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Explorez tous les épisodes du podcast Faust und Taube – Konflikte im Team lösen als Führungskraft

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TitreDateDurée
007 Wer seid ihr alle - in mir? Das innere Team03 oct. 202600:10:52

Ein Schreibtisch. Zehn Minuten. Die Fakten liegen bereit. Und trotzdem steht sie nicht auf.

In dieser Folge geht es um ein Gespräch, das vor dem Gespräch stattfindet. Laut. Ungeordnet. In dir.

Du erfährst, warum Zerrissenheit dich klüger macht statt schwächer. Warum ausgerechnet der Gedanke, den du am liebsten wegschiebst, oft am meisten weiß. Und warum dich nicht weniger Zweifel handlungsfähig machen, sondern mehr Führung.

Am Ende brauchst du fünf Minuten und einen Zettel. Das Schwierige ist nicht der Zettel.


Drei Fragen für dich:

Welche innere Stimme ist bei mir immer am lautesten – und welche überhöre ich?

Welche Stimme habe ich zuletzt weggedrückt – und was wusste sie, das ich gebraucht hätte?

Führe ich mein inneres Team – oder lassen meine Stimmen mich gerade regieren?


Die drei Goldnuggets

Du bist nicht unentschlossen, deinem inneren Team fehlt die Leitung. Innere Zerrissenheit ist keine Schwäche. Die Lösung sind nicht weniger Stimmen, sondern ein Ich, das die innere Sitzung eröffnet und am Ende entscheidet.

Die unbequeme Stimme bringt eine Botschaft. Der Ängstliche ist kein Feigling. Er sieht Risiken, die die anderen übersehen. Die Schlüsselfrage an jede Stimme lautet: „Was willst du schützen?“

Und statt Oder. Eine innere Teamsitzung in vier Schritten dauert fünf Minuten: Sitzung einberufen, jede Stimme hören, ihr Anliegen erfragen, dann entscheiden. So wird aus „klar oder sanft“ die Haltung „klar und behutsam“.

006 Sagst du was – oder gehst du weiter? Ordnung als Führungsaufgabe02 oct. 202600:10:06

In dieser Folge geht es um ein Thema, das oft als Nebensache abgetan wird: Ordnung am Arbeitsplatz – und warum sie in Wahrheit eine Führungsaufgabe ist. Anhand einer alltäglichen Szene an einem überladenen Empfangstisch zeigt diese Folge, wie aus kleinen Unachtsamkeiten Vertrauensverlust entstehen kann – und welche drei Grundregeln jedes Team sofort umsetzen kann: das Rückgabeprinzip, Sicherheit geht vor, und Sofort statt später. Für Führungskräfte, die wissen wollen, warum der erste Eindruck am Empfangstisch beginnt.


Goldnugget 1 Was du öffnest, schließt du wieder. Was du rausnimmst, räumst du zurück. Was runterfällt, hebst du auf.

Goldnugget 2 Ordnung ist kein Detail. Sie ist das Erste, was jemand von uns sieht – noch bevor ein Wort fällt.

Goldnugget 3 Jedes „mach ich gleich“ ist der Anfang einer Kette. Sofort statt später.

005 Was heißt eigentlich „Ich kann das nicht“? - Können und Zutrauen01 oct. 202600:15:49

Zwei Wochen gerechnet. Jede Zahl sitzt. Eine Chance, sie zu zeigen. Und dann drei Wörter. Die Tür fällt ins Schloss.

In dieser Folge geht es um einen Satz, den du glaubst, weil er so klar klingt. Bei anderen. Und bei dir.

Du erfährst, warum Anleitung manchmal genau das Falsche ist. Warum Übernehmen und Antreiben dasselbe anrichten. Und warum der kleinste Schritt mehr bewegt als die beste Rede.

Am Ende hast du eine Übung. Sie beginnt mit einer Pause. Und endet öfter anders, als du denkst.


Drei Reflexionsfragen für Dich:

  • Höre ich gerade ein Problem des Könnens oder ein Problem des Zutrauens?
  • Welche Aufgabe habe ich zuletzt selbst übernommen, statt den kleinsten Schritt anzubieten und zu begleiten?
  • Welche Führungssituation schiebe ich gerade auf, weil ich sie mir selbst nicht zutraue?


