Explorez tous les épisodes du podcast Das Wort zum Schabbat
| Titre | Date | Durée | |
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| Schabbat Wajera || Lots Familie in Sodom | 15 nov. 2024 | 00:56:46 | |
Zum Wochenabschnitt Wajera, „Und es erschien“, der die Kapitel 1. Mose 18–22 umfasst, sprach Rabbiner Dr. Walter Rothschild das Wort zum Schabbat am 11. November 2022. Die damalige Erklärung des Rabbiners hörst du heute hier, da ich derzeit auf Reisen bin. Aber die Tora ist ewig und veraltet nicht… In dieser Sidra kündigen drei Männer Abraham an, dass die bislang kinderlose Sara in einem Jahr einen Sohn haben wird – und Sara lacht. Abraham bittet Gott, die böse Stadt Sodom zu verschonen. Doch sie geht in Schwefel und Feuer unter. Lot wird mit seiner Familie gerettet. Lots Frau aber wird zur Salzsäule. Lots Töchter sorgen dafür, dass sie Nachwuchs bekommen, die späteren Völker Moab und Ammon. Abraham hat in Gerar mit dem König der Philister, Abimelech, ein Déja vu-Erlebnis. Gott erinnert sich an sein Versprechen: Abraham mit 100 Jahren und Sara mit 90 Jahren wird mit Isaak ein Sohn geschenkt. Hagar und Ismael werden aus Abrahams Haus verbannt und fliehen in die Wüste. Gott rettet ihr Leben. Abimelech schließt einen Pakt mit Abraham. Abraham hört den Befehl, Isaak auf dem Berg Moria zu opfern. Am Ende opfert er einen im Unterholz verfangenen Widder. This is a public episode. If you’d like to discuss this with other subscribers or get access to bonus episodes, visit plus.ahavta.com/subscribe | |||
| Schabbat Lech Lecha || Geh über dich hinaus | 08 nov. 2024 | 00:49:10 | |
Mit dem Wochenabschnitt Lech Lecha, „Gehe für dich“, beginnt die Geschichte Abrahams, der hier noch den Namen Awram trägt. Die Parascha umfasst 1. Mose 12–17. Dazu sprach der Frankfurter Rabbiner Andrew Steiman am 4. November 2022. Die damalige Erklärung des Rabbiners hörst du heute hier, da ich derzeit auf Reisen bin. Aber die Tora ist ewig und veraltet nicht… Gott spricht zu Awram: „Geh vor dich hin aus deinem Land, aus deiner Verwandtschaft, aus dem Haus deines Vaters in das Land, das ich dich sehn lassen werde.“ „Geh über dich hinaus“ kann man die ersten beiden Worte des Tora-Abschnittes auch übersetzen. Andy Steiman zeigt anhand seiner eigenen Familiengeschichte, dass jeder in seinem Leben solche „Lech Lecha“-Momente erlebt und bestehen muss. Abraham wird hier auch „Awram HaIwri“ genannt. Das heißt „Awram, der Hebräer“. Aber die Wort-Wurzel meint auch ein Hinübergehen. Für Awram bedeutet das zunächst ein geografisches Hinübergehen nach Kanaan, in das „Land, das ich dir zeigen werde“. Im Gespräch mit Ricklef Münnich von ahavta - Begegnungen macht Rabbiner Steiman aber auch anschaulich, dass es um ein spirituelles Hinübergehen geht. An Awrams Seite geht Sarai, die später Sara heißen wird. Andy Steiman erklärt, dass sie kein Anhängsel von Awram ist, sondern ihre ganz eigene Rolle und Aufgabe hat. Er zeigt an ihrem Beispiel, wie ein egalitäres Verständnis der Geschlechter biblisch gemeint ist. This is a public episode. If you’d like to discuss this with other subscribers or get access to bonus episodes, visit plus.ahavta.com/subscribe | |||
| Schabbat Noach || Der Gerechte in einer gewalttätigen Welt | 01 nov. 2024 | 00:26:22 | |
Der zweite Wochenabschnitt in diesem Lesezyklus heißt Noach, „Noah“. Er ist 1. Mose 6,9–11,32 geschrieben. Darüber sprach Rabbiner Dr. Jehoschua Ahrens am 28. Oktober 2022 aus Beer Schewa in Israel. Die damalige Erklärung des Rabbiners hörst du heute hier, da ich derzeit auf Reisen bin. Aber die Tora ist ewig und veraltet nicht… In diesem Tora-Abschnitt überleben Noah, der Gerechte in einer gewalttätigen Welt, und seine Familie zusammen mit mindestens einem Paar jedes Lebewesens die große Flut. Sie bauen die Arche, die sie bewahrt. Es regnet 40 Tage und Nächte lang. Nach dem Ablaufen der Wasser setzt Gott den Regenbogen als Zeugnis eines Bundes mit den Menschen. Gott schärft Noah ein, dass Leben heilig und Mord eine Todsünde ist. Nach zehn Generationen rebellieren die Menschen gegen Gott, indem sie einen großen Turm bauen, um zu zeigen, dass sie scheinbar unschlagbar sind. Das Resultat sind 70 Völker, die zerstreut auf der Welt leben und die Sprache der jeweils anderen nicht verstehen. Der Tora-Abschnitt endet mit den zehn Generationen von Noah bis Abram (später Abraham) sowie mit Abrams Reise von seinem Geburtsort Ur Kasdim nach Charan. This is a public episode. If you’d like to discuss this with other subscribers or get access to bonus episodes, visit plus.ahavta.com/subscribe | |||
| Schabbat Bereschit || Im Anfang | 25 oct. 2024 | 00:19:31 | |
Über die ersten Kapitel der Schrift sprach Kantor Amnon Seelig in seinem Wort zum Schabbat vom 21. Oktober 2022. Der Wochenabschnitt heißt wie das erste Wort der Bibel Bereschit, „Im Anfang“. Die Parascha reicht bis 1. Mose 6,8. Die damalige Erklärung des Rabbiners hörst du heute hier, da ich derzeit auf Reisen bin. Aber die Tora ist ewig und veraltet nicht… Der erste Vers der Bibel lautet: „Im Anfang schuf Gott den Himmel und die Erde“. In diesen sieben ersten (hebräischen) Worten der Tora sind ebensoviele tiefe Weisheiten und Grundlagen menschlicher Existenz enthalten wie sie zu Missverständnissen insbesondere bei Menschen der Moderne geführt haben. Amnon Seelig erläutert einige davon: Was bedeutet es, dass Himmel und Erde einen Anfang haben?Wenn Gott diese geschaffen hat, ist er selber nicht Teil von ihnen. Was folgt daraus?Warum fängt die Tora nicht mit dem Menschen und mit Israel an, um die es ihr doch vor allem geht? This is a public episode. If you’d like to discuss this with other subscribers or get access to bonus episodes, visit plus.ahavta.com/subscribe | |||
| Schabbat Chol Hamo'ed || Der Sabbat im Laubhüttenfest | 18 oct. 2024 | 00:45:07 | |
Juden feiern in diesen Tagen das Laubhüttenfest. Heute, am Freitag, ist der zweite Tag von Sukkot und der am Abend beginnende Schabbat ist Schabbat Chol Hamoed, ein Schabbat der Zwischenfeiertage in der Mitte des Laubhüttenfestes. An diesem wird – genau wie am Schabbat Chol Hamoed des Passach-Festes – nicht der fortlaufende Wochenabschnitt aus der Tora gelesen, sondern 2.Mose 33,12–34,26. So sprach Rabbiner Andrew Steiman am 24. September 2021 vor allem über das Laubhüttenfest und seine Bedeutung – auch diejenige für Christen. Für diese hält er eine interessante Überlegung bereit… Die damalige Erklärung des Rabbiners hörst du heute hier, da ich derzeit auf Reisen bin. Aber die Tora ist ewig und veraltet nicht… This is a public episode. If you’d like to discuss this with other subscribers or get access to bonus episodes, visit plus.ahavta.com/subscribe | |||
| Schabbat der Schabbate || Jom Kippur | 11 oct. 2024 | 01:13:50 | |
Yuval Lapide erläuterte am 12. September 2021 den jüdischen Versöhnungstag, im Hebräischen Jom Kippur genannt. Wörtlich ist es der „Tag der Bedeckung“, nämlich der Sünden. Seine damalige Erklärung hörst du heute hier, da ich derzeit auf Reisen bin. Aber die Tora ist ewig und veraltet nicht… Jom HaKippurim, wie der Tag im Tanach heißt, so etwa 3. Mose 25,9, ist der höchste Feiertag im jüdischen Volk; nach dem jüdischen Kalender stets am 10. Tischri. In den Tagen, die Jom Kippur vorausgehen, sind Juden aufgefordert, um Verzeihung zu bitten und jene, gegen die man während des Jahres, subjektiv oder objektiv, falsch oder zumindest nicht korrekt gehandelt hat, zu versöhnen. Man ist angehalten, seine zwischenmenschlichen Beziehungen in Ordnung zu bringen. Dabei heißt Versöhnung ausdrücklich nicht, etwas vergessen, gar ungeschehen zu machen. Es sollte aber der Wille gezeigt werden, trotz allem den weiteren Weg im Frieden gehen zu wollen. Voraussetzung dafür ist das Eingeständnis des Sachverhaltes, der Tat, gefolgt durch Reue, Verhaltensänderung und, soweit möglich und notwendig, Wiedergutmachung. Erst anschließend kann man sich an Gott wenden. Mit dem Sündenerlass ist also jedes Jahr ein gewisser Neuanfang ohne Last der Vergangenheit möglich. Am Beginn des Abendgottesdienstes wird das Gebet Kol Nidre („alle Gelübde“) gesungen. In Bußgebeten (slichot genannt) bittet man um Verzeihung der Sünden des vergangenen Jahres. Im Morgengottesdienst wird an die verstorbenen Verwandten erinnert. Mittags wird die Geschichte vom Propheten Jona gelesen, der der assyrischen Stadt