Eine Frau, die Europa in Atem hielt. Eine Tänzerin, für die ein KönigGrenzen überschritt. Und eine Geschichte, die klingt wie ein Historienkrimi –aber im preussischen Berlin ihr Drama entfaltet.
Gemeinsam mit der Expertin Dr. Christiane Theobald begeben wir uns aufSpurensuche: von den Bühnen Europas bis zu den Intrigen der preußischenPolitik. Dabei entsteht ein überraschend modernes Bild einer Frau, die nicht nurmit Talent und Training, sondern auch mit klugen Entscheidungen und einemstarken Willen ihren eigenen Weg ging.
Barbarina liebte, riskierte, widersetzte sich – und schrieb damitGeschichte. Ihre Karriere endete mit einem Knall: Skandale, eine heimlicheHochzeit und ein radikaler Bruch mit dem Theaterleben. Und doch bleibt sie bisheute eine Schlüsselfigur für die Entwicklung des Tanzes – eine Brücke zwischenhöfischer Tradition und künstlerischer Erneuerung.
Was macht eine Künstlerin zur Ikone? War es ihre Virtuosität auf der Bühne,ihre Ausdruckskraft – oder die Tatsache, dass sie sich nicht vereinnahmen ließ?La Barbarina war ihrer Zeit voraus: eine Art „It-Girl“ des 18. Jahrhunderts,bewundert, begehrt und gleichzeitig ein Marketingfaktor. Friedrich der Großewollte sie unbedingt an seinen Hof holen – und scheute dabei nicht vordrastischen Maßnahmen zurück. Eine Tänzerin als Staatsaffäre?
In dieser Podcast-Folge tauchen wir ein in das faszinierende Leben derlegendären Barbarina – geboren als Barbara Campanini. Sie war nicht nur eineder gefeiertsten Tänzerinnen des 18. Jahrhunderts, sondern auch eine Frau, diesich den Regeln ihrer Zeit widersetzte. Zwischen höfischem Glanz, politischemKalkül und leidenschaftlicher Selbstbestimmung entfaltet sich ein Leben vollerDrama, Mut und überraschender Wendungen.
Mit der Gründerin des Staatsballetts blicken wir zurück ins Rokoko: Wie sahder Tanz damals eigentlich aus – lange vor Spitzenschuhen und klassischemBallett? Welche Rolle spielten Künstlerinnen am Hof? Und wie viel Freiheitkonnte sich eine Frau wirklich nehmen?
Diese Folge ist für alle, die Geschichten lieben, in denen Kunst auf Machttrifft, in denen Menschen größer sind als die Rollen, die man ihnen zuschreibt.