Sophie Passmann und Matthias Kalle unterhalten sich über das Fernsehen. Darüber, welche Netflix-Serien ihr Herz berührt haben, wann ihnen ein Comedy-Special die Welt erklären konnte und wieso das "Literarische Quartett" für alle Beteiligten anstrengend ist. Sie zählen die Gags bei ZDF-"aspekte" (null) und die guten Folgen vom Münsteraner "Tatort" (null).
Sie streiten sich über Dialoge und Plotholes, sind sich aber auch erschreckend oft sehr einig, zum Beispiel darüber, dass es "ironisch fernsehen“ nicht gibt. Und niemals, wirklich niemals, werden sie die letzte Folge "hart aber fair" nacherzählen. Versprochen.
Sophie Passmann ist Autorin, Kolumnistin beim ZEITmagazin, Radiomoderatorin bei 1LIVE und gehört zum Ensemble des "Neo Magazin Royale". Es ist also damit zu rechnen, dass sie niemals über Jan Böhmermann herziehen wird.
Matthias Kalle hatte seine Karriere als Fernsehkritiker eigentlich wegen Bore-out vor Jahren beendet. Heute ist er stellvertretender Chefredakteur des ZEITmagazins und streicht dort unter anderem alle Gags aus den Kolumnen von Sophie Passmann.
Dieser Podcast wird produziert von Pool Artists.
Site
RSS
Apple
Données mises à jour le 04/07/2026
Classements récents
Dernières positions dans les classements Apple Podcasts et Spotify.
Liens partagés entre épisodes et podcasts
Liens présents dans les descriptions d'épisodes et autres podcasts les utilisant également.
Découvrez des podcasts liées à Die Schaulustigen. Explorez des podcasts avec des thèmes, sujets, et formats similaires. Ces similarités sont calculées grâce à des données tangibles, pas d'extrapolations !
Il n'y a pas de contenu associé à ce podcast.
Aucun lien partagé par ce podcast
Die beste Episode. Bisher?
Épisode 28
vendredi 20 mars 2020 • Durée 55:36
Warum zeichnen die Schaulustigen Episode 29 nicht wie sonst im Studio
auf? Wieso gibt es Nüsschen? Warum interessiert sich Sophie Passmann auf
einmal dafür, wie Matthias Kalle Fernsehen schaut? Und läuft eigentlich
noch "Germanys Next Topmodel"?
Viele Fragen, noch mehr Antworten, denn diese Episode des
Fernsehpodcasts "Die Schaulustigen" wird die letzte sein. Harald Schmidt
nannte es einmal "Kreativpause", Passmann und Kalle sprechen von einer
"Podcast-Pause". Vorher klären sich noch einmal alle offenen Fragen (mag
Kalle Conan O'Brien wirklich nicht?). Vor allem aber sprechen beide über
die Highlights des vergangenen Schaulustigen-Jahres und geben
Empfehlungen für die Wochen, die die Menschen jetzt vor allem zu Hause
verbringen müssen.
Es geht also um "Brooklyn 99", "Fleabag", "Broadchurch", "The Kominsky
Method", "Pose", "13 Reasons Why" - aber auch um Klassiker, die noch nie
besprochen wurden wie "Dr. House" und "24". Und am Ende sagen die
Tschaulustigen zum Abschied leise "Servus".
Gejagte Nazis, tanzende Promis und "Wetten, dass...?"
Épisode 27
vendredi 6 mars 2020 • Durée 56:20
Es gibt Sendungen, von denen dachte man nicht, dass sie doch nochmal
wieder kommen. Wetten, dass…? zum Beispiel. Die Schaulustigen besprechen
die Vorfreude auf die Jubiläumsshow im November und haben
zufälligerweise auch schon gegenseitig Wetten für den anderen
eingereicht, die sie im Podcast besprechen. Außerdem war Berlinale. Und
während die Schaulustigen aus Tradition und Überzeugung keine Filme auf
dem Filmfestival anschauen, waren die dennoch bei Sektempfängen und
Preisverleihungen. Und Kalle, der sonst nicht im Verdacht steht,
Lebensfreude zu empfinden, ist ausnahmsweise euphorisch. Die neue
Staffel Let’s dance ist gestartet. Juhu.
