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Explorez tous les épisodes du podcast Alte Schule

Plongez dans la liste complète des épisodes de Alte Schule. Chaque épisode est catalogué accompagné de descriptions détaillées, ce qui facilite la recherche et l'exploration de sujets spécifiques. Suivez tous les épisodes de votre podcast préféré et ne manquez aucun contenu pertinent.

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Ecki Schimpf über Jochen Mass – ein Freund erinnert sich01 Oct 202601:02:59

Jochen Mass wäre am 30. September 80 Jahre alt geworden.

Seine Karriere ist bestens dokumentiert: Formel 1, McLaren, Porsche, Mercedes-Benz, Le Mans und unzählige Sportwagenrennen. Doch hinter dem Rennfahrer Jochen Mass steckte ein Mensch, der weit mehr war als die Summe seiner Erfolge.

Ecki Schimpf kannte ihn seit den 1970er-Jahren, verpflichtete ihn für Jägermeister Racing und kam ihm vor allem in späteren Jahren auch persönlich näher. In dieser Folge erinnert er sich an einen rastlosen Abenteurer, der nie lange an einem Ort blieb, an einen Vielleser, der Gedichte auswendig lernte und selbst welche schrieb, und an einen Rennfahrer, der erstaunlich selbstkritisch auf seine eigene Karriere zurückblicken konnte.

Es geht um seine Zeit bei McLaren und das Verhältnis zu James Hunt, seine großen Jahre im Sportwagen, seine Freundschaft mit Jacky Ickx, seine Rolle als Mentor für jüngere Fahrer – aber auch um Literatur, Seefahrt, Ballonabenteuer und lange Gespräche abseits der Rennstrecken.

Eine sehr persönliche Erinnerung an einen Mann, den Ecki Schimpf als „Getriebenen“ beschreibt – und als einen Menschen, der ihn bis zuletzt immer wieder überrascht hat.


Ich möchte auch auf den im Podcast erwähnten Nachrauf hinweisen, den ich mit Rainer Braun aufgenommen habe und den ihr hier findet.

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Japanische Autoikonen, Motorsport, Gaming und Popkultur: Entdecke „The Spirit of Nippon“ ab 24.10.2026 im Technik Museum Sinsheim – inklusive im regulären Museumseintritt. Infos unter: https://www.technik-museum.de/de/entdecken/ausstellungen/the-spirit-of-nippon/

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Dieter Mallon – Der Mann hinter Opels legendären Motoren24 Sep 202601:54:55

Sein Name dürfte selbst vielen eingefleischten Opel-Fans bislang kaum etwas sagen – seine Arbeit dagegen kennen sie sehr wahrscheinlich.

Dieter Mallon kam 1981 zu Opel nach Rüsselsheim. Eigentlich begann er dort in der Fahrzeugbeurteilung, doch seine Leidenschaft galt schon lange dem Motor: Bereits als junger Mann hatte er an seinen eigenen Autos mit Nockenwellen, Weber-Vergasern und selbstgebauten Ansaugkrümmern experimentiert.

Bei Opel begann Mallon schließlich, sich mit einem Problem der großen Reihensechszylinder zu beschäftigen: einer auffälligen Drehmomentschwäche im unteren Drehzahlbereich. Auf einem alten Prüfstand, mit zersägten Ansaugkrümmern, Wasserrohren und viel Versuch und Irrtum untersuchte er die Druckwellen im Ansaugtrakt – und entwickelte daraus ein Schaltsaugrohr, das später im 24-Ventil-Sechszylinder von Omega und Senator in Serie ging.

Mallon erzählt außerdem aus dem Entwicklungsteam des legendären Opel 2.0 16V: Welche Rolle spielte Cosworth tatsächlich? Warum war der Motor von Anfang an auf 150 PS ausgelegt? Und wie entstand ausgerechnet aus den beengten Platzverhältnissen im Kadett ein außergewöhnlicher Ansaugtrakt?

Wir sprechen über seinen Chef Prof. Fritz Indra, die Ingenieurskultur bei Opel in den 1980er-Jahren, die ewige Jagd auf den Golf GTI – und darüber, warum Opel technische Innovationen nach Mallons Ansicht oft schlechter vermarktete als die Konkurrenz.

1987 wechselte er schließlich zu Lexmaul und damit zu einem der bekanntesten Opel-Tuner jener Zeit und mitten rein in die goldene Ära des (Opel-)tunings.

Danach wurde er von Brose abgeworben und vrantwortete als Kaufmann die Schnittstelle zu GM, Opel und Saab.

Ein Gespräch über eine Ära, in der Motorenentwicklung noch sehr viel mit Erfahrung, Prüfstand, Metall und Improvisation zu tun hatte – und über einen Ingenieur, dessen Entwicklungen bis heute in der Opel-Szene bekannt sind, obwohl sein Name es viel zu selten ist.

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Alfred Kist – Vom Mercedes-Entwicklungsingenieur zum Retter legendärer Porsche-Rennwagen17 Sep 202601:27:07

Alfred Kist hat eine außergewöhnliche Ingenieurskarriere hinter sich: 1977 kommt er nach seinem Studium der Luft- und Raumfahrttechnik zu Mercedes-Benz und erlebt dort eine Entwicklungszeit, in der Konstrukteure und Versuchsingenieure noch mit erstaunlich großen Freiheiten arbeiten konnten. Schon an seinem ersten Arbeitstag sieht er die neue Raumlenker-Hinterachse des späteren Mercedes 190 – und ist beeindruckt davon, welchen technischen Aufwand Mercedes selbst für sein damals kleinstes Modell betreibt.

Später wechselt Kist in den Versuch, arbeitet an unterschiedlichsten Baureihen und erlebt unter anderem die Entwicklung von W201, S-Klasse und Coupé sowie alternativen Antrieben. In dieser Folge erzählt er, wie Mercedes damals Autos entwickelte, welche Ideen es bis zum Prototypen schafften und trotzdem nie in Serie gingen – und warum aus seiner Sicht BMW Mercedes letztlich dazu brachte, einen Zwölfzylinder zu bauen.

Seine eigentliche Leidenschaft gilt allerdings schon seit seiner Kindheit Porsche und dem Rennsport. Heute restauriert Alfred Kist mit seinem Unternehmen ORCA einige der bedeutendsten historischen Rennwagen überhaupt. In seiner Werkstatt stehen Fahrzeuge wie Porsche 550, 908, 910 und 917. Fehlende Teile werden dabei nicht einfach durch irgendeinen Nachbau ersetzt: Kist recherchiert Originalzeichnungen, vermisst Bauteile mit professioneller Scantechnik und konstruiert Komponenten per CAD neu – teilweise aus Magnesium oder Titan und nach den ursprünglichen Spezifikationen.

Wir sprechen über die Frage, wie original ein historischer Rennwagen überhaupt bleiben kann, wenn er nach 50 oder 60 Jahren noch Rennen fahren soll, über gerissene Aluminiumrahmen, verschwundene Ersatzteile und den enormen Aufwand, einen Porsche 917 wieder genauso aufzubauen, wie er einst auf der Rennstrecke stand.

Und wir sprechen natürlich übers Fahren: über Kists erste, durchaus ernüchternde Begegnung mit einem frühen Porsche 911, das Erlebnis eines 917 am Steuer und darüber, welchen Rennwagen er unbedingt noch einmal restaurieren möchte.

Eine Folge über eine Zeit, in der Ingenieure Autos noch selbst konstruierten, erprobten und verstanden – und über einen Mann, der dieses Wissen heute nutzt, um ein wichtiges Stück Motorsportgeschichte am Leben zu erhalten.

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Mehr Infos über ORCA - die Firma von Alfred Kist findet ihr hier.

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Prof. Jochen Gaa – Vom Hockenheimringbesuch in den historischen Formel 110 Sep 202600:56:44

Als kleiner Junge stand Prof. Jochen Gaa mit seinem Vater am Hockenheimring und erlebte dort die großen Namen seiner Zeit aus nächster Nähe. Besonders die Formel 2 hatte es ihm angetan – selbst Rennfahrer zu werden, blieb damals allerdings ein Traum.

Gaa schlug zunächst einen ganz anderen Weg ein, wurde Mediziner, Radiologe und Professor. Doch viele Jahre später kehrte die alte Leidenschaft zurück. Er machte seine Rennlizenz, kaufte einen historischen Formel 2 – und lernte den legendären BMW-Motorenentwickler Paul Rosche kennen, mit dem ihn schließlich eine enge Freundschaft verband.

Heute fährt Jochen Gaa historische Formel-1-Rennwagen aus einer Zeit, in der rund 600 PS auf kaum mehr als 500 Kilogramm trafen. Wir sprechen darüber, wie man überhaupt an einen echten Formel 1 kommt, wie sich diese Autos für einen Amateur fahren, warum ein erfahrenes Team und jahrzehntealtes Spezialwissen unverzichtbar sind – und natürlich über Geld: Was kostet ein Rennwochenende? Wie teuer wird eine Motorrevision? Und wie hält man historischen Formel-1-Motorsport überhaupt noch halbwegs bezahlbar?

Eine Folge über Kindheitsträume, Paul Rosche, Cosworth-Motoren, alte Rennstrecken – und darüber, warum Jochen Gaa mit 65 Jahren noch immer nicht genug vom Rennfahren hat.


Mehr Infos über Prof. Jochen Gaa findet ihr auf seiner Homepage.

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Charlie Beck – Vom Opel-Werksfahrer zum Gegner von Sébastien Ogier03 Sep 202601:28:18

Charlie Beck hatte einen sicheren Beruf, eine junge Familie – und trotzdem einen Traum: Rallyefahren.

Nach ersten Erfolgen im Slalomsport steigt er 1982 mit bescheidenen finanziellen Mitteln in den Opel-Kadett-Cup ein. Ein Jahr später gewinnt er fünf von zehn Läufen und damit den Cup. Opel gibt ihm seine Chance im Deutschen Opel Team – und Beck wird bei seinem ersten Einsatz mit dem neuen frontgetriebenen Kadett GTE auf Anhieb Gesamtfünfter.

Plötzlich steht er mitten im deutschen Werks-Rallyesport der 1980er-Jahre. Er fährt gegen Kalle Grundel, Sepp Haider und Erwin Weber, erlebt Jochen Berger und das Opel-Team aus nächster Nähe und bekommt sogar die Möglichkeit, rund 20 Rallyes im Jahr zu bestreiten. Doch Beck ist inzwischen selbstständiger Steuerberater und Familienvater – und entscheidet sich gegen den bedingungslosen Weg zum Rallyeprofi.

Wir sprechen über eine turbulente Zeit bei Opel, über technische Probleme, Teamstrukturen und den zunehmenden Druck auf einen Werksfahrer. Charlie erzählt von schweren Unfällen, seinem spektakulären letzten Einsatz für Opel und davon, wie schnell sich die Stimmung in einem Werksteam verändern kann.

Doch aufhören kann er nicht. Nach dem Ende bei Opel gewinnt er den Peugeot-Löwenpokal und kehrt in die Deutsche Rallye-Meisterschaft zurück. Später folgt Volkswagen: zunächst mit dem Golf GTI, schließlich mit dem Rallye Golf G60 – einem Auto, das für Charlie bis heute zu den Höhepunkten seiner Karriere gehört.

Und während andere Fahrer ihre Karriere irgendwann beenden, beginnt Charlie Beck später praktisch noch einmal von vorn. Mit Ende 40 gewinnt er den Schweizer Peugeot-Cup und wird Schweizer Vizemeister. Danach stellt er sich im französischen Peugeot-Markenpokal einer Horde junger Nachwuchsfahrer – und trifft dort unter anderem auf einen gewissen Sébastien Ogier. Charlie erlebt aus nächster Nähe, wie aus dem zunächst noch unscheinbaren Franzosen innerhalb kürzester Zeit ein nahezu unschlagbarer Fahrer wird.

