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Explorez tous les épisodes du podcast Agilität Unplugged – echte Fälle, echte Menschen
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| Titre | Date | Durée | |
|---|---|---|---|
| #12 Führung als Systemleistung – Leadership zwischen Superheld:in und Systemversagen | 02 sept. 2026 | 00:45:15 | |
In dieser Folge landet die Change-Fibel im Mülleimer. Wörtlich.
Fabian bringt einen Fall mit, den er selbst begleitet hat – als Storytelling-Lehrer, nicht als Coach. Eine Führungskraft, 15 Jahre Erfahrung, sitzt mit ihren sechs Direct Reports im Workshop. Über ihnen: ein Change-Programm, das die Konzernleitung ausgerollt hat. 85 Seiten. Ringbindung. Trauerkurve inklusive. Neben ihnen: sechs andere Businessbereiche, die brav die Meilensteine abarbeiten.
Sie macht etwas anderes.
Sie macht sich zuerst nackig vor ihrem Team. Sagt ehrlich, was sie aus früheren Change-Projekten mitgenommen hat – auch das, was man in Unternehmenskommunikation eher nicht sagt: dass ein erfolgreiches Change-Projekt auf dem Lebenslauf 15 bis 25 Prozent Gehalt wert ist. Dass jede Revolution ihre Kinder frisst. Dass sie am Ende gehen wird.
Und dann baut sie zusammen mit ihrem Team ein »Phoenix aus der Asche«-Narrativ. Streicht rigoros die Kaskaden-Meetings aus dem Kalender. Sagt der Nachbar-Führungskraft, die sie darauf anspricht: »Kann mich doch keiner zwingen, dazusitzen. Ich soll hier einen Change von A nach Z bringen.« Radikaler Fokus. Vertrauensvorschuss. Meet the people half a step ahead – nicht das ganze Buch abarbeiten, sondern schauen, wo die Leute stehen.
Sechs Monate später ist ihre Abteilung eine der wenigen, die alle Fälle im Trockenen hat. Echt grün, nicht Wassermelonen-grün. Und die Organisation schickt jemanden hinein, der analysiert, warum es geklappt hat.
Wilma legt aus HR-Sicht offen, wo im Mittelstand die Systemvoraussetzungen fehlen: keine Freiheitsgrade, kein Mandat, Führung als »Sachbearbeitung+«, wie schon in Folge 9. Sie hält ein Plädoyer für Theorien, die man mit Leben füllt statt sie herunter zu beten – und bringt einen Satz mit, der bleibt: »Wir haben kein Führungsdefizit. Wir haben ein Umsetzungsdefizit.«
Fabian übersetzt das in die Systemfrage: Wie bauen wir Strukturen, in denen Verantwortung möglich wird – statt Prozessblockaden, die entmachten? Warum trauen wir Menschen zu, im Verein 40 Kinder ins Ferienlager zu bringen, aber im Unternehmen nichts mehr eigenständig zu entscheiden?
Was diese Folge zeigt: Gute Führung ist keine Solonummer. Sie entsteht, wenn ein Team Vertrauen bekommt, wenn radikaler Fokus erlaubt ist, wenn Angebote statt Zwang gemacht werden – und wenn HR die eigene Fibel als Handreichung versteht, nicht als Bonus-relevante Compliance-Übung.
Am Ende bleibt die Kernfrage: Bauen wir Systeme, die gute Führung ermöglichen – oder verbrennen wir Führungskräfte in der Pufferzone zwischen Team und Top?
Hör rein. Und schreib uns in die Kommentare: Wer von euch war ein Jahr dabei? Alle zwölf Folgen? Wir sind gespannt. | |||
| Stellenausschreibungen mit KI – Das Sommerspecial | 12 août 2026 | 00:21:48 | |
In dieser Folge sitzen Wilma und Fabian nicht im Studio, sondern gedanklich mit einem kalten Getränk am Pool – und trotzdem wird es hitzig. Denn Fabian hat Wilma bei ihrem Auftaktessen dieses Jahr ins Wort gefallen: „Stellenausschreibungen? Schnee von gestern. Das macht doch alles die KI." Wilma war anderer Meinung. Und weil das eine unbeendete Diskussion war, holen sie sie jetzt nach – öffentlich, direkt, unplugged.
