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Explorez tous les épisodes du podcast Das Filmmagazin
Plongez dans la liste complète des épisodes de Das Filmmagazin. Chaque épisode est catalogué accompagné de descriptions détaillées, ce qui facilite la recherche et l'exploration de sujets spécifiques. Suivez tous les épisodes de votre podcast préféré et ne manquez aucun contenu pertinent.
| Titre | Date | Durée | |
|---|---|---|---|
| Achtsam Morden auf Netflix | 24 Nov 2024 | 00:22:28 | |
Was passiert, wenn ein gestresster Anwalt Achtsamkeit für sich entdeckt – und damit über Leichen geht? Basierend auf der erfolgreichen Romanreihe von Karsten Dusse, begeistert die deutsche Produktion mit einem Mix aus schwarzem Humor, Spannung und Gesellschaftskritik.
Im Zentrum steht Björn Diemel, gespielt von Tom Schilling, der durch einen Achtsamkeitskurs sein Leben ins Gleichgewicht bringen will. Doch die neu gewonnenen Erkenntnisse führen ihn direkt in ein Netz aus kriminellen Machenschaften, Gangstern und moralischen Dilemmata. Die Serie setzt nicht nur auf bissigen Humor, sondern auch auf eine interessante Erzählweise, bei der die vierte Wand gelegentlich durchbrochen wird, um die Zuschauer:innen direkt anzusprechen.
Ob die Mischung aus Komödie und Drama funktioniert, wo die Serie ihre Stärken ausspielt und welche Parallelen zu internationalen Hits wie „Dexter“ oder „Breaking Bad“ gezogen werden können, besprechen wir ausführlich im Filmmagazin. | |||
| Arcane ist zurück.. aber sowas von | 17 Nov 2024 | 00:28:49 | |
Mit „Arcane“ hat das Studio Fortiche in Zusammenarbeit mit Riot Games einen echten Coup gelandet: Die Serie, basierend auf der Welt von „League of Legends“, begeistert selbst jene, die dem Spiel nichts abgewinnen können. Jetzt ist die zweite Staffel gestartet, und wir haben die ersten drei Episoden für euch unter die Lupe genommen.
Die Handlung knüpft nahtlos an das explosive Finale der ersten Staffel an. Die fragile Beziehung zwischen der reichen Oberstadt Piltover und der rebellischen Unterstadt Zaun droht endgültig zu zerbrechen. Während der Konflikt eskaliert, spielen politische Intrigen, persönliche Tragödien und revolutionäre Untertöne eine zentrale Rolle. Besonders beeindruckend bleibt die Fähigkeit der Serie, komplexe Charaktere und ihre Beziehungen greifbar zu machen – allen voran die Geschwisterrivalität zwischen Vi und Jinx.
Auch visuell setzt „Arcane“ Maßstäbe: Mit ihrem einzigartigen Mix aus 2D- und 3D-Animation bleibt die Serie ein optisches Meisterwerk, das mit jeder Szene begeistert. Die erste Staffel beeindruckte durch innovative Erzählstrukturen und tiefgründige Themen, und Staffel 2 scheint diesen Weg konsequent fortzusetzen. Allerdings vermisst man bisher ein wenig den frischen „Wow-Moment“ neuer Perspektiven oder Figuren. | |||
| Terminator Zero: Kann der Anime das Franchise wiederbeleben? | 15 Sep 2024 | 00:32:54 | |
Seit mehreren Sequels, Prequels und Spin-offs steckt das Terminator-Franchise in einer Sinnkrise. Immer wieder wird versucht, an den legendären zweiten Teil anzuknüpfen und mithilfe von Zeitreisegeschichten existenzielle Fragen über Schicksal und Vorbestimmung zu stellen. Mit Terminator Zero wagt die Reihe nun einen Stilwechsel und präsentiert eine Vorgeschichte als Anime-Serie.
Im Jahr 1997 entwickelt der brillante Wissenschaftler Malcolm Lee in Tokio eine KI, die die bösartige KI Skynet besiegen soll. Doch Skynet schickt einen Killerroboter in die Vergangenheit, um die Zukunft zu verändern. Oder ist alles in Stein gemeißelt und wir können nur hilflos zusehen, wie sich ein vorbestimmter Pfad abspult?
Terminator Zero erfindet das Rad zwar nicht neu, greift aber bekannte Elemente der Vorgänger auf – dieses Mal jedoch mit einer neuen Kulisse außerhalb der USA. Ob die Anime-Serie dem Franchise neues Leben einhauchen kann, erfahrt ihr in dieser Folge des Filmmagazins. | |||
| Das sind die schlimmsten Cringe-Filme aus unserer Kindheit | 25 Dec 2022 | 00:43:52 | |
Kennt Ihr dieses Gefühl? Ihr erinnert Euch an einen Film zurück, den ihr als Kinder geliebt habt und wollt ihn dann nochmal anschauen? Beim gemütlichen Filmabend fällt Euch dann aber alles aus dem Gesicht. War dieser Film wirklich schon immer so schlecht? Die Fußnägel rollen sich bei jedem schlechten Dialog und unsinnigen Plotpoint ein Stückchen weiter nach oben. Zwei Filme, die auf uns diese Wirkung haben, stellen wir Euch pünktlich zum Fest vor. Frohe Weihnachten!
Martin erzählt von einem Plastikmonster, das die Welt rettet (nicht Godzilla!) und immer größer wird, indem es sich von Metall ernährt. Sowohl Story als auch Produktion dieses Films sind eher so lala, seine Entstehungsgeschichte allerdings hat es in sich. Die ganz große Politik spielt dabei eine Rolle. Der Ost-West-Konflikt im Kalten Krieg und die Entführung des Filmemachers sind da nur die Spitze des Eisbergs.
Lucas dagegen hat einen Film mitgebracht, der zwar ziemlich cringy ist, aber eigentlich noch ganz okay funktioniert. Schlimmer ist da eher die Phase, in der er ihn damals gesehen (und geliebt) hat: seine Autophase. Ja, die Erinnerung an getunte Opel Corsas, "Need for Speed: Untergrund 2" auf dem GameCube und Drift-Rennen mit dem Fahrrad hinterlassen bei ihm heute ein unangenehmes Gefühl in der Magengegend. | |||
| Das Beste und Schlechteste aus 2022 | 18 Dec 2022 | 01:29:24 | |
Es ist wieder so weit. Das Jahr geht zu Ende und neigt sich damit den Bestenlisten zu. Auch euer Lieblingsfilmpodcast kann den Versuchungen eines Rankings nicht widerstehen und präsentiert in dieser Folge seine High- und Lowlights des Jahres. Lucas und Martin blicken dabei auf ihre favorisierten Filme und Serien, die sie 2022 überzeugt haben. Von multidimensionalen Familiendramen, schweren Anti-Kriegsfilmen, bis hin zum Staffelfinale des besten Prequels aller Zeiten ist alles dabei.
Wir müssen aber auch etwas meckern. Es gab in diesem Jahr wieder viel Schund, der von uns (verbal) eins auf den Deckel bekommt. So war für uns "Phantastische Tierwesen: Dumbledores Geheimnisse" der traurige Tiefpunkt einer orientierungslosen Marke. Zudem langweilten uns Serien wie "Obi-Wan" mit Nostalgie-Overload und "Moonfall" mit einer Einöde aus Hollywood-Bombast.
Mit "Ringe der Macht" und "House of Dragons" war 2022 zudem vollgepackt mit sündhaft teuren Produktionen für die Wohnzimmercouch. Das Kino hat es dagegen im dritten Pandemiejahr immer noch schwer, obwohl "Avatar 2" und "RRR" gezeigt haben, wozu man die große Leinwand alles einsetzen kann. Und anhand der kriselnden Streaming-Anbieter war zu beobachten, dass die Wachstumsphase der letzten Jahre eben auch keine Selbstverständlichkeit war. | |||
| Der beste Horrorfilm des Jahres. Oder der schlechteste. Nein. Doch. | 11 Dec 2022 | 00:52:55 | |
Nur allzu selten sind wir uns hier beim Filmmagazin wirklich uneinig. Aber jetzt ist es passiert. Lucas hat den Horrorfilm "Smile" gesehen und ist größtenteils sehr angetan. Für ihn ist es der aktuell beste Horrorstreifen des Jahres 2022. Martin sieht das etwas anders und hatte nur wenig Spaß im Kino. Zeit für ein Streitgespräch!
In "Smile" geht es um die Psychiaterin Dr. Rose Cotter, die eines Tages eine völlig verstörte Patientin vor sich hat. Die Studentin hat dem Suizid ihres Dozenten beigewohnt und berichtet nun, von einer seltsamen Kreatur verfolgt zu werden. Nur sie allein kann das Wesen mit grotesk verzerrtem Lächeln sehen. Noch dazu wechselt es häufig das Aussehen. Wenn das Monster sein Opfer schließlich tötet, sucht das Wesen sein nächstes Ziel und der Fluch wird weitergegeben.