Auch mit 60 ist noch nicht Schluss: Mit seinem „Projekt 60+“ will Beck zeigen, dass Alter und Geschwindigkeit sich nicht zwangsläufig ausschließen.

Ein Gespräch über Opel, Peugeot und Volkswagen, den Rallye Golf G60, große Talente und harte Rückschläge – und über einen Mann, der vielleicht noch viel weiter hätte kommen können, wenn er für den Motorsport alles andere aufgegeben hätte.

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Herbert Schnitzer junior – Aufgewachsen im Motorsport27 Aug 202601:36:26

Herbert Schnitzer junior ist mit dem Motorsport aufgewachsen. Sein Vater Herbert Schnitzer, seine Onkel Charly und Dieter Lamm, die Mechaniker und Rennfahrer von Schnitzer Motorsport gehörten für ihn schon als Kind ganz selbstverständlich zum Alltag. Roberto Ravaglia, Joachim Winkelhock, Johnny Cecotto oder Steve Soper waren keine unerreichbaren Stars, sondern Menschen, denen er im Fahrerlager begegnete.

Trotzdem sollte sein eigener Weg nicht einfach direkt in den Familienbetrieb führen. Herbert studierte Fahrzeugtechnik, sammelte Erfahrungen bei BMW Motorsport, Phoenix Racing und anderen Stationen und arbeitete als Ingenieur, bevor er nach Freilassing zurückkehrte. Dort übernahm er zunehmend Verantwortung und sollte schließlich die Nachfolge des legendären Charly Lamm antreten.

In diesem sehr persönlichen Gespräch erzählt Herbert von einer außergewöhnlichen Familie und davon, warum Schnitzer Motorsport über Jahrzehnte weit mehr war als nur ein erfolgreiches Rennteam. Er spricht über Charlys Perfektionismus, Dieters unglaubliches Organisationstalent und seinen Vater Herbert als Ruhepol der Mannschaft. Über große Siege in Le Mans, auf dem Nürburgring und in Macau, aber auch über Weißbier im Fahrerlager, eine „Emergency-Halbe“ im Werkzeugkasten und einen McLaren F1 GTR, den man besser doch gekauft hätte.

Besonders eindrücklich wird das Gespräch, als Herbert von seiner eigenen Zeit bei Schnitzer erzählt: von der Veränderung der Zusammenarbeit mit BMW, der Übergabe durch Charly Lamm und dessen völlig überraschendem Tod nur wenige Wochen später. Plötzlich musste er den Rennstall ohne den Mann führen, der ihm versprochen hatte, bei jedem Problem jederzeit erreichbar zu sein.

Wenig später beendete BMW die jahrzehntelange Werksteam-Zusammenarbeit. Ausgerechnet Herbert junior musste schließlich die Auflösung des Rennstalls organisieren, mit dem seine Familie mehr als ein halbes Jahrhundert Motorsportgeschichte geschrieben hatte.

Heute arbeitet er außerhalb des Motorsports. Doch vieles, was er bei Schnitzer gelernt hat, prägt ihn bis heute: Verantwortung übernehmen, improvisieren, gemeinsam Lösungen finden – und die Überzeugung, dass Aufgeben keine Option ist.

Ein Gespräch über Motorsportgeschichte, Familie, Verlust, Neuanfang – und darüber, was vom Namen Schnitzer bleibt.

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Schnitzer Classic – Erinnerungen an eine Motorsport-Legende20 Aug 202601:27:57

Diese Folge ist eine kleine Zeitreise durch mehrere Jahrzehnte Schnitzer-Motorsport – aufgenommen live beim Oldtimer Grand Prix 2026 am Nürburgring.

Ich habe dort die Schnitzer Classic Talks moderiert und für diese Folge drei Mitschnitte zusammengestellt.

Zum Auftakt erzählt Bruno Spengler von seinem Wechsel zu BMW und Team Schnitzer, vom DTM-Comeback 2012 und von jener Saison, in der er gleich im ersten Jahr den Meistertitel gewann. Er erinnert sich an Charlie Lamm, Herbert Schnitzer und an eine Mannschaft, die für ihn weit mehr war als nur ein Rennteam.

Im zweiten Talk wird die Bühne dann richtig voll: Rainer Braun, Herbert Schnitzer Junior, Altfried Heger, Kris Nissen, Armin Hahne, Leopold Prinz von Bayern und Harald Grohs blicken zurück auf große Rennen, wilde Anekdoten und eine Zeit, in der Motorsport manchmal noch etwas improvisierter funktionierte. Es geht unter anderem um den BMW 635 CSi, Spa-Francorchamps, die DTM, 24-Stunden-Rennen und viele persönliche Erinnerungen an Schnitzer.

Zum Abschluss sprechen Dirk Adorf und Uwe Alzen über die Langstreckenära und insbesondere über das legendäre 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring 2010. Uwe erzählt, wie Schnitzer den Sieg trotz Getriebeproblemen bis ins Ziel rettete – und warum dieser Erfolg bis heute zu seinen emotionalsten Erinnerungen gehört.

Drei Gespräche, mehrere Generationen und immer wieder dieselbe Erkenntnis: Schnitzer war nicht nur eines der erfolgreichsten deutschen Rennteams, sondern für viele Fahrer tatsächlich eine Familie.

Und die Schnitzer-Wochen bei Alte Schule gehen weiter: In der kommenden Folge ist Herbert Schnitzer Junior ausführlich zu Gast und erzählt von seiner Kindheit zwischen Werkstatt und Rennstrecke, seinem eigenen Weg im Familienunternehmen, Charlie Lamm und dem Ende der Zusammenarbeit mit BMW.

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Tobias Moers (AMG & Aston Martin)13 Aug 202600:49:54

Mit dem SLS AMG beginnt für Tobias Moers und AMG ein völlig neues Kapitel. Aus dem Veredler von Mercedes-Modellen wird ein Hersteller eigener Sportwagen – und aus dem Ingenieur einer der wichtigsten Köpfe hinter den bekanntesten AMG-Modellen der vergangenen Jahrzehnte.

In diesem zweiten Teil sprechen wir über den technisch extrem anspruchsvollen AMG One, dessen Entwicklung zahlreiche Herausforderungen mit sich brachte. Nach AMG wechselte Moers an die Spitze von Aston Martin. Wir sprechen über die Unterschiede zwischen deutscher und britischer Ingenieurskultur, den DBX als wirtschaftlichen Wendepunkt und die Zusammenarbeit mit Lawrence Stroll.

Zum Abschluss blicken wir auf das ambitionierte Piëch-Projekt (dem wir schon einen eigenen Podcast gewidmet hatten) und diskutieren die Zukunft des Sportwagens zwischen Elektrifizierung und klassischem Verbrennungsmotor.

Ein Gespräch über Technik, Leidenschaft und die Menschen hinter einigen der faszinierendsten Sportwagen der vergangenen drei Jahrzehnte.

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Tobias Moers (AMG) – Wie aus einer kleinen Werkstatt eine Weltmarke wurde06 Aug 202601:35:10

Als Tobias Moers 1994 zu AMG kam, war die Marke noch weit von ihrem heutigen Mythos entfernt. Statt eigener Sportwagen gab es eine kleine Werkstatt in Affalterbach, in der Serienfahrzeuge von Hand umgebaut wurden – ohne eigene Produktion, ohne Entwicklungsstrukturen und oft mit erstaunlich pragmatischen Lösungen.

In dieser ersten Folge erzählt der langjährige AMG-Entwicklungschef und spätere Geschäftsführer, wie aus diesem mittelständischen Betrieb Schritt für Schritt ein weltweit erfolgreicher Performance-Hersteller wurde.

Wir sprechen über seine ungewöhnlichen Anfänge beim Elektroauto Hotzenblitz, den Einstieg bei AMG, Hans Werner Aufrecht, die ersten C36- und E50-Modelle, den Aufbau der Motorenfertigung mit dem legendären "One Man – One Engine"-Prinzip und darüber, wie AMG sich nach der Übernahme durch Mercedes-Benz seine Eigenständigkeit bewahren konnte.

Außerdem erklärt Tobias Moers, warum der SL 55 AMG mit Kompressor ein Meilenstein war, wie aus wenigen Ingenieuren eine komplette Fahrzeugentwicklung entstand und weshalb BMW M damals zum wichtigsten Maßstab für AMG wurde.

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Gerd Brauneiser - Teil 230 Jul 202600:58:01

Gerd Brauneiser ist zurück — und diesmal geht es noch tiefer in die Technik. Nach dem großen Feedback auf Teil 1 wollten viele Hörer wissen, warum seine Escorts und Capris wirklich so schnell waren.

Gerd erklärt, warum nicht allein der Motor entscheidend war, sondern das gesamte Paket: Drehmoment, Getriebe, Achsübersetzungen, Sperren, Reifen, Fahrwerk und Prüfstandsarbeit. Dazu erzählt er von Ford-Homologationen, Jörg van Ommen, Olaf Manthey, Roland Asch, Protesten im Fahrerlager und Rennen in Brünn hinter dem Eisernen Vorhang.

Eine Folge voller Technik, Kölner Direktheit und Motorsportanekdoten aus einer Zeit, in der Fahrerlager noch echte Abenteuerspielplätze waren.

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Axel Breun Folge 2/223 Jul 202601:24:02

Im zweiten Teil meines Gesprächs mit Axel Breun geht es nach Frankreich – zu Renault. Nach seiner Zeit im Advanced Design Studio von Volkswagen folgt er Patrick Le Quément nach Paris und wird Teil einer Designabteilung, die sich gerade neu sortiert.

Renault ist für Breun in vielerlei Hinsicht vertraut und fremd zugleich: einerseits ein stark vom Engineering geprägter Konzern, andererseits eine Marke mit ikonischen, eigenständigen Autos wie Renault 16, Renault 5 oder Espace. Dazu kommt die besondere französische Designkultur – mit mehr Mut, mehr Eigenwilligkeit, aber auch eigenen internen Reibungen.

Besonders prägend wird für Axel Breun Renault Sport. Ab 2006 ist er für die RS-Derivate verantwortlich, arbeitet an Twingo, Mégane, Clio und sogar an Formel-Nachwuchsserien. Schon vorher hatte er sich mit einem Auto profiliert, das heute zu den verrücktesten Serienprojekten seiner Zeit zählt: dem Renault Clio V6. Breun erzählt, wie seine Entwürfe ausgewählt wurden, warum ihm die Türlinie und die hintere Schulter so wichtig waren und weshalb dieses Auto bis heute eine besondere Präsenz hat.

Ein weiteres großes Thema ist Alpine. Immer wieder gab es bei Renault Versuche, diese Marke zurückzuholen – und immer wieder scheiterte es an Strategie, Budget oder Konzernrealität. Breun erzählt von der Faszination für die A110 Berlinette, von Renault Sport, von internen Diskussionen und von der langen Sehnsucht nach einer Wiederbelebung der Marke.

Außerdem geht es um die spätere Renault-Designsprache, um Laurens van den Acker, um Concept Cars, um DeZir, Twin’Z, Twin’Run und die Frage, warum Autos heute wieder schöner, einfacher und weniger aggressiv werden sollten.

In dieser Folge geht es um:

– Renault als französisches Pendant zu Volkswagen

– Patrick Le Quément und die Professionalisierung des Designs

– Renault 16, Renault 5, Espace und die französische Formensprache

– Renault Sport Design und die RS-Modelle

– den Renault Clio V6 und seine besondere Entstehung

– Mégane, Twingo, Nachwuchsrennwagen und Renault Sport

– Alpine, A110 und die schwierige Rückkehr einer Legende

– Laurens van den Acker und eine neue Renault-Designsprache

– Schönheit, Einfachheit und Kritik an aggressivem Autodesign

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Axel Breun Folge 1/2 Vom Autokind zum Autodesigner16 Jul 202600:58:28

Axel Breun wächst in einer Welt auf, in der Autos noch gezeichnet wurden. Sein Vater war Automobilillustrator und arbeitete für große Werbeagenturen und Hersteller – mit technischen Zeichnungen, Prospektillustrationen und sogenannten Phantom Drawings, lange bevor Computergrafik und Fotografie diese Arbeit verdrängten.