Der Fall: Ein Kunde von Wilma sucht eine Leitung Immobilienverwaltung. Die Stelle war schon einmal besetzt, die Person passte – und ist trotzdem in der Frühfluktuation abgesprungen. Der Grund: Die Realität der Stelle war eine andere als das, was in der Ausschreibung stand. Die Fachabteilung wusste ganz genau, wen sie brauchte. Sie konnte es nur nicht transportieren.
Fabian bringt seine These mit: KI kann das doch. Prompt rein, Ausschreibung raus, fertig. Wilma zeigt, wo diese Rechnung schiefgeht. Warum Large Language Models Wahrscheinlichkeitsbäume abbilden und deshalb generalistische Texte ausspucken. Warum breite Ausschreibungen mehr Arbeit und schlechtere Bewerber:innen bringen (mit höheren Gehaltsvorstellungen). Und warum ihr Konzept der Candidate Persona aus dem Marketing im Recruiting so viel besser funktioniert als jeder Standard-Prompt.
Du erfährst, wie Wilma statt Standardaufgabe „fachliche und disziplinarische Führung" konkret formuliert: „Steuerung von rund 56 parallelen Projekten unterschiedlicher Größenordnung unter Einhaltung des Vergaberechts." Wie sie im Vorgespräch Führungskräfte frei reden lässt, ein Transkript mitlaufen lässt und kritische Fragen einbaut – bis hin zu „Wo ist Frust in der Stelle?". Warum KI danach zum kreativen Begleiter wird, wenn wir sie richtig füttern. Und warum ihr Kunde am Ende die richtige Person gefunden hat, die bis heute in Amt und Würden ist.
Fabian macht den Gegenschnitt in Richtung Kahnemann und den KI-Slop, den unser Gehirn zu schnell durchwinkt. Und er wirft am Ende noch einen Curveball: Was, wenn der 56-jährige Firmenchef auf den Tisch haut und sagt: „Am Ende muss ich mit den Leuten reden."? Wilmas Antwort auf diesen Einwand ist der Satz, der das ganze Sommerspecial trägt.
Hol dir ein kaltes Getränk, leg die Füße hoch – und hör rein, warum KI im Recruiting nicht die Lösung ist, sondern erst dann Mehrwert bringt, wenn wir wissen, wen wir eigentlich suchen. | |||
| #11 Return to Office – Leistung oder Leid | 05 août 2026 | 00:44:13 | |
In dieser Folge blickt Wilma auf eine Mitarbeiterin, die zwei Mal überrascht hat: Rita, die schon vor Corona ein Homeoffice-Angebot abgelehnt hatte — weil ihr der Kontakt zum Team wichtig war. Jahre später, mit Kind und langem Anfahrtsweg, sitzt sie plötzlich auf der anderen Seite: Bitte nicht zurück ins Büro. Und die Geschäftsführung? Die trommelt zum Return to Office. Basta.
Was klingt wie ein Bauchgefühl-Fall, entpuppt sich als True-Crime-Ermittlung an einem Systemfehler: Führung hat Anwesenheit jahrzehntelang mit Wirkung gleichgesetzt. Anwesenheit = Leistung?! Wer das Licht anmachte, wurde befördert. Wer im Homeoffice performte, blieb unter dem Radar. Und jetzt, wo sich die Studienlage endlich klar zeigt, was wirklich zählt. Kommt jetzt die Rolle rückwärts?
Wilma und Fabian nehmen das Beweisstück auseinander:
Warum ordnen Chef:innen RTO an, wenn Zahlen dagegen sprechen? Wo liegt der berühmte Kipppunkt der Fraunhofer-Studie — und was passiert bei zwei Homeoffice-Tagen pro Woche mit Kündigungsquoten, High-Performern und Frauen? Was macht Coffee Badging mit einer Kultur, in der Präsenz zur Bühne wird? Und wie viel Silo darf Homeoffice erzeugen, bevor Innovation verhungert?