Wenn euch das alles an "It Follows" erinnert, dann liegt ihr goldrichtig. Parker Finns Debütfilm ist offensichtlich vom Horrormeisterwerk inspiriert. "Smile" will aber nicht nur Abklatsch sein, sondern uns auch mit vielen Jump Scares schocken und das Thema Trauma bzw. Traumabewältigung in den Fokus rücken. Ob ihm das gelingt, da sind wir wie gesagt sehr unterschiedlicher Meinung. Aber das ist ja das schöne an der Kunst. Über sie kann man trefflich streiten. | |||
| Kapitalismuskritik, Japanangst und Zukunftsdystopie: Orientalismus und das Cyberpunk-Genre | 04 Dec 2022 | 00:46:31 | |
Cyberpunk als Genre hat sehr feste optische wie inhaltliche Parameter. Man sieht neonlichtdurchflutete Straßen, vollgestopft mit Werbung, und eine verkommene Gesellschaft, die sich von jeglichen staatlichen Strukturen verabschiedet hat. Hier bestimmen nämlich Superkonzerne das alltägliche Leben. In den allermeisten Fällen sind diese skrupellosen Unternehmen ost-asiatischen bzw. japanischen Ursprungs. Sei es Weyland-Yutani in "Alien", Arasaka in "Cyberpunk 2077" oder die zahlreichen japanischen Werbeanzeigen in Blade Runner.
Als in den 70er- und 80er-Jahren das Genre entstand, stieg in einigen Teilen der US-amerikanischen Bevölkerung die Furcht vor einem entfesselten Kapitalismus. Gleichzeitig befanden sich die USA in einer wirtschaftlichen Schieflage. Ölkrise und andere nationale Probleme verlangsamten das wirtschaftliche Wachstum. Japan war währenddessen die zweitgrößte Wirtschaftsnation der Welt, hinter den USA. Besonders im Konsumgütermarkt waren sie präsent. Sie produzierten Staubsauger, Waschmaschinen und Autos, die viele Abnehmer*innen in den USA fanden. Japanische Firmen, wie zum Beispiel Sony, stellten nicht nur technische Geräte her, sondern waren auch ein Big Player im Kino. Nach dem Videospielcrash von 1983 stieg Nintendo zum wichtigsten Spielehersteller auf.
Diese negativen Zukunftsvisionen, geprägt durch einen Dominanz Japans, lassen sich mit den kulturhistorischen Begriffen Orientalismus und Technik-Orientalismus beschreiben. In dieser Filmmagazin-Folge besprechen wir, was diese Konstrukte bedeuten und wie sie das Cyberpunk-Genre geprägt haben. Insbesondere soll es dabei um den Film "Ex Machina" gehen, der das Erbe des Technik-Orientalismus auf viele verschiedene Arten interpretiert. | |||
| Schau es noch einmal, Sam | 27 Nov 2022 | 00:52:46 | |
Der Mensch ist ein Gewohnheitstier. Gegenüber allem Unbekanntem ist erstmal Skepsis angesagt. Das geht soweit, dass in jeder gehörten Stunde Musik, 54 Minuten Songs stecken, die wir bereits kennen. Nostalgie und das wohlige Gefühl zu wissen, was man bekommt, sind starke Faktoren, warum wir lieber zum Bekannten greifen. Bei Filmen ist das nicht anders. Jede und jeder hat sicherlich einen oder mehrere Filme, die fast mitgesprochen werden können.
In dieser Filmmagazin-Folge soll es genau darum gehen. Welche Qualitäten muss ein Film mitbringen, damit man ihn sich mehrmals anschauen will? Komplexere Filme, wie "Tenet" oder "Fight Club" verlangen fast danach, weil man beim ersten Mal nur bruchstückhaft der Handlung folgen kann. Je nach Jahreszeit gibt es ebenso filmische Rituale, nach denen man die Uhr stellen kann. Im Winter flimmern die dicken Fantasy-Brocken der Marken "Herr der Ringe" und "Harry Potter" über die Bildschirme und an Weihnachten kann man "Drei Haselnüsse für Aschenbrödel" nicht entkommen.
Aber längst nicht jeder Film eignet sich zum Wiederschauen – egal, ob wegen mangelnder Qualität, schlecht gealtertem Humor oder einer emotionalen Schwere. Bei den jüngsten Remakes bekannter Animationsfilme von Disney hat man sowieso das Gefühl, alles schon mal gesehen zu haben. | |||
| Von PS-Monstern und Sehnsuchtsorten | 20 Nov 2022 | 00:56:53 | |
Die eigenen vier Räder bedeuten für viele (und für einige etwas zu viel) Freiheit und Selbstbestimmung. Dass von den Blechboliden so eine große Faszination ausgeht, daran haben auch Filme und Serien ihren Anteil. Der Chevrolet Camaro glänzt in den "Transformers"-Filmen im Sonnenuntergang und der Aston Martin DB5 wird bei "James Bond" zur Stilikone. Abgesehen von Produktplatzierungen können die Benzinschlucker aber auch andere Funktionen erfüllen.
In dieser Filmmagazin-Folge besprechen wir das Zusammenspiel zwischen Autos und Filmen. Von den besten Verfolgungsjagden bis hin zu den spannendsten Szenen in einem Auto diskutieren wir, wie Filmemacher*innen den begrenzten Raum eines Autos nutzen, um eine Geschichte zu erzählen. "Mad Max: Fury Road" ist eine einzige, atemlos inszenierte Flucht mit einem Truck, während in "Speed Racer" die Lust am Geschwindigkeitsrausch zur Allegorie wird, warum Menschen für ihre Leidenschaft alles riskieren.
"Collateral" nutzt wiederum ein Taxi für ein spannendes Katz- und Maus-Spiel, das die Machtverhältnisse zwischen Protagonist und Antagonist immer aufs Neue herausfordert. Nicht zu vergessen, lassen sich darüber auch Reichtum- und Armutsverhältnisse symbolisieren. Schließlich sind zwar viele Landstriche und Städte auf Autos ausgerichtet, doch nicht jeder kann sich den schönsten Flitzer auch leisten. | |||
| Die Kunst der Adaption | 13 Nov 2022 | 00:53:51 | |
Bücher und Filme: Zwei Medien, die schon seit vielen Jahrzehnten miteinander harmonieren. Das geschriebene Wort und das bewegte Bild scheinen wie für einander gemacht zu sein, wenn man bedenkt, wie viele Filmklassiker auf Romanen basieren. Von "Der Pate" bis "Harry Potter" schufen die Autoren und Autorinnen Welten, die man heute mit der großen Leinwand verbindet. Die Symbiose lässt sich auch damit erklären, dass beide Mediengattungen von einem ähnlichen Fundus an Erzählwerkzeugen profitieren, um uns zu fesseln. Ein komplexer Charakter und eine spannende Drei-Akt-Struktur können genauso gut gelesen, wie auch geschaut werden.
Doch manchmal wird das Perfect Match zu einer Zweckbeziehung. Die ausufernden Erklärungen eines Romans beißen sich manchmal mit der verknappten Erzählweise eines Films. Auch können Filme sich komplett auf ihre audiovisuelle Ebene reduzieren und trotzdem genial sein – ein Luxus, den Bücher nicht haben. Und die Frage, wie weit sich Verfilmungen von ihrer Originalquelle entfernen dürfen, wird wohl für alle Ewigkeiten für Streit sorgen.
In dieser Filmmagazin-Folge besprechen wir einige unserer liebsten Buchverfilmungen. Aber auch die weniger gelungenen Adaptionen stellen wir vor und versuchen uns an einer Definition: Was macht denn nun eine gute Buchverfilmung aus? | |||
| Im Westen nichts Neues | 06 Nov 2022 | 00:50:50 | |
1928 schreibt der Schriftsteller und ehemalige Soldat Erich Maria Remarque den Weltbestseller "Im Westen nichts Neues". Mit großer Klarheit und nüchternem Blick arbeitet er sich an der Kriegsmaschinerie ab, die zwischen 1914 und 1918 Millionen Menschenleben zermalmte. Zweimal wurde der Stoff bereits verfilmt. Jetzt ist eine dritte – die erste deutsche Interpretation – auf Netflix erschienen.
Ähnlich wie "1917" von Sam Mendes findet der Film erschreckende Bilder, um den Ersten Weltkrieg zu porträtieren, die allerdings nie ins Reißerische abdriften. Regisseur Edward Berger bleibt dicht an seinen Protagonisten, inszeniert die Action nicht als heroisches Aufbäumen, sondern als verzweifelten Überlebenskampf ohne Gewinner. Vor allem in den kleinen Szenen, wenn Namensschilder abgerissen und Erkennungsmarken vorgelesen werden, entfaltet der Film seine bittere wie humanistische Botschaft.
In dieser Filmmagazin-Folge besprechen wir, inwieweit "Im Westen nichts Neues" als Anti-Kriegsfilm gelungen ist und wie die im Gegensatz zum Roman neu hinzugedichteten Szenen ins Gesamtbild passen. Spoiler: Wir finden ihn ziemlich gut und würden uns nicht wundern, wenn er nächstes Jahr gute Chancen auf den internationalen Oscar hätte. | |||
| Ruhig, hinterlistig und plötzlich geheilt: Stotterer im Film | 30 Oct 2022 | 00:47:47 | |
Stottern ist eine sehr widersprüchliche Behinderung. Sie ist von außen nicht sichtbar und in ihrem Schweregrad je nach Stresssituation variabel. Für Betroffene kann sie eine sehr große Einschränkung im Alltag bedeuten oder aber ein händelbares Ärgernis sein.