Für Axel Breun beginnt die Faszination sehr früh: Käfer, Karmann Ghia, Citroën DS, 2CV – dazu das Atelier des Vaters mit Airbrush, Gouache, Pinseln und technischem Blick. Schnell ist klar: Er möchte nicht nur vorhandene Autos zeichnen, sondern eigene entwerfen.

Der Weg dorthin ist allerdings alles andere als klassisch. Schule ist nicht sein Thema, die Zeichnungen im Matheheft sind besser als die Rechnungen. Nach einem Jahr im Atelier seines Vaters arbeitet er zunächst als Grafiker bei der Rhein-Neckar-Zeitung – bis er den Mut fasst, an auto motor und sport zu schreiben. Über die Schwesterzeitschrift MOT bekommt er seine ersten Aufträge als Neuheitenzeichner: Erlkönigfotos, Golf 2, Deadlines, Nachtschichten – und die ersten Kontakte in die Automobilwelt.

Eines der ungewöhnlichsten Projekte dieser frühen Phase ist der Steinwinter-Truck: ein futuristisches Nutzfahrzeugkonzept, bei dem der Fahrer unter dem Container sitzt. Für Axel Breun wird daraus der Sprung vom Zeichner zum Gestalter – ohne Claymodell, ohne große Designabteilung, direkt von der Zeichnung in den Prototypenbau.

Schließlich führt ihn ein mutiger Anruf zu Patrick Le Quément und ins Advanced Design Studio von Volkswagen in Düsseldorf. Dort trifft er auf ein internationales Team, arbeitet an Golf- und Seat-Projekten und lernt erstmals die Konzernrealität des Autodesigns kennen: große Ideen, starke Modelleure – und immer wieder der Satz: „Das geht nicht.“

In dieser Folge geht es um:

– Automobilillustration vor der Digitalzeit

– Citroën DS, Karmann Ghia und frühe Prägungen

– den Weg vom Grafiker zum Neuheitenzeichner

– MOT, Erlkönigfotos und den VW Golf 2

– den spektakulären Steinwinter-Truck

– Patrick Le Quément und das Volkswagen Advanced Design Studio

– Golf Cabrio, Seat One-Box und die Grenzen eines konservativen Konzerns

– den Unterschied zwischen Zeichnen, Illustrieren und Gestalten

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Roland Arnold: Vom Reifenhändler zum Erfinder der Zukunft des Automobils09 Jul 202601:27:17

Aus einem kleinen Dorf auf der Schwäbischen Alb in die Entwicklungsabteilungen der internationalen Automobilindustrie: Roland Arnold hat einen Weg eingeschlagen, den wohl niemand für möglich gehalten hätte.

Was mit einem Reifenhandel und der Arbeit als Mähdrescherfahrer begann, nahm 1997 auf einer regennassen Autobahnraststätte eine völlig neue Richtung. Als Roland Arnold einem querschnittsgelähmten Mann hilft, zurück ins Auto zu kommen, lässt ihn eine Frage nicht mehr los: Warum kann jemand, der seinen Rollstuhl mit einem Joystick steuert, nicht auch selbst Auto fahren?

Aus dieser Idee entsteht Paravan. Gegen alle Widerstände entwickelt Arnold eine Technologie, die schwerstbehinderten Menschen ihre Mobilität zurückgibt – und legt damit zugleich den Grundstein für eines der wichtigsten Zukunftsthemen der Automobilindustrie: Steer-by-Wire.

In dieser Folge erzählt Roland Arnold von seiner Kindheit als Bauernsohn, den frühen Verlust seines Vaters, seinem ungewöhnlichen Weg zum Unternehmer, riskanten Entscheidungen, Millioneninvestitionen und davon, warum er gerade dann weitermacht, wenn alle anderen sagen: "Das geht nicht."

Außerdem sprechen wir darüber,


  • wie aus einer Hilfeleistung auf einem Autobahnparkplatz eine Weltneuheit entstand,
  • warum ein Hubschrauber plötzlich zum Türöffner in die Chefetagen großer Zulieferer wurde,
  • wie Paravan die ersten straßenzugelassenen Drive-by-Wire-Fahrzeuge entwickelte,
  • weshalb Steer-by-Wire heute als Schlüsseltechnologie für autonomes Fahren gilt,
  • warum Roland Arnold sein Unternehmen zwischenzeitlich verkaufte – und später wieder zurückholte,
  • und weshalb ausgerechnet Menschen mit Behinderung den Weg für eine Technologie ebneten, die künftig in Millionen Fahrzeugen stecken könnte.


Eine Geschichte über Erfindergeist, Hartnäckigkeit und den Mut, Dinge zu tun, die eigentlich unmöglich erscheinen.

Viel Freude mit Roland Arnold.


Ich möchte euch unbedingt die im Podcast erwähnte Biographie von Roland Arnold empfehlen: "Genial gezündet" heißt seine inspirierende Lebensgeschichte mit zahlreichen Bildern. (Link ist ein Affiliatelink, d.h. ich bekomme vom regulären Kaufpreis eine kleine Provision ab).


Mehr Informationen über Paraval findet ihr hier.

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Bernhard Wippern darüber, was einen Mercedes wirklich ausmacht.02 Jul 202601:39:51

Was macht einen Mercedes wirklich aus? Bernhard Wippern spricht über Qualitätsdenken bei Mercedes – von der Ära W126/W140 über Designo und Maybach bis zu CAN-Bus, Software und globalen Kundenanforderungen.

Es geht um den Schock durch Toyota und „The Machine That Changed the World“, um Target Costing, japanische Kunden, die im Mercedes den Stern sehen wollten, 800 Varianten einer Hutablage, Sonderlacke, den Maybach W240 und die Frage, wie viel Entwicklungsarbeit in Details steckt, die man als Kunde oft gar nicht bewusst wahrnimmt.

Ein Gespräch über Ingenieurskultur, Komfort, Variantenvielfalt und die große Frage, ob Mercedes heute wirklich zu langsam ist – oder einfach nach einem anderen Maßstab entwickelt.

Themen: W126, W140, W203, Designo, Maybach W240, Mercedes-Qualität, Toyota-Vergleich, Target Costing, CAN-Bus, Software, Lackqualität, Sitzkomfort, Anfahrkomfort und globale Marktanforderungen.


Videos mit Bernhard Wippern:

Die S-Klasse im Wandel der Zeit

Die Geschichte der E-Klasse

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Dr. Ulrich Eichhorn (Teil 2) – Ein-Liter-Auto, Nardò und Bentley25 Jun 202601:44:33

Als Ferdinand Piëch Dr. Ulrich Eichhorn im Jahr 2000 zu Volkswagen holte, begann für ihn eine Zeit, die selbst heute kaum zu glauben ist. Als Leiter der Konzernforschung war er plötzlich mittendrin in einigen der faszinierendsten Projekte der Automobilgeschichte.

Im zweiten Teil unseres Gesprächs erzählt Dr. Eichhorn von den regelmäßigen Besuchen Ferdinand Piëchs, von dessen kompromisslosem Anspruch und von einer Zeit, in der Ingenieure die Freiheit hatten, scheinbar Unmögliches möglich zu machen.

Es geht um die Entstehung des legendären Ein-Liter-Autos, um die Rekordfahrten in Nardò mit dem W12-Prototypen und um die technischen Herausforderungen hinter einem Fahrzeug, das mehr als 24 Stunden mit über 300 km/h Durchschnittsgeschwindigkeit absolvierte.

Außerdem spricht Dr. Eichhorn über seine Zeit als Entwicklungsvorstand von Bentley, den Neustart der traditionsreichen Marke unter Volkswagen und die Entstehung des Continental GT, der Bentley Anfang der 2000er Jahre neu definierte.

Ein Gespräch über Ferdinand Piëch, technische Grenzgänge, Zwölf- und Sechzehnzylinder, den W12-Weltrekordwagen, das Ein-Liter-Auto und eine Zeit, in der bei Volkswagen nahezu alles möglich schien.


Themen dieser Folge
  • Der Wechsel zu Volkswagen und die ersten Begegnungen mit Ferdinand Piëch
  • Die Arbeitsweise der Konzernforschung
  • Das Ein-Liter-Auto und seine technische Entwicklung
  • Die Rekordfahrten von Nardò
  • W12-Motor und Weltrekorde
  • Die Bedeutung der Nardò-Projekte für spätere Hochleistungsfahrzeuge
  • Die Philosophie Ferdinand Piëchs
  • Die Modernisierung der Marke Bentley unter Volkswagen
  • Die Entwicklung des Continental GT
  • Zwölf-, Sechzehnzylinder und verworfene Konzepte

Viel Spaß mit Dr. Ulrich Eichhorn.

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Dr. Ulrich Eichhorn (Teil 1) – Von der Tankstelle zum Ford Focus ... und dann kam Piech.18 Jun 202601:07:32

Bevor Dr. Ulrich Eichhorn Forschungschef bei Volkswagen wurde und später an einigen der spektakulärsten Entwicklungsprojekte der Automobilindustrie beteiligt war, begann seine Geschichte an einer Tankstelle im Odenwald.

In dieser ersten Folge erzählt Eichhorn von seiner Kindheit im Autohaus seiner Eltern, von den ersten BMW 2002, die er bereits vor dem Führerschein technisch optimierte, und von seiner frühen Faszination für die Frage, warum sich manche Autos besser fahren als andere.

Nach dem Maschinenbaustudium führte ihn sein Weg zu Ford. Dort traf er auf Richard Parry-Jones, den Mann, der die Fahrdynamik moderner Ford-Modelle revolutionierte. Gemeinsam entwickelten sie Methoden, um Fahrverhalten objektiv messbar zu machen und die Erkenntnisse direkt in die Serienentwicklung einfließen zu lassen.

Das Ergebnis war unter anderem der erste Ford Focus – ein Auto, das Ende der 1990er Jahre neue Maßstäbe in Sachen Fahrdynamik setzte und bis heute als Referenz gilt.

Ein Gespräch über Tankstellen, BMW 2002, Ingenieursleidenschaft, Fahrwerksentwicklung, Richard Parry-Jones und die Entstehung jener Ford-Modelle, die das Image der Marke nachhaltig veränderten.



Themen dieser Folge
  • Aufwachsen an Tankstelle und BMW-Autohaus
  • Die ersten Erfahrungen als Schrauber
  • BMW 2002 und frühe Fahrwerksmodifikationen
  • Warum Eichhorn Ingenieur werden wollte
  • Studium in Darmstadt
  • Das legendäre Diesel-Projekt auf Basis des BMW 524td
  • Die Anfänge bei Ford
  • Richard Parry-Jones und seine Entwicklungsphilosophie
  • Wie Fahrdynamik objektiv messbar wurde
  • Die Entwicklung des Ford Focus
  • Warum Ford Ende der 1990er plötzlich Klassenmaßstab wurde
  • Im Bewerbungsgespräch mit Martin Winterkorn und Ferdinand Piech

Viel Spaß mit Dr. Ulrich Eichhorn.

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Emanuele Pirro11 Jun 202601:59:25

Fünf Gesamtsiege bei den 24 Stunden von Le Mans, Einsätze in der Formel 1, DTM-Rennen im legendären BMW M3 und eine Schlüsselrolle in der erfolgreichsten Zeit von Audi Sport: Emanuele Pirro gehört zu den vielseitigsten und erfolgreichsten Rennfahrern seiner Generation.

Im Gespräch erzählt der Italiener von seiner Kindheit in Rom, den Anfängen im Kartsport und dem außergewöhnlichen Einsatz seiner Eltern, die ihm trotz begrenzter finanzieller Mittel den Weg in den Motorsport ermöglichten. Er berichtet von den ersten Erfolgen, dem Sprung in den Formelsport und den vielen Zufällen und Wendepunkten, die seine Karriere geprägt haben.

