Warum haben wir immer zu wenig Zeit für Kochen, Putzen, Waschen und für gute Selbstsorge? Warum werden Pflegekräfte so schlecht bezahlt? Warum leisten überwiegend FLINTA-Personen und Migrant*innen Care-Arbeit? Wie könnte eine Gesellschaft aussehen, in der Care im Zentrum des Wirtschaftens steht, statt Profite und Wachstum?
Diese Fragen und noch viele mehr diskutiert Chris Neuffer vom Konzeptwerk Neue Ökonomie einmal im Monat mit Gästen aus Sorgeberufen, aus der Wissenschaft und aus sozialen Bewegungen.
Dieser Podcast wird gefördert durch die Anstiftung, die Heidehofstifung und die EU.
Site
RSS
Apple
Classements récents
Dernières positions dans les classements Apple Podcasts et Spotify.
Liens partagés entre épisodes et podcasts
Liens présents dans les descriptions d'épisodes et autres podcasts les utilisant également.
#5 trans*feministischer Arbeitskampf und Selbstorganisierung: Im Gespräch mit Tr@ns*Sxxworks
Saison 2 · Épisode 5
mercredi 31 décembre 2025 • Durée 01:06:36
In der fünften Folge sprechen wir mit Schotter von Tr@ns*Sxxworks über die Selbstorganisierung von Tr@ns* Sxxarbeiter*innen. Wir fragen uns: Wie kann in einem prekarisierten und stigmatisierten Arbeitssektor kollektive Organisierung stattfinden – was können wir von und miteinander lernen?
Außerdem blicken wir in den News auf die Zusammenkürzungen des „Fonds Sexueller Missbrauch“, und schauen auf einen Streik in der Branche „Textile Dienste“. In dieser Folge lesen wir auch für euch. In der Vision stellen wir das Buch „Everything for Everyone: An Oral History of the New York Commune“ (M.E. O’Brien & Eman Abdelhadi) vor.
Ihr wollt uns Feedback geben? Dann schreibt uns an: care@knoe.org
Wie geht es Erzieher*innen in Sachsen? Unter welchen Bedingungen leisten sie ihre Arbeit und vor allem: Wie organisieren sie sich, um Kürzungen im sozialen Bereich entgegenzutreten?
In der vierten Folge sprechen wir mit Maria, selber Erzieherin und verdi-Aktive, über die Situation von Erzieher*innen in Leipzig und Sachsen. In Leipzig gab es in den letzten Monaten Proteste von Erzieher*innen und Eltern für bessere Personalbemessung, bessere Betreuungsschlüssel und gegen Kürzungen. Wir finden heraus, was Erzieher*innen fordern, welche Kraft in Bündnissen liegt und welche Rolle Gewerkschaften in ihren Arbeitskämpfen spielen.
Außerdem schauen wir in den News auf den Streik der Lieferando-Riders in Leipzig und thematisieren die jüngsten Kürzungen von Beratungsprojekten von queeren Geflüchteten in Sachsen. In der Vision erzählt uns Marie von der Initiative #LiegendDemo, wie eine gute Versorgung von Personen mit me/cfs und long covid aussehen könnte.
Du bist selbst als Erzieher*in tätig? Du hast Freund*innen, die sich für bessere Bedingungen in den Kitas einsetzen wollen? Dann komm’ zum monatlichen Stammtisch für alle Kolleg*innen in den Sozial- und Erziehungsdiensten in Leipzig und Umgebung: Jeden 3. Donnerstag im Monat im Volkshaus (Karl-Liebknecht-Straße 30-32, 04107 Leipzig)!
Ihr wollt uns Feedback geben? Dann schreibt uns an: care@knoe.org
#7 Wie Shoppingcenter vergesellschaften? Mit der Initiative Sorge ins Parkcenter.
Saison 1 · Épisode 7
mardi 14 mai 2024 • Durée 01:08:58
Gähnende Leere in den ehemaligen Konsum-Tempeln: An vielen Orten stehen Einkaufszentren leer, mitten in Stadtvierteln und Innenstädten. Große Flächen bleiben ungenutzt, während es Menschen an dem mangelt, was sie für ein gutes Leben brauchen: Kinderbetreuung, Lebensmittelversorgung, Beratung. Die Initiative „Sorge ins Parkcenter“ will im leerfallenden Parkcenter in Berlin Treptow Sorgearbeit vergesellschaften: Konkret heißt das, leere Flächen zu nutzen und ganz neue Infrastrukturen zu schaffen. Doch welche Bedarfe gibt es vor Ort? Und wie ermittelt die Initiative diese? Was sind die Pläne des Investors? Und inwiefern passen diese überhaupt zur Vision einer klimagerechten, feministischen Stadt? Über all das spricht Chris mit Anna und Hannah von „Sorge ins Parkcenter“ in der neuen Folge.
