet? Und was muss Jeannette Jara nun tun, um die Stichwahl am 14. Dezember für sich zu entscheiden? Darüber spricht taz-Auslandsredakteur Fabian Schroer mit Sophia Boddenberg, die für die taz aus Chile berichtet, in der aktuellen Folge der Fernverbindung. Diese Folge wurde aufgezeichnet am 18. November 2025 um 16:30 Uhr mitteleuropäischer Zeit.
Nach dem Massaker in El Fasher - worum geht es im Bürgerkrieg in Sudan?13 Nov 202500:20:53
In Sudan herrscht seit mehr als zwei Jahren ein blutiger Bürgerkrieg – doch international bekommt er kaum Aufmerksamkeit. Jetzt aber richtet sich der Blick der Welt auf eine Stadt: El Fasher. Dort hat die Miliz Rapid Support Forces, kurz RSF, Ende Oktober die Kontrolle übernommen – und dabei ein furchtbares Massaker verübt. Die Hintergründe dieses Krieges sind komplex. In dieser Folge wollen wir erklären, worum es in diesem Krieg überhaupt geht – aber auch von den Menschen erzählen, die überlebt haben: von denen, die aus El Fasher fliehen konnten. Darüber spricht taz-Auslandsredakteurin Judith Poppe mit Simone Schlindwein, der Afrika-Korrespondentin der taz in der aktuellen Folge der Fernverbindung, dem Auslands-Podcast der taz. Diese Folge wurde aufgezeichnet am 12. November 2025 um 14.00 MEZ.
Regieren die rechten Schwedendemokraten bald offiziell mit?27 Nov 202500:17:33
Lange galt Schweden als Land mit liberaler Migrationspolitik, besonders im Vergleich zum Nachbarstaat Dänemark. Doch in den letzten Jahren geht der Kurs in Richtung Abschottung. Das liegt auch an der Stärke der rechtspopulistischen Schwedendemokraten, die zwar offiziell nicht Teil der Regierung sind, die schwedische Politik aber dennoch mitbestimmen. Sie tolerieren die Minderheitsregierung und treffen Absprachen mit ihr. Vergangenes Wochenende ist der schwedische Ministerpräsident Ulf Kristersson, ein Politiker der Moderaten Partei, auf einem Parteitag der Schwedendemokraten aufgetreten. Die Rechten formulieren derweil ihren Kurs: Nach der nächsten Wahl in knapp einem Jahr wollen sie auch offiziell Teil der Regierung sein. Was bedeutet das für das Land, und für die Menschen? Darüber sprechen taz-Auslandsredakteur Leon Holly und Skandinavien-Korrespondentin Anne Diekhoff in der aktuellen Folge der Fernverbindung. Diese Folge wurde aufgezeichnet am 16. November 2025 um 14 Uhr mitteleuropäischer Zeit.
Das Venezuela-Rätsel - Was will Trump in der Karibik?04 Dec 202500:22:14
US-Präsident Donald Trump tritt seit Wochen extrem aggressiv gegenüber Venezuela auf – und macht das Land für Drogenschmuggel in ganz großem Stil verantwortlich. US-Streitkräfte attackieren immer wieder Boote angeblicher Schmuggler in der Karibik. Es gab bereits Dutzende Tote. Und Trump hat ein Ultimatum gegen den venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro ausgesprochen. Dieser soll mit seiner Familie das Land verlassen – und so einen Regimewechsel ermöglichen. Was will Trump in der Karibik? Kommt es gar zu einem Krieg angesichts des massiven Aufgebots von US-Streitkräften? Was bedeutet das für die Menschen vor Ort in Venezuela, in Kolumbien und den angrenzenden Ländern? Darüber spricht Tanja Tricarico, Leiterin des Politik-Teams in der wochentaz, mit taz-Korrespondentin Katharina Wojczenko. Diese Folge wurde aufgezeichnet am 3. Dezember 2025 um 15 Uhr mitteleuropäischer Zeit.
Wie hoffnungsvoll ist die Situation in Syrien?10 Dec 202500:16:02
Feuerwerke, Militärparaden und Jubel. So sah es am Montag in Syrien aus, denn da feierten Hunderttausende den ersten Jahrestag nach dem Sturz von Baschar al-Assad. Das Assad-Regime hat die syrische Bevölkerung mehr als 50 Jahre mit großer Brutalität unterdrückt und terrorisiert. Vor einem Jahr wurde al-Assad von oppositionellen Rebellen gestürzt – unter der Führung von Ahmed al-Scharaa, der jetzt als Übergangspräsident die Geschicke des Landes lenkt. Doch es ist kein Geheimnis, dass al-Scharaa einst al-Qaida beitrat, wenn er sich auch später von der jihadistischen Ideologie distanzierte. Ein Jahr später steht nun noch immer die Frage im Raum: Wird Syrien jetzt zu einer Demokratie? Oder kommt das Land vom Regen in die Traufe, und gerät möglicherweise gar in eine neue – diesmal islamistische – Diktatur? Nur Jubel also in diesen Tagen – oder auch Sorge? Über diese Fragen und weitere spricht Auslandsredakteurin Judith Poppe mit der taz-Korrespondentin Julia Neumann. Diese Folge wurde aufgezeichnet am 09. Dezember 2025 um 11 Uhr mitteleuropäischer Zeit.