Ninive ihren Untergang ankündigen sollte. Er widersetzte sich jedoch Gottes Auftrag und entfloh seiner Bestimmung. Schließlich bereute er seinen Irrweg, kehrte um und fand Gnade vor Gott. Juden, die zu Jom Kippur beten, hoffen, dass es ihnen nach ihrer Umkehr und Buße ebenso ergehen wird. An Jom Kippur wird rund 26 Stunden vollständig gefastet (von Beginn des Sonnenuntergangs bis zum kompletten Ende des Sonnenuntergangs), also auch nicht getrunken. Jeglicher Genuss, nicht nur der kulinarische, wird vermieden. In Israel spürt man den Jom Kippur überdeutlich, denn als Ruhegebot gilt, profan ausgedrückt, „Schabbat hoch zwei“: Sämtliche Radio- und Fernsehstationen senden nur Testtöne bzw. -bilder, der Straßenverkehr kommt fast zum Erliegen, selbst in nicht-orthodoxen Städten wie Tel Aviv sind fahrende Autos nur sporadisch zu sehen. Kinos, Restaurants usw. sind landesweit geschlossen. In Jerusalem ist das Gebiet der Klagemauer mit Gläubigen überfüllt. Viele tragen ein weißes Gewand, das zum einen eine gewisse Reinheit symbolisiert, zum anderen, dass die begangenen und nun bereuten Sünden „weiß wie Schnee“ (Jesaia 1,18) werden sollen. This is a public episode. If you’d like to discuss this with other subscribers or get access to bonus episodes, visit plus.ahavta.com/subscribe | |||
| Schabbat Wajelech || Der letzte Lebenstag von Mose | 04 oct. 2024 | 00:24:28 | |
Rabbiner Alexander Nachama sprach am 10. September 2021 (4. Tischri 5782) zum Wochenabschnitt Wajelech, „Und er ging“, in 5. Mose 31. Du hörst heute seine frühere Auslegung, da ich derzeit auf Reisen bin. Denn die Tora ist ewig und veraltet nicht… Der Rabbiner ging auch auf den Schabbat Schuwa, den Schabbat der Umkehr, ein, der am Abend beginnt. Die Parascha von Wajelech schildert die Ereignisse am letzten Lebenstag von Mose. Er überträgt seine Führungsposition auf Josua. Er schreibt die Tora auf und übergibt sie den Leviten und Ältesten des Volkes. Mose gebietet den Israeliten, sich nach jedem Schabbatjahr zu versammeln. Dann soll die Tora vor dem ganzen Volk vorgelesen werden. This is a public episode. If you’d like to discuss this with other subscribers or get access to bonus episodes, visit plus.ahavta.com/subscribe | |||
| Schabbat Nizawim || Ihr steht heute vor Gott | 27 sept. 2024 | 00:23:47 | |
Rabbiner Dr. Jehoschua Ahrens sprach am 3. September 2021 zum Wochenabschnitt „Nizawim“, „Ihr steht“, in 5. Buch Mose 29,9–30,20. Du hörst seine frühere Auslegung, da ich derzeit auf Reisen bin. Aber die Tora ist ewig und veraltet nicht… Die Parascha beginnt mit den Worten „Ihr steht heute vor Gott“. Und gemeint ist ganz Israel, „die Häupter eurer Stämme, eure Ältesten, eure Amtleute, jeder Mann in Israel, eure Kinder, eure Frauen, dein Fremdling, der in deinem Lager ist, dein Holzhauer und dein Wasserschöpfer“. So wird das gesamte Volk in den Blick genommen und angesprochen, von den Oberen bis zu denen, die harte Handarbeit leisten müssen. Die rabbinischen Lehrer ergänzen: „Auch der, der heute nicht mit uns ist“ – Das sind die kommenden Generationen, bis zum heutigen Tag. Ihnen allen gelten diese Worte. Moses warnt dieses Volk vor einer Verwüstung des Landes, die aus einem Verlassen des Bundes mit Gott seitens Israel folgen wird. Dann aber tröstet er: „Ihr werdet zurückkehren und gehorchen der Stimme des HErrn, und ausüben all seine Gebote, die ich dir heute gebiete.” Für diese Gebote, die Tora, gilt: „Sie ist nicht verborgen und nicht fern … nicht im Himmel … und nicht jenseits des Meeres …, sondern sehr nahe, in deinem Munde und in deinem Herzen, sie zu tun.“ Das Volk Israel kann wählen und entscheiden: „Das Leben und den Tod habe ich dir vorgelegt, den Segen und den Fluch; aber du sollst das Leben erwählen, auf dass du lebest.“ This is a public episode. If you’d like to discuss this with other subscribers or get access to bonus episodes, visit plus.ahavta.com/subscribe | |||
| Schabbat Ki Tawo || Gebote für das Land Israel | 20 sept. 2024 | 00:38:55 | |
Rabbiner Dr. Walter Rothschild sprach am 27. August 2021 zum Wochenabschnitt „Ki Tawo“, „Wenn du kommst“, in 5. Buch Mose 26,1–29,8. Du hörst seine frühere Auslegung, da ich derzeit auf Reisen bin. Aber die Tora ist ewig und veraltet nicht… Moses weist das Volk Israel an: „Wenn du in das Land kommst, das HaSchem, dein Gott, dir als Besitz gibt, und du nimmst es ein und wohnst darin: So sollst du nehmen von den Erstlingen aller Frucht des Erdbodens, die du einbringst aus deinem Land, das HaSchem, dein Gott, dir gibt, und es in den Korb tun und an den Ort gehen, welchen HaSchem, dein Gott, erwählen wird”. Die Parascha enthält weiterhin die Gesetze des Zehnten, der den Leviten und den Armen gegeben wird, und Anweisungen, wie die Segenssprüche und Flüche auf dem Berg Garisim und Berg Ebal verkündet werden sollen. Moses erinnert das Volk daran, dass es Gottes auserwähltes Volk ist, und sich seinerseits Gott ausgesucht hat. Nachdem Moses den Segen der Belohnung des Volkes durch Gott genannt hat, gibt er einen langen Überblick über alles Schlimme, wie Krankheit, Hungersnot, Armut, Exil, das dem Volk beim Vernachlässigen der Gebote widerfahren wird. Moses beendet den Abschnitt mit dem Hinweis, dass sein Volk erst jetzt - vierzig Jahre nach seiner Entstehung - „ein Herz zum Wissen, Augen zum Sehen, Ohren zum Hören“ habe. This is a public episode. If you’d like to discuss this with other subscribers or get access to bonus episodes, visit plus.ahavta.com/subscribe | |||
| Schabbat Ki Teze || Der widerspenstige Sohn | 13 sept. 2024 | 00:17:12 | |
Rabbiner Alexander Nachama sprach am 28. August 2020 über den Wochenabschnitt „Ki Teze“, „Wenn du ziehst“, 5. Buch Mose 21,10–25,19. Du hörst seine Auslegung von damals, da ich derzeit auf Reisen bin. Aber die Tora ist ewig und veraltet nicht… Von den 613 Geboten (mizwot) der Tora finden sich allein 74 in unserem Wochenabschnitt, so viele wie in keinem anderen. Eines griff Rabbiner Nachama heraus: „Wenn jemand einen abwendigen und widerspenstigen Sohn hat, ungehorsam der Stimme seines Vaters und der Stimme seiner Mutter…” (5. Mose 21,18). This is a public episode. If you’d like to discuss this with other subscribers or get access to bonus episodes, visit plus.ahavta.com/subscribe | |||
| Schabbat Schoftim || Was ist ein „gerechtes Gericht“? | 06 sept. 2024 | 00:40:21 | |
Wie das biblische Buch „Richter“ – Schoftim – heißt auch der heutige Wochenabschnitt. Er umfasst 5. Mose 16,18–21,9. Wie der Name bereits zum Ausdruck bringt, geht es in dieser Sidra um Recht und Gerechtigkeit. Ein andere Bezeichnung für die „Hölle“ ist der Ort, an dem es vollständig und ausschließlich Gerechtigkeit gibt, sagt Rabbiner Dr. Walter Rothschild in seiner Auslegung. Nicht nur muss Barmherzigkeit ihren Platz bekommen, sondern auch ein freies und unabhängiges Richtertum. Der Rabbiner blickt zurück auf die Auseinandersetzungen in Israel vor einem Jahr, als verschiedene Ansichten, was das für den jüdischen Staat bedeuten soll, aufeinanderprallten. Ebenso berichtet er von seinen persönlichen Erfahrungen mit Richtern, die sich vor einem Rechtsspruch gedrückt haben. Der zweite Vers der Parascha gilt jedenfalls nicht allein für Israel, sondern sollte jede Gesellschaft prägen: „Du sollst das Recht nicht beugen, kein Ansehen der Person achten und keine Bestechung annehmen.“ This is a public episode. If you’d like to discuss this with other subscribers or get access to bonus episodes, visit plus.ahavta.com/subscribe | |||
| Schabbat Re'eh || Der Lewi, der Fremdling, die Waise und die Witwe | 30 août 2024 | 00:22:15 | |
Das Wort zum Schabbat bei ahavta - Begegnungen spricht heute Rabbiner Dr. Jehoschua Ahrens über den Wochenabschnitt Re'eh, „Siehe!“. Im 5. Buch Mose reicht er von Kapitel 11,26 bis 16,17. Die Sidra beginnt mit den Worten von Mose: „Siehe, ich lege euch heute Segen und Fluch vor: Den Segen, so ihr gehorchet den Geboten von HaSchem, eures Gottes, die ich euch heute gebiete; und den Fluch, wenn ihr nicht gehorchet den Geboten von HaSchem, eures Gottes, und weichet von dem Weg, den ich euch heute gebiete, so dass ihr fremden Göttern nachgeht, die ihr nicht kennet.“ Es geht in diesem Tora-Abschnitt also um Segen und Fluch. Jehoschua Ahrens sagt mit Versen aus der Parascha und einer Auslegung von Rabbiner Samson Raphael Hirsch, dass Segen und Fluch stets an die ökonomischen Bedingungen einer Gesellschaft geknüpft sind. Die Tora Israels entwirft eine Gesellschaft, in der es gerecht zugeht und niemand „abgehängt“ ist. This is a public episode. If you’d like to discuss this with other subscribers or get access to bonus episodes, visit plus.ahavta.com/subscribe | |||