In den News gibt es dieses Mal einen Bericht über den Entwurf für die Krankenhausreform sowie eine Studie zur Versorgungslage für ungewollt Schwangere in Deutschland. Im letzten Teil erfahren wir von der Initiative für ein Soziales Zentrum in Göttingen, wie sie in Göttingen dafür kämpfen, dass das alte leerstehende Gefängnis ein Ort der Solidarität, Sorge und Gemeinschaft wird!
Ihr wollt uns Feedback geben? Dann schreibt uns an: care@knoe.org
Einladung zum Vernetzungstreffen in Leipzig: „Kaufhaus Held vergesellschaften“
30.05. um 18.00 in der Georg-Schwarz-Str. 178
Begriffserklärungen
#6 „Let’s Socialize Care!“ Spezial-Folge zur Vergesellschaftungskonferenz
Saison 1 · Épisode 6
jeudi 11 avril 2024 • Durée 44:40
In dieser Folge treffen sich Chris und Maxi auf der Vergesellschaftungskonferenz vom 15.-17. März am Werbellinsee in Brandenburg. Unter dem Motto „Let’s Socialize - Vergesellschaftung als Strategie für Klimagerechtigkeit“ diskutierten dort mehr als 360 Menschen, wie es mit der Vergesellschaftung weitergehen kann. Chris und Maxi haben den Care-Themenstrang begleitet und wichtige Punkte zur Vergesellschaftung und Demokratisierung von Care-Kontexten für euch gesammelt. Unter anderem haben wir mit Personen von International Women* Space (IWS), Women in Exile, Bündnis Selbstbestimmung Selbst Gemacht, Vertreter*innen von ver.di und der Berliner Krankenhausbewegung, vom Gesundheitskollektiv Berlin, dem Poliklinik Syndikat, dem Konzeptwerk Neue Ökonomie uvm. gesprochen. Ein großes Danke an dieser Stelle an alle Personen, die die Konferenz ermöglicht haben und die vielen Menschen, die sich politisch organisieren, um für Care-Gerechtigkeit zu kämpfen. Und damit nehmen wir euch mit zum Care-Themenstrang und wünschen euch viel Spaß beim Nachhören unserer Eindrücke!
*****
SHOWNOTES
Du willst uns Feedback geben? Dann schreib uns an: care@knoe.org
#5 | 8. März: Wie feministisch kämpfen? Mit dem Colectiva Feminista De Abya Yala
Saison 1 · Épisode 5
jeudi 29 février 2024 • Durée 59:16
Ungleiche Bezahlung, ungerechte Verteilung von Sorgearbeit und alltägliche patriarchale Gewalt: Feministische Gruppen kämpfen schon lange dafür, dass sich all das ändert!
Für sie ist klar: „Wenn wir streiken, steht die Welt still“ Daher wird der 8. März als wichtiger feministischer Kampftag und Streik als Mittel immer wieder diskutiert.
In dieser Folge spricht Chris mit Linda und Emilce vom Colectiva Feminista de Abya Yala aus Dresden. Es geht um ihre Pläne für den 8. März dieses Jahr, die Arbeit im Kollektiv und was Dekolonialität für sie bedeutet. Wie ist das Colectiva entstanden? Wie organisieren sich „Frauen und Dissidenten“ darin? Und was ist die Geschichte hinter den grünen Tüchern, die Menschen immer wieder auf feministischen Demos tragen?
Außerdem berichten wir in den News über ein gestartetes Pilotprojekt zur 4-Tage-Woche und die aktuellen Reform-Vorschläge des Bundesjustizministeriums zum Abstammungsrecht. Und wir schauen uns gemeinsam an, warum Sophie Lewis die Abschaffung der Familie fordert und was Leah Lakshmi Piepzna-Samarasinha als alternative Form vorschlägt, um Care selbstbestimmter zu organisieren.
*****
SHOWNOTES
Du willst uns Feedback geben? Dann schreib uns an: care@knoe.org
***
News
Artikel zur Pilotstudie von Intraprenör
Dossier Arbeitszeitverkürzung
Link Stellungnahme DJB zu Eckpunkten des Bundesministeriums der Justiz für eine Reform des Abstammungsrechts
#4 Arbeitskampf am Uniklinikum Leipzig. Mit Katharina Jüttner
Saison 1 · Épisode 4
vendredi 15 décembre 2023 • Durée 56:26
Personalmangel, Kostendruck und steigender Sorge-Bedarf in Deutschland: Die Belastung für Pflegekräfte in Krankenhäusern ist hoch. Immer mehr ausgebildetes Personal verlässt den Pflege-Beruf wegen der schlechten Arbeitsbedingungen.