Auf Netflix gibt es jetzt die Teenie-Serie I am not okay with this;
bisschen sperriger Titel, dafür eingängiges Drehbuch. Obwohl alles dabei
ist, was Kalle und Passmann an solchen Serien in den letzten Monaten
begeistert hat (pubertierende Jungs, altmodische Autos, Plattenspieler),
kann die Serie nicht mehr als seicht unterhalten. Und in der neuen
Prime-Serie Hunters werden Nazis gejagt, was den Schaulustigen
grundsätzlich mehr als gut gefällt. Die Serie sieht leider dennoch eher
aus wie eine traurige Mischung aus alten Film-Schnipseln von Wes
Anderson und Quentin Tarantino. Und ein, zwei moralische Fragen haben
Passmann und Kalle dann auch noch an die Macher.
"Bad Banks" und gute Comedy
Épisode 26
vendredi 21 février 2020 • Durée 59:58
In dieser Episode beschäftigen sich die Schaulustigen mehr als sonst mit
Fernsehen aus Deutschland. Passmann und Kalle diskutieren die
Entscheidung des ZDF, Thea Dorn zur alleinigen Gastgeberin des
"Literarischen Quartetts" zu ernennen, und weinen ein wenig den guten,
schlechten Zeiten von Uwe Weidermann hinterher.
Tränen des Abschiedsschmerzes gibt es auch bei der Besprechung der
zehnten und finalen Staffel der Comedy-Serie "Pastewka", die die
Schaulustigen insgesamt nur loben können – wenn auch die zehnte Staffel
zumindest Kalle nicht vollends überzeugt hat, allerdings ist das Jammern
auf hohem Niveau. Nicht ganz so hoch sahen Passmann und Kalle das Niveau
der Netflix-Dokumentation "Miss Americana" – eine Art in die Länge
gezogene Instagram-Story über die Musikerin Taylor Swift.
Vollkommen durcheinander brachte die Schaulustigen allerdings die zweite
Staffel von "Bad Banks". Das lag zum einen daran, dass die beiden nie so
ganz verstanden haben, worum es eigentlich geht (irgendwas mit Geld),
zum anderen aber leider auch daran, dass die Figurenentwicklung anders
als in der ersten Staffel sehr lieblos gearbeitet wurde. Apropos
lieblos: "Germany's Next Topmodel" läuft immer noch …
Sex, das deutsche "Queer Eye" und keine Heidi Klum
Épisode 25
vendredi 7 février 2020 • Durée 56:50
Die Schaulustigen ziehen sich die Hosen aus für diese Folge, denn es
geht um Sex. Gleich zwei Netflix-Produktionen besprechen sie, die beide
auf sehr unterschiedliche Weise von Sex handeln. In "Sex Education" geht
es um Teenager, Penisse und den Versuch, so lang wie möglich geheim zu
halten, dass die Serie im 21. Jahrhundert spielt. Es geht Passmann und
Kalle außerdem um die Frage, ob das Leben von Teenagern durch diese
Serie einfacher oder schwerer wird.
In "Sex, Explained" soll, man ahnt es, Sex erklärt werden. Die Macher
und Macherinnen erklären stattdessen aber das, was sie gern für Sex
halten würden, mit Menschen, mit denen sie wohl gern Sex hätten. Fühlt
sich an wie eine nicht jugendfreie Folge "Galileo Big Pictures". Ohne
die großen Bilder.
Und der rbb hat den ambitionierten Versuch gestartet, die Erfolgsserie
"Queer Eye" in Deutschland zu adaptieren. Statt dem mittleren Westen
wird bei "queer 4 you" in Berlin-Pankow gedreht, statt fünf warmherziger
schwuler Männer, die sich und diese Aufgabe ganz offensichtlich lieben,
stylen vier eher gleichgültige schwule Männer vorwurfsvoll das Leben von
Menschen um, mit denen sie nichts zu tun haben wollen.
James Bond, "Messiah" und "Don’t f**k with cats"
Épisode 24
vendredi 24 janvier 2020 • Durée 01:00:34
In der neuen Episoden hüpfen in die Schaulustigen in ein Wechselbad der
Gefühle und planschen darin eine Stunde vergnügt herum. Kalle verrät
Passmann etwas über Benedikt Cumberbatch, was sie noch nicht wusste,
Passmann erklärt Kalle, wie sie sich die Zukunft von James Bond
vorstellt.
Dann sprechen die beiden über die ZDF-Dokumentation "Heroes", in der
junge Comedians ihre Vorbilder treffen. Schlechte Idee gut gemacht –
oder gute Idee schlecht gemacht? Mit dem Urteil tun sich die
Schaulustigen schwer. Deutlicher werden Passmann und Kalle, wenn sie
über die Netflix-Produktion "Messiah" reden, die das Potential besitzt,
als schlechteste Serie aller Zeiten des Streaminganbieters für immer im
Gedächtnis zu bleiben. Die Schaulustigen allerdings würden am liebsten
sofort vergessen, was sie da gesehen haben.