In Deutschland gibt es ungefähr 800.000 Stotterer, weltweit haben etwa ein Prozent der Menschen eine solche sprachliche Behinderung. Trotz der vielen Betroffenen und jahrzehntelanger Forschung existieren sind noch viele Fragen offen. Stottern ist häufig neurologisch bedingt – so viel weiß man. Wie es allerdings konkret entsteht und inwieweit auch Traumata eine Rolle spielen können, ist noch nicht hundertprozentig ergründet.
Es überrascht daher nicht, dass auch Filme und Serien in ihrer Darstellungsweise zwischen einer angemessenen und beleidigenden Repräsentation schwanken.
In dieser Folge des Filmmagazins wird's persönlich, denn Martin ist selbst Stotterer und berichtet von seinen Erlebnissen, wenn die Gesichtsmuskeln mal wieder nicht mitspielen wollen und wie er auf Filme schaut, die das Thema aufgreifen. Gerade ältere Streifen sind geprägt von Klischees wie der plötzlichen Heilung oder des gefakten Stotterers, der sich dadurch einen Vorteil verschaffen will. Mittlerweile hat sich in der Darstellungsweise aber einiges getan und heutige Filme gehen behutsamer mit stotternden Personen um. | |||
| Wie große Studios VFX-Artists ausbeuten | 23 Oct 2022 | 00:47:50 | |
Es gehört mittlerweile zum guten Ton, sich nach jedem neuen Marvel-Film über die Computereffekte aufzuregen. Es scheint, als ob die digitalen Capes, Set-Extensions und Kreaturen jedes Jahr an Qualität verlieren. In dieser Folge des Filmmagazin analysieren wir dieses Phänomen und schauen uns an, wie große Hollywood-Studios systematisch ihre Macht nutzen, um VFX-Artists auszubeuten.
Denn die Arbeitsbedingungen bei solchen Firmen sind oft prekär. Schon 2013 erhielt "Life of Pi" den Oscar für die besten visuellen Effekte. Die entsprechende CGI-Bude war da schon in die Insolvenz gerutscht. Es wirkt paradox, aber dieses Beispiel zeigt, unter welchem Druck CGI-Artist arbeiten müssen. Während die Produktionsstudios Millionen mit einem Blockbuster einnehmen, müssen die Effektfirmen mit immer weniger Zeit immer mehr schaffen. Moderne Comic-Verfilmungen haben darüber hinaus zigtausende Filmszenen, die auf den Computer angewiesen sind. Diese Szenen bekommen dann oft auch nicht die entsprechende Vorbereitungszeit. Stattdessen lautet das Motto: Das regelt die Post-Production! | |||
| Civil War: Mit der Kamera in den Bürgerkrieg | 08 Sep 2024 | 00:40:01 | |
Kriege werden nicht nur auf dem Schlachtfeld entschieden – oft ist das Bild der Front in der Öffentlichkeit ebenso prägend. In Alex Garlands dystopischem Kriegsdrama Civil War stehen jene im Mittelpunkt, die sonst hinter der Kamera bleiben: die Kriegsfotograf:innen und Journalist:innen, die live über die brutalen Kämpfe berichten.
Lee Smith, eine erfahrene Kriegsfotografin, begibt sich zusammen mit einer kleinen Gruppe von Kolleg:innen nach Washington D.C., kurz bevor die US-Hauptstadt von Rebellen eingenommen werden soll. Der Präsident, dessen autoritäre dritte Amtszeit bald enden könnte, plant sein letztes Interview. Doch der Film bleibt vage: Warum der Bürgerkrieg ausbrach und welche politischen Motive dahinterstehen, wird nicht geklärt. Garlands Werk bleibt bewusst mehrdeutig.
In unserer aktuellen Filmmagazin-Folge diskutieren wir, ob dieser erzählerische Ansatz überzeugt und wie Garland die Kriegsfotografie als zentrales Thema in den Vordergrund stellt. | |||
| Hollywood Accounting – Die kreative Art Rechnungen zu zahlen | 16 Oct 2022 | 00:32:25 | |
Es wird niemanden überraschen, dass Hollywood zuallererst ein Business ist. Es geht um Geld. Meistens sogar um sehr viel Geld. Große Franchise-Filme spielen hunderte Millionen US-Dollar ein. Wenn man sich aber mal anschaut, welche Filme Profit generieren, dann scheinen Disney, Warner Bros. und Paramount am Hungertuch zu nagen. Denn selbst große Filme wie "Rückkehr der Jedi-Ritter", "Orden des Phoenix" oder "Bohemian Rhapsody" sollen ein Minusgeschäft gewesen sein.
Das ist natürlich quatsch und das wissen die Beteiligten auch. Hollywood Accounting heißt die Praxis, Einnahmen und Ausgaben einer Filmproduktion so zu verschleiern, damit man am Ende Geld damit spart. Betroffen sind davon häufig Filmschaffende wie Schauspieler*innen oder Drehbuchautor*innen, die trotz einer Gewinnbeteiligung leer ausgehen.
Es werden Scheinfirmen gegründet, Steuervergünstigungen ignoriert oder Deals mit kleineren Produktionsstudios aufgebläht. In dieser Folge des Filmmagazin schauen wir uns Hollywood Accounting genauer an und durchleuchten die Tricks der Traumfabrik. | |||
| All you need is Love? – Liebe im Film | 09 Oct 2022 | 01:00:02 | |
Der legendäre Filmkritiker Rogert Ebert sagte einmal, dass Filme Maschinen seien, die Empathie erzeugen. Zu den stärksten Gefühlen, die ein Mensch spüren kann, gehört definitiv die Liebe. Es verwundert daher kaum, dass es eine scheinbar unendliche Anzahl an Filmen gibt, die liebende Menschen in all ihren Formen und Ausdrucksweisen porträtieren. In dieser Filmmagazin-Folge wollen wir mal einige unserer Favoriten, Beinahe-Favoriten und diskutable Hot Takes zum Besten geben.
Ist Keinohrhasen trotz Schweigers manipulativer Holzhammer-Inszenierung im Kern nicht ein guter Liebesfilm? Oder versteckt sich im kitschigen Kern von Pearl Harbor nicht die unausgesprochene Liebe zweier Soldaten zueinander?
Wir sprechen aber nicht nur über solche Machwerke, versprochen. Schließlich gab es gerade in den vergangenen paar Jahren viele großartige Romanzen im Kino. In "Moonlight", "Carol", "Call Me by Your Name" oder "Brockeback Mountain" geht es um Liebe im queeren Spektrum. "Dirty Dancing" und "Die Reifeprüfung" erzählen wiederum von der emanzipatorischen Kraft, wenn zwei Menschen zueinander finden. Und was sind Eure Lieblings-Liebesfilme? | |||
| Aus einem deutschen Leben | 02 Oct 2022 | 00:53:42 | |
Was macht einen Menschen zum Massenmörder? Im Film "Aus einem deutschen Leben" von 1977 wird das Leben des Kommandanten des Konzentrations- und Vernichtungslagers Auschwitz erzählt. In Wirklichkeit hieß Franz Lang eigentlich Rudolf Höß. Der episodenhafte Film anonymisiert die Person Höß und zeigt, wie der Titel bereits andeutet, eine typische deutsche Biografie vor und im Nationalsozialismus. Er zeigt einen Menschen, der Befehle bis zur allerletzten Konsequenz befolgt und sich am Ende für seine Taten nicht verantwortlich fühlt.
Die Dreharbeiten fanden teilweise im realen ehemaligen Vernichtungslager statt. Lucas hat vor Kurzem das Staatliche Museum Auschwitz-Birkenau besucht und erzählt in dieser Folge von seinen Eindrücken. So war "Aus einem deutschen Leben" der erste deutsche Spielfilm, der überhaupt die erhaltenden Anlagen von Auschwitz-Birkenau nutzte. Bereits 1948, drei Jahre nach Ende des Zweiten Weltkriegs, drehte die polnische Shoah-Überlebende Wanda Jakubowska mit "Die letzte Etappe" den ersten Film über das Leben im Lager.
Im Podcast besprechen wir die beiden Werke und diskutieren, ob bedeutende historische Ereignisse immer auch ein jeweils neues Sub-Genre an Filmen hervorbringen. | |||
| Prost! – Die hochprozentige Folge | 25 Sep 2022 | 00:29:51 | |
Alkohol ist die wohl beliebteste und weitverbreitetste Droge der Welt. Auch in Filmen und Serien kippen sich die Charaktere regelmäßig das Hochprozentige in den Rachen. Wenn sich die Freund*innen in "How I Met Your Mother" regelmäßig im MacLaren's treffen, dann erscheint es völlig normal, dass dabei ein paar Biergläser geleert werden. Wir wollen in dieser Folge aber mal genauer hinschauen und gehen verschiedene Beispiele durch, wie Alkohol filmisch inszeniert wird.
Der Martini gehört zu James Bond und was wäre der Dude aus "The Big Lebowski" ohne seinen White Russian? Neben kultigen Getränken ist Alkohol oft auch Staffage für eine bestimmte Zeitperiode, wie etwa in "Mad Men" oder "Peaky Blinders", wo kaum ein Dialog ohne geöffnete Whiskey-Karaffe beginnt.