In dieser Folge sprechen Mia Smettan und Chris Neuffer mit der OP-Krankenschwester Katharina Jüttner aus der Uniklinik Leipzig. Es geht um die aktuellen Arbeitskämpfe in Leipzig, Katharinas Perspektive auf die Tarifrunde und wie ein gerechteres Gesundheitssystem aussehen könnte. Wie ist die Arbeit als Pflegekraft im Zentral-OP einer Uniklinik? Warum ist die Tarifrunde für Katharina und ihre Kolleg*innen, aber auch für uns alle, wichtig? Wie sieht ein Streik im Krankenhaus aus?
Zudem berichten wir über den Kitanotstand, Haushaltskürzungen und den Stand des Selbstbestimmungsgesetzes und fragen uns: Wie könnte eine solidarische ambulante Gesundheitsversorgung aussehen?
*****
SHOWNOTES
Ihr wollt uns Feedback geben oder Themenvorschläge einsenden?Dann schreibt und an: care@knoe.org
Stiefkindadoption, Queerfeindlichkeit und Deadnaming - queere Eltern, oder auch Regenbogenfamilien sind nach wie vor mit einer Reihe von Hürden konfrontiert.
In dieser Folge spricht Mia Smettan mit der Autorin und queeren Mutter Lisa Bendiek über die Vergangenheit und Gegenwart von queerem Familienleben. Wie geht es Regenbogenfamilien in Deutschland aktuell? Wie ist die Verteilung von Sorgearbeit in queeren Familien und was können hetero-cis Familien von ihnen lernen?
Außerdem gibt es einen live-Bericht von Fabiana Blasco vom jährlichen feministischen Treffen in Argentinien und wir fragen uns, warum Zeit eigentlich politisch ist.
*****
Produziert mit finanzieller Unterstützung durch die Heidehof Stiftung und die Anstiftung.
#2 Migration für Care-Arbeit. Mit Justyna Oblacewicz von Faire Mobilität
Saison 1 · Épisode 2
jeudi 21 septembre 2023 • Durée 49:41
Arbeitskräfte aus dem Ausland stopfen die Löcher im deutschen Pflegesystem und private Agenturen verdienen daran gutes Geld. Sogenannte Live-In Betreuer*innen arbeiten für ca. 4 Euro die Stunde rund um die Uhr, wechseln alle 2-3 Monate den Arbeitsort und haben weder bezahlten Urlaub noch Krankheitstage. Mia Smettan spricht mit Justyna Oblacewicz von der Beratungsstelle Faire Mobilität über die unregulierten Arbeitsbedingungen von osteuropäischen Haushaltskräften. Was müsste geschehen, um mehr Sichtbarkeit und besseren Arbeitsschutz für die Care-Arbeiter*innen zu garantieren? Und wie erleben die zu pflegenden Personen die Situation?
*****
Produziert mit finanzieller Unterstützung durch die Heidehof Stiftung und die Anstiftung.
#1 Wieso? Weshalb? Warum? Eine Einführung in Care und Wirtschaft. Mit Andrea Vetter
Saison 1 · Épisode 1
mardi 20 juin 2023 • Durée 48:44
Care-Arbeit, ist in der Krise. Die Transformationsforscherin Andrea Vetter sagt, es geht auch anders! Mia Smettan spricht mit ihr darüber, warum Sorgetätigkeiten sowohl im privaten als auch im beruflichen Kontext meistens unter sehr prekären Bedingungen stattfinden und dass Care-Arbeit ins Zentrum des Wirtschaftens gelegt werden muss. Außerdem geht es in dieser Folge um radikale Selbstsorge in Ostbrandenburg, um Kitagutscheine in Berlin und um Komposttoiletten.
*****
SHOWNOTES
Ihr wollt uns Feedback geben oder Themenvorschläge einsenden? Dann schreibt und an: care@knoe.org
*****
News
Sammelband Wirtschaft neu ausrichten. Care-Initiativen in Deutschland, Österreich und der Schweiz Herausgegeben von Uta Meier-Gräwe, Ina Praetorius und Feline Tecklenburg. Mehr dazu: https://wirtschaft-ist-care.org/publikationen/
Andrea Vetter ist Transformationsforscherin und schreibt, forscht, erzählt undorganisiert für einen sozial-ökologischen Wandel. Sie schreibt für die Zeitschrift Oya: enkeltauglich leben und gerade ist ihr neues Buch erschienen: The Future is Degrowth:A Guide to a World Beyond Capitalism.