Fabian durchdringt den Fall mit agilem Spürsinn: Nähe braucht Agilität, aber nicht zwingend räumliche Nähe. Motivierte Menschen, klare Ziele, Co-Creation des Arbeitsmodus im Team — statt One-fits-all-Verordnung von oben. Wilma legt das Job Demands-Resources-Modell über den Fall: Autonomie und Flexibilität sind Ressourcen, Pendeln und Kontrolle sind Anforderungen. Kippt das Verhältnis, kippen die Menschen.
Der wahre Skandal ist nicht das Büro. Der wahre Skandal ist ein Führungsverständnis, das Kontrolle für Steuerung hält und Sichtbarkeit für Leistung. Wer Leistung wirklich messen will, muss zuerst definieren, was Wirkung überhaupt heißt.
Ein Fall, der weit über das Büro hinausreicht — und dich nach dieser Folge anders auf jede Return-to-Office-Ansage schauen lässt. Hör rein: Rita ist eine von vielen, und ihr Fall ist der Anfang einer viel größeren Frage. | |||
| #10 Entscheidungskultur in Unternehmen - Warum es die besten Entscheidungen gar nicht gibt | 01 juil. 2026 | 00:54:45 | |
In dieser Folge nimmt Fabian dich mit in ein wöchentliches Leadership-Meeting. Mittwoch, 16 Uhr, 34 Grad, die Luft zum Schneiden – und ein Bereich mit 120 Menschen soll entscheiden, ob eine neue Software eingeführt wird.
Was Fabian als Senior Coach beobachtet, klingt zuerst harmlos: Mal steht die externe Anbietersuche auf der Agenda, mal taucht plötzlich eine Inhouse-Lösung auf – die Excel-Tabelle von „Findus". Zwei Wochen später ist die Longlist wieder da, dann die Shortlist, dann fragt jemand: „Wollten wir das nicht eigentlich intern machen?" Niemand nimmt den Schritt zurück. Niemand fragt: Für welchen Weg haben wir uns entschieden?
Erst hinter den Kulissen wird klar, was wirklich läuft. Zwei hohe Management-Personen mit gegenläufigen Agenden: die eine kostenorientiert und für die schlanke Excel-Lösung, die andere mit einem alten Wunsch nach einer großen Projektmanagement-Software – und dem Gefühl von Kontrolle, das daran hängt. Ein Entscheidungsvakuum, in dem beide Lösungen parallel weiterlaufen und massenhaft Ressourcen binden.
Wilma und Fabian dröseln auf, warum das kein Einzelfall ist. Sie sprechen über das Mülleimer-Modell (Garbage Can), das zeigt: Sobald du eine Entscheidungsgelegenheit schaffst, wird auch entschieden – egal, ob das Problem dazu passt. Sie fragen mit Daniel Kahneman, warum unser Gehirn im Energiesparmodus die schnelle, einfache Lösung liebt. Und sie schauen sich mit den Decision Hats von Karen Schmidt und Frank Habermann an, welche Rollen es für eine gute Entscheidung eigentlich braucht – und was passiert, wenn die Entscheider gar nicht im Raum sitzen.
Dazu kommt ein Gedanke, der hängen bleibt: Klarheit kostet manchmal Minuten. Unklarheit kostet Monate. Und ein herrlich einfaches Bild aus dem Alltag – ist deine Entscheidung eher Nägellackieren, ein Haarschnitt oder ein Tattoo?
Ehrliche Fälle, echte Menschen, echte Reflexion – und die unbequeme These: Vielleicht gibt es die beste Entscheidung gar nicht. Aber es gibt gute Entscheidungsprozesse.
Hör rein und frag dich am Ende selbst: Wer sitzt eigentlich in deinen Meetings – und wer entscheidet da wirklich? | |||
| #9 Die beste Führung ist unsichtbar – Führung zwischen Empowerment und Hierarchie | 03 juin 2026 | 00:37:03 | |
In dieser Folge beginnt alles mit einem scheinbar harmlosen Satz in der Kantine: „Frau Klaassen-van Husen, was machen Sie eigentlich noch?“
Wilma hat in einem traditionsreichen Maschinenbauunternehmen ein HR-Team aufgebaut, das plötzlich läuft: Die Mitarbeitenden übernehmen Verantwortung, bringen eigene Ideen ein und halten den Laden operativ stabil. Während sie innerlich stolz ist, wirkt es nach außen so, als wäre sie überflüssig geworden – eine Führungskraft ohne sichtbare Führung.