Konflikte bahnen sich bei der Besprechung der True-Crime-Mini-Serie
"Don’t f**k with cats" an, in der es um die Jagd einer
Internet-Community nach einem Typen geht, der zunächst Katzen umbringt.
Und versöhnlich wird es, als die beiden endlich wieder eine "Serie für
Kevin" besprechen – diesmal die amerikanische Version von "The Office".
Und natürlich kennen die Schaulustigen das Original – liebe Grüße an
Christoph Maria Herbst!
"The Witcher" und Frauenhass
Épisode 23
vendredi 10 janvier 2020 • Durée 52:08
Die Schaulustigen starten in das neue Jahr mit Stalking und
Waldlichtungen. In der zweiten Staffel der Netflix-Serie "You" geht es
nämlich immer noch um einen frauenhassenden Psychopathen, der durch die
Gegend läuft und den Machern der Show dabei hilft, Stalking zu
verromantisieren. Und obwohl Passmann und Kalle sich über jede Serie
freuen, die endlich mal nicht in New York City spielt, macht der
Schauplatz der neuen Staffel – Los Angeles – alles irgendwie noch viel
schlimmer.
Wichtige Frage außerdem: Wieso hat Netflix für die Produktion der Serie
"The Witcher" nicht mehr Geld locker gemacht? Offenbar reichte das
Budget nur aus für ein einziges Waldstück und einen Holzverschlag, vor
dem die Schauspieler die, nun ja, "Dialoge" aufsagen müssen. Passmann
hat "The Witcher" nicht begriffen, Kalle spricht sich für einen
angstfreien Raum im Internet aus, in dem man solchen Trash einfach mal
unironisch gut finden darf.
Apropos Trash: Die neue Staffel der Grimmepreis-Show "Catch" auf Sat1
lief an. Passmann hat die leider verpasst (wichtige Termine und keine
Lust), Kalle nutzt die Chance aber, um im Podcast endlich mal von seinen
eigenen zahlreichen Erfolgen im Fangen zu sprechen.
Alles Golden Globes
Épisode 22
vendredi 27 décembre 2019 • Durée 49:13
Alles anders in dieser Episode: Kurz nach Weihnachten kommen die
Schaulustigen zusammen, um bei gebrannten Haselnüssen (Passmann) und
gebrannten Mandeln (Kalle) das Jahr (2019) noch einmal zusammenzufassen.
Anhand der Golden-Globes-Nominierungen erinnern sich die beiden an sehr
viel Schönes, was sie gesehen haben ("Fleabag", "Marriage Story", "Late
Night", "The Crown", "Pose", "The Kominsky Method"). Das Hässliche ("The
Irishman", "Wir sind die Welle", Glühwein) übernimmt in dieser
herzensguten Folge nicht die Kontrolle.
Passmann empfiehlt Kalle außerdem, sich zwischen den Jahren unbedingt
"School of Rock" anzuschauen und überzeugt ihn mit einer Passt-Top-3
beinahe. Kalle, wesentlich älter, empfiehlt den Film "Ist das Leben
nicht schön?" aus dem Jahr 1946 und sich mal alle drei Folgen von "Der
Pate" hintereinander anzugucken. Passmann bleibt skeptisch.
Und es wird gewichtelt!
Das letzte "Literarische Quartett" und ein UK-Spezial
Épisode 21
vendredi 13 décembre 2019 • Durée 55:16
Ja, die Schaulustigen haben für diese Episode eine große Spezialfolge
mit bestem britischem Fernsehen angekündigt, aber das Leben ist ihnen in
die Quere gekommen. Denn ausgerechnet jetzt lief das allerletzte
Literarische Quartett in alter Besetzung. Westermann und Weidermann
hören auf und ihr Abschied war schön, lustig, ein wenig rührend und sehr
entspannt. So, wie Literatur im Fernsehen also eigentlich nie ist.
Außerdem läuft bei Netflix neu der Spielfilm "Marriage Story", der
Passmann und Kalle sehr glücklich gemacht hat. Es geht um Liebe,
Verzweiflung, Alltag, ein bisschen Hass und irgendwann viel
Gleichgültigkeit. Es gibt zwei der besten Hauptrollen seit Langem und 6
Nominierungen für den Golden Globe. Ganz großes Netflix!
