Der Wolfspodcast – Détails, épisodes et analyse

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Podcast Der Wolfspodcast

Der Wolfspodcast

Sabine Sebald

Sciences

Fréquence : 1 épisode/9j. Total Éps: 95

Hosting podcast Podigee
Der Wolf ist wieder da, und er ist gekommen, um zu bleiben. Die Diskussion um seine Rückkehr ist jedoch politisch und gesellschaftlich mehr als aufgeladen. Dieser Podcast macht sich für den aktiven Wolfsschutz stark. Mit vielen wissenschaftlichen Fakten, spannenden Informationen rund um das Leben der wilden Wölfe, sowie politische und juristische Hintergründe und News. Gespräche mit Expertinnen und Experten liefern die unterschiedlichsten Perspektiven zum Thema Wolf. Denn nur, was wir kennen, können wir lieben und nachhaltig schützen. Folgt uns auf den Spuren unserer wilden Wölfe.
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21: Wölfe aus der Sicht eines Schäfers

vendredi 12 juillet 2024Durée 44:40

Wie kommen die Schäfer eigentlich mit dem Wolf klar? Alles, was man so hört, klingt eher nicht nach friedlicher Koexistenz, sondern nach ganz viel "geht nicht, wollen wir nicht, haben wir früher auch nicht so gemacht, sind wir dagegen". Tatsächlich ist die Ablehnung des Wolfes in Hobbyschäferkreisen weit verbreitet. Ein Großteil vor allem der Berufsschäfer, von denen man leider wenig hört, hat längst aber einen Weg gefunden, sich mit der Rückkehr der Prädatoren zu arrangieren. Konsequenter Herdenschutz ist nicht nur wissenschaftlicher Konsens, sondern auch umsetzbar und damit alltagstauglich auf dem Weg zu einem friedlichen Miteinander mit dem Wolf. Es wurde Zeit, dass ein Schäfer im Podcast zu Wort kommt. In dieser Folge begrüßen Sabine und Matthias Thomas Rebre, der in der niedersächsischen Göhrde, inmitten mehrerer Wolfsterritorien, mit 500 Heidschnucken und Ziegen im Einklang mit der Natur wirtschaftet und seine Schäferei betreibt. Er hat keine Herdenschutzhunde und schützt seine Tiere ausschließlich mit Strom. Rebre hat einen riesigen Mehraufwand durch den Wolf und schimpft manchmal auch über ihn. Alles in allem sieht er den Wolf aber positiv und hat Respekt, wie er sich als Art wieder durchsetzt. Der Erfolg gibt im Recht. 39 Nutztierübergriffe hat es im Gebiet um die Göhrde herum gegeben – bei Thomas Rebre nur drei in zehn Jahren. „Wenn du willst, dann geht es“, und „Wolfsabschüsse bringen gar nichts", weiß der Wanderschäfer. Die Wölfe hier kennen seine Schafe und wissen, dass sie maximal geschützt sind. Rebre geht mit gutem Beispiel voran. Viele weitere werden ihm hoffentlich bald folgen.

20: Der Wolf in der Politik

jeudi 4 juillet 2024Durée 23:18

Die Empörung über die Aussagen von Bundeslandwirtschaftsminister Cem Özdemir zum Thema Wolf ist groß und ruft Sabine & Matthias auf den Plan, einiges zu dem fragwürdigen Auftritt des Politikers klarzustellen. So hatte Özdemir angekündigt, er werde sich der Absenkung des Schutzstatus der europäischen Wölfe nicht in den Weg stellen. »Der Wolf hat in der Landwirtschaft nichts verloren«, sagte der Minister. Und: Weidetiere müssten Sicherheit vor dem Wolf haben. Er könne sich nicht vorstellen, wie ein Wolfsschutz mit Zäunen auf Almen oder an Deichen funktionieren solle. Der 2. Vorsitzende vom Freundeskreis freilebender Wölfe e.V., Thomas Mitschke, ist wieder zu Gast. Der Experte für Wolfspolitik kommentiert die Aussagen und kritisiert Özdemirs "Inkompetenz und Populismus". Es ist wieder mal Zeit für Haltung. Und gute Argumente. Let`s go!