| Schabbat Ekew || Es wird geschehen, wenn ihr hört! | 23 août 2024 | 00:37:22 | |
„Ekew“, „Demzufolge“ heißt die Parascha, die am Schabbat in den Synagogen gelesen wird. Sie beginnt in 5. Mose 7,12 und reicht bis 11,25. Rabbiner Daniel Katz spricht dazu sein Wort zum Schabbat. Nicht nur steht der zweite Abschnitt des Schma Jisrael, 5. Mose 11,13–21, im heutigen Wochenabschnitt, sondern es finden sich weitere Bezüge auf 5. Mose 6,4ff., auf die Daniel Katz hinweist und den Text aus der Tora vorträgt. So finden sich die Worte „Höre, Israel“ auch in Kapitel 9,1, und in 10,12f. heißt es: Nun, Israel, was fordert der HERR, dein Gott, noch von dir, als dass du den HERRN, deinen Gott, fürchtest, dass du in allen seinen Wegen wandelst und ihn liebst und dem HERRN, deinem Gott, dienst von ganzem Herzen und von ganzer Seele, dass du die Gebote des HERRN hältst und seine Rechte, die ich dir heute gebiete, auf dass dir’s wohlgehe? Ebenso heißt es in 11,13: Werdet ihr nun auf meine Gebote hören, die ich euch heute gebiete, dass ihr den HERRN, euren Gott, liebt und ihm dient von ganzem Herzen und von ganzer Seele… Damit ist beschrieben, was nötig ist, damit es Israel gut geht. Der Rabbiner weist freilich auch darauf hin, dass damit kein Automatismus beschrieben ist. Das zeigen schon die Auseinandersetzungen, die heute im Staat Israel darum geführt werden, welche Bedeutung das Lernen der Tora im Krieg haben kann und soll. Darauf gehen wir im Gespräch ein. This is a public episode. If you’d like to discuss this with other subscribers or get access to bonus episodes, visit plus.ahavta.com/subscribe | |||
| Schabbat Nachamu || Tröstet mein Volk! | 16 août 2024 | 00:27:49 | |
Der Schabbat trägt den Namen nach der Haftara im Jesaja-Buch, Kapitel 40: „Tröstet, tröstet mein Volk!” Den Mannheimer Kantor Amnon Seelig frage ich, wo er in der Gegenwart Tröstliches findet. Auf den ersten Blick scheint der Wochenabschnitt Wa’etchanan nicht zum Motiv des Prophetenabschnittes zu passen – vielleicht abgesehen vom Schma Jisrael, dem „Höre Israel“, das Kapitel 6,4 in der Mitte der Parascha steht, die von 5. Mose 3,22 bis 7,11 reicht. Im Gegenteil, Mose kommt zurück darauf, dass er nicht ins Land Israel kommen, sondern zuvor sterben wird. Doch die Erklärungen, die Amnon Seelig in den Überlieferungen findet, weshalb Mose von Gott mit seinem Tod „bestraft“ wird, sind durchaus komplexerer Natur… This is a public episode. If you’d like to discuss this with other subscribers or get access to bonus episodes, visit plus.ahavta.com/subscribe | |||
| Schabbat Chason || Deuteronomium – die zweite Tora | 09 août 2024 | 00:45:35 | |
Schabbat Chason ist der Schabbat vor Tischa beAw, dem neunten Tag des Monats Aw im jüdischen Kalender. Der Name „Chazon“ bedeutet „Vision“ und stammt aus der Haftara (prophetischen Lesung) dieses Schabbats, die aus dem Buch Jesaja (Jesaja 1:1-27) stammt. In dieser Lesung wird die Vision des Propheten Jesaja über die Zerstörung Jerusalems und den Tempel beschrieben. Schabbat Chazon ist ein Tag der Reflexion und Vorbereitung auf Tischa beAw, einem der traurigsten Tage im jüdischen Kalender, an dem die Zerstörung des ersten und zweiten Tempels in Jerusalem sowie andere Tragödien in der jüdischen Geschichte betrauert werden. An diesem Schabbat wird über die Themen Zerstörung und Wiederaufbau, Sünde und Reue sowie Hoffnung und Erlösung gesprochen. Ein Gegengewicht ist die Parascha Dewarim, „Reden“. Sie ist gleich der hebräischen Bezeichnung für das 5. Buch Mose. Der Wochenabschnitt reicht bis Kapitel 3,22. Am 5. Aw 5784 kommen die Gedanken dazu von Rabbiner Andrew Steiman aus Frankfurt. „Lang genug habt ihr stille gelegen an diesem Berg“, gibt Mose die Worte Gottes vom Horeb wieder: „Siehe, ich lege vor euch hin das Land. Kommt, und nehmt ein das Land, das HaSchem versprach euren Vätern.“ This is a public episode. If you’d like to discuss this with other subscribers or get access to bonus episodes, visit plus.ahavta.com/subscribe | |||
| Schabbat Mattot – Massej || „Euch habe ich das Land gegeben“ | 02 août 2024 | 00:20:26 | |
Am Schabbat wird in den Synagogen der doppelte Tora-Abschnitt Mattot, „Stämme“, und Massej, „Reisen“, gelesen, der in 4. Mose 30,2 einsetzt. Mit diesem Doppelabschnitt wird das biblische Buch Numeri mit Kapitel 36 abgeschlossen. Josua 1,18f. folgend sprechen Vorbeter und Gemeinde anschließend die Worte "Chasak, chasak w'nitchasek" ("Sei stark, sei stark und wir sollen gestärkt sein") – so stets, wenn ein Buch der Tora abgeschlossen ist. Das Wort zum Schabbat spricht heute Rabbiner Dr. Jehoschua Ahrens. Er fragt – auch aus aktuellem Anlass nach der Bedeutung der Verse 33,50–53: Und HaSchem redete zu Moscheh in den Steppen Moab am Jarden von Jerecho und sprach: Sprich zu den Kindern Jisrael und sprich zu ihnen: Wenn ihr hinüberzieht über den Jarden ins Land Kenaan, so sollt ihr austreiben alle Bewohner des Landes vor euch, und sollt vernichten all ihre Bildsäulen, und all ihre Bilder von Gußwerk sollt ihr vernichten, und all ihre Höhen sollt ihr zerstören. Und ihr sollt austreiben (die Bewohner) des Landes und sollt darin wohnen; denn euch habe ich das Land gegeben, es zu besitzen. Befiehlt Gott in seiner Tora also einen „Genozid“ an den Bewohnern des Landes Israel, um Raum für das Volk Israel zu schaffen? Natürlich nicht! Höre die Ausführungen des Rabbiners… This is a public episode. If you’d like to discuss this with other subscribers or get access to bonus episodes, visit plus.ahavta.com/subscribe | |||
| Schabbat Pinchas || Gott durchbricht Linien | 26 juil. 2024 | 01:00:36 | |
Yuval Lapide hat sich ausgesucht, zum Wochenabschnitt „Pinchas“ in 4. Mose 25,10–30,2 zu sprechen. Damit will er erinnern an seinen Vater Pinchas Lapide (1922–1997). Er war ein Eiferer für den Beginn eines jüdisch-christlichen Dialogs nach der Schoa. Auch über Pinchas in der heutigen Parascha wird gesagt, „dass er geeifert hat für seinen Gott, und gesühnt hat die Kinder Jisrael.“ (25,13): „Er eiferte an meiner Stelle unter ihnen, dass ich nicht aufrieb die Kinder Jisrael in meinem Eifer.“ Gott selber, sagt Yuval ist ein Eiferer, kein Kuschelgott. Und auch Jesus sagt von sich (Lukas 12,49): „Ich bin gekommen, um auf der Erde ein Feuer zu entzünden.“ Hier steht Pinchas dafür, dass er den Grimm Gottes über den religiösen Geschlechtsverkehr im Heiligtum für einen midianitischen Gott abgewendet hat, indem er den Israeliten und die Midianiterin mit der Lanze durchbohrt hatte (25,7). Obwohl er also Blut an den Händen hat, überträgt HaSchem ihm und seinen Söhnen das Priestertum. Gott durchbricht erneut Linien. Konvention war, dass der Erstgeborene erbt. Das aber war Pinchas nicht. So reiht sich sein „Bund des Friedens“, den er erhält ein in die zahlreichen weiteren biblischen Geschichten, in denen der Erstgeborene „leer ausgeht“. So ist es auch mit dem Nachfolger Moses. Nicht dessen Söhne treten ein in die Führerschaft des Volkes Israel, sondern: „Nimm dir den Jehoschua, Sohn Nun, einen Mann, in dem Geist ist, und lege deine Hand auf ihn.“ Noch eine dritte Geschichte im Wochenabschnitt durchbricht die Konvention. Die Töchter Zelafchads erhalten ein Erbe, obgleich ihr Vater keinen Sohn hatte – und sonst stets nur die Söhne Erbträger sein konnten. (27,3) This is a public episode. If you’d like to discuss this with other subscribers or get access to bonus episodes, visit plus.ahavta.com/subscribe | |||
| Schabbat Balak || Wen du segnest, der ist gesegnet | 19 juil. 2024 | 00:47:50 | |