Und weil der Alltag dann abgearbeitet ist, widmen sich die Schaulustigen
endlich Großbritannien. Es geht natürlich um "The Crown", das Kalle
berührt, das für Passmann aber vor allem aus reichen Menschen und
blutigem Husten besteht. Die beiden versuchen zu erklären, wieso die
Krimi-Serie "Broadchurch" alles richtig macht und keine Sekunde
langweilig wird. Es geht um Sherlock, was Passmann endlich mal die
Möglichkeit gibt, über den bisher noch unbekannten Nachwuchsschauspieler
Benedict Cumberbatch zu sprechen, und Kalle kann nochmal zusammenfassen,
wieso "Black Mirror" gutes Fernsehen sein kann.
“Queen of Drags”, der Bambi, “Pose” – Hauptsache, gute Kleider
Épisode 20
vendredi 29 novembre 2019 • Durée 58:55
Die Schaulustigen haben sich ihre Abendgarderobe angezogen und vor den
Fernseher gesetzt, denn der Bambi wurde übertragen. Einige sagen, es sei
"Deutschlands wichtigster Medienpreis", Kalle gehört nicht dazu.
Passmann konnte die überflüssige Show ganz gut ertragen, weil sie großen
Spaß an den Roter-Teppich-Outftis der Promis hatte.
Und natürlich startete "Queen of Drags", die neue Castingshow von Heidi
Klum, in der sie mit Bill Kaulitz und Conchita Wurst die beste Drag
Queen Deutschlands sucht. Der größte Störfaktor an Heidi Klums neuem
Format ist Heidi Klum, die davon irritiert zu sein scheint, dass sie
anders als bei "Germany’s Next Topmodel" jetzt nicht mehr vor laufender
Kamera verschüchterte Mädchen niedermachen kann.
Bei Netflix dieses Mal gemischte Gefühle: Kalle und Passmann sind
fassungslos, was für große Kunst die Serie "Pose" ist, die die
Geschichte queerer Ballroom-Kultur im New York der Achtziger erzählt. Es
ist eine Serie, die heterosexuelle weiße Menschen gar nicht verdient
haben, sie aber dennoch schauen dürfen. Ein großes Geschenk, eine
wichtige Serie.
Nicht so wichtig: die Sendung"Frühstück, Mittag- und Abendessen", bei
der es um - Sie erahnen es - Mahlzeiten geht. Der Sternekoch David Chang
trifft Prominente und isst mit ihnen. Wer sich mal wieder in die
Mittelstufe zurückversetzt fühlen und zwei albernen Kiffern dabei
zuschauen will, wie sie über ihre eigenen Witze lachen, sollte die erste
Folge mit Seth Rogen sehen. Alle anderen können sich das sparen.
Und am Ende der Folge gab es wieder Hass: Die deutsche
Netflix-Produktion "Wir sind die Welle" ist eine Frechheit. Passmann
sitzt bis zu diesem Moment im Podcast-Studio und ärgert sich über den
Protagonisten Tristan.
Lieber für immer allein als „Modern Love“
Épisode 19
vendredi 15 novembre 2019 • Durée 57:46
Die Zeiten, in denen sich der Durchschnittsdeutsche für eine Serie auf
lediglich 4 Streaming-Plattformen entscheiden musste, sind endlich
vorbei! "AppleTV+" ist auf den Markt gekommen, und weil die
Schaulustigen Netflix schon zweimal durchgespielt haben, haben sie sich
den neuen Anbieter direkt angeschaut. Wichtigste Show dort ist bisher
"The Morning Show" mit Jennifer Aniston und Steve Carrell, was weniger
eine gute Serie als vielmehr eine lange, sehr gut besetzte
Schleichwerbung für Apple-Produkte zu sein scheint.
Aber es geht auch um Liebe bei den Schaulustigen! Passmann und Kalle
haben sich die Hype-Show "Modern Love" angesehen, eine Serie, die
behauptet, großartige und außergewöhnliche Liebesgeschichten aus New
York zu erzählen. Leider wurden selten so gewöhnliche und komplett egale
Liebesgeschichten erzählt wie in "Modern Love", mit wenigen Ausnahmen
ist der Plot einer jeden Liebschaft überflüssig und vorhersehbar.
Großartig besetzte Langeweile. Kalle spricht sich in Rage für ein Ende
von Filmen aus New York City aus, Passmann fordert direkt einen
sofortigen Stopp aller Liebesfilme.
Aber alles, was "Modern Love" schlecht macht, macht eine andere
Netflix-Serie zufällig und nebenher so viel besser: In "The Kominsky
Method" spielt Michael Douglas nicht nur eine seiner besten Rollen der
letzten Jahren, es ist auch alles, was "Modern Love" nicht ist: rührend,
klug, witzig. Es geht um Liebe im Alter, Liebe und Tod, Liebe zu Kindern
und Liebe, die nicht funktionieren darf. Weiterer Pluspunkt: Die Serie
spielt nicht in New York.