Wie kämpft Japans Jugend gegen die Überarbeitung?18 Dec 202500:24:45
⚠️ Triggerwarnung: In dieser Folge geht es unter anderem um Suizid, wenn Ihr euch nicht sicher seid, wie gut ihr mit dem Thema umgehen könnt, hört die Folge lieber nicht oder zumindest nicht allein. Inzwischen ist dies auch vielen Menschen in Deutschland bekannt: In Japan gibt es ein Wort, das so viel bedeutet, wie „Tod durch Überabeitung“: „Karoshi“. Als eben dies wurde der Suizid von Matsuri Takahashi bewertet, die am 24. Dezember 2015 vom Dach des Firmeneigenen Wohnheims des japanischen Werbekonzerns Dentsu sprang. Seitdem hat sich in Japan einiges verändert. Durch Ex-Premier Shinzo Abe angestoßene Reformen deckelten die wöchentlichen Arbeitszeiten und sollten den „Arbeitsstil“ modernisieren. Die junge Generation will nicht mehr von morgens bis spätabends im Büro sitzen, auch Frauen behaupten nach und nach ihren Platz in der Berufswelt. Doch vieles ist noch zu tun. Wie tief ist Japans Arbeitskultur in der Gesellschaft verwurzelt? Was hat das mit traditionellen Geschlechterrollen zu tun? Und wie wirksam ist der Widerstand der jungen Generation? Darüber spricht taz-Auslandsredakteur Fabian Schroer mit dem Japan-Korrespondenten der taz, Martin Fritz, in der neuen Folge der Fernverbindung. Diese Folge wurde aufgezeichnet am 18. Dezember 2025 um 9.30 Uhr mitteleuropäischer Zeit. Haben Sie suizidale Gedanken? Bitte wenden Sie sich an die nächste psychiatrische Klinik oder rufen Sie in akuten Fällen den Notruf unter 112. Eine Liste mit weiteren Angeboten finden Sie unter taz.de/suizidgedanken.
Können die Proteste in Iran das Regime stürzen?07 Jan 202600:20:53
Seit Tagen gehen die Menschen in Iran wieder auf die Straße. Auslöser der aktuellen Proteste sind die enorm hohen Lebenshaltungskosten, doch es handelt sich um weit mehr als Widerstand gegen die desolate wirtschaftliche Lage im Land. Die Proteste sind vielmehr ein klares Zeichen gegen das autoritäre Regime der Islamischen Republik. Wenig überraschend reagiert das Regime mit Repression. Dutzende Menschen sind tot, Hunderte wurden festgenommen in den vergangenen Tagen. Wie nachhaltig sind die Proteste? Wie ergeht es der Zivilgesellschaft? Wie steht es um die Solidarität der Weltgemeinschaft? Und wie funktioniert Berichterstattung über die Protestbewegung? Darüber spricht Tanja Tricarico, Leitung des Politik-Teams der wochentaz, mit der Journalistin Daniela Sepehri, die regelmäßig für die taz zu Iran berichtet, in der neuen Folge der Fernverbindung. Diese Folge wurde aufgezeichnet am 6. Januar 2026 um 17 Uhr mitteleuropäischer Zeit.
Wie leistet Minneapolis Widerstand gegen ICE?14 Jan 202600:22:35
Vergangene Woche haben Beamte der US-Abschiebebehörde ICE in Minneapolis eine Frau erschossen – die Videos verbreiteten sich rasend schnell. Nach der Tötung von Renée Good am helllichten Tage demonstrierten Zehntausende gegen das brutale Vorgehen von ICE, in etlichen US-Städten, aber vor allem auch in Minneapolis selbst. Sie fordern ein Ende der brutalen Suchaktionen nach Migranten, die in den USA vor allem liberale Gegenden treffen. In Minneapolis wappnen sich die Menschen derzeit zum Widerstand gegen Trumps Politik. Während viele sich ICE auf friedliche Weise in den Weg stellen sollen, gibt es aber auch einige, die sich bereits von einem drohenden Bürgerkrieg sprechen. Der taz-Autor Sebastian Moll ist am vergangenen Wochenende nach Minneapolis gefahren, um mit jenen zu sprechen, die Widerstand leisten. Was er dort gehört und erlebt hat, erzählt er Auslandsredakteur Leon Holly in der neuen Folge der Fernverbindung. Diese Folge wurde aufgezeichnet am 13. Januar 2026 um 15 Uhr mitteleuropäischer Zeit.
Warum will Ugandas Führung Bobi Wine aus dem Weg schaffen?23 Jan 202600:29:18
Bobi Wine ist auf der Flucht. Der Musikstar und Oppositionspolitiker unterlag vergangene Woche bei der Präsidentschaftswahl in Uganda, aus welcher der seit 40 Jahren regierende Staatschef Yoweri Museveni als Sieger hervorging. Wines Anhänger sprechen von Wahlbetrug. Seitdem wird er gejagt vom Sohn des Präsidenten, Ugandas Armeechef Muhoozi Kainerugaba, genannt Muhoozi, der ihm nach dem Leben trachtet. Der Streit zwischen Bobi Wine auf der einen Seite und dem 81-jährigen Museveni und Muhoozi auf der anderen ist ein Kampf jung gegen alt, arm gegen reich, Wandel gegen Establishment. Wieso hat Ugandas politische Führung so große Angst vor dem „Ghetto President“? Was sieht die junge Generation in Bobi Wine? Und wie geht es jetzt mit ihm weiter? Darüber spricht taz-Korrespondentin Simone Schlindwein mit taz-Auslandsredakteur Fabian Schroer in der neuen Folge der Fernverbindung. Diese Folge wurde aufgezeichnet am 22. Januar 2026 um 10 Uhr mitteleuropäischer Zeit.