Alkoholisierte Figuren setzt man gern auch für komödiantische Zwecke ein. In "Hangover" basiert der ganze Plot darauf, dass die Hauptcharaktere einen Filmriss nach einer durchzechten Nacht haben. Und was wäre "Dinner for One" ohne den schwankenden Butler? Selbst in kindergerechten Stoffen wie "Baymax" oder "SpongeBob Schwammkopf" findet man allegorische Beispiele für einen Rausch. Ist das schon Glorifizierung oder noch die harmlose Auseinandersetzung mit alltäglichen Situationen? | |||
| Cyberpunk, Arcane und Co. – Warum es immer mehr Videospiel-Serien geben wird | 18 Sep 2022 | 00:49:20 | |
Über 180 Milliarden US-Dollar hat die Videospielbranche 2021 umgesetzt. Sie liegt damit weit über den Zahlen von Hollywood. Es überrascht daher nicht, dass es ein kommerzielles Interesse gibt, aus Videospielmarken wie "Castlevania", "Tekken" oder "Resident Evil" einen Film oder eine Serie zu machen. Gerade die Streaming-Giganten wie Netflix und Amazon hauen im Moment eine Videospiel-Adaption nach der anderen raus. Eins ist jetzt schon klar: Auch in den nächsten Jahren erwarten uns weitere Projekte wie "Fallout" oder "The Last of US".
Anlässlich der Veröffentlichung von "Cyberpunk Edgerunners" auf Netflix schauen wir uns diesen Trend genauer an. Denn auch "Edgerunners" basiert indirekt auf einem Videospiel. Zwar wurde die Welt eigentlich für Pen-&-Paper-Abenteuer entworfen, prominent wurde sie aber vor zwei Jahren für das Blockbuster-Game "Cyberpunk 2077" eingesetzt.
Solche transmedialen Verwertungsstrategien sind nicht unüblich und besonders bei finanzstarken Franchises normal. In den vergangenen Jahren gab es jedoch einige kulturelle sowie rechtliche Veränderungen, die dazu geführt haben, dass immer mehr Videospiel-Adaptionen erscheinen. Mehr dazu im Podcast. | |||
| Filmzensur in der Bundesrepublik!? – ja, das gab's mal | 11 Sep 2022 | 00:51:49 | |
Die Kunst- und Meinungsfreiheit ist ein hohes Gut. Auch wenn es Leute gibt, die behaupten, dass sie in Gefahr sei, so kann man feststellen: In der Bundesrepublik gibt es keine Zensur. Das war aber nicht immer der Fall. Zwischen 1953 und 1967 schaute sich der sogenannte "Interministerielle Ausschuss für Ost-West-Filmfragen" tausende Werke aus den "Ostblockstaaten" an und entschied, ob und wie die Filme in die BRD kommen sollten. Denn im Zuge des Kalten Krieges stieg in der Politik die Angst vor dem Einfluss kommunistischer Propaganda – besonders aus dem deutschen Nachbarstaat DDR.
Zusammen mit Dr. Andreas Kötzing vom Hannah-Arendt-Institut an der TU Dresden sprechen wir über den Ausschuss und klären, auf welcher wackligen rechtlichen Grundlage dieser operierte. Andreas Kötzing beschäftigt sich schon seit vielen Jahren mit der Geschichte des Ausschusses. Einen Teil seiner Forschungsergebnisse kann man auf der Webseite "West-Ost-Filmzensur" nachlesen. Dort sind einige der zensierten und verbotenen Filme zu finden, die der BRD ein Dorn im Auge waren.
Man störte sich unter anderem an einer allzu positiven Darstellung sozialistischer Staaten sowie am Umgang Westdeutschlands mit ehemaligen Nazi-Funktionären. Auch wenn die Filmzensur in der BRD längst nicht die Ausmaße annahm wie in der DDR: Sie zeigt wie kurzzeitig Zensur in einem demokratischen Land möglich war. | |||
| MMHHH LECKER… – Essen im Film | 04 Sep 2022 | 00:49:00 | |
Essen ist großartig. Es füllt nicht nur knurrende Mägen, es kann uns auch inspirieren und Menschen aus ganz unterschiedlichen Ecken dieser Welt zusammenbringen. Im Film kann Essen ebenfalls eine entscheidende Rolle spielen. Egal, ob als einfaches Set-Design oder als zentrales Handlungselement. Für diese Folge haben wir uns die Chefkochmützen aufgesetzt, um über unsere Lieblingsszenen und -Filme zu sprechen, in denen Essen eine wichtige Rolle spielt.
Für unser 3-Gänge-Menü haben wir uns einen Gast besorgt. Filmmagazin-Urgestein Ilja hat sich zu uns an den Esstisch gesetzt und erzählt uns, warum er "Eat Drink Man Woman" von Ang Lee so großartig findet. Die Gerichte sind hier das Verbindungsstück für eine taiwanesische Familie und einen verwitweten Meisterkoch, weswegen uns beim Anschauen auch das Wasser im Mund zusammenläuft. Dass es auch anders geht, zeigen "Schöne Bescherung" und "Alien", wo von einem harmonischen Abendessen nicht mehr viel übrig bleibt. In "Alien" frisst das Monster sogar die Menschen von innen heraus auf.
Überhaupt haben Horrorfilme eine sehr interessante Beziehung zum Essen. In fast jedem Zombiefilm gieren die Untoten nach menschlichen Gehirnen. Sie brauchen sie gar nicht zum Überleben. Sie konsumieren einfach nur, ähnlich wie es ein gewisser mordlustiger Psychiater tut. Da sind die Koch-Duell-Szenen des Anime "Food Wars! Shokugeki no Soma" schon deutlich weniger brutal. Obwohl sie dafür auf einer anderen Ebene ins Extreme abrutschen. | |||
| Die Musik macht den Film | 28 Aug 2022 | 00:55:33 | |
Kein Film braucht Musik zwingend und dennoch ist es kaum vorstellbar, dass ein Film komplett darauf verzichten würde. Denn die musikalische Untermalung gehört irgendwie dazu. Musik kann eine Filmszene verstärken, eine eigene Geschichte erzählen oder aber sogar das Gesehene konterkarieren. Manche Soundtracks oder Scores sind so bekannt, es braucht nur die ersten Noten und schon werden wir in eine andere Welt entführt.
Für diese Folge haben wir ein paar besonders gelungene Filmmusiken mitgebracht. Lucas nimmt uns zum einen mit in die märchenhafte klingende Welt von Hayao Miyazaki und Joe Hisaishi. Zum anderen darf auch Hollywoods Dauerkomponist Hans Zimmer nicht fehlen, der bei aller Gleichförmigkeit mit "Interstellar" ein wahrlich außerweltliches Klangerlebnis erschaffen hat. Und wir reden auch nochmal über unseren Lieblingshorrorfilm "It Follows", der durch seine elektronische Musik die Risse in seiner Welt hörbar macht.
Martin hat sich den Westerngroßmeister schlechthin ausgesucht. Sergio Leone und Ennio Morricone sind für viele Klassiker verantwortlich, bei denen man sich nur schwer entscheiden kann, ob der Film an sich oder die Musik besser ist. "Spiel mir das Lied vom Tod" ist eines dieser Meisterwerke, die fast in jeder Szene musikalisch Denkwürdiges erschaffen. Philipp Glass hat mit seiner Begleitung des Films "Die Truman Show" ebenfalls einen sehnsüchtig-melancholischen Score geschrieben, der wunderbar durch das bissige Ende abgerundet wird. Ach, und "Magic Mike" ist auch dabei. | |||
| In der Ruhe liegt die Kraft | 21 Aug 2022 | 00:43:39 | |
Packende Filme sind für gewöhnlich temporeich erzählt mit flotten Schnitten und spannungsgeladenen Showdowns. Doch eine stakkatoartige Erzählweise ist nicht die einzige Methode, Szenen aneinanderzureihen. Manchmal, da reicht es auch einfach, drei Gänge runterzuschalten und sich ganz behutsam dem Ziel zu nähern.
In dieser Folge beschäftigen wir uns anlässlich des Serienfinales von "Better Call Saul" mit langsam erzählten Filmen und Serien, die trotz Schneckentempo überzeugen konnten, aber auch mit denen, die einfach nur langweilig waren.
Lucas bringt "Gone Girl" und "Ein Fremder ohne Namen" als Paradebeispiele für gelungenes Storytelling ins Feld. Beide Filme lassen sich viel Zeit, um ihre Handlung aufzubauen, verbleiben bei mancher Charakterenthüllung im Dunkeln und sind gerade dann besonders intensiv, wenn sie doch mal kurz das Tempo erhöhen. Für Martin zeigt die "Before"-Trilogie von Richard Linklater, welche Kraft im langsamen Erzählen liegt. In allen drei Filmen unterhalten sich zwei Menschen über ihre Gefühle füreinander, ihren Job, ihre Wünsche und Ängste. Das mag auf den ersten Blick simpel erscheinen, aber in jedem Gespräch passiert in kleinen Gesten dennoch so viel, dass man schnell vergisst, hier nur einem Spaziergang beizuwohnen.
