Im Dissens Podcast spricht Lukas Ondreka mit schlauen Menschen einmal die Woche über alles, was in unserer Gesellschaft falsch läuft. Denn: Kritisieren was ist, heißt sagen was geändert werden muss. Dein Podcast für kluge Denkanstöße.
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Données mises à jour le 23/10/2026
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Dissens, podcast de Lukas Ondreka - Statistiques, épisodes et classements - My Podcast Data
#352 Krieg gegen die Ukraine: "Die zunehmende Ablehnung des Krieges wird tabuisiert"
Épisode 352
mercredi 21 octobre 2026 • Durée 01:57:55
Immer mehr Männer in der Ukraine und auch in Russland entziehen sich dem Dienst an der Front. Ihre Realität wird in der deutschen Debatte verschwiegen, sagt Mario Neumann von der Menschenrechtsorganisation "medico", die sich für Anerkennung und Schutz von Verweigerern einsetzt. Ein Gespräch über die stille Massenverweigerung nach fünf Jahren Krieg, Europa am Abgrund und Zeichen einer Revolte gegen die Kriegslogik.
Was tun, wenn die Rechte regiert? Lehren aus Braslien
Épisode 53
dimanche 18 octobre 2026 • Durée 01:11:37
Alles deutet darauf hin, dass die AfD in Sachsen-Anhalt bald den Ministerpräsidenten stellt - mit schwer abschätzbaren Konsequenzen für die kritische Zivilgesellschaft und staatliche Behörden, aber vor allem für alle, die nicht in das Weltbild der AfD passen. Doch statt wie das Kaninchen vor der Schlange zu sitzen, denken wir bei "Was tun?" schon über die Wahlen hinaus und fragen: Was tun, wenn Rechte regieren?
Für die letzte Folge der Miniserie „Was tun, wenn Rechte regieren?“ spricht Valentin mit dem brasilianischen Philosophen Rodrigo Nunes über den Bolsonarismus und darüber, was dieser über den neuen Faschismus verrät. Rodrigo war selbst lange politisch aktiv, in der Antiglobalisierungsbewegung ebenso wie in den Studentenprotesten gegen die Austeritätspolitik nach der Finanzkrise, und ist einer der bekanntesten Kommentatoren des Aufstiegs der Neuen Rechten in Brasilien. Im Oktober erscheint sein neues Buch „Anatomy of Disintegration“, in dem er sich mit dem Aufstieg Jair Bolsonaros auseinandersetzt und analysiert, was dieser über den neuen Faschismus weltweit verrät. Rodrigo erzählt, wie die erste Amtszeit Bolsonaros die Bedingungen für linke soziale Bewegungen verschoben hat und wie die Chancen dafür stehen, dass Jair Bolsonaros Sohn Flávio die anstehende Präsidentschaftswahl im Herbst 2026 gewinnt und das Projekt seines Vaters fortführt.
In der Nachbesprechung diskutieren Inken und Valentin, was sie aus der Miniserie gelernt haben, nicht nur aus Brasilien und dem Kampf gegen den Bolsonarismus, sondern auch aus den Interviews mit Dominika aus Polen und Raluca aus Israel gelernt haben. Außerdem gibts eine kurze Wahlnachlese zu den Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern und Berlin.
#351 Mehr Angst vor rot als vor braun: "Nicht treiben lassen von der Kampagne gegen Links"
Épisode 351
mercredi 14 octobre 2026 • Durée 01:55:06
Während das Polit-Establishment wegen der Aussicht auf eine linksgeführte Regierung in Berlin in Hysterie ausbricht, greift die AfD in Sachsen-Anhalt nach der Macht – und das wohl mit Hilfe von Teilen der CDU. Alex Wischnewski und Barbara Fried sprechen im Dissens Podcast über die Steigbügelhalter von Magdeburg, die Rote-Socken-Kampagne gegen die Berliner Linkspartei und die feministische Erweiterung von antifaschistischer Wirtschaftspolitik. (Das Gespräch fand am 09.10. statt, auf aktuellere Entwicklungen konnten wir entsprechend nicht eingehen.)
#350 "Kein Staat darf von uns verlangen, für ihn zu sterben und zu töten"
Épisode 350
mercredi 7 octobre 2026 • Durée 01:10:55
Mit "Nein" hat Mithu Sanyal einen Appell gegen die Militarisierung der Gegenwart und für einen lautstarken Pazifismus geschrieben. Im Dissens Podcast spricht die Kulturwissenschaftlerin darüber, wie Aufrüstung und Kriegstüchtigkeit unsere Gesellschaften verändern, was der Kriegstaumel mit der Krise westlicher Vorherrschaft zu tun hat und wie der Ausstieg aus der Kriegslogik gelingen kann.