Bringen die Epstein-Files Donald Trump zu Fall?06 Feb 202600:21:07
Über drei Millionen Seiten Text, tausende Videos und zehntausende Fotos aus den Akten über Sexualstraftäter Jeffrey Epstein hat das US-Justizministerium seit letzter Woche veröffentlicht. Neben weiteren Details über bereits bekannte Namen enthüllen die nun veröffentlichten Files viel Widerwärtiges aus Epsteins Karriere und aus dem Mailverkehr mit seinen Kontakten. Konkrete Beweise für weitere Straftaten wurden aber bislang nicht gefunden. Für US-Präsident Donald Trump könnten die Akten dennoch gefährlich werden. Denn nicht nur Elon Musk und Microsoft-Gründer Bill Gates sind darin vertreten, auch Trumps Name kommt über tausendmal vor. Der US-Präsident hatte sich lange vor der Veröffentlichung gesperrt. Genau das könnte ihn die Unterstützung seiner MAGA-Bewegung kosten. Was läuft falsch bei der Aufarbeitung des Skandals um Jeffrey Epstein? Werden Trumps Verschwörungsmythen ihm jetzt selbst zum Verhängnis? Und was sagen uns die veröffentlichten Akten überhaupt? Darüber spricht taz-Auslandsredakteur Fabian Schroer mit US-Korrespondent Hansjürgen Mai, der für die taz aus Washington berichtet, in der neuen Folge der Fernverbindung. Diese Folge wurde aufgezeichnet am 4. Februar 2026 um 16.30 Uhr mitteleuropäischer Zeit.
Wie geht es den Menschen in Grönland im Konflikt mit den USA?29 Jan 202600:18:23
Grönland ist die größte Insel der Erde und autonomes Gebiet des Königreichs Dänemark. Etwa 80 Prozent der Fläche sind mit Eis bedeckt und gerade mal rund 56.000 Menschen leben dort. US-Präsident Donald Trump will die Insel in der Arktis "haben" - aus geopolitischen Gründen, aus wirtschaftlichen Interessen heraus – und vor allem wohl auch um US-amerikanisches Territorium zu erweitern. Wie geht eigentlich die grönländische Bevölkerung mit den Annektionsfantasien Trumps um? Ungeachtet dessen, dass der US-Präsident in der vergangenen Woche in Davos verkündigte, dass es zu keiner gewaltsamen Übernahme kommen wird. Wie lebt es sich, wenn ganz plötzlich ihre Insel in die Schlagzeilen katapultiert wird? Wie ist die Stimmung vor Ort? Darüber spricht Tanja Tricarico, Leitung des Politik-Teams der wochentaz, mit taz-Auslandsredakteur Leon Holly, der derzeit in Grönlands Hauptstadt Nuuk recherchiert. Diese Folge wurde aufgezeichnet am 28. Januar 2026 um 11.30 Uhr mitteleuropäischer Zeit.
Wird Italien das neue Ungarn? 12 Feb 202600:20:48
Ende 2022 war die Aufregung um Italien groß. Giorgia Meloni, die italienische Postfaschistin, fuhr mit ihrer Partei Fratelli d’Italia einen Erdrutschsieg ein, gemeinsam mit dem rechtspopulistischen Lager und wurde als erste Frau Italiens Ministerpräsidentin. EU-Politiker*innen sorgten sich, dass Meloni die EU zerstören könnte, auf der Straße fragten sich die Menschen, was die rechteste Regierung der Nachkriegszeit für Italien bedeutet. Von einem „traurigen Tag für Italien und Europa“ sprachen einige Medien. Für die allermeisten Europäer*innen war klar: Meloni ist eine Bedrohung für das demokratische Europa. Heute aber ist von der Panik kaum noch was zu spüren. Meloni gibt sich staatstragend, versteht sich ausgezeichnet mit EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und Bundeskanzler Friedrich Merz. Ihre Innenpolitik aber wird gerne vergessen. Dabei strebt Meloni mit einer sogenannten „Justizreform“ nun einen großangelegten Umbau des Justizsystems an. Alles also nicht so schlimm? Oder wird Italien doch das neue Ungarn? Darüber sprechen in dieser Folge der Fernverbindung Michael Braun, Korrespondent in Italien, und Judith Poppe, Redakteurin im Auslandsressort der taz. Diese Folge wurde aufgezeichnet am 10. Februar 2026 um 15.30 Uhr mitteleuropäischer Zeit.
Studiproteste und Islamismus in Bangladesch - wie geht das zusammen?19 Feb 202600:21:28
2024 hatte die Gen-Z-Bewegung in Bangladesch noch gegen Vetternwirtschaft, Korruption und Demokratieabbau demonstriert und die autoritäre Premierministerin Sheikh Hasina aus dem Land gejagt. Bei den jüngsten Parlamentswahlen kooperierte sie mit der islamistischen Partei Jamaat-e-Islami. Die kam vergangene Woche auf etwa ein Drittel der Stimmen und wurde zweitstärkste Kraft – ein historisch gutes Ergebnis in Bangladesch, das eigentlich für seinen liberalen Islam bekannt ist. Wieso entscheiden sich junge gebildete Menschen dazu, mit Islamisten zu paktieren? Sind die Studierenden mit ihren Protesten gescheitert? Und in welche Richtung steuert Bangladeschs Gesellschaft? Über diese Fragen spricht taz Auslandsredakteur Fabian Schroer mit taz-Südasienkorrespondentin Natalie Mayroth in der neuen folge der Fernverbindung. Diese Folge wurde aufgezeichnet am 19. Februar 2026 um 16.30 Uhr mitteleuropäischer Zeit.
Wie kann Mexiko die Kartelle bekämpfen?25 Feb 202600:29:51
Am Wochenende erlebte Mexiko eine Welle der Gewalt. Das Kartell Jalisco Nueva Generación zündete Fahrzeuge und Geschäfte an und blockierte Straßen in mehreren Landesteilen. Es war die Antwort auf die Tötung ihres Chefs Nemesio Oseguera Cervantes, auch „El Mencho“ genannt. Die Unruhen brachten die Kartelle in die Schlagzeilen, und zeigten aufs Neue: Mit ihren mafiösen Strukturen haben sie weite Teile Mexikos tief durchdrungen. Der taz-Autor Wolf-Dieter Vogel hat lange Zeit in Mexiko gelebt und vor Ort immer wieder zu den verbrecherischen Machenschaften der Kartelle recherchiert. In der aktuellen Folge der Fernverbindung spricht er mit taz-Redakteur Leon Holly über die Gründe für ihre Macht – und wie der Staat dagegen vorgehen kann. Wie unterscheidet sich die Politik der linken Präsidentin Claudia Sheinbaum von der ihres Vorgängers? Und welche Rolle spielen die USA? Diese Folge wurde aufgezeichnet am 24. Februar 2026 um 17.30 Uhr mitteleuropäischer Zeit.