2018 hat sie das Haus des Wandels in Ostbrandenburg mitgegründet: https://zukunftsorte.land/haus-des-wandels
Vision
https://autonomia-kooperative.ch/
*****
FLINTA:Das Akronym FLINTA* steht für Frauen, Lesben, intersexuelle, nicht-binäre, trans und agender Personen – also für all jene, die aufgrund ihrer Geschlechtsidentität patriarchal diskriminiert werden.
#3 Gemeinsam kämpfen und als community organisieren: Au-pairs gegen die Abwertung von Sorgearbeit. Mit Bloque Latinoamericano
Saison 2 · Épisode 3
vendredi 12 décembre 2025 • Durée 01:07:00
Wie sieht der Arbeitsalltag von Au-pairs aus? Unter welchen Bedingungen arbeiten sie in Deutschland? Und wie organisieren sich Au-pairs gemeinsam für eine Aufwertung ihrer Sorgearbeit?
In dieser Folge sprechen wir mit Maria und Janet von Bloque Latinoamericano Berlin. Janet teilt mit uns ihre Erfahrungen als Au-Pair und Care-Arbeiterin und wie sie zuerst alleine online andere Au-pairs unterstützen wollte und dann Bloque Latinoamericano gefunden hat. Maria zeigt uns, wie sich Au-Pairs organisieren und welchen Herausforderungen und strukturellen Problemen sie sich stellen müssen. Die beiden nehmen uns mit in ihre Community und Lebenswelt und zeigen uns, was wir in Sachsen von ihnen lernen können und was ihre Arbeits- und Lebensbedingungen verbessern würde.
Wir lernen über Care-Arbeit von Au-pairs, die romantisiert und als „kultureller Austausch“ beschönigt wird – während Au-pairs, meistens migrantische Frauen, oft viele Überstunden machen müssen und nur 280 EUR Taschengeld erhalten. Gemeinsam schauen wir uns an, wie die Sorge-Arbeiterinnen mit Isolationsgefühlen umgehen und diese brechen, was sie brauchen, und wo Feminst*innen und Gewerkschaften aus dem globalen Norden dringend hinschauen sollten, damit aus dem vereinzelten Kampf ein kollektiverer wird.
Außerdem geht es in den News um die Tarifrunde der Länder und des Nahverkehrs und um die Belastung Sächsischer Lehrkräfte. In der Vision stellt Clara die Sonti* e.V. vor – ein Verein aus Leipzig.
Ihr wollt uns Feedback geben? Dann schreibt uns an: care@knoe.org
Découvrez des podcasts liées à Danke für Nichts. Der feministische Podcast über Care und Wirtschaft. Explorez des podcasts avec des thèmes, sujets, et formats similaires. Ces similarités sont calculées grâce à des données tangibles, pas d'extrapolations !
Tim Taj: Upbeat Happy https://freemusicarchive.org/music/timtaj/positive-corporate-music/upbeat-happy/
***
Gefördert durch die Heidehof Stiftung, die Anstiftung, die Stiftung Menschenwürde und Arbeit und das Sächsische Staatsministerium der Justiz und für Demokratie, Europa und Gleichstellung.
Die geäußerten Ansichten und Meinungen entsprechen jedoch ausschließlich denen des*r Autor*in bzw. der Autor*innen und spiegeln nicht zwingend die des Sächsischen Staatsministeriums der Justiz und für Demokratie, Europa und Gleichstellung wider. Das Staatsministerium kann dafür nicht verantwortlich gemacht werden.
Graue Energie: Graue Energie bezeichnet die Menge an Energie, die für Herstellung, Transport, Lagerung, Verkauf und Entsorgung eines Gebäudes (oder Produkts) aufgewendet werden muss.
Munizipalismus: Seit den 2010er Jahren wird vom Aufkommen des „neuen Munizipalismus“ gesprochen. Damit werden oft verschiedene städtische soziale Bewegungen, Nachbar*innenschaftsinitiativen sowie Wahlplattformen und Parteien gefasst, die sich für eine solidarische, anti-rassistische, klimagerechte und feministische Stadt einsetzen.
Zentral ist hierbei das Verständnis, dass die lokale Ebene, Selbstverwaltung und Organisierung Ausgangspunkt für größere gesellschaftliche Veränderungen sind. Besonders bekannt ist die munizipalistische Bewegung Spaniens, die in den 2010er Jahren auch kommunalpolitische Erfolge erzielte. Mehr Infos z.B. hier oder hier.