Goldnuggets

  1. „Ich kann das nicht“ heißt fast nie „Ich kann das nicht“, sondern „Ich trau mich das nicht“. Bandura trennt Kompetenz, also was ich kann, von Selbstwirksamkeit, also was ich mir zutraue. Wer etwas nachweislich kann und es trotzdem ablehnt, dem fehlt meist das Zutrauen. Der Test: Können-Lücken sind spezifisch, Zutrauens-Lücken bleiben vage und groß.
  2. Übernehmen und Drücken fühlen sich richtig an und bestätigen beide den Satz. Wer die Aufgabe abnimmt, nimmt genau das Erlebnis weg, aus dem Zutrauen wächst. Wer mit leerem Lob und Druck antreibt, erhöht die Anspannung und riskiert einen Beweis des Scheiterns. Ein Machtwort gewinnt die Aufgabe und pflanzt einen Konflikt. Hilfreicher ist es, das Bedürfnis dahinter zu bedienen: Sicherheit und einen ersten kleinen Erfolg.
  3. Zutrauen entsteht im Beweis, nicht im Zureden. Die stärkste Quelle ist ein eigener, kleiner Erfolg, ergänzt durch ein passendes Vorbild, konkrete statt pauschale Ermutigung und das Umdeuten von Herzklopfen als Zeichen, dass es wichtig ist. Der Fünf-Schritte-Griff: nachfragen, diagnostizieren, die Aufgabe schrumpfen, konkret ermutigen, begleiten statt übernehmen. Und das gilt auch für die Führungskraft selbst: Wer aus Angst nicht delegiert, vererbt das Muster ans Team.
004 Bei welchem Namen atmest du anders - Mobbing - Bossing30 sept. 202600:14:01

Acht Monate Druck. Elf Leute. Ein Name, der immer wieder fällt. Und jeder Satz ist richtig.

In dieser Folge geht es um eine Rolle, die du nie spielen wolltest. Und vielleicht schon spielst.

Du erfährst, warum sachliche Kritik zermürben kann. Warum sich ein Irrtum von innen wie Erfahrung anfühlt. Und warum das verlässlichste Warnsignal kein unangenehmes Gefühl ist, sondern ein angenehmes.

Am Ende hast du eine Aufgabe. Sie besteht nur aus Zählen. Einfach ist sie trotzdem nicht.

Drei Fragen für dich:

  • Bei wessen Namen spüre ich Erleichterung, wenn etwas schiefgeht, und was sagt das über mich?
  • Wohin geht der Druck, den ich von oben bekomme, und wohin könnte er stattdessen gehen?
  • Wenn mein Team beobachtet, wie ich mit dieser einen Person umgehe, welche Erlaubnis liest es daraus ab?

Goldnuggets

Nicht der Inhalt der Kritik entscheidet, sondern ihr Muster. Fehler dürfen deutlich angesprochen werden. Zermürbung entsteht durch Einseitigkeit, Dauer, Öffentlichkeit und den Wechsel vom Verhalten zur Person. Weil Führungskräfte legitime Mittel nutzen und das Team ihr Verhalten übernimmt, ist diese Form so schwer zu erkennen und so wirksam.

Es beginnt mit Druck, nicht mit Feindseligkeit. Druck von oben sucht ein Ventil nach unten, und eine Person ist greifbarer als zwei unbesetzte Stellen. Danach fallen ihre Fehler stärker auf, und jeder bestätigt das Bild. Das verlässlichste Warnsignal ist die Erleichterung, wenn es „wieder er“ war.

Zählen statt erinnern. Drei Prüffragen unterbrechen den Kreislauf: Wie viele Vorfälle gehen wirklich auf diese Person zurück? Würde ich es auch vor meinem Chef so sagen? Rede ich über eine Handlung oder über einen Menschen? Die Erklärung durch Druck entlastet nicht, sie zeigt aber, dass auch Führungskräfte ein Ventil brauchen.

003 Nichts Falsches gesagt. Trotzdem alles verloren. Mobbing - das erste Gespräch29 sept. 202600:11:19

Zehn vor zwölf. Es klopft. Ein halber Satz. Ein freundliches Angebot. Und dann: „War nichts.“

In dieser Folge geht es um ein Gespräch, das eigentlich eine Frage ist. Nur nicht die, die du hörst.

Du erfährst, warum gut gemeinte Antworten Türen schließen. Warum Hilfe anzubieten manchmal das Gegenteil von Hilfe ist. Und warum ein Gespräch gelungen sein kann, obwohl es nichts löst.

Am Ende hast du drei Sätze. Sie sind leicht zu merken. Und schwer zu sagen, wenn es klopft.


Drei Fragen für dich:

  • Wann hat mir zuletzt jemand etwas halb erzählt, und was habe ich in den ersten dreißig Sekunden geantwortet?
  • Neige ich dazu, sofort zu beruhigen oder sofort zu handeln, und was löst das beim Gegenüber aus?
  • Wüsste jemand in meinem Team, an wen er sich wenden kann, wenn ich das Problem bin?


Goldnuggets

  1. Das erste Gespräch ist kein Bericht, sondern ein Test. Betroffene prüfen, was passiert, wenn sie etwas sagen, und erzählen deshalb nur die abgeschwächte Spitze des Problems. Wer über Monate ausgegrenzt wird, zweifelt zudem an der eigenen Wahrnehmung. Die erste Schilderung ist darum immer die vorsichtigste.
  2. Vier gut gemeinte Reaktionen beenden das Gespräch. Die Absicht des anderen prüfen, sofort eine Lösung anbieten, normalisieren oder gleich Beispiele verlangen: Alles klingt hilfreich, wirkt aber wie eine geschlossene Tür. Besonders das tatkräftige „Soll ich mal mit ihm reden?“ nimmt der Betroffenen die Kontrolle.
  3. Das Ziel des ersten Gesprächs ist das zweite. Ehrlich Zeit anbieten, das Erleben bestätigen statt die Schuldfrage, und zusichern, nichts ohne Absprache zu unternehmen. Die Grenze dieses Versprechens, etwa bei Gesundheitsgefahr oder Strafbarem, gehört gleich dazu, denn ein gebrochenes Versprechen schadet mehr als keines.
002 Ist das schon zu viel oder noch normal? Mobbingprävention28 sept. 202600:11:05

Ein Spitzname. Alle lachen. Er auch. Und irgendwann nicht mehr.