Was können wir von Kolumbiens Feminist*innen lernen?04 Mar 202600:20:19
Kolumbien hat eines der progressivsten Abtreibungsgesetze weltweit: Seit 2022 sind Schwangerschaftsabbrüche bis zur 24. Woche straffrei. Es ist ein Erfolg der feministischen „grünen Welle“ und des Bündnisses „Causa Justa“. Doch die Realität bleibt widersprüchlich: Hunderte Femizide pro Jahr, Gewalt gegen trans* Personen und Diskriminierung, besonders gegenüber armen, afrokolumbianischen und indigenen Frauen. Hinzu kommt die Geschichte eines jahrzehntelangen Bürgerkriegs, in dem sexualisierte Gewalt systematisch eingesetzt wird. Welche Rolle spielen diese Themen in den kommenden Wahlen? Und: Wie progressiv ist Kolumbien wirklich? Darüber sprechen taz-Auslandsredakteurin Anastasia Zejneli und Kolumbien-Korrespondentin Katharina Wojczenko aus Bogotá. Sie diskutieren feministische Erfolge, gesellschaftliche Rückschläge und die politische Lage unter Präsident Gustavo Petro. Diese Folge wurde aufgezeichnet am 03.03.2026 um 16 Uhr mitteleuropäischer Zeit.
Ist die Hisbollah am Ende?11 Mar 202600:19:23
Der Irankrieg hat längst auch den Libanon erreicht. Fast eineinhalb Jahre lang war es vergleichsweise ruhig zwischen dem Libanon und Israel. Zumindest offiziell herrschte ein Waffenstillstand. Doch einige Tage, nachdem die USA und Israel in einem gemeinsamen Angriff das geistliche Oberhaupt des Iran, Ali Chamenei getötet haben, feuerte die libanesische, vom Iran unterstützte Miliz Hisbollah wieder Raketen auf Israel ab. Israel reagiert seitdem mit Luftangriffen und ist mit einigen Einheiten in den Süden des Libanon eingedrungen. Dort sind die Menschen nun wieder auf der Flucht - und die Angst vor einer weiteren Eskalation wächst. Was bedeutet dieser Krieg für die Menschen im Libanon - und was bedeutet er für die politischen Machtverhältnisse? Könnte der Krieg ein Wendepunkt sein - und das Ende der Hisbollah einläuten? Über diese Fragen spricht in dieser Folge der fernverbindung Judith Poppe, Redakteurin im Ausland, mit der taz-Korrespondentin im Libanon, Julia Neumann.
Raufen sich Frankreichs Linke doch zusammen?18 Mar 202600:24:45
Frankreichs Linke schien wieder tief zerstritten. So hieß es noch kurz vor der ersten Runde der französischen Kommunalwahlen am 15. März, bei denen in 35.000 Städten und Kommunen die Rathäuser neu besetzt werden. Die einst bejubelte Nouveau Front populaire, die neue linke Volksfront, die 2024 die Parlamentswahlen für sich entscheiden konnte, ist Geschichte. In vielen Kommunen schlossen die Sozialisten (PS) eine Zusammenarbeit mit der Linkspartei La France insoumise (LFI) kategorisch aus. Doch überraschend zeichnen sich nun doch Bündnisse ab. Warum können sich Frankreichs Linke so schwer einigen? Ist die LFI wirklich so problematisch, dass es sich lohnt einen Sieg der Rechten zu riskieren? Und was bedeutet das alles für die französischen Präsidentschaftswahlen im Frühjahr 2027? Darüber sprechen taz-Frankreichkorrespondent Rudolf Balmer und taz-Auslandsredakteur Fabian Schroer in der neuen Folge der Fernverbindung. Diese Folge wurde aufgezeichnet am 17. März 2026 um 16 Uhr mitteleuropäischer Zeit.
Digitale Gewalt: Schützt Spanien seine Frauen besser?25 Mar 202600:18:51
Es geht um KI-generierte Sexvideos, um Fake-Profile, aber auch um körperliche Übergriffe: Die Moderatorin und Schauspielerin Collien Fernandes hat dies alles erlebt und ihren Fall öffentlich gemacht. Und seit der Veröffentlichung ihrer Geschichte im Spiegel tobt eine Debatte um Strafen bei digitaler sexualisierter Gewalt, um den Umgang mit Demütigung und Gewalt gegen Frauen in der deutschen Öffentlichkeit. Fernandes hat ihren Fall in Spanien zur Anzeige gebracht. Sie und ihr Ex-Partner lebten dort zuletzt – und Spanien hat eine scharfe Gesetzgebung beim Thema Gewalt gegen Frauen. Warum ist Spanien Vorreiter, wenn es darum geht, Frauen vor Gewalt zu schützen? Und was kann Deutschland von Spanien lernen? In der Fernverbindung, dem Korri-Podcast der taz spricht Tanja Tricarico aus dem Auslands-Ressort der taz mit Reiner Wandler, dem langjährigen taz-Spanien-Korrespondenten. Diese Folge der Fernverbindung wurde aufgezeichnet am 24. März 2026 um 15 Uhr mitteleuropäischer Zeit.