Gemeinsam mit Fabian rollt sie diesen Moment als True-Crime-Fall für Führungskultur auf. Was passiert, wenn Empowerment-Führung auf ein klassisches Command-&-Control-Bild trifft? Wie fühlt es sich an, als „Sachbearbeiter:in plus“ in der Sandwichposition zwischen Team und Geschäftsführung zu stehen? Und was bedeutet es eigentlich, Vorgesetzte zu führen – nicht nur Mitarbeitende?
Die beiden sprechen über dienende Führung (Servant Leadership), psychologische Sicherheit und die unsichtbare Beziehungsarbeit, die gute Führung heute leisten muss. Fabian verbindet den Fall mit Modellen wie Lencionis „Five Dysfunctions of a Team“, Erin Meyers „The Culture Map“, Amy Edmondsons Konzept psychologischer Sicherheit und Simon Sineks „Performance vs. Trust“ aus der Arbeit mit Navy-SEAL-Teams.
Dabei wird klar: Führung ist im 21. Jahrhundert weit mehr als operatives Abarbeiten. Sie ist die Arbeit an Beziehungsnetzwerken, an Vertrauen, an der Frage, ob Ideen aus Teams tatsächlich umgesetzt werden – Stichwort Idea Implementation Rate. Genau diese Arbeit bleibt oft unsichtbar, solange sie gut funktioniert.
Wenn du wissen willst, wie du als Führungskraft zwischen Empowerment und Hierarchie navigieren kannst – und wie du deine unsichtbare Führungsleistung nach oben sichtbar machst –, dann hör rein in „Die beste Führung ist unsichtbar. Führung zwischen Empowerment und Hierarchie.“ Am Ende gibt es außerdem einen Ausblick auf die nächste Folge: Entscheidungsfindung in Organisationen – und warum Unternehmen am Ende die Summe ihrer Entscheidungen sind. | |||
| #8 Wenn Mitarbeiter:innen ihre Stärken selbst nicht kennen | 06 mai 2026 | 00:41:14 | |
In dieser Folge erzählt Wilma von einer Mitarbeiterin, die ihre eigenen Stärken nicht mehr sieht. Über Jahre hinweg hat sie alles erledigt, was niemand sonst haben wollte: Datenpflege, Ablage, Zeiterfassung, Vertretungen. Niemand hat gefragt, was sie eigentlich kann. Und sie hat irgendwann aufgehört, es selbst zu wissen.
„Eigentlich bin ich ganz zufrieden. Ich habe keine Wünsche."
Dieser Satz fällt im ersten Gespräch – und er ist kein Zeichen von Glück. Er ist das Ergebnis von Jahren, in denen sich niemand wirklich für sie interessiert hat.
Dann kommt der Moment: HR und IT verzahnen sich, eine komplexe Schnittstelle muss jemand übernehmen. Benutzerverwaltung, Zutrittskontrolle, Stammdaten, Zeiterfassung, Stellenplan. Wilma wählt sie. Die Reaktion:
„Das kann ich nicht."
Was folgt, sind sechs Monate intensive gemeinsame Begleitung, Schritt für Schritt, Fall für Fall. Keine Schulung, keine Workshops. Nur echte Aufgaben, echtes Zutrauen, echte Fehlertoleranz. Am Ende ist diese Mitarbeiterin die Expertin im Haus. Die Teamdynamik kippt. Der Fußabtreter-Mechanismus endet.
Fabian ordnet ein, was das mit agiler Führung zu tun hat: Growth Mindset, Pygmalion-Effekt, Selbstwirksamkeit nach Bandura, Shu-Ha-Ri, Servant Leadership. Und warum agile Haltung hier mehr bedeutet als jedes Framework.
Und dann folgt ein Gespräch mit der Geschäftsführung. Worum es geht und was daraus wird – das erzählen wir in #9 Was machen Sie eigentlich noch?