Die Israeliten lagern vor Moaw, sind auf dem Weg in das versprochene Land. Balak bekommt Angst vor den Israeliten, die sehr zahlreich sind, dass „dieser Haufen wegfressen wird alles in unserer Umgebung“. Nicht auf militärischem Weg will der moabitische König sein Land verteidigen, sondern mithilfe von Bileam, der die Israeliten verfluchen soll. Dieser Plan geht nicht auf, denn ein Engel des Herrn spricht zu Bileam: „Du kannst mit den Leuten gehen, doch sprich nur dasjenige, was ich dir sagen werde.“ Gleich dreimal segnet Bileam das Volk Israel. Unter anderen spricht er die Worte, die auch Eingang ins Gebet der Synagoge gefunden haben: „Wie schön sind deine Zelte Jakob, deine Stätten Israel“. Das und viel mehr erläutert Rabbiner Daniel Katz in seinem Wort zum Schabbat bei ahavta - Begegnungen. Der Wochenabschnitt Balak steht geschrieben im 4. Buch Mose 22,2–25,9. Balak will sich auf Bileam verlassen, denn „ich weiß, wen du segnest, der ist gesegnet, und wen du verfluchst, der ist verflucht“ (22,6). Aber es ist nicht Bileam, der segnen oder verfluchen kann. Das kann nur Gott selbst. „Wenn mir Balak gäbe sein Haus voll Silber und Gold, ich könnte nicht übertreten den Befehl von HaSchem, zu tun Gutes oder Böses aus meinem Herzen; was HaSchem reden wird, das werde ich reden.“ (24,13) So stellt Bileam am Ende über HaSchem fest: „Wer dich segnet, ist gesegnet, wer dich verflucht, ist verflucht.” (24,9) This is a public episode. If you’d like to discuss this with other subscribers or get access to bonus episodes, visit plus.ahavta.com/subscribe | |||
| Schabbat Chukkat || Wähle das Leben! | 12 juil. 2024 | 00:51:26 | |
Der Wochenabschnitt Chukkat im 4. Buch Mose 19–22,1 beginnt mit den Gesetzen über die rote Kuh. Ihre Asche diente der rituellen Reinigung für diejenigen, die mit dem Tod in Berührung gekommen sind. Rabbiner Andrew Steiman versucht den Sinn der Vorschrift zu entschlüsseln. Dazu dienen ihm die Gegensatzpaare Instinkt und Rationalität sowie Tod und Leben. Das Ritual der Roten Kuh spricht den destruktivsten aller vorrationalen Instinkte an: das, was Sigmund Freud Tanatos nannte, den Todestrieb. Er ist ein Trieb zur Aggression und Destruktion. Das Ritual der Roten Kuh ist eine starke Aussage, dass das Heilige im Leben und nicht im Tod zu finden ist. Der Todestrieb ist mächtig, irrational und weitgehend unbewusst. Im Hebräischen leitet sich das Wort Chok von dem Verb „einmeißeln“ ab. So wie ein Gesetz in Stein gemeißelt wird, wird eine Verhaltensgewohnheit tief in unser Unterbewusstsein eingegraben und verändert unsere instinktiven Reaktionen. Das Ergebnis ist eine Persönlichkeit, die Tod und Heiligkeit als zwei völlig gegensätzliche Zustände zu betrachten gelernt hat. Rationalität, die an sich sehr wichtig ist, ist nur die eine Hälfte dessen, was uns zu dem macht, was wir sind. Wir müssen die andere Hälfte formen und kontrollieren, wenn wir den Instinkt zu Aggression, Gewalt und Tod, der nicht weit unter der Oberfläche des bewussten Verstandes lauert, überwinden wollen. This is a public episode. If you’d like to discuss this with other subscribers or get access to bonus episodes, visit plus.ahavta.com/subscribe | |||
| Schabbat Korach || Alle sind Heilige? | 05 juil. 2024 | 00:26:26 | |
In der jüdischen Tradition ist die Rebellion der „Rotte Korach“ – wie Martin Luther so schön übersetzt – eine der bekanntesten und umstrittensten Erzählungen der Tora. Sie wirft die Frage auf, ob Juden alle gleich heilig sind oder ob es eine Hierarchie der Heiligkeit gibt. Die Geschichte steht im gleichnamigen Wochenabschnitt Korach im 4. Buch Mose 16–18. Am 5. Juli 2024 (29. Siwan 5784) spricht Kantor Amnon Seelig aus Mannheim dazu das Wort für den am Abend beginnenden Schabbat. Die Geschichte beschreibt, wie Korach einen Aufstand gegen Mose und Aaron anzettelt. Er versammelt 250 Anführer des Volkes, die ebenfalls unzufrieden mit der bestehenden Ordnung sind. Gemeinsam konfrontieren sie Mose und Aaron und fordern, dass alle Israeliten das Recht haben, Priester zu sein und Gott direkt zu dienen. Mose reagiert darauf, indem er Gott um ein Urteil bittet. Am nächsten Tag lässt Gott dann die Erde aufreißen und Korach sowie seine Anhänger verschlingen. Diese dramatische Geschichte hat im Laufe der Jahrhunderte zu vielen unterschiedlichen Interpretationen geführt. Einige sehen in Korach einen Rebellen, der für die Gleichberechtigung und Selbstbestimmung des Volkes eintrat. Der Kern der Geschichte von Korach ist jedoch die Frage, ob alle Menschen gleich heilig sind oder ob Heiligkeit erworben werden muss. Amnon hebt hervor: Die Debatte und der Streit, den Korach geführt hat, war keiner, der „um Gottes willen“ geführt wurde, sondern hatte egoistische Motive (er wollte selbst Hohepriester sein). Eigentlich ist nur Gott – und seine Tora – heilig. Kein Mensch hingegen ist inhärent heilig. Die rabbinische Tradition bestreitet nicht, dass Korach ein großer Gelehrter war. Und in chassidischer Tradition findet sich die Meinung, dass Korachs Lehre in messianischer Zeit zum Recht kommen werde… Aber sie trifft nicht die gegenwärtige Wirklichkeit. This is a public episode. If you’d like to discuss this with other subscribers or get access to bonus episodes, visit plus.ahavta.com/subscribe | |||
| Schabbat Schlach Lecha || Ein Land, das seine Bewohner verzehrt? | 28 juin 2024 | 00:41:30 | |
Heute geht es um den Wochenabschnitt Schlach Lecha, „Schicke aus“, in 4. Mose 13–15. Rabbiner Dr. Walter Rothschild spricht dazu sein Wort zum Schabbat. In der Parascha befiehlt HaSchem, das Land zu erforschen, in das die Israeliten ziehen sollen. Nach ihrer Rückkehr machen sie den Fehler, so der Rabbiner, nicht nur Mose, sondern ganz Israel Bericht zu erstatten. Zehn von ihnen „brachten aus ein übles Gerücht von dem Land, das sie ausgekundschaftet, unter die Kinder Jisrael, indem sie sprachen: Das Land, das wir durchzogen haben, es auszukundschaften, ist ein Land, das seine Bewohner verzehrt, und alle Leute, die wir darin gesehen, sind von großer Länge. … Und wir waren in unseren Augen wie Heuschrecken, und so waren wir auch in ihren Augen.“ Sie sprechen zu einem Volk von Vertriebenen aus Mizrajim, die keinerlei Erfahrung haben, zu kämpfen. „Die Wirklichkeit ist eben selten wie die Theorie, die man sich aufgestellt hat. Es reicht nicht, idealistisch zu sein“, meint Walter Rothschild. Erst im Josuabuch, das aber nicht mehr zur Tora der Mosebücher gehört, heißt es schließlich am Ende von Kapitel 2: „Ja, ER hat all das Land in unsere Hand gegeben, auch wirklich: alle Insassen des Landes wanken vor uns!“ Josua 2 wird als Haftara zum Wochenabschnitt in den Synagogen gelesen. This is a public episode. If you’d like to discuss this with other subscribers or get access to bonus episodes, visit plus.ahavta.com/subscribe | |||
| Schabbat Behaalotcha || „Eine Satzung für den Fremdling wie für den Eingeborenen“ | 21 juin 2024 | 00:21:16 | |
Am 21. Juni 2024 (15. Siwan 5784) spricht Rabbiner Dr. Jehoschua Ahrens das Wort für den am Abend beginnenden Schabbat. Grundlage ist der Wochenabschnitt Behaalotcha, „Wenn du aufsteckst“, in 4. Mose 8–12. In der Parascha wird die Frage aufgeworfen, wie jemand, der mit einem Toten in Berührung gekommen war und daher unrein ist, das Pessach-Opfer darbringen darf. Die Lösung, die Mose erst beim HERRn erfragen muss, ist das „zweite Pessach“, genau einen Monat später. Rabbiner Ahrens greift den Vers 9,14 auf: Und so ein Fremdling bei euch weilt und das Pessach opfert für HaSchem, so opfere er es nach der Satzung des Pessach und nach dessen Vorschrift; eine Satzung sei für euch, für den Fremdling wie für den Eingeborenen des Landes. Von dieser Anordnung aus geht der Rabbiner auf das Verhältnis des Judentums zu den Konvertiten zu Israel ein. This is a public episode. If you’d like to discuss this with other subscribers or get access to bonus episodes, visit plus.ahavta.com/subscribe | |||
| Schabbat Nasso || „Also sollt ihr segnen die Kinder Jisrael“ | 14 juin 2024 | 00:22:15 | |
Das Segnen der Gemeinde mit dem Priestersegen ist eine religiöse Pflicht (Mizwa), die für Männer aus Priesterfamilien auch in der Jetztzeit gültig ist. Der Aaronitische Segen steht im heutigen Wochenabschnitt der Tora, in „Nasso“ in 4.Mose 6,22–27: Gott sprach zu Moses: Sage Aaron und seinen Söhnen: „So sollt ihr die Israeliten segnen. Sprich zu ihnen:,Möge der Ewige dich segnen und beschützen;möge der Ewige dir Sein Antlitz leuchten lassen und dir wohlwollend begegnen;möge der Ewige dir Sein Angesicht zuwenden und dir Frieden geben.‘“Sie sollen meinen Namen auf die Israeliten legen, und Ich werde sie segnen. Das Wort zum Schabbat, insbesondere zum Priestersegen, spricht Kantor Amnon Seelig aus Mannheim. This is a public episode. If you’d like to discuss this with other subscribers or get access to bonus episodes, visit plus.ahavta.com/subscribe | |||