Natürlich sprechen wir auch über seine Zeit in der Formel 1. Pirro erinnert sich an Begegnungen mit Ayrton Senna, Alain Prost, Nelson Piquet und Gerhard Berger, an seine Jahre als Testfahrer bei McLaren-Honda sowie an die verpasste Chance bei Brabham und ein überraschendes Angebot von Ferrari.

Ein weiterer Schwerpunkt ist seine BMW-Zeit: die legendären Jahre im BMW M3 E30, die Duelle mit Klaus Ludwig und den Ford Sierra Cosworth, die Zusammenarbeit mit Roberto Ravaglia, Johnny Cecotto und Steve Soper sowie die besondere Atmosphäre bei Schnitzer Motorsport. Pirro schildert offen, warum sein Abschied von BMW für ihn bis heute ein schmerzhaftes Kapitel seiner Karriere geblieben ist.

Anschließend geht es um seinen Wechsel zu Audi und die einzigartige Unternehmenskultur, die er dort erlebte. Er erzählt von Ferdinand Piëch, Franz-Josef Paefgen und Wolfgang Ullrich, von der Bedeutung des Motorsports innerhalb des Unternehmens und von den Anfängen eines Projekts, das später Motorsportgeschichte schreiben sollte.

Natürlich dürfen auch die fünf Gesamtsiege bei den 24 Stunden von Le Mans nicht fehlen. Pirro berichtet von der Entwicklung des Audi R8 und des revolutionären Audi R10 TDI, von seinen Teamkollegen Frank Biela und Tom Kristensen sowie von den besonderen Momenten auf der letzten Runde eines gewonnenen Le-Mans-Rennens.

Ein Gespräch über Leidenschaft, Loyalität, Teamgeist und darüber, warum Erfolg meist das Ergebnis harter Arbeit, außergewöhnlicher Menschen und vieler kleiner Entscheidungen ist.

Viel Spaß mit Emanuele Pirro!


Le Mans Classic: Onboard beim 5-maligen Le Mans-Sieger Emanuele Pirro im Ford GT40 (360-Grad-Video)

Ferrari 250 SWB racing at Goodwood Revival 2023! Driver: Emanuele Pirro (360°-Camera-View)

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Dr. Joachim Schmidt: Elchtest, AMG und die Neuerfindung von Mercedes04 Jun 202601:46:53

Als Dr. Joachim Schmidt 1979 zu Mercedes-Benz kam, waren Wartezeiten von mehreren Jahren auf einen Neuwagen keine Seltenheit. Als er Jahrzehnte später den Vorstand verließ, war aus dem konservativen Hersteller großer Limousinen ein globaler Premiumkonzern mit A-Klasse, M-Klasse, AMG, Maybach und Millionen Kunden in China geworden.

In dieser Folge erzählt Schmidt, wie ihn sein Weg vom Mathematikstudenten über die Fahrzeugentwicklung bis in den Vorstand führte und wie prägend die Zusammenarbeit mit dem legendären Mercedes-Chef Werner Niefer für seine Karriere war.

Wir sprechen über die Zeit, als die japanische Autoindustrie die deutschen Hersteller herausforderte, über die Einführung der heute selbstverständlichen Klassen-Nomenklatur von C-Klasse bis S-Klasse, über die Entstehung der M-Klasse als einem der ersten Premium-SUVs überhaupt und über die Entscheidung, AMG vom Tuner zur Hochleistungsmarke von Mercedes-Benz zu entwickeln.

Außerdem geht es um die Wiederbelebung von Maybach, die Entwicklung des Smart, den Aufstieg Chinas zum wichtigsten Automarkt der Welt, Product Placement in Hollywood, die Konkurrenz von BMW, Audi und Porsche sowie die Zukunft der Automobilindustrie.

Eine Folge voller Einblicke hinter die Kulissen eines der bedeutendsten Automobilhersteller der Welt.

Viel Spaß mit Dr. Joachim Schmidt.

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Uwe Alzen über 24h Nürburgring und das große Geheimnis des Turbinchens28 May 202601:55:26

Die ersten beiden Folgen mit Uwe Alzen haben für eine wahnsinnige Resonanz gesorgt und deshalb gibt es heute einen Nachschlag, denn es stehen ja noch wichtige Themen aus.

Im Mittelpunkt steht diesmal das Thema, das sich unzählige Hörer gewünscht haben: Das legendäre „Turbinchen“.

Uwe erzählt ausführlich von der Entstehung des brutal schnellen Porsche-Biturbos, von illegalen Zusatz-Benzintanks unter dem Armaturenbrett, über 330 km/h auf der Döttinger Höhe, 900 PS, improvisierter Technik und dem Versuch, als Privatteam die großen Werke auf der Nordschleife zu ärgern.

Außerdem sprechen wir über:

  • das aktuelle 24-Stunden-Rennen am Nürburgring
  • Max Verstappen und seinen Nordschleifen-Einsatz
  • GT3-Balance-of-Performance
  • den BMW M3 Touring und den HWA Evo
  • die wilden Speedcar-Rennen im Nahen Osten
  • Feuerunfälle und brenzlige Situationen im Cockpit
  • Angst, Aggression und Respekt im Motorsport
  • die wirtschaftliche Realität professioneller Rennfahrer
  • Uwes Leben in den USA
  • und warum eine Rückkehr nach Europa plötzlich denkbar wird.

Eine Folge über echten Motorsport, wilde Technikideen und eine Zeit, in der Improvisation manchmal wichtiger war als ein Laptop.

Viel Spaß mit Teil 3 meines Gesprächs mit Uwe Alzen.

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H.P. Baxxter: „Ich sammle keine Autos — ich fahre sie“21 May 202601:02:05

„How much is the fish?“ — vermutlich kennt fast jeder diesen Satz von H.P. Baxxter. Was viele allerdings nicht wissen: Hinter der extrovertierten Bühnenfigur steckt ein leidenschaftlicher Oldtimer-Enthusiast mit einer ganz besonderen Schwäche für britische Automobile.

In dieser Folge spricht H.P. Baxxter über seine ersten automobilen Erinnerungen in Ostfriesland zwischen Renault 4 und Ford Taunus, seine frühe Liebe zu England, den ersten VW Käfer für 1100 Mark — und den Moment, als der erste große Scooter-Erfolg plötzlich gleich zwei Jaguar 12-Zylinder möglich machte.

Wir reden über Rolls-Royce im Winterbetrieb, Jaguar mit Patina, liegengebliebene Oldtimer in England, Aston Martin DB6, Lamborghini Espada, Mini Cooper S, Rechtslenker im McDrive und darüber, warum moderne Autos ihm gar nichts mehr geben. Außerdem erzählt H.P., weshalb er alte Autos nicht sammelt, um sie wegzustellen, sondern um mit ihnen nach Paris, Schottland oder Sizilien zu fahren.

Eine überraschend entspannte, sehr persönliche und extrem automobile Folge über Stil, Geschwindigkeit, Musik, England — und die Faszination klassischer Autos.

Viel Spaß mit H.P. Baxxter!

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Malte Büttner und seine Suche nach dem perfekten Auto14 May 202601:53:10

Malte Büttner ist nicht nur Chefredakteur von AUTO BILD Klassik – er ist auch einer der größten Auto-Enthusiasten, die ich kenne. Einer, der mehr als 500 Autos besessen hat, nachts spontan nach Kassel fährt, um einen BMW E32 zu kaufen, und der bei einem Jaguar XJ Serie 3 heute noch feuchte Augen bekommt.

In dieser Folge sprechen wir über seinen außergewöhnlichen Weg vom automobilbegeisterten Kind in einem eher autofeindlichen Elternhaus bis an die Spitze eines der wichtigsten Klassik-Magazine Deutschlands.

Es geht um frühe Roller- und Saab-Abenteuer, einen Peugeot 205 Diesel mit 70.000 Kilometern in acht Monaten, um Volvo 240, Citroën AX, Opel Senator, Panhard – und natürlich um den legendären BMW E38-Dauertester der AUTO BILD Klassik, den Malte für eines der besten Autos aller Zeiten hält.

Außerdem reden wir über moderne Autos und verlorene Haptik, über Türklänge, Schaltergefühl, Touchscreens, die Frage nach echter Qualität – und warum manche Youngtimer selbst mit 500.000 Kilometern besser altern als viele Neuwagen.

Eine Folge über Leidenschaft, automobile Charakterköpfe und die Erkenntnis, dass ein gutes Auto nicht teuer sein muss, sondern Persönlichkeit braucht.

Viel Spaß mit Malte Büttner.

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Bob Lutz: Macht, Produkte – und was am Ende wirklich zählt (3/3)07 May 202601:26:11

Was entscheidet darüber, ob ein Auto erfolgreich wird? Im dritten und letzten Teil des Gesprächs mit Bob Lutz geht es um die großen Linien seiner Karriere –

und um seine Erfahrungen in den USA bei Ford, Chrysler und General Motors.

Dabei wird auch deutlich, wie breit sein Blick auf die Branche war – durch Vorstandsposten bei den drei großen US-Marken! Nichtsdestotrotz gab es immer wieder Überschneidungen zu der europäischen Autoindustrie, zum Beispiel nach dem Kauf von Lamborghini während seiner Zeit bei Chrysler oder der Fusion mit Mercedes-Benz zu DaimlerCrysler.

Lutz spricht über Qualität, Produktentscheidungen und die Rolle von sogenannten Halo-Cars – also Modellen, die wirtschaftlich oft nicht im Vordergrund stehen, aber entscheidend für die Wahrnehmung einer Marke sind, wie etwa sein Herzensprojekt, die legendäre Dodge Viper.

Auch in diesem Teil wird deutlich: Viele der zentralen Fragen der Automobilindustrie sind weniger technisch als man denkt – und haben mehr mit Mut und einem Verständnis für den Kunden zu tun.

Ein Abschluss, der noch einmal zusammenführt, was sich durch alle drei Teile zieht: Autos entstehen nicht nur aus Zahlen und Prozessen – sondern aus Überzeugungen.



Themen in Teil 3
  • Die Zeit von Bob Lutz in den USA
  • Erfahrungen bei Ford, Chrysler und General Motors
  • Markenführung in großen Konzernen – inkl. Lamborghini
  • Die Bedeutung von Halo-Cars für Marken
  • Produktentscheidungen zwischen Emotion und Wirtschaftlichkeit
  • Warum Controlling allein keine guten Produkte hervorbringt

Zur Interviewreihe mit Bob Lutz

Teil 1: Psychologie, Marke und erste Entscheidungen

Teil 2: Europa, Konflikte und Unternehmenskultur bei BMW

Teil 3: USA, Markenführung – und die großen Fragen der Branche


Bücher von Bob Lutz:

Icons and Idiots: Straight Talk on Leadership (engl.)

Car Guys vs. Bean Counters: The Battle for the Soul of American Business (engl.)

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Bob Lutz: Entscheidungen gegen das System (2/3)30 Apr 202601:15:46

Wie entstehen Autos – und wie entstehen die Entscheidungen dahinter?

Im zweiten Teil des Gesprächs mit Bob Lutz wird schnell klar: Es geht nicht nur um Strategien und Strukturen – sondern vor allem um Menschen, Situationen und Geschichten. Lutz nimmt uns mit in seine Zeit in Europa und erzählt von seinen Erfahrungen bei Opel und vor allem bei BMW.

Dabei wird deutlich, wie Entscheidungen in großen Organisationen entstehen – oft überraschend, manchmal widersprüchlich.

Was diesen Teil besonders macht, sind die vielen Anekdoten zu seinen Begegnungen, Diskussionen und Momente, in denen sich zeigt, wie nah gute Entscheidungen und große Fehlentwicklungen beieinanderliegen können. Und genau darin liegt der Reiz dieses Gesprächs: Es ist keine theoretische Analyse – sondern ein Blick hinter die Kulissen einer Industrie, erzählt von jemandem, der sie über Jahrzehnte mitgeprägt hat und der bekannt dafür ist, kein Blatt vor den Mund zu nehmen.