Hör rein, bewerte den Podcast und abonniere, damit du Folge 9 nicht verpasst. | |||
| Retrospektive - Die Osterfolge | 03 avr. 2026 | 00:26:50 | |
In dieser Folge blicken wir tief in den Maschinenraum der Zusammenarbeit – dorthin, wo die Wahrheit oft hinter bunten Post-its und höflichem Schweigen vergraben liegt. Es geht um die Retrospektive. Eigentlich das Herzstück jeder agilen Entwicklung, doch in der Realität oft ein Tatort der vergebenen Chancen.
Wir untersuchen einen Fall, der vielen Teams bekannt vorkommt: Die „Ritual-Falle“. Warum verkommen wertvolle Reflexionsmomente zu mechanischen Pflichtterminen? Warum trauen sich Beteiligte oft nicht, die wirklich kritischen Punkte anzusprechen, während die echten Probleme im Verborgenen weiter gären? Wir analysieren die Spurensuche nach Fehlern, die Dynamik von Schuldzuweisungen und das Phänomen der „Lernresistenz“, das ganze Organisationen lähmen kann.
Begleitet uns in dieser Osterfolge auf eine investigative Reise durch die Psychologie der Team-Reflexion. Wir decken auf, welche Faktoren eine Retrospektive lebendig machen und warum der Mut zur Ehrlichkeit der einzige Weg aus der Stagnation ist. Doch Vorsicht: Wer einmal hinter die Fassade der perfekten Agilität blickt, wird Standard-Meetings nie wieder mit denselben Augen sehen.
Hört rein und findet heraus, ob euer Team nur reflektiert – oder wirklich lernt. Ein kleiner Hinweis vorab: Die gefährlichsten Fehler sind oft die, über die niemand spricht... | |||
| #7 Kaizen leben - Warum viele an kontinuierlicher Verbesserung scheitern | 01 avr. 2026 | 00:38:45 | |
In dieser Folge beginnt alles mit einem scheinbar harmlosen Moment: Eine Auszubildende im Backoffice einer Bank – zweites Lehrjahr, voller Energie und Ideen – geht zu ihrer Vorgesetzten. Sie hat einen Verbesserungsvorschlag. Einen guten sogar. Was sie bekommt, ist kein Lob, keine Diskussion, kein offenes Ohr. Nur ein Fingerzeig auf ein Handbuch. „Dort stehen die Prozesse. Lesen Sie nach."
Ein kleiner Moment. Und doch einer, der alles sagt.
Denn was hier stirbt, ist nicht nur eine Idee. Es ist der Keim von etwas, das Unternehmen seit Jahrzehnten predigen – und gleichzeitig täglich zerstören: kontinuierliche Verbesserung. Kaizen. Die Veränderung zum Besseren hin.
Fabian Schwarz und Wilma Klaasen-van Husen nehmen diesen Fall aus Wilmas Ausbildungszeit zum Anlass, tief einzutauchen: Warum scheitert Continuous Improvement so häufig – obwohl wir die Methoden längst kennen? Was hat Toyota damit zu tun? Und was versteckt sich zwischen Teams-Calls, E-Mails und Freigabeschleifen, das uns täglich ausbremst?
Sie sprechen über das Toyota Lean Production System und die Wurzeln von Kaizen, über die Theory of Constraints und den unsichtbaren Flaschenhals im Büroalltag, über vier konkrete Formate – vom Post Mortem über den Gemba Walk bis zum Lean Coffee –, die kontinuierliche Verbesserung greifbar machen. Und sie stellen die unbequeme Frage: Warum reicht es nicht, die richtigen Formate zu kennen, wenn die Unternehmenskultur Fehler bestraft statt aus ihnen zu lernen?
Psychologische Sicherheit, Radical Candor, Fuck-up-Nights, Minimum Standards of Operation – die Antworten liegen auf dem Tisch. Aber wer traut sich, sie wirklich umzusetzen?
Und dann ist da noch das Osterspecial, das Fabian kaum verbergen kann. Welches der vier Formate bekommt seine ganz eigene Folge? Hör rein – und finde es heraus, bevor es auf deinem Handy pingt. | |||
| #6 Interkulturelle Diversität in einen Erfolgsfaktor verwandeln | 04 mars 2026 | 00:37:22 | |
In dieser Folge nehmen wir euch mit in einen echten interkulturellen Projekt-Krimi: Fabian soll als Teamcoach einen internationalen Kick-off moderieren – 40 Personen aus Paris, Deutschland und Spanien, anderthalb Jahre Laufzeit, hoher Erfolgsdruck. Er hat alles dabei: Flipchart, bunte Zettel, eine saubere Agenda. Er ist vorbereitet. Er ist bereit.