Wie Trump sind die US-Medien?01 Apr 202600:19:08
Der Umbau der amerikanischen Öffentlichkeit und Medienlandschaft ist weniger spektakulär als der Iran-Krieg, aber möglicherweise viel tiefgreifender. Das Vorgehen gegen die Medien wird dort immer rabiater. Zeitungen werden verkauft oder geschrumpft, Fernsehsender verändern ihren Ton, Tech-Milliardäre kaufen Medienhäuser - und gleichzeitig greift US-Präsident Donald Trump Journalistinnen und Journalisten immer aggressiver an. Wie frei sind die US-amerikanischen Medien noch? Darüber spricht in dieser Folge der Fernverbindung Judith Poppe, Auslandsredakteurin der taz, mit unserem Reporter in den USA, Sebastian Moll. Diese Folge der Fernverbindung wurde bereits am 24. März 2026 um 16 Uhr mitteleuropäischer Zeit aufgezeichnet.
Besiegt dieser Mann Viktor Orbán?08 Apr 202600:19:55
Er ist sichtlich nervös. Spricht seit Wochen von Wahlfälschung und Wahleinmischung durch „liberale Kräfte“ von außen. Am 12. April stehen in Ungarn Parlamentswahlen an. Und Ministerpräsident Viktor Orbán, der in den vergangenen 16 Jahren das Land zu seinen Gunsten umgebaut hat, könnte mit seiner Partei Fidesz nicht mehr als Wahlsieger daraus hervorgehen. Wer ist sein vielversprechender Gegner Péter Magyar? Wie konnte Orbán das Land so stark verändern? Und warum kommt es trotz einer möglichen Niederlage der Fidesz wohl zu keiner liberalen Wende? Darüber sprechen taz-Redakteurin Anastasia Zejneli und taz-Korrespondent für Osterreich und Ungarn, Florian Bayer. Diese Folge wurde aufgezeichnet am 08. April um 9 Uhr mitteleuropäischer Zeit.
Ist China der heimliche Sieger im Irankrieg?15 Apr 202600:22:27
Wem nützt eigentlich der Irankrieg? Auf den ersten Blick scheint die Antwort auf diese Frage eher knapp auszufallen. Die Weltwirtschaft leidet unter den Folgen der Energiekrise, Iran liegt militärisch am Boden. US-Präsident Donald Trump muss angesichts des in den Vereinigten Staaten unpopulären Kriegs den bisher schlimmsten Imageverlust seiner zweiten Amtszeit hinnehmen. Doch eine andere Großmacht bringt sich diplomatisch in Position: China. Das Reich der Mitte präsentiert sich als besonnener, verlässlicher Vermittler. Beim Aushandeln der von Pakistan erreichten Waffenruhe soll Peking eine wichtige Rolle gespielt haben. Selbst Donald Trump ist das positiv aufgefallen. Was verspricht sich China von seinem neuen diplomatischen Engagement? Und wie wahrscheinlich ist es, dass Peking als heimlicher Sieger aus dem Irankrieg hervorgeht? Über diese Fragen sprechen Fabian Schroer, Redakteur im Auslandsressort der taz und Ostasienkorrespondent Fabian Kretschmer in der neuen Folge der Fernverbindung. Diese Folge wurde aufgezeichnet am 15. April um 11 Uhr mitteleuropäischer Zeit.
Nichts gelernt aus Tschornobyl?23 Apr 202600:21:08
Am 26. April 1986, also vor 40 Jahren, explodiert Block 4 im Kernkraftwerk Tschernobyl. Ein Super-Gau mitten im Kalten Krieg. Die Folgen sind ein echter Alptraum: Die Region rund um das Kernkraftwerk ist verseucht, eine radioaktive Wolke breitet sich nach Westen aus. Und die Sowjetunion versucht, den Fall zu vertuschen. Wie sieht es in Tschornobyl vier Jahrzehnte später aus? Welche Folgen sind bis heute zu spüren? Und was bedeuten Kernkraft und die Mahnung, die aus der Katastrophe folgt, für die Ukraine heute, ein Land im Krieg? Darüber spricht Tanja Tricarico aus dem Auslandsressort der taz mit dem Ukraine-Korrespondenten Bernhard Clasen in der aktuellen Folge der Fernverbindung, dem Korri-Podcast der taz. Bernhard Clasens Reportage aus Tschornobyl erscheint in der wochentaz-Ausgabe vom 25. April. Diese Folge der Fernverbindung wurde am 22. April 2026 um 13.30 Uhr mitteleuropäischer Zeit aufgezeichnet. Hinweis: Die taz verwendet bei ukrainischen Orten grundsätzlich die Schreibweise in Landessprache, nicht die russische – so auch bei Tschornobyl.
Europa - geht eine Liebe zu Ende? (taz lab 2026)29 Apr 202600:44:04
Sie ist uneins, zerstritten und handlungsunfähig. Das sind nur einige der Schlagworte, die in den vergangenen Tagen in den Medien verwendet wurden, wenn es um die EU geht und um Europa. Ist das Projekt Europäische Union gescheitert? Geht etwa eine große Liebe zu Ende? Darüber haben taz-Redakteur*innen Tanja Tricarico und Anastasia Zejneli auf dem Taz Lab eine Sonderfolge der Fernverbindung aufgenommen. Florian Bayer, Wien-Korrespondent und Ungarn-Experte, erzählt darin vom Wahlerfolg Petér Magyars in Ungarn und die Herausforderungen, die für seine Tisza Partei bevorstehen. Er gibt zu bedenken: „Beim Thema Ukraine und Russland, ist zum Beispiel noch unklar, wie die neue Linie Ungarns sein wird.“ In Schweden spitzt sich derweil die Lage zu: „Kristersson hat als Ministerpräsident kaum noch Verhandlungsmasse“, warnt Schweden-Korrespondentin Anne Dieckhoff. Daher habe er nun angekündigt bei einer möglichen Regierungsbildung auch mit den rechtspopulistischen Schwedendemokraten zusammenarbeiten zu wollen. Auch EU-Korrespondent Eric Bonse erklärt, warum zuletzt "in Brüssel keine Champagnerflaschen geköpft wurden". Wie er auf die nationalen Herausforderungen der Mitgliedsstaaten blickt und wie die drei Korrespondenten ihre Beziehung zur EU definieren würden, erzählen sie in der neuen Folge der Fernverbindung. Diese Folge der Fernverbindung wurde am 26. April 2026 um 17 Uhr Uhr Mitteleuropäischer Zeit aufgezeichnet.