Negativbeispiele für schnarch-langweilige Filme gibt es allerdings auch. Da wäre zum eine gewisse überlange Fantasy-Reihe, die deswegen bei jedem Ableger an der 3-Stunden-Marke kratzt, weil jeder Film heutzutage ein Event sein muss, um seinen Preis zu rechtfertigen. Aber überzeugt euch doch selbst, hört den Podcast und diskutiert mit. Vielleicht seht Ihr es ja ganz anders als wir. | |||
| Unsere Schocker-Film-Empfehlungen – Der "Schauergust" beim Filmmagazin | 14 Aug 2022 | 00:58:21 | |
Der August ist der "Schauergust" – oder könnte es zumindest werden. Denn am "Schocktober" beteiligen wir uns nun wirklich nicht! Abgeleitet von diesem schlechten Wortspiel besprechen wir in dieser Folge sechs gruselige, harte oder einfach düstere Filme, die wir gesehen haben.
Lucas erzählt uns von dem klaustrophobischen Kammerspiel "Run – Du kannst ihr nicht entkommen" über eine schwierige Mutter-Tochter-Beziehung. Weniger psychische Gewalt, dafür eine Wagenladung physische Gewalt gibt es in "The Sadness", einem taiwanesischen Horrorfilm mit eindeutigen Anleihen an die Corona-Pandemie. Die realen Hintergründe verblassen aber angesichts der extremen Brutalität des Films, die sogar der FSK ein bisschen zu viel war. Zu guter Letzt will Lucas uns noch einen Trash-Horrorfilm aus den 80er-Jahren andrehen. In "Nightmare Beach" elektroschockt ein Biker partywillige Teenager mit seinem Motorrad, ausgerechnet am Spring Break. Na sowas.
Martin hat den jüngsten Predator-Film "Prey" gesehen. Darin legt sich eine amerikanische Ureinwohnerin Anfang des 18. Jahrhunderts mit dem Sci-Fi-Jäger an. Die junge Frau kämpft dabei nicht nur gegen einen technisch überlegenen Feind mit Unsichtbarkeitsfaible, sondern auch gegen die Geschlechtervorstellungen ihres Stammes. Einen klassischen Krimi bekommen wir dagegen mit "The Little Things" serviert. Der nutzt so ziemlich alle bekannten Crime-Versatzstücke.
Ein ausgebrannter alternder Polizist mit schwieriger Vergangenheit? Check. Aufstrebender Polizist, der vielleicht ein bisschen zu ehrgeizig ist? Check. Ein Serienmörder auf der Flucht? Ebenfalls Check.
Die Netflix-Doku zu "Woodstock 1999" bringt da schon ein paar Überraschungen mehr. Das Festival ging damals buchstäblich in Flammen auf und war eine Katastrophe sondergleichen. Gleichzeitig war es ein Brennglas gesellschaftlicher Probleme, die uns bis heute beschäftigen. | |||
| Terence Hill lacht über den Italo-Westerns: Unsere Kritik zu Nobody ist der Größte | 01 Sep 2024 | 00:38:26 | |
1975 neigt sich die Ära der klassischen Western ihrem vorläufigen Ende entgegen, bevor das Genre in den folgenden Jahrzehnten wieder an Bedeutung gewinnt. Neben den USA prägte besonders Italien, unter der Leitung von Sergio Leone, eine neue Filmsprache für die “Wüsten-und-Revolver”-Epen. In eben diesem Jahr erschien Nobody ist der Größte, ein Western, der typisch für Hauptdarsteller Terence Hill einen locker-leichten Ton anschlägt.
Hill spielt den schlitzohrigen Gauner Nobody (alias Joe Thanks), der zusammen mit zwei ebenso gerissenen Kumpanen immer wieder Gelegenheiten nutzt, um an ein paar Dollar zu kommen. Nun planen sie ihren bisher größten Raubzug und wollen einen hochrangigen Major um eine beträchtliche Geldsumme erleichtern. Neben zahlreichen Slapstick-Einlagen besticht dieser Heist-Film – insbesondere in der deutschen Fassung – durch markante Sprüche. Verantwortlich dafür ist Rainer Brandt, bekannt für seine humorvolle Synchronisation, die den deutschen Dialogen einen unverwechselbaren Witz verleiht.
In dieser Episode unseres Filmmagazins besprechen wir, wie gut die Dad-Jokes heute noch funktionieren und ob Nobody ist der Größte ein unterschätztes Juwel des Italo-Westerns ist. | |||
| Der Kampf um Mickey Mouse beginnt | 07 Aug 2022 | 00:59:45 | |
Drei Kreise. Mehr braucht es nicht für eine wahre Popkultur-Ikone. Die Rede ist natürlich von Mickey Mouse. Das Maskottchen des Disney-Konzern hat zwar aktuell selbst kein eigenes Film- oder Serien-Franchise hinter sich, trotzdem ist die Maus immer noch extrem wichtig für den Mediengiganten. 2024 laufen allerdings die Copyright-Rechte an der allerersten Version von Mickey Maus aus. Damit geht das Bildnis in die öffentliche Hand über.
Jeder könnte dann theoretisch Micky für die eigenen kommerziellen Ziele nutzen, ähnlich wie bereits bei den Figuren Sherlock Holmes und Robin Hood. Naja, ganz so leicht ist es dann doch nicht. Martin spricht in dieser Folge über die auslaufenden Mickey-Rechte und was die Folgen davon sein könnten. Zudem erläutern wir, was die republikanische Partei in den USA damit zu tun hat. Spoiler: Es ist ziemlich schlimm und dumm.
Eine derzeit kontrovers diskutierte politische Debatte greift Lucas auf. Er hat sich "Das China-Syndrom" von 1979 angeschaut und sieht Parallelen zum aktuellen Ausstieg vom Ausstieg vom Ausstieg vom Ausstieg aus der Atomkraft. Der Politikthriller mit Jane Fonda und Michael Douglas ist trotz seines Alters nämlich immer noch am Zahn der Zeit, was unter anderem an einem Beinahe-Supergau liegt, der fast zeitgleich zur Veröffentlichung des Films stattfand. | |||
| Marvel, wie lange kann das noch gut gehen? | 31 Jul 2022 | 00:58:53 | |
Marvel, Marvel und noch mehr Marvel. Vor Kurzem kündigte das Produktionsstudio die Filme und Serien der nächsten Phasen des "Marvel Cinematic Universe" (MCU) an. Zur Überraschung von niemandem läuft die Comic-Maschinerie für Marvel-Eigentümer Disney immer noch hervorragend. Gerade der große Erfolg von Disney+ wird zumindest auf kommerzielle Sicht die Vormachtstellung des Unterhaltungsriesen weiter zementieren.
Trotz der unangefochtenen Dominanz des MCU fragt sich Lucas, wie lange das noch gut gehen kann. Heutzutage reicht es nicht mehr aus, einfach nur alle Filme zu sehen. Man muss auch die Serien kennen, um im Multiversums-Einerlei halbwegs mitzukommen. Auch die Qualität schwankt teils gewaltig, insbesondere an den visuellen Effekte lässt sich das gut erkennen. Wir besprechen die aktuellen Filme des MCU und diskutieren, warum es für Marvel so nicht ewig weitergehen kann.
Martin beendet seine Humor-Trilogie. Zum Abschluss geht es um Fremdscham und im speziellen um die Joyn-Serie "Jerks" von Christian Ulmen. Zusammen mit seinem Kumpanen Fahri Yardim loten die beiden schon seit vier Staffeln die Grenzen des Sag- und Machbaren aus. Jede Folge ist ein kleiner Fremdschamkosmos für sich. Das ist oft sehr drüber und manchmal auch prollig. Viele Folgen der Serie zeigen durch ihren Fremdscham aber auch, warum überhaupt gewisse gesellschaftliche Konventionen existieren. | |||
| Big Timber: Diese Dokuserie gehört nicht abgesägt | 24 Jul 2022 | 00:57:20 | |
Kann dummer Humor clever sein? In Filmen wie "Ritter der Kokosnuss", "Nackte Kanone" oder "Anchorman" begegnen uns Charaktere und Situationen, die so abstrus sind, dass sie scheinbar nicht in unserer Welt spielen könnten. In der aktuellen Filmmagazin-Folge will uns Martin erklären, warum genau diese Verfremdung der Realität manchmal am nächsten kommt. Denn hinter dem Fäkalhumor und den Nonsens-Gags steckt oft auch Tiefgründiges.
Lucas dagegen hat sich sein Karohemd angezogen und benimmt sich wie die Axt im Walde. Er hat die erste Staffel "Big Timber" auf Netflix gesehen. In der Dokuserie geht es um eine Holzfällerfamilie in Kanada, die zu den wenigen komplett privaten Betrieben in der Umgebung gehört. Eigentlich nur aus Langeweile gestartet, war Lucas aber schnell von der Serie überzeugt. Warum, das erklärt er uns im Podcast. | |||
| The Boys oder: wenn Satire zu gut funktioniert | 17 Jul 2022 | 01:03:38 | |
Das Filmmagazin ist zurück! Nach längerer Pause haben wir wieder die Mikros angeschmissen, um die Film- und Serienwelt zu sezieren. Nachdem wir kurz unsere Abwesenheit erklären, starten wir auch direkt mit unseren zwei Themen durch.
Martin hat die dritte Staffel der Amazon-Serie “The Boys” geschaut, die größtenteils die hohen Erwartungen der Fans erfüllen konnte. Ein kleiner Teil der Community scheint jedoch mit der Donald-Trump-Werdung einer ihrer Lieblingsfiguren Probleme zu haben. Der zentrale Bösewicht der Serie, Homelander, wird im Verlauf der Staffel immer mehr zum Ebenbild des ehemaligen US-Präsidenten. Auch sonst scheinen einige Boys-Anhänger*innen die Satire der Serie nicht richtig verstanden zu haben. Wir besprechen den Fall und fragen uns, ob “The Boys” vielleicht seinen doppelten Boden auf Löcher überprüfen sollte.