11: Wolfsmonitoring

vendredi 3 mai 2024Durée 30:54

Dieser Tage ist es still im Wolfsland. Die Fähen bekommen ihre Welpen. Zu keiner Zeit im Jahr findet man so wenige Spuren der scheuen Beutegreifer, wie jetzt. Matthias Kays beteiligt sich aktiv am Wolfsmonitoring in seiner sächsischen Heimat und berichtet in dieser Folge von seiner ehrenamtlichen Tätigkeit. Wolfsmonitoring ist die wissenschaftliche Dokumentation, wie viele Tiere, wo in Deutschland leben. Zusammen mit einem Freund sammelt er frische Losungen, liefert Fotos und Videos aus seinen Wolfsrudeln und sucht ihre Spuren im Sand. Weiter geht es in dieser Folge um die Rolle der Fähen in den Rudeln und um den freilaufenden Jagddackel in Brandenburg, der wohl tatsächlich von einem Wolf gebissen wurde. Ausgerechnet die Jägerschaft fordert jetzt den Abschuss des Wolfs.

10: Der Wolf aus Sicht eines Försters und Jägers

vendredi 19 avril 2024Durée 44:42

Severin, dessen Nachnamen wir hier bewusst nicht nennen, ist seit 15 Jahren Jäger. Der studierte Förster hat sein Revier in Niedersachsen zwischen Bremen und Bremerhaven und ist bei einer öffentlichen Forstverwaltung angestellt. Für ihn hat sich durch die Rückkehr des Wolfes wenig geändert. Der 34-Jährige lebt mit seiner Frau, die auch Försterin ist, mitten im Wolfsland. Mit seiner Meinung über den Wolf und die anderen großen Beutegreifer macht er sich in der Jägerschaft nicht nur Freunde. Im Gespräch mit Matthias Kays und Sabine Sebald geht er den Gründen hierfür auf die Spur. Seine Visionen von einer Forstwirtschaft im Einklang mit der Natur sind auch Thema dieser Folge. Fazit: Der Wolf gehört dazu. Ob`s dem Jäger nun passt, oder nicht.

09: Über Jäger und Gejagte

vendredi 12 avril 2024Durée 38:38

Das Jahr ist etwas mehr als drei Monate alt, und wir zählen offiziell bereits 29 tote Wölfe (Stand 7.4.24, Quelle: DBBW, siehe Linkliste unten). Die meisten von ihnen haben ihr Leben im Straßenverkehr gelassen. Viele Todesfälle bleiben jedoch ungeklärt. Und die Dunkelziffer ist wahrscheinlich sehr hoch. Matthias berichtet über einen Rüden, der in Sachsen unter die Räder kam. Und über die wahrscheinlich weitreichenden Folgen für sein Rudel. Etwas länger zurück liegt der Totfund eines Rüden, der auf grausamste Weise durch den Schuss eines Jägers sein Leben verlor. Der Naturfilmer war bei seiner Bergung dabei und erinnert sich an die verstörenden Bilder. Niedersachsen ist natürlich in dieser Folge auch wieder Thema. Obwohl das Verwaltungsgericht Oldenburg die Jagd auf den Rüden im Raum Hannover gestoppt hat, bleibt ein Beigeschmack. Der niedersächsische Umweltminister Meyer hatte zur Jagd auf ihn geblasen. Und das auch noch mitten in der Brut und Setzzeit. Während dieser Zeit sind eigentlich alle Tiere, die Nachwuchs erwarten oder zu versorgen haben, vor Bejagung geschützt. Nur eben der Wolf nicht, wenn es nach Politik und Jägerschaft geht. Die Podcaster diskutieren über die Jagd und ihre Folgen für die Natur. Für euren persönlichen ASMR-Moment nimmt Matthias euch mit dem Mikro mit an seine geheimen Orte in der sächsischen Natur. Dort, wo Hirsch, Kranich und Seeadler zuhause sind. Ein ganz besonderes Erlebnis, für das ihr nur die Lautstärke hochdrehen müsst. Wie Wölfe reagieren, wenn sie sich beobachtet fühlen, und wo sie zur Ruhe kommen, wenn sie sich sicher fühlen, kann Matthias aus erster Quelle berichten. Kleiner Spoiler: Wölfe schlafen und träumen wie unsere Hunde. Einer von vielen Gründen, ihnen mit dem gleichen Respekt und der gleichen Liebe zu begegnen.