| Schabbat Bamidbar || „Nehmt auf die Zahl der ganzen Gemeinde“ | 07 juin 2024 | 00:40:50 | |
Das 4. Buch Mose – Bamidbar – beginnt mit dem gleichlautenden Wochenabschnitt. Er reicht bis Kapitel 4,20. Rabbiner Dr. Walter Rothschild aus Berlin gibt dazu Erklärungen. In der Wüste trägt Gott hier den zwölf Stämmen Israels auf, einen Zensus durchzuführen. 603.550 Männer im Alter von 20 bis 60 Jahren werden gezählt. Der Stamm Levi, der 22.300 Männer im Alter von mindestens einem Monat umfasst, wird getrennt gezählt. Denn die Leviten sollen im Heiligtum dienen. Sie ersetzen die Erstgeborenen, die sich durch die Anbetung des Goldenen Kalbs disqualifiziert hatten; die Leviten machen beinahe die selbe Anzahl aus. Mose soll wissen, mit wem er es zu tun hat. Und natürlich zählt man wehrfähige Männer. Die Israeliten werden kämpfen müssen. Ums Überleben. So wie es heute die Soldatinnen und Soldaten in der Israelischen Verteidigungsarmee tun, da die Feinde Israel zerstören wollen. This is a public episode. If you’d like to discuss this with other subscribers or get access to bonus episodes, visit plus.ahavta.com/subscribe | |||
| Schabbat Bechukotai || „Wenn ihr meinen Gesetzen nachgeht…“ | 31 mai 2024 | 00:56:47 | |
Der Wochenabschnitt Bechukotai, „In meinen Satzungen“, schließt das dritte Buch der Tora ab. In ihm geht es um Segen und Fluch als Folge des menschlichen Tuns. Wichtig ist die Möglichkeit der Umkehr – sie vermag Fluch in Segen zu verwandeln. Zu dieser Parascha ab 3. Mose 26,3 spreche ich mit Rabbiner Andrew Steiman in Frankfurt. Es wurde ein sehr persönlicher und intensiver Dialog über unsere Zeit und ihren Zeitgeist. Der gerade in Erfurt stattfindende Katholikentag ist ebenso Thema wie die Verbindung von der Schoa – die für Andy Steiman in seinem Vater stets präsent ist – zu den Geschehnissen seit dem 7. Oktober 2023. Der Rabbiner hebt hervor, was Hoffnung von Optimismus unterscheidet. Man kann Pessimist sein – und muss es vielleicht sogar sein –, doch die Hoffnung ist es, die Juden und Christen im Innersten verbindet (selbst wenn sie unterschiedliche Wurzeln hat). This is a public episode. If you’d like to discuss this with other subscribers or get access to bonus episodes, visit plus.ahavta.com/subscribe | |||
| Schabbat BeHar || „Heimholer sei das 50. Jahr!“ | 24 mai 2024 | 00:30:15 | |
In den Synagogen wird an diesem Schabbat der Wochenabschnitt „Behar“, „Auf dem Berge“, aus der Tora gelesen. Er steht in 3. Mose 25–26,2. Es ist eine sehr kurze Parascha, gerade ein Kapitel. In den meisten Jahren bildet sie mit der folgenden – Bechukotai – eine Einheit. Aber 5784 ist ein Schaltjahr! Das Wort zum Schabbat bei ahavta - Begegnungen von Ricklef Münnich spricht Yuval Lapide. In diesem Tora-Abschnitt geht es um das Schabbat- und das Jowel-Jahr. Alle sieben Jahre soll alle Arbeit auf dem Land aufhören und der Ertrag wird allen (Menschen und Tieren) zugänglich. Sieben Schabbatjahr-Zyklen werden vom 50. Jahr, dem „Jubeljahr“, abgerundet. In diesem wird das Land nicht bearbeitet, alle Sklaven werden freigelassen und aller Landbesitz, der aufgrund von Verarmung des Eigentümers verkauft werden musste, wird den ursprünglichen Eigentümern zurückgegeben. Yuval Lapide zeigt dir die Bedeutung der Zahlen 7 und 7 x 7 + 1 = 50. Nomen est omen – wie der Lateiner sagt… ;-) Und er erklärt den Hintergrund der Gebote vom Schabbat- und Jowel-Jahr. This is a public episode. If you’d like to discuss this with other subscribers or get access to bonus episodes, visit plus.ahavta.com/subscribe | |||
| Schabbat Emor || Zählen sollt ihr! | 17 mai 2024 | 00:48:01 | |
Mit dem Wochenabschnitt Emor, „Sprich“, sind die sabbatlichen Lesungen in der Mitte der Tora angekommen. Das gilt auch in der Sache. Die Parascha umfasst 3. Mose 21–24. Das Wort zum Schabbat dazu spricht Rabbiner Dr. Daniel Katz. Es geht zu Beginn um die Heiligkeit in Israel. Die Heiligkeit der Priester ist zunächst gemeint. Rabbiner Katz weist auf den Vers 21,10 hin. Dort sind Anforderungen an „den vornehmsten Priester unter seinen Brüdern, auf dessen Haupt das Salböl gegossen worden ist“, formuliert. Aus der Wortwurzel „Schemen haMischcha“ entwickelte sich später die Vorstellung vom Gesalbten, dem Messias. In der zweiten Hälfte des Toraabschnittes werden Gebote zu den Feiertagen aufgeführt. Zuallererst wird der Schabbat genannt, dann Pessach. Anschließend soll die erste Garbe der Ernte soll geschwungen werden am Tag nach der Feier, wörtlich am Tag nach dem Schabbat. Daniel Katz erklärt das für das Judentum grundlegende Verständnis, dass dies bedeutet, am Tag nach Pessach jeden Abend Omer zu zählen, 50 Tage bis zum Wochenfest. Diese Verse 23, 10 und 15 sind maßgeblich für das Verständnis und die Position des rabbinischen Judentums nach der Zerstörung Jerusalems im Jahre 70. This is a public episode. If you’d like to discuss this with other subscribers or get access to bonus episodes, visit plus.ahavta.com/subscribe | |||
| Schabbat Kedoschim || Den Nächsten lieben | 10 mai 2024 | 00:24:30 | |
Der Wochenabschnitt Kedoschim, קדושים „Heilige“, ist mit den Kapiteln 19 und 20 nicht nur ein zentraler Teil des 3. Buches Mose, Wajikra, sondern in mehrfacher Hinsicht der gesamten Tora. Das erklärt heute Rabbiner Dr. Jehoschua Ahrens in seinem Wort zum Schabbat über ahavta - Begegnungen. Gleich zu Beginn der Parascha beauftragt Gott Mose, „der ganzen Gemeinde der Kinder Israel“, also jedem Einzelnen, zu sagen: „Heilig sollt ihr sein, denn heilig bin ich, Haschem, euer Gott“. Was heißt heilig sein, heilig leben, frage ich den Rabbiner zu Beginn. Er verweist auf die 50 Gebote (Mizwot), die in dem relativ kurzen Wochenabschnitt zu finden sind: Diese erläutern bereits das geforderte Leben. Dies gelte insbesondere, so Jehoschua Ahrens, für den Vers 19,18: „Du wirst deinen Nächsten lieben wie dich selbst“. Für Hillel wie für Rabbi Akiva und auch für Jesus war dieses Gebot „ein großes Prinzip in der Tora“ (Akiva) bzw. eine Bündelung aller Mizwot der Tora (Jesus). Der Rabbiner bezieht sich in seiner Auslegung auch auf andere Stimmen der jüdischen Tradition, wie z.B. Rabbiner Samson Raphael Hirsch. This is a public episode. If you’d like to discuss this with other subscribers or get access to bonus episodes, visit plus.ahavta.com/subscribe | |||
| Schabbat Achare Mot || Ein Bock für Gott | 03 mai 2024 | 01:05:25 | |
Der Wochenabschnitt Achare Mot, „Nach dem Tod“, umfasst die Kapitel 16 bis 18 des 3. Buchs Mose. Das Wort zum Schabbat dazu kommt von Yuval Lapide. „Nach dem Tod“ bezieht sich auf Nadab und Abihu, zwei der vier Söhne Aarons, die beim Opfer „mit fremdem Feuer“ umgekommen sind. Die Sidra nimmt darauf Bezug, sagt Yuval, um klarzustellen: Gott ist noch immer interessiert an Israel und gibt nun Ordnungen, damit sich nicht wiederholt, was den beiden geschah. Denn sie konnten im wörtlichen Sinn nicht fassen, was sie taten. Zur Darbringung der Tiere auf dem Altar sagt Yuval: Jedes Tier ist auch ein Teil unserer eigenen Mentalität. Der animalische Anteil in uns soll geheiligt, das heißt, verwandelt werden. Das bedeutet, der Mensch gibt etwas weg von sich, um Neues und Anderes von Gott zu bekommen: „Ich bekomme, indem ich gebe“. In den Ordnungen für die Schlachtung von Tieren materialisiert sich für Yuval Lapide das Wort Gottes. Es stellt eine Ordnung gegen Orientierungslosigkeit und Willkür dar. This is a public episode. If you’d like to discuss this with other subscribers or get access to bonus episodes, visit plus.ahavta.com/subscribe | |||
| Schabbat Chol HaMoed || Schir HaSchirim | 26 avr. 2024 | 00:19:03 | |
Der am Abend beginnende Schabbat heißt Chol HaMoed. Er gehört zu den Feiertagen des Passafestes, die um den Ruhetag herum Halbfeiertage sind. Die Reihe der Wochenabschnitte der Tora wird nicht fortgesetzt. Neben einer besonderen Lesung aus dem 2. Buch Mose 33,12–34,26 wird in den Synagogen das Hohelied, Schir HaSchirim, gelesen. Der Platz dieser Megilla (Rolle) innerhalb der Heiligen Schrift war bis ins 2. Jahrhundert und bis zu Rabbi Akiva umstritten. Dieser jedoch sagte: „Die ganze Welt ist nicht des Tages würdig, an dem das Hohelied Israel gegeben wurde“. Wenn alle Schriften des Tenach, der Bibel, heilig seien, dann sei das Hohelied „hochheilig“. Zur Bedeutung von Schir HaSchirim spricht Kantor Amnon Seelig. This is a public episode. If you’d like to discuss this with other subscribers or get access to bonus episodes, visit plus.ahavta.com/subscribe | |||