Lucas ist schockverliebt in die Serie “Kaguya-Sama: Love is War”. Das passt auch ganz gut zum Thema. Denn im Anime geht es um die Liebschaft zweier Schülerratsmitglieder, die sich ihre Gefühle füreinander nicht gestehen wollen. Statt auszusprechen, was sie wirklich denken, duellieren sich die beiden Hauptcharaktere in einem epischen Kampf der Alltäglichkeiten. Jedes Brettspiel, jeder Spaziergang wird zu einem Wettstreit. Wir besprechen die vielen genialen Einfälle der Serie und hoffen auf einen würdigen Abschluss.
Zum Schluss beschäftigen wir uns noch einmal mit Memes in Filmen (It´s Morbing Time) sowie den Grenzen des Streaming-Geschäfts. | |||
| Super Troopers und der Reiz der Kiffer-Komödie | 13 Mar 2022 | 00:33:24 | |
Pixeln oder aber nach einer süßlichen Rauchschwade im Zimmer. Zumindest für einige Leute sind Cannabisprodukte vor allem eine Gelegenheit, sich auf der gemütlichen Couch breitzumachen und die jederzeit griffbereiten Snacks einzuatmen. Nur welchen Film soll man sich anschauen, sobald die Sinne neue Sphären erreicht haben? Die Filmbranche hat dieses sehr spezielle Bedürfnis schon vor längerer Zeit entdeckt und für ihr vernebeltes Klientel ein spezielles Sub-Genre entwickelt: Die Kiffer-Komödie!
Harold und Kumar, Ananas Express, The Big Lebowski, Lammbock oder Ted sind nur einige bekannte Vertreter. Natürlich funktionieren diese Filme auch völlig nüchtern, doch dürfte es ein offenes Geheimnis sein, das sie auch andere Ansehszenarien unterstützen. Die typische Kiffer-Komödie stellt meistens regelmäßige Cannabis-Konsumenten in den Vordergrund, erzählt von einer abstrusen Abfolge von Ereignissen oder besitzt einen Humor, der diesen Tick Wahnsinn in sich trägt. Die wirklich guten Marihuana-Streifen produzieren unzählige Running-Gags und entwickeln einen regelrechten Kult um sich. Sie werden immer wieder angeschaut und haben eine treue Fangemeinde hinter sich. Als das gilt auch für Super Troopers - zumindest in der Theorie. In dieser Folge des Filmmagazins sprechen wir über den Film und darüber, warum er keine gute Kiffer-Komödie ist. | |||
| Wie gefährlich ist Binge-Watching? | 06 Mar 2022 | 00:42:43 | |
Ihr kennt das. Netflix an und los. 3 Folgen? 4? Die ganze Staffel? Manchmal gibt's einfach kein Halten mehr. Wer will schon gern eine ganze Woche auf eine neue Folge warten, wenn man die aktuelle Staffel der Lieblingsserie auch an einem Tag schauen kann? Doch das Hintereinander-Wegschauen bringt Probleme für die Stories mit sich und kann sogar gesundheitliche Folgen haben. Darum gehts in dieser Filmmagazin-Episode. | |||
| Der Tod steht ihnen gut - Wenn verstorbene Stars als CGI zurückkehren | 27 Feb 2022 | 00:36:56 | |
Obwohl es eine technische Meisterleistung ist, haben wir uns an den Anblick gewöhnt: Eigentlich tote Schauspieler*innen kehren als eine Kombination aus Körperdouble und digital erstelltem Gesicht per CGI in die Welt der Lebenden zurück. Die sündhaft teure Wiederauferstehung ist für Hollywood sowohl ein Weg, um plötzliche Tode während des Drehs zu kompensieren, als auch eine Möglichkeit, die anhaltende Nostalgiewelle weiter zu befeuern. Sei es in Star Wars: Rogue One oder zuletzt Ghostbusters Legacy - immer mehr Filmmarken wollen uns an eine scheinbar gute alte Zeit erinnern.
Dazu werden nicht nur alte Requisiten hervorgekramt, sondern auch Figuren und deren ursprünglichen Gesichter. Und wenn diese Gesichter nicht mehr selbst vor die Kamera treten können, dann übernimmt das eben der Computer. In dieser Folge beschäftigen wir uns mit diesem Trend und diskutieren auch die rechtliche Situation. Denn wer entscheidet eigentlich, dass James Dean im neuen Kriegsfilm Finding Jack eine wichtige Rolle übernehmen soll, wenn dieser eigentlich schon seit mehr als 60 Jahren tot ist?
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| 'True Crime' hat große Probleme | 20 Feb 2022 | 00:43:52 | |
Morde, Entführungen, Gewalttaten – selbstverständlich sind das Dinge, mit denen wir im Alltag nichts zutun haben wollen. Doch zu Hause auf dem Sofa vor dem Fernseher, da können viele von uns gar nicht genug davon bekommen. Stunden um Stunden schauen (und hören) wir 'True Crime' Content. Und da das Angebot der Nachfrage folgt, gibt es inzwischen auch ein schier unendliches Angebot an Verbrechensgeschichten mit Bezug zur Realität – egal, ob ungelöster Mordfall, Entführung im Wald des hinterletzten Dorfes oder die Suche nach verschwundenen Juwelen. Eins haben diese Erzählungen gemeinsam: Sie versprechen gute Zuschauer*innenzahlen bzw. große Reichweite. Doch das Genre hat ebenso große Probleme.
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| Memes sind für Filme weit mehr als nur lustige Bilder | 13 Feb 2022 | 00:47:49 | |
Memes sind so allgegenwärtig, dass wir sie kaum mehr als etwas Besonderes wahrnehmen. Sie pflastern Chatverläufe, Social-Media-Kanäle und schenken uns einen schnellen Lacher oder einen passenden Gesichtsausdruck. Von der ursprünglichen Konzeption des Begriffes, geprägt durch den Biologen Richard Dawkins, haben Memes einen langen Weg hinter sich und stehen heute synonym für das Internet selbst. Ihre Kraft Wirkmacht kommt nicht zuletzt aus Filmen und Serien, die oft den Ursprung des Memes darstellen. Sie allein auf ein lustiges Emoticon zu reduzieren, wäre aber falsch. Denn wenn uns Gandalf mit den Spruch "You Shall Not Pass" zurechtweist und Adam Driver eine Wand boxt, dann verrät das viel darüber, wie wir mit dem Medium interagieren. | |||
| Nadia und die Macht des Zaubersteins | 06 Feb 2022 | 00:46:24 | |
Vielleicht war keiner der Animes, die wir früher auf RTL II gesehen haben, seiner Zeit so weit voraus, wie Nadia. Ausgestrahlt wurde die Serie unter ihrem deutschen Originaltitel "Die Macht des Zaubersteins" bei uns zuerst 1996 und dann noch einmal 2001. In Japan entwickelte sie sich schon zu Beginn der 90er Jahre zu einer der erfolgreichsten Anime-Serien ihrer Zeit. Aber genau dieser Erfolg wurde ihr zum Verhängnis. | |||
| Grace Kellys letzter Film - High Society (1956) | 25 Aug 2024 | 00:38:59 | |
Tracy Lord scheint das perfekte Leben zu führen. Jung, reich und kurz vor ihrer Traumhochzeit, könnte ihr Leben kaum besser sein. Doch es ist bereits ihre zweite Ehe – ein ungewöhnlicher Schritt für das konservative Umfeld der Lords. Tracy ist jedoch anders als ihre Mitmenschen: rebellisch und auf der Suche nach sich selbst. Als dann auch noch ihr Ex-Mann und ein hartnäckiges Reporterteam vor ihrer Tür auftauchen, gerät ihr Leben in ein emotionales Chaos.
Mit „High Society“ lieferte Charles Walters 1956 eine leicht modernisierte Version der klassischen Filmkomödie „Die Nacht vor der Hochzeit“. Statt Katharine Hepburn, James Stewart und Cary Grant glänzen in dieser Neuauflage die Musiklegenden Frank Sinatra und Bing Crosby als rivalisierende Liebhaber, die alles daransetzen, Tracy von der Hochzeit abzubringen. Wie es sich für Hollywood in den 1950er Jahren gehört, wird dabei viel gesungen. Sogar Jazz-Ikone Louis Armstrong tritt in dem Film auf und steuert einige unvergessliche Musikstücke bei.