In dieser Folge geht es um eine Frage, die jede Führungskraft stellt. Auch du. Und die fast immer die falsche ist.

Du erfährst, warum „nicht böse gemeint“ kein Grund zur Entwarnung ist. Warum das Kleinste oft das Teuerste wird. Und warum es selten an einem einzelnen Menschen liegt.

Am Ende hast du einen Satz. Er ist kurz. Und er hat ein Verfallsdatum.


Drei Reflexionsfragen für dich:

  • ​Über wen werden bei uns regelmäßig Sprüche gemacht, und seit wann schon?
  • ​Wer in meinem Team wird bei Informellem regelmäßig nicht gefragt?
  • ​Welchen Konflikt spreche ich seit Monaten nicht an, weil er zu klein wirkt?


Goldnuggets

  1. ​Nicht nach der Absicht fragen, sondern nach dem Muster. „War das böse gemeint?“ führt fast immer zu „nein“, und genau dieses Nein verhindert das Eingreifen. Die entscheidende Frage lautet: Trifft das immer dieselbe Person, und seit wann? Wiederholung, Dauer und Einseitigkeit zählen, nicht der Vorsatz.
  2. ​Früh reicht ein Satz, spät reicht kaum noch etwas. Die Kosten des Eingreifens steigen mit jeder Phase, die Erfolgsaussichten sinken. Am Anfang genügt eine klare Ansage zum Verhalten, vor allen und ohne Schuldzuweisung. Ein Dreiergespräch setzt die betroffene Person dagegen nur unter Druck.
  3. ​Mobbing ist meist das Symptom eines Bereichs, nicht das Werk eines Einzelnen. Unklare Rollen, Dauerbelastung, schwelende Konflikte und vor allem konfliktscheue Führung bilden den Nährboden. Wer diese Bedingungen prüft und verändert, verhindert, dass überhaupt etwas darauf wächst.
001: Kein Streit, trotzdem Krieg: Warum Teams still zerbrechen und wie du es stoppst25 sept. 202600:14:46

Ein Bildschirm, der sich langsam dreht. Ein Guten Morgen, das ausbleibt. Niemand hat etwas falsch gemacht. Und trotzdem arbeitet eine von beiden allein.

In dieser Folge geht es um eine Messlatte, die du ständig anlegst. An andere. Nie an dich.

Du erfährst, warum wir das eine Extrem tadeln und das andere loben. Warum beide recht haben, obwohl eine leidet. Und warum eine Vereinbarung klein sein muss, um zu wirken.

Am Ende hast du einen Satz. Er klingt nach Kapitulation. Er ist das Gegenteil.

Die Referenzbeschreibung aus Deiner SN1-Vorlage („Zwei Schreibtische. Kein Streit …“) gehört offenbar zu genau dieser Folge. Du kannst also auch sie verwenden.


Drei Reflexionsfragen für Dich:

  • Wo liegt mein eigenes Optimum, und halte ich es insgeheim für den Normalwert?
  • Ist die Person, die mich stört, wirklich im Extrem, oder ist sie nur woanders als ich?
  • Wie klein darf der Korridor sein, damit wir trotzdem arbeiten können?


Goldnuggets

  1. Eigenschaften sind keine Richtungen, sondern Skalen mit einem Zuwenig und einem Zuviel. Mehr Kommunikation, Offenheit oder Feedback ist nicht automatisch besser. Für das Zuwenig haben wir ein Vokabular aus Vorwürfen, für das Zuviel eines aus Komplimenten. Deshalb bekommt der Schweigsame ein Personalgespräch und der Dauerredner eine Beförderung, obwohl beides kostet.
  2. Das Optimum ist individuell, und der eigene Maßstab ist unsichtbar. Was für den einen normal ist, erlebt der andere als Kälte. Wir halten unser Optimum für den Normalwert und beschreiben uns mit dem freundlichen Wort: Ich bin gründlich, du bist pingelig. Bei Führungskräften wird dieser Maßstab zur Norm, ohne dass je jemand darüber abgestimmt hat.
  3. Der Korridor: das kleinste Verhalten, das beide leisten und aushalten können. Nicht „Wer hat recht?“ führt weiter, sondern die Frage, wo beide arbeiten können. Gute Vereinbarungen sind klein und in acht Wochen überprüfbar, sonst sind es nur Wünsche. Der Kernsatz für Führung lautet: „Ich kann keine Sympathie anordnen. Ich kann und werde professionelles Verhalten einfordern.“
Trailer – Was du von diesem Podcast erwarten kannst 25 sept. 202600:02:07

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