Themen in Teil 2

  • Entscheidungen im Spannungsfeld von Intuition und Organisation
  • Einblicke in Unternehmenskulturen der Automobilindustrie
  • Die Zeit von Bob Lutz bei BMW und seine Erfahrungen in Europa
  • Warum Trends nicht immer zum Kunden passen
  • Anekdoten aus dem Alltag eines Top-Managers


Zur Interviewreihe mit Bob Lutz

Teil 1: Psychologie, Marke und erste Entscheidungen

Teil 2: Europa, Konflikte und Unternehmenskultur bei BMW

Teil 3: USA, Markenführung – und die großen Fragen der Branche


Bücher von Bob Lutz:

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Bob Lutz: Wie Autos wirklich funktionieren (1/3)23 Apr 202600:41:22

Was macht ein Auto wirklich erfolgreich? Technik, Daten – oder doch etwas ganz anderes?

Im ersten Teil meines Gesprächs mit Bob Lutz wird schnell klar: Autos werden nicht rational gekauft. Sie werden emotional entschieden.

Lutz, einer der prägendsten Manager der internationalen Automobilindustrie, beschreibt, wie sehr ihn schon früh eine Überzeugung geleitet hat: Ein Auto ist kein technisches Produkt – sondern ein Ausdruck von Persönlichkeit. Anhand seiner Zeit bei Opel erzählt er, wie diese Denkweise erstmals konkret wurde – und warum genau das innerhalb großer Konzerne oft auf Widerstand stößt. Es geht um interne Machtstrukturen, Entscheidungsprozesse und die Frage, warum gute Ideen nicht automatisch umgesetzt werden.

Dieser erste Teil zeichnet den Weg eines Mannes nach, der die Branche immer wieder herausgefordert hat – lange bevor er zu einer ihrer bekanntesten Figuren wurde.


Themen in Teil 1
  • Warum Autos emotional und nicht rational gekauft werden
  • Die ersten prägenden Jahre von Bob Lutz
  • Opel und die Herausforderung, gegen interne Widerstände zu arbeiten
  • Produktentscheidungen zwischen Leidenschaft und Konzernlogik
  • Warum Unternehmenskultur über Erfolg oder Misserfolg entscheidet

Zur Interviewreihe mit Bob Lutz

Teil 1: Psychologie, Marke und erste Entscheidungen

Teil 2: Europa, Konflikte und Unternehmenskultur bei BMW

Teil 3: USA, Markenführung – und die großen Fragen der Branche


Bücher von Bob Lutz:

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Prof. Dr. Burkhard Göschel (Teil 2)16 Apr 202601:08:37

Im zweiten Teil meines Gesprächs mit Prof. Burkhard Göschel wird deutlich, dass er nicht nur Motorenentwickler war – sondern auch strategischer Architekt hinter einigen der wichtigsten Entscheidungen bei BMW. Es geht um den Schritt in die USA, den Aufbau eines kompletten Produktionsnetzwerks – und um ein Fahrzeug, das intern kaum jemand wollte: den X5. Die zentrale Frage damals: Passt ein SUV überhaupt zu BMW – oder zerstört er die Marke? Heute wissen wir es besser und BMW nru mit Limousinen und sportlichen Coupés im Produktportfolio würde wahrscheinlich sparsam aus der Wäsche gucken.

Wir reden auch über den Schritt in die USA und das Werk in Spartanburg mit dem Z3 als erstem dort gebauten Volumenmodell. Wie es gelang, den X3 in kürzester Zeit auf die Räder zu stellen und über die Zeit nach BMW: im Vorstand von Magna-Styer.

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Prof. Dr. Burkhard Göschel - ehem. Vorstandsmitglied der BMW AG Entwicklung und Einkauf (Teil 1)09 Apr 202601:02:24

Burkhard Göschel gehört zu den prägenden Technikern der deutschen Automobilindustrie. In Teil 1 unseres Gesprächs geht es zurück an den Anfang: in eine Zeit, in der Motorenentwicklung noch echte Pionierarbeit war – und Entscheidungen nicht im Meetingraum, sondern am Prüfstand und auf der Straße getroffen wurden.

Göschel wächst in einer Ingenieursfamilie auf – sein Vater arbeitet bei Daimler-Benz an Einspritzsystemen und bringt ihm früh bei, wie sich Technik „richtig“ anfühlen muss. Dieses Verständnis prägt seine gesamte Karriere.

Nach Stationen in Forschung und Entwicklung bei Mercedes folgt ein entscheidender Schritt: der Wechsel zu BMW – damals ein echter Kulturbruch.

Dort wird er zu einem der zentralen Treiber für:

  • den ersten leistungsstarken BMW-Diesel
  • die Weiterentwicklung der Reihensechszylinder
  • den Zwölfzylinder als Technologieträger
  • und die zunehmende Elektronifizierung des Antriebs

Dabei geht es nie nur um Technik – sondern immer auch um Überzeugungsarbeit im Unternehmen.


Ausblick auf Teil 2

Im zweiten Teil geht es um die großen strategischen Entscheidungen: USA, Z3, Produktionsaufbau – und vor allem ein Projekt, das intern massiv umstritten war und BMW bis heute prägt. Stichwort: X5. Außerdem reden wir über Prof. Göschels "Seitenwechsel" zu Magna Steyr.

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Gerd Brauneiser – Vom Fliesenleger zum erfolgreichsten Escort-Tuner02 Apr 202601:25:26

Gerd Brauneiser ist einer, der nicht unbedingt den klassischen Weg gegangen ist – und vielleicht genau deshalb so erfolgreich wurde. Eigentlich Fliesenleger, hat er sich sein gesamtes technisches Wissen selbst angeeignet. Angefangen hat alles in den 60er-Jahren mit einer Kreidler, die er so lange bearbeitet hat, bis sie endlich 100 km/h lief. Der Startschuss für eine Karriere, die so nie für ihn vorgesehen war. Was folgt, ist eine der beeindruckendsten Underdog-Geschichten im deutschen Motorsport:

Brauneiser baut Motoren nicht aus wirtschaftlichem Druck, sondern aus Ehrgeiz. Er experimentiert, testet, lernt – und entwickelt sich Schritt für Schritt zu einem der gefragtesten Tuner im Escort-Motorsport.

Gemeinsam mit Fahrern wie Jörg van Ommen oder Olaf Manthey entstehen Fahrzeuge, die die Konkurrenz dominieren. Drei Nordsee-Cup-Siege in Folge, zahlreiche Langstreckenerfolge und insgesamt 13 Gesamtsiege in nur fünf Jahren sprechen eine klare Sprache.

Dabei arbeitet Brauneiser nie als klassischer Unternehmer. Für ihn ist alles Hobby – und genau das ist sein Vorteil, denn er baut Motoren, weil er gewinnen will. Nicht, weil er sie verkaufen muss.

Im Gespräch erzählt er:

  • wie er sich technisches Wissen komplett selbst erarbeitet hat
  • warum Nockenwellen, Vergaser und Prüfstand seine Welt wurden
  • weshalb viele seiner Lösungen gegen jede Lehrmeinung entstanden sind
  • wie er mit begrenzten Mitteln gegen große Teams gewonnen hat
  • und warum ihn der Erfolg fast süchtig gemacht hat

Eine Geschichte über Motorsport in einer Zeit, in der Kreativität oft wichtiger war als Budget – und in der ein Einzelner mit genug Ehrgeiz ganz vorne mitspielen konnte.

Achtung: Diese Folge hat stellenweise starken kölschen Einschlag. Wer nicht alles versteht: einfach laufen lassen. Es lohnt sich.

Mehr über die Rheinlandgarage, die Firma von Gerd Brauneisers Sohn findet ihr hier: https://rheinlandgarage.eu/

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Uwe Mahla vom Motorsport-Reporter zum BMW-Pressesprecher über F1, Krisen & Kommunikation26 Mar 202601:18:47

Vom Brief als Kind an Stirling Moss bis in den 18. Stock des BMW-Vierzylinders – die Karriere von Uwe Mahla ist alles andere als gewöhnlich.

Er beginnt als motorsportbegeisterter Jugendlicher, fährt während des Jurastudiums selbst Rennen im NSU TT und Mini und entdeckt seine wahre Berufung als Reporter bei „rallye racing“ und ist plötzlich mittendrin in der goldenen Ära des Motorsports. Namen wie Stuck, Heyer oder Stommelen sind für ihn keine Legenden, sondern Freunde.

Dann der Perspektivwechsel: Mahla geht zu BMW – und erlebt eine der spektakulärsten Phasen der Unternehmensgeschichte hautnah. Formel 1, Turbo-Ära, Nelson Piquet, Bernie Ecclestone – und ein Weltmeistertitel nach nur 630 Tagen.

Doch der Job als Pressesprecher bedeutet mehr als Motorsport und Erfolg. Es geht um Kommunikation in kritischen Momenten: Vorstandskrisen, Medienandrang, internationale Schlagzeilen – und die Herausforderung, dann die richtigen Worte zu finden, wenn eigentlich noch gar nichts gesagt werden kann.

Ein Gespräch über Nähe und Distanz, über Motorsport und Macht – und über einen Job, den er selbst am besten zusammenfasst: 50 % Schweigegeld, 50 % Schmerzensgeld.



Themen dieser Folge
  • Kindheit zwischen Leipzig, Niederhein und Marburg
  • Stirling Moss, Zandvoort und der erste Kontakt zum Motorsport
  • Eigene Rennen im NSU TT und Mini
  • Einstieg in den Journalismus bei „rallye racing“
  • Nähe zu Fahrern wie Stuck, Heyer und Stommelen
  • Le Mans: Paul Newman und Jean Rondeau
  • Zakspeed und die Arbeit im Rennteam
  • Wechsel zu BMW und Einstieg in die Pressearbeit
  • BMW in der Formel 1: Turbo-Ära und Weltmeistertitel 1983
  • Zusammenarbeit mit Nelson Piquet, Paul Rosche und Bernie Ecclestone
  • Medienarbeit im Motorsport: erste „Funklösungen“ zur Informationsweitergabe
  • Wechsel in die Produkt- und Inlandspresse bei BMW
  • Krisenkommunikation und Vorstandssitzung rund um Rover
  • Der Mauerfall – ein persönlicher Moment mitten im Geschehen
  • Öffentlichkeitsarbeit zwischen Strategie und Tagesgeschäft
  • Bücher, Kolumnen und der Blick zurück auf eine außergewöhnliche Karriere


Uwe Mahla ist Journalist, Autor und ehemaliger Pressesprecher von BMW.

Nach seinen Anfängen im Motorsportjournalismus – unter anderem bei „rallye racing“ – wechselte er zu BMW und verantwortete dort unter anderem die Kommunikation rund um Motorsport, Formel 1 und später die Inlandspresse.

Heute schreibt er Bücher und Kolumnen über Motorsport und die Menschen dahinter.

Seine Kolumnen für Speedweek findet ihr hier: https://www.speedweek.com/p/uwe-mahla

Das Buch "Geile Zeit" von Uwe Mahla könnt ihr hier kaufen (Affiliate-Link: ich bekomme eine kleine Provision, der Preis für euch bleibt gleich):

Einfach eine geile Zeit: Deutsche Rennsport-Meisterschaft 1972 - 1985

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Christoph Flittner über den unterhaltsamen Alltag eines Fahrlehrers19 Mar 202601:39:51

Die Fahrschule ist der Ort, an dem für uns alle alles angefangen hat – und gleichzeitig hat sich genau dieser Ort in den letzten Jahren radikal verändert.

Moderne Fahrschulautos sind vollgepackt mit Assistenzsystemen, Automatik, Displays und Elektronik. Da stelle ich mir unweigerlich die Frage:

Wie lernt man heute Autofahren? Die Antwort darauf hat mein heutiger Gast: Christoph Flittner hat aus dem Nichts eine Fahrschule aufgebaut, beschäftigt heute 15 Mitarbeiter und erreicht mit seinem Tik-Tok-Kanal „Herr Fahrschule“ hunderttausende Menschen. Und vor allem: Er sitzt jeden Tag dort, wo Autofahren wirklich beginnt – auf dem Beifahrersitz.