| Schabbat Mezora || die Ordnung des Pessach | 19 avr. 2024 | 00:57:51 | |
Der fünfte Wochenabschnitt im 3. Buch Mose heißt „Mezora“, „Aussätziger“. Er enthält die Kapitel 14 und 15. Es spricht Rabbiner Dr. Daniel Katz. Er nimmt aber nicht die Parascha für dein Wort zum Schabbat. Vielmehr macht er vor Pessach, was früher nur zweimal im Jahr vom Rabbiner in einer Predigt erläutert wurde – zum einen wurden die Ordnungen und die Halachot für Jom Kippur der Gemeinde erklärt und zum anderen eben jetzt, am Großen Schabbat, dem Schabbat HaGadol, den Betern in der Synagoge gesagt, was alles für ein koscheres Pessach zu beachten ist. Doch Daniel Katz unterweist uns nicht in der Reinigung des Hauses von allem Gesäuerten, sondern geht mit den Zuhörern durch den Ablauf des Abends von Pessach zuhause am Familien- und Freundestisch. Das ist der Seder, die Ordnung von Pessach mit der Haggada, der Erzählung vom Auszug des Volkes Israels aus seiner Knechtschaft in Ägypten unter Pharao. 15 Abschnitte sind es insgesamt, in die die Haggada unterteilt wird. This is a public episode. If you’d like to discuss this with other subscribers or get access to bonus episodes, visit plus.ahavta.com/subscribe | |||
| Schabbat Tasria || reine Worte | 12 avr. 2024 | 00:48:11 | |
Der vierte Wochenabschnitt im 3. Buch Mose heißt „Tasria“, „sie empfängt“. Er enthält die Kapitel 12 und 13. Es spricht Rabbiner Andrew Steiman. In der Parascha geht es um zwei Themen: die Reinigung der Frau nach ihrer Geburt und um Zaraat, den Aussatz. Rabbiner Steiman denkt im Gespräch über das nach, was beide verbindet – nämlich, was tahor und tamé, rein und unrein im Judentum bedeutet. Und wie sich das das Unreine auch außerhalb der Religion in unserer Zeit in vielen Narrativen über den Krieg, den Israel führen muss, wiederfindet. Mehrfach kommt er dabei auf Matthäus 15,11 zu sprechen: Nicht was zum Mund hineingeht, macht den Menschen unrein; sondern was aus dem Mund herauskommt, das macht den Menschen unrein. Jüdisch ist von Jesus damit laschon hara, die üble Nachrede gemeint. Eine sich gerade sehr ausbreitende Krankheit… Auch das Gebot der Reinigung nach einer Geburt findet sich im Neuen Testament in Lukas 2: Als die Tage von Marias Reinigung nach dem Gesetz des Mose um waren, brachten sie Jesus hinauf nach Jerusalem, um ihn dem Herrn darzustellen, … und um das Opfer darzubringen, wie es gesagt ist im Gesetz des Herrn: »ein Paar Turteltauben oder zwei junge Tauben« (3. Mose 12,6–8). Darüber spreche ich mit Rabbiner Steiman gleich zu Beginn. This is a public episode. If you’d like to discuss this with other subscribers or get access to bonus episodes, visit plus.ahavta.com/subscribe | |||
| Schabbat Schemini || Unfälle passieren… | 05 avr. 2024 | 00:24:56 | |
Der dritte Wochenabschnitt im 3. Buch Mose heißt „Schemini“, „Achter“. Er enthält die Kapitel 9 bis 11. Es spricht Rabbiner Dr. Walter Rothschild. Im Gaza-Streifen führt der Staat Israel Krieg gegen die Hamas. Diese benutzt zivile und humanitäre Einrichtungen, um sich darin zu verbergen und von dort aus anzugreifen. Nicht vergessen sind die Bilder von Krankenfahrzeugen des „Roten Halbmonds“, in denen Terroristen gefahren wurden. In dieser Woche nun haben die IDF versehentlich einen Hilfskonvoi von „World Central Kitchen“ getroffen; sieben Mitarbeiter wurden getötet. Ein Unfall, für den sich Stabschef Herzi Halevi entschuldigt hat. In der heutigen Parascha kommen Nadab und Abihu, zwei Söhne Aarons in einer Feuerflamme zu Tode, während sie ihren Opferdienst ausüben. Ein Unfall, sagt Rabbiner Rothschild. Höre seine Erläuterungen…! This is a public episode. If you’d like to discuss this with other subscribers or get access to bonus episodes, visit plus.ahavta.com/subscribe | |||
| Schabbat Zaw || Die moralischen Bedingungen der Opfer | 29 mars 2024 | 00:18:49 | |
Der zweite Wochenabschnitt im 3. Buch Mose heißt „Zaw“, Gebiete! Er umfasst die Kapitel 6 bis 8. Es spricht Rabbiner Dr. Jehoschua Ahrens. Wir beginnen unser Gespräch beim Purimfest, das zu Anfang der Woche gefeiert wurde. Haman meinte, die Juden ausrotten zu können, weil er sie für schwach hielt, nämlich zersplittert und vereinzelt. Das trifft auch auf den Haman der Gegenwart zu, Yahya Sinwar. Er sah, wie sich die Israelis gegenseitig beschimpften und bekämpften und suchte darin seine Chance und überfiel Israel mit der Hamas. Aber wie im Esterbuch erwies sich Israel nach dem 7. Oktober als stark, nämlich eins und einig. Diese Einheit und Einigkeit erwartet der Prophet Jeremia ebenso wie die späteren Midraschim von den Priestern, die die Opfer im Tempel darbringen. Jehoschua Ahrens erläutert dies als Übereinstimmung des priesterlichen Dienstes mit dem ethischen und moralischen Handeln. Beides muss zusammengehen. Nur ein Dienst in Bescheidenheit und Klarheit ist ein Gottesdienst, der Gott gefällt. This is a public episode. If you’d like to discuss this with other subscribers or get access to bonus episodes, visit plus.ahavta.com/subscribe | |||
| Schabbat Wajikra || Es sprach | 22 mars 2024 | 00:50:05 | |
„Und es sprach“. So beginnt das 3. Buch Mose mit dem Wochenabschnitt „Wajikra“. Dieser reicht bis Kapitel 5,26. Rabbiner Dr. Walter Rothschild in Berlin spricht dazu sein Wort zum Schabbat. Mit seinen Erläuterungen kannst du besser verstehen, was die Opfer im Heiligtum, die hier vorgeschrieben werden, bedeuten. Der Schabbat trägt nicht nur den Namen dieser Parascha, sondern heißt auch „Sachor“, „Erinnere“, in der Vorbereitung auf Pessach. Zusätzlich zur Wochenlesung werden in den Synagogen gelesen drei Verse aus dem Deuteronomium. 5. Mose 25,19 steht geschrieben: „Wegwische das Gedenken Amaleks ringsunter dem Himmel, vergiss nicht!“ So übersetzt Martin Buber. Amalek überfiel in der Wüste das Volk Israel von hinten. Er griff die Schwachen an. Das war hinterrücks, das war unethisch, das war gemein. Israels Erfahrung, die an Pessach ausgesprochen wird, ist: In jeder Generation gibt es einen Amalek. Walter Rothschild spricht über Hamas, was hebräisch Gewalt heißt. Und er fragt, wie kann man in diesem Jahr Purim feiern, was sonst immer sehr ausgelassen geschieht? Kann man es überhaupt feiern? Oder bleibt nur der Alkohol, der reichlich getrunken zu ,werden an diesem Fest sogar ein Gebot ist? This is a public episode. If you’d like to discuss this with other subscribers or get access to bonus episodes, visit plus.ahavta.com/subscribe | |||
| Schabbat Pekudej || Berechnungen | 15 mars 2024 | 00:14:51 | |
Der Wochenabschnitt Pekudej, פקודי „Berechnungen“, steht im Mittelpunkt des Wortes zum Schabbat am 15. März 2024 (5. Adar Bet 5784). Er schließt das Buch Schemot (Exodus) ab und beginnt 2. Mose 38,21. Dazu spricht Kantor Amnon Seelig. Die Parascha beginnt mit der Abrechnung der Silberabgaben des Volkes Israel für den Bau des Stiftszeltes. Genau wird aufgeführt, was und wieviel wofür verwendet worden ist. Es ist die eine Handwerkerrechnung heutzutage. Fehlt nicht ein kleines bisschen? War Mose untreu? Kann man ihm vertrauen? Amnon erzählt mit einem alten Midrasch, wie es sich verhielt.Und wir lernen daraus für uns, dass wir auch im Kleinen treu sein müssen. This is a public episode. If you’d like to discuss this with other subscribers or get access to bonus episodes, visit plus.ahavta.com/subscribe | |||
| Schabbat Wajakhel || Auf dem Weg zu Pessach | 08 mars 2024 | 00:53:22 | |
Der neue Wochenabschnitt heißt „Wajakhel“, „Und er versammelte“. Er steht in 2. Mose 35,1–38,20. Rabbiner Dr. Daniel Katz spricht dazu aus Düsseldorf das Wort für den am Abend beginnenden Schabbat. Dieser trägt nicht nur den Namen der Parascha, sondern ist auch der „Schabbat Schekalim“. Der Rabbiner nimmt dies zum Anlass, die vier Schabbatot mit einem eigenen Namen und einer zusätzlichen Lesung aus der Tora in den Synagogen vorzustellen, die den Weg zum Passafest bahnen. Er ordnet sie in den jüdischen Jahreskreis ein, auch weil der „Schabbat Schekalim“ in diesem Jahr, dem jüdischen Jahr 5784 in einem Schaltmonat liegt. Das ist der Monat Adar 1 oder Adar Alef. So erläutert Daniel Katz nicht nur astronomisch, sondern auch theologisch den Sinn und die Bedeutung des jüdischen Jahres. Dieses beginnt nach der Tora mit dem Pessach-Monat Nissan, den sie den ersten Monat nennt. Er ist der Anfang des Jahres, weil in ihm das Volk Israel aus der Knechtschaft herausgeführt wurde. Der Auszug aus Ägypten ist damit auch der Anfang des Volkes Israel. Im Blick auf die Schöpfung und die Jahre liegt das Neujahrsfest jedoch im Herbst und beginnt mit dem 1. Tischri, welcher der siebente Monat ist. Mischna und Talmud nennen darüber hinaus noch zwei weitere Jahresanfänge – das Neujahrsfest der Bäume am 15. Schwat (Tu biSchwat) und das Neujahr für das Vieh. This is a public episode. If you’d like to discuss this with other subscribers or get access to bonus episodes, visit plus.ahavta.com/subscribe | |||