Nur die Franzosen wissen davon noch nichts.
Statt Projektscope und Terminabstimmung landet in seinem Postfach eine E-Mail mit der dringenden Frage, was er denn bitte zum Abendessen essen möchte – vier Wochen vor dem Kick-off.
Gemeinsam schauen wir mit Erin Meyers Culture Map, was da eigentlich passiert ist: Wie wird Vertrauen aufgebaut – durch Leistung oder durch eine Flasche Rotwein? Wer hat in einem Meeting wirklich das letzte Wort – und warum bedeutet Schweigen nicht immer Zustimmung? Und was hat das alles mit Agilität zu tun?
Hört rein – und schaut euch danach mal um, mit wem ihr eigentlich gerade zusammenarbeitet. | |||
| #5 Führen bei offenem Widerstand | 04 févr. 2026 | 00:40:00 | |
In dieser Folge nehmen wir euch mit in einen echten Führungs-Krimi: Was passiert, wenn ein Teammitglied offen gegen die neue Leitung rebelliert – und das ganze Team das System stützt? Wir erzählen von verdeckten Machtstrukturen, Co-Abhängigkeit und dem Moment, in dem Empathie an Grenzen stößt. Ihr erfahrt, wie wir als Führungskraft reagieren, welche Dynamiken sich in Teams entwickeln und warum manchmal ein klarer Schnitt nötig ist. Wir sprechen offen über Fehler, Learnings und die Kunst, zwischen Menschlichkeit und Arbeitgeberinteressen zu balancieren. Hört rein, wenn ihr wissen wollt, wie aus offener Konfrontation echte Veränderung entsteht – und was Führungskräfte daraus lernen können. | |||
| #4 Agil ans Ziel: Sinn und Unsinn von Zielvereinbarungssystemen | 07 janv. 2026 | 00:40:30 | |
In dieser Folge nehmen wir euch mit in die Welt der Zielvereinbarungssysteme – und zeigen, wie gut gemeinte Boni oft mehr Schaden als Nutzen anrichten. Wir widmen uns einem echten Fall aus dem Unternehmensalltag.
Das Opfer: Motivation. Der Täter: zahlt bis heute doppelt – ein echter Cold Case.
Wir rekonstruieren den Fall aus Fabians Ausbildung und stoßen dabei auf einen Doppelmord: Starre Zielvereinbarungen und Bonuslogiken, die Mitarbeitende und Teams ausbremsen, statt sie zu bewegen.
Gemeinsam beleuchten wir, was moderne Unternehmen anders machen sollten, wie OKRs und alternative Anreizmodelle wirklich wirken und warum ehrliches Feedback und Teamzusammenhalt oft mehr bewegen als jede Prämie. Hört rein, wenn ihr wissen wollt, wie ihr Ziele sinnvoll setzt und Motivation lebendig haltet – ohne die klassische Karotte vor der Nase. | |||
| Manual of Me - Die Weihnachtsfolge | 21 déc. 2025 | 00:11:51 | |
In dieser Weihnachts-Sonderfolge melden wir uns außerplanmäßig – und diesmal ohne klassischen Fall. Wegen hoher Nachfrage nehmen wir uns ein Tool vor, das in vielen Teams genutzt wird, aber selten wirklich erklärt wird: das Manual of Me.
Kurz gesagt ist das Manual of Me ein persönliches Arbeits- und Zusammenarbeitsprofil. Es hilft Teams dabei, Erwartungen, Bedürfnisse, Kommunikationsstile und Trigger sichtbar zu machen und damit Vertrauen und psychologische Sicherheit aufzubauen.
In dieser Folge erklären wir das Manual of Me einmal in Ruhe und in der Tiefe. Fabian bringt seine Erfahrung als Teamcoach ein und zeigt, wie das Tool sinnvoll, kreativ und nicht als Pflichtübung eingesetzt werden kann. Wilma hakt nach, stellt kritische Fragen und sorgt dafür, dass es praxisnah bleibt.