Wir sprechen darüber:

  • wie sich Fahrschüler in den letzten 20 Jahren verändert haben
  • welche Rolle Assistenzsysteme heute in der Ausbildung spielen
  • warum Autofahren heute komplexer ist als früher
  • und warum Fahrschule eigentlich viel mehr ist als nur das Bestehen einer Prüfung

Und natürlich geht es auch um die Geschichten, die nur ein Fahrlehrer erzählen kann: vom verschwundenen Motorradschüler, Helikoptereltern mit der Brotdose vor Überlandfahrten bis zu völlig eskalierenden Verkehrsteilnehmern – und allem dazwischen. Eine Folge über Technik, Verantwortung und den Moment, in dem aus Theorie plötzlich Realität wird.


Mehr über Christoph Flittner findet ihr hier:

TikTok: www.tiktok.com/@herrfahrschule

Buch: https://amzn.to/4uCyxqu (Affiliate-Link: ich bekomme beim Kauf eine kleine Provision, der Preis bleibt für Dich gleich)

Web: www.herrfahrschule.de

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Martin Marx: vom Renningenieur zum HWA-CEO12 Mar 202601:54:30

Martin Marx kennt den Motorsport aus allen Perspektiven: als Schrauber, Renningenieur, Teammanager – und heute als CEO der HWA AG in Affalterbach.

Seine Karriere begann ganz klassisch: im historischen Motorsport, mit Werkzeugkiste und öligen Händen. Über Studium und erste Jobs im Rennsport landete er Anfang der 2000er Jahre bei HWA, dem Einsatzteam von Mercedes in der DTM.

Dort arbeitete er als Renningenieur mit Fahrern wie Bernd Schneider, Jamie Green oder Gary Paffett und erlebte die erfolgreichste Phase der modernen DTM aus nächster Nähe. Später folgten Stationen bei Persson Motorsport und Schnitzer Motorsport, bevor er wieder zu HWA zurückkehrte und zunehmend Führungsverantwortung übernahm.

Als Mercedes 2018 seinen Ausstieg aus der DTM verkündete, stand HWA plötzlich vor einer völlig neuen Realität. Aus dem Werkseinsatzteam musste ein eigenständiges Technologieunternehmen werden. Martin Marx wurde zunächst Technikvorstand – und schließlich CEO.

Heute verantwortet er nicht nur Motorsportprogramme, sondern auch Projekte wie den HWA EVO – eine moderne Neuinterpretation des legendären Mercedes-Benz 190E Evo.

Wir sprechen über seine Anfänge im historischen Motorsport, über die großen DTM-Jahre mit Mercedes, über Persönlichkeiten wie Bernd Schneider oder Charlie Lamm – und darüber, wie sich ein Rennteam neu erfindet, wenn plötzlich das Werk im Rücken fehlt.

Ein Gespräch über Technik, Teamgeist, Motorsportpolitik – und darüber, warum man auch als Vorstand die Zeit an der Boxenmauer manchmal vermisst.

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Gordian von Schoening – Mit HWA von der DTM zur eigenen Automarke05 Mar 202601:58:58

Vom Hamburger Schrauber zum CTO eines eigenständigen Automobilherstellers.

In dieser Folge ist Gordian von Schoening zu Gast – heute Technikvorstand bei HWA und verantwortlich für eines der spannendsten deutschen Automobilprojekte der Gegenwart: den HWA EVO.

Sein Weg führt von der freien Werkstatt in Hamburg und den Dragstrip mit einem aufgeblasenen Golf VR6 über die Motorenentwicklung bei Mercedes, viele Jahre DTM-Fahrzeugentwicklung bei HWA, den Wechsel zu BMW in der Class-1-Ära und schließlich zur ITR an die Seite von Gerhard Berger – mitten in der Umbruchphase der DTM.

Wir sprechen über:

  • Turbomotoren am Limit und Wirkungsgrade jenseits moderner Diesel
  • warum die Class-1-DTM technisch brillant – aber vielleicht zu perfekt war
  • Motorsport zwischen Herstellerinteressen und Entertainment
  • den Perspektivwechsel vom Rennwagenentwickler zum Reglement-Mitgestalter
  • und die Entscheidung, mit HWA ein eigenes Auto zu bauen

Und dieser HWA EVO ist kein Restomod. Er ist ein komplett neu entwickeltes Fahrzeug mit eigener Kleinserien-Typgenehmigung, Transaxle-Layout, V6-Biturbo, Handschaltgetriebe (!!!), Doppelquerlenker-Fahrwerk und moderner Elektronikarchitektur – entwickelt aus der DNA eines Unternehmens, das jahrzehntelang im Spitzenmotorsport gearbeitet hat.

Ein Gespräch über Technik, Verantwortung, Mut – und darüber, warum Motorsport am Ende immer vom Menschen lebt.

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Dr. Klaus Böttcher – 23 Jahre Bosch Motorsport, Diesel-Revolution & die Technik hinter Le Mans26 Feb 202601:40:18

23 Jahre lang stand er an einer der unsichtbarsten, aber entscheidendsten Schnittstellen des Motorsports: Dr. Klaus Böttcher, ehemaliger Leiter von Bosch Motorsport.

Er war dabei, als Audi mit dem Direkteinspritzer Le Mans revolutionierte. Er entwickelte gemeinsam mit den Herstellern das Diesel-System, das mit über 3.000 Bar Einspritzdruck Rennsportgeschichte schrieb. Er verantwortete Einheitssysteme in der DTM, baute Bosch Motorsport als eigene Marke im Konzern auf – und musste Ferdinand Piëch erklären, warum ein Injektor kaputtgeht.

In dieser Folge sprechen wir über:

  • den Weg vom Maschinenbau-Studenten in Aachen zur Bosch-Motorsport-Spitze
  • Motronik, ABS, Datenlogging und die „schwarze Box“ im Rennwagen
  • Audi TFSI und die Diesel-Revolution in Le Mans
  • politische Balanceakte zwischen Audi und Peugeot
  • Mentalitätsunterschiede in Japan, Frankreich und den USA
  • warum Einheitssysteme in Rennserien extremen Druck bedeuten
  • und weshalb Vertrauen im Motorsport wichtiger ist als jedes Reglement

Außerdem geht es um emotionale Momente – vom Testen auf einem Flugplatz in Le Mans bis zu tragischen Ereignissen wie dem Tod von Bob Wollek.

Ein Gespräch über Technologie, Verantwortung, internationale Kulturunterschiede – und darüber, wie es sich anfühlt, nach 23 Jahren Vollgas plötzlich in den Ruhestand zu gehen.

Wenn euch diese Folge gefällt, lasst gerne eine Bewertung da und empfehlt „Alte Schule“ weiter.

Viel Freude beim Hören.

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Wolfgang Plinske19 Feb 202602:10:37

Wolfgang Plinske war mehr als nur Mitarbeiter. Er war Verkäufer, Prokurist, Mitdenker – und über drei Jahrzehnte enger Wegbegleiter von Günter Artz.

Das Autohaus Nordstadt in Hannover war in den 70er- und 80er-Jahren eine der schillerndsten Tuning-Adressen Deutschlands. Hier wurden Serienfahrzeuge zu rollenden Provokationen: Porsche-Technik im VW, eine Corvette unterm verbreiterten Kadettgewand, ausgereifte Einzelstücke, die weltweit für Schlagzeilen sorgten.

Plinske erzählt aus erster Hand,

  • wie aus einem klassischen VW-Autohaus ein Tuning-Mythos wurde
  • wie der legendäre Golf mit Porsche-928-Technik entstand
  • warum der Carrera-Käfer mehr Marketingstrategie als Spielerei war
  • wie Unternehmertum damals funktionierte – ohne Businessplan, aber mit maximalem Risiko
  • und weshalb Erfolg und Scheitern oft nur eine Entscheidung voneinander entfernt sind

Auch die spätere Gründung von Opel Blitz kommt zur Sprache – ebenso wie die wirtschaftlichen Turbulenzen und die sehr persönlichen Brüche am Ende einer außergewöhnlichen Ära. Dieses Gespräch ist Zeitgeschichte des deutschen Automobilhandels. Es geht um Kreativität, Mut, Loyalität – und um eine Phase, in der Autos noch Statements waren.

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Dr. Karl R. Schuster12 Feb 202601:30:57

In dieser Folge ist Dr. Karl R. Schuster zu Gast. Seit 1987 ist er Rennarzt im nationalen und internationalen Motorsport: DTM, Gruppe C, Le Mans, Nürburgring, Daytona. Er hat Generationen von Fahrern betreut – von jungen Talenten bis zu echten Legenden.

Wir sprechen über Rennmedizin in einer Zeit, in der vieles noch improvisiert war, bis hin zur heutigen Rundumbetreuung junger Profis. Über Entscheidungen unter Sekunden. Über Hitze, Erschöpfung, Verletzungen – und darüber, wo medizinische Hilfe aufhört und Verantwortung beginnt.

Ein sehr persönliches Gespräch ist es auch, weil wir an einem besonderen Datum sprechen: dem Jahrestag des Schlaganfalls von Jochen Mass, einem engen Freund, Weggefährten und Mitbewohner in der Teilzeit-WG. Viele der Geschichten dieser Folge sind untrennbar mit ihm verbunden.




Themen dieser Folge
  • Wie man Rennarzt wird – und warum das kein normaler Arztjob ist
  • Motorsport als Hochleistungssport aus medizinischer Sicht
  • Improvisation, Verantwortung und Grenzen in den 1980er- und 1990er-Jahren
  • Medizinische Entscheidungen, die über Start oder Nicht-Start entscheiden
  • Hitze, Dehydrierung und Konzentration im Renncockpit
  • Fitness damals und heute: Fahrer, Typen, Charaktere
  • Michael Schumacher, Jochen Mass, Heinz-Harald Frentzen, Uwe Alzen u. v. a.
  • Historischer Motorsport und heutige Sicherheitsstandards
  • Prävention, Training und moderne Rennmedizin in der Praxis

Ein weiterer Blick hinter die Kulissen – auf die Menschen, die den Rennsport möglich gemacht haben, ohne im Rampenlicht zu stehen.

Mehr zu Dr. Karl Schuster und seiner Arbeit findet ihr unter rennarzt.de.

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Burkhard Bechtel05 Feb 202601:32:25

Burkhard Bechtel gehört zu den prägenden Stimmen des deutschen Motorsports. Seit mehr als vier Jahrzehnten ist er dabei – erst als aktiver Fahrer bei Slalom- und Bergrennen, später als Journalist, Kommentator, Produzent und Ausbilder.

Im Podcast spricht Burkhard Bechtel über seine Anfänge im Siegerland, über die frühen Jahre des Motorsports im Fernsehen, über Onboard-Kameras, Rennsport-Handwerk und über seine Rolle in der Porsche-Juniorenförderung.

Er erzählt von Weggefährten wie Rainer Braun, Norbert Singer, Olaf Manthey, Wolfgang Land, Marc Lieb oder Mike Rockenfeller – und davon, wie Motorsport früher funktioniert hat und warum vieles davon heute verloren geht.

Heute lebt Burkhard Bechtel als eine Art motorsportlicher Nomade im Wohnmobil, reist von Rennstrecke zu Rennstrecke und kommentiert weiterhin ausgewählte Serien.

Ein Gespräch über Leidenschaft, Technik, Medienwandel – und über ein Leben, das konsequent dem Motorsport gewidmet ist.

Mehr über Burkhard findet ihr hier: https://www.bechtel.tv

Zur Siegerland Classics geht es hier: https://siegerland-classic.de/oldtimerrallye.html

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Manfred Gotta - der Namensgeber29 Jan 202601:18:38

Er hat keine Autos entworfen – aber er hat ihnen Identität gegeben. In dieser Folge von Alte Schule spricht Manfred Gotta, einer der einflussreichsten Naming-Experten der Automobil- und Markenwelt, über sein Lebenswerk.