Wie man als Korrespondent aus China gegangen wird (taz lab 2026)06 May 202600:26:51
China ist repressiver geworden, besonders für Journalist*innen. Und zwar so sehr, dass unser Ostasienkorrespondent Fabian Kretschmer sich vor eineinhalb Jahren entschieden hat, das Land zu verlassen. In dieser Folge der fernverbindung plaudert er aus dem Nähkästchen. Über die Restriktionen, die man als Journalist*in in China erlebt, über Verfolgung durch Zivilpolizisten, eingeschüchterte Interviewpartner, die omnipräsente Selbstzensur. Und natürlich die "Einladungen zum Teetrinken", die schließlich dazu geführt haben, dass er sich ein anderes Zuhause gesucht hat. Darüber spricht Fabian Kretschmer mit den Auslandsredakteur*innen Fabian Schroer und Judith Poppe. Diese Folge entstand live auf dem taz lab am 25. April 2026 um 13 Uhr mitteleuropäischer Zeit.
Rettet das Telefon afghanische Frauen?20 May 202600:18:14
Mindestens jedes zehnte Mädchen in Afghanistan wird vor ihrem 16. Lebensjahr verheiratet. Das islamistische Taliban-Regime hat das Land zum frauenfeindlichsten Ort der Welt gemacht und hat vor kurzem die Kinderehe legalisiert. Doch der Widerstand im Land nimmt zu. Über eine Warteschleifenansage der Telekom sollen Afghaninnen über ihre Rechte informiert werden. "Viele NGOs im Land, arbeiten weiter, doch versuchen unter dem Radar der Taliban zu bleiben", sagt Afghanistan-Experte Thomas Ruttig im Gespräch mit Auslandsredakteurin Anastasia Zejneli. Doch auch ihre Arbeit wird begrenzt. "Es bleibt wichtig, die Personen zu unterstützen, nur weil man hier wenig mitbekommt, bedeutet es nicht, dass sich im Land nicht organisiert wird", sagt Ruttig. Wie das konkret aussieht und wie sich die Frauenrechte seit Ruttigs erstem Besuch 1983 verändert haben, erzählt er in der aktuellen Folge der Fernverbindung. Hinweis: Wir hatten leider technische Probleme bei der Aufnahme. Es wird nach den ersten Minuten besser. Wir hoffen, euch gefällt die Folge trotzdem! Die Folge wurde aufgenommen am Dienstag, 19.05.2026 um 10 Uhr MEZ.
Wie sich Estland auf den Krieg vorbereitet27 May 202600:24:35
Sollte Russland die Nato angreifen, trifft es zuerst den russischen Nachbarn Estland, darüber sind sich viele Si­cher­heits­po­li­ti­ke­r*in­nen einig. Nun spitzt sich die Lage seit einigen Wochen zu. Russland versucht mutmaßlich mit der Umleitung ukrainischer Drohnen in den baltischen Luftraum Angst zu schüren. Ein rumänischer F-16 Kampfjet schoss erstmal in der vergangenen Woche eine dieser Drohnen ab. „Die estnische Bevölkerung hat ein klares Ziel: Der Ernstfall könnte schneller kommen, als wir das denken. Wir wollen vorbereitet sein“, berichtet Tanja Tricarico aus Tallinn. Mit Auslandsredakteurin Anastasia Zejneli spricht sie über ihren aktuellen Aufenthalt in Estland. Sie erzählt in der aktuellen Folge der Fernverbindung, auf welche Probleme das 1,3 Millionen Land bei der Aufrüstung stößt, wie die Regierung die Verteidigungspolitik finanziert und wo sich Deutschland etwas vom technischen Fortschritt abschauen könnte. Diese Folge wurde aufgezeichnet am Dienstag, 26.05.2026 um 12 Uhr MEZ.
Wie über Flucht berichten in Zeiten der Abschottung?04 Jun 202600:20:20
Noch nie waren weltweit so viele Menschen auf der Flucht wie heute. Gleichzeitig kommen in Europa immer weniger Schutzsuchende an. Das liegt auch an einer Asylpolitik, die die Grenzen der EU immer weiter nach außen verlagert. Nun wollen die Mitgliedstaaten auch sogenannte Rückführzentren in Drittstaaten ermöglichen – ein weiterer Schritt in einer Migrationspolitik, die auf Abschreckung und Auslagerung setzt. Während die Politik über Grenzschutz, Abschiebungen und Rückführungen diskutiert, geraten die Geschichten der Menschen hinter den Zahlen zunehmend aus dem Blick. Wie erzählt man von Flucht in einer Zeit, in der viele die Debatte längst satt haben? Und kann Journalismus überhaupt noch etwas bewegen? Darüber spricht in dieser Folge der fernverbindung Auslandsredakteurin Judith Poppe mit unserem Nordafrika-Korrespondenten Mirco Keilberth. Seit Jahren berichtet er aus Libyen, Tunesien, Ägypten und anderen Ländern der Region über Flucht, Migration und die Menschen hinter den Schlagzeilen.