08: Fragen an den Wolfsexperten

vendredi 5 avril 2024Durée 48:13

Matthias trifft sein großes Vorbild, Deutschlands bekanntesten Wolfsfilmer Sebastian Koerner. Die beiden arbeiten zur Zeit an einem gemeinsamen Projekt: „Wölfe und Menschen – Wege zur Koexistenz“. Sie haben einiges zu erzählen aus ihrem außergewöhnlichen Leben als Naturfilmer. Sebastian Koerner setzt sich seit mehr als 20 Jahren für die wilden Wölfe ein. Der Biologe kennt sie wie kaum ein anderer. In dieser Folge teilt er sein Wissen und beantwortet wichtige und aktuelle Fragen zum Thema Wolf.

07: Start in die zweite Staffel

vendredi 29 mars 2024Durée 24:02

Der Dresdner Naturfilmer Matthias Kays feiert in dieser Folge seinen Einstand. Im Gespräch mit der Berliner Journalistin Sabine Sebald zeigt er den Wolf aus seiner ganz persönlichen Perspektive. Der Tierfilmer kommt den wilden Wolfsfamilien bei seiner Arbeit sehr nah und erlebt die Wölfe unverfälscht und in ihrer natürlichen Umgebung. Über diese unglaublichen Begegnungen wird der Wolfsschützer mit Herz hier in diesem Podcast berichten. Kommt einfach mit in die Natur!

19: Über die Wölfin GW403f, Deiche und illegale Wolfstötungen

vendredi 28 juin 2024Durée 01:09:14

Mit seinen knapp 500 Mitgliedern ist der Freundeskreis einer der kleineren Verbände, die sich aktiv für den Wolf einsetzen. Wenn es aber um das Durchsetzen von Recht und Gesetz geht, hat er die Nase vorn und leistet wertvolle Arbeit zum Beispiel in Sachen Eilverfahren. Bis jetzt hat der Verein nur Siege zu verbuchen. Aktuell, zum Zeitpunkt der Aufnahme dieser Folge am 16. Juni 2024, stand eine Entscheidung vom Landgericht Stade noch aus. Sabine und Matthias sprechen mit Thomas Mitschke detailliert über den Fall der Jungwölfin im Landkreis Stade, die nicht nur mit zwei Übergriffen auf ungeschützte Weidetiere aufgefallen ist. Des Weiteren wird über den Herdenschutz auf Deichen gesprochen und wie dieser verbessert werden kann. Thomas betont, dass Deiche gut geschützt werden können und dass es Beispiele dafür gibt, dass es auch ohne Schafe funktioniert. Für den erfahrenen Naturschützer ist klar, dass die Deichschutzmaßnahmen in Niedersachsen gnadenlos hinterherhinken. Er macht politische Interessen dafür verantwortlich. Matthias und Thomas kennen persönlich Schäfer, die erfolgreich Herdenschutz betreiben und mit dem Wolf im Einklang leben. Damit sind sie absolute Vorbilder, obwohl auch sie mit den finanziellen Herausforderungen der Schäfereien zu kämpfen haben. Zum Schluss geht es um ein Thema, das für die Podcaster nur schwer zu ertragen ist: Illegale Tötungen von Wölfen. Wilderei ist leider aktueller denn je, die Aufklärungsrate aber gleich Null. Es wird betont, wie wichtig es ist, solche Vorfälle zu melden. Das Projekt wildLIFEcrime hat es sich zum Ziel gesetzt, die Wilderei europaweit zu bekämpfen. Fazit: Der Freundeskreis freilebender Wölfe e.V. leistet wertvolle Arbeit nicht nur mit Aufklärung, Information und Wolfspolitik. Er hilft auch aktiv vor Ort bei den Weidetierhaltern. "Jetzt Mitglied werden", wünschen sich Sabine und Matthias und sind schon vor einiger Zeit mit gutem Beispiel voran gegangen.