Vectra, Twingo, Actros, Cayenne, Panamera, Smart – Namen, die heute selbstverständlich klingen, waren einst mutige Entscheidungen. Gotta erzählt, wie solche Namen entstehen, warum sie scheitern können und weshalb ein guter Name nie ein Etikett ist, sondern immer ein Versprechen.

Das Gespräch führt von seinen ungewöhnlichen beruflichen Anfängen über legendäre Präsentationen in Vorstandsetagen bis zu den stillen Regeln, nach denen Naming wirklich funktioniert. Es geht um peinliche Fehlgriffe wie Pajero oder e-tron, um die Angst vor sprachlichen Fallstricken – und um die Frage, warum Konzerne trotz aller Tests immer wieder dieselben Fehler machen.

Gotta spricht außerdem über Werte, die verloren gegangen sind, über die „alte Schule“ als Haltung – nicht als Nostalgie – und über seinen persönlichen Abschied aus dem öffentlichen Berufsleben. Ein Gespräch über Sprache, Verantwortung und darüber, wie viel Macht in einem einzigen Wort stecken kann.

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Fritz Neuser – einer der ältesten Autohändler Deutschlands22 Jan 202602:07:47

Er ist einer der letzten echten Zeitzeugen der automobilen Nachkriegsära – und vermutlich Deutschlands ältester aktiver Autoverkäufer.

In dieser außergewöhnlichen Folge spricht Fritz Neuser über ein Leben, das kaum dichter, widersprüchlicher und erfolgreicher hätte sein können.

Geboren 1932 in Nürnberg, erlebt Fritz Neuser Krieg, Hunger und Besatzungszeit als Jugendlicher. Früh lernt er, was Handel bedeutet – nicht aus Büchern, sondern im direkten Austausch mit amerikanischen Soldaten. Eine Erfahrung, die seinen Blick auf Wert, Leistung und Fairness nachhaltig prägt.

Seine erste große Karriere macht er im Leistungssport: als Radrennfahrer wird er mehrfach Deutscher Meister, Olympiateilnehmer von Melbourne 1956, Mannschaftskapitän der Nationalmannschaft – und später Dolmetscher, weil er sich Englisch mühsam selbst erarbeitet hat. Disziplin, Ehrgeiz und Verantwortung werden zu Konstanten seines Lebens.

Der zweite Akt beginnt im Automobilhandel. Vom Goggomobil über Alfa Romeo bis Ferrari baut Neuser eines der erfolgreichsten Autohäuser Süddeutschlands auf. Er verkauft hunderte Fahrzeuge pro Jahr, etabliert neue Vertriebsmodelle, organisiert Fahrsicherheitstrainings, pflegt enge Beziehungen zu Werksspitzen – und lernt Persönlichkeiten wie Enzo Ferrari persönlich kennen.

Doch dieses Gespräch ist mehr als eine Erfolgsgeschichte. Es geht um Fehlentscheidungen, um Verantwortung gegenüber Mitarbeitern und Familie, um den Preis von Wachstum – und um den bewussten Rückzug zur richtigen Zeit. Heute trennt sich Fritz Neuser von großen Teilen seiner legendären Sammlung: über 40 Fahrzeuge, darunter zahlreiche Ferraris, Rennmotoren, Getriebe und historische Fahrräder, die im März 2026 in Paris versteigert werden.

Ein Gespräch über Leistung, Unternehmertum – und über eine Generation, die gelernt hat, Entscheidungen zu tragen.

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Tim Bergmeister15 Jan 202601:24:36

Motorsport war bei den Bergmeisters nie nur Beruf, sondern Familiengeschichte. Über vier Generationen hinweg – vom Großvater auf Motorrädern über den Vater als Bergkönig bis zu zwei Söhnen im internationalen Rennsport.

Mein heutiger Gast ist Tim Bergmeister, erfolgreicher Formel- und GT-Pilot, Porsche-Cup- und Supercup-Sieger, ADAC-GT-Masters-Meister – und der Bruder von Porsche Werksfahrer Jörg Bergmeister.

In dieser Folge sprechen wir ausführlich über:

  • eine Rennfahrerfamilie über vier Generationen
  • Kartfahren in Kerpen – gemeinsam mit Michael Schumacher
  • frühe Technikbegeisterung und die harte Ausbildung zum Kfz-Meister im elterlichen Betrieb
  • den Weg vom Formelsport in Porsche Cup, Supercup und GT-Rennen
  • politische Entscheidungen und harte Lektionen im Motorsport
  • den schweren Unfall in Japan mit 34 Brüchen – und die harte Zeit danach
  • die Rückkehr ins Leben, Sport als Rettung und neue Perspektiven
  • Tims heutige Arbeit in der internationalen Reifenentwicklung
  • Rallye-WM, GT3, Formel 2 & Formel 3 – und der mögliche Weg Richtung Formel 1
  • warum Motorsport weltweit boomt, in Deutschland aber immer schwieriger wird
  • Nachwuchs, Kosten, Realität – und was junge Fahrer heute wirklich erwartet

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Reunited mit Frank und Jens von "Zwo aus 11" - der Alte Schule Jahresrückblick25 Dec 202502:04:33

Ich verbringe den Feiertag mit Jens Seltrecht und Frank Otero Molanes von Zwo aus 11. Drei Stimmen, viele Meinungen, noch mehr Geschichten – und garantiert keine stille Nacht.

Frank erzählt von einem turbolenten Berufsjahr, ich habe Probleme mit meinem Auto, nur bei Jens ist nach Kartoffelsalat und Würstchen an Heilig Abend alles tiptop und sogar die Garage 11 war einen Hauch von eingeheizt.

Danke für eure Treue, frohe Weihnachten und alles Gute für 2026, wenn wir uns hoffentlich in alter Frische wiederhören.


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Best of Alte Schule: Gregor Gries über die erste W18-Idee22 Dec 202500:20:48

Diese Woche nimmt euch Best of Alte Schule mit in zwei völlig unterschiedliche, aber gleichermaßen faszinierende automobilhistorische Welten:

1. Der geheime W18 von Bugatti – Gregor Gries erzählt

Porsche hat jüngst ein W18-Patent angemeldet – der perfekte Anlass, um in die legendäre Entwicklungsstory zurückzugehen:

Gregor Gries, langjähriger CTO von Bugatti, schildert, wie Ferdinand Piëch ihm über Weihnachten einen Briefumschlag mit drei Projekten hinwirft – darunter: „Ich will einen 18-Zylinder.“ Ohne Lastenheft, ohne konkretes Fahrzeug, aber mit maximalem Anspruch entsteht in nur neun Monaten ein lauffähiger W18-Motor – konstruiert von einem Mini-Team, versteckt in einem ehemaligen Friseursalon, getestet unter chaotischen Bedingungen und schließlich in Paris präsentiert.

Eine der ungewöhnlichsten Motoren­entwicklungen der VW- und Bugatti-Geschichte.


2. Wolfgang Blaube prüft eine provokante Behauptung:

War der Mercedes 450 SEL 6.9 wirklich sparsamer als der 350 SE?

Klingt absurd – ist aber (teilweise) wahr!

Blaube seziert wie immer kenntnisreich und humorvoll die Verbrauchsmessungen der Auto Motor und Sport; ein wunderbarer Mix aus Nerdwissen, Historie und Humor – ganz typisch Blaube.


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Leo Aumüller: Der Abarth-Sammler aus Schönbrunn18 Dec 202501:23:56

Ein Gespräch wie eine Zeitreise: In dieser Folge besuche ich Leo Aumüller, den vielleicht authentischsten Vertreter der alten Automobilwelt, den man heute noch finden kann. Seine Werkstatt in Schönbrunn wirkt wie eine Filmkulisse, in der die Zeit stehen geblieben ist – und genau das macht diesen Ort so besonders.

Leo Aumüller wuchs in einer harten Zeit auf, wurde Mechaniker aus Leidenschaft, erfolgreicher Fiat- und Abarth-Händler, Sammler, Restaurator und ambitionierter Hobbyrennfahrer. Seine Geschichten reichen vom Aufwachsen im Nachkriegsdeutschland über die Lehrjahre im Fiat-Betrieb in Stuttgart, den Aufbau seiner eigenen Werkstatt und seine motorsportlichen Erfolge bis hin zu einer der bedeutendsten Abarth-Sammlungen der Welt.

In seiner Halle stehen heute Autos, für die Sammler in aller Welt Schlange stehen würden – doch Leo Aumüller hat nie verkauft. Und wer ihn erlebt, versteht sofort: Die vollgestellten Hallen sind keine Trophäensammlung, sondern ein Lebenswerk.

Ein Besuch bei ihm ist wirklich „Alte Schule“ pur.


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Best of Alte Schule: Alfred Noell15 Dec 202500:15:19

In dieser Best-of-Folge blicken wir zurück auf einen Mann, der das Autofahren im deutschen Fernsehen geprägt hat wie kaum ein anderer: Alfred Noell. Vielen ist sein Name heute vielleicht nicht mehr geläufig – seine Sendung hingegen schon. Nöll war der Erfinder von „Der siebte Sinn“, jener legendären Verkehrssicherheits-Reihe, die über Jahrzehnte hinweg Generationen von Autofahrern begleitet und geprägt hat.

Bevor Alfred Nöll jedoch ins Studio wechselte, war er draußen in der Welt unterwegs – bei den härtesten Rallyes der Welt. In Afrika, bei der East African Safari, bei der Paris-Dakar oder der Targa Florio erlebte er Situationen, für die man heute ein Drehbuch schreiben würde: überflutete Furten, improvisierte Fallschirmbotschaften aus dem Flugzeug, Drehtricks im Steinbruch – und sogar Nonnen, die ihm halfen, Filmmaterial an italienischen Zollstellen vorbeizuschmuggeln.

Diese Folge erzählt von einer Zeit, in der Motorsport-Berichterstattung noch echtes Abenteuer war – ohne Funk, ohne Handy, ohne Sicherheitsnetz. Alfred Nöll war Ideengeber, Improvisationskünstler und Pionier zugleich. Er verstarb am 7. Juni 2023, doch seine Geschichten und sein Einfluss leben bei Alte Schule weiter. Wer tiefer einsteigen möchte: die ausführliche Lebensgeschichte gibt es in Folge 130 vom 27. Januar 2022.

Im zweiten Teil der Sendung übernimmt Wolfgang Blaube und nimmt sich eines der wohl bekanntesten Motorsport-Zitate vor:

„Racing is life. Anything that happens before or after is just waiting.“

Millionenfach Steve McQueen zugeschrieben – auf T-Shirts, in Porsche-Zentren, auf Instagram. Doch stimmt das überhaupt? Blaube zeigt, warum es sich um ein klassisches Falschzitat handelt, woher der Satz tatsächlich stammt und weshalb selbst die deutsche Übersetzung teilweise mehr als holpert.

Eine Folge über Fernseh- und Rallyegeschichte, große Bilder, kleine Tricks – und darüber, warum man vermeintliche Gewissheiten ruhig öfter einmal hinterfragen sollte.

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Max Gerrit von Pein – Der Vater hinter Mercedes-Benz Classic und dem neuen Museum11 Dec 202501:47:55

In dieser Folge treffe ich Max Gerrit von Pein – den langjährigen Leiter von Mercedes-Benz Classic, Museumsdirektor und eine der Schlüsselfiguren hinter der professionellen Oldtimerkultur bei Mercedes.