Pedro Sánchez - Linkes Vorbild oder kühler Machtpolitiker?10 Jun 202600:24:51
Als Israel und die USA Ende Februar den Iran angriffen, war Pedro Sánchez einer der wenigen europäischen Politiker, die das scharf kritisierten. Spaniens Ministerpräsident gilt derzeit für viele als Gewissen Europas – wegen seiner Haltung zu Nahost, zu Migration zu Aufrüstung. Für die anderen ist er vor allem ein kühler Machtpolitiker, dessen engstem Kreis schwere Korruptionsvorwürfe anhängen und dessen Minderheitsregierung in einer Krise steckt. Taugt Pedro Sánchez wirklich als progressives Vorbild? Kann seine außenpolitische Stärke die innenpolitischen Probleme überstrahlen? Oder könnten ihn die Korruptionsaffären am Ende zu Fall bringen? Über diese Fragen sprechen in dieser Folge der Fernverbindung Fabian Schroer, Redakteur im Auslandsressort der taz und Spanien-Korrespondenten Reiner Wandler. Diese Folge wurde aufgezeichnet am Dienstag, 9. Juni 2026, um 14.30 Uhr MEZ.
140 Tage im Hungerstreik - Wem gehört Athen?25 Jun 202600:22:39
Seit Anfang Februar befand sich der griechische Aktivist Aristotelis "Aristos" Chantzis im Hungerstreik, nahm nur Wasser, Tee, Vitamine, Mineralstoffe und etwas Zucker zu sich. Inzwischen wiegt er nur noch 35 Kilogramm. Am Montag wurde er in Athen in ein Krankenhaus eingeliefert. Am Mittwochabend wurde bekanntgegeben, dass der Hungerstreik beendet sei. Chantzis protestiert gegen die Räumung eines autonomen Wohnprojekts in Athen: der Prosfygika, der sogenannten „Flüchtlingsbauten“. Dort leben rund 400 ehemalige Wohnungslose, Migrantinnen und politische Aktivistinnen. Seit Jahren will die Regionalverwaltung den Komplex räumen und attraktiv „neugestalten“ – und bald könnte es so weit sein. Die Vorgänge machen sichtbar, wie die Gentrifizierung die Wohnkosten in Griechenlands Hauptstadt nach oben treibt und langjährige Bewohner*innen immer stärker unter Druck geraten. Wem gehört Athen nach der Schuldenkrise? Ist Prosfygika ein Relikt vergangener Kämpfe oder ein Modell für die Zukunft? Und was hat die EU mit den Räumungsplänen zu tun? Über diese Fragen sprechen in der aktuellen Folge der Fernverbindung taz-Auslandsredakteur Fabian Schroer und Griechenland-Korrespondent Ferry Batzoglou. ⏰❗️ Diese Folge wurde aufgezeichnet am Mittwoch, 24. Juni 2026, um 11.00 Uhr MEZ. Am Mittwochabend gab die Gemeinschaft der Prosfygika bekannt, dass der Streik im Einvernehmen mit den beiden Hungerstreikenden beendet werde. Der Kampf gehe mit anderen Mitteln weiter. Kurz zuvor hatte der Stadtrat Athen dafür gestimmt, dass ein Dialog zwischen der Regionalverwaltung und der Gemeinschaft eingeleitet werden soll. Der Stadtrat Athen forderte von der Gemeinschaft der Prosfygika als Bedingung, den Hungerstreik zu beenden. Das geschah nach unserer Aufnahme, daher kommen diese Informationen im Podcast nicht vor. * Im Podcast spricht Ferry Batzoglou von 221 Wohnungen, eigentlich sind es 228
Wird Meloni von rechts außen überholt?02 Jul 202600:16:21
Italien hat eine neue rechtsextreme Kraft. Seit weniger als einem Monat greift die rechtsextreme Futuro Nazionale Parteimitglieder von rechts außen ab. Ihr Gründer Roberto Vannacci sitzt im Europaparlament und war bis Anfang des Jahres Vize der rechten Lega-Partei. Für den Lega-Vorsitzenden Matteo Salvini ist die Abspaltung ein Verrat, besonders weil Parlamentsabgeordnete zu Futuro Nazionale wechselten und ihre Sitze mitnahmen. Vannacci möchte mit seiner eigenen Partei „klare rechte Kante zeigen“. Er sagt: „Wir sind die authentische Rechte“, erzählt Italien Korrespondent Michael Braun. Kann Vannacci zu einer ernsten Konkurrenz für Meloni und ihre Fratelli d'Italia werden? Wie groß sind die Zerwürfnisse in der italienischen Rechten? Und wie reagieren die Mitte-links Parteien darauf? Darüber sprechen Auslandsredakteurin Anastasia Zejneli und Italien-Korrespondent Michael Braun in der aktuellen Folge der Fernverbindung. Diese Folge wurde aufgenommen am 01.07.2026 um 14.30 Uhr MEZ.
Nato-Gipfel in Ankara - Was steckt hinter der Inszenierung von Gastgeber Erdoğan?09 Jul 202600:16:14
Die Staats- und Regierungschefs der 32 Nato-Staaten, ihre Delegationen, Vertreter:innen der Rüstunglobby, Sicherheitsexpert:innen versammelten sich in dieser Woche in Ankara zum Nato – Gipfel. In diesem Jahr ging es vor allem darum möglichst viele Deals mit Rüstungsfirmen aller Art in die Wege zu leiten. Einer der besonders davon profitieren will ist der Gastgeber des Nato-Gipfels – der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan. Ankara ist im Ausnahmezustand, es wurde mächtig investiert, damit die Stadt sich im besten Lichte zeigt. Kritik soll es nicht geben. In dieser Folge der Fernverbindung richten wir unseren Blick in die Türkei, speziell Ankara. Was bedeutet der Gipfel für Erdoğan? Darüber spricht Tanja Tricarico aus dem Auslandsressort der taz mit Türkei-Korrespondent Jürgen Gottschlich. Diese Folge der Fernverbindung wurde am Mittwoch, 8.07.2026 um 11 Uhr MEZ, aufgezeichnet.