| Schabbat Ki Tissa || Jede Münze hat 2 Seiten | 01 mars 2024 | 00:41:44 | |
Der neue Wochenabschnitt heißt „Ki Tissa“, „Wenn du erhebst“. Er steht in 2. Mose 30,11–34,35. Rabbiner Andrew Steiman spricht dazu das Wort für den am Abend beginnenden Schabbat. Zu Beginn geht das Gespräch um den Schabbat als „Zeichen“ des Bundes zwischen dem HERRn und dem Volk Israel, Zeichen dafür, dass Gott in sechs Tagen Himmel und Erde geschaffen und am siebenten Tag geruht hat. Andy betont, dass der Schabbat sowohl „gehalten“ wie auch „erinnert“ werden soll. Dafür stehen die beiden Kerzen auf dem Schabbat-Tisch sowie die beiden Brote, die Challot. Auch der halbe Schekel, mit dem die Parascha beginnt, hat zwei Seiten. Im Zusammenhang des Krieges Israels gegen die Hamas sprechen wir über Wahrheit und Lüge als die zwei Seiten einer Sache. Und wie schwer es gerade wieder die Seite der Wahrheit hat. Zum Schluss kommt der Rabbiner auf die Sünde des Goldenen Kalbes zu sprechen. Warum machen sich die Israeliten ausgerechnet ein Kalb, als sie sich von Mose und von Gott verlassen wähnen? This is a public episode. If you’d like to discuss this with other subscribers or get access to bonus episodes, visit plus.ahavta.com/subscribe | |||
| Schabbat Tezawe || Heilige Kleider für Aharon | 23 févr. 2024 | 00:48:01 | |
„Mache heilige Kleider deinem Bruder Aharon, zur Ehre und zum Schmuck. Und du rede mit allen Kunstverständigen, jedem den ich erfüllt mit dem Geiste der Kunst, dass sie machen die Kleider Aharons, ihn zu heiligen, mir ihn zum Priester zu weihen.“ So spricht Gott in 2. Mose 28,2 zu Mose. In seinem Wort zum Schabbat lüftet Rabbiner Dr. Walter Rothschild nicht nur die Besonderheiten und Geheimnisse der priesterlichen Gewänder, wie sie im Wochenabschnitt „Tezawe“ der Tora beschrieben werden. Er bringt sie auch zusammen mit und in Kontrast zur harten Alltagsarbeit der Priester im Heiligtum zur Zeit des zweiten Jerusalemer Tempels. Ja er schaut sogar unter die Kleidung: In Kapitel 28,42–43 werden Unterhosen für die Priester angeordnet; wer sie nicht trägt, soll sterben. Warum das so war – Walter Rothschild erklärt es dir. Die regelmäßige Erstellung des Wortes zum Schabbat braucht deine Unterstützung. Bitte hilf mir dabei mit deinem Beitrag: https://donorbox.org/wort-zum-schabbat This is a public episode. If you’d like to discuss this with other subscribers or get access to bonus episodes, visit plus.ahavta.com/subscribe | |||
| Schabbat Teruma || ER wohnt in den Menschen | 16 févr. 2024 | 00:21:40 | |
Nach den Zehn Geboten im vorletzten und den Mischpatim, den Rechtsordnungen, im vergangenen Wochenabschnitt erhält Mose auf dem Berg Sinai nun die Anordnung, dass Israel dem Herrn ein Heiligtum baue, „dass ich wohne in ihrer Mitte“. Man kann auch sagen, jetzt geht es ins TUN. Denn wie Rabbiner Dr. Jehoschua Ahrens in seinem Wort zum Schabbat zum Tora-Abschnitt „Teruma“, „Hebe“ bzw. „Abgabe“, in 2. Mose 25–27,19, sagt: Das Wort „mach“ oder „macht“ kommt hier am häufigsten vor. Jehoschua spricht über die Bedeutung, die das Heiligtum für Israel hatte und hat, einst in der Wüste Sinai, später in Jerusalem und auch heute, da es seit dem Krieg der Römer und seit dem Jahre 70 keinen tatsächlichen Tempel mehr gibt. Aus der Tradition weist er auf die Auslegung hin: „Ich wohne in ihrer Mitte“ heißt wörtlich: „Ich wohne in ihnen“. Dieses Verständnis hat das Judentum immer gelebt: Gott ist da, wo sich eine betende Gemeinde versammelt; er ist dort, wo eine Familie sich am Schabbat um den Tisch versammelt und den Herrn und seine Gebote heiligt; und er ist da, wo ein einzelner die Tora lernt sowie mit und nach ihr lebt. This is a public episode. If you’d like to discuss this with other subscribers or get access to bonus episodes, visit plus.ahavta.com/subscribe | |||
| Schabbat Mischpatim || „Menschen der Heiligung“ | 09 févr. 2024 | 01:19:26 | |
Von den 613 Ge- und Verboten der Tora finden sich allein 53 in der heutigen Parascha. Yuval Lapide sagt: Gott will sich im Konkreten zeigen. Er konkretisiert sich in der Mitte seines Volkes Israel. Von ihm stammt das Wort zum Schabbat bei ahavta - Begegnungen zum Wochenabschnitt Mischpatim, „Rechtssätze“, der 2. Mose 21 bis 24,18 umfasst.. Diese Rechtsvorschriften sind, so Yuval, die Fortsetzung der Zehn Gebote aus dem Tora-Abschnitt der vorangegangenen Woche. Nicht nur äußerlich. Wenn es dort etwa hieß „Du wirst nicht morden“, so ging es um eine Ethik der Heiligung des Lebens. Diese setzt sich nun fort in vielen einzelnen Geboten für die Fälle des Lebens des Volkes Israel. Durch das Tun dieser Gebote wächst es zu „Menschen der Heiligung“ (22,30). Die Gesellschaft, in der sich Gott manifestiert, soll im Konkreten geordnet werden. Auf einige dieser konkreten Fälle geht Yuval ein, so auf den Sklaven, der trotz der Freilassung, die die Tora nach sechs Jahren vorsieht, bei seinem Herrn bleiben möchte (21,5). Er erhält als Kennzeichen dafür ein „Piercing“ des Ohrläppchens – eine kleine Beschneidung, wie Yuval dieses Durchstechen des Ohres nennt. Einige der Gebote markieren Grenzen, die im menschlichen Zusammenleben nicht überschritten werden dürfen, so das Verbot Mutter oder Vater zu schlagen (21,15). Bei anderen geht es darum, dass erlittenes Unrecht bereinigt werden soll: Konflikte müssen gelöst werden. Aber eben nicht mit Gewalt. Ein Beispiel dafür ist das sogenannte „lex talionis“, das Gesetz der Vergeltung in Kapitel 21,23–25. Oft missverstanden und als Beispiel für ein vermeintlich rachsüchtiges Volk Israel noch immer in den Kommentaren von Zeitungen und Rundfunk oder Fernsehen zu hören, meint das „Auge um Auge, Zahn um Zahn“, eine Entschädigung des Opfers – keinesfalls, dass der Täter nun ebenfalls Auge oder Zahn verlieren soll. „Alle Worte, die der HERR gesagt hat, wollen wir tun“, sagt das Volk Kapitel 24,3 am Ende der Parascha. So realisiert sich, was Gott 22,30 sagte: „Menschen der Heiligung sollt ihr mir werden!“ This is a public episode. If you’d like to discuss this with other subscribers or get access to bonus episodes, visit plus.ahavta.com/subscribe | |||
| Schabbat Jitro || „Jitro hörte alles, was Gott getan“ | 02 févr. 2024 | 00:17:26 | |
Diese Parascha ist eine besondere. Denn in ihr beginnen in Kapitel 20 die Gebote der Tora mit den Zehn Geboten. Und sie ist wie nur wenige Wochenabschnitte nach einer Person benannt, noch dazu einem heidnischen Priester von Midian – Jetro. Jetro ist der Schwiegervater von Mose, der dessen Tochter Zippora geheiratet hatte und mit ihr die beiden Söhne Gerschom und Elieser hat. Jetzt kommt Jetro zu Mose, weil er von all den wunderbaren Taten gehört hat, die der HErr an Israel getan hat. Kantor Amnon Seelig liest beim mittelalterlichen Kommentator Raschi, dass dieser – obwohl die Tora „alles“ schreibt, was Gott an Mose und Israel getan und Jetro gehört hat – lediglich die Spaltung des Schilfmeeres und den Krieg gegen Amalek als Taten Gottes nennt. Warum? Die Antwort ist: Es geht nicht um Zauberei und Wundertaten, sondern darum, dass und was der HErr selbst für sein Volk getan hat. This is a public episode. If you’d like to discuss this with other subscribers or get access to bonus episodes, visit plus.ahavta.com/subscribe | |||
| Schabbat Beschallach || „Ross und Reiter warf er ins Meer“ | 26 janv. 2024 | 00:52:05 | |