Ein kleines Sonderbonbon zu Weihnachten – für alle, die nicht nur wissen wollen dass etwas wirkt, sondern warum und wie. | |||
| #3 Mitarbeiterentwicklung gegen den Willen | 03 déc. 2025 | 00:36:07 | |
In dieser Folge nehmen wir euch mit hinter die Kulissen echter Personalentwicklung: Was passiert, wenn Mitarbeitende gegen ihren Willen in neue Rollen gedrängt werden? Wir erzählen den wahren Fall einer Führungskraft, die nicht zur Führungskraft wurde – und was das für Team, Organisation und die Person selbst bedeutete. Dabei diskutieren wir, warum Widerstand nicht immer schlecht ist, wie man mit Ängsten und Gesichtsverlust umgeht und warum Experimente oft der Schlüssel zur Lösung sind. Wir verbinden Praxiserfahrung mit Theorien wie dem Peter-Prinzip und der Selbstbestimmungstheorie und schauen, wie echte Entwicklung gelingen kann. Hört rein, wenn ihr wissen wollt, wie aus Zwang manchmal Zufriedenheit wird und was das für eure Personal- und Teamentwicklung bedeutet. | |||
| #2 Was machen wir, wenn Führungskraft und Team nicht mehr klarkommen | 05 nov. 2025 | 00:36:08 | |
In dieser Folge nehmen wir euch mit in einen echten True-Crime-Fall der Organisationsentwicklung: Ein Team steht Kopf, die Führungskraft ist im Kreuzfeuer und wir fragen uns – wie kommt man da wieder raus? Wir teilen unsere persönlichen Erfahrungen als Teamcoach und Organisationsentwicklerin, berichten von überraschenden Wendungen und den entscheidenden Momenten, die alles verändert haben. Ihr erfahrt, warum Vertrauen, Feedback und kontinuierliche Verbesserung keine Buzzwords sind, sondern die Basis für echte Zusammenarbeit. Wir lassen euch hinter die Kulissen schauen, sprechen offen über Stolpersteine, blinde Flecken und das, was im Lehrbuch nie steht. Hört rein, wenn ihr wissen wollt, wie echte Teamtransformation gelingt – mit all ihren Höhen, Tiefen und dem berühmten Aha-Moment. | |||
| #1 Unbewusste Widerstände in Digitalisierungsprojekten | 08 oct. 2025 | 00:33:46 | |
In dieser Folge ziehen wir den Stecker und tauchen tief in die verborgenen Widerstände von Digitalisierungsprojekten ein. Wir nehmen euch mit hinter die Kulissen eines echten HR-Projekts – ein Fall, in dem es nicht an Technik scheiterte, sondern an unsichtbaren Identitätsfragen und emotionalen Blockaden.
Mit der Neugier von Ermittler:innen rekonstruieren wir, warum selbst die fähigsten Teammitglieder an scheinbar simplen Aufgaben verzweifeln – und was das mit psychologischer Sicherheit und Wertschätzung zu tun hat. Wir diskutieren, wie Change-Prozesse wirklich funktionieren, was Menschen im Wandel bewegt und warum Agilität oft mehr mit Menschlichkeit als mit Prozessen zu tun hat.
Hört rein, wenn ihr wissen wollt, was wirklich zählt, wenn Veränderung gelingen soll. | |||
| #0 Wer sind Wilma und Fabian? Und warum Agilität Unplugged? | 08 oct. 2025 | 00:07:50 | |
Wir – Fabian, Teamcoach, und Wilma, HR-Beraterin – erzählen, wie wir vom Zufallsteam zum Podcast-Duo wurden. In dieser Auftaktfolge sprechen wir offen über unsere Hintergründe, was uns an Organisationsentwicklung und Agilität begeistert und wie wir gemeinsam Trends und Buzzwords entzaubern wollen. Ihr erfahrt, warum Agilität mehr als ein Modewort ist und was wirklich hinter erfolgreichen Veränderungen steckt. Mit echten Geschichten, ehrlichen Meinungen und einer Prise Humor laden wir euch ein, Organisationen neu zu denken. Hört rein und begleitet uns jeden Monat auf der Suche nach dem, was in Unternehmen wirklich zählt. | |||
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