Hinter der heiteren Fassade der Musical-Komödie verbirgt sich jedoch auch eine subtile Kritik an der amerikanischen Oberschicht der 1950er Jahre. Der Film gibt Einblicke in das Leben der Reichen, die abseits der normalen Gesellschaft in prächtigen Villen feiern und trinken. In dieser Folge von „Das Filmmagazin“ besprechen wir, ob der Klassiker auch heute noch sehenswert ist. | |||
| Von wegen "Finger Weg!" – Warum Streamingdienste auf Reality TV setzen | 30 Jan 2022 | 00:44:44 | |
Streamingdienste brüsten sich gern mit sündhaft teuren, starbesetzten Produktionen. Klar, damit lässt sich schließlich vortrefflich Werbung machen, um sich von der Konkurrenz abzuheben und neue Abonnent*innen anzulocken. Neben fiktionalen Stoffen gibt es aber noch eine zweite Gattung von Inhalten, die in den vergangenen Jahren immer mehr an Bedeutung für die Anbieter gewonnen hat. Reality TV trägt zwar schon im Namen das gute, alte Fernsehen – Netflix, Amazon und Co. haben dennoch diese oft übersehene Form der Unterhaltung für sich entdeckt. Wer sich einmal die meistgesehenen Sendungen auf den Portalen anschaut, wird häufig eine solche Show finden. Queer Eye, Finger Weg! oder Making The Cut sind alles reichweitenstarke Formate, die nur auf den ersten Blick aus der Zeit gefallen sind.
Dank meist höherer Budgets und mehr kreativer Freiheit kann Reality TV auf Streamingplattformen eine ganz eigene Form entwickeln und oft auf allzu billige Dramaturgie sowie Sentimentalität verzichten. Während es im Fernsehen klare Werbepausen gibt und potenzielle Zuschauer*innen viel stärker zum Dranbleiben bewegt werden müssen, kann Netflix darauf vertrauen, dass die eh schon zahlende Kundschaft weiß, was in der vorangegangenen Folge passiert ist. In dieser Podcast-Episode besprechen wir die neue Welle von Reality-TV-Shows und analysieren, warum sie das bestehende Programm perfekt ergänzen.
Ein besonderes Augenmerk legen wir dabei auf sogenannte Wettbewerbssendungen im Reality-TV-Kosmos. In Formaten á la Blown Away und Glow Up treten Menschen mit einem bestimmten Berufs- oder Hobbyhintergrund gegeneinander an und lassen sich von einer Jury bewerten. Obwohl diese Shows eigentlich einen spielerischen Gedanken in sich tragen, verkommen sie oft zu ausgedehnten Bewerbungsgesprächen, an deren Ende nur eine Person gewinnt. Inwieweit dieser Ansatz unsere eigene wirtschaftspolitische Realität widerspiegelt, erfahrt ihr bei uns. | |||
| Spoiler Alarm! – Alle hassen Spoiler, oder? | 23 Jan 2022 | 00:31:38 | |
önnen gut und gern schon mal Freundschaften zerbrechen. Ihr fiebert der neuesten Folge Euerer Lieblingsserie entgegen und eine*r Euerer vermeintlich besten Freund*innen verrät einfach den großen Plot-Twist vorher. Für einige sicher ein Grund, ihn oder sie direkt aus dem Fenster zu werfen. Für wieder andere ist das alles halb so wild. Denn es soll sie tatsächlich geben: Menschen, die Spoiler gar nicht so schlimm finden. Oder noch absurder: Menschen, die gar nicht anders können, als sich vor jedem Film, jeder Serie, den gesamten Plot mit allen Details durchzulesen.
Hinter Spoilern steckt mehr, als man im ersten Moment vielleicht vermuten würde. Und wie wir mit Spoilern umgehen, verrät am Ende auch etwas über uns selbst. In dieser Filmmagazin-Folge dreht sich alles um's Spoilern. Aber keine Angst: Wir werden Euch nicht Eure Lieblingsserie verderben. Wenn wir über konkrete Filme oder Serien sprechen, weisen wir vorher darauf hin. Außerdem haben wir darauf geachtet, nur etwas ältere und weithin bekannte Plots als Beispiele zu verwenden.
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| Das Corona-Kinojahr 2021 und der größte Superheld der Gegenwart | 16 Jan 2022 | 00:43:36 | |
In fast allen Ländern der Welt konnten die Kinos nur zeitweise geöffnet bleiben. Einige Lichtspielhäuser mussten ihre Pforten für immer schließen. Selbst wenn man ins Kino gehen durfte, so war die Palette an Filmen doch deutlich kleiner als in vorangegangen Jahren. Und das, obwohl einige Blockbuster, wie Keine Zeit zu Sterben oder Fast and Furious 9, die eigentlich für 2020 geplant waren, mit etwas Verspätung endlich eintrafen.
Kinostart zu veröffentlichen. Inwieweit dadurch potentielle Einnahmen an der Kinokasse verloren gingen, wurde besonders intensiv diskutiert. Das zeigt auch der Fall von Scarlett Johansson.
enn diejenigen, die gleich den Tod des Kinos vorausgesagt hatten, dürften ihre Wette verloren haben. 2021 gab es einige Filme, die bewiesen, dass die heimische Couch nicht immer der präferierte Ort ist, um einen neuen Film zu begutachten. Besonders ein Streifen brach alle Rekorde und dürfte demnächst ins Pantheon der 10 erfolgreichsten Filme aller Zeiten eintreten. Damit wäre dann auch geklärt, welcher Superheld aktuell der beliebteste ist.
allem Disney, sicher sein, dass schwarze Zahlen geschrieben wurden. Wir sprechen darüber, was dieser anhaltende Trend über die Zukunft des Mediums aussagen könnte und wieso dagegen Til Schweiger sein Gespür für Erfolg verloren zu haben scheint.
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| Was an Attack on Titan problematisch ist | 09 Jan 2022 | 00:46:14 | |
Gerade startet der letzte Teil einer der erfolgreichsten Anime- (und Manga-) Serien, die es je gab. Attack on Titan verbreitete sich zum Start der ersten Staffel des Animes im Jahr 2013 rasend schnell um die ganze Welt. Die Geschichte aus der Feder von Hajime Isayama setzt Maßstäbe in Sachen Pacing und World Building – der Anime in Sachen Animation, Action und Musik. Manche machen Attack on Titan sogar dafür verantwortlich, dass wir heute weltweit nahezu jeden Anime nach Start in Japan legal streamen können und nicht mehr auf überteuerte DVD-Releases warten müssen. Für viele, die heute Animes schauen und lieben, war Attack on Titan der Einstieg. Mit mindestens einem weinenden Auge werden sich die meisten die letzten Folgen dieser genreprägenden Serie anschauen.
Doch an Attack on Titan gab es immer wieder auch Kritik. Die Serie bediene sich antisemitischer Erzählungen und sei eine der beliebtesten Serien in neurechten Kreisen. Das Militär und faschistische Gedanken würden glorifiziert. In unserer ersten Podcast-Folge im neuen Jahr sprechen wir darüber, warum es wichtig ist, über Attack on Titan zu sprechen und zu streiten. Und darüber, warum es zur Serie verschiedene Positionen geben können muss.
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| BoB 10: Points | 19 Dec 2021 | 00:45:06 | |
Der Krieg ist vorbei, oder? Zu Beginn der letzten Episode von Band of Brothers sehen wir zuerst äußerst idyllische Bilder – fast schon einen Heimatfilm. Doch auch, wenn der Krieg in Europa vorbei ist, über den Männern der Easy Company schwebt noch ein riesiges Damoklesschwert. Im Pazifik geht der Krieg gegen Japan weiter. Und klar ist: einige der Soldaten werden wohl auch dort eingesetzt werden müssen. Es sei denn, sie verdienen sich genügend "Punkte", die dafür sorgen, dass sie wieder nach Hause zurückkehren dürfen.
In diesem Jahr wird "Band of Brothers" 20 Jahre alt. Jede unserer zehn Podcast-Episoden behandelt dabei eine Folge der Serie in chronologischer Reihenfolge. Es lohnt sich also die Serie "nebenbei" mit zu schauen. Wir wünschen Euch viel Spaß! Für Feedback und Anregungen, kommentiert gern auf unserer Seite, schreibt uns eine Mail oder twittert und an: @das_filmmagazin. | |||
| BoB 09: Why We Fight | 12 Dec 2021 | 00:39:57 | |
Diesmal besprechen wir die wahrscheinlich bekannteste Folge der gesamten Serie. Folge neun dreht sich um die große Frage: Warum? Warum kämpfen die amerikanischen Soldaten eigentlich? Warum mussten Sie tausende Kilometer von zu Hause entfernt Verluste ertragen und auch selbst töten? Jeder scheint – endlich in Deutschland angekommen – zu Versuchen, diese Frage für sich allein zu beantworten. Doch dann offenbart eine Entdeckung in einem Wald nahe einer zerstörten Stadt ein ungeahntes Ausmaß der Grausamkeit des Feindes: Die Easy Company stößt auf ein Konzentrationslager.
In diesem Jahr wird "Band of Brothers" 20 Jahre alt. Jede unserer zehn Podcast-Episoden behandelt dabei eine Folge der Serie in chronologischer Reihenfolge. Es lohnt sich also die Serie "nebenbei" mit zu schauen. Wir wünschen Euch viel Spaß! Für Feedback und Anregungen, kommentiert gern auf unserer Seite, schreibt uns eine Mail oder twittert und an: @das_filmmagazin. | |||
| BoB 08: The Last Patrol | 05 Dec 2021 | 00:38:58 | |
Die Chancen, den Krieg in den kommenden Monaten zu gewinnen, stehen gut. Das weiß man auch innerhalb der Easy Company. Um so verwunderter sind die Soldaten, als sie vom Generalstab auf eine Mission geschickt werden, deren Sinn sich nicht wirklich erschließt. Das eigene Leben riskieren für keinen erkennbaren Zweck? Folge neun schickt uns auf die letzte Patrouille. | |||
| BoB 07: The Breaking Point | 28 Nov 2021 | 00:39:38 | |
Die Moral ist am Tiefpunkt. Die Easy Company steckt immer noch im Schnee und in der Ardennenoffensive fest. Wir begleiten diesmal First Sergeant Carwood Lipton, der in Folge sieben sogar als Erzähler dient. Aber nicht nur die Moral ist am Boden, sondern auch die Führung der Einheit. Befehlshaber Dike erweist sich als unfähig und riskiert nicht nur die Leben seiner Untergebenen, er opfert sie sogar leichtfertig. Doch im entscheidenden Moment tut sich ein alter Bekannter als strahlender Retter hervor: Ronald Speirs, den wir eigentlich schon beim Begehen diverser Kriegsverbrechen beobachten konnten. Eine fragwürdige Entscheidung der Macher*innen.