Von der Europäischen Union finanziert. Die geäußerten Ansichten und Meinungen entsprechen jedoch ausschließlich denen des Autors bzw. der Autoren und spiegeln nicht zwingend die der Europäischen Union oder der Europäischen Exekutivagentur für Bildung und Kultur (EACEA) wider. Weder die Europäische Union noch die EACEA können dafür verantwortlich gemacht werden.
Leah Lakshmi Piepzna-Samarasinha (2018): Care Work: Dreaming Disability Justice
Sophie Lewis (2023): Die Familie abschaffen. Wie wir Care-Arbeit und Verwandtschaft neu erfinden
Glossar
Femizid: Der gewaltsame Mord an Mädchen, Frauen und feminisierten Menschen aufgrund ihres Geschlechts. Viele Personen verwenden den Begriff synonym mit Feminzid, obwohl letzterer besonders die politische und strukturelle Dimension dieser Morde hervorhebt.
Transfemizid: Der gewaltsame Mord an einer Frau oder einer femin(isiert)en Person, weil sie trans ist.
Ni Una Menos (dt. „Nicht eine weniger“): Eine Bewegung, die in Argentinien entstand und die patriarchale Gewalt an Frauen und feminisierten Menschen, insbesondere in Form von Femiziden, kritisiert. In Deutschland gründete sich 2017 die Plattform „Keine Mehr“.
Disability Justice (dt. etwa „Behindertengerechtigkeit“): Die Disability Justice-Bewegung grenzt sich von der Forderung nach mehr Rechten und Zugängen für behinderte Menschen ab und kritisiert die gesellschaftlichen Verhältnisse, die überhaupt Körper unterschiedlich einordnen. Zentrale Annahmen sind: Alle Körper sind einzigartig und wichtig. Alle Körper haben Stärken und Bedürfnisse, die erfüllt werden müssen. Wir sind stark, nicht trotz unserer komplexen Körper sondern wegen ihnen. Zentral für die disability justice-Bewegung ist auch, die Verschränkung von Ableismus / Behindertenfeindlichkeit mit anderen Unterdrückungsformen (wie Sexismus, Rassismus, Queerfeindlichkeit etc.) in den Blick zu nehmen. Für mehr Infos auf Englisch, siehe hier.
Charity Modell: Das Charity Modell ist ein Modell über Behinderung, was die Annahme vertritt, behinderte Menschen seien hilflos, leidend und Opfer bzw. Betroffene ihrer Beeinträchtigung(en). Menschen mit Behinderung werden in diesem Modell als Empfänger*innen von Sozialhilfe und Unterstützung gesehen, nicht jedoch als aktive selbstbestimmte Personen, die viel auszeichnet außerhalb ihrer Behinderung.
Katharina arbeitet seit 21 Jahren als Krankenschwester und seit acht Jahren im OP der Uniklinik Leipzig. Seit vier Jahren ist sie bei ver.di aktiv, war in der Tarifkommission engagiert und organisierte die Streiks des Zentral-OP der Klinik mit.
Maria und Janet engagieren sich bei Bloque Latinoamericano Berlin, insbesondere bei „Trabajo Migrante“. Innerhalb dieser Gruppe beschäftigen sie sich mit den Arbeitsbedingungen von Migrant*innen aus Abya Yala, die in Berlin leben, und wie diese verbessert werden können. Aktive von Bloque reisen auch durch Deutschland, um Migrant*innen an verschiedenen Orten dabei zu unterstützen, Gruppen und Initiativen aufzubauen.
Ein Fokus ihrer Arbeit liegt auf der Vernetzung und dem Empowerment von ehemaligen und aktuellen Au-Pairs.
Tim Taj: Upbeat Happy https://freemusicarchive.org/music/timtaj/positive-corporate-music/upbeat-happy/
***
Gefördert durch die Heidehof Stiftung, die Anstiftung, die Stiftung Menschenwürde und Arbeit und das Sächsische Staatsministerium der Justiz und für Demokratie, Europa und Gleichstellung. Diese Maßnahme wird mitfinanziert durch Steuermittel auf Grundlage des vom Sächsischen Landtag beschlossenen Haushaltes.
Die geäußerten Ansichten und Meinungen entsprechen jedoch ausschließlich denen des*r Autor*in bzw. der Autor*innen und spiegeln nicht zwingend die des Sächsischen Staatsministeriums der Justiz und für Demokratie, Europa und Gleichstellung wider. Das Staatsministerium kann dafür nicht verantwortlich gemacht werden.