Übernehmen jetzt die Sozialist:innen bei den US-Demokraten?22 Jul 202600:22:32
Bei den US-Demokraten regt sich Widerstand – gegen die Politik von Präsident Donald Trump, aber auch gegen das eigene liberale Parteiestablishment. Bei den Vorwahlen für die Midterms im November gewinnen für die Demokratische Partei reihenweise Mitglieder der Democratic Socialists of America. Deren Kandidat:innen stehen für einen stärkeren Sozialstaat, höhere Steuern für Reiche und Unternehmen sowie ein Umdenken in der US-Nahostpolitik. Die linke Organisation schafft es mithilfe von Haustürwahlkampf und Social-Media-Kampagnen, breite Unterstützung zu mobilisieren. Medien sprechen bereits vom „Mamdani-Effekt“ – in Anlehnung an den erfolgreichen Instagram-Wahlkampf des New Yorker Bürgermeisters im Jahr 2025. Aber reicht das alles aus, um moderate und konservative Wähler bei den Kongresswahlen im November zu überzeugen? Oder ist die Angst vor dem Kommunismus in den USA noch immer zu groß? Über diese Fragen sprechen taz-Redakteur Fabian Schroer und Reporter Sebastian Moll, der für die taz aus New York City berichtet. Die aktuelle Folge wurde aufgezeichnet am 10. Juli um 15 Uhr MEZ.
Morning Glory in Großbritannien? 15 Jul 202600:21:23
In Großbritannien geht es seit einiger Zeit hoch her, und das hat auch viel mit dem Premierminister des Landes zu tun, Keir Starmer. 2024 gelang ihm mit seiner Labor-Partei ein Erdrutschsieg bei den Wahlen, womit er die Ära der konservativen Tories beendete. Doch schon kurz nach seinem Amtsantritt begann der Ärger. Unpopuläre Sparmaßnahmen, Diskussionen um fragwürdige Geschenke – und schließlich natürlich die Mandelson-Affäre. Da kam heraus, dass er Peter Mandelson zum Botschafter in den USA gemacht hatte, obwohl er von dessen Freundschaft mit Sexualstraftäter Jeffrey Epstein wusste. Und während Starmer mit all diesen Probleme gekämpft hat, sind die Rechten von Reform UK mit Nigel Farage auf dem Vormarsch. Nun hat Starmer vor Kurzem seinen Rücktritt angekündigt, und ein anderer soll es nun richten: Andy Burnham, der Starmer wohl als Premierminister ablösen wird. Wird es Burnham gelingen, das Land zu befrieden? Wird mit ihm alles besser? Darüber spricht in dieser Folge der fernverbindung Auslandsredakteurin Judith Poppe mit dem taz-Korrespondenten für Großbritannien, Daniel Zylberstajn-Lewandowski. Diese Folge wurde aufgenommen am 14.07.2026 um 14.15 Uhr MEZ.
Queeres Überleben im Senegal 30 Jul 202600:18:55
Das Leben für queere Menschen wird gefährlicher: Denn im westafrikanischen Senegal soll Homosexualität künftig mit bis zu zehn Jahren Haft bestraft werden können. Damit verdoppelt sich das Strafmaß. Zuvor waren gleichgeschlechtliche Beziehungen mit ein bis fünf Jahren strafbar. Die Regierung in Dakar steckt in einer politischen und ökonomischen Krise. „Die Stimmung in der Gesellschaft ist bereits sehr anti-LGBTQ. Mit der Verschärfung, versucht die Regierung zu punkten und von den Problemen abzulenken“, erklärt Afrika-Korrespondentin Helena Kreiensiek. Mit Betroffenen zu sprechen ist nun kaum mehr möglich. „Viele trauen sich nicht ihre Häuser zu verlassen oder über ihre Sexualität zu sprechen kaum zu sprechen und NGos, die früher Kontaktstelle waren, halten sich mit ihrer Arbeit bedeckter.“ Auch in anderen Ländern, wie Uganda und Ghana, ist die queerfeindliche Stimmung gestiegen. „Man kann von einer afrikaweiten Kampagne sprechen, die mit Mitteln von evangelikalen Organisationen finanziert wird“, erzählt Korrespondentin Kreiensiek. Was will die Regierung in Dakar mit ihrer queerfeindlichen Politik erreichen? Und wie geht es der LGBTQ-Bewegung vor Ort? Darüber sprechen Afrika-Korrespondentin Helena Kreiensiek und taz-Redakteurin Anastasia Zejneli. Die aktuelle Folge wurde aufgezeichnet am 16. Juli um 16 Uhr MEZ. Fernverbindung – Der Auslands-Podcast der taz erscheint jede Woche auf taz.de und überall, wo es Podcasts gibt.
Ebola in Zentralafrika - warum bekommt die DR Kongo das tödliche Virus nicht in den Griff?06 Aug 202600:24:41
Ebola - das tödliche Virus ist zurück und wütet derzeit in einer extremen Intensität und enormen Wucht in der Demokratischen Republik Kongo in Zentralafrika. Mittlerweile ist die Rede von rund 300 Menschen, die pro Woche sterben, mehr als 60 Prozent davon zu Hause in ihren Betten. Diese Menschen können Behandlungszentren gar nicht mehr erreichen und die Gefahr der weiteren Verbreitung ist enorm. Es sind traurige Rekordzahlen und offenbar ist Ebola in der Region völlig außer Kontrolle geraten. Wie konnte es überhaupt zu diesem Ausbruch kommen? Warum ist die DR Kongo derart betroffen? Was wird vor Ort getan, in einem Land, in dem seit Jahrzehnten Krieg herrscht? Gibt es Hoffnung auf neue Impfstoffe und auf weitere Unterstützung? Darüber spricht Tanja Tricarico aus dem Auslandsressort der taz mit Simone Schlindwein, der taz-Korrespondentin für das Gebiet der Großen Seen und Ostafrika. Diese Folge der Fernverbindung wurde am Mittwoch, 5. August 2026 um 11 Uhr MEZ aufgenommen. Fernverbindung – Der Auslands-Podcast der taz erscheint jede Woche auf taz.de und überall, wo es Podcasts gibt.
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