#349 In Berlin entscheidet sich, ob das linke Lager die AfD noch stoppen kann
Épisode 349
mercredi 30 septembre 2026 • Durée 01:52:31
Bei den Landtagswahlen ist die marktgläubige Wirtschaftspolitik der Mitte-Parteien abgestraft worden, sagt der Ökonom Tom Krebs. Nur eine radikal progressive Wirtschaftswende kann den Aufstieg der AfD noch verhindern. In seinem Buch "Kapital und Krise" skizziert er einen solchen Wirtschaftsplan als Basis für eine linke Reformregierung im Bund, die grüne Jobs schafft und für die Bezahlbarkeit des Lebens Essentials wie Wohnraum dem Markt entzieht. Ein Gespräch über sein Modell einer "geplanten Marktwirtschaft", den Erfolg der Linkspartei in Berlin und die Rote-Socken-Kampagne gegen eine mögliche Vergesellschaftungs-Koalition.
#348 "Dieser Drang nach Härte": Der neue Faschismus eskaliert die kapitalistische Sachherrschaft
Épisode 348
mercredi 23 septembre 2026 • Durée 01:08:58
Der neue Faschismus ist kein Betriebsunfall der Geschichte, sondern wurzelt in der Eigentumslogik und den Leiderfahrungen des Spätkapitalismus, sagt Eva von Redecker. In ihrem Buch "Dieser Drang nach Härte" analysiert die Philosophin die Anziehungskraft der extremen Rechten in ihrem Angebot aggressiver Verteidigung von Besitzansprüchen: Im Augenblick verallgemeinerter Unsicherheit werden ideologisch überhöhte Objekte wie Nation, Familie oder Verbrennermotor als Quasi-Eigentum gegen imaginierte Feinde verteidigt, auch mit mörderischer Gewalt. Ein Gespräch über das faschistische Moment in unsrer Gegenwart, den AfD-Sieg in Sachsen-Anhalt und welchen Antifaschismus wir brauchen.
#347 Neokolonialismus: Wie viel Kolonialismus steckt heute noch im Kapitalismus?
Épisode 347
mercredi 16 septembre 2026 • Durée 01:35:51
Ohne den Kolonialismus würde der globale Kapitalismus nicht existieren. Wie genau die koloniale Unterwerfung und Plünderung bis heute die Nord-Süd-Beziehungen prägt, zeigt der Politökonom Robin Jaspert in seinem Buch "Neokolonialer Kapitalismus". Ein Gespräch über die Wurzeln des heutigen Neokolonialismus, den Abstieg des Westens als Möglichkeitsfenster für Bewegungen im Süden und die Notwendigkeit eines neuen Internationalismus.
AfD-Sieg bei den Landtagswahlen: Was lernen wir aus Sachsen-Anhalt?
Épisode 52
mercredi 9 septembre 2026 • Durée 45:58
Nach den 43,8 Prozent für die AfD in Sachsen-Anhalt ist die politische Ordnung der ganzen Republik ist ins Rutschen geraten. Wie konnte die AfD so stark werden? Welche Rolle spielen ostdeutsche Erfahrungen, die Entfremdung vom politischen System und das Verschwinden früherer politischer Bindungen? Wie wichtig war Ulrich Siegmunds emotionalisierter Wahlkampf – und inwiefern nutzte den Rechten die Polarisierung zwischen AfD und den „demokratischen Parteien"? Über diese Fragen spricht Sebastian Friedrich von "Über rechts" mit dem Sozialwissenschaftler und Theologen David Begrich von Miteinander e.V.
Was tun, wenn die Rechte regiert? Lehren aus Israel
Épisode 51
mercredi 26 août 2026 • Durée 01:19:39
Gerade richten sich alle Augen auf die Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern. Dort könnte der AfD in wenigen Wochen der Sprung in die Landesregierung gelingen - mit schwer abschätzbaren Konsequenzen für die kritische Zivilgesellschaft und staatliche Behörden, aber vor allem für alle, die nicht in das Weltbild der AfD passen. Doch statt wie das Kaninchen vor der Schlange zu sitzen, wollen wir bei "Was tun?" über die Wahlen hinaus denken. Denn aktuell kippt die Stimmung im ganzen Land immer weiter nach rechts - und so scheint es eine Frage der Zeit zu sein, bis Rechtsextreme mindestens in Bundesländern an die Regierung kommen. Umso wichtiger, sich jetzt schon zu fragen, wie es dann für alle, die für eine solidarische Gesellschaft kämpfen, weiter geht.
