Berlin, 10. Mai 1933: Auf dem Opernplatz brennen Bücher, und Erich Kästner steht als
einziger der geschmähten Autoren in der Menge und hört seinen Namen ins Feuer rufen. Ein
einziges seiner Bücher fehlt auf den Listen — ein Kinderbuch. Zwei Jahre zuvor war daraus
ein Film geworden, geschrieben von einem 24-jährigen ehemaligen Eintänzer namens Billie
Wilder, den Kästner seiner Mutter erst einmal erklären musste.
Die Geschichte von „Emil und die Detektive" (1931): fünf Drehbuchautoren und ein wütender
Dichter, 2.500 Jungen beim Casting, die erste deutsche Kinowerbung, die sich ausdrücklich
an Kinder richtete — und die Lebenswege der Menschen, die dieser Film berühmt gemacht und
nicht beschützt hat. Mit historischen Originaltönen von 1931 bis 1961.
Fernsehkult ist ein Podiwood Original. Mit Jeffrey Wipprecht.
Quellen (Auswahl):
- Erich Kästner: „Mein liebes gutes Muttchen du" (Briefe an die Mutter, 1966)
- bpb-Filmkanon: „Emil und die Detektive" (Uschi Reich)
- filmportal.de: zeitgenössische Kritiken vom 3. Dezember 1931 im Volltext
- Ufa Film-Verleih 1931: Reklameratschläge (zit. n. Diss. DNB 1002092795)
- Maike Helmers: „Emil und die Detektive — Early German sound cinema aesthetic" (2014)
- Sven Hanuschek: „Keiner blickt dir hinter das Gesicht"
- SWR2 Archivradio · ARD Retro (WDR, NDR, BR, rbb)