Der Wochenabschnitt Beschallach, „Als er ziehen ließ“, beginnt im 2. Buch Mose 13,17 mit dem Vers: Und es geschah, als Pharao das Volk ziehen ließ, da führte sie Gott nicht den Weg in das Land der Pelischtim, der doch nahe war, denn Gott sprach: Dass nicht das Volk anderen Sinnes würde, wenn sie Krieg sehen, und zurückkehren nach Mizrajim. Heute ist für das Volk Israel im Staat Israel klar, dass es Krieg führen muss. Dem will es nicht ausweichen. Ein Mensch, der versucht, dem Krieg Einhalt zu bieten, ist der amerikanische Präsident Joe Biden – schon um den Wahlkampf für seine angestrebte Wiederwahl im November nicht mit Krieg zu belasten. So frage ich zunächst Rabbiner Daniel Katz, der in New York sein Wort zum Schabbat spricht, nach seinen Einschätzungen zur Politik in den USA. Schabbat Schira heißt dieser Schabbat auch, der Schabbat des Gesangs. Es ist das Lied, das Mose und die Kinder Israel nach dem Durchzug trockenen Fusses durch das Schilfmeer, welches die Verfolger Pharaos verschlungen hatte, gesungen haben. Es beginnt mit Kapitel 15. Die besondere Schreib- und Leseweise dieses Schilfmeerliedes erläutert Daniel Katz dann vor allem. This is a public episode. If you’d like to discuss this with other subscribers or get access to bonus episodes, visit plus.ahavta.com/subscribe | |||
| Schabbat Bo || Freiheit hat einen Namen | 19 janv. 2024 | 00:18:02 | |
„HaSchem, der HERR, sprach zu Mosche: Komm zu Pharao; den ich habe hart gemacht sein Herz“. So beginnt der Wochenabschnitt „Bo“, „Komm“, in 2. Mose 10, der bis Kapitel 13,16 reicht. Wer verstehen will, was ein verhärtetes Herz bedeutet, erlebt es gegenwärtig bei der Hamas im Gaza-Streifen. Ist es Gott, der dafür verantwortlich ist? Auf diese Frage antwortet Rabbiner Dr. Jehoschua Ahrens zu Beginn seines Wort zum Schabbat mit den Auslegern früherer Jahrhunderte. Das 2. Buch Mose heißt hebräisch „Namen“. Jedoch sind die Israeliten als Sklaven Pharaos in Ägypten namenlos. Sie sind eine unfreie Menge – bis Gott sich entschließt einzugreifen und Mose seinen Namen, HaSchem, offenbart. HaSchem tritt durch Mose Pharao gegenüber, der sich selbst für einen Gott hält. Dieser ändert sich erst, als es in der zehnten Plage um seinen eigenen erstgeborenen Sohn geht. Das erste Pessach feiert Israel bereits in Ägypten. Sie sind schon frei in der Zuversicht auf Gottes Handeln. Gilt die Freiheit eigentlich nur für Israel? Denn die Tora sagt doch in 12,43: „Das ist die Satzung des Pessach: Kein Fremder soll davon essen.“ Doch die Ausleger sagen: Es geht nicht um äußerliche Fremdheit, sondern um Menschen, die Gott ablehnen, ihm fremd sind. Sogar ein Israelit kann damit „Fremder“ sein, wenn er sich vom Judentum abgewendet hat. Umgekehrt kann ein Nichtjude HaSchem anerkennen und beim Pessach dabei sein. Rabbiner Ahrens: „Es geht um einen Wertekanon. Haben wir Menschlichkeit oder Barbarei? Jeder Mensch trägt einen Namen und ist im Ebenbild Gottes geschaffen. Die Hamas jedoch hat durch Entmenschlichung gehandelt. Sie will Menschlichkeit vernichten.“ Jetzt ist wichtig, dass Hamas damit nicht durchkommt! Dafür stehen die fast 130 noch lebenden Geiseln mit ihrem Namen. In Israel werden ihre Namen nicht vergessen. This is a public episode. If you’d like to discuss this with other subscribers or get access to bonus episodes, visit plus.ahavta.com/subscribe | |||
| Schabbat Wa'era || Wer ist Gott? | 12 janv. 2024 | 00:31:20 | |
Wa’era, וארא „Und ich erschien“, lautet der zweite Wochenabschnitt im Buch Exodus. Gott ist es, der sich hier Mose sehen lässt, ihm erscheint. Rabbiner Dr. Walter Rothschild in Berlin ist der Ausleger der Parascha. Auf meine Frage hin geht er zunächst auf die Bedeutung des Namens Gottes ein, mit dem Gott sich hier erstmals Mose vorstellt. Denn er hat die Wehklage der Kinder Jisrael gehört und seines Bundes mit Abraham, Jizchak und Jaakow gedacht. „Warum erst jetzt?“, fragt der Rabbiner – auch angesichts dessen, dass Angehörige des jüdischen Volkes am Sonntag 100 Tage in unterirdischer Gefangenschaft als Geiseln der Hamas im Gaza-Streifen sind. Gottes langer Atem und des Menschen kurze Zeit – eine Herausforderung für die Lebensbewältigung jedes einzelnen, meint Walter Rothschild. This is a public episode. If you’d like to discuss this with other subscribers or get access to bonus episodes, visit plus.ahavta.com/subscribe | |||
| Schabbat Schemot || „Dies sind die Namen der Kinder Jisraels“ | 05 janv. 2024 | 00:54:51 | |
Schemot, Namen, ist die hebräische Bezeichnung für das 2. Buch Mose, das nun in den Synagogen zu lesen begonnen wird. Lateinisch heißt das Buch Exodus. Rabbiner Andrew Steiman ist der Ausleger der Parascha. Um Namen vor allem geht es in unserem Gespräch. Um die Namen der Geiseln in der Hand der Hamas, um die Namen der Stämme Israels, um den hebräischen Namen, den jeder Jude zur Beschneidung, zur Aufnahme in den Bund Gottes mit Israel erhält. So erfahren wir auch den hebräischen Namen des Rabbiners: Aryeh. This is a public episode. If you’d like to discuss this with other subscribers or get access to bonus episodes, visit plus.ahavta.com/subscribe | |||
| Schabbat Wajechi || „Ich sterbe, aber Gott wird mit euch sein“ | 29 déc. 2023 | 00:56:43 | |
Der Tora-Abschnitt der Woche schließt die Geschichten um Joseph, seine Brüder und seinen Vater Jakob ab. Damit endet auch das erste Buch der Bibel, Genesis. Das Ziel des großen Joseph-Erzählung wird in Kapitel 50,20 von Joseph selbst benannt: „Ihr gedachtet es böse mit mir zu machen, aber Gott gedachte es gut zu machen, um zu tun, was jetzt am Tage ist, nämlich am Leben zu erhalten ein großes Volk.“ Der Erklärer dieses Woche ist Yuval Lapide. Und er beginnt mit dem letzten Kapitel des Buches. Dieses endet mit dem Tod Josephs. Der letzte Vers lautet in der Übersetzung von Martin Buber: „Man balsamte ihn und man legte ihn in den Schrein in Ägypten.“ Yuval weist darauf hin, dass das hebräische Wort für den Schrein dasselbe ist wie für die Lade des Bundes, die die Gesetzestafeln enthielt – aron. Zum Schluss kommt Yuval auf den berühmten Segen Jakobs über Efrajim und Menasche in Kapitel 48 zu sprechen. Jakob kann im Alter nicht mehr sehen. Yuval: „Wer äußerlich nicht sieht, sieht innerlich umso mehr.“ Und so gibt Jakob, der hier wieder Jisrael ist, den Segen bewusst mit gekreuzten Armen, so dass Efrajim, der jüngere den Segen der rechten Hand erhält, Menasche als Erstgeborener den Segen der Linken. Höre, wie Yuval dies ausdeutet! This is a public episode. If you’d like to discuss this with other subscribers or get access to bonus episodes, visit plus.ahavta.com/subscribe | |||
| Schabbat Wajigasch || Tränen Josephs und Benjamins | 22 déc. 2023 | 00:17:09 | |
Joseph kann nicht mehr an sich halten. Er gibt sich seinen Brüdern endlich zu erkennen. Und Tränen fließen. Tränen der Freude des Wiedersehens, Tränen aber auch über das, was erst in der Zukunft geschehen wird. Denn in der Tora gibt es kein früher oder später. Kantor Amnon Seelig weist daraufhin, dass die Tora in 1. Mose 45,15 eine eigenartige Formulierung enthält: Joseph küsste all seine Brüder und weinte an ihnen. Oder man kann auch übersetzen, er weinte auf ihnen, er weinte über sie. Und zuvor hieß es bereits von Benjamin, dass er seinem Bruder um den Hals fiel und an seinem Halse weinte. Amnon erläutert die Redeweise der Tora mithilfe der Auslegung der Weisen in der mündlichen Tora. Und so kann er aus der Tora aufdecken, was wahre Brüderlichkeit, wirkliche Geschwisterlichkeit bedeutet. This is a public episode. If you’d like to discuss this with other subscribers or get access to bonus episodes, visit plus.ahavta.com/subscribe | |||
| Schabbat Mikez || Träume von Finsternis und Licht | 15 déc. 2023 | 00:42:08 | |
Pharaos Träume und unsere Träume von fetten = friedlichen Jahren für Israel am letzten Tag des Lichterfestes. Chanukka geht in diesem Jahr direkt über in den Schabbat, dessen Ruhe jetzt ersehnt wird. Zum Wochenabschnitt „Mikez“, „Am Ende“, spricht Rabbiner Andrew Steiman aus Frankfurt. Die Parascha umfasst 1. Mose 41–44,17. Der Rabbiner entzündet die Lichter auf zwei Leuchtern, den Chanukkiot. Viele jüdische Gemeinden und Familien tun das in diesem Jahr – Lichter für das eigene Zuhause und Lichter für die, die als Geiseln im Dunkel der Tunnel der Hamas im Gazastreifen gefangen sind. Andrew Steiman erzählt von seinem Patensohn, der als Reservist in den IDF in Gaza kämpft. Nicht gegen die Palästinenser, sagt er. Sondern gegen die Terroristen. Der Rabbiner ergänzt: Ich bin pro-palästinensisch; jeder Mensch ist gleich viel wert. This is a public episode. If you’d like to discuss this with other subscribers or get access to bonus episodes, visit plus.ahavta.com/subscribe | |||