In der Miniserie "Was tun, wenn Rechte regieren?" sprechen Inken und Valentin mit Aktivist:innen aus Polen, Israel und Brasilien. Sie alle haben Erfahrungen mit rechten Regierungen - und sind sie im Fall von Polen und Brasilien auch wieder losgeworden. Inken und Valentin fragen nach: Wie müssen wir uns Aktivismus unter den neuen Rahmenbedingungen vorstellen? Welche Strategien wirken noch, wenn Rechte unsere Bewegungen zum Feindbild erklären? Und: Wie wird man rechte Regierungen wieder los?
In Folge 2 spricht Inken mit Raluca Ganea aus Israel. Dort regiert Benjamin Nathanjahu seit 2022 in einer Koalition mit religiösen Hardlinern und rassistischen Siedlern. Parallel zu den Kriegsverbrechen in Gaza und der Westbank läuft der rechte Staatsumbau in Israel selbst in Hochgeschwindigkeit: politische Rechte palästinensischer Bürger:innen werden immer weiter beschnitten, es gibt Vorstöße, eine Segregation zwischen Männern und Frauen zu etablieren und die demokratische Zivilgesellschaft wird zunehmend eingeschränkt. Raluca ist Gründerin von Zazim, einer Organisation, die in den letzten Jahren zu einer der lautesten Stimmen für ein progressives Israel geworden ist. Gemeinsam mit ihren Kolleg:innen kämpft sie bei Zazim für Solidarität und Demokratie. Inken und Raluca diskutieren darüber, welche Gemeinsamkeiten es zwischen der israelischen Rechten und der AfD gibt, Inken fragt nach, was sich hinter dem Schlagwort der "Re-Humanization" verbirgt und welche drei "Lessons Learned" Raluca für Aktivist:innen in Deutschland parat hat. Zum Schluss diskutieren Valentin und Inken, was wir aus dem Aktivismus in Israel für den Kampf gegen die AfD lernen können. Jetzt reinhören!
Was tun, wenn die Rechte regiert? Lehren aus Polen
Épisode 50
mercredi 19 août 2026 • Durée 59:25
Gerade richten sich alle Augen auf die Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern. Dort könnte der AfD in wenigen Wochen der Sprung in die Landesregierung gelingen - mit schwer abschätzbaren Konsequenzen für die kritische Zivilgesellschaft und staatliche Behörden, aber vor allem für alle, die nicht in das Weltbild der AfD passen. Doch statt wie das Kaninchen vor der Schlange zu sitzen, wollen wir bei "Was tun?" über die Wahlen hinaus denken. Denn aktuell kippt die Stimmung im ganzen Land immer weiter nach rechts - und so scheint es eine Frage der Zeit zu sein, bis Rechtsextreme mindestens in Bundesländern an die Regierung kommen. Umso wichtiger, sich jetzt schon zu fragen, wie es dann für alle, die für eine solidarische Gesellschaft kämpfen, weiter geht.
In der Miniserie "Was tun, wenn Rechte regieren?" sprechen Inken und Valentin mit Aktivist:innen aus Polen, Israel und Brasilien. Sie alle haben Erfahrungen mit rechten Regierungen - und sind sie im Fall von Polen und Brasilien auch wieder losgeworden. Inken und Valentin fragen nach: Wie müssen wir uns Aktivismus unter den neuen Rahmenbedingungen vorstellen? Welche Strategien wirken noch, wenn Rechte unsere Bewegungen zum Feindbild erklären? Und: Wie wird man rechte Regierungen wieder los?
In Folge 1 der Miniserie "Was tun, wenn Rechte regieren?" interviewt Valentin die polnische Aktivistin Dominika Lasota. Dominika kämpfte jahrelang gegen die rechte Regierungspolitik der "Law & Justice" Partei PiS an. Sie war Teil einer Kampagne, die es sich im entscheidenden Wahlkampf zum Ziel gemacht hatte, junge Frauen zur Wahl zu mobilisieren. Doch auch, wenn die Kampagne ein Erfolg war und "Law and Justice" nach acht Jahren an der Macht abgewählt wurde, blickt Dominika mittlerweile kritisch auf ihre Bemühungen, Donald Tusk und seine Mitte-Links-Koalition ins Amt zu hieven. Im Interview spricht sie sich dafür aus, gerade im Kampf gegen Rechts das Verhältnis sozialer Bewegungen zu Parteien zu überdenken - was das bedeutet, hört ihr in der Folge!