Wir sprechen über:

– seine frühen Jahre zwischen Fahrradgeschäft, Opel-Lehre und VW-Zeit

– wie er unbeabsichtigt zum Pionier der Mercedes-Oldtimerrestauration wurde

– warum ausgerechnet Freiburg der Startpunkt der Klassik-Partner-Geschichte war

– die wilden Anfangsjahre des Oldtimer-Hobbys in Deutschland

– enge Begegnungen mit Fangio, Jochen Mass, Sterling Moss und vielen anderen Legenden

– die internationale Szene, Mille Miglia, Carrera Panamericana und warum Mercedes dort früh vertreten war

– den Bau des neuen Mercedes-Benz Museums: der Architekturwettbewerb, politische Hürden, ein drohender Job als „Bademeister“, Windhosen zur Entrauchung und die unfassbare Punktlandung beim Budget


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Best of Alte Schule, Folge 22: August Achleitner08 Dec 202500:18:09


In dieser Best-of-Folge hörst du zwei absolute Highlights aus dem Alte-Schule-Kosmos: Zuerst einen faszinierenden Ausschnitt aus meinem Gespräch mit August Achleitner, dem ehemaligen Baureihenchef des Porsche 911. Er erklärt, wie Porsche in den 90ern am Abgrund stand – und wie die neuen Modelle Boxster (986) und 996 den gesamten Konzern retteten.

Im zweiten Teil zerlegt Wolfgang Blaube gewohnt brillant den Begriff Transaxle – und erklärt, warum Porsche ihn eigentlich jahrzehntelang falsch benutzt hat. Er räumt mit Mythen auf, spannt den Bogen vom 924 bis zum 911 und liefert eine kleine Begriffsrevolution, die du garantiert so noch nicht gehört hast.


Der ehemalige 911-Baureihenchef spricht über:

  • Die tiefe Unternehmenskrise Anfang der 90er
  • Warum die Boxster-Studie der Wendepunkt war und weltweit Begeisterung auslöste
  • Wie 986 und 996 die Basis für den heutigen Porsche-Erfolg legten
  • Die Rolle von Wendelin Wiedeking – und wie er die Unternehmenskultur radikal veränderte
  • Transparenz, neue Kostendisziplin und die komplette Abkehr von alten Strukturen
  • Warum Mitarbeiter trotz Krise blieben – und wie Porsche es schaffte, alle „mitzunehmen“

Ein selten ehrlicher Blick hinter die Kulissen von Weissach und in den Maschinenraum der Porsche-Rettung.

Die komplette Achleitner-Folge: #206 vom 31. August 2023


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Norman Simon - Vom Kart über Formel 3000 bis zur Digitalisierung des Motorsports04 Dec 202502:02:19

In dieser Folge treffe ich Norman Simon, der aus einer der bemerkenswertesten Rennfahrerfamilien Deutschlands stammt: drei Brüder, alle drei Rennfahrer – und alle drei gleichzeitig in den Nachwuchsklassen unterwegs. Da sie teilweise im selben Team gefahren sind, es aber nur einen besten Motor gibt, lernt man sicherlich früh, zu diskutieren und sich nicht nur auf der Strecke durchzusetzen...

Wir sprechen über die frühe Karriere, die vom Kart über die Formel Ford und die deutsche Formel 3 bis in die Formel 3000, die BTCC, die japanische GT-Meisterschaft und die amerikanische IMSA geführt hat. Norman erzählt, wie es war, als Teenager allein nach England zu ziehen und warum die Formel Ford dort ein Vollkontakt-Sport war.

Wir reden aber auch offen darüber, warum er den Traum von der Formel 1 losgelassen hat, wie er sein Studium parallel zum Rennfahren durchgezogen hat und wie er heute mit seiner Plattform OnGRID die komplette Administration des Motorsports digitalisiert – von Lizenzen über Wagenpässe bis hin zu Registrierungen und Versicherungen.

Ein Gespräch über Talent, Realitätssinn, internationale Erfahrungen – und den Mut, noch mal voll durchzustarten.


Über Norman Simon

Norman Simon ist ehemaliger Profi-Rennfahrer (u. a. Formel 3000, BTCC, IMSA, Japan GT) und Mitgründer von OnGRID, einer globalen Plattform zur Digitalisierung des Motorsports.

Gebürtig aus Wiesbaden, groß geworden auf Kartbahnen weltweit, verbindet er heute seine Rennfahrerfahrung mit jahrelanger internationaler Beratungstätigkeit in Asien und im Motorsport.


Links

OnGRID – Die neue Motorsportplattform: https://www.myongrid.com

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Best of Alte Schule, Folge 21: Dieter Glemser – Der Allrounder des Motorsports01 Dec 202500:16:42

In diesem Best-of blicken wir zurück auf einen der vielseitigsten und sympathischsten Rennfahrer: Dieter Glemser. Einen kleinen Einblick in den Motorsport einer lange vergangenen Zeit, hört ihr hier: von wilden Escort-Schlachten im strömenden Regen bis zur irren Rallye London–Sydney, bei der Glemser als Erster in Teheran ankommt und später aus Afghanistan mit einem Hippie-VW-Bus flieht.

Außerdem im zweiten Teil: Wolfgang Blaube mit einer kuriosen, aber wahren Geschichte einer Republikflucht unter dem Schlagbaum – natürlich in typisch blaubesker Art präsentiert.


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Ulf Poschardt (2/2)27 Nov 202501:03:29

Im zweiten Teil meines Gesprächs mit Ulf Poschardt wird unser Gespräch analytischer, politischer und technikphilosophischer – und gleichzeitig noch persönlicher.

Ulf spricht über das Verstecken der Technik in modernen Autos, den Verlust der Ehrlichkeit unter der Motorhaube und warum Ferrari aus seiner Sicht das komplette Gegenteil davon lebt. Wir reden über Mündigkeit im Auto, Driftwinkel, die im Computer vorgewählt werden können, elektronische Helfer, über das Verhältnis von Freiheit und Verantwortung, über verlernte Fahrkultur und darüber, warum viele moderne Fahrzeuge ihre Fahrer eher „erziehen“ als begeistern.

Außerdem geht es um Markenführung, um Ferrari vs. Porsche, um Batterierisiken, Restwerte, Hybrid-Supersportler, um Fahrverhalten, Sound, Mechanik und das Gefühl, ein anspruchsvolles Auto beherrschen zu müssen.


Kapitel / Themen dieser Folge
  • Versteckte Technik: Warum moderne Autos ihre Motoren unsichtbar machen
  • Ferrari als Gegenmodell – der Motor als ästhetisches Kunstwerk
  • Mündigkeit, Driftwinkel & elektronische Bevormundung
  • Über Verantwortung hinter dem Steuer und Charakterbildung durch anspruchsvolle Autos
  • Porsche, Ferrari & Markenführung: Was beide Marken richtig (und falsch) machen
  • Batterietechnik, Wertverfall & warum viele Hybrid-Supersportwagen gerade massiv sinken
  • Analoge Sportwagen als Kulturgut
  • Warum Sound, Vibration & Mechanik nicht ersetzbar sind
  • Leichtigkeit als Zukunftsvision: Wie ein elektrischer Sportwagen aussehen müsste
  • Überwachung, Touchscreens & der Verlust von Autonomie
  • Gesellschaftliche Einordnung: EU-Politik, Risikoaversion & Mobilitätskultur
  • Nachhaltigkeit, Ressourcen & Verantwortung der Fahrer
  • Warum Ulf glaubt, dass analoger Fahrspaß immer wertvoller wird
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Best of Alte Schule, Folge 20: Uli Gauffrés24 Nov 202500:19:53

Im heutigen Best of wird’s wieder herrlich Oldschool: Wir reisen zurück in die frühen 1980er, als Uli Gauffrés gemeinsam mit Bodo Buschmann mitten in Bottrop den Grundstein für eine Tuning-Dynastie legte.

Wie aus einem frustrierten Daimler-Ingenieur der Motorenflüsterer von Brabus wurde, warum ein 3,5-Liter-Umbau über Nacht zum Lieferketten-Desaster führte und wie man auf der A31 ohne Prüfstand zur perfekten Motorabstimmung kommt – all das erzählt Gauffrés in seinem unnachahmlichen Detailreichtum.


Im zweiten Teil darf natürlich Wolfgang Blaube nicht fehlen. Der Mann, der an jedem Stammtisch noch mal einen drauflegt, erklärt heute, warum der Vergaser streng genommen nicht vergast, was Backbleche mit Oberflächenvergasern zu tun haben und wieso wir alle seit über 100 Jahren den falschen Begriff benutzen. Eine wunderbar nerdige Zeitreise für alle Technikliebhaber.


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Ulf Poschardt (1/2)20 Nov 202501:18:47

In dieser Folge spreche ich mit Ulf Poschardt über sein aktualisiertes Buch „Über Sportwagen“ – und über eine lebenslange Leidenschaft.

Wir tauchen tief ein in seine automobilen Kindheitserinnerungen, reden über Matchbox-Ferraris, erste Begegnungen mit dem 911, über Aufstiegserfahrungen, die Psychologie des Sportwagens und über die Frage, was einen echten Sportwagen überhaupt ausmacht.

Ulf erzählt, wie er als junger Journalist ausgerechnet bei Condé Nast mit Autotests anfing, warum er technisch „unterbegabt“ ist, aber kulturphilosophisch umso tiefer über Autos nachdenkt, und wie aus dem ersten eigenen 911er ein ganzes Lebensthema wurde.

Außerdem sprechen wir über Ferrari vs. Porsche, über Sound, Geruch, Vibrationen – und warum moderne Autos für ihn zu glatt und zu synthetisch geworden sind.


Themen dieses ersten Teils
  • Wolfsburger Ursprung: Wie Ulf seine Liebe zu Sportwagen in einer Umgebung entdeckte, in der es keine gab
  • Quartettkarten, Formel 1 im Schwarz-Weiß-Fernseher & der erste 911-Sound
  • Familiäre Aufsteigerbiografie: Audi 100, Europa im Auto entdecken & warum Autofahren Freiheit bedeutete
  • Der erste eigene 911er mit 23 – und wie er zum Erwachsenenritus wurde
  • Frühe Autotests bei Condé Nast, Total-Blamagen und die kulturelle Perspektive auf Autos
  • Was macht einen echten Sportwagen aus – und warum „0–100“ kein sinnvolles Kriterium ist
  • Warum moderne neue Performance-Hot-Hatches und 1000-PS-Autos kaum noch Unterschiede bieten
  • Ferraris Zwölfzylinder, Challenge Stradale, BB & Testarossa – und warum Ulf für diese Motoren schwärmt
  • Tuning, König, Gemballa & Co.: Warum Ulf immer das Original bevorzugt
Links


Nächste Woche geht’s weiter – dann sprechen wir u. a. über Ulfs Begegnungen mit Martin Winterkorn und darüber, was der Dieselskandal aus der deutschen Autoindustrie gemacht hat.

Außerdem reden wir über Überwachung im Auto, politische Fehlentscheidungen, moderne Porsche-Strategien und die Frage, ob ein Elektroauto jemals ein echter Sportwagen sein kann.

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Best of Alte Schule, Folge 19: Alwin Springer17 Nov 202500:19:08

In diesem Best Of habe ich zwei absolute Highlights für euch:

Alvin Springer, Porsches Motorsportunikum in Amerika, erzählt, wie die legendäre Tuning- und Racing-Firma ANDIAL entstanden ist – eine der prägendsten Erfolgsgeschichten des Porsche-Motorsports in den USA. Intrigen bei Vasek Polak, ein geklauter Rolodex, eine Hebebühne neben dem Rivalen und der Moment, in dem Alvin beschloss: „Jetzt mache ich mich selbstständig!“ – das ist Motorsportgeschichte pur.

Und danach kommt Wolfgang Blaube mit einer neuen Enthüllung aus der Rubrik „Was keiner wissen soll“: Ein angebliches Mercedes-Crash-Test-Exponat im Deutschen Museum, das sich bei genauer Recherche als ziemlich dreistes Fake herausstellt. Blaube hat nachgegraben – und fördert eine bemerkenswert unsaubere Museums-Praxis zutage.


Die komplette Folge mit Alvin Springer (#71) ist am 12. November 2020 erschienen und ihr findet sie hier.


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