In diesem Jahr wird "Band of Brothers" 20 Jahre alt. Jede unserer zehn Podcast-Episoden behandelt dabei eine Folge der Serie in chronologischer Reihenfolge. Es lohnt sich also die Serie "nebenbei" mit zu schauen. Wir wünschen Euch viel Spaß! Für Feedback und Anregungen, kommentiert gern auf unserer Seite, schreibt uns eine Mail oder twittert und an: @das_filmmagazin. | |||
| BoB 06: Bastogne | 21 Nov 2021 | 00:49:45 | |
ebel liegt über der schneebedeckten belgischen Stadt Bastogne. Das Kriegsgeschehen im Winter 1944 rund um diese Stadt steht im Zentrum der sechsten Folge unserer Serie. Nicht nur die Versorgungsengpässe, unter denen die Easy Company zu leiden hat, spielen diesmal eine wichtige Rolle. Wir fokussieren uns außerdem auf den jungen Sanitäter Eugene „Doc“ Roe. Auch dieser hat Probleme an genug medizinische Ausrüstung zu kommen. Denn während der – auch Erinnerungsgeschichtlich ziemlich wichtigen – Belagerung der Stadt, können die tausenden verletzten Soldaten kaum versorgt werden. Dazu kommen immer wieder Angriffe der deutschen Wehrmacht – auch zu Weihnachten.
In diesem Jahr wird "Band of Brothers" 20 Jahre alt. Jede unserer zehn Podcast-Episoden behandelt dabei eine Folge der Serie in chronologischer Reihenfolge. Es lohnt sich also die Serie "nebenbei" mit zu schauen. Wir wünschen Euch viel Spaß! Für Feedback und Anregungen, kommentiert gern auf unserer Seite, schreibt uns eine Mail oder twittert und an: @das_filmmagazin. | |||
| BoB 05: Crossroads | 14 Nov 2021 | 00:51:36 | |
Crossroads" oder "Kreuzungen", wie die Episode im Deutschen heißt, ist genau das: Nicht nur relativ genau in der Mitte der Serie, sondern auch wegweisend und vorbereitend in der Handlung. Hier wird das aufgebaut, was noch kommt. Man könnte auch sagen, dass wir in dieser Episode noch einmal durchatmen können, bevor es richtig losgeht. Wir fokussieren uns in Crossroads auf unseren Quasi-Hauptcharakter Richard Winters, der zurückblickt auf sein Können als Kommandant im Feld, der immer versucht kluge Entscheidungen zu treffen, um das Leben seiner Männer nie leichtfertig aufs Spiel zu setzen. Gleichzeitig sehen wir ihn in einer neuen Rolle: als Kommandant hinterm Schreibtisch. Etwas, an das er sich offensichtlich noch gewöhnen muss.
chronologischer Reihenfolge. Es lohnt sich also die Serie "nebenbei" mit zu schauen. Wir wünschen Euch viel Spaß! Für Feedback und Anregungen, kommentiert gern auf unserer Seite, schreibt uns eine Mail oder twittert und an: @das_filmmagazin. | |||
| Wie das Internet zum Horror wird: "Pulse" (Kairo) – Ein Meilenstein des J-Horror | 18 Aug 2024 | 00:33:47 | |
Im Jahr 2001 wurde das Internet oft als ein großes hoffnungsvolles Versprechen betrachtet. Es sollte die Welt enger zusammenbringen, Grenzen überwinden und das Wissen der Menschheit für alle zugänglich machen. Doch es gab auch kritische Stimmen, die die potenziellen Gefahren dieses neuen Mediums erkannten. Einer der Filme, der diese dunkle Seite des Internets beleuchtet, ist "Pulse" (Originaltitel: "Kairo") von Kiyoshi Kurosawa, einem der einflussreichsten Regisseure des japanischen Horrorkinos.
In "Pulse" wird die Isolation, die durch das Internet entsteht, auf erschreckende Weise thematisiert. Die Charaktere sind wie Punkte in einem leeren Raum, die sich nur kurz und zufällig begegnen, bevor sie wieder auseinanderdriften. Eine unheimliche Geister-Pandemie breitet sich aus und lässt die Menschen ihren Lebenswillen verlieren, bis sie buchstäblich zu Schatten ihrer selbst werden.
Doch "Pulse" ist nicht nur eine düstere Dystopie, sondern auch ein filmisches Meisterwerk, das mit minimalen Mitteln maximalen Horror erzeugt. Statt auf Unmengen an Schockeffekten setzt der Film auf subtile Andeutungen und die Erzeugung einer bedrückenden Atmosphäre. Diese Techniken machen "Pulse" zu einem der unheimlichsten Filme aller Zeiten. In der aktuellen Folge von "Das Filmmagazin" besprechen wir diesen Klassiker des J-Horrors und analysieren, warum er auch über 20 Jahre nach seiner Veröffentlichung noch immer so faszinierend ist. | |||
| BoB 04: Replacements | 31 Oct 2021 | 00:41:32 | |
All diejenigen, die im Krieg sterben, müssen irgendwann ersetzt werden - das zeigt uns die vierte Folge von Band of Brothers. Zu den uns schon gut bekannten Protagonisten der Easy Company stoßen "die Neuen". Sie haben wenig Erfahrung und dürfen daher nicht sonderlich viel Respekt erwarten. Doch wird das so bleiben?
In diesem Jahr wird "Band of Brothers" 20 Jahre alt. Jede unserer zehn Podcast-Episoden behandelt dabei eine Folge der Serie in chronologischer Reihenfolge. Es lohnt sich also die Serie "nebenbei" mit zu schauen. Wir wünschen Euch viel Spaß! Für Feedback und Anregungen, kommentiert gern auf unserer Seite, schreibt uns eine Mail oder twittert und an: @das_filmmagazin. | |||
| BoB 03: Carentan | 24 Oct 2021 | 00:50:48 | |
Wir begleiten in der dritten Folge von Band of Brothers einen Soldaten, den wir bisher noch nicht kennengelernt hatten: Albert Blithe. Während des D-Days hat er seine Truppe verloren. Schon zu Beginn fällt auf: dieser Mann hat mit dem Krieg zu kämpfen. Er hadert offensichtlich mit der Situation, in der er sich befindet. Er wirkt in sich gekehrt, abwesend, immer wieder driftet er ab. Und die Kampfhandlungen rund um die französische Stadt Carentan, in den unsere Hauptfiguren geraten, machen seine psychische Situation nicht besser. Wir beobachten eine Charakterentwicklung bei Albert Blithe, die sehr realistisch wirkt – mit einem betrüblichen Ende.
In diesem Jahr wird "Band of Brothers" 20 Jahre alt. Jede unserer zehn Podcast-Episoden behandelt dabei eine Folge der Serie in chronologischer Reihenfolge. Es lohnt sich also die Serie "nebenbei" mit zu schauen. Wir wünschen Euch viel Spaß! Für Feedback und Anregungen, kommentiert gern auf unserer Seite, schreibt uns eine Mail oder twittert und an: @das_filmmagazin. | |||
| BoB 02: Day of Days | 17 Oct 2021 | 00:58:05 | |
Die Macher*innen von "Band of Brothers" nehmen uns in Folge 2 mit in die erste große Schlacht der Serie. Am 6. Juni 1944 landen Alliierte Truppen auf dem europäischen Festland. "Landen" ist in der Serie wörtlich zu nehmen. Denn im Gegensatz zur "Schiffsankunft" im Quasi-Vorgängerfilm "Der Soldat James Ryan" landen die Fallschirmspringer der Easy-Company tatsächlich in der von der Wehrmacht besetzten Normandie. Direkt zu Beginn der Folge erleben wir, dass dieses Manöver bei aller Vorplanung alles andere als glatt läuft. Viele Soldaten lassen ihr Leben oder werden verletzt – davon bleiben auch unsere Hauptfiguren nicht verschont. Zum ersten Mal konfrontiert uns sie Serie mit tatsächlichen Kriegshandlungen und all ihren Folgen.
In diesem Jahr wird "Band of Brothers" 20 Jahre alt. Jede unserer zehn Podcast-Episoden behandelt dabei eine Folge der Serie in chronologischer Reihenfolge. Es lohnt sich also die Serie "nebenbei" mit zu schauen. Wir wünschen Euch viel Spaß! Für Feedback und Anregungen, kommentiert gern auf unserer Seite, schreibt uns eine Mail oder twittert und an: @das_filmmagazin. | |||
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