18: Der Wolf aus der Sicht der Pathologin

vendredi 21 juin 2024Durée 42:44

Stirbt irgendwo in Deutschland ein Wolf, landet er in Berlin Friedrichsfelde auf dem Seziertisch. Egal ob überfahren, erschossen oder auf natürliche Weise ums Leben gekommen: Sein letzter Weg führt zu Dr. Claudia Szentiks ins Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung. Dort sucht die Pathologin nach der genauen Todesursache. Fast 1000 Wölfe hatte sie schon auf dem Tisch (Stand 5.6.24). Tendenz steigend, nicht nur weil die Population wächst. Tatsächlich ist der Mensch für den Wolf sehr gefährlich. Über seine Rückkehr freut die Wissenschaftlerin sich sehr. Die Beutegreifer spielen nämlich eine wichtige Rolle in einer intakten Natur. Wozu für sie auch Wisent und Bär gehören. Für diese Folge hat sich die Fachtierärztin viel Zeit genommen, um mit Matthias und Sabine über ihre Erfahrungen im Sektionssaal, menschliche Abgründe, Respekt zu Natur und Tieren und ihre Kindheit auf dem Lande zu sprechen. Die Tierpathologin fordert ein gesellschaftliches Umdenken in Sachen Fleischkonsum und wünscht sich mehr Wertschätzung für die Weidetierhalter. Kriegen Wölfe die gleichen Krankheiten wie Hunde? Wie kommen die wilden Wölfe mit der Räude klar? Ist in der Metropole Berlin schonmal ein Wolf nachgewiesen worden? Wie läuft so eine Obduktion genau ab? Antworten auf diese und viele weitere spannende Fragen erwarten euch in diesen knapp 40 Minuten Wolfspodcast.

17: Der Wolf in den Medien

vendredi 14 juin 2024Durée 01:04:17

Lokalredaktionen berichten gerne über Wölfe. Das Thema polarisiert stark. Ihnen ist die Aufmerksamkeit von Gegnern und Befürwortern plus der unentschlossenen Mitte daher gewiss. Wolfssichtungen und Risse sind hier ein ideales Thema. Die „AG NABUs im Wolfsterritorium Schermbeck“ ist eine Arbeitsgemeinschaft der NABU-Organisationen aus Borken, Bottrop und Wesel. Zwei Jahre lang haben die Naturschützer die Pressearbeit im Territorium unter die Lupe genommen. Wie sieht`s in Sachen Wolf mit den journalistischen Standarts aus? Ist die Berichterstattung so ausgewogen wie sie sein sollte? Sind die Formulierungen neutral? Und kommen eigentlich alle Parteien zu Wort? Leider nein! Unzutreffende Behauptungen wie „Wölfe verlieren zunehmend die Scheu“ und „Wölfe springen über jeden Zaun“ oder „Weidtierhalter gibt auf“ schwingen zwischen den Zeilen mit oder werden ohne jedes Hinterfragen im Klartext formuliert. Die Darstellung von relativierenden Fakten wie „Wölfe fliehen nicht panisch, sondern ziehen sich eher langsam zurück“ – dafür gibt es biologische Gründe – werden nicht gegeben. Und kaum ein Journalist schreibt über die Qualität des Herdenschutzes. Wölfe springen in der Regel selten über Zäune, sondern graben sich unten durch. Das lässt sich durch vernünftige Zäune mit entsprechender Bauweise in den meisten Fällen verhindern. Und Weidetierhalter geben ihre Tiere meistens ab, weil es aus vielen Gründen schwierig ist, beispielsweise von der Schäferei zu leben. Der Wolf ist nur ein Grund von vielen. Die durch ihn verursachten Schäden werden durch staatliche Entschädigungen ausgeglichen. Aber alles das schreiben die „flotten Federn“ eben nicht. Ist zu komplex, macht zu viel Mühe. Headlines wie „Wolfsmassaker im Streichelzoo“ verkaufen sich eben besser. Sabine und Matthias haben sich für diese Folge mit dem Kreisvorsitzenden vom NABU Borken, Martin Frenk, verabredet. Eine Bestandsaufnahme, aber auch Tipps, wie es besser laufen kann, und was man als Leser solcher Meldungen tun kann.

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